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13.03.2019 – Cheltenham Tag 2 – Queen Mother Champion Chase

10. März 2019 / phil
Pferderennen in England

Queen Mother Champion Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 400.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das Rynair Chase, oder eigentlich die Festival Trophy, wurde 2005 zum Festival hinzugefügt, als es um einen vierten Tag erweitert wurde, bereits in 2008 wurde es zu einem Grade 1 Rennen erhoben und Cue Card, Albertas Run, Balko Des Flos, Dynaste und natürlich Vautour gehören zu den Siegern dieses Rennens in den letzten Jahren.
Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

Die Starter im Einzelnen:

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis jetzt das letzte Mal gewesen sein, das Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Denn nach der Sommerpause tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor ist einfach zu stark als dass dies in gegen solche Konkurrenz wirklich in Bedrängnis bringen könnte. Auf dem Kurs hier wird er zudem deutlich besser Springen und er wird wieder als klarer Favorit antreten und seinen Titel aus dem letzten Jahr im Queen Mother Champion Chase verteidigen.

Castlegrace Paddy: Der Flemensfirth Sohn von Trainer Peter Fahy hat seine Karriere zwar schon im Jahr 2016 begonnen, die Anzahl an Rennen die er bisher bestritten hat bleibt dabei aber noch sehr überschaubar. Von Anfang an wurde er mit den National Hunt Rennen im Fokus trainiert, und schaffte in seinem zweiten Maidenrennen in Fairyhouse im Dezember 2016 immerhin schon mal einen zweiten Platz hinter dem bekannten Minella Till Dawn und vor Al Boum Photo. Mit dem März 2017 wechselte CastleGrace Paddy dann auch wie zu erwarten nach einigen Monaten Training in den NHF Rennen zu dem Hürdenrennen, und konnte dort als Favorit auch gleich ein Rennen in Gowran Park über die 3219m gewinnen. Das Festival einige Tage später in Cheltenham lies er im Jahr 2017 noch aus und startete lieber im April beim Champion Wochenende in Punchestown, wo er im Marquees Novice Hurdle auflief.

Das Rennen war allerdings eine Nummer zu groß für Catslegrace Paddy, der zwar als Co Favorit startete, aber hinter dem klaren Favorit Montalbano keine Chance hatte und auf einen fünften Platz kam, was aber nicht weiter schlimm war, ist doch Avenir D’une Vie in diesem Rennen nicht einmal ins Ziel eingelaufen – und das Rennen von Castlegrace Paddy war trotz der Platzierung gar nicht schlecht gewesen.

In der Sommerpause bis zum Dezember 2017 trainierte er bei seinem Trainer auf der Farm und konnte alles, was er gelernt hat dann auch schon gleich beim Saisondebüt zeigen. Das Rennen über die 3219m war mit Bravissimo und Minella Till Dawn gut besetzt und trotzdem gewann Castlegrace Paddy mit einer Runde sauberen Springens locker mit fast acht Längen vor dem Rest des Feldes. Dabei war der Untergrund schwer nach mehreren Tagen Regen, Castlegrace Paddy fühlte sich aber sichtlich wohl im Schlamm, den er auch bei seinem nächsten Versuch im Molony Memorial Novice Chase bekam, dieses Mal über 3621m. Dieses Rennen fand nach dem Cheltenham Festival statt, welches Castlegrace Paddy erneut lieber ausließ. Dafür gewann er nach der kleinen Pause erneut überzeugend gegen Jett und Tomstone, die beide zusammen mit Mintalbano als Favoriten gehandelt wurden. Wieder hatte Castlegrace Paddy den schweren Boden zu seinem Vorteil und nach mehreren Siegen gegen gute Konkurrenten war es an der Zeit, auch mal ein Gruppenrennen anzugehen. Als Ziel wählte er das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase im Punchestown noch in der selben Saison, schaffte aber auf dem schnelleren Boden es nicht, an die vorangegangenen guten Leistungen anzuschließen, allerdings war Footpad als Konkurrent auch deutlich stärker als alles, was Castlgerace Paddy bisher angegangen war.

Damit war auch die Saison 2017 schon wieder vorbei und Castlegrace Paddy gönnte sich wie im letzten Jahr eine ausgedehnte Pause bis zum Dezember 2018, wo er seine Reise in den Gruppenrennen weiter fortsetzte, dieses Mal im Gruppe 2 Hilly Way Chase gegen den noch ungeschlagenen Great Field antrat. Dieser nahm sich allerdings an der zweiten Hürde aus dem Rennen und Castlegrace Paddy gewann erneut mit Leichtigkeit, auch wenn der Untergrund dieses mal „nur“ weich war.

Im Gruppe 1 Rewards Chase einige Wochen später, ebenfalls im Dezember 2018, lief Castlegrace Paddy dann allerdings auf gutem Boden auf, der ihm augenscheintlich nicht so lag wie der weiche oder schwere Boden, den er zuvor serviert bekommen hatte. In dem Rennen liefen zu allem Überfluss auch noch Konkurrenten wie Footpad oder Ballyoisin auf, die auf dem Papier stärker waren wie Castlegrace Paddy, der trotz des schwierigen Bodens (für seine Verhältnisse) eine gute Figur abgab.

Im Februar starte Castlegrace Paddy dann im Gruppe 1 Ladbrokes Dublin Chase, welches wieder auf gutem Untergrund ausgetragen wurde. Auf dem Papier hätte Castlegrace Paddy mit den Konkurrenten alle Hände voll zu tun gehabt, aber so stürzte er an der ersten Hürde und nahm sich selber aus dem Rennen. Heute wird er hier wohl nur eine unterstützende Rolle spielen.

Tipps zum Pferd: Gewann sein Saisondebüt im Dezember 2017 nach acht Monaten Pause über 3219m locker mit 8 Längen auf schwerem Untergrund. Gewann auch das zweite Rennen nach einer langen Pause, verliert seine Form daher nicht wenn er länger nicht auf der Rennstrecke auftaucht. Weicher Boden ist das schnellste was er angehen sollte, die Distanzen von 3200-3600m sind sein Metier.

Footpad ist der Starter für Mullins der sich in der aktuellen Saison mit Abstand am besten entwickelt hat. Der Creachadoir Sohn konnte schon in den Jahren zuvor auf sich aufmerksam machen, so platzierte er im JCB Triumph Hurdle im Jahr 2016 und gewann danach das Gruppe 1 Course de Haies d’Ete des Quatre Ans über 2m3f auf weichem Untergrund, auf schwerem Untergrund erreichte er über die selbe Distanz in Auteuil im Gruppe 1 Prix Renaud du Vivier einen zweiten Platz nur einen Kopf hinter dem Sieger Capivari. In der Saison 2017/18 aber deklassierte er die Konkurrenz aber im Racing Post Novice Chase, dem Irish Arkle Novice Chase sowie dem Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, und lies damit alle Form über Hürden weit hinter sich zurück.

Über Hürden hatte er sich mit Petit Mouchoir einige nennenswerte Duelle geliefert, so hatte er im  Irish Champion Hurdle  beim erneuten Aufeiandertreffen auf den letzten Metern deutlich auf Petit Mouchoir aufgeholt und hätte nur noch eine Länge mehr aus sich herausholen müssen, um als Sieger hervorzugehen.  Die beiden kamen zusammen über die letzte Hürde und Petit Mouchoir musste sich deutlich mühen, um Footpad auf Abstand zu halten, der an der letzten Hürde einen kleinen Fehler machte und genau das Momentum verlor, welches am Ende gefehlt hat um noch zu gewinnen.

Nach diesem vielversprechenden Rennen ging es natürlich direkt zum Festival, wo er im Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy startete. Natürlich traf er dort wieder auf Petit Mouchoir, beide mussten sich aber klar dem aufstrebenden Buveur D’Air und My Tent Or Yours geschlagen geben. Gerade Buveur D’Air zeigte dem Rest, wer der Star in der neuen Saison ist. Footpad lief auf seinem vierten Platz ein gutes Rennen, ohne sich mit dem besten in diesem Rennen messen zu können, wechselte danach aber nach Irland und trat im Ladbrokes Champion Stayers Hurdle gegen Nichols Canyon und Unowhatimeanharry an, die wiederum das Rennen unter sich ausmachten. Footpad holte sich vor der letzten Hürde noch den dritten Platz, brachte aber die Sieger nie in Gefahr. Der dritte Platz war gegen die angetretene Konkurrenz aber durchaus respektabel und die Sommerpause danach mehr als verdient. In der Sommerpause wurde Footpad von Willie Mullins seinen Schützling an die Chase Rennen heran und lies in im November sein erstes Rennen in dieser Disziplin, wo er Brelade mit Leichtigkeit deklassierte. Er scheint sich in der neuen Disziplin wohl zu fühlen und könnte seine Errungenschaften über Hürden bei weitem hinter sich lassen.

Beim Racing Post Novice Chase trat er gegen Death Duty und Any Seccond Now an, konnte diese Konkurrenten aber mit Leichtigkeit hinter sich lassen. Death Duty stürzte an der drittletzten Hürde, nachdem das Rennen ohnehin für ihn schon gelaufen war, während der Pacemaker Avenir D’Une Vie schon früher an einem der Hindernisse scheiterte. Allerdings sah es auch nicht danach aus, als ob einer der beiden dem Favoriten gefährlich hätte werden können und so holte sich Footpad einen weiteren ungefährdeten Sieg in einem Hürdenrennen über 2m1f und weichen Untergrund.

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival, trafen doch Footpad und Petit Mouchoir im Arkle Novice Chase aufeinander. Footpad startete als klarer Favorit und das obwohl Petit Mouchois aus seiner Sommerpause ebenfalls mit hervorragender Form gekommen war. Die Buchmacher sollten aber Recht behalten, so setzte Footpad seinen einzigen wirklichen Konkurrenten in diesem Rennen zwischen den letzten beiden Hürden unter Zugzwang und entfernte sich unter moderatem Druck von seinem Jockey immer weiter von Petit Mouchoir. Die Peitsche hat Footpad in diesem Rennen nicht gesehen und trotzdem 5 Längen Vorsprung herausgeholt, so dass er einer Revanche mit Petit Mouchoir beim Arkle gelassen entgegen sehen konnte. Dort war es dann auch Brain Power, der sich den weit abgeschlagenen zweiten Platz hinter Footpad sichern konnte, der allein durch seine Präsenz das Feld auf fünf Starter reduziert hatte.

Footpad setzte dann im April im Gruppe 1 Ryanair Novice Chase noch einmal einen drauf und gewann als klarer Favorit unangefochten auf dem gut bis weichen Boden über 3219m. Das Rennen war zum Abschluss seiner absolut überragenden Saison noch einmal ein Schaulaufen von Footpad und er hatte sich die fünf Siege in Folge definitiv verdient.

Umso enttäuschender war sein Sturz beim Gruppe 3 Poplar Square Chase beim Saisondebüt im November, wo er bei der an der letzten Hürde die Hürde zu weit übersprang und dadurch zu Fall kam. Er verletzte sich bei diesem Sturz zu allem Überfluss noch, was sicher Auswirkungen auf die restliche Saison hatte.

Footpad kam dann im Rewards Chase im Dezember zurück und versuchte einen Monat später mit dem Rennen wieder ins Renngeschehen einzusteigen. Footpad merkte noch immer die Nachwirkungen seinen Sturzes, sah aber während des Rennens fit aus, übernahm an der letzten Hürde die Führung und konnte sich dann sogar noch ein wenig absetzten, aber Simply Ned saß ihm im Nacken und nahm die Verfolgung auf. Footpad sah zunächst noch wie der sichere Sieger aus, wurde dann aber zunehmen schwächer und Simply Ned konnte ich mit einer letzten Kraftanstrengung noch von ihm absetzen. Footpad war in der letzten Saison unglaublich stark, hatte aber dieses Jahr leider einen herben Rückschlag in der Vorbereitung und wird sich hier an Altior vermutlich die Zähne ausbeißen.

Tipps zum Pferd: War in der letzten Saison fast unschlagbar und gewann das Arkle Novice Cahse mit einem der lockersten Siege beim Festival letztes Jahr. Braucht ein wenig Wasser im Boden um seine Bestform zu zeigen und läuft aber auch auf schwerem Boden zur Hochform auf, während schneller Boden bei ihm zu Problemen führen kann.

MinDer Walk In The Park Sohn ist ein weiterer Starter vom irischen Erfolgstrainer Willie Mullins, der in Frankreich geboren und trainiert wurde. Nach einigen erfolgreichen Starts über Hürden konnte Min sich im Jahr 2016 beim Festival mit einem zweiten Platz hinter Altior im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle platzieren. Nach der Sommerpause wechselte Min wie erwartet die Disziplin und startete nun in den Chase Rennen.

Min gewann sein Chase Debüt im November 2016 mit Leichtigkeit und rein subjektiv besser als vieles, was er über Hürden gezeigt hatte. Den guten Eindruck aus seinem Chase Debüt bestätigte er im Dezember. Dort stand dann im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase allerdings der erste richtige Test an, welchen Min mit einem beeindruckenden Lauf meisterte. Die Konkurrenz rund um Identity Thief und Road To Respect war nicht schlecht besetzt, auf dem weichen Boden hatte Min aber keinerlei Schwierigkeiten, sich vor der letzten Hürde an die Front zu setzen und über 9 Längen auf den Zweiten herauszuholen.

Erst 11 Monate später konnte Min wieder auf die Rennstrecke zurückkehren, wobei das erste Rennen in Gowran Park kein Maßstab war. Gerade einmal zwei Gegner liefen in dem Handicap auf, dementsprechend locker war der Sieg aber auch. Wieder war es der Dezember, in dem der erste richtige Test der Saison folgen sollte. Gegen Simply Ned gewann Min zwar mit einem Nacken im Paddy’s Rewards Club Chase, behinderte den Zweiten allerdings auf der Zielgeraden und wurde daher auf den zweiten Platz degradiert. Der schnelle Untergrund lag ihm offensichtlich nicht und er sehnte sich nach dem weichen Boden, der normalerweise im Winter in England vorherrscht und die er im Coral Dublin Chase im Februar auch bekommen sollte. Dabei trat er erneut gegen Simply Ned an, wurde aber im Vorfeld schon klar als Favorit gehandelt und wurde diesen Erwartungen mit einem 12 Längen über Simply Ned auch komplett gerecht. Min fühlt sich auf weichem Boden extrem wohl und hätte Altior im Queen Mother Chase einiges zu denken geben sollen. Der Favorit deklassierte das Feld aber nach belieben und auch wenn Min sich gut halten konnte und vor God’s Own und Politologue ins Ziel kam.

Im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase musste sich Min mit Un De Sceaux und Douvan messen, und hatte gegen die beiden führenden Chaser keine Chance. hatte aber in der Saison durchaus bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es um die großen Rennen geht.

Mit der guten Saison im Rücken konnte der Trainer zufrieden mit der Leistung seines Schützlings sei, Mullins tat aber das was er immer tat und konnte in der Sommerpause noch  einmal deutlich mehr aus Min herausholen. Das konnte man dann beim Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase bewundern, als Min gegen gleichwertige Konkurrenz wie Shattered Love und Balko Des Flos trotz schwierigen Rennverlaufs obsiegte.

Min war an der vorletzten Hürde von den Gegnern in die Zange genommen worden und musste ihre Linie wechseln um ihren Schlusssprint ansetzten zu können. Min fand eine Lücke an der Innenseite und konnte sich dort unter einem harten Ritt gegen Shattered Love durchsetzen, die nach dem Zusammenstoß ebenfalls ein wenig an Momentum verloren hatte, aber sich auf der Zielgeraden gut erholt hatte.

Danach ging es für Min als klare Favoritin in das mit nur vier Starterinnen besetzte Ladbrokes Dublin Chase, wo Min als klare Favoritin starten konnte. Ordinary World, Castlegrace Paddy und Saint Calvados waren alles keine Gegner für Min, die in der letzten Kurve auf die Führenden aufschloss und die Führung fast mühelos übernahm, bis sie sich locker vom Rest des Feldes absetzten konnte und mit 6 Längen Vorsprung gewann. Diese Leistung war für das Festival eine starke Ansage, auch wenn Altior eine ganz andere Hausnummer ist.

Ordinary World: Der Milan Sohn von Trainer Henry De Bromhead läuft seinem ersten Gruppensieg immer noch hinterher, hat sich aber einige gute Platzierungen sichern können, vor allem in der Saison 2017 war er extrem gut unterwegs. So sicherte er sich 2016 zunächst einen zweiten Platz hinter Min im Gruppe 1 RP Novice Chase, bevor er ohne weiteren Start beim Festival im Gruppe 1 Arkle Chase einen dritten Platz hinter Altior sichern konnte. Noch in der selben Saison startete er zusammen mit Great Field im Gruppe 1 Ryanair Novice Chase, wo er erneut einen zweiten Platz erreichen konnte.,

Ordinary World kam im Gruppe 3 Poplar Square Chase nach der Sommerpause zurück und konnte sich dort schon wieder  auf einen zweiten Platz vorkämpfen, wobei er zeigen konnte, dass er auch auf schwerem Boden eine gute Figur abgeben kann. Er blieb seiner Linie treu und startete auf schnellerem Boden im Gruppe 1 Paddy’s Rewards Club Chase gegen Min und Simply Ned und konnte damit wieder eine Platzierung erringen, auch wenn die beiden Sieger das Rennen unter ich ausmachten.

Im Februar 2018 startete er dann im Dublin Chase erneut gegen die beiden Konkurrenten aus dem letzten Rennen, zusammen mit noch anderem Top Startern wie Yorkhill oder Special Tiara. Das Rennen entwickelte sich dann allerdings nur um Min, der das Rennen locker gegen die anderen Verfolger verteidigte. Ordinary World bekam einen besseren Untergrund für seinen Stil und galt daher als einer der hoffnungsvollen Außenseitern, kam aber nicht an die drei Ersten heran und musste sich mit über 30 Längen geschlagen geben.

Im Jahr 2018 war das Ziel von Ordinary World das Gruppe  1 Queen Mother Champion Chase, wo er auf seine alt bekannte Nemesis Min traf, der allerdings Altior deutlich unterlag, der als Favorit das Rennen nach Belieben dominieren konnte. Mit der Form von Ordninary World ging es dann beständig bergab, konnte er sich im letzten Jahr noch in den Gruppenrennen beständig auf die vorderen Plätze vorkämpfen, kam er nun unter anderem im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase nicht mehr an die Führenden heran. Sein Leistungen in dieser Saison waren solide, ohne wirklich auf dem heute geforderten Niveau zu sein

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn Balko des Flos heute nicht vorne mit dabei sein will.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhatf war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, das heute ist dafür aber noch einmal deutlich schwerer und könnte zu viel für den letztes Jahr besten 2 Miler sein

Saint Calvados: In Frankreich unter seinem ehemaligen Trainer Sebastien Culin gewann er drei Rennen über Hürden hintereinander, bevor er sich in Auteuil im Prix Amadou nicht mit De Bon Couer hatte messen können. Der Lauf im April 2017 sollte auch der letzte Lauf für seinen alten Trainer sein, wechselte er im November 2017 doch zu Venetia Williams, die ihn jedoch ohne einen Start im Dezember zu Harry Whittonton gab.  Dieser lies ihn noch im selben Monat in einem Klasse 3 Rennen in Newbury auflaufen, welches Saint Calvados mit Leichtigkeit gewann. Auch das nächste Rennen gegen stärkere Konkurrenz stellte Saint Calvados vor keinerlei Probleme. Danach ging es zum ersten Gruppenrennen nach Warwick zum Kingmaker Novices‘ Chase, wo er über 3628m und weichen Boden eine wahrlich beeindruckende Show ablieferte. So sprang er mit viel Elan und Kraft jedes einzelne Hindernis, hatte sich seiner Konkurrenten drei Hürden vor dem Ziel bereits um 10 Längen entledigt und erhöhte die Marge unter minimalem Druck auf 22 Längen.

Dann wurde er allerdings beim Gruppe 1 Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival ziemlich eingenordet und kam als vorletzter ins Ziel, ohne Chancen auf den Sieg zu haben oder auch nur für Gefahr für die Plätze zu sorgen.

In der neuen Saison schaffte er dann immerhin einen Sieg im Gruppe 3 Poplar Square Chase bei seinem Debüt, allerdings stürzte in diesem Rennen sein Bezwinger Footpad und das Rennen war wohl kaum ein richtiger Indikator für die Konkurrenzfähigkeit von Saint Calvados in jenem Jahr. Beim Gruppe 1 Tingle Creek Chase scheiterte er dann an Altior und Un De Sceaux wieder deutlich und es war ihm nicht möglich, die beiden Konkurrenten im letzten viertel des Rennens irgendwie unter Druck zu setzen. Vielmehr scheiterte er wieder mit etlichen Längen an den beiden hochklassigen Konkurrenten und konnte dann beim Dublin Chase im Februar gegen Min oder Ordinary Wold ebenfalls nie für Gefahr sorgen und kam als letzter ins Ziel.

Sceau Royal:

Un De Sceaux: Der Denham Red Sohn ist für Willie Mullins ein treuer Diener gewesen und hat in seiner langen Kariere schon eine Menge Siege auf hohem Niveau feiern können, zudem war er auf den letzten drei Festivals extrem erfolgreich.

Zu Beginn seiner Karriere feierte er gleich eine beeindruckende Siegesserie von sieben Siegen hintereinander, wobei er als Highlight das Gruppe 2 Red Mills Trial Hurdle in Irland sowie das Gruppe 2 Prix Léon Rambaud in Frankreich gewinnen konnte. Der Versuch nach dem Wechsel der Disziplinen in einem Beginners Chase endete leider mit einem Sturz und er versuchte sich danach lieber in einem moderat besetzten Rennen in Fairyhouse, welches er wie zu erwarten locker gewinnen konnte. Danach machte er im Januar 2015 den Schritt auf das Gruppe 1 Niveau im Irish Arkle Novice Chase und gewann das Rennen mit Leichtigkeit. Dabei waren allerdings nur zwei Gegner angetreten, die aber beide nicht schlecht waren, womit der Trainingslauf für das Arkle Rennen beim Festival auch erfolgreich abgeschlossen war. Nach der klaren Ansage an Claram und Gilgamboa lief Un De Sceaux  im Arkle auch als Favorit auf, an seinem großen Tag wurde er seiner Rolle mit einem lockeren sechs Längen Sieg dann auch mehr als gerecht, musste sich danach aber für den Rest der Saison schonen und startete erst im Dezember, mehr als neun Monate später, wieder in einem Rennen.

Er stieg gleich wieder auf höchstem Niveau ein und hätte das Dial A Bet Chase auch wahrscheinlich gewonnen, allerdings stürzte er 2 Hürden vor dem Ziel und Flemenstar gewann das Rennen vor Simply Ned. Danach ging es im Januar gleich weiter zum Clarence House Chase und dieses Mal gewann Un De Sceaux das Rennen souverän vor Sire De Grugy, der als zweiter Favorit gestartet war. Diese Leistung machte Un De Sceaux erneut zum Favoriten für seinen Start beim Cheltenham Festival, dieses Mal beim Champion Chase , wo allerdings Sprinter Sacre zu Bestform zurückkehrte und seinen achten Gruppe 1 Sieg feiern konnte. Der Superstar schlug Un De Sceaux erneut beim Aufeinandertreffen im Celebration Chase einen Monat später, was das traumhafte Ende der Karriere als Rennpferd perfekt machte. Die Entscheidung, dass Sprinter Sacre kein weiteres Rennen mehr bestreiten wird, kam zwar erst ein paar Monate später, rückblickend hätte er aber wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt für die Rente finden können.

Un De Sceaux jedenfalls gönnte sich nach den zwei Niederlagen lieber noch einen Start in Frankreich im Prix la Barka, den er überraschend locker gewinnen konnte. Das machte den Weg zum Gruppe 1 Grande Course de Haies einen Monat später frei, dieses Mal war die Distanz von über 3m aber definitiv zu viel des Guten und mehr als ein sechster Platz war schlicht nicht drin.

Zurück auf den zwei Meilen kam Un De Sceaux nach einer kurzen Pause im Dezember 2016 aber mit aller Macht zurück und konnte das Gruppe 1 Tingle Creek Chase knapp vor Sire De Grugy und God’s Own gewinnen, und legte erneut im Clarence House Chase im Januar mit einen dominanten Sieg über Uxizandre nach.

Auch 2017 folgte der Weg zum Festival und im Ryanair Chase konnte Un De Sceaux zeigen, dass er auch oberhalb der 4000m Marke zum absoluten Spitzenniveau gehört. Er trat als Favorit gegen Empire Of Dirt und Uxizandre an, es war aber Sub Lieutenant der ihm dicht im Nacken saß und sich auch nach der letzten Hürde nur schwer abschütteln lies.

Im April im Gruppe 1 Champion Chase in Punchestown senkte er die Distanz wieder etwas, musste sich aber trotzdem Fox Norton bei dessen beste, Start in seiner Karriere geschlagen geben. Danach endete die Saison und Un De Sceaux kehrte nach der Sommerpause frisch wie eh und je im Gruppe 2 Champion Chase in Cork zurück und gewann das Rennen sehr locker gegen die moderate Konkurrenz.

Der einzige wirkliche Gegner auf dem Papier, Ballyoisin, stürzte und machte so den Weg für einen komplett ungefährdeten Sieg von Un De Sceaux frei. Viel einfacher hätte der Einstand in die neue Saison nicht sein können, aber auch der zweite Start in der Saison im Clarence House Chase war ein reiner Trainingslauf für ihn. Auch hier stürzte der Co-Favorit Brain Power und lies Un De Scaeux mit den Außenseitern zurück.

Das Rennen beim Festival war dann doch ein gutes Stück härter, auch wenn Cue Card als Hauptkonkurrent sich wieder selbst  aus dem Rennen nahm und so Un De Sceaux auf dem Papier eigentlich kaum etwas zu befürchten hatte. Aber dieses Mal klappte es nicht die geschwächte Konkurrenz auszunutzen und Balko Des Flos beschleunigte davon als sie zwischen den beiden letzten Hürden waren und Un De Sceaux konnte das Tempo nicht mitgehen – schlicht und einfach – und das als klarer Favorit des Rennens.

Seiner Favoritenrolle wurde er dann im Gruppe  2 Devenish Chase im April wieder voll gerecht und gewann mit 18 Längen Vorsprung, die Marge war aber wieder ein wenig schmeichelhaft wenn man bedenkt, dass er an der letzten Hürde von Doctor Phoenix, der gerade auf ihn aufgeschlossen hatte, durch einen Sturz wieder komplett allein an der Front gelassen wurde.

Ein richtiges Ausrufezeichen setzte Un De Sceux aber mit dem Sieg im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase als er gegen den Favoriten Douvan auf den zweiten Platz schicken konnte. Das Rennen ging Un De Sceaux an indem er das Tempo setzte und sein eigenes Ding durchzog. So setzte er sich mehrere Längen vom Rest des Feldes ab wenn es ihm genehm war und lies den Rest des Feldes hinter sich herlaufen. Douvan lief auf dem zweiten Platz und versuchte die Distanz vor der letzten Hürde weiter zu verkürzen, schaffte es aber nicht wirklich, auf Un De Sceux aufzuschließen, der damit über die 2m in Punchestown auf weichem Boden seinen größten Erfolg in der Saison 2018 feiern konnte.

Er ging danach wie die meisten NH Stars in die Sommerpause und kehrte erst im Dezember im Tingle Creek Chase zurück, wo er allerdings gegen Altior auf dem Zieleinlauf keine Chance hatte, aber sie waren zusammen über die letzte Hürde gegangen und auch wenn dies der einzige Start von Un De Sceaux in dieser Saison war, war das ein ziemliches Ausrufezeichen.


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