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Gefühl, richtige Zeit und das Marktvolumen


Pferdewetten Trading - Gefühl, Zeit und Marktvolumen

   

Gefühl für den Markt:

Dies ist mit Abstand die wichtigste Fähigkeit, die man für das Traden benötigt. Es gibt keine Garantie dafür, dass sich der Markt wie gewünscht entwickelt. Setzt man eine Back Wette in den Markt, mit der Hoffnung auf fallende Quoten, und die Quoten steigen statt dessen, kann man oft nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Man muss also ein Gefühl dafür entwickeln, in welchem Rennen man am besten auf welches Pferd setzt.

Wir wissen zwar schon mal, dass etwa 30% der Favoriten eines Rennens gewinnen, jedoch heißt dies nicht, dass der Favorit am Morgen auch noch der Favorit zum Rennstart ist. Man kann also nicht davon ausgehen, dass die Quoten der Favoriten grundsätzlich fallen!

Ein Gespür dafür, welche Quote für ein Pferd realistisch ist und welche zu oder zu niedrig ist, bekommt man mit der Zeit. Da jedoch nicht jeder, der mit dem traden anfangen möchte, auf dieses Wissen und jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann, gibt es ein paar Tricks, die man dazu heranziehen kann:

Die Zeit und das Volumen:

Pferdewetten werden in der Regel am Tag vor dem Rennen in den Wettbörsen online gestellt. Jede Wettbörse gibt dabei das Volumen des Marktes auf der Seite des jeweiligen Events an. Das Volumen beinhaltet alle angenommenen Wetten in diesem Markt, also die Wetten, für die ein Back und ein Lay Part existiert. Am Abend vor dem Rennen bis in den frühen Vormittag ist das Volumen in der Regel recht gering.

Hier ist zu beachten, dass die angezeigte Quote bei Betfair z.B. nicht immer der besten Quote im Markt entspricht. Das Volumen ist noch so gering, dass eine einzelne Wette auf das Pferd die Quote um mehrere Quotenpunkte fallen lassen kann, da keine entsprechende Lay Wette mehr vorhanden ist. Ein Klick auf die Marktinformationen offenbart neben dem bisherigen Quotenverlauf für das Pferd auch den letzten Abschlusspreis für das Pferd – Hier sieht man die aktuellste Quote!

Möchte man in diesem Marktzustand eine Wette platzieren, lohnt es sich oft, diese höher als die angebotene Quote im Markt zu platzieren. So kann man durchaus eine Quote weit über dem Marktpreis bekommen, wenn man etwas Glück hat. Die Volumen sind hier allerdings recht gering, man darf nicht hoffen, hier eine 100€ Wette platzieren zu können. 2-10€ sind in der Regel realistisch für einen solchen Ausreißer nach oben.

Erst im Laufe des Mittags erreicht das Volumen dann einen Wert, in dem man die Quoten als gefestigt ansehen kann. Hier werden in der Regel auch große Wetten vom Markt angenommen, ohne große Schwankungen zu verursachen. Im Gegenzug finden in der Regel auch keine Ausreißer mehr statt.

Vom Mittag bis etwa eine Stunde vor dem Rennen tut sich in der Regel unter den Favoriten und deren unmittelbaren Konkurrenten nichts weltbewegendes mehr, es sei denn, es finden Jockeywechsel oder andere maßgeblichen Dinge statt. Daher das Rennen zumindest sporadisch im Auge behalten!

Kurz vor dem Rennen steigt das Volumen dann sprunghaft an. Etwa eine halbe Stunde vor Rennstart beginnen die Quoten sich noch einmal zu verändern. Hier kommt es durchaus vor, dass ein Pferd von einer Quote von 6 plötzlich auf über 9 zum Start steigt, oder andersherum. Hier kann man große Gewinne und große Verluste einfahren – Hier heißt es schnell reagieren und sich schnell entscheiden und nicht gierig werden. Auch wenn man mehrere Quotenpunkte gutmachen kann, verliert man meist mehr, wenn ein oder zwei Trades nicht zum Abschluss kommen, weil man zu viel wollte. Nicht gierig werden ist eine Grundregel des Tradens, es geht um stetigen kleinen Profit mit minimalem Risiko, nicht um große Spekulationen – Wie schon beschrieben unterscheidet sich hier das Trading der Wetten vom möglichen Trading an der Börse.

Zahlen:

Eine Eigenstudie zu der Quotenentwicklung über mehrere Monate und tausend Rennen hat folgende Ergebnisse hervorgebracht:

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Studienaufbau:

Es wurden Pferde nach Form, Handicap und Empfehlung einschlägiger Tippseiten (Timeform, Racingpost etc.) ausgewählt. Die Kriterien für einen guten Run waren dabei offensichtlich, Geheimtipps und Long Shots wurden nicht berücksichtigt. Dabei wurde nur ein Pferd pro Rennen ausgewählt, welches in über 70% der Fälle auch als Favorit gestartet ist.

Die Quote im Markt (nicht der letzte Abschlusspreis!) wurde am Abend vorher (bis 23 Uhr), am Morgen (bis 08:00 Uhr), am Mittag (bis 13 Uhr) und zum Rennstart (BSP) notiert. Dazu wurde nachträglich die Höchst- bzw. Niedrigstquote während dem Rennen aus der Timeform Rennanalyse hinzugefügt.

Die Quotenentwicklung sah dabei wie folgt aus:

Quote im Vergleich zum BSP
Quote am Abend -31,00%
Quote am Morgen -28,00%
Quote am Mittag -11,00%
Quote im Rennen hoch 204,00%
Quote im Rennen tief -30,00%


Grundsätzlich sollte man wissen, dass der BSP (Best Starting Price) von Betfair im Schnitt einige Prozent über dem Marktpreis zum Start liegt, was damit zusammenhängt, dass Betfair verspricht, immer die beste Quote zum Start anzubieten. Die Marktquote zum Start entspricht also nicht zwangsläufig dem BSP!

Wir sehen also, dass sich die Quoten im Schnitt vom Abend vorher bis zum Morgen nur wenig verändern. Um einen profitablen Trade abschließen zu können, müssen wir hier zwingend einen Ausreißer nach oben backen können, oder zu den angegebenen Quoten einen Lay setzen können. Zu diesem Zeitpunkt ist allerdings auch nicht gesichert, dass ein Lay zu diesen Quoten vom Markt angenommen wird.

Weiter ist zu beobachten, dass der Markt sich nicht proportional verhält, nur weil eine oder mehrere Quoten mit dem Volumen steigen, heißt dies nicht, dass andere Quoten im gleichen Maße fallen – Der Markt ist kein Buchmacher, der Quoten nach Chancen und Berechnungen vergibt, sondern basiert auf Angebot und Nachfrage!

Zum Mittag hin stabilisiert sich das Ganze dann. Ein Einbruch der Quoten zum Start hin ist aber nicht zu verzeichnen. Im Rennen selbst steigen die Pferde, die das Rennen gewinnen im Schnitt um 204% an – Dieser Wert wird jedoch durch ein paar Pferde, die immens hohe Quoten während dem Rennen erreicht haben, verfälscht. Realistisch sind Werte zwischen 20% und 40% für einen Großteil der Starter. 5%-12% wurden von über 95% im Rennen erreicht.

Viel interessanter ist, dass im Schnitt die Pferde, die nicht gewonnen haben, ihre Quote während des Rennens noch mal um 30% unterboten haben. Hier gab es nur sehr wenig Ausreißer, die die Statistik verfälscht haben. Ein Wert von 20-25% ist hier durchaus repräsentativ. Diese Zahlen sind vor allem für das Ingame Trading interessant.

Schlussfolgerungen:

Blind eine Quote aus dem Markt am Abend vorher oder am Morgen zu buchen, führt nur selten zum Ziel, man muss entweder die Tendenz erkennen und entsprechend handeln oder eine Wette in den Markt setzen, die einen Schwung des Marktes ausnutzen soll und danach die zweite Wette entsprechend platzieren. Einfach einen Lay zu den Quoten platzieren, funktioniert leider nicht – die Lay Quoten verhalten sich ähnlich wie die Back Quoten und sind in diesem Fall zu hoch.

Der Reduktionsfaktor wurde in dieser Studie berücksichtigt!

Der Reduktionsfaktor gibt im Markt an, um wie viel % der Marktwert der Pferde reduziert wurde.Dies geschieht, wenn ein Pferd von Bedeutung aus dem Rennen zurückgezogen wird, also ein No Runner wird. Die Zahlen können sich dabei von einstelligen Prozentzahlen bis hin zu über 50% bewegen. Auch schon abgegebene Wetten werden reduziert! Nach einer solchen Reduktion ist oft zu beobachten, dass sich die verbliebenen Quoten neu einpendeln und man bei bereits abgegebenen Back Wetten oft einen schlechten Schnitt macht, wenn man nicht den Favoriten gebucht hatte.


Letzte Aktualisierung :    01.08.2018
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