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26.04.2020 – Hong Kong – The Fwd QE II Cup – Pick: Exultant

26. April 2020 / phil
Pferderennen International

10:40 The Fwd QE II Cup – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 25.000.000 HKD Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/6 Quote

Eagle Way: Der More Than Ready Sohn von Trainier Jamie More ist nun wirklich kein Neuling mehr in diesem Geschäft und kann sich mit reichlich Erfahrung auf dem Kurs in Hong Kong rühmen, nachdem seine Karriere ursprünglich einmal in Australien begonnen hatte. Dort dauerte es eine Weile bevor er so richtig in Gang kam und seinen erster Sieg in einem Maidenrennen verzeichnen konnte. Insgesamt fünf Versuche dauerte es im Jahr 2015 bis er seinen ersten Sieg erringen konnte, aber mit dem Schritt hoch auf die 1600m schlug dann gleich ein Trippel zu Buche, und das in 65$k Rennen, Nach einer kleinen Pause ging es dann langsam aber stetig im Niveau bergauf und er bestritt seine ersten Gruppenrennen, unter anderem im Gruppe 3 Antec Gunsynd Classic oder dem Mittys Rough Habit Plate, mit durchaus respektablen Ergebnissen. Im Grand Prix Stakes im Mai schaffte er dann einen hervorragenden zweiten Platz im Grand Prix Stakes hinter Makintosh. Das war ein Rennen,welches er auf dem Papier niemals hätte gewinnen dürfen und der zweite Platz war ein wirklicher Achtungserfolg, den er danach im Gruppe 1 Queensland Derby noch einmal toppen konnte. Dort, über die 2400m auf dem Kurs in Eagle Farm, war es Eagle Way der als Außenseiter wieder allen die Schow stehlen konnte und am Ende mit fast zwei Längen gewann.

Nach dem besten Rennen seiner Karriere gönnte er sich noch einmal sechs Monate Pause und wechselte nach Sha Tin in Hong Kong, den zweiten Abschnitt seiner Karriere angehend und mit noch größeren Zielen vor Augen. So startete er unter anderem im The Hong Kong Classic Mile über die Distand von 1600m, dann im The Hong Kong Classic Cup  über 1800m. Mehr Distanz liegt ihm immer und so schaffte er dort einen gut bezahlten vierten Platz, nur eine halbe Läge hinter dem Gruppe 1 Sieger Seasons Bloom.

Im Hong Kong Derby 2017 schaffte er gegen Rapper Dragon und Pakistan Star, die schon im letzten Rennen gegen ihn gewonnen hatten, keinen Stich und musste sich mit einem etwas undankbaren sechsten Platz zufrieden geben, und auch im traditionell gut besetzten The Sa Sa Ladies‘ Purse schaffte er danach keinen Stich zu landen. Danach begab er sich in das The Hong Kong Vase im Dezember 2017m euben Rebbeb pver 2400m , welches jedes Jahr hervorragende Pferde aus der ganzen Welt anzieht, so musste sich Eagle Way mit Higjland Reel, Talsimanic und Kiseki herumschlagen, was am Ende in einem achten Platz resultierte.

Nach nun drei Niederlagen in Folge konnte Eagle Way mit dem Glücke der Fleißigen im The January Cup auf Gruppe 3 Ebene einen erneuten Achtungserfolg feiern, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Er bleib aktiv und startete nur einen Monat später im Februar und startete im Gruppe 3 The Centenary Vase , wo er allerdings nur auf einem dritten Platz beenden konnte. Vielleicht hätte ihm eine Pause gut getan, aber sein Trainer sollte ihm im Jahr 2018 konsequent mindestens einmal im Monat in ein Black Type Rennen schicken.

Es folgten logische Niederlagen im The Gold Cup, dem The Queen Mother Memorial Cup, dem Champions & Chater Cup oder auch dem  The Celebration Cup, aber auch Achtungserfolge mit einem zweiten Platz im The Happy Valley Vase oder dem The Audemars Piguet QE II Cup waren dabei. Im Mai bekam Eagle Way nach zwei Starts in einem Monat und der klaren Niederlage im Champions & Chater Cup endlich die verdiente Pause, die er im Oktober im The Celebration Cup beendete. Die Konkurrenz in jenem Rennen war erneut ziemlich hart, für ein Gruppe 3 Rennen mit sehr vielen Gruppe 1 besetzt, die kurzen Prozess mit ihm machten.  Davon wenig beeirt nahm er seinen Weg zur Sha Tin Trophy und dort konnte Eagle Way erneut überraschend mit einem dritten Platz gutes Preisgeld für seinen Trainer einsammeln konnte. Niemand hatte Eagle Way mit seiner dreistelligen (!) Quote auf dem Schirm, am Ende schaffte er es aber, den dritten Platz gegen Pakistan Star mit einer Länge Vorsprung zu verteidigen. Mit diesem Achtungserfolg ging es für ihn in das The Sa Sa Ladies‘ Purse Anfang November, welches er auch schon letztes Jahr bestritten hatte, dieses Mal schnitt er mit einem dritten Platz aber schein deutlich besser ab als im letzten Jahr. Wieder betrug der Rückstand gut zwei Längen auf den Sieger, nur dieses Mal war es Time Warp der ihm auf der Zielgeraden davonschnellte, der eigentliche Favorit Glorious Forever konnte dabei überraschend aber nur mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen und auch Pakistan Star floppte in jenem Rennen.

Dementsprechend war der dritte Platz von Eagle Way war dementsprechend eine ziemlich gute Leistung einem chaotischen Rennen doch ziemlich gut, mit einem Sieg im Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup Mitte November gegen Werther und Glorious Forver hätte wohl trotzdem niemand gerechnet.

Eagle Way fand den Weg zwischen den Pferden und sprintete an die Front, wo sich weder Werther noch Pakistan Star oder Exultant sich halten konnten, stattdessen setzte sich Eagle Way sogar noch mit einer Länge von ihm ab und gewann eines seiner größten Rennen.So ganz konnte er dann an den Erfolg im 2400m Gruppe 1 Hong Kong Vase im Dezember nicht anknüpfen, aber der vierte Platz hinterm dem klar dominierenden Paar Exultant und Lys Gracieux war trotzdem eine gute Leistung.

Eagle Way wird in der Regel über das Jahr in Form gehalten und gönnt sich nur wenige längere Pausen, und auch die Saison 2018 / 2019 war da nichts anderes, denn schon im Januar ging es für Eagle Way in den The January Cup, in dem er allerdings nichts von seiner Form zeigen konnte und auf dem letzten Platzs ins Ziel einlaufen musste. Bis zum nächsten Rennen gönnte sich Eagle Way dann immerhin einen Monat Pause, aber das Ziel war ja auch der The Hong Kong Gold Cup auf Gruppe 1 Ebene und damit kein Kinderspiel, sondern ein hartes Rennen welches von einigen der besten 2000m Spezialisten aus Hong Kong besucht wird – wie etwa Exultant, der das Rennen auch ein weiteres Mal gewinnen konnte. Eagle Way scheiterte ein weiteres Mal und musste sich deutlich distanziert auf einem sechsten Platz einfinden, was nun eine zweimonatige Pause bis zum The QE II Cup nach sich zog – in dem Exultant auf seinem zweiten Platz hinter Win Bright erneut deutlichen Abstand auf Eagle Way gewinnen konnte – und das selbe Spiel wiederholte sich zu allem Überfluss exakt einem Monat später im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup über 2400m, als Exultant sich in einem spannenden Schlusssprint gegen den aufschließenden Rise Hill durchsetzen konnte.

Eagle Way schien nicht an seine Form aus dem Herbst 2018 anknüpfen zu können und es wurde mit Spannung erwartet, ob er im Herbst 2019 wieder in Form kommen würde, was allerdings beim Saisoneinstand im The Oriental Sha Tin schon einmal nicht gelang, und auch im The Sa Sa Ladies Anfang November scheiterte Eagle Way wieder einmal deutlich. Aber auch nach dem Saisondebüt und den Rennen danach konnte Eagle Way seine Form nicht bessern und musste sich im Gruppe 1 The Jockey Club Cup Exultant um Längen geschlagen geben, wie auch danach im Hong Kong Vase, den passender Weise Glory Vase gewann. So gings weiter im Gruppe 3 The January Cup und im selben Monat auch im The Centenary Vase – und die Serie setzte sich 2020 ungebrochen fort, als er im The Citi Hong Kong Gold Cup und im April im Harlech Handicap -wieder deutlich scheiterte

Eagle Way scheint seinen Weg verloren zu haben und die Siege des letzten Jahres scheinen immer mehr eine Fata Morgana zu sein.

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat sich gerade im Jahr 2019 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) sich einen Namen gemacht und im Dezmber 2019 und dem Feburar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst. Nun macht er also sein erneutes Saisondebüt nach zwei Monaten Pause und ist auf der Jagd nach seinem insgesamt achten Gruppenensieg – und die Chancen stehen nicht schlecht!

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistanz Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlore atte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Er wird auch hier das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunigen, muss aber aufpassen, dass er nicht zu weit ins Hintertreffen gerät

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen sieben Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfogern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, sollte er auch heute wieder an der kurzen Leine geführt werden, sonst ist er auf und davon an der Front, und Exultant hat erneut das Nachsehen

Furore: Eigentlich hat nach dem Pierro Sohn kein Hahn mehr gekrät, seit er nach seinem Hoffnungsvollen Sieg im Hong Kong Derby 2019 nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte. Auch der Sieg im Derby kam ziemlich überraschend, denn davor war er im Harrolds Australian Derby klar geschlagen worden, aber auch nach dem ersten Gruppe 1 Sieg folgten klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Sa Sa Ladies  oder dem The Celebration Cup.
Der Start im Gruppe 2 The Jockey Club Cup über 2000m im November 2019 war allerdings ein kleiner Lichtblick mit einem guten zweiten Platz inter Exultant, und obwohl Furore danach wiede in das Tal der Tränen stürzte, war sein letzter Start im The Chairman’s Trophy hinter Beauty Generation in diesem Monat gar nicht so schlecht – er holte auf der Zielgerade noch gut auf, und Beauty Generaion hatte in diesem Rennen alle Hände voll zu tun, die Verfolger Ka Ying Star und Southern Legend auf Abstand zu halten – und da Furore nicht weit hinter diesen ins Ziel einlief, rechnet man sich hier Chancen auf eine weitere Überraschung aus

 


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