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04.10.2020 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Enable und der Rest - Pferdewetten Tipps
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04.10.2020 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Enable und der Rest

4. Oktober 2020 / phil
Pferderennen in Frankreich

16:05 Qatar Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 3.000.000 EUR Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Der Qatar Prix de l’Arc de Triomphe 2020…. das ist so ein ganz spezielles Rennen dieses Jahr. Nicht nur ist Enable wieder mit von der Partie – und fürht das Rennen natürlich als Favoritin an – sondern die Corona Pandemie und das wetter spielen beiede eine große Rolle und werden massiven Einfluss auf das Rennen heute haben! Aber Eins nach dem Anderen:
Also Enable. Immer noch. Wenn man bedenkt, dass die Stute von John Godsen nun schon immerhin sechs Jahre alt ist und als DIE beste Stute weltweit gilt. Sie teilt sich im Jahr 2020 Platz 6 in den Longines Wolrd Ratings zusammen mit Almond Eye, die alleridngs im Yasuda Kinen und Amira Kinen in letzten Jahr aus drei Rennen gleich zwei Niederlagen vekraften musste und damit meiner Meinung nach klar unter Enable rangiert. Egal, die Ratings sind die gleichen, aber wenn man nach den Ratings geht…. nun, dann ist dieses Jahr Stradivarius ganz weit vorne, denn der ebenfalls von John Godsen trainierte Langstreckenspezialist rangiert in der Liste 2020 vor Enable auf Platz 3 – zusammen mit Persian King, der heute ja ebenfalls antritt und Andre Fabre repräsentiert.
Enable hatte sich letztes Jahr auf Platz2 im Ranking über die gesamte Saison 2019 vorgearbeutet gehabt, und hätte wahrscheinlich sogar Platz 1 vor Chrystal Ocean halten können – wenn sie den letztes Jahr den Prix de l’Arc de Triomphe wie erwartet gewonnen hätte. Als 1.5er Favoritin wurde sie in das Rennen geschickt, und auch ich hatte sie als Siegerin getippt – zusammen mit Waldgeist als Each Way Wette, und wer meinen Tipps folgt, hat an jenem Tag eine schöen 14er Quote getroffen, denn Waldgeist gewann das Rennen am Ende relativ souverän mit 1.75 Längen Vorsprung.
Enable hatte den Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gewinnen können, allerdings recht knapp mit nur nur 0,25 Längen Vorsprung vor Sea Of Class. War das Rennen vielleicht schon eine Warnung für den Arc in der Zukunft. Nun Fakt ist, dass Enable vor allem auf schnellem Boden brilliert, und sehr weicher Boden ihr Probleme macht. Und was haben wir heute für ein Wetter in Frankreich? Man mag es nach dem Sommer kaum glauben, aber der nun doch einsetztende Regen hat den Untergrund – wie so oft in Frankreich – schwer gemacht, was Enable das Leben in dem 2400m Renne sicher schwer machen wird. In Kempton gewann sie zwar ihr letztes Trainingsrennen souverän, aber das bedeutet natürlich nichts für den Arc.
Positiv für sie ist sicherlich, dass sämtliche Starter von Aiden O’Brien heute nicht dabei sein werden. Aber wie kommt es, dass die vier Rennpferde von O’Brien, die heute eigentlich hätten teilnehmen sollen, nun doch nicht nach Frankreich zum Arc gereist sind? Nun, Aiden O’Brien hatte das Pech, dass festgestellt wurde, dass einige seiner Rennpferde Futter bekommen haben, welches Zilapaterol enthalten hat, eine Substanz, die die Leistungsfähigkeit von Pferden steigern kann.  Dasss dies kein absichtliches Doping war zeigt allerdings schon die Entschuldigung des Herstellers und der Fakt, dass mehrere Rennställe von dieser Katastrophe betroffen sind. Ein nettes Detail ist, dass die Subtsanz zwar in Europa verboten ist, aber etwa in Amerika durchaus zugelassen ist – schade also, dass das nicht etwa vor dem Breeder’s Cup passiert ist. Das Gutachten kam zustande, nachdem France Galop bekannt gegeben hatte, dass fünf Pferde in den letzten Wochen positiv auf Zilpaterol getestet worden waren.
Die Hersteller „Gain“ veröffentliche daraufhin ein Pressestatement:

„Bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen wird Gain-Kunden empfohlen, ihre Pferde nicht mit unseren Pferdeprodukten zu füttern“, heißt es in der Erklärung von Gain. „Der Stoff Zilpaterol ist ein synthetischer Beta-Agonist, der zur Verwendung als Leistungssteigerer in einigen Rindfleischproduktionssystemen außerhalb der EU zugelassen ist. Es ist uns wichtig zu betonen, dass diese synthetische Substanz in keinem unserer Tierernährungsbereiche Bestandteil einer Formulierung war.“
Also ein Versehen, dass der Stoff in das Futtermittel für die Rennpferde gekommen ist – ein Versehen, welches sehr, sehr teuer für den Hersteller werden könnte, denn Aiden O’Brien is not amused.

O’Brien hat bestätigt, dass alle seine Pferde, nachdem sein Team am Donnerstagabend zum ersten Mal von dem Problem gehört hatte, am Freitagmorgen sofort von Gain-Produkten auf Connollys Red Mills-Futter umgestellt wurden. Er sagte, er habe an diesem Wochenende allen seinen Läufern in Frankreich Blut- und Urinproben entnommen und auch bestätigt, dass keiner seiner Läufer in Frankreich positiv auf verbotene Substanzen getestet worden sei.

Obwohl die Ergebnisse der Blut- und Urinproben vom Freitag, die zur unabhängigen Analyse nach Frankreich geschickt wurden, voraussichtlich erst am Samstagabend bekannt werden, hat O’Brien gegenüber Racing Post bestätigt, dass Mythical and Passion für den Lauf am Samstag nach wie vorgesehen waren
Er schickte auch Urinproben an das Irish Equine Centre und hoffte, dass diese Ergebnisse am Freitagabend bekannt werden könnten.

Nun, die Ergebnisse kamen, und sie waren nicht das, was sich Aiden O’Brien erhoftf hatte. Die Proben, die er nach Irland gesendet hatte, waren zwar negtaiv, aber die Proben aus Franrkeich waren positiv – und damit war klar, dass alle Pläne für Frankreich am Wochenende über den Haufen geworfen waren.
O’Brien bestätigte, dass Ballydoyles eigene Tests mit den relevanten Futtermitteln am Freitagabend nach der Probenahme am frühen Morgen positiv für Zilpaterol waren, die Werte jedoch „winzig“ waren und sich möglicherweise nicht in einem positiven Test eines Pferdes niederschlagen.
Zu O’Briens Delegation, die am Sonntag eigentlich hätte nach Longchamp fahren hätten sollen, gehörten unter anderem seine vier Läufer des Prix de l’Arc de Triomphe: Mogul, Japan, Serpentine und Sovereign. Sie gehörten zu den führenden Konkurrenten, die versuchen sollten, Enables Versuch für den historischen dritten Sieg im Arc zu vereiteln. Nun, damit gehen die Chancen von Enable natürlich nach oben, vor allem da auch Joseph O’Brien von dem Futtermittelskandal betroffen ist.Also, von den Konkurrenten her hat Enable hier sicher Glück gehabt. Wie als göttlicher Ausgleich pisst es aber seit Tagen auf die Strecke in Paris, gerade Donnerstag und Freitag kamen mit 13L/m² ziemlich viel Regen auf die Strecke, und auch wenn es Samstag und Sonntag ein wenig nachgelassen hat, konnte der Rasen die ganze Feuchtigkeit noch nicht wieder abtransportieren und es wird wohl ein Schlammfest werden – was Enable nicht unbedingt mag und das weiß auch Trainer John Godsen.

John Gosden glaubt, dass seine Prix de l’Arc de Triomphe-Favoritin Enable bei den Wetten in den Quoten überbewertet ist. Noch besorgniserregender ist, dass eine Niederlage auf Longchamps zermürbendem, schwerem Boden seiner Einschätzung nach „eine hohe Wahrscheinlichkeit“ habe. Da ist natürlich etwas Understatement mit dabei, wie es sich für Profis gehört, denn John Godsen wäre der erste Trainer in der Geschichte des Arc, der es geschaftf hätte ein Rennpferd gleich drei Mal als Sieger/in für den Arc de Triomphe zu trainieren, eine vor Enable unvorstellbare Leistung. Klar also, dass die Hoffnungen nicht zu hoch hängen will heute im Vorfeld.

Neben dem Stalljockey Frankie Dettori triumphierte er 2015 erstmals mit Golden Horn. Während dieses Hengstfohlen mit drei Jahren in den Ruhestand ging, wurde Enable bis zum Alter von sechs Jahren unter der Anleitung ihres Trainers weiter in die Rennen geschickt – ein Umstand, den ich schon zu Anfang des Artikels kurz angeshcnitten habe. Aber niemand hat seinen Namen in die Analen des Sports schreiben können, ohne ein wenig Risiko eingehen zu müssen.

Im Laufe der Saison hat Gosden mehr als einmal wiederholt, dass es Khalid Abdullahs heimischem Champion in einem Alter, in dem die meisten Spitzenstuten ein entspannteres Leben im Gestüt genießen würden, schwerer gefallen ist, ihren Peak im Jahr erreichen. Die mögliche fehlende absolute Top Form ist jedoch nicht das, was den Champion-Trainer heute am meisten beunruhigt. Das größte Problem für Enable bei ihrem vemutlich letzten Arc De Triomphe wird der Untergrund sein:

„Es ist offensichtlich enttäuschend, wenn ein Rennen dieser Größe auf einem Untergrund für absolute Spezialisten ausgetragen wird „, sagte Gosden.
„Das Problem mit diesem Boden ist, dass sie ein brillantes Stutfohlen ist und es schwierig ist, Ihre Brillanz auf einer Oberfläche zu zeigen, die das Rennen wahrscheinlich in einen Abnutzungskampf verwandelt. Es ist für alle gleich, aber sie ist ein Stutfohlen, das idealerweise gerne auf  nur etwas weicherem Boden als „gut“ läuft.
„Es ist nicht ideal, und es ist ein bisschen absurd, wenn sie so kurz in den Quoten ist, um das Rennen unter solchen Bedingungen zu gewinnen. Die Fans unterstützen sie, als ob eine Niederlage nicht in Frage kommt,  auch wenn ich Ihnen versichern kann, dass eine Niederlage aus dem genannten Grund sehr wahrscheinlich ist. Es ist kein Boden, der ihre Stärken ausspielt, und wenn jemand anderes wirklich gut damit umgeht, dann viel Glück für sie. Ich glaube, der Boden hat ihre Chancen sehr stark beeinträchtigt. „Diese brutal ehrlichen Worte ermutigen die Unterstützer von Enable natürlich nicht gerade Dementsprechend ging die Quote etwas hoch, Enable ist aber immer noch klare Favoritin.

Zu Recht?
Fakt ist, dass Stradivarius besser mit dem Untergrund umgehen kann, aber lieber über länger läuft. Ausdauer ja, aber 1m4f eher nein. Sottsass geht auf dem Untergrund und der Distanz, für ihn die Konkurrenz aber ein gewaltiger Sprung nach oben, genau wie für In Swoop, der hier das erste mal auf so schwerem Boden lauen wird und Konkurrenz von diesem Niveau auch nicht gewohnt ist. Das gilt 1:1 auch für Raabihah, die beiden 3yo haben hier einen echten Brocken vor der Brust
Persian King ist super in Form dieses Jahr, allerdings bleibt hier die Sorge, dass er dieses Jahr in Deauville im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois so gar nicht in Fahrt kam und der schwere Boden einer der Gründe gewesen sein kann. Letztes Jahr gewann er allerdings dem Gruppe 1 The Emirates Poule d’Essai des Poulains über 1m auf dem Kurs hier in Longchamp auf schwerem Boden. Mit nur einem Aussetzer dieses Jahr eigentlich eine gute Wette, wenn er nicht 4f auf seine Distanz drauf packen würde.
Way To Paris? Könnte sein das heute der Name Programm ist, Way To Paris hat eine Menge Erfahrungen über die Distanz und den Untergrund – und die Strecke! Die Ergebnisse varieren stark und mit Niederlagen im Prix Exbury im März dieses Jahres und dem Prix Royal Oak letztes Jahr, ist nicht sicher ob der Untergrund nun Vor- oder Nachteil ist. Sie hat jedenfalls auch gute Ergebnisse wie den zweiten Platz im Gruppe 2 Prix d’Harcourt im Mai und Way To Paris scheint als 7yo in Bestform zu kommen – die liegt allerdings immer noch hinter eine Klasse wie die von Enable oder Stradivarius
Gold Trip konnte In Swoop im Prix Greffulhe im Mai schlagen, das lag aber auch daran, dass der Konkurrent hinter anderen Startern eingeboxt war und keine Chance hatte, zu zeigen was er kann. Das wird heute sicher anders ausgehen. Deidre? Spezialistin für Kurse mit langer Zielgerade und guten Untergrund. Je schneller desto besser. Ein Wunder, dass sie heute hier überhaupt antritt, vor allem mit der Form aus den letzten beiden Rennen.
Ich kann nachvollziehen, warum Enable hier immer noch die klare Favoritin ist. Die Konkurrenz hat mindestens ebenso viele Fragen offen wie sie. Sotsass hatte beim letzten duell im Arc letztes Jahr nicht die Kraft um den Rückstand auf der Zielgerade noch auf Enable aufzuholen und hatte 3 Längen zu finden auf den letzten Metern, ist aber natürlich gereift und einen zweiten  Blick wert. Etwas schade, dass er die ganz großen Rennen dieses Jahr gemieden hat, und beim Irish Champion Stakes so starke Probleme hatte auf Magical und Gaiyyath aufzuschließen. Denke der Untergrund wird ihm etwas helfen heute, aber Enable hatte ihn auf Very Soft letztes Jahr im Griff.
Bleibt Stradivarius. Aber wird Godsen seinen eigenen Rekord mit drei Siegen für Enable hier selber gefährden? Also klar, er würde das niemals selber zugeben, aber wird Olivier Peslier im Sattel von Stradivarius alles geben auf den letzten Metern, um vielleicht die entscheidenden Zentimeter noch herauszuholen um die vermutliche Front Runnerin Enable einzuholen, oder wird er dann doch den Sieg für die Geshcichtsbücker unterbewusst zulassen? Wenn nicht, sehe ich hier den Hauptkonkurrenten – der aber 3lb mehr tragen muss als die Wunderstute….
Nein, zähneknirschend muss ich bei Enable bleiben. Enable ist der Siegpick. Dann Stradivarius, Sotsass und In Swoop. Persian King und Way To Paris für die Exoten, wobei eher Persian King, wenn er die Distanz packen sollte. Denke nicht, dass Andre Fabre ihn ohne Grund heute hier starten lässt.

 


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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