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Altior

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27.12.2020 – Kempton – Desert Orchid Chase – Pick: Altior

Pferderennen in England

15:30 Desert Orchid Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 80.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Altior ist natürlich der Name im Lineup der alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seine historische Siegesserie, die 20 Siege über fünf Jahre umspannte, kam im November 2019 zu einem plötzlichen Halt, als Cyrname ihn im Christy 1965 Chase überraschend schlagen konnte, und seitdem hören die Gerüchte nicht auf, dass der Zehnjährige langsam in die Jahre kommt und nicht mehr die unaufhaltsame Kraft von früher ist. Öl ins Feuer hat seine Absage an das Festival 2020 gegossen und so ganz einfach wird das Rennen heute für ihn sicher auch nicht werden, die Konkurrenz ist schließlich durchaus respektabel, gerade wenn ihm die lange Pause einige Probleme bereiten sollte und er nicht in seiner alten Form auflaufen kann. Das wäre bitter und würde sicher weiteres Gerede nach sich ziehen, aber ich denke Altior ist noch lange nicht fertig und die Quote hier von fast 2 nehme ich gerne mit.

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Gerade einmal drei Niederlagen stehen in seiner Form, und die waren bis auf die letzte ziemliche lange her.

Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis Start im Christy 1965 Chase Ende Dezember 2019 das letzte Mal sein , dass Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Seine Kariere und seine Errungenschaften lesen sich beeindruckend und es ist jetzt schon klar, dass er als eine er größten National Hunt Stars seiner Zeit in die Geschichte eingehen wird. Mit den ersten beiden Niederlagen zu Beginn seiner Karriere im Gepäck ging es in die erste Sommerpause und danach tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf – und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge!

Das haben zuvor nur wenige andere Pferde geschafft, der letzte war Master Minded 2008 und 2009, und mit diesem Rennen ging Altior dann in Richtung des Celebration Chase, wie auch schon 2017 und 2018, um dieses Gruppe 2 Rennen nun das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Wie auch schon in den Jahren zuvor war das Rennen am Ende relativ knapp im Vergleich zu einigen anderen Rennen, die Alior in der Saison so gewonnen hat, aber am Ende ist ein überzeugender Sieg ein überzeugender Sieg, auch wenn der Vorsprung hätte größer sein können.

Wieder ginge es in die Sommerpause, die dieses Mal ungewöhnlicher Weise im Christy 1965 Chase in Aso beendet wurde. Das Rennen im November war knapp einen Kilometer länger als die, die Altior bisher so bestritten hat und man kann davon ausgehen, dass dies der Test etwa für Gold Cup war, der aber kaum zur Zufriedenheit von Altior beendet wurde  schließlich musste sich Altior am Ende dem stark auflaufenden Cyrname geschlagen geben, und das wo das Rennen nur drei Starter hatte!

Aber vielleicht lag es eben doch and er Distanz von über 4300m, denn Altior hatte diese Distanz in seinen letzten 20 Rennen niemals versucht und war fast ausschließlich über gut einen Kilometer weniger gelaufen. Was der Versuch über die 4,3km sollte weiß nur der Trainer, er ging auf jeden Fall ordentlich nach hinten los.

Altior jedenfalls zeigte zwei Monate später im Februar im Gruppe 2 Win Bigger On The Chase, dass er keinesfalls zum alten Eisen gehörte und gewann das Rennen mit einem souveränen Sprint über die letzten Meter bequem mit über 3,25 Lägen. Dann kam eigentlich das Festival, welches aber irgendwo zwischen kontaminiertem Futter-Skandal, der Corona Krise und einsetzenden Reisebeschränkungen abgesagt werden musste.

Trotzdem – er ist der klare Favorit heute und sollte den anderen die Messlatte deutlich zu hoch legen.

Duc Des Genievres: Der Bucks’Boum Sohn stammt wie so viele Pferde von Willie Mullins aus Frankreich und wechselte nach einem guten Lauf in der Heimat im Dezember 2017 nach Irland zu Mullins und später dann im Jahr 2020 dann noch zu Paul Nicholls – aber dazu kommen wir später, erst mal ging es zum Champion Trainer Mullins.

Dort musste er beim ersten Start gleich im Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle ran, verlor aber mit vier Längen gegen Cracking Smart udn den Sieger Next Desitination. Next Destination war der klare Favorit des Rennens und hatte die anderen Pferde auch fest im Griff, so dass die Marge für den Sieg auch noch deutlich höher hätte ausfallen können. Duc Des Genievres hatte eine lange Pause zu kompensieren und der dritte Platz war deutlich besser als alles, was man von ihm erwartet hätte und auch im nachfolgenden Gruppe  1 Deloitte Novice Hurdle lief er ein großartiges Rennen gegen Samcro.

Er schlug einige solide Konkurrenten, konnten den klaren Sieger aber erneut nicht gefährden und musste danach im Gruppe 1 Ballymore Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival ran. Dort packte er es wie erwartet nicht gegen die versammelte, hochklassige Konkurrenz zu punkten und im Gruppe 2 Underwriting Novice Hurdle konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht im geringsten erfüllen, als er als Favorit nur als Fünfter ins Ziel kam und keine Chance auf den Sieg hatte.

Er versuchte es im selben Monat gleich nochmal, war doch die erbrachte Leistung schlechter als zu erklären war und selbst bei dem Versuch im Gruppe 1 Champion Novice Hurdle ging er wieder als einer der möglichen Favoriten an den Start. Dabei schaffte er im Gruppe 1 Champion Novice Hurdle es wieder nicht, sein Potential zu zeigen und kam wieder nur als letzter ins Ziel. Das Rennen war alles andere als eine Offenbarung und es wurde definitiv Zeit für eine längere Pause bei ihm.

Er startete danach im Dezember in einem Chase Rennen und konnte beim ersten Versuch in der neuen Saison gleich einen zweiten Platz sichern, was gegen die angetretene Konkurrenz schon eine recht gute Leistung war. Im zweiten Versuch hob er das Niveau in einem Beginners Chase etwas an, wo er wieder einen ausbezahlten Platz erreichen konnte. Beim zweiten Versuch in einem Beginners Chace auf dem Kurs in Gowran Park, war es dann eine ziemlich lockere Angelegenheit für Duc Des Genievres war.

Der ging danach zum Arkle Chase beim Cheltenham Fetsival, wo er trotz seiner hervorragenden Leistungen im Rennen zuvor nicht als Favorit starte – aber jeden, der an ihm gezweifelt hatte eine Lektion erteilte und sich zwischen den letzten beiden Hürden mit Leichtigkeit ungezählte Längen von seinen Verfolgern absetzte und einen der lockersten Siege des Arkle Chase in den letzten Jahren feiern könnte. Ihm hat natürlich geholfen, dass einige der Hauptkonkurrenten in dem Rennen stürzten und ihm sozusagen das Rennen überließen, und es war auch klar, dass er diesen Eindruck in den nächsten Rennen wohl kaum noch einmal so bestätigen können würde. Und so kam es auch, aber die Buchmacher hatten dies bei seinem Duell gegen Defi Du Seuil und Chacun Pour Soi schon vorausgesehen und ihn nur als einen von drei Favoriten auflaufen ließen – aber die 20 Längen Rückstand, die er auf die anderen beiden hatte lies sich weder durch den Untergrund noch durch die Distanz erklären, denn die waren so wie bei seinem letzten Rennen, allerdings musste er gegen bessere, erfahrenere Konkurrenten ran

Duc Des Genievres ging trotz seines letzten Rennens mit dem größten Erfolg seiner Karriere in die Sommerpause und suchte sich das Gruppe 2 Fortria Chase über 3219m im November dafür aus. Auf dem Gruppe 2 Niveau startete er natürlich als einer der Favoriten, neben A Plus Tard, allerdings schien er wieder nicht fit und musste sich relativ schnell geschlagen geben und auch beim Gruppe 1 Punchestown Chase musste er seinen Versuch das Feld von hinten aufzurollen relativ schnell abbrechen und sich wieder deutlich geschlagen zu geben. Der Fehler an der letzten Hürde hat ihm dabei sicher nicht geholfen, aber Du Des Genieveres fing sich im nächsten Rennen wieder und konnte Weihnachten im Gruppe 2 Desert Orchid Chase einen soliden zweiten Platz verbuchen, dieses Mal brachte ihm der Sprung an der letzten Hürde den zweiten Platz ein, denn er konnte viel Momentum über das letzte Hindernis mitnehmen.

Im Dublin Chase im Februar erwartete Duc De Genievres deutlich stärkere Konkurrenz in Form von Min und Chacun Pour Soi, die sich auf der Rückgeraden vor dem Einbiegen in die Zielgerade auch locker vom Rest des Feldes absetzten konnten und das Rennen unter sich ausmachten. Bei dem Versuch den Anschluss wenigstens noch in Sichtweite halten zu können stürzte Duc De Genieres dann zu allem Überfluss auch noch und das Rennen war gelaufen.

Min gewann dann auch beim nächsten Aufeinandertreffen das Ryanair Chase beim Cheltenham Festival, während Duc Des Genievres nicht einmal die Krümel auflesen konnte

Besser lief es da schon Nach der Sommerpause und dem Wechsel zu Paul Nichols im Shloer Chase wo er mit Put The Kettle On um den Sieg kämpfte und nach der letzten Hürde eigentlich wie der sichere Sieger ausgesehen hat, hätte Put The Kettle on nicht einen zweiten Frühling gefunden und irgendwo tief in sich eine weitere Kraftkonserve auf gemacht und den Rückstand beim Zieleinlauf tatsächlich noch gut gemacht, während Duc De Genievres auf dem Zahnfleisch ging.

Interessant, wie er sich heute präsentieren wird, realistisch sollte Altior ihn aber in der Tasche haben.

Sceau Royal: Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg, aber mit dem Alter wurde er beständiger und gerade in der Saison 2019 konnte er sich einige sehr gute Platzierungen sichern, wie einen zweiten Platz im Champion Chase und dem Celebration Chase. Kein Wunder also, dass man mit seinen acht Jahren ihn hier vermutlich noch öfter sehen wird. Das sind aber natürlich alles Chase Rennen, in der Hürdendisziplin 2017 war kau ein Blumentopf zu gewinnen und sein Trainer Alan King wusste, dass er etwas verändern muss.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal wiederholte diese Leistung mit einer weiteren Platzierung hinter Altior im GRuppe 1 Celebration Chase  im April 2019 und hatte damit ein bis dato kaum erreichtes Formhoch erreicht, das er allerdings nu in Teilen über die SOmmerpase retten konnte. Der erste Start im Tingle Creek Chase wurde unter ferner liefen beendet und auch im Gruppe 2 Desert Orchid Chase  im Dezember war Seau Royal noch nicht in Bestform und musste sich mit dem dritten Platz in dem kleinen Rennen zufrieden geben.

Auch im Win Bigger On The Chase musste er sich mit einem Platz zufrieden geben, was gegen Altior aber absolut in Ordnung ging und seine Teilnahme am Champion Chase beim Cheltenham Festival war nicht ohne Chancen auf dem Papier, Am Ende konnte er sich aber nur auf dem letzten Platz einsam und isoliert ins Ziel schleppen. Naja, kann beim Cheltenham Festival schon mal passieren.

Nach der Sommerpause frischte Sceau Royal sein Können zunächst in Hürdenrennen wieder auf und starte im Potter Group Welsh Champion Hurdle, einem Limited Handicap Rennen in dem er eines der höchsten Gewichte tragen musste, aber mit dem anderen Höchstgewicht Ballyandy am Ende um den Sieg kämpfte und sich trotz zweistelliger Quote am Ende durchsetzen konnte. Sauberer Einstieg in die neue Saison, was Lust auf Mehr machte, und Sceau Royal lieferte im Gruppe 2 Unibet Elit Hurdel im November Nachschub – der sieben Längen Sieg hätte kaum einfacher gelingen können, schließlich setzet er sich ab der voletzten Hürde vom Feld ab und wurde danach niemals wieder unter Druck gesetzt.

Er hob das Niveau an und trat im Betfair Fighting Fifth Hurdle gegen Epatante an, der aber auf der Zielegraden einfach noch zu stark war, aber auch hier holte Scau Royal mit seinem zweiten Platz eine sehr gute Platzierung und war weit vor dem Dritten. Unda uch wenn er im Dezember im Gruppe 2 Unibet International Hurdle nur einen vierten Platz erringen konnte, war er an der (aufgelassenen) letzten Hürde noch voll mit dabei beim Kampf um den Sieg und schwächelte nur auf den letzten vielleicht 100m und musste die anderen drei ziehen lassen – in seiner derzeitigen Form über Hürden mein Pick zurück in den Chase Rennen für einen Platz


11.03.2020 – Cheltenham Festival – Queen Mother Champion Chase – Pick: Altior

Pferderennen in England

16:30 Queen Mother Champion Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.218 m  |  Preisgeld: 400.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Gerade einmal drei Niederlagen stehen in seiner Form, und die waren bis auf die letzte ziemliche lange her.

Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis Start im Christy 1965 Chase Ende Dezember 2019 das letzte Mal sein , dass Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Seine Kariere und seine Errungenschaften lesen sich beeindruckend und es ist jetzt schon klar, dass er als eine er größten National Hunt Stars seiner Zeit in die Geschichte eingehen wird. Mit den ersten beiden Niederlagen zu Beginn seiner Karriere im Gepäck ging es in die erste Sommerpause und danach tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf – und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge!

Das haben zuvor nur wenige andere Pferde geschafft, der letzte war Master Minded 2008 und 2009, und mit diesem Rennen ging Altior dann in Richtung des Celebration Chase, wie auch schon 2017 und 2018, um dieses Gruppe 2 Rennen nun das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Wie auch schon in den Jahren zuvor war das Rennen am Ende relativ knapp im Vergleich zu einigen anderen Rennen, die Alior in der Saison so gewonnen hat, aber am Ende ist ein überzeugender Sieg ein überzeugender Sieg, auch wenn der Vorsprung hätte größer sein können.

Wieder ginge es in die Sommerpause, die dieses Mal ungewöhnlicher Weise im Christy 1965 Chase in Aso beendet wurde. Das Rennen im November war knapp einen Kilometer länger als die, die Altior bisher so bestritten hat und man kann davon ausgehen, dass dies der Test etwa für Gold Cup war, der aber kaum zur Zufriedenheit von Altior beendet wurde  schließlich musste sich Altior am Ende dem stark auflaufenden Cyrname geschlagen geben, und das wo das Rennen nur drei Starter hatte!

Im Gruppe 2 Win Bigger On The Chase wurde die Distanz wieder um ein gutes Stück reduziert und Altior startete über passendere 3303m und das gegen machbare Gegner wie Dynamite Dollars, Sceau Royal und Kalashinkov – und gewann wie zu erwarten souverän gegen die Konkurrenz. An der letzten Hürde waren die Konkurrenten noch dicht gepackt und Altior sah kurz ein bisschen in Gefahr aus, konnte dann aber wie gewohnt seine Geschwindigkeit anziehen und souverän gewinnen. Heute setzt er zum fünften Sieg beim fünften Festival und zum zweiten Sieg beim Champion Chase an, und es gibt nicht viele Konkurrenten im Lineup die realistisch seinen Erfolg verhindern können.

Dynamite Dollars: Der Buck’s Boum Sohn begann seine Karriere im Jahr 2016 in Taunton und wechselte recht schnell in die Bumper bzw NHF Listed Rennen und traf da auf einige spätere Größen wie etwa Lostintranslation. Es dauerte aber noch eine ganze Weile bis er sein erstes Ausrufezeichen setzten konnte. Das erste Mal gelang es ihm in seinem zweiten Rennen in der Saison 2018 / 2019 , als er im Gruppe 2 Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase einen zweiten Platz belegen konnte. Zugegeben, der zweite Platz war mit 7 Längen ein gutes Stück hinter dem Sieger Lalor, aber Dynamite Dollars konnte den zweiten Platz sicher verteidigen und legte gegen den Sieger im Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene einige Tage später noch einmal nach und gewann dieses Mal über 3126m mit zwei Längen Vorsprung sein erstes Gruppenrennen

Scheinbar hatte Dynamite Dollars nun GEschmack am Sieg gefunden, denn noch im selben Monat gewann er das Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen den aufstrebenden Kalashnikov, der eigentlich der haushohe Favorit des Rennens war. Dynamite Dollars legte jedoch eine Starke Runde auf dem Kurs in Kempton hin und hatte nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig, um mit knapp einer Länge Vorsprung ins Ziel zu reiten. Im Januar 2109 gewann er dann sein nächstes Gruppenrennen, das Gruppe 2  Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase, dieses Mal war das Rennen allerdings nur schwach besetzt und kaum ein Test für Dynamite Dollars, der souverän und unangefochten gewann. Alles war bereit für das Cheltenham Festival, dann jedoch der Schock – Verletzungen und gesundheitliche Probleme und das aus für die gesamte Saison. 12 Monate später macht Dynamite Dollars sein Debüt ausgerechnet gegen einen der besten Chaser der aktuellen Zeit, in Form von Altior und musste wie nicht anders zu erwarten eine Niederlage einstecken  – lief aber auf seinem dritten Platz kein schlechtes Rennen und könnte hier mit Glück ebenfalls einen Platz erreichen.

Defi Du Seuil Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren. In der Saison 2018 ging es dann mit der Form etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg sicher wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Fom im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird.. Defi Du Seuil hingegen hat bewiesen, dass er in bestechender Form ist und auch das Duell mit Altior nicht fürchten muss.

Chacun Pour Soi: Der  Policy Maker Sohn von Trainer Willie Mullins hat noch nicht viele Rennen bestritten, aber schon einige Ausrufezeichen setzten können und sollte auch gegen den überragenden Altior nicht unterschätzt werden

Dabei begann seine Karriere im Jahr 2015 noch recht ruhig in Frankreich, wo so viele spätere Stars von Willie Mullins ihre Karriere begannen. Er startete zunächst bis in das Jahr 2016 auf dem Festland in Europa und nahm an einigen Black Type Rennen auf dem Flat teil, bevor er zu Willie Mullins wechselte – allerdings musste man sich bis zu seinem ersten Start lange gedulden, denn Mullins lies ihn erst vier Jahre später in Naas im März 2019 das erste Mal auflaufen!

Vier Jahre Training unter dem Champion Trainer hatten sich aber augenscheinlich ausgezahlt, denn Chacun Pour Soi ging nach dem ersten Sieg in seinem Beginners Chase (mit 31 Längen!!) weiter und gewann im Mai 2019 das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase gegen Defi Du Seuil! Das war ein ziemliches Ausrufezeichen, welches man auch einem Schützling von Willie Mullins nicht ohne weiteres bei seinem gerade einmal zweiten Start zugetraut hatte, aber das Warten hatte sich offensichtlich gelohnt und Chacun Pour Soi konnte noch in seiner ersten Saison seinen ersten Gruppe 1 Sieg über 3219m sichern, und das gegen absolute Top Konkurrenz!

Damit konnte er zufrieden in die Sommerpause gehen, die mit einem Start im Paddys Rewards Club Chase auf Gruppe 1 Ebene im Dezember 2019 beendet wurde. Das 3420m Rennen hätte eigentlich ein lockerer Einstieg für Chacun Pour Soi werden sollen, allerdings schien er die Auswirkungen der langen Pause noch zu fühlen, denn A Plus Tard, der das Feld über die Distanz geführt hatte, lies sich nicht so einfach abschütteln und unter einem harten Ritt von Rachel Blackmoore schaffte der Schützling von Henry De Bromhead es, sich auf der Zielgeraden noch mit fast vier Längen von Chacun Pour Soi abzusetzen, der zunehmend müde wurde.

Chacun Pour Soi machte allerdings beim nächsten Start im Februar im Gruppe  1 Dublin Chase alles wieder gut, als er seinen Stallgefährten Min um ebenfalls gut vier Längen schlagen konnte. Dieses Mal sah er während des Rennens absolut fit aus und lies Min keine Chance, sich vor der letzten Hürde noch an seine Hufe zu hängen. Stattdessen dominierte Chacun Pour Soi das 3420m Rennen auf gut bis weichem Rennen und dürfte hier von Altior einiges Lernen, der aber sich noch eine Nummer zu groß für ihn ist. Daher kann es auch sein, dass Chacun Pour Soi am Ende lieber im Ryanair Chase statt dem Champion Chase startet.

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat kürzlich eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Paddys Rewards Club Chase gegen Chacun Pour Soi hatte gewinnen können. A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Da Chacun Pour Soi im Gruppe 1  Dublin Chase danach Min klar hatte schlagen können, ist die Leistung von A Plus Tard in diesem Rennen mehr als interessant!
Min gewann sein Chase Debüt im November 2016 mit Leichtigkeit und rein subjektiv besser als vieles, was er über Hürden gezeigt hatte. Den guten Eindruck aus seinem Chase Debüt bestätigte er im Dezember. Dort stand dann im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase allerdings der erste richtige Test an, welchen Min mit einem beeindruckenden Lauf meisterte. Die Konkurrenz rund um Identity Thief und Road To Respect war nicht schlecht besetzt, auf dem weichen Boden hatte Min aber keinerlei Schwierigkeiten, sich vor der letzten Hürde an die Front zu setzen und über 9 Längen auf den Zweiten herauszuholen.

 

MinDer Walk In The Park Sohn ist ein weiterer Starter vom irischen Erfolgstrainer Willie Mullins, der in Frankreich geboren und trainiert wurde. Nach einigen erfolgreichen Starts über Hürden konnte Min sich im Jahr 2016 beim Festival mit einem zweiten Platz hinter Altior im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle platzieren. Nach der Sommerpause wechselte Min wie erwartet die Disziplin und startete nun in den Chase Rennen.

Erst 11 Monate später konnte Min wieder auf die Rennstrecke zurückkehren, wobei das erste Rennen in Gowran Park kein Maßstab war. Gerade einmal zwei Gegner liefen in dem Handicap auf, dementsprechend locker war der Sieg aber auch. Wieder war es der Dezember, in dem der erste richtige Test der Saison folgen sollte. Gegen Simply Ned gewann Min zwar mit einem Nacken im Paddy’s Rewards Club Chase, behinderte den Zweiten allerdings auf der Zielgeraden und wurde daher auf den zweiten Platz degradiert. Der schnelle Untergrund lag ihm offensichtlich nicht und er sehnte sich nach dem weichen Boden, der normalerweise im Winter in England vorherrscht und die er im Coral Dublin Chase im Februar auch bekommen sollte. Dabei trat er erneut gegen Simply Ned an, wurde aber im Vorfeld schon klar als Favorit gehandelt und wurde diesen Erwartungen mit einem 12 Längen über Simply Ned auch komplett gerecht. Min fühlt sich auf weichem Boden extrem wohl und hätte Altior im Queen Mother Chase einiges zu denken geben sollen. Der Favorit deklassierte das Feld aber nach belieben und auch wenn Min sich gut halten konnte und vor God’s Own und Politologue ins Ziel kam.

Im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase musste sich Min mit Un De Sceaux und Douvan messen, und hatte gegen die beiden führenden Chaser keine Chance. hatte aber in der Saison durchaus bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es um die großen Rennen geht.

Mit der guten Saison im Rücken konnte der Trainer zufrieden mit der Leistung seines Schützlings sei, Mullins tat aber das was er immer tat und konnte in der Sommerpause noch  einmal deutlich mehr aus Min herausholen. Das konnte man dann beim Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase bewundern, als Min gegen gleichwertige Konkurrenz wie Shattered Love und Balko Des Flos trotz schwierigen Rennverlaufs obsiegte.

Min war an der vorletzten Hürde von den Gegnern in die Zange genommen worden und musste ihre Linie wechseln um ihren Schlusssprint ansetzten zu können. Min fand eine Lücke an der Innenseite und konnte sich dort unter einem harten Ritt gegen Shattered Love durchsetzen, die nach dem Zusammenstoß ebenfalls ein wenig an Momentum verloren hatte, aber sich auf der Zielgeraden gut erholt hatte.

Danach ging es für Min als klare Favoritin in das mit nur vier Starterinnen besetzte Ladbrokes Dublin Chase, wo Min als klare Favoritin starten konnte. Ordinary World, Castlegrace Paddy und Saint Calvados waren alles keine Gegner für Min, die in der letzten Kurve auf die Führenden aufschloss und die Führung fast mühelos übernahm, bis sie sich locker vom Rest des Feldes absetzten konnte und mit 6 Längen Vorsprung gewann.

Diese Leistung war für das Festival eine starke Ansage, allerdings war Altior eine ganz andere Hausnummer und gewann das Champion Chase mit Leichtigkeit gegen Politologue, während Min keine Chance hatte mit den Siegern mithalten zu können.

Im Gruppe 1 JLT Chase deklassierte Min dann allerdings den zweiten des Champion Chase (Politologue) und gewann mit 20 Längen Vorsprung, die 700m mehr waren definitiv gut für Min und er konnte sich den dritten Gruppe  1 Sieg in der Saison 2019 sichern.

Noch im selben Monat reduzierte er die Distanz dann noch einmal auf die Champion Chase Distanz von knapp 3200m, musste sich dort im Irish Champion Chase aber erneut geschlagen geben – dieses Mal war es Un de Sceux der ihm den Tag verdarb, wenn auch nur mit 4 Längen Vorsprung- Min hielt einen klaren zweiten Platz, und es waren gut 38 Längen bis zum Dritten des Rennens.

Min ging danach in die Sommerpause, konnte aber auf eine erfolgreiche Saison mit drei Gruppe 1 Siegen zurückblicken und suchte sich gleich das nächste Gruppe 1 Rennen für sein Debüt in der neuen Saison aus – genau wie das letzte Mal im Jahr 2019 –  und wie ihm letzten Jahr gewann Min das Rennen, dieses Mal allerdings wieder recht knapp, denn Hardline lief ein herausragendes Rennen auf dem zweiten Platz  und vor der letzten Hürde war nicht sicher wer von beiden  am Ende den Sieg davontragen würde. Der letzte Sprung von Hardline war unter dem Druck seines Jockeys leider nicht ganz sauber und er gab Min damit das Rennen.

Im nachfolgenden Gruppe  1 Dublin Chase in Leopardstown musste Min zeigen, dass er gegen seinen Stallgefährten Chacun Pour Soi bestehen kann, der von seinem Trainer Willie Mullins eine Menge Vorschusslorbeeren bekommen hatte – und überraschend Min auch auf einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz verbannen konnte. Min versuchte verzweifelt vor der letzten Hürde den Rückstand auf den front laufenden Chacun Pour Soi aufzuholen, hatte aber keine Chance selbst mit einem sauberen Sprung an der letzten Hürde, denn der Konkurrenz war an dem Tag einfach in zu guter Form und konnte sich auf der Zielgeraden weiter absetzten. Min ist tortzdem nach wie vor ein ernst zu nehmender Konkurrent für das Festival, auch wenn er bisher beim großen Meeting immer wieder gegen Altior zurückstecken musste.

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn weder Altior noch Defi Du Suil oder Chacun Pour Soi lust haben das Tempo zu setzen.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das war das letzte Rennen in der alten Saison für Politologue, der nach der Sommerpause im November im Gruppe 2  Shloer Chase sein Saisondebüt feierte und dort mit Konkurrenten wie Defi Du Seuil und Saint Calvador durchaus harte Gegner vorfand. Politologue übernahm wie gewohnt die Führung des kleinen Feldes und hatte während dem Rennen immer wieder einen Vorsprung von fast 3 Längen vorzuweisen, konnte diesen aber zwischen den letzten beiden Hürden nicht verteidigen und musste Defi Du Seuil ziehen lassen, wenn auch nur wenige Längen.

Der selbe Konkurrent gewann auch das Gruppe 1 Tingle Creek Chase einen Monat später, dieses Mal allerdings mit deutlich größerem Abstand und Politologue musste sich am Ende mit einem klar abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben.

 


08.02.2020 – Newbury – The Game Spirit Chase – Pick: Altior

Pferderennen in England

15:25 Win Bigger On The Chase (The Game Spirit Chase) – Gruppe 2

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.303 m  |  Preisgeld: 50.000 GBP | Jagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Gerade einmal drei Niederlagen stehen in seiner Form, und die waren bis auf die letzte ziemliche lange her.

Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis Start im Christy 1965 Chase Ende Dezember 2019 das letzte Mal sein , dass Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Seine Kariere und seine Errungenschaften lesen sich beeindruckend und es ist jetzt schon klar, dass er als eine er größten National Hunt Stars seiner Zeit in die Geschichte eingehen wird. Mit den ersten beiden Niederlagen zu Beginn seiner Karriere im Gepäck ging es in die erste Sommerpause und danach tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf – und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge!

Das haben zuvor nur wenige andere Pferde geschafft, der letzte war Master Minded 2008 und 2009, und mit diesem Rennen ging Altior dann in Richtung des Celebration Chase, wie auch schon 2017 und 2018, um dieses Gruppe 2 Rennen nun das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Wie auch schon in den Jahren zuvor war das Rennen am Ende relativ knapp im Vergleich zu einigen anderen Rennen, die Alior in der Saison so gewonnen hat, aber am Ende ist ein überzeugender Sieg ein überzeugender Sieg, auch wenn der Vorsprung hätte größer sein können.

Wieder ginge es in die Sommerpause, die dieses Mal ungewöhnlicher Weise im Christy 1965 Chase in Aso beendet wurde. Das Rennen im November war knapp einen Kilometer länger als die, die Altior bisher so bestritten hat und man kann davon ausgehen, dass dies der Test etwa für Gold Cup war, der aber kaum zur Zufriedenheit von Altior beendet wurde  schließlich musste sich Altior am Ende dem stark auflaufenden Cyrname geschlagen geben, und das wo das Rennen nur drei Starter hatte!

Da heute die Distanz wieder deutlich verringert wurde haben wir gute Chancen, dass Atior wieder sein Altes Selbst ist und das Rennen hier für sich entscheiden kann

Dynamite Dollars: Der Buck’s Boum Sohn begann seine Karriere im Jahr 2016 in Taunton und wechselte recht schnell in die Bumper bzw NHF Listed Rennen und traf da auf einige spätere Größen wie etwa Lostintranslation. Es dauerte aber noch eine ganze Weile bis er sein erstes Ausrufezeichen setzten konnte. Das erste Mal gelang es ihm in seinem zweiten Rennen in der Saison 2018 / 2019 , als er im Gruppe 2 Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase einen zweiten Platz belegen konnte. Zugegeben, der zweite Platz war mit 7 Längen ein gutes Stück hinter dem Sieger Lalor, aber Dynamite Dollars konnte den zweiten Platz sicher verteidigen und legte gegen den Sieger im Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene einige Tage später noch einmal nach und gewann dieses Mal über 3126m mit zwei Längen Vorsprung sein erstes Gruppenrennen

Scheinbar hatte Dynamite Dollars nun GEschmack am Sieg gefunden, denn noch im selben Monat gewann er das Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen den aufstrebenden Kalashnikov, der eigentlich der haushohe Favorit des Rennens war. Dynamite Dollars legte jedoch eine Starke Runde auf dem Kurs in Kempton hin und hatte nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig, um mit knapp einer Länge Vorsprung ins Ziel zu reiten. Im Januar 2109 gewann er dann sein nächstes Gruppenrennen, das Gruppe 2  Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase, dieses Mal war das Rennen allerdings nur schwach besetzt und kaum ein Test für Dynamite Dollars, der souverän und unangefochten gewann. Alles war bereit für das Cheltenham Festival, dann jedoch der Schock – Verletzungen und gesundheitliche Probleme und das aus für die gesamte Saison. Nun, gut 12 Monate später macht Dynamite Dollars sein Debüt ausgerechnet gegen einen der besten Chaser der aktuellen Zeit, und dieses Duell wird vermutlich noch etwas zu viel sein.

Kalashnikov: Der Kalinisi Sohn machte zum Beginn seiner Karriere einen sehr guten Eindrck und gewann drei Rennen in Folge, um beim ersten Versuch in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 1   32Red Tolworth Novices‘ Hurdle nur knapp zu scheitern. Der Boden war durch Dauerregen aufgeweicht und schwer geworden, was vielen Konkurrenten Probleme bereitete, dagegen schien Summervielle Boy sich im Matsch pudelwohl zu fühlen und gewann am Ende das Rennen mit über vier Längen gegen Kalashnikov. Summerville Boy entledigte sich seines letzten Konkurrenten auf dem Zieleinlauf, hätte sich an der letzten Hürde aber fast selber aus dem Rennen genommen. Kalashnikov hatte zuvor ein Novice Rennen mit fast 10 Längen Vorsprung gewonnen und lies nach der Niederlage in Sandown im Betfair Handicap Hurdle in Newbury einen weiteren souveränen Sieg  folgen.

Das Betfair Handicap Hurdle war stark besetzt und Kalashnikov keineswegs leicht unterwegs. Der Boden war erneut schwer und der Lauf in einem großen Feld brigt immer seine Risiken. Silver Streak warf seinen Reiter ab und rannte als loses Pferd vor dem Feld her und brachte immer wieder einige Konkurrenten völlig aus dem Takt, gerade Kalashnikov litt unter dem Freigänger an den letzten beiden Hürden.  Der weiche Boden sorgte dafür, das Jack Quinlains gelbes Trikot kaum noch zu sehen war und eher einem dezenten Matschbraun ähnelte, zudem hatte Bleu Et Rouge einen besseren letzten Sprung ohne Intervention von Silver Streak. Trotzdem gab Kalashnikov nach dem letzten Sprung noch einmal Gas und gewann das Rennen souverän

Damit galt er als einer der kommenden Stars in der Szene, das nächste Duell mit Summerville Boy im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle fest im Blick – die Form aus den Rennen zuvor hat diese Ambitionen durchaus hergegeben:

Es ging also in das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo Kalashnikov als der Favorit des Rennens startete und tatsächlich auch ein extrem gutes Rennen absolvierte., aber etwas zu energisch an die Sache ging, was ihm vermutlich den Sieg kostete. Denn so konnte Summerville Boy nach der letzten Hürde nicht noch mehr geben und wurde kurz vor dem Ziel noch von Summerville Boy eingeholt und überholt. Damit verlor Kalashnikov knapp das Rennen, welches das Saisonziel für ihn gewesen war und beendete dann auch sofort die Saison für sich. Im November kehrte er dann in einem Novice Rennen zurück zur Rennstrecke und gewann das vier Starter Rennen auch locker, wobei auch das zweite Rennen auf diesem Niveau im Dezember mit einem lockeren Sieg abgeschlossen werden konnte. Beim dritten Start in der Saison, kurz vor dem Jahreswechsel im Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase, kam dann aber überraschend der erste Flop in der neuen Saison.

Kalashnikov presste den Sieger und Pacemaker Dynamite Dollars von der achten bis zur zweitletzten Hürde, hatte dann aber nicht das Tempo um mit diesem noch weiter mitzugehen und musste sich immer weiter zurückziehen. Groß war der Rückstand auf den Sieger nicht und er wurde im nachfolgenden Gruppe 2 Kingmaker Nov‘ Chase immer noch als haushoher Favorit geführt, musste sih allerdings erneut überraschend deutlich geschlagen geben und schien damit im Jahr 2019 nicht so richtig bereit für das Cheltenham Festival.

Am Tag des Arkle Chase sah Kalashnikov allerdings ziemlich gut aus und hätte vielleicht ein großes Rennen laufen können, wenn er nicht an der sechsten Hürde gestürzt wäre. Dafü konnte er sich dann allerdings um Saisonabschluss im April im Devenish Manifesto Novices‘ Chase gegen La Bague Au Roi durchsetzen und immerhin ein großes Rennen in der Saison für sich entscheiden! Der Konkurrent hatte das Cheltenham Festival ausgelassen und galt als fit für das Rennen, musste aber Kalashnikov am Ende ziehen lassen, der danach in die Sommerpause ging und auf dem selben Kurs in Aintree sein Saisondebüt im Oktober gab – dort aber überraschend Forest Bihan unterlag.

Generell schien Kalashnikov in der neuen Saison so seine Probleme zu haben, denn noch im selben Monat unterlag er in einem weiteren Handicap Chase und im Januar lief er ein grottenschlechtes Rennen im Gruppe 3 Paddy Power H’cap Chase, und für diese Leistung gibt es keine wirkliche Erklärung – keine Verletzung, keine Krankheit, nur dass Kalashnikov nie richtig ins Rennen gefunden hat. Das heute ist daher in mehrere Hinsicht ein echter Test

Sceau Royal: Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg, aber mit dem Alter wurde er beständiger und gerade in der Saison 2019 konnte er sich einige sehr gute Platzierungen sichern, wie einen zweiten Platz im Champion Chase und dem Celebration Chase. Kein Wunder also, dass man mit seinen acht Jahren ihn hier vermutlich noch öfter sehen wird. Das sind aber natürlich alles Chase Rennen, in der Hürdendisziplin 2017 war kau ein Blumentopf zu gewinnen und sein Trainer Alan King wusste, dass er etwas verändern muss.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal wiederholte diese Leistung mit einer weiteren Platzierung hinter Altior im GRuppe 1 Celebration Chase  im April 2019 und hatte damit ein bis dato kaum erreichtes Formhoch erreicht, das er allerdings nu in Teilen über die SOmmerpase retten konnte. Der erste Start im Tingle Creek Chase wurde unter ferner liefen beendet und auch im Gruppe 2 Desert Orchid Chase  im Dezember war Seau Royal noch nicht in Bestform und musste sich mit dem dritten Platz in dem kleinen Rennen zufrieden geben. Er wird aber sicher besser im Laufe der Saison und wird zum Cheltenham Festival sicher eine Gefahr darstellen können

Pick: Altior

Systempick: Altior 10pts

 


Altior und Cyrname treffen wohl nicht im King George aufeinander!

Pferdewetten News

Weihnachten steht vor der Tür, aber Nicky Henderson hat am Samstag nicht gerade das erhoffte Geschenk für die Fans abgeliefert, als er Altior für King George VI Chase in Kempton nächste Woche faktisch ausschloss.

Altior ist eigentlich ein mächtiges, starkes und kraftvolles Pferd und in seiner Besten Form mehr als ein Hingucker – sondern mit das Beste was die Chase Szene in England so zu bieten hat. Allerdings nicht in Ascot zuletzt. Dort produzierte er nicht sein übliches messerscharfes Springen und kraftvollen Lauf,sondern sah unkonzentriert und nicht ganz fit aus

Henderson sagte, er sei am Samstag um 5 Uhr morgens aufgestanden, um sich Altior, den Sohn von High Chaparral, bei seinem täglichen Training anzusehen – vor allem, um herauszufinden, ob er am Boxing Day für die Revanche seinem Ascot-Bezwinger Cyrname bereit sein würde. Viele haben die Niederlage von Altior schmerzhaft in ihrem Portemonnaie gespürt und Henderson will sicher gehen, dass so eine Niederlage nicht zwei Mal in Folge passiert

„Man kann nicht sagen, dass er schlecht gearbeitet hat, sie haben alle zusammen eng gedrängt das Rennen beendet, aber normalerweise ist er an ihnen vorbei und verschwunden“, sagte Henderson.

Der fünffache Meistertrainer hielt es daher für „äußerst unwahrscheinlich“, dass der Star seines Gestüts am Boxing Day in Kempton auflaufen wird.

Damit bleiben auch einige Fragen aus Ascot für uns unbeantwortet

Woran lag die augenscheinliche Schwäche von Altior?
Ist Cyrname einfach das bessere Pferd zu diesem Zeitpunkt?
Oder sind die Tage von Altior als einer der weltbesten Chaser vielleicht schon vorbei? Wird er zu alt?
Wenn nicht – wird Altior bei der Distanz von drei Meilen bleiben?
Altior könnte einen Tag später nach dem King George statdessen im Ladrokes Desert Orchid Chase auflaufen, eine Alternative die Altior schon im letzten Jahr gewählt hatte und mit Leichtigkeit hatte für sich entscheiden können.

So argumentierte auch der etwas gescholtene Henderson:

Dieser Wettbewerb, den Altior vor 12 Monaten auf einfache Weise gewonnen hatte, wird längst nicht so grausam sein wird wie die King George Chase dieses Jahr, die bis zur Decke mit Talent geladen ist.

Henderson merkte noch an, dass nichts für Altiors nächsten Einsatz ausgeschlossen ist oder ausgeschlossen wurde, obwohl es schwierig sein würde, ihn für den Gold Cup zu qualifizieren, wenn er zuvor nicht mindestens einmal richtig über die drei Meilen getestet würde.
Zumindest wäre es eine seltsame herangehensweise das wichtigste Rennen der Saison für die 3 Miler ohne entsprechenden Test in der Saison anzugehen
Die Ryanair Chase wäre eine Alternative, allerdings eine die weit weniger her macht und weit weniger lukrativ ist als der Gold Cup, so dass bezweifelt werden darf, dass Henderson dieses Rennen als echte Alternative betrachtet – also doch vielleicht der Versuch des Hattricks im Champion Chase?

Wir werden sehen welchen Weg Altior einschlägt – aber die King George wäre schon super gewesen!


Sandown- 27.04.2019 – Celebration Chase – Pick: Altior

Pferderennen in Frankreich

16:00  Celebration Chase – Gruppe 1 

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.126 m  |  Preisgeld: 150.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Abschluss der Jump Saison in Sandown dieses Wochenende, und es laufen einige der großen Namen noch ein letztes Mal auf, bevor endgültig die Flat Saison übernimmt. Kein Wunder also, das Altior hier vermutlich einen weiteren einfachen Gruppe 1 Sieg einfahren kann, wenn er sich nicht selbst im Weg steht.

Zu den einzelnen Startern:

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis jetzt das letzte Mal gewesen sein, das Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Denn nach der Sommerpause tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge! Heute geht es vor allem gegen Konkurrenten, die er schon geschlagen hat und er sollte damit weniger Probleme hier haben.

God’s Own: Mein Kandidat für den dritten Platz hier

Sceau Royal: Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal scheint hier fest für den zweiten Platz gebucht.

 


13.03.2019 – Cheltenham Tag 2 – Queen Mother Champion Chase

Pferderennen in England

Queen Mother Champion Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 400.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das Rynair Chase, oder eigentlich die Festival Trophy, wurde 2005 zum Festival hinzugefügt, als es um einen vierten Tag erweitert wurde, bereits in 2008 wurde es zu einem Grade 1 Rennen erhoben und Cue Card, Albertas Run, Balko Des Flos, Dynaste und natürlich Vautour gehören zu den Siegern dieses Rennens in den letzten Jahren.
Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

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