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Breeders Cup

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06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Qatar Racing Breeders‘ Cup Sprint – Pick: Jackie’s Warrior

Pferderennen in den USA

22:38 –  Breeders‘ Cup – Qatar Racing Breeders‘ Cup Sprint – Gruppe 1

Distanz: 6f / 1200m | Untergrund: Dirt / Sand | Boden: Schnell / Firm | Alter: 3yo+
Ein Sprint auf diesem Niveau ist immer so eine Sache – ein verpatzter Start und das Rennen ist gelaufen, einmal nicht genug Platz gehabt für den eigenen Schlusssprint, und die anderen sind auf und davon. Letztes Jahr hat es nicht geklappt für Jackie’s Warrior, der allerdings keine dieser Entschuldigungen vorweisen kann, denn sein Start war im Breeder’s Cup Juvenile über 1700m – zu weit für Jackie’s Warrior, der in den späten Phasen des Rennens ermüdete und als Favorit am Ende „nur“ auf dem vierten Rang einlief.  Der Rückschritt auf die Sprintdistanzen brachte 2021 allerdings immensen Erfolg für ihn und er geht auch bei seinem zweiten Start beim Breeders‘ Cup zu Recht als Favorit an den Start
Jackie’s Warrior: Der Maclean’s Music Sohn von Trainer Steven Asmussen begann seine Karriere in Churchill Downs in einem 1005m Maiden Rennen, welches mit gut und gerne 79k$ dotiert war und damit als Maiden Rennen einige vielversprechende Typen anlockte. Der Favorit Cousteau floppte in dem Rennen und wurde in den Monaten danach nicht mehr gesehen, aber Jackie’s Warrior begann dort ihren beeindruckenden Lauf. Sie hatte zwar ihre Probleme in den Rennen, wie einem Scheuen nach dem Start und dem Verlust von Momentum in einer kritischen Phase des Rennens, aber das waren alles Dinge, die den Erfahrungen des ersten Rennens seiner Karriere geschuldet waren.
So sah es auch der Trainer, der seinen Schützling danach in das Gruppe 2 Saratoga Special S. Miller Lite, wo er wieder als einer der drei Favoriten auflaufen dürfte. Wieder floppte der Favorit Cazadero, und wieder hatte Jackie’s Warrior Probleme beim Starten. Er berührte die Startbox beim herauslaufen und kam aus dem Tritt und musste ordentlich angetrieben werden, um die gewünschte Position an der Front zu bekommen, das wäre sicher besser gegangen und hätte sicher auch Kraft gespart, aber seis drum, er bekam die gewünschte Führung und setzte ein ziemlich ordentliches Tempo. Trotzdem setzten sich zwei der Konkurrenten an seine Fersen und gingen mit, den ersten entledigte sich Jackie’s Warrior noch in der letzten Kurve, den zweiten dann auf der Zielgeraden, aber auch danach wurde er von seinem Jockey weiter angetrieben, was in einem Sieg mit gut drei Längen Vorsprung resultierte.
Guter Sieg, aber noch nicht genug um ihm im Runhappy Hopeful Stakes auf Gruppe 1 Ebene zum Favoriten zu küren, diese Ehre wurde Reinvestment Risk verliehen, nachdem dieser sein Maidenrennen mit sieben Längen gewonnen hatte. Aber sieben Längen in einem Maidenrennen, ist eben nur ein Maidenrennen welches man gewonnen hat, während Jackie’s Warrior eben schon ein Gruppe 2 Rennen hatte gewinnen können, wenn auch mit einiger Kraftanstrengung. Das hatte wohl zur Annahme geführt, dass er gegen einen Up and Comer wie Reinvestment Risk Probleme bekommen könnte, aber am Ende gewann er souverän. Jackie’s Warrior war schnell aus den Ställen und übernahm die Führung, die er locker unter einem Handritt behaupten konnte, bis es in die Zielgerade ging, wo er einige Längen Vorsprung herausholte, um diesen Vorsprung unter sporadischem Einsatz der Peitsche noch ein wenig auszubauen und sich vor dem Ziel dann ein wenig zurück zu nehmen. Reinvestment Riks war auch der, der ihn auf der Ziellinie verfolgte, allerdings ohne die Chance Jackie’s Warrior noch einzuholen.
Die beiden trafen danach im Gruppe 1  Champagne Stakes, wo Jackie’s Warrior wieder die Führung übernahm, mit Reinvestment Risk direkt an ihm dran. Wieder gingen die beiden direkt nebeneinander in die Zielgerade und es sah nach einem spannenden Duell aus, bis Jackie’s Warrior beschleunigte und sich – erneut – wie im letzten Rennen absetzen konnte. Am Ende betrug der Abstand der beiden fünf Längen und alles sah im nachfolgenden Breeders‘ Cup Juvenile Stakes nach einem weiteren souveränen Sieg von Jackie’s Warrior aus – dem aber überraschend über das halbe Furlong (oder 100m) mehr die Puste aus und musste sich auf einen vierten Platz zurückfallen lassen.
Das kam doch schon recht unerwartet, vor allem wenn man bedenkt, wie dominant Jackie’s Warrior sich zuvor über die Meile gezeigt hatte – aber die Meile schien wirklich eine Art von Maximaldistanz zu sein, denn auch beim nachfolgenden Gruppe 3  Southwest Stakes in Oaklawn Park Stakes auf weichem Boden in Februar musste Jackie’s Warrior am Ende deutlich zurückstecken.
Als er dann aber im Mai wieder auf die Meile zurückging, gewann er auf Anhieb das Pat Day Mile Stakes presented by LG&E and KU in Churchill Downs, auch wenn Dream Shake es ihm wahrlich nicht leicht machte und löste sich mit Jackie’s Warrior vom Feld und klebte dem Sieger bis zur Ziellinie an den Hufen -aber Jackie’s Warrior hielt dagegen und gewann knapp.
Das Spiel wiederholte sich im Woody Stephens Stakes presented by Nassau County Industrial Development Agency auf Gruppe 1 Ebene in Belmont Park, nur dass dieses Mal der Konkurrent Dran The Clock am Ende knapp vorne lag – aber die beiden zogen sieben Längen dem Rest des Feldes davon und auf dem ungewohnten Boden ging Jackie’s Warrior nur ganz am Ende die Kraft aus.
Das langsamer Untergrund aber im Prinzip kein Problem ist konnte Jackie’s Warrior dann allerdings im Gruppe 2 Amsterdam Stakes in Saratoga im August unter Beweis stellen, als er spielend mit sieben Längen Vorsprung gewinnen konnte. Die Sprintrennen schienen eine belebende Wirkung auf Jackie’s Warrior zu entfalten, denn im H Allen Jerkens Memorial Stakes konnte er den hoch gehandelten Life Is Good mit einem Nacken schlagen – und das Rennen hätte auch keinen Meter weiter sein dürfen, denn Life Is Good hatte einen zweiten Angriff gestartet, nachdem er an der 300m Marke die Führung abgeben hatte. Der Schlusssprint der beiden brachte sie 9 Längen vor den Rest der Verfolger und ohne einen solchen Konkurrenten im Feld konnte Jackie’s Warrior danach das Gruppe 2 Gallant Bob Stakes im September locker gewinnen und ich mage seine Chancen hier in diesem Sprint.
Konkurrenz kommt vor allem von Dr. Schivel, dem Violence Sohn von Mark Glatt. Dieser konnte sich in seinen letzten fünf Rennen in Folge durchsetzen. Unter anderem gewann er im September 2020 das Runhappy Del Mar Futurity mit einer starken Leistung auf den Metern, kam mit einem knappen Sieg in einem Claimer aus der Winterpause, nach welchem er von Luis Mendez zu Mark Glatt wechselte, der ihn direkt wieder auf Gruppe 1 Ebene schickte.
Auch der Lauf im Bing Crosby Stakes in Del Mar war am Ende von Erfolg gekrönt, wenn auch nur sehr knapp, denn Eight Rings kam noch heran. Dr. Schievel hatte das Feld von hinten aufgerollt und Eight Rings eigentlich schon hinter sich gelassen, der Konkurrent sammelte sich allerdings noch einmal und kam bis auf einen Nacken heran, hatte aber nicht mehr genug Raum um auch noch den letzten Rückstand gut zu machen. Auf leichterem Niveau im Gruppe 2 Santa Anita Sprint Championship Stakes machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz, zu der unter anderem der heutige Konkurrent C Z Rocket gehörte.
Special Reserve lief ein super Rennen im Alfred G Vanderbilt Handicap in Saratoga und gewann danach knapp das Gruppe 2 Stoll Keenon Ogden Phoenix Stakes in Keenland. Beides gute Rennen, die ihn hier durchaus mit an die Spitze bringen können. Following Sea gewann zuletzt das Vosburgh Stakes locker gegen Firenze Fire und könnte einen Platz belegen.

06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Filly & Mare Sprint – Pick: Gamine

Pferderennen in den USA

20:05 Breeders‘ Cup Filly & Mare Sprint – Gruppe 1 – Fillies and Mares

Distanz: 7f | Alter – 3yo+ | Untergrund: Dirt / Sand | Untergrund: Schnell / Firm

 

 

Gamine von Bob Baffert verpasste in zehn Rennen nur ein einziges Mal den Sieg und konnte unter anderem die heutige Konkurrentin Ce Ce deutlich geschlagen – und geht daher auch als klare Favoritin in dieses Rennen.

Gamine: Die Into Mischief von Bob Baffert hat nur ein einziges Rennen bisher verloren – als sie in Churchill Downs im September 2020 im Kentucky Oaks die Kraft verlies und auf einem dritten Platz disqualifiziert wurde. Dieses Rennen ist allerdings schon längst vergessen und vielfach wieder gut gemacht worden.

Begonnen hat ihre Karriere in Santa Anita Park im März 2020 mit einem Sieg und legte nach zwei Monaten Pause dann in Oaklawn Park noch einmal nach, wurde da allerdings disqualifiziert da ihre Blutprobe positiv auf Doping getestet wurde. Bitter, aber damit war auch klar wie sie Gamine so schnell so gut bekommen haben, dass sie in Belmont Park im nächsten Monat das Gruppe 1 Longines Acorn Stakes mit gut 19 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

Nicht nur das, sie knackte auch fast den Streckenrekord, den sie nur um 3 Hundertstel verpasste – damit war sie schneller als die männliche Konkurrenz etwa im Metropolitan Handicap, und selbst wenn man in Betracht zieht, dass sie zuvor positiv getestet worden war und die Nachwirkungen vielleicht noch spürbar waren – man weiß ja nicht, wie ihr Trainerteam sie zwischen den Rennen behandelt hat, gerade in den Monaten vor dem positiven Test, sehr beeindruckend war das ganze trotzdem gewesen – und sie war noch längst nicht fertig!

Im August startete sie nämlich dann im Longines Test Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Saratoga über 1407m, und zeigte erneut eine beeindruckende Form! Sie deklassierte die versammelte Konkurrenz, wie es von ihr auch erwartet worden war und gewann dieses Mal mit sieben Längen Vorsprung, wobei auch mehr drin gewesen wäre – die Zeit? Vier Hundertstel unter Streckenrekord! Wieder ein beeindruckende Zeit, und wieder ein müheloser Sieg für Gamine!

Kein Wunder, dass sie auch im Oaks in Churchill Downs als Favoritin startete, und ein weiterer lockerer Sieg von ihr erwartet wurde – nur wurde daraus leider nichts… über die längere Distanz von 1818m geriet Gamine schneller unter Druck und musste beim Einbiegen in die Zielgerade bereits geritten werden, mit Shedaresthedevil direkt neben ihr, und die Konkurrentin unter Florent Geroux wollte einfach nicht aufgeben und fand unter einem harten Ritt immer mehr Kraft, und auch Swiss Skydriver kam heran, während Gamine einfach nichts mehr zu geben hatte und graduell zurück fiel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und musste sich um keine Verfolger Gedanken machen.

Dann kam der Breeders Cup und der erneute Schritt runter in der Distanz auf 1418m – ein Schritt, der sich bezahlt machen sollte, denn Gamine zerstörte die Distanz förmlich mit über sechs Längen Vorsprung und einem neuen Streckenrekord für das Breeders‘ Cup Filly & Mare Sprint… was soll an dazu noch sagen? Die eigentlich als Hauptkonkurrentin gehandelte Serengeti Empress versuchte das Tempo zu setzen, aber Gamine lief neben ihr locker bis zur Zielgeraden auf um dann zu beschleunigen und sich mit einem Boost mehrere Längen abzusetzen…. das war der wohl beeindruckendste Lauf beim Breeders Cup 2020 und der beste Saisonabschluss den man sich wohl vorstellen kann.

Die neue Saison begann für Gamine dann im April im Gruppe 3 Las Flores Stakes, vielleicht nicht mehr als ein Trainingslauf für Gamine, die sich nach diesem Warmmacher wieder auf Gruppe 1 Niveau begab und in Churchill Downs im Mai im Derby City Distaff Stakes presented by Kendall-Jackson Winery startet.

Das 7f Rennen auf schnellem Boden war dann allerdings auch eine härtere Aufgabe als von einer 1/5 Favoritin vermutet worden wäre – Gamine stolperte beim verlassen der Ställe und musste sich dann mühen, um wieder die Führung zu bekommen, die dann auf der Zielgeraden mit einiger Arbeit gegen Sconsin – aber ein Sieg ist ein Sieg und im Gruppe 2 Great Lady M Stakes in Los Alamitos im Juli machte Gamine wieder kurzen Prozess mit der Konkurrenz.

Was aber viel wichtiger ist – Gamine konnte sich im Ketel One Ballerina Handicap in Saratoga als Vorbereitung für den Breeders‘ Cup ebenfalls durchsetzen – und das obwohl sie das höchste Gewicht trug und heute gegen die Dritte des Rennens – Ce Ce – einen Gewichtsvorteil heute hat. Gamine musste zwar von John Verlasquez hart angetrieben werden um sich am Ende durchzusetzen, schaffte das aber mit erwarteter Souveränität und es gibt heute in diesem Feld nicht viel, was ihr gefährlich werden kann.

 

Bella Sofia: Die Awesome Patriot Tochter von Rudy Rodriguez ist jünger als die Favoritin aer in bestehender Form und eventuell die größte Gefahr für die übermächtige Gamine, schließlich bekommt sie hier einen gewissen Gewichtsvorteil und  hat sich in ihrer kurzen Kariere bisher nur einen einzigen Aussetzer geleistet – in ihrem zweiten Rennen als sie das erste Mal auf Black Type Ebene im Jersey Girl Stakes startete.

Sie gewann ihr nächstes Rennen in Belmont Park, bevor sie im Longines Test Stakes in Saratoga startete. In dem Gruppe 1 Rennen musste sie sich zwar die Führung mit Illumination teilen, aber die Pacesetterin konnte dem Druck von Bella Sofia nicht standhalten und viel im Feld weit zurück, während Bella Sofia sich vom Feld losriss und immer weiter beschleunigte, um einen unangefochtenen Sieg zu feiern. Zwar gab es einige späte Verfolger, aber keine hatte die Chance Bella Sofia noch einzuholen.

Auch beim nächsten Start im Gruppe 2 Gallant Bloom Handicap danach gewann Bella Sofia souverän, auch wenn man zugestehen muss, dass sie trotz des Gruppe 1 Sieges nicht das höchste Gewicht in dem Feld tragen musste – egal. Bella Sofia setzte das Tempo und zog das Feld schnell auseinander, dass beim Einbiegen in die Zielgerade nur noch Lady Rocket an ihr dran bleiben konnte. Die Konkurrentin konnte Bella Sofia nicht unter Druck setzten und mit zwei souveränen Siegen in Folge und einem kleinen Gewichtsvorteil könnte sie das Rennen hier interessant gestalten.

 

Ce Ce fegte nach ihrer Niederlage gegen Gamine in ihrem nächsten Start, dem Gruppe 3 Chillingworth Stakes, die Konkurrenz beiseite, war aber auch als haushohe Favoritin gestartet…. ich denke nicht, dass sie heute gegen Gamine eine Chance haben wird – aber sie hat die besten Chancen Platz 3 in diesem Renen zu holen.

 

 

 


05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Netjets Breeders‘ Cup Juvenile Fillies – Pick: Echo Zulu 1, Juju’s Map 2

Pferderennen in den USA

23:30 Netjets Breeders‘ Cup Juvenile Fillies (Grade 1) 

Distanz: 1m½f (1m110y) Alter: 2yo Fillies | Untergrund: Sand / Dirt | Boden: Schnell / Gut

Das Stutenrennen der 2yo über die Meile auf Sand – und auch wenn es sich im Prinzip um ein Rennen mit sechs Starterinnen handelt, werden Tarabi, Sequist und Desert Dawn wohl kaum eine Rolle um den Sieg spielen können – dafür ist ihre Form im Vergleich zu den Favoritinnen einfach nicht gut genug.

Echo Zulu: Die Gun Runner Tochter von Trainer Steven Asmussen gewann ihr Debüt im Juli in Saratoga gleich mal mit fünf Längen und nach 54 Tagen ging es in Saratoga gleich auf Gruppe 1 Ebene weiter, als sie im Spinaway Stakes als Favoritin sartete.

Das 7f Rennen auf schnellem Untergrund, wie er für Dirt Standard ist, wen es nicht aus Eimern regnet, war natürlich der erste richtige Test für die Zweijährige und wie es so oft der Fall in diese Gruppenrennen der Zweijährigen ist, gab es nicht viel Form um die Stuten vor dem Rennen ordentlich zu sortieren. Aber die Einschätzung von Echo Zulu als Favoritin sollte sich als richtig erweisen.

Echo Zulu übernahm relativ schnell die Führung über die anderen Stuten und setzte das Tempo, auch wenn das Feld ihr nicht viel Raum zum Atmen lies und stattdessen ihr permanent im Genick saß – aber Echo Zulu hielt die Führung aufrecht und setzte sich nach ihrem Tempowechsel ca. 300m vor dem Ziel einige Längen ab – einen Vorsprung, den sie innerhalb der letzten 150m noch weiter ausbauen konnte, auf insgesamt vier Längen Vorsprung. Ein ungefährdeter Gruppe 1 Sieg, der allerdings danach im Frizette Stakes in Belmont Park noch einmal übertroffen wurde.

In dem Gruppe 1 Rennen über 1 Meile holte sich Echo Zulu wieder schnell die Führung und konnte die Position dieses Mal relativ locker halten, bevor sie 500m vor dem Ziel unter Ricardo Santana Jr. begann das Tempo anzuziehen und etwas Vorsprung heraus holte – den sie dann innerhalb der letzten 200 immer weiter ausbauen konnte, ohne dass die Konkurrenz eine Chance hatte, noch an sie heran zu kommen.

So wie sie in dem Rennen die Konkurrenz deklassiert hat, ist es nur gerecht, dass sie heute ebenfalls als Favoritin startet. Es wird schwer, sie hier zu schlagen.

Hidden Connection: Die Connect Tochter von Bret Calhoun hat erst zwei Starts in ihrer Karriere absolviert, aber beide gewonnen. Der SIeg in ihrem Maidenrennen war beeindruckend, hat sie die Konkurrenz doch mit sieben Längen ziemlich Locker stehen lassen, aber sie wiederholte die Leistung im Pocahontas Stakes in Churchill Donws im Spetember, als sie das erste Mal auf Gruppeneene aufstieg.

Das Gruppe 3 Rennen ist traditionell gut besetzt, auch wenn es mit Zweijährigen und ihren Quoten so eine Sache ist – die Favoritin Hidden Connection lieferte aber wie versprochen,  dahinter wurde es bunt gemischt, mit einer 31er Außenseiterin auf Platz 2 und einer 22/1 auf Platz 4.

Hidden Connection hatte mit all denen beim Zieleinlauf allerdings nichts mehr zu tun, denn nachdem Hidden Connection auf der Hälfte der Strecke die Führung übernommen hatte bzw, in den Streit um die Führung eingestiegen war, ging sie an der 600 Marke zwischen den Konkurrentinnen durch und beschleunigte immer weiter, bis sie beim Ziel einen Vorsprung von fast 10 Längen herausgeholt hatte. Dabei hatte Rey Guiterrez die Stute vor dem Ziel etwas zurück genommen, man muss aber zugestehen, dass er Hidden Connection auf den letzten 200m hart angetrieben hatte – mehrfacher Einsatz der Peitsche inklusive – und nur auf den letzten 75 Metern schien Hidden Connection ihr Tempo gefunden zu haben und lief wie ein zukünftiger Superstar.

Im direkten Vergleich gefällt mir Echo Zulu einen Tick besser.

Juju’s Map: Die Liam’s Map Tochter von Trainer Brad Cox  begann ihre Karriere in Ellis Park im Juli mit einem zweiten Platz, bevor sie im September auf dem selben Kurs über eine Meile mit einem Sieg mit fünf Längen Vorsprung gewinnen konnte. Sie war als Favoritin gestartet nachdem eigentlich schon zuvor ein klarer Sieg von ihr erwartet worden war.

Der richtige Test kam danach im Gruppe 1 Darley Alcibiades Stakes in Keenland, wo sie gegen ihr eigenes Geschlecht über die Meile auf schnellem Untergrund antrat. Wieder war sie als Favoritin gestartet, wenn auch mit einer recht hohen Quote von 12/5, und so ganz einfach war das Rennen am Ende auch nicht. Runup machte sich daran das Tempo zu setzen, eine Position die Florent Geroux offensichlich für Juju’s Map vorgesehen hatte und so kam es für zum Duell um die Spitze im Feld, die Juju’s Map aber relativ locker für sich entscheiden konnte, nachdem sie 400m vor dem Ziel das Tempo immer weiter anzog.

Juju’s Map zeigte einen sehr guten Tempowechsel und setzte sich nach dem Einbiegen in die Zielgerade locker drei Längen ab und gewann immer mehr Momentum, um auch die Angriffe der späten Sprinter mit locker vier Längen Vorsprung abzuwehren.

Das war ziemlich beeindruckend anzusehen und ich denke, sie wird auf jeden Fall um den Sieg mitlaufen und sie wäre mein Pick, wenn ich eine andere Stute als Echo Zulu wählen würde.

 

 

 

 


05.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Juvenile Turf Sprint – Pick: Averly Jane

Pferderennen in den USA

10:50 – Juvenile Turf Sprint – Gruppe 2 

5f  – Für Zweijährige – Untergrund: Turf/Gras – Boden: Schnell / Firm

Der Breeders Cup geht für uns mit dem Juvenile Turf Sprint los – Mädels und Jungs sind in dem Rennen gemixt, interessanter Weise sind es aber die Damen, die die Favoriten in diesem Rennen anführen – Averly Jane und Twilight Gleaming sind beides Stuten, die deutlich vor allen Hengsten in diesem Feld rangieren. So ganz raus ist das finale Lineup zwei Tage vor dem Start des Rennens noch nicht, daher kann sich noch so einiges ändern und ich konzentriere mich eher auf die Favoriten und die Pferde die knapp dahinter rangieren – ein Sieg von einem Außenseiter ist immer nett und wenn man ihn richtig getippt hat auch ein super Gefühl – neben einer hohen Auszahlung 😉 – aber statistisch kommen doch die meisten Sieger aus den Reihen der Favoriten und gerade bei den Zweijährigen gibt es nicht allzu viel Form, aus der man etwas anderes ablesen könnte.

 

Averly Jane: Die Midshipman Tochter von Wesley Ward hat sich bisher keinen Fehltritt erlaub  – sie gewann alle ihre vier Starts, angefangen in einem kleinen Rennen in Keenland wo sie mit acht Längen relativ bequem gewann und danach in einem Black Type Rennen in Churchill Dows im April mit noch einmal drei Längen Vorsprung . Trotz Favoritenstatus in diesem Rennen war dies eine extrem gute Leistung, die sie nach einer kleinen Pause bis August in Saratoga noch einmal bestätigen konnte.

Wieder startete sie auf Dirt im Skidmore Stakes, wieder als Favoritin, und wieder hatte keiner der Konkurrenten eine Chance, an ihr dran zu bleiben nachdem Tyer Gaffalione im Sattel 200m vor dem Ziel das „Go“ gegeben hatte

Dann kam im Oktober der Wechsel auf den Rasen in Keenland im Indian Summer Stakes, einem Listed Rennen – in de Averly Jane die Konkurrenz wieder deklassierte. Averly Jane übernahm die Führung des Feldes mit einem schnellen Start und lies sich diese Position auch nicht mehr nehmen, es gab allerdings auch nicht viele ernsthafte Versuche, sich mit der talentierten Front Runnerin anzulegen und Averly Jane konnte machen was sie wollte – hätte aber wohl so oder so gewonnen. Denn 200m vor dem Ziel begann Averly Jane wieder das Tempo anzuziehen – und den anderen davonzuziehen.

Der heutige Konkurrent Kaufymaker hatte keine Chance sich an die Hufe von Averly Jane im Indian Summer Stakes anzuheften, auch wenn er sich auf einem zweiten Platzen sicher halten konnte – der Rückstand bestand am Ende aus drei Längen, und Kaufymaker hatte zuvor schon nur einen dritten Platz im Global Tote Juvenile Sprint Stakes belegt – es würde ich wundern, wenn er hier eine Rolle zu spielen.

Die Rolle wird wohl eher Twilight Gleamig zufallen – die Twilight Son Tochter von Trainer Wesley Ward hat zwar nur zwei ihrer vier Starts gewinnen können, aber sie hatte auch ordentliche Konkurrenz gegen sich – und wird ihrer Stallgefährtin einiges an Problemen bereiten.

Bei ihrem Maidenrennen in Keenland belegte sie noch einen knappen zweiten Platz, was aber vor allem ihrer Unerfahrenheit zu verdanken war denn schon einen Monat später in Belmont Park gewann sie ihr nächstes Rennen mit sieben Längen Vorsprung.

Im Juni, knapp einen Monat später, startete Twilight Gleaming dann auf Gruppenebene – allerdings nicht in den USA, sondern in England in Ascot im Gruppe 2 Queen Mary Stakes. Dort starten nur Stuten und nach dem lockeren Sieg in ihrem letzten Rennen startete sie natürlich als Favoritin – konnte aber Quick Suzy auf den letzten Metern nicht mehr die Stirn bieten. Stattdessen konnte Quick Suzy sich mit einem starken Sprint auf den letzten Metern über eine Länge Vorsprung sichern und den Abstand dann halten, denn Twilight Gelaming fehlte die Kraft am Ende und driftete auch noch ein wenig zu Seite, was zusätzlich Raum kostete.

Aber für die ersten Erfahrungen auf Turf war das eine sehr gute Leistung und Twillight Gleaming blieb in Europa und machte sich nach Deauville in Frankreich auf. Dort waren die Begebenheiten ganz anders als bisher gewohnt, denn der Boden war extrem weich, was aber Twilight Gleaming nichts auszumachen schien. Sie startete als haushohe Favoritin vor der zweiten Favoriten Delmona und die beiden hatten am Ende auch das Rennen für sich und mehr als 3 Längen Vorsprung auf die Verfolger.

Auf den letzten 200m Metern setzten sie die Favoritinnen von den Verfolgern ab und lieferten sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie. Twilight Gleaming hatte sich kurz vor dem Ziel (letzten 50m) knapp vor Delmona gesetzt und den minimalen Vorsprung von einem Nacken gehalten.

Das war wie gesagt auf sehr weichem Untergrund – den Twilight Gleaming hier nicht bekommen wird. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Boden ist, den sie wirklich will – der schnelle Boden wird vielleicht sogar eine starke Formsteigerung begründen…

One Timer: Der Trappe Shot Sohn von Larry Rivelli machte aus der Konkurrenz bei seinem Debüt Kleinholz und gewann das 5f Rennen in Arlington mit 12 Längen Vorsprung vor der chancenlosen Konkurrenz, um einen Monat später dann in Woodbine in Kanada im Victoria Stakes auf Listed Ebene zu starten

One Timer legte zwar keinen idealen Start hin und musste sich dann auf den ersten 200m etwas mühen, um die Führung übernehmen zu können, konnte dann aber das Tempo wie erhofft setzten und 250m vor dem Ziel sich Stück für Stück absetzten, um 150m vor dem Ziel dann klar vor dem Feld zu sein und den Vorsprung bis zum Ziel auf über 3 Längen auszubauen.

Zurück in Amerika startete One Timer dann in Santa Anita im Speakeasy Stakes  – einem 5f Black Type Rennen auf schnellem Untergrund – allerdings nicht als Favorit, denn Time To Party und Forbidden Kingdom waren beides ernst zu nehmende Konkurrenten.

One Time verpatzte wieder den Start und stieß mit einem Konkurrenten beim Verlassen der Ställe zusammen, fing sich aber wieder , stieß mit Forbidden Kingdom zusammen, der sich ebenfalls um die Führung bemühte und nicht so einfach zur Seite gehen wollte, aber One Timer ging trotzdem an die Front und konnte sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade einen bequemen Vorsprung sichern, den er bis zur Zielgerade halten konnte, auch wenn Time To Party einiges an Boden noch gut machen konnte.

Der Konkurrent hatte beim Einbiegen in die Zielgerade etwas den Anschluss verloren und musste sich auf der Geraden erst einmal wieder sammeln, aber als er dann Momentum aufbauen konnte, holte er auf One Timer noch ganz schön auf – kein schlechter Lauf, und nicht ausgeschlossen, dass er sich heute noch einmal steigern kann – passiert ihm aber noch einmal so ein Fehler, wird er sicher keine Sonne in diesem Rennen mit starken Front Runnern und starken Schlusssprintern sehen.

 

Twilight Jet: Der Twilight Son Sohn von M D O Callaghan ist der zweite Nachkomme von Twilight Son in diesem Rennen, aber Twilight Gleaming ist die deutlich potentere der beiden. Twilight Jet hat schon zehn Rennen absolviert, aber nur zwei gewonnen – sich dafür aber konstant in den besten Rennen in England gehalten, was das Rennen hier fast ein wenig einfacher macht, als die bisher bestrittenen.

Nach zwei Starts gewann Twilight Jet endlich sein Maidenrennen und ging danach direkt in das Gruppe 2 Norfolk Stakes in Ascot wo er einen siebten Platz belegen konnte. Viel besser lief es auch danach im Raiway Stakes oder dem Phoenix Stakes nicht und erst in York im Gimcrack Stakes konnte er dann einen überraschend guten dritten Platz belegen, auf dem ihm erst auf den letzten 100m etwas die Kraft ausging. Der dritte Platz im Champagne Stakes in Doncaster war allerdings etwas schmeichelhaft bei nur vier Startern im Feld – und als er im Juddmonte Middle Park Stakes auf Gruppe 1 Ebene starten musste, wurde Twilight Jet wieder auf einen fünften Platz geschlagen – der aber besser war als der fünfte Platz suggeriert hat, denn am Ende bestand der Rückstand nur aus knapp über einer Länge, und als er auf etwas leichterem Niveau im Newmarket Academy Godolphin Beacon Project Cornwallis Stakes startete, gewann Twilight Jet das Rennen mit Leichtigkeit. Nicht ausgeschlossen, dass er heute um den Sieg mitäuft.

 


Breeders Cup Turf Stakes Hoffnungen Japan und Gufo schenken sich nichts im Sword Dancer Stakes

Pferderennen in den USA

Es war so spannend wie angekündigt – die beiden Hoffnungen für das Breeders Cup Turf im November, Gufo und der Brite Japan, der für Aiden O’Brien aufläuft, duellierten sich im Sword Dancer Stakes in Saratoga Ende August. Beide waren in das Renne als potentielle Favoriten gegangen, weder von den Quoten noch von der aktuellen Form trennte die beiden viel.

Dabei könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein – Gufo ist erst relativ kurz dabei, hatte seinen größten Sieg beim Derby 2020 und hat sich seitdem nur sehr wenige Fehler geleistet, während Japan aus Europa zwar ebenfalls einige beeindruckende Siege in großen Rennen vorzuweisen hat, aber doch mehr Platzierungen als Siege hat und nicht wie der größte Impover aussieht, sondern eher we ein Pferd,welches konstant seine Leistungen zu bringen weiß.

Die beiden trafen also nun im Sword Dancer Stakes aufeinander und beide schienen für das Rennen die selbe Taktik gewählt zu habe – hinten im Feld warten, bis die Pacesetter es unter sich ausgemacht hatten und dann spät zum Angriff blasen. Gufo wählte die Mitte der Bahn für seinen Angriff, Japan versuchte unter Ryan Moore platzsparen am Innengeländer zu laufen – allerdings sollte sich das als großes Risiko erweisen, denn als es auf die Zielgerade ging, war Gufo in der Mitte der Bahn frei und konnte seinen Schlusssprint ansetzten, während Japan am Innengeländer keine Lücke fand und hilflos zusehen musste, wie Gufo davonzog.

Japan ging unter Ryan Moore quer in die Mitte der Bahn, verlor dadurch aber natürlich viel Momentum nach vorne und musste dieses erst wieder aufbauen – alles in der Zeit, die Gufo nutzte, um seinen Vorsprug noch weiter auszubauen.

Japan am noch in Gang und tatsächlich auch noch einmal an Gufo heran, konnte diesen bei seinem 1 Längen Sieg dann aber doch nicht mehr gefährden und musste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Das hätte allerdings mit ein bisschen mehr Glück beim Lauf auch anders aussehen können!

Die beiden Pferde im Detail:

Gufo: Der Declaration Of War Sohn von Trainer Christophe Clement begann seine Karriere im November 2019 in einem Maidenrennen mit einem dritten Platz, legte danach kurz vor dem Jahreswechsel in seinem nächsten Maidenrennen aber mit einem Sieg nach und konnte in einem Allowance Rennen im März 2020 gleich ein Doppel daraus machen.

Die Siegesserie wurde durch einen Sieg im Engish Channel Stakes in Guflstream Park (ein Black Type Rennen) und dem Kent Stakes noch auf vier Siege erweitert. Damit hatte Gufo sehr schnell seine ersten Siege auf Gruppenebe gefeiert. Im Kent Stakes legte Gufo dabei noch einen ziemlich seltsamen Start hin, gewann am Ende aber souverän und locker gegen die Konkurrenz.

Was dann wohl auch der Grund war, warum er im nächsten Monat im Saratoga Derby auflief – allerdings zeigte sich da auch wieder seine Unerfahrenheit, denn er stieß erneut beim Start relativ hart mit einem der Konkurrenten zusammen, musste dann sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, driftete dann unter Druck nach außen in der letzten Kurve, kam weit in die Zielgerade, hatte trotzdem andere Pferde noch vor sich und duckte sich unter weiterem Druck dann etwas unglücklich weg als der Jockey die Hand mit der Peitsche wechseln musste – und verpasste trotz all dem den Sieg nur recht knapp. In der Geraden war Gufo noch gut und gerne 3,25 Längen zurück, holte das aber bis auf einen Kopf Rückstand auf den Sieger noch auf. Sieg verpasst und trotzdem extrem guter Lauf von Gufo.

Den verbesserte er dann beim großen Derby 2020 als er das Belmont Derby Invitational Stakes mit knapp einer Länge gewinnen konnte. Ganz ohne Probleme lief auch dieses Rennen für Gufo nicht ab, aber nach dem erneut unsauberen Start sortierte er sich hinter den Pacesettern ein, lies das Trio der Ausbrecher zunächst bis zur Zielgerade ziehen, sammelte diese dann aber relativ locker wieder ein als es in die Zielgerade ging und sein Jockey die Bremsen an Gufo etwas löste. Zum Ziel hin begann Gufo sich Sück für Stück weiter abzusetzen und hatte das Feld im Griff – der größte Sieg der Saison 2020 war damit perfekt.

Im Saisonabschluss 2020 im Hollywood Derby kam er zu weit hinten und zu weit nach außen getragen in die Zielgerade, um die Ausreißer auch dieses Mal wieder einzusammeln, aber Gufo konnte wieder einen extrem starken Sprint zum Ziel zeigen, was eine sehr erfolgreiche erste Saison für Gufo beendete.

Nach der Winterpause kam Gufo dann im Man O War Stakes in Belmont Park zurück, wo er nach der langen Pause von November bis Mai den Sieg praktisch auf der Linie mit einer Nase an Channel Cat verlor, der einfach das bisschen mehr Ausdauer zu bieten hatte.

Im Gruppe 1 Belmont Derby Invitational Stakes zeigte sich allerdings danach, dass Gufo nach wie vor kein einfaches Pferd zum Reiten war. Nachdem sich Gufo eigentlich gut ins Rennen gefunden hatte und sich gut im hinteren Bereich des Feldes einsortiert hatte, wurde er zu seinem Schlusssprint recht weit in die Mitte der Bahn getrieben und musste da doch etwas energisch angetrieben werden – und duckte sich unter der Peitsche plötzlich stark weg, so dass Joel Rosario im Sattel Gufo zunächst korrigieren musste, bevor er weiter den Angriff auf die Führungsgruppe angehen konnte. Am Ende reichte es auf Grund der Probleme nur für einen dritten Platz.

Gufo wurde danach im Niveau ein wenig zurück genommen und fand wie schon zu erwarten im Grand Couturier Stakes in Belmont Stakes als Favorit – wenn auch nur mit einer Länge und mit etwas mehr Arbeit, als man vielleicht gedacht hat. Aber ein Sieg ist ein Sieg und Gufo legte noch einmal im Resorts World Casino Sword Dancer Stakes nach, als er mit einem sauberen Lauf den spät ansprintenden Japan schlagen konnte.

Guo hielt sich dieses Mal deutlich näher am Tempo und ging auch nur 2 oder 3 Bahnen vom Innengeländer entfernt in die Zielgerade, während Hauptkonkurrent Japan sich an der Innebahn plötzlich eingepfercht wieder fand und viel Zeit und Momentum verlor, bis er sich in der Mitte der Bahn hinter Gufo eine freie Bahn gesucht hatte und seinen eigenen Schlusssprint ansetzten konnte – das brachte Joel Rosario auf Gufo 50m vor dem Ziel noch ins Schwitzen, aber der Sieg war gesichert.

Das erneute Duell der beiden heute wird extrem spannend, mit ungewissem Ausgang.

Tipps zum Pferd:

Extrem starker Schlusssprinter. Hat das große Derby 2020 gewinnen können und

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sich gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten, auch wenn 2020 eher durchwachsen war und 2021 der Sieg auf aller höchster Ebene noch ausbleibt – aber zwei Gruppe 3 Siege geben Grund zur Hoffnung.

Japan hatte letztes Jahr einen kleinen Durchhänger, wenn man eine Reihe von Platzierungen auf höchstem Niveau denn so nennen kann – aber seine beste Phase bisher im Jahr 2018 bis Ende 2019 hatte, sozusagen am Beginn seiner Karriere in den ersten Jahren.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. In beiden Rennen profitierte Japan ein wenig vom ausgedünnten Feld und der Abwesenheit der großen Namen des Jahres 2020 und dem geschickten Placement durch seinen Trainer, aber dem schnellen Doppel lies Japan dann im Juddmonte International einen weiteren Sieg folgen, und an diesem Sieg gab es nichts zu meckern.

Die Konkurrenz war stark, so hatte Favorit Crystal Ocean gerade zuvor gegen Enable ein hervorragendes Rennen abgeliefert und schien nur auf den nächsten Gruppe 1 Sieg zu warten und auch Elaqarm oder King Of Comedy sind alles andere als zu verachten. Dementsprechend hart war das Rennen am Ende dann auch für alle Pferde, Favorit Crystal Ocean hatte am Innengeländer 200m vor dem Ziel die Führung errungen und schien die Kontrolle über das Rennen zu erlangen, aber Japan kam neben ihm langsam aber sicher wieder heran und hatte auf der Zielgeraden sprichwörtlich die Nase vorn.

Der Sieg war mehr als verdient, und dass Japan im notorisch schwer besetzten Prix de l’Arc de Triomphe im Oktober 2019 noch einen vierten Platz folgen lassen konnte, obwohl der Boden natürlich wie immer schon ziemlich matschig war und das Rennen eine Menge Ausdauer forderte… nun, ich hatte das so nicht erwartet und war ein Stück mehr beeindruckt von den Leistungen von Japan im Jahr 2019!

Dann kam das Jahr 2020 und das Tal der Trauer für Japan, jedenfalls was die Siege anbelangt – denn obwohl er kontinuierlich sehr gute Rennen auf höchstem Niveau lief, blieb der erhoffte Sieg aus. So begann die Saison mit einem vierten Platz im Prince Of Wales’s Stakes, was klar unter den Erwartungen war, die an Japan bei seinem Saisondebüt gestellt worden waren. Er war langsam beim Start und kam nicht richtig in Gang und auch wenige Wochen später beim Coral-Eclipse schien von seinem Schlussprint Qualitäten nicht viel übrig zu sein – er verlor den zweiten Platz auf den letzten 50m und musste sich mit einem dritten Platz begnügen, ein Platz, den er auch beim King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes am Ende inne hatte – allerdings gab es in diesem Rennen nur drei Starter und dementsprechend schlecht war die Leistung in Wirklichkeit. Auch die beiden nachfolgenden Leistungen im Irish Champion Stakes und dem Qipco Champion Stakes vergisst man am besten gleich wieder, aber er kam im Ormonde Stakes im Mai 2021 mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und lief danach in Epsom im Gruppe 1 Coral Coronation Cup über 1m5f ein sehr gutes Rennen, auch wenn Japan auf den leten Metern etwas die Puste ausging und er „nur“ auf einem dritten Platz ins Ziel einlief.

Zugegeben, der dritte Platz war mit sieben Längen Rückstand deutlich hinter den beiden Siegern Pyledriver und Al Asy, aber es schien für Japan in die richtige Richtung zu gehen – wie er nach einer erneut deutlichen Niederlage im Hardwicke Stakes in Ascot auf Gruppe 2 im Gruppe 3 Green Room Meld Stakes in Leopardstown im Juli unter Beweis stellen konnte.

Dort war Japan als klarer Favorit gestartet, musste sich aber dem Angriff von Maker Of Kings erwehren, der sich auf den letzten 100m als nur sehr schwer abzuschütteln erwies und nur noch ein paar mehr Meter gebraucht hätte, um selbst zu siegen.

Japan wechselte dann in die USA zurück, wahrscheinlich um sich schon einmal für den Breeders Cup im November warm zu laufen und sich an Übersee zu gewöhnen.

O’Brien visiert den Breeders Cup mit schöner Regelmäßigkeit an und wird auch 2021 versuchen, den großen Coup zu landen.

Der Einstand im Jahr 2021 in Saratoga im Gruppe 1 Resorts World Casino Sword Dancer Stakes verlief nicht ganz nach Plan, denn der Favorit des Heim Teams Gufo gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Japan.

Der hatte während des Rennens allerdings auch wein wenig Pech, denn obwohl beide Konkurrenten, also Gufo und Japan, sich im hinteren Bereich des Feldes aufhielten, hatte Japan beim Versuch das Feld von hinten aufzurollen Probleme und wurde gezwungen langsameren Pferden vor sich auszuweichen, so dass er praktisch von innen am Geländer in die Mitte der Bahn an Gufo vorbei wechseln musste, um freie Bahn zu bekommen. Das gab Gufo die Gelegenheit sich ein wenig abzusetzen und einige Längen auf Japan gut zu machen, der aber danach noch einmal beschleunigte und sich bis auf einen Nacken herankämpfte.

Japan war in dem Rennen nur knapp der Platz für den Sieg ausgegangen, ein paar Meter weiter und er hätte sicher gewonnen – das erneute Duell der beiden sollte extrem spannend werden heute, und für einige Aufklärung bezüglich des Breeders Cup sorgen.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt hatte aber ein Jahr 2020 zum Vergessen. 2021? Kann zumindest mit zwei Siegen auf Gruppe 3 Ebene zurück blicken und hatte einen sehr motivierenden Einstieg in Amerika im August. Genug Grund zur Hoffnung


Hunt macht den Platz für Divisidero Freitag

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Hunt macht den Platz für Divisidero Freitag

Der von Trainer Trainer Phil D’Amato trainierte Hunt wurde aus dem $ 2 Million Breeders ‚Cup Mile (G1T) herausgenommen und ist damit auch aus dem Ante Post Wetten raus – was einige, die keinen Refund dafür bekommen, mit Sicherheit treffen wird. Der Gruppe 1 Sieger Hunt bleibt wegen einer leichten Temperaturerhörung auf seinem kalifornischen Gestüt, wie Trainer Phil D’Amato gegenüber den Verantwortlichen des Breeders ‚Cup kürzlich mitteilte. Der Dark Ange Sohn hatte sich mit seinem Sieg im 28. Shoemaker Mile Stakes einen automatischen Startplatz für die Breeders Cup Mile gesichert und damit die Chance verdient, seinen Platz aus dem letzten Jahr beim Breeders Cup zu verberssern, als er im Longines Breeders ‚Cup Turf ( G1 ) auf einem dreizehnten Platz nach Hause kam.

Allerdings macht dies auch Divisidero die Tür für das Rennen auf, bei dem er ohne diesen Rückzieher wohl keine Chance auf einen Startplatz gehabt hätte. Damit haben wir gute Chancen , um am 3. November in Churchill Downs zu laufen. Damit wäre das eine Prämiere für Jockey und Trainer, die sich über diese Gelegenheit freuen dürften, wie Trainer Rubley in einem Interview sagte:

„Es war die ganze Woche so deprimierend, zu wissen, dass wir auf der ebenfalls in Frage kommenden Liste standen, aber keinen Platz hatten“, sagte Rubley. „Wir hoffen, dass mit Hunt alles in Ordnung ist, aber wir freuen uns sehr über die Gelegenheit.“

Divisidero ist ein 6-jähriger Sohn von Kittens Joy und kann sich schon einiger Erfolge erfreuen so gewann er 2016/17 das Gruppe 1 Woodford Reserve Turf Classic gegen Churchill und hat sich damit in jener Saison als einer der besten Miler des Landes gezeigt.
Dieses Jahr lief es noch nicht so richtig rund für ihn, In der Ricoh Woodbine Mile auf Gruppe 1 Niveau am 15. September war er nur Fünfter und damit weit entfernt von der Form seines letzten Sieges im Juni im Arlington Handicap oder seinem dritten Platz im Fourstardave Handicap, ebenfalls einem Gruppe 1 Rennen, auf dem Saratoga Race Course im Sommer.
Nun jedenfalls kann man darauf hoffen, dass er die relativ kurzfriste Nennung und Chance für den Breeders Cup auch in zählbare Ergebnisse verwandeln kann und das Training für ihn auch auf den Start am 03.11.2018 optimiert ist.


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