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05.10.2019 – Newmarket – Sun Chariot Stakes – Pick: Laurens (Laurens/Iridessa/Hermsa Trifecta)

5. Oktober 2019 / phil
Pferderennen in England

16:25 Sun Chariot Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.609 m | Preisgeld: 266.875 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Iridessa: Die von Trainer Joseph Patrick O’Brien trainierte Stute hat sich in ihrer noch recht kurzen Karriere schon gleich zwei Mal in Gruppe 1 Rennen durchsetzten können und hat von Anfang an einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

Die Ruler Of The World Tochter hat sich letztes Jahr im Juli im EBF Auction Race, ihrem ersten Versuch in einem Rennen, gleich mit vier Längen Vorsprung durchsetzen können, aber beim Versuch im Gruppe 2 Debutante Stakes danach musste Iridessa einen herben Rückschlag verkraften und 5 Längen Rückstand auf den Sieger hinnehmen.

Auf etwas niedrigerem Niveau beim Ingabelle Stakes auf Listed Ebene schaffte Iridessa es ihre Form wieder ein wenig anzuheben und kam auf einem dritten Platz ins Ziel, wenn auch knapp 2 Längen hinter dem Sieger und damit nicht in Reichweite zu der Siegerin. Die Formkurve nahm weiter einen positiven Verlauf und Iridessa schaffte es überraschend, sich im Gruppe 1 Fillies‘ Mile im Oktober 2018 durchzusetzen. Die Konkurrentinnen und Favoritinnen Hermosa und Pretty Pollyanna hatten keine Chance auf den letzten Metern mit Iridessa mitzuhalten, die zwischen den beiden Konkurrentinnen nach vorne schnellte und den Hügel zum Ziel problemlos meisterte. Der Sieg war für manche ein wenig überraschend, aber es gab im Vorfeld schon einige, die mit einem guten Lauf von Iridessa gerechnet hatten – wie auch beim Saisondebüt im Gruppe 3  1000 Guineas Trial in Leopardstown im April – wo sie allerdings fast 2,5 Längen hinter der Siegerin Lady Kaya ins Ziel kam.

Das Rennen kann aber gut als Warmmacher in der neuen Saison gelten und Iridessa ging mit guten Chancen in das 1000 Guineas in Newmarket, wo Iridessa allerdings nicht richtig fahrt kam und mit drei Längen Rückstand ins Ziel einlief – als Achte, ohne dass sie ihren Angriff auf die Spitze hätte durchführen können. Auch beim irischen Ableger, dem 1000 Guineas in Curragh Ende Mai 2019 erging es ihr nicht besser, dieses Mal betrug der Rückstand auf die Siegerin Hermosa allerdings gut 6 Längen. Der schnelle Untergrund tat sein übriges zum Niedergang von Iridessa in jenem Rennen, an der ausdauer fehlte es ihr jedenfalls nicht,wie sie einen Monat später im Gruppe 1 Pretty Polly Stakes über 2012m unter Beweis stellen konnte. Dort lief sie hinter der von Aiden O’Brien trainierten Pink Donkwood und Magic Wand als Außenseiterin auf, konnte sich aber über diese längere Distanz deutlich besser präsentieren und gewann am Ende mit einem Abstand von über 2 Längen.

Magic Wand versuchte sich noch an ihre Fersen zu heften, hatte aber keine Chance mit Iridessa mitzuhalten. Iridessa gewann das Rennen locker und galt damit auch über die längere Distanz von 2414m im Irish Oaks als eine der Favoritin, hatte aber mit der längeren Distanz dieses Mal so ihre Probleme und keine Chance mit der Siegerin Star Catcher noch mitzuhalten und Wayne Lordan lies Iridessa in Ruhe auslaufen, nachdem die Chancen dahin waren.

Da die längere Distanz ganz eindeutig zu viel des Guten war, reduzierte Trainer Joseph Patrick O’Brien die Distanz im nächsten Rennen deutlich und lies Iridessa wieder über die Distanz von 1609m antreten, dieses Mal im Fastnet Rock Stakes, welches zwei Monate nach dem letzten rennen stattfinden sollte.  Zwar galt Iridessa in diesem Rennen hinter der herausragenden Laurens und Hermosa als klare Außenseiterin, konnte sich aber am Ende gegen die beiden Favoritinnen durchsetzen, nachdem sich Hermosa und Laurens an der Front über die gesamte Distanz um die Führung bekämpften

Dieses Rennen hier ist faktisch eine Wiederauflage des Fastnet Rock Stakes und es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Konkurrentinnen sich heute wieder um die Führung streiten und sich so wieder das Rennen für Iridessa öffnet – allerdings sind die Trainer und die Jockeys sicher auch darauf eingestellt

Hermosa: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien genießt heute die Aufmerksamkeit von Ryan Moore und kommt damit hoffentlich wieder so richtig in Fahrt, nachdem sie in ihrem letzten Rennen ein wenig enttäuscht hatte, zwei Niederlagen als Favoritin und eine als Co Favoritin in den letzten drei Wochen bereiten dem Champion Trainer Aiden O’Brien sicherlich Kopfschmerzen.

Schließlich hatte sie unter Wayne Lordan ihr Saisondebüt im 1000 Guineas gewinnen können – und das auch noch als eigentlich klare Außenseiterin, während Just Wonderfull damals als erste Wahl von Aiden O Brien galt und unter Ryan Moore auflief.

Hermosa hatte in der Mitte der Bahn allerdings einen richtig guten Lauf und konnte sich unter dem Druck seines Jockeys langsam aber sicher an die Spitze setzen und mit einer Länge Vorsprung gewinnen. Das war eine Steigerung zu den Leistungen des letzten Jahres, wie etwa dem zweiten Platz im Gruppe 1 Fillies‘ Mile und dem Gruppe  1 Moyglare Stud Stakes in dem Hermosa den dritten Platz belegt hatte. Diese Leistungen sprachen schon einmal für das Talent von Hermosa, welches sie aber erst in ihrer zweiten Saison 2019 vollständig entfalten konnte – und das wie gesagt gleich bei seinem ersten Lauf im Newmarket Guineas, bei dem sie fast von Anfang an das Feld anführte:

Diese Taktik führte auch unter Ryan Moore im Irish Guineas einige Wochen später zum Erfolg und Hermosa konnte sich erneut durchsetzen, gegen die wesentlich leichtere Konkurrenz allerdings optisch auch um einiges beeindruckender:

Diese Taktik sollte dann auch beim Coronation Stakes angewendet werden, allerdings lief es in diesem Rennen nicht ganz so wie geplant, denn Pretty Polyanna von Micheal Bell setzte sich unter Silvestre De Souza ebenfalls an die Front und Hermosa musste 1 Bahn neben der Innebahn laufen und konnte nicht wie gehofft das Tempo von dort aus dominieren. Stattdessen musste sie mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden versuchen das Rennen 2f vor dem Ziel zu übernehmen, konnte da aber Watch me nicht mehr hinter sich halten, der zuvor die Position direkt hinter den Führenden inne hatte. Watch Me hatte noch eine Menge Kraft im letzten Furlong übrig und konnte die hart kämpfende Hermosa damit auf den zweiten Platz verbannen.

Im Qatar Nassau Stakes auf Gruppe 1 Ebene hatte sie keine Chance sich an die Außenseiterin Deidre anzuhängen und floppte über die Distanz von 1991m überraschend. Der erste Versuch über längere Distanz war damit eindeutig gescheitert und der nächste Lauf sollte wieder über deutlich kürzere Distanz absolviert werden. Das Gruppe 1 Fastnet Rock Stakes war trotzdem ein echter Test, lief doch auch Laurens mit auf und Hermosa mühte sich unter Ryan Moore, die Konkurrentin niemals zu weit von sich weg ziehen zu lassen, allerdings war es auch dieses Duell um die Führung, welches Hermosa am Ende ausnutzen konnte und über die beiden Favoritinnen mit knapp 0,75 Längen triumphierte

Wenn Hermosa eine Freie Bahn bekommt ist sie nur schwer zu schlagen – wenn ihr allerdings auf der Zielgeraden die Puste ausgeht, obwohl sich direkt vor ihr eine massive Lücke auftut wie im Qatar Nassau Stakes, dann kann auch Ryan Moore auf ihr keine Wunder mehr bewirken. Hermosa hatte am 1.08.2019 einfach nicht die Kraft, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen und nutzte die offene Lücke vor ihr nicht, was am Ende in einer klaren Niederlage resultierte und im Fastnet Rock Stakes zehrte das Duell zwischen den Favoritinnen die Kraft von Hermosa auf. Sie kann so ein Rennen wie dieses immer gewinnen, leicht wird das aber sicher nicht.

Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte.
Aber anschließend beim zweiten Start in der Saison erging es Laurens ähnlich, denn in Royal Ascot im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene verlor sie ebenfalls den Anschluss und musste sich mit einem sechsten Rang zu zufrieden geben.
Danach wechselte sie für einen Lauf wieder nach Frankreich, und der Tapetenwechsel schien ihr sichtlich gut zu tun, denn im Gruppe 1 Prix Rothschild konnte sie sich gegen die eher moderate Konkurrenz überzeugend durchsetzen.
Die Meile auf dem weichen Boden lag ihr augenscheinlich und im Gruppe 2 Sky Bet City Of York Stakes lief Laurens erneut an hervorragendes Rennen.
Die Favoritin duellierte sich mit Shine So Bright auf der Zielgeraden, die sich einige Längen Vorsprung gesichert hatte und Laurens eine schwere Aufgabe stellte. Laurens kämpfte sich Zentimeter um Zemtimeter heran, aber die Ziellinie kam gerade noch rechtzeitig für Shine So Bright, dass diese sich am Ende mit einer Nase Vorsprung ins Ziel rettete.
Im Gruppe 2 Fastnet Rock Stakes hätte eine Wiederholung dieser Leistung sicher ausgereicht um den Sieg einzufahren , allerdings heftete sich Hermosa an ihre Fersen und duellierte sich mit Laurens über die gesamte Distanz, was beide für den Schlussssprint auszehrte und darin resultierte, dass Irdessa sich beim Schlussssprint an den beiden Favoritinnen vorbeischieben konnte.
Ich denke nicht, dass Patrick McDonald heute den selben Fehler machen wird und Laurens ganz vorne abschneiden wird.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Kam nach zwei enttäuschenden Starts in Newbury und Royal Ascot sehr überzeugend in Frankreich zurück zur Form. Sollte heute durchaus vorne mit dabei sein

 

 


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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