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Dream Of Dreams

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17.10.2020 – Ascot – Qipco British Champions Sprint Stakes – Pick: Dream Of Dreams

Pferderennen in England

14:55 Champions Sprint Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 391.260 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Das Qipco British Champions Sprint Stakes ist, wie der Name schon vermuten lässt, Teil der British Champions Series und als erstes Gruppe 1 Rennen am Champions Day in Ascot natürlich gut besucht. Da wäre der Sprint Cup Sieger Dream Of Dreams, oder die Stute One Master, die zuletzt am Anfang des Monats den Gruppe 1  Qatar Prix de la Forêt in Longchamp auf schwerem Boden gewonnen hatte. Dazu kommen dann noch junge Talente wie Oxted, der zuletzt das Darley July Cup Stakes gewinnen konnte oder der Dreijährige Starman, der einen ordentlichen Sprung im Niveau vom Garrowby Stakes (Listed) im September auf Gruppe 1 Ebene hier wagt, aber sehr talentiert aussieht und vielleicht gut genug ist, um hier für eine Überraschung zu sorgen.

 

Die Starter im Überblick:

 

Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und etwas überraschend nach guten Vorzeichen in den Rennen zuvor.
Damit ging im Oktober beim Champions Day die Flat Saison aber auch wieder zu Ende, gefolgt von einer sehr langen Pause bis zum Start in das nächste Rennen, denn die Corona Epidemie warf ihre Schatten auf den Galoppsport und fast alle Rennpferde mussten länger als erhofft auf ihren nächsten Start warten.
Der fand dann im Juni im Diamond Jubilee Stakes statt, wo Dream Of Dreams eine sehr gute Form zeigte, den Sieg aber leider knapp verpasste. Hello Youmzain und Sceptical hatten den Schlusssprint früher angezogen und Dream Of Dreams blieb ein wenig dahinter zurück und musste daher einige Längen aufholen, als es auf die Ziellinie zuging. Dann allerdings kam Dream of Dreams so richtig in Gang und holte ordentlich auf, verpasste den Sieg gegen Hello Youmzain aber am Ende mit knapp einem Nacken.  Das war aber natürlich trotzdem eine super Leistung und zeigte, dass Dream Of Dreams aus der langen Winterpause in sehr guter Form zurück gekehrt war, was ihn im Gruppe 2 Hungerford Stakes zum klaren Favoriten machte. Der Schritt runter in der Klasse resultierte in einem dominanten 7 Längen Sieg, interessanter war allerdings dann schon der Start im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes in Haydock Anfang September 2020, schließlich wurde das Rennen auf weichem Untergrund gegen deutlich stärkere Konkurrenz ausgetragen. Hier musste Dream Of Dreams am Ende noch die Spur wechseln um freie Bahn für den Schlusssprint zu bekommen, hatte dann aber wieder mit dem späten Sprint genug Zeit und Kraft. um den Rest der Konkurrenz einzusammeln und sich noch über eine Länge abzusetzen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass er unter Druck von Oisin Murphy etwas ach links wanderte, aber trotzdem gibt es an diesem Sieg nichts zu meckern. eine Wiederholung dieser Leistung würde vermutlich auch hier ausreichen.
One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Da machte sie – für mich in der Deutlichkeit ein wenig überraschend – zur klaren Favoritin für das Gruppe 2 City Of York Stakes, ein 1408m Rennen mit einigen durchaus respektablen Namen, in das One Master aber als klare Favoritin mit einer Quote von 2,62 ging. Safe Voyage übernahm die Rolle als Front Runner im einsetzten Regen und One Master hielt sich in fünfter Position, bis es zum Schlusssprint ging, wurde aber zum Teil von dem scharfen Tempo überrascht und verlor immer mal wieder ein wenig auf die Führenden. One Master musste dann noch die Linie auf der Bahn wechseln um den Schlusssprint anzusetzen, aber Safe Voyage fand und fand und konnte am Ende nicht eingeholt werden, weder von One Master noch einem anderen Starter.

Beim nachfolgenden Gruppe 2 bet365 Park Stakes lieferte sich One Master ein episches Duell mit Wichita, die das Feld über die Distanz führte, bis sich 3f vor dem Ziel die verschiendenen Gruppen zusammenfügten und sie die Führung Molatham übergeben musste. 1f vor dem Ziel holte sich Wichita die Führung wieder, dicht gefolgt von One Master, die an ihren Hifen klebte und die Führende unter Druck setzte – aber immer das kleine Bisschen auf Abstand gehalten wurde, um am Ende mit einem kurzen Kopf Rückstand zu verlieren.
Den Push fürs eigene Ego holte sich One Master dann in Longchamp bei Paris im Qata Prix de La Foret, wo sie sich erneut ein bemereksnwertes Duell lieferte, dieses Mal mit Earthlight und Safe Voyage, die ihr beide im Ziel direkt im Genick saßen und One Master mächtig unter Druck setzten. Damit gelang der Sieg in jenem Rennen das dritte Mal in Folge, eine wahrlich beeindruckende Leistung!

2020 verlief bis zum Sieg in Frankreich beim Qatar Prix de la Forêt mit zwei zweiten Plätzen auf Gruppe 2 Ebene auch zunächst eher ruhig, aber gerade mit dem letzten Sieg auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Boden ist die Stute heute in Ascot beim Champions Day sehr interessant. Letztes Jahr wurde sie hier Zweite und ich denke sie wird erneut wieder ganz vorne mit dabei sein

Oxted: Der Mayson Sohn von Roger Teal hatte 2018 in Doncaster seinen ersten Start und legte dann in seiner zweiten Saison im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz im Shalaa Carnarvon Stakes auf Listed Ebene vor, bevor er dann erneut in Newbury sich im Gruppe 3 Hackwood Stakes versuchte, dort allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Dieser kam erst im Jahr 2020, scheinbar brauchte Oxted die Zeit um zu reifen, denn saisonübergreifend seit seinem Sieg im Portland Handicap gewann er sein Saisondebüt 2020 im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene, um dann im Juni im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes überraschend auch noch den ersten Gruppe 1 Sieg hinterher zu schieben.

Oxted lief im Darley July Cup Stakes noch ein wenig grün und ging etwas zu energisch an die Sache heran, was ihn etwas Kraft kostete, und trotzdem hatte er noch am meisten davon übrig, als es in den Schlusssprint ging. Er wanderte noch ein wenig und zog unter Druck nach rechts, gewann aber trotzdem am Ende mit über einer Länge Vorsprung und empfiehlt sich als aufstrebender 3yo für dieses Rennen, auch wenn der Regen ihm sicher zusetzen wird.

 

Starman: Der Dreijährige Dutch Art Sohn von Ed Walker hält sich in seiner Karriere bisher schadlos, alle Rennen, die er bisher angegangen hat, hat er auch gewinnen können, beginnend mit einem Sieg in Lingfield bei seinem Maidenrennen, gefolgt von einem Sieg in einem Novice Rennen in Doncaster und dem ersten Black Type Rennen in Form des Garrowby Stakes auf Listed Ebene in York. Dieses Rennen auf gutem Untergrund war das Ausrufezeichen in seiner Karriere bisher, aber unter völlig anderen Voraussetzungen als heute. Weicher/schwerer Untergrund ist Neuland für ihn, daher würde ich eher Abwarten bevor ich ihn hier in die Dreierwetten hebe

 


20.06.2020 – Royal Ascot – Diamond Jubilee Stakes – Pick: Sceptical – One Master EW

Pferderennen in England

16:35 Diamond Jubilee Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und teilweise gegen einige der heutigen Konkurrenten.
An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, allerdings ist die Frage, ob er seine Form in der langen Corona Pause wieder gefunden hat oder weiter seinen Möglichkeiten hinterherläuft.
Hello Youmzain:
Der Kodiac Sohn wird von Hevin Ryan trainiert und hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2018 prächtig entwickelt, auch wenn die Anzahl an Rennen  – auch auf Grund der langen Corona Pause –  noch recht überschaubar ist
Hello Youmzain gewann im Jahr 2018 das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber dann aber nach einer Pause bis in das nächste Jahr Probleme die erweitertet Distanz in Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 3 Ebene „nur“ Vierter mit einem Rückstand von fast fünf Längen wurde. Entweder lagen ihm die 1400m nicht, oder es waren die sechs Monate Pause die ihm noch in den Knochen steckten.
Hello Youmzain steigerte seine Form dann über kürzere Distanz in Haydock  im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup wagte, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte, nur knapp unter zwei Längen hinter dem mehrfachen Gruppe 1 Sieger Advertise.
Das war eine sehr gute Form, und seine Platzierungen steigerte Hello Youmzain dann im Haydock Sprint Cup Stakes, wo er für seine konstant gute Form belohnt wurde, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte. Seine Taktik die Führung in dem Rennen zu übernehmen und sein eigenes Tempo zu setzen funktionierte gut und die Versuche der Konkurrenten spät auf ihn aufzuschließen misslangen allesamt.
 Allerdings klappte die selbe Taktik dann im Qipco Champions Sprint gegen deutlich bessere Konkurrenz und deutlich größeres Feld nicht noch einmal und Hello Youmzain wurde ein- und überholt, knapp 1 Furlong vor dem Ziel.
Wenn man ihm allerdings an der Front zu viel Leine lässt, kann er nach der Pause hier dem Feld davon ziehen, in der Vergangenheit waren längere Pausen allerdings auch oft problematisch.
One Master:
Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes schon hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nicht besser.
Wenn sein Trainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein Hinweis darauf, was William John Haggas von seinem Talent hält.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli und bestätigte damit den Eindruck seines Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt ist.
Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise dann zwar recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so bleibt eine hervorragende Saison 2019 und es spricht wenig gegen einen weiteren guten Platz hier beim Saisondebüt
Sceptical: Der Exceed And Excel Sohn von Trainer Denis Gerard Hogan ist der eine Starter in diesem Feld, der noch relativ jung und ausbaufähig ist. Nach seinem Debüt gewann er 2019 sein Maidenrennen und legte im Februar 2020 dann in einem Handicap noch einmal nach.
Er schaffte es dann trotz der Corona Pandemie weiter Erfahrung zu sammeln und gewann ein weiteres Handicap in sehr dominanter Weise in Dundalk. Dort kam er an der letzten Kurve innen heran und musste sich kaum mühen, um unter J. Sheridan seinen Vorsprung immer weiter auszubauen. Klar, er war auch als Favorit gestartet, allerdings nicht so hoch gehandelt wie er hier gewinnen konnte.
Ähnlich locker gewann er dann sein erstes Black Type Rennen in Form des Anglesey Lodge Equine Hospital Woodlands Stakes in Naas im Juni, wo er wieder beim letzten Furlong Gas gab und sich schnell mehrere Längen absetzten konnte. Der Untergrund ist heute nicht ganz so schnell wie damals, aber er scheint in bestechender Form zu sein und hat dies in mehreren Rennen dieses Jahr zeigen können, ein Umstand, der nach der Wiedereröffnung der Rennen in England doppelt viel wert ist.

19.10.2019- Ascot Champions Day – Qipco Champions Sprint – Pick: Advertise

Pferderennen in England

14:35 Qipco Champions Sprint – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 583.130 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Eine Wiederholung des Sprint Cup Stakes aus Haydock, mit einigen interessanten Zugaben wie One Master oder Make A Challenge. Die meisten Spieler haben sich in Hadock im September schon getroffen mit Sieg für Hello Youmzain, nachdem sich Advertise kurzfristig entschlossen hatte, doch nicht am Rennen teilzunehmen. Hier ist nun also hoffentlich dass Duell auf das wir gewartet haben und ich hoffe, dass auf dem inneren Hürdenkurs alle angekündigten Konkurrenten auch auflaufen werden!
Advertise (SKL.) (1 – 15 – 2 – 1 – 1 – 2) 3j H
Trainer Martyn Meade / Jockey Frankie Dettori

Der Showcasing Sohn hat sich letztes Jahr für seinen Trainer nach erfolgreichem Maidenrennen mit einem zweiten Platz im 1207m Gruppe 2 Coventry Stakes In Stimmung für die Black Type Rennen gebracht und in Newmarket im Guppe 2 Arqana July Stakes nur einen Monat später bereits einen überzeugenden Sieg feiern können, als er in der Mitte der Bahn an die Front und dann zwei Längen frei vor den Rest sprinten konnte.

Das nachfolgende Gruppe  1 Keeneland Phoenix Stakes zog das Niveau noch einmal deutlich an und Advertise musste sich über den schnellen Untergrund sichtlich mühen um gegen So Perfect zu bestehen, der so gar nicht nachgeben wollte beim Zieleinlauf. Eine halbe Länge Vorsprung holte Advertise trotzdem heraus und lief danach beim ersten Versuch übe 1408m hinter dem hoch gehandelten Too Darn Hot einen zweiten Platz heraus.
Too Darn Hot, der bei diesem Meeting hier hinter Circus Maximus im St James Palace Stakes einen ritten Platz errungen hatte, war damals in herausragender Form und der zweite Platz hinter ihm war für Advertise ein gelungener Saisonabschluss. Nicht ganz so gelungen war der Start in die neue Saison im 2000 Guineas, wo er keine Chance auf den Sieg hatte, was aber auch an einem etwas schwierigem Rennverlauf lag.
Adervtise war im letzten Jahr im Ranking der 2yo in Europa auf Rang 4 geführt worden und konnte im nachfolgenden Commonwealth Cup zeige warum das so war. Auf der geraden Sprint strecke in Royal Ascot hielt er sich von Anfang an im vorderen Bereich des Feldes und beschleunigte den anderen am Ende langsam aber stetig zu einem 2 Längen Sieg davon
https://m.youtube.com/watch?v=3jqnsdZpJXM
Das war schon viel eher der Advertise den wir aus dem letzten Jahr kannten, allerdingskam er im Darley July Cup wieder nicht so richtig in Gang und musste Ten Sovereigns mit über 2.75 Längen ziehen lassen, ein Ergebnis welches man so nicht erwartet hätte. Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest in Frankreich war das Rennen am Ende gegen den klaren Außenseiter Brando auch ziemlich eng geworden. Denke aber, er wird heute unter den ersten drei landen!

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn das Jahr 2018 nicht ganz so erfolgreich war wie das Jahr zuvor, so konnte er seine Leistung aus dem Prix Maurice De Gheest 2017 bei der Neuauflage 2018 nicht wiederholen und obwohl einige gute Platzierungen wie etwa im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes am Ende im Buche standen, fehlte ein Ausnahmeerfolg wie im Prix Maurice De Gheest 2017:https://www.youtube.com/watch?v=bbrDHLy9PWM

Im Jahr 2018 war es aber The Tin Man der sich mit einer halben Länge durchsetzen konnte, und Brando wartet seit dem April 2018 auf seinen nächsten Sieg. So ähnlich war es allerdings auch in den letzten Jahren immer mal wieder verlaufen, aber Brando blieb immer gefährlich und konnte immer wieder ordentlich Preisgeld einsammeln.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Dann kam der Versuch im Darley July Cup, einem Rennen welches er natürlich nicht gewinnen konnte, wesentlich besser lief es da aber schon wieder in Frankreich in Deauville im Larc Prix Maurice de Gheest – dem Rennen, in dem er nur knapp an Advertise scheiterte. Brando hat auf dem 1300m Kurs auf gutem Untergrund sein bestes Rennen seit langer Zeit gezeigt und konnte auch im Sprint Cup Stakes mit einem knappen vierten Platz eine solide Leistung zeigen – genug um ihn auch hier durchaus mit vorne mit dabei zu haben – nicht auf Sieg, aber ein vierter Platz ist wieder drin

Dream Of Dreams: Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup und zuletzt im Sprint Cup Stakes. An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, so wird das allerdings nichts werden
Hello Youmzain (1 – 4 – 1 – 2 – 1) 3j
H Kevin A. Ryan Kevin Stott
Gewann letztes Jahr das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber danach Probleme die erweitertete Distanz Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 2 Ebene nur vierter wurde. Steigerte seine Form dann über kürzere Distanz wieder im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte. Hello Youmzain steigerte seine Form in den letzten Rennen immer weiter und sollte für seine immer besser werdenden Rennen am Ende im Haydock Sprint Cup Stakes belohnt werden, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte das heute ist aber wesentlich härter und es würde mich überraschen, wenn er hier den selben Platz erreichen kann.

Librisa Breeze: Der Mount Nelson Sohn von Trainer Dean Ivory hat sich in seinen letzten Rennen in einer Form gezeigt, die durchaus noch etwas zu wünschen übrig lässt.  Selbst dein Trainer Zeit dass ich vor dem letzten Rennen etwas besorgt, und es scheint so als würde er 2018 nicht zu der selben Form finden wie im letzten Jahr. Librisa Breeze  hatte allerdings in seiner Karriere schon immer ein wenig auf und ab, und seine Bilanz uns liegen gerade in den Gruppen rennen, lässt zu wünschen übrig.

Schon am Anfang seiner Karriere hat Librisa Breeze einige Zeit gebraucht, um sich mal in Gruppenrennen zu versuchen, aber dann hat er sich schnell an das geforderte Niveau angepasst. Nach einigen gewonnen Handicaps wie dem Gigaset International Stakes und der Platzierung im Royal Hunt Cup in Ascot lief er schon einmal im Gruppe 3 York Stakes auf, wurde da aber über drei Längen von Nemoralia geschlagen und schien noch nicht ganz auf dem geforderten Niveau angekommen sein.

Nach dem Sieg im Challenge Cup in Ascot lief Librisa Breete dann sowohl im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes als auch dem Diamond Jubilee Stakes auf, wo er jeweils einen soliden Platz hinter den Siegern belegen konnte. Im Champion Sprint Stakes waren es noch drei Längen, die er auf The Tin Man verlor, im Diamond Jubilee Stakes verlor er nur noch knapp über 2 Längen auf The Tin Man, Tasleet und nur eine Länge auf Limato. So ganz aufgeschlossen hat er auf die besten Starter des Landes noch nicht und im Gruppe 2 Qatar Lennox Stake in Goodwood im August kam er wieder etwas über drei Längen hinter den Siegern auf einem neunten Platz ins Ziel.

Dieses Mal hatte Librisa Breeze allerdings auch ordentlich Pech und wurde sowohl auf der Zielgerade 2 Furlong vor dem Ziel klar behindert und zwischen zwei anderen Startern eingeklemmt, als auch noch einmal einige hundert Meter später, so dass sein Jockey Robert Winston nicht weiter dem unerreichbarem Sieg hinterher lief, sondern seinen Schützling zurück nahm und ihm einen ruhigeren Zieleinlauf gönnte. Beim Start danach im Gruppe 2 Betfred Hungerford Stakes ging es gegen den Sieger des Qatar Lennox Stakes, Breton Rock, und obwohl Librisa Breeze wieder Pech hatte mit seinem Lauf kam er dieses Mal auf einen guten zweiten Platz. Er war allerdings als Favorit gestartet und musste sich seine Lücke auf der Zielgerade wieder erkämpfen, um überhaupt auf den Führenden auf schließen zu können. Ihm fehlte dann der nötige Kick, um auf dem Sieger Massaat noch wirklich Boden gut machen zu können, dann aber kam der Lauf im Champions Sprint Stakes und sein bisher bester Start überhaupt. Er fand nicht die nötigen Lücken im Feld, sondern auch den geliebte weichen Boden vor und konnte auf der Mitte der Bahn in einem harten Kampf gegen Tasleet und Caravaggio bestehen. Im neuen Jahr in Meydan zeigte er aber mal wieder, dass er ganz bestimmte Voraussetzungen braucht um sich in Bestform zeigen zu können und versagte im Al Quoz Sprint als einer der Mitfavoriten deutlich. Es war Librisa Breeze eindeutig anzusehen, dass er den schnellen Boden überhaupt nicht mag und sich sichtlich unwohl in dem Rennen fühlte.

Im Diamond Jubilee Stakes bekam er zwar den Kurs in Ascot zurück, allerdings zusammen mit dem schnellen Boden und damit wieder einmal mit Gegebenheiten, die ihm nicht wirklich liegen.  Das Resultat war wieder mal ein abgeschlagener neunter Platz, und das Resultat, dass er während des Rennens keine wirkliche Rolle spielte. Der Sieg oder unter anderen Konkurrenten ausgetragen, und einige dieser Konkurrenten treten auch heute wieder gegen ihn an. Nach dem Ausflug nach Ascot  ging es für ihn nach Frankreich zum gut besetzten Prix Maurice De Gheest  in welchem er wieder einige der Konkurrenten aus der letzten Rennen traf, auf dem etwas weicher Untergrund in Frankreich schaffte er aber immerhin als klarer Außenseiter einen vierten Platz, auch wenn die Sieger einen klaren Vorsprung vor ihm hatten. Daher gab es durch aus Hoffnung dass er bei seiner Rückkehr nach England im selben Monat in das Hungerford Stakes  endlich wieder vorkommen würde und deutlich sich gegen die leichtere Konkurrenz durchsetzen kann, allerdings Schwierigkeiten, und vielleicht kommt er heute zum ersten Mal im Jahr 2018 die  Bedingungen, die er braucht um zu voller Form auf zu laufen.

Als Saisonabschluss suchte sich Librisa Breeze das British Sprint Stakes aus, wo er allerdings keine Sonne sah und nur als elfter ins Ziel einlief und selbst als er im Wentworth Stakes startete, scheiterte Librisa Breeze deutlich, und das obwohl dort die Konkurrenz deutlich leichter war. Er kam im Newbury Gruppe 2 Hungerford Stakes  zurück zur Rennstrecke und konnte trotz der langen Pause und der nicht einfachen Konkurrenz dort einen hervorragenden, knappen zweiten Platz gegen den Favoriten Glorious Journey erreichen – mit dem Rennen im Rücken kann ich mir hier eine verbesserte Leistung gut vorstellen.

Make A Challenge 
One Master: Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam dieses Jahr so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und Ine Master gewann das Rennen nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nihct besser. Wenn sein TRainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man zurück in der Heimat immer aufmerksam sein.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli. Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen. Heute zurück in der Heimat sollte man ihn als einen der möglichen Sieger fest im Auge haben.

The Tin Man: Der Equiano Sohn hat sich rechtzeitig für dieses Rennen hier wieder in Position gebracht, schließlich gewann er das Leisure Stakes gegen die heutigen Konkurrenten D’Bai und Projection. Das sind zwar nicht die härtesten der heutigen Konkurrenten, aber schon letztes Jahr konnte The Tin Man sich mit einem überraschend starken Lauf nach nicht ganz optimaler Vorbereitung in diesem Rennen einen Sieg erringen können.

Sein Trainer James Fanshawe hofft daher, dass der Titelverteidiger einen zweiten Sieg in Folge im Diamond Jubilee Stakes feiern kann, was dann sein dritter Triumph auf dem Kurs in Ascot in einem Gruppe 1 Rennen wäre. Der Trainer hofft weiter, dass The Tin Man in der Schlussphase des Rennens wieder sein Markenzeichen zeigen kann und das Feld mit einem Geschindigkeitsschub von hintern aufrollt. Nachdem er den British Champions Sprint 2016 gewonnen hatte, wurden The Tin Man und sein Stammjockey Tom Queally vor 12 Monaten zu Royal Ascot-Siegern, nachdem sie mit dem bekannten starken späten Finish sich noch an Tasleet vorbeischieben konnten, und dass nachdem das Rennen alles andere als optimal in dieser Phase lief. Aber auch einige Problem mit sich schließenden Lücken und zurück fallenden Pferden hielten The Tin Man auf dem Weg zum Sieg im Diamon Jubileee Stakes nicht auf.

Zuletzt besiegte er D’bai und Projection – die beide erneut gegen ihn antreten werden – in einem Windsor Listed Rennen und  versucheteseine Form aus dem letzten Jahr im Diamond Jubilee Stakes  zu reproduzieren. Sein Trainer James Farshawe zeigt sich dabei sehr zuversichtlich  die Leistung von ihm aber am Ende auch durchaus respektabel, verfehlte er den Sieg doch nur mit einer Länge gegen den Sieger Merchant Navy, Der sich als Sieger vor City Light und Bound For Nowhere platzierte. Auch im Prix Maurice De Gheest erging es The Tin Man  wieder genauso, dieses Mal war der Rückstand auf den Sieger allerdings noch einmal deutlich größer, und das Rennen verlief gerade in der Schlussphase nicht ganz so wie es sich The Tin Man erhofft hatte.  Der dritte Platz gab trotzdem einiges an Trinkgeld für die kleine Reise nach Frankreich und mit der Rückkehr nach England zeigte The Tin Man  wieder Wasser kann und gewann gegen den heutigen Konkurrenten Brando am Ende mit einer halben Länge Vorsprung.

Er verlor dann im British Sprint Stakes, dem Saisonabschluss 2018 recht deutlich gegen Sands Of Mali und Harry Angel und ging dann in die Winterpause, aus der er im Mai im Weatherbys Hamilton Stakes zurück kam, und dort einen guten dritten Platz belegen konnte. Danach ging es in das Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes, wo er einen sechtsen Platz belegte und keine Chance hatte gegen die Favoriten mitzuhalten, und auch im Gruppe 3 Hackwood Stakes hatte er keine Chacne auf den Sieg, auch wenn man natürlich sagen muss, dass der Sieger Waldpfad das Renenn auf ein deutlich höheres Niveau hob, als es für ein Gruppe 3 Rennen normalerweise der Fall war. Waldpfad galt im Hackwood Stakes als Außenseiter,hatte aber zuvor schon ein solches Rennen gewonnen und war auch im Sprint Cup Stakes nicht weit weg vom Sieg – hier schob sich allerdings The Tin Man auf den zweiten Platz hinter Hello Youmzain. Sehr gespannt wie er heute hier abschneiden wird.


07.09.2019 – Haydock – Sprint Cup Stakes – Pick: Advertise

Pferderennen in Australien

17:10 Sprint Cup Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.207 m | Preisgeld: 300.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Advertise (SKL.) (1 – 15 – 2 – 1 – 1 – 2) 3j H
Trainer Martyn Meade / Jockey Frankie Dettori

Der Showcasing Sohn hat sich letztes Jahr für seinen Trainer nach erfolgreichem Maidenrennen mit einem zweiten Platz im 1207m Gruppe 2 Coventry Stakes In Stimmung für die Black Type Rennen gebracht und in Newmarket im Guppe 2 Arqana July Stakes nur einen Monat später bereits einen überzeugenden Sieg feiern können, als er in der Mitte der Bahn an die Front und dann zwei Längen frei vor den Rest sprinten konnte.

Das nachfolgende Gruppe  1 Keeneland Phoenix Stakes zog das Niveau noch einmal deutlich an und Advertise musste sich über den schnellen Untergrund sichtlich mühen um gegen So Perfect zu bestehen, der so gar nicht nachgeben wollte beim Zieleinlauf. Eine halbe Länge Vorsprung holte Advertise trotzdem heraus und lief danach beim ersten Versuch übe 1408m hinter dem hoch gehandelten Too Darn Hot einen zweiten Platz heraus.
Too Darn Hot, der bei diesem Meeting hier hinter Circus Maximus im St James Palace Stakes einen ritten Platz errungen hatte, war damals in herausragender Form und der zweite Platz hinter ihm war für Advertise ein gelungener Saisonabschluss. Nicht ganz so gelungen war der Start in die neue Saison im 2000 Guineas, wo er keine Chance auf den Sieg hatte, was aber auch an einem etwas schwierigem Rennverlauf lag.
Adervtise war im letzten Jahr im Ranking der 2yo in Europa auf Rang 4 geführt worden und konnte im nachfolgenden Commonwealth Cup zeige warum das so war. Auf der geraden Sprint strecke in Royal Ascot hielt er sich von Anfang an im vorderen Bereich des Feldes und beschleunigte den anderen am Ende langsam aber stetig zu einem 2 Längen Sieg davon
https://m.youtube.com/watch?v=3jqnsdZpJXM
Das war schon viel eher der Advertise den wir aus dem letzten Jahr kannten, allerdings wird das Rennen heute noch einmal deutlich mehr von ihm fordern.

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn das Jahr 2018 nicht ganz so erfolgreich war wie das Jahr zuvor, so konnte er seine Leistung aus dem Prix Maurice De Gheest 2017 bei der Neuauflage 2018 nicht wiederholen und obwohl einige gute Platzierungen wie etwa im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes am Ende im Buche standen, fehlte ein Ausnahmeerfolg wie im Prix Maurice De Gheest 2017:https://www.youtube.com/watch?v=bbrDHLy9PWM

Im Jahr 2018 war es aber The Tin Man der sich mit einer halben Länge durchsetzen konnte, und Brando wartet seit dem April 2018 auf seinen nächsten Sieg. So ähnlich war es allerdings auch in den letzten Jahren immer mal wieder verlaufen, aber Brando blieb immer gefährlich und konnte immer wieder ordentlich Preisgeld einsammeln.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Form hat er also, und dazu kommt, dass er hier in den letzten beiden Austragungen jeweils einen Platz erreichen konnte.

Dream Of Dreams: Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung!

Invincible Army: James Tate trainiert den Invincible Spirit Sohn und kann auf das bisher erreichte durchaus stolz sein, allerdings wird er gerade auf das Royal Asot Meeting vermutlich nicht mit den besten Erinnerungen verknüpfen, denn schon nunmehr zwei Jahre in Folge war der Versuch in den gut besetzte Rennen dort ein klarer Flop für Invincible Army. Letztes Jahr startete er im Commonwealth Cup als Co Favorit konnte aber nicht über einen neunten Platz hinaus kommen – und das, wo er doch zuvor im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene nur knapp an Sands of Mali gescheitert war. 2019 nahm er am Diamond Jubilee Stakes teil und kam erneut nicht über einen abgeschlagenen siebten Platz hinaus. Nun also geht es mit der kürzesten Pause seiner Karriere zum nächsten Gruppenrennen.

Erfahrungen hat er zur genüge, so hatte sich Invincible Army schon im Jahr 2017 in einigen Grupenrennen versucht und dabei durchaus solide Ergebnisse produziert. Plätze im Arqana July Stakes, dem Molecomb Stakes, dem Gimcrack Stakes hinter Sands Of Mali und dem Mill Reef Stakes hinter James Garfield sowie der Sieg im Gruppe 3 Sirenia Stakes lesen sich gut, lassen aber erahnen, dass es zum Aufschluss auf die absolute Spitzengruppe noch nicht ganz gereicht hat. Das Preisgeld stapelte sich zunehmend, aber die Ausbeute an Siegen lies durchaus zu wünschen übrig.

Auch das Saisondebüt im Pavilion Stakes in Ascot, wo Invincible Army mit 1,5 Längen gewinnen konnte war ein hervorragendes Rennen, nur war die Konkurrenz nicht ganz auf dem heutigen Niveau, was sich beim nächsten Rennen auch wieder schmerzhaft bemerkbar machte. Denn als er im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene kurz darauf gegen Konkurrenten wie Sands Of Mali und James Garfield antreten musste, musste sich Invincible Army wieder einem anderen Konkurrenten knapp geschlagen geben.

Dann kam wie gesagt die etwas bittere Niederlage im Commonwealth Cup und der letzte Start in der neuen Saison 2019, als er im bet365 Hackwood Stakes startete. Aber auch dort war klar zu erkennen dass seine Form in dieser Saison einfach nicht mehr viel wert sein würde.

Mit der Pause kam aber auch die Form wieder und Invincible Army gewann das Gruppe 2 Cammidge Trophy Stake mit gut zwei Längen Vorsprung und setzte über schnellen Untergrund im Duke Of York Stakes im Mai noch einmal einen drauf. Aber Royal Ascot war auch beim zweiten Anlauf einfach nicht sein Pflaster, denn im Diamond Jubilee Stakes scheiterte er an dem schnellen Tempo und dem vermutlich zu schnellen Untergrund. Ja, er hat schon auf schnellem Boden gewonnen, gegen derartige Konkurrenz wäre aber ein wenig Wasser im Boden wünschenswert gewesen. Nun kommt er also eine Woche später der nächste Versuch, die Erholungspause ist ein wenig kurz, aber die Konkurrenten dafür auch deutlich leichter – Invincible Army hat herausragende Chancen.

Khaadem (1 – 1 – 1 – 3) 3j
Trainer H Charles / Jockey  Hills Dane O’Neill
Khaadem floppte bei seinem Debüt, hat aber seitdem nicht mehr zurückgeschaut und seine nächsten drei Rennen gewonnen. Die beiden Rennen im letzten Jahr waren dabei noch nicht wirklich der Rede Wert, sein bestes Rennen lief er aber bei seinem Saisondebüt im Shalaa Carnarvon Stakes, als er das Rennen mit einer halben Länge gewinnen konnte. Er scheint eine aufstrebende Form zu haben und muss hier durchaus ernst genommen werden, auch wenn das hier natürlich noch einmal eine ganz andere Hausnumer ist
Hello Youmzain (1 – 4 – 1 – 2 – 1) 3j
H Kevin A. Ryan Kevin Stott
Gewann letztes Jahr das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber danach Probleme die erweitertete Distanz Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 2 Ebene nur vierter wurde. Steigerte seine Form dann über kürzere Distanz wieder im Sandy Lane Stakes -könnte daher heute mit Distanz und Boden zu Recht kommen und gefährlich weden

The Tin Man: Der Equiano Sohn hat sich rechtzeitig für dieses Rennen hier wieder in Position gebracht, schließlich gewann er das Leisure Stakes gegen die heutigen Konkurrenten D’Bai und Projection. Das sind zwar nicht die härtesten der heutigen Konkurrenten, aber schon letztes Jahr konnte The Tin Man sich mit einem überraschend starken Lauf nach nicht ganz optimaler Vorbereitung in diesem Rennen einen Sieg erringen können.

Sein Trainer James Fanshawe hofft daher, dass der Titelverteidiger einen zweiten Sieg in Folge im Diamond Jubilee Stakes feiern kann, was dann sein dritter Triumph auf dem Kurs in Ascot in einem Gruppe 1 Rennen wäre. Der Trainer hofft weiter, dass The Tin Man in der Schlussphase des Rennens wieder sein Markenzeichen zeigen kann und das Feld mit einem Geschindigkeitsschub von hintern aufrollt. Nachdem er den British Champions Sprint 2016 gewonnen hatte, wurden The Tin Man und sein Stammjockey Tom Queally vor 12 Monaten zu Royal Ascot-Siegern, nachdem sie mit dem bekannten starken späten Finish sich noch an Tasleet vorbeischieben konnten, und dass nachdem das Rennen alles andere als optimal in dieser Phase lief. Aber auch einige Problem mit sich schließenden Lücken und zurück fallenden Pferden hielten The Tin Man auf dem Weg zum Sieg im Diamon Jubileee Stakes nicht auf.

Zuletzt besiegte er D’bai und Projection – die beide erneut gegen ihn antreten werden – in einem Windsor Listed Rennen und  versucheteseine Form aus dem letzten Jahr im Diamond Jubilee Stakes  zu reproduzieren. Sein Trainer James Farshawe zeigt sich dabei sehr zuversichtlich  die Leistung von ihm aber am Ende auch durchaus respektabel, verfehlte er den Sieg doch nur mit einer Länge gegen den Sieger Merchant Navy, Der sich als Sieger vor City Light und Bound For Nowhere platzierte. Auch im Prix Maurice De Gheest erging es The Tin Man  wieder genauso, dieses Mal war der Rückstand auf den Sieger allerdings noch einmal deutlich größer, und das Rennen verlief gerade in der Schlussphase nicht ganz so wie es sich The Tin Man erhofft hatte.  Der dritte Platz gab trotzdem einiges an Trinkgeld für die kleine Reise nach Frankreich und mit der Rückkehr nach England zeigte The Tin Man  wieder Wasser kann und gewann gegen den heutigen Konkurrenten Brando am Ende mit einer halben Länge Vorsprung.  Die beiden werden es heute unter ähnlichen Bedingungen erneut gegeneinander austragen, und auch wenn er hier zu richten Favoriten Rolle einnehmen wird, wird es alles andere als leicht für ihn.

Ten Sovereigns (5 – 1 – 1 – 1) 3j H

Aidan P. O’Brien / Jockey Ryan L. Moore
Der No Nay Nev’er Sohn hat aus der Blutlinie der Mutter die Gene von Exceed And Excel in sich und hat für seinen Trainer im letzten Jahr eine Menge Aufmerksamkeit für seinen Trainer Aiden O’Brien erlangen können, als er zunächst in seiner Heimat in Irland in Curragh sein Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung gewinnen konnte. Zwar hat keiner der Konkurrenten von damals in seiner Karriere bisher durchstarten können, aber Ten Sovereigns legte gleich im September mit einem Sieg im Gruppe 2 Round Tower Stakes nach, wo er mit gut 3. Längen vor Bruce Wanye gewinnen konnte.  Das Rennen war schon stärker besetzt und es gab einige Konkurrenten, die sich bereits in Black Type Rennen versucht hatten und die zumindest ihre Erfahrung hier zum Zug bringen konnten, trotzdem hatten sie keine Chance gegen Ten Sovereigns, der 1f vor dem Ziel die Führung übernahm und unter mildem Druck seines Jockeys Donnacha O’Brien locker davonziehen konnte.
Klar, Ten Sovereigns war in diesem Rennen auch als klarer Favorit gestartet, konnte dem Ruf aber auch mehr als gerecht werden und spielte über die 6 Furlong die Konkurrenten förmlich an die Wand.  Dementsprechend ging er auch auf höherem Niveau im Gruppe 1 Juddmonte Middle Park Stakes noch im selben Monat als klarer Favorit an den Start, fand aber im 4/1 Co-Favoriten Jash einen würdigen Gegner.
Ten Sovereigns eröffnete den Schlusssprint 1f vor dem Ziel aber Jash ging an der Innenbahn mit ihm und die beiden liefen Nacken an Nacken über die letzten Meter. Ten Sovereigns hatte sich mit dem Tempowechsel eine halbe Länge Vorsprung gesichert und hielt diesen Vorsprung auch bis zum Ziel, musste aber unter Donnacha O’Brien alles geben, um Jash auch wirklich auf Astand zu halten. Ten Sovereigns war damit weiter ungeschlagen, aber der Konkurrent Jash hatte mit seiner „Niederlage“ nichts an Form eingebüßt
Für Ten Sovereigns ging es danach in die Winterpause, die mit einem Start im 2000 Guineas in Newmarket beendet wurde. Nicht unbedingt die beste Wahl, eine lange Pause bei einem jungen Pferd gleich mit dem Classic zu beenden, aber Ten Sovereings ging trotzdem als Favorit an den Start und zog mit seinem Stallgefährten Magna Grecia ungefähr gleichzeitig zum Schlusssprint an, Ten Sovereigns in der Mitte der Bahn, Magna Gecia am Außengeländer. Dort schien der Boden ein bisschen besser zu sein, denn die Pferde die dort liefen konnten auf den letzten Metern deutlich mehr Boden gut machen als die in der Mitte der Bahn, wo Ten Sovereigns auf den fünften Platz zurück fiel.
Beim Gruppe 1 Commonwealth Cup wurden Ten Sovereigns gute Chancen ausgerechnet, sich gegen Advertise und die anderen Konkurrenten durchzusetzen, aber am Ende reichte sein Tempo einfach nicht, um an die Führenden heranzukommen. Dabei sah Ten Sovereigns auf dem gut bis weichen Boden lange Zeit hervorragend aus und hätte eigentlich auch mithalten dürfen, aber am Ende musste Ten Sovereigns mehrfach die Bahn wechseln, ohne, dabei aber richtig in Fahrt zu kommen.
Das war ernüchternd, denn mit dem schlechten Tempochwechsel auf dem etwas aufgeweichten Boden blieb die Sorge, ob Ten Sovereigns denn im Gruppe 1 Darley July Cup auf schnellem Boden den Tempowechsel hinkriegen würde. Tat er aber. Er sah im Paradering wieder hervorragend aus und hielt sich dieses Mal einfach an der Front des Fledes und beschleunigte den anderen einfach davon. Der Boden passt wieder, aber Battaash ist ein extrem harter Gegner.

13.07.2019 – Newmarket – July Cup – Pick: Dream Of Dreams

Pferderennen in England

17:40  July Cup – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 500.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Advertise (SKL.) (1 – 15 – 2 – 1 – 1 – 2) 3j H
Trainer Martyn Meade / Jockey Frankie Dettori

Der Showcasing Sohn hat sich letztes Jahr für seinen Trainer nach erfolgreichem Maidenrennen mit einem zweiten Platz im 1207m Gruppe 2 Coventry Stakes In Stimmung für die Black Type Rennen gebracht und in Newmarket im Guppe 2 Arqana July Stakes nur einen Monat später bereits einen überzeugenden Sieg feiern können, als er in der Mitte der Bahn an die Front und dann zwei Längen frei vor den Rest sprinten konnte.

Das nachfolgende Gruppe  1 Keeneland Phoenix Stakes zog das Niveau noch einmal deutlich an und Advertise musste sich über den schnellen Untergrund sichtlich mühen um gegen So Perfect zu bestehen, der so gar nicht nachgeben wollte beim Zieleinlauf. Eine halbe Länge Vorsprung holte Advertise trotzdem heraus und lief danach beim ersten Versuch übe 1408m hinter dem hoch gehandelten Too Darn Hot einen zweiten Platz heraus.
Too Darn Hot, der bei diesem Meeting hier hinter Circus Maximus im St James Palace Stakes einen ritten Platz errungen hatte, war damals in herausragender Form und der zweite Platz hinter ihm war für Advertise ein gelungener Saisonabschluss. Nicht ganz so gelungen war der Start in die neue Saison im 2000 Guineas, wo er keine Chance auf den Sieg hatte, was aber auch an einem etwas schwierigem Rennverlauf lag.
Adervtise war im letzten Jahr im Ranking der 2yo in Europa auf Rang 4 geführt worden und konnte im nachfolgenden Commonwealth Cup zeige warum das so war. Auf der geraden Sprint strecke in Royal Ascot hielt er sich von Anfang an im vorderen Bereich des Feldes und beschleunigte den anderen am Ende langsam aber stetig zu einem 2 Längen Sieg davon
https://m.youtube.com/watch?v=3jqnsdZpJXM
Das war schon viel eher der Advertise den wir aus dem letzten Jahr kannten, allerdings wird das Rennen heute noch einmal deutlich mehr von ihm fordern.

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn das Jahr 2018 nicht ganz so erfolgreich war wie das Jahr zuvor, so konnte er seine Leistung aus dem Prix Maurice De Gheest 2017 bei der Neuauflage 2018 nicht wiederholen und obwohl einige gute Platzierungen wie etwa im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes am Ende im Buche standen, fehlte ein Ausnahmeerfolg wie im Prix Maurice De Gheest 2017:

Im Jahr 2018 war es aber The Tin Man der sich mit einer halben Länge durchsetzen konnte, und Brando wartet seit dem April 2018 auf seinen nächsten Sieg. So ähnlich war es allerdings auch in den letzten Jahren immer mal wieder verlaufen, aber Brando blieb immer gefährlich und konnte immer wieder ordentlich Preisgeld einsammeln.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Form hat er also, und dazu kommt, dass er hier in den letzten beiden Austragungen jeweils einen Platz erreichen konnte.

Cape Byron: Der Sharmadal Sohn von Trainer Roger Varian startete seine Karriere im Jahr 2016, wobei er in der ersten Saison nur etwas Erfahrung sammeln wollte und seinen ersten Sieg in einem Maidenrennen hinter sich bringen wollte, was auch gelang. 2017 kam er in einem ähnlhen Rennen zurück und gewann das 1 Meilen Rennen in Royal Ascot auch wie erwartet knapp gegen den anderen Favoriten Fire Brigade, und die beiden hatten den Zieleinlauf auch komplett für sich, kein wunder also, dass sein Trainer danach entschied seinen vielversprechenden Schützling in einem Black Type Rennen auflaufen zu lassen, allerdings war der erste Versuch im Prix Le Fabuleux nicht ganz nach dem Wünschen der Beteiligten gelaufen und Cape Byron musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben. Das war dann auch gleich der letzte Start für die gesamte Saison und Cape Byron kam
Aber vielleicht hoffte Varian ja, dass es in Dubai besser klappen würde, wo er im Singspiel Stakes auf Gruppe 3 Ebene im Janaur 2018 auflief –  sich aber leider deutlich nicht wohl fühlte und weit abgeschlagen auf einem neunten Platz ins Ziel einlief. Nach dieser Niederlage hatte sich der Ausflug nach Dubai auch gleich erledigt und es ging zurück auf die Heimatinsel, wo Cape Byron im Hambleton Handicap in York im Mai ein solides Rennen lief, auch wenn er nicht um den Sieg mitlaufen konnte.
Schon beim zweiten Rennen nach der erneuten mehrmonatigen Pause hob Cape Byron mit dem Royal Hunt Cup in Royal Ascot über die Meile das Niveau deutlich an, kam mit dem Kurs und dem extrem großen Feld aber nicht zurecht, besserte sich aber im nachfolgenden Golden Mile in Glorious Goodwood und schaffte erstmals in einem solchen Handicap einen knappen dritten Platz nur 1.1 Längen hinter dem Sieger.
Diese Leistung konnte Cape Byron im nachfolgenden Bet Get Handicap noch einmal wiederholen, als er wieder nur knapp über eine Länge hinter dem Sieger ins Ziel einlief, dieses Mal aber auf einem zweiten Platz. 2018 war generell das Jahr der Handicaps für Cape Byron, der als Favorit in Ascot danach über 1408m wieder einen zweiten Platz erreichen konnte und im Oktober Ascot Challenge Cup über die selbe Distanz und Kurs erneut ein gutes Rennen lief, auch wenn ihm hier das Glück fehlte und er am Ende nur auf einem siebten Platz ins Ziel einlief.
Danach ging es wie für die meisten Flat Galopper Pferde in die Winterpause, die Cape Byron – wie könnte es anders sein – mit einem Start in einem Handicap beendete. Dieses Mal war es der Tote Victoria Cup in Ascot, und dieses Mal kam er in bestechender Form aus der Winterpause zurück und konnte trotz echt hohen Gewichts auf dem weichen Boden über die 1408m seinen ersten Sieg feiern  – wenn auch nur knapp in einem hart umkämpften Finish. Cape Byron bliebt bei dem Kurs in Ascot und startete im Juni beim Royal Ascot festival im Wokingham Stakes und gewann auch dieses harte Rennen souverän, und das erneut unter sehr hohem Gewicht.
Nach diesen beiden Erfolgen in schweren Handicaps war klar, dass er nicht ohne weiteres in Handicaps laufen können würde, denn sein Rating schoss durch die Decke und das zu tragende Gewicht wäre immens gewesen, also geht es stattdessen in das erste Gruppenrennen, und dieses Mal soll es mit dem Darley July Cup auf Gruppe 1 Ebene gleich hoch hinaus gehen – das könnte aber auch schief gehen!
Dream Of Dreams: Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung!
Fairyland: Drei solide Starts in dieser Saison beringen Fairyland in den Bereich der interessanten Starter, zudem gibt es ordentlich Support für sie auf dem Markt.
Die  Kodiac Tochter von Aiden O‘Brien konnte sich im letzten Jahr zunächst im Lowther Stakes mit einer Nase vor The Mackem Bullet durchsetzen, bevor sie das Gruppe 1 Juddmonte Cheveley Park Stakes im September im Newmarket gewinnen konnte. Das 1207m Rennen gewann sie erneut vor ihrer bekannten Konkurrentin The Makckem Bullet, den man als krassen Außenseiterin in das Rennen geschickt hatte.
Die Saison 2019 begann mit einem soliden Lauf im Guineas 1000 in Newmarket, mit nur knapp 2 Längen Rückstand auf die Siegerin Hermosa, die Fairyland im Irish 1000 Guineas beim nächsten Aufeinandertreffen aber noch einmal wesentlich deutlicher auf die Plätze verweisen konnte.
Fairyland hatte auch beim nachfolgenden Gruppe 1 Kings Stand Stakes nicht viel Glück mit dem Rennverlauf und musste einige Längen Rückstand verkraften, als die Spezialisten wie Blue Point zum Angriff ansetzten und das Tempo anzogen. Fairyland holte dann bis zum Ziel noch gehörig auf, konnte aber trotzdem den Rückstand nicht mehr als auf 3 Längen reduzieren. Wenn ihr heute in der kritischen Phase nicht wieder so ein Fehler passiert, sollte sie deutlich näher an den Siegern dran sein.

Limato: Der siebenjährige Wallach und Sohn von Tagula hat für seinen Trainer Harry Candy schon einige Erfolge verzeichnen können, der letzte Sieg ist mittlerweile aber schon wieder drei Wochen her- der letzte Sieg wurde im Challenge Stakes im letzten Herbst erzielt, und die Ergebnisse im Saisonabschluss als auch dem Saisondebüt im Gruppe 2 Duke Of York Stakes waren hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Betrachtet man seine Karriere aber genauer, kann man ziemlich sicher sein, dass er hier wieder zur Form zurückfinden wird.

Denn schon im  Darley July Cup 2016  konnte er seinen ersten Gruppe 1 Sieg verzeichnen und legte über die Jahre immer wieder mit großen Siegen nach. Er schaffte es bei July Cup 2016 die teils hochklassigen Konkurrenten klar zu deklassieren und Cotai Glory, Danzeno, Goken, Profitable, Sole Power und Washington DC liefen alle teils deutlich hinter ihm durchs Ziel. Er lies danach im Nunthorpe Stakes einen weiteren hervorragenden zweiten Platz folgen, auch wenn er eigentlich als Favorit gestartet war. Mecca’s Angel hatte einfach einen zu guten Tag erwischt und der zweite Platz deutlich vor den Verfolgern Take Cover und Cotai Glory war trotzdem sehr solide, wie Limato beim nachfolgenden Gruppe 1 Prix de la Forêt zeigen konnte, welches er locker mit 3 Längen Vorsprung gewann. Er hatte damit in drei Monaten ein Rennen über 1200m und eines über 1400m auf Gruppe 1 Niveau gewonnen und sich einen Versuch im Grupppe 1 Breeders‘ Cup Mile verdient, wo er allerdings nur Sechster wurde, was bei der angetretenen Konkurrenz aber absolut verzeihbar war.

2017 feierte er sein Saisondebüt im März im Al Quoz Sprint in Meydan, wo er allerdings überraschend deutlich floppte und auch der Start als Favorit im Diamond Jubilee Stakes drei Monate später in Royal Ascot misslang. Er wurde auf den letzten Metern von The Tin Man und Tasleet in die Zange genommen und verlor etwa eine Länge in dieser Situation, kam als dritter aber recht deutlich vor dem Vierten und dem Rest des Packs ins Ziel. Letztes Jahr fand er danach im Gruppe 1 July Cup Stakes die beste Form seiner Karriere und es bestand die Hoffnung, dass er dies auch im Jahr 2017 wiederholen könnte. Allerdings lief Harry Angel zur Hochform auf und damit gewann ein dreijähriger wie im Jahr 2016 den July Cup, vor dem Verfolger Limato, der sich redlich bemühte, aber nicht mehr an den Sieger heran kam.

Auch beim Gruppe 2 Qatar Lennox Stakes im August 2017 lief Limato ein grundsolides Rennen, kam aber auf den letzten Metern einfach nicht mehr an die drei Vorderen heran und musste sich dem Zweitplatzierten Home Of The Brave und dem Drittplatzierten Suedois mit einem Nacken geschlagen geben. Nur der Sieger Breton Rock hatte mit über einer halben Länge etwas deutlicheren Vorsprung herausholen können und war den anderen Verfolgern entwichen. Limato gönnte sich eine kurze Pause bis zum Start im Gruppe 2 Challenge Stakes im Oktober, wo er die Gruppe der Starter am Außengeländer anführte und auf der geraden Strecke in Newmarket am Ende dem Feld klar davonzog.

Das Jahr 2018 war dann allerdings wieder ein erfolgreiches Jahr für Limato, auch wenn es zu Beginn alles andere als gut für Limato aussah, denn schon der Einstand im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes  war trotz einer Favoritenrolle nicht von Erfolg gekrönt.

Allerdings war der Einstand in diesem Gruppe eins Rennen, ohne weiteren Vorbereitungslauf, ziemlich ambitioniert, und den ersten Start in der neuen Saison hätte man ihn durch aus verzeihen können . Im Queen Anne Stakes  danach hat er seiner Favoritenrolle sowieso schon eingebüßt und in diesem stark besetzen Rennen ging er als einer der aussichtsreichen Außenseiter an den Start, allerdings war das gesamte Rennen gar nicht nach seinen Vorlieben, und er hatte während des frühen Rennens schon einen schweren Stand, welcher sich am Ende nach schwachem Schlusssprint in einem 13. Platz manifestierte. Auch im nächsten Versuch im July Cup erging es ihm nicht besser,  obwohl man ihm in diesen Rennen bessere Chancen ausgerechnet hatte, dafür verlief es im Hopeful Stakes auf Gruppe 2  zwei Ebene danach deutlich besser und er konnte sich gegen den Favoriten Dreamfield  durchsetzen, der Favorit hatte in diesem Rennen allerdings ohnehin nicht seinen besten Tag und es war der Außenseiter Top Score der Limato am Ende am meisten zu tun gab.

Dies war dann der erste Sieg im Jahr 2018, und er sollte sich dann noch in zwei weiteren Rennen durchsetzen können, wobei das Niveau seiner Rennen mit dem Selbstbewusstseinsboost von seinem Trainer angezogen wurde.  Der Sieg im Gruppe 2 Challenge Stakes war dabei die beste Leistung die Limato seit gut einem Jahr gezeigt hatte und es bestand die berechtigte Hoffnung, dass Limato auch über die kürzeren 1207m auch weichem Boden im Gruppe 1 British Sprint Stakes einen Monat später zumindest gute Chancen hätte – die Bedingungen lagen ihm allerdings überhaupt nicht und er kam weit abgeschlagen auf dem neunten Platz ins Ziel.

Nach der Winterpause kam er im Gruppe 2 Duke Of York Stakes zurück, wo er versuchte die selbe Linie wie der Sieger Invincible Army an der Außenseite zu nehmen, konnte aber dessen Geschwindigkeit nicht mitgehen und kam auf einem soliden vierten Platz ins Ziel. Beim zweiten Start in der Saison verbesserte sich Limato wie zu erwarten und gewann das Gruppe 3 Randox Health Stakes vor Glorious Journey überzeugend, wenn auch nur mit knappen Vorsprung.

Limato wird mit der fortschreitenden Saison stärker und kann hier einen der ausbezahlten Plätze erreichen, die Konkurrenz ist aber natürlich noch einmal deutlich stärker

Ten Sovereigns (4- 5 – 1 – 1 – 1) 3j H
Aidan P. O’Brien / Jockey Ryan L. Moore
Der No Nay Never Sohn hat aus der Blutlinie der Mutter die Gene von Exceed And Excel in sich und hat für seinen Trainer im letzten Jahr eine Menge Aufmerksamkeit für seinen Trainer Aiden O’Brien erlangen können, als er zunächst in seiner Heimat in Irland in Curragh sein Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung gewinnen konnte. Zwar hat keiner der Konkurrenten von damals in seiner Karriere bisher durchstarten können, aber Ten Sovereigns legte gleich im September mit einem Sieg im Gruppe 2 Round Tower Stakes nach, wo er mit gut 3. Längen vor Bruce Wanye gewinnen konnte.  Das Rennen war schon stärker besetzt und es gab einige Konkurrenten, die sich bereits in Black Type Rennen versucht hatten und die zumindest ihre Erfahrung hier zum Zug bringen konnten, trotzdem hatten sie keine Chance gegen Ten Sovereigns, der 1f vor dem Ziel die Führung übernahm und unter mildem Druck seines Jockeys Donnacha O’Brien locker davonziehen konnte.
Klar, Ten Sovereigns war in diesem Rennen auch als klarer Favorit gestartet, konnte dem Ruf aber auch mehr als gerecht werden und spielte über die 6 Furlong die Konkurrenten förmlich an die Wand.  Dementsprechend ging er auch auf höherem Niveau im Gruppe 1 Juddmonte Middle Park Stakes noch im selben Monat als klarer Favorit an den Start, fand aber im 4/1 Co-Favoriten Jash einen würdigen Gegner.
Ten Sovereigns eröffnete den Schlusssprint 1f vor dem Ziel aber Jash ging an der Innenbahn mit ihm und die beiden liefen Nacken an Nacken über die letzten Meter. Ten Sovereigns hatte sich mit dem Tempowechsel eine halbe Länge Vorsprung gesichert und hielt diesen Vorsprung auch bis zum Ziel, musste aber unter Donnacha O’Brien alles geben, um Jash auch wirklich auf Astand zu halten. Ten Sovereigns war damit weiter ungeschlagen, aber der Konkurrent Jash hatte mit seiner „Niederlage“ nichts an Form eingebüßt
Für Ten Sovereigns ging es danach in die Winterpause, die mit einem Start im 2000 Guineas in Newmarket beendet wurde. Nicht unbedingt die beste Wahl, eine lange Pause bei einem jungen Pferd gleich mit dem Classic zu beenden, aber Ten Sovereings ging trotzdem als Favorit an den Start und zog mit seinem Stallgefährten Magna Grecia ungefähr gleichzeitig zum Schlusssprint an, Ten Sovereigns in der Mitte der Bahn, Magna Gecia am Außengeländer. Dort schien der Boden ein bisschen besser zu sein, denn die Pferde die dort liefen konnten auf den letzten Metern deutlich mehr Boden gut machen als die in der Mitte der Bahn, wo Ten Sovereigns auf den fünften Platz zurück fiel.
Es gab die berechtige Hoffnung, dass er beim zweiten Rennen in der laufenden Saison deutlich stärker auflaufen könnte gegen viele der altbekannten Konkurrenten, allerdings konnte Ten Sovereigns auf dem weichen Boden nicht zeigen wie gut er eigentlich ist und musste sich im Commonwealth Cup auf den letzten Metern klar geschlagen geben. Dass Advertise ihn da so in die Tasche stecken konnte bedeutet nicht viel gutes für heute, aber ich würde ich auf gar keinen Fall abschreiben für dieses Rennen hier.

29.06.2019 – Newcastle – Randox Health Stakes – Pick: Limato

Pferderennen in Irland

16:15 Randox Health Stakes – Gruppe 3

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.408 m  |  Preisgeld: 60.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Für mich dreht sich hier alles um den Favoriten Limato. Klar, Glorious Forever hat mit dem Weatherbys Hamilton Stakes hinter Dream Of Dreams eine persönliche Bestleistung in Windsor gezeigt und Sudeois kann auf eine lange Karriere mit einigen nennenswerten Ergebnissen zurückblicken, wie im letzten Jahr etwa Platzierungen im Summer Mile Stakes und dem Lennox Stakes, wo er den Sieg nur knapp verpasste. 2017 siegte er in den USA im Gruppe 1 Shadwell Turf Mile Stakes und mit dem zweiten Platz zuletzt im Gruppe 3 John Of Gaunt Stakes könnte man meinen, dass er langsam wieder in die Form seiner großen Erfolge kommt – aber auch dann wäre Limato eine harte Nuss. Limato mag den Untergrund und wird mit dem bisschen zusätzlichem Gewicht zurecht kommen. Tabarrak kehrt hier zu seiner optimalen Distanz zurück und Cardsharp war als 2yo ziemlich gut, schaffte es aber nicht an diese Leistungen anzuknüpfen.

Limato: Der siebenjährige Wallach und Sohn von Tagula hat für seinen Trainer Harry Candy schon einige Erfolge verzeichnen können, der letzte Sieg ist mittlerweile aber schon wieder drei Wochen her- der letzte Sieg wurde im Challenge Stakes im letzten Herbst erzielt, und die Ergebnisse im Saisonabschluss als auch dem Saisondebüt im Gruppe 2 Duke Of York Stakes waren hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Betrachtet man seine Karriere aber genauer, kann man ziemlich sicher sein, dass er hier wieder zur Form zurückfinden wird.

Denn schon im  Darley July Cup 2016  konnte er seinen ersten Gruppe 1 Sieg verzeichnen und legte über die Jahre immer wieder mit großen Siegen nach. Er schaffte es bei July Cup 2016 die teils hochklassigen Konkurrenten klar zu deklassieren und Cotai Glory, Danzeno, Goken, Profitable, Sole Power und Washington DC liefen alle teils deutlich hinter ihm durchs Ziel. Er lies danach im Nunthorpe Stakes einen weiteren hervorragenden zweiten Platz folgen, auch wenn er eigentlich als Favorit gestartet war. Mecca’s Angel hatte einfach einen zu guten Tag erwischt und der zweite Platz deutlich vor den Verfolgern Take Cover und Cotai Glory war trotzdem sehr solide, wie Limato beim nachfolgenden Gruppe 1 Prix de la Forêt zeigen konnte, welches er locker mit 3 Längen Vorsprung gewann. Er hatte damit in drei Monaten ein Rennen über 1200m und eines über 1400m auf Gruppe 1 Niveau gewonnen und sich einen Versuch im Grupppe 1 Breeders‘ Cup Mile verdient, wo er allerdings nur Sechster wurde, was bei der angetretenen Konkurrenz aber absolut verzeihbar war.

2017 feierte er sein Saisondebüt im März im Al Quoz Sprint in Meydan, wo er allerdings überraschend deutlich floppte und auch der Start als Favorit im Diamond Jubilee Stakes drei Monate später in Royal Ascot misslang. Er wurde auf den letzten Metern von The Tin Man und Tasleet in die Zange genommen und verlor etwa eine Länge in dieser Situation, kam als dritter aber recht deutlich vor dem Vierten und dem Rest des Packs ins Ziel. Letztes Jahr fand er danach im Gruppe 1 July Cup Stakes die beste Form seiner Karriere und es bestand die Hoffnung, dass er dies auch im Jahr 2017 wiederholen könnte. Allerdings lief Harry Angel zur Hochform auf und damit gewann ein dreijähriger wie im Jahr 2016 den July Cup, vor dem Verfolger Limato, der sich redlich bemühte, aber nicht mehr an den Sieger heran kam.

Auch beim Gruppe 2 Qatar Lennox Stakes im August 2017 lief Limato ein grundsolides Rennen, kam aber auf den letzten Metern einfach nicht mehr an die drei Vorderen heran und musste sich dem Zweitplatzierten Home Of The Brave und dem Drittplatzierten Suedois mit einem Nacken geschlagen geben. Nur der Sieger Breton Rock hatte mit über einer halben Länge etwas deutlicheren Vorsprung herausholen können und war den anderen Verfolgern entwichen. Limato gönnte sich eine kurze Pause bis zum Start im Gruppe 2 Challenge Stakes im Oktober, wo er die Gruppe der Starter am Außengeländer anführte und auf der geraden Strecke in Newmarket am Ende dem Feld klar davonzog.

Das Jahr 2018 war dann allerdings wieder ein erfolgreiches Jahr für Limato, auch wenn es zu Beginn alles andere als gut für Limato aussah, denn schon der Einstand im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes  war trotz einer Favoritenrolle nicht von Erfolg gekrönt.

Allerdings war der Einstand in diesem Gruppe eins Rennen, ohne weiteren Vorbereitungslauf, ziemlich ambitioniert, und den ersten Start in der neuen Saison hätte man ihn durch aus verzeihen können . Im Queen Anne Stakes  danach hat er seiner Favoritenrolle sowieso schon eingebüßt und in diesem stark besetzen Rennen ging er als einer der aussichtsreichen Außenseiter an den Start, allerdings war das gesamte Rennen gar nicht nach seinen Vorlieben, und er hatte während des frühen Rennens schon einen schweren Stand, welcher sich am Ende nach schwachem Schlusssprint in einem 13. Platz manifestierte. Auch im nächsten Versuch im July Cup erging es ihm nicht besser,  obwohl man ihm in diesen Rennen bessere Chancen ausgerechnet hatte, dafür verlief es im Hopeful Stakes auf Gruppe 2  zwei Ebene danach deutlich besser und er konnte sich gegen den Favoriten Dreamfield  durchsetzen, der Favorit hatte in diesem Rennen allerdings ohnehin nicht seinen besten Tag und es war der Außenseiter Top Score der Limato am Ende am meisten zu tun gab.

Dies war dann der erste Sieg im Jahr 2018, und er sollte sich dann noch in zwei weiteren Rennen durchsetzen können, wobei das Niveau seiner Rennen mit dem Selbstbewusstseinsboost von seinem Trainer angezogen wurde.  Der Sieg im Gruppe 2 Challenge Stakes war dabei die beste Leistung die Limato seit gut einem Jahr gezeigt hatte und es bestand die berechtigte Hoffnung, dass Limato auch über die kürzeren 1207m auch weichem Boden im Gruppe 1 British Sprint Stakes einen Monat später zumindest gute Chancen hätte – die Bedingungen lagen ihm allerdings überhaupt nicht und er kam weit abgeschlagen auf dem neunten Platz ins Ziel.

Nach der Winterpause kam er im Gruppe 2 Duke Of York Stakes zurück, wo er versuchte die selbe Linie wie der Sieger Invincible Army an der Außenseite zu nehmen, konnte aber dessen Geschwindigkeit nicht mitgehen und kam auf einem soliden vierten Platz ins Ziel. Beim zweiten Start in der Saison sollte er sich weiter steigern können.

Pick: Limato

 


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