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Audarya

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22.08.2021 – Deauville – Darley Prix Jean Romanet

Pferderennen in Frankreich

16:25  Darley Prix Jean Romanet – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 250.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Audarya: Die Wootton Bassett Tochter von Trainer J. Fanshawe ist eine der seltenen international erfolgreichen Stuten bzw, Pferde für ihren Trainer und hat das wohl best dotierte Rennen für ihren Trainer bisher gewinnen können, als die das Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf in Keenland im November 2020 gewinnen können – was ein Erfolg für einen relativ „kleinen“ Trainer und keinen der ganz großen Namen.
Audarya begann ihre Karriere 2018 in Kempton mit einem sehr guten zweiten Platz und kämpfte sich in ihrer zweiten Saison 2019 langsam in der Klasse nach oben. Über die Maidenrennen und Klasse 5 Handicaps  über den Sommer in Klasse 3 Handicaps in Goodwood und York bis zum Prix Coronation in Saint Cloud auf Listed Ebene im September gegen Ende der Saison. Dort belegte sie einen soliden zweiten Platz, auch wenn die Siegerin Alzire für Audarya nicht erreichbar war. Die Ergebnisse 2019 waren durchweg gut und Audarya hielt ihre Form mit vielen Platzierungen und zwei Siegen über die gesamte Saison und sammelte dadurch eine nette Summe an Preisgeld für ihren Trainer.
2020 machte Audarya da weiter, wo sie aufgehört hatte – mit den listed Rennen. Der erste Start war im Juni im EBF/Unibet Snowdrop Fillies‘ Stakes, wo Audarya versuchte, das Feld von hinten aufzurollen, allerdings wenig Erfolg damit hatte und durch einige Probleme durch andere Pferde zu spät in Gang kam – aber dann holte sie mächtig auf und machte trotz ihres achten Platzes einen sehr guten Eindruck, den sie allerdings danach im Weatherbys TBA Pipalong Stakes im Pontefract nicht bestätigen konnte – angeblich lag ihr der weiche, durch die vorherigen Rennen aufgelockerte Boden auf der Strecke nicht und war der Grund, warum sie erneut in hinteren Bereich des Feldes ins Ziel kam – aber sie hatte ja noch genug andere Rennen auf dem Schirm und wenn es regnet und man den weichen Boden nicht mag – warum dann nicht auf den Allwetteruntergrund ausweichen?
Das tat Audarya dann auch und startete in Newcastle im Sky Sports Racing Handicap, wo sie das zweit höchste Gewicht tragen musste, aber im Duell im Prejudice hielt sie auf den letzten Metern klasse durch und sicherte sich den verdienten Sieg.
Zurück ging es auf den weichen Untergrund im Darley Prix Jean Romanet, und keiner erwartete nach den Äußerungen des Trainers im vorletzten Rennen hier eine gute Leistung, so startete Audarya als klare Außenseiterin mit einer Quote von 48/1 – aber sie überraschte wieder alle Kritiker und setzte sich in einem Wimpernschlag Finale gegen Ambition durch. Die beiden hatten das Rennen um den Sieg für sich und waren deutlich vor den Verfolgern, aber Audarya hatte Ambition immer im Griff und tat immer genug, um sich den Sieg in ihrem ersten Gruppe 1 Rennen zu sichern – spitzen Leistung. die Audarya fast im Prix de l’Opera Longines wiederholen konnte – dort kam sie am Ende auf einem dritten Platz ins Ziel und war nie ganz in der Lage, auf die ersten beiden aufzuschließen, die allerdings auch beide deutlich stärker eingeschätzt wurden als Audarya, die aber wieder ein großartiges Rennen lief.
Und dann kam das größte Rennen von Audarya, als sie erneut als Außenseiterin im Maker’s Mark Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf in Keenland startet. Dafür musste Audarya natürlich über den großen Teich übersetzten und mit ihrer bisherigen Bilanz ging sie natürlich mit moderaten Erwartungen in eines der schwersten Rennen der Saison und in Fakt der ganzen Welt! Aber die Stute überraschte erneut und biss sich im Schlusssprint gegen die Favoritin Rushing Fall fest und holte Zentimeter um Zentimeter heraus, um dann auf der Ziellinie einen Nacken Vorsprung zu haben. Der Rest des Feldes folgte dicht auf und gegen ein derartiges Konkurrentenfeld – wow! Super Leistung und die beste Trainerleistung von J. Fanshawe bisher meiner Meinung nach – was er 2020 aus seiner Stute herausgeholt hat ist herausragend und 2021 begann mit einem knappen zweiten Platz gegen die herausragende Love!
Die Star Stute von Aiden O’Brien war die klare Favoritin des Rennens und holte sich auch recht früh die Führung und gab diese auch nicht mehr ab, aber Audarya blieb dran und setzte die Favoritin immer weiter unter Druck – und auch wenn Love immer genug tat, um die Konkurrentin hinter sich zu halten, überraschte James Fanshawe mit seiner Stute erneut und ich sehe auch der Saison 2021 von Audarya mit Spannung entgegen – vor allem, weil sie vom Untergrund her nun auf so ziemlich allem, von Schlamm bis schnell, eine Spitzenleistung gezeigt hat  – der Start in die neue Saison war mit einem zweiten PLatz hinter Love zwar gut, der Dämpfer folgte allerdings im Nassau Stakes in Goodwood mit einem abgeschlagenen fünften Platz.
Audarya war eigentlich in dem dicht gepackten Feld gut in die letzte Kurve gekommen und hatte sich da mit einem leichten Schwenk in die Mitte der Bahn freie Sicht verschafft, konnte aber unter Druck von William Buick kein Tempo aufehmen und fiel dann zunehmend zurück.
Das war einer der wenigen Aussetzer in den letzten 12 Monaten und eigentlich sollte sie dieses Rennen mögen – sie gewann es im letzte Jahr unter ähnlichen Bedingungen und hat eigentlich massig Potential – und ist durchaus noch für eine gute Quote zu haben!
Das Nassau Stakes wurde allerdings von Lady Blowthorpe gewonnen, und die Konkurrentin hatte nun schon zwei Mal die Nase vorn! Die erste Begegnung im Pipalong Stakes in Pontefract im Juli 2020 kann man dabei allerdings getrost ignorieren, aber Lady Blowthorpe sah schon stark aus im Nassau Stakes.
Lady Blowthorpe: Die Nathaniel Tochter von William Jarvis begann ihre Karriere im September 2019 und bestritt zunächst einige Maienrennen und nach dem ersten Sieg einige Handicaps bis ins Jahr 2020, wo sie das erste Mal in einem Listed Rennen startete.
Im Pipalong Stakes in Pontefract machte sie nach einigen guten Leistungen in den erwähnten Handicaps ebenfalls eine gute Figur und kam knapp 2 Längen hinter der Siegeri Ramola ins Ziel. Den guten Eindruck konnte Lady Blowthorpe dann im nachfolgenden Gruppe 3 Valiant Fillies‘ Stakes noch einmal bestätigen, als die das 1603 m Rennen auf gut bs festem Untergrund komplett auseinander nahm und mit fast 5 Längen gewann – viel leichter hätte wohl der erste Gruppensieg kaum gelingen können, aber es lag wohl auch an der eher moderaten Konkurrenz in diesem Rennen, den trotz des Kantersieges konnte Lady Blothorpe im nachfolgenden Atalanta Stakes in Sandown nicht über einen sechsten Platz hinaus kommen und war auch nicht unter den Favoriten gehandelt worden!
Das war im Herbst m Gruppe 1 Sun Chariot Stakes natürlich ebenfalls der Fall, aber dort lief sie als Außenseiterin mit ihrem sechsten Platz eigentlich schon wieder besser auf, als erwartet worden war. SIe hielt in dem 1609 m Rennen auf weichem Untergrund den Anschluss an die Führungsgruppe und kam unter 4 Längen Rückstand ins Ziel, was zwar kein Grund für Euphorie war, aber Grund zur Hoffnung auf baldige Steigerung der Form gab.
Die trat dann nach der Winterpause im Gruppe 2 Dahlia Stakes auf schnellem Boden und 1811m auch tatsächlich ein – Lady Blowthorpe hielt sich auf dem Kurs in der Mitte der Bahn, während sich das Feld fast über die gesamte Breite verteilte. Als es zum Schlusssprint ging konnte sich Lady Blowthorpe in einem spannenden 3er Duell gegen Queen Power und Lavender’s Blue knapp durchsetzen.
Es folgte eine weiterer sehr guter zweiter Platz gegen Place Pier im Lockinge Stakes wo Lady Blowthorpe die einzige Verfolgerin des haushohen Favoriten war, allerdings konnte sie danach zurück auf Gruppe 2 Ebene im Duke Of Cambridge Stakes über 1 Meile und schnellen Boden nicht noch einal auf diese Leistung aufbauen und musste sich mit 2.5 Längen gegen die Außenseiterin Indie Angel geschlagen geben.
Lady Blothorpe lief aber weiterhin auf hohem Niveau und kam im nachfolgenden Tattersalls Falmouth Stakes, wieder auf Gruppe 1 Ebene, wieder über  1 Meile und wieder auf schnellem Boden, mit knapp einer Länge Rückstand auf einem vierten Platz ins Ziel – die Konkurrenz war stark und hatte das beste zu bieten, was die Stuten so im Jahr 2021 zu bieten haben und so war es nicht unbedingt überraschend, dass es im Gruppe 2 Nassau Stakes danach wieder zu einem Sieg reichte.
Joan Of Arc versuchte das Tempo zu setzen und das Feld auf der Zielgeraden auseinander zu ziehen, was aber nicht gelang und die Konkurrentinnen saßen ihr weiter dicht im Genick und gerade Zeyadaah schien extrem stark aufzulaufen und noch viel Kraft übrig zu haben – allerdings kam auch Lady Blowthorpe in der Mitte der Bahn heran und kämpfte sich in einem Kraftakt an die Spitze, die 1,5 Längen Vorsprung, die sie am Ende auf die Konkurrenz hatte, waren da vielleicht ein wenig schmeichelthaft.
Heute geht es gegen einige der bekannten Konkurrentinnen und mit wieder etwas Wasser im Boden schätze ich ihre Chancen extrem gut ein!
Ebaiyra: Die Distorted Humor Tochter von Trainer A. de Royer-Dupre hatte ihr erstes Outing im Jahr 2019, bestritt in diesem Jahr aber nur ein Rennen und kam dann im Mai 2020 zurück auf die Rennstrecke – in beiden Rennen belegte sie einen zweiten Platz und ging danach direkt in die Black Type Rennen – und feierte dort auch sofort ihren ersten Sieg im Gruppe 3 Prix de Royaumont.
Sie hatte trotz des öeren Niveaus noch einges an Kraft übrig am Ende des Rennens und so verwundert der Sprung in das Gruppe 1 Prix de Diane Longines icht wirklich – auch wenn man zu Recht etwas skeptish war, was ihre Chancen in diesem gut besetzten Rennen angebelangte. Wie zu vermuten gelang es ihr in ihrem ersten Start auf Gruppe 1 Ebene auch nicht, dass nötige Tempo aufzubauen, um die Sieger unter Druck zu setzen und musste sich am Ende mit einem sechsten Platz zufrieden geben.
Aber gleich danach gelang es ihr auf weichem Boden im Gruppe 2 Darley Prix de Pomone einen weiteren Sieg zu verbuchen und der weiche Boden in Kombinaton mit er längeren Distanz schienen durchaus eine erhebliche Rolle bei ihrem Sieg über die Favoritin Gran Gloria gespielt zu haben, so das ihr Tainer A. de Royer-Dupre danach noch einen drauf setzte und Ebaiyra auf schwerem Boden und noch einmal 200m mehr im Qatar Prix de Royallieu auflaufen lies.
In diesem Gruppe 1 Rennen wurde der noch jungen Stute aber wieder etwas zu viel abverlangt und es reichte „nur“ für einen sehr guten dritten Platz. Auf den letzten 200m fiel Ebaiyra das Laufen zunehmend schwer und sie musste die Sieger gehen lassen – hatte aber scheinbar durchaus Gefallen an dem Schlamm unter den Hufen gefunden und konzentrierte sich nach der Winterpause 2021 zunehmend auf diesen Boden.
Bei ihrem Saisodebüt im Gruppe 3 Prix Allez France Longines konnte sie die Favoritin und Front Runnerin Raabihah schlagen, die sich redlich bemühte den späten Angriff von Ebaiyra noch abzuwehren, die auf den letzten 100m heran gekommen war und beim Zieleinlauf die Führung knapp übernehmen konnte. Das Paar hatte das Rennen und den Schlusssprint für sich und war  Längen vor der Dritten – und die beiden sollen noch im selben Monat im Gruppe 2 Prix Corrida noch einmal aufeinandertreffen.
Wieder ging es über 2100, allerdings dieses Mal auf schwerem Boden und dieser lag Ebaiyra deutlich besser als Raabihah.
Wieder versuchte Raabihah das Tempo zu setzen, allerdings kam Ebaiyra dieses mal deutlich früher heran und lies die Konkurrentin das Rennen über nie aus den Augen, bis sie 200m vor dem Ziel das Tempo weiter anzog und sich dieses mal mit über einer Länge und sicherer Verwaltung des Vorsprungs deutlicher gegen Raabihah durchsetzen konnte
Es folgte der nächste Verusch auf Gruppe 1 Ebene im Grand Prix de Saint-Cloud über 2400m und weichen Untergrund. Da die Konkurrenz wie In Swoop und Broome erneut nicht nur in guter Form, sondern auch bekannter Maßen schon erfolgreich auf diesem Niveau waren, rangierte Ebaiyra eher Mittelfeld bei den Quoten, konnte aber erneut überraschen und unter Christophe Soumillon sich einen knappen zweiten Platz sichern. Gold Trip war nur eine Nase hinter Ebaiyra, während die Siegerin Broome sich eine Länge abgesetzt hatte und ihre Führung über das Rennen hinweg gnadenlos ausnutze.
Der Untergrund ist heute genau das Richtige für Ebaiyra und ihre Form in diesem Jahr ist hervorragend, ich könnte mir vorstellen, dass sie die ein Jahr ältere Lady Blowthorpe hier schlagen kann.

Cayenne Pepper hat 2021 wenig zälbares zu Stande gebracht, dabei endete die letzte Saison durchaus gut für sie. Sie belegte im Irish Oaks im letzten Juni einen zweiten Platz und gewann ihren Saisonabschluss im Blandford Stakes, ebenfalls in Curragh, überzeugend mit 4 Längen Vorsprung. Und sie war in diesem Rennen zweite im letzten jahr.

Im Duell mit den Stuten aus Amerika im Breeders Cup Filly&Mares Turf wurde sie allerdings ziemlich eingenordet und bei ihrem Saisondebüt im Tattersalls Gold Cup verlief es nicht viel besser… das war allerdings auf schwerem Boden, den sie vorher immer vermieden hat und das nach einer 197 Tage Pause…. da geht mit Sicherheit mehr bei ihr. Viel mehr, gerade wenn man bedenkt, dass sie erst auf den letzten 200m zunehmend ermüdete und den Anschluss an die Führenden verlor.

Im Pretty Polly Stakes konnte sie sich zwar einen dritten Platz sichern, war aber deutlich hinter Thundering Nights und wird ihr Können 2021 deutlich steigern müssen um hier Eindruck schinden zu können.

 

Thundering Nights läuft konstant gute Rennen und sollte auch hier wieder eine gute Leistung zeigen können, gerde nachdem sie im Juni das Pretty Polly Stakes knapp gegen Santa Barbara hatte gewinnen können und zuvor zweite Plätze im New York Stakes in Belmont Park (USA) und dem Alleged Stakes in Curragh hatte holen können – eine halbe Länge hinter Broome. Meine EW Wette in dem Feld.

Pick: Ebaiyra

Tricast. Ebaiyra, Lady Blowthorpe, Thunderin Nights und Audayra


29.07.2021 – Goodwood – Nassau Stakes – Pick: Audarya

Pferderennen in England

16:35 Nassau Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.991 m  |  Preisgeld: 600.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Kleines interessantes Rennen, das Nassau Stakes in diesem Jahr. Dabei locken Gruppe 1 Rennen in der Regel ein deutlich größeres Feld an – aber nicht das Nassau Stakes, welches in den letzten Jahren immer mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Stuten ausgetragen wurde. Dieses Jahr scheint das Rennen besonders offen zu sein, ist doch nur die Stute Technique außen vor, was den Anspruch auf den vordersten Platz anbelangt.
Joan Of Arc und Empress Josephine etwa sind beide im irischen Guineas 1000 und dem Ballylinch Stakes in diesem Jahr bereist aufeinander getroffen (und sie kommen auch noch aus dem selben Stall von Aiden O’Brien) , und während das letztgenannte Rennen für beide vollkommen ignoriert werden kann, ist das Irish Guineas 1000 ein interessanter Ausgangspunkt zur Formanalyse, da die beiden auf den ersten beiden Plätzen ins Ziel gekommen sind.
Joan Of Arc verpasste den Sieg nur knapp mit einem kurzen Kopf gegen Empress Josephine und beide waren über eine Länge vor der Dritten – und man kann mit Joan Of Arc in diesem Rennen mitfühlen, denn eigentlich war Empress Josephine keine Gegnerin auf dem letzten Furlong, sie war noch weit im Mittelfeld und schien nur bedingt in Gang zu kommen während Joan Of Arc zusammen mit No Speak Alexander vor dem Feld entlang galoppierte, aber genau auf den letzten 50 schoss Empress Josephine dann nach vorne und hatte genau zur richtigen Zeit die Nase vorne.
Vom Jockey Booking her kann man kaum sagen, welche Stute die erste Wahl des Trainers ist: Frankie Dettori und Ryan Moore sind beide brillant. Aber Audarya wird ein harter Brocken für beide, denn die Stute von James Fanshawe hat nicht nur beim Breeders Cup letztes Jahr gewinnen können, sondern hat auch dieses Jahr mit einem sehr guten zweiten Platz gegen Love begonnen und sicher noch mehr zu geben hat in dieser Saison. Also knapp Audarya vor Joan Of Arc
Joan Of Arc: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien begann ihre Karriere in Dundalk im November 2020 und hatte es damit wohl nicht eilig, die erste Saison ins Rollen zu bekommen. Die zweite Saison begann dann allerdings recht früh im März in Curragh mit einem Sieg in einem Maidenrennen, gefolgt von einem Start im Gruppe 3 Ballylinch Stud Stakes im April, wo Joan Of Arc einen soliden, aber wenig aufregenden sechsten Platz holte.
Das besserte sich allerdings mit einem Start im Irish 1,000 Guineas Trial in Leopardstown im Mai, welches Joan Of Arc recht locker gewinnen konnte – das bedeutete allerdings auch, dass Joan Of Arc die englischen Classics nicht besuchen würde, sondern sich ganz auf die irischen Ableger konzentrieren würde, wo sie dann auch Ende Mai startete.
Das irische Guineas 1000 verlief dann zunächst auch voll nach Plan – Joan Of Arc setzte sich früh genug an die Front und hatte freien Lauf aufs Ziel und ging in ein langezogenes Duell mit No Speak Alexander, die an der Innenseite das Geländer zur Hilfe hatte und Joan Of Arc auf dem schweren Boden nicht ziehen lies. Keine von beiden hatte allerdings Empress Josephine auf dem Schirm, die in der Mitte der Bahn noch einige Längen hinter den beiden Führenden lief und eigentlich nicht nach einer großen Gefahr aussah  – allerdings kam die Stute gut in Fahrt und holte immer weiter auf, um mit einem kurzen Kopf auf der Linie zu führen.
Man kann mit Joan Of Arc mitfühlen, die lange Zeit wie die sichere Siegerin ausgesehen hatte, aber sie holte sich das Selbstvertrauen im nächsten Rennen wieder, als sie im Gruppe 1 Prix de Diane Longines in Frankreich startete. Der Boden war für Frankreich ziemlich schnell und Joan Of Arc hatte alle Hände voll zu tun sich eine gute Position in dem gut besetzten Rennen zu suchen, schaffte es allerdings sich an die Front zu setzen und knapp hinter den Pacesettern zu positionieren. Von da war der Angriff 400m vor dem Ziel nur noch Formsache und auf den letzten 200m setzte sie sich gegen das Feld etwas ab, so dass Ioritz Mendizabal auf Joan Of Arc die Sache knapp vor dem Ziel sogar etwas lockerer angehen konnte – starker Sieg über 1m2f in einem traditionell schweren Rennen, was Joan Of Arc hier für das Rennen zur Favoritin macht.
Audarya: Die Wootton Bassett Tochter von Trainer J. Fanshawe ist eine der seltenen international erfolgreichen Stuten bzw, Pferde für ihren Trainer und hat das wohl best dotierte Rennen für ihren Trainer bisher gewinnen können, als die das Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf in Keenland im November 2020 gewinnen können – was ein Erfolg für einen relativ „kleinen“ Trainer und keinen der ganz großen Namen.
Audarya begann ihre Karriere 2018 in Kempton mit einem sehr guten zweiten Platz und kämpfte sich in ihrer zweiten Saison 2019 langsam in der Klasse nach oben. Über die Maidenrennen und Klasse 5 Handicaps  über den Sommer in Klasse 3 Handicaps in Goodwood und York bis zum Prix Coronation in Saint Cloud auf Listed Ebene im September gegen Ende der Saison. Dort belegte sie einen soliden zweiten Platz, auch wenn die Siegerin Alzire für Audarya nicht erreichbar war. Die Ergebnisse 2019 waren durchweg gut und Audarya hielt ihre Form mit vielen Platzierungen und zwei Siegen über die gesamte Saison und sammelte dadurch eine nette Summe an Preisgeld für ihren Trainer.
2020 machte Audarya da weiter, wo sie aufgehört hatte – mit den listed Rennen. Der erste Start war im Juni im EBF/Unibet Snowdrop Fillies‘ Stakes, wo Audarya versuchte, das Feld von hinten aufzurollen, allerdings wenig Erfolg damit hatte und durch einige Probleme durch andere Pferde zu spät in Gang kam – aber dann holte sie mächtig auf und machte trotz ihres achten Platzes einen sehr guten Eindruck, den sie allerdings danach im Weatherbys TBA Pipalong Stakes im Pontefract nicht bestätigen konnte – angeblich lag ihr der weiche, durch die vorherigen Rennen aufgelockerte Boden auf der Strecke nicht und war der Grund, warum sie erneut in hinteren Bereich des Feldes ins Ziel kam – aber sie hatte ja noch genug andere Rennen auf dem Schirm und wenn es regnet und man den weichen Boden nicht mag – warum dann nicht auf den Allwetteruntergrund ausweichen?
Das tat Audarya dann auch und startete in Newcastle im Sky Sports Racing Handicap, wo sie das zweit höchste Gewicht tragen musste, aber im Duell im Prejudice hielt sie auf den letzten Metern klasse durch und sicherte sich den verdienten Sieg.
Zurück ging es auf den weichen Untergrund im Darley Prix Jean Romanet, und keiner erwartete nach den Äußerungen des Trainers im vorletzten Rennen hier eine gute Leistung, so startete Audarya als klare Außenseiterin mit einer Quote von 48/1 – aber sie überraschte wieder alle Kritiker und setzte sich in einem Wimpernschlag Finale gegen Ambition durch. Die beiden hatten das Rennen um den Sieg für sich und waren deutlich vor den Verfolgern, aber Audarya hatte Ambition immer im Griff und tat immer genug, um sich den Sieg in ihrem ersten Gruppe 1 Rennen zu sichern – spitzen Leistung. die Audarya fast im Prix de l’Opera Longines wiederholen konnte – dort kam sie am Ende auf einem dritten Platz ins Ziel und war nie ganz in der Lage, auf die ersten beiden aufzuschließen, die allerdings auch beide deutlich stärker eingeschätzt wurden als Audarya, die aber wieder ein großartiges Rennen lief.
Und dann kam das größte Rennen von Audarya, als sie erneut als Außenseiterin im Maker’s Mark Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf in Keenland startet. Dafür musste Audarya natürlich über den großen Teich übersetzten und mit ihrer bisherigen Bilanz ging sie natürlich mit moderaten Erwartungen in eines der schwersten Rennen der Saison und in Fakt der ganzen Welt! Aber die Stute überraschte erneut und biss sich im Schlusssprint gegen die Favoritin Rushing Fall fest und holte Zentimeter um Zentimeter heraus, um dann auf der Ziellinie einen Nacken Vorsprung zu haben. Der Rest des Feldes folgte dicht auf und gegen ein derartiges Konkurrentenfeld – wow! Super Leistung und die beste Trainerleistung von J. Fanshawe bisher meiner Meinung nach – was er 2020 aus seiner Stute herausgeholt hat ist herausragend und 2021 begann mit einem knappen zweiten Platz gegen die herausragende Love!
Die Star Stute von Aiden O’Brien war die klare Favoritin des Rennens und holte sich auch recht früh die Führung und gab diese auch nicht mehr ab, aber Audarya blieb dran und setzte die Favoritin immer weiter unter Druck – und auch wenn Love immer genug tat, um die Konkurrentin hinter sich zu halten, überraschte James Fanshawe mit seiner Stute erneut und ich sehe auch der Saison 2021 von Audarya mit Spannung entgegen – vor allem, weil sie vom Untergrund her nun auf so ziemlich allem, von Schlamm bis schnell, eine Spitzenleistung gezeigt hat – das Rennen hier ist definitv in Reichweite.

Empress Josephine: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien hat letztes Jahr nicht einen Start gehabt, sie ist somit est als Dreijährige in die Galopprennen eingestiegen. Die Stute gewann im März ihr Maidenrennen und versuchte sich danach auf Gruppenebene, scheiterte jedoch im Ballylinch Stud „Priory Belle“ 1,000 Guineas Trial Stakes trotz einiger Vorschusslorbeeren grandois und schaffte auch auf leichterem Niveau im Irish Stallion Farms EBF Victor McCalmont Memorial Stakes auf Listed Ebene nur einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz. Das sie deutlich mehr Talent hat, zeigte sie dann auf schwerem Boden in Curragh im Tattersalls Irish 1,000 Guineas, wo sie auf schwerem Boden Joan Of Arc mit einem kurzen Nacken Vorsprung schlagen konnte.

Das Rennen lief dabei für Empress Josephine nicht immer ideal, sie wurde früh im Mittelfeld eingeboxt und musste für freien Raum zum Laufen kämpfen und musste früh angetrieben werden, um auf die Führenden aufzuschließen, hatte dann aber genug Ausdauer, um das Duell mit Joan Of Arc durchzuhalten und knapp zu gewinnen. Der schwere Boden war sicher das, was Empress Josephine geholfen hat das Rennen zu gewinnen, denn sie war die einzige aus dem Mittelfeld, die den beiden führenden Stuten noch gefährlich werden konnte und die beiden Pacesetter schienen vor dem Ziel ein wenig zu ermüden und ein wenig Schwung zu verlieren.

Der Eindruck, das Empress Josephine viel Glück hatte das Rennen für sich zu entscheiden bestätigte sich auf etwas schnellerem Boden (weich) im Coronation Stakes in Royal Ascot, wo Empress Josephine dieses Mal hinter den Führenden lief und von dort aus allerdings keinen nennenswerten Schlusssprint anbringen konnte, sondern ermüdete und weit zurück fiel.

Das gibt mir ein wenig Grund zur Sorge für heute, ihr bestes Rennen war auf schwerem Untergrund und das schien fast ein Ausnahmerennen für Empress Josephine zu sein – aber die Verbindungen halten an ihr fest und sie wartet sicher nur auf ihren nächsten Sieg.


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