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Cheltenham

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12.03.2020 – Cheltenham Festival – Stayers Hurdle – Pick: Paisley Park

Pferderennen in England

16:30 Stayers Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 320.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Gehen die herausragenden Stuten Benie Des Dieux und Apple’s Jade das Mares Hurdle oder das Stayers Hurdle an? Für Benie Des Dieux wäre es ein sicherer Sieg im Mares Hurdle (ausgenommen sie stürzt wieder), so dass ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie Honeysuckle dort das Feld kampflos überlässt und stattdessen hier gegen wesentlich härtere Konkurrenz antritt – im Gegensatz zu Apple’s Jade, die mit dem Versuch hier vermutlich nicht viel zu verlieren hat und über 4800m Unkowhatimeanharry kürzlich deklassieren konnte.

Key Trends:

Alter – 9 der letzten 12 Gewinner waren zwischen 6 und 8 Jahre alt
Quoten- 6 der letzten 12 Gewinner waren Favoriten, 8/12 Gewinner waren unter den Top 3 der Wetten
Letzter Lauf – 9 der letzten 12 Gewinner haben bei ihrem letzten Lauf vor Cheltenham gewonnen. 8/12 Gewinner hatten ihren letzten Lauf mit 54 Tagen
6/12 Gewinner liefen in der Cleeve Hurdle (Cheltenham) bei ihrem letzten Lauf, 5 der 6 hatten gewonnenen, 0 platzierten
Vorherige Kursform – 12/12 Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Lauf in Cheltenham, 9/12 Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Sieg in Cheltenham
Vorheriges Distanzform – 9/12 Gewinner hatten mindestens 2 Läufe über 23-25 Furlongs, 8/12 Gewinner hatten mindestens 2 Siege über 23-25 Furlongs
Vorherige Hürdenform – 11/12-Gewinner hatten mindestens 8 vorherige Hürdenläufe, 11/12-Gewinner hatten mindestens 4 vorherige Siege in Hürdenrennen
Bewertung – 10/12 Gewinner wurden mit 158 oder höher bewertet
Grade 1-Siege – 9/12-Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Grade 1-Sieg
Grade 2-Siege – 11/12-Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Grade 2-Sieg
Saisonform – 11/12 Gewinner hatten mindestens 2 Läufe in dieser Saison, 11/12 Gewinner hatten mindestens 1 Sieg in dieser Saison

 

Paisley Park: Der Oscar Sohn von Trainer E. Lavelle wird wohl als Favorit in das Rennen hier starten, was nach seinen Leistungen bisher auch völlig gerechtfertigt ist, gerade weil er letztes Jahr das Rennen hier überzeugend hatte gewinnen können, und die Vorzeichen für die Verteidigung des Titels nicht schlecht stehen!

Seine Karriere begann ganz normal in einem National Hunt Flat Race in Warwick im Jahr 2017 , wo er bei seinem ersten Rennen seiner Karriere gleich mit einem zweiten Platz glänzen konnte. Nach dem Beweis, dass er auf dem Flat eine sehr gute Figur abgeben kann schickte sein Trainer ihn erst einmal in die Sommerpause und zum Training über Hürden, denn im Dezember 2017 sollte der erste Start über Hürden kommen – und dieser war ziemlich beeindruckend.

Das Klasse 4 Rennen in Hereford auf weichem Boden und knapp 4000m absolvierte Paisley Park gegen Gegner wie Vision Des Flos, gewann aber locker mit 7 Längen und deklassierte die angetretene Konkurrenz um Längen. Mit höherem Niveau in dieser Saison mit Rennen in Warwick gegen Mr Whipped oder Doncaster gegen Gowiththeflow erreichte Paisley Park dann jeweils einen zweiten Platz bevor er dann beim Cheltenham Festival 2018 im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle startete. Er war nach seinen zwei zweiten Plätzen nun nicht unbedingt einer der Favoriten für das Rennen und startete als Außenseiter, tat aber auch im Rennen selbst wenig dafür, diese Einschätzung er Buchmacher zu revidieren.

Diese erste Saison war trotz des beeindruckenden Einstands im Herbst damit ernüchternd ausgelaufen und Paisley Park ging erneut in die Sommerpause, die er mit einem Start im Klasse 2 Racing UK Handicap Hurdle in Aintree beendete. Das Rennen war von recht hohe Niveau, Paisley Park war aber wie im letzte Jahr gut aus der Sommerpause gekommen und konnte sich mit sauberen Sprüngen und einem gutem Schlusssprint 100m vor dem Ziel gegen seinen Verfolger Lygon Rock durchsetzen.

Nach diesem Rennen nahm Paisley Park dann langsam die Ausdauerrennen in den Blick und startete im Gruppe 3 Betfair Exchange Stayers‘ Handicap Hurdle, wo er gleich beweisen konnte, dass ihm die langen Distanzen ganz vortrefflich liegen. Paisley Park wurde in diesem Rennen an der ein oder anderen Hürde ein wenig behindert, konnte in dem langen Rennen aber den Anschluss immer wieder finden und mit einem Sturz eines Konkurrenten kam er als Dritter über die letzte Hürde. Dann aber legte Paisley Park einen extrem guten Schlusssprint hin und konnte viele Meter an Boden auf die Führenden gut machen. Der Zieleinlauf nach der letzten Hürde war sehr lang in diesem Rennen und Paisley Park konnte vollen Nutzen daraus ziehen

Im Gruppe 1 The Long Walk Hurdle einen Monat später im Dezember musste Paisley Park dann aber mi einem wesentlich kürzeren Schlusssprint zurechtkommen und dürfte den Anschluss an die Führenden nicht verlieren. So setzte er seinen Angriff nach der drittletzten Hürde an und wurde von seinem Jockey Aiden Coleman angetrieben, die Position zu verbessern und so vor der letzten Hürde die Führung zu übernehmen und diese unter einem harten Ritt gegen die Außenseiter West Approach und Top Notch zu verteidigen.

Damit Paisley Park den Kurs in Cheltenham noch einmal kennenlernt wurde er noch in das Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle geschickt, wo er über den guten Untergrund auf den drei Meilen seinen bisher besten Lauf zeigen konnte. Da Feld zog das Tempo vor der drittletzten Hürde an und Paisley Park ah ein bisschen so aus, als ob der Tempowechel ihn kalt erwischt hätte. Zwischen der vorletzten und der letzten Hürde gab es beim Cleeve Hurdle einen langen Abschnitt ohne Hürden, wo Paisley Park das Feld von hinten aufrollen konnte und als Erster über die letzte Hürde ging. Von da an konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und gewann dementsprechend unangefochten.

Im Gruppe 1 Stayers Hurdle hatte Paisley Park ein großes Feld zu besiegen und schien ab und zu während der Mittelphase des Rennens teilweise etwas lustlos und verlor ein oder zwei Plätze, auf dem Weg zur vorletzten Hürde war er dann aber wieder voll da und rollte das Feld langsam von hinten auf, um es ausgerechnet an der letzten Hürde noch einmal unnötig spannend zu machen  -dort streute er einen schlechten Sprung ein, der Sam Spinner noch einmal an ihn ran brachte und das ganze unnötig spannend machte.

Allerdings sammelte sich Paisley Park danach wieder und zog den Konkurrenten davon, was ihn in der Saison weiterhin ungeschlagen machte. Auch nach der Somemrpause zeigte Paisley Park keine Schwäche und gewann im Gruppe 2 Long Distance Hurdle  über 4876m in Newbury gegen Thistlecrack, wenn auch nur knapp. Thistlecrack lief ein großartiges Rennen und lies sich von Paisley Park nicht leicht abschütteln, so dass der Stayers Hurdle Sieger sich nach der letzten Hürde massiv anstrengen musste, um seinen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Auch beim Gruppe 1 Cleeve Hurdle im Januar erging es ihm nicht viel besser, als er gegen Summerville Boy ran musste und eigentlich als klarer Favorit über die 4822m geschickt wurde, aber vor der letzten Hürde gehörig unter Druck geriet. Zu diesem Zeitpunkt schien das Rennen noch komplett offen, allerdings produzierte Paisley Park wie schon im Stayers Hurdle 2019 einen gewaltigen Satz an der letzten Hürde, legte die Ohren an und beschleunigte auf der Zielegraden an den Konkurrenten vorbei. Ein souveräner Sieg auf Kurs und Distanz des heutigen Rennens gegen einige der Hauptkonkurrenten von heute – was will man als Vorbereitung mehr?

 

Summerville Boy: Der  Sandmason Sohn begann seine Karriere für S. Curling in Killarney im Jahr 2017, wechselte aber schon nach einem Rennen zu Tom George, der ihn in der ersten Sauison gleich mehrfach in die Gruppenrennen schickte. Das erste Mal startete er in einem Black Type Rennen direkt nach seinem Maidenrennen in Stratford, als er im Gruppe 2  Sky Bet Supreme Trial Novices‘ Hurdle (Registered As The Sharp Novices‘ Hurdle) startete – und überraschend einen zweiten Platz als Außenseiter belegen konnte. Danach ging es über Cheltenham und ein Klasse 3 Rennen in das Gruppe 1 32Red Tolworth Novices‘ Hurdle in Sandon im Januar 2018., welches Summerville Boy erneut überraschend gegen den Favoriten Kalashnikov gewinnen konnte.

Zwar machte Summerville Boy an den Hürden noch den ein oder anderen Fehler, unter anderem produzierte er einen haarsträubenden Sprung ausgerechnet an der letzen Hürde, hatte er zuvor genug Momentum und Vorsprung aufgebaut, um Kalashnikov trotzdem um gut vier Längen zu schlagen. Das war ein ziemliches Ausrufezeichen in dem 2m Rennen, welches er mit einem Sieg im Gruppe 1 Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle auf schwerem Boden noch einmal unterstrich. Dort startete Summerville Boy natürlich wieder als Außenseiter, schließlich hatten sich beim Cheltenham Festival wieder viele hochklassige Konkurrenten versammelt und auch Kalashnikov war wieder mit von der Partie, aber wieder gewann Summerville Boy – wenn auch dieses Mal denkbar knapp.

Kalashnikov war gewarnt vom letzten Zusammentreffen und wollte offensichtlich den selben Fehler nicht noch einmal machen und blieb auch vor der letzten Hürde an Summerville Boy dran, der erneut die letzte Hürde traf und wichtiges Momentum verlor. Summerville Boy fiel auf den dritten Platz zurück, sammelte sich aber auf der Zielgeraden den Hügel hinauf wieder und überholte Kalashnikov und Mengli Khan – eine herausragende Leistung, die allerdings eine ganze Weile nicht mehr wiederholt werden konnte.

Summerville Boy beendete nach seinem Sieg beim Cheltenham Festival die Saison und kam erst im Dezember 2018 wieder zurück auf die Rennstrecke, und schien ganz im Gegensatz zur letzten Saison mit dem besser werdenden Untergrund nicht klar zu kommen. So scheiterte er im Gruppe 1 BetVictor Fighting Fifth Hurdle und dem Gruppe 2 Unibet International Hurdle, so dass er das Cheltenham Festival 2019 lieber gleich aus lies und eher in Aintree startete – der Start im Gruppe 1 Betway Aintree Hurdle brachte ihm allerdings auch kein Glück, wie auch der letzte Versuch in der verkorksten Saison 2019 im BETDAQ Punchestown Champion Hurdle.

Etwas stimmte mit Summerville Boy nicht und so wurde er in der Sommerpause einer Luftröhren OP unterzogen, die tatsächlich einen Effekt zeigte. So gewann Summerville Boy sein Saisondebüt in Uttoxeter über 2 Meilen souverän und lief im Gruppe 1 Read Road To Cheltenham At racingtv.com Henry VIII Novices‘ Chase ein gutes Rennen, bis er an der fünften Hürde stürzte. Er hatte schon vorher einige knappe Sprünge eingebaut gehabt und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Nachlässigkeit rächen würde, zurück in Cheltenham im Gruppe 2 Dornan Engineering Relkeel Hurdle im Januar 2020 zeigte sich Summerville Boy aber wieder von seiner besseren Seite und gewann mit einem starken Sprint den Hügel hoch gegen Roksana.

Er blieb in Cheltenham und startete auf weichem Boden über die 3 Meilen auf dem neuen Kurs im Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle, wo er gegen den Stayers Hurdle Sieger aus 2019, Paisley Park ran musste. Der heutige Konkurrent hatte ihn auf der Zielgeraden fest im Griff, zwischen den beiden letzten Hürden sah das Rennen aber noch sehr offen aus und Summerville Boy hat nun in zwei Rennen in diesem Jahr in Cheltenham eine gute Form gezeigt, so dass man ihn unter den heutigen Bedingungen hier auf gar keinen Fall unterschätzen darf!
Emitom: Der  Gold Well Sohn von Willieam Greatrex begann seine Karriere mit einer beeindruckenden Siegesserie auf dem Flat, die in Warwick begann und sich über ein NHF Rennen in Ascot, ein Maiden Hürdenrennen in Ffos Las und zwei Novice Hürdenrennen in Lingfield und Newbury erstreckte. Nach diesen fünf Siegen in Folge versuchte er sich im April 2019 in Aintree im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle und schnitt mit einem zweiten Platz sehr gut ab, allerdings ohne den Sieger wirklich jemals in Gefahr bringen zu können. Champ gewann gegen ihn unangefochten und nach der ausgedehnten Pause bis zur nächsten Saison im Januar 2020 deklassierte ihn Summerville Boy im Relkeel Hurdle nach Belieben.

Zugegeben, er hatte eine sehr lange Pause zu kompensieren und nachdem die Chancen auf den Sieg dahin waren nahm ihn Gavin Sheehan zurück, so richtig Hoffnung hatte der Start aber trotzdem nicht gemacht – das übernahm dann der zweite Start in der neuen Saison, als Emitom in Haydock über 4881m im Gruppe 2 Rendlesham Hurdle startete und mit 8 Längen Vorsprung gewann. Das war eine ziemlich beendruckende Leistung gewesen, allerdings gegen Konkurrenz von fragwürdiger Klasse und Emitom nahm einige der Hürden alles andere als souverän, so dass das Rennen hier schon ein gewaltiger Schritt nach oben bedeutet.

 

Bacardys: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 nach zwei Starts in der Provinz mit einem Sieg in Leoparstowne in einem normalen Rennen, bevor es direkt in das Champion Bumper beim Cheltenham Festival ging, wo Barcardys einen beeindruckenden dritten Platz erringen konnte und dammt einige bekannte Namen wie Augusta Kate oder Avenir D’une Vie hinter sich lassen konnte. In der selben Saison ging es dann noch in das Gruppe 2 Weatherbys Private Bank Champion Standard Open National Hunt Flat Race, wo Barcardys überraschend den Sieg feiern konnte und damit den Champion Bumper Sieger Ballyandy auf den vierten Platz schicken konnte.

Bacardys startete dann noch im Attheraces.com Champion INH Flat Race in Punchestown, wo allerdings Moon Racer trotz des letzten beeindruckenden Sieges nicht als Favorit auflief, diese Rolle wurde Moon Racer zugdacht, der auch tatsächlich deutlich vor Bacardys ins Ziel einlief – geschlagen nur vom Außenseiter Blow By Blow. Tja, die Bumper Rennen sind auf Gruppe 1 Ebene immer so eine Sache und auf Grund der Altersstrucktur nicht immer fair oder Durchschaubar, interessanter ist da schon eher, wie die Teilnehmer in den nächsten Jahren so in den Gruppenrennen abschneiden.

Bacardys scheiterte im ersten Rennen noch, lief dann aber im zweiten Versuch wie erwartet zum Sieg und machte sich im Februar auf in die Vprbereitung für das Cheltenham Festival. Der Versuch im Deloitte Novices Hurdle auf Gruppe 1 Ebene war auf dem Papier etwas hoch gegriffen, aber der klare Favorit Saturnas scheiterte spektakulär und öffnete das Rennen für den Rest des Feldes, und Bacardys zog vollen Profit aus dem Ausfall des Favoriten und gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen im ersten Anlauf. Beim Cheltenham Festival im Gruppe 1 Neptune Novices‘ Hurdle zeigte sich dann allerdings, dass die viel stärkere Konkurrenz und die weitere Distanz doch noch ein bisschen zu viel für ihn waren.

200m runter und auf den Kurs in Punchestown gewechselt lief es dann wieder besser und einem extrem spannenden Finish konnte er sich gegen Finan’s Oscar durchsetzen, der vor der letzten Hürde wie der sichere Sieger aussah. Finian’s Oscar hatte sich fast spielend an die Front des Feldes gesetzt und unter minimalem Druck seines Jockeys Robbie M. Power mehrere Längen Abstand auf die Verfolger gewonnen. Bacardys wurde währenddessen schon längst von Patrick Mullins hart angetrieben, machte aber einen super Sprung an der letzten Hürde und nahm alles Momentum in den Schlusssprint mit und gewann verdient mit einer Nase vor dem klaren Favoriten, der nicht wusste wie ihm passiert war.

Mit diesem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause 17/18, die im November 17 mit dem Debüt in der Chase Disziplin beendet wurde, was aber in einem ziemlich ernüchternden dritten Platz endete. Beim nächsten Beginners Chase, dem Midland Solicitors Beginners Chase stürzte er und brauchte bis zum Cheltenham Festival 2018 um sich davon zu erholen – wo er sich gleich das nächste Mal auf die Nase legte.

Die Saison zum Vergessen nahm im Champion Stayers Hurdle ihren Fortgang, wo Bacardys auf dem vorletzten Platz in Ziel einlief. Die Entscheidung in die Chase rennen zu gegen hatte sich absolut nicht bezahlt gemacht und auch bei der zweiten Saison im Mongey Communications Beginners Chase erging es ihm nach einer siebenmonatigen Pause nicht besser, denn obwohl er gegen die leichte Konkurrenz als Co Favorit auflief, kam er erneut nur abgeschlagen auf einem siebten Platz ins Ziel – aber wenigstens scheiterte auch der eigentlich Favorit Any Second Now deutlich nach der Sommerpause.

Im Ballymaloe Foods Chase danach, einem weiteren Beginners Chase, startete Bacardys erneut als Favorit, so ganz hatte man ihn nach seinen Erfolgen im Jahr 2017 noch nicht abgeschrieben, aber dies war nun das vierte Chase Rennen innerhalb von 13 Monaten, in dem Bacardys stürzte – die Hindernisse lagen im zu dieser Zeit definitiv nicht, da war der sechste Platz im Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival schon so was wie ein Achtungserfolg, egal dass er keine Rolle um den Sieg oder die ausbezahlten Plätze spielte

Ein echtes Ausrufezeichen, sein erstes in der bisherigen Chase Karriere, setzte er dann im Gruppe 1 Champion Stayers Hurdle im Mai 2019 über 4823m auf gut bis weichem Untergrund. Eigentlich als einer der Außenseiter gehandelt, erkämpfte sich Bacardys einen soliden zweiten Platz hinter Unkowhatimeharry und noch vor dem Favoriten Bapaume. Endlich konnte Bacardys zeigen was er auch über die kleineren Hürden kann und er machte im Lismullen Hurdle nach der Sommerpause genau da weiter wo er aufgehört hatte.

Wieder zeigte sich Bacardys als Favoritenschreck, denn die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Apple’s Jade war die klare Favoritin des Rennens und hätte eigentlich dominieren müssen, wenn man ihre Form mit zwei Gruppe 1 Siegen im Frühjahr betrachtete, aber die lange Pause schien auch ihr nicht zu bekommen und sie beendete das Rennen auf einem abgeschlagenen zweiten Platz hinter dem klaren Sieger Bacardys. Beide machten sich danach auf in das Hatton’s Grace Hurdle, wo die Favoritin Honeysuckle alles dominierte und das kleine Feld, welches bis zur vorletzten Hürde eng beeinander lief, schnell auseinanderzog und einsam und unangefochten mit neun Längen Vorsprung gewann.

Im Gruppe 1 Frank Ward Memorial Hurdle wurde Barcardys überraschend deutlich von der wieder zur Form zurück gekehrten Apple’s Jade geschlagen und er müsste hier ebenfalls zu seiner Bestform zurückfinden, von der man diese Saison noch nicht viel gesehen hat – leider!

 

 

Apple’s Jade: Die Saddler Maker Tochter aus dem Stammbaum von Nikos hat sich für Gordon Elliot als treue und sehr erfolgreiche Galopperin erwiesen und konnte sich in der Saison 2017 und 2018 in der Form ihres Lebens zeigen. Danach durchschritt sie ein kleines Formtief, aber sie ist noch weit davon entfernt zum alten Eisen zu gehören und hat gerade rechtzeitig im Dezember ihre Form wieder gefunden und konnte sich gegen Unowhattimeanharry mit Leichtigkeit durchsetzen, was ihre Aussichten für die Saison 2020 ziemlich gut aussehen lässt

Die Karriere von Apple’s Jade begann dabei im Jahr 2015 in Vichy in Frangreich, wo sie in einem Altersgewichtsrennen gleich mit fünf Längen Vorsprung hatte gewinnen können – was ihr sofort den Trainerwechsel von Emanuel Clayeux zu Willie Mullins einbracht, der sie noch im selben Jahr einmal über Hürden im Gruppe 2 Knight Frank Juvenile Hurdle starten lies, welches sie knapp gegen Jer’s Gild und ziemlich deutlich gegen Footpad gewinnen konnte – das hat schon gezeigt wo die Reise hingeht und wie talentiert die Stute war. Gegen einige der besten Konkurrenten zu dieser Zeit als Außenseiterin auf der Innenbahn derart vorbei zu ziehen war schon extrem beeindruckend und Apple’s Jase machte sich im Jahr 2016 dann gleich auf zum JCB Triumph Hurdle – ganz ohne weiteren Vorbereitungsrennen und  mit wieder mal auf dem Papier nur moderaten Chancen – ganz im Gegensatz dazu konnte Apple’s Jade sich ziemlich nah am Tempo halten und dann zwei Hürden vor dem Schluss zum Angriff ansetzen – sie konnte die Führung übernehmen und hatte die Hufe am Sieg – musste dann aber auf dem Zieleinlauf Ivanovich Gobratov ziehen lassen und sich mit einem zweiten Platz begnügen – konnte aber wieder einmal Footpad klar schlagen, was eine herausragende Leistung war.

Mit zunehmender Erfahrung – das war ja erst ihr drittes Rennen über Hürden insgesamt gewesen – konnte sich Apple’s Jade noch weiter steigern und sich dann einen Monat später im Gruppe 1 4YO Juvenile Hurdle in Aintree gegen ihren vorherigen Bezwinger Ivanovich Gorbatov locker durchsetzen – mit dieses Mal 41 Längen Vorsprung!! Das war der zwete Gruppe 2 Sieg in der aktuellen Saison für Apple’s Jade, aber sie war noch lange nicht fertig und legte gleich im selben Monat im Champion 4YO Hurdle in Punchestown noch einmal nach, mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene über Let’s Dance und Ivanovich Gorbatov.

Die erste Saiosn hätte wohl kaum noch besser für Apple’s Jade und ihren Trainer Willie Mullins verlaufen können und die Augen richteten sich zu Recht voller Hoffnung auf die zweite Saison für die sie aber von Mullins zu Gorden Elliot wechselte. Der start in die Saison 2016 / 2017 verlief aber noch etwas holprig- Zunächst unterlag sie als Favoritin im WKD Hurdle  und dem Fighting Fith Hurdle, bevor sie im Dezember dann das Gruppe 1 Hatton’s Grace Hurdle sehr knapp gegen Vroum Vroum Mag gewinnen konnte- Das Rennen forderte alles von Apple’s Jade, aber ein Sieg ist ein Sieg und dass die ihre ehemalige Stallgefährtin und ihren Ex Jockey Ruby Walsh damit auf den Platz hinter ihr verbannte, freute ihre Fans sicher riesig. Dass sie dafür die Distanz um 4f auf 2m4f erweitern musste, war allerdings ein Fingerzeig für den Rest der Saison und über die selbe Distanz maß sich Apple’s Jade dann im Februar im Quevega Mares Hurdle erneut mit einer ehemaligen Stallgefährtin, dieses Mal war es Limini gegen die sie antreten musste. Wieder lieferten sich die beiden ein spannendes Duelle, allerdings hatte dieses Mal auf dem schweren Untergrund Limini am Ende klar die Oberhand behalten können, während Apple’s Jade mit dem sehr langsamen Boden nicht ganz glücklich zu sein schien.

Alle Drei, also Vroum Croum Mag, Limini und Apple’s Jade trafen dann beim Cheltenham Festival im OLBG Mares‘ Hurdle wieder aufeinander, wobei alle drei als Favoriten für das Rennen gehandelt wurden – was nicht ganz verkehrt war, schließlich belegten sie am Ende auch Platz 1,2 und 3, wobei sich Mullins mit seinen Stuten mit den Plätzen 2 und 3 zufrieden geben musste. Apple’s Jade hatte an der fünften Hürde die Führung übernommen und sie bis zum Ziel nicht mehr abgeben, obwohl sie zwischenzeitlich von den Mullins Stuten stark unter Druck gesetzt wurde. Apple’s Jade sprintete aber den Hügel zum Ziel hinauf und hatte es mit dem schnelleren Boden offenischtlich besser getroffen als zuvor mit dem schweren Boden, und das gute Wetter sollte ihr auch noch bis in den April treu bleiben, wo sie im Irish Stallion Farms European Breeders Fund Mares Champion Hurdle startete – und gegen die leichtere Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte und sich mit zwei Gruppe 1 Siegen in folge in die Sommerpause verabschieden konnte.

Ihre Siegesserie konnte sie allerdings auch über die Sommerpause in die Saison 2017/2018 retten, welche sie mit einem Sieg im Gruppe 2 Lismullen Hurdle über schweren Untergrund und 4023m Distanz begann. Dieses Mal schien Apple’s Jade auch mit dem Schlamm gut zurecht zu kommen, steigerte ihre Form auf schnellerem Boden einen Monat später mit einem neun Längen sieg über Nichols Canyon im Hatton’s Grace Hurdle noch einmal deutlich. Supasundae hatte in ijenem Rennen keine Chance an der Stute dran zu bleiben, machte aber das Gruppe 1 Christmas Hurdle in Punchestown wesentlich spannender, als sich die beiden über 4828m drei Wochen später wieder trafen. Die längeren Distanzen liegen Supasundae und es ist Apple’s Jade hoch anzurechnen, dass sie den Ausdauerspezialst in diesem Rennen hatte schlagen können.

Allerdings lief es beim eigentlich Saisonziel, der Titelverteidigung im Mares‘ Hurdle beim Cheltenham Festival alles andere als nach Plan, denn dieses Mal musste sie mit schwerem Untergrund zurecht kommen und ihr Lauf den Hügel zum Ziel hoch sah im Jahr 2018 in keiner Weise so stark aus wie noch im letzten Jahr, was nach der letzten Hürde das Rennen für Benie Des Dieux öffnete, die sich knapp gegen die Außenseiterin Midnight Tour durchsetzen konnte, mit Apple’s Jade eine halbe Länge dahinter.

Als habe das Rennen die Kraft aus Apple’s Jade gesaugt, sah auch ihr Lauf einen Monat später gegen die selbe Konkurrentin im Irish Stallion Farms EBF Annie Power Mares Champion Hurdle alles andere als sauber aus, und Apple’s Jade musste sich über einige der Hindernisse sichtlich mühen und hatte nach der letzten Hürde einfach nicht mehr die Kraft, um es mit Benie Des Dieux noch aufzunehmen und musste die Konkurrentin ein weiteres Mal ziehen lassen.

Die Saison hatte gut begonnen, im Frühjahr allerdings hatte die Form von Apple’s Jade einen kleinen Knick bekommen, und die Saison 2018 / 2019 sollte den selben Weg einschlagen. Apple’s Jade machte ihr Saisondebüt wieder im Lismullen Hurdle und gewann das Rennen unangefochten mit 11 Längen, bevor sie das Hatton’s Grace Hurdle wieder gegen Supasundae und Limini gewann, dieses Mal allerdings mit einer dominanten Vorstellungen und 20 Längen Vorsprung!!

Supasundae suchte sich dann lieber andere Rennen und Apple’s Jade konnte sich der klaren Favoritenrolle im Squared Financial Christmas Hurdle sicher sein – und nachdem Faugheen stürzte, konnte Apple’s Jade das Rennen nach belieben dominieren und dieses Mal 26 Längen Vorsprung herausholen! Dies schien die mit Abstand beste Saison der Stute zu werden, mit drei unangefochtenen Siegen in Folge zu Saisonbeginn und sie letzte dann über ungewöhnlich kurze 3219m im BHP Irish Champion Hurdle im Januar noch einmal nach und deklassierte ein weiteres Mal Supasundae und Petit Mouchoir.

So viele Siege in Folge machten Hoffnungen auf Rennen abseits des Mares Hurdle beim Cheltenham Festival und tatsächlich startete sie im Champion Hurdle, und das auch noch als klare Favoritin, musste sich aber am Ende klar unterordnen und lief nie wirklich um den Sieg mit, den sich Espior D’allen sicherte – mit 15 Längen Vorsprung. Selten hatte es einen so dominanten Sieg im Champion Hurdle gegeben und die Niederlage von Apple’s Jade war für viele unerklärlich – inklusive ihrem Trainer, der keine Antwort auf die Frage hatte, was an jenem Tag mit Apple’s Jade los war.

Sie besserte ihre Form im nächsten Rennen auch noch auf einen dritten Platz im Ryanair Stayers Hurdle im April, auch wenn ihr wieder gegen Ende die Kraft fehlte um noch ihrem Fang als Favoritin gerecht zu werden. So ganz wollte Gordon Elliot seine Stute mit diesen beiden Leistungen noch nicht vom Haken lassen und lies sie noch einmal im Mai im Punchestown Champion Hurdle auflaufen, wo Apple’s Jade aber nur mit einem enttäuschenden fünften Platz abschloss.

Ab ging es in die Sommerpause, die wie die letzten Jahre mit einem Start im Lismullen Hurdle beendet wurde – allerdings war das 2019 nicht die selbe Stute wie die letzten Jahre, Apple’s Jade sprang mehrfach nach rechts in die Mitte der Bahn, musste früh von Robbie Power angetrieben werden und war am Ende von Barcardys klar geschlagen. Das selbe Bild bot sich dann beim nächsten Standard Rennen für Apple’s Jade, dem Hatton’s Grace Hurdle, welches sie nur auf einem dritten Platz klar hinter der Siegerin Honeysuckle abschließen musste.

Dass sie auch anders kann zeigte sie dann über 3m im Frank Ward Memorial Hurdle  Ende Dezember, wo Apple’s Jade die Führung übernahm und bis zum Ziel nicht mehr abgab. An der viert letzten Hürde hatte sie bereits vier Längen Vorsprung und vergrößerte diesen Vorsprung auch noch immer weiter, ohne dabei offensichtlich an das Ende ihrer Kraftreserven zu kommen, denn zwischen den letzten beiden Hürden erweiterte sie ihren Vorsprung auf 17 Längen und zeigte sich in einer Form, die man von ihr fast ein Jahr lang nicht gesehen hatte – Beeindruckend!

Dann ging es in das Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle gegen Benie Des Dieux in einem vorgezogenen Duell um die Vorherrschaft beim Cheltenham Festival und leider war von der vorangegangenen Dominanz absolut nichts mehr zu sehen, obwohl Untergrund und Distanz absolut gleich waren. Ihr Jockey Davy Russel sagte nach dem Rennen, dass die Stute niemals richtig lief und an dem Tag augenscheinlich einfach nicht happy war, was aber natürlich die Hoffnung auf einen starken Lauf beim Festival eindämmt. Ihr Lauf im Frank Ward Memorial Hurdle war immens beeindruckend gewesen, aber davor und danach lief sie ziemlich lustlos. Schwer zu sagen welche Apple’s Jade wir heute zu sehen bekommen werden.

Benie Des Dieux: Die Great Pretender Tochter war die unglückliche Verteidigerin des Titels im Mares Hurdle im Jahr 2018 und stürzte bei der sicher geglaubten Verteidigung des Titels 2019, machte danach aber weiter wo sie aufgehört hat – und kräftig von sich Reden in der Saison 2019. Sie gewann das irische Mares Champion Hurdle und den Prix Grande Course d’Auteuil nach dem Sturz beim Festival und ihr Saisondebüt 2020 wurde mit Spannung erwartet – und sie hat nicht enttäuscht, wie generell kaum in ihrer schon ziemlich illustren Karriere

In Frankreich gezüchtet und aufgewachsen wechselte sie nach moderatem Erfolg nach Irland und bestritt im Jahr 2016 genau ein Rennen, welches sie mit Leichtigkeit gewann. Paul Townend sah vermutlich beim zurückschauen im Sattel kein anderes Pferd mehr hinter sich, so weit war der Vorsprung in dem  Beginners Chase, aber trotzdem ging es danach erst mal zurück ins Training und kein anderes Rennen wurde angestrebt.

Fast ein Jahr später kam sie wieder auf die Rennstrecke zurück und gewann das Houghton Mares‘ Chase auf Listed Niveau. Das Pferderennen war nicht wirklich stark besetzt gewesen, sie lies danach aber noch einen Sieg gegen ihre potentiell hochklassige Stallgefährtin Ashturia im Opera Hat Mares Chase folgen und war mit dieser Leistung klar die beste Chance von Mullins auf einen weiteren Sieg in Mares Hurdle gewesen, welches aber von Apple’s Jade dominiert wurde und im Prinzip eine extrem schwere Angelegenheit war – und Bennie Des Dieux hatte ihr letztes Rennen immerhin in einem Chase Rennen bestritten!

Bennie Des Dieux schaffte aber das kleine Wunder und gewann das Rennen vor Midnight Tour, mit Apple’s Jade auf einem enttäuschenden dritten Platz. Der Regen hatte allerdings vor dem Rennen eingesetzt und den Boden am ersten Tag des Festivals extrem aufweichen lassen, was natürlich nicht jedem der Teilnehmer lag. So ermüdetet Apple’s Jade auf dem schweren Boden zunehmend und musste nach der letzten Hürde sowohl Midnight Tour als auch Benie Des Dieux ziehen lassen, und auch der Front Runner La Bague Au Roi hätte vielleicht noch weiter vorne sein können, wenn er nicht an der letzten Hürde einen schlimmen Fehler gemacht hätte und  dadurch alle Chancen auf eine Platzierung verspielt hätte.

Benie Des Dieux legte danach noch mit einem Sieg gegen Augusta Kate und erneut Apple’s Jade im Mares Champion Hurdle in Punchestown nach, wo sie dieses Mal auf deutlich schnellerem Boden noch beeindruckender gewann als noch beim Festival. Paul Townend machte an der letzten Hürde alles klar und gewann am Ende das Rennen mit 3 Längen Vorsprung. Seitdem pausierte die Titelverteidigerin des Mares Hurdle und bereitete sich offensichtlich auf die Teilnahme am Mares Hurdle 2019 beim Cheltenham Festival vor. Die Favoritin hatte das Rennen in der Hand und sicherte sich auf der Zielgerade sicher die Führung gesichert und hatte sich an der letzten Hürde einen bequemen Vorsprung gesichert, ging dann aber an der letzten Hürde nieder und öffnete das Rennen für die Außenseiterinnen. Bennie Des Dieux hätte das Rennen mit Sicherheit gewonnen und rächte sich danach im Mares Champion Hurdle in Irland mit einem 9 Längen Sieg und sollte das Rennen hier auch mit Leichtigkeit gewinnen.

Der Schritt auf die 5100m in Frankreich auf weichem Boden galt als mutig, als Bennie Des Dieux im Grande Course d’Auteuil im Mai noch einmal auflief, aber die Enstcheidung von Mullins sie in diesem Rennen auflaufen zu lassen erwies sich als goldrichtig. Bennie Des Dieux machte keine Wissenschaft aus dem Rennen und hielt sich einfach nah den Führenden im Mittelfeld, um dann nach der drittletzten Hürde aufzuschließen und nach dem letzten Sprung dem Feld mit Leichtigkeit davon zu ziehen, und damit der klaren Favoritin De Bon Coeur den Tag zu verderben.

Im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle machte Benie Des Dieux dann ihr Saisondebüt nach langer Pause, und Willie Mullins hatte seine Stute in Topform! Sie wäre vermutlich auch als haushohe Favoritin gestartet, wenn Apple’s Jade nicht gerade im letzten Rennen eine unbestechliche Form gezeigt hätte und Konkurrenten wie Unowhatimeanharry mit locker 17 Längen auf die Bretter geschickt hätte. Leider war die Konkurrentin dann im John Mulhern Galmoy Hurdle nicht in der selben Verfassung und Benie Des Dieux konnte einen weiteren ungefährdeten Sieg feiern. Im Nebel lief Benie Des Dieux zum Spaziergang auf und gewann ohne jemals ins Schwitzen zu kommen, was sehr vielversprechend für das Duell mit Honeysuckle heute ist.


12.03.2020 – Cheltenham Festival – Ryanair Chase

Pferderennen in England

15:50 Ryanair Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 4.122 m  |  Preisgeld: 350.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das Ryanair Chase ist eines der Alternativrennen für eine ganze Zahl an möglichen Teilnehmern – Chacun Pour Soi, A Plus Tard, Min, Politologue – alle haben eine Nennung etwa im Queen Mother Chase, und es wird extrem spannend werden wie die endgültige Aufteilung am Ende aussehen wird.

Im Gegensatz zur Queen Mother Chase ist die Distanz hier im Ryanair Chase um gut 900m länger, was nicht jedem der potentiellen Teilnehmern liegt – darauf wollen wir uns im Vergleich zum Champion Chase hier konzentrieren:

 

Key Trends:

Alter – 10 der letzten 12 Gewinner waren 7-9 Jahre alt
Preis – 4 der letzten 12 Favoriten / gemeinsamen Favoriten haben gewonnen, 10/12 Gewinner waren in den Wetten unter den Top 3
Letzter Lauf – Nur 4 der letzten 12 Gewinner haben in ihrem vorherigen Lauf vor Cheltenham gewonnen. 8/12 Gewinner sind innerhalb der letzten 61 Tage gelaufen
4/12 Sieger liefen bei ihrem letzten Lauf in der King George VI Chase (Kempton), 0 der 4 hatten gewonnen, 1 hat platzierten
3/12 Sieger liefen bei ihrem letzten Lauf in der Ascot Chase (Ascot), 2 der 3 hatten die Ascot Chase gewonnen, 1 platzierte sich
Vorherige Kursform– 11/12 Gewinner hatten mindestens 2 vorherige Läufe in Cheltenham, 10/12 Gewinner hatten einen vorherigen Sieg in Cheltenham
Vorheriges Distanzform- 9/12-Gewinner hatten mindestens 5 vorherige Läufe über 19-21 Furlongs, 10/12-Gewinner hatten mindestens 2 Siege über 19-21 Furlongs
Vorherige Hürdenform – 12/12 Gewinner hatten mindestens 4 Läufe über Hürden, 9/12 Gewinner hatten mindestens 2 Siege über Hürden
Vorherige Chase (Jagdrennen) Form- 10/12-Gewinner hatten mindestens 7 Jagdrennen absolviert, 10/12-Gewinner hatten mindestens 4 Chase Rennen
Rating – 11/12 Gewinner wurden mit 161 oder höher bewertet
Gruppensiege – 11/12-Gewinner hatten mindestens 1 Sieg in einem Rennen der Klasse 1-3, 9/12-Gewinner hatten mindestens 1 Sieg in einem Rennen der Klasse 1
Saisonform – 8/12 Gewinner hatten mindestens 3 Läufe in dieser Saison, 9/12 Gewinner hatten mindestens 1 Sieg in dieser Saison

 

Aber was heißt das jetzt?

Alter: A Plus Tard wäre noch zu jung, der Rest würde eigentlich ins Raster passen. Dafür wäre er aber unter den ersten drei der Quoten und er hat zumindest auf Listed Ebene im Close Brothers Nov‘ Chase eine gute Leistung über 400m zeigen können. Mir wäre kürzere Distanz für ihn trotzdem lieber, außerdem hat er kaum Erfahrung in Cheltenham. Min hat jede Menge Erfahrung in Cheltenham, hat Siege über 4000m+, zuletzt im Gruppe 1 Punchestown Chase und letzte Saison im JLT Chase. Das tickt eine Menge der Boxen, im Gegensatz zu Chacun Pour Soi – Kein Start über 4000m+, keine Erfahrung in Cheltenham, daher auch nicht unter den Favoriten – ich wäre glücklicher ihn in einem anderen Rennen zu sehen. Politologue ist trotz seiner Siege im Melling Chase und dem Christy 1965 Chase 2018 eigentlich kein logischer Kandidat für über 4000m und hat in den letzten beiden Jahren auch eher über die 2m überzeugen können – seine Versuche über mehr als 4000m im JLT Chase oder dem King George 2018 waren ziemlich ernüchternd – auch lieber in einem anderen Rennen!

Frodon gewann zuletzt das Gruppe 2 Silviniaco Conti Chase gegen Keeper Hill udn Top Notch und bewies damit Form über 4124m, und hatte sich zuvor sogar über 5144m im Betfair Chase versucht, da aber keine Chance gegen Lostintranslation und Bristol De Mai gehabt – letztes Jahr gewann er das Ryanair Chase mit einer traumhaften Runde an Sprüngen über die Hindernisse hier, zudem liebt Frodon den Kurs in Cheltenham – in der Kombination auch 2020 einer, den man für den Sieg im Blick haben muss!

Ridersonthestorm ist diese Saison so richtig in Fahrt gekommen und hat nach der Sommerpause zunächst in Aintree das Virgin Bet Handicap Chase gewinnen können, bevor er einen lockeren Sieg gegen On The Blind Side im Betfair Exchange Graduation Chase in Ascot im Dezember folgen lies. Viel wichtiger ist aber sein Sieg im Februar im Gruppe 1 Betfair Ascot Chase, wo er auf Grund des Sturzes von Traffic Fluide mit Leichtigkeit gewann. Der Außenseiter saß ihm allerdings vor dem Sturz an der letzten Hürde dicht im Nacken, während der eigentliche Favorit Cyrname zu diesem Zeitpunkt bereits geschlagen war. Das Ascot Chase ist eines der Key Rennen für das Ryanair Chase, der Sieg war für Ridersonthestorm aber etwas glücklich und er hat ansonsten nur wenig Erfahrung auf dem Kurs hier in Cheltenham

Also – Min oder Frodon? Das sind jedenfalls die beiden, auf die ich mich konzentrieren werde.

 

Die einzelnen Starter:

Chacun Pour Soi: Der  Policy Maker Sohn von Trainer Willie Mullins hat noch nicht viele Rennen bestritten, aber schon einige Ausrufezeichen setzten können und sollte auch gegen den überragenden Altior nicht unterschätzt werden

Dabei begann seine Karriere im Jahr 2015 noch recht ruhig in Frankreich, wo so viele spätere Stars von Willie Mullins ihre Karriere begannen. Er startete zunächst bis in das Jahr 2016 auf dem Festland in Europa und nahm an einigen Black Type Rennen auf dem Flat teil, bevor er zu Willie Mullins wechselte – allerdings musste man sich bis zu seinem ersten Start lange gedulden, denn Mullins lies ihn erst vier Jahre später in Naas im März 2019 das erste Mal auflaufen!

Vier Jahre Training unter dem Champion Trainer hatten sich aber augenscheinlich ausgezahlt, denn Chacun Pour Soi ging nach dem ersten Sieg in seinem Beginners Chase (mit 31 Längen!!) weiter und gewann im Mai 2019 das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase gegen Defi Du Seuil! Das war ein ziemliches Ausrufezeichen, welches man auch einem Schützling von Willie Mullins nicht ohne weiteres bei seinem gerade einmal zweiten Start zugetraut hatte, aber das Warten hatte sich offensichtlich gelohnt und Chacun Pour Soi konnte noch in seiner ersten Saison seinen ersten Gruppe 1 Sieg über 3219m sichern, und das gegen absolute Top Konkurrenz!

Damit konnte er zufrieden in die Sommerpause gehen, die mit einem Start im Paddys Rewards Club Chase auf Gruppe 1 Ebene im Dezember 2019 beendet wurde. Das 3420m Rennen hätte eigentlich ein lockerer Einstieg für Chacun Pour Soi werden sollen, allerdings schien er die Auswirkungen der langen Pause noch zu fühlen, denn A Plus Tard, der das Feld über die Distanz geführt hatte, lies sich nicht so einfach abschütteln und unter einem harten Ritt von Rachel Blackmoore schaffte der Schützling von Henry De Bromhead es, sich auf der Zielgeraden noch mit fast vier Längen von Chacun Pour Soi abzusetzen, der zunehmend müde wurde.

Chacun Pour Soi machte allerdings beim nächsten Start im Februar im Gruppe  1 Dublin Chase alles wieder gut, als er seinen Stallgefährten Min um ebenfalls gut vier Längen schlagen konnte. Dieses Mal sah er während des Rennens absolut fit aus und lies Min keine Chance, sich vor der letzten Hürde noch an seine Hufe zu hängen. Stattdessen dominierte Chacun Pour Soi das 3420m Rennen auf gut bis weichem Rennen und dürfte hier von Altior einiges Lernen, der aber sich noch eine Nummer zu groß für ihn ist. Daher kann es auch sein, dass Chacun Pour Soi am Ende lieber im Ryanair Chase statt dem Champion Chase startet.

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat kürzlich eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Paddys Rewards Club Chase gegen Chacun Pour Soi hatte gewinnen können. A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Da Chacun Pour Soi im Gruppe 1  Dublin Chase danach Min klar hatte schlagen können, ist die Leistung von A Plus Tard in diesem Rennen mehr als interessant!
Min gewann sein Chase Debüt im November 2016 mit Leichtigkeit und rein subjektiv besser als vieles, was er über Hürden gezeigt hatte. Den guten Eindruck aus seinem Chase Debüt bestätigte er im Dezember. Dort stand dann im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase allerdings der erste richtige Test an, welchen Min mit einem beeindruckenden Lauf meisterte. Die Konkurrenz rund um Identity Thief und Road To Respect war nicht schlecht besetzt, auf dem weichen Boden hatte Min aber keinerlei Schwierigkeiten, sich vor der letzten Hürde an die Front zu setzen und über 9 Längen auf den Zweiten herauszuholen.

MinDer Walk In The Park Sohn ist ein weiterer Starter vom irischen Erfolgstrainer Willie Mullins, der in Frankreich geboren und trainiert wurde. Nach einigen erfolgreichen Starts über Hürden konnte Min sich im Jahr 2016 beim Festival mit einem zweiten Platz hinter Altior im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle platzieren. Nach der Sommerpause wechselte Min wie erwartet die Disziplin und startete nun in den Chase Rennen.

Erst 11 Monate später konnte Min wieder auf die Rennstrecke zurückkehren, wobei das erste Rennen in Gowran Park kein Maßstab war. Gerade einmal zwei Gegner liefen in dem Handicap auf, dementsprechend locker war der Sieg aber auch. Wieder war es der Dezember, in dem der erste richtige Test der Saison folgen sollte. Gegen Simply Ned gewann Min zwar mit einem Nacken im Paddy’s Rewards Club Chase, behinderte den Zweiten allerdings auf der Zielgeraden und wurde daher auf den zweiten Platz degradiert. Der schnelle Untergrund lag ihm offensichtlich nicht und er sehnte sich nach dem weichen Boden, der normalerweise im Winter in England vorherrscht und die er im Coral Dublin Chase im Februar auch bekommen sollte. Dabei trat er erneut gegen Simply Ned an, wurde aber im Vorfeld schon klar als Favorit gehandelt und wurde diesen Erwartungen mit einem 12 Längen über Simply Ned auch komplett gerecht. Min fühlt sich auf weichem Boden extrem wohl und hätte Altior im Queen Mother Chase einiges zu denken geben sollen. Der Favorit deklassierte das Feld aber nach belieben und auch wenn Min sich gut halten konnte und vor God’s Own und Politologue ins Ziel kam.

Im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase musste sich Min mit Un De Sceaux und Douvan messen, und hatte gegen die beiden führenden Chaser keine Chance. hatte aber in der Saison durchaus bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es um die großen Rennen geht.

Mit der guten Saison im Rücken konnte der Trainer zufrieden mit der Leistung seines Schützlings sei, Mullins tat aber das was er immer tat und konnte in der Sommerpause noch  einmal deutlich mehr aus Min herausholen. Das konnte man dann beim Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase bewundern, als Min gegen gleichwertige Konkurrenz wie Shattered Love und Balko Des Flos trotz schwierigen Rennverlaufs obsiegte.

Min war an der vorletzten Hürde von den Gegnern in die Zange genommen worden und musste ihre Linie wechseln um ihren Schlusssprint ansetzten zu können. Min fand eine Lücke an der Innenseite und konnte sich dort unter einem harten Ritt gegen Shattered Love durchsetzen, die nach dem Zusammenstoß ebenfalls ein wenig an Momentum verloren hatte, aber sich auf der Zielgeraden gut erholt hatte.

Danach ging es für Min als klare Favoritin in das mit nur vier Starterinnen besetzte Ladbrokes Dublin Chase, wo Min als klare Favoritin starten konnte. Ordinary World, Castlegrace Paddy und Saint Calvados waren alles keine Gegner für Min, die in der letzten Kurve auf die Führenden aufschloss und die Führung fast mühelos übernahm, bis sie sich locker vom Rest des Feldes absetzten konnte und mit 6 Längen Vorsprung gewann.

Diese Leistung war für das Festival eine starke Ansage, allerdings war Altior eine ganz andere Hausnummer und gewann das Champion Chase mit Leichtigkeit gegen Politologue, während Min keine Chance hatte mit den Siegern mithalten zu können.

Im Gruppe 1 JLT Chase deklassierte Min dann allerdings den zweiten des Champion Chase (Politologue) und gewann mit 20 Längen Vorsprung, die 700m mehr waren definitiv gut für Min und er konnte sich den dritten Gruppe  1 Sieg in der Saison 2019 sichern.

Noch im selben Monat reduzierte er die Distanz dann noch einmal auf die Champion Chase Distanz von knapp 3200m, musste sich dort im Irish Champion Chase aber erneut geschlagen geben – dieses Mal war es Un de Sceux der ihm den Tag verdarb, wenn auch nur mit 4 Längen Vorsprung- Min hielt einen klaren zweiten Platz, und es waren gut 38 Längen bis zum Dritten des Rennens.

Min ging danach in die Sommerpause, konnte aber auf eine erfolgreiche Saison mit drei Gruppe 1 Siegen zurückblicken und suchte sich gleich das nächste Gruppe 1 Rennen für sein Debüt in der neuen Saison aus – genau wie das letzte Mal im Jahr 2019 –  und wie ihm letzten Jahr gewann Min das Rennen, dieses Mal allerdings wieder recht knapp, denn Hardline lief ein herausragendes Rennen auf dem zweiten Platz  und vor der letzten Hürde war nicht sicher wer von beiden  am Ende den Sieg davontragen würde. Der letzte Sprung von Hardline war unter dem Druck seines Jockeys leider nicht ganz sauber und er gab Min damit das Rennen.

Im nachfolgenden Gruppe  1 Dublin Chase in Leopardstown musste Min zeigen, dass er gegen seinen Stallgefährten Chacun Pour Soi bestehen kann, der von seinem Trainer Willie Mullins eine Menge Vorschusslorbeeren bekommen hatte – und überraschend Min auch auf einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz verbannen konnte. Min versuchte verzweifelt vor der letzten Hürde den Rückstand auf den front laufenden Chacun Pour Soi aufzuholen, hatte aber keine Chance selbst mit einem sauberen Sprung an der letzten Hürde, denn der Konkurrenz war an dem Tag einfach in zu guter Form und konnte sich auf der Zielgeraden weiter absetzten. Min ist tortzdem nach wie vor ein ernst zu nehmender Konkurrent für das Festival, auch wenn er bisher beim großen Meeting immer wieder gegen Altior zurückstecken musste.

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn weder Altior noch Defi Du Suil oder Chacun Pour Soi lust haben das Tempo zu setzen.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das war das letzte Rennen in der alten Saison für Politologue, der nach der Sommerpause im November im Gruppe 2  Shloer Chase sein Saisondebüt feierte und dort mit Konkurrenten wie Defi Du Seuil und Saint Calvador durchaus harte Gegner vorfand. Politologue übernahm wie gewohnt die Führung des kleinen Feldes und hatte während dem Rennen immer wieder einen Vorsprung von fast 3 Längen vorzuweisen, konnte diesen aber zwischen den letzten beiden Hürden nicht verteidigen und musste Defi Du Seuil ziehen lassen, wenn auch nur wenige Längen.

Der selbe Konkurrent gewann auch das Gruppe 1 Tingle Creek Chase einen Monat später, dieses Mal allerdings mit deutlich größerem Abstand und Politologue musste sich am Ende mit einem klar abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben.

Frodon:. Der Nickname Sohn und Schützling von Paul Nicholls gewann 2016  das Rising Stars Chase als einziger Finisher und legte mit einem Sieg im Gruppe 3 Caspian Caviar Gold Cup nach, den er knapp vor Aso und Village Vic gewann. Danach startete er im Kauto Star Chase als Mitfavorit, stürzte aber während des Rennens, war allerdings zu diesem Zeitpunkt schon deutlich geschlagen worden und er musste einen Schritt zurück in ein normales Novice Chase Rennen machen, um wieder einen Sieg einfahren zu können, so konnte er ein kleines Feld in Musselburgh souverän hinter sich lassen, die Konkurrenz war allerdings auch kein wirklicher Test für ihn und alles andere als ein leichter Sieg hätte vermutlich alle Ambitionen für Cheltenham begraben. Paul Nicholls war ziemlich deutlich, was das Potential seines Starters anbelangt und im Pendil Novices‘ Chase folgte Ende Februar ein weiterer Sieg auf Gruppenniveau. Allerdings nicht ganz so deutlich wie erhofft und Frodon lies das Cheltenham Festival 2016 lieber komplett aus, was vielleicht auch besser war, wenn man seinen Start im Manifesto Chase Anfang April 2017 bedenkt. Das Gruppe 1 Rennen über 4005m auf gutem Boden war solide besetzt, allerdings konnte Frodon hier nie für Gefahr sorgen und spielte um den Sieg keine Rolle. Er versuchte das Tempo für die anderen zu setzen, konnte das selbst gewählte Tempo aber nicht halten und fiel dann immer weiter nach hinten ab. Nach diesem Flop ging es in die Sommerpause, aus der er aber mit einem Formtief wieder herauskam. Klare Niederlagen gegen Black Corton, Might Bite und Top Notch in den nachfolgenden Rennen gaben Grund zur Sorge und erst mit dem Start in Ascot Ende Dezember fand Frodon wieder etwas von seiner Form wieder. So startete er im Lavazza Silver Cup Handicap Chase und erreichte dort einen guten zweiten Platz auf Listed Niveau und konnte danach sogar einen Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Crest Nicholson Handicap Chase erringen. Dieser Sieg wurde mit einer sehr weiten Marge eingefahren aber im Ascot Chase im Februar von Waiting Patiently und Cue Card wieder etwas zurecht gerückt. In diesem Rennen wurde Frodon vom hCue Card deutlich hinter sich gelassen und wurde unter fast identischen Bedingungen beim Ryanair Chase beim Festival erneut niedergeritten.

Auch im Gruppe 2 Silver Trophy Chase im April unterlag Frodon deutlich und nun war es sehr klar, dass seine Siege in der Saison gegen moderate Konkurrenz nicht 1:1 auf die besser besetzten Rennen übertragen werden konnten.

Die Vorbereitung auf das Festival in diesem Jahr bestritt Frodon aber mit einer sehr interessanten Reihe von Rennen, die sich vor allem auf den Kurs in Cheltenham konzentrierte. So startete er im BetVictor Gold Cup im November und schaffte dort unter recht schnellen Bedingungen einen guten zweiten Platz, bevor er im Caspian Caviar Gold Cup Chase auf dem selbe Kurs sogar triumphieren konnte.  Er legte noch einen Sieg im Gruppe 2 BetBright Trial Cots‘ Chase im Januar nach wo er sich gegen Elegant Escape und Terrefort durchsetzen konnte und ging dann in das Gruppe 1 Ryanair Chase beim Cheltenham Festival – und sorgte dort für eine kleine Überraschung!

Während die anderen favoriten wie Un De Sceux, Road To Respect oder Monalee alle mit dem schnellen Boden an diesem Tag augenscheinlich nicht ideal zurecht kamen, sprang Frodon jedes einzelne Hindernis brillant unter Bryony Frost – wirklich jede einzelne Hürde wurde von Frodon letztes Jahr beim Cheltenham Festival mit Kraft und Augenmaß genommen, was ihm ermöglichte die Attacken von Footpad, Un De Sceux und Aso abzuweheren – dabei erwies sich überraschender Weise gerade Aso als am hartnäckigsten.
Mit dem Sieg besserte Fordon seine Bilanz in Cheltenham auf drei Siege aus den letzten vier Besuchen auf, generell scheint Frodon diesen Kurs zu lieben, daher verwundert es ein wenig, dass er nach der Sommerpause Cheltenham schon fast auffällig mied:

Frodon gewann zuletzt das Gruppe 2 Silviniaco Conti Chase gegen Keeper Hill udn Top Notch und bewies damit Form über 4124m, und hatte sich zuvor sogar über 5144m im Betfair Chase versucht, da aber keine Chance gegen Lostintranslation und Bristol De Mai gehabt. Zurück in Cheltenham über passende Distanz mit erneut eher durchwachsenem Feld an Konkurrenten kann man ihm das Doppel nach 2019 aber durchaus zutrauen – wenn er genauso springt wie letztes Jahr, kann er sicher auch Min schlagen!

 

 


10.03.2020 – Cheltenham Festival – Mares Hurdle – Pick: Benie Des Dieux

Pferderennen in England

16:30 Mares Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde | | Distanz: 4.005 m | Preisgeld: 120.000 GBP | Hürdenrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Apple’s Jade: Die Saddler Maker Tochter aus dem Stammbaum von Nikos hat sich für Gordon Elliot als treue und sehr erfolgreiche Galopperin erwiesen und konnte sich in der Saison 2017 und 2018 in der Form ihres Lebens zeigen. Danach durchschritt sie ein kleines Formtief, aber sie ist noch weit davon entfernt zum alten Eisen zu gehören und hat gerade rechtzeitig im Dezember ihre Form wieder gefunden und konnte sich gegen Unowhattimeanharry mit Leichtigkeit durchsetzen, was ihre Aussichten für die Saison 2020 ziemlich gut aussehen lässt

Die Karriere von Apple’s Jade begann dabei im Jahr 2015 in Vichy in Frangreich, wo sie in einem Altersgewichtsrennen gleich mit fünf Längen Vorsprung hatte gewinnen können – was ihr sofort den Trainerwechsel von Emanuel Clayeux zu Willie Mullins einbracht, der sie noch im selben Jahr einmal über Hürden im Gruppe 2 Knight Frank Juvenile Hurdle starten lies, welches sie knapp gegen Jer’s Gild und ziemlich deutlich gegen Footpad gewinnen konnte – das hat schon gezeigt wo die Reise hingeht und wie talentiert die Stute war. Gegen einige der besten Konkurrenten zu dieser Zeit als Außenseiterin auf der Innenbahn derart vorbei zu ziehen war schon extrem beeindruckend und Apple’s Jase machte sich im Jahr 2016 dann gleich auf zum JCB Triumph Hurdle – ganz ohne weiteren Vorbereitungsrennen und  mit wieder mal auf dem Papier nur moderaten Chancen – ganz im Gegensatz dazu konnte Apple’s Jade sich ziemlich nah am Tempo halten und dann zwei Hürden vor dem Schluss zum Angriff ansetzen – sie konnte die Führung übernehmen und hatte die Hufe am Sieg – musste dann aber auf dem Zieleinlauf Ivanovich Gobratov ziehen lassen und sich mit einem zweiten Platz begnügen – konnte aber wieder einmal Footpad klar schlagen, was eine herausragende Leistung war.

Mit zunehmender Erfahrung – das war ja erst ihr drittes Rennen über Hürden insgesamt gewesen – konnte sich Apple’s Jade noch weiter steigern und sich dann einen Monat später im Gruppe 1 4YO Juvenile Hurdle in Aintree gegen ihren vorherigen Bezwinger Ivanovich Gorbatov locker durchsetzen – mit dieses Mal 41 Längen Vorsprung!! Das war der zwete Gruppe 2 Sieg in der aktuellen Saison für Apple’s Jade, aber sie war noch lange nicht fertig und legte gleich im selben Monat im Champion 4YO Hurdle in Punchestown noch einmal nach, mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene über Let’s Dance und Ivanovich Gorbatov.

Die erste Saiosn hätte wohl kaum noch besser für Apple’s Jade und ihren Trainer Willie Mullins verlaufen können und die Augen richteten sich zu Recht voller Hoffnung auf die zweite Saison für die sie aber von Mullins zu Gorden Elliot wechselte. Der start in die Saison 2016 / 2017 verlief aber noch etwas holprig- Zunächst unterlag sie als Favoritin im WKD Hurdle  und dem Fighting Fith Hurdle, bevor sie im Dezember dann das Gruppe 1 Hatton’s Grace Hurdle sehr knapp gegen Vroum Vroum Mag gewinnen konnte- Das Rennen forderte alles von Apple’s Jade, aber ein Sieg ist ein Sieg und dass die ihre ehemalige Stallgefährtin und ihren Ex Jockey Ruby Walsh damit auf den Platz hinter ihr verbannte, freute ihre Fans sicher riesig. Dass sie dafür die Distanz um 4f auf 2m4f erweitern musste, war allerdings ein Fingerzeig für den Rest der Saison und über die selbe Distanz maß sich Apple’s Jade dann im Februar im Quevega Mares Hurdle erneut mit einer ehemaligen Stallgefährtin, dieses Mal war es Limini gegen die sie antreten musste. Wieder lieferten sich die beiden ein spannendes Duelle, allerdings hatte dieses Mal auf dem schweren Untergrund Limini am Ende klar die Oberhand behalten können, während Apple’s Jade mit dem sehr langsamen Boden nicht ganz glücklich zu sein schien.

Alle Drei, also Vroum Croum Mag, Limini und Apple’s Jade trafen dann beim Cheltenham Festival im OLBG Mares‘ Hurdle wieder aufeinander, wobei alle drei als Favoriten für das Rennen gehandelt wurden – was nicht ganz verkehrt war, schließlich belegten sie am Ende auch Platz 1,2 und 3, wobei sich Mullins mit seinen Stuten mit den Plätzen 2 und 3 zufrieden geben musste. Apple’s Jade hatte an der fünften Hürde die Führung übernommen und sie bis zum Ziel nicht mehr abgeben, obwohl sie zwischenzeitlich von den Mullins Stuten stark unter Druck gesetzt wurde. Apple’s Jade sprintete aber den Hügel zum Ziel hinauf und hatte es mit dem schnelleren Boden offenischtlich besser getroffen als zuvor mit dem schweren Boden, und das gute Wetter sollte ihr auch noch bis in den April treu bleiben, wo sie im Irish Stallion Farms European Breeders Fund Mares Champion Hurdle startete – und gegen die leichtere Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte und sich mit zwei Gruppe 1 Siegen in folge in die Sommerpause verabschieden konnte.

Ihre Siegesserie konnte sie allerdings auch über die Sommerpause in die Saison 2017/2018 retten, welche sie mit einem Sieg im Gruppe 2 Lismullen Hurdle über schweren Untergrund und 4023m Distanz begann. Dieses Mal schien Apple’s Jade auch mit dem Schlamm gut zurecht zu kommen, steigerte ihre Form auf schnellerem Boden einen Monat später mit einem neun Längen sieg über Nichols Canyon im Hatton’s Grace Hurdle noch einmal deutlich. Supasundae hatte in ijenem Rennen keine Chance an der Stute dran zu bleiben, machte aber das Gruppe 1 Christmas Hurdle in Punchestown wesentlich spannender, als sich die beiden über 4828m drei Wochen später wieder trafen. Die längeren Distanzen liegen Supasundae und es ist Apple’s Jade hoch anzurechnen, dass sie den Ausdauerspezialst in diesem Rennen hatte schlagen können.

Allerdings lief es beim eigentlich Saisonziel, der Titelverteidigung im Mares‘ Hurdle beim Cheltenham Festival alles andere als nach Plan, denn dieses Mal musste sie mit schwerem Untergrund zurecht kommen und ihr Lauf den Hügel zum Ziel hoch sah im Jahr 2018 in keiner Weise so stark aus wie noch im letzten Jahr, was nach der letzten Hürde das Rennen für Benie Des Dieux öffnete, die sich knapp gegen die Außenseiterin Midnight Tour durchsetzen konnte, mit Apple’s Jade eine halbe Länge dahinter.

Als habe das Rennen die Kraft aus Apple’s Jade gesaugt, sah auch ihr Lauf einen Monat später gegen die selbe Konkurrentin im Irish Stallion Farms EBF Annie Power Mares Champion Hurdle alles andere als sauber aus, und Apple’s Jade musste sich über einige der Hindernisse sichtlich mühen und hatte nach der letzten Hürde einfach nicht mehr die Kraft, um es mit Benie Des Dieux noch aufzunehmen und musste die Konkurrentin ein weiteres Mal ziehen lassen.

Die Saison hatte gut begonnen, im Frühjahr allerdings hatte die Form von Apple’s Jade einen kleinen Knick bekommen, und die Saison 2018 / 2019 sollte den selben Weg einschlagen. Apple’s Jade machte ihr Saisondebüt wieder im Lismullen Hurdle und gewann das Rennen unangefochten mit 11 Längen, bevor sie das Hatton’s Grace Hurdle wieder gegen Supasundae und Limini gewann, dieses Mal allerdings mit einer dominanten Vorstellungen und 20 Längen Vorsprung!!

Supasundae suchte sich dann lieber andere Rennen und Apple’s Jade konnte sich der klaren Favoritenrolle im Squared Financial Christmas Hurdle sicher sein – und nachdem Faugheen stürzte, konnte Apple’s Jade das Rennen nach belieben dominieren und dieses Mal 26 Längen Vorsprung herausholen! Dies schien die mit Abstand beste Saison der Stute zu werden, mit drei unangefochtenen Siegen in Folge zu Saisonbeginn und sie letzte dann über ungewöhnlich kurze 3219m im BHP Irish Champion Hurdle im Januar noch einmal nach und deklassierte ein weiteres Mal Supasundae und Petit Mouchoir.

So viele Siege in Folge machten Hoffnungen auf Rennen abseits des Mares Hurdle beim Cheltenham Festival und tatsächlich startete sie im Champion Hurdle, und das auch noch als klare Favoritin, musste sich aber am Ende klar unterordnen und lief nie wirklich um den Sieg mit, den sich Espior D’allen sicherte – mit 15 Längen Vorsprung. Selten hatte es einen so dominanten Sieg im Champion Hurdle gegeben und die Niederlage von Apple’s Jade war für viele unerklärlich – inklusive ihrem Trainer, der keine Antwort auf die Frage hatte, was an jenem Tag mit Apple’s Jade los war.

Sie besserte ihre Form im nächsten Rennen auch noch auf einen dritten Platz im Ryanair Stayers Hurdle im April, auch wenn ihr wieder gegen Ende die Kraft fehlte um noch ihrem Fang als Favoritin gerecht zu werden. So ganz wollte Gordon Elliot seine Stute mit diesen beiden Leistungen noch nicht vom Haken lassen und lies sie noch einmal im Mai im Punchestown Champion Hurdle auflaufen, wo Apple’s Jade aber nur mit einem enttäuschenden fünften Platz abschloss.

Ab ging es in die Sommerpause, die wie die letzten Jahre mit einem Start im Lismullen Hurdle beendet wurde – allerdings war das 2019 nicht die selbe Stute wie die letzten Jahre, Apple’s Jade sprang mehrfach nach rechts in die Mitte der Bahn, musste früh von Robbie Power angetrieben werden und war am Ende von Barcardys klar geschlagen. Das selbe Bild bot sich dann beim nächsten Standard Rennen für Apple’s Jade, dem Hatton’s Grace Hurdle, welches sie nur auf einem dritten Platz klar hinter der Siegerin Honeysuckle abschließen musste.

Dass sie auch anders kann zeigte sie dann über 3m im Frank Ward Memorial Hurdle  Ende Dezember, wo Apple’s Jade die Führung übernahm und bis zum Ziel nicht mehr abgab. An der viert letzten Hürde hatte sie bereits vier Längen Vorsprung und vergrößerte diesen Vorsprung auch noch immer weiter, ohne dabei offensichtlich an das Ende ihrer Kraftreserven zu kommen, denn zwischen den letzten beiden Hürden erweiterte sie ihren Vorsprung auf 17 Längen und zeigte sich in einer Form, die man von ihr fast ein Jahr lang nicht gesehen hatte – Beeindruckend!

Dann ging es in das Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle gegen Benie Des Dieux in einem vorgezogenen Duell um die Vorherrschaft beim Cheltenham Festival und leider war von der vorangegangenen Dominanz absolut nichts mehr zu sehen, obwohl Untergrund und Distanz absolut gleich waren. Ihr Jockey Davy Russel sagte nach dem Rennen, dass die Stute niemals richtig lief und an dem Tag augenscheinlich einfach nicht happy war, was aber natürlich die Hoffnung auf einen starken Lauf beim Festival eindämmt. Ihr Lauf im Frank Ward Memorial Hurdle war immens beeindruckend gewesen, aber davor und danach lief sie ziemlich lustlos. Schwer zu sagen welche Apple’s Jade wir heute zu sehen bekommen werden.

Benie Des Dieux: Die Great Pretender Tochter war die unglückliche Verteidigerin des Titels im Mares Hurdle im Jahr 2018 und stürzte bei der sicher geglaubten Verteidigung des Titels 2019, machte danach aber weiter wo sie aufgehört hat – und kräftig von sich Reden in der Saison 2019. Sie gewann das irische Mares Champion Hurdle und den Prix Grande Course d’Auteuil nach dem Sturz beim Festival und ihr Saisondebüt 2020 wurde mit Spannung erwartet – und sie hat nicht enttäuscht, wie generell kaum in ihrer schon ziemlich illustren Karriere

In Frankreich gezüchtet und aufgewachsen wechselte sie nach moderatem Erfolg nach Irland und bestritt im Jahr 2016 genau ein Rennen, welches sie mit Leichtigkeit gewann. Paul Townend sah vermutlich beim zurückschauen im Sattel kein anderes Pferd mehr hinter sich, so weit war der Vorsprung in dem  Beginners Chase, aber trotzdem ging es danach erst mal zurück ins Training und kein anderes Rennen wurde angestrebt.

Fast ein Jahr später kam sie wieder auf die Rennstrecke zurück und gewann das Houghton Mares‘ Chase auf Listed Niveau. Das Pferderennen war nicht wirklich stark besetzt gewesen, sie lies danach aber noch einen Sieg gegen ihre potentiell hochklassige Stallgefährtin Ashturia im Opera Hat Mares Chase folgen und war mit dieser Leistung klar die beste Chance von Mullins auf einen weiteren Sieg in Mares Hurdle gewesen, welches aber von Apple’s Jade dominiert wurde und im Prinzip eine extrem schwere Angelegenheit war – und Bennie Des Dieux hatte ihr letztes Rennen immerhin in einem Chase Rennen bestritten!

Bennie Des Dieux schaffte aber das kleine Wunder und gewann das Rennen vor Midnight Tour, mit Apple’s Jade auf einem enttäuschenden dritten Platz. Der Regen hatte allerdings vor dem Rennen eingesetzt und den Boden am ersten Tag des Festivals extrem aufweichen lassen, was natürlich nicht jedem der Teilnehmer lag. So ermüdetet Apple’s Jade auf dem schweren Boden zunehmend und musste nach der letzten Hürde sowohl Midnight Tour als auch Benie Des Dieux ziehen lassen, und auch der Front Runner La Bague Au Roi hätte vielleicht noch weiter vorne sein können, wenn er nicht an der letzten Hürde einen schlimmen Fehler gemacht hätte und  dadurch alle Chancen auf eine Platzierung verspielt hätte.

Benie Des Dieux legte danach noch mit einem Sieg gegen Augusta Kate und erneut Apple’s Jade im Mares Champion Hurdle in Punchestown nach, wo sie dieses Mal auf deutlich schnellerem Boden noch beeindruckender gewann als noch beim Festival. Paul Townend machte an der letzten Hürde alles klar und gewann am Ende das Rennen mit 3 Längen Vorsprung. Seitdem pausierte die Titelverteidigerin des Mares Hurdle und bereitete sich offensichtlich auf die Teilnahme am Mares Hurdle 2019 beim Cheltenham Festival vor. Die Favoritin hatte das Rennen in der Hand und sicherte sich auf der Zielgerade sicher die Führung gesichert und hatte sich an der letzten Hürde einen bequemen Vorsprung gesichert, ging dann aber an der letzten Hürde nieder und öffnete das Rennen für die Außenseiterinnen. Bennie Des Dieux hätte das Rennen mit Sicherheit gewonnen und rächte sich danach im Mares Champion Hurdle in Irland mit einem 9 Längen Sieg und sollte das Rennen hier auch mit Leichtigkeit gewinnen.

Der Schritt auf die 5100m in Frankreich auf weichem Boden galt als mutig, als Bennie Des Dieux im Grande Course d’Auteuil im Mai noch einmal auflief, aber die Enstcheidung von Mullins sie in diesem Rennen auflaufen zu lassen erwies sich als goldrichtig. Bennie Des Dieux machte keine Wissenschaft aus dem Rennen und hielt sich einfach nah den Führenden im Mittelfeld, um dann nach der drittletzten Hürde aufzuschließen und nach dem letzten Sprung dem Feld mit Leichtigkeit davon zu ziehen, und damit der klaren Favoritin De Bon Coeur den Tag zu verderben.

Im Gruppe 2 John Mulhern Galmoy Hurdle machte Benie Des Dieux dann ihr Saisondebüt nach langer Pause, und Willie Mullins hatte seine Stute in Topform! Sie wäre vermutlich auch als haushohe Favoritin gestartet, wenn Apple’s Jade nicht gerade im letzten Rennen eine unbestechliche Form gezeigt hätte und Konkurrenten wie Unowhatimeanharry mit locker 17 Längen auf die Bretter geschickt hätte. Leider war die Konkurrentin dann im John Mulhern Galmoy Hurdle nicht in der selben Verfassung und Benie Des Dieux konnte einen weiteren ungefährdeten Sieg feiern. Im Nebel lief Benie Des Dieux zum Spaziergang auf und gewann ohne jemals ins Schwitzen zu kommen, was sehr vielversprechend für das Duell mit Honeysuckle heute ist.

Honeysuckle: Die Sulami Tochter von Trainer Henry De Bromhead hat sich in ihrer noch recht kurzen Karrier ebisher keinen Aussetzer geleistet und gewann jedes Ihrer Rennen dominant.

Begonnen hat die Siegesserie im November 2018 begonnen, wo sie in Fairyhouse ein Maidenrennen mit 12 Längen gewann und der Konkurrenz über die 4023m auf gutem Boden keine Chance lies.  Der Sieg war derart beeindruckend gewesen, dass sie auch im Belle Mares Novice Hurdle auf Listed Ebene einen Monat später als Favoritin startete, auch wenn die Distanz deutlich kürzer war. Die Konkurrenz war natürlich etwas stärker und sie musste auch gegen eine Siebenjährige antreten, die aber keine Chance hatte an die Siegerin heran zu kommen. Vor der eigentlich geplanten Teilnahme am Festival lief sie dann noch im Gruppe 3 Solernia Mares Hurdle auf, wo sie gegen Tintangle und Awayinthewest heran musste. Das war ihr erster wirklicher Test gegen einige vielversprechende Konkurentinnen, denen Honeysuckle aber keine Chance lies. Honeysuckel hielt sich an der Front des Feldes über die meiste der Distanz, beschleunigte dann aber drei Hürden vor dem Ziel und übernahm die Führung beim Sprung über die drittletzte Hürde, welcher beim Einbiegen in die letzte Kurve noch ein wenig länger wurde. Beim Anstieg vor der letzten Hürde setzte sich Honeysuckle noch ein wenig weiter ab, hatte sich aber wohl dort etwas verausgabt und der letzte Sprung über die Hürde war ziemlich unbeholfen, was aber nichts am dominanten Sieg änderte.

Das Festival verpasste sie leider 2019, aber sie machte sich noch auf zum finalen Abschluss der Saison in Irland auf dem Kurs in Fairyhouse, wo sie im EBF Mares Hurdle startete. Auch die Siegerin des Mares Novices‘ Hurdle beim Festival lief in Irland mit auf, aber Eglantine Du Seuil hatte ebenfalls keine Chancen. Auch hier hielt sie sich an der Front, auch wenn sie die Führung selbst anderen überließ. Caravation und Moskovite versuchten das Tempo zu setzen, wobei Moskovite das Rennen am Ende nicht einmal beenden konnte. Honeysuckle hingegen hatte kein Problem die Führung auch bis zum Ziel zu behaupten, nachdem sie zwischen der zweiten und dritten Hürde die Führung übernommen hatte. Nach der vorletzten Hürde kämpfte sich Tintangle an sie heran, aber Honeysuckle unter Rachel Blackmoore setzte sich mit einem nur moderat hartem Ritt ab und konnte sich am Ende über einen ungefährdeten 5,5 Längen Sieg freuen.

Nach der Sommerpause ging es dann in in Fairyhouse los gegen relativ unspannende Konkurrenz, dafür war aber das Hatton’s Grace Hurdle auf Gruppe 1 Ebene drei Wochen später in Fairyhouse wesentlich spannender, schließlich liefen auch Konkurrenten wie Barcardys und Apple’s Jade dort auf. Allerdings zeigte Apple’s Jade erst ein Rennen später was sie wirklich kann, dafür war Barcardys zuvor in absoluter Bestform aufgelaufen und hatte sich im Gruppe  2 Lismullen Hurdle  zuvor schon gegen Apple’s Jade mit über 9 Längen durchsetzen können. Damit war die Zusammenstellung für das Rennen hochinteressant.

Das Rennen nahm an der drittletzten Hürde so richtig an Fahrt auf, als Barcardys an die Front des Rennens ging und die beiden Stuten Apple’s Jade und Honeysuckle zum Angriff ansetzten. Apple’s Jade sah zu diesem Zeitpunkt richtig stark aus und es sah alles nach einem epischen Duell zwischen den beiden aus, allerdings brach dann Apple’s Jade in sich zusammen und fiel schnell wieder hinter Barcardys zurück, der sich zwischen den letzten beiden Hürden als hartnäckiger Gegner erwies, dann aber Honeysuckle ziehen lassen musste, die sich beim Run In noch um neun Längen absetzten konnte, und Kommentator Jerry Hannon rief zurecht aus: „This is a special Mare!“

Und Honeysuckle war noch nicht fertig, sondern setzte ihre ungeschlagene Siegesserie weiter fort, als sie im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle startete. Hauptgegner war eigentlich Sharjah, die aber Honeysuckle nichts entgegen zu setzen hatte, ganz im Gegensatz zum Außenseiter Darver Star und Petit Mouchoir, die nur sehr wiederwillig der Favoritin platz machten. Petit Mouchoir führte das Feld über die 3219m an und beim Einbiegen in die Zielgerade versuchte Honeysuckle kurzen Prozess mit dem Front Runner zu machen, allerdings sprang sie an der letzten Hürde so schlecht, dass Petit Mouchoir direkt wieder neben ihr auftauchte und auch Darver Star holte auf der Zielgeraden noch gehörig auf und wurde Honeysuckle noch gefährlich. So ein Patzer gegen Benie Des Dieux und das Rennen ist gelaufen!

Stormy Ireland: Die Motivator Tochter ist eine weitere Starterin von Mullins, die ihre Karriere in Frankreich begonnen hatte und dann zum Erfolgstrainer nach Irland gewechselt hat. Sie kehrt in diesem Rennen hier also praktisch zu ihren Wurzeln zurück.

Ihre ersten Einsätze in Irland waren vielversprechend mit einem 58 Längen Sieg bei ihrem Maidenrennen, bevor sie beim Gruppe 1 JCB Triumph Hurdle beim Cheltenham Festival startete, dort aber wohl nicht über einen dritten Platz hinaus gekommen wäre, wenn sie nicht ohnehin an der letzten Hürde gescheiterte wäre. Trotzdem, für so eine kurze Karriere wäre der dritte Platz im Gruppe 1 JCB Triumph Hurdle eine hervorragende Leistung gewesen.

Stormy Irleland behielt aber ihre Probleme beim Springen bei und warf ihren Jockey David Mullins wieder an der letzten Hürde ab, als sie einen Monat später im Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle startete. Dort wäre sie ohne den Aussetzer wohl Zweite geworden, ihre Stallgefährtin Saldier hatte sie aber bereits im Griff und der erste Start als Favoritin in einem Gruppe 1 Rennen wäre ihre wohl nicht geglückt.

Mullins lies sie über den Sommer noch einige weitere Male starten um ihr etwas Übung zu geben, was sich mit einem Sieg im Killarney Oils Mares Hurdle auf Listed Ebene bezahlt machte. Sie schaffte im Juni dann einen dritten Platz hinter Master Dino im Gruppe 3 Prix Questarabad bei einem Ausflug nach Frankreich, bevor sie wieder in Irland im Frontline Security Grabel Mares Hurdle auflief – dort traf sie auf verschiedene Konkurrenten die sie bereits im Killarney Oils Mares Hurdle getroffen hatte.

Mit dem höheren Niveau danach im Gruppe 3 Irish Independent Hurdle hatte Stormy Ireland dann allerdings wieder seine Probleme, denn Espior D’Allen schaffte es, die Front Runnerin, die teilweise bis zu 8 Längen vor dem Feld herlief, vor der letzten Hürde wieder einzusammeln und den Vorsprung ebenfalls um 8 Längen und mehr auszubauen. Stormy Ireland schien ihren Tritt gefunden zu haben, aber noch nicht in der Form zu sein um es mit den besten in England oder Irland aufnehmen zu können.

So deklassierte Laurina sie im Smart Money’s On Coral Quevega Mares Hurdle im Februar, Stormy Ireland schaffte es aber den Rest des Feldes hinter sich zu lassen und konnte Slowmotion und Alletrix souverän auf Abstand halten, beide sind aber auch als klare Außenseiter ins Rennen gegangen und bis auf Laurina gab es wohl auch keine Konkurrentin in dem Rennen, welche den Namen wirklich verdient hatten.

Mit der Vorbereitung ging es für Stormy Ireland dann in das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival, wo sie zeigen konnte wie gut sie ist. Zwar nahm sich die Favoritin Bennie Des Dieux selber aus dem Rennen und öffnete so das Rennen für den Rest der Konkurrenten, aber Stormy Irleand lief nichtsdestotrotz hervorragend auf und konnte sich am Ende auf dem zweiten Platz hinter der ebenfalls stark auflaufenden Roksana halten, ein gutes Stück vor der Außenseiterin Good Thyne Tara, die auch im nächsten Rennen, dem Mares Champion Hurdle in Punchestown wieder mit von der Partie war.

Das Rennen fand im Mai auf Gruppe 1 Ebene statt, wobei die Quoten im Vorfeld von Benie Des Dieux dominiert wurden, und nur Stormy Irleand wurden Chancen ausgerecht, an dem Favoriten noch dran zu bleiben.

Tatsächlich konnte Stormy Ireland den Anschluss halten, Benie Des Dieux übernahm allerdings die Führung vor der letzten Hürde und konnte sich dann zunehmend absetzten, aber auch Stormy Ireland, die bis zur letzten Hürde geführt hatte, konnte sich ihrerseits deutlich gegen die wieder einmal Drittplatzierte Good Thyne Tara durchsetzen. Sie wechselte danach nach Frankreich um im Prix la Barka zu starten, enttäuschte aber auf dem europäischen Festland mit einem sechsten Platz über die 3900m und verabschiedete sich mit einem eher moderaten Lauf in die Sommerpause – kam aber im November in Bestform zurück und gewann zunächst das 3621m Grabel Mares Hurdle auf Listed Ebene und legte danach im Dezember in Leopardstown mit einem Sieg im Gruppe  3 Advent Irish EBF Mares Hurdle gegen Elfile nach.

Danach ging es in das Gruppe 3 3182m Limestone Lad Hurdle, in dem Franco De Port und Mengli Khan antraten, aber wenig Chancen gegen Stormy Ireland hatten. Wenn sie hier nicht gegen Ausnahmepferde wie Benie Des Dieux oder Honeysuckle ran müsste, wäre sie sich eine gute Kandidatin für den Sieg, so bleibt die Sorge trotz drei überzeugender Siege in Folge, dass sie gegen ihre Stallgefährtin nicht bestehen kann – aber Überraschungen passieren beim Cheltenham Festival ja regelmäßig!

 

 


10.03.2020 – Cheltenham Festival – Champion Hurdle

Pferderennen in England

16:30 Champion Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.218 m  |  Preisgeld: 445.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Epatante: Die No Risk At All Tochter von Nicky Henderson begann ihre Karriere in Frankreich für Trainer A Lefeuvre  und absolvierte 2017 drei Rennen für ihren französischen Trainer, wovon sie zwei locker gewann und nur ihr erstes Rennen überhaupt mit einem zweiten Platz belegte und nicht als Siegerin abschließen konnte.

Dabei gewann sie unter anderem das Gruppe 1 Prix Jacques de Vienne und machte damit in Europa und gerade in England schnell auf sich aufmerksam. Dann wechselte sie zu Nicky Henderson und startete im November 2018 das erste Mal über Hürden im Kempton, und konnte auch dort ihre Erfolgsserie fortsetzen und ihr erstes Rennen über Hindernisse gewinnen, wie auch ihr zweites Rennen in Exeter über 2m1f. Der Einstand in England war damit geglückt und dem Versuch in Cheltenham stand nichts mehr im Weg

Mit den zwei Siegen im Rücken versuchte sie sich dann also im Gruppe Mares Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene, hatte aber hier noch keine Chance um den Sieg mit zu laufen, obwohl sie optisch gut aussah vor dem Rennen im Paradering – auf der Zielgeraden fehlte ihr aber die Kraft um mit dem vorderen Teil des Feldes noch mitzugehen und sie musste sich mit einem neunten Platz zufrieden geben.

Nach dem Rennen in März ging sie in die Sommerpause, die sie mit ihrem Start im Ladbrokes „Where The Nation Plays“ Intermediate Hurdle im November beendete. Das 3282m auf gut bis weichem Untergrund war ein Listed Rennen und limitiertes Handicap, bei dem Epatante mit 11-6 durchaus ein hohes Gewicht in das Rennen tragen musste – sich davon aber nicht beeindrucken lies und locker der Konkurrenz davongaloppierte. Epatante hielt sich zunächst an den Führenden, und das Tempo selber setzten zu müssen, lies sich aber auch nicht abschütteln und war zwei Hürden vor dem Ziel genau da, wo sie sein musste – legte aber an der vorletzten Hürde ausgerechnet einen etwas unsauberen Sprung hin und musste sich danach erst noch einmal sammeln, um erneut zum Angriff ansetzten zu können und die Konkurrenz am Ende mit sechs Längen abzuschütteln. Das war schon ziemlich beeindruckend, aber Epatante legte im Gruppe 1 Christmas Hurdle noch einmal einen drauf und deklassierte die Konkurrenz auch auf Gruppe 1 Ebene noch einmal nach Belieben. Nachdem sie die letzte Hürde noch in Begleitung von Konkurrenten wie Ballyandy und Silver Streak nahm, zog sie danach unter mildem Druck von Barry Geragthy um sechs Längen davon und hätte sicher auch noch mehr Vorsprung herausholen zu können. Sie scheint neue Höhen zu erreichen und sollte tatsächlich gute Chancen haben um sich in ihrer zweiten Saison tatsächlich schon das Champion Hurdle zu sichern. In ihren letzten beiden Rennen hatte sie jedenfalls keine Probleme mit den Männern.

Pentland Hills: Der Motivator Sohn von Nicky Henderson begann seine Karriere im Jahr 2017, wobei Pentland Hills zunächst lange in Flat Rennen startete. Die gesamte Saison 2018 bestritt er so, mit durchaus sehenswerten Ergebnissen. Pentland Hills konnte mehrere Siege und noch mehr Platzierungen in den Galopprennen des Jahres erringen, wenn auch nicht auf höchstem Niveau – trotzdem, seinem damaligen Sieger Chris Wall hat er sicherlich viel Freude bereitet, aber mit seiner Entwicklung schien er auch durchaus eine Zukunft über Hürden zu haben und so wechselte er im November 2018 zu Nicky Henderson, der ihn im Februar das erste Mal über Hindernisse starten lies.

Sein erstes Rennen in Plumpton im Februar 2019 gewann Pentland Hills dann auch gleich mit Leichtigkeit und ging weiter zum JCB Triumph Hurdle beim Cheltenham Festival. Nach nur einem Hürdenrennen war Pentland Hills natürlich kein Favorit für das große Rennenbeim Festival, sondern ein 20/1 Außenseiter, der weit nicht so viel Aufmerksamkeit wie etwa der Favorit Sir Erec genoß.

Am Ende aber staunten die Fans und Experten nicht schlecht, denn Pentland Hills ging am Ende aus dem Gruppe 1 Rennen als Sieger hervor, und das obwohl er bereits die erste Hürde nicht sauber sprang und an der vierten Hürde mit einem anderen Starter zusammenstieß. Pentland Hills fand aber immer mehr ins Rennen und lief gegen Ende des Rennens schnell und effektiv über die Hürden, während der einzige wirkliche Gegner in der Endphase des Rennens Couer Sublime, ein wahres Arbeitsrennen lief und von Davy Russel bravourös zusammen gehalten wurde. Pentland Hill gewann das Gruppe 1 Rennen am Ende mit 3 Längen und legte im April noch einmal nach, als er im Gruppe 1 Doom Bar Juvenile Hurdle gegen Fakir D’oudairies antreten musste. Die beiden lieferten sich nach dem Sprung über die letzte Hürde und über die gesamte Zielgerade ein spannendes Duell im Regen, und keiner von beiden wollte nachgeben Vielleicht hatte es Fakir D’oudairies ein wenig zu sehr angetrengt das Feld über die Strecke zu führen und als Pentland Hill gleich aufzog, fehlte ihm über die letzten der 3410m die Kraft noch einmal mehr aus sich herauszuholen, spannend war das Ganze trotzdem und Pentland Hill gewann am Ende nur mit einem Nacken gegen seinen Verfolger.

An zwei Gruppe 1 Siegen hintereinander gegen starke Konkurrenz gab es aber nichts auszusetzen und Pentland Hills hatte sich in der Saison 2019 hervorragend in Szene setzten können.

Diese Form hatte Pentland Hills über die Sommerpause in das International Hurdle auf Gruppe 2 Ebene leider nicht retten können und musste sich bei seinem Saisondebüt mit einem fünften Platz zufrieden geben. Er steigerte seine Form im Gruppe 2 The New One Hurdle im Januar mit einem sehr knappen zweiten Platz gegen Ballyandy, und den Sieg hätte er eigentlich in der Tasche haben sollen. Pentland Hills hatte im letzten Furlong Cornerstone Lad neben sich in der Tasche und Ballyandy lag locker drei Längen zurück, so dass Nico D‘ Boinville etwas nachsichtig auf Pentland Hills wurde – und übersah, dass Ballyandy plötzlich Momentum aufbaute und auf den Führenden schnell aufschloss – und mit einer Nase gewann! Das hätte Pentland Hills eigentlich gewinnen müssen und im Januar war er noch ziemlich weit von seiner Bestform entfernt, aber mit den zwei Siegen aus dem letzten Jahr ist mit ihm auch dieses Jahr nicht zu spaßen.

Cilaos Emery: Der Califet Sohn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere 2016 in Punchestown als Gelding und gewann sein erstes NHF Rennen auch gleich, um dann in seiner zweiten Siason über Hürden zu starten und als Saisonziel das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo er allerdings nur einen fünften Platz belegen konnte, als der Außenseiter Labaik und der Favorit Melon das Rennen unter sich ausmachten. Der Sieg von Labaik war eine der größten Überraschungen beim Cheltenham Festival 2017, aber Cilaos Emery legte noch einen drauf als er im April im Gruppe  1 Herald Champion Novice Hurdle wieder auf Melon traf – und dieses knapp besiegen konnte!

Danach ging es in die Sommerpause, die mit Starts im Gruppe 1 Bar One Racing Hatton’s Grace Hurdle und dem Gruppe 1 Ryanair Hurdle beendet wurden. Gerade im 2m Ryanair Hurdle im Dezember 2019 hinterliß Cilaos Emery eine hervorragende Figur und konnte einen guten zweiten Platz erreichen, auch wenn er keine Chance hatte beim Run In noch an den Außenseiter Mick Jazz heranzukommen, der das Rennen seines Lebens lief.

Eigentlich war damit wieder alles für das Festival 2018 gesetzt, aber Verletzungspech im Stall von Willie Mullins sorgten dafür, dass wir Cilaos Emery erst im Jahr 2019 wiedersehen dürften – die Hürdenrennen waren passé und Cilaos Emery startete ab dann in Chase Rennen. Sein erstes 2m Rennen in Gowran im PMF Beginners Chase gewann er mit Leichtigkeit und beendete danach seine Saison auch schon wieder – kein Festival 2018 und kein Festival 2019.

Nach der Sommerpause steigerte das Niveau seiner Rennen danach im Gruppe 3 Poplar Square Chase. So richtig stark besetzt war das Rennen trotz Gruppeneinstufung dann allerdings doch nicht, Cilaos Emery ging in das 2m Rennen auf schwerem Boden als Favorit und gewann wie erwartet mit Leichtigkeit und auch das Gruppe 2 Kerry Group Hilly Way Chase im Dezember, welches gerade mal zwei andere Konkurrenten aufwies, war keine große Herausforderung für Cilaos Emery.

Viel spannender war da schon die Teilnahme im Gruppe 1 Ladbrokes Dublin Chase gegen Konkurrenten wie Cacun Pour Soi oder Min – aber leider stürzte Cilaos Emery bereits an der ersten Hürde und verweigerte damit alle Vergleichbarkeit zu den anderen großen Chasern.  Der Sieg gegen Mengli Khan und Darasso im Red Mills Trial Hurdle war wieder ziemlich locker, aber eben auch nur wieder gegen eher moderate Konkurrenz in einem Gruppe 3 Rennen, und uns fehlt ein absolvierter und beendeter Start gegen die derzeitige Top Konkurrenz von Cilaos Emery. Alle Gruppe 2 und 3 Rennen in dieser Saison hat er nach belieben dominiert, muss hier aber mit einer ganz anderen Klasse von Chasern mithalten. Kann er das? Ich denke schon. Wird es für den Sieg reichen? Schwer zu sagen, das ist eine deutlich härtere Aufgabe als alles, was er bisher angegangen ist.

Sharjah: Der Doctor Dino Sphn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 für Trainer J. E. Pease in Frankreich, brauchte aber eine Weile bis er so richtig in Gang kam und wechselte zuvor noch zu Trainer H F Devin im Jahr 2016, wo er nach drei weiteren Rennen sein erstes Rennen in Deauville gewann. Die weiteren Starts waren nicht schlecht mit Platzierungen nur jeweils knapp über einer Länge hinter dem Sieger, aber er erwies sich als nicht ganz leicht zu steuern und zu trainieren und wurde im Januar 2017 kastriert, um im September 2017 zu Trainer Willie Mullins zu wechseln.

Der Einstand in Irland gelang mit zwei Siegen in den ersten beiden Rennen nach Maß und Mullins schickte ihn danach direkt in die Gruppe 1 Ebene im  Paddy Power Future Champions Novice Hurdle , um zu sehen wie die Ziele der Rest der Saison stehen würden.

Sharjah hatte beim Paddy Power Future Champions Novice Hurdle  im Dezember 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, sah er doch wie der sichere Sieger dieses Rennens an der letzten Hürde aus, bevor er stürzte und das Rennen an Whiskey Sour übergab. Auch Real Steel stürzte an dieser Hürde, sah aber längst nicht so gut aus  während dem Rennen wie Sharjah und mit anderen Konkurrenten wie Mengli Khan im Rennen, hatte die Form einiges an Gewicht. Danach ging er aber sang und klanglos gegen Samcro im Deloitte Novice Hurdle unter und auch seine Starts im Supreme Novices‘ Hurdle oder dem Studs Novice Hurdle brachten keinen Erfolg. Er blieb im Jahr 2018 stets aktiv und startete noch im Gruppe 1 Herald Novice Hurlde und dem Gruppe 3 Grimes Hurdle , wo er immerhin einen dritten Platz hinter Joey Sasa und Wicklow Brave erringen konnte.

Dann kam seine Sternstunde im Guinness Galway Hurdle, wo er auf Gruppe 1 Ebene trotz seines hohen Gewichts im August einen souveränen Sieg feiern konnte. Das Rennen war zwar gut besetzt, trotzdem konnte sich Sharjah auf den letzten Metern mit über drei Längen absetzten und er schaffte seinen besten Lauf in seiner Karriere bisher. Wenig überraschend schaffte er es nicht sich im Petingo Handicap im September an diese For anzuküpfen, und auch im Irish Cesarewitch und dem Gruppe 2 WKD Hurdle im September kam es nicht zu einer Überraschung und Sharjah musste sich weiter hinten einsortieren.

Im Gruppe 1 Morgiana Hurdle  im November 2018 kam dann doch die Überraschung und Sharjah schlug seinen Stallgefährten Faugheen mit 7,5 Längen. Dabei hielt er sich in dem kleinen Feld zunächst an dritter Position, konnte die Führung an der vorletzten Hürde aber Problemlos übernehmen und ging dann weiter vor an der letzten Hürde, wo Faugheen als eigentlicher Favorit den Anschluss nicht mehr halten konnte und Sharjah ziehen lassen musste.

Sharjah startete danach noch einmal im Dezember im Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Supasundae, Samcro, Melon und Petit Mouchoir, und wieder wurde Sharjah nicht als Favorit des Rennens gehandelt, sondern klar hinter einigen der Konkurrenten einsortiert – was eine klare Fehleinschätzung war. So rollte Sharjah erneut das Feld von hinten auf und verbesserte seine Position vom fünften Platz an der vorletzten Hürde auf den ersten Platz und damit die Tonangebende Position, die er dann nach dem letzten Sprung immer weiter ausbauen konnte.

Mit der Leistung im Rücken ging es ein weiteres Mal nach Cheltenham und dieses Mal sollte es besser laufen als beim letzten Jahr, wo er Achter im Supreme Novices‘ Hurdle wurde, aber auch 2019 brachte Sharjah kein Glück, denn schon an der dritten Hürde wurde er von Buveur D’Air zu Fall gebracht, und dieser Sturz schien seine Spuren hinterlassen zu haben, denn das war dann auch der letzte Start in der aktuellen Saison und selbst bei seinem Saisondebüt im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene schien er alles andere als fit zu sein, denn er belegte nur einen vierten Platz fast neun Längen hinter dem Sieger Saldier.

Auf den Zweiten des Rennens, Petit Mouchoir, traf er im Gruppe 1 Matheson Hurdle einen Monat später wieder, schien dabei aber wieder in Form zu kommen und gewann das Rennen mit einem überzeugenden Lauf und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zum zweiten Versuch des Sieges in einem Gruppe 1 Rennens während des Weihnachtsfestivals in Leopardstown wieder fit und gewann das Matheson Hurdle gegen Petit Mouchoir mit souveränen 3 Längen. Die 2m waren kein Problem auf weichem Untergrund und der nächste Versuch im Februar PCI Irish Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene  wurde mit Spannung erwartet. Nicht nur ging es wieder gegen Petit Mouchoir, sondern auch gegen Supasundae und vor allem die aufstrebende Wunderstute Honeysuckle – die das Rennen auch knapp gegen Darver Star gewinnen konnte, während Supasundae und vor allem Sharjah kaum eine Rolle um den Sieg spielten. Das macht das Rennen hier natürlich ziemlich hart, aber Sharjah könnte natürlich zum Festival auch zur Form zurückfinden – es gibt nur überzeugendere Kandidaten in diesem Rennen.

Supasundae Der Galileo Sohn hat sich das erste Mal ins Gespräch gebracht, als er Apple’s Jade im Christmas Hurdle um ein Haar die Show hätte stehlen können. Nur ein immenser Kraftaufwand der Wundertsute und haushohen Favoritin auf den letzten Metern brachte ihr den Sieg um eine halbe Länge gegen den 8/1 Außenseiter Supasundae ein, und dass, obwohl sie deutlich leichter unterwegs war.

Dann kam es zum Aufeinandertreffen mit Faugheen im Gruppe 1 Irish Champion Hurdle, und dieses Mal gelang die Überraschung. Faugheen kämpfte aber Supasundae hatte ab der letzten Hürde klar die Oberhand gewonnen und deklassierte den klaren Favoriten mit über zwei Längen. Supasundae war das gesamte Rennen über stark aufgelaufen und sprang die Hürden extrem sauber und seine Chancen standen im Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival durchaus gut. Dort war es aber Penhill, der ihm den Sieg streitig machen konnte, obwohl die beiden fast gleichzeitig über die letzte Hürde gingen. Generell war es ein Pulk von Startern, die sich zusammen über die letzte Hürde schwangen und das Rennen wurde erst auf dem Zieleinlauf entschieden.

Penhill hatte noch am meisten übrig auf den letzten Metern und gewann am Ende mit zwei Längen vor Supersundae, der vor dem Rennen durchaus nervös aussah. Seine Form aus den letzten Rennen war beeindruckend und auf besserem Untergrund im Aintree Hurdle sollte es dann endlich mit dem nächsten Sieg klappen, aber wieder hatte ein anderer Starter am Ende die Nase vorn, dieses Mal war es L’Ami Serge die Supasundaeu einen Strich durch die Rechnung machte. Supasundae war als Favorit gestartet und so langsam wurde seine Eigenschaft, immer mindestens von einem anderen Starter geschlagen zu werden, zum Problem . Für seine Fans kam dann aber die Wiedergutmachung im April im  Punchestown Champion Hurdle, als sowohl Melon als auch Samcro neben ihm an der vorletzten Hürde stürzten. Der Doppelausfall rechts wie links verschaffte Supasundae den nötigen Vorteil um seine Führung nach dem letzten Spring noch weiter auszubauen und zu seinem zweiten Gruppe 1 Sieg nach dem Irish Champion Hurdle zu führen.

Damit ging es in die Sommerpause, die mit einem Start im Dezember im Hatton’s Grace Hurdle beendet wurde. Das Rennen wurde komplett von Apple’s Jade dominiert, aber Supersundae konnte sich einen soliden zweiten Platz sichern und schlug dabei Limini und Bapaume, was ihn gegen Sharjah und Melon zum Favoriten des Gruppe 1 Ryanair Hurdle machte. Auch dieses Mal konnte Supasundae sich gut präsentieren, allerdings war es mit Sharjah ein anderer Starter der für eine Überraschung sorgte und besser lief, als alle erwartet hätten. Sharjah übernahm das Kommando an der vorletzten Hürde und lies Supasundae keine Chance wieder an sich heranzukommen.

Im Februar lief Supasundae dann wieder gegen Apple’s Jade im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle auf und auch wenn er über den gut bis weichen Untergrund der Favoritin nicht viel zusetzen konnte, sicherte er sich immerhin einen guten zweiten Platz noch klar vor Petit Mouchoir und Melon. Den Konkurrenten Petit Mouchoir konnte Supasundae im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle im Februar dann nach gut neun Monaten Pause eider nicht noch einmal schlagen, das Rennen wurde allerdings ohnehin von Honeysuckle dominierte, die als Favoritin gestartet war und sich am Ende den Sieg auch sichern konnte – wenn auch mit mehr Mühe als man von ihr erwartet hätte. Supasundae enttäuschte ein wenig während des Rennens und seine Ausbeite an Siegen aus den letzten Jahren ist eher Mai – allerdings steht im Jahr 2018 ein zweiter Platz im Stayers‘ Hurdle im Buch – und die Leistung im Punchestown Champion Hurdle im Mai war ebenfalls beeindruckend. Ich denke man kam ihm den ersten Start seit Mai verzeihen und er wird hier sicher stärker auflaufen können!

Darver Star: Hat eine Serie von vier kleineren Rennen innerhalb eines halben Jahres zusammengetragen und könnte mit gutem Gewissen übergangen werden, wenn er nicht im PCI Irish Champion Hurdle nur äußerst knapp gegen Honeysuckle verloren hätte und einige der heutigen Konkurrenten hinter sich gehabt hätte. Überraschungskandidat?

 

Petit Mouchoir startet für seinen Trainer Henry De Bromhead, der ihn seit Oktober 2016 betreut. Seine Karriere begann Petit Mouchoir allerdings schon früher für Gordon Elliot und nach zwei gewonnen PTP und NHF Rennen wechselte er zu Willlie Mullin, der ihn sogleich über Hürden starten lies.

Sein erstes Maidenrennen war gleich ein voller Erfolg und Mullins lies keine Zeit verstreichen, um Petit Mouchoir in den besten Rennen starten zu lassen, was schon alleine für das Vertrauen von Mullins in seinen ehemaligen Starter spricht. So lief er im Gruppe 1 Future Champions Hurdle auf und konnte einen soliden, knappen dritten Platz hinter Long Dong belegen, bevor er einen abgeschlagenen vierten Platz im Deloitte Novice Hurdle erringen konnte. Im nachfolgenden Sky Bet Supreme Hurdle beim Festival 2016 war er chancenlos gegen Altior, Min und Buveur D‘ Air und kam nur auf einem bedeutungslosen achten Platz ins Ziel. Er war allerdings ohnehin nur als Außenseiter gestartet und überraschte bei seinem nächsten Start im Gruppe 1 Imagine Cruising First In The Frame Top Novices‘ Hurdle mit einem sehr knappen zweiten Platz hinter Buveur D’Air, der nur noch einen Nacken Vorsprung hatte am Ende. Petit Mouchoir bestätigte diese gute Form mit einem weiteren zweiten Platz in seinem letzten Start in der Saison 2016 im Herald Champion Novice Hurdle in Punchestown und kam erneut bis auf eine halbe Länge an den Sieger heran.

Nach diesen beiden Ausnahemleistungen wechselte Petit Mouchoir zu Henry De Bromhead, der im bei seinem Saisondebüt im Gruppe 2 WDK Hurdle eine lösbare Aufgabe stellte. Am Ende reichte es nur zu einem dritten Platz hinter Apple’s Jade und Rashaan, aber das Rennen war bis zur letzten Hürde offen und Petit Mochoir begrub seine Chancen erst mit einem unsauberen Sprung an der letzten Hürde.

Der Sprung an der letzten Hürde wurde ihm erneut zum Verhängnis, als er beim Stanjames.com Fighting Fifth Hurdle im November 2016 an der letzten Hürde stürzte, nachdem er knapp die Führung übernommen hatte und dabei noch relativ frisch aussah. Seinen wahrscheinlichen Sieg gab er damit an Irving und Apple’s Jade ab, konnte sich aber im nachfolgenden Ryanair Hurdle in Leopardstown revanchieren und schlug den hoch gehandelten Nichols Canyon mit locker 7 Längen. Er hätte diesen Konkurrenten auch bei seinem Sieg im Gruppe 1 BHP Insurance Irish Champion Hurdle im Januar geschlagen, dort stürzte aber zur Abwechslung Nichols Canyon an der letzten Hürde und so kämpfte Petit Mouchoir mit Footpad um den Sieg und konnte sich am Ende mit einer Länge durchsetzen.

Beim Festival 2017 unterlag er erneut dem Konkurrenten Buveur D‘ Air im Gruppe 1 Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy und auch My Tent Or Yours konnte sich einige Längen vor ihm durchs Ziel schieben, es hat ihm allerdings auch nicht geholfen, dass er gleich mehrere unsaubere Sprünge auf der letzten halben Meile einbaute und mehrere Hürden beim Springen traf. Die Distanz hier bei diesem Rennen ist ideal für ihn, er hat gute Erfahrungen auf dem Track machen können und scheint seit einem Jahr eine immer weiter ansteigende Formkurve zu haben. Der dritte Platz im Champion Hurdle ist alles andere als schlecht und der Track in Cheltenham liegt nicht jedem so dass auch das bisher letzte Rennen über Hürden als Erfolg gewertet werden kann.

Für Petit Mouchoir ging es danach in die Sommerpause und zurück ins Trainingslager, wo auch er die Kunst der Chase Rennen perfektionierte und in der neuen Saison sein Debüt in dieser neuen Klasse gab. Beim ersten Pferderennen nach der Sommerpause machte er kaum Fehler und dominierte ein kleines, aber durchaus gut besetztes Feld in Punchestown mit Leichtigkeit

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival in Leopardstown beim  im Arkle Novice Chase wo Footpad und Petit Mouchoir  aufeinandertrafen. Petit Mouchoir konnte mit dem Favoriten eine Weile gut mithalten, musste aber vor der letzten Hürde erkennen, dass er Footpad am heutigen Tag nicht schlagen kann und musste den Konkurrenten ziehen lassen. Footpad musste nicht einmal hart geritten werden um sich am Ende fünf Längen absetzten zu können und diese Niederlage direkt vor dem Festival wiederholte sich noch einmal beim Arkle Chase selbst, nur dass nun auch Brain Power vor Petit Mouchoir ins Ziel einlaufen konnte.

Über Hürden war Petit Mouchoir sogar Footpad noch überlegen, in den Chase Rennen kam er bisher nicht an diese Errungenschaften heran. So auch im Doom Bar Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene, wo er auf weichem Boden als Favorit über die 3178m Diego Du Charmil unterlag. Dabei hätte das Rennen eigentlich ihm gehören müssen und sein Rennen war auch nicht schlecht, so dass er im Grupp 1 Ryanair Novice Chase Ende April immer noch als zweiter Favorit hinter Footpad auflief. Wieder konnte er allerdings nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen und musste sich mit einem vierten Platz sang und klanglos geschlagen geben.

Petit Mouchoir ging danach in die Sommerpause und kam im Ryanair Hurdle im Dezember zurück auf die Rennstrecke. Das war gleich ein richtiger Einstieg in die Saison gegen Konkurrenten wie Sharjah pder Supasundae, Samcro oder Melon – und dieser Test ging gleich richtig nach hinten los, mit einem vor der letzten Hürde klar geschlagenen Petit Mouchoir.

Beim zweiten Start in der neuen Saison konnte er im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle stärker auflaufen und kam hinter Apple’s Jade immerhin auf den dritten Platz und konnte damit Melon schlagen. Es war aber klar, dass die Leistung aber nicht für einen Platz beim Cheltenham Festival ausreichen würde, denn das Stayers Hurdle war deutlich stärker besetzt und natürlich auch von der Distanz nicht ganz das, was Petit Mouchoir sonst so besucht.

Realistischer war da schon das Keelings Irish Hurdle auf Gruppe 2 Ebene über 4023m wo Petit Mouchoir mit der Führung über die letzte Hürde sprang, aber Off You Go und Not Many left saßen ihm im Genick, aber es war Rashaan der dann nach dem Sprung das Tempo aufnahm und sich ziemlich souverän absetzten konnte . als einziger Außenseiter in dem Quartet! Petit Mouchoir schwächelte noch ein bisschen auf dem Zieleinlauf und wurde am Ende „nur“ vierter, aber die Leistung war trotzdem recht respektabel.

Er startete dann im Mai noch im Punchestown Champion Hurdle, wo  man ihm nach der Leistung beim Cheltenham Festival und dem Keelings Hurdle wenig Chancen gegen Apple’s Jade, Supasundae oder Buveur D’Air ausrechnete. Petit Mouchoir versuchte das Tempo zu setzen und das Rennen mit einem Tempowechsel in der letzten Hürde zu stehlen, wurde dann von Buveur D’Air aber überholt und stehen gelassen, hielt aber bis 100m vor dem Ziel den zweiten Platz und musste nur spät die ausbezahlten ersten drei Plätze verlasse. So gesehen waren zwei der letzten vier Rennen trotz der „schlechten“ Platzierungen am Ende gar nicht schlecht und man konnte auf die neue Saison gespannt sein, welche er gleich mit einem Start im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene über 3319m feierte.

Keine leichte Aufgabe nach einer Pause gegen Klassical Dream, Sieger des Supreme Novices‘ Hurdle und Sharjah, Sieger des irischen Ryanair Hurdle  im Dezember 2018, aber Petit Mouchoir konnte ein weiteres Mal überraschen, indem er einen zwieten Platz hinter Saldier erreichen konnte, der dem haushohen Favoriten Klassikal Dream mit einem super schnellen Sprung an der letzten Hürde den Tag verdarb.

Im Matheson Hurdle trafen Sharjag und Petit Mouchoir dann einen Monat später wieder aufeinander, als Favorit galt aber wieder einmal Klassical Dream – der wieder nicht überzeugen konnte und das Rennen nur auf dem letzten Platz beenden konnte. Wieder versuchte Petit Mouchoir das Rennen von der Front aus für sich zu entscheiden, aber Sharjah lief im letzten Viertel schon neben ihm und konnte sich locker zum Ziel hin absetzten, und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zu seinem Lieblingsfestival an Weihnachten wieder in Form gekommen.

Petit Mouchouir lief danach ein hervorragendes Rennen im Gruppe  1  PCI Irish Champion Hurdle im Februar über die DIstanz von 3219m, als er das erste Mal auf Honeysuckle traf. Die Stute von Henry De Bromhead galt als haushohe Favoritin nachdem sie zuvor in ihrer Karriere ungeschlagen war, musste sich aber überraschend stark bemühen um den Außenseiter Darver Star und auch Petit Mouchoir hinter sich zu halten, was durchaus interessant für dieses Rennen hier ist. Petit Mouchoir hat seit 2017 kein Gruppe 1 Rennen mehr gewinnen können, aber gerade in den letzten drei Monaten eine konstant gute Leistung gezeigt und es würde mich nicht wundern, wenn er in Reichweite eines ausbezahlten Platzes kommen würde


Was war mit den Favoriten an Weihnachten los?

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Wir sind noch weit weg von den großen Frühlingsfestivals in Cheltenham, Aintree und Punchestown und auch dem noch relativ neuen Dublin Racing Festival, aber wenn es ein Festival gibt, an dem sich die wichtigen Player der Saison noch einfinden vor dem Jahreswechsel, dann sind es die Gruppe 1 Rennen rund um Weihnachten.

Wir haben einige der Rennen bewusst ausgelassen, denn viele der Favoriten sahen schon zuvor nicht sonderlich solide aus. Aber dazu später in den Race Reviews mehr. Vom 26. bis 29. Dezember gab es in Großbritannien und Irland 13 Top-Level-Rennen unter anderem in Leopardstown, Kempton, Limerick, Chepstow und Newbury. Aber wer war an diesen wichtigen vierTagen der große Gewinner und der große Verlierer? Jedenfalls meistens nicht die Favoriten. Wird sich das auf den Rest der Saison auswirken? Mit Sicherheit! Clan Des Obeaux, Notebook oder Sharja Apple’s Jade und Delta Work – da waren einige unerwartete Sieger mit dabei, wobei keine wirklich krassen Außenseiter gewonnen haben.

Alle Sieger hatten diese Saison schon einen Lauf, 10 von den 13 hatten ihr letztes Rennen gewonnen oder waren mindestens Zweiter, und fast alle hatten sowieso schon eines der größeren Rennen gewinnen können. Für den Rest der Saison wird es spannend werden, denn sie haben natürlich gute Chancen mit einem Gruppe 1 Sieg im Rücken einen im Laufe der Saison ein weiteres zu gewinnen, die Form haben sie ja schon. Gerade den Sieger des Racing Post Novice Chase haben in den letzten Jahren mindestens ein weiteres Gruppe 1 Rennen für sich entscheiden – also Augen auf wo Notebook sich hin begeben wird.Aber auch das Christmas Hurdle ist sehr interessant in diesem Aspekt, das King George ist für allem für das Aintree Bowl interessant, so haben hier drei der letzten fünf Sieger das Rennen für sich entscheiden können – aber das erwartet uns ja erst im April. Weniger interessant sind das Challow Hurdle oder das Savills Chase, die für das Cheltenham Festival und danach kaum eine Rolle spielen.


Cheltenham fällt heute ins Wasser! Wie sieht es am weiteren Wochenende aus?

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Cheltenham fällt heute ins Wasser!

Die Rennen inklusive des Gruppe 2 Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 2) (Registered As The Hyde Novices‘ Hurdle) werden heute nicht stattfinden, und auch für die nächsten Tage sieht es eher düster aus!

 

Mr. Claisse , der Streckenwart von Cheltenham sagte: „Ich wäre optimistisch, wenn die Prognose stimmen würde. Wir sollten bis zum Ende dieses Nachmittags die Hochphase des Regens bekommen und dann nicht mehr als ein paar Schauer am Freitag erwarten. Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass wir Samstag und Sonntag die besten Chancen haben, weiterzumachen, und wenn wir einige Anpassungen vornehmen müssen, werden wir auch das tun.“

Die Meterologen stimmen Claisse mit dieser Einschätzung weitestgehend zu: „In den nächsten 48 Stunden wird es nicht so schrecklich sein, aber es wird kalt. Der Regen drängt am Freitag nach Nordosten und es wird tagsüber größtenteils trocken sein. Obwohl es immer die Chance gibt, dass es weiterhin leichte Schauern geben wird., ist dies im Vergleich nur marginal. Freitagnacht bis Samstagmorgen wird es etwas regnen, am wahrscheinlichsten zwischen 5 und 8 mm, aber dann sollte es aufhellen und es kann etwas Sonnenschein geben. Die Kälte wird jedoch durch einen nordöstlichen Wind verstärkt.“

Claisse fügte hinzu: „Wir gehen davon aus, dass 30 mm Regen in 24 Stunden das Maximum sind, das wir ertragen können, und wir erwarten ein Maximum von 25 mm , aber je nachdem, wo Sie sich auf der Strecke befinden, wurden wir von 37 mm bis 42 mm oder von 37.000 mm Gallonen pro Furlong auf dem Kurs getroffen. Wie man es auch betrachtet, es ist viel Wasser. “

Wenn die Rennen am Wochenende in Cheltenham stattfinden, wird das  Ballymore Novices’ Hurdle am Samstag zur Karte hinzugefügt und das The Glenfarclas Cross Country Handicap Chase wird am Sonntag nachgeholt. Wie Heist es so schön? Die Hoffnung stirb zuletzt!


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