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Dashel Trasher

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20.11.2021 – Ascot – Chanelle Pharma 1965 Chase – Pick: Dashel Drasher

Pferderennen in England

15:05 – Chanelle Pharma 1965 Chase (Grade 2)

Distanz: 2m5f (2m5f8y) | Class 1 | (4yo+)

 

Das 1965 Chase ist jedes Jahr im November ein kleines Higjlight, welches viele Veteranen anzieht, die wir aus den Jahren zuvor kennen. Nur wenige Neulinge wagen sich traditionell hierher. Wenn man einen Neuling sucht, fällt das Auge vielleicht auf Pistol Whipped, der noch nicht viele Gruppenrennen bestritten hat, sieht man von dem Goodwood Handicap einmal ab, welches er  im März angegangen war. Seine Ergebnisse spät in der letzten Saison waren durchaus beeindruckend gewesen, zwei Siege in Plumpton und Perth, der letzte Sieg mit gut und gerne 14 Längen Vorsprung – und in Uttoxeter im Mai im Clarke Stakes verpasste er nur mit einer Nase – wenn er da weiter macht, wo er aufgehört hat, dann dürfte er hier durchaus konkurrenzfähig sein.

Die beiden Favoriten Defi Du Seuil und Lostintranslation laufen ihrer aktuellen Form noch weit hinterher und müssen einige Fragen beantworten, so dass ich wieder auf Daschel Drasher komme, mit dem ich in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen machen konnte – sein Saisoabschluss letztes Jahr war famos und ich sehe wenig Gründe, warum er hier keine Chancen auf den Sieg haben sollte.

Defi Du Seuil: 

Schon eine Weile läuft es nicht so richtig für den Voix Du Nord Sohn Defi Du Seuil. Anfang 2020 hatte er einen Lauf, der seinen Ursprung 2019 hatte und nachdem er das Tingle Creek Chase und das Clarence House Chase gewonnen hatte, war er eigentlich als klarer Favorit für das Queen Mother Chase beim Cheltenham Festival gesetzt worden – erlitt aber eine überraschend deutliche Niederlage mit einem vierten Platz, von der er sich 2020 augescheinlich nicht mehr erholte. Die Saison 2020/21 wurde nach zwei Rennen abgebrochen und Defi Du Seuil bekam stattdessen in der Sommerpause zu jetzigen Saison eine OP an der Windröhre. Sein Trainer ist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, und so startet Defi Du Seuil trotz fast 1,5 Jahren ohne Sieg hier nun als Favorit.

Wir werden sehen ob er etwas von seinem alten Potential abrufen kann.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Defi Du Seuil im März 2019  als 2-5-Favorit in die Champion Chase ging, um zum führenden Zwei-Meilen-Chaser der Saison 2019-20 gekrönt zu werden.

Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend und obwohl im nachfolgenden Gruppe 2 Shloer Chase einige Hauptkonkurrenten ausfielen, konnte Defi Du Seuil kein Kapital daraus schlagen, denn beim Einbiegen in die Zielgerade zog Put The Kettle neben Defi Du Seuil neben ihm das Tempo an um die Verfolgung von Duc Des Genievres aufzunehmen und am Ende zu gewinnen  – während Defi Du Seuil sogar noch vom einzigen weiteren Konkurrenten, Riders On The Storm, eingesammelt wurde und das Rennen vor der letzten Hürde noch vorzeitig beendete.

69 Tage später verlief es im Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase für Defi Du Seuil nicht viel besser. Zwar hatten die Buchmacher und die Fans mittlerweile eingesehen, das Defi Du Seuil gegen Konkurrenten wie Politologue und Waiting Paitiently nicht als Favorit gelten kann, und auch wenn am Ende der Außenseiter First Flow das Rennen gewinnen konnte, war die Einschätzung mit Defi Du Seuil am Ende doch richtig gewesen. Wieder baute der mehrfache Gruppe 1 Sieger mehrere Fehler in seine Sprünge ein, wieder ging ihm ab der letzten Hürde gehörig die Puste aus – alles in allem eine eher traurige Vorstellung, die seine Pläne für den Rest des Jahres auch gleich beendeten. Stattdessen gab es eine Windröhren OP im Juni 2021 und wir werden hier sehen, was er danach zu Leisten im Stande ist.

 

Lostintranslation:  Bei Lostintranslation kommt es mir ein wenig so vor, als ob Colin Tizzard bei dem Flemensfirth Sohn etwas suchen würde, was nicht mehr da ist. Die letzten beiden Jahre waren eher enttäuschend und seine beste Saison lieg drei Jahre zurück – da wird sicher auch eine Dritte OP an der Windröhre nichts ändern, die Lostintranslation im Sommer über sich ergehen lassen musste-  ich glaube einfach nicht mehr daran, dass diese OPs wirklich etwas helfen werden – dafür ist die Abwärtsspirale einfach schon zu lange da

Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist seit 2018 auf der höchsten Ebene mit dabei, damals bestritt er sein erstes Gruppenrennen im Januar in Haydock auf schwerem Boden – was allerdings noch nicht von Erfolg gekrönt war, aber was als  Vorbereitung auf das Festival 2018 genutzt wurde.  Im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Lostintranslation kam dann im Gold Cup auf einem sehr guten dritten Platz in Schlagreichweite zum Sieger ins Ziel und war noch bei der letzten Hürde zusammen mit Santini und Al Boum Photo gleichauf und hielt auch auf der Zielgeraden noch dagegen, aber der Hügel hoch zur Zielgeraden war dann doch zu viel des Guten- ein dritter Platz war trotzdem eine sehr sehr gute Leistung und wie vorausgesagt war er als Trifecta Pick die richtige Wahl.

Ganz anders beim Betfair Chase im November, wo er auf Gruppe 1 Ebene nur einen abgeschlagenen dritten Platz erreichen konnte, aber das kann natürlich auch an der langen Pause gelegen haben – so richtig Grund zur Sorge gab es dann allerdings, als er auch beim zweiten Start in der neuen Saison im King Georg Stakes 2020 nicht liefern konnte und unter einem Famos auflaufenden Frodon das Rennen erst gar nicht beendete. Zwar ist das King George Stakes naturgemäß ein sehr schweres Rennen und schon 2019 konnte Lostintranslation das Rennen nicht beenden, aber natürlich war das nicht der Anspruch gewesen und eine solche Niederlage tat weh.

Um die Dinge noch schlimmer zu machen gelang ihm auf im Denman Chase im Februar kein Sieg – wobei, hier vom Sieg oder Chancen auf den Sieg zu sprechen wenn Lostintranslation auf dem letzten Drittel komplett die Luft ausging und ab der Vorletzten Hürde bis auf den letzten Platz durchgereicht wurde…. nein, es war im Rennen Nr. 3 in der Saison völlig klar, das mit Lostintranstraltion 2021 augenscheinlich kein Blumentopf zu gewinnen war. Und das, obwohl er im Vorfeld des Rennens bereits ein zweites Mal an der Luftröhre operiert worden war!

Beim Cheltenham Festival 2021 wurde er im Gold Cup Chase wie zu erwarten sehr deutlich geschlagen und beendete das Rennen an der vorletzten Hürde, nachdem er zuvor schon deutlich den Anschluss verloren hatte.

Und weil es so schön war, bekam Dashel Trasher  in der Pause bis zur Saison 2021/22 im Sommer gleich die nächste OP an der Windröhre spendiert – aller guten Dinge sind 3? Ich glaube nicht so recht daran.

Dashel Trasher: Mit dem Passing Glance Sohn Von Jeremy Scott habe ich in der letzten Saison gute Erfahrungen gemacht gehabt als ich ihn zu einer noch recht hohen Quote als EW Wette im Betfair Ascot Chase empfohlen hatte – ich würde mir jetzt gerne einbilden, dass es meine Empfehlungen waren, die ihn am Ende auf die Quote von 4/1 gedrückt haben, aber man muss kein Zauberer sein um zu sehen, dass er Portential hatte und gegen die Konkurrenz wie Master Tommytucker, der auch hier wieder mit dabei ist, bestehen kann.

Dashel Trasher hatte zuvor in Ascot das Injured Jockeys Fund Graduation Chase (gegen nur zwei andere Konkurrenten) und das bet365 Handicap Chase (schon eher ein echter Test) gewinnen können, nachdem er schon 2019 mit einigen Siegen in guten Handicaps über Hürden auf sich aufmerksam machen konnte. Ich denke gegen einige Konkurrenten mit vielen Fragezeichen stehen seine Chancen heute erneut ziemlich gut

 


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