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Cheltenham Festival Tag 3 – 15.03.2018 – Sun Bets Stayers‘ Hurdle – Picks: Supasundae / The New One EW

12. März 2018 / phil
Pferderennen in England

16:30 Sun Bets Stayers‘ Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  | Distanz: 4.828 m  |  Untergrund: Weich
Das Stayers Hurdle ist dieses Jahr eines der best besetzten Rennen beim Festival. Die Stute Apple’s Jade und La Bague Au Roi haben noch weitere Nennungen in anderen Rennen und müssen nicht unbedingt auflaufen, was das Rennen aber keineswegs entzerrt. Ganz im Gegenteil, Apple’s Jade würde nur die Tür für Penhill, Bacardys, L’Ami Serge, The New One und Unowhatimeanharry aufstoßen. Faugheen könnte lieber hier starten als gegen Buveur D’Air anzutreten, was dessen Sieg im der Hurdle Triple Crown nur umso wahrscheinlicher macht.
Das Stayers‘ Hurdle ist ein Gruppe 1 National Hunt Rennen welches über die Distanz von 3 Meilen ausgetragen wird. Während diesen drei Meilen müssen zwölf Hürden übersprungen werden udn wenig überraschend ist das Rennen das wichtigste Long Distanz Rennen der gesamten Saison. Eingeführt wurde das Rennen bereits 1912 in Prestbury Park und bit eine damals ordentliche Gewinsumme von 100 Pfund. Im nächsten Jahr hatte sich das Preisgeld schon verdoppelt, obwohl das Rennen ein Verkaufsrennen war, was auch den Namen „Stayers Selling Hurdle“ . Der Name ist ohnehin etwas, was sich in den Jahren änderte, so hieß das Rennen während dem Sponsoring von Ladbrokes „World Hurdle“, nach Ende des Sponsorings 2017 wurde der Name aber wieder zurück in Stayer’s Hurdle umbenannt – nicht verwirren lassen, es ist immer noch das härteste Ausdauerrennen abgesehen vom Grand National.
Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

Die Starter im Einzelnen:

Apple’s Jade: Die Saddler Maker Tochter von Gordon Elliot hat neben dem Stayers Hurdle die Option im Mares Hurdle zu starten. Wo es sie hinzieht ist noch nicht ganz raus, wenn sie würde mit einer Teilnahme hier aber einen fast sicheren Sieg im Mares Hurdle auf das Spiel setzen. Das Stayers Hurdle ist das prestigeträchtigere Rennen und Apple’s Jade hat schon bewiesen, dass sie es auch mit den Männern aufnehmen kann, auch hier beim Festival.

Apple‘s Jade wurde im Jahr 2016 beim Festival Zweite im Triumph Hurdle, obwohl sie bis dato kaum Erfahrung über Hürden aufweisen konnte und lies gleich darauf in Aintree im Betfred Anniversary  4YO Juvenile Hurdle einen beeindruckenden Sieg gegen ihren ehemaligen Bezwinger Ivanovich Gorbatov folgen. Im nachfolgenden Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle lies sie den Konkurrenten wiederum mit Leichtigkeit zurück und es ging danach in die wohl verdiente Sommerpause 2016.

Nach 7 Monaten Pause floppte ihr Debüt in der neuen Saison2016/2017  allerdings und sie kam als klare Favoritin nicht über einen zweiten Platz im Gruppe 2 WKD Hurdle hinaus. Es folgte ein erneuter zweiter Platz als Favoritin im Fighting Fifth Hurdle, wo sie im einem Foto Finish gegen Irving verlor, der speziell dieses Rennen aber auch liebt und dort öfter über sich hinauswächst

Apple’s Jade schaffte dann aber ihr eigenes Comeback mit einem knappen Sieg über Vroum Vroum Mag im Hatton’s Grace Hurdle 2016, welche in jenem Duell eigentlich als Favoritin gestartet war. Auf für die Jahreszeit überraschend gutem Untergrund hatte sich Apple’s Jade hinter die Führenden gesetzt und stets an den Pacesettern orientiert, um drei Hürden vor dem Ziel selbst Ansprüche auf die Führung zu erheben. Vroum Vroum Mag kam an der letzten Hürde heran und die beiden lieferten sich ein episches Duell bis zur Ziellinie, welches Apple’s Jade weniger Zentimeter vor dem Ziel für sich entscheiden konnte. Die beiden deklassierten Shaneshill und Ivanovich Gorbatov und setzten damit als Stuten ein großes Ausrufezeichen für die aktuelle Saison.

Apple’s Jade hatte sich damit wieder das Vertrauen ihrer Unterstützer verdient und startete als Favoritin in das Quevega Mares Hurdle in Punchestown, wo sie über 2m4f auf schwerem Untergrund keine Chance gegen Limini hatte. Limini brilliert allerdings auch auf dem schweren Boden und die Vorraussetzungen waren mehr als ideal in diesem Rennen für sie.

Beim Festival 2017 ging man eigentlich davon aus, dass Apple’s Jade mit Vroum Vroum Mag und Limini alle Hände voll zu Tun haben würde, auf den letzten hundert Yards lies sie aber beide Konkurrentinnen souverän hinter sich und gewann das Gruppe 1 OLBG Mares‘ Hurdle über 2m4f mit knappen Vorsprung, aber leichter als gedacht. Der bessere Untergrund schien ihr deutlich besser zu liegen als der Schlamm zuvor und auch beim nachfolgenden Gruppe 1  Mares Champion Hurdle in Punchestown bekam Apple’s Jade den bevorzugten Boden. Unter idealen Bedingungen schlug sie das solide besetzte Feld mit Leichtigkeit, wobei sie sich bereits zwei Hürden vor dem Ziel locker absetzte und mit 14 Längen Vorsprung gewann.

Danach ging es in die wohl verdiente Sommerpause, die Rückkehr in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle stand aber unter keinen guten Vorzeichen, schließlich war der Boden durch Dauerregen deutlich aufgeweicht worden und nunmehr auf dem Weg zur Schlammschlacht. Die einzige wirkliche Konkurrentin Jer’s Girl hielt auch lange dagegen, musste an der letzten Hürde aber einsehen, dass Apple’s Jade noch deutlich mehr im Tank hatte und musste die Konkurrentin ziehen lassen. Damit hat Apple’s Jade drei ihrer letzten vier Starts gewonnen und sich als eine, wenn nicht die beste Stute in England und Irland positioniert.

Das Hatton Grace Hurdle sollte einen Monat später eigentlich zu einem richtigen Test für Apple‘s Jade werden, die mit einem kleinen Gewichtsvorteil gegen Nicholls Canyon antreten musste. Dabei liefen auch Supersundae und Cilaos Emery auf, so dass das kleinen Feld vor Potential nur so strotze. Über lange Strecken war es ein spannendes Rennen, gegen Ende musste man aber erkennen, dass auch heute wohl niemand Apple‘s Jade gefährlich werden kann und selbst der mehrfache Gruppe 1 Sieger Nicholls Canyon musste ihr neun Längen Vorsprung zugestehen.

Im Christmas Hurdle in Leopardstown war Apple‘s Jade erneut klare Favoritin, diese Mal setzte ihr Supasundae aber mächtig zu und hätte der Stute fast den Tag verdorben. Der knappe Sieg wurde von dem Konkrrenten später mit einem Sieg über Faugheen noch aufgewertet und es scheint als wäre Supasundae deutlich besser, als man um Weihnachten noch hätte glauben wolle und das erneute Aufeinandertreffen hier würde mit Spannung erwartet werden.

 

Bacardys: Der Coastal Path Sohn von Trainer Willie Mullins ist ein zweifacher Gruppe 1 Sieger, läuft aber trotzdem immer etwas unter dem Radar. Bereits bei seinem zweiten Start überhaupt lief er im Champion Bumper 2016 auf und konnte dort einen guten dritten Platz erringen. Den super Lauf zementierte er mit einem Sieg im Gruppe 2 Weatherbys National Hunt Flat Race im April, gefolgt von einem erneuten dritten Platz im Gruppe 1 INH Flat Race in Punchestown noch im selben Monat. Nach drei herausragenden Starts in den NHF Rennen rund um das Festival war sein Debüt über Hürden in der zweiten Jahreshälfte 2016 mit Sehnsucht erwartet, vergeigte den Start aber mit einem Sturz. Nachdem er im Dezember dann beim zweiten Versuch seinen Maidenstatus endlich los werden konnte, gewann er im Februar 2017 das Gruppe 1 Deloitte Novices Hurdle , was ihn für das Festivals 2017 im Neptune Novices‘ Hurdle als Co Favoriten auflaufen lies. Hier folgte allerdings der nächste etwas unglückliche Flop, als er an der fünften Hürde stark behindert wurde und dann den Anschluss an die Führenden verlor. Er wurde aus dem Rennen genommen um ihn zu schonen, was sich im April mit einem Sieg im Gruppe 1 Tattersalls Ireland Champion Novice Hurdle auszahlte. Nach der Sommerpause war er bei seinem Debüt in Naas erneut nicht fit, anstatt sich beim zweiten Start in der neuen Saison aber zu steigern, stürzte er im Midland Legal Solicitors Beginners Chase an der fünftletzten Hürde. Er hat immenses Potential, wie er mit zwei Gruppe 1 Siegen über Hürden im letzten Jahr gezeigt hat, konnte in den Chase Rennen aber seine Kunst noch nicht zeigen können.
Collins Sister: Die Central Park Tochter startet für Fergal O’Brien und hat bisher noch nicht den Anschluss an die absolute Spitenzengruppe über Hürden geschafft. Aber auch wenn sie ihre Rennen bisher nicht gegen ganz so illustre Gegner bestritten hat, hat sich aber seit ihrem Debüt im Mai 2015 mächtig weiterentwickelt. Sie hat in ihren ersten vier Rennen ein wenig Anlauf gebraucht, die Pause vom Dezember 15 bis zum Mai 16 tat ihr aber offensichtlich gut und sie kam als Außenseiterin im EBF British Stallion Studs & TBA Mares‘ Standard Open National Hunt Flat Race auf einen zweiten Platz hinter The Nipper.

Es folgte die Sommerpause und der Wechsel zu den Hürdenrennen, wo sie keinerlei Anlaufschwierigkeiten hatte und ihre nächsten vier Rennen, gekrönt von einem 9 Längen Sieg über Happy Diva im Gruppe 2 Weatherbys GSB Goes Online Jane Seymour Mares‘ Novices‘ Hurdle in Sandown. Zwei Monate später startete sie im Gruppe 1 Mares Novice Hurdle Championship Final, wurde dort aber deutlich gesteigert und sowohl Augutsa Kate als auch die zweite und eigentliche Favoritin, Let’s Dance hatten einigen Vorsprung. Nach einer erneuten Pause gewann sie das Gruppe 2 bet365 gegen Wholestone und Lil Rockefeller, konnte diesen Erfolg aber in den nächsten drei Rennen nicht wiederholen und musste sich unter anderem zwei Mal Wholestone, Beer Goggles und Agrapart geschlagen geben. Das Rennen hier ist für die Stute deutlich zu hart.

Donna’s Diamond: Die Stute ist ein wunderschöner Schimmel, hat sich hier allerdings deutlich zu viel vorgenommen. Sie setzte im Haydock Hurdle im Februar ein deutliches Ausrufezeichen gegen Agrapart, den sie mit über 2 Längen schlagen konnte. Aber selbst in der Form aus diesem Rennen dürfte sie heute Probleme bekommen.

Faugheen: Der Germany Sohn ist einer der aktiven Stars für den irischen Erfolgstrainer Willie Mullins und hat bisher nur drei seiner 16 Starts nicht gewinnen können, und das obwohl er eine eher unterbrochene Karriere gehabt hat. Dazu war das zweite Rennen der Saison 2018 von Faugheen einer der beiden totalen Flops und der Lauf danach immer noch nicht gut genug.  Es wird spannend werden ob er beim Festival 2018 wieder zur vollen Form auflaufen kann und trotz des sehr großen möglichen Feldes ist dieses Rennen leichter als das Duell gegen Buveaur D’Air am ersten Tag des Festivals.

Der Superstar aus dem Stable von Mullins hatte bereits im letzten Jahr kein Glück beim Festival, so musste er das Cheltenham Festival letztes Saison aussetzen, nachdem er zuvor in allen seinen Rennen der Konkurrenz keine Chance lies. Umso größer war die Hoffnung für 2018, allerdings enttäuschte Faugheen im Ryanair Hurdle im Dezember 2017 auf ganzer Linie.

Er ging noch als haushoher Favorit an den Start, kam aber nie wirklich in das Rennen und wurde bereits früh vom Rest des Feldes eingeholt, überholt und fiel dann 3 Hürden vor dem Ziel weit hinter das Feld zurück, um am Ende aus dem Rennen genommen zu werden. Sein Jockey Paul Townend ging sofort aus dem Sattel, es wurde aber keine Verletzung o.ä. festgestellt. Vielleicht war es einfach nicht sein Tag, vielleicht war es aber auch das erste Anzeichen für einen Karrierknick.

Mit Ausnahme von dem Lauf im Gruppe 1 Morgiana Hurdle gegen Nichols Canyon 2015 war dies der einzige Flop, den Faugheen bis dato jemals produziert hatte. Sein Stablemate Nichols Canyon erlitt letztes Jahr einen tödlichen Sturz, war aber bisher der einzige gewesen, der Faugheen souverän hatte schlagen können.

Der mehrfache Grade 1 Sieger Faugheen verlor als haushoher Favorit seine makellose Bilanz in diesem Rennen und war nun 14-13 statt ungeschlagen in seinen vierzehn Rennen. Es wird ein Mysterium bleiben, warum er gerade in diesem Rennen seine Form verlor und seinen Stallgefährten Platz machen musste, in jedem anderen Rennen gewann er jedenfalls souverän. Er war danach im Grade 1 Christmas Hurdle wieder der alte und fegte die Konkurrenz beiseite und auch im Januar beim erneuten Duell mit Nichols Canyon und Artic Fire machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz.

Es war eine der großen Enttäuschungen des Festivals, dass Faugheen dort nicht auflaufen konnte, dafür kam er im Morgiana Hurdle mit aller Macht zurück und fegte Jezki beiseite. Vroum Vroum Mag ging leider dem Duell aus dem Weg und auch im Ryanair Hurdle hatte kein nennenswerter Konkurrent den Weg nach Leopardstown gefunden. Faugheen hätte daher einen weiteren lockeren Gruppe 1 Sieg einfahren sollen, war aber nun einer jeher Starter, die erst nich beweisen müssen, dass sie auch beim Festival gewinnen können. Dieser Beweis sollte eigentlich im Irish Champion Hurdle Anfang Februar angetreten werden, allerdings kam dort der als Außenseiter gehandelte Supasundae in Form und schlug Faugheen mit gut zwei Längen. In seinen beiden letzten Rennen wirkte Faugheen nicht mehr wie der alte, es wirkt schon fast bezeichnend dass erneut die zweite Hälfte der Saison bei ihm Probleme aufwirft. Ob er nun im Stayers Hurdle oder dem Champion Hurlde aufläuft, seine Form muss er dieses Jahr erst wiederfinden, was ihm in beiden Rennen Probleme bereiten wird.

L’Ami Serge: Der King’s Theatre Sohn startet für Nicky Henderson und auch wenn seine Ausbeute an Siegen zu wünschen übrig lässt, ist er in den Ausdauerrennen nach wie vor eine Macht.

L’Ami Serge gewann bereits 2015 sein erstes Gruppe 1 Renne im Tolworth Hurdle in Sandown und zeigte im selben Jahr im Supreme Novices‘ Hurdle beim Festival eine weitere hervorragende Leistung. Danach folgten im Jahr 2016 noch zwei weitere Siege in Novice Chase Rennen nach einer langen Pause und Wechsel der Disziplin und es bestand die Hoffnung, dass L’Ami Serge sich zu einem der besten Chaser der Insel entwickeln würde, allerdings verpasste der King’s Theatre Sohn konstant den Sprung an die absolute Spitze in dieser Disziplin. Es konnten Platzierungen im Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase und dem Gruppe 1 Manifesto Novices‘ Chase im Jahr 2016 verzeichnet werden und es zeichnete sich eine goldene Chance für die zweite Garde der Hürdenstarter in England für das Festival 2017 ab, welche auch  L’Ami Serge nutzen wollte. Er wechselte um den Jahreswechsel 16/17 erneut die Disziplin, allerdings brachte auch 2017 mit Starts im Gruppe 2  Dornan Hurdle, dem Gruppe 2 Champion Hurdle Trial oder dem Gruppe 2 National Spirit Hurdle keinen Sieg. Obwohl viele der besten Hurdler 2017 nicht am Festival teilnehmen konnten schienen die Chancen von L’Ami Serge nicht allzu gut zu stehen, von daher war der zweite Platz im Gruppe 3 County Handicap Hurdle beim Festival dann doch wieder überraschend gut und L’Ami Serge brachte sich erneut ins Gespräch. Der nachfolgende Lauf im Scottish Champion Hurdle war allerdings schon wieder ein Dämpfer und es war mehr der schwachen Konkurrenz als der eigenen Höchstform geschuldet, dass L’Ami Serge das Select Hurdle in Sandown im April 2017 für sich entscheiden konnte.

Der Wechsel nach Frankreich im Sommer scheint aber eine weise Entscheidung gewesen zu sein, denn nach einem sehr guten zweiten Platz im Gruppe 2 Prix la Barka konnte L’Ami Serge überraschend den Gruppe 1 Grande Course d’Auteuil gewinnen und dabei Alex De Larredya und Shaneshill auf die Plätze schicken. Der sehr weiche Boden lag ihm offensichtlich und nach fünf Monaten war es vielleicht auch dem besseren Boden geschuldet, dass er gegen Lil Rockefeller im Coral Hurdle zurückstecken musste. L’Ami Serge legte mit einem sehr guten zweiten Platz hinter Sam Spinner im Long Walk Hurdle im Dezember nach. Sam Spinner hatte ihn und den Rest des Feldes fest im Griff. Etwas überraschend versuchte sich L’Ami Serge in einem Listed Chase Rennen im Januar und wechselte damit zum dritten Mal die Disziplin, scheiterte aber in einem auf dem Papier einfachen Rennen. Vermutlich deshalb tritt er wieder über Hürden an, wenn auch gegen übermächtige Konkurrenz.

La Bague Au Roi: Die Doctor Dino Tochter schlug im Listed OLBG Mares Hurlde in Irland Jer’s Girl mit einer halben Länge und legte mit einem Ultra lockeren Sieg im Gruppe 2 The Warfield Hurdle in Ascot noch einmal nach. Sie ist nun seit vier Rennen ungeschlagen, wie gut die Pferde sind, die sie geschlagen hat, ist aber offen zu Diskussion und sie wird vermutlich im Mares Hurdle starten.

Let’s Dance: Die Poliglote Tochter startete ihre Karriere in Frankreich im April 2015, wo sie allerdings nur einen Start absolvierte und bei ihrem Debüt gleich einen zweiten Platz erreichen konnte. Diese Leistung erregte offensichtlich die Aufmerksamkeit von Willie Mullins, der die Stute im November 2015 zu sich nach Irland holte.  Gleich beim zweiten Start schaffte sie einen zweiten Platz im Gruppe 1 Spring Juvenile Hurdle hinter dem herausragenden Footpad.

Es folgte der Start im Triumph Hurdle 2016, wo sie gegen Apple’s Jade, Footpad und  Ivanovich Gorbatov allerdings keinen Stich landen konnte und „nur“ als Vierte ins Ziel kam.Apple’s Jade behielt auch im Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle im April die Oberhand, Let’s Dance lief auf dem zweiten Platz aber erneut ein gutes Rennen.

Beim Saisondebüt in der Saison 2016/17 gewann sie das Frontline Mares Hurdle gegen Shattered Love und lies kurz vor Neujahr im Gruppe 3 EBF Mares Hurdle in Leopardstown ihren ersten Gruppensieg folgen. Let’s Dance blieb auch  im Gruppe 2 Lacy Novice Hurdle in der Vorbereitung auf das Festival ungeschlagen und gewann dann als krönenden Abschluss das Mares‘ Novices‘ Hurdle beim großen Festival in Cheltenham. Sie hat sich in ihren Rennen als recht vielseitig erwiesen, so hat sie gegen Apple’s Jade und Co Rennen um die 3200m bestritten und in Irland Rennen bis zu 4023m gewonnen, zudem hat sie auf verschieden Untergründen von weich bis gut gewonnen und nur der wirklich schlechte Untergrund ist bisher eher gemieden worden. Überraschend musste sie sich im Gruppe 1 Mares Novice Hurdle Championship Final überraschend gegen ihre Stallgefährtin Let’s Dance, die ihr auf den letzten Metern die Führung abnahm und sich knapp durchsetzen konnte. Im Gruppe 1 Tattersalls Ireland Champion Novice Hurdle wurde sie dann von den Männern ziemlich eingenordet und scheint ihre beste Phase der Saison hinter sich gehabt zu haben. Ihre neue Saison 17/18 begann mit einem Sturz, gefolgt vom dominanten Sieg in einem Gruppe 3 Rennen in Leopardstown. Im Januar scheiterte sie auf schwerem Boden im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle, allerdings ist der Boden nun wirklich nicht ihr Ding. Hier hat sie einiges vor der Brust und die Distanz ist länger als gewohnt.

Lil Rockefeller: Der Hard Spun Sohn gewann im Februar 2016 das Gruppe 2 National Spirit Hurdle und platzierte im selben Jahr noch im Gruppe 2 West Yorkshire Hurdle sowie dem Gruppe 2 Ascot Hurdle sowie – am wichtigsten – auch im Gruppe 1 Long Walk Hurdle 2016. Nach kurzem Aussetzer über zu kurze 4000m war es wenig überraschend, dass Lil Rockefeller im Stayers‘ Hurdle beim Festival 2017 über die längere Distanz von 4822m wieder zur Form auflief und hinter Nichols Canyona auf einen zweiten Platz vorlief.

Nicht überraschend lief Lil Rockefeller im Irish Champion Stayers Hurdle als Mitfavorit auf, musste sich aber mit einem schlechten Tag und schlechtem Lauf deutlich geschlagen geben. Der Lauf war ein deutliches Signal und Lil Rockefeller ging in die verdiente Pause, aber auch beim Saisondebüt im November im blieb Lil Rockefeller hinter den Erwartungen zurück. Erst beim zweiten Start im Coral Hurdle gegen L’Ami Serge lief er wieder zur Form auf und gewann am Ende verdient. L’Ami Serge war während des Rennens einfach zu weit zurückgefallen und konnte den Vorsprung von Lil Rockefeller einfach nicht mehr aufholen, beide wurden aber im Long Walk Hurdle 2017 von Sam Spinner in die Schranken verwiesen und im National Spirit Hurdle  wurde Lil Rockefeller von Old Guard knapp geschlagen.

Old Guard: Der Veteran wurde letztes Jahr siebter im Coral Cup und neunter im JCB Triumph Hurdle im Jahr 2015 und dieses Jahr soll es also das Stayers Hurdle sein. Er schlug im Gruppe 2 National Spirit Hurdle Lil Rockefeller und Air Horse One und lief im International Hurdle im Dezember ein solides Rennen hinter My Tent Or Yours, ist aber kein ausgesprochener Ausdauerläufer und hat trotz seiner großen Anzahl an Rennen noch nicht den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft

Penhill: Der Mount Nelson Sohn gab sein Debüt bereits im Jahr 2013, sah aber bis zum Juni/July 2014 nicht nach etwas Besonderem aus. Dementsprechend wurde er nach drei Rennen bereits kastriert und konnte nach seiner OP seine Form auch tatsächlich langsam steigern. Damals konnte er in Folge zwei ordentliche Handicaps dominieren und man konnte sehen, dass er Talent hat. Er wechselte im Mai 2015 zu Luca Cumani, nachdem seine Form erneut gefallen war und konnte in Ascot seinen ersten Start für seinen neuen Trainer auf Klasse 3 Ebene gewinnen. Nach einem weiteren Sieg auf Klasse 2 Niveau in einem großen Handicap in Haydock wechselte er relativ schnell zu Willie Mullins, bei dem er bis zum heutigen Tag geblieben ist.

Mullins lies den erfolgreichen Flat Starter dann über Hürden starten und ein halbes Jahr nach dem Wechsel bestritt Penhill sein erstes Hürdenrennen, welches er auch gleich gewinnen konnte. Er gewann drei seiner nächsten vier Rennen, unter anderem das Gruppe 3 Joe Max Novice Hurdle in Tipperary in der neuen Saison 2016/17. Beim ersten Versuch auf Gruppe 1 Niveau im Royal Bond Novice Hurdle schaffte er immerhin einen vierten Platz, gewann danach aber das Gruppe 2 Guinnes Novice Hurlde in Limerick mit Leichtigkeit. Das war sein erster Start über 3m, und dass der Sieg auch noch über schweren Untergrund errungen werden konnte, gab der Form einen weiteren Fokus auf die offensichtlich vorhandene Ausdauer von Penhill. Nach drei Monaten Pause startete er beim Festival im Albert Bartelett Hurdle als Außenseiter, schließlich trat er gegen stärkere Konkurrenz auf wesentlich schnellerem Untergrund an, konnte sich am Ende aber erneut deutlich absetzten und gewann gegen Monalee und Wholestone, während der Favorit Death Duty spät im Rennen stürzte, als er schon geschlagen war. Das war der zweite Ausnahmelauf innerhalb von drei Monaten und der Favoritenstatus beim Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle war redlich verdient. Auf dem erneut schnellen Boden schaffte er allerdings dieses Mal nicht noch einmal das Beste aus sich herauszuholen und er musste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Seitdem pausiert er nicht ganz freiwillig, die Bedingungen mit weichem/schweren Boden und der langen Distanz sind aber ideal für Penhill.

Sam Spinner: Der Black Sam Bellamy Sohn für Trainer Jedd O’Keeffe ist eines der Phänomene der aktuellen Saison. Seine Karriere begann im Februar 2016, wobei er das Rennen in Catterick gewann und danach in einem besser besetzten Rennen in Wetherby auf einen zweiten Platz kam. Nach der Sommerpause gewann er sein Saisondebüt über Hürden in Newcastle und lies in der Wintersaison noch einige Siege in verschiedenen niedrig klassigen Rennen folgen. Die Rennen waren nicht schlecht und viel leichter hätten die Siege nicht sein können. Die Sommerpause 17/18 nutzte er für weiteres Training und den Schritt auf die Gruppenebene, wo er im Silver Trophy Handicap Hurdle ein hervorragendes Rennen auf Gruppe 3 Niveau absolvierte. In Haydock gewann er danach das Gruppe 3 Betfair Stayers‘ Handicap Hurdle mit Leichtigkeit, auch wenn sein Springen nicht immer sauber war. Er setzte sich an die Front und gab die Position auch bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab, hatte aber den ein oder anderen haarigen Sprung eingebaut. Auf dem Weg zur letzten Hürde zog er dem Rest des Feldes dann davon. Nach diesem Erfolg hob sein Trainer das Niveau im Dezember noch einmal deutlich an. Er startete im Gruppe 1 JLT Reve De Sivola Long Walk Hurdle gegen L’Ami Serge und Unowhatimeanharry und gewann auch dieses Rennen souverän. 2 Hürden vor dem Ziel schloss L’Ami Serge auf ihn auf, Sam Spinner konnte sie aber locker hinter sich halten und hatte nach der letzten Hürde einen starken Zug zum Ziel. Auch in diesem Rennen baute er einige haarige Sprünge ein und der Boden heute wird ihm so etwas kaum verzeihen, generell ist der schwere Untergrund auf dem heutigen Niveau eine offene Frage bei ihm. Der Sieg im Betfair Stayers‘ Handicap Hurdle war zwar auf schwerem Boden, aber er war dort gegen leichtere Konkurrenz mit gutem Handicaprating unterwegs. Er hat exzellente Chancen auf den Sieg wenn man sein letztes Rennen betrachtet, springt aber unsauber und macht noch einmal einen ordentlich Sprung im Niveau

Supasundae: Der Galileo Sohn hat sich das erste Mal ins Gespräch gebracht, als er Apple’s Jade im Christmas Hurdle um ein Haar die Show hätte stehlen können. Nur ein immenser Kraftaufwand der Wundertsute und haushohen Favoritin auf den letzten Metern brachte ihr den Sieg um eine halbe Länge gegen den 8/1 Außenseiter Supasundae ein, und dass, obwohl sie deutlich leichter unterwegs war.

Dann kam es zum Aufeinandertreffen mit Faugheen im Gruppe 1 Irish Champion Hurdle, und dieses Mal gelang die Überraschung. Faugheen kämpfte aber Supasundae hatte ab der letzten Hürde klar die Oberhand gewonnen und deklassierte den klaren Favoriten mit über zwei Längen. Supasundae war das gesamte Rennen über stark aufgelaufen und sprang die Hürden extrem sauber, über die erneut längere Distanz könnte auf dem weichen Boden die Revanche gegen Apple’s Jade gelingen, ach wenn es nicht einfach wird. Er gewann letztes Jahr den Coral Cup und platzierte danach im Liverpool Hurdle knapp hinter dem Favoriten Yanworth, er ist daher auch in diesem Feld absolut ernst zu nehmen.

The New One: Der King’s Theatre Sohn ist einer der Veteranen im Feld und war beim Festival mehrmals erfolgreich. Eine seiner besten Leistungen war der Sieg im Gruppe 1 Aintree Hurdle und seine Platzierung im Gruppe 1 Christmas Hurdle. Er hätte das Champion Hurdle im Jahr 2014 gewonnen, wenn er nicht zuvor behindert worden wäre und lief seitdem im jedes Jahr im Champion Hurdle zu einer sehr soliden Leistung auf. Dass er im Jahr 2014 im Champion Hurlde trotzdem noch den dritten Platz erreichen konnte, war eine herausragende Leistungen, die er danach mit Siegen im Gruppe  1 Christmas Hurdle 2015 und 2016 noch untermauern konnte. Er hat mehrfach bewiesen, dass er auf weichem Untergrund hervorragende Leistungen vollbringen kann, was aber vielleicht auch der Grund für seine etwas enttäuschende Leistung im Champion Hurdle 2017 auf gutem Untergrund gewesen sein könnte. Wenn der Untergrund schnell wird, nehmen in der Regel auch seine Leistungen ab, dieses Jahr hat er aber Glück mit dem Wetter beim Festival.

2017 lief er im Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy beim Cheltenham Festival auf einen guten vierten Platz hinter Footpad, Petit Mouchoir, My Tent Or Yours und Buveaur D‘ Air. Das Rennen war lange Zeit das beste im Jahr 2017, bis er den Schritt aus den Handicaps wagte und im Gruppe 2 Unibet International Hurdle startete. Er konnte den Sieger My Tent Or Yours ziemlich unter Druck setzten und den eigentlichen Favoriten Melon auf den dritten Platz verweisen, was mit einem starken Lauf im Gruppe 1 Christmas Hurdle gegen Buveur D’air noch einmal zementiert wurde. Der letzte Vorbereitungslauf im Champion Hurdle Trial war etwas schlechter als gedacht, sein Peak wird aber hier liegen und seine Leistungen beim Festival waren immer hervorragend. Der schwere Boden wird zu seinem Vorteil sein

The Worlds End: Klar von Sam Spinner geschlagen worden und nicht in der Form um hier konkurrenzfähig zu sein

Unowhatimeanharry: Der Sir Harry Lewis war lange Zeit die Messlatte in den Distanzrennen in England gewesen, nachdem er in den wichtigsten Rennen dieser Klasse abgeräumt hat, seine Form hat aber in den letzten Monaten etwas gelitten-

Es begann alles im November 2015 mit einem Sieg im Jockeys‘ Handicap Hurdle über Shadarpour , wobei er  im selben Monat noch mit einem Sieg im Novices‘ Handicap Hurdle nachlegte und dann wieder nur zwei Wochen später sein erstes Gruppenrennen anging. Damals versuchte er sich im Dezember 2015 im Gruppe 2 Albert Bartlett Hurdle und schaffte den Sprung im Niveau bravourös, denn auf den letzten Metern kam Final Nudge einfach nicht mehr an ihn heran. Auch West Approach hatte keine Chance gegen Unowhatimeanharry, und selbst bei besserem Gewichtsverhältnis im Pertemps Network Hurdle sah West Approach keine Sonne gegen den Ausnahmestarter und der Weg zum Cheltenhamfestival war geebnet für Harry Fry und seinen Schützling.

Im Gruppe 1 Albert Bartlett Hurdle beim Festival war er zwar noch als Außenseiter gestartet, schaffte aber den Sieg gegen Fagan und Champers On Ice relativ souverän. Damit hatten die Außenseiter im Albert Bartlett Hurdle 2016 dominiert, während sich die Favoriten selbst aus den Rennen nahmen. Unowhatimeanharry gönnte sich nach dem Achtungserfolg eine längere Pause und kam erst im November 2016 im Gruppe 2 Long Distance Hurdle zurück, welches er locker gewann. Er blieb der Distanz treu und lief drei Wochen später im Gruppe 1 Long Walk Hurdle in Ascot auf, welches er vor Lil Rockefeller mit fast fünf Längen Vorsprung gewann.

Im Januar 2017  lief die Vorbereitung auf das Festival in Cheltenham wieder voll an und der Vorbereitungslauf auf dem Kurs in Cheltenham im Gruppe 2 Cleeve Hurdle hätte eigentlich ein Trainingslauf sein sollen, aber Cole Harden machte ihm das Leben überraschend schwer, was erste Warnzeichen für das Gruppe 1 Stayers‘ Hurdle beim Festival aufleuchten lies. Dort musste er sich gegen Nichols Canyon und Lil Rockefeller behaupten, die aber beide einen deutlich besseren Tag erwischten und Unowhatimeanharry auf den dritten Rang verbannten, knapp vor Cole Harden. Der Lauf auf dem überraschend gutem Untergrund war deutlich schlechter als erwartet und einer von zwei Aussetzern, die Unowhatimeanharry seit November 2015 produziert hatte. Harry Fry war klar, dass sein Starter mehr kann, als er an diesem Tag gezeigt hat, so dass Unowhatimeanharry im April im irischen Ableger, dem Gruppe 1 Champion Stayers Hurdle, erneut gegen Nichols Canyon antrat. Die beiden lieferten sich ein episches Duell und dieses Mal entschied Unowhatimeanharry das Duell mit einem Nacken für sich. Der Rest des Feldes, inklusive Lil Rockefeller und Footpad, spielten absolut keine Rolle um den Sieg und wer das Rennen noch nicht kennt, sollte es sich unbedingt einmal ansehen.

Für Unowhatimeanharry ging es nach dem hart erkämpften Erfolg in die Sommerpause und das Saisondebüt in Aintree in einem Handicap gegen Top Notch und Value At Risk war überraschend niedrig angesetzt. Er gewann das Rennen zwar am Ende sehr souverän, aber im nachfolgenden Gruppe 2 Long Distance Hurdle zeigte sich, dass Unowhatimeanharry derzeit einfach nicht in Topform ist. Barry Geragthy mühte sich redlich, ihn in Gang zu bekommen aber der eigentlich als riesiger Außenseiter gestartete Beer Goggles gewann gegen Unowhatimeanharry am Ende souverän mit über zwei Längen Abstand. Beer Goggles wurde erlaubt, das Tempo nach Belieben zu setzen und er genoss die Freiheit an der Front sichtlich, während Unowhatimeanharry alles andere als rund lief und immer wieder angetrieben werden musste, um überhaupt den Anschluss zu halten. Barry Geragthy zeigte sich etwas ratlos, was der Grund an diesem Tag gewesen war, allerdings war der Lauf im Long Walk Hurdle 2017 nicht besser und sowohl Sam Spinner als auch L’ami Serge gewannen locker gegen den eigentlichen Favoriten. Seitdem pausiert Unowhatimeanharry in der Hoffnung, dass das Training zu Hause ihn wieder in bessere Form versetzt. Der Untergrund dürfte für ihn passen, die Form des letzten Jahres ist aber durchwachsen und es gibt viele aufstrebende Konkurrenten in diesem Feld

Wholestone: War Dritter im Albert Bartlett Hurdle letztes Jahr geworden und seine Form auf diesem Kurs liest sich 1-2-1-1-3-1-2. Er ist ein Spezialist für Cheltenham und auf schwerem Untergrund gegen Argapart im Gruppe 2 Relkeel Hurdle erfolgreich gewesen. Ein Sieg hier wäre eine Überraschung, aber eine Platzierung ist absolut nicht ausgeschlossen

Yanworth: Der von Alan King trainierte Norse Dancer Sohn platzierte im Champion Bumper 2015,  wo er einen vierten Platz hinter Moon Racer belegte und lies danach vier Siege in Reihe folgen, bevor er beim Cheltenham Festival 2016 im Neptune Novices‘ Hurdle  als Favorit dem stark auflaufenden Yorkhill unterlag.

Er war damit einer der wenigen Favoriten beim Festival im Jahr 2016, welcher nicht gewinnen konnte entschädigte seine Supporter aber mit einer erneut makellosen Bilanz zwischen den Festivals, wo Yanworth erneut ungeschlagen blieb. Dabei gewann er unter anderem das Gruppe 1 Christmas Hurdle gegen The New One, konnte beim dritten Anlauf beim Festival 2017 im Champion Hurdle aber erneut nicht seine beste Seite zeigen und musste sich als Favorit mit einem siebten Platz begnügen. Direkt danach gewann er allerdings das Liverpool Hurdle auf Gruppe 1 Ebene und es ist ein Rätsel, warum er gerade in Cheltenham nicht zeigen kann, was in ihm steckt. Seine Bilanz im Jahr 2017/18 ist nicht ganz so gut wie in den letzten Jahren, so scheiterte er im The Berkshire Novices‘ Chase im Willoughby Court und im Dipper Novices‘ Chase war sein Sieg äußerst knapp. Vielleicht kann er aber nun beim Festival zeigen was er kann, nachdem er in den letzten drei Austragungen immer gefoppt war.

Augusta Kate: Die Yeats Tochter lief schon im Champion Bumper 2016 auf und lies danach einen zweiten Platz im Mares´ Standard Open NHF in Aintree folgen. Augusta Kate lief nach der Sommerpause im Gruppe 1 Lawlor’s Hotel Hurdle im Januar 2017 ein gutes Rennen, stürzte aber, als sie zum Angriff ansetzte und es ist nicht ganz sicher, ob der Sieger Death Duty sie am Ende hätte auf Abstand halten können. Beim Festival konnte sie im Gruppe 1 Albert Bartlett Hurdle keinen Eindruck schinden, kam aber zurück in Irland wieder in Form und konnte das Gruppe 1 Mares Championship Final in Fairyhouse knapp vor der Favoritin Let’s Dance gewinnen.  Im Hatton’s Grace Hurdle im April 2017 sowie beim Saisondebüt im Christmas Hurdle im Dezember 2017 wurde sie von Apple’s Jade klar in ihre Schranken gewiesen, lief aber auch nicht zur gewohnten Form auf. Schwerer wirkt da die Niederlage gegen Presenting Percy im J. M. Galmoy Hurdle auf Gruppe 2 Ebene, bei dem auch Let’s Dance außer Form geriert.

Pferdwetten-online.info Einschätzung: (TLDNR)

Barcadys hat immenses Potential, wie er mit zwei Gruppe 1 Siegen über Hürden im letzten Jahr gezeigt hat, konnte in den Chase Rennen aber seine Kunst noch nicht zeigen können. Anfang der Saison gewann  Colin’s Sister das Gruppe 2 bet365 gegen Wholestone und Lil Rockefeller, konnte diesen Erfolg aber in den nächsten drei Rennen nicht wiederholen und musste sich unter anderem zwei Mal Wholestone, Beer Goggles und Agrapart geschlagen geben. Das Rennen hier ist für die Stute deutlich zu hart. In seinen beiden letzten Rennen wirkte Willie Mullins Superstar Faugheen nicht mehr wie der alte, es ist daher schon fast bezeichnend dass erneut die zweite Hälfte der Saison bei ihm Probleme aufwirft. Ob er nun im Stayers Hurdle oder dem Champion Hurlde aufläuft, seine Form muss er dieses Jahr erst wiederfinden, was ihm in beiden Rennen Probleme bereiten wird.

Es war etwas überraschend, das L’Ami Serge gegen Lil Rockefeller im Coral Hurdle zurückstecken musste. L’Ami Serge legte mit einem sehr guten zweiten Platz hinter Sam Spinner im Long Walk Hurdle im Dezember nach, während Lil Rockefeller von Sam Spinner deutlich in die Schranken verwiesen und im National Spirit Hurdle  wurde Lil Rockefeller von Old Guard knapp geschlagen. Old Guard ist nun nicht gerade der höchstklassigste Konkurrent und die Niederlage degradiert beide zu klaren Aussenseitern.

Etwas überraschend versuchte sich L’Ami Serge in einem Listed Chase Rennen im Januar und wechselte damit zum dritten Mal die Disziplin, scheiterte aber in einem auf dem Papier einfachen Rennen. Vermutlich deshalb tritt er wieder über Hürden an, wenn auch gegen übermächtige Konkurrenz. Let’s Dance gewann letztes Jahr das Mares Novice Hurdle beim Festival, wurde danach aber von den Männern eingenordet und Januar scheiterte sie auf schwerem Boden im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle, allerdings war der Boden nun wirklich nicht ihr Ding.  Penhill gewann seinen ersten Start über 3m im Guinnes Novice Hurlde in Limerick mit Leichtigkeit, nach drei Monaten Pause startete er beim Festival im Albert Bartelett Hurdle und gewann das Rennen auch noch. Im  Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle schaffte er auf schnellen Boden im April nicht noch einmalso einen Ausnahmelauf und musste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Seitdem pausiert er nicht ganz freiwillig, die Bedingungen mit weichem/schweren Boden und der langen Distanz sind aber ideal für Penhill.

Für Supasundae könnte über die erneut längere Distanz auf dem weichen Boden die Revanche gegen Apple’s Jade gelingen, ach wenn es nicht einfach wird. Er gewann letztes Jahr den Coral Cup und platzierte danach im Liverpool Hurdle knapp hinter dem Favoriten Yanworth, er ist daher auch in diesem Feld absolut ernst zu nehmen. Nach zwei hervorragenden Starts war der letzte Vorbereitungslauf von The New One  im Champion Hurdle Trial war etwas schlechter als gedacht, sein Peak wird aber hier liegen und seine Leistungen beim Festival waren immer hervorragend. Der schwere Boden wird zu seinem Vorteil sein.

Seit dem Flop im Long Distance Hurdle pausiert Unowhatimeanharry in der Hoffnung, dass das Training zu Hause ihn wieder in bessere Form versetzt. Der Untergrund dürfte für ihn passen, die Form des letzten Jahres ist aber durchwachsen und es gibt viele aufstrebende Konkurrenten in diesem Feld, er war aber lange Zeit mit das Beste, was in den Ausdauerrennen in England aufläuft. Wholestone war Dritter im Albert Bartlett Hurdle letztes Jahr geworden und seine Form auf diesem Kurs liest sich 1-2-1-1-3-1-2. Er ist ein Spezialist für Cheltenham und auf schwerem Untergrund gegen Argapart im Gruppe 2 Relkeel Hurdle erfolgreich gewesen. Ein Sieg hier wäre eine Überraschung, aber eine Platzierung ist absolut nicht ausgeschlossen. Bei Augusta Kate wirkt die Niederlage gegen Presenting Percy im J. M. Galmoy Hurdle auf Gruppe 2 Ebene schwer. Bei dem Rennen geriet auch Let’s Dance außer Form und beide Stuten haben hier wohl kaum eine Chance.

Sam Spinner für Trainer Jedd O’Keeffe ist eines der Phänomene der aktuellen Saison, gewann er doch seine letzten beiden Rennen auch hohem Niveau mit Leichtigkeit. Er baut immer einige haarige Sprünge in seine Rennen ein und der Boden heute wird ihm so etwas kaum verzeihen, generell ist der schwere Untergrund auf dem heutigen Niveau eine der offenen Frage bei ihm. Der Sieg im Betfair Stayers‘ Handicap Hurdle war zwar auf schwerem Boden, aber er war dort gegen leichtere Konkurrenz mit gutem Handicaprating unterwegs. Er hat exzellente Chancen auf den Sieg wenn man sein letztes Rennen betrachtet, springt aber unsauber und macht noch einmal einen ordentlich Sprung im Niveau. Apple’s Jade von Gordon Elliot hat neben dem Stayers Hurdle die Option im Mares Hurdle zu starten, dürfte aber auch hier gute Chancen auf den Sieg haben, wenn sie hier startet. Sie hat sich gegen Supasundae behaupten können und schlug im Hatton’s Grace Hurdle Nichols Canyon.

Picks:  Supasundae /  The New One EW (Apple’s Jade wenn sie hier startet)


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