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Champions Day

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18.10.2020 – Sha Tin – The Sha Tin Trophy – Golden Sixty vs. Beauty Generation!

Pferderennen International

10:10 The Sha Tin Trophy – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 4.500.000 HKDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut
Beauty Generation: Der Road To Rock Sohn im Besitzt von Patrick Kwok Ho Chuen hat sich vor einigen Jahren erst von einem soliden Handicapper, dann zum gefürchteten Gruppe 1 Sieger und besten Miler im Fernost entwickelt, um dann tragisch zu fallen und wiederholt gegen Newcomer den Kürzeren zu ziehen. Vorangegangen war eine beeindruckende Siegersserie im Jahr 2018 bis spät ins Jahr 2019, die dann aber urplötzlich abriss und von vier Platzierungen gefolgt wurden, die aber klar unter seinen Möglichkeiten lagen. Er war zuvor  DER Miler in Hong Kong und musste  sich vor keinem anderen Starter fürchten, bevor er scheinbar nach dem Zufallsprinzip von unterschiedlichen Außenseitern geschlagen wurde, der er zuvor teilweise bequem hinter sich gelassen hatte.
Da musste man sich nach den ganzen Siegen auf Gruppeneben doch die Augen reiben – aber er startet weiter fleissig für seinen Trainer D. A. Hayes der noch nicht den Glauben an den nächsten großen Sieg aufgegeben hat, und das zu Recht wenn man sich seine letzten Ergebnisse so betrachtet.
Angefangen hatte seine Karriere schon im Jahr 2017, als er den Schritt auf die Gruppenebene wagte:
Nach einem dritten Platz beim Hong Kong Derby 2017 hinter Pakistan Star und Rapper Dragon folgte ein Sieg im Jinbao Street Handicap gegen Eeagle Way und Dinozzo, was für die Zeit eine mehr als solide Form war, auch wenn keiner der Konkurrenten in den letzten Jahren auf das höchste Niveau vorgestoßen ist.
Beauty Only lies sich damit allerdings nicht viel Zeit und lief nach der Sommerpause im The Celebration Cup auf Gruppe 3 Ebene zur Höchstform auf. Dabei war der Celebration Cup wie so oft trotz des Gruppe 3 Status deutlich härter besetzte als vergleichbar eingestufte Rennen, denn zu den Konkurrenten an jenem Tag gehörte sowohl Seasons Bloom als auch Time Warp und Beauty Only, alles Gruppe 1 Sieger. Trotzdem gewann Beauty Generation mit seinem leichten Gewicht gegen die Konkurrenz über die 1400m souverän und lies noch im selben Monat im Sha Tin Trophy einen Gruppe 2 Sieg folgen. Dieses Mal war er nicht mehr ganz so leicht unterwegs, die Konkurrenz dafür aber nicht mehr ganz so hart, was in Kombination für den Sieg ausreichte, auch wenn die Distanz dieses Mal 1600m betrug. Die Meile sollte aber in der Zukunft sich noch als die ideale Distanz herausstellen, von der Beauty Generation nur noch selten abweichen sollte.
Das die Meile war damals auf dem Papier noch nicht die ideale Distanz für ihn, was man am traditionell staken The Bochk Jockey Club Mile sah, wo er erneut auf Gruppe 2 Niveau auflief, wo er Seasons Bloom und Helene Paragon nicht hinter sich halten konnte. Der Rückstand auf die beiden Sieger betrug am Ende allerdings nur knapp eine Länge und da Beauty Generation nicht den besten Lauf genoss, ging er im The Hong Kong Mile nur als moderater Außenseiter an den Start und wurde noch unter den ersten vier vor dem Start gehandelt. Dieses Mal lief es aber wie am Schnürchen und Beauty Generation zog durch die Mitte schön an die Front und konnte sich so die Führung sichern, die er bis zum Ende auch nicht mehr abgab. Beim Einbiegen in die Kurve gab Beauty Generation noch einmal richtig Gas und zog einige Längen davon, und auch wenn dieser Vorsprung zum Ziel noch ein wenig zusammenschmolz, war es genug um Western Express, Helene Paragon und Seasons Bloom auf Abstand zu halten.
Im The Stewards‘ Cup einen Monat später im Januar 2018 musste Beauty Generation von einem sehr weiten Draw aus starten, was ihm die Position am Innengeländer verwehrte und  dauerte eine ganze Weile bis sich das Feld gesetzt hatte und er versuchen konnte sich die Führung zu sichern, allerdings hatten gleich mehrere Pferde Interesse an dieser Position und alle Front Runner rieben sich gegenseitig auf an diesem Tag, was das Rennen für Fifty Fifty und Seasons Bloom eröffnete.
Im Gruppe 1 The Queen’s Jubilee Cup lief es dann im Februar schon ein wenig besser und Beat The Clock musste sich mit einem Nacken hinter Beauty Generation einsortieren, gefolgt von Fity Fity, der wiederauf seine Chance gelauert hatte. Über 200m weiter, über die Distanz von 1600m startete Beauty Generation dann im The Chairman’s Trophy, wo er allerdings gegen die Konkurrenz rund um Time Warp und Pakistan Star nicht in Gang kam und im dichten Feld stecken blieb. Es war aber der Außenseiter Beauty Only, der sicha m Ende überraschend durchsetzen konnte und mit einer halben Länge vor einem anderen Außenseiter, Western Express, ins Ziel einlief. Noch im selben Monat zeigte Beauty Generation aber im The Champions Mile, dass ihm die Meile eben doch liegt und er sich auch gegen die Konkurrenten vom letzten Rennen nicht verstecken muss. Der kleine Aussetzter nach einer Pause von mehr als zwei Monaten hatte ihn wohl ein wenig eingelullt, die Pause bis zum Oktober war aber überraschender Weise kein Problem und er konnte dem Gruppe 3 The Celebration Cup mit über 2 Längen gewinnen und das, obwohl er mit über 60,2KG ziemlich schwer unterwegs war.
In der Gruppe 2 Sha Tin Trophy war es gegen Singapore Sling schon wesentlich enger, die Konkurrent mit Pakistan Star und Singapore Sling. Singapore Sling schoss am Ende noch heran und konnte die Distanz auf den Front Runner Beauty Generation noch deutlich verringern – aber es reichte am Ende einfach nicht.
Er hatte in der Mitte der Bahn freie Fahrt und konnte sich dort mit einem eeindruckenden Schlusssprint an die Spitze setzen, was sein bester Lauf innerhalb eines Jahres war. Es folgte im April ein Lauf im The Champions Mile, in dem er wieder zeigen konnte, dass die neue Form keine Ausnahme bleiben sollte
Beauty Generation erhöhte erneut das Tempo auf der Zielgeraden und gewann am Ende ungefährdet mit einer Länge Vorsprung. Die neue Taktik erwies sich als sehr erfolgreich und Beauty Generation dürfte sich dem neu gewonnen Ruhm erfreuen, als er in die Sommerpause ging.
Die Sommerpause beendete er erst gut sechs Monate später im Gruppe 3 The Celebration Cup wo er unter schwerem Gewicht gegen einige gute Gegner wie Fitfy Fifty ran musste. Dass Rennen war trotzdem eine leichte Übung für ihn und so langsam sammelten sich die Siege an, Beauty Generation war aber noch lange nicht am Ende.
Er hob das Niveau danach ein wenig weiter an und startete in der  Sha Tin Trophy gegen Pakistan Star und Singapire Sling und auch der stark unterschätzte Eagle Way war mit von der Partie. Wieder lief Beauty Generation an der Front und konnte sich dort eine lockere Führung zu sichern., der er dann auf der Zielgeraden aufbaute. Das Rennen hätte mit höherem Abstand gewonnen werden können, aber Beauty Generation lies Singapore Sling als einzigen Verfolger noch ein wenig herankommen, war aber nie in Gefahr das Rennen zu verlieren
Der selbe Konkurrent war im The Bochk Jockey Club Mile erneut der Hauptkonkurrent, und so war das Rennen bloße Formsache für Beauty Generation, der mit drei Längen Vorsprung gewann. Die Hong Kong Mile 2018 hatte leider relativ wenig internationale Konkurrenz angezogen und die lokalen Helden waren unter sich, wobei  Beauty Generation schon so ziemlich gegen alles gewonnen hatte, was im Dezember gegen ihn auflief. So war es auch kein Wunder, dass das Gruppe 1 Rennen zu einem reinen Schaulaufen von Beauty Generation wurde, der an der 150m Marke weit vor dem Rest der Verfolger lief und das Rennen zu diesem Zeitpunkt schon komplett klar gemacht hatte.
Im Februar gewann er den The Queen’s Silver Jubilee Cup mit einem starken Sprint die letzten 300m entlang, allerdings war Beauty Generation schon in der letzten Kurve an die Front gegangen und konnte sich locker vor den Verfolgern absetzten. Die 1400m schienen Beauty Generation mit dem starken Zug zum Ziel teilweise sogar besser zu liegen als die Meile zu dieser Zeit, aber im The Champions Mile im April deklassierte Beauty Generation die Konkurrenz fast nach Belieben.
Wieder setzte er sich an die Front des Rennens und führte das Feld in die letzte Kurve, um dann unter einem fast bewegungslosen Zac Purton immer mehr an Abstand zu gewinnen – dies war ein extrem dominanter Sieg mit dem sich Beauty Generation in die längere Saisonpause bis zum Oktober verabschiedete. Dort machte er sein Debüt eigentlich im unbedeutenden The Celebration Cup auf Gruppe 3 Ebene, in dem letztes Jahr der lange Siegeslauf nach dem Sieg im Champion Mile so richtig fahrt aufnahm. Der Sieg in der Austragung 2019 war da schon ein wenig anstrengender und im The Oriental Sha Tin im selben Monat kam dann der große Schock – Beauty Generation verlor das erste Rennen seit 18 Monaten und beendete damit seine beeindruckende Siegesserie von 9 Rennen in Folge.
Damit gab es nicht einmal ein wirkliches Geheimnis um die Niederlage in diesem Rennen – Beauty Generation konnte die Führung am Anfang des Rennens nicht übernehmen und musste sich eingeboxt hinter den Front Runnern einfinden, eine Position die er einfach nicht mag und wo sein Trainer Gary Moore nach dem Rennen verlauten lies: Wenn er in dieser Position laufen muss, zeigt er einfach nicht die selbe Beschleunigung und fühlt sich einfach nicht wohl. Das Problem wiederholte sich aber im The Jockey Club Mile noch einmal und Beauty Generation kam nur als Dritter ins Ziel. So ganz abgeschrieben hatte ich ihn noch nicht, allerdings lief er auch im  Gruppe 1 Hong Kong Mile im Dezember wieder nicht zur vollen Form auf und kam am Ende nur auf einen moderaten dritten Platz, nachdem er 100m vor dem Ziel zu ermüden begann und das Tempo nicht aufrecht erhalten konnte.  Admire Mars und Waikuku konnten sich beide einige Längen absetzten und Beauty Generation damit ein weiteres Mal klar schlagen
Es folgte eine kleine Pause bis zum Januar 2020, wo er im The Stewards Cup erneut gegen Waikuku antrat, und dieses Mal lieferte er sich ein packendes Duell mit dem Konkurrenten! Beauty Generation hatte sich wieder an der Front des Rennens gehalten und hatte sich mit einem guten Lauf an der Front absetzten können, aber Waikuku, mittlerweile auch als Favorit gehandelt, konnte Beauty Generation noch einsammeln und knapp schlagen, der Rest des Feldes hatte aber mächtigen Rückstand auf die beiden.
Ohne einen Konkurrenten vom Kaliber von Waikuku im Feld gewann Beauty Generation das Gruppe 1 The Queen’s Silver Jubilee Cup  und im April dann auch die Chairmans Trophy auf Gruppe 2 Ebene. Für Beauty Generation war es der dritte Sieg im The Queen’s Silver Jubilee Cup und eine willkommene Rückkehr zur Form. Im April hatte Beauty Generation über 1600m dann ordentlich gegen Southern Legend und Ka Ying Star zu kämpfen – aber Beauy Generation war ganz offensichtlich wieder im Form gekommen und startete voller Selbsvertrauen in das Gruppe 1 The Fwd Champions Mile im selben Monat. Wieder lieferte er sich ein spannendes Duell mit Southern Legend, welches  dieses Mal aber der Konkurrent denkbar knapp für sich entscheiden konnte -gerade einmal eine Nase betrug der Vorsprung am Ende! Es kam nur darauf an, wer zur richtigen Zeit die Nase unten hatte, und Southern Legend hatte das bessere Timing an diesem tag. Dabei hatte Beauty Generation eigentlich die Führung als erstes übernommen und ein wenig Vorsprung aufgebaut, aber Southern Legend schoss heran und setzet sich neben Beauty Generation, um diesen dann bis zum Ziel direkt zu beschatten – und am Ende eben die sprichwörtliche Nase vorn zu sein.
Beauty Generation kam dann wie so oft schon im Gruppe 3 The Celebration Cup nach der Sommerpause zurück auf die Rennstrecke, musste es da aber mit dem (fast) ungeschlagenen Golden Sixty aufnehmen, der auch noch fast acht Kilo leichter unterwegs sein dürfte als Beauty Generation, und aus diesem Vorteil dann auch Kapital in Form eines 1,75 Längen Sieges über Beauty Generation – fairer Weise muss man aber hier sagen, dass Beauty Generation aber auch im Gegensatz zum Sieger keine freie Bahn beim Schlusssprint hatte und erst spät in die offene Bahn kam. Das erneute Duell der beiden sollte spannend werden heute, denn Golden Sixty ist ein wenig schlechter unterwegs vom Gewicht her als das letzte Mal und das hier geht wieder über die Meile – eine deutlich bessere Distanz für Beauty Generation!
Golden Sixty: Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist der nächste aufstrebende Superstar im Galopp in Fernost. Seine Karriere begann schon mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.
So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handicap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.
Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.
Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.
Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.
Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.
Heute geht es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kommt vom Gewicht her – aber seine besten tage auch schon hinter sich hat. Sollte er aber wirklich – wie derzeit angezeigt – zu einer zweistelligen Quote starten, ist er eine klare EW Wette. Im direkten Duell favorisiere ich dann doch den Favoriten, allerdings nicht zu einer Quote unter 1,9! Southern Legend ist eine gute Wahl für die restlichen Plätze (und wenn er sehr, sehr gut drauf ist auch durchaus den Sieg), gefolgt von Champions Day der die Unterstützung von Ryan Moore verliert.

17.10.2020 – Ascot – Champions Day – Long Distance Cup – Pick: Stradivarius

Pferderennen in England
14:20 Long Distance Cup – Gruppe 2
Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.209 m  |  Preisgeld: 300.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Stradivarius: Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Audauerstrater des Landes erwiesen. Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der aktuellen Saison mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius eines dritten Platzes ind er Besteliste dr laufenden Saison weltweit brüßten! Heute könnte er den historischen Erfolg von Enable aus dem eigenen Stall vereiteln, was ein bittersüßer Sieg für TRainer John Godsen wäre.

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarious halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logsiche Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eiegntliche Ziel der Siason 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Fürhung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew gardes aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unterDonnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, welches es brauchte, um den späten Angriff von Anthony Van Dyck abzuwehren.

Das heute sollte mit dem schweren Boden eher zu seinem Vorteil gereichen und ich gehe davon aus, dass er auch über die für ihn eher kurze Distanz heute sehr gefährlich sein wird!

Tipps zum Pferd: Ausdauerspezialist in dezenter Form in diesem Jahr. Hatte zuletzt einen Aussetzer m Arc, wo die Distanz aber im Prinzip auch etwas zu kurz war. Heute über längere Distanz sicher stärker gegen ein Feld, in dem man die echte Konkurrenz eher vermuten als sicher herausstellen kann.

Wird es Seach For A Song oder Sovereign? Search For A Song gewann im September gegen Fujaira Prince das Irish St. Leger, und das ziemlich locker, so musste Oisin Orr ihn nur ein bisschen antreiben, um 150 Yards vor dem Ziel gut zwei Längen vor die Verfolger Fujaira Prince und Twilight Payment zu ziehen. Klasse Leistung auf gutem Untergrund, was gleich die Frage aufwirft, ob der Untergrund heute nicht vielleicht ein wenig zu weich sein könnte? Denn auch der bemerkenswerte Lauf im Irish Gold Cup gegen Magical fand auf gutem Untergrund statt. Zwar täuschen die 4 Längen Rückstand auf den Sieger nicht darüber hinweg, dass Magical das Feld fest im Griff hatte und sich noch weiter hätte absetzten können, aber Search For A Song war auch nie näher dran als vor der Ziellinie. Der starke Lauf über 1m2f legte schon nahe, dass er sich über weitere Distanz wohler fühlen würde, aber das heute ist nicht nur weiter – sondern auch noch wesentlich stärker auf Ausdauer ausgelegt als die meisten Rennen, die Search for A Song bestritten hat. Da wäre etwa das Gruppe 3 Munster Oaks Stake im Juni, welches auf immerhin eher nachgebenden, weichen Boden ausgetragen wurde – und in einer kompletten Niederlage für Search For A Song mündete. Der Untergrund ist die Größe Frage bei ihm heute hier.

Sovereign: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien hat sich erst zwei Siege aus seinen 12 Rennen bisher sichern können – und einer war auch noch in seinem Maidenrennen im September 2018. Das Jahr 2018 kann man ansonsten auch getrost vergessen, der Abschluss im Gruppe 2 Beresford Stakes blieb hinter den Erwartungen zurück und auch der zweite Versuch auf Gruppe 3 Ebene im Eyrefield Stakes  in Leopardstown im Oktober wurde nur mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz belegt.
2019 begann für ihn mit einem zweiten Platz hinter Broome im McGrath Ballysax Stakes , wieder auf Gruppe 3 Niveau über knapp 2012m Meter – das war allerdings nur auf dem Papier eine bessere Leistung, denn bis zum Sieger hatte Sovereign immer noch 8 Längen Rückstand! Dafür schien der weiche Boden ihm nicht allzu viele Probleme zu bereiten und beim zweiten Start in der neuen Saison im Derby Trial Stakes verbesserte er sich auf immerhin „nur“ knapp drei Längen Rücktsand auf Broome, der das Feld aber ein weiteres Mal fest im Griff hatte.
Sovereign nahm trotz der relativ klaren Niederlage im Trial Derby am Epsom Derby teil, was aber wie zu erwarten nur mit einem zehnten Platz weit hinter dem Sieger abgeschlossen wurde. Das war allerdings als Rennen auch nicht wirklich ernst gemeint, O’Brien hatte wieder viele seiner Schützling am Start im Derby und Sovereign wurde von P. B. Beggy geritten, was schon ein Zeichen für die Rangordnung unter den Pferden war.
Dann folgte das Irish Derby und die klar größte Überraschungd er Karriere von Sovereign, denn obwohl er hinter dem Stallgefährten Anthony Van Dyke als klarer Außenseiter in das Feld zog, gewann er das Rennen am Ende mit 6 Längen Vorsprung! Sechs Längen! Und das als einer der drei größten und klaren Außenseiter im Feld. Es gab keinerlei Anzeichen für diese Leistung im Vorfeld, so dass die Top Jockeys von O ‚ Brien auf anderen Pferden – wie dem Favoriten Anthony Van Dyke – verteilt waren.
Vielleicht kam der Peak bei ihm einfach nach dem eigentlichen Ziel, dem Derby und er hatte damit den Vorteil gegenüber seinen Stallgefährten? Oder der Trip zurück nach Irland brachte etwas in ihm zum Vorschein, oder er hatte einfach einen richtig, richtig guten Tag erwischt. Was es auch immer war, Sovereign fand nie wieder zu dieser Form zurück und musstse sich nach der langen Pause bis zum nächsten Start im Jahr 2020 am Ende mit einem dritten Platz hinter Twilight Payment zufrieden geben. Das war zwar auch der Hauptkonkurrent, aber auch der Außenseiter Barbados schob sich zwischen ihn und die Ziellinie und alles in allem schien Sovereign nicht in Bestform aus der langen Pause zurück gekehrt zu sein. Enable hatte danach im King George VI & QE ihren Spaß mit ihm und Japan und feierte wie zu erwarten den nächsten lockeren Sieg in ihrer Karriere.
Das war wieder kein Rennen, welches Sovereign hätte gewinnen sollen, da war danach der Versuch im Irish St. Leger  schon wieder deutlich realistischer, aber wieder floppte Sovereign deutlich mit dem Versuch das Feld über die Distanz zu führen, denn schon 3 Furlong vor dem Ziel war Schluss mit dem Front Running  und er wurde vom Feld überholt und zurückgelassen.
Er müsste sich deutlich steigern für einen Sieg hier …. aber naja, den Sieg im Irish St Leger habe ich ihm vorher auch nicht zugetraut.

Spanish Mission ist derzeit in Bestform und gewann seine letzten beiden Rennen im Chester Stakes und dem Gruppe 3 Doncaster Cup Stake – und das letzte mit einiger Dominanz, allerdings auch gegen deutlich leichtere Konkurrenz. Das heute wird mehr von ihm verlangen, aber ich denke er hat das Potential um hier auch wieder vorne mit dabei zu sein. Broome hingegen ist alles andere als in guter Verfassung, wenn man seine letzten Ergebnisse so betrachtet, geht hier aber nach dem Irish Derbe und dem Coronation Cup etwas ruhigeres Fahrwasser an um muss weiter respektiert werden. Wäre mein Pick für die Exoten, vor Fujaira Prince, der das Irish St. Leger trotz der vorherigen guten Ergebnisse in den Handicaps deutlich zu heiß fand.


Cheltenham – David Nicholson Mares‘ Hurdle – 15.03.2016 – Pick: Vroum Vroum Mag

Pferderennen in England

17:10 David Nicholson Mares‘ Hurdle – Gruppe 1

4yo+  |  Distanz: 2m3f200y  |  Untergrund: Gut bis weich / stellenweise weich
Das David Nicholson Mares‘ Hurdle hies bis 2011 genau so, wurde dann aber durch das Sponsoring von OLBG in OLBG Mares Hurdle umbenannt, einen Namen, den es bis zur diesjährigen Austragung auch behalten hat. OLBG sponsored jetzt einige andere Rennen auf niedrigerem Niveau und der Name wurde zum ursprünglichen zurückgeändert. Verwirrendes Sponsorenspiel zum Ende des ersten Tages also 😉
Annie Power wird sich die Ehre hier nicht noch einmal geben, nachdem sie letztes Jahr gestürzt war nachdem das Rennen eigentlich schon gewonnen war und versucht sich lieber am Main Event dieses Jahr, dass heisst aber nicht, dass das Rennen nicht weiterhin stark besetzt ist. Die Walsh/Nicholls Kombi wird wieder zuschlagen oder zumindest um den Sieg mitlaufen, denn die ungeschlagene Chaserin Vroum Vroum Mag wird sich hier als „Ersatz“ für Annie Power die Ehre geben und ihre Kampagne über Hürden fortsetzen. Für Mullins wäre das der achte Sieg in diesem Rennen in Folge, Walsh hätte immerhin 6 der letzten 7 Austragungen gewonnen, was vor allem der überragenden Quevega geschuldet war, die dieses Rennen sage und schreibe sechs Jahre hintereinander gewinnen konnte.
Für Vroum Vroum Mag wird dies das erste Grade 1 Rennen ihrer Karriere und der Wechsel von Chase Rennen, in denen sie locker dominierte wieder zurück zu den Hürdenrennen verlief prinzipiell problemlos, wenn man bedenkt dass die im Warfield Mares Hurdle im Januar die Konkurrenz locker stehen lies und damit Aurore D‘ Estruval, Desert Queen, Fairytale Theatre, Rons Dream und The Goavaness locker schlagen konnte, und keine der Konkurrentinnen hat heute eine gute Chance, dies Platzierungen herumzudrehen. Das könnte vermutlich nur Polly Peachum gelingen, nachdem die vielversprechende Bitoapuzzle ihre letzten beiden Rennen nicht beenden konnte und Lily Waugh im Doncaster Mares Hurdle nicht an die Siegerin Smart Talk herankommen konnte. Lily Waugh dürfte die Distanz und den Untergrund aber zu schätzen wissen und durchaus um das Preisgeld für die Plätze mitlaufen. was auch für The Goavaness und Bitofapuzzle gilt, wenn sie nicht zu viele Fehler machen und ihre Form aus ihren besseren Rennen zumindest halten könnten
Polly Peachum war zweite in diesem Rennen im letzten Jahr und meldete sich 2016 mit einem knappen Sieg über The Govaness über 2m4f in Sandown in einem Listed Rennen zurück. Bis auf die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr hat sich Polly Peachum aber konsequent auf Listed Rennen beschränkt und in ihren drei Starts seitdem kein weiteres Gruppenrennen versucht, ihre Bilanz in den Listed Rennen und Handicaps kann sich aber sehen lassen und auf gleichem Gewicht wie der Rest des Feldes hat sie zumindest keine gut gehandicapten Newcomer zu fürchten. Sie hätte aber gut 5lb weniger zu tragen als Vroum Vroum Mag, und die beeindruckende Willie Mullins Starterin sollte ihren Trainer einen weiteren Sieg in diesem Rennen schenken können, was Mullins effektiv zum einzigen Trainer macht, der dieses Rennen hier gewinnen konnte – seit der ersten Austragung 2008 hat er jedes Jahr gewonnen, was definitiv für die Qualität seiner Stuten und seinen überragenden Trainerqualitäten spricht.
Für ihn sollte mit diesem Rennen ein sehr erfolgreicher erster Tag beim Festival zu Ende gehen, hat er doch in jedem Gruppenrennen heute einen aussichtsreichen Starter im Feld.
Pick: Vroum Vroum Mag

Cheltenham – 15.03.2016 – Champion Hurdle – Pick: Annie Power / The New One EW

Pferderennen in England

16:30 Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy  – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2m87y | Untergrund: Weich

Im Highlight des heutigen Tages gibt sich Annie Power nicht wie gewohnt bzw nach letztem Jahr erwartet  im OLBG Mares Hurdle (Jetzt David Nicholls Mares Hurdle) die Ehre, sondern ausnahmsweise mal im Champions Hurdle, was mit über 400.000 Pfund nicht nur über viermal so gut ausbezahlt ist wie das Rennen der Damen, sondern auch wesentlich mehr Presitige mit sich bring und natürlich auch schwerer besetzt ist. Dies ist dann in drei Jahren das dritte verschiedene Rennen, welches hier im Festival angegangen wird, und wo sie durchaus auf den Sieg spekulieren kann, so dass das Aus für Faugheen in diesem Rennen und ihr Einspringen ihr einen historischen Sieg einbringen könnte – nur drei Stuten konnten dieses Rennen bisher gewinnen!

Das Mares Hurdle hat Annie Power im letzten Jahr immer dominiert und das Loch in unserem Portemonnaie erinnert uns immer noch an den Sturzin jenem Rennen an der letzten Hürde, als niemand ihr das Rennen mehr nehmen konnte. Auch dieses Jahr wäre der Star aus dem Stable von Willie Mullins im Mares Hurdle wieder als deutliche Favoritin ins Rennen gegangen, hier aber wird sie sich mit den Jungs anlegen und Nicholls Canyon, ebenfalls aus dem Stable von Mullins, The New Onem My Tent Or Yours, Top Notch und Identitiy Thief werden ihr in diesem Rennen das Leben definitiv schwer machen.
Annie Power ist die einzige Dame im Lineup und bekommt daher gut 7lbweniger zu tragen als die Männer, was die zweifache Grade 1 Siegerin aber nicht unbedingt benötigen würde. Sie wurde zweite im World Hurdle in 2014 über 3m, hätte über 2m4f da Mares Hurdle gewonnen und war im Grade 1 European Breeders Fund Mares Champion Hurdle im Mai über 2m2f erfolgreich, sie hat sich also kontinuierlich auf die 2m heruntergeschraubt und sollte schnell genug sein für die kurze Distanz.

Nicholls Canyon wird ihr das Leben aber immens schwer machen, denn der sechsfache Grade 1 Sieger gewann im letzten Jahr gleich vier Grade 1 Rennen, unter anderem das Ryanair Hurdle, das Morgania Hurdle und das Ireland Champions Novice Hurdle. Er schlug damit sowohl Identity Thief als auch Sempre Medici und hat sich im Januar hinter einem top fitten Faugheen im Irish Champion Hurdle zurück gemeldet, wo er immerhin Dritter wurde, und das auf einem weichen bis schweren Untergrund.

Er hat in der Vergangenheit aber immer wieder kleinere Fehler beim Springen gemacht, und das könnte ihn heute auch den Sieg kosten.

Identitiy Thief gewann das Fighting Fith Hurdle knapp vor Top Notch und scheiterte im nächsten Rennen wiederum knapp an Nicholls Canyon, und wie die offiziellen Ratings zeigen trennt die drei nur extrem wenig. Für Top Notch war das Relkeel Hurdle über 2m4f auf schwerem Untergrund zu viel, 2m auf guten bis weichem Untergrund wie hier sollten ihn aber wieder direkt auf das Grade 1 Niveau heben, auf dem er im November war. Ein Sieg im Morebattle Handicap vor One For Harry gibt ihm eine Chance, aber auch The New One für Nigel Twiston-Davies kommt nach einem Sieg im Grade 2 Champion Hurlde Trial und einem zweiten Platz hinter Faugheen und vor The Old Guard im Christmas Hurdle hierher, und scheint so fit wie zu seinen besten Zeiten zu sein. Er gewann das Doom Bar Aintree Hurdle und im Neptune Investment Novice Hurdle letztes Jahr beim Festival und ist damit ein mehrfacher Grade 1 Sieger, und nur in einem von 19 Starts über Hürden kam er nicht unter die ersten 3

Camping Ground schlug Top Nitch im Rekeel Hurdle deutlich und wenn noch weiterer Regen ankommt, wonach es aber nicht unbedingt aussieht, dass wäre er eine gute Alternative für eine EW Wette, hat er doch auf dem Kurs eine gute Leistung gezeigt, scheint eine Menge Ausdauer zu haben und mit nur wenigen bestrittenen Rennen vermutlich noch viel ungenutztes Potential

Old Guard und Sempre Medidici sind ebenfalls noch jung und haben sich auf Grade 2 und 3 Ebene bisher sehr gut verkauft, in einem nicht übermäßig stark besetzten Rennen können die beiden daher durchaus auf etwas Preisgeld hoffen, haben sie doch beide über die heutige Distanz bereits gewonnen und im Fall von Old Guard sogar ein Rennen über Kurs und Distanz einstreichen können

My Tent Our Yours startet bereits auf seinem dritten Festival und konnte sich letztes Jahr in diesem Rennen einen zweiten Platz sichern, kommt aber ohne Vorbereitungsrennen und mit 11 Monaten Pause hierher, was seine Chancen doch erheblich schmälern sollte

Lil Rockefeller und Sign of A Victory dürften hier nur unterstützende Rollen einnehmen können

Ich denke, dass Annie Power hier ein relativ schwaches Champion Hurdle gefunden hat, wenn man den Maßstab der letzten Austragungen anlegt und sie sollte es schaffen können, die vierte Stute zu werden, die dieses Rennen gewinnen konnte, wenn sie mit der kürzeren Distanz auf diesem Niveau zurecht kommt. Nicholls Canyon ist eine der offensichtlichen Gefahren für dieses Vorhaben, da Walsh aber Annie Power bevorzugt, scheint die Stallfolge klar zu sein bei Willie Mullins, daher werde ich Annie Power zusammen mit Identity Thief EW spielen

Pick: Annie Power / The New One EW


Cheltenham – 15.03.2016 – Racing Post Arkle Challenge Trophy Chase -Pick: Douvan

Pferderennen in England

15:10 Racing Post Arkle Challenge Trophy Chase (Novices‘ Grade 1)

5yo | Distanz: 1m 7f 199y | Untergrund: Weich

Die berühmte Arkle Chase gibt uns das zweite Grade 1 Rennen des ersten Tages in Cheltenham und liefert uns mit dem Favoriten Douvan eine weitere Mullins/Walsh Kombination, der nur schwer zu widerstehen ist. Seit seinem Debüt im Mai 2014, wo er noch Zweiter wurde, ist er ungeschlagen und kann sich mit Siegen in gleich vier Grade 1 Rennen brüsten, zuletzt im Racing Post Novice Chase und dem Frank Ward Chase, wo er die Konkurrenz um mindestens 15 Längen deklassierte, und er ebenfalls recht soveräne Grade 2 Sieger Sizing John hat in vier Duellen gegen Douvan noch kein Mittel gegen diesen gefunden, und das pbwohl er mit Herny De Bromhead als Trainer optimale Trainingsvoraussetzungen hat. Der langsam trocknende Untergrund sollte ihm helfen, aber vielleicht hält Nicky Henderson mit Vaniteux die bessere Waffe gegen Douvan bereit. Unter Nico De Bonville lief er zu einem Grade Sieg im Grade 2 Lightning Novice Chase, musste für dieses Sieg aber ziemlich hart abreiten und es trennen ihn immer noch gut 9 Punkte im Rating von Douvan und dieser darf heute vom gleichen Gewicht aus starten.

Auch The Game Changer hätte immer noch 6lb weniger zu tragen in einem Handicap, kann aber für Gordon Elliot eine sehr gute Bilanz von 6 Siegen aus 8 Chase Rennen vorweisen, auch wenn diese alle auf maximal Grade 3 Ebene errungen werden konnten und das heute ein anderer Test werden wird, Dass der Untergrund trockener wird ist ein klarer Vorteil für ihn und ein ausbezahlter Platz ist durchaus drin.

Für Fox Norton hingegen wird es vermutlich wieder bei einer unterstützenden Rolle bleiben und Aso hat Fragen bezüglich der kürzeren Distanz zu beantworten, ganz zu schweigen von fast 16lb, die der Favorit ihm in einem Handicap abtreten müsste und Aso in diesem Rennen eben zu kompensieren hat. Baltimore Rock kommt hier für seinen zweiten Start unter der Aufsicht von Neil Mulholland her, hat aber ebenfalls eine monumentale Aufgabe vor sich, wenn er dieses Rennen gewinnen will.

Faktisch bleibt nur Douvan für den Sieg und es wäre ein wirklicher Schock, wenn er diesen hier nicht erreichen könnte

Pick: Douvan

 


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