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Ascot – 14.04.2018 – Crabbies Grand National – Pick: Total Recall / Tiger Roll / I Just Know / Vieux Lion Rouge

13. April 2018 / phil
Pferderennen in England

18:15 Crabbies Grand National – Gruppe 3

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Für 5jährige und ältere Pferde | Distanz: 4m3f74y / 6.907 m | Preisgeld: 1.000.000 GBP | Untergrund: schwer

Dieses Jahr gibt es keinen Mangel an möglichen Siegern und persönlichen Favoriten in einem der traditionsreichsten Pferderennen der Welt.

Das Rennen gibt es schon seit 1839 und hat neben einigen Änderungen im Laufe der Zeit auch einige Geschichten und Legend entwickelt und hervorgebracht. Die Hürde Becher’s Brook, wo der Jockey Captain Martin Becher sich nach einem Sturz in die Vertiefung hinter der Hürde rettete, oder das Rennen im Jahr 1928, wo 41 von 42 Teilnehmer stürzten, oder 1967, wo Foinavon nur gewann, weil Popham Down als Pferd ohne Jockey am 23 Hindernis sich dazu entschieden hatte, mal vor der Gruppe quer zu laufen und alle samt – bis auf den letzten, zu Fall zu bringen. Oder 1993, wo ein Fehler des Starters in Endeffekt dazu geführt hat, dass das Rennen komplett anuliert wurde oder, oder, oder – Das Rennen bietet über die extreme Marathon Distanz nicht nur einen der härtesten Ausdauertests im National Hunt Racing, sondern auch den Stoff zu einer Menge Legenden.

Mit einem Feld von 40 Startern und vielen hochklassigen Namen ist es fast unmöglich, es nur auf eine kleine handvoll Starter zu reduzieren, gerade wenn man den ersten Blick auf die Racecard wirft. Eine beliebte Methode ist das reduzieren durch das Vergleichen mit den bisherigen Siegern des Rennens. Welches Alter ist statistisch bevorzugt, welche Distanzen wurden vorher gelaufen, Jockeys, Trainer usw. Und genau damit wollen wir unsere kleine Analyse beginnen:

Alter

In den letzten 20 Jahren waren nur zwei Starter über 11 Jahre alt, und nur zwei unter 9 – davon allerdings zwei in den letzten drei Jahren! Effektiv teilen sich in den letzten 20-30 Jahren die 9, 10 und 11 Jährigen fast zu gleichen Teilen auf, mit zwei Achtjährigen in den letzten drei Jahren, One For Arthur und Many Clouds.

Die Zahl der Achtjährigen oder gar jüngeren Pferde, die das Grand National gewonnen haben ist sehr überschaubar: One For Arthur 2017, Many Clouds 2015, Bindaree 2002, Party Politics 1992, Corbiere 1983 und Red Rum 1973. Ca. alle 10 Jahre gewann also einer der jungen Starter in diesem Rennen mit einer Häufung in den letzten Jahren, allerdings ist es schon eine Ewigkeit her, seitdem der letzte Siebenjährige das Grand National hatte gewinnen können: Der letzte war Bogskar im Jahr 1940. Bai des Iles kann man also getrost ignorieren, auch wenn seine Form durchaus respektabel ist.

Andere Starter die mit ihrem Alter nicht in die Gruppe der statistisch wahrscheinlichsten Sieger gehören, sind Raz De Maree, Maggio, Bless The Wings, Saint Are, Lord Windermere, Gas Line Boy, Double Ross und Carlingford Lough. Alle sind 12 oder Älter und damit in der statistischen Gruppe, die das Grand National als extremen Ausdauertest in den letzten Jahrzehnten nie gewinnen konnte.

Handicap/Gewicht

Wichtig zu wissen ist, dass Phil Smith als Chef der Handicapper hier die Möglichkeit hat, ein Handicap „anzupassen“ und sich so in den letzten Jahren Pferde im hohen 10er oder 11er Bereich immer besser platzieren konnten. 11+ ist kein Ausschlusskriterium mehr, aber von allem was 11-6 oder mehr oder 10-02 und darunter ist (hier nicht am Start) würde ich Abstand nehmen, der Letzte Sieger mit einem so hohen Gewicht im Rennen ist im Jahr 1950 gekürt wurde. Damit dürften Valseur Lido, Anibale Fly, The Last Samuri und Blacklion so ihre Probleme haben.

Die Gewicht im Bereich von 10-6 bis 11-1 beinhaltet 16 der letzten 23 Sieger, wobei 3 darüber (2012/2010/2015) und 4 darunter waren (2013, 2002, 1999, 1997)

Ausdauer

3 Meilen ist die magische Grenze für dieses Rennen – platziert man sich über diese Distanz mit seinem Pferd, ist man qualifiziert, viele der Sieger dieses Rennens haben sich aber über mindestens 3.5 Meilen bereits bewiesen gehabt und man sollte die Form seiner ausgewählten Starter genau überprüfen, ob so ein Erfolg schon im Formbuch ist.

Die Ausdauer ist eines der wichtigsten Kriterien für dieses Rennen, und eines welches sowohl das Alter als auch das Gewicht ausstechen kann. Ausdauer und solides Springen sind die beiden definierenden Punkte für dieses Rennen, und es gab nur wenige Sieger, die zuvor nicht schon ihre Ausdauer mehrfach bewiesen hatten.

Form

Das offensichtliche zuerst – Ein Class 2 Rennen sollte mindestens gewonnen worden sein und in den letzten Rennen sollte eine gute Form ersichtlich sein  – mindestens auf einem der ausbezahlten Plätze sollte das Pferd gestanden haben. Das Vorbereitungsrennen sollte auch möglichst diese Saison gewesen sein, Starts und Siege in großen Feldern mit vielen Startern geben Extrapunkte. Zur Form der einzelnen Starter kommen wir später noch, aber soviel vorweg.

Die Iren haben in den letzten Jahren hier viel Erfolg gehabt, ebenso die Franzosen, allerdings fühlen sich die Iren derzeit von den neuen Handicapregeln benachteiligt und einige der angekündigten Starter zogen sich zurück nachdem sie mehr Gewicht als das vom offzizellen Rating vorgeschriebene hätten tragen müssen- wie schon im letzten Jahr

Starts über Hürden in der Saison sind auch nicht gerade von Nachteil, schützen sie doch das Rating in Chase Rennen und halten die Starter trotzdem fit.

Sortiert man die ehemaligen Sieger dieses Rennens nach aktueller Quote, stellt man fest, das in den letzten 40 Jahren nur 4 Pferde mit Quoten jenseits der 40 gewonnen haben,eine weitere statistische Grenze also. Dieses Jahr gibt es allerdings eine ganze Reihe von Startern jenseits der 40 und das Grand National 2018 ist eine ganz besonders offene Angelegenheit, mit 26 der 40 Teilnehmer derzeit mit 40+ gelisted

Wir haben einige Starter im Feld, die bereits im letzten Jahr hier angetreten waren und durchaus Chancen haben, sich dieses Jahr ein stückweit zu verbessern.

Lord Windermere, The Last Samuri, Vieux Lion Rouge, Shantou Flyer, Gas Line Boy, Houblon Des Obeaux, Perfect Candidate, Pleasant Company, Raz De Maree, Regal Encore, Saint Are, Tenor Nivernais, Thunder And Roses, Ucello Conti und Vicente waren alle letztes Jahr schon mit dabei und bei manchen kann der neue Versuch in 2018 mit einem besseren Ergebnis abgeschlossen werden.

Das Becher Chase  ist ein gutes Vorbereitungsrennen für das Grand National, findet es doch auf dem Kurs und über 3m2f statt. Im Dezember starteten unter anderem Blacklion und The Last Samuri in diesem Rennen und belegten Platz 1 und 2, wobei Blacklion das Feld mit Leichtigkeit dominieren konnte. Die Gewichtsverhältnisse sind heute wesentlich schlechter für Blacklion, der mit 11.10 der schwerste Starter im ganzen Feld ist, gefolgt von Anibale Fly.

Interessanter Weise führen die Starter mit hohem Gewicht dieses Jahr die Rangliste bei den Buchmachern an, so sind es Anibale Fly und Blacklion, die unter den ersten Vier rangieren und auch The Last Samuri ist noch im Bereich der möglichen Sieger.

Anibale Fly: Hat sich im Cheltenham Gold Cup sehr gut verkaufen können, kommt dafür aber auch mit sehr hohem Gewicht hier her. Hat das Paddy Power Chase im Dezember gewonnen. War letztes Jahr Zweiter im Gruppe 1 Growise Champion Chase und hat damit gute Form in Ausdauerrennen. Das Grand National ist aber der extremste Ausdauertest in England und Anibale Fly ist weder der sicherste Jumper noch mit einem guten Gewicht gesegnet. Dürfte wohl spät im Rennen ermüden oder sich selber aus dem Rennen nehmen. Trotz des hohen Ratings läuft er immer noch 9lb leichter auf als er von seinem derzeitigen Rating her würde. Muss daher gute Chancen auf den Sieg haben, auch wenn sein Gewicht statistisch zu hoch ist.

Bai des Iles: Der Barastraight Tochter gewann letztes Jahr ein Trial rennen für das Grand National, verpasste aber das große Rennen. Hielt sich danach größtenteils an die Rennen mit langer Distanz und stellte ihre Ausdauer mit einem Start im BoyleSports Grand National Trial Handicap Chase unter Beweis. Auf schwerem Boden kam sie als Dritte ins Ziel, während Folsom Blue und Iselofhopendreams

Blacklion – War letztes Jahr vierter in diesem Rennen und als eigentlicher Favorit gestartet, hat dieses Jahr aber ein ungleich mehr Gewicht zu tragen und wird es schwer haben, sich hier durchzusetzen. War im Grand National Trial kein Gegner für Yala Enki und auch Three Faces West und Wild West Wind hätten ihn vermutlich geschlagen. Dürfte unter dem Höchstgewicht beim zweiten Versuch im Grand National so seine Probleme haben, auch wenn er derzeit populär ist.

Captain Redbeard:  Hat sich mit einem zweiten Platz im Peter Marsh Handicap Chase auf schwerem Boden als sehr ausdauern bewiesen und hat sich mit einem Sieg in Ayr warm gehalten, wenn auch über kürzere Distanz. Zwei Siege aus den letzten drei Rennen und ein zweiter Platz über 5144m lesen sich gut im heutigen Zusammenhang und das Gewicht ist ebenfalls noch recht gut.

Houblon Des Obeaux: Mehrere Platzierungen über lange Distanzen wie im Darren Linn Memorial Handicap Chase sowie im grandnational.fans Veterans‘ Handicap Chase lesen gut. Gewann 2017 das 188bet.co.uk Veterans‘ Handicap Chase und könnte besser laufen als seine odds suggerieren.

I Just Know Hat dieses Jahr das Watt Fences North Yorkshire Grand National Handicap Chase gewinnen können und das Rennen danach könnte zu kurz für ihn gewesen sein. Das war aber ohnehin ein Rennen über Hürden um sein Rating zu schützen und er ist einer von denen, die mit dem Untergrund hie zurecht kommen. Dieses Rennen sollte ihm auch von der Distanz her liegen und Sue Smith hatte 2013 schon Erfolg in diesem Rennen, weiß also wie man einen Grand National Sieger trainieren sollte.

Gas Line Boy In besserer Form als letztes Jahr als er Fünfter wurde, ist dafür aber auch ein wenig schwerer unterwegs und mittlerweile 12 Jahre alt. Könnte aber platzieren.

Milansbar. Gewann das Betfred Classic Handicap Chase im Januar und schaffte danach einen zweiten Platz im Betfred Midlands Grand National. Die Form ist solide und sein Gewicht niedrig, aber es fehlt ein wenig auf die besten Starter in diesem Feld.

Raz De Maree: Wird mit dem Alter faktisch immer besser und wenn die Statistik nicht klar gegen ihn sprechen würde, wäre der Sieg im Coral Welsh Grand National Handicap Chase ein Stück Form welches ihn hier auf einen der ersten Plätze

 

Saint Are – Letztes Jahr Dritter in diesem Rennen gewesen, obwohl er mit 11 Jahren schon zum älteren Semester gehörte. Dieses Jahr ist er natürlich noch ein Jahr über der statistischen Gruppe der Sieger, aber dafür auch nicht schwerer unterwegs.

Seeyouatmidnight Lief im Edinburgh Gin Handicap Hurdle eines seiner besten Rennen und konnte im Oktober in Newcastle Bristol De Mai in einem Matchrace schlagen. Solide Form und wurde kürzlich von einem Syndikat gekauft, welches schon mal Glück in diesem Rennen hatte. Seine beste Form liegt zwar mit dem Jahr 2016 ein wenig zurück, aber er sollte Chancen haben.

Shantou Flyer: Der Shantou Sohn ist über die langen Distanzen ein durchaus angesehener Gegner und darf hier mit einem noch akzeptablen Rating starten. Im Ultima Handicap Chase beim Cheltenham Festival hat er das mal wieder unter Beweis stellen können indem er bis zum Ziel mit Coo Star Sivola mithalten konnte. Sei9ne restliche Form dieses Jahr ist nichts besonderes und er hatte schon einige Starts in dieser Saison, was langsam mit ihrem aufholen können

The Dutchman: Gewann das Peter Marsh Handicap Chase im Januar, war danach aber mit dem höheren Rating nicht klar gekommen und wird es hier auch schwer haben, auch wenn sein Gewicht noch im Bereich von 10-11 liegt. Es ist fraglich wie er mit der Distanz von vier Meilen umgehen wird.

The Last Samuri Mit 11-8 schwer unterwegs, hätte vermutlich aber noch ein schwereres Gewicht zu tragen, wenn das Rating nicht bereits im Januar festgestellt worden wäre. Schaffte im BetBright Trial Cotswold Chase einen vierten Platz, war aber weit abgeschlagen ins Ziel gekommen. Schaffte danach beim Festival im Glenfarclas Chase einen dritten Platz, war aber auch nicht näher am Sieger dran und auch beim Randox Health Becher Handicap Chase im Dezember betrug der Rückstand auf den Sieger Blacklion rund 10 Längen.

Tiger Roll: Der Authorized Sohn hat sich schon mehrfach über die extreme Distanz von 6000m versucht, und das durchaus mit Erfolg. So gewann er letztes Jahr das National Hunt Chase  beim Cheltenham Festival vor missed Approach und Haymount. Scheiterte beim Irish Gran National im letzten Jahr und versuchte sich im Dezember im Cross Country Handicap Chase, allerdings mit überschaubarem Erfolg. Dafür kam er im A Cross Country Chase  beim Cheltenham Festival als erster über die Ziellinie, gefolgt von Urgent De Gregaine. Zwei Erfolge mit über 6000m Distanz sind eine starke Form für das Grand National und er darf trotzdem unter einem relativ geringen Gewicht starten. Davy Russel ist ein grandioser Jockey in solch großen Feldern und Tiger Roll wird zu Recht als einer der Favoriten gehandelt.

Total Recall: Gewann seit Oktober drei Rennen in Folge, was für sein Rating hier nicht unbedingt ideal ist. Hat sich aber mit einem Sieg über Whisper im Gruppe 3 Ladbrokes Trophy in eine gute Position gebracht und lief im Cheltenham Gold Cup ein hervorragendes Rennen, stürzte aber bevor er zum Angriff ansetzen konnte. Er war aber an der viertletzten Hürde auf dem Weg noch zum Angriff anzusetzen und hätte sicher zumindest eine Platzierung erreichen können, was mehr war als er von ihm erwartet worden wäre. Er hat zuvor über 3m in Leopardstown William Fry Handicap Hurdle locker gewinnen können und auch davor im Oktober 2017 war seine Form im JT McNamara Ladbrokes Munster National Handicap Chase unbestritten gut. Sein Rating ist dadurch natürlich ein wenig nach oben

Uncello Conti: Warf letztes Jahr seinen Reiter an der 22 Hürde ab, hielt sich aber beim Becher Handicap Chase im Dezember zuvor gut. Dieses Jahr nahm er lieber am Paddy Power Chase teil, welches von Anibale Fly gewonnen wurde. Letztes Jahr belegte er im Goffs Thyestes Handicap Chase im Januar einen ähnlichen Platz und es gibt wenig Grund

Vieux Lion Rouge: 9 Jahre alt und mit 10-13 gut im Gewicht drin. Gewann letztes Jahr das Betfred Grand National Trial Handicap Chase auf Gruppe 3 Ebene und hat damit Blacklion und Vintage Clouds geschlagen und auch Gas Line Boy gehörte zu denen, die hinter Vieux Lion Rouge ins Ziel einliefen. Hat zudem das Betfred Becher Handicap Chase 2016 gewonnen und damit mehr Ausdauer als viele andere in diesem Rennen bewiesen. Die Form danach mit zwei Versuchen im Grand National waren nicht vergleichbar und sowohl im Randox Health Grand National Handicap Chase 2017  als auch dem Randox Health Becher Handicap Chase über diesen Kurs wollte es nicht so recht laufen für ihn. Dieses Jahr ist er über einen anderen Weg als sonst genommen und er scheint in guter Verfassung zu sein Das sollte eigentlich Vertrauen spenden, aber er hatte nur vier Rennen seit 2016. Tom Scudamore und David Pipe sind immer einer

 

Pick: Total Recall / Tiger Roll / I Just Know / Vieux Lion Rouge


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!










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