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13.03.2019 – Cheltenham Tag 3 – Stayers Hurdle – Picks: Supasundae / Faugheen / Yanworth EW

13. März 2019 / phil
Pferderennen in England

16:30 Stayers Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 4.828 m | Preisgeld: 300.000 GBP | Hürdenrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das Stayers‘ Hurdle ist ein Gruppe 1 National Hunt Rennen welches über die Distanz von 3 Meilen ausgetragen wird. Während diesen drei Meilen müssen zwölf Hürden übersprungen werden udn wenig überraschend ist das Rennen das wichtigste Long Distanz Rennen der gesamten Saison. Eingeführt wurde das Rennen bereits 1912 in Prestbury Park und bit eine damals ordentliche Gewinsumme von 100 Pfund. Im nächsten Jahr hatte sich das Preisgeld schon verdoppelt, obwohl das Rennen ein Verkaufsrennen war, was auch den Namen „Stayers Selling Hurdle“ . Der Name ist ohnehin etwas, was sich in den Jahren änderte, so hieß das Rennen während dem Sponsoring von Ladbrokes „World Hurdle“, nach Ende des Sponsorings 2017 wurde der Name aber wieder zurück in Stayer’s Hurdle umbenannt – nicht verwirren lassen, es ist immer noch das härteste Ausdauerrennen abgesehen vom Grand National.

Zu den einzelnen Startern:

Bapaume: Der Turtle Bow Sohn von Trainer Willie Mullins ist die heute beste Chance für den irischen Erfolgstrainer. Der in Frankreich gezüchtete Hengst läuft seinen bisher größten Sieg im Gruppe1  AES Hurdle von 2017 bisher etwas hinterher, legte aber im Prix Alain du Breil nur zwei Monate später mit einem zweiten Platz im Prix Alain du Breil hinter Prince Ali nach. Der eigentliche Favorit De Bon Coeur stürzte in diesem Rennen und öffnete das Rennen für die anderen Starter, was aber Bapaume und seiner Form keinen Abbruch tat. Im Christmas Hurdle sechs Monate später unter ganz anderen Bedingungen schaffte Bapaume fast ein wenig überraschend einen dritten Platz hinter Apple’s Jade und Supasundae, was ihn zu einem aussichtsreichen Starter für das Irish Champion Hurdle  im Februar machte. Das Festival lies er lieber aus und blieb in Irland, wo er im Ireland Boyne Hurdle, dem Irish Strawberry Hurdle und dem Champion Stayers Hurdle startete, mit durchwachsenem Erfolg.

Mit dem Wechsel nach Frankreich zum Grande Course de Haies d’Auteuil erreichte er aber wieder so etwas wie seine Bestform und konnte sich in einem spannenden Duell mit den heutigen Konkurrenten Dalia Grandchamp und Alex Da Lerredya einen guten zweiten Platz sichern, De Bon Coeur deklassierte aber mit seinem Sieg alle anderen Starter.  Der Lauf war nach dem Sieg im April 2017 im Gruppe 1 AES Hurdle der beste Lauf von Bapaume, den er jemals gezeigt hat und es wäre vermessen gewesen, zu glauben, dass er ohne weiteres diese Form aufrecht erhalten kann. Im Hatton’s Grace Hurdle Anfang Dezember legte er aber erneut einen sehr guten Start hin und konnte sich auf einem vierten Platz halten, Apple’s Jade lief zwar einsam an der Front und hatte gut und gerne 20 Längen Vorsprung zwischenzeitlich herausgeholt, Supasundae und Limini mussten sich aber Mühen um die 2 Längen Vorsprung auf Apple’s Jade zu halten.

Bapaume lief danach im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Cup auf, schaffte es dort dann aber erneut nicht sich ganz vorne zu platzieren. Sein zweiter Platz hinter Presenting Percy war aber trotzdem eine gute Form und er könnte sowohl Killutagh Vic als auch Limini auf die Plätze hinter sic verbannen. Das war auf weichem Untergrund und Bapaume scheint mit mehr Regen auf dem Kurs durchaus aufzublühen

Barcardys: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins hat es selbst verschuldet, dass er nicht als eine der Favoriten auflaufen kann, denn von seinen letzten fünf Rennen hat er nur zwei beenden können, und die Leistungen im Gruppe 1 Champion Stayers Hurdle  im April 2018 und im Mongey Communications Beginners Chase im November konnte er keine sonderlich guten Platzierungen erreichen.

Bei seinem letzten Start im Ballymaloe Foods Chase im Februar wurde er während dem Rennen wieder einmal etwas abgehängt aber dann schaffte er es doch noch an Moentum zu gewinnen und sich an die Führenden heranzukämpfen, bevor er erneut an der letzten Hürde stürzte. Es ist der guten Form seines Trainers bei diesem Festival zu verdanken, dass seine Quote in den letzten Stunden deutlich gesunken ist und Barcadys ist immerhin auch der Sieger des Gruppe 1 Deloitte Novice Hurdle im Jahr 2017.
Er springt allerdings viel zu unsauber um ihn hier auf einem schweren Kurs und weichem Boden empfehlen zu können, denn die letzten Hürden werden ihm sicher alles abverlangen.

Benie Des Dieux: Die Great Pretender Tochter ist die Verteidigerin des Titels im Mares Hurdle in diesem Feld und so ein typisches Willie Mullins Stute.

In Frankreich gezüchtet und aufgewachsen wechselte sie nach moderatem Erfolg nach Irland und bestritt im Jahr 2016 genau ein Rennen, welches sie mit Leichtigkeit gewann. Paul Townend sah vermutlich beim zurückschauen im Sattel kein anderes Pferd mehr hinter sich, so weit war der Vorsprung in dem  Beginners Chase, aber trotzdem ging es danach erst mal zurück ins Training und kein anderes Rennen wurde angestrebt.

Fast ein Jahr später kam sie wieder auf die Rennstrecke zurück und gewann das Houghton Mares‘ Chase auf Listed Niveau. Das Pferderennen war nicht wirklich stark besetzt gewesen, sie lies danach aber noch einen Sieg gegen ihre potentiell hochklassige Stallgefährtin Ashturia im Opera Hat Mares Chase folgen und war mit dieser Leistung klar die beste Chance von Mullins auf einen weiteren Sieg in Mares Hurdle gewesen, welches aber von Apple’s Jade dominiert wurde und im Prinzip eine extrem schwere Angelegenheit war – und Bennie Des Dieux hatte ihr letztes Rennen immerhin in einem Chase Rennen bestritten!

Bennie Des Dieux schaffte aber das kleine Wunder und gewann das Rennen vor Midnight Tour, mit Apple’s Jade auf einem enttäuschenden dritten Platz. Der Regen hatte allerdings vor dem Rennen eingesetzt und den Boden am ersten Tag des Festivals extrem aufweichen lassen, was natürlich nicht jedem der Teilnehmer lag. So ermüdetet Apple’s Jade auf dem schweren Boden zunehmend und musste nach der letzten Hürde sowohl Midnight Tour als auch Benie Des Dieux ziehen lassen, und auch der Front Runner La Bague Au Roi hätte vielleicht noch weiter vorne sein können, wenn er nicht an der letzten Hürde einen schlimmen Fehler gemacht hätte und  dadurch alle Chancen auf eine Platzierung verspielt hätte.

Benie Des Dieux legte danach noch mit einem Sieg gegen Augusta Kate und erneut Apple’s Jade im Mares Champion Hurdle in Punchestown nach, wo sie dieses Mal auf deutlich schnellerem Boden noch beeindruckender gewann als noch beim Festival. Paul Townend machte an der letzten Hürde alles klar und gewann am Ende das Rennen mit 3 Längen Vorsprung. Seitdem pausiert die Titelverteidigerin, aber man kann davon ausgehen, dass Mullins seine Starterinnen in Form hat.

Limini: Die Peintre Célèbre Tochter aus dem Hause Mullins wird es schwer haben ihre Stallgefährtin Benie Des Dieux in Gefahr zu bringen, schließlich ist ihre Sigesserie im Jahr 2016, welche sie unter anderem zum Sieg im Grupe 2 Mares‘ Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival brachte, schon eine Weile her.

2017 erreichte Limini noch einen dritten Platz im Mares Hurdle beim Festival hinter Vroum Vroum Mag und Apple’s Jade, aber 2018 lies sie das Festival komplett aus und begann nach einer Verletzung ihre Saison erst im Juli 2017 in Galway in einem Handicap, wo sie als Favoritin einen guten zweiten Platz belegte. Sie blieb zunächst auf dem Flat und konnte dort auch einige erfolge feiern, bevor sie langsam wieder in Richtung der Hürdenrennen ging, allerdings nicht ohne auch einige recht prestigeträchtige Rennen auf dem Flat zu bestreiten.

Ihr erstes Hürdenrennen absolvierte sie dann im Gruppe 1 baroneracing.com Hatton’s Grace Hurdle, wo sie auf Konkurrenten wie Apple’s Jade oder Supasundae traf. Limini hat der Ausflug auf das Flat augenscheinlich gut getan und sie schaffte es sich in dem gut besetzten Rennena uf einen dritten Platz vorzukämpfen -war aber absolut keine Gegnerin für Apple’s Jade. Vielmehr verteidigte sie ihren moderaten dritten Platz nach der vorletzten Hürde und hatte nie die Chance auf Supasundae noch aufzuschließen, während Baüaume hinter ihr  nach einem Fehler an der letzten Hürde keine Chance mehr auf einen ausbezahlten Platz hatte.

Im Gruppe 3 Advent Insurance Irish EBF Mares Hurdle welches ebenfalls im Dezember stattfand, hätte Limini als Favoritin das Rennen eigentlich in der Hand haben sollen, verbesserte sich aber an der drittletzten Hürde gerade ein wenig, als ihr ein Fehler unterlief, was sie einige Längen kostete und sie musste hart geritten werden, um sich an der letzten Hürde und danach überhaupt noch auf den dritten Platz am Ende zu verbessern. Diese Leistungen, zusammen mit dem vierten Platz im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle danach geben wenig Grund zur Hoffnung, dass Limini sich im Schlusssprint heute gegen Apple’s Jade oder die anderen hoch gehandelten Favoritinnen durchsetzen kann – sie setzte aber ein solides Niveau und hat dies in den letzten Rennen auch aufrecht erhalten können, sollten die Favoriten also während des Rennens schwächeln wird Limini da sein um dies auszunutzen.

Faugheen: Der Germany Sohn ist einer der aktiven Stars für den irischen Erfolgstrainer Willie Mullins und hat bisher nur fünf seiner 19 Starts nicht gewinnen können, kommt aber gerade in der Saison 2018 nicht so wirklich in Form und hat in dieser Saison seinen Schnitt nach unten gezogen.  Er hatte ohnehin eine eher unterbrochene Karriere  und die lange Pause zwischen 2016 und 2017 scheint seine Form um einige Klassen reduziert zu haben. So fallen drei der fünf nicht gewonnenen Rennen in das aktuelle Jahr., aber es  besteht wenig Hoffnung, dass die Form nun in der Saison 2018/19 wieder einen ordentlichen Schritt nach oben macht und er das Niveau der letzten beiden Rennen aufrechterhalten kann -denn als Abschluss der letzten Saison gewann er das Champion Stayers Hurdle  auf Gruppe 1 Ebene gegen Pennhill und Identy Thief. Und auch die Sommerpause konnte er mit einem zweiten Platz hinter Sharjah im Gruppe 1 Morgiana Hurdle in recht solider Form beenden, auch wenn sicher seine Fans und Unterstützer bei einer Quote von 1.4 mehr von ihm erwartet hätten. So bleibt erst einmal der Blick in die Vergangenheit bei ihm:

Der Superstar aus dem Stable von Mullins hatte zwar bereits im letzten Jahr kein Glück beim Festival und musste er das Cheltenham Festival 2017 aussetzen, nachdem er zuvor in allen seinen Rennen der Konkurrenz keine Chance lies. Umso größer war die Hoffnung für 2018, allerdings enttäuschte Faugheen schon beim Saisondebüt im Ryanair Hurdle im Dezember 2017 auf ganzer Linie.

Er ging noch als haushoher Favorit an den Start, kam aber nie wirklich in das Rennen und wurde bereits früh vom Rest des Feldes eingeholt, überholt und fiel dann 3 Hürden vor dem Ziel weit hinter das Feld zurück, um am Ende aus dem Rennen genommen zu werden. Sein Jockey Paul Townend ging sofort aus dem Sattel, es wurde aber keine Verletzung o.ä. festgestellt. Vielleicht war es einfach nicht sein Tag, vielleicht war es aber auch das erste Anzeichen für einen Karrierknick.

Mit Ausnahme von dem Lauf im Gruppe 1 Morgiana Hurdle gegen Nichols Canyon 2015 war dies der einzige Flop, den Faugheen bis dato jemals produziert hatte. Sein Stablemate Nichols Canyon erlitt letztes Jahr einen tödlichen Sturz, war aber bisher der einzige gewesen, der Faugheen souverän hatte schlagen können.

Der mehrfache Grade 1 Sieger Faugheen verlor als haushoher Favorit seine makellose Bilanz in diesem Rennen und war nun 14-13 statt ungeschlagen in seinen vierzehn Rennen. Es wird ein Mysterium bleiben, warum er gerade in diesem Rennen seine Form verlor und seinen Stallgefährten Platz machen musste, in jedem anderen Rennen gewann er jedenfalls souverän. Er war danach im Grade 1 Christmas Hurdle wieder der alte und fegte die Konkurrenz beiseite und auch im Januar beim erneuten Duell mit Nichols Canyon und Artic Fire machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz.

Es war eine der großen Enttäuschungen des Festivals, dass Faugheen dort nicht auflaufen konnte, dafür kam er im Morgiana Hurdle mit aller Macht zurück und fegte Jezki beiseite. Vroum Vroum Mag ging leider dem Duell aus dem Weg und auch im Ryanair Hurdle hatte kein nennenswerter Konkurrent den Weg nach Leopardstown gefunden. Faugheen hätte daher einen weiteren lockeren Gruppe 1 Sieg einfahren sollen, war aber nun einer jeher Starter, die erst nich beweisen müssen, dass sie auch beim Festival gewinnen können. Dieser Beweis sollte eigentlich im Irish Champion Hurdle Anfang Februar angetreten werden, allerdings kam dort der als Außenseiter gehandelte Supasundae in Form und schlug Faugheen mit gut zwei Längen. Im Champion Hurdle Trophy waren die Fans guter Hoffnung, nun endlich den „alten“ Faugheen in seiner bestechender Form wieder zu sehen, schließlich war das Cheltenham Festival das erklärte Saisonziel, jedoch blieb auch in diesem Rennen Faugheen mit seinem Jockey Ruby Walsh nichts anderes übrig, als den anderen Startern rund um Melon und Buveau D’Air das Feld zu überlassen und abgeschlagen auf einem sechsten Platz ins Ziel zu kommen.

Nach dem Cheltemham Festival kam dann allerdings der Start im Champion Stayers Hurdle in Irland auf gut bis weichem Boden, und dieses Mal konnte Faugheen wieder zeigen was er konnte, Penhill und Bacardys kamen in diesem Rennen nicht zum Zug und schafften es nicht den lockeren und ungefährdeten Sieg von Faugheen zu verhindern. Bei seinem Saisondebüt hat Faugheen einen schweren Stand gegen Samcro, der auf der Distanz besser läuft als er der auf Ausdauerrennen spezialisierte Faugheen, der aber im Gruppe 1  Squared Financial Christmas Hurdle wieder in seinem Element war – und zu so was wie seiner besten alten Form zurückfand.

Denn obwohl Apple’s Jade über den schnellen Untergrund das Rennen machte, war Faugheen der einzige der die Verfolgung aufnehmen konnte und nur zwei Längen hinter der Führenen über die letzte Hürde kam und mit seinem Angriff noch nicht ganz fertig war. Der Untergrund heute könnte ihm durchaus liegen und ich würde dem Veteran den Sieg zutrauen

Paisley Park: Der Oscar Sohn von Trainer E. Lavelle wird wohl als Favorit in das Rennen hier starten, was nach seinen Leistungen bisher auch völlig gerechtfertigt ist.

Seine Karriere begann ganz normal in einem National Hunt Flat Race in Warwick im Jahr 2017 , wo er bei seinem ersten Rennen seiner Karriere gleich mit einem zweiten Platz glänzen konnte. Nach dem Beweis, dass er auf dem Flat eine sehr gute Figur abgeben kann schickte sein Trainer ihn erst einmal in die Sommerpause und zum Training über Hürden, denn im Dezember 2017 sollte der erste Start über Hürden kommen – und dieser war ziemlich beeindruckend.

Das Klasse 4 Rennen in Hereford auf weichem Boden und knapp 4000m absolvierte Paisley Park gegen Gegner wie Vision Des Flos, gewann aber locker mit 7 Längen und deklassierte die angetretene Konkurrenz um Längen. Mit höherem Niveau in dieser Saison mit Rennen in Warwick gegen Mr Whipped oder Doncaster gegen Gowiththeflow erreichte Paisley Park dann jeweils einen zweiten Platz bevor er dann beim Cheltenham Festival 2018 im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle startete. Er war nach seinen zwei zweiten Plätzen nun nicht unbedingt einer der Favoriten für das Rennen und startete als Außenseiter, tat aber auch im Rennen selbst wenig dafür, diese Einschätzung er Buchmacher zu revidieren.

Diese erste Saison war trotz des beeindruckenden Einstands im Herbst damit ernüchternd ausgelaufen und Paisley Park ging erneut in die Sommerpause, die er mit einem Start im Klasse 2 Racing UK Handicap Hurdle in Aintree beendete. Das Rennen war von recht hohe Niveau, Paisley Park war aber wie im letzte Jahr gut aus der Sommerpause gekommen und konnte sich mit sauberen Sprüngen und einem gutem Schlusssprint 100m vor dem Ziel gegen seinen Verfolger Lygon Rock durchsetzen.

Nach diesem Rennen nahm Paisley Park dann langsam die Ausdauerrennen in den Blick und startete im Gruppe 3 Betfair Exchange Stayers‘ Handicap Hurdle, wo er gleich beweisen konnte, dass ihm die langen Distanzen ganz vortrefflich liegen. Paisley Park wurde in diesem Rennen an der ein oder anderen Hürde ein wenig behindert, konnte in dem langen Rennen aber den Anschluss immer wieder finden und mit einem Sturz eines Konkurrenten kam er als Dritter über die letzte Hürde. Dann aber legte Paisley Park einen extrem guten Schlusssprint hin und konnte viele Meter an Boden auf die Führenden gut machen. Der Zieleinlauf nach der letzten Hürde war sehr lang in diesem Rennen und Paisley Park konnte vollen Nutzen daraus ziehen

Im Gruppe 1 The Long Walk Hurdle einen Monat später im Dezember musste Paisley Park dann aber mi einem wesentlich kürzeren Schlusssprint zurechtkommen und dürfte den Anschluss an die Führenden nicht verlieren. So setzte er seinen Angriff nach der drittletzten Hürde an und wurde von seinem Jockey Aiden Coleman angetrieben, die Position zu verbessern und so vor der letzten Hürde die Führung zu übernehmen und diese unter einem harten Ritt gegen die Außenseiter West Approach und Top Notch zu verteidigen.

Damit Paisley Park den Kurs in Cheltenham noch einmal kennenlernt wurde er noch in das Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle geschickt, wo er über den guten Untergrund auf den drei Meilen seinen bisher besten Lauf zeigen konnte. Da Feld zog das Tempo vor der drittletzten Hürde an und Paisley Park ah ein bisschen so aus, als ob der Tempowechel ihn kalt erwischt hätte. Zwischen der vorletzten und der letzten Hürde gab es beim Cleeve Hurdle einen langen Abschnitt ohne Hürden, wo Paisley Park das Feld von hinten aufrollen konnte und als Erster über die letzte Hürde ging. Von da an konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und gewann dementsprechend unangefochten.

Tipps zum Pferd: Kann einen sehr guten und schnellen Schlusssprint zeigen und lief zuletzt auf gutem Untergrund sein bestes Rennen. Könnte auf dem schweren Boden heute Probleme bekommen, gerade wenn er im hinteren Bereich des Feldes viel Matsch abbekommt

Petit Mouchoir startet für seinen Trainer Henry De Bromhead, der ihn seit Oktober 2016 betreut. Seine Karriere begann Petit Mouchoir allerdings schon früher für Gordon Elliot und nach zwei gewonnen PTP und NHF Rennen wechselte er zu Willlie Mullin, der ihn sogleich über Hürden starten lies.

Sein erstes Maidenrennen war gleich ein voller Erfolg und Mullins lies keine Zeit verstreichen, um Petit Mouchoir in den besten Rennen starten zu lassen, was schon alleine für das Vertrauen von Mullins in seinen ehemaligen Starter spricht. So lief er im Gruppe 1 Future Champions Hurdle auf und konnte einen soliden, knappen dritten Platz hinter Long Dong belegen, bevor er einen abgeschlagenen vierten Platz im Deloitte Novice Hurdle erringen konnte. Im nachfolgenden Sky Bet Supreme Hurdle beim Festival 2016 war er chancenlos gegen Altior, Min und Buveur D‘ Air und kam nur auf einem bedeutungslosen achten Platz ins Ziel. Er war allerdings ohnehin nur als Außenseiter gestartet und überraschte bei seinem nächsten Start im Gruppe 1 Imagine Cruising First In The Frame Top Novices‘ Hurdle mit einem sehr knappen zweiten Platz hinter Buveur D’Air, der nur noch einen Nacken Vorsprung hatte am Ende. Petit Mouchoir bestätigte diese gute Form mit einem weiteren zweiten Platz in seinem letzten Start in der Saison 2016 im Herald Champion Novice Hurdle in Punchestown und kam erneut bis auf eine halbe Länge an den Sieger heran.

Nach diesen beiden Ausnahemleistungen wechselte Petit Mouchoir zu Henry De Bromhead, der im bei seinem Saisondebüt im Gruppe 2 WDK Hurdle eine lösbare Aufgabe stellte. Am Ende reichte es nur zu einem dritten Platz hinter Apple’s Jade und Rashaan, aber das Rennen war bis zur letzten Hürde offen und Petit Mochoir begrub seine Chancen erst mit einem unsauberen Sprung an der letzten Hürde.

Der Sprung an der letzten Hürde wurde ihm erneut zum Verhängnis, als er beim Stanjames.com Fighting Fifth Hurdle im November 2016 an der letzten Hürde stürzte, nachdem er knapp die Führung übernommen hatte und dabei noch relativ frisch aussah. Seinen wahrscheinlichen Sieg gab er damit an Irving und Apple’s Jade ab, konnte sich aber im nachfolgenden Ryanair Hurdle in Leopardstown revanchieren und schlug den hoch gehandelten Nichols Canyon mit locker 7 Längen. Er hätte diesen Konkurrenten auch bei seinem Sieg im Gruppe 1 BHP Insurance Irish Champion Hurdle im Januar geschlagen, dort stürzte aber zur Abwechslung Nichols Canyon an der letzten Hürde und so kämpfte Petit Mouchoir mit Footpad um den Sieg und konnte sich am Ende mit einer Länge durchsetzen.

Beim Festival 2017 unterlag er erneut dem Konkurrenten Buveur D‘ Air im Gruppe 1 Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy und auch My Tent Or Yours konnte sich einige Längen vor ihm durchs Ziel schieben, es hat ihm allerdings auch nicht geholfen, dass er gleich mehrere unsaubere Sprünge auf der letzten halben Meile einbaute und mehrere Hürden beim Springen traf. Die Distanz hier bei diesem Rennen ist ideal für ihn, er hat gute Erfahrungen auf dem Track machen können und scheint seit einem Jahr eine immer weiter ansteigende Formkurve zu haben. Der dritte Platz im Champion Hurdle ist alles andere als schlecht und der Track in Cheltenham liegt nicht jedem so dass auch das bisher letzte Rennen über Hürden als Erfolg gewertet werden kann.

Für Petit Mouchoir ging es danach in die Sommerpause und zurück ins Trainingslager, wo auch er die Kunst der Chase Rennen perfektionierte und in der neuen Saison sein Debüt in dieser neuen Klasse gab. Beim ersten Pferderennen nach der Sommerpause machte er kaum Fehler und dominierte ein kleines, aber durchaus gut besetztes Feld in Punchestown mit Leichtigkeit

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival in Leopardstown beim  im Arkle Novice Chase wo Footpad und Petit Mouchoir  aufeinandertrafen. Petit Mouchoir konnte mit dem Favoriten eine Weile gut mithalten, musste aber vor der letzten Hürde erkennen, dass er Footpad am heutigen Tag nicht schlagen kann und musste den Konkurrenten ziehen lassen. Footpad musste nicht einmal hart geritten werden um sich am Ende fünf Längen absetzten zu können und diese Niederlage direkt vor dem Festival wiederholte sich noch einmal beim Arkle Chase selbst, nur dass nun auch Brain Power vor Petit Mouchoir ins Ziel einlaufen konnte.

Über Hürden war Petit Mouchoir sogar Footpad noch überlegen, in den Chase Rennen kam er bisher nicht an diese Errungenschaften heran. So auch im Doom Bar Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene, wo er auf weichem Boden als Favorit über die 3178m Diego Du Charmil unterlag. Dabei hätte das Rennen eigentlich ihm gehören müssen und sein Rennen war auch nicht schlecht, so dass er im Grupp 1 Ryanair Novice Chase Ende April immer noch als zweiter Favorit hinter Footpad auflief. Wieder konnte er allerdings nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen und musste sich mit einem vierten Platz sang und klanglos geschlagen geben.

Petit Mouchoir ging danach in die Sommerpause und kam im Ryanair Hurdle im Dezember zurück auf die Rennstrecke. Das war gleich ein richtiger Einstieg in die Saison gegen Konkurrenten wie Sharjah pder Supasundae, Samcro oder Melon – und dieser Test ging gleich richtig nach hinten los, mit einem vor der letzten Hürde klar geschlagenen Petit Mouchoir.

Beim zweiten Start in der neuen Saison konnte er im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle stärker auflaufen und kam hinter Apple’s Jade immerhin auf den dritten Platz und konnte damit Melon schlagen. Das wird heute aber hier nicht für einen Platz ausreichen.

Supasundae Der Galileo Sohn hat sich das erste Mal ins Gespräch gebracht, als er Apple’s Jade im Christmas Hurdle um ein Haar die Show hätte stehlen können. Nur ein immenser Kraftaufwand der Wundertsute und haushohen Favoritin auf den letzten Metern brachte ihr den Sieg um eine halbe Länge gegen den 8/1 Außenseiter Supasundae ein, und dass, obwohl sie deutlich leichter unterwegs war.

Dann kam es zum Aufeinandertreffen mit Faugheen im Gruppe 1 Irish Champion Hurdle, und dieses Mal gelang die Überraschung. Faugheen kämpfte aber Supasundae hatte ab der letzten Hürde klar die Oberhand gewonnen und deklassierte den klaren Favoriten mit über zwei Längen. Supasundae war das gesamte Rennen über stark aufgelaufen und sprang die Hürden extrem sauber und seine Chancen standen im Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival durchaus gut. Dort war es aber Penhill, der ihm den Sieg streitig machen konnte, obwohl die beiden fast gleichzeitig über die letzte Hürde gingen. Generell war es ein Pulk von Startern, die sich zusammen über die letzte Hürde schwangen und das Rennen wurde erst auf dem Zieleinlauf entschieden.

Penhill hatte noch am meisten übrig auf den letzten Metern und gewann am Ende mit zwei Längen vor Supersundae, der vor dem Rennen durchaus nervös aussah. Seine Form aus den letzten Rennen war beeindruckend und auf besserem Untergrund im Aintree Hurdle sollte es dann endlich mit dem nächsten Sieg klappen, aber wieder hatte ein anderer Starter am Ende die Nase vorn, dieses Mal war es L’Ami Serge die Supasundaeu einen Strich durch die Rechnung machte. Supasundae war als Favorit gestartet und so langsam wurde seine Eigenschaft, immer mindestens von einem anderen Starter geschlagen zu werden, zum Problem . Für seine Fans kam dann aber die Wiedergutmachung im April im  Punchestown Champion Hurdle, als sowohl Melon als auch Samcro neben ihm an der vorletzten Hürde stürzten. Der Doppelausfall rechts wie links verschaffte Supasundae den nötigen Vorteil um seine Führung nach dem letzten Spring noch weiter auszubauen und zu seinem zweiten Gruppe 1 Sieg nach dem Irish Champion Hurdle zu führen.

Damit ging es in die Sommerpause, die mit einem Start im Dezember im Hatton’s Grace Hurdle beendet wurde. Das Rennen wurde komplett von Apple’s Jade dominiert, aber Supersundae konnte sich einen soliden zweiten Platz sichern und schlug dabei Limini und Bapaume, was ihn gegen Sharjah und Melon zum Favoriten des Gruppe 1 Ryanair Hurdle machte. Auch dieses Mal konnte Supasundae sich gut präsentieren, allerdings war es mit Sharjah ein anderer Starter der für eine Überraschung sorgte und besser lief, als alle erwartet hätten. Sharjah übernahm das Kommando an der vorletzten Hürde und lies Supasundae keine Chance wieder an sich heranzukommen.

Im Februar lief Supasundae dann wieder gegen Apple’s Jade im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle auf und auch wenn er über den gut bis weichen Untergrund der Favoritin nicht viel zusetzen konnte, sicherte er sich immerhin einen guten zweiten Platz noch klar vor Petit Mouchoir und Melon.

Das gibt ihm heut ebenfalls Chancen auf einen ausbezahlten Platz, auch wenn der Untergrund Fragen aufwerfen wird.

Top Notch: Der Poliglote Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der Veteranen in dem Feld, hält seine Form aber beneidenswert gut und kann sich hier sicher ein wenig Preisgeld ausmalen. Zudem kann sich seine Bilanz bei den Festivals sehen lassen: 2015 Zweiter mit nur minimalem Rückstand auf den Sieger im JCB Triumph Hurdle, 2016 Fünfter im Champion Hurdle, 2017 Zweiter im JLT Novices‘ Chase, nur knapp geschlagen von Yorkhill. Im Jahr 2018 verpasste er das Festvial, hat in der aktuellen Saison aber mit einem dritten Platz bei seinem Saisondebüt im JLT Hurdle auf Gruppe 1 Ebene und einem sehr starken Sieg beim Casino Chase auf Listed Ebene danach gegen Black Corton eine gute Form gezeigt. Das Rennen hier ist von der Distanz in Kombination mit dem Untergrund aber eine neue Herausforderung für Top Notch.

Wholestone: War Dritter im Albert Bartlett Hurdle letztes Jahr geworden und seine Form auf diesem Kurs liest sich 1-2-1-1-3-1-2 -3-2-9. Er ist ein Spezialist für Cheltenham und auf schwerem Untergrund gegen Argapart im Gruppe 2 Relkeel Hurdle erfolgreich gewesen. Ein Sieg hier wäre eine Überraschung, aber eine Platzierung ist absolut nicht ausgeschlossen, auch wenn das Cleeve Hurdle ein Flop war. Das war allerdings auf gutem Untergrund und er wird hier auf schwerem bis weichem Boden besser auflaufen können.

Yanworth: Der von Alan King trainierte Norse Dancer Sohn platzierte im Champion Bumper 2015,  wo er einen vierten Platz hinter Moon Racer belegte und lies danach vier Siege in Reihe folgen, bevor er beim Cheltenham Festival 2016 im Neptune Novices‘ Hurdle  als Favorit dem stark auflaufenden Yorkhill unterlag.

Er war damit einer der wenigen Favoriten beim Festival im Jahr 2016, welcher nicht gewinnen konnte entschädigte seine Supporter aber mit einer erneut makellosen Bilanz zwischen den Festivals, wo Yanworth erneut ungeschlagen blieb. Dabei gewann er unter anderem das Gruppe 1 Christmas Hurdle gegen The New One, konnte beim dritten Anlauf beim Festival 2017 im Champion Hurdle aber erneut nicht seine beste Seite zeigen und musste sich als Favorit mit einem siebten Platz begnügen. Direkt danach gewann er allerdings das Liverpool Hurdle auf Gruppe 1 Ebene und es ist ein Rätsel, warum er gerade in Cheltenham nicht zeigen kann, was in ihm steckt. Seine Bilanz im Jahr 2017/18 ist nicht ganz so gut wie in den letzten Jahren, so scheiterte er im The Berkshire Novices‘ Chase im Willoughby Court und im Dipper Novices‘ Chase war sein Sieg äußerst knapp.

Beim Festival 2018 scheiterte Yanworth aber im Stayers‘ Hurdle mit einem sechsten Platz an Penhill und Supasundae, was vor allem daran lag dass im auf dem weichen Boden die Ausdauer auf den letzten Metern ausging. Dann ging es schon wieder in die Sommerpause die erst im Februar 2019 beendet werden konnte. Der Stat im Rendlesham Hurdle w ein echter Flop, konnte er doch als Favorit nicht einmal beenden. Die fast einjährige Pause schien ihre Spuren hinterlassen zu haben, die extrem Krasse Außenseiterrolle hier hat er aber nicht verdient und ich werde ihn EW spielen.


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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