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Pferdewetten Tipps


08.02.2020 – Newbury – Denman Chase – Pick: Native River

8. Februar 2020 / phil
Pferderennen in England

16:00 Denman Chase – Gruppe 2

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.706 m  |  Preisgeld: 50.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Might Bite Der Scorpion Sohn war bis zu seinem Start beim Gold Cup Chase 2018 seit fünf Rennen ungeschlagen und  diese Siegesserie wäre auch gut und gerne noch um zwei Siege länger gewesen, wenn er nicht an der letzten Hürde im Kauto Star Novices‘ Chase 2016 gestürzt wäre –  das Rennen war absolut in seiner Reichweite, aber so bleibt es bei fünf Siegen in Folge. Seine Siegesserie riss dann im Gold Cup 2018, wo er „nur“ einen zweiten Platz erreichen konnte. Im krassen Gegensatz dazu steht die Serie aus den letzten fünf Rennen mit fünf krachenden Niederlagen bzw. zwei Rennen, die nicht einmal beendet wurde. Seine Form hat damit seit dem Gold Cup 2018  ziemlich gelitten und er dürfte hier nur ganz vorne mit dabei sein, wenn er die Form aus den Jahren davor wieder findet und das Jahr 2019 gänzlich vergessen machen kann. Denn Erfolge kann er durchaus vorweisen:

Might Bite startete im Kauto Star Novices‘ Chase am Boxing Day 2015 in Kempton noch als leichter Außenseiter, nach der dominanten Vorstellung bis zu letzten Hürde war aber klar, dass er zu den besten Newcomern in den Chase Rennen gehört, die 2016 so aufgelaufen sind.Der erste Versuch über die Distanz von 3 Meilen im Kauto Star Chase wurde allerdings von einer herben Enttäuschung überschattet, als Might Bite an der letzten Hürde zu Fall kam. Dabei hatte er das Feld auf der letzten Meile auseinandergezogen und war bequem mit 18 Längen Vorsprung an den letzten Sprung gegangen, schlug sich dann aber selbst und verweigerte damit Trainer Nicky Henderson einen weiteren beeindruckenden Gruppe 1 Sieg.

Royal Vacation sammelte die Reste im Kauto Star Novice Chase auf, aber Might Bite hatte ihm während dem Rennen keine Chance gelassen. Zwei solche Leistungen über 3 Meilen hatten ihn zum Favoriten des RSA Novices‘ Chase beim Festival 2017 gemacht und er wurde dieser Stellung auch durchweg gerecht während des Rennens, zumindest bis zum Schluss, wo er wieder an der letzten Hürde alles aus dem Fenster warf – zumindest fast

In einem der dramatischsten Momente des Cheltenham Festivals 2017 sicherte sich Might Bite noch knapp den Sieg vor Whisper, der den eher unkonventionellen Zieleinlauf des Favoriten gnadenlos ausnutze. Während Whsiper eine Linie wie mit dem Lineal gezogen von der letzten Hürde bis zum Ziel verfolgte, verspielte Might Bite nach der letzten Hürde einen Vorsprung von 12 Längen , bummelte beim Zieleinlauf vor sich hin und scherte dann nach rechts aus, um den Zuschauern mal „Hallo“ zu sagen. Erst als Whisper und ein reiterloses Pferd an ihm vorbeizogen, besann er sich wieder  auf das immer noch nicht beendete Rennen und gab noch einmal alles, um Whsiper am Ende mit einem Nacken zu schlagen. Klasse Rennen, klasse Leistung und völlig unnötig am Ende nur so knapp gewonnen, denn vorher hatte er das gesamte Feld schon von der Front her in Grund und Boden gelaufen.
Whisper hatte Blut geleckt und schien nun zu wissen, wie man Might Bite in Bedrängnis bringen kann, so war das erneute Duell der beiden im April im Gruppe 1 Betway Mildmay Novices‘ Chase deutlich knapper als noch beim Festival. Zwar war die Marge mit zwei Längen Vorsprung für Might Bite größer als zuletzt, allerdings konnte er Whisper nie so deklassieren wie noch im März, was auch an dem guten Untergrund gelegen haben mag. Vielleicht war es aber auch die lange, harte Saison, die sich langsam bemerkbar machte und die folgende Sommerpause war mehr als verdient..

Sein Saisondebüt feierte er im 188Bet Future Stars Intermediate Chase auf Listed Ebene, hatte mit dem Gruppe 2 Sieger Frodon und As De Mee aber durchaus respektable Konkurrenten gegen sich. Über die 3m auf gut bis weichem Untergrund dominierte er wie gewohnt die angetretene Konkurrenz hätte im King George VI ideale Bedingungen vorfinden sollen, um seine Schmach vom letzten Jahr bei diesem Meeting wett zu machen. Might Bite gewann zwar auch wie erwartet, musste sich aber nicht Whisper oder Bristol De Mai erwehren, sondern dem Außenseiter Double Shuffle. Das Rennen war wie jedes Jahr gut besetzt und dass Might Bite das King George VI gewinnen konnte spricht für ihn, dass er gegen die beiden Außenseiter so seine Probleme hatte und danach in eine mehrmonatige Pause bis zum Festival ging, war allerdings ein Grund zur Sorge. Schließlich hatte er sich als Ziel den Gold Cup beim Festival gesetzt und musste sich dort gegen die härteste Konkurrenz seit langem erwehren, trotzdem wurde er von den Buchmachern als Favorit in das Rennen geschickt. Der Sieger Native River und Might Bite waren das gesamte Rennen lang fest ineinander verkeilt und gaben einander nur wenig Luft zum Atmen, und das Duell enstchied sich erst nach der letzten Hürde beim Zieleinlauf, bei dem Native River noch ein wenig mehr übrig hatte und sich Stück für Stück absetzen konnte.

Might Bite nutzte die Form aus dem Gold Cup um im Gruppe 1 Aintree Bowl Chase zu starten, der im April zu einem Wiedertreffen mit Bristol De Mai und Clan Des Obeaux, die er aber beide locker in die Tasche stecken konnte. Might Bite liebt die Distanz von 5000m und guten Untergrund und es war erwartet worden, dass er im Betfair Chase erneut ein hervorragendes Rennen laufen würde, aber er lief erschreckend schwach auf und da das Rennen keine Ausnahme war sondern das wiederspiegelt, was er wirklich in dieser Saison leisten konnte, waren die nächsten Rennen nicht viel besser: Es blieb nur der letzte Platz im King George VI Chase , bei dem er wohl aus der Nase blutete und Atemprobleme hatte – was eine Atemwegsoperation zur Folge hatte.

Die half ihm beim Magners Cheltenham Gold Cup Chase im März aber wenig als er nach der dreizehnte Hürde praktisch aussah als wäre er vor eine Wand gelaufen, so rapide nahm seine Leistung ab, bis er auch hier das Rennen vorzeitig beenden musste. Klar das man ihn in dieser Saison nicht noch einmal sarten lassen musste und lieber auf die nächste Saison wartete,wo er im Dezember im Virgin Bet Price Boosts Many Clouds Chase startete. Man hatte erwartet, dass er sich nach der Wind OP und mit der Pause im Rücken sicher über den Sommer gefangen hätte, musste dann aber einsehen, dass er offensichtlich immer noch nicht top fit war – denn obwohl er Native River an der letzten Hürde noch dicht im Genick saß, war absehbar, dass sich Native River wohl lösen können würde und das Rennen für sich entscheiden würde. Den Sturz an der letzten Hürde hatte Might Bite aber trotzdem nicht verdient und es schien, als ob der Sturz seine Spuren hinterlassen hätte – denn im Paddy Power 69 Sleeps To Cheltenham Handicap Hurdle einen Monat später im Januar 2020 lief Might Bite erneut deutlich unter seinen Möglichkeiten und beendete das Rennen vorzeitig.

Er hat die Klasse und das Können um mit den Besten mitzuhalten nur sieht er im Moment so gar nicht danach aus.

Native River: Der Indian River Sohn kommt hier in bestechender Form an und konnte sich mit seinem Sieg im Cheltenham Gold Cup 2018 zunächst den größten Erfolg seiner Karriere sichern, dabei hatte er kaum Rennen in der Saison bestritten und es war nicht sicher wie viel die Form seines Rennens im Februar in der Denman Chase so wert war.

Er konnte zwar in seinen einzigen Rennen in der  Saison2018 bis zum Chelteham Festival immerhin Cloudy Dream und Saphir Du Rheu im Denman Chase schlagen, welches allerdings auch nur mit den beiden anderen Konkurrenten besetzt war, aber eben weil das Rennen so krass unterbesetzt war, wusste man nicht, was die Form so wert war.

Seine Karriere bis dato war aber sehr vielversprechend, wenn auch leicht unterbrochen und noch nicht mit dem Sieg auf höchstem Niveau gesegnet, den sein Potential eigentlich bedingen sollte – sieht man vom Sieg im Mildmay Novices‘ Chase  auf Gruppe 1 Niveau im April 2016 einmal absieht. Dieses Rennen gewann Native River fair und square, wenn auch etwas unerwartet. In der zweiten Saisonhälfte 2016 folgten Siege im Gruppe 3 Hennessy Cup Chase, das Welsh Grand National sowie das Denman Chase, um dann beim Cheltenham Gold Cup 2017 auf einen dritten Platz vorzulaufen. Minella Rocco schlug ihn überraschend, war Native River doch als Zweiter Favorit aufgelaufen, allerdings unterlag er schon beim Cheltenham Festival 2016  im National Hunt Chase hinter Minella Rocco, der offensichtlich das Festival liebt.

Ein Jahr später startete Native River dann beim Cheltenham Gold Cup 2017 als Favorit nachdem er zuvor unter anderem das Welsh National hatte gewinnen können, konnte beim ersten Versuch beim Gold Cup dann einen sehr guten dritten Platz erreichen, nur drei Längen hinter dem Sieger

Beim Gold Cup 2017 herrschte ungewöhnlich guter Untergrund, dafür war der Boden im Jahr 2018 beim zweiten Versuch deutlich weicher und der Regen tat native River gut. Er konnte sich auf der Zielgeraden in einem langen harten Duell am Ende gegen Might Bite durchsetzen, der den weichen Boden nicht so recht leiden konnte und mit der etwas längeren Pause bis zum Gold Cup so seine Probleme hatte. Native River fühlte sich aber wohl und wurde seiner Co-Favoriten Rolle für das große Rennen durchaus gerecht wie man sehen konnte. Das erneute Duell mit Might Bite nach der Sommerpause im Betfair Chase hätte spannend werden können, wenn der Konkurrent nicht hoffnungslos außer Form gewesen wäre und Native River das Duell um die Spitze mit Bristol De Mai ausgetragen hätte.

Beim King George VI Chase  im Dezember musste er dann einsehen, dass er auf den 4828m und gut bis weichem Boden nicht an Clan Des Obeaux und Thistlecrack herankommen konnte und verlor vor der letzten Hürde zunehmenend den Anschluss an die beiden Führenden, die ihm zum Schluss gut 13 Längen abgenommen hatten

Wieder legte Native River eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival ein, allerdings hatte ihm das im letzte Jahr ja nicht wirklich geschadet und man schaute voll Zuversicht auf die Teilnahme im Cheltenham Gold Cup, bei dem Native River aber nie so richtig ins Rennen fand. Er kam nur langsam in Fahrt, musste mehrfach angetrieben werden um Schritt zu halten und konnte am Ende den Anschluss an die Führenden nicht halten, was am Ende nur für einen vierten Platz reichte.

Das wars dann auch für die aktuelle Saison gewesen und es ging in die Sommerpause, die im Virgin Bet Price Boosts Many Clouds Chase auf Gruppe 2 Ebene in Aintree beendet wurde. Might Bite machte ihm das Siegen dort unnötig einfach mit seinem Sturz an der drittletzten Hürde, aber Native River sah während des Rennens auch wie der bessere von den beiden aus und ich denke dass er auch im erneuten Duell die Oberhand behalten kann

Pick: Native River

System Pick: Native River 5pts


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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