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Cheltenham Festival Nap

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27.11.2022 – Toyko – Japan Cup – Pick: Vela Azul + Onesto

Pferderennen International

Die großen Rennen des Jahres stehen auf dem Programm und diesen Sonntag findet das internationale Highlight des Jahres statt – der Grade 1 Japan Cup auf dem Tokioter Rennkurs.

Eine junge Mannschaft aus dem Ausland wird sich den erwarteten 14 Pferden aus Japan in einem Versuch stellen, um Anspruch auf die Tokioter Kronjuwelen zu legen. Sprichwörtlich, denn der Japan Cup is verdammt fett dotiert!

Drei der vier Pferde, die aus Europa angereist sind, sind 3-jährig. Drei kommen aus Frankreich und eines aus Deutschland, und alle bis auf eines haben bereits einen Top-Level-Wettbewerb gewonnen.

Jahre lang war der Sieg des Japan Cups für die Besucher unerreichbar gewesen. Pferde, die in Japan stationiert waren, haben die Siegerliste der vergangenen 16 Jahre dominiert, aber Überraschungen in den Platzierungen in den letzten beiden Wochen sind jedoch ein Hinweis darauf, dass dieses Jahr auch ein ausländisches Pferd den Cup für sich beanspruchen könnte.

Die 42. Auflage des prestigeträchtigen Rennens und der erste Platz als Preisgeld von 300 Millionen Yen (was nur durch das Jahresabschlussrennen Arima Kinen (Grand Prix) ebenfalls erreicht wird) könnten von einem der ausländischen Herausforderer gewonnen werden.

Ein Blick auf die teilnehmenden Pferde enthüllt, dass es ein Wiederholungstäter des Japan Cups gibt – Grand Glory. Die jetzt 6-jährige Stute, die in England gezüchtet wurde, kam letztes Jahr mit dem fünften Platz unter Cristian Demuro in die Siegerliste und hat in diesem Jahr zwei Rennen aus fünf Starts gewonnen, darunter einen Graded-Stakes-Sieg. Sie belegte einen dritten, siebten und fünften Platz in ihren drei Grade-1-Bemühungen, wobei das beste Ergebnis bei Ascot im Prince of Wales erzielt wurde, wo sie vor Shahryar, einem der Top-Spieler Japans diese Woche, den vierten Platz belegte. Grand Glory, die von dem französischen Trainer Gianluca Bietolini aufgestellt wurde, kommt aus dem Prix de l’Arc de Triomphe am 02.10. in Longchamp im frühen Oktober, wo sie vor der Konkurrenz der dort ebenfalls auflaufenden vier japanischen Starterinnen siegte, von denen allerdings heute auch keine den Japan Cup startet.

Maxime Guyon, der zuletzt 2014 in Japan ritt, ist für den Renntag am Sonntag fest eingeplant. Der aus Irland stammende, in Frankreich beheimatete Onesto ist wohl mit Abstand der meist beachtete der vier ausländischen Herausforderer. Der von Frankel abstammende Hengst, der vom Chantilly-basierten Fabrice Chappet trainiert wird, teilt sich den ersten Platz in den Wertungen mit Tunnes aus Deutschland, beide mit 123 Punkten, drei mehr als die Top-Bewerteten Danon Beluga und Shahyrar aus Japan, die 120 Punkte haben.

Onesto hat in diesem Jahr schon vier Grade-1-Rennen absolviert, davon eines gewonnen und ein zweites beendet. Nach einem fünften Platz in der French Derby im Juni in Chantilly gewann Onesto den Grand Prix de Paris, der über 2.400 Meter auf leicht schwerem Boden in Longchamp ausgetragen wurde.

Dies wurde von einem zweiten Platz in der Irish Champion Stakes über 2.000 Meter auf den Leopardstown-Plätzen gefolgt und seinem letzten Rennen, dem Arc, in dem er einen zehnten Platz auf schwerem Boden erreichte. Wenn das Wetter mitspielt, wird der Japan Cup sein erstes Turf-Event auf schnellem Boden sein. Onesto soll am Sonntag mit einem der besten Jockeys Japans – Christophe Lemaire – gepaart werden.

Simca Mille, eine in Irland gezüchtete Stute ausTamayuz, stammt aus dem in Deauville beheimateten Stall von Stéphane Wattel. Die 3-Jährige hat noch keinen Top-Level-Wettbewerb gewonnen, kam jedoch schon nahe dran. Sie führte die Grand Prix de Paris an und beendete den Rennen als Zweite hinter Onesto. Danach gewann Simca Mille ihren ersten Grade-2-Wettbewerb, indem sie die Konkurrenz des Prix Niel, darunter den viertplatzierten Do Deuce aus Japan, schlug. Reiter Gregory Benoist, der im Prix Niel ritt, wird Sonntag wieder im Sattel erwartet. Nicht ganz neu in Japan, hatte Benoist schon eine kurzfristige Lizenz und gewann bereits 21 JRA-Rennen.

Den Abschluss der Riege bildet Tunnes. Der von Guiliani gezüchtete Hengst wird von Bauyrzhan Murzabayev aus Kasachstan geritten und sie bilden zusammen ein erfolgreiches Team. Tunnes beendete sein Debütrennen als Zweiter und ging danach seine nächsten fünf Rennen erfolgreich an, zwei davon von Beginn bis zum Ziel. Eines davon war sein erster Grade-1-Wettbewerb – der Grosser Preis von Bayern über 2.400 Meter früh im Monat in München. Murzabayev, der derzeit für den Kölner Peter Schiergen startet, hat den deutschen Jockey-Meistertitel der letzten drei Jahre inne. Dies ist sein erster Auftritt in Japan. Der Japan Cup wird auf dem linksgerichteten Tokioter Rennkurs mit seiner Weite, dem langen Zielbereich und dem Hügel, der nach der ersten Kurve der letzten Runde beginnt, ausgetragen und der sonst die guten von den besseren Pferden trennt, im neunten Rennen des Tages, mit einem Start vor dem Hauptstand und einer Runde des Kurses. Die Pferde tragen 57 kg und 3-jährige und weibliche Pferde bekommen eine 2-kg-Erleichterung. Der Kursgewinn wird der üblichen Grade-1-Wettbewerb sein, der um 15:40 Uhr lokaler Zeit startet.

In der Reihe der japanischen Hoffnungsträger sind folgende Namen hervorzuheben:

Shahyrar: Der 4-jährige Shahyrar ist ein Sohn von Deep Impact, der 2006 im selben Alter die Japan Cup gewonnen hat. Shahyrar gewann wie sein Vater auch das letztjährige Tokyo Yushun (japanisches Pendant zum Derby) über die gleiche Distanz von 2.400 Metern in Tokyo und trägt viel von den Hoffnungen Japans auf eine weitere Siegesserie. In seinen fünf Starts nach dem Derby (davon vier auf Grade 1-Niveau) konnte er allerdings nur ein Rennen, die Dubai Sheema Classic Ende März dieses Jahres, für sich entscheiden. Obwohl er unter Yuga Kawada als Dritter in der vergangenen Japan Cup finishte, war er noch nie weit vom Geschehen entfernt. Auf dem vierten Platz der Prince of Wales Stakes in Ascot, kehrte er nach Japan zurück, um am Tenno Sho (Herbst) teilzunehmen und belegte dort den fünften Rang. Die zusätzliche Distanz und die Unterstützung durch Cristian Demuro, der bisher in seiner kurzfristigen Lizenz einige gute Leistungen gezeigt hat, unter anderem mit dem Sieg in der Grade 1 Queen Elizabeth II Cup vor zwei Wochen, könnten ihm zum Sieg verhelfen.

Danon Beluga: Der 3-jährige Danon Beluga ist ein Sohn von Heart’s Cry und konnte in seinen letzten drei Starts, die alle auf Grade 1-Niveau ausgetragen wurden, zwei mal den vierten und einmal den dritten Platz belegen. In der jüngsten Auflage des Tenno Sho (Herbst) konnte er Shahyrar auf der Zielgeraden hinter sich lassen und trägt so ebenfalls viel zu den japanischen Hoffnungen bei. Er wird von Yuga Kawada geritten werden, Japans aktuell führender Jockey, der bereits die letzten drei Rennen des Hengstes bestritten hat. Mit nur fünf Starts im Rücken wäre ein Sieg für Danon Beluga ein großer Erfolg und würde die ehemaligen legendären Champions El Condor Pasa und Almond Eye in den Schatten stellen, die bisher die Rekorde für die Pferde mit den kürzesten Karrieren hielten. Zudem wäre er das erste 3-jährige Pferd, das seinen ersten G1-Sieg in der Japan Cup feiern würde, seit dem US-Pferd Half Iced im Jahr 1982.

Vela Azul: Vela Azul ist ein 5-jähriger Sohn von Eishin Flash und ein Name, der nicht oft in den Startlisten der Top-Rennen Japans auftaucht. Der Grund dafür ist, dass Vela Azul frisch von einem Sieg in seinem ersten Start in einem Graded-Stakes-Rennen (Grade 2 Kyoto Daishoten) kommt, in einer bereits 21 Starts langen Karriere. Ein Großteil dieser Karriere wurde allerdings auf Sandbahnen zurückgelegt und erst vor fünf Starts wurde er auf den Rasen umgestellt. Seit dem Start in der 2-Win-Klasse ist er schnell aufgestiegen und konnte mit dem Sieg im Kyoto Daishoten auf der Hanshin-Bahn bereits seinen dritten Sieg auf Gras feiern. Alle seine Rennen wurden über die Distanzen 2.400-2.600 Meter ausgetragen und er konnte sowohl auf schnellen als auch auf leicht schweren Bahnen gewinnen, was für Sonntag ein gutes Omen ist, da für Mittwoch in Tokyo Regen vorhergesagt ist, aber nicht für die Tage danach. Er hatte in seinen fünf Starts auf dem Gras bereits vier verschiedene Jockeys und wird wahrscheinlich auch am Sonntag einen neuen Reiter bekommen. Ryan Moore wird wahrscheinlich den Sattel besteigen und konnte bereits seit seiner Ankunft in Japan Mitte November in 24 Rennen 12 Pferde auf dem Podest platzieren, davon sechs Sieger und drei davon gewannen in Tokyo. Der Vater von Vela Azul, der selbst an vier Japan Cups teilgenommen hat, konnte aber nie besser als auf dem achten Platz finishten. Vielleicht kann sein Sohn (dessen Name auf Spanisch „blauer Kerzenstummel“ bedeutet) am Sonntag ein Feuer über die Zielgerade in Tokyo entfachen und als Sieger nach Hause gehen.

Weltreisende: Weltreisende ist ein 5-jähriger Sohn von Dream Journey und hat sich in seinen 11 bisherigen Starts als äußerst konstant erwiesen, wovon nur zwei auf Grade 1-Niveau ausgetragen wurden. In vier Versuchen auf diesem Niveau hat er einen zweiten Platz in den Hopeful Stakes und einen dritten Platz im Japanese Derby errungen – beides Rennen, die vom Triple Crown-Pferd Contrail gewonnen wurden. Im Juni kehrte Weltreisende nach sechsmonatiger Pause zurück und gewann unter Damian Lane die Grade 3 Naruo Kinen, bevor er Anfang September über die Distanz von 2.200 Metern in Nakayama startete und weit außen um die Bahn laufen musste, was ihm am Ende den siebten Platz einbrachte. Dieser Start diente allerdings nur als Aufwärmrunde und für eine weitere Steigerung ist zu erwarten, zumal der wahrscheinliche Partner Lane gerade von einem Sieg in der Grade 1 Mile Championship kommt.

Zu den weiteren aussichtsreichen Kandidaten gehören:

Die 2020er Triple Tiara-Gewinnerin Daring Tact gewann das Yushun Himba (japanisches Pendant zur Oaks) über die Distanz von 2.400 Metern in Tokyo und belegte im selben Jahr hinter Almond Eye und Contrail den dritten Platz in der Japan Cup, was nicht alltägliche Konkurrenz ist. Sie hat aus diesem Grund auch die Japan Cup im Jahr 2021 ausgelassen, startete aber bereits viermal in diesem Jahr und erreichte in der jüngsten Auflage der Queen Elizabeth II Cup, die eine Furche kürzer als ihre bevorzugten 12 Furlongs war, ein durchaus ansehnliches sechstes Platzierung. Zudem wird sie auch 1 kg weniger Tragegewicht zu tragen haben.

Die 4-jährige Stute Uberleben hat in diesem Jahr bisher nur ein fünftes Platzierung in ihren vier Starts errungen. Im vergangenen Jahr belegte sie in der Japan Cup den sechsten Rang, aber in diesem Jahr, nachdem sie im Tenno Sho (Herbst) den achten Platz belegt hat, scheint sie trainingsfleißiger gewesen zu sein und könnte so ihren Score verbessern.

T O Royal, ein Stayer, belegte in diesem Jahr den dritten Platz im Tenno Sho (Frühling) über die Distanz von 3.200 Metern. Er ist scharf gestellt und dennoch frisch, nachdem er im Copa Republica Argentina ein böses Erwachen erlebte, als ein Unfall für viele Pferde, darunter Sakae Kuniedas Heart’s Histoire, die eigentlich auf dem besten Weg zum Sieg schien, ein Hindernis darstellte. Boccherini hatte in diesem Jahr bisher ein gutes Jahr, mit einem Sieg, zwei zweiten und einem dritten Platz aus seinen vier Starts, allesamt auf Grade 2-Niveau und über die Distanzen 2.000-2.500 Meter. Darunter auch der Meguro Kinen im Frühling über die Distanz von 2.500 Metern in Tokyo. Für ihn wird es der erste Start in einem Grade 1-Rennen sein, aber seine zwei Siege in seinen bisherigen zwei Starts in Tokyo deuten darauf hin, dass er die Bahn mag. Er ist zudem ein Vollbruder des zweifachen Grade 1-Siegers Lovely Day, der 2015 den dritten Platz in der Japan Cup belegte.

Was die Trainer zu den Pferden sagen:

Shahryar

Hideaki Fujiwara, Trainer „Sein mentaler Zustand, seine körperliche Stärke und seine Muskelmasse haben sich alle verbessert. Wie immer ist das Training, ihn auf dem bergauf führenden Kurs neben einem anderen Pferd für seine letzte Arbeit laufen zu lassen und ihn dann nach Tokio zu transportieren. Wie bei der schnellen Arbeit in der letzten Woche entsprachen seine Bewegungen und sein Verhalten allen meinen Erwartungen. Es war ein sehr gutes Training

„Meine Hoffnungen und Erwartungen sind, dass Shahryar vor allem und bis zum Ende zusammen mit (Rennreiter) Cristian Demuro arbeiten wird. Der eigentliche Kampf ist nicht so sehr mit den anderen, sondern mit sich selbst. Zweifellos ist er besser als letztes Jahr, im Geist, im Körper und im Geist. Ich erwarte, dass er alles gibt. Und ich denke, eine Leistung auf allen Ebenen wird uns die gewünschten Ergebnisse bringen. Bitte unterstützen Sie uns. „

„Ihn dieses Jahr auf Rasen (das Pferd war zuvor nur auf Sandbahnen gelaufen) zu ändern, war ein Faktor für die guten Ergebnisse, die wir erzielt haben, aber er hat auch an den richtigen Stellen Muskeln aufgebaut und ist wirklich zu sich gekommen. Ich glaube, der Tokyo Racecourse wird ihm wirklich gerecht. Wir hatten zunächst geplant, nach Hongkong zu gehen, aber nachdem wir uns mit dem Besitzer beraten hatten, entschieden wir uns für den Japan Cup.

„Letzte Woche haben wir ihn hart im Training gearbeitet, also waren meine Anweisungen für das Wochenende, ihn nicht auszutreten, sondern am Anfang langsam zu starten und es nur im letzten Abschnitt zu beschleunigen. Ich würde sagen, seine Zeit würde ausreichende Noten bekommen. Er beschleunigte sich selbst im Finish und alles scheint gut zu laufen.

„Der Wettbewerb nimmt einen großen Sprung nach vorne, aber mit dem Zustand, in dem er sich befindet, und der Energie, die er jetzt hat, denke ich, dass er uns ein gutes Rennen liefern wird.“

Vela Azul Kunihiko Watanabe, Trainer „Ihn dieses Jahr auf Rasen (das Pferd war zuvor nur auf Sandbahnen gelaufen) zu ändern, war ein Faktor für die guten Ergebnisse, die wir erzielt haben, aber er hat auch an den richtigen Stellen Muskeln aufgebaut und ist wirklich zu sich gekommen. Ich glaube, der Tokyo Racecourse wird ihm wirklich gerecht. Wir hatten zunächst geplant, nach Hongkong zu gehen, aber nachdem wir uns mit dem Besitzer beraten hatten, entschieden wir uns für den Japan Cup.

„Letzte Woche haben wir ihn hart im Training gearbeitet, also waren meine Anweisungen für das Wochenende, ihn nicht auszutreten, sondern am Anfang langsam zu starten und es nur im letzten Abschnitt zu beschleunigen. Ich würde sagen, seine Zeit würde ausreichende Noten bekommen. Er beschleunigte sich selbst im Finish und alles scheint gut zu laufen.

„Der Wettbewerb nimmt einen großen Sprung nach vorne, aber mit dem Zustand, in dem er sich befindet, und der Energie, die er jetzt hat, denke ich, dass er uns ein gutes Rennen liefern wird.“

Boccherini Suguru Hamanaka, Jockey „Letzte Woche arbeitete er neben einem anderen Pferd auf dem Kunstrasen-Flachkurs und das Personal ließ ihn im Stretch richtig beschleunigen. Aber seine Fußarbeit und seine Reaktionen schienen mir eine Woche vorher noch etwas ungenau zu sein. Aufgrund dessen, wie er letzte Woche aussah, fragte ich, ob ich seine letzte schnelle Arbeit in dieser Woche reiten könnte, und dank der Arbeit, die er in der Woche zuvor geleistet hatte, waren seine Reaktionen viel schärfer. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.

„Er war auf den Zehenspitzen, sehr aufmerksam und ich konnte wirklich fühlen, wie er sich hielt, dass er das Zaumzeug selbst nahm. Er war sehr leichtfüßig und ich spürte eine dramatische Verbesserung in dieser letzten Arbeit. Im Vergleich zu seinem letzten Start denke ich, dass er seinen Körper dieses Mal viel besser einsetzen kann.

„Er gewann den Meguro Kinen und er hat an der Tokioter Börse gute Ergebnisse über 2.000 Meter und mehr erzielt. Ich denke, der Kurs ist ihm wirklich gewogen. Ich versuche auch, mich so gut wie möglich vorzubereiten, und hoffe, eine dynamische und aufregende Leistung zu erbringen.“

Danon Beluga Noriyuki Hori, Trainer „Er hat zwar Probleme mit seinem Gleichgewicht, aber das Laufen mit der Linken ist für ihn besser, und mit den großen, weiten Kurven in Tokio sollte er in der Lage sein, sein Bestes zu geben. Ich denke, die Distanz von 2.400 Metern wird etwas Kreativität erfordern. „Da er letzte Woche fast in Topform war, war seine letzte Arbeit in dieser Woche, die nur ein Feinschliff und die erwartete Zeit waren, gut und nach Plan. Mein Eindruck ist, dass er sich nicht verändert hat.“

Boccherini (Pferd, 6) Yuki Iwasaki, Trainerassistent „Er hatte einen guten Rennverlauf beim Kyoto Daishoten und ich denke, der Jockey hat hervorragende Arbeit geleistet. Danach ging er für eine Weile auf die Farm und kehrte am 3. November ins Trainingszentrum zurück, mit diesem Rennen als Ziel. Suguru Hamanaka ritt am 16. November. Das Pferd war vielleicht in den letzten Stadien etwas langsam, aber wir hatten ein anderes Pferd vor ihm arbeiten lassen und er hat ihm wirklich einen guten Lauf vom Start weg gegeben. Seine Gesamtzeit war gut und bedenkt man die Oberfläche in der zweiten Hälfte des Vormittags, denke ich, er hat sich verbessert. Er ist jetzt viel konstanter in seinen Rennen und obwohl er nicht ganz so flott ist wie früher, denke ich, er ist jetzt in seiner besten Form. Nachdem er den Meguro Kinen gewonnen hat, wird das Tokyo 2,400 Meter Rennen willkommen sein.“

Danon Beluga (Hengst, 3) Noriyuki Hori, Trainer „Der Tenno Sho (Herbst) wurde in den sehr schnellen letzten drei Furlongs entschieden, also haben wir ihn nach diesem Rennen im Trainingszentrum behalten und ihn genau beobachtet, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war. Zuerst war er ziemlich ruhig und wirkte müde, aber er frisst all sein Futter und ist körperlich wieder dort, wo er vor dem letzten Rennen war. Ich habe ihn am 6. November wieder mit einem Lauf auf dem Steilhangkurs begonnen. Wir haben uns entschieden, nicht nach Hongkong zu gehen und, nach seinem Lauf am 13. November auf dem Steilhang, haben wir ihn auf den Japan Cup ausgerichtet. Am 17. November hatte er seinen ersten ernsthaften Arbeitstag auf der ebenen Holzchipspur. Er galoppierte hinter zwei anderen Pferden und ging dann einen Gang höher, aber nur in der Geraden. Der Fokus lag darauf, ein gutes Gleichgewicht zu bewahren. Er konzentrierte sich relativ gut und konnte eine gute Zeit erzielen, ohne zu übertreiben. Sein Atem war aber etwas angestrengt. Nach der Arbeit wog er 497 kg. Alles läuft reibungslos. Wir tun unser Bestes, um ihm die Pflege zukommen zu lassen, die er braucht. Er ist mental sehr stabil und verfügt über hervorragende Manövrierfähigkeit, sodass die 2.400 Meter kein Problem sein sollten. Ich habe keine Bedenken.“

Daring Tact (Stute, 5) Haruki Sugiyama, Trainer „Beim Sankei Sho All Comers vor zwei Starts befand sich der gute Boden auf der Innenbahn. Im nächsten Rennen, dem Queen Elizabeth II Cup, befand sich der schnelle Boden auf der Außenbahn. Und in beiden Rennen war das Los nicht zu ihren Gunsten und die Ergebnisse spiegelten das wider. Es war eine Schande für sie. Trotzdem rannte sie im QEII Cup über schlechten Boden und zeigte in der finalen Phase sehr gutes Fußarbeit. Aber sie konnte wirklich nicht überall ihr Bestes geben. Sie hat gerade erst galoppiert, aber sie sieht gesund aus. Es scheint keine Probleme mit ihren Hufen und Beinen zu geben. Ich behalte sie genau im Auge und wenn keine Probleme auftreten, werden wir den Japan Cup angehen. In den Tokyo 2,400 Metern denke ich nicht, dass das Los einen großen Unterschied macht. Ich werde sie in Bestform bringen, sodass sie ihr Bestes geben kann.“

Heart’s Histoire (Pferd, 6) Sakae Kunieda, Trainer „Beim Copa Republica Argentina hatte er ein gate außerhalb, aber Yutaka Take hat ihn sehr gut auf die Innenseite bewegt, sodass er keine zusätzliche Strecke zurücklegen musste. Als er in die Zielgerade einbog, fühlte er sich noch stark und dann gab es einen Unfall und dieses Pferd konnte sich von den Verkehrsproblemen, die es erlebte, nicht erholen. Kurz vor der Ziellinie öffnete es sich auf der Innenseite und wenn alles glatt gelaufen wäre, hätte das Ergebnis anders ausgesehen. Es gibt nicht viel Zeit zwischen den Rennen, also gab ich ihm am Sonntag (20. November) einen schnellen Lauf auf dem Steilhang und das sollte genug sein. Zuvor waren seine hinteren Beine nicht vollständig erholt und wir konnten ihn nicht in Rennen so dicht hintereinander einsetzen, aber jetzt ist er viel ruhiger und in der Lage, seinen Zustand zu halten. Die Strecke des Tenno Sho (Frühling) war für ihn zu weit, also denke ich, man kann seine Ergebnisse in diesem Rennen ignorieren. Das hat der Jockey auch gesagt, dass das Pferd mehr auf der linken Seite läuft und Tokyo, ohne Zweifel, gut sein wird. Die Konkurrenz ist stark, also müssen wir sehen, wie gut er sich schlagen kann.“

Karate (Pferd, 6) Yasuyuki Tsujino, Trainer „Beim Tenno Sho (Herbst) nahm nur ein Pferd die Führung und war weit vorne und alle anderen von der zweiten Position zurück waren langsam. Auf top dessen war dieses Pferd auf der Innenseite und konnte sich nicht bewegen. Er konnte am Ende nicht alles geben und bevor er sich bewegen konnte, war es vorbei. Wenn es mehr Tempo gegeben hätte, wäre alles anders gewesen. Er war immer noch frisch, nachdem er dieses Rennen beendet hatte, also mussten wir uns keine Sorgen machen, ihn von dem Rennen zu erholen, wir haben uns tatsächlich nach einer Möglichkeit umgesehen, ihn härter zu pushen. Letzte Woche am Mittwoch arbeitete er auf der ebenen Strecke und wir überprüften, dass er sich entspannt bewegte. Das tat er und seine Reaktionen waren gut, als er an Tempo aufnahm. Er war von der Meile auf die Niigata Kinen über 2.000 Meter gestiegen und konnte es problemlos handhaben. Ich denke, sein gutes Renngefühl ist eine seiner Stärken.“

Ridge Man (Pferd, 9) Koki Chiba, Trainer „Er wird seit dem Ende von August jede Woche stärker und war in Topform für die ORO Cup, aber er konnte keine klare Laufroute finden und das Rennen war vorbei, bevor er überhaupt richtig loslegen konnte. Es ist eine sehr große Bühne dieses Mal, aber er bekommt die Chance, wieder auf dem Tokyoer Rasen zu laufen. Die anderen sind stark, aber ich will, dass er sich hohe Ziele setzt, selbst wenn das bedeutet, nur ein Pferd mehr zu überholen.“

Shadow Diva (mare, 6) Makoto Saito, trainer In der Fuchu Himba Stakes hatte sie eine Außenlaufposition und musste außen herumlaufen, so dass sie etwas mehr Boden überwinden musste. Sie lief ihr eigenes Rennen und zeigte ihren hervorragenden Endspurt. Ich denke, die Startposition hatte einen leichten Unterschied zwischen ihr und den vorderen Pferden gemacht. Sie hatte nach dem Rennen eine leichte Verstauchung und wir haben sie auf die Farm gebracht, wo sie sich erholen konnte. Sie kehrte am 5. November ins Trainingszentrum zurück und wir haben an ihrem rechten Vorderbein weitergearbeitet. Wir haben sie am 10. November das erste Mal getimed und am 16. November ist sie den Hügel hochgelaufen, als der Boden schon sehr aufgewühlt war. Sie hat etwa 54 Sekunden gebraucht. Ich denke, das war etwas langsam, aber sie bewegt sich genug und die Steifheit am Anfang kann entschuldigt werden.

Shahryar (Hengst, 4) Nobuyuki Tashiro, Assistent-Trainer Er war in der Tenno Sho (Herbst) in einer guten Position und seine 33 Sekunden über die letzten drei Furten zeigten, wie hart er gelaufen ist. Er hat wirklich bis zum sehr Ende durchgehalten. Es war das erste Mal seit langem, dass ihm die schnelle Zeit über die letzte Strecke das Rennen entschieden hat. Ich denke, er hat es nicht schlecht gemacht. Er blieb im Trainingszentrum, nachdem das Rennen vorbei war. Er kam sehr gut aus dem Rennen, also konnten wir ihn sofort wieder ins Training nehmen. Seine schnelle Arbeit war letzte Woche am 17. November auf dem Rasen. Sein Gewicht hat sich kaum geändert, aber da er jetzt ein Rennen bestritten hat, ist er agiler geworden. Er ist dünner, hat eine gute Muskeltonisierung und alles läuft reibungslos. Er gewann den Tokyo Yushun (Japanischer Derby) über die Tokyo 2.400 Meter und ich denke, dass er gute Ergebnisse über die Distanz hat, ist ein großer Vorteil. Und da er selbst Rekorde aufgestellt hat, ist er natürlich in der Lage, schnelle Zeiten gut zu handhaben. Wenn der Boden etwas weicher ist, kann er damit umgehen, aber wenn es so regnet wie letztes Jahr beim Kobe Shimbun Hai, ist das nicht gut. Dies war unser wichtigstes Ziel seiner Herbstsaison. Er hat sich erheblich verbessert und meine Erwartungen sind sehr hoch.

T O Royal (Hengst, 4) Masahiro Yokoi, Assistent-Trainer Ich habe mit dem Jockey gesprochen und er sagte, dass die Störung im letzten Streckenabschnitt beim Copa Republica Argentina weit schlimmer war, als es aussah, und anscheinend hat das Pferd neben ihm im Startgate vor dem Start getreten und war verängstigt. Also ging der Start nicht gut. Aber wenn man bedenkt, dass er 57,5 kg getragen hat und der Unterschied zwischen ihm und dem Sieger nicht so groß war, war es keine so schlechte Leistung. Er hatte danach einige Schnitte, aber nichts Ernstes. Mit zwei vollen Wochen zwischen den Rennen sollte es kein Problem geben, seine Form zu halten. Im Vergleich zu den Pferden, die viele Grade 1-Rennen bestritten haben, wird dieses Pferd etwas fehlen. Aber ich denke, er hat das Zeug dazu, gut zu sein. Er hat sich mit zunehmendem Alter verbessert und ich weiß, dass er gut mit dem Reiter kommunizieren wird. Die längere Distanz passt zu ihm und ich hoffe, er gibt uns ein Rennen, das ihm in Zukunft gut stehen wird. T O Royal

Trust Kenshin (Pferd, 7) Fumimasa Takahashi, Trainer Im October Stakes (Listenrennen, 16. Oktober) war es sein erstes Rennen seit einiger Zeit und er war etwas träge und landete am Ende hinten. Er ging danach auf die Farm und kehrte am 29. Oktober ins Trainingszentrum zurück. Seine Füße und Beine waren in einem guten Zustand, also konnten wir ihm ausreichend Arbeit geben. Er arbeitete hinter einem anderen Pferd am 9. November und sein Zustand scheint sich dramatisch verbessert zu haben. Damian Lane hatte letzte Woche eine gute Arbeit und hatte einen guten Eindruck von ihm. Er hat sich bei schlechtem Wetter bewährt, aber wenn man sich seine Leistung im Naruo Kinen ansieht, ist klar, dass eine schnelle Strecke besser ist. Er hat die Tokyo 2.400 Meter mit seinem dritten Platz im Japanischen Derby erlebt. Ich bin gespannt zu sehen, was er uns zeigen wird.

Unicorn Lion (horse, 6) Takahide Ando, assistant trainer ” Der Jockey hatte beim Fukushima Kinen viel Selbstvertrauen und er hat einen tollen Job gemacht. Ich denke, das Pferd in die Blinkers zu stecken, war eine gute Sache. Es war fast, als würde man Panthalassas Sieg im Rennen des letzten Jahres anschauen. Überraschenderweise hat Unicorn Lion sofort nach dem Rennen wieder zu Atem gekommen, so dass er ohne Schaden aus dem Rennen gekommen ist. Er war ab Donnerstag der folgenden Woche wieder im Training und alles lief reibungslos. So wie er jetzt aussieht, sollte es kein Problem sein, nur eine volle Woche zwischen den Rennen zu haben. Bisher hat er an vielen verschiedenen Orten geritten, so dass der Kurs kein Problem sein wird. Aber mit über 2.400 Metern wird die Distanz entscheidend sein. Der Kyoto Daishoten war im letzten Abschnitt hart für ihn. Wenn der Druck erhöht wird, glaube ich, dass es schwierig wird. Ich bin gespannt, wie leicht der Jockey die Dinge für ihn machen kann.

Vela Azul (horse, 5) Kunihiko Watanabe, trainer Seine Wendigkeit beim Kyoto Daishoten war noch besser, als ich gedacht hätte. Als ich damit begann, ihn auf Rasen zu rennen, war er nicht so sehr mit dem Reiter verbunden, aber Jockey Mirai Iwata hat ihm das Rennen gut beigebracht und seitdem gute Ergebnisse erzielt. Und vor allem in diesem Jahr ist er auch körperlich viel stärker. Nach seinem letzten Sieg ging er für eine Weile auf die Farm. Er kam am 14. Oktober an und kehrte am 4. November ins Trainingszentrum zurück. Er sieht jetzt genauso aus wie vor seinem letzten Start. Kohei Matsuyama absolvierte am 17. November schnelles Arbeiten und erreichte über sechs Furchen auf dem Flachbahn-Woodchip-Kurs in 79,7 Sekunden. Das Pferd hat einen riesigen Schritt, so dass seine Zeit schneller aussah, als sie tatsächlich war. Alles läuft nach Plan. Die Konkurrenz wird stärker sein, aber nachdem er uns beim letzten Mal gezeigt hat, freue ich mich auf das Rennen. Wir haben noch nicht alles gesehen, was er auf Rasen mit einer langen Zielgeraden leisten kann. Ich denke, er hat sich mit dem einen Rennen, das er nach der Pause bestritten hat, verbessert. Idealerweise möchte ich, dass ein gutes Tempo herrscht und der Boden etwas weich ist wie beim Kyoto Daishoten.

Weltreisende (horse, 5) ” Er war in guter Form für den Sankei Sho All Comers, aber er reiste außen und ich denke, diese Reise hat ihn müde gemacht. Nachdem er auf die Farm ging und am 29. Oktober ins Trainingszentrum zurückkehrte, waren seine Füße und Beine in gutem Zustand, so dass wir ihm ausreichend Arbeit geben konnten. Er arbeitete am 9. November hinter einem anderen Pferd und sein Zustand hat sich dramatisch verbessert. Damian Lane absolvierte letzte Woche schnelles Arbeiten und hatte einen guten Eindruck von ihm. Er ist über schlechtes Wetter bewiesen, aber wenn man sich seine Leistung im Naruo Kinen ansieht, ist klar, dass eine schnelle Bahn besser ist. Er hat die Tokyo 2.400 Meter mit seinem dritten Platz beim Japan Derby erlebt. Ich bin gespannt, was er uns zeigen wird.


15.03.2022 – Cheltenham – Close Brothers Mares‘ Hurdle – Pick: Queens Brooke

Pferderennen in England

 Close Brothers Mares‘ Hurdle

Distanz : 2m4f (2m3f200y) | Alter: 3y0+ | Untergrund: Gut bis weich

Telmesomethinggirl?: Die Stowaway Tochter von Henry De Bromhead war letztes Jahr beim Mares Hurdle eine der Überraschungen für mich, einen so klaren Sieg hätte ich ihr in diesem Rennen – auch in Abwesenheit der ganz großen Namen – nicht zugetraut. Nach Anfangsschwierigkeiten hatte Telmesomethinggirl ab Juli 2020meine Siegesserie in Hürdenrennen über den Sommer hingelegt und hatte dort drei ihrer vier Rennen gewinnen können, machte dann aber über einen großen Teil des Herbstes Pause und kam 140 Tage später im Februar 2021 wieder zurück – mit einem dritten Platz in einem durchaus gut besetzten Rennen auf schwerem Untergrund, wo sie zudem recht viel Gewicht tragen musste.

Der resultierende dritte Platz war okay, allerdings hatte sie keine Chance an den vorderen zwei dran zu bleiben.

Das schien aber vor allem eher an der längeren Pause gelegen zu haben, die sie seit dem September genossen hatte, denn im nächsten Versuch gewann sie das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival mit Leichtigkeit!

Dem unerwarteten Sieg in einem der schwersten Rennen für die Stuten kies sie allerdings gegen männliche Konkurrenz im April im Irish Mirror Novice Hurdle nur einen fünften Platz folgen.

Telmesomethinggirl schien sich in diesem Rennen nie so richtig wohl zu fühlen und sprang einige der Hindernisse alles andere als sauber. Gerade an der letzten Hürde sprang sie relativ unsauber, als ihr zunehmend die Kraft ausging und auf der Zielgeraden musste sie dann auch noch den vierten Platz abgeben.

Auch beim Saisondebüt nach dem Sommer im Mares Hurdle in Punchestown belegte sie gegen Konkurrenten wie Dysart Diamond oder die Konkurrentin aus dem Kares Hurdle 2021, Royal Kahala, wieder nur einen fünften Platz. Das lief nicht so wie eigentlich erwartet für die Favoritin, die niemals die Leistung zeigte, die sie in Schlagreichweite zu den Siegern  gebracht hätte. Etwas besser, aber immer noch nicht ideal lief es dann beim nächsten Duell mit Royal Kahala im Advent Surety EBF Mares Hurdle in Leopardstown, wo Telmesomethinggirl zwar auf den letzten Metern noch Boden gut machte, aber nie in das Duell um den Sieg eingreifen konnte. Sie kam immerhin bis auf 1,5 Längen an die Sieger heran und hatte nicht immer Glück in dem Rennen, aber ihr Status als Favoritin kommt vor allem von ihrem Sieg im letzten Jahr in diesem Rennen – und der eher schwachen Konkurrenz im Mares Hurdle 2022

Queens Brooke: Die Shirocco Tochter von Trainer Gordon Elliot ist eine von vielen Stuten in diesem Feld, die sich in dem Lauf beim Cheltenham Festival deutlich steigern könnten – und sollten.

Sie begann ihre Karriere im März 2019 in Momnksgrange mit einem dritten Platz, 224 Tage später folgte dann der erste Sieg auf dem Provinzlurs in Dromahane in Irland bevor es im Februar 2020 dann auf die Hauptkurse in Irland ging.

In Gowran gewann sie ein NHF Rennen und belegte dann im Champion Bumper einen hervorragenden dritten Platz, um nach der erneuten Sommerpause ihren Saisoneinstieg in einem Maidenhurdle ebenfalls zu gewinnen.

Der Sprung auf deutlich höheres Niveau in einem Gruppe 3 EBF Mares Hurdle gelang Queens Brooke dann allerdings nicht ganz und sie musste sich mit einem sehr knappen zweiten Platz (nur ein Kopf hinter der Siegerin Skyace) zufrieden geben. Dabei hatte sie die Führung nach der letzten Hürde zunächst übernommen, am Ende fehlte ihr auf den letzten Metern aber einfach die Kraft um den letzten Angriff auch noch abwehren zu können.

Auf Gruppe 2 Ebene im Irish Stallion EBF Mares Hurdle wurde Queens Brooke dann aber recht deutlich geschlagen und hatte keine Chance an Concertista dran zu bleiben – was aber auch vielleicht an den etwas unpassenden 2m3f Distanz lag, gut 600m als beim letzten Rennen und vielleicht ein bisschen zu viel für Queens Brooke.

Die setzte nach der erneuten Sommerpause ihre Ziele ein wenig niedriger und holte über den Herbst 2021 einen Sieg über 2m4f und einen zweiten Platz über die selbe Distanz, allerdings auf schwerem Untergrund.

Nach erneut 113 Tagen Pause startete sie dann in Punchestown auf Gruppe 3 Ebene im Watch On Racing TV Quevega Mares Hurdle, wo sie einen zweiten Platz belegte, aber trotz des kurzen Rückstands auf Burning Victory diese niemals unter Druck setzten konnte. Vielleicht brauchte sie das Rennen und Queens Brooke kann heute eine Schippe drauf legen, dann kann sie auch die Favoritin Tellmesomethinggirl schlagen.


29.12.2021 – Leopardstown – Matheson Hurdle – Pick: Sharjah

Pferderennen in Irland

15:20 Matheson Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Preisgeld: 150.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Sharjah wird versuchen, das Rennen hier ein viertes Mal in Folge zu gewinnen – nach 2018, 2019 und 2020. Keines der Jahre lief er als Favorit auf, gewann aber am Ende überzeugend. Dieses Jahr hat er dabei auch noch einige der Hauptkonkurrenten zuvor schlagen können. Ich glaube zwar, dass Echoes in Rain deutlich besser laufen kann als er es in seinem letzten Rennen tat, aber Sharjah liebt dieses Rennen – und ich kann logisch nicht begründen, warum ich ihn hier nicht empfehlen sollte.
Petit Mouchoir holte hier letztes Jahr eine Platzierung und ich würde ihm den dritten Platz durchaus gönnen, für die Plätze sind aber Zanahiyr und Echoes in Rain klar die besseren Alternativen

Sharjah: Der Doctor Dino Sohn von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 für Trainer J. E. Pease in Frankreich, brauchte aber eine Weile bis er so richtig in Gang kam und wechselte zuvor noch zu Trainer H F Devin im Jahr 2016, wo er nach drei weiteren Rennen sein erstes Rennen in Deauville gewann. Die weiteren Starts waren nicht schlecht mit Platzierungen nur jeweils knapp über einer Länge hinter dem Sieger, aber er erwies sich als nicht ganz leicht zu steuern und zu trainieren und wurde im Januar 2017 kastriert, um im September 2017 zu Trainer Willie Mullins zu wechseln.

Der Einstand in Irland gelang mit zwei Siegen in den ersten beiden Rennen nach Maß und Mullins schickte ihn danach direkt in die Gruppe 1 Ebene im  Paddy Power Future Champions Novice Hurdle , um zu sehen wie die Ziele der Rest der Saison stehen würden.

Sharjah hatte beim Paddy Power Future Champions Novice Hurdle  im Dezember 2017 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, sah er doch wie der sichere Sieger dieses Rennens an der letzten Hürde aus, bevor er stürzte und das Rennen an Whiskey Sour übergab. Auch Real Steel stürzte an dieser Hürde, sah aber längst nicht so gut aus  während dem Rennen wie Sharjah und mit anderen Konkurrenten wie Mengli Khan im Rennen, hatte die Form einiges an Gewicht. Danach ging er aber sang und klanglos gegen Samcro im Deloitte Novice Hurdle unter und auch seine Starts im Supreme Novices‘ Hurdle oder dem Studs Novice Hurdle brachten keinen Erfolg. Er blieb im Jahr 2018 stets aktiv und startete noch im Gruppe 1 Herald Novice Hurlde und dem Gruppe 3 Grimes Hurdle , wo er immerhin einen dritten Platz hinter Joey Sasa und Wicklow Brave erringen konnte.

Dann kam seine Sternstunde im Guinness Galway Hurdle, wo er auf Gruppe 1 Ebene trotz seines hohen Gewichts im August einen souveränen Sieg feiern konnte. Das Rennen war zwar gut besetzt, trotzdem konnte sich Sharjah auf den letzten Metern mit über drei Längen absetzten und er schaffte seinen besten Lauf in seiner Karriere bisher. Wenig überraschend schaffte er es nicht sich im Petingo Handicap im September an diese For anzuküpfen, und auch im Irish Cesarewitch und dem Gruppe 2 WKD Hurdle im September kam es nicht zu einer Überraschung und Sharjah musste sich weiter hinten einsortieren.

Im Gruppe 1 Morgiana Hurdle  im November 2018 kam dann doch die Überraschung und Sharjah schlug seinen Stallgefährten Faugheen mit 7,5 Längen. Dabei hielt er sich in dem kleinen Feld zunächst an dritter Position, konnte die Führung an der vorletzten Hürde aber Problemlos übernehmen und ging dann weiter vor an der letzten Hürde, wo Faugheen als eigentlicher Favorit den Anschluss nicht mehr halten konnte und Sharjah ziehen lassen musste.

Sharjah startete danach noch einmal im Dezember im Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Supasundae, Samcro, Melon und Petit Mouchoir, und wieder wurde Sharjah nicht als Favorit des Rennens gehandelt, sondern klar hinter einigen der Konkurrenten einsortiert – was eine klare Fehleinschätzung war. So rollte Sharjah erneut das Feld von hinten auf und verbesserte seine Position vom fünften Platz an der vorletzten Hürde auf den ersten Platz und damit die Tonangebende Position, die er dann nach dem letzten Sprung immer weiter ausbauen konnte.

Mit der Leistung im Rücken ging es ein weiteres Mal nach Cheltenham und dieses Mal sollte es besser laufen als beim letzten Jahr, wo er Achter im Supreme Novices‘ Hurdle wurde, aber auch 2019 brachte Sharjah kein Glück, denn schon an der dritten Hürde wurde er von Buveur D’Air zu Fall gebracht, und dieser Sturz schien seine Spuren hinterlassen zu haben, denn das war dann auch der letzte Start in der aktuellen Saison und selbst bei seinem Saisondebüt im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene schien er alles andere als fit zu sein, denn er belegte nur einen vierten Platz fast neun Längen hinter dem Sieger Saldier.

Auf den Zweiten des Rennens, Petit Mouchoir, traf er im Gruppe 1 Matheson Hurdle einen Monat später wieder, schien dabei aber wieder in Form zu kommen und gewann das Rennen mit einem überzeugenden Lauf und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zum zweiten Versuch des Sieges in einem Gruppe 1 Rennens während des Weihnachtsfestivals in Leopardstown wieder fit und gewann das Matheson Hurdle gegen Petit Mouchoir mit souveränen 3 Längen. Die 2m waren kein Problem auf weichem Untergrund und der nächste Versuch im Februar PCI Irish Champion Hurdle auf Gruppe 1 Ebene  wurde mit Spannung erwartet. Nicht nur ging es wieder gegen Petit Mouchoir, sondern auch gegen Supasundae und vor allem die aufstrebende Wunderstute Honeysuckle – die das Rennen auch knapp gegen Darver Star gewinnen konnte, während Supasundae und vor allem Sharjah kaum eine Rolle um den Sieg spielten.

Für sein Rennen beim Cheltenham Festival wählte Sharjah das Champion Hurdle und wurde nach der klaren Niederlage zuvor als Außenseiter geführt, überraschte aber mal wieder und kam auf einem klaren zweiten Platz ins Ziel. Der Favorit Epatante gewann wie erwartet das große Rennen, aber Sharjahlief ein großartiges Rennen. Er hielt sich trotz des großen Feldes im hinteren Bereich und begann erst im letzten Drittel langsam das Feld aufzurollen, während Epatante zu dem Zeitpunkt schon vorne mit dabei war. Und auch wenn Epatante aus dieser Position das meiste machte und das Rennen am Ende gewann – Sharjah lief ein hervorragendes Rennen und zeigte sehr gute Form, indem er es schaffte sich auf dem Run In noch den zweiten Platz vor Darver Star sichern zu können!
Leider endete nach dem Cheltenham Festival die Jump Saison praktisch, weil Corona sich über Europa ausbreitete, aber Sharjah versuchte trotzdem aktiv zu bleiben und bestritt zwei Renne auf dem Flat im Juni und Juli, mit mäßigen Ergebnissen. Aber dafür gelang ihm der Einstieg in die Sprung Saison hervorragend, als er das Gruppe 1 Matheson Hurdle in Leoparstown mit zwei Längen locker gewinnen konnte. Wieder hielt sich Sharjah im hinteren Bereich des Feldes, rollte aber gemütlich das Feld von hinten auf und hatte nach der letzten Hürde nur noch Aspire Tower vor sich, den er ebenfalls locker einsammelte. Vom Favoriten Saint Roi war nicht viel zu sehen, ebenso wenig von Abacadabras, der sich aber beim nächsten Rennen revanchierte, als die beiden im Irish Champion Hurdle auf Honeysuckle trafen.

Die ungeschlagene Stute dominierte das Rennen von der Front und lies keinem anderen Rennpferd eine Chance und die Taktik von Sharjah, aus dem hinteren Bereich des Feldes zum Angriff anzusetzen erwies sich als Fehler, denn Honeysuckle setzte ein hartes Tempo und Abacadabras setzte früh zur Verfolgung der Stute an, die sich bis zu fünf Längen vor das Feld setzte. Sharjah versuchte noch sich an die ersten beiden dran zu hängen und sammelte unter anderem Saint Roi und Petit Mouchoir ein, konnte aber die ersten beiden nicht mehr erreichen.

Sharjah lies sich im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival 2021 nicht ganz so weit zurückfallen und begann fürher als sonst das Feld von hinten aufzurollen, denn er kennt das Rennen gut und der zweite Platz 2020 in diesem Rennen war einer seiner größten Erfolge in den letzten Jahren und auch wenn die Konkurrenz 2021 noch einmal besser war als die im letzten Rennen, sprang am Ende wieder der zweite Platz heraus – ein massiver Erfolg für Sharjah, der sich mit einem guten Lauf über die letzten drei Hindernisse gut drei Längen von der Vorjahressiegerin Epatante absetzten konnte – allerdings hatte er keine Chance gegen die Siegerin.

In den letzten beiden Rennen war er jeweils auf einem der ausbezahlten Plätze hinter Honeysuckle und auch im Gruppe 2 Paddy Power Champion Hurdle im April war Honeysuckle vor ihm – aber dieses Mal, auf schnellerem Untergrund gegen Ende der Saison kam Sharjah doch noch recht gut an Honeysuckle heran, die an der letzten Hürde einen langsamen Sprung einlegte.

 

Beim Saisondebüt nach der Sommerpause war Sharjah wieder gut erholt und in Bestform und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten Zanahiyr mit 3 Längen durchsetzen und auch Echoes in Rain wurde klar geschlagen….. also haben wir eine Art Rematch aus dem November vor uns…. wird es heute genau so ablaufen?
Möglich, er hatte die beiden Konkurrenten klar im Griff – und wird heute versuchen dieses Rennen zum Vierten Mal in Folge zu gewinnen.
Zanahiyr

Echoes In Rain: Der Authorized Son von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere  für Trainer L. Gadbin in Frankreich im Jahr 2018 mit einem Sieg auf dem Kurs im Argentan mit einem Sieg und blieb bis Mai 2019, wo er abschließend den Prix de Brissac auf sehr weichem Untergrund gewann und dann zu Willie Mullins wechselte.

Willie Mullins lies seinen Neuzugang dann gleich auf Gruppe 2 Ebene starten und schickte Echoes In Rain in das Knight Frank Juvenile Hurdle in Leopardstown, wo er allerdings auf einem fünften Platz ins Ziel kam und keine Chance hatte, sich mit den Führenden mit zu halten – er hatte einfach nicht die Ausdauer um konkurrenzfähig zu sein, was nach so einer langen Pause, Länderwechsel und so weiter mehr als verständlich ist.

Trotzdem schickte Willie Mullins ihn gleich in die nächste längere Pause und lies ihn erst ein Jahr später in Naas im Irish Field „Supporting Irish Racing“ Maiden Hurdle starten, um den ersten Sieg über Hürden feiern zu lassen – der Sieg gelang dann auch unangefochten, was von einem späteren Gruppenstarter auch so erwartet worden war. Trotzdem muss man zugestehen, dass der Sieg doch ziemlich beeindruckend war und sich für die kommende Saison gut las.

Trotzdem gelang der Sieg im Gruppe 2 Sky Bet Moscow Flyer Novice Hurdle in Punchestown noch nicht auf Anhieb – dabei sah der Versuch doch in der Mitte des Rennens sehr sehr gut aus – Echoes In Rain übernahm die Führung, setzte sich zum Teil 15 Längen vom Feld ab, wurde aber 3 Hürden vor dem Ziel langsam eingeholt und an der letzten Hürde dann schlussendlich überholt. Auf der Zielgeraden verlor er auf dem schweren Untergrund dann noch zwei Plätze. lief aber insgesamt kein schlechtes Rennen.

So gesehen war der Rang des Favoriten im nachfolgenden Gruppe 2 Paddy Power Betting Shop Novice Hurdle in Naas rechtfertigen – und Echoes In Rain konnte auch wie erhofft beweisen, dass er mit dieser Ebene wahrlich keine Probleme hat, wenn er einen guten Tag erwischt.

Zwar gab Echoes in Rain am Anfang des Rennens wieder ordentlich Gas, wurde aber von seinem Jockey Paul Townend unter Kontrolle gebracht und hinter den Pacesetter positioniert. Von dort konnte er drei Hürden vor dem Ziel das Tempo langsam anziehen und recht mühelos selber die Führung übernehmen, um einen ziemlich ungefährdet den Sieg für sich zu beanspruchen.

Echoes In Rain legte dann im April im Gruppe 2 Paddy Kehoe Suspended Ceilings Novice Hurdle über 2 Meilen in Fairyhouse noch einmal nach und gewann das Rennen absolut mühelos mit 15 Lägen Vorsprung, womit auch endgültig klar war, dass er auch auf Gruppe 1 Ebene keine Probleme haben würden. Zwar hatte er das Cheltenham Festival 2021 ausgelassen, seinen ersten Gruppe 1 Sieg konnte er trotzdem am Ende der Saison noch feiern, als er im Gruppe 1 eCOMM Merchant Solutions Champion Novice Hurdle startete. Die Bedingungen waren fast identisch zu dem Rennen zuvor, allerdings musste er sich wegen dem höheren Niveau am Ende doch ziemlich anstrengen, um noch als Sieger aus diesem Rennen hervor zu gehen. Nach der letzten Hürde hatte Echoes In Rain das Feld zwar fest im Griff, aber während des Rennens konnte er sich nicht wie die letzten Male relativ locker absetzten, sondern musste mit den Konkurrenten im Nacken hart arbeiten, um seine Position zu halten, was vermutlich auch der Grund war, warum er die ein oder andere Hürde nicht ganz sauber nahm.

Wie schon die letzten beiden Male brach seine Form nach der Sommerpause ein und er konnte sich im Duell mit Sharjah und Zanahiy im Morgiana Hurdle nicht in Bestform präsentieren und musste sich mit dem dritten von drei Plätzen zufrieden geben – das geht besser, und er wird sich sicher in dieser Saison noch steigern – aber Sharjah liebt dieses Rennen und wird schwer zu schlagen sein.

Saint Roi: Der Coastal Path von Trainer Willie Mullins begann seine Karriere wie so viele seiner Stallgefährten in Frankreich für den Trainer G. Cherel, der ihn zwei Mal starten lies, unter anderem auf dem Kurs in Auteuil im Listed Prix Finot, wo er einen guten dritten Platz belegen konnte. Starke Leistung und ein Grund, warum des danach zu Mullins ging, der sich den größten Teil von 2019 Zeit lies, um seinen Neuzugang auf die Rennen in Irland vorzubereiten.

Seinen ersten Start hatte er 2019 in Clonmel in einem Maidenrennen über 2m3f auf weichem Boden, wo er einen fünften Platz erringen konnte. Danach ginge s aber deutlich bergauf und über 600m weniger Distanz gewann er sein nächstes Rennen im Januar 2020 in Tramore mit neun Längen, bevor er in Cheltenham beim Festival das Gruppe 3 Randox Health County Hurdle souverän für sich entscheiden konnte. Das war auf Grund des geringen Gewichts und der Zuversicht des Trainers im Vorfeld nicht ganz überraschend, aber trotzdem eine absolute Spitzenleistung.

Nach dem Cheltenham Festival folgte eine lange Pause auf Grund des frühzeitigen Ende der Saison wegen Corona und den geschlossenen Rennkursen, aber die Pause schien ihm nicht geschadet zu haben, denn Saint Roi kam mit einem weiteren Sieg im Horse & Jockey Hotel Hurdle auf Gruppe 3 Ebene in Tipperary zurück. Das Rennen im Oktober gewann er leicht und locker, auch wenn der ein oder andere Sprung nicht ganz sauber war. Das Rennen war aber gut gewählt von Mullins, mit wenig ernster Konkurrenz und idealen Bedingungen um in die Saison zu finden.

Der zweite Start war dann errnst gemeint, als es im Unibet Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene galt, Abacadabras und Supasundae auf Abstand zu halten. So ganz gelang das leider am Ende nicht, mit einem Nacken musste er sich am Ende Abacadabras geschlagen geben, und das auch nur, weil er in der letzten Kurve mehrfach zu wenig Platz hatte und an gerade an der letzten Hürde einen schwachen Sprung einbaute. Da wäre sicher mehr drin gewesen… ganz im Gegensatz zum Matheson Hurdle Ende Dezember in Leopardstown. Da war der weiche Boden eigentlich sogar besser als der beim Morgania Hurdle, aber irgendwie kam Saint Roi nicht in Gang und schien sich nicht wohl zu fühlen, jedenfalls hatte er keine Chance es mit dem Sieger des Rennens, Sharjah, aufzunehmen. Auch Abacadabras war mit von der Partie, aber auch der war alles andere als in Bestform und kam weit abgeschlagen hinter Saint Roi ins Ziel, der immerhin einen vierten Platz halten konnte.

Den selben Platz holte er im Duell mit Honeysuckle im Irish Champion Hurdle im April, wo Saint Roi erneut keine Chance auf den Sieg oder den zweiten Platz hatte…  das hat ohnehin in den Gruppenrennen bisher kaum geklappt und ich warte noch, dass er den Anschluss an die Führungsgruppe schaffen wird.

Petit Mouchoir: Der Al Namix Sohn hat schon einige Trainer durch: Angefangen bei Gordon Elliot, wechselte dann 2015 zu Willie Mullins, 2016 zu Henry De Bromhead und 2020 wieder zu Gordon Elliot, der ihn auf Grund des Skandals mit dem toten Pferd an Denise Foster abgeben musste und ihn erst im Oktober 2021 zurück nahm. Ziemlich weit herumgekommen und durchaus mal gute Platzierungen erreicht  – aber der letzte Sieg ist mittlerweile schon vier Jahre her!

Seine Karriere begann Petit Mouchoir allerdings schon früher für Gordon Elliot und nach zwei gewonnen PTP und NHF Rennen wechselte er zu Willlie Mullin, der ihn sogleich über Hürden starten lies.

Sein erstes Maidenrennen war gleich ein voller Erfolg und Mullins lies keine Zeit verstreichen, um Petit Mouchoir in den besten Rennen starten zu lassen, was schon alleine für das Vertrauen von Mullins in seinen ehemaligen Starter spricht. So lief er im Gruppe 1 Future Champions Hurdle auf und konnte einen soliden, knappen dritten Platz hinter Long Dong belegen, bevor er einen abgeschlagenen vierten Platz im Deloitte Novice Hurdle erringen konnte. Im nachfolgenden Sky Bet Supreme Hurdle beim Festival 2016 war er chancenlos gegen Altior, Min und Buveur D‘ Air und kam nur auf einem bedeutungslosen achten Platz ins Ziel. Er war allerdings ohnehin nur als Außenseiter gestartet und überraschte bei seinem nächsten Start im Gruppe 1 Imagine Cruising First In The Frame Top Novices‘ Hurdle mit einem sehr knappen zweiten Platz hinter Buveur D’Air, der nur noch einen Nacken Vorsprung hatte am Ende. Petit Mouchoir bestätigte diese gute Form mit einem weiteren zweiten Platz in seinem letzten Start in der Saison 2016 im Herald Champion Novice Hurdle in Punchestown und kam erneut bis auf eine halbe Länge an den Sieger heran.

Nach diesen beiden Ausnahemleistungen wechselte Petit Mouchoir zu Henry De Bromhead, der im bei seinem Saisondebüt im Gruppe 2 WDK Hurdle eine lösbare Aufgabe stellte. Am Ende reichte es nur zu einem dritten Platz hinter Apple’s Jade und Rashaan, aber das Rennen war bis zur letzten Hürde offen und Petit Mochoir begrub seine Chancen erst mit einem unsauberen Sprung an der letzten Hürde.

Der Sprung an der letzten Hürde wurde ihm erneut zum Verhängnis, als er beim Stanjames.com Fighting Fifth Hurdle im November 2016 an der letzten Hürde stürzte, nachdem er knapp die Führung übernommen hatte und dabei noch relativ frisch aussah. Seinen wahrscheinlichen Sieg gab er damit an Irving und Apple’s Jade ab, konnte sich aber im nachfolgenden Ryanair Hurdle in Leopardstown revanchieren und schlug den hoch gehandelten Nichols Canyon mit locker 7 Längen. Er hätte diesen Konkurrenten auch bei seinem Sieg im Gruppe 1 BHP Insurance Irish Champion Hurdle im Januar geschlagen, dort stürzte aber zur Abwechslung Nichols Canyon an der letzten Hürde und so kämpfte Petit Mouchoir mit Footpad um den Sieg und konnte sich am Ende mit einer Länge durchsetzen.

Beim Festival 2017 unterlag er erneut dem Konkurrenten Buveur D‘ Air im Gruppe 1 Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy und auch My Tent Or Yours konnte sich einige Längen vor ihm durchs Ziel schieben, es hat ihm allerdings auch nicht geholfen, dass er gleich mehrere unsaubere Sprünge auf der letzten halben Meile einbaute und mehrere Hürden beim Springen traf. Die Distanz hier bei diesem Rennen ist ideal für ihn, er hat gute Erfahrungen auf dem Track machen können und scheint seit einem Jahr eine immer weiter ansteigende Formkurve zu haben. Der dritte Platz im Champion Hurdle ist alles andere als schlecht und der Track in Cheltenham liegt nicht jedem so dass auch das bisher letzte Rennen über Hürden als Erfolg gewertet werden kann.

Für Petit Mouchoir ging es danach in die Sommerpause und zurück ins Trainingslager, wo auch er die Kunst der Chase Rennen perfektionierte und in der neuen Saison sein Debüt in dieser neuen Klasse gab. Beim ersten Pferderennen nach der Sommerpause machte er kaum Fehler und dominierte ein kleines, aber durchaus gut besetztes Feld in Punchestown mit Leichtigkeit

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival in Leopardstown beim  im Arkle Novice Chase wo Footpad und Petit Mouchoir  aufeinandertrafen. Petit Mouchoir konnte mit dem Favoriten eine Weile gut mithalten, musste aber vor der letzten Hürde erkennen, dass er Footpad am heutigen Tag nicht schlagen kann und musste den Konkurrenten ziehen lassen. Footpad musste nicht einmal hart geritten werden um sich am Ende fünf Längen absetzten zu können und diese Niederlage direkt vor dem Festival wiederholte sich noch einmal beim Arkle Chase selbst, nur dass nun auch Brain Power vor Petit Mouchoir ins Ziel einlaufen konnte.

Über Hürden war Petit Mouchoir sogar Footpad noch überlegen, in den Chase Rennen kam er bisher nicht an diese Errungenschaften heran. So auch im Doom Bar Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene, wo er auf weichem Boden als Favorit über die 3178m Diego Du Charmil unterlag. Dabei hätte das Rennen eigentlich ihm gehören müssen und sein Rennen war auch nicht schlecht, so dass er im Grupp 1 Ryanair Novice Chase Ende April immer noch als zweiter Favorit hinter Footpad auflief. Wieder konnte er allerdings nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen und musste sich mit einem vierten Platz sang und klanglos geschlagen geben.

Petit Mouchoir ging danach in die Sommerpause und kam im Ryanair Hurdle im Dezember zurück auf die Rennstrecke. Das war gleich ein richtiger Einstieg in die Saison gegen Konkurrenten wie Sharjah pder Supasundae, Samcro oder Melon – und dieser Test ging gleich richtig nach hinten los, mit einem vor der letzten Hürde klar geschlagenen Petit Mouchoir.

Beim zweiten Start in der neuen Saison konnte er im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle stärker auflaufen und kam hinter Apple’s Jade immerhin auf den dritten Platz und konnte damit Melon schlagen. Es war aber klar, dass die Leistung aber nicht für einen Platz beim Cheltenham Festival ausreichen würde, denn das Stayers Hurdle war deutlich stärker besetzt und natürlich auch von der Distanz nicht ganz das, was Petit Mouchoir sonst so besucht.

Realistischer war da schon das Keelings Irish Hurdle auf Gruppe 2 Ebene über 4023m wo Petit Mouchoir mit der Führung über die letzte Hürde sprang, aber Off You Go und Not Many left saßen ihm im Genick, aber es war Rashaan der dann nach dem Sprung das Tempo aufnahm und sich ziemlich souverän absetzten konnte . als einziger Außenseiter in dem Quartet! Petit Mouchoir schwächelte noch ein bisschen auf dem Zieleinlauf und wurde am Ende „nur“ vierter, aber die Leistung war trotzdem recht respektabel.

Er startete dann im Mai noch im Punchestown Champion Hurdle, wo  man ihm nach der Leistung beim Cheltenham Festival und dem Keelings Hurdle wenig Chancen gegen Apple’s Jade, Supasundae oder Buveur D’Air ausrechnete. Petit Mouchoir versuchte das Tempo zu setzen und das Rennen mit einem Tempowechsel in der letzten Hürde zu stehlen, wurde dann von Buveur D’Air aber überholt und stehen gelassen, hielt aber bis 100m vor dem Ziel den zweiten Platz und musste nur spät die ausbezahlten ersten drei Plätze verlasse. So gesehen waren zwei der letzten vier Rennen trotz der „schlechten“ Platzierungen am Ende gar nicht schlecht und man konnte auf die neue Saison gespannt sein, welche er gleich mit einem Start im Morgiana Hurdle auf Gruppe 1 Ebene über 3319m feierte.

Keine leichte Aufgabe nach einer Pause gegen Klassical Dream, Sieger des Supreme Novices‘ Hurdle und Sharjah, Sieger des irischen Ryanair Hurdle  im Dezember 2018, aber Petit Mouchoir konnte ein weiteres Mal überraschen, indem er einen zwieten Platz hinter Saldier erreichen konnte, der dem haushohen Favoriten Klassikal Dream mit einem super schnellen Sprung an der letzten Hürde den Tag verdarb.

Im Matheson Hurdle trafen Sharjag und Petit Mouchoir dann einen Monat später wieder aufeinander, als Favorit galt aber wieder einmal Klassical Dream – der wieder nicht überzeugen konnte und das Rennen nur auf dem letzten Platz beenden konnte. Wieder versuchte Petit Mouchoir das Rennen von der Front aus für sich zu entscheiden, aber Sharjah lief im letzten Viertel schon neben ihm und konnte sich locker zum Ziel hin absetzten, und hätte vermutlich noch mehr aus sich herausholen können – ganz offensichtlich war Sharjah rechtzeitig zu seinem Lieblingsfestival an Weihnachten wieder in Form gekommen.

Petit Mouchouir lief danach ein hervorragendes Rennen im Gruppe  1  PCI Irish Champion Hurdle im Februar über die Distanz von 3219m, als er das erste Mal auf Honeysuckle traf. Die Stute von Henry De Bromhead galt als haushohe Favoritin nachdem sie zuvor in ihrer Karriere ungeschlagen war, musste sich aber überraschend stark bemühen um den Außenseiter Darver Star und auch Petit Mouchoir hinter sich zu halten und auch der fünfte Platz im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival 2020 war ziemlich solide.

Petit Mouchoir reduzierte dann ein wenig das Niveau und holte einen zweiten Platz im Grimes Hurdle und einen dritten Platz im Galway Hurdle im Juni 2020, bevor er im Matheson Hurdle 2020 hinter Sharjah erneut einen guten dritten Platz auf Gruppenebene belegen konnte.

Nach einer klaren Niederlage im Irish Champion Hurdle im Februar visierte Petit Mouchoir für das Cheltenham Festival dieses Mla etwas ruhigere Fahrwasser anzuvisieren und startete im County Hurdle, was sich mit einem überraschend guten zweiten Platz bezahlt machte.

Letztes Jahr hatte er hier einen Platz und ich würde mich sehr freuen, wenn das heute wieder klappen würde – ich kann es mir vorstellen.


28.12.2021 – Leopardstown – Dornan Christmas Hurdle – Pick: Flooring Porter / Ronald Pump EW

Pferderennen in Irland

14:45 Dornan Christmas Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 100.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Kann Willie Mullins mit seinem Classical Dream die Uhren zurückdrehen und dafür sorgen, dass dieser die verlorenen Rennen in der letzten und vorletzten Saison im Jahr 2029/21 wieder gut machen kann? Der generaltest im Stayers Hurdle im April sah gut aus, aber die Konkurrenz ist heute deutlich härter. Und ich mag Flooring Porter – der Sieger des Stayers Hurdle und des Christmas Hurdle im letzten Jahr! Klassical Dream ist für mich der Hype in diesem Rennen – man will ihn Siegen sehen, man will ihn beim Festival sehen…. aber hier wird Flooring Porter fitter sein als nach dem Kraftakt beim Cheltenham Festival…. und ich bin sehr sehr gespannt auf dieses Duell.

Klassical Dream: Der  Dream Well Sohn von Trainer Willie Mullins hatte eine recht unruhige Karriere bisher – er ist schon seit 2017 dabei, hatte aber wenig Starts und kommt nur auf 14 Rennen in 5 Jahren – davon 7 für seinen vorherigen Trainer Mile I Gallaorini im Jahr 2017!

Dann, im November 2018 wechselte er zu Willi Mullins, zuvor war er wie erwähnt in Frankreich und konnte dort in seinen sieben Rennen eine Menge Erfahrung sammeln, vor allem auf weichem Boden. Dabei nahm er auch einige sehr hochklassige Rennen ins Visier, etwas das Gruppe 1 Prix Cambaceres – Grande Course de Haies des 3 Ans wo er vierter wurde, mit dem Phänomen Master Dino knapp 4 Längen vor sich.

Bei seinem letzten Start in Frankreich konnte er dann das Rennen allerdings nicht beenden und wurde im März dann kastriert, bevor er im November 2018 zu Willie Mullins wechselte.
Dieser konnte seinen vielversprechenden Einkauf 391 Tage später gleich voll zur Geltung bringen und ihn in einem Maidenrennen in Leopardstown zum Sieg führen. Nach der kleinen Eingewöhnung in Irland schickte Mullins ihn ihm Februar ins Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle gegen Konkurrenten wie Aramon,  Dancing On My Own und Vision D’honneur. Aramon saß ihm ab der viertletzten Hürde im Genick und ließ bis zur Ziellinie nicht locker, die beiden wollten es untereinander austragen. Klassical Dream gewann am Ende mit einem Kopf gegen den Konkurrenten, der auf der Zielgerade zuvor schon geführt hatte. Klassikal Dream hatte eine gute Zeit gelaufen und war für das Cheltenham Festival 2019 bereit

 

Dort visierte er das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle an und galt als einer, wenn auch nicht DER Favorit für das Rennen – das war  Fakir D’oudairies vorbehalten, der am Ende aber keine Chance hatte, es mit Klassical Dream aufzunehmen, denn Klassical Dream lief stark auf und überwand im Rennen selbst schnell seine Nervosität, setzte sich hinter die Führenden in eine schöne Position und setzte sich an der letzten Hürde dann an die Führung. Von da aus schoss er dann auf der Zielgeraden nach vorne und konnte sich den Hügel hinauf ziemlich locker absetzten  -was eine Wahnsinns Leistung war!

Klassical Dream beendete die Saison mit einem ebenso starken Lauf im Herald Champion Novice Hurdle im April in Punchestown, wo er Felxi Desiy mit gut 5 Längen schlagen konnte. Das war eine absolute Spitzensaison für Klassical Dream, der nach der Sommerpause im November 2019 im Unibet Morgiana Hurdle sein Saisondebüt gab – aber als haushoher Favorit nur den dritten Platz belegen konnte und vor dem Start ziemlich nervös war. Auch bei seinem nächsten Start im Matheson Hurdle im Dezember 2019 war er hyper nervös vor seinem Start und fand nie recht ins Rennen, sondern musste sich am Ende klar mit dem letzten Platz geschlagen geben und beendete da auch schon die Saison 2019/2020

Und erst nach 487 Tagen lies Mullins ihn nach Trainings und Verletzungspech (und Corona..) wieder einmal auf der Renstrecke auflaufen – dieses Mal in Punchestown im Ladbrokes Champion Stayers Hurdle, wo er auflief, als hätte es die immense Pause nicht gegeben und mit sechs Längen Vorsprung gewann. Dabei war das 3m Rennen auf weich bis schwerem Boden alles andere als leicht besetzt und forderte einiges an Ausdauer und können. Aber Klassical Dream lief aus dem Mittelfeld auf als wäre es nichts leichteres als das, übernahm die Führung auf dem Weg zur letzten Hürde und setzte sich von seinen Verfolgern ab…. und dann kam die nächste Pause, die heute beendet werden wird…. er sollte fit sein, er sollte heute zu Recht der Favorit sein und hoffentlich auch zu Recht ein wenig der verlorenen Zeit gut machen können…. aber die Konkurrenz wird es ihm nicht leicht machen und der Untergrund ist ein wenig schneller als beim letzten Rennen.

Flooring Porter: Flooring Porter kennt Klassical Dream und gewann das letzte Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival – und dieses Rennen 2020. Er wird mit Sicherheit kein leichter Gegner sein und hätte sein letztes Rennen wohl auch gewonnen, wenn er nicht gestürzt wäre.

Der Yeats Sohn von Gavon Cromwell war am Anfang seiner Karriere noch eher unscheinbar – 5 Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte, dann nur ein Sieg aus vier Rennen über Hürden, aber 2020 begann er so langsam in Fahrt zu kommen Zweiter Platz auf schwerem Boden über 2m7f in Navan im Februar, dann in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Rennen im Juli (Die Corona Krise hatte viele Meetings zum Schließen gezwungen) ein Sieg in Gowran über 3m2 f und guten Untergrund und danach ein dritter Platz in Galway im Guinness Handicap Hurdle.

Bei diesem dritten Platz zeigte Flooring Partner schon, dass er eine Menge Ausdauer hat, denn er konnte sich auf den letzten Metern des 2m7f Rennen mit einem starken Lauf zum Ziel immerhin den ausbezahlten dritten Platz sichern. Wenn er auf weichem Untergrund so spät im Rennen noch so viel Kraft übrig hat, macht das natürlich Hoffnung für die Ausdauerrennen, die natürlich auch sein weiteres Ziel in der Saison 20/21 nach der Winterpause waren.

Da startete er erneut in Gowran Park im Good Enuf 2 Eat Caterers At Gowran Park Handicap Hurdle über 3 Meilen auf gutem Untergrund und errang einen klaren zweiten Platz – Streets Of Doyen war zar uneinholbar fünf Längen vor ihm durchs Ziel gergangen, aber auch einen ganzen Stone leichter und der Favorit für das Rennen – so gesehen ging der zweite Platz völlig in Ordnung und Flooring Partner baute auf dieses Erfolg mit einem Sieg im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle, einem Grade B Hurdle in Navan, im Dezember 2020 mit einem Sieg auf.

In diesem Rennen übernahm Flooring Partner die Fürhung und gab diese auch nicht mehr ab. So einfach war es natürlich nicht über die gesamte Strecke für ihn, aber nachdem er die Führung an der ersten Hürde übernommen hatte, baute er schrittweise seinen Vorsprung bis auf fünf Längen aus, die ab der viertletzten Hürde aber wieder fast komplett eingeschmolzen worden waren. Ab da wurde es spannend, baute Flooring Partner doch einen schweren Fehler an der drittletzten Hürde ein und musste auch an der letzten Hürde nach einem erneuten schweren Fehler sein Momentum komplett neu aufbauen, kam aber trotzdem mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Wären die Fehler nicht gewesen, was für ein Lauf wäre das gewesen! So blieb aber eine Sorge, dass er mit diesen Sprüngen auf höherem Niveau nicht würde bestehen können, als er ebenfalls im Dezember das Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle ins Auge fasste. Dort allerdings sprang er deutlich besser und vermied die schweren Fehler aus dem letzten Rennen, übernahm aber wieder die Führung des Feldes und zog das Feld erneut weit auseinander. Wieder geriet er ab der viertletzten Hürde unter Druck, vielleicht weil er eine kleine Pause gegönnt bekam. Denn als Jonathan Moore auf ihm erneut zu arbeiten begann setzte er sich schnell zwei bis drei Längen von seinen Verfolgern ab und sprang die letzten beiden Hürden schnell und sauber. An der letzten Hürde übersprang er das Hinderniss sogar ein wenig, also sprang zu kraftvoll und zu hoch, so dass er beim Landen ein bisschen wanderte und Momentum verlor, aber das machte nichts und Flooring Partner setzte sich auf der Zielegraden insgesamt 6 Längen ab – und schlug damit die direkten Konkurrenten im Stayers Hurdle Sire Du Berlais und Fury Road, was ein sehr gutes Vorzeichen für das große Rennen war.

Beim Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival traute man ihm noch nicht recht über den Weg und hielt sowohl Paisley Park als auch Sire Du Berlais für stärker, beide Konkurrenten hatten aber keine Chance gegen Flooring Porter, der durchweg gute Sprünge zeigte und mit viel Kraft in den Sprint den Hügel hinauf zum Ziel ging. Er sah schon vor der drittletzten Hürde wie der Sieger des Rennens aus, hatte er doch augenscheinlich noch die meiste Kraft übrig und setzte die Konkurrenz gehörig unter Druck. Nach der letzten Hürde wurde dann sein Vorsprung kontinuierlich größer, bis er am Ende fast fünf Längen betrug. Flooring Porter geriert in dem Rennen niemals unter Druck und es war eine Überraschung, dass es Klassical Dream im Champion Stayers Hurdle so leichtes Spiel mit ihm haben sollte und Flooring Porter niemals richtig ins Rennen fand – er sprang konsequent nach links über die Hindernisse und schien niemals wirklich in dem Rennen seinen Rythmus zu finden, so dass er von Jonathan Moore vorzeitig aus dem Rennen genommen wurde.

Bei seinem Saisondebüt im Lismullen Hurdle hätte er wohl gewonnen, wenn er nicht an der vorletzten Hürde gestürzt wäre . ich denke, wenn der Sturz keinen Schaden hinterlassen hat, dann sollte er seinen Fitness Vorteil ausspielen können – und vielleicht seine Revanche mit Klassical Dream bekommen – ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass der Favorit hier kein leichtes Spiel haben wird.

Sire Du Berlais: Der Poliglote Sohn wechselte auf Grund des Foto Skandals von Gordon Elliot zu Mrs Denise Foster im Vorfeld des Festivals und startete damit zum dritten Mal beim Cheltenham Festival und holte einen sehr gutenzweiten Platz im Stayers‘ Hurdle, hinter Flooring Porter – der ihm aber fest im Griff hatte. Im Lismullen Hurdle beim Saisondebüt im November wurde er von Darasso klar geschlagen, sollte aber heute ein wenig fitter sein – ich kann mir einen Platz vorstellen.

Seine Karriere begann schon 2016 für Bertran De Balanda in Frankreich in Compiegne, wechselte aber 2017 nach Irland und war schon für ein Novice Group 2 gemeldet, startete dann aber  doch erst 264 Tage später in Punchestown in einem Novice Listed Rennen über 2m und belegte einen guten dritten Platz. Erneut war er ein Non Runner im nächsten Rennen, welches über 3 Meilen hätte sein sollen und man konnte damit schon sehen, wo die Reise hingehen sollte – in die Ausdauerrennen, die er danach mit gemixten Ergebnissen bestritt, bis er in  Cheltenham im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle auflief – und gewann. Er war auch als einer der Favoriten gestartet, aber der Sieg hätte knapper kaum ausfallen können, nur mit einem Nacken auf den letzten 75 Yards konnte Sire Du Belais sich am Ende durchsetzen. Knapp, aber ein Siege beim Festival nach mehreren knappen Niederlagen zuvor ist eine willkommene Abwechslung und natürlich der größte Erfolg bis dahin.

In Aintree danach im April im Gaskells Handicap Hurdle scheiterte Sire Du Berlais erneut deutlich, nachdem er einige Fehler produzierte hatte beim Springen und an der letzten Hürde deutlich ermüdete. Distanz und Untergrund waren eigentlich nicht anders als beim Cheltenham Festival, aber leider konnte Sire Du Berlais einfach nicht an seine Form aus dem großen Rennen anknüpfen, aber sei es drum – das kann passieren, wenn der Peak in der Saison rum ist.

Es kam die obligatorische Sommerpause bis zum Start in die Saison 19/20 im Dezember 2019, wo Sire Du Berlais im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle über 3m auf weichem Boden einen vierten Platz belegte, allerdings war er in diesem Rennen für die Sieger auch niemals gefährlich und so gesehen war das Preisgeld für den vierten Platz nicht viel wert und schon beim nächsten Rennen im Pertemps Network Handicap Hurdle Qualifier scheiterte Sire Du Berlais deutlich und kam nie über das Mittelfeld des Feldes hinaus – er steckte fest und schien den Tempowechsel nicht mitgehen zu können. Auch beim nächsten Qualifier in Warwick war das Ergebnis nicht viel besser, so dass es 2020 überraschte,d ass er wieder Spot On beim Cheltenham Festival in Form war.

Nachdem Sire Du Berlais nun zwei Mal in Qualifiers für das Pertemps Network Final Handicap Hurdle gescheitert war – gewann er genau das Rennen gegen einen der Favoriten in Form von The Storyteller – ausgerechnet hier, im härtesten Rennen bisher brillierte Sire Du Berlais wieder und rannte ein hervorragendes Rennen und behauptete sich mit viel Herz auf den letzten Metern, Spannendes Rennen, taktisch deutlich besser gelaufen als zuvor und bessere Sprünge machten den Unterschied für Sire Du Berlais, der es danach auch gut sein lies und in der neuen Saison ausnahmsweise gleich mit einem Sieg startete.

So gewann er in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle mit einem erneut späten Lauf zum Ziel, der ihn den Sieg wieder um eine Marge einbrachte, die alles andere als bequem war – nur eine halbe Länge konnte Sire Du Berlais auf seinen Verfolger herausholen, und das auch nur sprichwörtlich auf den letzten Metern. Der Boden war schwer und das Rennen wurde durch den Sturz von Ronald Pump an der letzten Hürde für Sire Du Berlais erst richtig geöffnet, so dass der dritte Platz im Christmas Hurdle wohl die ehrlichere Form ist  – dort konnte Sire Du Berlais zwar mit einem dritten Platz wieder im Geld platzieren, aber war erneut nicht in der Lage dem Sieger des Rennens gefährlich zu werden.

Aber das kennen wir ja auch schon von den letzten Jahren, dass die Form vor dem Festival ein wenig schwächelt und beim Cheltenham Festival selber holte er einen sehr guten zweiten Platz im Stayers Hurdle hinter Flooring Porter, der seine Form aus dem Chritsman Hurdle damit noch einmal bestätigen konnte.

Der Lauf beim Saisondebüt im Lismullen Hurdle war allerdings klar unter den Möglichkeiten von Sire Du Berlais und ich denke, wenn er heute zur Bestform aufläuft, ist eine Platzierung durchaus drin.

Abacadabras: Der Davidoff Sohn von Ex Trainer Gordon Elliot – dann bei Denise Foster seit dem Fallout pre Cheltenham 2021 und und nun wieder Gordon Elliot –  begann seine Karriere im Oktober 2018 in einem NHF Rennen in Galway, welches er denkbar knapp gegen Kerrkenny Gold gewinnen konnte. Abacadabras startete nach drei Monaten dann zugleich in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2  Matheson I.N.H. Flat Race, welches von Envoi Allen gewonnen wurde – aber Abacadabras saß dem haushohen Favoriten im Genick und kämpfte hart für den Sieg, mit Miticulous knapp dahinter. Abacadabras lief am Innengeländer und durchbrach dieses knapp vor dem Ziel, damit war sein Ergebnis offiziell „Ran Out“, was aber seiner Leistung in diesem Rennen nicht gerecht wird und es war klar, dass er im Gruppe 1 Champion Bumper beim Cheltenham Festival 2019 einen hervorragenden Lauf zeigen würde, wenn alles nach Plan läuft  – und so kam es auch. Der Außenseiter Abacadabras hatte zwar keine Chance sich an die Fersen von Envoi Allen oder Blue Sari zu heften, war aber unter den ersten Fünf, die sich vom Feld lösten und einige Längen vom Rest des großen Feldes absetzten. Das war eine Spitzenleistung, die Abacadabras im Gruppe 1 The Conyngham Cup im Mai in Punchestown noch einmal zementieren konnte.

Dort startete er in einem offenen Feld als Favorit, allerdings immer noch als 4er Quote und belegte am Ende einen guten zweiten Platz hinter Colreevy, der auf der Zielgeraden einfach noch ein bisschen mehr Kraft übrig hatte als Abacadabras, der aber den zweiten Platz souverän hielt.

Nach der Sommerpause kehrte er dann über Hürden zurück, als er im Join Racing TV Now Maiden Hurdle über 3219m startete und locker gewann. Danach ging es in das 3219m Gruppe 3 For Auction Novice Hurdle, auf weich bis schwerem Boden und gegen durchaus interessante Konkurrenten wie Latest Exihibition. Abacadabras hob über manche der Hindernisse nicht gerade weit ab und krachte durch die Spitze der Hindernisse, war aber schnell unterwegs und gewann das Gruppe 3 Rennen am Ende souverän. Im Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle traf er dann wieder auf Envoi Allen, der wieder alle Hände voll zu tun hatte ihn auf Abstand zu halten. Das war schon das zweite Mal, dass die beiden aufeinander trafen und das zweite Mal, dass Abacadabras dem eigentlichen haushohen Favoriten Envoi Allen Probleme bereitete.

Im Gruppe 1 Paddy Power Novice Hurdle trat Abacadabras dann über 3219m gegen Blue Sari an, der allerdings über Hürden nie so richtig in Form kam, und Abacadabras gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen mit Leichtigkeit in Abwesenheit eines echten Gegners.

Dementsprechend spannend war das Rennen om Spureme Novices‘ Hurlde im Cheltenham Festival, und wie stark Abracadabras dort auflief? Fast regungslos saß Davy Russel noch an der vorletzten Hürde auf Abracadabras, der scheinbar mühelos das Feld aufrollte und die Führung übernahm, aber Shiskin ging mit und die beiden liefen Kopf an Kopf über die letzten 200m, an deren Ende Shishkin mit einer Nase den Sieg von Abracadabras stahl.

Nach der Sommerpause kam er im WKD Hurdle zurück, schien aber am Ende noch nicht ganz fit zu sein. Zunächst sah er lange Teile des Rennens wie der sichere Sieger aus, musste dann aber auf den letzten Metern zurückstecken und kam auf einem etwas enttäuschenden zweiten Platz fünf Längen hinter dem Sieger in Ziel, leistete dann aber Wiedergutmachung, als er im Gruppe 1 Morgiana Hurdle den Sieg knapp gegen Saint Roi verteidigen konnte und damit seinen zweiten Gruppe 1 Sieg feiern dürfte. Das war zwar wieder deutlich knapper als einem lieb sein konnte, denn nicht nur Saint Roi saß ihm ziemlich knapp im Nacken. eigentlich war Abacadabras ja als einer der Favoriten in das Rennen gestartet, aber so einfach war der Sieg am Ende dann aber eben nicht, und seinem nächsten Rennen im Matheson Hurdle sah man ein wenig mit Sorge entgegen, gerade weil Jason The Militant als Außenseiter auch nur einen Nacken Rückstand auf den Sieger hatte. Das war eng gewesen für ein solches Rennen, und das Matheson Hurdle war nicht leichter besetzt

Dort musste er erneut gegen Saint Roi ran, aber auch Sharjah war mit von der Partie und der Willie Mullins Starter gewann das zwei Meilen Rennen am Ende überraschend einfach. Bei Abacadabras wurde nach dem Rennen Schleim im Rachen festgestellt, was ein Grund für seine recht lahme Performance gewesen sein kann, aber auch Saint Roi konnte Sharjah nichts entgegen setzten.

Abacadabras rächte sich an Sharjah aber im Irisch Champion Hurdle im Februar, als er sich hinter Honeysuckle im Feld positionierte, und auch wenn die Stute dem Feld nach Belieben davon sprintete, war Abacadabras der Einzige, der halbwegs an ihr dran bleiben konnte und die Verfolgung aufnahm und sich damit einen sicheren zweiten Platz sichern konnte.

Beim erneuten Duell mit Honeysuckle im Champion Hurdle stürzte er allerdings, hätte gegen die Stute aber wahrscheinlich ohnehin keine Chance gehabt und nutzte stattdessen das früh beendete Rennen (was daher wenig Auswirkungen auf seine Fitness hatte) und ging stattdessen zum Aintree Hurdle, welches er mit einer großen Anstrengungen gegen Buzz und Millers Bank gewinnen konnte. Die anderen Favoriten floppten alle in dem Rennen, und trotzdem sah Abracadabras nicht wirklich überzeugend aus – was sich dann auch gegen Honeysuckle im Gruppe 1 Paddy Power Champion Hurdle in Punchestown wiederspiegelte. Abracadabras lief kein schlechtes Rennen, aber wurde am Ende dann doch recht verdient nur Vierter – ohne Chance auf einen der vorderen Plätze.

Honeysuckle ist natürlich auch kein Leichtgewicht und dominierte das Rennen auch durchweg, aber auch beim zweiten Aufeinandertreffen nach der Sommerpause und dem Wechsel zurück zu Gordon Elliot wurde Abracadabras im BARONERACING.COM Hatton’s Grace Hurdle klar geschlagen – und hatte auch mit mehr als 5 Längen Rückstand das Nachsehen gegen Ronald Pump, der auch heute wieder mit von der Partie ist – und den ich durchaus zu schätzen weiß und heute einen Platz zutraue! Abracadabras das erste Mal über 3m …. ich weiß nicht recht

Pick: Flooring Porter

Trifecta: Flooring Porter, Klassical Dream, Ronald Pump, Sire Du Berlais


27.12.2021 – Kempton – Ladbrokes Desert Orchid Chase – Pick: Shishkin

Pferderennen in England

15:30 Ladbrokes Desert Orchid Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 3.219 m | Preisgeld: 100.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich

Das Rennen besteht nur aus vier Pferden, ist aber stark besetzt und obwohl der Favorit Shihskin ein Rennen nach dem anderen gewinnt ist alles andere als sicher, denn Greaneteen von Paul Nicholls geht nach seinem Sieg im Tingle Creek Anfang Dezember und dem Celebration Chase im April als ernsthafter Konkurrent gehandelt. Shishin kann nun zwei Gruppe 1 Rennen gewonnen, Greaneteen 2 – klar, die von Shishkin waren die schweren, unter anderem gewann er ja das Arkle Chase – trotzdem dürfte das Rennen heute spannend werden!

Allerdings ist die Quote von 1.5 in einem gerade einmal 4 Starter Rennen auf Shishkin auch nicht zu verachten.

Die Vorbereitung von Shishkin auf diese Saison war nicht ganz sauber und der späte Start in die Saison eine Konsequenz daraus, zudem hatte Shishkin eine OP um besser Luft zu bekommen…. also es gibt Risiken heute für den Star, der schon mit Altior und Sprinter Sacre verglichen wird. Er bekommt ein wenig Gewicht erlassen, startet er doch das erste Mal außerhalb der Novice Rennen.

Sishkin: Der Sholokhov Sohn von Trainer Nicky Henderson kommt heute verspätet wieder auf die Rennstrecke zurück, nachdem er zuvor einige Probleme mit seinem Training hatte und die Erwartungen in ihn nicht ganz erfüllen konnte. Eine „Wind OP“ in der Sommerpause tut ihr übriges, um dieses Saisondebüt ganz besonders interessant zu machen.

Er wurde leider schon vor dem ersten Rennen kastriert, sonst wäre seine Stammbaumlinie mit Sicherheit sehr interessant geworden. So jedenfalls machte er 2018 sein Debüt in „Inch“ in Irland, einem Provinzkurs, welcher nur selten Beachtung findet. Shishkin wurde bei seinem ersten Rennen Dritter, also nichts um in Ekstase zu geraten, aber er hatte damit das erste Rennen hinter sich und konnte sich etwas Rennerfahrung erkämpfen.

Danach ging er 242 Tage in die Pause und kam im November des selben Jahres wieder zurück, um in einem weiteren Provinzrennen zu starten, dieses Mal auf dem Kurs in Lingstown. Dieses Rennen gewann Shiskin dann schon locker mit einem schnellen Lauf ab 3out, aber auch nach dem ersten Sieg ging es erst einmal in die nächste Pause, die dieses Mal 111 Tage andauern sollte, aber trotzdem passte noch ein weiterer Start in die laufende Saison. Der Start in Kempton in einem Klasse 5 NHF Rennen über 2 Meilen war Neuland, sowohl weil die Distanz gut eine Meile kürzer war als beim letzten rennen, und die Konkurrenz auf den Hauptkursen ist in der Regel auch stärker, was Shishkin aber nicht davon abhielt, auch bei diesem Rennen einen weiteren lockeren Sieg einzufahren. Er übernahm die Führung und hatte keine Probleme diese Position auch bis zum Ende zu halten. Er hatte Talent, das konnte man schon damals sehen.

In der nächsten Saison ging es dann über Hürde, der nächste Start nach 277 Tagen endete dann aber leider mit einem Schreckmoment, als Sishkin an der zweiten Hürde stürzte. Das bedeutete aber nicht, dass Shishkin über Hürden zu dem Zeitpunkt kein Talent hatte, es war einfach Pech, wie er schon im nächsten Monat, im Januar 2020 zeigen konnte. Dort in Nebwrbury auf schwerem Untergrund gewann er unter Nico De Boinville mit einem Kantersieg, trotz der augenscheinlich widrigen Umstände. Er hielt sich erst hinter den Führenden, sprang groß und weit über die Hürden und schüttelte das Feld dann auf den letzten 200m ab.

Auch beim nächsten Start nur zwei Wochen später über 2m3f auf schnellerem Boden gab sich Shishkin keine Blöße und gewann das Rennen wieder mit einem starken Lauf hinter den Führenden her. 2 Hürden vor dem Ziel beschleunigte er das Tempo und zog zwischen den Hürden frei vor das Feld und nach der letzten Hürde erweiterte er seinen Vorsprung noch auf 11 Längen. Natürlich war die Konkurrenz auch in diesem Rennen nicht immens, aber die Rennen gaben einen Vorgeschmack auf das Können von Shishkin, der sich für das Cheltenham Festival das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle ausgesucht hatte. Da gab es natürlich eine Menge hochklassige Konkurrenten zu bezwingen, die alle viel viel besser waren als das, was er bisher gegen sich hatte, zudem war der Kurs in Cheltenham ungewohnt für Shishkin, und das Rennen sollte auch zum echten Test für Shishkin werden.

Der musste sich im Mittelfeld halten und wurde einige Male ziemlich in die Zange genommen, was ihn bedeutete, immer mal wieder nach weiter hinten geshuffelt zu werden. Irgendwann reichte es Nico De Boinville und er nahm Shishkin auf die Außenbahn, wo er an der fünftletzten Hürde Glück hatte, den stürzenden Elixir D’ainay zu umgehen und nicht selbst zu Fall gebracht zu werden.  Es war der Front Runner Asterion Forlonge der bei den Sprüngen immer wieder für Chaos sorgte, indem er weit nach rechts ausholte und immer wieder mit den anderen neben sich zusammenstieß, an der fünftletzten Hürde eben mit Elixir D’ainay, den er praktisch zu Boden schubste. Shishkin schaffte es, dem Chaos zu entgehen und sich an der letzten Hürde zusammen mit Abracadabras an die Spitze zu setzen. Die beiden lieferten sich ein extrem spannendes Rennen den Hügel in Cheltenham hoch, bei dem Shishkin knapp die Oberhand behalten konnte. Spitzenrennen und ein verdienter Gruppe 1 Erfolg für Shishkin, der danach die Saison auch wegen Corona beenden musste.

Im November kam Shiskin dann in der Chase Disziplin zurück auf die Rennstrecke und bestritt im Kempton Chase sein erstes Rennen und auch dieses Mal gewann Shishkin sein Rennen mit Leichtigkeit, und das gegen Mick Pastor, der immerhin mit einem Rating von 137 aufwarten konnte. Das war ein ziemlich lockeres Rennen für ihn, und auch im Dezember im Wayward Lad Novices Chase auf Gruppe 2 Ebene lies sich Shishkin keine Schwäche anmerken.

Nicht alle seine Sprünge waren perfekt, aber er hatte permanent mit Gumball einen Konkurrenten neben sich, der Druck auf ihn ausübte, aber am Ende nicht die Kraft hatte, das Tempo von Shishkin zwischen den beiden letzten Hürden mitzugehen. Shshkin setzte sich locker ab und ging frei vor dem Feld, was ihn klar auf Linie für seinen nächsten großen Erfolg beim Cheltenham Festival brachte – dort hatte man nicht viel Form um sie mit den Konkurrenten im Vorfeld zu vergleichen, aber die brauchte man auch nicht. Shishkin war klarer Favorit und war ame Dne auch einer der dominantesten Sieger beim Cheltenham Festival 2021. Am drittletzten Hinderniss ging man noch mit zwei anderen Konkurrenten über die Hürde, aber schon zwischen den letzten beiden Hürden war alles klar und Shishkin trottete beim Lauf den Hügel hinauf mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Ganz so einfach gelang der Saisonabschluss im Gruppe 1 Doom Maghull Novices Chase zwar nicht, Shishkin gewann aber trotzdem unangefochten mit 3,25 Längen und hätte den Vorsprung auch noch beliebig weiter ausbauen können.

Ganz so sauber wie die vergangene Saison lief die Vorbereitung auf die neue Saison 2021/22 nicht, mehrere Probleme beim Training und fehlende Leistung verzögerten den Einstand in die neue Saison, so dass wir ihn nun hier kurz nach Weihnachten das erste Mal zu sehen bekommen werden – in welcher Form wird er sein? Das bleibt abzuwarten, in Bestform sollte er aber erneut kurzen Prozess mit diesem Feld machen.

 

Greaneteen: Der Great Pretender Sohn von Trainer Paul Nicholls begann seine Karriere 2017 für G. Macaire in Frankreich auf dem Kurs Clairefontaine, wechselte danach aber direkt zu Nicholls der ihn 2018/19 in den ersten Hurdenrennen auflaufen lies und Ende 2019 in die ersten Gruppenrennen shickte, allerdings noch ohne nennenswerten Erfolg.

Zurück in den Handicaps schaffte Greaneteen allerdings über den Jahreswechsel gleich drei Siege in Folge und erarbeitete sich damit dann eben doch noch einen Start beim Cheltenham Festival im Johnny Henderson Grand Annual Challenge Cup Handicap Chase. Dort lief er als einer der möglichen Favoriten auf, lief auch ein gutes Rennen, hatte aber am Ende einfach nicht die Kraft und die Geschwindigkeit um sich mit den Siegern messen zu können. Ein respektabler vierter Platz las sich aber trotzdem am Ende ziemlich gut und nach der Sommerpause zur Saison 20/21 war es klar, dass es in den Gruppenrennen weiter gehen würde.

Als erstes nahm sich Greaneteen den Haldon Gold Cup auf Gruppe 2 Ebene in Exeter im November 2020 vor, welchen er mit einem Kraftakt gegen den stark auflaufenden Moonlighter gewinnen konnte. Das 2m1f Rennen hätte auf dem Papier eigentlich ein relativ leichtes Spiel sein sollen, aber Moonlighter hatte die Führung übernommen und auch noch ausgerechnet an der letzten Hürde einen seiner besten Sprünge gezeigt, aber Greaneteen war in der Lage ihn auf der Zielgeraden doch wieder einzusammeln.

In der Betfair Tingle Creek Chase im Dezember 2020 wurde Greaneteen allerdings dann ziemlich deutlich von  Politologue geschlagen, der über die zwei Meilen auf weichem Untergrund das Rennen von der Front aus dominierte, Greaneteen blieb nichts anderes übrig, als sich mit dem zweiten Platz zu begnügen. Gegen die erfahrenen Chaser tat sich Greaneteen schwer, das zeigte sich auch bei seinem nächsten Start im Februar im Betfair Game Spirit Chase, wo ihn Sceau Royal und Champ in die Schranken wiesen – und leider dann auch beim Betway Queen Mother Champion Chase, wobei man hier sagen muss, dass Greaneteen ein wesentlich besseres Rennen lief, als eigentlich von ihm erwartet worden war.

Er war als klarer Außenseiter gestartet, nachdem er zuvor gegen etwas schwächere Konkurrenz zwei mal verloren hatte, und ging das Feld auch noch von hinten an – was bei so einem großen Feld gerne mal zusätzliche Probleme macht

Aber Greaneteen fand ab der drittletzten Hürde langsam seinen Weg nach vorne, setzte die Führenden danach auch tatsächlich unter Druck, hatte dann aber den Hügel hinauf aber einfach nicht mehr die Kraft, um die Sieger noch weiter unter Druck zu setzen und verlor gerade einmal 2 Längen auf Put The Kettle On.

Einen Start gönnte sich Greaneteen in der laufenden Saison noch und startete im bet365 Celebration Chase in Sandown im April – eine Entscheidung, die mit dem ersten Gruppe 1 Sieg belohnt wurde. Dieses Mal ging Greaneteen das 2m Rennen mit einer etwas anderen Taktik an und positionierte sich eher hinter den Führenden und hielt den Anschluss an das Tempo, übernahm von dort aus selbst die Führung an der drittletzten Hürde und vergrößerte seinen Vorsprung an der vorletzten Hürde dann auf über5 Längen auf die Verfolger, so dass selbst der große Altior nicht mehr an ihn heran kommen konnte.

Das Saisondebüt nach der Sommerpause im Haldon Gold Cup kann man ignorieren, war das doch ein Handicap mit hohem Gewicht für Greaneteen und eher zum Warm machen gedacht, wie man auch danach an seinem Sieg im nachfolgenden Gruppe 1 Tingle Creek Chase  beobachten konnte. Das Rennen war er schon im Jahr zuvor angegangen und war damals von Politologue klar geschlagen worden, 2021 gewann er allerdings unangefochten mit über 5 Längen Vorsprung – und das, auch weil der Favorit Chacun Pour Soi schwächelte.

Die zwei Gruppe 1 Siege machen ihn hier durchaus auf dem Papier zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für Shishkin, der seine Form in der aktuellen Saison noch nicht bewiesen hat und seine Siegesserie heute aufs Spiel setzt – ich kann mir vorstellen, dass Greaneteen es heute schaffen kann, Shiskin zu dominieren, wenn dieser nicht ganz fit sein sollte.


26.12.2021 – Kempton – King George VI Chase – Außenseiter und Trifecta

Pferderennen in England

16:05 King George VI Chase – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der Saison 2019 schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Lostintranslation kam dann im Gold Cup auf einens ehr guten dritten Platz in Schlagreichweite zum Sieger und war noch bei der letzten Hürde zusammen mit Santini und Al Boum Photo und hielt auch auf der Zielgeraden noch dagegen, aber der Hügel hoch zur Zielgeraden war dann doch zu viel des Guten- ein dritter Platz war trotzdem eine sehr sehr gute Leistung und wie vorausgesagt war er als Trifecta Pick die richtige Wahl.

Ganz anders beim Betfair Chase im November 2020 , wo er auf Gruppe 1 Ebene nur einen abgeschlagenen dritten Platz erreichen konnte, aber das kann natürlich auch an der langen Pause gelegen haben. Allerdings musste er im nächsten Rennen, dem King George VI Chase, vorzeitig beenden und wurde danach in Newbury im Februar im Denman Chase nur Fünfter und im Champion Chase beim Cheltenham Festival musste er vorzeitig beenden.

Eigentlich kaum einer Erwähnung wert, nach der Form 2021, aber er bekam eine OP an der Windröhre spendiert und kam nach der Pause über den Sommer mit einem Sieg im Gruppe 2 Chanelle Pharma 1965 Chase über Master Tommytucker, Defi Du Seuil und Dashel Drasher zurück – das hier wird uns viel erzählen, ob das ein Ausrutscher war, oder ob Asterion Forlonge zu seiner Form aus dem Jahr 2019/20 zurückfindet

Saint Calvados: In Frankreich unter seinem ehemaligen Trainer Sebastien Culin gewann er drei Rennen über Hürden hintereinander, bevor er sich in Auteuil im Prix Amadou nicht mit De Bon Couer hatte messen können. Der Lauf im April 2017 sollte auch der letzte Lauf für seinen alten Trainer sein, wechselte er im November 2017 doch zu Venetia Williams, die ihn jedoch ohne einen Start im Dezember zu Harry Whittonton gab.  Dieser lies ihn noch im selben Monat in einem Klasse 3 Rennen in Newbury auflaufen, welches Saint Calvados mit Leichtigkeit gewann. Auch das nächste Rennen gegen stärkere Konkurrenz stellte Saint Calvados vor keinerlei Probleme. Danach ging es zum ersten Gruppenrennen nach Warwick zum Kingmaker Novices‘ Chase, wo er über 3628m und weichen Boden eine wahrlich beeindruckende Show ablieferte. So sprang er mit viel Elan und Kraft jedes einzelne Hindernis, hatte sich seiner Konkurrenten drei Hürden vor dem Ziel bereits um 10 Längen entledigt und erhöhte die Marge unter minimalem Druck auf 22 Längen.

Dann wurde er allerdings beim Gruppe 1 Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival ziemlich eingenordet und kam als vorletzter ins Ziel, ohne Chancen auf den Sieg zu haben oder auch nur für Gefahr für die Plätze zu sorgen.

In der neuen Saison schaffte er dann immerhin einen Sieg im Gruppe 3 Poplar Square Chase bei seinem Debüt, allerdings stürzte in diesem Rennen sein Bezwinger Footpad und das Rennen war wohl kaum ein richtiger Indikator für die Konkurrenzfähigkeit von Saint Calvados in jenem Jahr. Beim Gruppe 1 Tingle Creek Chase scheiterte er dann an Altior und Un De Sceaux wieder deutlich und es war ihm nicht möglich, die beiden Konkurrenten im letzten viertel des Rennens irgendwie unter Druck zu setzen. Vielmehr scheiterte er wieder mit etlichen Längen an den beiden hochklassigen Konkurrenten und konnte dann beim Dublin Chase im Februar gegen Min oder Ordinary Wold ebenfalls nie für Gefahr sorgen und kam als letzter ins Ziel-

Seine Teilnahme beim Champion Chase beim Cheltenham Festival war natürlich nicht wirklich ernst gemeint und die Platzierung kann man gern vergessen.

Saint Calvados kam dann in Cheltenham im Oktober 2019 in einem Class 2 Rennen mit einem Sieg zurück, konnte an den Sieg im Gruppe 2 Shloer Chase nicht an diese Leistung anknüpfen, sondern musste sich mit einem letzten der vier Plätze zufrieden geben und konnte sich auch im Paddy Power H’cap Chase nicht durchsetzen, unterlag dort aber nur mit einer Nase und ging daher trotz zweier Niederlagen zum Ryanair Chase beim Cheltenham Festival, wo wer nur knapp Min unterlag und damit deutlich besser lief als von ihm eigentlich erwartet worden war .

2021 war allerdings eine Saison zum Vergessen – nach einem Flop beim King George Stakes in Kemptom Ende Dezember kam eine klare Niederlage durch einen fast Sturz und Abwurf seines Jockeys Gavin Sheehan im Gruppe 2 Cotswold Chase, was auch schon das Ende der Saison für Saint Calvados darstellte – kein Cheltenham Festival, kein Aintree oder Punchestwon.

Letzte Saison kam er mit einem Flop in diesem Rennen zurück – allerdings bekam er eine OP an der Luftröhre spendiert und wechselte seinen Trainer – nun startet er für Paul Nicholls…. ich kann mit eine Überraschung vorstellen. Kommt in meine Exoten beim den Trifecta.

 

Mister Fisher: Der Jeremy Sohn startet für Trainer Nicky Henderson und ist in seiner Karriere ein wenig „Hit und Miss“

Der Trainer hat Mister Fisher schon von Anfang an unter Vertrag und gewann mit ihm gleich den ersten Start in seiner Karriere in Kempton und schickte ihn danach auf Gruppe 2 Ebene als einer der Favoriten in das Gruppe 2 Weatherbys Racing Bank Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree, wo auch Al Dancer mit von der Partie war. Das Rennen war noch ein wenig zu viel für Mister Fisher und sein Trainer schickte ihn nach der Eingewöhnung auf dem Flat in eine 208 Tage Pause und die Hürdenrennen in der neuen Saison.

Der Einstand war schon sehr vielversprechend mit einem zweiten Platz nur einen kurzen Kopf hinter dem Sieger  Ecu De La Noverie. Mister Fisher fürhte sogar 100m vor dem Ziel, wurde aber knapp vor der Ziellinie doch noch eingeholt und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Beim zweiten Start in der neuen Saison, dem 32Red Casino Novices‘ Hurdle lief es dann schon besser, als er Rouge Vif über 2m auf gutem Untergrund in die Schranken weisen konnte. Dabei  war vor allem der Sprung an der letzten Hürde bemerkenswert, als Mister Fisher schon an der Front war und mit dem gewaltigen Satz den Sack zu machte.

Er traf in diesem Rennen auf einige der heutigen Konkurrenten wie Rouge Vif, The Big Bite oder Thomas Darby und hatte die Konkurrenten alle sicher in der Tasche. Seine gute Form unterstrich er noch mit einem Sieg in Kempton im Gruppe 2 Rossington Novices‘ Hurdle, wo er als Favorit das Rennen am Ende mit 2 Längen gewann. Er hatte an der vorletzten Hürde einen etwas seltsamen Sprung eingebaute und hatte auf der Zielgeraden mehr mit dem Front Runner zu schaffen als es bei den Hürden zuvor den Anschein erweckt hatte und das Cheltenham Festival 2019 kam vielleicht ein wenig zu früh. Er baute seine Form aber nach dem Wechsel in die Chase Rennen im November 19 weiter aus und gewann nach einem zweiten Platz in Warwick im November und einem Sieg im Dezember im Ryman Novices‘ Chase das Gruppe  2 Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase im Januar mit einer starken Leistung gegen Al Dancer. Die Distanz von 2m schien ihm zu liegen, trotzdem ging es im Cheltenham Festival über 2m4f im Marsh Novices‘ Chase und die Distanz könnte eine Rolle darin gespielt haben, dass Mister Fischer zwar einen guten vierten Platz erreichen konnte, aber nach der letzten Hürde nicht die Power hatte, um mit den ersten Drei mitzugehen.

Aber auch nach der nächsten Sommerpause zur Saison 20/21 blieb Mister Fisher bei der Distanz von 2m4f mit dem Saisonziel beim Cheltenham Festival im Blick. Beim ersten Rennen im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase verlor er noch eines seiner Hufeisen und musste nach einigen schlechten Sprüngen aus dem Rennen genommen werden, aber ohne solche Schicksalsschläge gewann Mister Fisher sein zweites Rennen in Form des Gruppe 2 Fitzdares Club Loves The Peterborough Chase, mit einem starken Lauf nach der letzten Hürde.

Der Lauf reichte allerdings nicht, um ihn auf das Cheltenham Festival vorzubereiten und Mister Fisher musste das Ryanair Chase vorzeitig zu beenden, und auch im April im Bowl Chase machte er vorzeitig Schluss – allerdings indem er seinen Jockey Nico De Boinvillea an der zwölften Hürde abwarf   – und das hatte sich an der elften Hürde auch schon mit einem sehr schlechten Sprung angekündigt.

Nach der Sommerpause kam er mit einem starken Lauf gegen Frodon im Oaksey Chase zurück und unterlag dem Konkurrenten nur knapp – aber heute ist die Konkurrenz stärker und auch Frodon liegt Distanz heute wesentlich besser…. ich denke daher, dass Mister Fisher kaum eine Rolle spielen wird.

 

Daher mein Trifecta für das Rennen: 

Chantry House, Frodon, Clan Des Obeaux, Saint Calvados, Minella Indo.


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