Logo von Pferdewetten-Online.info

Pferdewetten Tipps


23.01.2020 – Ascot – Clarence House Chase – Pick: Politologue

23. Januar 2021 / phil
Pferderennen in England

16:35 Clarence House Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.371 m  |  Preisgeld: 104.500 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Die großen drei Namen für das Cheltenham Festival werden es heute unter sich ausmachen, wer seine Chancen bei den Buchmachern für eines der großen Rennen verbessern werden kann. Der in der Form seines Lebens befindliche Politologie, oder Waiting Patiently, der beim King George besser lief, als seine Quote suggeriert hat? Oder findet Defi Du Seuil seien Form aus dem letzten Jahr wieder und straft alle Zweifler ab? Wir werden sehen!

PolitologueDer Poliglote Sohn ist in Form wie nie bisher, hat sein höchstes Rating bisher erreicht und sieht topfit aus, um sich hier auf Gruppe1 Ebene für das Cheltenha Festival in einigen Monaten zu empfehlen. Obwohl einiges an Pace in diesem Feld ist, könnte er es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem Feld zu sichern, Politologue kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird.

Zudem bekommt er einen alten Bekannten als Jockey wieder zurück, nachdem Harry Skelton die Zügel heute an Harry Cobden abgibt, der gute Erinnerungen an Politologue hat. Harry Cobden kann es kaum erwarten, wieder an Bord zu kommen, hat er doch nur gute Erinnerungen an Politologue, der ihn als Teenager mit einem Sieg beim  Tingle Creek Chase 2017 in Sandown ins Rampenlicht gerückt hat und dazu beigetragen hat, dass Cobden einen festen Platz unter den Top Jockeys innehat.

Der jetzige Stalljockey von Paul Nicholls hat Politologue seitdem allerdings nur vier Mal geritten, tritt jedoch die Nachfolge von Harry Skelton an und hofft sehr, seine erfolgreiche Partnerschaft von früher wieder aufzunehmen und mit einem weiteren Sieg an die guten Erinnerungen anknüpfen zu können

„Politologue ist eine Legende eines Pferdes“, sagt Cobden. „Er ist einer von denen, die mich bekannt gemacht haben, und ich habe auf ihm schon früh einen meiner größten Erfolge bei  Tingle Creek erzielt. Ich war damals erst 19 Jahre alt. Er ist eines der Pferde, die mich auf die große Bühne geführt haben. Es war auch eine kühne Entscheidung von Paul [Nicholls], mich Politologue ein Jahr zuvor bei einer Verfolgungrennen in Haydock reiten zu lassen. Ich habe damals noch 3 Pfund beanspruchen (claimen) können.

Seit Cobden zuletzt mit Politologue auf der Rennstrecke tätig war – das war als er 2019 im Tingle Creek hinter Defi Du Seuil nur Fünfter, mit Wainting Patiently auf den dritten Platz – hat der Zehnjährige zwei der besten Leistungen seiner Karriere zeigen können und ist derzeit unbestritten in der besten Form seines Lebens.

Politologue , der ein beeindruckender Gewinner  mit neuneinhalb Längen im Champion Chase in Cheltenham im März 2020 war, tauchte letzten Monat in Sandown das erste Mal in der neuen Saison auf, um die von Cobden gerittenen Greaneteen im Tingle Creek um sieben Längen zu schlagen.

„Paul hat die Art und Weise, wie er ihn ausbildet, verändert, und Politologue ist in der Form seines Lebens“, sagte Cobden. „Laut den Bewertungen (den offiziellen Ratings) war er nie besser und ich freue mich sehr, wieder bei Ascot zu sein. Er war sehr gut im Tingle Creek und hat eine anständige Bilanz auf dem Kurs in Ascot. Die Kursform hilft bei diesen großen Rennen immer.“

„Es ist ein gutes, wettbewerbsfähiges Rennen, aber das Ziel wird es sein, einen guten, gleichmäßigen Galopp zu machen und vorne in einen schönen Rhythmus zu kommen. Waiting Patiently und Defi Du Seuil sind die klaren Gefahren in dem Rennen. Waiting Patiently läuft so gut, dass ich nicht glaube, dass der Rückgang auf zwei Meilen ein Problem für ihn sein wird. Sie sind beide gute Pferde, aber ich würde Politologue  auf keinen Fall gegen etwas anderes tauschen.“

Viel Lob für Politologue von einem Jockey, der ihm viel verdankt und es ist klar, dass hier und heute beim Weg zum Cheltenham Festival viel von Politologue erwartet werden wird.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwei Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vortritt gelassen hätte. Der Eindruck aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das war das letzte Rennen in der alten Saison für Politologue, der nach der Sommerpause im November im Gruppe 2  Shloer Chase sein Saisondebüt feierte und dort mit Konkurrenten wie Defi Du Seuil und Saint Calvador durchaus harte Gegner vorfand. Politologue übernahm wie gewohnt die Führung des kleinen Feldes und hatte während dem Rennen immer wieder einen Vorsprung von fast 3 Längen vorzuweisen, konnte diesen aber zwischen den letzten beiden Hürden nicht verteidigen und musste Defi Du Seuil ziehen lassen, wenn auch nur wenige Längen.

Der selbe Konkurrent gewann auch das Gruppe 1 Tingle Creek Chase einen Monat später, dieses Mal allerdings mit deutlich größerem Abstand und Politologue musste sich am Ende mit einem klar abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben.

Defi Du Seuil und Politologue trafen sich dann beim großen Rennen in Cheltenham wieder, als sie beide im Champion Chase über 2m antraten, und natürlich war Defi Du Seuil als klarer Favorit in das Rennen gestartet, musste sich aber überraschend klar mit einem vierten Platz geschlagen geben, aber Politologue hatte auch einen wirklich hervorragenden Tag erwischt. Er übernahm schnell die Führung des Feldes und sicherte sich einen 2 Längen Vorsprung, sprang allerdings jedes der Hindernisse annährend perfekt und geriet nicht genug unter Druck von seinen Verfolgern, sondern konnte sich an der vorletzten Hürde mit einem Tempowechsel sogar weiter absetzen, während Defi Du Seuil an diesem Tag bei vielen der Hindernissen sehr angestrengt aussah und nicht ganz so effizient sprang, und schon vor der letzten Hürde war der Kampf um einen der vorderen Plätze für den Favoriten erledigt. Politologue hingegen wurde erst auf den letzten Metern etwas müde, hatte da aber bereits gut 7 Längen Vorsprung auf seine – nicht aufschließenden – Verfolger.

Das war der erste Sieg beim Cheltenham Festival, aber dafür auch gleich ein sehr beeindruckender und vermutlich die bisher beste Leistung von Politologue, der nach der Sommerpause genau da weiter machte, wo er aufgehört hatte..

Die anschließende Pause war auch aufgrund der Corona Pandemie sehr lange und erst im Dezember 2020 kam Politologue wieder zurück auf die Rennstrecke, und hatte sich mit dem Tingle Creek Chase ein ziemlich schwieriges Rennen ausgesucht, allerdings startet Altior nicht wie angekündigt in diesem Rennen und Greaneteen war nicht wie vermutet eine echte Gefahr für Politologue, der wieder die Führung übernommen hatte und zwischen der vorletzten und drittletzten Hürde den Angriff von Greaneteen abwehrte. Es wurde an der vorletzten Hürde noch einmal spannend, als Politologue ein wenig zu flach über die Hürde sprang, aber an der letzten Hürde legte Politologue wieder einen entsprechend großen Sprung hin und setzte sich danach spielend weiter ab.

Das war ein Ausrufezeichen und er geht hier zu Recht als Favorit in das Rennen, auch wenn die Form von Waiting Patiently mit einem zweiten Platz hinter Frodon im Dezember nicht zu verachten ist!

Waiting Patiently:

Im letzten Rennen liefen sowohl Frodon als auch auch Waiting Patiently im King George ihren Quoten davon, und Waiting Patiently kam spät, aber schnell ins Spiel.

Die Renntaktik ist möglicherweise noch nicht abgeschlossen geplant für dieses Rennen, aber nur wenige werden überrascht sein, wenn sich der Champion-Jockey Brian Hughes dafür entscheidet, wieder schnell und spät mit Waiting Patiently anzugreifen, um den wahrscheinlich führenden Poltologue unterDruck zu setzten und dieses Mal zu gewinnen. Die Taktik von Frodon im letzten Rennen dürfte sich kaum von dem von Politologue in diesem Rennen unterscheiden.

Der zehnjährige Waiting Patientl scheint in Bezug auf die Distanz bemerkenswert vielseitig zu sein und fällt hier auf 2 m1f zurück, nachdem er aus dem Tempo heraus über die drei Meielen im King George ebenfalls sehr gut durchgehalten hatte.

Waiting Patiently, Sieger von sieben seiner 14 Rennen, genoss seine vielleicht größte Stunde über 2 m5f in Ascot, als er vor fast drei Jahren Cue Card in der Ascot Chase der Gruppe 1 knapp schlagen konnte, und mit noch recht wenigen Rennen für einen Zehnjährigen, ist da klar noch Raum nach oben.

Trainerin Ruth Jefferson sagte: „Wir werden am Samstag entscheiden, wie die Taktik aussehen wird. Ich glaube nicht, dass er weit zurückfallen wird, und er wird es auch nicht anführen. Es wird irgendwo dazwischen sein. “

Jefferson und Besitzer Richard Collins beschlossen erst zu Beginn der Woche, Waiting Patiently in diesem Rennen hier auf Gruppe 1 starten zu lassen.

Er ist so frisch, gesund und glücklich mit sich selbst, dass wir es einfach versuchen mussten“, sagte Jefferson. „Er kam so gut aus dem King George heraus, so dass er am Ende nur zwei Tage frei hatte, weil er sonst noch jemanden verletzen würde, wenn ich ihn danach nicht ausreiten würde.“

Waiting Patiently warten und Politologue sind alte Rivalen, und Jefferson glaubt, dass es Ähnlichkeiten zwischen den beiden Chasern gibt.

„Politologue ist in einer besseren Fom als je zuvor und freut sich über zwei Meilen. Waiting Patiently hat eine hohe Reisegeschwindigkeit und einen guten Tempowechsel. „Es verspricht ein großartiges Rennen zu werden, und du wirst die Kombination aus Geschwindigkeit und Ausdauer brauchen, die er hat. Wir freuen uns alle darauf. „

 

 

Der Flemensfirth Sohn hat seine Karriere zwar bereits 2015 begonnen, es dauerte aber eine ganze Weile, bevor er so wirklich auf sich aufmerksam machen konnte.

Dabei waren seine ersten beiden Starts mit Platzierungen hinter Nuts Well und Cloudy Dream 2015 durchaus vielversprechend und er konnte im Januar 2016 einen Sieg im Betfred Novices‘ Hurdle vorweisen. Danach wechselte er von Keith Reveley zu Malcom Jefferson und gewann seine nächsten fünf Rennen in Folge souverän. Diese Starts absolvierte Waiting Patiently in der Saison 2016/17 nach einer langen Trainingsphase bei seinem neuen Trainer und neben einigen gut besetzten Novices‘ Rennen gewann Waiting Patiently auch das Gruppe 2 Star Sports Cheltenham Preview Evening Novices‘ Chase gegen Politologue.

Danach ging es ohne einen Besuch beim Festival gleich wieder in die nicht ganz freiwillige Pause und zum Debüt in der neuen Saison im November 2017. Die lange Pause von zehn Monaten hatte ihm nicht geschadet und er gewann sein erstes Rennen in der neuen Saison mit Leichtigkeit, zog das Niveau aber auch mit dem zweiten Start im Kempton Chase nicht an, gewann dafür gegen Smad Place und God’s Own mit Leichtigkeit.

Diese Konkurrenten waren aber zu dieser Zeit auch etwas außer Form und der Trainerwechsel zu Ruth Jefferson danach mutete etwas seltsam an, wurde aber durch den lockeren Sieg bim Ascot Chase auf Gruppe 1 Niveau gegen Cue Card und Top Notch dann doch bestätigt. Das Rennen war eigentlich hervorragend als Vorbereitung für das Festival geeignet, aber mit dem Trainerwechsel innerhalb des selben Syndikates bleiben trotzdem Zweifel an dessen Chancen beim Festival. Zwar bleibt Waiting Patiently sozusagen in der Familie (beim gleichen Syndikat), aber er wurde dann im Endeffekt doch aus dem Festival genommen und startet erst wieder nach der Sommrpause direkt im King George VI Stakes – welches aber sehr stark besetzt war und wo Waiting Patiently in Bestform hätte auflaufen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Er kam aber tatsächlich in sehr guter Form zurück aus der Winterpause und lief eine lange Zeit ein hervorragendes Rennen, wurde dann aber von Bristol de Mai zu Boden gebracht, was alle Chancen auf den Sieg plötzlich beendete.

Im Ascot Chase  sollte Waiting Patiently dann im Februar 2020 über kürze Distanz den Sieg aus dem letzten Jahr verteidigen, was durchaus im Bereich des Möglichen war, allerdings hielt seine Form nicht stand und er musste sich Cyrname klar geschlagen geben, wie auch im Gruppe 1 JLT Chase im Mai, wo Min dem Feld zeigte, was Sache ist.

Waiting Patiently kam im Tingle Creek Chase mit einem guten dritten Platz zurück und ging danach in das Gruppe 1 King George VI Chase in Kempton an Weihnachten. Das Rennen war mit Cyrname, Clan Des Obeaux und Santini gut besetzt, am Ende war es aber die Form der Außenseiter, die an diesem Tag einen Boost bekam. Denn keiner der Favoriten kam über einen abgeschlagenen dritten Platz hinaus und es waren Frodon und Clan Des Obeaux, die in diesem Rennen am Ende um den Sieg kämpften. Frodon sicherte sich die Führung und sprang kraftvoll über die Hindernisse, ganz im Gegensatz zu Waiting Patiently, der an der vorletzten Hürde noch irgendwo im hinteren Bereich des Feldes lief, aber dann zwischen den beiden letzten Hürden den Vorsprung des Siegers schnell reduzierte und auf der Zielgeraden noch einen gefährlichen Angriff startete, aber nicht mehr genug Strecke hatte, um Frodon noch einzusammeln.

Etwas besser getimt und er ist hier auch über die kürzere Distanz ganz vorne mit dabei

 

Defi Du Seuil: 

So richtig läuft es nicht für Defi Du Seuil, der letztes Jahr um diese Zeit noch das Tingle Creek Chase und das Clarence House Chase gewinnen konnte, von dieser Form ist er aber in diesem Jahr noch weit entfernt. Die Verteidigung seines Titels in diesem Rennen wird sehr sehr schwer, wenn er nicht seine alte Form wieder findet. Die Wettmärkte konzentrieren sich ausnahmslos auf die jüngste Form, daher ist es nicht verwunderlich, dass Poöitoöogue und Waiting Patiently die Märkte dominieren, denn beide sind in bestechender Form.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Defi Du Seuil, ein moderater 4,5er Starter bei den Buchmachern, im März letzten Jahres als 2-5-Favorit in die Champion Chase ging, um zum führenden Zwei-Meilen-Chaser der Saison 2019-20 gekrönt zu werden. Das Pferd 2020 und 2021 scheinen bei den Bookies zwei verschiedene Pferde zu sein, aber mit der Form aus dem letzten Jahr ist klar, dass er auch hier ganz vorne mit dabei sein kann.

Drei Siege in Folge, darunter vor 12 Monaten im Clarence House Stakes, brachten ihn auf Kurs für das große Rennen, er floppte jedoch in Cheltenham und enttäuschte erneut bei seinem saisonalen Wiederauftauchen in der Shloer Chase im November, als er hinter Put The Kettle On ohne Chance geschlagen wurde .

„Nach dem Shloer ist nichts ans Licht gekommen, aber er scheint jetzt in sehr guter Form zu sein“, sagte Trainer Philip Hobbs, der fest davon überzeugt ist, dass sein Star seine Fähigkeiten beibehält. „Ihm scheint es gut zu gehen, deshalb laufen wir.“

Der Boden war sehr anstrengend, als Defi Du Seuil im vergangenen Januar in Ascot Un De Sceaux besiegte, und diesmal wird er auf ähnliche Bedingungen unter den Hufen stoßen, dem Regen und einem normalen Winter sei Dank. Trotz der Flops in den letzten beiden Runden hat Defi Du Seuil nach 22 Karrierestarts immer noch eine Trefferquote von 14 Siegen und behält einen großen Fanclub bei, der mit Spannung dieses Rennen beobachten wird. Drei Flops so kurz vor Cheltenham wären ein ziemlicher Rückschlag, aber immer noch nicht genug um alle Hoffnungen zu begraben. Er war noch letztes Jahr einer der ganz Großen in der Szene, und ich glaube auch nicht, dass er alle Form über den Sommer für immer verloren hat.

 

Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend und obwohl im nachfolgenden Gruppe 2 Shloer Chase einige Hauptkonkurrenten ausfielen, konnte Defi Du Seuil kein Kapital daraus schlagen, denn beim Einbiegen in die Zielgerade zog Put The Kettle neben Defi Du Seuil neben ihm das Tempo an um die Verfolgung von Duc Des Genievres aufzunehmen und am Ende zu gewinnen  – während Defi Du Seuil sogar noch vom einzigen weiteren Konkurrenten, Riders On The Storm, eingesammelt wurde und das Rennn vor der letzten Hürde noch vorzeitig beendete.

Das muss besser werden!

 

 


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!










pferdewetten-online.info testet und vergleicht laufend alle seriösen Buchmacher für Pferderennen und Pferdewetten Online.
Buchmacher für Pferdewetten | Buchmacher für Pferderennen | Pferderennen Live Streams | Pferderennen Ergebnisse | Pferdewetten Strategien | Pferdewetten Tipps
18+ Wetten Sie mit Verantwortung!