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Baaeed

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Der neue Star am Miler Himmel verdirbt dem beste Miler der Welt den Abschied im Queen Elizabeth II Stakes

Pferderennen in England

16:10 Queen Elizabeth II Stakes (Sponsored By Qipco) – Gruppe 1 

Distanz: 1m | Untergrund: Gut bis weich | Alter: 3yo+

Der neue Star am Miler Himmel verdirbt dem beste Miler der Welt den Abschied in Ascot.

Überraschung in Ascot! Palace Pier schafft es leider nicht, seinen Abschied mit einem fünften Sieg in Folge auf Gruppenebene zu versüßen, sondern wird von Up and Comer Baaed knapp geschlagen.

Das Rennen war als das letzte von Palace Pier angekündigt worden und nach fünf Siegen – mal mehr, mal minder dominant in dieser Saison – stand nun das Queen Elisabeth II Stakes auf dem Plan – jenes Rennen, welches Palace Pier schon 2020 entschlüpft war. Und auch 2021 sollte nicht viel besser laufen, auch wenn es am Ende knapp wurde

Palace Pier hielt sich dieses Mal eher im Vordergrund des Feldes auf und blieb 400m vor dem Ziel an den Führenden dran, statt sich wie gewohnt ein wenig zurückfallen zu lassen. Von dieser Position aus zog Palace Pier stark nach vorne und versuchte die Führung zu übernehmen, aber Baaeed war ebenfalls mitgegangen und dachte offensichtlich gar nicht daran, dem Favoriten Platz zu machen, sondern ging unter einem starken Ritt von Jim Crowley weiter nach vorne und konnte Palace Pier damit immer auf einem Nacken Abstand halten  -wenn auch nur knapp, und es gab Punkte an denen Palace Pier wie der Sieger des Rennens aussah – aber am Ende hatte eben Baaeed den Nacken vorne und gewann sein größtes Rennen bisher.

 

Baaeed: Der Sea The Stars Sohn von William Haggas ist DER große Hype im Jahr 2021 – ungeschlagen für sechs Rennen in Folge und nachdem er sich die Treppe Stück für Stück hochgekämpft hat und auf Gruppe 1 Niveau angekommen war, schlug er Palace Pier nun im Queen Elizabeth II Stakes und gewann damit sein zweites Gruppe 1 Rennen in Folge.

Die Karriere von Baaed begann im Juni in Leicester in einem Klasse 4 Maidenrennen mit einem soliden Sieg auf schnellem Boden, gefolgt von einem dominanten Sieg in Newmarket in einem Klasse 4 Rennen. In dem Rennen war Baeed zwar schon als Favorit aufgelaufen, allerdings hatte wohl niemand mit einem über 7 Längen Sieg gerechnet, der Baeed auch noch relativ leicht gefallen war.

Kein Wunder, dass es für Baeed danach direkt auf Black Type Ebene hoch ging und er im Edmondson Hall Solicitors Sir Henry Cecil Stakes startete – einem Listed Rennen in Newmarket. Man kann es Vorsicht nennen, dass Baaed nicht direkt in einem Gruppenrennen startete, sondern es erst einmal auf Listed Ebene versuchte – aber wenn solch eine Vorsicht existierte, war sie vollkommen ungerechtfertigt.

Baaeed sah während den frühen Stufen des Rennens noch ein wenig unerfahren aus und verpasste den Start ein wenig, ging dann zu energisch an den Start und stemmte sich ein wenig gegen Jim Crowley, der ihn aber dann unter Kontrolle bekam und hinter den Führenden platzierte. Von da aus startete Baaeed auf dem schnellen Boden dann auch seinen Angriff, wobei Jim Crowley kaum mehr als einen Handritt hinlegen musste, um Baeed frei vor das Feld stürmen zu lassen.

Danach ging Baaeed in das Bonhams Thoroughbred Stakes auf Gruppe 3 Ebene in Goodwood Ende Juli welches mit gt bis weichen Untergrund einen anderen Test darstellte, auch wenn klar war, dass Baeed auf dieser Ebene wohl keine wirkliche Konkurrenz finden würde.

So war es dann auch, Baeed machte mit dem Feld relativ kurzen Prozess und rollte die Konkurrenten von hinten auf, wurde 200m vor dem Ziel dann in den Schlussprint geschickt und setzte sich nach Belieben ab – extrem starker Lauf von Baaeed der damit bereit war, die höchste Ebene der Galopprennen anzugehen.

Dafür ging er im September nach Frankreich zum Gruppe 1 Prix du Moulin de Longchamp, wo er – natürlich – wieder als Favorit startete.  Dabei waren die Gegner wie Order Of Australia, Snow Lantern oder Victor Ludorum durchaus selbst auf Gruppenebene erfolgreich gewesen, aber Baaeed hatte auch mit diesem Feld am Ende keine Probleme.

Er hielt sich zunächst ungewöhnlich weit vorne im Feld auf und lies sich nicht weit zurückfallen, wie er es zuvor getan hatte, aber das war gegen die angetretene Konkurrenz auch durchaus sinnvoll, denn obwohl Baeeed wieder rechtzeitig 400m vor dem Ziel los ging  und seinen Schlusssprint ansetzte. Aber dieses Mal war es wesentlich schwerer sich von den anderen Abzusetzen, denn Order Of Australia blieb auf den letzten Metern noch an ihm dran und Victor Ludorum kam aus dem hinteren Bereich des Feldes ebenfalls nach vorne – aber auf den letzten 100m kickte Baaeed eben doch wieder nach vorne und frei vor das Feld.

Dann kam der heutige Test gegen den besten Miler der Welt, den Baaeed wie bekannt ebenfalls gewann – und damit wohl den Titel des besten Milers an sich gerissen hat.

 

 

Palace Pier: Nach hervorragenden Ergebnissen im Jahr 2020, unter anderem mit einem Sieg in Ascot beim Palace Stakes stieg Palace Pier in seine vermutlich letzte Saison 2021 mit aller Macht ein und gewann das Lockinge Stakes in Newbury mit Leichtigkeit, gefolgt von Siegen im Queen Anne Sakes und im August in Deauville im Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois – eigentlich war alles gesetzt für den letzten Sieg im Queen Elisabeth II Stakes , um seine hervorragende Karriere zu einem glorreichen Ende zu bringen.

Der Kingman Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im August des letzten Jahres, konnte aber trotz der geringen Laufzeit seiner Karriere schon einige Aufmerksamkeit für sich generieren, was nicht zuletzt an seinem gelungenen Einstand im August 2019 lag, denn schon bei seinem ersten Rennen sorgte er für erstaunte Blicke.

Bei dem Maidenrennen in Sandown machte Palace Pier auf Anhieb eine sehr gute Figur und gewann das 7f Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit mit über 3 Längen Vorsprung auf schnellem Boden. Er sah allerdings auch schon nach dem am weitesten entwickelten Pferd an jenem Tag aus, und verhielt sich auch so – schnell die Führung gesichert auf der Zielgerade und dann spielend leicht abgesetzt, kein Wunder also, dass beim nächsten Rennen klar als Favorit galt und das Klasse 4 Max Patel Wealth Manager Of Choice Novice Stakes in Sandown mit einem starken Lauf von der Front erneut müehlos gewann.

Dann ging es in die lange Winterpause, die durch die Corona Epidemie noch viel länger wurde, und erst im Juni 2020 beendet werden konnte. Dort startete er in einem Klasse 2 Handicap für die Dreijährigen, welches Palace Pier wieder als Favorit angehen dürfte, und in dem er – vielleicht auch auf Grund der langen Pause, welche er sicher für das Training genutzt hat – wieder in Bestform auflaufen konnte.

Dabei wurde Palace Pier am Anfang des Rennens zunächst von den Konkurrenten ein wenig abgehängt und lief dem Rest des Feldes am Anfang gut drei Längen hinterher, bis es ins letzte Furlong ging, wo Palace Pier an Geschwindigkeit zulegte und der gesammelten Konkurrenz am Ende mit über drei Längen davon sprintete.

Kein Wunder, dass das nächste Rennen dann (endlich) auf Gruppenebene ausgetragen wurde, das Ziel war das St James’s Palace Stakes auf Gruppe 1 Ebene, welches Teil der British Champions Series ist. Hier war also der erste wirkliche Test für Palace Pier, der das erste Mal seit seinem Debüt nicht mehr als Favorit auflief, sondern hinter Pinatubo und Wichita die dritte Geige spielen musste bei den Buchmachern.

Und fast sah es danach aus, als ob die Buchmacher Recht behalten könnten, denn Palace Pier kam nur sehr langsam in Gang und musste sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, eine Position, die ihm normalerweise nicht so beliebt. 2f vor dem Ziel begann Palace Pier dann die Konkurrenz von hinten aufzurollen, 1 Furlong vor dem Ziel gab Frankie Dettorie dann das OK und trieb Palace Pier mit allen Mitteln der Kunst an, um ihm am Ende 11 Yards vor dem Ziel vor dem ebenfalls sehr stark auflaufenden Pinatubo zu bringen.

Die Leistung machte ihn auch gegen die wesentlich erfahrenere Konkurrenz im Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in deauvulle zum Favoriten – er bekam ein paar Kilo an Gewicht erlassen und auf Grund der immer noch vorherrschenden Corona Epidemi fanden sich auch nicht alle erhofften Konkurrenten auf dem Kurs ein, aebr die sich einfanden, hatten es in sich. Persian King, Circus Maximus, Alpine Star – alles Konkurrenten von solider Qualität, die sich nicht einfach geschlagen geben würden. Aber wieder konnte Palace Pier voll überzeugen. Er hielt sich im hinteren Bereich des Feldes, zog aber 3f vor dem Ziel das Tempo an und kam an die Front Runner heran. Circus Maximus hatte keine Chance bei dem folgenden Tempowechsel mitzugehen, lediglich Alpine Star schaffte es, die Verfolgung von Palace Pier aufzunehmen, hatte aber trotzdem keine Chance an ihn noch heran zu kommen, sondern musste sich damit begnügen, hinterher zu schauen. Das Rennen fand auf schwerem Boden statt, allerdings konnte Palace Pier daraus keinen Vorteil für Das Queen Elizabeth II Stakes ziehen konnte, welches er als Favorit bestreiten dürfte.

Aber schon beim Start kam Palace Pier nicht richtig gut aus den Ställen und irgendwo beim Rennen verlor er auch noch eines seiner Hufeisen und Frankie schaute auf den letzten 200m immer wieder nach seinem Pferd, um zu sehen ob irgendwas mit Palace Pier falsch war – das Rennen war einfach ein bisschen glücklos für Palace Pier, der sich mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz zufrieden geben musste.

Er gönnte sich dann eine längere Pause bis zum Start in die neue Saison, welches er im April in Sandown im Bet265 Stakes feierte:

Das Bet365 Mile gibt einen Hinweis darauf, in welcher Form Palace Pier heute auflaufen wird. Er gewann das Rennen mit gut und gerne 8 Längen und hatte keinerlei Probleme, die eher schwachen Konkurrenten mit über acht Längen beiseite zu fegen.

Zwei der Konkurrenten (Happy Power und Bless Him) liefen danach auch im Lockinge Stakes auf und waren dort auch zu recht die klaren Außenseiter, aber man hatte beim Saisondebüt schon sehen können, wie fit Palace Pier in die Saison gegangen ist. Es dauerte nach dem „Go“ von Frankie Dettori einen kleinen Moment, bis Palace Pier in Gang kam, aber mehr als die Zügel und Bügel musste der Star Jockey auch nicht einsetzen, um seinen Schützling am Ende 8 Längen vor das Feld zu bringen.

Der Rest schien förmlich stehen zu bleiben und konnte nicht mitgehen – ganz so einfach wurde es auf Gruppe 1 Ebene im Lockinge Stakes natürlich nicht, am Ende betrug der Vorsprung „nur“ knapp unter 2 Längen, aber wieder reichte es Frankie Dettori, seinem Pferd 600m vor dem Ziel langsam Druck mit den Zügeln aufzubauen, damit Palace Pier das Feld aufzurollen begann und sich 400m vor dem Ziel an die Spitze setzen konnte und 200m vor dem Ziel das Feld fest im Griff hatte,

Keiner der Verfolger hatte eine Chance, sich an seine Fersen zu heften und das selbe Spiel war dann auch im Queen Anne Stakes im Juni zu beobachten, wo Palace Pier 600m vor dem Ziel langsam begann, Boden auf die Pacesetter gut zu machen und 200m vor dem Ziel dann wieder einmal die Führung inne hatte. Von da an hatte er das Feld im Griff und musste den Vorsprung nur verwalten, um einen weiteren eindeutigen Sieg feiern zu können.

Im August ging es dann wie im letzten Jahr wieder nach Frankreich, wo Palace Pier im Gruppe 1  Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in Deauville startete.

Nach den Erfolgen in den letzten Rennen ging Palace Pier natürlich wieder als Favorit an den Start. Die Konkurrenz rund um Poetic Flare wie Order Of Australia und Midtown war auf dem Papier ein Kinderspiel für Palace Pier, allerdings stellte sich das Rennen in der Realität als wesentlich schwerer heraus – Palace Pier hielt sich im hinteren Bereich des Feldes auf und war zufrieden, diese Position bis 500m vor dem Ziel zu halten und erst dann zu beginnen das Feld innen aufzurollen. Innerhalb der letzten 400m machte Palace Pier weiter Fortschritte, musste aber innerhalb der letzten 200m von Frankie Dettorie ziemlich angetrieben werden, um sich dem Angriff von Poetic Flare noch zu erwehren. Der Konkurrent hatte sich 200m vor dem Ziel an die Front gesetzt und war dann von Poetic Flare überholt worden  – aber blieb dran und lies sich nicht wirklich abschütteln und Poetic Flare musste sich mächtig strecken, um das Rennen auf der geraden Meile für sich zu entscheiden.

Ein Nacken betrug sein Vorsprung auf Poetic Flare – die selbe Distanz, die im Baaeed im Queen Elisabeth II Stakes nun abgenommen hat.

Palace Pier hielt sich dieses Mal eher im Vordergrund des Feldes auf und blieb 400m vor dem Ziel an den Führenden dran, statt sich wie gewohnt ein wenig zurückfallen zu lassen. Von dieser Position aus zog Palace Pier stark nach vorne und versuchte die Führung zu übernehmen, aber Baaeed war ebenfalls mitgegangen und dachte offensichtlich gar nicht daran, dem Favoriten Platz zu machen, sondern ging unter einem starken Ritt von Jim Crowley weiter nach vorne und konnte Palace Pier damit immer auf einem Nacken Abstand halten  -wenn auch nur knapp, und es gab Punkte an denen Palace Pier wie der Sieger des Rennens aussah – aber am Ende hatte eben Baaeed den Nacken vorne und gewann sein größtes Rennen bisher.

 

 

The Revenant: Der Dubawi Sohn von Trainer Francis-Henri Graffard hat sich in seiner Heimat Frankreich im letzten Jahr zu einem Phänomen entwickelt, nachdem er bei seiner ersten Saison 2018 in Haydock, Epsom und Compiege eher einen mittelmäßigen Eindruck hinterlassen hatte.
Aber schon gegen Ende dieser ersten Saison gewann er noch zwei Handicaps in Frankreich, bevor er in die erste Winterpause und ins weiteres Training ging. In der Pause auf 2019 wurde  Teh Revenant dann auch kastriert, was wahrscheinlich auch der Grund war, warum sich The Revenant nun deutlich besser lenken ließ als in seiner ersten Saison
Jedenfalls kam er im März in Frankreich auf die Rennstrecke zurück, wo er den  Prix Altipan auf Listed Ebene souverän gewann, und danach eine beeindruckende Siegesserie von 4 Rennen folgen lies. So gewann er auch das Gruppe 3 Prix Edmond Blanc in Saint Cloud, wenn auch nur knapp, und legte in Deutschland in Baden Baden in der Gruppe 2 Badener Meile mit einem Sieg gegen Imaging nach.
Zurück in Frankreich gewann er im Oktober den Gruppe 2 Qatar Prix Daniel Wildenstein, und das mit Leichtigkeit gegen Konkurrenten wie Olmedo und Shaman, und diese Formgab ihm auch im Queen Elizabeth II Stakes eine Chance. Am Ende lief The Revenant auch auf dem geraden Kurs in Ascot beim Champions Day 2019 ein hervorragendes Rennen, bekam aber den Tag von einem Außenseiter in Form von King Of Change verdorben, der mit dieser Leistung auch gleich seine Karriere beendete und zu seinem Stall zurückkehrte.
Es folgte die lange, lange Pause bis zum erneuten Start im Qatar Prix Daniel Wildenstein, den The Revenant nach fast einem Jahr Pause pflichtschuldig gewann, wenn auch nicht so doiminant, wie es von einem klaren Favoriten erwartet worden wäre – er musste sich ganz schon mühen, um Ziegfeld auf Abstand zu halten, da wäre sicher mehr von ihm erwartet worden. Aber nach so einer langen Pause kann man es ihm verzeihen und nach einem zweiten Platz im Elisabeth Queen II Stakes 2019 konnte sich The Revenant in der Austragung 2020 noch um einen Platz verbessern und gewann mit einem Kopf Vorsprung vor Roseman, während der Favorit Palace Pier ein Hufeisen verlor und sich nur auf einem dritten Platz einfinden konnte.
2021 war dann allerdings ein schweres Jahr für The Revenant. Zum Saisonbeginn im Gruppe 3 Prix Edmond Blanc wurde er auf den letzten 50m noch überholt und auf den dritten Platz durchgereicht und auch im Prix du Muguet in Frankreich verlor er am Ende des Rennens seinen dritten Platz und damit den Anschluss an die Führenden. Trotzdem blieb The Revenant in Frankreich und versuchte sich im Qatar Prix Daniel Wildenstein auf Gruppe 2 Ebene.
Das Rennen war schon deutlich besser, denn The Revenant konnte zwar auch dieses Mal nicht gewinnen, reduzierte von seiner Position aus dem hinteren, mittleren Bereich des Feldes auf der Zielgeraden aber zunehmend seinen Rückstand auf den Favoriten Real World, der die Ziellinie dieses Mal nur gerade so rechtzeitig noch erreichte.
Auch im Queen Elisabeth II Stakes versuchte The Revenant das Feld wieder von hinten aufzurollen, aber das Niveau der Gegner war natürlich deutlich höher und seine Ausdauer lies ihn wie schon mehrere Male in diesem Jahr auf den letzten Metern im Stich und Lady Blowthorpe klaute ihm noch knapp vor dem Ziel den dritten Platz.

Mother Earth: Die 2021er Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg einige gute Ergebnisse zeigen können, bevor sie zuletzt auf weichem Boden in Frankreich den Prix Rothschild hatte gewinnen können.

Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr hoffentlich wieder ein spitzen Rennen erwarten. Gegen das eigene Geschlecht und ohne andere Superstars im Lineup wird es sicher extrem spannend und Mother Earth könnte das erste Doppel ihrer Karriere schaffen.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung schon in ihrer ersten Saison sammeln können – schon als 2yo war sie 2020 in der Zeit seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor aber erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend.

Das war eine Spitzenleistung von ihr und auch beim nachfolgenden Coronation Stakes in Ascot zeigte Mother Earth erneut, dass schwerer Boden ihr nicht unbedingt Probleme bereiten muss, als sie hinter Alcohol Free, die den schweren Boden absolut liebt, und Snow Lantern einen hervorragenden dritten Platz erreichen konnte. Wieder ging Mother Earth erst in den entschiedenen letzten Metern langsam die Puste aus, aber der dritte Platz war sicher und als sich die Konkurrentinnen nur wenige Wochen später im Fallmouth Stakes wieder sahen, war Spannung garantiert,.

Dieses Mal war der Untergrund gut durchgetrocknet und wesentlich schneller, was Alcohol Free natürlich Probleme machte, während Snow Lantern dieses Mal ihre Stärken ausspielen konnte und in einem langgezogenem Duell mit Mother Earth am Ende die Nase vorn hatte. Dabei hatte Mother Earth trotz Platzproblemen während des Rennens die Führung 150m vor dem Ziel übernehmen können, aber Snow Lantern kam noch einmal heran und hatte wieder den entscheidenden Ausdauervorteil auf den letzten 50 Metern.
In Abwesenheit solcher hochklassiger Konkurrentinnen lief Mother Earth dann Anfang August 2021 in Deauville im Prix Rothshild als Favoritin auf. Der weiche Boden abseits der extreme, die sie in ihren letzten Rennen erleben musste, schien ihr gut zu tun und Mother Earth konnte dieses Mal die anderen Stuten knapp auf Abstand halten. Sie reagierte gut auf den Druck ihres Jockeys Ryan Mooren und beschleunigte stark, als es darauf ankam und hatte trotz des eher geringen Vorsprungs von nur einem Kopf die Konkurrentin Sagamiyra immer im Griff.

Die Konkurrenz im Gruppe 1 Matron Stakes Anfang September in Leopardstown war ähnlich stark wie in Frankreich – die ganz großen Namen der Saison fehlten zwar, aber leicht wurde es für Mother Earth wieder nicht –  Denn die Außenseiter No Speak Alexander und Pearls Galore liefen deutlich besser als ihre Quoten liefen ihren Quoten absolut davon und ließen Mother Earth chancenlos auf dem dritten Platz zurück.

Es wurde nie langweilig in den Rennen mit Mother Earth, dafür sorgte im Sun Chariot Stakes in Newmarket Anfang Oktober dann zur Abwechselung Saffron Beach, die das Tempo von Anfang an setzte und 400m vor dem Ziel immer noch locker vorausritt, 200m vor dem Ziel dann weiter das Tempo anzog und damit die Konkurrenz – inklusive Mother Earth – auf Abstand hielt. Mother Earth führte die Verfolgergruppe an, konnte aber trotzdem nicht mehr als 3 Längen an Saffron Beach heran kommen.

Im Queen Elisabeth II Stakes hatte sie am Ende noch zu viel zu tun und kam immerhin auf einem soliden fünften Platz ins Ziel.

 


05.09.2021 – Deauville – Prix du Moulin – Pick: Snow Lantern

Pferderennen in Frankreich

15:48 Prix du Moulin – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 450.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Gruppe 1 Action aus Frankreich heute am Sonntag – wobei bei der Masse an britischen Startern, die ihren Weg auf den Kontinent gefunden haben, könnte das Rennen auch in der britischen Provinz stattfinden – aber nein, Deauville lockt wieder mit einem spannenden Renntag bei dem wir uns das Gruppe 1 Prix du Moulin mal näher anschauen wollen.
Alle Augen richten sich dabei auf den noch ungeschlagenen Baaeed, den William Haggas hier das erste Mal auf Gruppe1 Ebene starten lassen wird, nachdem er in Goodwood zuletzt auf Gruppe 1 Ebene dominiert hatte. Einfach wird das aber sicher nicht heute, mit Snow Lantern und Order Of Australia in guter Form und mit viel Erfahrung oder Lope Y Fernandez als Außenseiter, der aber mehr kann als er bei seinen letzten Rennen unter Beweis hatte stellen können.
Baaeed: Der Sea The Stars Sohn von Trainer William Haggas begann seine Karriere im Juni in Leicester mit einem Sieg in seinem Maidenrennen und legte danach in Newmarket im MansionBet’s Betstival Bet 10 Get 20 British EBF Novice Stakes noch einmal einen drauf und gewann als Favorit das Rennen mit über 7 Längen Vorsprung – ohne Probleme und mit mächtig was im Tank.
Kein Wunder, dass es direkt danach in die Black Type Rennen ging und Baaeed im Edmondson Hall Solicitors Sir Henry Cecil Stakes startete. Das Rennen in Newmarket war schon besser besetzt, unter anderem waren Maximal und One Ruler als Konkurrenten aufgelaufen, aber wieder lies er der Konkurrenz keine Chance.
Das kleine Feld hielt sich zunächst in der Mitte der Bahn, aber als das Tempo und der Druck sich langsam erhöhte, ging es immer weiter in Richtung Außengeländer, was Baaeed, der sich im hinteren Bereich des Feldes einsortiert hatte, ermöglichte, praktisch gerade ohne Einfluss der Konkurrenz nach vorne zu bringen. Jim Crowley im Sattel hatte keinerlei Probleme die Führung innerhalb weniger Sekunden klar zu machen und sich er wenigen ernsthaften Verfolger zu entledigen und konnte so einen weiteren, ungefährdeten Sieg für Baaeed verbrochen.
William Haggas brach nichts über das Knie und brachet Baaed nach dem Erfolg in Newmarket im selben Monat noch einmal auf Gruppe 3 Ebene in Goodwood ins Spiel, und auch dort im Bonhams Thoroughbred Stakes sah es aus, als ob die Konkurrenz einfach stehen geblieben wäre, als Baaeed das Tempo erhöhte und sich in der Mitte der Bahn in Gang setzte. Immer weiter setzte er sich auf der Zielegraden ab, bis er gut sieben Längen vor dem Feld war udn einen weiteren sehr ungefährdeten Sieg einfahren konnte.
Allerdings muss man hier ein Wort der Warnung aussprechen – die Konkurrenz war absilut nicht der rede Wert und in keiner Weise mit der Konkurrenz von heute vergleichbar – da liegen Welten dazwischen.
Und es ist leicht, wie der nächste Superstar auszusehen, wenn man nur Fallobst vor die Hufe bekommt – Snow Lantern wird heute auf schnellerem Boden eine ganz andere Hausnummer sein, auch wenn für ihn der Boden sicher noch ein wenig schneller sein dürfte – und der Konkurrent wird gerade mit 4,5 Festpreis und bis zu zweistellig im SP gehandelt – klar, das wird zum Rennstart kaum halten (die wären bescheuert den über 5 starten zu lassen!), aber ich finde, zu der Quote kann man Baaeed schlichtweg nicht als Pick gegen die heutige Konkurrenz empfehlen – auch wenn ich einen weiteren souveränen Sieg absolut feiern würde.

Snow Latern: Die Frankel Tochter von Richard Hannon begann ihre Karriere im Juli 2020 in Ascot mit einem zweiten Platz hinter der hervorragenden Zabeel Queen und gewann ein Jahr später im April 2021 ihr Maidenrennen beim nächsten Versuch mühelos. Allerdings scheiterte sie danach beim Versuch das Niveau anzuheben und im Oaks Fillies Stakes auf Listed Ebene nur mit fünf Längen Rückstand ins Ziel kam.

Sie steigerte sich allerdings auf Gruppe 1 Ebene im Coronation Stakes auf weichem Boden in Royal Ascot und konnte überraschend einen soliden zweiten Platz einfahren. Zwar gingen ihr im direkten Duell mit Alcohol Free auf den letzten 100 Metern ein wenig die Kräfte aus, aber wenn sie diese Form beibehalten kann – nun, dann gibt es natürlich keinen Grund, warum sie gegen fast die selbe Konkurrenz heute nicht die selbe Leistung zeigen sollte. Dazu kommt der schnellere Boden, der für sie vielleicht ein weiterer Faktor für eine Formsteigerung sein könnte.

Klar, das ist Spekulation und sie muss sich auch etwas besser ins Rennen fügen um im Tattersalls Falmouth Stakes eine Rolle spielen zu können – aber ich hatte sie auf dem Plan und empfahl sie trotzdem als EW Wette als sie noch zweistellig rangierte – und am Ende gewann Snow Lantern mut einem starken Lauf und sehr guten Ritt von Sean Levery gegen Mother Earth in einem spannenden Schlussprint.

Sie lief noch recht unerfahren und war schwierig zu kontrollieren und war auch danach im Sussex Stakes mit einem verpassten Start und mehrfachen Verkehrsproblemen im Rennen selbst nicht einfach zu lenken – am Ende sicherte sie sich aber auch hier einen hervorragenden dritte Platz und zeigte einiges an Ausdauer, wenn auch weniger die nötige Geschwindigkeit um die Sieger unter Druck zu setzen.

Aber Snow Lantern scheint wandelbar zu sein und wenn der Boden etwas besser wird, sollte man sie auch in schwereren Rennen auf dem Schirm haben

Order Of Australia: Der Australia Sohn von Aiden O’Brien war 2020 eine der großen Überraschungen für mich, denn bis zu seinem Sieg beim Breeders Cup war er bei mir unter dem Radar gelaufen und seine Erfolge an einer Hand abzählbar. Auch 2021 läuft er für mich in den meisten Rennen weiterhin im Stealth Modus, auch wenn er fast permanent die Aufmerksamkeit von Ryan Moore genießen kann.

Seine Karriere begann im November 19 mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen, ging dann 2020 im Juni weiter mit einem dritten Platz, ebenfalls in einem Maidenrennen, um dann im Juni in Curragh auf Gruppe 1 Ebene das erste Mal zu überraschen. Über knapp 2400m auf gutem Untergrund kam Order Of Australia im Irish Derby  nämlich auf einem soliden vierten Platz ins Ziel und sammelte damit auf höchstem Niveau ein wenig Preisgeld ein…. was mit einer Quote von 33/1 so nicht erwartet worden war.

Zwar war der Sieger Santiago entfleucht und sechs Längen vor Order Of Australia durchs Ziel gelaufen, aber die Leistung im irischen Ableger des Derby war beeindruckend gewesen – leider konnte Order Of Australia diese Form im nachfolgenden Prix De Jockey Club in Frankreich nicht wiederholen und musste mit einem siebten Platz vorlieb nehmen, allerdings trennten ihn in diesem Rennen am Ende „nur“ knapp 4,5 Längen vom Sieger.

Danach wurde es ganz offensichtlich Zeit für den ersten Sieg in der Karriere von Order Of Australia, der in Dundalk im September 2020 und in Curragh im selben Monat zwei Siege auf niedrigem Niveau feiern konnte – dann aber wieder eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Novi IT Services International Stakes hinnehmen musste, und dafür nur bedingt eine Entschuldigung vorweisen konnte. Zwar war er kurzzeitig eingeengt worden und hatte keinen freien Lauf zum Ziel, das war aber bei Weitem nicht genug, um die schlechte Leistung zu rechtfertigen.

Und genau wegen dem nachfolgenden Rennen war Order Of Australia für mich 2020 so eine große Überraschung, denn nach der klaren Niederlage auf Gruppe 3 Niveau ging es über den großen Teich nach Amerika, wo er im Breeders Cup Miel startete – natürlich als klarer Außenseiter mit eienr Quote von 40/1.

Und am Anfang des Rennens sah es auch noch danach aus, als ob Order Of Australia das Rennen wieder vergeigen würde, sträubte er sich doch gegen die Zügel und verschwendete Energie, konnte sich aber trotzdem eine gute Position in dem Rennen sichern und übernahm innerhalb der letzten 200m die Führung des Rennens. Zwar kam Circus Maximus noch heran und setzte Order Of Australia stark unter Druck, konnte sich aber nicht an diesem Vorbeischieben und musste sich mit einem zweiten Platz begnügen.

Nach diesem Sieg in einem der schwersten Rennen auf dem Rasen in Amerika ging Order Of Australia gleich die nächste riesengroße Hausnummer an und versuchte sich am Hong Kong Mile, was allerdings gegen Golden Sixty und Co. eine ziemlich aussichtslose Sache war und in einer klaren Niederlage und einem sechsten Platz resultierte.

Die neue Saison startete für Order Of Australia nicht viel besser und er musste zunächst eine klare Niederlage im Queen Anne Stakes verkraften bevor er über 7 Furlong und guten Untergrund im Gruppe 2 Minstrell Stakes als Favorit den erwarteten ersten Sieg in der neuen Saison 2021 feiern konnte.

Wieder oben auf Gruppe 1 Ebene lief er im Sussex Stakes auf einen soliden fünften Platz auf, der zwar weder richtig schlecht noch richtig gut war und erst im nachfolgenden Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in Frankreich auf gutem Untergrund kam er mit einem dritten Platz wieder besser in Fahrt als erwartet, auch wenn er Palace Pier mit zwei Längen Rückstand natürlich nicht unter Druck hatte setzen können

Für mich ist er ein wenig wie eine Wundertüte seit dem Sieg im Breeders Cup, den ich ihm niemals zugetraut hätte – er ist sicher in der Lage auch in England ein Gruppe 1 Rennen zu gewinnen, aber auf dem Papier immer einer der Außenseiter und wenn er mal wieder gewinnt, wird das wohl wieder eine Art Überraschungssieg sein

Lope Y Fernandez: Der Lope De Vega Sohn von Trainer Aiden O’Brien hatte am Anfang seiner Karriere im Jahr 2019 schnell einige Erfolge feiern können. Nach seinem gewonnenen Debüt in Curragh holt er sich auf Anhieb zwei Plätze auf Black Type Ebene, einen im Chesham Stakes (Ein Listed Rennen in Royal Ascot!) und im Gruppe 2 Qatar Vintage Stakes in Goowood, bevor er sein erstes Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Round Tower Stakes in Curragh über 1207m gewinnen konnte.

Das war ein extrem starker Start in seine Kariere, aber danach wurden die Ziele größer und die Ergebnisse eher unter den Erwartungen – so wurde er im Middle Park Stakes sechster, im Irish 2.000 Guineas Dritter, danach im noch besser besetzten Commonwealth Cup sogar nur Elfter. Er hatte eine Menge Chancen und lief oft besser als seine Ergebnisse am Ende erwarten ließen, was er dann im Juli in Deauville im Qatar Prix Jean Prat unter Beweis stellen konnte. Nach den letzten schlechten Ergebnissen ging er in das Rennen als klarer Außenseiter, konnte aber überraschen und ging unter einer Länge gegen Pinatubo auf den zweiten Platz ins Ziel.

Er blieb nach diesem Erfolg in Frankreich und kam im Prix Maurice de Gheest hinter dem alt bekannten Space Blues auf einem dritten Platz ins Ziel, wieder mit einer deutlich besseren Leistung als eigentlich von ihm erwartet worden war. Ein Sieg blieb aber trotzdem erst einmal weiter aus, im Sprint Cup Stakes in Haydock im September gelang ihm nur ein siebter Platz und im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes in Ascot sprang ebenfalls am Ende nur der siebte Platz heraus, über drei Längen hinter dem Sieger Glen Shiel. Trotzdem machte er sich auf den Weg nach Amerika, wo er in Keenland im Breeders‘ Cup Mile startete – natürlich wieder als Außenseiter, das Rennen in Amerika ist schließlich alles andere als ein Leichtgewicht  und mit dem was Lope Y Fernandez so bisher die Saison gezeigt hatte, war da ebenfalls nicht viel zu erwarten. Aber Lope Y Fernadnez überraschte in dem Rennen, indem er das Feld von hinten Aufrollte und zum Ziel hin immer näher an den Überraschungs Sieger Order Of Australia ran – das war erneut eine Super Leistung und es wurde Zeit, sich dafür auch mal zu belohnen – das geschah allerdings erst nach der Pause bis in die neue Saison im April 2021 im Heritage Stakes, einem Listed Rennen in Leopardstown, wo er einen sehr lockeren Sieg feiern konnte. Er hat locker fünf Längen Vorsprung herausholen können und schien eine neue Bestform gefunden zu haben, die Frage war nun – hält diese Form auch dem Test auf höherem Niveau stand?

Dieser Frage sollte im Lockinge Stakes in Newbury im Mai 2021 beantwortet werden und das Ergebnis war für Lope Y Fernandez  nicht unbedingt schmeichelhaft, denn am Ende betrug sein Rückstand auf den Sieger 19 Längen. Ganz so schlecht wie man nun vermuten würde war sein Lauf aber dann doch wieder nicht, denn der große Rückstand kam vor allem dadurch zu Stande, dass er keinen freien Lauf zum Ziel hatte und in dieser Phase zu viel Rückstand auf den Sieger ansammelte, so dass Ryan Moore als Jockey entschied, Lope Y Fernandez nicht mehr allzu hart ran zu nehmen und ihm einen eher lockeren Schlusssprint bescherte.

Im nachfolgenden Queen Anne Stakes über schnellen Boden in Ascot zeigte er dann unter Jamie Heffernann, warum man die Hoffnung bei ihm nicht aufgeben sollte, denn in diesem 1m Rennen in der Revanche mit Palace Pier sicherte er sich einen sehr guten zweiten Platz, auch wenn er niemals in der Lage war, den Favoriten unter Druck zu setzen – Palace Pier gewann wieder unangefochten, aber ein zweiter Platz auf Gruppe 1 Ebene war mit das Beste, was wir von ihm innerhalb eines Jahres gesehen haben nach der selben Platzierung im Prix Jean Prat 2020.

Bei beiden Rennen herrschte guter Untergrund und scheinbar ist es für Lope Y Fernandez besser, umso schneller der Boden wird – so gesehen waren die beiden Niederlagen im Qatar Sussex Stakes und dem Larc Prix Maurice de Gheest vorherzusehen – und bei dem vorherrschenden Wetter wird es dieses Jahr vermutlich nicht besser für ihn werden


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