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Hong Kong – 27.01.2019 – The Centenary Vase – Pick: Glorious Forever

26. Januar 2019 / phil
Pferderennen International

09:05 The Centenary Vase – Gruppe 3

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.800 m  |  Preisgeld: 3.250.000 HKDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut
Das The Centenary Vase ist auf dem Papier ein Gruppe 3 Rennen, aber in Wahrheit haben sich einige Gruppe 1 Sieger aufgemacht um sich hier im Januar warm zu halten und ein nettes Preisgeld mit nach Hause zu nehmen. Die Handicapregeln sind heute sicher ein Schwerpunkt in dem Rennen, denn die Gewichte sind doch sehr unterschiedlich und werden beim Zieleinlauf sicher eine große Rolle spielen. Die drei Höchstgewichte in diesem Rennen haben allerdings auch in der Vergangenheit die besten Leistungen gezeigt und nicht zuletzt hat Time Warp im letzten Monat ein Gruppe 1 Rennen gewinnen können – wieder einmal

Zu den einzelnen Startern

Dinozzo: Der Lilbourne Lad Sohn hat den Beginn seiner Karriere schon eine Weile hinter sich und ist seitdem sowohl in Sha Tin und Happy Valley gestartet. Dabei kann er in den ersten beiden Jahren seiner Karriere nur auf wenige Rennen zurückschauen, zog 2017 nach einem Sieg zu Jahresbeginn das Niveau aber gehörig an und startete sowohl im The Hong Kong Classic Cup als auch im Hong Kong Derby 2017, mit sehr überschaubarem Erfolg. Er blieb auf dem hohen Niveau das er sich ausgesucht hatte und startete im April noch im Gruppe 3 Queen Mother Memorial gegen Eagly Way und Gold Mount und besserte damit seine Form auch gleich auf einen vierten Platz, das niedrige Gewicht in diesem rennen hat Dinozzo aber sicher auch geholfen. Seine Form in den nächsten Rennen den Sommer über fiel dann auch wie erwartet ein wenig ab wieder, denn im The Jubilee Cup, dem Pok Fu Lam Country Park Handicap oder dem Tai Hang hätte er bessere Platzierungen erreichen können als er am Ende getan hat. Das Tai Hang war ein kleiner Lichtblick im Oktober mit einem zweiten Platz, aber in diesem Rennen war das Niveau tatsächlich recht niedrig und der zweite Platz daher im Kontext mit den Rennen, die er noch Anfang 2017 versucht hatte, wenig wert. Das zeigte sich auch im zweiten Rennen im Oktober, dem Bulgari Excellent, als er als Favorit startete und sich am Ende wieder „nur“ mit einem Platz zufrieden geben musste, zu allem Überdruss auch noch gegen Starter die er zuvor hatte schlagen können.

Dinozzo gewann dann im Dezember das Boc Life Handicap und scheiterte danach deutlich im Long Ke Handicap, welches von Exultant gewonnen wurde, den er in den folgenden Jahren immer wieder treffen sollte. 2018 startete er dann gleich wieder in den Gruppenrennen, wie schon im Jahr zuvor und dieses Mal legte er einen guten Start in das neue Jahr hin. So wurde er knapper Dritter im The January Cup hinter Eagle Way und The Golden Age um dann das Siu Sai Wan Handicap Ende des Monats zu gewinnen. Das war zwar kein Gruppenrennen, aber das beste Handicap welches er seit fast einem Jahr für sich entscheiden konnte. Und so konnte er wenig überraschend auch das Gruppe 3 The Centenary Vase Anfang Februar für sich entscheiden, sein Gewicht half ihm ein wenig dabei, aber die wirklichen Leichtgewichte des Rennens versagten im The Centenary Vase, während das Rennen wie so oft von den Gruppensiegern dominiert wurde.

Dinnozo startete danach im Gruppe 1 The Gold Cup  als einer der zweistelligen Außenseiter, was schon ein kleines Kompliment war, denn die Favoritenrollen teilten sich Time Warp und Werther die Favoritenrollen in dem Rennen. Dinozzo schaffte die 2000m in dieser Konkurrenz nicht auf dem notwendigen Niveau und musste sich am Ende klar geschlagen geben, wurde aber auch wenig zurückgenommen vor dem Ziel, nachdem die Chancen auf den Sieg dahin sind. Im The Happy Valley Vase lief er gegen Gold Mount und Eagle Way ein hervorragendes Rennen und beendete das Rennen auf einem dritten Rang. Dinozzo war nun schon mehrfach von Gruppe 1 Siegern geschlagen worden und hatte auch in allen entsprechenden Rennen keine Chance, wie er im Gruppe 2 The Chairman’s Trophy oder dem Gruppe 1 The Audemars Piguet QE II Cup in den Monaten danach wieder zeigte.

Dinozzo blieb den gesamten Sommer 2018 extrem aktiv und startete unter anderem noch im Gruppe 3 The Lion Rock Trophy, dem Gruppe 3 The Premier Plate oder dem The Sha Tin Mile Trophy, bevor er sich in eine kleine dreimonatige Pause verabschiedete, die er mit einem Start im The Celebration Cup beendete. Dort scheiterte er als klarer Außenseiter aber auch wie zu erwarten war und auch die ebenfalls stark besetzte Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Niveau im selben Monat verlief alles andere als nach Plan.

Es wechselten auf dem Papier die Einstufung der Gruppenrennen, die Gegner waren aber oft die gleichen und auch im Gruppe 3 The Sa Sa Ladies‘ Purse  im November 2018 waren es Time War und Glorious Forever die das Finish unter sich austrugen und den Rest des Feldes über die 1800m mit drei Längen deklassierten. Erst als Dinozzo die Gruppenrennen hinter sich lies und im The Chevalier Cup im November startete, lief es ein wenig besser von den Platzierungen her, auch wenn die Quote von Dinozzo fast dreistellig war und die Distanz der Meile ziemlich ungewohnt war. Im Dezember lief er im Long Ke Handicap auf, scheiterte aber erneut, machte aber unbeeindruckt davon mit dem Beginn des Jahres 2018 den Schritt auf die Gruppenebene, wo er im The January Cup auflief. Er schaffte es immerhin auf einen fünften Platz mit unter zwei Längen Rückstand auf den Sieger Simply Brilliant. Das war eine seiner besseren Leistungen in diesem Jahr, aber das hier ist noch einmal eine deutliche Nummer größer.

Tipps zum Pferd: Dinozzo startet in der Regel über weitere Distanz als die 1600m und kann über 1800m immer mal wieder überraschend einen Platz erringen, läuft aber seinem ersten Sieg seit dem Sieg im Gruppe 3 The Centenary Vase hinterher. Vielleicht entfernte Chancen auf einen Platz.

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruz gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistanz Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und heute geht es über deutlich kürzere Distanz, was aber dazu führt dass er vermutlich die Form aus dem letzten Rennen nicht ganz aufrechterhalten werden kann.

Glorious Forever: Der Archipenko Sohn von Trainer F. Lor kommt ursprünglich aus England und hat da seine Karriere im Jahr 2016 gestartet. So richtig Ehre konnte Glorious Forever seinem Namen in den ersten Jahren nicht machen, lief er doch vor allem in kleineren Handicaps auf der Insel und konnte sich für keines der Black Type Rennen empfehlen. Am Ende gewann er das Sandown Racecourse Handicap im September 2017 und wechselte dann für einen entsprechend günstigen Preis nach Hong Kong, wo er im April 2018 sein Debüt feiern konnte.

Der Wechsel nach Fernost trug zwar im ersten Rennen noch keine Früchte und er musste sich im Indian Challenge Cup, einem mit 1.310.000$ dotierten Handicap, als Außenseiter klar geschlagen geben. Aber schon einen Monat später konnte er im Blazing Speed Handicap, welches ähnlich hoch dotiert war, fast ein Dead Heat mit dem Sieger Consort erzwingen, wobei das Duo locker fünf Längen Vorsprung vor seinen Verfolgern hatte.

Glorious Forever bliebt zunächst in den Handicaps und lief im Pok Fu Lam Reservoir Road Handicap im Juni auf, wo er als klarer Favorit das Feld auch mit gut vier Längen deklassieren konnte, und das obwohl er mit seinen 58KG recht schwer unterwegs gewesen war. Auch beim Hoi Ha einen Monat später über 200m gehörte er zu den schweren Pferden im Lineup, konnte aber als Favorit erneut überzeugen und gewann ungefährdet vor Insayshable, was das letzte Rennen vor der kleinen Sommerpause werden sollte.

Aus dieser kehrte Glorious Forever dann im Oktober im Iwc Exellent zurück, wo er erneut locker gewinnen konnte. Da das Rennen auch mit fast 2.000.000 Hong Kong Dollar dotiert gewesen war, hatte Glorious Forever in nur einem Jahr seinen Einkaufspreis aus England mehr als wett gemacht und hatte sich bereits vor dem Schritt auf die Black Type Rennen als lohnende Investition entpuppt.

Im November 2018 war es dann auch für ihn soweit und er konnte sich im Sa Sa Ladie’s Purse das erste Mal auf Gruppenebene versuchen. Das Rennen war auf dem Papier wie für ihn gemacht, war er doch mit nur 51,2Kg leicht unterwegs und konnte sich gegen Gegner messen, die entweder derzeit nicht in Bestform waren, oder sich in Gruppenrenne wie diesem versucht, aber überwiegend gescheitert waren. Allerdings konnte Time Warp als Front Runner ihm zeigen, warum man ihn nicht alleine mit der Führung vor sich an der langen Leine laufen lässt. So schaffte es Glorious Forever nicht, den gut 8KG schwereren Konkurrenten auf der Zielgerade noch einzuholen und musste sich mit einem knappen zweiten Platz zufrieden geben.

Auch danach, als er erneut als Favorit, wenn auch mit leicht höherer Quote, in das Gruppe 2 Bochk Jockey Club Stakes ging, gingen viele davon aus, dass nun endlich auch der Sieg auf Gruppenebene folgen würde. Allerdings lief es nun, unter gleich verteiltem Gewicht noch einmal deutlich schlechter für Glorious Forever. Er hielt sich an der Front und wollte Time Warp die Führung streitig machen, der aber nicht nachgab und das Feld unbedingt über die Distanz führen wollte. Beide gingen zu früh zu hart miteinander ins Gericht und mussten am Ende beide den Preis zahlen, als sie von den spät aufschließenden Eagle Way und Werther unter Druck gerieten.

Im nachfolgenden Gruppe 1 Hong Kong Cup übernahm Glorious Forever die Führung und konnte diese ein wenig überraschend auch schnell problemlos gegen andere Front Runner wie Time Warp behaupten, die offensichtlich kein Interesse an der Führung oder einem langezogenen Duell um jene hatten. Das wurde dem Rest des Feldes am Ende zum Verhängnis, denn Glorious Forever hat einen guten Kick und kann sich mit einem Tempowechsel schnell um einige Längen absetzen, was er dann auch getan hat. Time Warp, ebenfalls ein Front Runner, versuchte noch den Tempowechsel mitzugehen und das Rennen von einer ungewohnten Position aus zu gewinnen, aber Glorious Forever wehrte ihn mit Leichtigkeit ab und die einzige Gefahr in dem Rennen kam von Deidre, der spät in Gang kam und in der Mitte der Bahn einen unglaublichen Schlusssprint hinlegte.

https://www.youtube.com/watch?v=y3vcfqJQn-o&t=19s

Wenn ihm die Führung überlassen wird, ist er extrem gefährlich und auch mit gemäßigten Taktiken hinter dem Tempo kann er hier gewinnen.

Tipps zum Pferd: Front Runner mit Kampfgeist, hat aber Probleme wenn er zu früh in ein Duell um die Führung verwickelt wird. Braucht Equipment wie Scheuklappen um ins Rennen zu finden, hat aber einen guten Tempowechsel und ist über 1850m bis 2000m am effektivsten. Wenn ihm die Führung überlassen wird, ist er extrem gefährlich und auch mit gemäßigten Taktiken hinter dem Tempo kann er hier gewinnen.

Horse Of Fortune

Insayshable: Der Rajj Sohn von John Size begann seine Karriere in Irland im Jahr 2016 und 2017 und konnte dort zwei seiner vier Rennen gewinnen, bevor er nach Hong Kong wechselte. Dort begann er dann seine Karriere mit drei Platzierungen in Folge, unter anderem im Chai Wan Kok Handicap, der The Manawatu Challenge Trophy  und dem Hoi Ha, letzteres hinter dem nun sehr bekannten Glorious Forever.

Nach diesem Teilerfolg machte er eine kleine Pause bis zum Oktober 2018 und gewann nach den drei Monaten dann den The Kwoon Chung Bus Cup als klarer Favorit über 1800m. Er blieb im Herbst zunächst bei den Handicaps, die allerdings mit Konkurrenten wie Glorious Forever und Victor Boys auch gut besetzt waren und die Platzierungen, die Insayshable herausholte, konnten sich wirklich sehen lassen – bis er Anfang Dezember im Maurice Handicap dann seinen verdienten Sieg feiern konnte. Besonders beeindruckend war der Fakt, dass sich Insayshable mit Tigre Du Terre und Dark Dream sowie Mongolian King ein langes hartes Duell um die letzten Metern geliefert hat. Insayshable hatte ein wenig Glück das Rennen über die 1600m zu gewinnen und der Schritt auf die 2000m im Long Ke Handicap danach waren ein Experiment welches mit einem dritten Platz fünf Längen hinter dem Sieger etwas nach hinten losging, mit dem Schritt im Niveau rauf und der Distanz wieder runter auf 1800m im Gruppe 3 The January Cup kam er dann mit seinem dritten Platz bis auf eine Länge an den Sieger Simply Brilliant heran.

Insayshable flog dabei im The January Cup aus der Mitte des Feldes heran und konnte extrem viel Distanz in kurzer Zeit gutmachen. Dabei kam er wirklich mittig in der Bahn von mehr oder minder letzter Position und überholte das gesamte Feld in kürzester Zeit. Dabei hätte er auch noch gewinnen können, wenn er ein paar Meter mehr zur Verfügung gehabt hätte.

Es wird sehr interessant, ob er hier erneut so einen Schlusssprint hinlegen kann, wenn ja hat Hong Kong einen sehr interessanten neuen Rekruten für die Gruppenrennen.

Singapore Sling: Der Philanthropist Sohn ist noch gar nicht so lange im Rennzirkus mit dabei, hat sich aber zunächst schon in seiner Heimat in Südarfika einen Namen machen können und setzte nach seinem Sieg im Investec Dingaans und dem Cape Guineas sowie dem  Cts Mile seine Karriere in Asien fort.
Das erste Rennen im November 2017 war das Chevalier Operations Handicap, wo er einen sechsten Platz belegen konnte, und das war ein wesentlich besseres Rennen als von dem klaren Außenseiter am Anfang erwartet worden wäre. Er hielt sich zunächst an die Handicaps und startete im Dezember noch im Chai Wan Kok Handicap , dieses Mal auf Grund des guten Gewichts und des sehr guten ersten Starts in die neue Heimat sogar als Favorit.

Es kam der Jahreswechsel und der Aufstieg auf Gruppe 1 Ebene, zum zweiten Mal, bei seinem Start beim Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er als klarer Außenseiter gegen den haushohen Favoriten Nothinglikemore war. Er konnte sich wesentlich besser verkaufen als vorher von ihm erwartet worden wäre, war er doch als Außenseiter mit einer Quote von über 20, während der Favorit deutlich unter 2 lag. Trotzdem kam er am Ende bis auf knapp über einer Länge an den Sieger heran und zeigte, dass er auch beim Schritt hoch im Niveau gefährlich sein kann.

Nur einen Monat später konnte Singapore Sling das im The Hong Kong Classic Cup erneut unter beweis stellen, als er gegen den Favoriten Exultanz antreten musste, aber am Ende mit über 1 Länge gewinnen könnte. Dieser Gruppe 1 Sieg war bis dato der größte Erfolg von Singapore Sling, und er bekam seine Rache für die letzte Niederlage

Singapore Sling hielt sich nah dem Tempo, welches von Golden Age gesetzt wurde und kam dann in der Mitte der Bahn auf die Zielgerade, einige Längen hinter dem Pacesetter. Es dauerte eine kleine Weile, bis er das Tempo gewinnen konnte, um auf den Führenden aufzuschließen, hatte diesen hundert Meter vor dem Ziel aber im Griff und wehrte den späten Angriff vom Favoriten Exultant noch souverän ab.

Im nächsten Rennen im Gruppe 1 The Hong Kong Derby wurde Singapore Sling dann wie zu erwarten nicht mehr unterschätzt und lief als einer der Favoriten auf. Das Rennen war genau so hart wie der letzte Start, aber 2000m war am Ende einen Tick zu weit um Ping Hai Star noch hinter sich halten zu können und der Konkurrent konnte sich auf der Zielgeraden mit fast zwei Längen absetzten und gewann locker gegen seine  Verfolger. Singapore Sling bewies, dass sein Sieg gegen Exultant keine Ausnahme war und lies den Konkurrenten auch im The Hong Kong Derby erneut hinter sich zurück,  was seiner Form weiter Auftrieb gab.

Im The Champions Mile  einen Monat später hatte er noch einmal härtere Konkurrenz gegen sich und musste sich mit  Beauty Generation messen, der zu dieser Zeit schon bewiesen hatte,d ass er zu einem der besten Miler des Landes gehört – und auch dieses Rennen am Ende souverän gewann. Singapore Sling hielt sich wacker, hatte aber nicht die Beschleunigung, um sich gegen die Konkurrenz am Ende noch durchzusetzen, nachdem er freie Bahn bekommen hatte.

Das Rennen war erst einmal das letzte im Früjahr für Singapore Sling, der im Frühjahr 2018 sich besser zeigen konnte als jemals zuvor. Er traf in der Sha Tin Trophy im Oktober bei seinem Saisondebüt erneut auf Beauty Generation, der aber dieses Mal deutlich mehr Mühe hatte Singapore Sling noch hinter sich zu halten und wenig überraschend war er im The Bochk Jockey Club Mile auf Gruppe 2 Ebene einen Monat später wieder als Hauptgefahr für Beauty Generation gehandelt worden. Dort konnte er seinen Schlusssprint leider nicht zeigen und auch im Hong Kong Mile im Dezember bliebt er im Feld stecken und konnte die während dem Rennen verlorene Distanz auf die Führenden nicht wieder aufholen.

Tipps zum Pferd: Singapore Sling kommt in seinen Rennen meist spät in Gang und versucht das Feld von hinten aufzurollen, braucht dafür aber meist auch eine ganze Weile um richtig in Gang zu kommen und das hat ihn schon oft das Rennen gekostet.  Letztes Jahr beim Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup hatte er eine perfekte Passage und wurde von seinem Jockey ideal platziert, hat heute aber eine schwere Aufgabe vor sich und muss sich ziemlich gut und platzsparend durch die 1800m manövrieren, was aus Stall 9 nicht leicht wird.

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen fünf Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff.

Tipps zum Pferd: Mag keine 1600m, sondern bevorzugt längere Distanzen. Ist ein designierter Front Runner, wird aber bei Duellen um die Führung oder zu schnellen Durchgangszeiten schnell verwundbar. Muss eine ziemlich unangefochtene Führung haben und zu viele die schnell umschalten können auf der Zielgeraden können zum Problem werden.

Pferdetwetten-online.info- Einschätzung

Nach seiner kleinen Pause wechselte Dinozzo auf dem Papier die Einstufung der Gruppenrennen, die Gegner waren aber oft die gleichen und auch im Gruppe 3 The Sa Sa Ladies‘ Purse  im November 2018 waren es Time War und Glorious Forever die das Finish unter sich austrugen und den Rest des Feldes über die 1800m mit drei Längen deklassierten. Erst als Dinozzo die Gruppenrennen hinter sich lies und im The Chevalier Cup im November startete, lief es ein wenig besser von den Platzierungen her, auch wenn die Quote von Dinozzo fast dreistellig war und die Distanz der Meile ziemlich ungewohnt war. Im Dezember lief er im Long Ke Handicap auf, scheiterte aber erneut, machte aber unbeeindruckt davon mit dem Beginn des Jahres 2018 den Schritt auf die Gruppenebene, wo er im The January Cup auflief. Er schaffte es immerhin auf einen fünften Platz mit unter zwei Längen Rückstand auf den Sieger Simply Brilliant. Das war eine seiner besseren Leistungen in diesem Jahr, aber das hier ist noch einmal eine deutliche Nummer größer.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog. Das Rennen war über 2400m und heute geht es über deutlich kürzere Distanz, was aber dazu führt dass er vermutlich die Form aus dem letzten Rennen nicht ganz aufrechterhalten werden kann.

Singapore Sling kommt in seinen Rennen meist spät in Gang und versucht das Feld von hinten aufzurollen, braucht dafür aber meist auch eine ganze Weile um richtig in Gang zu kommen und das hat ihn schon oft das Rennen gekostet.  Letztes Jahr beim Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup hatte er eine perfekte Passage und wurde von seinem Jockey ideal platziert, hat heute aber eine schwere Aufgabe vor sich und muss sich ziemlich gut und platzsparend durch die 1800m manövrieren, was aus Stall 9 nicht leicht wird.

Glorious Forever ist ein Front Runner mit Kampfgeist, hat aber Probleme wenn er zu früh in ein Duell um die Führung verwickelt wird. Braucht Equipment wie Scheuklappen um ins Rennen zu finden, hat aber einen guten Tempowechsel und ist über 1850m bis 2000m am effektivsten. Wenn ihm die Führung überlassen wird, ist er extrem gefährlich und auch mit gemäßigten Taktiken hinter dem Tempo kann er hier gewinnen.


Der Tipp basiert auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

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