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Neue Apprentice Regelung in England sorgt für Ärger zwischen den Trainern und den Lehrlingen

5. Dezember 2019 / phil
Pferdewetten News

Es gibt mal wieder Ärger zwischen der BHA – der British Horse Racing Authority – und den Trainern in England.

Hintergrund ist dieses Mal die Veränderung der Auszahlung wenn Apprentice, also auszubildende Jockeys, für die Trainer reiten. Allen voran hat diese Woche Richard Fahey seinem Unmut in einem Interview bei der britischen Racing Post Luft gemacht:

Fahey sagte: „Ich bin äußerst enttäuscht über die Veränderungen und werde nach meinen derzeitigen Lehrlingen keine weiteren Lehrlinge mehr annhmen. Ich werde sie weiter unterstützen, aber danach bin ich fertig.“Wir versuchen nicht, über sie Geld zu verdienen, aber wir versuchen, einen ehrlichen Lebensunterhalt zu verdienen, und die Auffassung, dass Ausbilder mit Auszubildenden ein Vermögen verdienen, ist schlicht falsch. Ich und Richard Hughes sind vor einem Jahr zu einem Treffen mit der PJA gegangen und es sieht so aus, als hätten sie alles ignoriert, was wir zu diesem Thema gesagt haben. Als Lee Mottershead von der Racing Post vor ein paar Jahren einen Bericht darüber veröffentlichte, bat ich mein Team im Büro, genau das auszudrucken, was wir in diesem Bereich verdient hattenen – ich war sehr schockiert darüber, wie wenig es war.“

Fahey fügte hinzu: „Wir haben das Recht, mit Lehrlingen Geld zu verdienen, da wir selbst ja auch Pferde in unserer Ausbildung haben, die wir selbst besitzen. Die Reitgebühr wird jetzt  80 zu 20 aufgeteilt, und wenn ein Lehrling für uns reitet, müssen Sie Mehrwertsteuer zahlen, sodass wir das Geld erhalten, welcher wir gleich an die Steuer geben können, und sonst nichts. Ich hatte im Laufe der Jahre viel Spaß mit Auszubildenden, aber genug ist genug und ich fühle mich vom System im Stich gelassen.“

Fahey ist ein sehr erfolgreicher Trainer in England und seine Stimme hat Gewicht. Dieses Jahr hatte er bisher 173 Sieger aus 1.489 Starts und war  zudem einer der führenden Trainer in der Ausbildung von Auszubildenden. Viele seiner aktuellen und ehemaligen Apprentice Jockeys sind uns sehr gut bekannt, unter anderem hat er Namen wie Paul Hanagan groß gemacht. Aber auch andere Trainer wie William Haggas, Andrew Balding oder Richard Hannon kümmern sich liebevoll um die Entwicklung  ihrer Lehrlinge und investieren eine Menge Zeit und Geld in dieses Feld..

Der diesjährige Champion Apprentice ging an Cieren Fallon, der mit dem Newmarket-Trainer William Haggas zusammenarbeitet.

Fahey sagte: „Wir müssen Auszubildende bezahlen, wenn sie Rennen fahren, anstatt auf dem Hof zu sein – es sei denn, sie gewinnen ein Preisgeld dafür – und die meisten guten Auszubildenden sind überhaupt nicht viel auf dem Hof. Dabei zahlen wir ihnen einen vollen Wochenlohn.“

„Wir haben die Zahlen für einen 3-Pfund-Claimer mal zu Hause aufgeschlüsselt. Der Jockey hatte sieben Sieger aus 37 Rennen in diesem Zeitraum geritten war, und der PJA- und Jockey-Trainer hat mehr rausbekommen als ich, da ich nur 10,2 Prozent des gesamten Schecks bekommen habe. Wenn Sie einen solchen Prozentsatz aus dem Scheck eines Auszubildenden bekommen, erhalten Sie nicht einmal das Geld zurück, das Sie für die Löhne zahlen, für die sie bei Rennen nicht einmal auf dem Hof sind! Ich war gegen Gebührenänderungen – ich bin der Meinung, dass die meisten Trainer dagegen waren -, aber die BHA schien der Meinung zu sein, dass dies das Richtige war.“

Es ist natürlich bitter, dass ein Trainer bei einem guten Apprentice sogar drauf zahlt, da dieser mehr Rennen bestreitet und weniger auf dem Gestüt mitarbeitet, aber die Gebühren waren zuvor auch nicht immer fair  – sie waren nach dem Gewicht gestaffelt, die ein Lehrling-Jockey in dem Rennen reduzieren konnte, und die 3lb Claimer mussten einen großen Batzen der Gebühren zahlen, während die Trainer immer noch 50% des Preisgeldes bekamen. Jetzt zahlen alle Apprentice Jockeys 80% der Gebühren – bekommen aber auch zwischen 80 und 90% der Preisgelder ausgezahlt, also zwischen 30 und 40% mehr als zuvor.

Die PJA, also die Vereinigung der Jockeys, ist natürlich von dieser Lösung überzeugt.

Tim Naylor, BHA-Direktor für Integrität und Regulierung, sagte: „Es ist wichtig, dass die finanziellen Vereinbarungen zwischen jungen Reitern und ihren Arbeitgebern klar, einfach und fair geregelt sind und es beiden Parteien ermöglichen, sich auf Training, Unterstützung und Entwicklung zu konzentrieren, anstatt potenziell eine ungleiche Entwicklung hervorzurufen. Jetzt ist es ein Gleichgewicht der Kräfte. Obwohl sich alle Parteien auf die Notwendigkeit einer Reform geeinigt haben, konnte keine einhellige Einigung über die endgültige Struktur erzielt werden. Wir sind uns daher bewusst, dass die heute angekündigten Änderungen nicht einstimmig angenommen werden.“

In einer Erklärung sagte die PJA: „Es war klar, dass es den Arbeitgebern nach der vorherigen Struktur zu leicht fiel, ihre Verantwortung zu umgehen, was dazu führte, dass viele Auszubildende erheblich aus der eigenen Tasche zahlen mussten, was Reibungspunkte verursachte und daher nicht für mehr geeignet war.“

„Wir hätten es vorgezogen, dasselbe Modell wie für die Condictionals (Lehrlinge der National Hunt Disziplin, unter 26 und noch keine 75 Rennen unter Regeln gewonnen) zu verwenden, wären aber bereit, Kompromisse einzugehen, um einen Konsens zu erzielen und sicherzustellen, dass die guten Arbeitgeber – von denen es viele gibt – noch einen Anreiz dazu haben Lehrlinge weiter zu beschäftigen. Obwohl es letztendlich enttäuschend war, dass die NTF den Vorschlägen nicht zustimmen konnte, begrüßen wir aufrichtig die Bemühungen ihres Chief Executive, Rupert Arnold, und des Flat Committee. Wir danken auch dem BHA-Vorstand für die Genehmigung dieser Änderungen in Ermangelung einer Vereinbarung. “

Nun, man wird sehen müssen, was die Zukunft bringt, und wie sich die Entwicklung mit den Apprentice und den Trainern in England fortsetzen wird

 


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