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16.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham –

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16.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Mares Hurdle –

Pferderennen in England

16:40 Mares Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 4.005 m  |  Preisgeld: 120.000GBP | Hürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

2021 fehlen im Mares Hurdle die ganz großen Namen. Keine Benie Des Dieux, keine Honeysuckle, keine Apple’s Jade, sondern eine Menge Namen, die noch gar nicht so oft aufgefallen sind. Natürlich kennt man Roskana und Floressa, aber die Favoritin Concertista ist eine ziemlich neue Addition zum Rennzirkus auf Gruppenebene und doch Favoritin für dieses Rennen. Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren ist das mares Hurdle eine ziemlich offene Angelegenheit. Mullins hat wie immer mit seinen Stuten einen der größten Ansprüche auf den Sieg in diesem Rennen, aber eine einfache Angelegenheit wird das nicht. Concertista ist die klare Favoritin und wenn sie keine Formschwäche hat, wird sie gewinnen – dahinter wird es aber spannend.

Pick für den ersten Platz ist klar Concertista gebucht, dahinter? Kommt am 16.03.2021 😀

Concertista: Die Nathaniel Tochter von Willie Mullins begann ihre Karriere wie so viele andere aus dem Gestüt des irischen Erfolgstrainers in Frankreich, wo sie zunächst vom Februar 2017 bis zum July 2017 sechs Rennen absolvierte, von denen sie eines gewinnen konnte und mehrmals platzieren konnte, bevor sie 2018 zu Mullin wechselte, der sie das erste Mal gleich beim Cheltenham Festival 2019 auflaufen lies – im Gruppe 1 National Hunt Breeders Supported By Tattersalls Mares‘ Novices‘ Hurdle, welches sie fast gewonnen hätte. Concertista sprang einige Mal unsauber und hatte 2 Hürden vor dem Ziel wenig Platz auf dem Kurs, fand aber ihre Lücke und holte sich die Führung vor der letzten Hürde, sorgte aber mit einem Srpung nach Links an der letzten Hürde und anschließendem Dritf nach rechts auf der Zielgerade dafür, dass Eglantine Du Seuil, ihre Stallgefährting unter Noel Fehily, sie auf der Ziellinie noch mit einer Nase Vorsprung schlagen konnte – trotzdem, für den ersten lauf in England war das eine hervorragende Leistung und mit einer Quote von 66/1 auch absolut so nicht erwartet worden – Fun Fact: Wer den Trifecta im National Hunt Breeders Supported By Tattersalls Mares‘ Novices‘ Hurdle 2019 richtig hatte, hat für 1€ Einsatz 73711,25€ zurück bekommen. Aber ich gehe davon aus, dass neomand die ersten Drei auf dem Schirm hatte.

Seis drum, Mullins sorgte zu Beginn der nächsten Saison im Novemebr 2019 dafür, dass sie zunächst ihr erstes Hürdenerennen in einem Maidenrennen gewinnen sollte, aber dies erwies sich als erstaunlich schwierig, denn in den nächsten drei Rennen schaffte es Concertista es nicht, ihren ersten Sieg zu feiern und das obwohl sie mehrfach klare Favoritin für die auf dem Papier leichten Rennen war. Ausgerechnet beim Gruppe 2 Mares Novices Hurdle in Cheltenham 2020 gelang es ihr dann aber, ihr erstes Rennen zu gewinnen und das gleich mit 12 Längen Vorsprung. Man könnte nun meinen, dass Mullins sie mit geschickten Platzierungen in den Rennen dazu vorbereitet hat, das Mares Novices Hurdle 2020 zu gewinnen und in den vorherigen Rennen gar nicht unbedingt gewinnen wollte, aber das ist Spekulation.

Keine Frage ist jedenfalls, dass sie nach diesem Sieg auch nach der Sommerpause da weiter machen konnte, wo sie aufgehört hatte und im Irish Stallion Hurdle gegen Minella Melody ihren nächsten Sieg feiern konnte – und was das für ein Sieg war- Minella Mellody übernahm die Führung des Rennens zwischen den letzten beiden Hürden und Racheal Blackmore gab alles auf ihr, aber Paul Townend auf Concertista sprang an der letzten Hürde heran und überholte die hart angetriebene Minella Mellody fast ohne sich im Sattel bewegen zu müssen. Das war ein Statement zu Beginn der neuen Saison und wurde danach im Gruppe 3 Irish EBF Mares Hurdle noch einmal wiederholt

Concertista lies sich dieses Mal Zeit, bis sie vor der letzten Hürde auf Minella Melody aufschloss und die Konkurrentin überholte, aber wieder gelang ihr das kraftvoll, wenn auch nicht ganz so mühelos wie das letzte Mal. Dass Paul Towned der Stute etwas Druck machen musste, resultierte dafür aber auch in einem 6 Längen Vorsprung auf der Ziellinie auf Minella Melody, die sich zwar redlich mühte, aber keine Chance hatte, mit der Favoritin mitzugehen – sie verteidigte aber den zweiten Platz gegen Black Tears ebenfalls mit Leichtigkeit und hat sich damit auch in diesem Rennen hier auf die Liste der Stuten gebracht, die Anspruch auf einen der ausbezahlten Plätze hat.

Concertista hatte in dieser Saison neben Minella Melody auch My Sster Sarah und Black Tears in die Tasche gesteckt. Black Tears gewann nach dem Aufeinandertreffen das Gruppe 3 Quevega Mares Hurdle, war aber auf Grund ihres dritten Platzes hinter Concertista zuvor auch klare Favoritin für das Rennen. Das wird heute wohl nicht reichen, genau wie der Sieg von My Sister Sarah im Cailin Alainn Mares Hurdle auf Listed Eben zuvor. Diese Leistung wurde von Concertista zuvor schon in die richtige Perspektive gerückt. Also, wer ist die Gefahr für die Favoritin?

Roksana: Die Dubai Destination Tochter von Dan Skelton begann ihre Karriere im Jahr 2017 mit einem vierten Platz, schaffte es aber sich danach im Herbst des selben Jahres gleich in zwei Novice Rennen erfolgreich durchzusetzen und legte im März 2018 im EBF & TBA Mares‘ „National Hunt“ Novices‘ Hurdle Finale in Newbury noch einmal nach. In dem limitierten Handicap auf Gruppe 2 Ebene lies sich Roksana Zeit um ihren Angriff zu starten und mit dem gut getimten Angriff an der vorletzten Hürde setzte sie sich mit einem Tempowechsel an die Front und konnte den herausgeholten Vorsprung unter Bridget Andrews bis zur Ziellinie verteidigen, wobei sie gerade auf den letzten 100m zeigte, dass die die Distanz von 2m4f und weichem Untergrund hervorragend meistern konnte

Diesen Eindruck verstärkte Roskana mit ihrem Lauf im Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im April 2018 gegen den klaren Favoriten Santini – zugegeben, der Favorit gewann das Rennen auch am Ende, obwohl er eines seiner Hufeisen während des Rennens verloren hatte. Trotzdem, dass Roksana es schaffte, ihn in dem 3m1f Rennen unter Druck zu setzen, war eine beeindruckende Leistung gewesen. Wieder lies sich Roksana Zeit mit ihrem Angriff und begann erst an der zehnten Hürde, das Feld langsam aufzurollen und war an der letzten Hürde an dem Sieger dran, und duellierte sich auf der Zielgeraden tatsächlich mit Santini. Gut, sie wanderte mit dem Hintern ein wenig und gab ein bisschen von dem Momentum auf, aber sie hielt unter Druck gut dagegen. Spitzen Lauf von Roksana in iantree im April 2019, und auch in der nächsten Saison nach der Sommerpause machte sie da weiter, wo sie aufgehört hatte – sie ging bei ihrem Saisondebüt nur mit einem Nacken gegen Top Notch unter und schlug Vision Des Flos – guter Einstand in die neue Saison und Roksana wurde als eine Favoritin für das Coral Hurdle gehandelt, lief aber weit außen in dem Feld und konnte ihren Angriff nicht wie erhofft wieder spät in dem Rennen ansetzten, stattdessen ermüdete sie über die 2m3f und musste sich mit einem etwas abgeschlagenden fünften Platz zufrieden geben – fing sich aber im Januar im Dornan Engineering Relkeel Hurdle in Cheltenham wieder und konnte mit der gewohnten Taktik immerhin wieder einen zeiten Platz hinter Summerville Boy erreichen

Roksana startet dann auch im März beim Cheltenham Festival 2020, allerdings war die Konkurrenz im David Nicholson Mares‘ Hurdle natürlich deutlich härter als alles, was sie bisher angegangen war. Honeysuckle und Benie Des Dieux waren die Favoriten und hatten das Rennen auch für sich, aber Roksana sicherte sich einen ausbezahlten vierten Platz und hatte gefühlt einen gemütlichen Lauf – keine Chance auf die Sieger aufzuschließen, aber auch keine Sorgen, dass sie den vierten Platz verlieren würde. Solides Rennen von Roksana, die ihre Form erneut über die Sommerpause brachte und bei ihrem Saisondebüt im Oktober 2020 wieder stark auflief.

Roksana gewann Ende Oktober im Gruppe 2 bet365 Hurdle gegen Next Destination erneut mit einem beeindruckenden Lauf aus dem hinteren Bereich des Feldes, und es ist immer wieder ein Genuss sie ihren späten Angriff ansetzten zu lassen, gerade wenn sie dann am Ende mit acht Längen wie hier gewinnen kann. Roksana begann das Feld drei Hürden vor dem Ziel von hinten aufzurollen und überholte einen Konkurrenten nach dem anderen, um 2 Hürden vor dem Ziel die Führung zu übernehmen und den Vorsprung von da an immer weiter auszubauen. Super Lauf von Roksana, die aber immer Probleme bekommt, wenn die Geschwindigkeit der Front Runner  zu hoch ist oder andere Schlusssprinter noch mehr Tempo vorlegen können – wie im Porsche Long Walk Hurdle. Die sehr lange Distanz von 3m in Kombination mit schwerem Boden führte dazu, dass Roksana zwar gut mithalten konnte und einen sicheren dritten Platz sichern konnte, aber nicht das Tempo hatte, um mit den beiden Siegern auf der Zielgeraden noch mitgehen zu können. Ihre Taktik funktioniert hervorragend gegen leichtere Konkurrenz, wie sie beeindruckend im Gruppe 2 Matchbook Betting Podcast Mares‘ Hurdle im Januar 2021 zeigen konnte.

Wieder lief Roksana stark auf und begann 4 Hürden vor dem Ziel das Feld von hinten aufzurollen, hatte sie vor der letzte Hürde im Griff und erweiterte von da an ihren Vorsprung bis auf acht Längen.

Sehr gute Voraussetzungen für den nächsten Start in Cheltenham, auch wenn der Sieg wahrscheinlich wieder außer Reichweite für sei sein wird.

Dame De Compagnie: Gewann letztes Jahr das Coral Cup Handicap Hurdle beim Cheltenham Festival und legte in der neuen Saison im Januar 2021 nach.

Es war zwar nur ein Klasse 4 Rennen, welches sie beim ersten Start nach fast einem Jahr anging, aber es war ein guter Start in die neue Saison und ein Match Race ist immer ein harter Test, und dass sie mit neun Längen gegen Cornerstone Lad gewinnen konnte, war ein gutes Vorzeichen, und ich hätte mir gewünscht, dass sie im Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase bis zu Ende laufen gelaufen wäre, aber sie warf ihren Reiter an der zehnten Hürde ab und beendete damit Spekulationen um einen großen Lauf. Allerdings fiel auch der große Favorit Hitman, in Fakt war es Hitman, der Dame De Compagnie dazu brachte, auszubrechen und Nico De Boinville abzuwerfen.  Sie ist eine der Wundertüten und könnte überraschen, ich traue ihr durchaus einiges zu und ziehe sie Great White Shark und Indefatigable vor, die beide besser laufen könnten, als man erwartet.

Floressa: Die Poliglote Tochter hat einen beeindruckenden Stammbaum und in ihrer erst sehr kurzen Karriere hat sie schon ziemlich stark auf sich aufmerksam machen können, floppte aber beim Saisonziel 2020 im Mares Novices Hurdle überraschend deutlich und hängt den Versprechungen ihres Stammbaums noch ein wenig hinterher.
Ihre Karriere begann in Ludlow im März 2019 und konnte gleich mit Stil in die Welt der Pferderennen einsteigen – mit einem Sieg gegen den Favoriten Shantou Express. Danach zeigte sie sich auch im National Hunt Flat Race in Cheltenham im April in guter Form mit einem knappen zweiten Platz hinter Mystic Dreamer. Sie hatte in den beiden NHF Rennen ihre Geschwindigkeit zeigen können und schien eine große Zukunft über Hürden zu haben, wenn sie die Hindernisse in ähnlicher Geschwindigkeit nehmen können würde – und das konnte sie, wie sie nach der Winterpause in ihrem ersten Rennen in Worcester zeigen konnte. 3 Hürden vor dem Ziel hatte sie das große Feld geschlagen und zog einfach davon, ohne dass Nico De Boinville sich richtig hatte anstrengen müssen auf ihr.
Das reichte, um sie in das CSP Mares‘ Novices‘ Hurdle in Newbury als Favoritin zu schicken, mit Silver Forerver als zweite Favoritin knapp hinter ihr eingestuft. Die Stute von Paul Nichols war dann auch die einzige Konkurrentin für Floressa, die dieses mal nicht jedes Hinderniss ideal nahm und gerade bei der letzten Hürde einen Fehler machte, was sie den Sieg kostete. Denn obwohl sie Silver Forerver auf der Zielgeraden dann noch einmal einholen konnte, musste sie hinter der Konkurrentin die Bahn wechseln und in die Mitte der Strecke ziehen, was noch einmal etwas Momentum kostete und die Nase Rücktstand beim überqueren des Ziels kostete.
Die beiden trafen sich noch im selben Monat im Mares Novices Hurdle wieder, wo sie über Kurs und Distanz noch einmal ein Duell austragen sollten – dieses Mal lies Floressa aber keine Zweifel daran, wer die stärkere Stute ist. Wieder bestimmten Silver Forerver und Floressa das Rennen an der letzten Hürde, dieses Mal nahm Floressa die letzte Hürde aber ideal und trug ihre Geschwindigkeit in die Zielgerade mit, wo sie sich schnell von Silver Forever absetzte, die einfach keine Kraft hatte um den Tempowechsel noch einmal mitgehen zu können. Dafür setzte Jeremys Flame zur Verfolgung an, konnte aber den anderthalb Längen Rückstand auch nicht mehr gut machen und Floressa feierte einen überzeugenden Sieg in ihrem ersten Black Type Rennen. Lady Buttons ist so etwas wie der Gatekeeper für die Gruppenrennen und als die beiden im Januar 2020 im Gruppe 2 Yorkshire Rose Mares Hurdle wieder aufeinandertrafen, wurde Floressa an der Tür abgewiesen und auf einen dritten Platz verwiesen. Das war schon ein herber Rückschlag und ein Fingerzeit für Cheltenham im nächsten Monat, und, als hätte man es geahnt, wurde sie im Gruppe 2 Mares Novices Hurdle klar geschlagen und hatte keine Chance, mit den Siegern mitzugehen.
Nach der Sommerpause startete sie im Intermediate Hurdle auf Listed Ebene und gewann überraschend ihr Debüt, als Marie’s Rock als Favoritin floppte und ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte. So fiel es an die Pferde hinter der Favoritin, das Rennen unter sich auszumachen und es war Floressa, die unter Jeremiah McGrath den schlausten Lauf zeigte und sich bei etwas nebliger Sicht und weichem Boden an der Front des Rennens etablierte. Von da aus konnte sie sich den Angriffen der Konkurrenten erwehren und mit einem kraftvollen Sprung an der letzten Hürde machte sie das Rennen klar. Ihr Springen gewann ihr das Rennen, auf höherem Niveau im Christmas Hurdle reichte das aber nicht um sie in die Nähe der Sieger zu bringen und Silver Streak dominierte überraschend das Rennen gegen Epatante. Gegen leichtere Konkurrenz im Yorkshire Rose Mares Hurdle auf Gruppe 2 Ebene im Januar musste sie sich mit Miranda und Maire’s Rock messen, die beide mit Floressa als Favoriten aufliefen. Und Miranda war stark in diesem Rennen! Floressa tat alles, um ihr an den Hufen zu hängen, aber Harry Cobden musste sich kaum rühren um den Angriff von Floressa und Nicolai-W. Boinville abzuwehren und mit über 4 Längen zu gewinnen. Floressa hielt aber mit über 18 Längen vor dem Dritten den zweiten Platz in sicheren Händen und zeigte sich in durchaus guter Form. Ob das heute für einen Platz reichen wird, ist aber schwierig zu sagen – ich denke es wird hart gegen die mit zwar ungetesteter, aber aufstrebender Form.

16.03.2021 – Cheltenham Festival – Cheltenham – Champion Hurdle – Pick: Honeysuckle

Pferderennen in England

16:05  Unibet Champion Hurdle Challenge Trophy – Gruppe 1 

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.298 m  |  Preisgeld: 450.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Honeysuckle ist die Favoritin dieses Rennens, und das völlig zu Recht, hat sie doch Abacadabras, Sharjah, Saldir und Petit Mouchoir zuletzt in die Schranken weisen können. Klar, die letzten beiden sind Außenseiter in diesem Feld, aber Sharjah und Abacadabras zu schlagen ist schon einmal ein Anfang. Die Stute wird heute ihren härtesten Test ablegen müssen, gewann aber letztes Jahr das Mares Hurdle gegen Benie Des Dieux und hätte das Irish Champions Hurdle kaum einfacher gewinnen können. Auf dem Papier öffnet sich das Rennen dieses Jahr geradezu ideal für Honeysuckle, mit der Titelverteidigerin Epatante und ihrem Patzer beim Christmas Hurdle – und auch Goshen hatte einen schweren Einstand in diese Saison und ist nur unter den Favoriten, weil er das Betway Kingwell Hurdle im Februar zerstörte.

Aber gegen was für Konkurrenz? Song For Someone war Favorit des Rennens , nachdem er Silver Streak hatte schlagen können, der wiederum das Christmas Hurdle mit 6 Längen gegen Epatante gewonnen hatte. Navajo Pass hatte dagegen Buveur D’air im he New One Hurdle geschlagen, und beide hatten keine Chance gegen Goshen – der aber in allen drei Rennen in der Saison zuvor gefloppt war. Das sind einige Ecken, um die man denken musste, und das ist eben bei den Favoriten nicht der Fall.

Goshen für 4/1? Auf der anderen Seite hatte Epatante vor ihrem Sieg im letzten Jahr in diesem Rennen eine ähnliches Formhoch gezeigt. Also ja, möglich. Epatante schien gegen Silver Streak ein Problem damit zu haben, an der Front nicht alleine laufen zu können und es ist nur schwer vorstellbar, dass sie hier und heute eine einfache Führung bekommt.

 

Die Rennpferde im Einzelnen:

Epatante: Sie war für mich beim Cheltenham Festival letztes Jahr eine der Überraschungen – klar er war der Favorit für das Champion Hurdle und damit auf dem Schirm, dass er aber auf der Zielgeraden noch derart davonziehen konnte war schon beeindruckend. Und siehat sich seitdem nur wenig Schwächen geleistet, die Konkurrenz ist aber dieses Jahr noch einmal härter als letztes Jahr und die Titelverteidigung wird alles andere als einfach – nicht zuletzt, weil sie beim Christmas Hurdle gepatzt hat und damit die Tür für allerlei Spekulationen geöffnet hat

Die No Risk At All Tochter von Nicky Henderson begann ihre Karriere in Frankreich für Trainer A Lefeuvre  und absolvierte 2017 drei Rennen für ihren französischen Trainer, wovon sie zwei locker gewann und nur ihr erstes Rennen überhaupt mit einem zweiten Platz belegte und nicht als Siegerin abschließen konnte.

Dabei gewann sie unter anderem das Gruppe 1 Prix Jacques de Vienne und machte damit in Europa und gerade in England schnell auf sich aufmerksam. Dann wechselte sie zu Nicky Henderson und startete im November 2018 das erste Mal über Hürden im Kempton, und konnte auch dort ihre Erfolgsserie fortsetzen und ihr erstes Rennen über Hindernisse gewinnen, wie auch ihr zweites Rennen in Exeter über 2m1f. Der Einstand in England war damit geglückt und dem Versuch in Cheltenham stand nichts mehr im Weg

Mit den zwei Siegen im Rücken versuchte sie sich dann also im Gruppe Mares Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene, hatte aber hier noch keine Chance um den Sieg mit zu laufen, obwohl sie optisch gut aussah vor dem Rennen im Paradering – auf der Zielgeraden fehlte ihr aber die Kraft um mit dem vorderen Teil des Feldes noch mitzugehen und sie musste sich mit einem neunten Platz zufrieden geben.

Nach dem Rennen in März ging sie in die Sommerpause, die sie mit ihrem Start im Ladbrokes „Where The Nation Plays“ Intermediate Hurdle im November beendete. Das 3282m auf gut bis weichem Untergrund war ein Listed Rennen und limitiertes Handicap, bei dem Epatante mit 11-6 durchaus ein hohes Gewicht in das Rennen tragen musste – sich davon aber nicht beeindrucken lies und locker der Konkurrenz davongaloppierte. Epatante hielt sich zunächst an den Führenden, und das Tempo selber setzten zu müssen, lies sich aber auch nicht abschütteln und war zwei Hürden vor dem Ziel genau da, wo sie sein musste – legte aber an der vorletzten Hürde ausgerechnet einen etwas unsauberen Sprung hin und musste sich danach erst noch einmal sammeln, um erneut zum Angriff ansetzten zu können und die Konkurrenz am Ende mit sechs Längen abzuschütteln. Das war schon ziemlich beeindruckend, aber Epatante legte im Gruppe 1 Christmas Hurdle noch einmal einen drauf und deklassierte die Konkurrenz auch auf Gruppe 1 Ebene noch einmal nach Belieben. Nachdem sie die letzte Hürde noch in Begleitung von Konkurrenten wie Ballyandy und Silver Streak nahm, zog sie danach unter mildem Druck von Barry Geragthy um sechs Längen davon und hätte sicher auch noch mehr Vorsprung herausholen zu können.

Sie schien neue Höhen gerade rechtzeitig für das Cheltenham Festival 2020 zu erreichen und trug ihre Form auch direkt in das Champion Chase. Petit Mouchoir übernahm die Rolle des Front Runners, konnte aber diese Position als Außenseiter natürlich nicht halten und wurde 2 Hürden vor dem Ziel von Darver Star unter Druck gesetzt mit Epatante und Sharjah dahinter. Darver Star übernahm zunächst die Fürhung, aber Barry Geragthy auf Epatante saß noch fast regeunglos da und wartete bis zum letzten Sprung, bevor er der Stute die Sporen gab und das Feld mit über 3 Längen hinter sich lassen konnte. Das war sehr sehr überzeugend und sehr sehr locker. Sharjah h0lte sich noch den zweiten Platz vor Darver Star, der auf der Zielgeraden den Hügel hinauf quälte.

Mit dem größten Erfolg ihrer Karriere im Petto ging es in die lange Sommer und Corona Pause, die nach 263 Tagen mit einem Start im Gruppe 1 Fighting Fith Hurdle beendet wurde. Die Stute hatte einen Gewichtsvorteil gegen die männliche Konkurrenz, hätte aber dieses Entgegenkommen nicht gebraucht, denn bereits an der vorletzten Hürde setzte sich Epatante unter minimalem Druck von Aidan Coleman vom Feld ab und konnte den Vorsprung von fünf Längen souverän bis zur Ziellinie verwalten.

Und dann kam das Rennen gegen Silver Streak. Das Christmas Hurdle hätte eigentlich nur eine Formsache sein sollen. Ja, Silver Streak lief einige gute Rennen gegen Epatante in der Vergangenheit, aber war immer klar geschlagen worden – revanchierte sich aber für alle erlittenen Niederlagen im Christmas Hurdle 2020 und gewann gegen Epatante mit fast 7 Längen!

Aidan Coleman nahm zwar Epatante beim Zieleinlauf ein wenig zurück, aber Silver Streak hatte den Sieg in diesem Rennen verdient. Er setzte die Stute permanent unter Druck und verteidigte die Führung gegen die Stute über die gesamte Strecke. Silver Streak traf die drittletzte Hürde und schien unter Druck nicht so sauber zu springen wie gewohnt, und der Wechsel zum Front Running schien Silver Streak zu ganz neuer Form zu verhelfen. Sehr bitter für Epatante, die sich bis zum Festival nicht mehr blicken lies und heute erneut Konkurrenz um die Führung haben wird!

Noch ist nicht die Zeit in Panik zu geraten, einen schlechten Tag kann jedes Pferd mal haben, aber die muss zur alten Bestform finden, um hier Honeysuckle, Goshen und Sharjah auf Abstand halten zu können.

Goshen: Der  Authorized Sohn von Garry Moore wurde in Frankreich von Christophe Toulorge gezüchtet, bestritt dort aber nie ein Rennen und wurde noch vor seinem ersten Start im Jahr 2018 kastriert. So richtig zu helfen schien das aber am Anfang seiner Karriere auch noch nicht, denn es dauerte drei Starts und eine weitere 213 Tage Pause, bevor Goshen seinen ersten Sieg feiern konnte.

Damals im Juni 2019 gewann er in Brighton ein Class 5 Rennen für die Dreijährigen mit 12Längen und letzte danach in Sandown auf dem selben Niveau noch einmal nach, bevor im Herbst in Nottingham in einem altersoffenen Handicap auflief und erneut überzeugend gewinnen konnte. Auf dem Flat schien er schweren Untergrund noch zu meiden, reifte aber über die Saison weiter heran und wechselte noch in der Saison von den NHF Rennen zu den Hürdenrennen.

In der neuen Disziplin fühlte sich Goshen augenscheinlich wie zu Hause und gewann weitere Rennen in Fontwell, Sandown und Ascot mit Leichtigkeit, das in Ascot dann schlussendlich auch auf schwerem Boden, der Goschen sichtlich keine Probleme zu bereiten schien. Es ging zwar immer wieder gegen die selben Konkurrenten, aber Goshen machte mit allen kurzen Prozess und empfahl sich für das Cheltenham Festival 2020, wo er die Teilnahme im JBC Triumph Hurdle für sich wählte. In dem Rennen gegen Konkurrenten wie Allmankind oder Aspire Tower lief er sogar als Favorit auf und hätte das Rennen sogar gewonnen – wenn er seinen Reiter nicht an der letzten Hürde abgeworfen hätte, als er bereits 10 Längen vor dem Feld war. Das war dermaßen bitter und unnötig, und man kann Jamie Moore im Sattel kaum einen Fehler vorwerfen. Vielleicht war Goshen einfach ohne Druck von einem anderen Konkurrenten nachlässig und unkonzentriert geworden, Jamie Moore hatte jedenfalls keine Chance bei dem Fehler im Sattel zu bleiben.

Als hätte das Rennen das Selbstvertrauen von Goshen in seine Fähigkeiten ruiniert, gelang auch der Einstieg in die neue Saison im Herbst 2020 nicht wie geplant. Klar, es war schon interessant, dass Goshen sich in in zwei Klasse 2 Handicaps auf dem Flat versuchte, anstatt über Hürden zu starten und dabei noch als Favorit gehandelt wurde, aber dass er in beiden Rennen klar geschlagen wurde war schon etwas enttäsuchend und rechtfertigte in keiner Weise die Einschätzung, ihn als Favoriten für diese Rennen zu handlen.

Besser wurde es auch mit dem Wechsel zurück über die Hindernisse zunächst nicht, denn auch beim Gruppe 2 Unibet International Hurdle im Dezember kam Goshen als Letzter ins Ziel und schien sich nie richtig wohl zu fühlen. Er sprang konsequent nach rechts über die Hürden und verschenkte viel Raum, ud als es in die lange Zielgerade ging, auf der mehrere der eigentlich dort aufgestellten Hindernisse auf Grund des Untergrundes umgangen wurden, schien Goshen vollends die Orientierung zu verlieren und fiel von einem Platz in Schlagreichweite zu den Siegern auf den letzten Platz zurück.

Das war zu schlecht um wahr zu sein und wie um dies zu beweisen lief Goshen nach genau 70 Tagen im Februar 2021 im Betway Kingwell Hurdle auf Gruppe 2 Ebene wie in ausgewechseltes Pferd auf –  er lies sich Zeit ins Rennen zu finden und hielt sich im Mittelfeld des kleinen Feldes auf, kam langsam an den Führenden heran und setzte sich auf dem langen lauf zwischen den letzten beiden Hürden langsam in Szene, um an der vorletzten Hürde das Feld endgültig in die Tasche zu stecken und alles danach war nur noch Formsache. Das war ein Spaziergang für Goshen – aber reicht ein phänomenaler Lauf von vier Starts um ihn gegen Honeysuckle und Epatante gute Chancen auszumalen? Uff, schwer zu sagen. Einige starke Querverweise in der Form sind schon zu finden  – Song For Someone schlug Silver Streak, er wiederrum Epatante im Christmas Hurdle schlug. Navajo Pass hatte zuvor Buveaur D’air überraschend in die Schranken gewiesen.

Letztes Jahr war er für einen Sieg beim Festival gebucht. Nicht auszuschließen, dass er heute das nachholen kann. Er hat zumindest de Vorteil, dass er nicht an die Front muss um seine besten Leistungen zu zeigen.

Honeysuckle: Die Sulami Tochter von Trainer Henry De Bromhead hat sich in ihrer noch recht kurzen Karriere bisher keinen Aussetzer geleistet und gewann jedes Ihrer Renne, sogar den bisher schwersten Test im Mares Hurdle gegen Benie Des Dieux!

Da war das Hatton’s Grace Hurdle bei ihrer Wiederkehr im November eigentlich nur Formsache, aber der Außenseiter Ronald Pump und Beacon Edge machten aus dem Rennen tatsächlich noch eine spannende Sache, gerade Ronald Pump kam von hinten noch angesprintet und Honeysuckle hatte nur eine halbe Länge Vorsprung am Ende. Das Rennen war aber clever gelaufen von ihr und sie hatte das Tempo bei sich, als sie es brauchte um das Feld auseinanderzuziehen und Ronald Pump war kalt erwischt worden. Also, ein weiterer Sieg und immer noch ungeschlagen: Honeysuckle, und im Irish Champion Hurdle lies sie von der Front wieder keine Zweifel aufkommen, auch wenn mit Abacadabras ein Konkurrent für das Cheltenhamfestival mit von der Partie war!

Begonnen hat die Siegesserie im November 2018 begonnen, wo sie in Fairyhouse ein Maidenrennen mit 12 Längen gewann und der Konkurrenz über die 4023m auf gutem Boden keine Chance lies.  Der Sieg war derart beeindruckend gewesen, dass sie auch im Belle Mares Novice Hurdle auf Listed Ebene einen Monat später als Favoritin startete, auch wenn die Distanz deutlich kürzer war. Die Konkurrenz war natürlich etwas stärker und sie musste auch gegen eine Siebenjährige antreten, die aber keine Chance hatte an die Siegerin heran zu kommen. Vor der eigentlich geplanten Teilnahme am Festival lief sie dann noch im Gruppe 3 Solernia Mares Hurdle auf, wo sie gegen Tintangle und Awayinthewest heran musste. Das war ihr erster wirklicher Test gegen einige vielversprechende Konkurentinnen, denen Honeysuckle aber keine Chance lies. Honeysuckel hielt sich an der Front des Feldes über die meiste der Distanz, beschleunigte dann aber drei Hürden vor dem Ziel und übernahm die Führung beim Sprung über die drittletzte Hürde, welcher beim Einbiegen in die letzte Kurve noch ein wenig länger wurde. Beim Anstieg vor der letzten Hürde setzte sich Honeysuckle noch ein wenig weiter ab, hatte sich aber wohl dort etwas verausgabt und der letzte Sprung über die Hürde war ziemlich unbeholfen, was aber nichts am dominanten Sieg änderte.

Das Festival verpasste sie leider 2019, aber sie machte sich noch auf zum finalen Abschluss der Saison in Irland auf dem Kurs in Fairyhouse, wo sie im EBF Mares Hurdle startete. Auch die Siegerin des Mares Novices‘ Hurdle beim Festival lief in Irland mit auf, aber Eglantine Du Seuil hatte ebenfalls keine Chancen. Auch hier hielt sie sich an der Front, auch wenn sie die Führung selbst anderen überließ. Caravation und Moskovite versuchten das Tempo zu setzen, wobei Moskovite das Rennen am Ende nicht einmal beenden konnte. Honeysuckle hingegen hatte kein Problem die Führung auch bis zum Ziel zu behaupten, nachdem sie zwischen der zweiten und dritten Hürde die Führung übernommen hatte. Nach der vorletzten Hürde kämpfte sich Tintangle an sie heran, aber Honeysuckle unter Rachel Blackmoore setzte sich mit einem nur moderat hartem Ritt ab und konnte sich am Ende über einen ungefährdeten 5,5 Längen Sieg freuen.

Nach der Sommerpause ging es dann in in Fairyhouse los gegen relativ unspannende Konkurrenz, dafür war aber das Hatton’s Grace Hurdle auf Gruppe 1 Ebene drei Wochen später in Fairyhouse wesentlich spannender, schließlich liefen auch Konkurrenten wie Barcardys und Apple’s Jade dort auf. Allerdings zeigte Apple’s Jade erst ein Rennen später was sie wirklich kann, dafür war Barcardys zuvor in absoluter Bestform aufgelaufen und hatte sich im Gruppe  2 Lismullen Hurdle  zuvor schon gegen Apple’s Jade mit über 9 Längen durchsetzen können. Damit war die Zusammenstellung für das Rennen hochinteressant.

Das Rennen nahm an der drittletzten Hürde so richtig an Fahrt auf, als Barcardys an die Front des Rennens ging und die beiden Stuten Apple’s Jade und Honeysuckle zum Angriff ansetzten. Apple’s Jade sah zu diesem Zeitpunkt richtig stark aus und es sah alles nach einem epischen Duell zwischen den beiden aus, allerdings brach dann Apple’s Jade in sich zusammen und fiel schnell wieder hinter Barcardys zurück, der sich zwischen den letzten beiden Hürden als hartnäckiger Gegner erwies, dann aber Honeysuckle ziehen lassen musste, die sich beim Run In noch um neun Längen absetzten konnte, und Kommentator Jerry Hannon rief zurecht aus: „This is a special Mare!“

Und Honeysuckle war noch nicht fertig, sondern setzte ihre ungeschlagene Siegesserie weiter fort, als sie im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle startete. Hauptgegner war eigentlich Sharjah, die aber Honeysuckle nichts entgegen zu setzen hatte, ganz im Gegensatz zum Außenseiter Darver Star und Petit Mouchoir, die nur sehr wiederwillig der Favoritin platz machten. Petit Mouchoir führte das Feld über die 3219m an und beim Einbiegen in die Zielgerade versuchte Honeysuckle kurzen Prozess mit dem Front Runner zu machen, allerdings sprang sie an der letzten Hürde so schlecht, dass Petit Mouchoir direkt wieder neben ihr auftauchte und auch Darver Star holte auf der Zielgeraden noch gehörig auf und wurde Honeysuckle noch gefährlich.

Das war ein Warnzeichen für das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival, denn würde ihr so ein Patzer in dem Rennn gegen die Weltklasse-Stute Benie Des Dieux passieren, wäre das Rennen gelaufen, denn Momentum auf der Zielgeraden den Hügel hoch ist essentiell bei jedem Rennen beim Cheltenham Festival.

In dem Rennen führte Stormy Ireland das Feld über die Distanz, allerdings war das Feld dicht gepackt und Honeysuckle war einige Male fast gleichauf, obwohl keiner vor dem Einbiegen in die Zielgerade die Front Runnerin angreifen wollte. Bei dem Einbiegen wurde es aber spannend, denn Honeysuckle zog unter Rachael Blackmore geschickt nach innen und sparte einiges an Platz, während Benie Des Dieux Stormy Irleand außen überholte und dadurch einige Meter verlor, die sie nun auf Honeysuckle aufholen musste. Sie zog auch heran, aber Honeysuckle tat immer genug, um die Konkurrentin auf Abstand zu halten. Die beiden hatten den Zieleinlauf auch komplett für sich, da kam niemand anders mehr heran, und Honeysuckle konnte beweisen, dass ihre Form zuvor auch gegen die besten Stuten des Landes halten kann.

Nach der langen Pause über den Corona Sommer machte sie ihr Saisondebüt im Hatton’s Grace Hurdle, und eigentlich war das Rennen im November nur eine  Formsache in abwesenheit von „echter“ Konkurrenz, aber der Außenseiter Ronald Pump und Beacon Edge machten aus dem Rennen tatsächlich noch eine spannende Sache, gerade Ronald Pump kam von hinten dorekt vor dem Ziel noch angesprintet und Honeysuckle hatte nur eine halbe Länge Vorsprung am Ende. Beacon Edge war zwar näher dran am Ende als Ronald Pump, hatte aber Honeysuckle schon länger Gesellschaft geleistet und war daher auch keine solche Gefahr, denn die Favoritin hatte Beacon Edge immer unter Kontrolle.

Das Rennen war auch aber clever gelaufen von Honeysuckle und sie hatte das Tempo bei sich, als sie es brauchte um das Feld auseinanderzuziehen und Ronald Pump war kalt erwischt worden. Vielleicht ein bisschen zu knapp am Ende, aber für den ersten Lauf der neuen Saison geht das in Ordnung und sie ließ alle Kritiker beim zweiten Start im Februar im Irish Champion Hurdle verstummen, als sie gegen Abacadabras und Sharjah keine Blöße zeigte.

Honeysuckle übernahm die Führung des Rennens und setzte sich zeitweise bis zu 5 Längen von ihren Verfolgern ab, und als die Stute nicht langsamer werden zu schien, mussten Abacadabras und Sharja von ihren Jockeys angetrieben werden, um die Distanz zu Favoritin zu reduzieren, die aber nach wie vor stark lief und an der letzten Hürde nur minimal Momentum verlor, aber besser langsam und sicher über das letzte Hindernis, als schnell und den sicheren Sieg aus der Hand gegeben.

So jedenfalls gab Rachael Blackmore Honeysuckle die Sporen und erweiterte den Vorsprung beim Zieleinlauf erneut. Keine Zweifel, keine Blöße für Honeysuckle in diesem Rennen, und sowohl Distanz als auch Untergrund sind optimal im Chapion Hurdle. Aber Epatante und Goshen werden kaum freiwillig aufgeben und nicht umonst wird dies ihr härtestes Rennen bisher.

 

 

 

Sharjah: Der Doctor Dino Sphn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 für Trainer J. E. Pease in Frankreich, brauchte aber eine Weile bis er so richtig in Gang kam und wechselte zuvor noch zu Trainer H F Devin im Jahr 2016, wo er nach drei weiteren Rennen sein erstes Rennen in Deauville gewann. Die weiteren Starts waren nicht schlecht mit Platzierungen nur jeweils knapp über einer Länge hinter dem Sieger, aber er erwies sich als nicht ganz leicht zu steuern und zu trainieren und wurde im Januar 2017 kastriert, um im September 2017 zu Trainer Willie Mullins zu wechseln.

Der Einstand in Irland gelang mit zwei Siegen in den ersten beiden Rennen nach Maß und Mullins schickte ihn danach direkt in die Gruppe 1 Ebene im  Paddy Power Future Champions Novice Hurdle , um zu sehen wie die Ziele der Rest der Saison stehen würden.

Sharjah hatte beim Paddy Power Future Champions Novice Hurdle  im Dezember 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, sah er doch wie der sichere Sieger dieses Rennens an der letzten Hürde aus, bevor er stürzte und das Rennen an Whiskey Sour übergab. Auch Real Steel stürzte an dieser Hürde, sah aber längst nicht so gut aus  während dem Rennen wie Sharjah und mit anderen Konkurrenten wie Mengli Khan im Rennen, hatte die Form einiges an Gewicht. Danach ging er aber sang und klanglos gegen Samcro im Deloitte Novice Hurdle unter und auch seine Starts im Supreme Novices‘ Hurdle oder dem Studs Novice Hurdle brachten keinen Erfolg. Er blieb im Jahr 2018 stets aktiv und startete noch im Gruppe 1 Herald Novice Hurlde und dem Gruppe 3 Grimes Hurdle , wo er immerhin einen dritten Platz hinter Joey Sasa und Wicklow Brave erringen konnte.

Dann kam seine Sternstunde im Guinness Galway Hurdle, wo er auf Gruppe 1 Ebene trotz seines hohen Gewichts im August einen souveränen Sieg feiern konnte. Das Rennen war zwar gut besetzt, trotzdem konnte sich Sharjah auf den letzten Metern mit über drei Längen absetzten und er schaffte seinen besten Lauf in seiner Karriere bisher. Wenig überraschend schaffte er es nicht sich im Petingo Handicap im September an diese For anzuküpfen, und auch im Irish Cesarewitch und dem Gruppe 2 WKD Hurdle im September kam es nicht zu einer Überraschung und Sharjah musste sich weiter hinten einsortieren.

Im Gruppe 1 Morgiana Hurdle  im November 2018 kam dann doch die Überraschung und Sharjah schlug seinen Stallgefährten Faugheen mit 7,5 Längen. Dabei hielt er sich in dem kleinen Feld zunächst an dritter Position, konnte die Führung an der vorletzten Hürde aber Problemlos übernehmen und ging dann weiter vor an der letzten Hürde, wo Faugheen als eigentlicher Favorit den Anschluss nicht mehr halten konnte und Sharjah ziehen lassen musste.

Sharjah startete danach noch einmal im Dezember im Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Supasundae, Samcro, Melon und Petit Mouchoir, und wieder wurde Sharjah nicht als Favorit des Rennens gehandelt, sondern klar hinter einigen der Konkurrenten einsortiert – was eine klare Fehleinschätzung war. So rollte Sharjah erneut das Feld von hinten auf und verbesserte seine Position vom fünften Platz an der vorletzten Hürde auf den ersten Platz und damit die Tonangebende Position, die er dann nach dem letzten Sprung immer weiter ausbauen konnte.

Mit der Leistung im Rücken ging es ein weiteres Mal nach Cheltenham und dieses Mal sollte es besser laufen als beim letzten Jahr, wo er Achter im Supreme Novices‘ Hurdle wurde, aber auch 2019 brachte Sharjah kein Glück, denn schon an der dritten Hürde wurde er von Buveur D’Air zu Fall gebracht, und dieser Sturz schien seine Spuren hinterlassen zu haben, denn das war dann auch der letzte Start in der aktuellen Saison und selbst bei seinem Saisondebüt im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene schien er alles andere als fit zu sein, denn er belegte nur einen vierten Platz fast neun Längen hinter dem Sieger Saldier.

Auf den Zweiten des Rennens, Petit Mouchoir, traf er im Gruppe 1 Matheson Hurdle einen Monat später wieder, schien dabei aber wieder in Form zu kommen und gewann das Rennen mit einem überzeugenden Lauf und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zum zweiten Versuch des Sieges in einem Gruppe 1 Rennens während des Weihnachtsfestivals in Leopardstown wieder fit und gewann das Matheson Hurdle gegen Petit Mouchoir mit souveränen 3 Längen. Die 2m waren kein Problem auf weichem Untergrund und der nächste Versuch im Februar PCI Irish Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene  wurde mit Spannung erwartet. Nicht nur ging es wieder gegen Petit Mouchoir, sondern auch gegen Supasundae und vor allem die aufstrebende Wunderstute Honeysuckle – die das Rennen auch knapp gegen Darver Star gewinnen konnte, während Supasundae und vor allem Sharjah kaum eine Rolle um den Sieg spielten.

Für sein Rennen beim Cheltenham Festival wählte Sharjah das Champion Hurdle und wurde nach der klaren Niederlage zuvor als Außenseiter geführt, überraschte aber mal wieder und kam auf einem klaren zweiten Platz ins Ziel. Der Favorit Epatante gewann wie erwartet das große Rennen, aber Sharjahlief ein großartiges Rennen. Er hielt sich trotz des großen Feldes im hinteren Bereich und begann erst im letzten Drittel langsam das Feld aufzurollen, während Epatante zu dem Zeitpunkt schon vorne mit dabei war. Und auch wenn Epatante aus dieser Position das meiste machte und das Rennen am Ende gewann – Sharjah lief ein hervorragendes Rennen und zeigte sehr gute Form, indem er es schaffte sich auf dem Run In noch den zweiten Platz vor Darver Star sichern zu können!
Leider endete nach dem Cheltenham Festival die Jump Saison praktisch, weil Corona sich über Europa ausbreitete, aber Sharjah versuchte trotzdem aktiv zu bleiben und bestritt zwei Renne auf dem Flat im Juni und Juli, mit mäßigen Ergebnissen. Aber dafür gelang ihm der Einstieg in die Sprung Saison hervorragend, als er das Gruppe 1 Matheson Hurdle in Leoparstown mit zwei Längen locker gewinnen konnte. Wieder hielt sich Sharjah im hinteren Bereich des Feldes, rollte aber gemütlich das Feld von hinten auf und hatte nach der letzten Hürde nur noch Aspire Tower vor sich, den er ebenfalls locker einsammelte. Vom Favoriten Saint Roi war nicht viel zu sehen, ebenso wenig von Abacadabras, der sich aber beim nächsten Rennen revanchierte, als die beiden im Irish Champion Hurdle auf Honeysuckle trafen.

Die ungeschlagene Stute dominierte das Rennen von der Front und lies keinem anderen Rennpferd eine Chance und die Taktik von Sharjah, aus dem hinteren Bereich des Feldes zum Angriff anzusetzen erwies sich als Fehler, denn Honeysuckle setzte ein hartes Tempo und Abacadabras setzte früh zur Verfolgung der Stute an, die sich bis zu fünf Längen vor das Feld setzte. Sharjah versuchte noch sich an die ersten beiden dran zu hämgen und sammelte unter anderem Saint Roi und Petit Mouchoir ein, konnte aber die ersten beiden nicht mehr erreichen.

Ich gehe davon aus, dass die Taktik heute ähnlich aussehen wird, er aber nicht ganz so weit hinten im Feld positioniert werden wird, so dass er Chancen hat, die Form mit Abacadabras herumzudrehen – aber nicht mit Honeysuckle oder den anderen Favoriten wie Epatante, der ihn letztes Jahr bei diesem Rennen fest im Griff hatte. Aber ein Platz ist möglich!

Abacadabras: Der Davidoff Sohn von Trainer Gordon Elliot begann seine Karriere im Oktober 2018 in einem NHF Rennen in Galway, welches er denkbar knapp gegen Kerrkenny Gold gewinnen konnte. Abacadabras startete nach drei Monaten dann zugleich in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2  Matheson I.N.H. Flat Race, welches von Envoi Allen gewonnen wurde – aber Abacadabras saß dem haushohen Favoriten im Genick und kämpfte hart für den Sieg, mit Miticulous knapp dahinter. Abacadabras lief am Innengeländer und durchbrach dieses knapp vor dem Ziel, damit war sein Ergebnis offiziell „Ran Out“, was aber seiner Leistung in diesem Rennen nicht gerecht wird und es war klar, dass er im Gruppe 1 Champion Bumper beim Cheltenham Festival 2019 einen hervorragenden Lauf zeigen würde, wenn alles nach Plan läuft  – und so kam es auch. Der Außenseiter Abacadabras hatte zwar keine Chance sich an die Fersen von Envoi Allen oder Blue Sari zu heften, war aber unter den ersten Fünf, die sich vom Feld lösten und einige Längen vom Rest des großen Feldes absetzten. Das war eine Spitzenleistung, die Abacadabras im Gruppe 1 The Conyngham Cup im Mai in Punchestown noch einmal zementieren konnte.

Dort startete er in einem offenen Feld als Favorit, allerdings immer noch als 4er Quote und belegte am Ende einen guten zweiten Platz hinter Colreevy, der auf der Zielgeraden einfach noch ein bisschen mehr Kraft übrig hatte als Abacadabras, der aber den zweiten Platz souverän hielt.

Nach der Sommerpause kehrte er dann über Hürden zurück, als er im Join Racing TV Now Maiden Hurdle über 3219m startete und locker gewann. Danach ging es in das 3219m Gruppe 3 For Auction Novice Hurdle, auf weich bis schwerem Boden und gegen durchaus interessante Konkurrenten wie Latest Exihibition. Abacadabras hob über manche der Hindernisse nicht gerade weit ab und krachte durch die Spitze der Hindernisse, war aber schnell unterwegs und gewann das Gruppe 3 Rennen am Ende souverän. Im Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle traf er dann wieder auf Envoi Allen, der wieder alle Hände voll zu tun hatte ihn auf Abstand zu halten. Das war schon das zweite Mal, dass die beiden aufeinander trafen und das zweite Mal, dass Abacadabras dem eigentlichen haushohen Favoriten Envoi Allen Probleme bereitete.

Im Gruppe 1 Paddy Power Novice Hurdle trat Abacadabras dann über 3219m gegen Blue Sari an, der allerdings über Hürden nie so richtig in Form kam, und Abacadabras gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen mit Leichtigkeit in Abwesenheit eines echten Gegners.

Dementsprechend spannend war das Rennen om Spureme Novices‘ Hurlde im Cheltenham Festival, und wie stark Abracadabras dort auflief? Fast regungslos saß Davy Russel noch an der vorletzten Hürde auf Abracadabras, der scheinbar mühelos das Feld aufrollte und die Führung übernahm, aber Shiskin ging mit und die beiden liefen Kopf an Kopf über die letzten 200m, an deren Ende Shishkin mit einer Nase den Sieg von Abracadabras stahl.

Nach der Sommerpause kam er im WKD Hurdle zurück, schien aber am Ende noch nicht ganz fit zu sein. Zunächst sah er lange Teile des Rennens wie der sichere Sieger aus, musste dann aber auf den letzten Metern zurückstecken und kam auf einem etwas enttäuschenden zweiten Platz fünf Längen hinter dem Sieger in Ziel, leistete dann aber Wiedergutmachung, als er im Gruppe 1 Morgiana Hurdle den Sieg knapp gegen Saint Roi verteidigen konnte und damit seinen zweiten Gruppe 1 Sieg feiern dürfte. Das war zwar wieder deutlich knapper als einem lieb sein konnte, denn nicht nur Saint Roi saß ihm ziemlich knapp im Nacken. eigentlich war Abacadabras ja als einer der Favoriten in das Rennen gestartet, aber so einfach war der Sieg am Ende dann aber eben nicht, und seinem nächsten Rennen im Matheson Hurdle sah man ein wenig mit Sorge entgegen, gerade weil Jason The Militant als Außenseiter auch nur einen Nacken Rückstand auf den Sieger hatte. Das war eng gewesen für ein solches Rennen, und das Matheson Hurdle war nicht leichter besetzt

Dort musste er erneut gegen Saint Roi ran, aber auch Sharjah war mit von der Partie und der Willie Mullins Starter gewann das zwei Meilen Rennen am Ende überraschend einfach. Bei Abacadabras wurde nach dem Rennen Schleim im Rachen festgestellt, was ein Grund für seine recht lahme Performance gewesen sein kann, aber auch Saint Roi konnte Sharjah nichts entgegen setzten.

Abacadabras rächte sich an Sharjah aber im Irisch Champion Hurdle im Februar, als er sich hinter Honeysuckle im Feld positionierte, und auch wenn die Stute dem Feld nach Belieben davon sprintete, war Abacadabras der Einzige, der halbwegs an ihr dran bleiben konnte und die Verfolgung aufnahm und sich damit einen sicheren zweiten Platz sichern konnte. Dieser Platz wäre heute bei so vielen hochklassigen Konkurrenten ein riesen Erfolg, und auch von Sharjah droht ihm noch Gefahr, aber ich kann mir einen Platz für ihn durchaus vorstellen!

 

 

 


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