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Defi Du Seuil

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15.11.2020 – Cheltenham – Shloer Chase – Pick: Put The Kettle On

Pferderennen in England

15:25 Shloer Chase – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.199 m  |  Preisgeld: 60.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Defi Du Seuil: Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend, er hat aber hier eine lange Pause im Rücken und kam letztes Jahr aus einer solchen Pause in Bestform zurück. 2018 war das nicht so, aber da heute zwei Hauptkonkurrenten auszufallen drohen, stehen seine Chancen nicht schlecht.

Put The Kettle On: Der Stowaway Sohn von Trainer Henry De Bromhead begann seine Karriere 2018 auf dem Kurs in Clonmel, allerdings brauchte er in diesem ersten Jahr gleich drei Anläufe, um seinen Maidensieg feiern zu können, der ihm im November in Navan über 3219m gelang. Der Rest der Saiso 2018 / 19 verlief eher ruhig mit einigen dritten Plätzen in soliden Handicaps mit einem Rating bis zu 111.

Interessant wurde es vor allem dann gegen Ende der Saison, wo Put The Kettle On den Wechsel aus den Hürden in die Chase Disziplin wechselte und auf Anhieb seine ersten drei Rennen gewinnen konnte. Das erste Rennen in Kilbeggan, das Wright Windows 50 Anniversary Celebration Beginners Chase war noch eine knappe Angelegenheit die erst nach der letzten Hürde beim Zieleinlauf entschieden wurde, aber das zweite Rennen zeigte schon deutlicher, wie wohl sich Put The Kettle On in der neuen Disziplin fühlte.

Auch hier war die Konkurrenz durchaus nicht schlecht, aber Put The Kettle On konnte das Feld über die Distanz führen und legte vor der letzten Hürde die Daumenschrauben an und zog diese nach dem letzten Sprung noch weiter an, was in eine ungefährdeten 7 Längen Sieg resultierte. Noch im selben Rennen startet er im Packie Downey Memorial Rated Novice Chase in Tipperary über 3941m und bewies auch hier wieder seine Form. In dem kleineren Rennen war er natürlich als Favorit gestartet, auch wenn dem Rest des Feldes auch wieder gute Chancen ausgerechnet worden waren und keiner der vier Konkurrent eine zweistellige Quote hatte. Das hielt Put The Kettle On aber nicht davon ab, wieder das Tempo zu diktieren und dieses Mal schon zwischen den letzten beiden Hürden seinen Vorsprung auf gut 7 Längen auszudehnen. Die Leistung war besser als alles, was er zuvor über Hürden gezeigt hatte, schließlich deklassierte er Konkurrenten jenseits des 111er Ratings in diesem Rennen, und da man die Eisen schmieden soll, so lange sie heiß sind, wurde er auch nur zwei Monate später im September wieder auf die Rennstrecke geschickt wo er in Wexford seine Erfolgsserie weiter fortsetzen konnte, dieses Mal mit seinem ersten offiziellem Rating von 133 Punkten.

Interessant war aber vor allem wieder das kommende Rennen danach, als Put The Kettle On sich das erste Mal auf Gruppenebene versuchte. Dort zeigte er sich im Paradering ungewöhnlich nervös und brauchte nach dem Start auch kurz, um sich in das Rennen einzufügen, fand sich und die erneute Führung dann aber und musste sich dem ersten echten Angriff 2 Hürde vor dem Ziel erwehren, was er zunächst auch erfolgreich meisterte, das Duell mit Robin De Carlow zog sich aber und beim Schlusssprint auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung reichte es am Ende dann nicht mehr, um Robin De Carlow noch hinter sich zu halten und Put The Kettle On musste den Konkurrenten mit einer halben Länge ziehen lassen.

Kurz darauf kam es zum nächsten spannenden Duell, dieses Mal im Gruppe 2 Racing Post #responsiblegambling Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase gegen den hoch gehandelten Al Dancer. Wieder führte Put The Kettle On das Feld an und zeigte eine Reihe von sauberen Sprüngen, und einer von diesen Trug ihn nach der letzten Hürde vor die herannahende Konkurrenz, einen Vorsprung, den er unter den Anstrengungen von Aiden Coleman bis zum Ziel verteidigen konnte.

Dann folgte eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival, wo er im Racing Post Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase auflief – eigentlich als einer der Außenseiter, aber überraschend gelang es Put The Kettle On auch in diesem großen Feld die Fürhung nach der vierten Hürde an sich zu nehmen, und blieb auch an der Führung dran als er an der nächsten Hürde wieder überholt wurde und erkämpfte sich die erneute Führung an der drittletzten Hürde.

Es folgte die unvermeidliche Attacke der Konkurrenten die Put The Kettle gehörig unter Druck setzten, und zwischen den letzten beiden Hürden hatten noch eine Menge Konkurrenten gute Chancen, am Ende war es aber Put The Kettle On, der wieder mit einem sehr starken Lauf auf der Zielgeraden seinen Sieg behaupten konnte.

Dann kam die lange Pause bis jetzt und ich bin SEHR gespannt, wie er sich nach der ersten langen Pause schlagen wird. Ich denke er ist ein sehr heißer Anwärter auf den Sieg


11.03.2020 – Cheltenham Festival – Queen Mother Champion Chase – Pick: Altior

Pferderennen in England

16:30 Queen Mother Champion Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 3.218 m  |  Preisgeld: 400.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Gerade einmal drei Niederlagen stehen in seiner Form, und die waren bis auf die letzte ziemliche lange her.

Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis Start im Christy 1965 Chase Ende Dezember 2019 das letzte Mal sein , dass Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Seine Kariere und seine Errungenschaften lesen sich beeindruckend und es ist jetzt schon klar, dass er als eine er größten National Hunt Stars seiner Zeit in die Geschichte eingehen wird. Mit den ersten beiden Niederlagen zu Beginn seiner Karriere im Gepäck ging es in die erste Sommerpause und danach tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf – und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge!

Das haben zuvor nur wenige andere Pferde geschafft, der letzte war Master Minded 2008 und 2009, und mit diesem Rennen ging Altior dann in Richtung des Celebration Chase, wie auch schon 2017 und 2018, um dieses Gruppe 2 Rennen nun das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Wie auch schon in den Jahren zuvor war das Rennen am Ende relativ knapp im Vergleich zu einigen anderen Rennen, die Alior in der Saison so gewonnen hat, aber am Ende ist ein überzeugender Sieg ein überzeugender Sieg, auch wenn der Vorsprung hätte größer sein können.

Wieder ginge es in die Sommerpause, die dieses Mal ungewöhnlicher Weise im Christy 1965 Chase in Aso beendet wurde. Das Rennen im November war knapp einen Kilometer länger als die, die Altior bisher so bestritten hat und man kann davon ausgehen, dass dies der Test etwa für Gold Cup war, der aber kaum zur Zufriedenheit von Altior beendet wurde  schließlich musste sich Altior am Ende dem stark auflaufenden Cyrname geschlagen geben, und das wo das Rennen nur drei Starter hatte!

Im Gruppe 2 Win Bigger On The Chase wurde die Distanz wieder um ein gutes Stück reduziert und Altior startete über passendere 3303m und das gegen machbare Gegner wie Dynamite Dollars, Sceau Royal und Kalashinkov – und gewann wie zu erwarten souverän gegen die Konkurrenz. An der letzten Hürde waren die Konkurrenten noch dicht gepackt und Altior sah kurz ein bisschen in Gefahr aus, konnte dann aber wie gewohnt seine Geschwindigkeit anziehen und souverän gewinnen. Heute setzt er zum fünften Sieg beim fünften Festival und zum zweiten Sieg beim Champion Chase an, und es gibt nicht viele Konkurrenten im Lineup die realistisch seinen Erfolg verhindern können.

Dynamite Dollars: Der Buck’s Boum Sohn begann seine Karriere im Jahr 2016 in Taunton und wechselte recht schnell in die Bumper bzw NHF Listed Rennen und traf da auf einige spätere Größen wie etwa Lostintranslation. Es dauerte aber noch eine ganze Weile bis er sein erstes Ausrufezeichen setzten konnte. Das erste Mal gelang es ihm in seinem zweiten Rennen in der Saison 2018 / 2019 , als er im Gruppe 2 Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase einen zweiten Platz belegen konnte. Zugegeben, der zweite Platz war mit 7 Längen ein gutes Stück hinter dem Sieger Lalor, aber Dynamite Dollars konnte den zweiten Platz sicher verteidigen und legte gegen den Sieger im Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene einige Tage später noch einmal nach und gewann dieses Mal über 3126m mit zwei Längen Vorsprung sein erstes Gruppenrennen

Scheinbar hatte Dynamite Dollars nun GEschmack am Sieg gefunden, denn noch im selben Monat gewann er das Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen den aufstrebenden Kalashnikov, der eigentlich der haushohe Favorit des Rennens war. Dynamite Dollars legte jedoch eine Starke Runde auf dem Kurs in Kempton hin und hatte nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig, um mit knapp einer Länge Vorsprung ins Ziel zu reiten. Im Januar 2109 gewann er dann sein nächstes Gruppenrennen, das Gruppe 2  Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase, dieses Mal war das Rennen allerdings nur schwach besetzt und kaum ein Test für Dynamite Dollars, der souverän und unangefochten gewann. Alles war bereit für das Cheltenham Festival, dann jedoch der Schock – Verletzungen und gesundheitliche Probleme und das aus für die gesamte Saison. 12 Monate später macht Dynamite Dollars sein Debüt ausgerechnet gegen einen der besten Chaser der aktuellen Zeit, in Form von Altior und musste wie nicht anders zu erwarten eine Niederlage einstecken  – lief aber auf seinem dritten Platz kein schlechtes Rennen und könnte hier mit Glück ebenfalls einen Platz erreichen.

Defi Du Seuil Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren. In der Saison 2018 ging es dann mit der Form etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg sicher wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Fom im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird.. Defi Du Seuil hingegen hat bewiesen, dass er in bestechender Form ist und auch das Duell mit Altior nicht fürchten muss.

Chacun Pour Soi: Der  Policy Maker Sohn von Trainer Willie Mullins hat noch nicht viele Rennen bestritten, aber schon einige Ausrufezeichen setzten können und sollte auch gegen den überragenden Altior nicht unterschätzt werden

Dabei begann seine Karriere im Jahr 2015 noch recht ruhig in Frankreich, wo so viele spätere Stars von Willie Mullins ihre Karriere begannen. Er startete zunächst bis in das Jahr 2016 auf dem Festland in Europa und nahm an einigen Black Type Rennen auf dem Flat teil, bevor er zu Willie Mullins wechselte – allerdings musste man sich bis zu seinem ersten Start lange gedulden, denn Mullins lies ihn erst vier Jahre später in Naas im März 2019 das erste Mal auflaufen!

Vier Jahre Training unter dem Champion Trainer hatten sich aber augenscheinlich ausgezahlt, denn Chacun Pour Soi ging nach dem ersten Sieg in seinem Beginners Chase (mit 31 Längen!!) weiter und gewann im Mai 2019 das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase gegen Defi Du Seuil! Das war ein ziemliches Ausrufezeichen, welches man auch einem Schützling von Willie Mullins nicht ohne weiteres bei seinem gerade einmal zweiten Start zugetraut hatte, aber das Warten hatte sich offensichtlich gelohnt und Chacun Pour Soi konnte noch in seiner ersten Saison seinen ersten Gruppe 1 Sieg über 3219m sichern, und das gegen absolute Top Konkurrenz!

Damit konnte er zufrieden in die Sommerpause gehen, die mit einem Start im Paddys Rewards Club Chase auf Gruppe 1 Ebene im Dezember 2019 beendet wurde. Das 3420m Rennen hätte eigentlich ein lockerer Einstieg für Chacun Pour Soi werden sollen, allerdings schien er die Auswirkungen der langen Pause noch zu fühlen, denn A Plus Tard, der das Feld über die Distanz geführt hatte, lies sich nicht so einfach abschütteln und unter einem harten Ritt von Rachel Blackmoore schaffte der Schützling von Henry De Bromhead es, sich auf der Zielgeraden noch mit fast vier Längen von Chacun Pour Soi abzusetzen, der zunehmend müde wurde.

Chacun Pour Soi machte allerdings beim nächsten Start im Februar im Gruppe  1 Dublin Chase alles wieder gut, als er seinen Stallgefährten Min um ebenfalls gut vier Längen schlagen konnte. Dieses Mal sah er während des Rennens absolut fit aus und lies Min keine Chance, sich vor der letzten Hürde noch an seine Hufe zu hängen. Stattdessen dominierte Chacun Pour Soi das 3420m Rennen auf gut bis weichem Rennen und dürfte hier von Altior einiges Lernen, der aber sich noch eine Nummer zu groß für ihn ist. Daher kann es auch sein, dass Chacun Pour Soi am Ende lieber im Ryanair Chase statt dem Champion Chase startet.

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat kürzlich eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Paddys Rewards Club Chase gegen Chacun Pour Soi hatte gewinnen können. A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Da Chacun Pour Soi im Gruppe 1  Dublin Chase danach Min klar hatte schlagen können, ist die Leistung von A Plus Tard in diesem Rennen mehr als interessant!
Min gewann sein Chase Debüt im November 2016 mit Leichtigkeit und rein subjektiv besser als vieles, was er über Hürden gezeigt hatte. Den guten Eindruck aus seinem Chase Debüt bestätigte er im Dezember. Dort stand dann im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase allerdings der erste richtige Test an, welchen Min mit einem beeindruckenden Lauf meisterte. Die Konkurrenz rund um Identity Thief und Road To Respect war nicht schlecht besetzt, auf dem weichen Boden hatte Min aber keinerlei Schwierigkeiten, sich vor der letzten Hürde an die Front zu setzen und über 9 Längen auf den Zweiten herauszuholen.

 

MinDer Walk In The Park Sohn ist ein weiterer Starter vom irischen Erfolgstrainer Willie Mullins, der in Frankreich geboren und trainiert wurde. Nach einigen erfolgreichen Starts über Hürden konnte Min sich im Jahr 2016 beim Festival mit einem zweiten Platz hinter Altior im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle platzieren. Nach der Sommerpause wechselte Min wie erwartet die Disziplin und startete nun in den Chase Rennen.

Erst 11 Monate später konnte Min wieder auf die Rennstrecke zurückkehren, wobei das erste Rennen in Gowran Park kein Maßstab war. Gerade einmal zwei Gegner liefen in dem Handicap auf, dementsprechend locker war der Sieg aber auch. Wieder war es der Dezember, in dem der erste richtige Test der Saison folgen sollte. Gegen Simply Ned gewann Min zwar mit einem Nacken im Paddy’s Rewards Club Chase, behinderte den Zweiten allerdings auf der Zielgeraden und wurde daher auf den zweiten Platz degradiert. Der schnelle Untergrund lag ihm offensichtlich nicht und er sehnte sich nach dem weichen Boden, der normalerweise im Winter in England vorherrscht und die er im Coral Dublin Chase im Februar auch bekommen sollte. Dabei trat er erneut gegen Simply Ned an, wurde aber im Vorfeld schon klar als Favorit gehandelt und wurde diesen Erwartungen mit einem 12 Längen über Simply Ned auch komplett gerecht. Min fühlt sich auf weichem Boden extrem wohl und hätte Altior im Queen Mother Chase einiges zu denken geben sollen. Der Favorit deklassierte das Feld aber nach belieben und auch wenn Min sich gut halten konnte und vor God’s Own und Politologue ins Ziel kam.

Im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase musste sich Min mit Un De Sceaux und Douvan messen, und hatte gegen die beiden führenden Chaser keine Chance. hatte aber in der Saison durchaus bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es um die großen Rennen geht.

Mit der guten Saison im Rücken konnte der Trainer zufrieden mit der Leistung seines Schützlings sei, Mullins tat aber das was er immer tat und konnte in der Sommerpause noch  einmal deutlich mehr aus Min herausholen. Das konnte man dann beim Saisondebüt im Gruppe 1 Punchestown Chase bewundern, als Min gegen gleichwertige Konkurrenz wie Shattered Love und Balko Des Flos trotz schwierigen Rennverlaufs obsiegte.

Min war an der vorletzten Hürde von den Gegnern in die Zange genommen worden und musste ihre Linie wechseln um ihren Schlusssprint ansetzten zu können. Min fand eine Lücke an der Innenseite und konnte sich dort unter einem harten Ritt gegen Shattered Love durchsetzen, die nach dem Zusammenstoß ebenfalls ein wenig an Momentum verloren hatte, aber sich auf der Zielgeraden gut erholt hatte.

Danach ging es für Min als klare Favoritin in das mit nur vier Starterinnen besetzte Ladbrokes Dublin Chase, wo Min als klare Favoritin starten konnte. Ordinary World, Castlegrace Paddy und Saint Calvados waren alles keine Gegner für Min, die in der letzten Kurve auf die Führenden aufschloss und die Führung fast mühelos übernahm, bis sie sich locker vom Rest des Feldes absetzten konnte und mit 6 Längen Vorsprung gewann.

Diese Leistung war für das Festival eine starke Ansage, allerdings war Altior eine ganz andere Hausnummer und gewann das Champion Chase mit Leichtigkeit gegen Politologue, während Min keine Chance hatte mit den Siegern mithalten zu können.

Im Gruppe 1 JLT Chase deklassierte Min dann allerdings den zweiten des Champion Chase (Politologue) und gewann mit 20 Längen Vorsprung, die 700m mehr waren definitiv gut für Min und er konnte sich den dritten Gruppe  1 Sieg in der Saison 2019 sichern.

Noch im selben Monat reduzierte er die Distanz dann noch einmal auf die Champion Chase Distanz von knapp 3200m, musste sich dort im Irish Champion Chase aber erneut geschlagen geben – dieses Mal war es Un de Sceux der ihm den Tag verdarb, wenn auch nur mit 4 Längen Vorsprung- Min hielt einen klaren zweiten Platz, und es waren gut 38 Längen bis zum Dritten des Rennens.

Min ging danach in die Sommerpause, konnte aber auf eine erfolgreiche Saison mit drei Gruppe 1 Siegen zurückblicken und suchte sich gleich das nächste Gruppe 1 Rennen für sein Debüt in der neuen Saison aus – genau wie das letzte Mal im Jahr 2019 –  und wie ihm letzten Jahr gewann Min das Rennen, dieses Mal allerdings wieder recht knapp, denn Hardline lief ein herausragendes Rennen auf dem zweiten Platz  und vor der letzten Hürde war nicht sicher wer von beiden  am Ende den Sieg davontragen würde. Der letzte Sprung von Hardline war unter dem Druck seines Jockeys leider nicht ganz sauber und er gab Min damit das Rennen.

Im nachfolgenden Gruppe  1 Dublin Chase in Leopardstown musste Min zeigen, dass er gegen seinen Stallgefährten Chacun Pour Soi bestehen kann, der von seinem Trainer Willie Mullins eine Menge Vorschusslorbeeren bekommen hatte – und überraschend Min auch auf einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz verbannen konnte. Min versuchte verzweifelt vor der letzten Hürde den Rückstand auf den front laufenden Chacun Pour Soi aufzuholen, hatte aber keine Chance selbst mit einem sauberen Sprung an der letzten Hürde, denn der Konkurrenz war an dem Tag einfach in zu guter Form und konnte sich auf der Zielgeraden weiter absetzten. Min ist tortzdem nach wie vor ein ernst zu nehmender Konkurrent für das Festival, auch wenn er bisher beim großen Meeting immer wieder gegen Altior zurückstecken musste.

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn weder Altior noch Defi Du Suil oder Chacun Pour Soi lust haben das Tempo zu setzen.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das war das letzte Rennen in der alten Saison für Politologue, der nach der Sommerpause im November im Gruppe 2  Shloer Chase sein Saisondebüt feierte und dort mit Konkurrenten wie Defi Du Seuil und Saint Calvador durchaus harte Gegner vorfand. Politologue übernahm wie gewohnt die Führung des kleinen Feldes und hatte während dem Rennen immer wieder einen Vorsprung von fast 3 Längen vorzuweisen, konnte diesen aber zwischen den letzten beiden Hürden nicht verteidigen und musste Defi Du Seuil ziehen lassen, wenn auch nur wenige Längen.

Der selbe Konkurrent gewann auch das Gruppe 1 Tingle Creek Chase einen Monat später, dieses Mal allerdings mit deutlich größerem Abstand und Politologue musste sich am Ende mit einem klar abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben.

 


18.01.2020 – Ascot – Clarence House Chase – Pick: Un De Sceux

Pferderennen in England

16:35  Clarence House Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.371 m  |  Preisgeld: 150.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

 

Philip Hobbs freut sich auf den Rückkampf am Samstag zwischen seinem Stallstar Defi Du Seuil und dem irischen Herausforderer Un De Sceaux in Ascots Matchbook Clarence House Chase. Das Rennen wird sicher eines der Highlights an diesem Wochenende und mit Spannung von den Fans erwartet. Aber nicht nur die schauen ganz genau nach Ascot in Erwartung des Duells, auch die Buchmacher haben ein Auge auf das Rennen geworfen und dürften hier wieder gute Chancen auf gehörigen Gewinn haben,
Die Buchmacher machen Defi Du Seuil zu einer hochpreisigen 4-5 Chance für das 2m1f Event. Der Siebenjährige wird nach seinem packenden Sieg über diesen Rivalen im letzten Monat im Tingle Creek einen weiteren Erfolg gegen Un De Sceaux anstreben, aber ganz so überlegen wie die Quote es suggeriert ist Defi Du Seuil dann vielleicht doch nicht.
Die Connections von Un De Sceaux sagten am Montag, dass sie nach diesem epischen Sandown-Rennen „für einen Rückkampf sterben“ würden, aber Hobbs ist zuversichtlich, dass sein Schützling sich auch bei einem weiteren Duell wieder durchsetzen kann.
„Es sollte wieder eng mit Un De Sceaux werden“, sagte er bei einer Presseveranstaltung in seinem Garten in Somerset. „Er [Un De Sceaux] ist seit langer Zeit ein fantastisches Pferd – es ist erstaunlich, wie er sich so lange so gut in Form halten kann. Er ist offensichtlich ein Pferd, vor dem man sich fürchten muss, aber gleichzeitig haben wir ihn das letzte Mal geschlagen, und ich hoffe, dass wir es nochmal schaffen.“

Kann er den Sieger dieses Rennens aus 2016, 2017 und 2018 hier schlagen? Es wird spannend.
Vorstellung der beiden Kontrahenten:

Defi Du Seuil Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren. In der Saison 2018 ging es dann mit der Form etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in zwei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg sicher wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Fom im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten Unterwegs war.

 

Un De Sceaux: Der Denham Red Sohn ist für Willie Mullins ein treuer Diener gewesen und hat in seiner langen Kariere schon eine Menge Siege auf hohem Niveau feiern können, zudem war er auf den letzten drei Festivals extrem erfolgreich. Letzte Saison beendete er mit einem Sieg im Gruppe 1 BoyleSports Champion Chase mit einem beeindruckenden Sieg gegen den hohen Favoriten Min, und bei seinem Saisoneinstand 2019/2020 gab er Defi Du Seuil einiges zu denken.

Zu Beginn seiner Karriere feierte er gleich eine beeindruckende Siegesserie von sieben Siegen hintereinander, wobei er als Highlight das Gruppe 2 Red Mills Trial Hurdle in Irland sowie das Gruppe 2 Prix Léon Rambaud in Frankreich gewinnen konnte. Der Versuch nach dem Wechsel der Disziplinen in einem Beginners Chase endete leider mit einem Sturz und er versuchte sich danach lieber in einem moderat besetzten Rennen in Fairyhouse, welches er wie zu erwarten locker gewinnen konnte. Danach machte er im Januar 2015 den Schritt auf das Gruppe 1 Niveau im Irish Arkle Novice Chase und gewann das Rennen mit Leichtigkeit. Dabei waren allerdings nur zwei Gegner angetreten, die aber beide nicht schlecht waren, womit der Trainingslauf für das Arkle Rennen beim Festival auch erfolgreich abgeschlossen war. Nach der klaren Ansage an Claram und Gilgamboa lief Un De Sceaux  im Arkle auch als Favorit auf, an seinem großen Tag wurde er seiner Rolle mit einem lockeren sechs Längen Sieg dann auch mehr als gerecht, musste sich danach aber für den Rest der Saison schonen und startete erst im Dezember, mehr als neun Monate später, wieder in einem Rennen.

Er stieg gleich wieder auf höchstem Niveau ein und hätte das Dial A Bet Chase auch wahrscheinlich gewonnen, allerdings stürzte er 2 Hürden vor dem Ziel und Flemenstar gewann das Rennen vor Simply Ned. Danach ging es im Januar gleich weiter zum Clarence House Chase und dieses Mal gewann Un De Sceaux das Rennen souverän vor Sire De Grugy, der als zweiter Favorit gestartet war. Diese Leistung machte Un De Sceaux erneut zum Favoriten für seinen Start beim Cheltenham Festival, dieses Mal beim Champion Chase , wo allerdings Sprinter Sacre zu Bestform zurückkehrte und seinen achten Gruppe 1 Sieg feiern konnte. Der Superstar schlug Un De Sceaux erneut beim Aufeinandertreffen im Celebration Chase einen Monat später, was das traumhafte Ende der Karriere als Rennpferd perfekt machte. Die Entscheidung, dass Sprinter Sacre kein weiteres Rennen mehr bestreiten wird, kam zwar erst ein paar Monate später, rückblickend hätte er aber wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt für die Rente finden können.

Un De Sceaux jedenfalls gönnte sich nach den zwei Niederlagen lieber noch einen Start in Frankreich im Prix la Barka, den er überraschend locker gewinnen konnte. Das machte den Weg zum Gruppe 1 Grande Course de Haies einen Monat später frei, dieses Mal war die Distanz von über 3m aber definitiv zu viel des Guten und mehr als ein sechster Platz war schlicht nicht drin.

Zurück auf den zwei Meilen kam Un De Sceaux nach einer kurzen Pause im Dezember 2016 aber mit aller Macht zurück und konnte das Gruppe 1 Tingle Creek Chase knapp vor Sire De Grugy und God’s Own gewinnen, und legte erneut im Clarence House Chase im Januar mit einen dominanten Sieg über Uxizandre nach.

Auch 2017 folgte der Weg zum Festival und im Ryanair Chase konnte Un De Sceaux zeigen, dass er auch oberhalb der 4000m Marke zum absoluten Spitzenniveau gehört. Er trat als Favorit gegen Empire Of Dirt und Uxizandre an, es war aber Sub Lieutenant der ihm dicht im Nacken saß und sich auch nach der letzten Hürde nur schwer abschütteln lies.

Im April im Gruppe 1 Champion Chase in Punchestown senkte er die Distanz wieder etwas, musste sich aber trotzdem Fox Norton bei dessen beste, Start in seiner Karriere geschlagen geben. Danach endete die Saison und Un De Sceaux kehrte nach der Sommerpause frisch wie eh und je im Gruppe 2 Champion Chase in Cork zurück und gewann das Rennen sehr locker gegen die moderate Konkurrenz.

Der einzige wirkliche Gegner auf dem Papier, Ballyoisin, stürzte und machte so den Weg für einen komplett ungefährdeten Sieg von Un De Sceaux frei. Viel einfacher hätte der Einstand in die neue Saison nicht sein können, aber auch der zweite Start in der Saison im Clarence House Chase war ein reiner Trainingslauf für ihn. Auch hier stürzte der Co-Favorit Brain Power und lies Un De Scaeux mit den Außenseitern zurück.

Das Rennen beim Festival war dann doch ein gutes Stück härter, auch wenn Cue Card als Hauptkonkurrent sich wieder selbst  aus dem Rennen nahm und so Un De Sceaux auf dem Papier eigentlich kaum etwas zu befürchten hatte. Aber dieses Mal klappte es nicht die geschwächte Konkurrenz auszunutzen und Balko Des Flos beschleunigte davon als sie zwischen den beiden letzten Hürden waren und Un De Sceaux konnte das Tempo nicht mitgehen – schlicht und einfach – und das als klarer Favorit des Rennens.

Seiner Favoritenrolle wurde er dann im Gruppe  2 Devenish Chase im April wieder voll gerecht und gewann mit 18 Längen Vorsprung, die Marge war aber wieder ein wenig schmeichelhaft wenn man bedenkt, dass er an der letzten Hürde von Doctor Phoenix, der gerade auf ihn aufgeschlossen hatte, durch einen Sturz wieder komplett allein an der Front gelassen wurde.

Ein richtiges Ausrufezeichen setzte Un De Sceux aber mit dem Sieg im Gruppe 1 Punchestown Champion Chase als er gegen den Favoriten Douvan auf den zweiten Platz schicken konnte. Das Rennen ging Un De Sceaux an indem er das Tempo setzte und sein eigenes Ding durchzog. So setzte er sich mehrere Längen vom Rest des Feldes ab wenn es ihm genehm war und lies den Rest des Feldes hinter sich herlaufen. Douvan lief auf dem zweiten Platz und versuchte die Distanz vor der letzten Hürde weiter zu verkürzen, schaffte es aber nicht wirklich, auf Un De Sceux aufzuschließen, der damit über die 2m in Punchestown auf weichem Boden seinen größten Erfolg in der Saison 2018 feiern konnte.

Er ging danach wie die meisten NH Stars in die Sommerpause und kehrte erst im Dezember im Tingle Creek Chase zurück, wo er allerdings gegen Altior auf dem Zieleinlauf keine Chance hatte, was aber erst nach dem letzten Sprung offensichtlich wurde. Sie waren zusammen über die letzte Hürde gegangen und bis dahin sah es danach aus, als ob der Superstar Altior einige Probleme bekommen würde, der dann beim Zieleinlauf doch noch mehr Kraft übrig hatte und  sich gut vier Längen absetzten konnte.

Das war der einzige Start in der Saison 18/19 vor der Teilnahme am Cheltenham Festival im Ryanair Chase, wo Un De Sceux zum Kreis der Favoriten zählte. Generell war das Ryanair Chase im Jahr 2019 eine sehr offene Angelegenheit, mit Startern wie Footpad, Monalee, Road To Respect oder Frodon und Un De Sceux hätte vielleicht der ein oder andere Start in der aktuellen Saison noch ganz gut getan, denn ihm fehlte das Tempo nach der letzten Hürde um sich an die Favoriten noch dranhängen zu können und musste sich am Ende mit einem fünften Platz zufrieden geben. Vielleicht war auch der schnelle Untergrund nicht ganz passend für das National Hunt Rennen, der März 2019 war ungewöhnlich trocken und der Regen setzte erst einen Monat später Europaweit ein – wo Un De Sceux noch einmal im Boylesport Champion Chase startete.

Min war nach seinem beeindruckenden Sieg beim Cheltenham Festival Favorit des Rennens, aber Un De Sceaux fand zum Ende der Saison seine Form wieder und konnte sich locker gegen die Konkurrenz durchsetzen. Un De Sceaux übernahm die Führung des Feldes an der zweiten Hürde und spielte seinen Vorteil von der Front beliebig aus. So konnte er seinen Vorsprung unter minimalem Druck seines Jockeys Paul Townend an der vorletzten Hürde auf 3 Längen ausbauen und einen ungefährdeten Sieg nach Hause bringen. Min mühte sich als klarer Zweiter redlich, hatte aber keine Chance sich an Un De Sceux noch heranzukämpfen.

Mit den 10ten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen ging es in die Sommerpause, die im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase beendet wurde, um die numnehr siebte Saison über die Hindernisse zu beginnen – und das durchaus vielversprechend. Konkurrenten wie Politologue, Defi Du Seuil oder Waiting Patiently machten das erste Rennen seit April zu einem echten Test. Politologue versuchte wie es so seine Art ist, die Führung zu übernehmen, wurde dann aber schnell von Ornua abgelöst, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil  war direkt dahinter, sah aber während dem Rennen einige Maile unkonzentriert aus und  sprang bei einigen Hürden nach links in die Mitte der Bahn brachte , hielt aber trotzdem den Anschluss an die Führungsgrippe.

Un De Sceaux schloss in der vorletzten Kurve auf Ornua auf und setzte sich dann mit Leichtigkeit vom Rest des Feldes ab, was einige der Konkurrenten auf dem falschen Fuß erwischte und ihm ein paar Längen Vorsprung bescherte – dann aber setzte auch Defi Du Seuil zum Angriff an und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer Un De Sceux wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte, und es entwickelte sich ein spannendes Duell über die letzten Meter bis zum Ziel, besonders beeindruckend war aber auch der Schlusssprint von Wainting Patiently, der vor dem Ziel herangeflogen kam und fast noch um den Sieg mitgelaufen wäre. So konnte Defi Du Seuil sich aber den Sieg knapp gegen Un De Sceux sichern, und das erneute Duell der beiden sollte heute das kleine Rennen bestimmen.

Un De Sceux gewann dieses Rennen bereits 2016. 2017 und 2018 und dürfte gute Chancen haben, 2020 zu seiner Liste hinzuzufügen, nachdem er das Rennen 2019 verpassen musste


13.03.2019 – Cheltenham Tag 3 – JLT Novices‘ Chase

Pferderennen in England

JLT Novices‘ Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 4.023 m  |  Preisgeld: 130.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Ein weiteres extrem interessantes Rennen beim Festival, bei dem die Novices es – erneut – untereinander antreten werden, denn viele der Pferde hier haben sich in der Vergangenheit bereits duelliert.

 

Zu den einzelnen Startern:

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12.03.2019 – Cheltenham Tag 1 – Arkle Chase

Pferderennen in England

15:10 Arkle Chase  – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde | | Distanz: 3.298 m | Preisgeld: 450.000 GBP | Hürdenrennen | Geläuf: Gras | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Einleitung:

Die berühmte Arkle Chase gibt uns das zweite Grade 1 Rennen des ersten Tages in Cheltenham und wird ebenfalls über den alten Kurs in Cheltenham gelaufen und es treten hier ebenfalls Novice Chaser gegeneinander an. Das Rennen wird über die minimale Distanz ausgetragen und ist damit das wichtigste Rennen über diese Distanz in der Saison. Die Sieger dürfen sich über 175.000 Pfund freuen, die unter ihnen aufgeteilt werden und Nicky Henderson führt mit sechs Siegen die Liste der erfolgreichsten Trainer an.

Willie Mullins, der dieses Rennen in den beiden Jahren 2015 und 2016 mit Douvan und Un De Sceaux, fährt erneut stark auf aber auch Nicky Henderson hatte in den letzten zehn Jahren eine starke Hand in diesem Rennen.

Zu den einzelnen Startern:

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Leopardstown  – 03.02.2018 – Irish Champion Hurdle – Pick: Faugheen

Pferderennen in Irland

16:30 Irish Champion Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.219 m  |  Untergrund: weich
Faugheen floppte bei seinem letzten Rennen recht überraschend und kostete alle seine Unterstützer eine Menge Geld, schließlich war er im Ryanair Hurdle eigentlich als Favorit gestartet. Mick Jazz war damals der lachende Dritte, der das Rennen am Ende gewann. Gegen einen voll in Form auflaufenden Faugheen hätte er aber eigentlich keine Chance haben dürfen und Chaos Emery war ihm auch recht knapp auf den Fersen gewesen.
Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe von Startern in diesem Feld, die Faugheen auch in Bestform gefährlich werden könnten und so ist das Irish Champion Hurdle das wohl spannendste Rennen seit langem.

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