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Analyse

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18.06.2019 – Royal Ascot – Kings Stand Stakes – Pick: Blue Point

Pferderennen in England

16:40 Kings Stand Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.006 m | Preisgeld: 500.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Blue Point hat neben dem Sieg über Harry Angel im Gruppe 3 Pavilion Stakes  einen Platz im Middle Park Stakes sowie dem Dewhurst Stakes im letzten Jahr vorzuweisen und musste sich nur Churchill, Lancaster Bomber und The Last Lion unterordnen.  Dabei schlug er Mehmas, der Caravaggio zumindest teilweise im Duell Konkurrenz gemacht hatte. Caravaggio und Harry Angel haben ihn im Gruppe 1 Commonwealth Cup knapp schlagen können, als die drei sich deutlich vom Rest des Feldes absetzen konnten. Harry Angel und Blue Point duellierten sich über eine lange Zeit, bevor Caravaggio auf der Innenbahn anzog und die beiden stehen lies. Blue Point lief allerdings ein großartiges Rennen, auch wenn es am Ende nicht für einen Sieg reichte. Danach ging es für ihn in eine kleine Pause und dann zum Sprint Cup Stakes nach Haydock, wo er aber auf schwerem Boden gegen Harry Angel und Co. keine Chance hatte. Im Laufe des Herbstes besserte sich der Boden noch ein wenig und Blue Point konnte einen weiteren Start im Bengough Stakes auf Gruppe 3 Ebene bewältigen, den wie zu erwarten mit einem souveränen Sieg abschließen konnte. Mit dem Erfolg im Rücken ging es in die Winterpause, die er mit einem Start in Meydan, Dubai, im Februar beendete. Der Lauf unter den schwierigen klimatischen Bedingungen gelang ihm recht gut, allerdings hatte am Ende Ertijaal als Favorit die Nase im Meydan Sprint vorne und Blue Point nahm aus Dubai lieber die Route nach Singapur statt für das Dubai World Cup Festival im nahen Osten zu bleiben. Ausgezahlt hat sich die Reise zum The Chairman’s Sprint Prize leider nicht, denn mehr als der letzte Platz sprang in diesem international hochklassig besetzten Rennen nicht heraus. Mit der Rückkehr nach England stellte sich allerdings auch der Erfolg wieder ein, denn Blue Point konnte die versammelte Konkurrenz im King’s Stand Stakes am Ende mit fast zwei Längen schlagen und gewann souverän.

Danach ging er in den July Cup, wo er zunächst im Mittelfeld geparkt wurde, allerdings konnte William Buick ihn nicht wie gehofft am Ende motivieren um aus dieser Position dann auch Kapital zu schlagen und Blue Point sah auf den letzten Metern müde aus, während er am Anfang des Rennen noch viel zu energisch lief. Im Gruppe 1 Coolmore Nunthorpe Stakes lief es mit einem prominenteren Lauf nahe am Tempo schon deutlich besser und Blue Point konnte sich einen guten dritten Platz sichern.

Nach diesem durchaus erfolgreichen Sommer begab sich Blue Point in eine 174 tägige Pause und eine Reise nach Dubai, wo er auf dem Kurs in Meydan im Februar 2019 debütierte, Letztes Jahr hatte er im Gruppe 2 Meydan Sprint noch knapp Ertijaal unterlegen, nun aber sicherte sich Blue Point mit einem Lauf am Tempo einen beeindruckenden 5 Längen Sieg, der Faatinah auf dem abgeschlagenen zweiten Platz einlaufen lies. Die Konkurrenz war allerdings auch relativ leicht und Blue Point war auch der klare Favorit des Rennens, und erfüllte den an ihn gestellten Anspruch

Danach ging es in das Nad Al Sheba Turf Sprint Sponsored By Arabian Adventures auf Gruppe 3 Ebene, welches Blue Point wieder mit Leichtigkeit gewinnen konnte – wieder als klarer Favorit. Die beiden lockeren Siege waren allerdings nur eine Vorbereitung auf das Al Quoz Sprint beim Dubai World Cup Festival – wo er als klarer Favorit startet, obwohl man die Siege in Perspektive zu der stärkeren Konkurrenz beim Al Quoz Sprint setzten musste.

Aber wie man beim großen Rennen dann sehen konnte, gab es wieder einmal keinen Grund zur Sorge, denn Blue Point schwenke perfekt in der Mitte der Bahn aus und beschleunigte auf den letzten 200m, um auf die Front Runner aufzuschließen und die Führung selbst zu übernehmen. Das Feld zog sich zu diesem Zeitpunkt schnell auseinander, Belvoir Bay und Stormy Liberal gingen mit Blue Point mit, während der Rest des Feldes auf den letzten 100m zunehmen zurückfielen.

Blue Point erweiterte seine Siegesserie in Meydan damit auf 3 Siege aus 3 Rennen in 2019 und einen weiten Platz aus 2018, das Klima und die Strecke in Meydan schienen ihm durchaus zu liegen. Nun geht es also zurück nach Royal Ascot zum King’s Stand Stakes, welches er letztes Jahr gegen den  hier wieder auftretenden Battaash gewinnen konnte. Battaash hatte damals die Führung übernommen und sah 150m vor dem Ziel wie der Sieger aus, als er sich mit einem Tempowechsel schnell einige Längen absetzten konnte und Blue Point nicht wirklich in Gang kam auf dem zweiten Platz. Allerdings änderte sich das Bild auf den letzten 50m deutlich, als Battaash ermüdete und Blue Point Momentum aufgebaut hatte, um sich am Ende noch 2.5 Längen abzusetzen. Gelingt ihm das heute ein weiteres Mal? Die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht bei dem erneuten Duell der beiden.

Battaash hatte sich nach dem zweiten Platz beim King’s Stand Stakes einen lockeren 4 Längen Sieg im Gruppe 2 King George Stakes im Glorious Goodwood Festival gesichert, bei dem er 2f vor dem Ziel auf die Führenden aufgeschlossen hatte und dann die Führung übernommen hatte. Er zeigte den selben Tempowechsel wie beim King’s Stand Stakes und fand sich schnell deutlich vor den Verfolgern wieder, die keine Chance hatten an Battaash wieder heranzukommen. Die Konkurrenz war allerdings auch längst nicht so stark wie in den letzten Rennen und der vier Längen Sieg wurde im selben Monat im Coolmore Nunthorpe Stakes ein wenig zurecht gerückt, wo Battaash freie Bahn zum Schlusssprint hatte, aber am Ende gegen die Außenseiter Alpha Delphini und Mabs Cross abgehängt wurde und auch Blue Point wieder einmal an ihm vorbeizog.

Battaash zog es nach Frankreich, wo er im Gruppe 1 Prix de l’Abbaye auflaufen sollte, und nach den sehr guten Leistungen in der Saison 2018 war die Favoritenrolle Battaash ein drittes Mal im Folge sicher. Aber Battaash schaffte es allerdings wieder nicht, auf den letzten Metern Mabs Cross hinter sich zu halten und der Außenseiter, der im Nunthorpe fast ein Dead Heat mit dem Sieger Alpha Delphini erzwungen hatte. Mabs Cross zeigte, dass dies keine Ausnahme war und die beiden trafen danach im Armstrong Aggregates Temple Stakes beim Saisondebüt 2019 wieder aufeinander. Battaash gewann das Rennen mit Leichtigkeit, ohne das Jim Crowley auf ihm durch alle Gänge gehen musste.

Mabs Cross verlor allerdings ein Hufeisen in dem Rennen und kam trotzdem auf einem dritten Platz ins Ziel und Alpha Delphini lief auch kein schlechtes Rennen, auch wenn Battaash sie beide am Ende sicher in der Tasche hatte.

Battaash hatte allerdings in der Vergangenheit immer wieder Probleme in seinem Gruppe 1 Rennen und es wäre nicht klug, Mabs Cross hier bei der Wiederholung des Duells abzuschreiben.


18.06.2019 – Ascot – Queen Anne Stakes – Pick: Laurens

Pferderennen in England

15:30 Queen Anne Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 600.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Barney Roy: Der Excelebration Sohn von Trainer Charels Appelby  hatte vor allem im Jahr 2017 von sich reden machen können. Bei seinem Start  im Guineas 2000 in Newmarket hatte Barney Roy auf den letzten  Metern zwar nicht das Tempo, um noch auf den Sieger Churchill aufschließen zu können, schaffte aber trotzdem einen hervorragenden zweiten Platz in einem der wichtigsten Classics des Jahres. Der zweite Platz war darüber hinaus auch noch durchaus entschuldbar, lief Churchill doch zu absoluter Hochform auf und sollte diese Form erst in seinem übernächsten Rennen einbüßen, während Barney Roy mit seiner Karriere zu dieser Zeit erst langsam Fahrt aufnahm.
Barney Roy, der Sohn von Excelebration und der Galileo Tochter Alina, konnte im Guineas bei weitem nicht so viel Erfahrung vorweisen wie das O’Brien Duo (Lancaster Bomber und Churchill) und die Unerfahrenheit machte sich im Rennen ein wenig bemerkbar. So gewann er sein Debüt im April 2016 mit Leichtigkeit und kehrte dann erst im April 2017 mit einem ebenfalls souveränen Sieg im Gruppe 3 Greenham Stakes zurück, wo er Dream Castle auf den letzten 200m stehen ließ. Dann ging es nur einen Monat später zum Guineas und die Leistung des zweiten Platzes war deutlich besser als das, was er zuvor gezeigt hatte. Die Marge von knapp 1 Länge täuscht ein wenig darüber hinweg, das Churchill hart für diesen Sieg hatte arbeiten müssen und Barney Boy auf der Zielgeraden stolperte und aus dem Takt kam, was ihn einiges an Momentum kostete. Während Curchill freie Bahn auf der Innenseite hatte, musste sich Barney Boy zwischen den Konkurrenten eine Lücke suchen und wich zuerst vor einem driftenden Eminent zurück, um sich dann doch eine kleine Lücke zwischen Al Wuakir und Lancaster Bomber zu suchen. Sein Jockey James Doyle hatte nicht die Möglichkeit, in voller Fahrt energisch mit der Peitsche zu arbeiten, da die anderen Konkurrenten zu dicht liefen und es hat im Endeffekt nicht viel auf Churchill gefehlt.
Die beiden trafen im St James’s Palace Stakes erneut aufeinander, und Barney Roy hatte über die Meile auf den letzten Metern das Feld klar in seiner Gewalt. Front Runner Lancaster Bomber konnte Barney Roy nicht hinter sich halten und über den schnelleren Untergrund kam Chruchill in keiner Weise an die beiden Sieger heran, obwohl er das Guineas 2000 auf gutem bis schnellem Untergrund gewonnen hatte. Dennoch lies Churchill seinen üblichen Kick etwas vermissen und es wäre kein Wunder, wenn er über festen Untergrund keinen weiteren Versuch unternehmen würde, trotzdem bleibt Churchill nach wie vor im Lineup hier.
Barney Roy jedenfalls versuchte sich danach im Coral Eclipse gegen Desert Encounter, Cliffs Of Moher und Ulysses, der das Feld auf der Zielgeraden umrundete und sich sauber absetzen konnte. Barney Roy nahm die Verfolgung auf, aber Ulysses hatte ihn fest im Griff, bis Barney Roy mit einem sehr späten Sprint fast noch an ihm vorbei gezogen wäre. Und fast als wäre es ein Vorbote des kommenden gewesen, scheiterte Barney Roy bei seinem Saisonabschluss im Champion Stakes  in Ascot im Oktober deutlich, und das wo er doch als zweiter Favorit gehandelt worden war – und das bei einem Start über Hürden!
Seine ausrechneten Chancen beruhten vor allem auf seinem Speed als Flat Galopper, allerdings machte sich auch hier die fehlende Erfahrung, dieses Mal beim Springen über Hürden, bemerkbar und Barney Roy musste sich klar geschlagen geben. Man dürfte gespannt sein, ob er 2018 wieder über Hürden wiederkehren würde oder lieber die lukrativen Flat Rennen in der nächsten Saison angehen würde -aber die Fans suchten Barney Roy im Jahr 2018 vergebens. Eigentlich war für die Zucht gedacht und damit im Ruhestand, aber leider konnte Barney Roy als Zuchthengst nicht überzeugen und wurde in der Folge kastriert und wieder zurück in die Rennen geschickt.
Erst im Mai 2019 absolvierte Barney Roy seinen nächsten Start für seinen neuen Trainer Charles Appelby, als er im Gruppe 3 Ascot Stakes über 1609m einen guten zweiten Platz belegte. Er war zwar eigentlich als Favorit gestartet, aber Zaaki machte ihm mit einem guten Lauf zum Ziel einen Strich durch die Rechnung und gewann gegen den Favoriten Bareny Roy mit 0,3 Längen.
Tipps zum Pferd:  Hatte und Richard Hannon großen Erfolg 2017 mit Siegen im St James’s Palace Stakes und zweiten Plätzen im 2000 Guineas Stakes und dem Coral-Eclipse. Startete sogar mit guten Chancen im Champion Stakes in Ascot im Oktober über Hürden, konnte dort aber nicht an seine Erfolge anknüpfen. Hatte keinen Start im Jahr 2018 nach einer gescheiterten Karriere als Zuchthengst und wurde kastriert. Barney Roy wechselte in der Folge zu Charles Appelby, der ihn 2019 mit Starts im Ascot Stakes und einem Sieg in Frankreich im Prix de Montretout zurückbrachte. Hat Talent und offensichtlich eine aufsteigende Form.
Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte. Heute sollte Laurens aber fitter sein und ihre Revanche bekommen.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Sollte hier beim zweiten Start in der Saison ganz vorne mit dabei sein, hat sie sich doch in der letzten Saison nach dem ersten Start steigern können.
Le Brivido: Der talentierte Siyouni Sohn von Aiden O’Brien hatte in seiner Karriere, die immerhin bis 2016 zurückgeht, einiges an Pech und obwohl er nunmehr in seiner vierten Saison ist, hat er lediglich sieben Rennen bestritten. Dabei lief am Anfang noch alles nach Plan, als er in Frankreich sein erstes Rennen im Prix du Vivier Madame überzeugend gewinnen konnte und im Jahr 2017 nach der Winterpause mit einem Sieg im Prix de la Francilienne nachlegte. Nach den beiden Rennen in niedrigerem Niveau versuchte sich Le Brivido im Gruppe 1 Poule d’Essai des Poulains. Er startete dort als Außenseiter, verpasste den Sieg gegen Brametot aber am Ende nur sehr knapp und hätte fast einen Schock gelandet. Rivet hatte auf dem dritten Platz keine Chancen an die beiden ersten dran zu kommen und Le Brivido hatte internationale Aufmerksamkeit errungen – welche ihn 2019 in die Arme von Aiden O’Brien bringen sollte, aber zunächst lies sein alter Trainer Andre Fabre ihn nur einen Monat später im Gruppe 3 Jersey Stakes im Royal Ascot Meeting starten, welches Le Brivido wie zu erwarten gewann – wenn auch knapper als gedacht.
Damit war die zweite Saison auch schon beendet und man erwartete Großes von Le Brivido im nächsten Jahr, 2018 absolvierte er aber nur einen einzigen Start im Gruppe 3 Abernant Stakes, wo er als Favorit leider komplett enttäuschte und danach eine einjährige, unfreiwillige Pause bis zum nächsten Debüt im Jahr 2019 im Gruppe 3 Gladness Stakes einlegte. In dieser Zeit wechselte er dann auch das Camp zu Aiden O’Brien und verließ seinen französischen Trainer Andre Fabre, und der irische Erfolgstrainer hatte offensichtlich gute Arbeit beim Training über den Winter an Le Brivido geleistet und konnte seinen neuen Schützling im Gruppe 3 Gladness Stakes auf einen guten dritten Platz bringen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes fiel Le Brivido ein wenig zu weit zurück und musste zu viel Boden beim Schlusssprint gut machen, und hatte dabei auch noch einen nicht ganz freien Lauf. Der fünfte Platz mit gut vier Längen Rückstand täuscht daher etwas über seine Form hinweg, und mit etwas mehr Glück könnte Le Brivido hier überraschen.
Tipps zum Pferd: Gute erste Saison 2017 in Frankreich 2017 mit Siegen über 1408m und einem zweiten Platz im Poule d’Essai des Poulains auf weichem Boden. 2018 fast komplett ausgesetzt, kommt 2019 für Aiden O’Brien augenscheinlich nun gut in Form.
Mustashry. Der Tamayuz Sohn von Trainer Sir Micheal Stoute begann seine Karriere wie für den Trainer gewöhnlich eher langsam – mit drei versuchen in Maidenrennen im Jahr 2015/16, bevor er dann in die Handicaprennen ging, die er das gesamte Jahr 2016 bestritt. Dass soll aber nicht heißen, dass Mustashry nicht schon in seinem ersten Jahr hochklassige Rennen bestritten hätte, schließlich lief er in Rennen wie dem hoch dotierten Britannia Stakes oder dem Clipper Logistics Stakes im Juni in Ascot auf. Beim zweitgenannten Rennen über die Meile und guten Untergrund setzte Mustashry damals sein erstes Ausrufezeichen und platzierte auf einem guten zweiten Platz, bevor er seinen ersten Versuch in einem Black Type Rennen im Sanctuary Fortune Stakes in Sandown mit einem soliden vierten Platz beendete.
2017 kehrte er nach einem schwachen Lauf in Goodwood im Betfred Mile Handicap mit zwei Siegen, unter anderem im Gruppe 3 Strensall Stakes, zur Form zurück und gewann damit auch sein erstes großes Rennen. Es folgten Teilnahmen im Joel Stakes auf Gruppe 2 Ebene und ein Sieg im Gala Stakes in Sandown über 2002m im Juni 2018, nach der erneuten langen Pause über den Winter. Dieses Mal schien Mustashry die lange Pause überhaupt nichts ausgemacht zu haben und er konnte sich auf den letzten Metern gut an der Front behaupten, nachdem er zunächst Big Country gefolgt war, der das Feld über die Distanz geführt hatte.
Im  1717m Gruppe 3 Strensall Stakes danach trat er rotz des Erfolges aus dem vorherigen Rennen nicht als Favorit an, schließlich gab es auch Gegner wie Lord Glitters im Rennen, er sich am Ende mit einer halben Länge Vorsprung durchsetzen konnte. Mustashry hatte allerdings aber auch kein Glück in dem Rennen, denn während Lord Glitters an der Innenbahn einen geraden Lauf hatte, musste Mustashry aus der Mitte der Bahn starten und war weit nach außen gedriftet um seinen Schlusssprint ansetzten zu können. Dazu zog es Mustashry auch noch wie den Kollegen zum Innengeländer und er verlor ein wenig Momentum, was am Ende im Rückstand von 0,5 Längen resultierte. Trotzdem war die Aufholjagd beendruckend gewesen und im Gruppe 2 Park Stakes im September startete er trotz des zweiten Platzes als Favorit – und gewann am Ende auch mit 0,3 Längen und legte im 1609m Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes noch einmal nach. Er lies dabei den Front Runner Zabeel Prince lieber nicht zu weit weg und blieb auf dem zweiten Platz an seinen Hufen, was auch eine gute Entscheidung war, denn der Konkurrent beschleunigte beim Schlußsprint plötzlich und gewann trotz der nahem Aufmerksamkeit einige Längen Vorsprung, die Mustashry aber aufholen konnte und mit 0,5 Längen gewann.
Mit diesen Leistungen im Rücken ging es dann das erste Mal nach Amerika zum Breeders‘ Cup Mile, wo er sich als Außenseiter im Jahresabschluss der besten Miler in Amerika zu präsentieren versuchte. Das Rennen gelang ihm nicht ganz so gut wie die Rennen in der Heimat, was aber auch von Anfang an so nicht von ihm erwartet worden war, so dass es trotzdem ein gelungener Saisonabschluss gewesen war.
2019 kehrte er im Gruppe 2 Earl Of Sefton Stakes im April über die Distanz von 1811m zurück, musste in diesem Rennen aber mehr Gewicht als die Konkurrenten tragen und Mustashry ist ein großes, kräftiges Pferd und braucht ein bisschen um die Saison zu finden – was er mit dem zweiten Start im Al Shaqab Lockinge Stakes aber auch tat – dort konnte er einen überzeugenden Sieg gegen einige der heutigen Konkurrenten feiern, als er das Rennen mit gut 2,5 Längen Vorsprung gewann. Dabei hielt er sich zunächst wieder im Mittelfeld auf, bevor er seine freie Bahn in der Mitte fand und an den Front Runner Laurens aufschloss, der mit dem folgenden Tempowechsel allerdings nicht mithalten konnte.
Mustashry hatte dabei in einem offenen Rennen die Konkurrenz am Ende fest im Griff und auch wenn das Rennen fast perfekt lief und er etwas Glück beim Abschluss hatte, sollte er heute hier gute Chancen auf den Sieg haben.
Tipps zum Pferd: Siege über 1609m und 2002m auf überwiegend schnellem Boden. Kam 2018 aus einer Pause in hervorragender Form zurück und gewann das Gala Stakes auf Listed Ebene, 2019 konnte er im Earl Of Sefton Stakes allerdings sein erstes Rennen nicht gewinnen. Ist ein großes, kräftiges Pferd und braucht ein bisschen um die Saison zu finden.
Startet seinen Schlusssprint meist aus der Mitte des Feldes und versucht die Front Runner auf den letzten Metern nieder zu Rennen

18.05.2019 – Newbury – Al Shaqab Lockinge Stakes – Pick: Mustashry

Pferderennen in England

16:40 Al Shaqab Lockinge Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 350.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kommt sie nun im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und es wird spannend werden wie sie sich hier schlagen wird – gute Chancen auf einen der vorderen Plätze hat sie
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Sollte hier beim zweiten Start in der Saison ganz vorne mit dabei sein, hat sie sich doch in der letzten Saison nach dem ersten Start steigern können.
Le Brivido: Der talentierte Siyouni Sohn von Aiden O’Brien hatte in seiner Karriere, die immerhin bis 2016 zurückgeht, einiges an Pech und obwohl er nunmehr in seiner vierten Saison ist, hat er lediglich sieben Rennen bestritten. Dabei lief am Anfang noch alles nach Plan, als er in Frankreich sein erstes Rennen im Prix du Vivier Madame überzeugend gewinnen konnte und im Jahr 2017 nach der Winterpause mit einem Sieg im Prix de la Francilienne nachlegte. Nach den beiden Rennen in niedrigerem Niveau versuchte sich Le Brivido im Gruppe 1 Poule d’Essai des Poulains. Er startete dort als Außenseiter, verpasste den Sieg gegen Brametot aber am Ende nur sehr knapp und hätte fast einen Schock gelandet. Rivet hatte auf dem dritten Platz keine Chancen an die beiden ersten dran zu kommen und Le Brivido hatte internationale Aufmerksamkeit errungen – welche ihn 2019 in die Arme von Aiden O’Brien bringen sollte, aber zunächst lies sein alter Trainer Andre Fabre ihn nur einen Monat später im Gruppe 3 Jersey Stakes im Royal Ascot Meeting starten, welches Le Brivido wie zu erwarten gewann – wenn auch knapper als gedacht.
Damit war die zweite Saison auch schon beendet und man erwartete Großes von Le Brivido im nächsten Jahr, 2018 absolvierte er aber nur einen einzigen Start im Gruppe 3 Abernant Stakes, wo er als Favorit leider komplett enttäuschte und danach eine einjährige, unfreiwillige Pause bis zum nächsten Debüt im Jahr 2019 im Gruppe 3 Gladness Stakes einlegte. In dieser Zeit wechselte er dann auch das Camp zu Aiden O’Brien und verließ seinen französischen Trainer Andre Fabre, und der irische Erfolgstrainer hatte offensichtlich gute Arbeit beim Training über den Winter an Le Brivido geleistet und konnte seinen neuen Schützling im Gruppe 3 Gladness Stakes auf einen guten dritten Platz bringen. Das wird hier aber kaum reichem um vorne mit dabei zu sein und Le Brivido wird sich steigern müssen.
Tipps zum Pferd: Gute erste Saison 2017 in Frankreich 2017 mit Siegen über 1408m und einem zweiten Platz im Poule d’Essai des Poulains auf weichem Boden. 2018 fast komplett ausgesetzt, kommt 2019 für Aiden O’Brien augenscheinlich nun gut in Form.
Mustashry. Der Tamayuz Sohn von Trainer Sir Micheal Stoute begann seine Karriere wie für den Trainer gewöhnlich eher langsam – mit drei versuchen in Maidenrennen im Jahr 2015/16, bevor er dann in die Handicaprennen ging, die er das gesamte Jahr 2016 bestritt. Dass soll aber nicht heißen, dass Mustashry nicht schon in seinem ersten Jahr hochklassige Rennen bestritten hätte, schließlich lief er in Rennen wie dem hoch dotierten Britannia Stakes oder dem Clipper Logistics Stakes im Juni in Ascot auf. Beim zweitgenannten Rennen über die Meile und guten Untergrund setzte Mustashry damals sein erstes Ausrufezeichen und platzierte auf einem guten zweiten Platz, bevor er seinen ersten Versuch in einem Black Type Rennen im Sanctuary Fortune Stakes in Sandown mit einem soliden vierten Platz beendete.
2017 kehrte er nach einem schwachen Lauf in Goodwood im Betfred Mile Handicap mit zwei Siegen, unter anderem im Gruppe 3 Strensall Stakes, zur Form zurück und gewann damit auch sein erstes großes Rennen. Es folgten Teilnahmen im Joel Stakes auf Gruppe 2 Ebene und ein Sieg im Gala Stakes in Sandown über 2002m im Juni 2018, nach der erneuten langen Pause über den Winter. Dieses Mal schien Mustashry die lange Pause überhaupt nichts ausgemacht zu haben und er konnte sich auf den letzten Metern gut an der Front behaupten, nachdem er zunächst Big Country gefolgt war, der das Feld über die Distanz geführt hatte.
Im  1717m Gruppe 3 Strensall Stakes danach trat er rotz des Erfolges aus dem vorherigen Rennen nicht als Favorit an, schließlich gab es auch Gegner wie Lord Glitters im Rennen, er sich am Ende mit einer halben Länge Vorsprung durchsetzen konnte. Mustashry hatte allerdings aber auch kein Glück in dem Rennen, denn während Lord Glitters an der Innenbahn einen geraden Lauf hatte, musste Mustashry aus der Mitte der Bahn starten und war weit nach außen gedriftet um seinen Schlusssprint ansetzten zu können. Dazu zog es Mustashry auch noch wie den Kollegen zum Innengeländer und er verlor ein wenig Momentum, was am Ende im Rückstand von 0,5 Längen resultierte. Trotzdem war die Aufholjagd beendruckend gewesen und im Gruppe 2 Park Stakes im September startete er trotz des zweiten Platzes als Favorit – und gewann am Ende auch mit 0,3 Längen und legte im 1609m Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes noch einmal nach. Er lies dabei den Front Runner Zabeel Prince lieber nicht zu weit weg und blieb auf dem zweiten Platz an seinen Hufen, was auch eine gute Entscheidung war, denn der Konkurrent beschleunigte beim Schlußsprint plötzlich und gewann trotz der nahem Aufmerksamkeit einige Längen Vorsprung, die Mustashry aber aufholen konnte und mit 0,5 Längen gewann.
Mit diesen Leistungen im Rücken ging es dann das erste Mal nach Amerika zum Breeders‘ Cup Mile, wo er sich als Außenseiter im Jahresabschluss der besten Miler in Amerika zu präsentieren versuchte. Das Rennen gelang ihm nicht ganz so gut wie die Rennen in der Heimat, was aber auch von Anfang an so nicht von ihm erwartet worden war, so dass es trotzdem ein gelungener Saisonabschluss gewesen war.
2019 kehrte er im Gruppe 2 Earl Of Sefton Stakes im April über die Distanz von 1811m zurück, musste in diesem Rennen aber mehr Gewicht als die Konkurrenten tragen und Mustashry ist ein großes, kräftiges Pferd und braucht ein bisschen um die Saison zu finden – was er mit dem zweiten Start im Al Shaqab Lockinge Stakes heute sicher demonstrieren wird.
Tipps zum Pferd: Siege über 1609m und 2002m auf überwiegend schnellem Boden. Kam 2018 aus einer Pause in hervorragender Form zurück und gewann das Gala Stakes auf Listed Ebene, 2019 konnte er im Earl Of Sefton Stakes allerdings sein erstes Rennen nicht gewinnen. Ist ein großes, kräftiges Pferd und braucht ein bisschen um die Saison zu finden.
Startet seinen Schlusssprint meist aus der Mitte des Feldes und versucht die Front Runner auf den letzten Metern niederzurennen

15.06.2019 – York – Race To The Ebor Grand Cup – Pick:Mekong

Pferderennen in England

16:00 Race To The Ebor Grand Cup – Listenrennen

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.787 m  |  Preisgeld: 50.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Besitzer Philip Newton und Trainer Sir Michael Stoute haben  im Laufe der Jahre schon einige Erfolge feiern können und  gut zusammengearbeitet, und nun geht es also ein weiteres Mal ins Ebor Fetsival mit dem Favoriten Mekong.

Zu ihren bisherigen Erfolgsgeschichten gehören Galopper wie Warringah, Hi Calypso und Rob Roy und der herausragende Mekong scheint sich derzeit zu einer weiteren Erfolgsgeschichte für das Duo zu entwickeln. Aber im Moment zelibrieren die beiden auch ihre Liebe zum Cricket, denn auch in diesem Sport findet im Moment die Weltmeisterschaft statt.

Der Bestitzer von Mekong, Philip Newton, überlegt sogar York und dem Ebor gänzlich fern zu bleiben, wie er in einem Interview sagte: „Ich liebe Cricket einfach, deshalb hat mich die Weltmeisterschaft im Moment in den Bann gezogen“, sagte Newton. „Ich überlege, ob ich nach York gehen soll, aber das hängt vom Wetter ab und ob ich mich vom Cricket fernhalten kann!“

Sollte Newton die Reise nach York jedoch antreten, hätte er gute Chancen zu sehen, wie sein Vierjähriger den Grand Cup im Ebor gewinnt. Dafür würde sich die Reise sicher lohnen, und dies ist auch noch das dritte und letzte Rennen, welches dem Sieger einen direkten Platz im £ 1 Million Sky Bet Ebor im August sichert. Allein das sollte die Aufmerksamkeit des Besitzers zusammen mit Trainer Micheal Stoute und Ryan Moore als Stable Jockey sichern.

Zumindest zeigte sich Newton voll des Lobes im Vorfeld des Rennens am 15.06.2019:

„Er ist sicherlich ein progressives Pferd. Es ist wichtig, dass wir Schritt für Schritt vorgehen, und das Einzige an dieser Familie ist, dass sie gut sind, wenn sie es werden wollen. Es hat keinen Sinn, sie zu überstürzen, du musst dir Zeit lassen und sie zu sich selbst kommen, und hoffentlich ist es das, was er ist jetzt machen.“

Newton ist ein Spezialist für die Zucht von Mitteldistanzlern, die sich fernab der Guineas Rennen und anderer Klassiker entwickeln.

„Ich könnte keinen anderen Pferdetyp züchten, wenn ich versuchen würde, da die Blutlinien, die ich habe, für diese Art von Rennen gemacht sind“, sagte er. „Ich liebe die Idee und die Herausforderung, schöne Mittelstreckenpferde zu züchten.

„Ich denke auch, dass dies ein besserer Pool ist, in dem man schwimmen kann. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Leute auf dem falschen Weg sind, da es sehr schwierig ist, in dieser schnellen, kommerziellen Abteilung zu operieren.“

Es ist natürlich nicht zu Newtons Nachteil, dass die britische Rennszene ihre Mittel und Lansgtrecken Rennen in diesem Jahr ein wenig aufpoliert und attraktiver macht, für Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen. Das Ebor ist Teil dieser Initiative mit der 1 Millionen Pfund Challenge, und Mekong sollte exzellente Chancen haben das Rennen zu gewinnen.
Mekong: Der  Frankel Sohn hat natürlich einen hervorragenden Stammbaum und wurde, wie es für Michael Stoute typisch ist, langsam aber sicher an die stärkeren Rennen herangeführt. Angefangen hat seine Karriere nämlich im September 2018 in recht regulären Rennen, auf den Strecken in Sandown und Chelmsford City, bevor es in die Winterpause ging. Die ersten beiden Rennen waren vor allem dafür da, Erfahrungen zu sammeln und sich an die Rennen zu gewöhnen.

Nach der Winterpause konnte Mekong dann im April seine gesammelten Erfahrungen und das Training über den Winter auf die Rennstrecke bringen und sein Rennen mit gut zwei Längen gewinnen. Das war der erste Versuch über 2012m und weichen Boden, und Mekong schien die Bedingungen zu lieben, so dass es an der Zeit schien, das Niveau der Rennen deutlich anzuheben. Der Sommer 2018 war allerdings auch in England warm und trocken und Mekong konnte beim Gold Cup Handicap in Newbury keinen Stich landen, obwohl es die selbe Distanz war. Das Rennen über schnelleren Boden hatte einfach nicht genug Betonung auf Ausdauer, und es brauchte die Distanz von 2419m in Salisbury um Mekong wieder in Reichweite eines Sieges zu bringen. Zwar gewann das Rennen Infrastructure mit knapp 1.25 Längen, aber Mekong war absolut in Reichweite des Sieges und lies dann im nächsten Rennen in Chelmsford einen Sieg folgen. Das Rennena uf Polytrack war mit 2816m das längste was Mekong bisher bestritten hatte, aber die Lange Distanz schien ihm sichtlich zu liegen und er schien da angekommen zu sein, wo sein Besitzer Philip Newton und Trainer Michael Stoute ihn haben wollten.

Noch im selben Monat ging es dann für Mekong in das hoch dotierte Sky Bet Melrose Handicap wo er versuchte das Tempo für den Rest des Feldes zu setzen, aber auf den letzten Metern auf dem wieder einmal schnellen Boden die Konkurrenz nicht hinter sich halten konnte, sondern sich am Ende mit einem knappen vierten Platz zufrieden geben musste.

Im September setzte dann „endlich“ der erhoffte Regen in England ein und Mekong konnte in Haydock im Read Luke Morris Blog At Unibet Handicap einen komfortablen 7 Längen Sieg einfahren. Dabei war Mekong wieder vorne beim Tempo mit dabei und übernahm 3 Furlong vor dem Ziel dann selbst die Führung – und während die Konkurrenz sich sichtlich mühen musste mit den letzten Metern auf dem schweren Boden, flog Mekong förmlich über den Matsch.

Aber auch auf gutem Boden in Ascot danach im Londonmetric Noel Murless Stakes auf Listed Ebene verkaufte sich Mekong ganz hervorragend und setzte den Favoriten Ghostwatch am Ende gut unter Druck. um sich einen unangefochtenen zweiten Platz im Rennen zu sichern. Das war 1m6f auf gutem Untergrund und Mekong schien sich in seinem ersten richtigen Jahr als Galopper schon hervorragend an die Mitteldistanzen gewöhnt zu haben.

Nach der Winterpause kam er dann im Matchbook VIP Henry II Stakesauf Gruppe 3 Ebene wieder, einem 2m Rennen welches nun über guten Untergrund ausgetragen wurde. Trotz des schnellen Bodens zeigte sich Mekong in hervorragender Form und konnte hinter den Führenden zum Angriff auf den Siger und Favoriten Dee Ex Bee ansetzten, der am Ende ungefährdet mit 1.5 Längen gewann. Heute ist der Boden viel mehr in Mekongs Vorteil und ich denke er wird das Rennen hier machen.


09.06.2019 – Auteuil – Prix Le Barka – Pick: Bapaume

Pferderennen in Frankreich

17:32 Prix la Barka – Gruppe 2

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.900 m  |  Preisgeld: 165.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras
 
Blue Dragon: Der Califet Sohn von Trainer David Cottin hat sich trotz seiner beeindruckenden Bilanz bisher alleinig auf die Kurse in Frankreich konzentriert und jeden Ausflug etwa zum Cheltenham Festival gemieden – dabei muss er den Vergleich mit den Startern von der Insel absolut nicht scheuen.
So gewann er den Prix Alain du Breil mit Leichtigkeit und lies Siege im Gruppe 3 Prix de Maisons-Laffitte und dem Gruppe 1 Prix Renaud du Vivier innerhalb von drei Monaten folgen. Danach kam es beim Debüt im Jahr 2016 nach vier Monaten Pause im Gruppe 3 Prix Juigné zur Ernüchterung, er fand aber kurz darauf im Gruppe 3 Prix Hypothèse seine Form wieder und deklassierte die Konkurrenz nach Belieben. Auch das nachfolgende Gruppe 2 Prix Léon Rambaud gewann er mit einigen Längen Vorsprung im April 2016, dann entschied er sich aber die bisher gelaufenen 3900m auf 5100m auszudehnen und startete im Grande Course de Haies, wo er zwei Längen hinter Ptit Zig ins Ziel einlief. Er hatte sich einen langen Kampf um die Führung mit Un De Sceaux geliefert und sich an der letzten Hürde endlich mit fünf Längen vor dem Feld abgesetzt, war aber völlig ermüdet und wurde dann von Alex De Larredya und Ptit Zig noch eingeholt. Trotzdem: Der Versuch war extrem respektabel und ohne das Duell um die Führung wäre ihm ein Sieg vielleicht gelungen. Er versuchte sich danach noch einmal im Gruppe 1 Grand Prix d’Automne, wo erneut die Führung übernahm, aber dieses Tempo nicht durchhalten konnte und einige schräge Sprünge einbaute, so dass er das Rennen am Ende vorzeitig abbrechen musste.
Seine Form im Jahr 2016/17 war kaum vergleichbar mit der aus 2015, ein knapper Sieg im November 2016 im Gruppe 2 Prix Leon Olry-Roederer wurde gefolgt von zwei Niederlagen auf Gruppe 3 Niveau im März und Mai 2017 und erst 2017 kam er langsam zu seiner besseren Form zurück, als er das Gruppe 2 Prix Leon Rambaud dominieren konnte. Sein letzter Start im Jahr 2017 war im Gruppe 1  Grande Course d’Auteuil, der in einem vorzeitig beendeten Rennen und einer langen Pause resultierte. Der aufstrebende französische Hürdenläufer wechselte während seiner langen unfreiwilligen Pause von seinem ehemaligen Trainer G. Cherel zu D. Cottin, der ihn im April 2019 übernahm, nachdem die Reha abgeschlossen war und Blue Dragon wieder bereit für die Rennstrecke war.
er startete zunächst im April in einem Listed Rennen in Auteuil auf sehr weichem Boden über die Distanz von 2m3f und schien sich in deisem Rennen sichtlich wohl zu führen, auch wenn es am Ende „nur“ für einen zweiten Platz reichte.
Besser lief es da schon kurze Zeit später im Prix du Vivarais, wo er die Konkurrenz nach Belieben dominierte, das war allerdings kein Black Type Rennen und hier wird er zeigen müssen, wie gut seine Form in diesem Jahr im internationalem Vergleich so ist.
Er wird es mit einigen Langstreckenspezialisten zu tun bekommen, und seine Form ist nicht ganz auf dem Niveau seines besten Jahres (was ja auch schon drei Jahre her ist!), zudem waren seine Leistungen in diesem Jahr eher schwierig zu bewerten.

Bapaume: Der Turtle Bow Sohn von Trainer Willie Mullins lässt auch nach dem offiziellen Ende der NH Saison auf der Insel nicht locker und startet stattdessen in Frankreich in den Hürdenrennen über den Sommer.

Der hier in Frankreich gezüchtete Hengst läuft seinen bisher größten Sieg im Gruppe 1  AES Hurdle von 2017 seitdem etwas hinterher, legte aber im Prix Alain du Breil nur zwei Monate später nach. Mit einem zweiten Platz im Prix Alain du Breil hinter Prince Ali erreichte er wieder etwas wie seine bessere Form, wenn auch vielleicht nicht seine Bestform. Der eigentliche Favorit De Bon Coeur stürzte in diesem Rennen und öffnete das Rennen für die anderen Starter, was aber Bapaume und seiner Form keinen Abbruch tat. Im Christmas Hurdle sechs Monate später unter ganz anderen Bedingungen schaffte Bapaume fast ein wenig überraschend einen dritten Platz hinter Apple’s Jade und Supasundae, was ihn zu einem aussichtsreichen Starter für das Irish Champion Hurdle  im Februar machte. Das Festival lies er lieber aus und blieb in Irland, wo er im Ireland Boyne Hurdle, dem Irish Strawberry Hurdle und dem Champion Stayers Hurdle startete, mit durchwachsenem Erfolg.

Mit dem Wechsel nach Frankreich zum Grande Course de Haies d’Auteuil erreichte er dann aber endgültig wieder so etwas wie seine Bestform und konnte sich in einem spannenden Duell mit den heutigen Konkurrenten Dalia Grandchamp und Alex Da Lerredya einen guten zweiten Platz sichern, De Bon Coeur deklassierte aber mit seinem Sieg alle anderen Starter.  Der Lauf war nach dem Sieg im April 2017 im Gruppe 1 AES Hurdle der beste Lauf von Bapaume, den er jemals gezeigt hat und es wäre vermessen gewesen, zu glauben, dass er ohne weiteres diese Form aufrecht erhalten kann. Im Hatton’s Grace Hurdle Anfang Dezember legte er aber erneut einen sehr guten Start hin und konnte sich auf einem vierten Platz halten, Apple’s Jade lief zwar einsam an der Front und hatte gut und gerne 20 Längen Vorsprung zwischenzeitlich herausgeholt, Supasundae und Limini mussten sich aber Mühen um die 2 Längen Vorsprung auf Apple’s Jade zu halten.

Bapaume lief danach im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Cup auf, schaffte es dort dann aber erneut nicht sich ganz vorne zu platzieren. Sein zweiter Platz hinter Presenting Percy war aber trotzdem eine gute Form und er könnte sowohl Killutagh Vic als auch Limini auf die Plätze hinter sich verbannen. Das war auf weichem Untergrund und Bapaume scheint mit mehr Regen auf dem Kurs durchaus aufzublühen, was als Vorzeichen für das Cheltenham Festival durchaus eine gute Basis war.

Sein Start im Gruppe 1 Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival war dann allerdings für seinen Trainer Willie Mullins durchaus eine herbe Enttäuschung, denn auch wenn Bapaume sich am Ende mit einem vierten Platz etwas Preisgeld sichern konnte, hatte er doch keine Chance gegen den Favoriten Paisley Park, der gut acht Längen vor ihm ins Ziel einlief.

Bapaume hatte auf den vierten im Rennen, Wholestone, allerdings auch selbst gut 11 Längen Vorsprung und konnte sich daher als Außenseiter auf dem gut bis weichen Boden souverän verkaufen, ohne dabei seiner Quote davonlaufen zu können. Willie Mullins entschied sich seinem Schützling keine längere Pause über den Sommer zu gönnen sondern stattdessen ihn lieber noch nach Irland zu schicken, wo er im Mai gegen Unowhatimeanharry im Champion Stayers Hurdle antreten musste

Der Konkurrent hielt sich während des Rennens vor Baupaume und saß dem Front Runner Kullutagh Vic im Nacken, bevor er an der drittletzten Hürde langsam aber sicher seine Attacke begann. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Bapaume seine Aufholjagd begonnen und an der letzten Hürde ging er nur knapp hinter Unowhatimeanharry über das Hinderniss. Dann kam der Zieleinlauf und auf diesem letzten Stück ging dann Bapaume langsam die Puste aus, was ihm kurz vor der Linie auch noch den zweiten Platz kostete.

Trotzdem, auch auf dieses Rennen konnte Willie Mullins durchaus stolz sein und Bapaume schien seine Form auch über die Sommerpause halten zu können, so dass sein Trainer ihn zusammen mit anderen Stallgefährten nach Frankreich schickte, wo er im Grande Course de Haies d’Auteuil  auf Gruppe 1 Ebene startete.

Wie so oft in Frankreich war der Boden extrem weich und die 3m1f waren für alle Teilnehmer ein echter Test, den der Stallgefährte Benie Des Dieux am besten meisterte und locker vor seinen Verfolgern De Bon Coeur gewinnen konnte. Bapaume hatte währen der kritischen Phase des Rennens ein wenig Pech und wurde an der drittletzten Hürde ein wenig in die Zange genommen, danach musste er von Davy Russel motiviert werden, um auf die Führenden aufzuschließen, aber nach der letzten Hürde ging ihm dann wieder einmal ein wenig die Luft aus, was bei der längeren Distanz und dem schwierigen Rennen aber durchaus verständlich ist.

Das Rennen heute ist über eine deutlich kürzere Distanz und Bapaume konnte das Rennen im letzten Jahr locker gewinnen, was ihm heute in der derzeitigen Form natürlich gute Chancen auf die Titelverteidigung einräumt.

Jazz in Montreux: Der Rip Van Winkle Sohn von Trainer F. Nicolle scheint trotz seiner längeren Pause seit 2017 im Jahr 2019 mit aller Macht wieder gekommen zu sein und es wäre durchaus leichtsinnig, ihn hier vorschnell zu den Außenseitern zu zählen. Er hat einige Erfahrung über die Distanzen bis zu 3800m, auf gutem wie auf schwerem Boden und hat zudem auch in Gruppenrennen einige Erfahrung sammel können. So etwa im Gruppe 3 Prix de Maisons-Laffitte und dem Guppe 1 Prix Renaud du Vivier, beides allerdings im Jahr 2017, und beides mit eher überschaubarem Erfolg.

Allerdings kam er nach seiner 500 Tage Pause in bestechender Form wieder und beide Rennen auf dem Kurs in Compiegne waren ein Schaulaufen des mittlerweile sechsjährigen Hengstes. Das Erste Rennen gewann er mit drei Längen gegen Chris De Beaumont, das zweite sogar mit sechs Längen gegen den heute wieder auftretenden  Adagio Des Bordes. Klar, Jazz in Montreux ging auch als Favorit an den Start und hatte auf dem Papier auch nur con Adagio des Bordes etwas zu befürchten, aber er gewann das Rennen doch extrem einfach und sollte hier gegen die irischen Besucher gute Chancen haben, den Titel in Frankreich zu halten, denn weder Distanz noch Boden sollten ihm schaffen machen.

Stormy Ireland: Die Motivator Tochter ist eine weitere Starterin von Mullins, die ihre Karriere in Frankreich begonnen hatte und dann zum Erfolgstrainer nach Irland gewechselt hat. Sie kehrt in diesem Rennen hier also praktisch zu ihren Wurzeln zurück.

Ihre ersten Einsätze in Irland waren vielversprechend mit einem 58 Längen Sieg bei ihrem Maidenrennen, bevor sie beim Gruppe 1 JCB Triumph Hurdle beim Cheltenham Festival startete, dort aber wohl nicht über einen dritten Platz hinaus gekommen wäre, wenn sie nicht ohnehin an der letzten Hürde gescheiterte wäre. Trotzdem, für so eine kurze Karriere wäre der dritte Platz im Gruppe 1 JCB Triumph Hurdle eine hervorragende Leistung gewesen.

Stormy Irleland behielt aber ihre Probleme beim Springen bei und warf ihren Jockey David Mullins wieder an der letzten Hürde ab, als sie einen Monat später im Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle startete. Dort wäre sie ohne den Aussetzer wohl Zweite geworden, ihre Stallgefährtin Saldier hatte sie aber bereits im Griff und der erste Start als Favoritin in einem Gruppe 1 Rennen wäre ihre wohl nicht geglückt.

Mullins lies sie über den Sommer noch einige weitere Male starten um ihr etwas Übung zu geben, was sich mit einem Sieg im Killarney Oils Mares Hurdle auf Listed Ebene bezahlt machte. Sie schaffte im Juni dann einen dritten Platz hinter Master Dino im Gruppe 3 Prix Questarabad bei einem Ausflug nach Frankreich, bevor sie wieder in Irland im Frontline Security Grabel Mares Hurdle auflief – dort traf sie auf verschiedene Konkurrenten die sie bereits im Killarney Oils Mares Hurdle getroffen hatte.

Mit dem höheren Niveau danach im Gruppe 3 Irish Independent Hurdle hatte Stormy Ireland dann allerdings wieder seine Probleme, denn Espior D’Allen schaffte es, die Front Runnerin, die teilweise bis zu 8 Längen vor dem Feld herlief, vor der letzten Hürde wieder einzusammeln und den Vorsprung ebenfalls um 8 Längen und mehr auszubauen. Stormy Ireland schien ihren Tritt gefunden zu haben, aber noch nicht in der Form zu sein um es mit den besten in England oder Irland aufnehmen zu können.

So deklassierte Laurina sie im Smart Money’s On Coral Quevega Mares Hurdle im Februar, Stormy Ireland schaffte es aber den Rest des Feldes hinter sich zu lassen und konnte Slowmotion und Alletrix souverän auf Abstand halten, beide sind aber auch als klare Außenseiter ins Rennen gegangen und bis auf Laurina gab es wohl auch keine Konkurrentin in dem Rennen, welche den Namen wirklich verdient hatten.

Mit der Vorbereitung ging es für Stormy Ireland dann in das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival, wo sie zeigen konnte wie gut sie ist. Zwar nahm sich die Favoritin Bennie Des Dieux selber aus dem Rennen und öffnete so das Rennen für den Rest der Konkurrenten, aber Stormy Irleand lief nichtsdestotrotz hervorragend auf und konnte sich am Ende auf dem zweiten Platz hinter der ebenfalls stark auflaufenden Roksana halten, ein gutes Stück vor der Außenseiterin Good Thyne Tara, die auch im nächsten Rennen, dem Mares Champion Hurdle in Punchestown wieder mit von der Partie war.

Das Rennen fand im Mai auf Gruppe 1 Ebene statt, wobei die Quoten im Vorfeld von Benie Des Dieux dominiert wurden, und nur Stormy Irleand wurden Chancen ausgerecht, an dem Favoriten noch dran zu bleiben.

Tatsächlich konnte Stormy Ireland den Anschluss halten, Benie Des Dieux übernahm allerdings die Führung vor der letzten Hürde und konnte sich dann zunehmend absetzten, aber auch Stormy Ireland, die bis zur letzten Hürde geführt hatte, konnte sich ihrerseits deutlich gegen die wieder einmal Drittplatzierte Good Thyne Tara durchsetzen.

Heute spielt sie die zweite Geige hinter Bapaume, aber wenn Mullins das Gespann hier zusammen nach Frankreich schickt, sollte man auch den zweiten aus dem Bunde nicht aus den Augen lassen, zu oft liegen die Chancen zwischen Favorit und vermeintlichen Außenseiter nicht weit auseinander!

 

Pravalaguna: Der  Great Pretender Sohn ist eigentlich kaum einer weiteren Erwähnung wert, denn seine Form bisher ist bei weitem nicht so gut, dass man vermuten könnte, dass er hier vorne mitspielen könnte – dennoch reitet ihn David Mullins, der ihn bereits beim letzten Rennen sowie dem JLT Novices‘ Chase -2019 geritten hat. Beim Cheltenham Festival im JLT Novices‘ Chase war er klar deklassiert worden, danach startete im April in Fairyhouse im Grupep 3 EBF Mares Chase und konnte sich da auf einem guten zweiten Platz vorkämpfen, was aber immer noch weit vom heutigen Niveau entfernt ist.

Dann stürzte er im nächsten Handicaprennen, dem EMS Handicap Chase, als er an der viert letzten Hürde die Führung gegen Real Steel verteidigen wollte. Ob er es geschafft hätte den Favoriten in Zaum zu halten? Wahrscheinlich nicht, dass David Mullins ihn trotz besserer Alternativen aus dem heimischen Stall hier reitet macht mich ein wenig hellhörig, schließlich hat er auch z.B. Stormy Ireland im Jahr 2018 schon mehrfach geritten…. Wenn er tatsächlich im Bereich der 50er Quoten startet, ist er ein EW Wette wert – einfach weil David das Pferd zu schätzen scheint.


01.06.2019 – Epsom – Epsom Derby – Pick: Telecaster

Pferderennen in England

17:30 Epsom Derby – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.420 m  |  Preisgeld: 1.623.900 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Sir Dragonet: Der Coronet Sohn wird von dem irischen Star Traine Aiden O Brien trainiert, der ja sowohl in Irland als auch in England immer vorne mit dabei ist, und jedes seiner Pferde muss man immer auf dem Shirm in einem Rennen wie diesem haben.
Viele Rennen hat Sir Dragonet bisher nicht absolviert, zwei sind es an der Zahl, aber beide Rennen in dieser Saison hat er mit Leichtigkeit gewinnen können. Sein erstes Rennen in Tiperary war dabei nur ein Maidenrennen und noch startete Sir Dragonet nur als Außenseiter – besiegte in diesem 1.5m Rennen die Konkurrenten aber mit Leichtigkeit.
Das machte ihn dann zumindest zu einem der in Frage kommenden Sieger beim Gruppe 3 MBNA Chester Vase Stakes, Favoriten waren allerdings andere, denen man den Sieg auf Grund ihrer vorherigen Leistungen mehr zugetraut hatte.
Sir Dragonet blieb allerdings am Tempo dran und übernahm unter minimalem Druck die Führung auf dem letzten Furlong. Ab da ging es nur noch um Sir Dragonet, denn mit dem eingeleiteten Tempowechsel zog Sir Dragonet dem Rest des Feldes davon und gewann unangefochten mit 8 Längen Vorsprung. Das war ein Rennen über gut bis weichem Untergrund und wieder 1m4f, also ziemlich genau das, was er auch heute wieder unter den Hufen haben wird.
Norway, ebenfalls ein Schützling von Aiden O Brien, hat sich im Gruppe 3 MBNA Chester Vase Stakes mit Sr Dragonet messen müssen, und ist sang und klanglos untergegangen. Dabei war er unter Ryan Moore gestartet, welcher der beste Jockey von O’Brien ist und seine besten Pferde reitet. Aber selbst die Erfahrungen die Norway im letzten Jah hatte sammeln können haben ihm nicht helfen können. Dabei hatte er im letzten Jahr nach zwei Versuchen das Zetland Stakes auf Listed Ebene gewinnen können und einen hoffnungesvollen dritten Platz im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud belegt.
Vielleicht war er bei seinem ersten Start in der neuen Saison einfach noch nicht ganz fit und konnte nicht zeigen was in ihm steckt? Möglich, aber bei beiden Gruppenrennen, sowohl in Frankreich als auch gegen seinen Stallgefährten Sir Dragonet, sah Norway etwas zu eindimensional aus, um mit dem Stallgefährten hier mithalten zu können.
Telecaster: Der  New Approach von Henry Morisson lief eine Weile unter dem Radar, was ielleict auch an seinem gescheiterten ersten Versuch in einem Maidenrennen über 2051m über den Kurs in Docaster lag. Er war zwar nicht als Favorit gestartet, die 1 Längen Niederlage gegen Bangkok über guten Boden war aber auch nicht wirklich etwas Besonderes. Wenig überraschend war auch das nächste Rennen in einem soliden Handciap in Windsor nicht unbedingt unter den besten Vorzeichen angegangen worden, schließlich liefen auch Konkurrenten wie Dollar for Dollar auf – Telecaster hatte aber auch einige Vorschusslorbeeren bekommen und dürfte als knapper Favorit auflaufen. Das Duell lief also auf Telecaster gegen Dollar For Dollar hinaus, allerdings gab es kein wirkliches Duell zwischen den beiden, sondern Telecaster übernahm die Führung nach 2 und gewann locker und unangefochten mit einem kleinen Tempowechsel. Der Lauf als Front Runner war extrem beeindruckend gewesen und es war kein Wunder, dass man auch im Vorfeld des Al Basti Equiworld Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene gewarnt war vor den Fähigkeiten des Front Runners.
Too Darn Hot war der eigentliche Favorit des Al Basti Equiworld Dubai Dante Stakes, und die beiden nahmen sich im Rennen auch nicht viel. Too Darn Hot übernahm wieder die Führung, musste sich aber dann aber im vorderen Feld einsortieren und die Führung an Trogenev überlassen – Too Darn Hot schloss auf die beiden auf der Zielgeraden auf, der Front Runner knickte erwartungsgemäß zu diesem Zeitpunkt ein und übergab an Telecaster die Führung.
Telecster driftete ein wenig auf der Zielgeraden nach rechts, fand aber die nötige Kraft um sich noch gegen den aufschließenden Too Darn Hot zu beweisen. Telecaster war an diesem Tag einfach zu schnell für den Konkurrenten, der es schlicht nicht schaffte, die entscheidenden Längen noch gut zu machen.
Klar ist: Man sollte Telecaster hier nicht die lange Leine lassen, sonst ist er weg und wird auch vom Favoriten hier nicht mehr eingeholt werden.
Broome: Der  Australia Sohn ist ein weiterer Starter von Aiden O Brien, der sich nicht nur wegen dem guten Training seines Trainers hier gut entwickeln könnte. Die Karriere bisher ist durchaus vielversprechend gewesen, nachdem am Anfang zwei Versuche gebraucht wurden um das Maidenrennen abzuschließen . Danach ging es aber relativ schnell in die Gruppenrennen, aber es setzte zunächst eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Tattersalls Acomb Stakes über 1408m in York, in dem Broome einfach nicht wirklich in Gang kommen wollte. Ganz anders lief es dann schon wieder im Gruppe 2 Champions Juvenile Stakes zurück in Irland, wo er hinter Madhmoon einen guten zweiten Platz belegen konnte. Das Rennen war ein erstes kleines Ausrufezeichen, welches auf Gruppe 1 Ebene in Longchamp im Prix Jean-Luc Lagardère noch einmal untermauert werden konnte.
Dort startete er wie der spätere Sieger Royal Marine als Außenseiter hinter Anodor, der die Wetten dominierte, allerdings konnte sich Royal Marine auf der Zielgeraden gut vom Feld lösen und zusamen mit Broome in Führung gehen. Royal Marine gewann das Duell der beiden mit knapp 0,3 Längen, aber Broome ging ganz offensichtlich in die richtige Richtung.
Es folgte die Winterpause, die mit einem Start im April in Leopardstown im Gruppe 3 McGrath Ballysax Stakes beendet wurde.
Das Rennen gewann Broome mit beeindruckenden 8 Längen Vorsprung für sich entschied. Dabei hing Broome 3 Furlong vor dem Ziel dem Feld noch hinterher und erst 2f vor dem Ziel kam er langsam an die Führenden heran, übernahm ab da aber locker die Führung und war so schnell weg vom Feld, dass man als Beobachter am Ende nur beeindruckt sein konnte.
Im nachfolgende Gruppe 3 Derrinstown Stud Derby Trial Stakes verpasste Broome zunächst den Start und musste dem Feld hinteherlaufen, was aber seiner üblichen Taktik entsprach und deswegen nicht allzu schlimm war. Broome fing sich und kam immer näher an die Führenden heran, um dann ein Furlong vor dem Ziel die Führung zu übernehmen und unter harten Druck seines Jokeys sich dann vom Feld abzusetzen – um einen beeindrukenden Sieg zu feiern.
Er hat hier mehr vor der Brust, aber er ist einer dieser Aiden O Brien Starter, die hier für eine Überraschung sorgen könnten.

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