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Clan Des Obeaux

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21.12.2020 – Haydock – Lancashire Chase – Pick: Lostintranslation

Pferderennen in England

16:00 Lancashire Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 5.144 m  |  Preisgeld: 160.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Das Lancashire Chase ist eigentlich eine Wiederholung des Gold Cups aus dem März, denn alle Favoriten für heute sind in jenem Rennen beim Cheltenham Festival das letzte Mal aufeinander getroffen.
Bellshill war zwar nicht dabei, macht aber ebenfalls heute sein Saisondebüt. Von den drei heute antretenden Konkurrenten Lostintranslation Clan Des Obeaux und Bristol De Mai: hatte beim Gold Cup Lostintranslation am Ende die Nase vorn, und der hat dieses Rennen 2019 ebenfalls gewinnen können   gute Voraussetzungen also für das Renewal 2020? Schon, aber auch Bristol De Mai liebt dieses Rennen und hat in den letzten drei Austragungen die Plätze 1 1  und 2 erreicht – auch keine schlechte Leistung, und den Gold Cup kann man ihm durchaus verzeihen, denn er liebt dieses Rennen. Um diese beiden Konkurrenten sollte sich heute alles drehen.

Bellshill: Der King’s Theatre Sohn konnte schon über Hürden für seinen Trainer Willie Mullins ein Gruppe 1 Rennen gewinnen und ist trotz seines voranschreitenden Alters nicht zu unterschätzen, gerade in so einer Konkurrenz wie heute

Seine Karriere begann wir für so viele National Hunt Starter in den PTP Rennen, im März 2017 belegte er einen guten zweiten Platz und im November 2014 holte er sich seinen ersten Sieg in einem solchen Rennen. Es ging über Leopardstown in den Gruppe 1 Weatherbys Champion Bumper beim Cheltenham Festival, wo er einen zehnten Platz belegte, verbesserte sich aber beim Weatherbys Wealth Management Champion Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree auf einen zweiten Platz, nach einem spannenden Duell mit Barters Hill, das Paar klar vor allen anderen Verfolgern. Mullins gab nicht auf und jagte dem Gruppe 1 NHF Sieg mit Bellshill weiter hinterher, und schichte Ende April seinen Schützling noch in das Attheraces.com Champion INH Flat Race in Punchestown, und tatsächlich konnte sich Bellshill dieses Mal gegen den klaren Favoriten Disko durchsetzen. Sein Sprint über die letzten 2f war zu viel für den Favoriten und kein anderer Konkurrent konnte sich an ihm halten.

Man dürfte gespannt sein, wie er sich in den Hürdenrennen schlagen würde, uns sein Einstand in die neue Saison war beeindruckend – so gewann er nach seinem Maidenrennen und legte mit Siegen im Gruppe 2 Navan Novice Hurdle und dem Gruppe 1 Lawlor’s Hotel Novice Hurdle locker durch. Gerade im letzten Rennen traf er auf Konkurrenten wie Last Encounter und Anibale Fly, die er in Zukunft immer wieder treffen sollte.  Nach den beiden einfachen Siegen waren die Hoffnungen auf das erste Cheltenham Festival natürlich groß, allerdings folgten Niederlagen im Deloitte Novice Hurdle und dann auch in dem Gruppe 1 Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle. Er fand seine Form dann aber im April im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle und dem Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle wider. Mit dem letzten Rennen über 3m holte sich Bellshill seinen zweiten Gruppe 1 Sieg in der ersten Saison, dieses Mal allerdings über 3m und schnelleren Untergrund. Bellhill konnte sich also sowohl über 3m und schnellen als auch 2m4f auf schwerem Untergrund durchsetzen und er schien damit recht vielfältig zu sein.

In der neuen Saison begann Bellshill wie in der vorherigen Saison mit zwei Siegen, dieses Mal allerdings in Chase Rennen. Er verschwendete keine Zeit und gewann das Gruppe 2 Shannon Airport Novice Chase mit Leichtigkeit, allerdings war es wie in der letzten Saison dann im Januar plötzlich vorbei mit der guten Form und Bellshill scheiterte im Flogas Novice Chase schon bevor er an der letzten Hürde scheiterte. Das Saisonziel war dieses Mal das Gruppe 1 RSA Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival und auch wenn er mehr als zehn Längen Rückstand auf den Sieger am Ende hatte, hielt er einen soliden dritten Platz und damit einen wichtigen Erfolg beim Cheltenham Festival.

Es kam erneut die Sommerpause, die dieses Mal überraschend spät im Februar 2018 mit einem Start im Gruppe 3 At The Races Bobbyjo Chase beendet wurde, dafür aber mit einem Sieg gegen A Genie In A Bottle. Das reichte aber trotzdem nicht für die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und er bereitete sich lieber auf die Rennen im April vor und besuchte das Ausdauerrennen BoyleSports Irish Grand National Chase über 3m5f auf schwerem Untergrund, und was das für ein Rennen war! Nur eine Länge trennte ihn von dem Sieger am Ende, aber trotzdem reichte es nur für einen fünften Platz! Selten sind die Plätze bei einem National Hunt Rennen so eng verteilt, und Bellhsill kam eigentlich als dritter ins Ziel, hatte aber die anderen an der letzten Hürde behindert und wurde auf den fünften Platz disqualifiziert.

Im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup Ende April sogrte er dann mal wieder für eine kleine Überraschung als er über die 3m1f auf weichem Boden Djakadam den Tag verderben konnte und sich mit knapp einer Länge durchsetzen konnte. Damit wurde auch die Saison 17/18 mit einem Gruppe 1 Sieg gekrönt, aber das verpasste Cheltenham Festival war schon ein herber Rückschlag und die Hoffnungen auf den ganz großen Sieg wurde auf das Jahr 2019 verschoben.

Das Jahr begann im Dezember 2018 mit einer Niederlage im Savills Chase, allerdings war das Gruppe 1 Rennen auch stark besetzt und vielleicht nach einer solchen Pause ziemlich viel verlangt, beim zweiten Start im Unibet Irish Gold Cup (Chase) (Grade 1) war seine Form wieder auf den gewohnten Niveau. So konnte er sich mit dem Favoriten Road To Respect nach der drittletzten Hürde ein ausgedehntes Duell liefern, welches Bellshill mit einer Nase für sich entscheiden konnte.  Road To Respect fraß Zentimeter um Zemtimeter des Vorsprungs auf, konnte aber am Ende nicht alles gutmachen und musste sich knapp geschlagen geben.

Im Magners Cheltenham Gold Cup Chase beim Cheltenham Festival ging er als einer der moderaten Chancen mit 9/1 an den Start, aber sein Springen lies ihn im Stich und er leistete sich an der fünften Hürde fast einen finalen Fehler, und legte auch an der siebten und achten Hürde keinen sauberen Sprung hin, was Ruby Walsh dazu veranlasste, das Rennen vorzeitig zu beenden. Auch im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup einen Monat später leistete er sich einige Fehler beim Springen und beendete es mit einem vierten Platz, weit hinter dem Sieger Kemboy.

Auch in der Savills Chase, in der er seine Sommerpause beendete, erging es Bellshill nicht viel besser und er musste sich nach gut sieben Monaten Pause mit einem abgeschlagenen siebten Platz zurecht finden. Er war als Außenseiter gestartet und lief auch so und obwohl er sich danach noch ein wenig Zeit nahm und erst im Februrar im Irish Gold Cup wieder startete, scheiterte er erneut deutlich an den Konkurrenten.

Die lange Serie von Niederlagen seit dem Sieg im Irish Gold Cup im Februar 2019 schien langsam an seinem Trainer zu nagen, und so schickte er Bellshill im Februar 2020 in das Bobbyjo Chase auf Gruppe 3 Ebene, welches eigentlich für einen mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Bellshill in Reichweite hätte sein müssen, aber wieder wurde er klar und deutlich geschlagen. Der zweite Platz tröstet nur wenig über die 15 Längen Rückstand auf den Sieger Acapella Bourgeois hinweg. Bellshill lies dann den Rest der Saison gleich komplett aus und kehrt heute nach gut neun Monaten Pause zurück auf die Rennstrecke – um vermutlich erneut deutlich geschlagen zu werden.

Bristol De Mai:  Der Saddler Maker Sohn hat in seiner Karriere bisher immer wieder einige kleinere Siegesserien produzieren können, die von einer kurzen Reihe von Niederlagen unterbrochen wurden. Eine solche  Serie von Platzierungen und Niederlagen beendete er zuletzt mit mit einem Sieg im Gruppe 2 Charlie Hall Chase im November 2017, als er  nach der Sommerpause zurückkehrte und schlug dabei den hoch gehandelten Blacklion und legte danach seinen wohl besten Lauf seiner Karriere im Betfair Chase 2017 hin.

Sein letzter Sieg zuvor war der Sieg im Gruppe 2 Peter Marsh Chase Ende Januar 2017 in Haydock gewesen, wobei auch die Rennen dazwischen durchaus gute Leistungen gewesen waren, ohne dass dabei wirklich etwas zählbares herausgekommen wäre.

Beim Charlie Hall Chase konnte er die durchaus starke Konkurrenz mit Leichtigkeit dominieren und kam einen langen Weg vor den anderen ins Ziel, und das obwohl er in dem limitierten Handicap ein vergleichsweise hohes Gewicht tragen musste. Im Jahr 2016 gewann er um diese Zeit von Februar bis April ein Gruppe 2 Novice Chase Rennen sowie das Gruppe 1 Scilly Isles Chase, bevor er beim Festival beim JLT Novices‘ Chase auf einen zweiten Rang hinter Back Hercules kam.

Beim Cheltenham Gold Cup konnte er allerdings keinen Stich landen und er kam nur als etwas abgeschlagener Siebter ins Ziel, viel schwerer wirkt aber seine Niederlage im Denman Chase im Februar, wo er gegen Native River und Le Mercury in einem drei Starter Rennen verlor. Weicher Untergrund kann eigentlich nicht das Problem gewesen sein denn im Jahr 2016 gewann er das Gruppe 2 Altcar Novices’Chase gar auf schwerem Untergrund. Der Aussetzer wurde zwar wieder ausgebügelt, leitete aber eine Formschwäche ein, die mehrere Rennen lang anhalten sollte.

Sein Versuch im Gold Cup 2017 war ein solider Lauf, allerdings kam er am Ende nur als Siebter ins Ziel, konnte er doch mit Sizing John, Minella Rocco, Native River, Djakadam oder Saphir Du Rheu nicht mitgehen, als diese das Tempo anzogen. Auch im Bowl Chase in Aintree war er keine Konkurrenz für Tea For Two und Cue Card, die das Rennen unter sich ausmachten, allerdings liegt ihm der gute Untergrund auch nicht wirklich. Wie man auch beim Saisondebüt im Charlie Hall Chase im November 2017 sehen konnte, blüht er erst auf weichem Boden so richtig auf und kann zeigen was er kann.

Dort zog er unter einem optischen starken Lauf das Feld hinter sich her, und nachdem Cue Card gestürzt war und Blacklion unter Druck geriet, während Bristol de Mai unter Daryl Jacob noch mit Leichtigkeit die Führung hielt, sah er wie der sichere Sieger aus. Dann aber folgten einige schlechte Sprünge und ihm ging sichtlich die Kraft aus, so dass es doch noch zu einem langen, knappen Duell mit Blacklion kam, der nur mit unter einer halben Länge unterlagt. Dann folget das Betfair Chase und wie schon angesprochen seine beste Leistung seit langen, wenn nicht sogar die beste Leistung seiner Karriere.

Im Gruppe 1 Betfair Chase kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Cue Card, den er dieses Mal mit Leichtigkeit deklassierte. Bristol De Mai trug dabei das erste Mal Ohrstöpsel, vielleicht litt er in seinen vergangenen Rennen teilweise unter der Geräuschkulisse oder wird bei anhaltendem Lärm nervös, jedenfalls hatte das  Equipment einen positiven Effekt: Bristol De Mai übernahm die Führung und gab sie auch nicht mehr ab, sondern cruiste nach belieben vor den anderen Startern her, zog das Tempo an und kam über 50 Längen vor dem Rest ins Ziel. Tea For Two und Traffic Fluide haben ihn wohl seit dem Start nicht mehr sehen können und auch Outlander und Cue Card brauchten gute Augen, um Bristol De Mai im letzten Viertel noch verfolgen zu können.

Die extrem beeindruckende Leistung gelang Bristol De Mai allerdings auf schwerem Boden und beim Gruppe 1 King George VI um Weihnachten herrschte überraschend guter Boden, was Bristol de Mai offensichtlich Probleme bereitete. Might Bite dominierte das Feld und musste sich nur Double Shuffle und Tea For Two erwehren. Bristol De Mai vekam im Gruppe 2 Cotswold Chase im Januar etwas weicheren Boden und konnte eine gesteigerte Leistung zeigen, war aber immer noch keine Konkurrenz für den Sieger Definitly Red, der mit über 8 Längen Vorsprung vor dem zweiten American gewann.

Das Festival 2018 lies Bristol De Mai aus, nachdem klar war dass seine Form auf dem besseren Boden dieses Jahr nicht reichen würde und es war ein wenig überraschend, dass er im Gruppe 1 Aintree Bowl Chase noch einmal in der letzten Saison auflief, obwohl der Boden nach wie vor auf der guten Seite blieb und damit zu schnell für Bristol De Mai, er schaffte es trotzdem sich gegen die Konkurrenz halbwegs zu behaupten und kam sieben Längen hinter Might Bite ins Ziel.

Dann pausierte er über den Sommer und kehrte über recht lange Distanz und schnellen Boden auf Gruppe 1 Ebene im Betfair Chase zurück. Native River und Might Bite waren starke Konkurrenten, aber offensichtlich nicht so fit wie Bristol De Mai, der das Rennen mit gut vier Längen Vorsprung gewann. Beim King Goerge VI Chase stürzte er und konnte nicht zeigen was er konnte – dafür fiel er zu früh in dem Rennen. Im Cheltenham Gold Cup hingegen sicherte sich Bristol De Mai einen soliden dritten Platz in einem Rennen, welches von den Außenseitern dominiert wurde – aber nichtsdestotrotz ist eine Platzierung in dem wichtigsten Chase Rennen der Saison alles andere als eine Selbstverständlichkeit, und gerade der Sieger Al Boum Photo bewies danach, dass sein Gold Cup Sieg kein Versehen war.

Bristol De Mai hingegen ging danach in das Gruppe 1 Bowl Chase in Aintree, konnte dort aber nicht an die Leistung aus dem Gold Cup anschließen und wurde von Kemboy klar geschlagen.

Nach der Somemrpause kehrte Bristol De Mai im Gruppe 1 Betfair Chase in Haydock zurück auf die Rennstrecke und duellierte sich mit Lostintraslation, der ihm am Ende in dem514mm Rennen auf gut bis weichem Untergrund nur unter 1.5 Längen abnehmen konnte. Bristol De Mai unterstrich seine gute Form dann im Januar mit einem zweiten Platz im Cotswold Chase gegen Santini und ging mit einiger Hoffnung in den Gold Cup beim Cheltenham Festival, kam da aber auch nicht über seine Rolle als Außenseiter hinaus und musste sich klar geschlagen geben,

Bristol De Mai sammelt mehr Platzierungen als Siege, hat aber in der Vergangenheit immer gerade hier in diesem Rennen eine sehr gute Figur gemacht und ist daher durchaus ernst zu nehmen bei dem Kampf um den Sieg

Clan Des Obeaux Der Kapgarde Sohn konnte sich in seiner dreijährigen Karriere schon einige Male in guten Rennen platzieren, auch wenn seine Ausbeute von Siegen eher dürftig ist – was auch an der guten Konkurrent liegt, die er zu suchen pflegt

Der einzige nennenswerte Sieg wurde im Jahr 2016 im Gruppe 2 Berkshire Novices‘ Chase gegen Virgillio errungen, danach platzierte er im Dipper knapp hinter Whisper und bestätigte seine gute Form zu dieser Zeit. Danach floppte er aber im Scilly Isles Chase und lies das Cheltenham Festival 2017 aus und beschränkte sich auf schwächere Rennen im Rest der Saison, mit gemischten Erfolg. Auch der Erfolg in der neuen Saison 2017/2018 war gut, ohne dabei neue Höhen zu erreichen. Zunächst schaffte er erneut einen knappen zweiten Platz in einem Matchrace gegen Whisper, um danach in Haydcok locker mit sieben Längen gegen Vintage Clouds auf Klasse 2 Ebene zu gewinnen. Er startete danach im Dezember 2016 noch im Gruppe 3  Caspian Caviar Gold Cup Handicap Chase auf dem Kurs in Cheltenham, wo er hinter dem überraschend gut auflaufenden Guitar Pete einen zweiten Platz erreichte. Clan Des Obeaux hatte in seinem letzten Rennen Probleme das Tempo am Anfang mitzugehen, fand danach aber immer besser ins Rennen und machte einiges an Boden gut, um am Ende den zweiten Platz zu sichern.

Danach ging es in eine recht lange Pause, die sich selbst über das Cheltenham Festival  hinzog und erst im April 2018 endete – im Aintree Bowl Chase gegen Might Bite. Die Distanz von 5000m war ein bisschen zu lang für ihn und der Untergrund könnte ein wenig schnell gewesen sein, beides Aspekte die er auch im Betfair Chase wieder gegen sich hatte. Das Rennen an sich wurde mit einem guten Tempo gelaufen, und selbst der Favorit Might Bite hatte keine Chance bis zum Ende durchzuhalten, und Bristol De Mai stahl das Rennen. Clan Des Obeaux konnte sich über die leicht kürzere Distanz im King George VI Chase in besserer Form zeigen und gewann das Rennen vor dem stark auflaufenden Thistlecrack, allerdings stürzte dieses Mal Bristol De Mai und Waiting Patiently schmiss seinen Jockey ab.

Danach gab es für in noch einen Pflichtsieg im Denman Chase, über noch kürzere Distanz und  die deutlich längere Distanz in Kombination mit dem schweren Untergrund plus bessere Konkurrenz war im Cheltenham Gold Cup dann doch zu viel für Clan des Obeaux, der sich am Ende mit einem sechsten Platz zufrieden geben musste. Keine schlechte Leistung in so einem Rennen, aber unter seinen zuvor gezeigten Möglichkeiten, wie er mit einem zweiten Platz im Bowl Chase auf Gruppe 1 Ebene im April des selben Jahres zeigen konnte – zwar deklassierte Kemboy den Rest des Feldes mit 9 Längen Vorsprung, aber Clan des Obeaux hielt tapfer seinen zweiten Platz gegen Balko Des Flos und erheitl damit einmal mehr wichtiges Preisgeld für die Plätze

Nach der Sommerpause machte er da weiter wo er aufgehört hatte, als er im Ladbrokes Champion Chase im November auf Gruppe 1 Ebene einen zweiten Platz hinter Road To Respect – und vor Delta Works – erreichen konnte, und das nächste große Ausrufezeichen folgte dann im King George VI Chase, als er im Dezember sowohl Cyrname als auch Lostintranslation schlagen konnte – und das mehr als überzeugend! Er kanterte an der letzten Hürde an die Front und sprang an dem Favoriten Cyrname mühelos vorbei, um sich dann noch um sage und schreibe 21 Längen abzusetzten! Das war mal ein Ausrufezeichen für das Cheltenham Festival drei Monate später, aber ob es nun an der dreimonatigen Pause gelegen hat oder die Voraussetzungen in Kempton einfach ideal für Clan Des Obeaux sind – er konnte seine Leistung nicht noch einmal wiederholen und musste sich einige Hürden klar geschlagen geben.

Haydock war im letzten Jahr nicht der beste Einstand in die neue Saison und mit zwei Konkurrenten die Haydock lieben im Lineup – das wird schwer.

 

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der letzten Saison schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Und das schien keine Ausrede zu sein, wenn man sich die Leistung von ihm in seinem nächsten Rennen anschaute – dem Gold Cup beim Cheltenham Festival! Das große Rennen stand mit dem „pulled up“ im Rennen zuvor unter keinem guten Stern, aber Lostintranslation zeigte, dass die Probleme kein Thema mehr waren und lief ein großartiges Rennen, noch an der letzten Hürde war er gleichauf mit dem Sieger Al Boum Photo und er hatte alle Chancen, das Rennen zu gewinnen, nur der Lauf den Hügel rauf zum Ziel war an jenem Tag zu viel, den schafften Al Boum Photo und Santini einen Tick besser und gewannen vor Lostintranslation.

Heute also nach der langen Sommerpause, die durch Corona unnötig lang ausgefallen ist, das Saisondebüt von Lostintranslation gegen die Konkurrenten aus dem Gold Cup. Lostintranslation hat letztes Jahr dieses Rennen im ersten Versuch gewinnen können und auf dem Papier die besten Chancen gleich den zweiten Sieg in Haydock im Lancashire Chase zu holen.


13.03.2020 – Cheltenham Festival – Cheltenham Gold Cup – Die möglichen Sieger

Pferderennen in England

16:30 Gold Cup – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 5.330 m  |  Preisgeld: 615.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Key Trends

Alter – 11 der letzten 12 Gewinner waren zwischen 7 und 9 Jahre alt

Quote / Preis – 4 der letzten 12 Gewinner waren Favoriten / gemeinsame Favoriten, 7/12 Gewinner waren die Top 3 der Wetten

Letzter Lauf – 10 der letzten 12 Gewinner haben in ihrem vorherigen Lauf vor Cheltenham gewonnen, 9/12-Gewinner hatten ihren letzten Lauf innerhalb der letzten 77 Tage, 12/12-Gewinner hatten ihren letzten Lauf vor 33 Tagen oder länger

3/12 Sieger liefen in der King George VI Chase (Kempton) bei ihrem letzten Lauf, 2 der 3 hatten gewonnen, 0 platziert

3/12 Sieger liefen in der Denman Chase (Newbury) bei ihrem letzten Lauf, 3 der 3 hatten gewonnen

Vorherige Kursform – 12/12 Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Cheltenham-Lauf, 6/12 hatten einen vorherigen Sieg in Cheltenham

Vorherige Distanzform – 11/12-Gewinner hatten mindestens 2 Läufe über 24 Furlongs oder mehr, 11/12-Gewinner hatten mindestens 1 vorherigen Sieg über 24 Furlongs oder mehr, 8/12-Gewinner hatten mindestens 2 Siege über 24 Furlongs oder mehr

Vorherige Hürdenform – 11/12-Gewinner hatten mindestens 4 Hürdenläufe, 8/12 hatten mindestens 3 Siege über Hürden 

Vorherige Chase Rennen– 10/12-Gewinner hatten mindestens 7 vorherige Chase Renen , 12/12 hatten mindestens 2 vorherige Chase Rennen, 8/12 hatten mindestens 4 vorherige Chase Rennen

Bewertung – 9/12 Gewinner wurden mit 166 oder höher bewertet, 6/12 mit 170 oder höher

Siege in Klasse 1 Rennen – 12/12-Gewinner hatten mindestens 1 Rennen in Klasse 1 gewonnen, 6/12 hatte mindestens 2 gewonnen Siege in Klasse 2 – 9/12-Gewinner hatten mindestens 1 Rennen in Klasse 2 gewonnen, 7/12 hatte mindestens 2 gewonnen Siege in Klasse 3 – 9/12-Gewinner hatten mindestens 1 Rennen in Klasse 3 gewonnen

Saisonform – 10/12 Gewinner hatten mindestens 2 Läufe in dieser Saison, 8/12 hatten mindestens 3 Läufe in dieser Saison, 10/12 hatten mindestens 1 Sieg in dieser Saison

Die einzelnen Starter:

 

Santini: Der Milan Sohn startet für Nicky Henderson, allerdings wurde er gerade am Anfang seiner Karriere zwischen den Trainern ein wenig hin- und hergereicht. Erst war er bei Polly Gundry, dann bei Henderson, dann bei Ed Walker, der ihn 2017 in Didmarton starten lies. Das erste Rennen gewann Santini mit absoluter Leichtigkeit, so dass der gleich wieder zurück zu Nicky Henderson wechselte, der ihn im Dezember des selben Jahres zum nächsten Sieg in Newbury führte.

Er schlug dabei Chef Des Obeaux locker, der ein aussichtsreicher Kandidat für das Cheltenham Festival 2018 war, und Nicky Henderson lies keine Zeit verstreichen und schickte seinen Santini zum Test in das Gruppe 2 Ballymore Classic Novices‘ Hurdle, wo er über die 2m4f auf schwerem Bode das erste Mal Bekanntschaft mit dem Kurs in Cheltenham machte – und sofort seine Leidenschaft für diesen Kurs entdeckte.

Satini hatte in dem Gruppe 2 Rennen einige harte Konkurrenten gegen sich, sprang die Hürden aber alle souverän und profitierte an der letzten Hürde von einem Fehler des bisherigen Front Runners Black OP, der Santini damit ermöglichte ihn zu überholen und sich auf den letzten Metern der Strecke abzusetzen. Black Op gab nicht auf und kämpfte beneidenswert um jeden Zentimeter, aber Santini hatte seine Nummer und hielt ihn unter hartem Ritt seines Jockeys Jeremiah McGrath den Konkurrenten auf knapp einer Länge Abstand.

Diese Leistung machte Santini dann auch gleich zum Favoriten für das Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2018, allerdings wurde das Novice Rennen wie so oft von den Außenseitern dominiert, niemand hätte wohl vor dem Rennen auf dem Schirm gehabt, dass Killbricken Storm und Ok Coral das Renen gewinnen würden. Der 33/1 Außenseiter Killbricken Storm setzte sich zwischen den letzten beiden Hürden an die Front und nach dem letzten Sprung zog er glatt davon OK Coral nahm die Verfolgung auf, in seinem Schatten Santini, der wieder unter Nico De Boinille alles gab um die anderen noch einzuholen, dafür aber einfach nicht die Kraft hatte und sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben musste.

Santini startete dann im April noch einmal im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle über 3m und traf dort auch wieder auf seinen Cheltenham Bezwinger Ok Coral, der allerdings wenig für den Eindruck tun konnte, dass seine Leistung beim großen Festival nur eine Einagsfliege war. Ganz im Gegensatz zu Santini, der seine Niederlage rächen konnte und das obwohl er sein Hufeisen am Hinterlauf während des Rennens verlor – trotzdem schaffte es Santini sich nach der letzten Hürde an die Führenden heranzukämpfen und auf den letzten 50 Yards durchzusetzen – eine beeindruckende Leistung mit dem Handicap, auch wenn die Konkurrenz rund um OK Coral und Chef Des Obeaux nicht die stärkste war.

Mit dem ersten Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in die Sommerpause, die im Dezember 2018 im Gruppe 2 Ladbrokes Novices‘ Chase beendet wurde. Damit wechselte Santini nach einer durchaus erfolgreichen Saison bereits zu den Chase / Verfolgungsrennen, und die Entscheidung schien zunächst durchaus richtig gewesen zu sein, denn Santini feierte im Ladbrokes Novices‘ Chase gleich einen erfolgreichen Einstand. Der Cheltenham Held Killbricken Storm floppte leider in diesem Rennen und man konnte sich fragen, wie viel die Form aus dem ersten Chase Sieg für Santini wert sein würde, vor allem weil er beim zweiten Versuch über 4828m im Gruppe 1 32Red Kauto Star Novices‘ Chase von La Bague Au Roi und Topofthegame klar geschlagen wurde. Santini war eigentlich als klarer Favorit in das Rennen gestartet,verlor aber bereits an der drittletzten Hürde den Anschluss an die beiden Sieger und holte auch an den letzten beiden Hürden und dem Zieleinlauf nicht weiter auf – eine eher moderate Leistung, die so gar nicht zu den Favoitenansprüchen im RSA Chase passen wollten – trotzdem ging Santini beim Cheltenham Festival als Co-Favorit an den Start, noch vor seinem Bezwinger Topofthegame. Der eigentliche Favorit Delta Work wurde am Ende Dritter, aber auch Santini musste sich am Ende wieder Topofthegame geschlagen geben, wenn auch nur knapp mit einer halben Länge – und mit einer sehr guten Begründung: Santini verlor während des Rennens erneut ein Hufeisen, dieses Mal an einem der Vorderhufe – was sicher ein Grund dafür war, dass Santini auf den letzten 180 Yars nicht noch einmal beschleunigen konnte.

Viel Pech also fü Santini in der Saison 18/19, dafür war der Start in die Saison 2019/20 mit einem Sieg im 4862m Virgin Bet Future Stars Chase – und viel wichtiger – danach beim Gruppe 1 Cotswold Chase durchaus vielversprechend. In dem Rennen musste Santini auf dem Kurs in Cheltenham gegen Bristol De Mai und Slate House ran, und gerade Bristol De Mai wollte absolut nicht von Santinis Seite weichen. Dabei kanterte Santini nach der drittletzten Hürde an die Front und es sah alles danach aus, als ob der das Rennen locker gewinnen würde, aber Bristol De Mai sprang die beiden letzten Hürden besser, während Santini gerade an der vorletzte Hürde faktisch mit allen vieren landete und danach neu Alauf nehmen musste. Die beiden Sprünge kosteten Santini einiges und gaben Bristol De Mai mi seinen besseren Sprüngen die Möglichkeit auf den Sieg und Nico De Boinville musste alles geben um seinen Schützling zu Sieg zu reiten. Damit hat Sanitni einen wichtigen Sieg feiern können, muss aber für den Sieg im Gold Cup noch ein wenig nachlegen.

 

Al Boum Photo: Der Bucks Boum Sohn von Trainer Willie Mullins kommt ursprünglich aus Frankreich, wo er bei seinem ersten und einzigen Rennen vor dem Wechsel zu Mullins allerdings stürzte, als er die drittletzte Hürde nahm. Trotzdem, der beginn seiner Karriere war durchaus vielversprechend und Mullins schickte ihn anderthalb Jahre später in Irland in die Hürdenrennen. Im April 2017 startete Al Boum Photo das erste Mal in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2 Easter Festival April 16th-18th Novice Hurdle, welches er gleich al mit vier Längen Vorsprung gewinnen konnte. Bevor man nun allerdings traurig werden konnte, dass er das Cheltenham Festial 2017 verpasst hatte, wurde Al Boum Photo mit einem fünften Patz im Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle ziemlich eingenordet und man konnte sicher sein, dass er noch einiges zu lernen hatte.

Nach der Sommerpause ging es dann im November 2017 das erste Mal in die Chase Rennen, allerdings zeigte sich in der Saison 2017/18 deutlich, dass Al Boum Photo einige Probleme mit seinen Sprüngen hatte, denn von sechs Rennen beendete er drei nicht – das erste Mal erging es ihm so im Gruppe 2 Mahons Builders Providers – New Online Store Just Launched Novice Chase wo er als haushoher Favorit an der letzten Hürde stürzte – wo er noch alle Chancen auf den Sieg hatte. Dementsprechend litt seine Quote für das nachfolgende Gruppe 1 Flogas Novice Chase auch nicht zu extrem.

Al Bum Photo baute wieder einige haarsträubende Sprünge ein, lief aber ein großartiges Rennen und wenn er nicht gerade an der letzten Hürde wieder einen Fehler gemacht hätte hätte er eventuell sogar genug Kraft gehabt um sich beim Schlusssprint über die letzten Meter der 2m5f Distanz noch gegen Monalee durchzusetzen, so blieb ein knapper aber sehr guter zweiter Platz im Buch stehen, der Al Boum Photo zum hoffnungsvollen Kandidaten für das Gruppe 1 RSA Insurance Novices‘ Chase beim Cheltenham Festvial machte. Dort lies ihn allerdings wieder seine Springkunst im Stich und Al Boum Photo kam an der drittletzten Hürde zu Fall, hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits das Rennen verloren und wäre vermutlich abgeschlagen im Mittelfeld in Ziel eingelaufen – wieder war das Cheltenham Festival zu viel für ihn – dafür gewann er wie im letzten Jahr ein wichtiges Rennen im April, asl er im Gruppe 1 Gold Cup Novice Chase startete und mit einer fast fehlerfreien Runde am Ende über Shattered Love triumphieren konnte – und er hätte ein Rennen später im Gruppe 1 Growise Champion Novice Chase noch einen weiteren Gruppe 1 Sieg in der aktuellen Saison folgen lassen können, wenn sein Jockey Paul Townend nicht einen folgenschweren Fehler gemacht hätte.

In dem chaotischen Rennen wurde Al Boum Photo nach dem Sturz von Monalee alleine in der Führung gelassen mit Finian’s Oscar dahinter und hätte das Rennen nur noch nach Hause reiten müssen, allerdings entschied sich Paul Townend die letzte Hürde zu umgehen – obwohl sie gar nicht negiert worden war! Paul Townend erkannte seinen Fehler noch und wollte korrigieren, konnte Al Bum Photo allerdings nicht mehr korrekt auf die Hürde zu führen und kam damit vom Kurs ab – und wurde disqualifiziert.  Das Rennen war extrem chaotisch und Finian’s Oscar wurde von Al Boum Photo ebenfalls aus dem Rennen getragen, so dass sich am Ende The Storyteller über einen unerwarteten Sieg freuen konnte.

Für Al Boum Photo ging es nach der durchwachsenen Saison, in der er deutlich mehr Erfolge auf höchster Ebene hätte feiern können, in die Sommerpause, die mit einem Sieg im Savills Chase auf Listed Ebene beendet werden konnte. Das Rennen war natürlich leichter als die in der Saison zuvor und konnte kaum als einzige Vorbereitung für den Magners Cheltenham Gold Cup Chase gelten, aber das war genau der Weg, den Al Boum Photo zum Sieg im wichtigsten Chase Rennen der Saison nahm. So einfach kann es sein – lockerer Sieg in einem Listed Rennen ohne nennenswerte Konkurrenz, dann Sieg im Gold Cup.

Wobei man sagen muss, dass Al Boum Photo dieses Mal kaum Fehler beim Springen machte und einige der Hauptkonkurrenten ausgerechnet einen schlechten Tag erwischten – wie etwa Presenting Percy, dessen Sattel während des Rennens verrutschte und zudem noch das Rennen lahm beendete. Shattered Love hatte Attaxia nach dem Rennen, Bellshill nahm sich mit einem schweren Fehler beim Springen selbst aus dem Rennen und Thistlecrack schien an dem Tag einfach nicht fit gewesen zu sein – alles in allem ein sehr sehr chaotischer Gold Cup in dem alles perfekt für Al Boum Photo lief.

Im nachfolgenden Coral Punchestown Gold Cup zeigte Al Boum Photo dann wieder seine alten Fehler beim Spingen, die ihn jede Menge Momentum kosteten und Kemboy ermöglichten, sich an der vorletzten Hürde souverän abzusetzen und am Ende mit zwei Längen Vorsprung zu gewinnen. Al Boum Photo lief wieder ein gutes Rennen, stand sich aber wieder selber im Weg.

Nach der Sommerpause startete er wieder in der nun auf Gruppe 3 gehobenen Savills New Year’s Day Chase, die er wie im Jah zuvor locker gewinnen konnte. Mehr Rennen gibt es in der aktuellen Saison nicht, aber das hat letztes Jahr ja gereicht, um den Cheltenham Gold Cup zu gewinnen – ob aber wieder alles perfekt richtig für in fällt, und er wieder eine saubere Runde an Sprüngen zeigen kann?

Tipps zum Pferd: Schlechter Springer, der oft knapp vor einem Sturz steht und sich selbst im Weg stehen kann

 

Delta Work: Der Network Sohn Von Trainer Gordon Elliot begann seine Karriere im Jahr 2016 für Emmanuel Clayeux in Frankreich, für den er zwei Rennen bestritt, bevor er zu seinem jetzigen Trainer Gordon Elliot wechselte. Der schickte ihn nach 167 Tagen Pause in Irland im Mai 2017 in sein erstes Hürdenrennen, und nachdem Delta Work dort mit einem vierten Platz einen soliden Einstieg feierte, direkt im selben Monat in ein weiteres Maidenrennen über 2m, welches Delta Work gewinnen konnte.

Mit dem ersten Sieg als Ziel hinter sich ging es erneut in die Trainingspause, die 178 Tage später direkt mit dem Einstieg in die Gruppenrennen beendet wurde. Delta Work startete innerhalb von einem Monat im Gruppe 3 Fishery Lane Hurdle  über 2m auf schwerem Boden, dem Gruppe 3 „Monksfield“ Novice Hurdle über 2m4f und ebenfalls schweren Boden sowie dem Gruppe 2 Guinness Novice Hurdle über 3m und schweren Boden. Obwohl die Distanz in den Rennen über den Monat von 2m auf 3m erhöht wurde, konnte sich Delta Work in jedem der Rennen platzieren und eine zielich gute Figur abgeben, die er auch einen Monat später im Februar im William Fry Handicap Hurdle, wo er allerdings recht viel Gewicht tragen musste und auf der Zielgeraden dann nciht mehr genug Kraft hatte um sich am Total Recall und die anderen Sieger dran zu heften – und mit knapp 3 Längen Rückstand ins Ziel einlaufen musste. Das war über die 3m aber trotzdem wieder eine gute Leistung, die er – erneut unter hohem Gewicht – in Vorbereitung auf das Cheltenham Festival 2018 im Pertemps Network Group Handicap Hurdle noch einmal wiederholen konnte – dieses Mal reichten die 3 Längen Rückstand am Ende aber für einen soliden dritten Platz.

Das eigentliche Ziel der ersten Saison war aber natürlich das Pertemps Network Final Handicap Hurdle, also das Pertemps Hurdle beim Cheltenham Festival, in dem traditionell die Ausdauer eine große Rolle spielt. Und die Ausdauer brauchte Delta Work auch, denn Glenloe, ebenfalls Favorit für das Pertemps Handicap Hurdle, wollte auf der Zielgeraden einfach nicht weichen und blieb an Delta Work dran, der mehrfach die Bahn wechseln musste um freie Sicht auf die Hürden und die Zielgerade zu bekommen. Ein großer Sprung brachte ihn dann an der letzten Hürde nach vorne und Glenloe hatte nicht mehr die Zeit, Delta Work zu überholen, obwohl ihm am Ende nur eine Nase Vorsprung fehlte.

Detla Work startete dann noch im Gruppe 1 Irish Novice Hurdle, musste sich da aber dem Favoriten und dritten des Ballymore Novices’Hurdle Next Destination geschlagen geben, wenn auch nur knapp.

Nach der Sommerpause wechselte Delta Work in die Chase Rennen, wo er zunächst in Down Royal über 3932m im Porter & Co. Beginners Chase einen lockeren Sieg in einem Rennen, welches man als Warmmacher bezeichnen könnte, feierte. Dann aber ging es einen Monat später schon in das Gruppe 1 Drinmore Novice Chase in Fairyhouse, wo er mit Le Richbourg einen echten Test als Konkurrenten vorgesetzt bekam. Die beiden enttäuschten nicht und über die 4023m duellierten sich die beiden ausgiebig, am Ende triumphierte allerdings Delta Work mit einer halben Länge. Wieder hatte er einige gute Sprünge in seinem Rennen, aber an der letzten Hürde ausgerechnet baute er einen schlechten Sprung ein, der ihn fast das Rennen kostete – aber eben nur fast – der erste Gruppe 1 Sieg in einem Chase Rennen war im zweiten Chase Rennen überhaupt gelungen! Und der zweite Gruppe 1  Sieg folgte noch im selben Monat im Neville Hotels Novice Chase, wo er allerdings auch als klarer Favorit antrat und auf dem Papier keine ernst zu nehmenden Gegner hatte.

Das änderte sich natürlich dann im März in der RSA Chase, zu der er ohne noch einen weiteren Start in der Saison aufbracht. Da Delta Work die Ausdauer in seinen Rennen zuvor unter Beweis hatte stellen können, galt er schon im Vorfeld des Festivals als einer der Favoriten, allerdings war es wie so oft beim Cheltenham Festival und der Favorit hatte das Nachsehen am Ende. Die Sieger gingen zusammen über die vorletzte Hürde, aber schon auf dem Weg zu letzten Hürde sag es danach aus, als ob Delta Work mit Topofthegame nicht mitgehen können würde, und nach der letzten Hürde wurde dieser Eindruck dann noch einmal bestätigt – Delta Work musste Sanitini und Topofthegame ziehen lassen, kam aber noch auf einem respektablen dritten Platz ins Ziel.

Im Champion Novice Chase im April war die Konkurrenz etwas leichter, vor allem da der Hauptkonkurrent A Plus Tard keinen guten Tag erwischte und seine Ausdauer auf den letzten Metern ziemlich litt. Delta Work freute sich natürlich und strich seinen dritten Gruppe 1 Sieg in der Saison ein – die erste Chase Saison hätte wohl kaum besser laufen können – ganz im Gegensatz zum ersten Start in der neuen Saison, wo er im Gruppe 1 Ladbrokes Champion Chase startete . Delta Work schien nicht richtig fit zu sein, ein Zustand, der sich im Savills Chase im Dezember änderte, als er Monalee, Road To Respect und Kemboy schlagen konnte. Das Rennen war vollgepackt mit Talent und ein echter Test, den Delta Work mit einem spannenden Duell mit Monalee über die letzten der 4828m beendete, und damit seinen ersten Gruppe 1 Sieg in der Saison 2019/20 feiern konnte. Der zweite folgte im Irish Gold Cup gegen Kemboy, dem beim zweiten Start in der neuen Saison bessere Chancen ausgerechnet worden waren – er war auch fitter und kam wesentlich näher an Delta Work heran, der seinen Sieg aber souverän verteidigen konnte und mit knapp 1.5 Längen verteidigen konnte. Das gibt ihm heute exzellente Chancen auf das wichtigste Rennen der Saison.

 

Clan Des Obeaux Der Kapgarde Sohn konnte sich in seiner dreijährigen Karriere schon einige Male in guten Rennen platzieren, auch wenn seine Ausbeute von Siegen eher dürftig ist – was auch an der guten Konkurrent liegt, die er zu suchen pflegt

Der einzige nennenswerte Sieg wurde im Jahr 2016 im Gruppe 2 Berkshire Novices‘ Chase gegen Virgillio errungen, danach platzierte er im Dipper knapp hinter Whisper und bestätigte seine gute Form zu dieser Zeit. Danach floppte er aber im Scilly Isles Chase und lies das Cheltenham Festival 2017 aus und beschränkte sich auf schwächere Rennen im Rest der Saison, mit gemischten Erfolg. Auch der Erfolg in der neuen Saison 2017/2018 war gut, ohne dabei neue Höhen zu erreichen. Zunächst schaffte er erneut einen knappen zweiten Platz in einem Matchrace gegen Whisper, um danach in Haydcok locker mit sieben Längen gegen Vintage Clouds auf Klasse 2 Ebene zu gewinnen. Er startete danach im Dezember 2016 noch im Gruppe 3  Caspian Caviar Gold Cup Handicap Chase auf dem Kurs in Cheltenham, wo er hinter dem überraschend gut auflaufenden Guitar Pete einen zweiten Platz erreichte. Clan Des Obeaux hatte in seinem letzten Rennen Probleme das Tempo am Anfang mitzugehen, fand danach aber immer besser ins Rennen und machte einiges an Boden gut, um am Ende den zweiten Platz zu sichern.

Danach ging es in eine recht lange Pause, die sich selbst über das Cheltenham Festival  hinzog und erst im April 2018 endete – im Aintree Bowl Chase gegen Might Bite. Die Distanz von 5000m war ein bisschen zu lang für ihn und der Untergrund könnte ein wenig schnell gewesen sein, beides Aspekte die er auch im Betfair Chase wieder gegen sich hatte. Das Rennen an sich wurde mit einem guten Tempo gelaufen, und selbst der Favorit Might Bite hatte keine Chance bis zum Ende durchzuhalten, und Bristol De Mai stahl das Rennen. Clan Des Obeaux konnte sich über die leicht kürzere Distanz im King George VI Chase in besserer Form zeigen und gewann das Rennen vor dem stark auflaufenden Thistlecrack, allerdings stürzte dieses Mal Bristol De Mai und Waiting Patiently schmiss seinen Jockey ab.

Danach gab es für in noch einen Pflichtsieg im Denman Chase, über noch kürzere Distanz und  die deutlich längere Distanz in Kombination mit dem schweren Untergrund plus bessere Konkurrenz war im Cheltenham Gold Cup dann doch zu viel für Clan des Obeaux, der sich am Ende mit einem sechsten Platz zufrieden geben musste. Keine schlechte Leistung in so einem Rennen, aber unter seinen zuvor gezeigten Möglichkeiten, wie er mit einem zweiten Platz im Bowl Chase auf Gruppe 1 Ebene im April des selben Jahres zeigen konnte – zwar deklassierte Kemboy den Rest des Feldes mit 9 Längen Vorsprung, aber Clan des Obeaux hielt tapfer seinen zweiten Platz gegen Balko Des Flos und erheitl damit einmal mehr wichtiges Preisgeld für die Plätze

Nach der Sommerpause machte er da weiter wo er aufgehört hatte, als er im Ladbrokes Champion Chase im November auf Gruppe 1 Ebene einen zweiten Platz hinter Road To Respect – und vor Delta Works – erreichen konnte, und das nächste große Ausrufezeichen folgte dann im King George VI Chase, als er im Dezember sowohl Cyrname als auch Lostintranslation schlagen konnte – und das mehr als überzeugend! Er kanterte an der letzten Hürde an die Front und sprang an dem Favoriten Cyrname mühelos vorbei, um sich dann noch um sage und schreibe 21 Längen abzusetzten! Das war man ein Ausrufezeichen für das Festival heute, und ich denke ein Platz ist mindestens drin.

Kemboy: Der  Voix Du Nord Sohn begann seine Karriere für F. Matzinger mit einem zweiten Platz in Frankreich und wechselte dann direkt zu Willie Mullins, der in ihm Jahr 2016 in ein Maidenrennen in Limerick schickte, welches er auch gleich gewann.

Die erste richtige Saison für ihn war die im Jahr 2017, die gleich mit einem Gruppe 2 Platz Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50,000 Cheltenham Bonus Stable Staff“ Novice Hurdle begonnen wurde. Kemboy hatte zwar keine Chance an seinen Stablemate Let’s Dance heran zu kommen, aber es reichte immer noch für einen klaren zweiten Platz. Der Start danach im Gruppe 1 Neptune Investment Management Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) war noch ein bisschen zu viel für ihn und auch das nachfolgende Tattersalls Ireland Champion Novice Hurdle wurde nur mit einem abgeschlagenen Platz abgeschlossen, Kemboy war im Jahr 2017 augenscheinlich einfach noch nicht so weit.

Das wars dann auch schon mit den Rennen über Hürden und in der Saison 18 / 19 ging es dann direkt in die Chase Rennen, welche Kemboy auch deutlich besser liegen sollten. So schloss er sein erstes Rennen mit einem zweiten Platz hinter dem Favorten Sutton Place ab, als er im Januar im Follow Fairyhouse On Social Media Beginners Chase seine „Sommerpause“ beendete. Im nächsten Rennen, nur drei Wochen später, dem Book Your Easter Festival Tickets Today Beginners Chase konnte Kemboy dann einen sehr soliden Sieg feiern, in dem Kemboy nicht einmal sonderlich angestrengt werden musste.

Das war genug um ihm bei seiner zweiten Saison über die Hindernisse zum Cheltenham Festival zu schicken, wo er im Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase (Grade 1) (Registered As The Golden Miller) auflief, und mit einem guten vierten Platz immerhin etwas Preisgeld absahnen konnte, wenn auch nicht in Schlagreichweite zum Sieger Shattered Love. Danach lief er wie viele andere gute Chaser im BoyleSports Irish Grand National Chase (Extended Handicap Chase) auf, beendete sein Rennen aber schon an der ersten Hürde mit einem Sturz, revanchierte sich aber mit dem Sieg im Gruppe 3 Hugh McMahon Memorial Novice Chase. Auch in diesem Rennen schien er am Anfang eine gewisse Zeit zu brauchen um sich in das Rennen zu finden, lief aber extrem stark auf und konnte sich locker von seinen Verfolgern absetzten, als es in die finalen Meter des Rennens ging. Nicht anders war es im EMS Copiers Novice Handicap Chase zum Abschluss der Saison. Zwar war in der Saison 2018 kein großer Sieg zu feiern, aber Kemboy konnte sich in seiner neuen Disziplin von einer sehr guten Seite zeigen.

Die Saison 18/19 begann im Gruppe 2 Clonmel Oil Chase im November 2018, wo er als Favorit gegen Alpha Des Obeaux auflief, und die beiden Favoriten lieferten sich auch ein spannendes Rennen bis zur letzten Hürde. Kemboy machte an der siebten Hürde einen kleinen Fehler und verlor die Führung, holte sich die Führung aber an der vorletzten Hürde wieder und setzte sich nach letzten Hürde recht deutlich von Alpha Des Obeaux ab. Kemboy verbesserte diesen guten Eindruck im Gruppe 1 Savills Chase im Dezember, als er gegen die Favoriten Monalee und Road To Respect mit seinem mittlerweile bekannten hervorragenden Schlusssprint zwischen den letzten beiden Hürden Druck auf die Konkurrenten ausübte, und sich nach dem letzten Sprung weit vom Rest absetzen konnte. Die Distanz von 3m war absolut sein Ding und er schien auch Kraft für noch weitere Distanz zu haben und ging in den 3m2f Magners Cheltenham Gold Cup Chase, wo er allerdings erneut an der ersten Hürde sein Rennen beendete. Zwei Starts beim Cheltenham Festival und zwei Mal war das Rennen an der ersten Hürde schon zueende – da wäre in der Saison deutlich mehr drin gewesen, denn Kemboy gewann das Betway Bowl Chase mit Leichtigkeit nur drei Wochen später indem er der Führung übernahm und nach belieben vor den Verfolgern herlief, um seine Führung wie immer nach der letzten Hürde noch weiter auszubauen.

Im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup, dem Saisonabschluss über 3m1f auf weichen Untergrund gewann er sein zweites Gruppe 1 Rennen in Folge, zeigte sich dort aber nicht in bester Form und baute einige unsichere Sprünge ein, die ihm einiges an Vorsprung kosteten, aber Kemboy hatte wie immer einiges an Kraft übrig und konnte sich unter dem Druck von Ruby Walsh einige Längen absetzten, Al Boum Photo hatte auf dem zweiten Platz keine Chance sich an seine Fersen zu setzen.

Im Gruppe  1 Savills Chase kehrte Kemboy ein großartiges Rennen, konnte sich aber dennoch auf der Zielgerade nicht an die Fersen von Delta Work setzten, der unter Jack Kennedy ein wahrhaft hervorragendes  Rennen lief. Kemboy hatte auf der Zielgeraden nichts mehr zu geben, war aber hier bei seinem zweiten Rennen in der Saison fitter und kam an der letzten Hürde an Delta Work heran, der alles geben musste, um Kemboy auf Abstand halten zu können. Wenn der Untergrund weiter austrocknet

 


Kempton – Ladbrokes King George VI Chase – Recap

Pferderennen in England

Ladbrokes King George VI Chase  Gruppe 1 (Class 1)

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 mJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Cyrname: Der Nickname Sohn wechselte in seiner zweiten Saison im Jahr 2017 nach seinem Debüt in der neuen Saison ,welches er noch über Hürden absolvierte, in die Chase Disziplin. Dabei nahm nach er nach seinem soliden zweiten Platz in seinem ersten Novices Rennen nur noch an den Black Type Rennen teil und hob somit sein Niveau schnell auf ungeahnte Höhen.

Sein Erfolg ist mit einem Sieg im Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen Shantou Rock, einem zweiten Platz nur einen Nacken hinter Terreford im Gruppe 1 Betfred TV Scilly Isles Novices‘ Chase sowie einem lockeren Sieg im Gruppe 2 Betdaq Now 2% Commission Pendil Novices‘ Chase durchaus beachtlich gewesen und die erste Saison 17/18 als Chaser erweis sich als höchst profitabel

Das war Grund genug um ihn im April dann noch im Gruppe 1 Manifeste Novice Chase in Irland auflaufen zu lassen, das Rennen im April 2018 war aber dann trotz der machbaren Konkurrenz noch ein wenig zu viel für ihn und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz in die Sommerpause verabschieden. Diese wurde dann im November in Carlisle in der Colin Parker Chase über 4023m beendet, wo Cyrname als Favorit auflief, aber am Ende erneut nicht über einen dritten Platz hinaus kam. Dabei war der Untergrund gut und die Distanz mit 4000m machbar, aber es sollte noch ein weiteres Rennen brauchen, bevor Cyrname seine Form wieder finden sollte. Denn im 3371m Gerard Bertrand Handicap Chase kam er ebenfalls nicht in Gang, gewann dann aber nach dem Jahreswechsel das Bet365 Chase in Ascot mit 21 Längen und deklassierte eine durchaus ansehnliche Konkurrenz.

Nur logisch, dass er heute den Schritt nach oben in der Konkurrenz macht und über die Distanz von 4232m erneut in Ascot in der Ascot Chase auflief – und dort gegen sehr gute Konkurrenz wie Fox Norton oder Politologue ein hervorragendes Rennen zeige und unangefochten mit 17 Längen Vorsprung gewann. Er sprang gezielt und kraftvoll, zog das Feld früh auseinander und gewann mit einem sehr starken Lauf das Rennen am Ende unangefochten, und die Hoffnungen auf das Festival 2019 waren hoch – Cyrname musste den großen Saisonabschluss aber verpassen und konnte erst im November im Gruppe 2 Christy 1965 Chase wieder starten nachdem er im August 2019 eine Luftröhren OP hatte.

Im Gruppe  2 Christy 1965 Chase traf er auf Altior, der als Champion Chaser als Favorit in das Rennen ging – aber auf dem Zieleinlauf nach der letzten Hürde dem erneut sehr kraftvoll laufenden Cyrname nichts entgegen zu setzen hatte! Das heute sollte genau die Kragenweite von Cyrname sein und ich wäre überrascht, wenn er nicht äußerst stark auflaufen würde!

Tipps zum Pferd: Läuft auf gut bis weichem Untergrund bisher seine besten Rennen und scheint Distanzen von mehr als 4000m zu bevorzugen.

Clan Des Obeaux Der Kapgarde Sohn konnte sich in seiner dreijährigen Karriere schon einige Male in guten Rennen platzieren, auch wenn seine Ausbeute von Siegen eher dürftig ist – was auch an der guten Konkurrent liegt, die er zu suchen pflegt

Der einzige nennenswerte Sieg wurde im Jahr 2016 im Gruppe 2 Berkshire Novices‘ Chase gegen Virgillio errungen, danach platzierte er im Dipper knapp hinter Whisper und bestätigte seine gute Form zu dieser Zeit. Danach floppte er aber im Scilly Isles Chase und lies das Cheltenham Festival 2017 aus und beschränkte sich auf schwächere Rennen im Rest der Saison, mit gemischten Erfolg. Auch der Erfolg in der neuen Saison 2017/2018 war gut, ohne dabei neue Höhen zu erreichen. Zunächst schaffte er erneut einen knappen zweiten Platz in einem Matchrace gegen Whisper, um danach in Haydcok locker mit sieben Längen gegen Vintage Clouds auf Klasse 2 Ebene zu gewinnen. Er startete danach im Dezember 2016 noch im Gruppe 3  Caspian Caviar Gold Cup Handicap Chase auf dem Kurs in Cheltenham, wo er hinter dem überraschend gut auflaufenden Guitar Pete einen zweiten Platz erreichte. Clan Des Obeaux hatte in seinem letzten Rennen Probleme das Tempo am Anfang mitzugehen, fand danach aber immer besser ins Rennen und machte einiges an Boden gut, um am Ende den zweiten Platz zu sichern.

Danach ging es in eine recht lange Pause, die sich selbst über das Cheltenham Festival  hinzog und erst im April 2018 endete – im Aintree Bowl Chase gegen Might Bite. Die Distanz von 5000m war ein bisschen zu lang für ihn und der Untergrund könnte ein wenig schnell gewesen sein, beides Aspekte die er auch im Betfair Chase wieder gegen sich hatte. Das Rennen an sich wurde mit einem guten Tempo gelaufen, und selbst der Favorit Might Bite hatte keine Chance bis zum Ende durchzuhalten, und Bristol De Mai stahl das Rennen. Clan Des Obeaux konnte sich über die leicht kürzere Distanz im King George VI Chase in besserer Form zeigen und gewann das Rennen vor dem stark auflaufenden Thistlecrack, allerdings stürzte dieses Mal Bristol De Mai und Waiting Patiently schmiss seinen Jockey ab.

Danach gab es für in noch einen Pflichtsieg im Denman Chase, über noch kürzere Distanz und für mich ist die deutlich längere Distanz in Kombination mit dem schweren Untergrund ein Grund zur Sorge für Clan Des Obeaux

 

Footpad ist der Starter für Mullins der sich in der aktuellen Saison mit Abstand am besten entwickelt hat. Der Creachadoir Sohn konnte schon in den Jahren zuvor auf sich aufmerksam machen, so platzierte er im JCB Triumph Hurdle im Jahr 2016 und gewann danach das Gruppe 1 Course de Haies d’Ete des Quatre Ans über 2m3f auf weichem Untergrund, auf schwerem Untergrund erreichte er über die selbe Distanz in Auteuil im Gruppe 1 Prix Renaud du Vivier einen zweiten Platz nur einen Kopf hinter dem Sieger Capivari. In der Saison 2017/18 aber deklassierte er die Konkurrenz aber im Racing Post Novice Chase, dem Irish Arkle Novice Chase sowie dem Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, und lies damit alle Form über Hürden weit hinter sich zurück.

Über Hürden hatte er sich mit Petit Mouchoir einige nennenswerte Duelle geliefert, so hatte er im  Irish Champion Hurdle  beim erneuten Aufeiandertreffen auf den letzten Metern deutlich auf Petit Mouchoir aufgeholt und hätte nur noch eine Länge mehr aus sich herausholen müssen, um als Sieger hervorzugehen.  Die beiden kamen zusammen über die letzte Hürde und Petit Mouchoir musste sich deutlich mühen, um Footpad auf Abstand zu halten, der an der letzten Hürde einen kleinen Fehler machte und genau das Momentum verlor, welches am Ende gefehlt hat um noch zu gewinnen.

Nach diesem vielversprechenden Rennen ging es natürlich direkt zum Festival, wo er im Stan James Champion Hurdle Challenge Trophy startete. Natürlich traf er dort wieder auf Petit Mouchoir, beide mussten sich aber klar dem aufstrebenden Buveur D’Air und My Tent Or Yours geschlagen geben. Gerade Buveur D’Air zeigte dem Rest, wer der Star in der neuen Saison ist. Footpad lief auf seinem vierten Platz ein gutes Rennen, ohne sich mit dem besten in diesem Rennen messen zu können, wechselte danach aber nach Irland und trat im Ladbrokes Champion Stayers Hurdle gegen Nichols Canyon und Unowhatimeanharry an, die wiederum das Rennen unter sich ausmachten. Footpad holte sich vor der letzten Hürde noch den dritten Platz, brachte aber die Sieger nie in Gefahr. Der dritte Platz war gegen die angetretene Konkurrenz aber durchaus respektabel und die Sommerpause danach mehr als verdient. In der Sommerpause wurde Footpad von Willie Mullins seinen Schützling an die Chase Rennen heran und lies in im November sein erstes Rennen in dieser Disziplin, wo er Brelade mit Leichtigkeit deklassierte. Er scheint sich in der neuen Disziplin wohl zu fühlen und könnte seine Errungenschaften über Hürden bei weitem hinter sich lassen.

Beim Racing Post Novice Chase trat er gegen Death Duty und Any Seccond Now an, konnte diese Konkurrenten aber mit Leichtigkeit hinter sich lassen. Death Duty stürzte an der drittletzten Hürde, nachdem das Rennen ohnehin für ihn schon gelaufen war, während der Pacemaker Avenir D’Une Vie schon früher an einem der Hindernisse scheiterte. Allerdings sah es auch nicht danach aus, als ob einer der beiden dem Favoriten gefährlich hätte werden können und so holte sich Footpad einen weiteren ungefährdeten Sieg in einem Hürdenrennen über 2m1f und weichen Untergrund.

Dann kam es zum vorgezogenen Duell um den Titel beim Festival, trafen doch Footpad und Petit Mouchoir im Arkle Novice Chase aufeinander. Footpad startete als klarer Favorit und das obwohl Petit Mouchois aus seiner Sommerpause ebenfalls mit hervorragender Form gekommen war. Die Buchmacher sollten aber Recht behalten, so setzte Footpad seinen einzigen wirklichen Konkurrenten in diesem Rennen zwischen den letzten beiden Hürden unter Zugzwang und entfernte sich unter moderatem Druck von seinem Jockey immer weiter von Petit Mouchoir. Die Peitsche hat Footpad in diesem Rennen nicht gesehen und trotzdem 5 Längen Vorsprung herausgeholt, so dass er einer Revanche mit Petit Mouchoir beim Arkle gelassen entgegen sehen konnte. Dort war es dann auch Brain Power, der sich den weit abgeschlagenen zweiten Platz hinter Footpad sichern konnte, der allein durch seine Präsenz das Feld auf fünf Starter reduziert hatte.

Footpad setzte dann im April im Gruppe 1 Ryanair Novice Chase noch einmal einen drauf und gewann als klarer Favorit unangefochten auf dem gut bis weichen Boden über 3219m. Das Rennen war zum Abschluss seiner absolut überragenden Saison noch einmal ein Schaulaufen von Footpad und er hatte sich die fünf Siege in Folge definitiv verdient.

Umso enttäuschender war sein Sturz beim Gruppe 3 Poplar Square Chase beim Saisondebüt im November, wo er bei der an der letzten Hürde die Hürde zu weit übersprang und dadurch zu Fall kam. Er verletzte sich bei diesem Sturz zu allem Überfluss noch, was sicher Auswirkungen auf die restliche Saison hatte.

Footpad kam dann im Rewards Chase im Dezember zurück und versuchte einen Monat später mit dem Rennen wieder ins Renngeschehen einzusteigen. Footpad merkte noch immer die Nachwirkungen seinen Sturzes, sah aber während des Rennens fit aus, übernahm an der letzten Hürde die Führung und konnte sich dann sogar noch ein wenig absetzten, aber Simply Ned saß ihm im Nacken und nahm die Verfolgung auf. Footpad sah zunächst noch wie der sichere Sieger aus, wurde dann aber zunehmen schwächer und Simply Ned konnte ich mit einer letzten Kraftanstrengung noch von ihm absetzen. Footpad war in der letzten Saison unglaublich stark, hatte aber dieses Jahr leider einen herben Rückschlag in der Vorbereitung und wird sich hier an Altior vermutlich die Zähne ausbeißen.

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der letzten Saison schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Deuil mit einem stärkeren LAuf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame wird kein leichtes Spiel haben heute!

Thistlecrack: Der Kayf Tara Sohn ist einer der Stars der National Hunt Saison unter der Anleitung von Colin Tizzard gewann 2016 vor einer längeren Pause unter anderem das Gruppe 1 King George VI Chase  und war zuvor in acht Rennen ungeschlagen.

Keines seiner Chase Rennen hatte er abgeben müssen und er war eine der großen Hoffnungen für das Festival. Er ist ein mehrfacher Gruppe 1 Sieger und hat die höchsten Ehren bereits in Chase als auch Hurdle Rennen erringen können, 2015 gewann er etwa das World Hurdle nach belieben und lies einen weiteren souveränen Sieg im Liverpool Stayers‘ Hurdle folgen.

Nach der Sommerpause 2016 lies er zwei obligatorische Siege in Novice Chase Rennen folgen, bevor er im Gruppe 2 Newbury Novices‘ Chase und zuletzt im King George VI Chase wieder zur den Black Type Rennen zurückkehrte. Im King George VI lief er bequem einen Vorsprung von 8 Längen heraus, die vor dem Zieleinlauf ein wenig reduziert wurden, als Thistlecrack das Tempo herausnahm und gemütlich ins Ziel trottete. Das Feld war damals schon mit Cue Card und Silviniaco Conti eigentlich stark besetzt gewesen, Chancen hatten die Konkurrenten gegen das Ausnahmepferd allerdings nicht wirklich.

Eine Sehnenverletzung beendete aber alle Hoffnungen in der letzten Saison, vermutlich hatte Thistlecrack sich diese Verletzung schon im BetBright Trial Cotswold Chase im Januar gegen Many Clouds zugezogen. Die beiden machten den Sieg unter sich aus, das Rennen hat aber im Nachhinein einen sehr dunklen Schatten geworfen, denn die Sehnenverletzung von Thistlecrack war nicht der einzige Schon in jenem Rennen. Many Clouds brach nach dem Rennen zusammen und starb an einer Lungenblutung, was das Rennen bis heute überschattet.

Thistlecrack selbst musste den Rest der Saison pausieren und kam erst im Gruppe 2 Ladbrokes Long Distance Hurdle im November zurück, wo er allerdings viel zu frei lief und gegen Beer Goggles und Unowhatimeanharry keine Chance hatte. Danach ging er wieder das King George VI Chase an, scheiterte aber mit über 5 Längen an Might Bite und Double Shouffle, was unter anderem ein Grund war warum er erneut keinen weiteren Start in der Saison absolvierte.

Im Gruppe 1 Betfair Chase kehrte er dann nach der langen Sommerpause ein weiteres Mal in die National Hunt Saison zurück, und dieses Mal kam Thistlecrack mit einer durchaus guten Leistung zurück aus der Sommerpause, hielt er sich doch auf einem dritten Platz hinter den heutigen Konkurrenten Bristol De Mai und Native River. ann kam das King George VI Chase im Dezember wo er gegen viele der heutigen Konkurrenten auflief und nur Clan Des Obeaux konnte sich vor dem erneut stark auflaufenden Thistlecrack halten.

Clan des Obeaux hatte an der letzten Hürde noch ein wenig mehr Kraft übrig und sprang an den da noch führenden Thistlecrack heran, dieser konnte seinen kleinen Vorsprung dann aber nicht mehr bis zum Ziel halten. Das war aber eine weitere extrem gute Leistung und Thistlecack sollte heute wieder vorne mit dabei sein


Was war mit den Favoriten an Weihnachten los?

Pferdewetten News

Wir sind noch weit weg von den großen Frühlingsfestivals in Cheltenham, Aintree und Punchestown und auch dem noch relativ neuen Dublin Racing Festival, aber wenn es ein Festival gibt, an dem sich die wichtigen Player der Saison noch einfinden vor dem Jahreswechsel, dann sind es die Gruppe 1 Rennen rund um Weihnachten.

Wir haben einige der Rennen bewusst ausgelassen, denn viele der Favoriten sahen schon zuvor nicht sonderlich solide aus. Aber dazu später in den Race Reviews mehr. Vom 26. bis 29. Dezember gab es in Großbritannien und Irland 13 Top-Level-Rennen unter anderem in Leopardstown, Kempton, Limerick, Chepstow und Newbury. Aber wer war an diesen wichtigen vierTagen der große Gewinner und der große Verlierer? Jedenfalls meistens nicht die Favoriten. Wird sich das auf den Rest der Saison auswirken? Mit Sicherheit! Clan Des Obeaux, Notebook oder Sharja Apple’s Jade und Delta Work – da waren einige unerwartete Sieger mit dabei, wobei keine wirklich krassen Außenseiter gewonnen haben.

Alle Sieger hatten diese Saison schon einen Lauf, 10 von den 13 hatten ihr letztes Rennen gewonnen oder waren mindestens Zweiter, und fast alle hatten sowieso schon eines der größeren Rennen gewinnen können. Für den Rest der Saison wird es spannend werden, denn sie haben natürlich gute Chancen mit einem Gruppe 1 Sieg im Rücken einen im Laufe der Saison ein weiteres zu gewinnen, die Form haben sie ja schon. Gerade den Sieger des Racing Post Novice Chase haben in den letzten Jahren mindestens ein weiteres Gruppe 1 Rennen für sich entscheiden – also Augen auf wo Notebook sich hin begeben wird.Aber auch das Christmas Hurdle ist sehr interessant in diesem Aspekt, das King George ist für allem für das Aintree Bowl interessant, so haben hier drei der letzten fünf Sieger das Rennen für sich entscheiden können – aber das erwartet uns ja erst im April. Weniger interessant sind das Challow Hurdle oder das Savills Chase, die für das Cheltenham Festival und danach kaum eine Rolle spielen.


Kempton – 26.12.2018 – King George VI Chase – Pick: Bristol De May / Thistlecrack EW

Pferderennen in England

16:05 King George VI Chase – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde | | Distanz: 4.828 m | Preisgeld: 225.000 GBP | Jagdrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das King George VI Chase lockt wie jedes Jahr eine ganz Reihe von hervorragenden Chasern an und die Rennpferde, die heute hier gegeneinander antreten, haben alle das Festival in drei Monaten fest im Blick – und werden hier die Rangordnung unter sich ausmachen. Wir beobachten das Rennen mit Interesse verfolgen und gerade Might Bite muss beweisen, dass er nicht komplett außer Form ist.

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Aintree- 12.04.2018 – Aintree Bowl Chase – Pick: Might Bite / Tea For Two EW

Pferderennen in England

15:50 Aintree Bowl Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  | Distanz: 5.020 m  |  Untergrund: Gut bis weich
Das Betway Bowl Chase ist das dritte Gruppe 1 Rennen am heutigen Tag und bietet trotz des relativ kleinen Feldes ein hochspannendes Rennen. Neunzehn Hürden gilt es zu überspringen und 5,029 bzw. gut drei Meilen zu laufen, ein echter Ausdauertest also. 1984 wurde das Rennen das erste Mal abgehalten und war eigentlich als Wiedergutmachung und Ersatz für Pferde gedacht, die beim Chelentham Festvial nicht hatten starten können oder dort geschlagen worden waren, sozusagen eine zweite Chance ein paar Wochen nach der großen Show.

Viele Sponsoren haben dem Rennen seitdem ihren namen geliehen, zuletzt wechselte der Name des Sponsors des Rennens im Jahr 2017 von Betfred auf Betway Bowl Chase. Während dem Spronsoring von Tote in den Jahren 2008 bis 2012 bekam das Rennen auch seinen Gruppe 1 Statuts (im Jahr 2010).

Letztes Jahr gewann Tea For Two das Bowl Chase gewinnen können und vielleicht klappt es ja dieses Jahr erneut.

Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

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