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Champion Stakes

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17.10.2020 – Ascot – Ascot Champions Day – Qipco Champion Stakes (British Champions Middle Distance) – Pick: Mishriff

Pferderennen in England

16:40 Qipco Champion Stakes (British Champions Middle Distance) – Gruppe 1

Das wird nicht leicht heute mit der Titelverteidigung für Magical, die heute nicht nur mit dem alten bekannbten Lord North und Addeybb zurecht kommen muss, sondern auch noch mit den Spezialisten Mishriff und Skaletti, die nur beide darauf warten zu zeigen was sie können. Die fünf nehme ich gerne in alle Exoten rein, aber ich denke das Mishriff heute für eine kleine Überraschung sorgen wird!

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nahm bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. Beide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon.

Kein Wunder also, dass beim nächsten Start im Irish Gold Cup in Curragh Ende Juli keine Konkurrenten aus den Rennen zuvor mit dabei waren. Allerdings ließen sich auch kaum andere nennenswerte Starter blicken, was eine ziemlich armselige Konkurrenz für Magical darstellte, was sich zum Einen in der Quote, zum Anderen natürlich auch im Rennverlauf widerspiegelte, denn Magical dominierte von der Front wie sie wollte und vergrößerte ihren Vorsprung auf der Zielgeraden bis auf knapp über zwie Längen, wobei auch gerne vier oder fünf Längen drin gewesen wären, wenn Wayne Lordan es gewollt hätte.

Das Duell mit Gayyaith im Irish Champion Stakes im September war spannend und die beiden nahmen über die 1m2f auf den letzten Metern Maß, am Ende war es aber Magical die die Nase vorn hatte und Ghaiyyath hatte nicht die Kraft, umd ie halbe Länge Rückstand auf Magical noch wett zu machen. Damit gewann Magical das dritte Gruppe 1 Rennen in der aktuellen Saison und ist in wahrlich beeindruckender Form – zudem, gewann sie das Rennen hier im letzten Jahr gegen Addeybb auf weichem Untergrund, der heute in ähnlicher Form wieder aufläuft wie im letzten Jahr – das verpspricht äußerst spannend zu werden, mit dem Untergrund als enstcheidender Faktor

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat letztes Jahr hier dieses Rennen auf weichem Boden gewonnen, hält sich aber ansonsten eher fern von dem weichem Untergrund

Mishriff: Der Make Believe Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im Jahr 2019 in Yarmouth pber 7f auf schwerem Untergrund, nicht der leichteste Start für einen gerade einmal zwei Jahre alten hengst, und Mishriff verpasste den Start etwas und konnte dann auch spät im Rennen keinen Boden mehr gut machen, hat aber wenigstens schon einmal wichtige Erfahrung im Schlamm sammeln können, denn auch in den nächsten beiden Rennen blieb es im Jahr 2019 bei dem schweren Boden, aber beim dritten Versuch in einem Maidenrennen klappte es dann endlich mit dem ersehnten Sieg.

Mishriff startete dann noch einmal in einem Rennen im Februar in Rjhad, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, dann aber wieder die Heimreise antrat und das nächste Mal im Juni in Newmarket im Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes auf listed Ebene startete. Das Rennen war der erste wirklich Test, nicht zuletzt wegen der langen Pause seit dem letzten Start, sondern auch wegen dem deutlichen Ansiteig im Niveau – aber Mishriff meisterte das Rennen mit Bravour und gewann am Ende mit gut vier Längen gegen Volkan Star, der keine Chance hatte, an Mishriff dran zu bleiben.

Der schien auch mit dem schnellen Boden keine Probleme zu haben, nach aber die Reise nach Frankreich im nächsten Monat auf sich und startete im Gruppe 1 Prix du Jockey Club auf weichem Boden, was ihm augenscheinlich erneut keine Probleme bereitete. Das Gruppe 1 Rennen für die Dreijährigen war nur eine Formsache für Mishriff, obwohl er im Vorfeld der Rennen nicht als einer der klaren Favoriten gehandelt wurde, deklassierte er den eigentlichen Favoriten Victor Ludorum um gut zwei Längen auf den letzetn 75 Yards, wo weder der Favorit noch The Summit mit dem Sieger mitgehen konnten. Starke Leistung von Mishriff, die er im August im Gruppe 2 Prix Guillaume daEUR ™Ornano – Haras du Logis Saint-Germain noch einmal unterstrich, als er die gesammelte Konkurrenz nach Belieben auf die Bretter schickte. Vier Längen betrug der Vorsrpung am Ende, und da wäre noch mehr drin gewesen, so kraftvoll lief Mishriff der Konkurrenz auf den letzten Metern davon – und das auf schwerem Boden! So ein Schlusssprint auf langsamen, matschigem Boden, da muss Magicl heute erheblich aufpassen…. Mishriff is coming!

Lord North: Der Dubawi Sohn begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht.

Tipps zum Pferd: Kann auf schweren wie schnellem Untergrund laufen, kann als Front Runner wie auch Schlusssprinter aus dem Mittelfeld fungieren. Extrem vielseitig auf den Distanzen der Meile bis 1m2f (2004m). Scheint 2020 sein Potential erst voll auszuschöpfen


Ascot – 21.10.2017 – Champion Stakes – Pick: Highland Reel

Pferderennen in England

16:50 Champion Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.004 m  |Untergrund: weich

Brametot startet für den sympathischen Jean-Claude Rouget, der dieses Rennen letztes Jahr mit Almanzor hatte gewinnen können. Bereits 2009 gewann er mit Le Havre und der Sieg von Brametot im Guineas gibt ihm alle Chancen, hier das erste Doppel eines Trainers seit 1985 zu feiern. Cristian Demuro übernimmt wie gewohnt die Zügel und kann auf seinen ersten Sieg in diesem Rennen hoffen, hat sich Brametot doch erst eine Niederlage in seinen sechsRennen geleistet. Beim Critérium du Fonds Européen im August 2016 unterlag er High Alpha deutlich mit drei Längen, nachdem er eigentlich als haushoher Favorit in das Rennen gestartet war.

Er entschädigte seine Unterstützer danach aber mit einem Sieg im Grand Criterium de Bordeaux und schloss das Jahr damit mit einem Sieg über 1m auf gut bis weichem Untergrund ab, was ungefähr auch die Konditionen bei seinem Saisondebüt im Prix de Fontainebleau  in Chantilly im April waren.

Dort konnte er einen bequemen Sieg in einem der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den Poule d’Essai des Poulains verbuchen und Spotifiy auf einen dritten Rang verbannen, was er mit dem Sieg im französischen Guineas auch gleich bestätigen konnte. Er zog mit Le Brivido dem Feld davon und kämpfte bis zur Ziellinie, um Le Brivido zu überholen, der dem Feld als Frontrunner davongezogen war.

Danach folgte der Start im Gruppe 1 Prix du Jockey Club, wo er als Favorit vor Walgeist ins Ziel kam und damit zum einen seine Ausdauer über 2100m und weichen Boden unter Beweis stellte, zum anderen seinen Kampfgeist vorzeigen konnte, denn Waldgeist wollte bis zur Ziellinie nicht aufgeben und ging nur mit einem Nacken unter. Nach zwei Monaten Pause verlief der Start im Prix Guillaume d’Ornano für Brametit leider nicht nach Plan und er fand nicht richtig ins Rennen, so dass er von Christian Demuro zurückgenommen wurde, nachdem er auf der Zielgeraden keine Chance mehr hatte, den Sieg oder eine Platzierung noch zu erreichen. Er ist besser als er da gezeigt hat und dürfte mit diesem Rennen im Sinn über den Sommer vorbereitet worden sein.

Bei seinem Start  im Guineas 2000 in Newmarket hingegen hatte Barney Roy auf den letzten Metern nicht das Tempo, um noch auf Churchill aufschließen zu können, was aber durchaus entschuldbar war, lief dieser doch zu absoluter Hochform auf und sollte diese Form in seinem übernächsten Rennen einbüßen, während Barney Roy mit seiner Karriere langsam Fahrt aufnahm. Barney Roy, der Sohn von Excelebration und der Galileo Tochter Alina, konnte im Guineas bei weitem nicht so viel Erfahrung vorweisen wie das O’Brien Duo (Lancaster Bomber und Churchill) und die Unerfahrenheit machte sich im Rennen ein wenig bemerkbar. Er gewann aber sein Debüt im April 2016 mit Leichtigkeit und kehrte erst im April 2017 mit einem ebenfalls souveränen Sieg im Gruppe 3 Greenham Stakes zurück, wo er Dream Castle auf den letzten 200m stehen ließ. Dann ging es nur einen Monat später zum Guineas und die Leistung des zweiten Platzes war deutlich besser als das, was er zuvor gezeigt hatte. Die Marge von knapp 1 Länge täuscht ein wenig darüber hinweg, das Churchill hart für diesen Sieg hatte arbeiten müssen und Barney Boy auf der Zielgeraden stolperte und aus dem Takt kam, was ihn einiges an Momentum kostete. Während Curchill freie Bahn auf der Innenseite hatte, musste sich Barney Boy zwischen den Konkurrenten eine Lücke suchen und wich zuerst vor einem driftenden Eminent zurück, um sich dann doch eine kleine Lücke zwischen Al Wuakir und Lancaster Bomber zu suchen. Sein Jockey James Doyle hatte nicht die Möglichkeit, in voller Fahrt energisch mit der Peitsche zu arbeiten, da die anderen Konkurrenten zu dicht liefen und es hat im Endeffekt nicht viel auf Churchill gefehlt.
Die beiden trafen im St James’s Palace Stakes erneut aufeinander, und Barney Roy hatte über die Meile auf den letzten Metern das Feld klar in seiner Gewalt. Front Runner Lancaster Bomber konnte Barney Roy nicht hinter sich halten und über den schnelleren Untergrund kam Chruchill in keiner Weise an die beiden Sieger heran, obwohl er das Guineas 2000 auf gutem bis schnellem Untergrund gewonnen hatte. Dennoch lies Churchill seinen üblichen Kick etwas vermissen und es wäre kein Wunder, wenn er über festen Untergrund keinen weiteren Versuch unternehmen würde, trotzdem bleibt Churchill nach wie vor im Lineup hier.
Barney Roy jedenfalls versuchte sich danach im Coral Eclipse gegen Desert Encounter, Cliffs Of Moher und Ulysses, der das Feld auf der Zielgeraden umrundete und sich sauber absetzen konnte. Barney Roy nahm die Verfolgung auf, aber Ulysses hatte ihn fest im Griff, bis Barney Roy mit einem sehr späten Sprint fast noch an ihm vorbei gezogen wäre.
Ulysses lief danach im King George VI & Queen Elisabeth Stakes auf, wo er einen guten zweiten Platz hinter Enable erreichen konnte, die das Feld locker deklassieren konnte. Trotzdem schlug Ulysses in diesem Rennen unter anderem Highland Reel, Idaho und Desert Encounter. Für Ulysses war das der dritte hervorragende Start in Folge, nachdem er im Princess of Wales Stakes Highland Reel relativ knapp unterlegen war. Der Boden ist für ihn kein Problem, auch wenn er auf schnellem Untergrund Barney Roy im Duell unterlegen war und diesen nur auch gut bis weichem Boden knapp bezwingen konnte. Die beiden sollte auch heute nur wenig trennen, mit leichten Präferenzen für Barney Roy, da dieser etwas frischer ist und auf schnellem Untergrund seine beste Form gezeigt hat.

Im direkten Vergleich kann man von Cracksman vielleicht den größeren Sprung im Niveau erwarten, und nicht zu unrecht sind große Erwartungen in den Frankel Sohn gesetzte worden, wie er auch wieder im Derby beweisen hatte. Er hatte auf der Zielgeraden zusammen mit Cliffs Of Moher den Front Runner Douglas McArthur überholt und kämpfte mit dem Favoriten des Derbys um den Sieg, bis plötzlich Wings Of Eagles von hinten angeflogen kam und das Rennen für sich beanspruchte..

Cracksman hätte eigentlich im Dante laufen sollen, verpasste das Rennen aber und seine Vorbereitung ist daher nicht ganz so, wie von dem Star Trainer eigentlich geplant. Nach nur zwei Starts, keiner davon auf dem Niveau eines Gruppenrennens oder gar dem Derby, erschien seine Quote im Derby auf dem Papier übertrieben gut, er konnte aber die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und sollte mit dieser Erfahrung hier nur noch stärker auflaufen können.

Sir Micheal Stoutes  Cliffs Of Moher lief  über die neue Distanz ein gutes Rennen und schien eine neue taktische Option gefunden zu haben, nachdem er im Derby nur auf den letzten Metern einknickte und im St James Palace Stakes nicht rechtzeitig in Gang kam. In der Vergangenheit war er zu wesentlich besseren Leistungen fähig, als er in seinen letzten Rennen gezeigt hat und dürfte auch als zweite Wahl im O’Brien Angebot für Gefahr sorgen können, wenn man seine Ergebnisse bisher betrachtet

Cliffs Of Moher hatte nur zwei Starts in der letzten Saison absolviert und schlug beim zweiten Versuch in seinem Maidenrennen Orderofthegarter, der in der Vorbereitung auf das Guineas im 2,000 Guineas Trial Stakes im April das Feld deklassierte. Cliffs Of Moher gewann ebenfalls bei seinem Saisondebüt in diesem Jahr und lies im Dee Stakes Bay Of Poets hinter sich. Seine Vorbereitung auf das Epsom Derby war etwas kurz und es lag vor allem an dem Vertrauen von O Brien in seinem Starter, welchen ihn als Co Favorit für das große Rennen starten lies. Über 1m4f ging ihm auf den letzten Metern die Ausdauer aus und Wings Of Eagles nahm seinem Stallgefährten einige Zentimeter ab. Cracksman war an den beiden dicht dran und dahinter lief Eminent ein, der auf den Sieger gut zwei Längen Rückstand hatte.

Cliffs Of Moher lief ein hervorragendes Rennen und hatte einige sehr starke Momente auf der Zielgeraden, wo er die Führung mit einem optisch beeindruckenden Lauf übernahm und eigentlich wie der sichere Sieger aussah, nur um dann auf den letzten Metern ein wenig zu schwächeln. Mit der reduzierten Distanz und dem schnelleren Untergrund hätte er im Coral Eclipse eigentlich hervorragende Chancen haben sollen und startete dort auch als Favorit. Allerdings zog Ulysses auf der Zielgeraden den restlichen Startern davon und nur Barney Roy konnte auf ihn aufschließen und mit einem sehr späten zweiten Wind fast noch den Sieg erringen. Auch im Juddmonte danach war es Ulysses, der mit einem späten Sprint das taktische Spiel um den Sieg gewann und den drei Pacemakern vor sich mit gut 2 Längen auf den letzten Metern davonlaufen konnte. Cliffs Of Moher hatte versucht, das Tempo zu setzen und mit Barney Roy zusammen dem Feld zu entfleuchen, was allerdings nicht im Ansatz gelang. Cliffs Of Moher ist allerdings auch kein geborener Front Runner und wenn jemand anderes diese Position übernehmen würde, wäre das sicher von Vorteil für ihn.

Der in Irland beheimatete Trainer Aiden O’Brien lässt erneut seinem Stammjockey Ryan Moore auf dem international erfolgreichen Highland Reel Platz nehmenund das Duo war bisher extrem erfolgreich.

Moore hatte auf Higghland Reel im März im Dubai Sheema Classic zunächst einen arg verpatzten Saisonstart hingelegt, kam er doch als Co Favorit nur als letzter von sieben Startern ins Ziel.  Er ist allerdings klar besser als er dort gezeigt hatte und vielleicht war es eine Mischung aus dem Klima in Dubai und dem weichen Untergrund, die ihm dort den Gar ausgemacht haben, schließlich verlief sein Versuch im Gruppe 1 Irish Champiosn Stakes im September 2016 ähnlich erfolglos, und auch dieser war einer der wenigen Starts mit der Kombination aus Gruppe 1 Niveau und weichem Untergrund. Ansonsten kann sich die Bilanz von Highland Reel durchaus sehen lassen und gerade die Saison 2017 war eine Offenbarung für den Galileo Hengst und noch besser als die Saison 2016, die bisher den Maßstab gesetzt hat.

Highland Reel startete Anfang November 2016 im Breeders‘ Cup Turf und gewann eines der wichtigsten Rennen in Amerika knapp mit einer Länge vor den Verfolgern, wobei er auf Grund des grandiosen Rittes von Seamie Heffernan nie in Gefahr kam, am Ende noch eingeholt zu werden. Er lies dabei Flintshire keinerlei Chance und schickte diesen mit einem hervorragend getimten Lauf auf den zweiten Platz, nachdem Highland Reel zuvor von der Front her ein eher moderates Tempo vorgegeben hatte. Er folgte dem selben Schema wie zuvor bei seinem Sieg im King George Stakes und stapelte mit dem sedierten Tempo das Feld  hinter sich, um vor dem einbiegen in die Zielgerade das Tempo ordentlich anzuziehen und mehrere Längen Vorsprung herauszuholen, die bis zum Ziel halten sollten, obwohl Flintshire sich sichtlich bemühte, die Distanz auf den Sieger zu verringern. Das Rennen war allerdings zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon vorbei und Seamie Heffernan hatte sich den Ritt perfekt bei Ryan Moore im King George VI abgeschaut. Wer die Wiederholung sehen möchte, hier ist ein Meisterstück eines Front Runner Ritts zu sehen, der das höchst geratete Pferd in Amerika in die Knie zwang:

Highland Reel gewann im Jahr 2015 das Hong Kong Vase mit einer ähnlichen Taktik, so konnte er das Feld und die anderen Front Runner mit einem harten Lauf in den ersten 200 Meter hinter sich lassen, bis Harbour Master das Zepter übernahm und das danach gesetzte langsame Tempo nicht mitgehen wollte. Geholfen hat es Harbour Master nicht und auch Flintshire hat trotz der besseren Position gegen Highland Reel 2015 nicht bestehen können, was  die Anwesenheit anderer Front Runner nicht zum Problem werden lässt.

Er kann sowohl im ersten Drittel als auch direkt an der Front laufen und die besten Pferde der Welt auch mit einem suboptimalen taktischen Lauf schlagen, wenn er das Tempo aber ungehindert setzen darf ist er fast unschlagbar. Im Prix de l’Arc de Triomphe 2016 konnte er mit dem perfekten Lauf von Found (die unter Ryan Moore startete) am Ende nicht mithalten, nachdem er die Führung früh hatte abgeben müssen und im Irish Champion Stakes konnte er das harte Tempo am Ende mit den designierten Schlusssprintern Found und Almanzor ebenfalls nicht mitgehen.

Im Hong Kong Vase 2016 musste er sich einem der besten Pferde in Fernost geschlagen geben, als Satono Crown auf der Zielgeraden noch einen Rückstand von 3 Längen aufholen konnte. Wieder war Highland Reel dem Fleld entschwunden gewesen und hatte beim einbiegen in die Zielgerade das Tempo gehörig angezogen, konnte dann aber Satono Crown nicht auf Abstand halten und verlor mit einer halben Länge. Vom Rest des Feldes hatten sich die beiden allerdings mit über sechs Längen abgesetzt und es war ein Duell der besten Pferde aus Europa und Japan auf den letzten Metern.

2017 startete er zunächst auf dem falschen Fuß im Dubai Sheema Classic und unterlag Jack Hobbs deutlich, hatte da aber wie schon erwähnt vielleicht nicht die optimalen Konditionen und eine kleine Pause zu kompensieren. Nach drei Monaten weiterer Pause startete er zurück in England im Coronation Cup und hielt Hawkbill, Journey und Frontiersman souervän hinter sich. Wieder konnte er mehr Leistung finden, nachdem Hawbill ihn unter Druck gesetzt hatte und wieder legte er auf den letzten Metern noch zu.

Es folgte der Start im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes, wo er gegen Jack Hobbs und Ulysses antreten musste, die aber beide am Ende keine Chance gegen ihn hatten. Jack Hobbs hatte nach der langen Pause seit dem Aufeinandertreffen in Meydan seine Form offensichtlich noch nicht gefunden und ist auch bekannt dafür, dass er durchaus das ein oder andere Rennen nach einer Pause braucht, um wieder in Form zu kommen. Er gewann letztes Jahr das Gruppe 1 Irish Derby souverän gegen die moderate Konkurrenz und lies im Champion Stakes einen hervorragenden dritten PLatz hinter Found und Fascinating Rock folgen. Der Sieg in Dubai war ein weiteres Hoch, welches er hier auf passendem Untergrund auch vielleicht wiederholen kann.

Highland Reel zeigte im Prince Of Whales Stakes allerdings, dass er auch nicht unbedingt das Feld anführen muss, um zu gewinnen und überlies Scottish die Führung, der für Godolphin und dessen Jack Hobbs offensichtlich Highland Reel aus seiner Komfortzone holen sollte. Heute könnte es mit Benbatl und Maverick Wave ebenfalls zu Konkurrenz um die Führung kommen, somal Benbatl gegen Enable schon als Front Runner fungiert hatte.

 

Reccoletos hat sich bisher keine Blöße gegeben und nach seinem verpatzten Debüt im November 2016 keines seiner drei folgenden Rennen verloren. Er vermied es, über kürzere Distanzen als die 2000m zu starten und dominierte seine Konkurrenten meist nach belieben. Sein Trainer gehört nicht zur absoluten Elite in Europa, hat mit Reccoletos aber einen talentierten, progressiven Starter im Feld der mehr als in der Lage sein sollte, das Rennen hier zu gewinnen. Untergrund und Distanz scheinen ideal zu sein und nur die Box 12 dämpft ein wenig die Euphorie.

 

Ich denke Highland Reel hat zusammen mit Crakcsman gute Chancen das Rennen von der Front her zu gestalten und wird den jüngeren Konkurrenten hier eine schwere Aufgabe stellen. Untergrund und Distanz sind kein Problem für ihn und er hat wieder die Hilfe von Ryan Moore

Pick: Highland Reel


Ascot – 15.10.2016 – Champion Stakes – Pick: Almanzor

Pferderennen in England

16:45 Champion Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1m2f  / 2.012 m | Untergrund: Gut
Das Highlight des heutigen Tages, das Champion Stakes, featured neben seinen beachtlichen 1.300.000 Millionen Pfund Preisgeld auch einige der aktuell besten europäischen Rennpferde. Nachdem der Breeders Cup in Keenland seinen Bodenbelag gewechselt hat und der für europäische Pferde sehr angenehme Tapeta Untergrund nun Geschichte ist, ist die Reise über den großen Teich für viel der heimischen Trainer eher unattraktiv geworden und der Champions Day plötzlich wieder attraktiv. Nicht, dass er in den letzten Jahren schlecht besetzt gewesen wäre, aber die Häufung an Potential liegt mit Sicherheit nicht nur an einem guten Zuchtjahrgang der Dreijährigen in diesem Jahr, sondern an dem Fakt, dass dieses Festival für viele der amtierenden Champions der nächste logische Schritt im Rennkalender ist, wenn der Breeders Cup in einigen Tagen keine  Option mehr ist.

Ein paar Tage mehr Pause hätten Found mit Sicherheit gut getan, denn die Tochter von Galileo muss sich nach nur zwei Wochen schon dem nächsten Rennen auf Elite Niveau stellen. Anfang des Monate siegte sie im Arc De Triomphe in Frankreich und das mit einiger Dominanz, sie hatte allerdings auch das Glück, dass in diesem Rennen faktisch alles nach Plan lief und ihr Jockey Ryan Moore die sich auf tuenden Lücken im Feld richtig antizipierte und sie so ihre beiden Stallkollegen Highland Reel und Order Of St George noch einsammeln konnte. Sie ist ein Pferd für den Herbst und vollbringt jedes Jahr um diese Zeit ihre besten Leistungen, hat sich aber Almanzor ihren Bezwinger aus dem Irish Champions Stakes gegen sich.

Damals konnte sie ihn auf den letzten Yards nicht mehr auf Abstand halten und mit seinem immens progressiven Profil könnte der dreijährige Hengst von Trainer Jean-Claude Rouget hier einen weiteren Sieg für die Franzosen erringen. Sein Vorteil gegenüber Found ist von 4lb auf 2lb geschrumpft, dafür hat er mit Stall 1 dieses Mal den wesentlich besseren Draw und dürfte über die gesamte Distanz am Innengeländer ordentlich Strecke sparen. Er ist das höchst geartete Pferd im ganzen Champions Day und das, obwohl er erst einen Gruppe 1 Sieg in der Tasche hat, so ganz unberechtigt ist die Einschätzung der Profis aber nicht und er ist das Pferd mit den besten Chancen im Feld.

Facinating Rock gewann dieses Rennen bereits im letzten Jahr und konnte dabei Found um über eine Länge schlagen, während der damalige Favorit Jack Hobbs auf dem dritten Platz ins Ziel einlief. Bei seinem Saisondebüt war er noch hinter Found, revidierte diese Platzierungen aber im Tattersalls Gold Cup und er wäre der Value Pick in diesem Rennen, wenn er nicht im Gruppe 3 Royal Whip Stakes gefloppt und von Success Days geschlagen worden wäre, der danach gegen Almanzor sang und klanglos untergegangen ist. Sein Trainer D K Weld ist bekannt dafür, seine Pferde im Herbst in Bestform zu bringen und die Quote auf ihn ist verlocken, wenn auch mit Risiko behaftet.

Jack Hobbs verletzte sich bei seinem Saisondebüt und wird die nötige Fitness hier vermissen, zumal das Rennen noch stärker als im letzten Jahr besetzt ist und US Army Ranger floppte gegen Zhukova in einem schwächeren Rennen als heute.

Ich denke Almanzor hat die besten Chancen auf den Sieg, Fascinating Rock bietet aber besseres Value…

Pick: Almanzor


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