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05.10.2019 – Flemington

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05.10.2019 – Flemington – Turnbull Stakes – Pick: Mystic Journey / Hartnell EW

Pferderennen in Australien

08:25 Turnbull Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  | Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis wei

Mr Quickie: Der Shamus Award Sohn von Trainer Philip Stokes hat sich gerade in seiner Saison 2019 in bestechender Form gezeigt und seinen Ausflug in die Gruppe 1 Rennen sicher nicht bereut.

Seine Karriere begann dabei ein Jahr früher in Neuseeland in Miduro, wo er einen zweiten Platz belegen konnte, nur um kurz darauf in Murtoa sein Maidenrennen gewinnen zu können. In Horsham danach startete er im West Side Horsham Bm64 und belegte dort e nen vierten Platz, lief aber auch nicht schlecht während des Rennens und konnte sich daher in seinem nächsten Rennen als Co-Favorit präsentieren, und dieses Mal konnte sich Mr Quickie souverän durchsetzen – wie auch in den nächsten vier Rennen, wobei das letzte Rennen in Flemington absolviert wurde, als in Australien und damit nach dem Wechsel des Trainers. Aber auch in den deutlich höher dotierte Rennen in Australien gab sich Mr Quickie keine Blöße und gewann mit einer Nase Vorsprung. Er mixte bunt die Distanzen von 1400m bis 2000m und den Untergrund von gut bis weich, ohne dabei eine Schwäche in der Form vorzuweisen.

Seine nächsten beiden Rennen absolvierte er in Caulfield, wobei das erste Rennen im Importer Plate für den hauhshohen Favoriten nicht ganz nach Plan verlief, denn der Außenseiter Grinzinger Star wollte einfach nicht aufgeben und kämpfte hart gegen Mr Quickie, auf dem Ethan Brown alles gab – aber die Nase Rückstand einfach nicht aufholen konnte. Direkt danach gewann Mr Quickie aber das Hygain Gold Heath Stakes mit absoluter Leichtigkeit und gut 1,5 Längen Vorsprung. Das Rennen war für die Jahrgangsklasse schon sehr gut besetzt und damit war Mr. Quickie auch als Favorit für das South Australian Derby in Morphetville gesetzt.

Mr Quickie holte in diesem Rennen aus dem hinteren Bereich des Feldes noch gut auf die Führenden auf, hatte aber keine Chance an den Sieger Qualfia heranzukommen, der das Rennen mit Leichtigkeit dominierte.

Der Untergrund war etwas weicher als zuletzt und Mr Quickie schwenkte mit dem größeren Teil des Feldes in die Bahn ein, wo er zu seinem Schlusssprint ansetzte. 200m vor dem Ziel hatte er die Führung dann übernommen und konnte sich von seinem Verfolger Vow And Declare souverän mit fast einer Länge absetzen. Damit nahm er das Makybe Diva Stakes Mitte September ins Auge, ein Rennen in dem er gegen die älteren Pferde mit einem hohen Gewicht antreten musste, und in dem ihm nur wenig Chancen ausgerechnet wurden – allerdings konnte sich Mr Quicke dort hervorragend präsentieren und sich einen dritten Platz vor Hartnell sichern, und auch Mystic Journey war nicht außerhalb seiner Reichweite – was für das heutige Rennen ihm hervorragende Chancen gibt, vor allem da ihm die Distanz von 2000m liegt.

Die Gewichtsverteilung heute ist allerdings zu seinem Nachteil.

Mystic Jounrey: Die  Needs Further Tochter von Trainer A. Tinder hat sich in den letzten beiden Jahren zu einer Macht in Australien entwickelt und lässt erinnerungen an die Winderstute Winx wach werden, auch wenn Mystic Journey noch längst nicht so viel erreicht hat wie das große Vorbild.
Trotzdem können sich ihre Erfolge durchaus schon sehen lasse. So begann sie ihre Karriere mit drei Siegen in Folge, wobei sie in Horbart im Elwick Stakes sogar ihr erstes Black Type Rennen schon für sich entscheiden konnte.
Anfang 2018 fing sie sich dann eine kleine Durststrecke ein, die nur von einem Sieg im Lodge Benchmark 70 Handicap über 1150m unterbrochen wurde. Bis zum September musste die Stute eine Niederlage nach der anderen hinnehmen, aber zum September 2018 änderte sich dann alles.
Zunächst gewann sie das Aquis Jim Moloney Stakes in Caulfield, bevor sie im Gruppe 2 Aquis Farm Fillies Classic  in Moonee Valley triumphierte. Das war ihr erster Sieg in einem Grupperennen und sie konnte mit ihrem starken, kerzengeraden Schlussssprint in der Mitte der Bahn absolut überzeugen
https://www.youtube.com/watch?v=IqFan-tjJog
Das war zwar auch gleichzeitig der letzte Start im Jahr 2018, aber die Fans konnten beruhigt sein, denn die Stute kehrte aus der kurzen Sommerpause im Januar mit einem ebenso überzeugenden Sieg im Lady Lynette Plate zurück, obwohl sie hier die Distanz erneut auf die Sprintdistanzen von 1100m reduzierte. Im Thomas Lyons Plate steigerte sie die Distanz wieder ein wenig, um auf die 1400m zu kommen, das echte Ziel war aber wieder über die 1600m im März – das Gruppe 1 Australian Guineas in Flemington, wo Mystic Jounrey als Co-Favoritin startete – aber das Feld komplett deklassierte
https://www.youtube.com/watch?v=LzXuXELQFBo
200m vor dem Ziel duellierte sie sich mit Hawkshot, der zu diesem Zeitpunkt noch danach aussah, als ob er einen harten Kampf um den Sieg liefern würde, 1o0m vor dem Ziel war aber Mystic Journey komplett in der Kontrolle des Feldes und konnte sich auf den letzten Meter über 2 Längen von den Verfolgern absetzten.
Kein Wunder, dass sie auch im Gruppe 1 All-Star Mile auch als Favoritin galt, und das obwohl sie gegen Gegner wie Hartnell und Alizee antreten musste!
https://www.youtube.com/watch?v=xFGPMyGo2wo
Die genannten Konkurrenten spielten beim Zieleinlauf eine eine entsprechende Rolle und Mystic Journey musste weit in die Zielgerade gehen, was der Wunderstute aber keine Probleme bereitete, denn obwohl sie in der Kurve ein wenig an Boden verlor, konnte sie in der Mitte der Bahn aufholen und  Anthony Darmanin konnte wieder vor der Ziellinie im Sattel aufstehen und den Sieg feiern.
Auch im Gruppe 2 Lawrence Stakes lies sie den Konkurrenten Hartnell und dem überragend laufenden Außenseiter Cliff’s Edge keine Chance und gewann erneut souverän über die 1400m in Caulfield, als sie 50m vor dem Ziel die Führung übernahm und sich gegen die Verfolger Schrittweise abzusetzen, was am Ende in einem Sieg über gut einer Länge endete. Mystic Journey setzte in jenem Rennen ihre Form auch nach gut fünf Monaten Pause weiter fort und brachte sich für den australischen Frühling in Stellung
https://www.youtube.com/watch?v=u140ubxs6WU&t=2s
In Flemington über die Meile lief Mystic Journey wieder ein hervorragendes Rennen, konnte allerdings auf den letzten 50m dieses Mal nicht dem Außenseiter Gatting die Stirn bieten und nicht weiter beschleunigen, stattdessen gab sich Anthony Darmanin am Ende mit dem zweiten Platz zufrieden, als klar war, dass der Außenseiter die Oberhand behalten würde.
Die 2000m heute sind problematisch, aber nicht unschaffbar.

Hartnell Der Authorized Sohn Hartnell ist einer der vielen Importe aus Europa, die sich mit den Jahren in Australien wiedergefunden haben und stammt ursprünglich aus Irland. Der nun von James Cummings trainierte Hengst ist im Besitz des global operierenden Godolophin Syndikats und kann Siege in einigen der besten Rennen rund um die Welt vorweisen.
Dass er nicht noch mehr Gruppe 1 Erfolge vorzuweisen hat liegt vornehmlich an seiner immer wiederkehrenden Nemesis Winx, gegen die er ganze sieben Mal innerhalb der letzten zwei Jahre angetreten war und natürlich niemals die Oberhand gewinnen konnte.
2016 hatte er schon einmal eine Pause von den ständigen Duellen mit der Ausnahmestute genommen und im September bis Oktober gleich drei Rennen in Folge gewinnen können. Damals legte er mit einem Sieg im Chelmsford Stakes vor, bei dem er die versammelte Konkurrenz mit gut 8 Längen deklassierte, was bei Who Shot Thebarman, Prized Icon und Storm The Stars keine leichte Aufgabe war. Er ließ gleich darauf im Trophies Hill Stakes in Randwick einen weiteren lockeren Sieg über die selben Gegner folgen und startete als Abschluss der Serie im Gruppe 1 Yellowglen Turnbull Stakes über 2000m, wo er als Favorit Jameka um über 3 Längen schlagen konnte. Danach ging es im Gruppe 1 Cox Plate gegen Winx und die Siegesserie war wieder dahin. Er lief auch im auf, schaffte da aber über die lange Distanz von 3200m es nicht, an die vorangegangenen Leistungen anzuknüpfen und die Ausdauer lies ihn über die ungewohnt lange Distanz etwas im Stich. Nach dem Jahreswechsel ging es erneut mehrfach gegen die Ausnahmestute Winx bevor Hartnell im Gruppe 1 Ranvet Stakes im März das nächste Mal eine realistische Chance auf den Sieg hatte. Damals schlug ihn allerdings Our Ivanhoe mit einer Ausnahmeleistung und der Konkurrent konnte das Feld souverän von hinten aufrollen, während Hartnell sich redlich mühen musste auf ihn aufzuschließen und am Ende drei Längen zu kurz kam. Beim nachfolgenden Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes ging es schon wieder gegen Winx, die Hartnell wie zu erwarten relativ locker abfrühstückte.
Nach der Lehrstunde folgte die australische Winterpause und das Saisondebüt im Lawrence Stake, wo er gegen Black Heart Bart antreten musste. In diesem Rennen platzierte er sich sauber auf dem zweiten Platz während des Rennens, schloss die Lücke zum Führenden und übernahm selbst die Führung etwa 200m vor dem Ziel und verlängerte den Vorsprung zusehends Black Heart Bart hatte über die für ihn eigentlich optimalen 1400m keine Chance auf Hartnell aufzuschließen.
Im Maykbe Diva Stakes hielt sich Black Heart Bart deutlich näher an den Führenden und lief über die für ihn suboptimale Distanz ein großartiges Rennen. Humidor fegte Hartnell auf der Zielgeraden beiseite, Black Heart Bart schaffte es aber nicht sich ebenfalls an Hartnell noch vorbeizumogeln und lief eine halbe Länge hinter diesem ein. die heute Distanz ist aber noch einmal deutlich unpassender für den 1400m Spezialisten, während Hartnell schon über die Distanz des Caulfield Stakes gewonnen hatte und man erwartete einen guten Lauf von ihm, den er aber nicht liefern konnte.
Hartnell hat mittlerweile über 2 Millionen Dollar Preisgeld zusammengetragen, sein letzter Erfolg war aber über eine Distanz, die gerade einmal halb so lang war wie die heute. Im Lawrence Stakes konnte er Black Heart Bart schlagen, die Erfolge über 2000m im letzten Jahr im Trophies Hill Stakes und dem Turnbull Stakes konnten dieses Jahr nicht wiederholt werden und sowohl im Cualfied Cup als auch im Melbourne Cup lief es nicht nach Plan für ihn. Er wurde teilweise stark in seinem Lauf behindert und musste alle Chancen auf der Zielgeraden ziehen lassen, hat sich danach aber eine Pause gegönnt, die ihn wieder deutlich stärker auflaufen lassen könnte. Letztes Jahr trat er nach einer ähnlichen Pause im Apollo Stakes gegen Winx an und konnte dort einen guten zweiten Platz erreichen. Hinter Gailo Chop floppte er allerdings im Peter Young Stakes, einem der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den Australian Cup.
Hartnell wurde auf den letzten Meter zunehmend schwächer und die längere Distanz beim Australian Cup war in diesem Zusammenhang schon im Vorfeld ein Problem. Er kämpfte zwar redlich, kam aber nie wirklich in Schlagreichweite und gönnte sich eine kleine sechsmonatige Pause bis zum Start im All Ages Stakes in Randwick im April. Hier kam er näher an die Sieger heran und kämpfte wieder um jeden Zentimeter, musste sich aber erneut mit „nur“ einem vierten Platz abseits des Siegertreppchens zufrieden geben. Das zweite etwas enttäuschende Rennen in Folge war Grund genug für die ausgedehnte Pause über den australischen Winter, welche nach 17 Wochen mit einem Lauf im P B Lawrence Stakes beendet wurde. Der frische Lauf über 1400m und guten Untergrund lag Hartnell eindeutig und er konnte sich von seiner idealen Position hinter den Führenden einen zweiten Platz hinter dem Sieger Showtime erkämpfen. Ähnlich weit war Hartnell auch im nachfolgenden Dato Tan Chin Nam Stakes in Moonee Valley von den Siegern weg, hier reichte die halbe Länge Rückstand am Ende aber nur für einen vierten Platz, dabei hatte Hartnell bei der 500m Marke die Führung übernehmen können, wurde 200m vor dem Ziel aber überholt. Er kämpfte erneut um jeden Meter, aber musste eben nach und nach die Sieger ziehen lassen.

Dafür reichte eine Nase Vorsprung über die Distanz von einer Meile im Gruppe 1 Randwick Plate, um Hartnell einen seiner größten Siege zu bescheren und auch im Gruppe 1 Aquis Toorak Handciap konnte er unter hohem Gewicht einen hervorragenden zweiten Platz belegen, und das gegen einen Sieger, der viel viel leichter unterwegs gewesen war – und gegen einige der besten Pferde Australiens in der aktuellen Saison 2018.

Nur der Saisonabschluss im Kennedy Mile auf Gruppe 1 Eben im November war dann wieder ein wenig enttäuschend mit einem zehnten Platz, allerdings hatte Hartnell in den letzten Monaten auch einige sehr harte Renne bestreiten müssen.

Nach dem Jahreswechsel begann für Hartnell dann eine Reihe von Niederlagen gegen die besten Stuten in Australien. Zunächst kassierte ihn Alizee zwei Mal im Expressway Stakes und danach noch in dem Yulong Futirty Stakes über 1400m im Februar. Im April gab es dann noch eine Klatsche gegen Winx.

Dafür konnte Hartnell aber das All Star Mile mit einem sehr guten zweiten Platz abschließen und Alizee konnte er bei diesem Rennen ebenfalls schlagen. Und auch über die Meile im Star Doncaster Plate im April zeigte sich Hartnell in guter Form und konnte wieder eine gute Platzierung erringen, ohne dabei allerdings gefährlich für den Sieger zu werden – was als Leistung allerdings trotzdem ausreichte, um ihm im Gruppe 2 Lawrence Stakes als Co Favorit gegen Mystic Journey auflaufen zu lassen, und Hartnell war zusammen mit Cliff’s Edge und dem Favoriten auch diejenigen, die den Sieg unter sich ausmachten – mit der Form der letzten Rennen konnte sich Hartnell aber auch danach im Maykbe Diva Stakes auf den ausbezahlten vierten Platz vorkämpfen und war vom dritten Platz nur einen Nacken enternt.

De selbe Leistung zeigte er auch im Gruppe 1 Hyland Race Stakes eine hervorragende Leistung und konnte sich hinter dem Überraschungssieger Black Heart Bart, Homesman und Gailo Chop auf einem vierten Platz ins Ziel einfinden – und der vierte Platz war sicher! Damit hatte Hartnell in den letzten acht Rennen sich auf den Plätzen 3 oder vier vorgekämpft und sollte hier wegen seiner hohen Quote ebenfalls wieder auf Platz gespielt werden,

Tipps zu Pferd: Hartnell ist auf gutem Untergrund und 1400m zu Hause, hat aber auch gute Leistungen über 1800m gezeigt. 2017 machte er im Ranvet Stakes über 2000m und schweren Boden ebenfalls eine exzellente Figur und es scheint kaum ein Rennen zu geben, wo man Hartnell komplett ausschließen könnte.

 


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