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Enable

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25.07.2020 – Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – British Champions Series

Alter: 3yo + | Distanz: 1m4f – | Untergrund: Gut bis fest

Es wird spannend werden heute in Ascot, denn Enable wir ihr zweites Rennen in der Saison 2020 bestreiten, die ja bekannter Weise auf Grund der Corona Epedemie gehörig aus den Fugen geraten ist. So auch die Vorbereitung von Enable, die offensichtlich nicht ganz so gelaufen war, wie es sich John Godsen so gedacht hat – schließlich sprang bei ihrem Saisondebüt trotz des onligatorischen Favoritenstatus nur ein zweiter Platz heraus, und Enable schien an jenem Tag auch keine Chance zu haben, sich an den späteren Sieger Ghaiyyath hernazukämpfen, der einen souveränen Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt feiern konnte. Heute also im King George VI der nächste Versuch – und es wird wieder nicht einfach werden, wenn man sich die Aufstellung so anschaut. Das King George VI and Queen Elizabeth Stakes, auch kurz und knapp nur King George genannt, ist  ein Galopprennen über 2.414 m und für 3-jährige und ältere Rennpferde offen. Die Bilanz der Dreijähigen war in den letzten Jahren durchaus beachtlich, gefolgt von der der Vierjährigen. Enable selbst hat mit zwei Siegen erheblich dazu beigetragen, allerdings haben  mit Poet’s Word und Enable in den letzten beiden Jahren auch die Fünfjährigen aufgeholt. Enable wäre aber mit einem Sieg heute die erste Sechsjährige seit 1998 ( Swain ) die das King George gewinnen könnte. Nun ist das Feld allerdings auch historisch klein geraten und die vierjährigen Konkurrenten alles andere als eine etablierte Macht. Dementsprechend scheinen alle Zeichen auf einen weiteren historischen Sieg von Enable zu stehen.

Ich werde das Rennen jedenfalls mit Spannung verfolgen, und da Enable ihren letzten Start verpatzt hatte, bekommt man sogar noch eine halbwegs akzeptable Quote für sie…

Aber nicht nur Enable kann heute historisches schaffen, auch Frankie Dettori würde sich heute über einen Sieg sicher noch mehr freuen als sonst, denn wenn er heute gewinnt, zieht er mit Lester Pigoot in der ewigen Bestenliste gleich, mit sieben Siegen – und Dettori ist ja lange noch nicht fertig, da könnte er noch den ein oder anderen Sieg folgen lassen.

 

Die Starter im Einzelnen:

Anthony Van Dyck: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien startete in seine Karriere im Juli 2018 in Curragh, aber es waren die Rennen danach die ihn so richtig in Gang brachten und ihn für seinen Trainer auf die internationale Bildfläche brachten.

Zunächst gewann er sein eher unspektakuläres Maidenrennen, dann legte er aber gleich auf Gruppe 3 Ebene im Tyros Stakes ( das war 2018 ) nach, wobei er das Rennen mit fast fünf Längen Vorsprung gewann, und das gegen den anderen Favoriten Bold Apporach von Jim Bolger.

Etwas knapper wurde es dann schon beim Gruppe 2 Galileo Futurity Stakes, welches er als klarer Favorit nur knapp gegen Christmas gewinnen konnte, und im nächsten Rennen riss dann die kurze Siegesserie endgültig – allerdings war der zweite Platz im Goffs National Stakes auf Gruppe 1 Ebene trotzdem eine hervorragende Leistung, schließlich konnte er dieses Mal Christmas aus dem letzten Rennen locker um mehr als drei Längen schlagen und der Sieger Quorto setzte sich unter William Buick auch „nur“ knapp eine Länge ab.

Anthony Van Dyck  ging damit richtiger Weise auch als CO-Favorit gegen Too Darn Hot in das Dewhurst Stakes auf Gruppe 1 Ebene wenige Wochen später im Oktober 2018, musste aber dieses Mal eine klare Niederlage hinnehmen und hatte gut 4 Längen Rückstand. Wieder versuchte die alte Nemesis Christmas ihm den Tag zu verderben indem er die Führung übernahm und Anthony Van Dyck früh unter unter Druck setzt, aber diese Taktik zahlte sich nicht aus und für beide Konkurrenten endete das Rennen dann am Ende in einer Enttäuschung – zu viel Kraft hatte das Duell gekostet, als dass die beiden den Angriff der aufschließenden Konkurrenten noch hätten abwehren könnte. Anthony Van Dyck hatte keine Kraft mehr um den Hügel hinauf noch mit Too Darn Hot oder Advertise mitzuhalten und fiel immer weiter zurück, während Too Darn Hot, seines schärfsten Konkurrenten beraubt, einen Kantersieg einfahren konnte.

Anthony Van Dyck machte daraufhin einen unerwarteten Sprung über den großen Teich und startete im Oktober 2018  im Breeders Cup Juvenile Turf  – und das mit durchaus guten Chancen, wenn man den Buchmachern damals glauben dürfte. Die amerikanischen Rennen sind allerdings alles andere als einfach, gerade auch für dei Europäer die sich an neue Gegebenheiten gewöhnen müssen, und Anthony Van Dyke wurde er am Ende nur Neunter. Augenscheinlich lag ihm das hohe Tempo in dem amerikanischen Rennen nicht, so dass er sich am Ende mit einem neunten Platz zufrieden geben musste, ohne nennenswert auf die Sieger aufschließen zu können. Die Saison war trotzdem alles andere als schlecht für den Zweijährigen, und die Erfahrungen, die er hier sammeln konnten, ließen sich dicher in der nächsten Saison wunderbar zur Anwendung bringen.

Zurück in heimischen Gefilden und nach einer Pause über den Winter lies Aiden O’Brien sein vielversprechends Pferd für die Classics Saison vorbereiten und ihn im RaceBets Derby Trial Stakes auflaufen, welches Van Dyck dann auch gleich überzeugend gewinnen konnte. Für einen 2yo hatte Anthony Van Dyck schon eine Menge Erfahrung und war damit einigen anderen Konkurrenten aus seinem Jahrgang weit voraus, was er auch im Epsom Derby 2049 dann unter Beweis stellen konnte. Zwar starte er nicht als Favorit, aber er war der Starter, der sich am Ende durchsetzen konnte. Dabei hatte Anthony Van Dyck in seinem Rennen nicht mal klare Bahn und musste seine Lücke für den Schlusssprint suchen, hatte dann aber die Power um sich auf den letzten 100 Yards durchzusetzen und den größten Sieg seiner Karriere zu feiern.

Denn schon im nächsten Rennen scheiterte Anthony Van Dyck deutlich an Sovereign, und das obwohl es der irische Ableger des Derbys war, den er als Sieger des Epsom Derbys ja eigentlich ebenfalls hätte gewinnen sollen. Dieses Mal allerdings zeigte der Außenseiter Sovereign, was er als Front Runenr so drauf hat und lief dem Rest des Feldes einfach davon, Anthony Van Dyck versuchte noch sich dran zu hängen, hatte aber keine Chance und musste Sovereign ziehen lassen.

So geschah es dann auch im King George VI & QE 2019, welches  Enable dominierte und wo Anthony Van Dyck nur einen enttäuschenden zehnten Platz am Ende belegen konnte. Vielleicht war es der schnelle Boden, vielleicht war es aber auch das große Feld und die dominante Enable, die das Rennen für Anthony Van Dyck ruinierten. Jedenfalls gab es keine großen Erhren für Anthoyn van Dyke im King George, stattdessen aber gut 31 Längen Rückstand auf Enable.

Der Rückstand war herb, aber das hinderte Anthony van Dyke nicht daran, kurz darauf  in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leopardstown zu starten, wo er allerdinsg nach der durchwachsenen Saison nur als Außenseiter startete. Am Ende wartete über den guten Untergrund udn die 1m3f Distanz ein dritter Platz auf Anthony Van Dyke, was ein wenig Preisgeld und Prestige einbrachte, auch wenn er wieder keien Chance hatte, auf den Sieger aufzuschließen oder diesen gar unter Druck zu setzen, dafür war Stallgefährte Magical in zu guter Verfassung.

Weiter ging es im November 2019 in Amerika, wo Anthon Van Dyke wieder beim Breeders Cup Festival startete – dieses Mal im Longines Breeders‘ Cup Turf, in dem er auf dem Papier ideale Bedingungen vorfand. Distanz udn schneller Boden sollten ihm eigenlich liegen, und mit den Erfahungen in internationalen Rennen als Zweijähriger sollte ihm die Reise auch nicht so schwer fallen. Dementsprechend startete er als einer der Favoriten ( 3/1 ) und hätte das Renenn wohl auch gewinnen können – wenn nicht einiges an Pech noch dazu gekommen wäre. Denn obwohl Anthony Van Dyke sich beim einbiegen in die Zielgerade innen hervorragend positioniert hatte und im Begriff war, die Führenden zu übernehmen, wurde der Platz auf seiner gewählten Bahn plötzlich knapp und zu allem Überfluss stolperte Anthony Van Dyke dann auch noch – nicht so schwer, dass er stürzen würde, aber immer noch so schlimm, dass er einiges an Momentum verlor und sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben musste. Schade, da wäre eventuell deutlich mehr drin gewesen, ein europäischer Sieg war zum greifen nahe!

Nicht so allerings beim letzten Start im Jahr 2019 im Longines Hong Kong Vase, wo natürlich eine sehr hochklassige Konkurrenten auf Anthoyn Van Dyke warteten, der über die verlängerte Distanz von 1m4f gerade auf den letzten Metern viel vermissen lies, und den Anschluss an die Führenden immer mehr verlor, bis er gerade einmal als dritt letzter ins Ziel einlaufen konnte. Hong Kong und Co. sind für europäische Starter immer eine harte Nuss, und so war das eben auch für Anthony Van Dyke im Jahr 2019 ein Lehrstück.

Der machte danach eine ausgedehnte Pause, die auf Grund der Corona Epedemie ausgedehnter wurde als eigentlich beabsichtigt und erst im Juli beendet wurde. Zunächst startete Annthony Van Dyke im Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newmarket, wo er allerdings auch auf den vielversprechenden  Ghaiyyath traf, der nach einigen hervorragenden Rennen sogar als Favorit starten dürfte – und, wie man am Ende feststellen musste, auch völlig zu Recht, denn Ghaiyyath dominierte das Rennen vom Start bis zum Ende und gewann unangefochten. Anthony Van Dyke gab sich mitd em zweiten Platz zufrieden und machte sich auf zum Gruppe 2 Hardwicke Stakes in Ascot im Juni, wo er allerdings erneut auf Grund von Platzproblemen auf der Zielgerade schlechter abschnitt als erwartet worden war. Seine Form 2020 lässt noch ein wenig zu wünschen übrig und ich denke heute ist nicht die Zeit für ihn, dies zu ändern.

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen, und das nicht erst seitdem sie den Prix de l’Arc de Triomphe zwei Mal gewinnen konnte, denn heute wird sie versuchen, das King George zum dritten Mal zu gewinnen – innerhalb von vier Jahren! Es wäre ein historischer Erfolg, zum einen weil sie dann die erste Sechsjährige seit 1998 wäre, die das Rennen gewinnen kann, zum anderen konnte noch kein anderes Pferd das Rennen mehr als zwei Mal gewinnen! Und für ihren Jockey Franki Dettorie wäre es der siebte Sieg und damit würde er mit Lester Piggot in der ewigen Bestenliste gleichziehen! Für Enable wäre es gleichzeitig der elfte Gruppe 1 Sieg in ihrer Karriere!

Diese begann 2016 in Newcastle in einem Maidenrennen, welches Enable auch gleich mit über 3 Längen hatte gewinnen können, und danach ging es direkt in die nächste längere Pause bis zum April 2017, wo sie in ihrem Saisondebüt noch etwas grün hinter den Ohren war und am Ende „nur“ dritte wurde, im Mai 2017 ging es dann allerdings auch direkt in das erste Black Type Rennen in Form des Arkle Finance Cheshire Oaks, und mit dem Sieg in diesem Rennen begann der Durchmarsch von Enable, die in ihren folgenden 11 Rennen über die nächsten drei Jahre keine einzige Niederlage mehr einstecken sollte! So gewann sie in der Saison 2017 zunächst das Investec Oaks und setzte mit ihrem fünf Längen Sieg ein heftiges Ausrufezeichen, schließlich waren es auf den dritten in diesem Rennen gleich noch einmal 6 Längen mehr, und Enable hätte vermutlich sogar noch deutlich mehr aus sich herausholen können – dementsprechend war sie anschließend für das Darley Irish Oaks die klare Favoritin und bestätigte ihre Form mit einem weiteren mühelosen 5 Längen Sieg. Im Gruppe 1 King George VI And Queen Elizabeth Stakes in Ascot rechnete man dagegen gegen die ältere Konkurrenz mit mehr Widerstand, allerdings machte Enable 1f vor dem Ziel wieder alles klar und schüttelte die Verfolger mit ihrem Markenzeichen – einem starken Antritt und schnellem Tempowechsel – ab.

Dann folgte der Sieg im Darley Yorkshire Oaks, ein weiteres Group 1 Rennen der  British Champions Series, welches allerdings im Jahr 2017 schon fast nur ein Pflichtsieg für Enable war – die diesen mit einem Lauf von der Front am Ende problemlos mit sechs Längen Vorsprung gewann.

Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen im Jahr 2017 hintereinander schloss sie mit dem ersten Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, was natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen, die sie bisher bestritten hatte. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund rauf, sondern es ging auch zusätzlich noch gegen männliche Konkurrenz. Und nicht nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das waren schon einige schwierige Voraussetzungendenn  sowohl was das Gewicht als auch der weiche Untergrund waren nicht nur von Vorteil, so dass es im Vorfeld für die erst dreijährige Stute Enable nach einem durchaus schwierigen Unterfangen ausah. Schließlich dürfte sie lediglich 4 kg weniger Gewicht tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den Jahren zuvor immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen und auch Enable brillierte trotz der schweren Bedingungen, und umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hatte! An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen direkt die Austragung des Arc im nächsten Jahr ins Visier nahm und Enable so früh wie möglich für den Arc nominiert hatte und sie mit diesem Rennen im Sinn auch  das gesamte Jahr 2018 über trainiert hatte. Das hatte für die Fans allerdings den Nachteil, dass sie Enable das gesammte Jahr 2018 lediglich einmal zu Gesicht bekamen und ansonsten auf die wohl damals beste Stute der Welt verzichten mussten. Enable wurde als Vorbereitung gerade einmal Rennen vor dem Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gegönnt, und das war lediglich ein Gruppe 3 Rennen. Dafür gewann Enable das 188Bet September Stakes am Ende aber auch wieder ohne Probleme und sie hinterließ den Eindruck, dass sie druchaus gute Chancen haben sollte, den nächsten Sieg im Arc De Triomphe feiern zu können

Die Austragung 2018 war auf dem Papier um einiges als das Rennen im Jahr zuvor (welches Enable ja dominieren konnte) und es schien das einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute vermeiden wollten – trotzdem gewann Enable den Prix de l’Arc de Triomphe nur sehr knapp und fast wäre die Titelveitigung ins Auge gegangen. John Godsen sichert sich für seine Enable auch 2018 wieder die Dienste von Frankie Dettori, der sich natürlich nicht nehmen lässt einen historischen Ritt wie diesen zu absolvieren – und das Duo hatte schon merhfach in den letzten Jahren von sich Reden gemacht, und am Ende war es wohl auch den Fähigkeiten von Dettori zu verdanken, dass Enable gerade so gegen Sea Of Class bestehen konnte, der zur Ziellinie hin immer mehr Boden hatte gut machen können, gerade auf den letzten 100 Yards schmolz der Vorsprung von Enable immer weiter dahin und alle Supporter der klaren Favoritin kamen wohl ganz schön ins Schwitzen… Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können.

Und dies sollte nicht das einzige Rennen von Emable außerhalb der vertrauten britischen Verhältnissen bleiben, denn Enable machte die Reise über den großen Teich und begab sich zum Breeders Cup nach Churchill Downs, um im Breeders‘ Cup Turf zu starten. Die Amerikaner hatten zurecht beim Breeders‘ Cup Turf  große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten. Das spannende Finish des Breeders Cup Turf war rein europäisch und fast sah es aus, als ob Magical tatsächlich Enable ihre erste Niederlage seit Jahren zufügen könnte, aber Enable lief wie gewohnt bis zum letzten Meter stark auf und konnte somit einen weiteren Sieg in einem der stärksten Rennen der Welt verteidigen.

Enable und Magical sollten sich auch in den nächsten Jahren immer wieder aufeinander und jedes Mal war das Aufeinandertreffen ein Sieg für die Fans. Magical zwar im Sommer 2019 nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, welche in diesem Rennen  ihr Saisondebüt nach langer Pause feierte.

Enable lief wie gewohnt selbstbewusst auf, und 100m vor dem Ziel sah sie noch so stark aus, dass man denken konnte, dass sie hier einen einen weiteren Kantersieg würde einfahren können, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinande, aber dieses mal war es knapp! Der Sieg im Coral Eclipse war deutlich härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war , dann doch fest oben auf und man konnte den kleinen Lapsus vielleicht auch der längeren Pause zuschieben, denn im nächsten Start im King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes machten sich die Buchmacher und Fans keine Sorgen und buchten sie als kalre Favoritin noch und nöcher – so ganz glücklich waren die meisten mit ihrer Wahl am Ende wohl während des Rennens nicht, denn kurz vor dem Ziel schoss  Crystal Ocean heran und bedrängte Enable, die sich eigentlich schon einige Längen hatte absetzten können. Bei Einlauf über die Ziellinie betrug der Vorsprung allerdings nur noch einen Nacken, Enable schien unter Dettori aber auch nicht alles zu geben, um den hachdünnen Vorsprung noch weiter auszubaune. Konnte sie nicht oder war Dettori sich so sicher, dass er die Stute von sich aus nicht weiter antreiben wollte?

Wir werden es wohl nie erfahren, im nachfolgenden Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks jedenfalls dominierte Enable jedenfalls das kleine Feld nach Belieben und schlug Magical mit über 2 Längen, der 1 Furlong vor dem Ziel zunehmenden den Anschluss verlor und sich klar geschlagen geben musste. Das waren ideale Vorraussetzungen für einen weiteren Versuch im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, den Enable nun zum historischen dritten Mal gewinnen wollte. Die Fachpresse und die Fans standen hinter ihr und buchten Enable runter bis auf 1.5er Quote – und 2 Furlong vor dem Ziel swah es auch nach einem weiteren Sieg der Wunderstute aus, denn Enable übernahm die Führung und setzte sich ab, allerdings nahm der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Verfolgung auf und kam auf der Außenseite immer näher heran, um dann 100m vor dem Ziel Enable tatsächlich einzoholen. Es war ein Schock für die Fachwelt und natürlich für die,die Enable für diese Quote gebucht hatten – und Enable musste sich mit irher ersten Niederlage seit drei Jahren und 11 Rennen in die Winterpause verabschieden – die sie dann auch noch gleich mit der nächsten Niederlage beendete, als sie im Juli im Coral-Eclipse zurück kam und dem aufstrebenden  Ghaiyyath unterlag. Schon letztes Jahr kam sie allerdings nicht in Bestform aus der Winterpause zurück und sie könnte sich heute hier in deutlich besserer Form präsentieren.

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

2020 ist bisher eher eine Nullnummer für Japan, der hier ein sehr schweres Rennen vor sich hat

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.

 

Sovereign


Enable alleine gegen Ballydoyle

Pferdewetten News

Superstar-Stute Enable muss es wohl alleine mit einem dreiköpfigen Ballydoyle-Angriff aufnehmen, wenn sie am Samstag im Qipco King George VI & Queen Elizabeth in Ascot Geschichte schreiben will, nachdem Trainer John Gosden ihre Stallkameradin Fanny Logan für das prestigeträchtige Gruppe 1 Rennen so gut wie ausgeschlossen hat

Aidan O’Brien gab gestern Abend bekannt, dass er sowohl Japan als auch die beiden letztjährigen englischen und irischen Derby-Sieger Anthony Van Dyck und Sovereign in das Rennen leiten wird.

Magical – welcher mit einer 4: 1-Chance im King George gelistet war-  sowie Magic Wand und Sir Dragonet warten lieber auf den Tattersalls Gold Cup am Sonntag im Curragh

Fanny Logan, die mit 16: 1 für das Rennen bei den Buchmachern gelistet war, wird stattdessen im die Nassau Stakes in Goodwood antreten und Enable bleibt als eine von nur vier Läufern neben dem O’Brien-Trio in einer der kleinsten King George-Aufstellungen in der Geschichte des Rennens – und die reicht weit bis ins vorletzte Jahrhundert zurück! Aber dieses Jahr ist eben einiges anders, und auch die größten Gruppe 1 Rennen leiden unter der Corona Epedemie.

Gosden geht davon aus, dass der Liebling des britischen Rennsports diesen Monat in der Coral-Eclipse zum zweiten Mal nach Ghaiyyath fitter sein wird als bei ihrem Saisondebüt im letzten Monat, in der Enable „Nur“ einen zweiten Platz hatte erringen können. Der Trainer nennt ihr Alter als einen Faktor im Kampf in Vorbereitung der zweifachen King George-Siegerin auf ihr Saison-Debüt.

Er sagte: „Wir sind seit ihrem Saisondebüt im Eclipse mit Enables Arbeit am runden Galopp von Limekilns zufrieden. Sie hat heute Morgen auf dem Al Bahathri unter Frankie Dettori trainiert, der sehr zufrieden mit ihr war.“

 Ich habe  vor Sandown allen sehr klar gesagt, dass es  schwer war, sie fit zu halten, da sie jetzt eine sechsjährige Stute ist. Sie ist eine große, mächtige Lady und sicherlich nicht von der ordentlicheren, leichter gerahmten Art.

Sie lief sehr gut im Eclipse und das Rennen hatte den gewünschten Effekt, sie weiter nach vorne zu bringen. „

Sowohl Enable- als auch die Hardwicke Stakes-Gewinnerin Fanny Logan trainierten gestern Morgen im Galopp durch ihre Übungen, aber letztere wird voraussichtlich nächsten Donnerstag zum Nassau Stakes umgeleitet.

 Gosden fügte hinzu: „Sie ist ebenfalls in Ascot eingetragen, wird aber nächste Woche eher zu den Nassau Stakes in Goodwood fahren.“

 Enable könnte das erste Pferd der Geschichte werden, welches das King George dreimal gewinnt, und ist für diesen historischen Erfolg bei den meisten Firmen mit einer Quote von 4-7 eingetragen.

Die Vorzeichen sind gut, da der letzte Sechsjährige 1998 Swain war, der ebenfalls von Dettori geritten wurde, und der Italiener wird Lester Piggotts Rekord von sieben Siegen im Wettbewerb entsprechen, wenn sich das Paar als erfolgreich erweist.Die Tatsache, dass in diesem Jahr keine Dreijährigen bei Ascot antreten, ist nichts Neues, aber es stand auf dem Plan, sobald Gosden das Rennen abschloss.Er sagte: „Wir hatten viele King Georges zuvor nur auf älteren Pferden. Es ist daher unvermeidlich, mit dem Verlust von April und Mai die Dreijährigen und sowohl die Derby- als auch die Oaks-Sieger aus demselben Stall hervorzubringen , das würde immer ein kleines Feld sein. „


05.07.2020 – Sandown – Coral-Eclipse – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 Coral-Eclipse (Gruppe 1)

Alter: 3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut bis fest

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen, und das nicht erst seitdem sie den Prix de l’Arc de Triomphe zwei Mal gewinnen konnte, denn heute wird sie versuchen, das King George zum dritten Mal zu gewinnen – innerhalb von vier Jahren! Es wäre ein historischer Erfolg, zum einen weil sie dann die erste Sechsjährige seit 1998 wäre, die das Rennen gewinnen kann, zum anderen konnte noch kein anderes Pferd das Rennen mehr als zwei Mal gewinnen! Und für ihren Jockey Franki Dettorie wäre es der siebte Sieg und damit würde er mit Lester Piggot in der ewigen Bestenliste gleichziehen! Für Enable wäre es gleichzeitig der elfte Gruppe 1 Sieg in ihrer Karriere!

Diese begann 2016 in Newcastle in einem Maidenrennen, welches Enable auch gleich mit über 3 Längen hatte gewinnen können, und danach ging es direkt in die nächste längere Pause bis zum April 2017, wo sie in ihrem Saisondebüt noch etwas grün hinter den Ohren war und am Ende „nur“ dritte wurde, im Mai 2017 ging es dann allerdings auch direkt in das erste Black Type Rennen in Form des Arkle Finance Cheshire Oaks, und mit dem Sieg in diesem Rennen begann der Durchmarsch von Enable, die in ihren folgenden 11 Rennen über die nächsten drei Jahre keine einzige Niederlage mehr einstecken sollte! So gewann sie in der Saison 2017 zunächst das Investec Oaks und setzte mit ihrem fünf Längen Sieg ein heftiges Ausrufezeichen, schließlich waren es auf den dritten in diesem Rennen gleich noch einmal 6 Längen mehr, und Enable hätte vermutlich sogar noch deutlich mehr aus sich herausholen können – dementsprechend war sie anschließend für das Darley Irish Oaks die klare Favoritin und bestätigte ihre Form mit einem weiteren mühelosen 5 Längen Sieg. Im Gruppe 1 King George VI And Queen Elizabeth Stakes in Ascot rechnete man dagegen gegen die ältere Konkurrenz mit mehr Widerstand, allerdings machte Enable 1f vor dem Ziel wieder alles klar und schüttelte die Verfolger mit ihrem Markenzeichen – einem starken Antritt und schnellem Tempowechsel – ab.

Dann folgte der Sieg im Darley Yorkshire Oaks, ein weiteres Group 1 Rennen der  British Champions Series, welches allerdings im Jahr 2017 schon fast nur ein Pflichtsieg für Enable war – die diesen mit einem Lauf von der Front am Ende problemlos mit sechs Längen Vorsprung gewann.

Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen im Jahr 2017 hintereinander schloss sie mit dem ersten Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, was natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen, die sie bisher bestritten hatte. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund rauf, sondern es ging auch zusätzlich noch gegen männliche Konkurrenz. Und nicht nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das waren schon einige schwierige Voraussetzungendenn  sowohl was das Gewicht als auch der weiche Untergrund waren nicht nur von Vorteil, so dass es im Vorfeld für die erst dreijährige Stute Enable nach einem durchaus schwierigen Unterfangen ausah. Schließlich dürfte sie lediglich 4 kg weniger Gewicht tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den Jahren zuvor immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen und auch Enable brillierte trotz der schweren Bedingungen, und umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hatte! An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen direkt die Austragung des Arc im nächsten Jahr ins Visier nahm und Enable so früh wie möglich für den Arc nominiert hatte und sie mit diesem Rennen im Sinn auch  das gesamte Jahr 2018 über trainiert hatte. Das hatte für die Fans allerdings den Nachteil, dass sie Enable das gesammte Jahr 2018 lediglich einmal zu Gesicht bekamen und ansonsten auf die wohl damals beste Stute der Welt verzichten mussten. Enable wurde als Vorbereitung gerade einmal Rennen vor dem Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gegönnt, und das war lediglich ein Gruppe 3 Rennen. Dafür gewann Enable das 188Bet September Stakes am Ende aber auch wieder ohne Probleme und sie hinterließ den Eindruck, dass sie druchaus gute Chancen haben sollte, den nächsten Sieg im Arc De Triomphe feiern zu können

Die Austragung 2018 war auf dem Papier um einiges als das Rennen im Jahr zuvor (welches Enable ja dominieren konnte) und es schien das einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute vermeiden wollten – trotzdem gewann Enable den Prix de l’Arc de Triomphe nur sehr knapp und fast wäre die Titelveitigung ins Auge gegangen. John Godsen sichert sich für seine Enable auch 2018 wieder die Dienste von Frankie Dettori, der sich natürlich nicht nehmen lässt einen historischen Ritt wie diesen zu absolvieren – und das Duo hatte schon merhfach in den letzten Jahren von sich Reden gemacht, und am Ende war es wohl auch den Fähigkeiten von Dettori zu verdanken, dass Enable gerade so gegen Sea Of Class bestehen konnte, der zur Ziellinie hin immer mehr Boden hatte gut machen können, gerade auf den letzten 100 Yards schmolz der Vorsprung von Enable immer weiter dahin und alle Supporter der klaren Favoritin kamen wohl ganz schön ins Schwitzen… Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können.

Und dies sollte nicht das einzige Rennen von Emable außerhalb der vertrauten britischen Verhältnissen bleiben, denn Enable machte die Reise über den großen Teich und begab sich zum Breeders Cup nach Churchill Downs, um im Breeders‘ Cup Turf zu starten. Die Amerikaner hatten zurecht beim Breeders‘ Cup Turf  große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten. Das spannende Finish des Breeders Cup Turf war rein europäisch und fast sah es aus, als ob Magical tatsächlich Enable ihre erste Niederlage seit Jahren zufügen könnte, aber Enable lief wie gewohnt bis zum letzten Meter stark auf und konnte somit einen weiteren Sieg in einem der stärksten Rennen der Welt verteidigen.

Enable und Magical sollten sich auch in den nächsten Jahren immer wieder aufeinander und jedes Mal war das Aufeinandertreffen ein Sieg für die Fans. Magical zwar im Sommer 2019 nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, welche in diesem Rennen  ihr Saisondebüt nach langer Pause feierte.

Enable lief wie gewohnt selbstbewusst auf, und 100m vor dem Ziel sah sie noch so stark aus, dass man denken konnte, dass sie hier einen einen weiteren Kantersieg würde einfahren können, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinande, aber dieses mal war es knapp! Der Sieg im Coral Eclipse war deutlich härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war , dann doch fest oben auf und man konnte den kleinen Lapsus vielleicht auch der längeren Pause zuschieben, denn im nächsten Start im King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes machten sich die Buchmacher und Fans keine Sorgen und buchten sie als kalre Favoritin noch und nöcher – so ganz glücklich waren die meisten mit ihrer Wahl am Ende wohl während des Rennens nicht, denn kurz vor dem Ziel schoss  Crystal Ocean heran und bedrängte Enable, die sich eigentlich schon einige Längen hatte absetzten können. Bei Einlauf über die Ziellinie betrug der Vorsprung allerdings nur noch einen Nacken, Enable schien unter Dettori aber auch nicht alles zu geben, um den hachdünnen Vorsprung noch weiter auszubaune. Konnte sie nicht oder war Dettori sich so sicher, dass er die Stute von sich aus nicht weiter antreiben wollte?

Wir werden es wohl nie erfahren, im nachfolgenden Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks jedenfalls dominierte Enable jedenfalls das kleine Feld nach Belieben und schlug Magical mit über 2 Längen, der 1 Furlong vor dem Ziel zunehmenden den Anschluss verlor und sich klar geschlagen geben musste. Das waren ideale Vorraussetzungen für einen weiteren Versuch im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, den Enable nun zum historischen dritten Mal gewinnen wollte. Die Fachpresse und die Fans standen hinter ihr und buchten Enable runter bis auf 1.5er Quote – und 2 Furlong vor dem Ziel swah es auch nach einem weiteren Sieg der Wunderstute aus, denn Enable übernahm die Führung und setzte sich ab, allerdings nahm der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Verfolgung auf und kam auf der Außenseite immer näher heran, um dann 100m vor dem Ziel Enable tatsächlich einzoholen. Es war ein Schock für die Fachwelt und natürlich für die,die Enable für diese Quote gebucht hatten – und Enable musste sich mit irher ersten Niederlage seit drei Jahren und 11 Rennen in die Winterpause verabschieden – die sie heute beenden wird.

Sie hat einige sehr interessante Konkurrenz gegen sich, nicht zuletzt Ghaiyyath, der vor kurzem im Coronation Cup Anthony Van Dyke auf die Bretter schickte. Wenn Enable fit ist, sollte sie allerdings die Neiderlage aus dem Arc vergessen machen können.

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause im Mai 2019 geschehen sollte

So ein richtig glückliches Händchen hatte Ryan Moore mit Japan allerdings nicht, denn dieser kam im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen. Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nach Kampf mit viel Herz und Schweiß mit einem soliden dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen. Scheint als ob Ryan Moore zu dieser Zeit den falschen Riecher gehabt hätte…

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das wieder vereinte Due Jpan / Ryan Moore Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. Knapper als gedacht, aber Gruppe 1 Sieg ist Gruppe 1Sieg, haben sich wohl auch Trainer und Jockey gedacht und mit dem frisch gekürten Gruppe 1 Sieger das nächste Rennen anvisiert  – in Form des Gruppe 1 Qatar Prix de l’Arc de Triomphe. Realistisch hatte Japan und sein Trainer Aiden O’Brien in diesem Rennen nicht den Sieg vor Augen, dafür saß mit Enable die Favoritin viel zu fest im Sattel. Das Rennen endete allerdings mit einem ziemlichen Schock, denn die haushohe Favoritin schwächelte zum ersten Mal seit 3 Jahren und verpasste den historischen dritten Sieg im Arc De Triomphe, stattdessen dürften sich die deutschen Fans freuen, denn mit Walgeist triumphierte ein in deutschland gezüchtetes Rennpferd in einem der wichtigsten Rennen in Europa.

Japan beendete das Rennen auf einem sehr guten vierten Platz und verabschiedete sich danach in die Winterpause, die durch Corona unfreiwillig verlängert wurde, und Japan feierte im Prince Of Wales’s Stakes auf Gruppe 1 Niveau sein Saisondebüt, welches er mit einem ziemlich enttäuschenden vierten Platz abschließen musste. Das hier ist alles andere als einfach für Japan, der sich erneut gegen einige sehr gut eKonkurrenten beweisen muss.

Ghaiyyath: Der Dubawi Sohn wird von Charlie Appelby trainiert und machte im September 2017 sein Debüt in Doncatser, wo er immerhin auf Anhieb einen dritten Platz belegen konnte. Noch im selben Monat gewann Ghaiyyath dann allerdings sein Maidenrennen in Newmarket, und das mit beeindruckenden fünf Längen. Kein Wunder also, dass es für ihn auch direkt in die Gruppenebene hoch ging und er – wieder in Newmarket – im Masar Godolphin Autumn Stakes startete. Zwar konnte er sich trotz guter Vorzeichen nicht die Rolle des Favoriten sichern, diese blieb dem Starter von John Godsen, Bear Slam, vorbehalten, aber wen interessiert das Geplänkel vor den Rennen, wenn am Ende der Sieg für Ghaiyyath steht. Mit knapp 1.5 Längen konnte er sie ggen Dream Today durchsetzen, William Buick überließ allerdings nichts dem Zufall und trieb sein rennpferd bis zum Ende hart an, so dass die Zeit von  1m 35.92 über die Meile dem enstprach, was Ghaiyyath zu dieser Zeit leisten konnte. Damit war das Jahr 2017 sher aufschlussreich und sehr erfolgreich für Ghaiyyath gewesen, der sich mit einem ersten Gruppensieg in die Winterpause verabschiedete.

Das Jahr 2018 verlief allerdings nucht ganz nach Plan, konnte Gayyath doch nur ein einziges Rennen, und das auch noch in Frankreich im September – nach der kompletten Classic Saison in England, die Ghayyath komplett ausließ – mit allen ehren, die dort auf ihn gewarten haben könnten! Bedenkt man, dass Ghayyath trotz der langen Pause am Ende das Gruppe 3 Prix du Prince d’Orange in Longchamp mit drei Längen Vorsprung gewinnen konnte, muss mann die verpassten Chancen für Charlie Appelpy in dieser Saison wirklich bedauern, was wäre da vielleicht alles möglich gewesen!

So blieb das Hoffen auf die Saison 2019, und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht! Gleich zu beginn der neuen Saison blieb Gyhattah zunächst in Frankreich und startete im Prix du Prince d’Orange, welchen er als klarer Favorit souverän gewinnen konnte – zunächst setzte sich Ghaiyyath gut fünf Längen als Front Runner vor den Rest des Feldes, dann kam das Feld aber immer weiter an ihn heran und William Buick musste hart arbeiten, um seinen Vorsprung nicht komplett einschmelzen zu lassen. Am Ende blieb ein Vorsprung von knapp über einer Länge, aber so wie Ghaiyyath dem Feld davon gezogen war, hätte man von einem dominanterem Rennen ausgehen können. Aber Sieg ist Sieg, und nach dem Warmmacher nach der langen Pause ging es für Ghaiyyath in den Gruppe 1 Prix Ganay, den er als hauhsoher Favorit – überraschend verlor! Study Of Man, der spätere Zweitplatzierte, lies es sich nicht nehmen und forderte Ghaiyyath um die Führung heraus, was beide so viel energie kostete, dass Waldgeist, der die beiden vor sich gewähren lies, 1 Furlong vor dem Ziel mit seinem Angriff locker an den beiden vorbeisprintete und am Ende einen ungefährdeten vier Längen Sieg feiern konnte.

Ghaiyyath ging nach den Rennen in Frankreich nach Deutschland, um am 147ten Longines Grosser Preis von Baden teilzunehmen. Dieses Mal hatte er aus seiner Niederlage gelernt und überließ anderen die Führung, stattdessen wartete er wie das Rennen sich entwickelte und übernahm nach ca einem Viertel der Distanz die Führung, um diese dann 2 Furlong vor dem Ziel konsequent weiter auszubauen. Gerade der Sprint zum Ziel war immens beeindruckend gewesen und William Bucik konnte es sich leisten, Ghaiyyath vor dem Ziel zurück zu nehmen und trotzdem einen 14 Längen Sieg zu feiern.

Diese Leistung lies auf das erneute Duell mit Waldgeist im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe hoffen, bei dem er gleichzeitig noch gegen Enable ran musste. Warum ich Waldgeist trotzdem zuerst nenne? Nun, wie wir alle wissen überraschte der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Fachpresse und wies die Wunderstute Enable bei ihrem Versuch das dritte mal den Arc zu gewinnen in ihre Schranken und gewann das Rennen mit starkem Schlusssprint am Ende mit gut einer Länge! Ghayyath gefiel das Rennen hingegen gar nicht, und der Versuch die Führung bis zum Ziel zu tragen scheiterte kläglich.

Wieder ging es in die Winterpause, und wieder kehrte Ghaiyyath stärker als zuvpr zurück, als er im Feburar in Meydan das Gruppe 3 Dubai Millennium Stakes Sponsored By Jaguar mit gut und gerne 8 Längen Vorsrpung gewinnen konnte. Das Ziel war natürlich eigentlich das Dubai World Cup Festival, welches Ghaiyyath allerdings verpassen musste, und das nicht nur wegen der aufziehenden Corona Epedemie.

Stattdessen kam er in Newmarket im Juni zurück zum Renngeschehen, als er im Gruppe 1 Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes startete – wie zu erwarten als klarer Favorit. Scheinbar konnte Ghaiyyath das Rennen kaum erwarten, denn er ging deutlich zu energisch an die Sache heran und bescherte William Buick alle Mühe, ihn zu bändigen. Das gelang dem Profi Jockey aber natürlich und Ghaiyyath fügte sich in die Rolle des Front Runners, der nach nur 4f wie schon so oft weit vor dem eigentlich Feld vor sich hinlief. Der Vorsprung wurde zum Ziel etwas knapper, aber Ghaiyyath behielt die Kontrolle über das Rennen und füte einen weiteren Gruppe 2 Sieg seinem Repertoire hinzu. Das heute gegen Enable wird allerdings seine bisher härteste Herausforderung

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie bisher in ihrer Saison 2019 einfach nicht in Form kommen wollte, denn auch bei ihrem Wechsel nach England zum Prince Of Wales Stakes wollte keine Verbesserung der Form mehr eintreten. Allerdings war der Lauf nicht so schlecht wie der sechste Platz vermuten lässt und es war eine Frage der Zeit, bis die japanische The Shuka Sho Siegerin wieder in Form kommen  würde- und die sehr lange Gerade beim Zieleinlauf beim Qatar Nassau Stakes tat ihr übriges, um ihr einen Formschub zu geben und sie das erste Mal sei Oktober 2018 im Fuchu Himba Stakes wieder als Erste durchs Ziel laufen zu sehen.

Der Zieleinlauf danach beim Irisch Champions Stakes war allerdings ein wenig kürzer ausgelegt und damit nicht ideal für Deidre, die auf Grund ihrer Form bisher natrülich nicht in der Erwartung stand, dass sie an ihren letzten Sieg anknüpfen könnte, und so war es am Ende die Favoritin Magical die das Rennen gewann und Deidre musste sich mit drei Längen Rückstand und einem vierten Platz zufrieden geben. Im nachfolgenden Qipco Champion Stakes, einem Teil der British Champions Middle Distance Serie, gab es fast ein Deja Vu – wieder unterlag Deidre Magical mit drei Längen, wieder belegte sie einen ausbezahlten Platz, dieses Mal allerdings den dritten Platz, den sie sich sprichwörtlich auf der Linie erkämpfte.

Gute Leistungen von Deidre, die danach England erst einmal den Rücken zukehrte und nach Sha Tin ging, wo sie ja schon einige Jahre zuvor gute Leistungen gezeigt hatte – dieses Mal versuchte sie sich im Longines Hong Kong Vase, und wieder überraschte sie mit einem vierten Platz, dieses Mal knapp vier Längen hinte rdem Sieger Glory Vase. Zwar rollte Deidre das Feld auf der Zielegraden von hinten auf, hatte aber nicht die Geschwindigkeit um die Favoriten noch einzuholen – trotzdem, gute Leistung und das vierte Mal in Folge Preisgeld in nicht unerheblicher Menge eingestrichen!

Den Start im Mohamed Yousuf Naghi Motors Cup im Januar in Riyadh beendete Deidre mit einem sehr guten zweiten Platz, und so wie sie im Moment drauf ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Deidre auch nach der kleinen Pause bis jetzt nicht auf einen der ausbezahlten Plätze vorsprintet.

 

 


Frankie Dettori über den Ascot Quipco Champion Tag

Pferdewetten News

Frankie Dettori hat sich mal wieder in seinem Blog auf Ladbrokes zu seinen anstehenden Ritten beim Qipco Champions Day geäußert.

 

Natürlich hörren da auch die Bookies genau hin, denn Dettori plant für seinen Tag beim Qipco Champions Day einige Ritte und wird sicher bei den Fans sehr beliebt sein – nicht zuletzt auch auch beim Ritt auf Lord North im Balmoral Handicap

Nun hat sich der Champion Jockey also an die Tastatur gesetzt und warnt seine Anhänger vor Lord North, dem 4: 1-Favoriten im Balmoral Handicap.

 

Die Layer unter den Wettern haben in den einschlägigen Foren und Blogs bereits im Vorfeld Bedenken geäußert, dass der Frankie-Faktor am Samstag die übrigen Wetter über die gesamte Ascot-Karte hinweg dazu verführt, auf zu geringe Quoten zu setzten und dem Jockey und seiner „Magie“ vielleicht ein bisschen zu viel zuzutrauen. Tatsächlich, wenn man sich die gebuchten Ritte von Dettori am Samstag genau ansieht, ist nicht jeder der wahrscheinlichen vier Favoriten komplett gerechtfertigt

In seinem Ladbrokes-Blog sagte Dettori: „Lord North ist ein wunderbares, sich stetig verbesserndes Pferd, aber ich bin nicht mit der besten Auslosung für den Draw gesegnet. Er hat Stall 20 von 20 gezogen.“

 

Dettori geht weiter ins Detail und erklärt, dass er mit dem hohen Draw alles andere als zufrieden ist und sich eine bessere Auslosung gewünscht hätte. Dem Cambridgeshire Sieger Lord North traut Dettori zwar viel zu, der weit außen liegende Draw sei ein klarer Nachteil und historisch hätten die niedrigen Auslosungen der Ställe dominiert.

Frankie führte weiter aus: „In der Vergangenheit haben die niedrigen Draws bei den Handicaps besser abgeschnitten, daher muss ich einen Weg finden, um mich ins Rennen einzubringen. Ich bin zuversichtlich was sein Können anbelangt, aber ich bin mit dem Draw nicht sehr zufrieden.“

 

Aber da wären ja auch noch die von Dettori gerittenen Favoriten Stradivarius, Star Catcher und Advertise, die die Märkte in ihren jeweiligen Wettbewerben anführen und Abseits davon steigt Frankie auch noch auf die nicht minder berühmten Läufer King Of Comedy und Coronet. Selbst wenn seine Chancen mit Lord North also von seinem weit außen liegenden Startplatz ein wenig verringert wurden, dürfte es trotzdem ein recht erfolgreicher Tag für den Star Jockey werden.

 

Bei der Gelegenheit hat man Frankie Dettori natürlich auch noch auf die Neuigkeiten angesprochen, dass die Wunderstute Enable auch nach ihrer schmerzhaften Niederlage beim Arc De Triomphe im Alter von 6 Jahren weiter im Training bleiben wird – was bei dem Potential und dem Verletzungsrisiko in den Rennen alles andere als klar ist –was auch Frankei gleich auf die Tagesordnung setzte:

 

„Es ist erstaunlich, dass Enable im Training bleibt“, sagte er. „Ich habe Paris mit einem sauren Geschmack verlassen, aber sie für ein weiteres Jahr zurück zu haben, macht mich so glücklich und nicht nur mich – auch das Rennpublikum. Sie ist eine Meisterin und wir werden es erneut versuchen.“

„Offensichtlich ist der Arc das Hauptziel in der nächsten Saison. Ich weiß nicht, wohin sie noch gehen wird, aber nur zu wissen, dass sie im Training bleibt, ist gewaltig.“

 

Was soll man da noch sagen? Jeder im Rennsport ist überglücklich, dass Enable im Rennsport bleibt! Wir umso mehr, und wir trauen es Enable natürlich locker zu, auch im nächsten Jahr beim Arc wieder ganz vorne mit dabei zu sein und als Favoritin aufzulaufen. Dass ihr Waldgeist dieses Jahr den Rang abgelaufen hat und sich gegen die Wunderstute hatte durchsetzen können – geschenkt, schließlich hat sie nun nächstes Jahr die Chance auf einen dritten Sieg bei dem größten Rennen in Frankreich!

 


22.08.2019 – York – Darley Yorkshire Oaks – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 Darley Yorkshire Oaks – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.385 m  |  Preisgeld: 425.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut
War das knapp für Enable in ihrem letzten Rennen! Enable lief im King George VI & QE auf und galt als unschlagbare Favoritin, allerdings hatte sie die Rechnung ohne Crystal Ocean gemacht, der an der Front  eine hervorragende Figur abgab und das Tempo nach belieben setzten dürfte – was am Ende dazu führte, dass er einige Längen Vorsprung mit in die Zielgerade nahm und dort der klaren Favoritin fast den Tag verdarb. Enable sollte eigentlich an ihm locker vorbeiziehen, tat sich aber extrem schwer den Frontrunner einzusammeln. Crystal Ocean hätte ihr fast die erste Niederlage seit langer Zeit zufügen können und es wird sehr spannend werden, in welcher Form sich Enable vor ihrem historischen Versuch zeigt, den Arc De Triomphe ein drittes Mal zu gewinnen.
Es gibt aber kaum einen Zweifel daran, dass Enable das Rennen hier gewinnen wird.

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen,  Hat die vierjährige doch bisher nur eines ihrer Rennen überhaupt verloren und sich dabei letztes Jahr ein eigenes schwierigsten Europa versucht, unter anderem hat sie den den Breeders‘ Cup Turf  und den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen können und sich damit klar als die beste europäische Stute seit langem etabliert.  Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen letztes Jahr hintereinander schloss sie mit dem Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, Wobei wir ihr den Sieg zwar zugetraut haben allerdings war die Quote derart gering, dass man sie mit viel Vertrauen hatte bitten müssen um eine größere Summe auf sie zu sitzen. Dem Vertrauen wurde sie aber auch durchaus gerecht, denn selbst Order Of St George hatte am Ende keine Chance gegen sie und in Enable gewann wie schon gesagt mit deutlichem Abstand und unangefochten ging eine Konkurrenz die auf dem Papier eigentlich hätte härter sein müssen als alles was ihr sonst so bisher unter die Hufe gekommen war.  Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen sie gleich wieder für das Arc nominiert hat und sie mit diesem Rennen im Sinn das gesamte Jahr über trainiert hat. Die Austragung dieses Jahr sieht auf dem Papier  um einiges leichter aus als das Rennen im letzten Jahr und es scheint einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute  vermeiden wollen.

John Godsen sichert sich für seine Enable wieder die Dienste von Frankie Dettori, und das Duo hat letztes Jahr definitiv von sich reden gemacht.
Nach einem Debütsieg im Jahr 2016 in Newcastle und einem zweiten Platz danach in Newbury ging es für Enable in die Winterpause und man kann sich nicht ganz vorstellen, dass das Debüt im Mai genauso geplant gewesen war, wie es sich im Endeffekt abgespielt hat., obwohl es für eine so talentierte Stute ungewöhnlich ist, die Guineas Rennen zu verpassen.

Enable startete stattdessen im Cheshire Oaks in Chester und verpasste damit alle Classics der Saison bis dato, was wie gesagt für ein so talentiertes Pferde sehr ungewöhnlich ist und einige Fragen bezüglich ihrer Vorbereitung offen ließ.
Erst im Gruppe 1 Epsom Oaks traf sie auf Konkurrenten wie Rhododendron oder Sobetsu, die ihren ersten wirklichen Test darstellten. Sie hatte im Vorfeld eine Menge Lob bekommen und startete als eine der Favoritinnen für das Rennen, und diesen Vorschusslorbeeren wurde sie auch im vollen Umfang gerecht. Gegen die beiden hoch gehandelten Konkurrentinnen trat sie also mit dem Hype im Rücken an und sie konnte das Feld mit einem dominanten Lauf und über fünf Längen Vorsprung auf die Bretter schickte.
Auf weichem Untergrund hatte Frankie sie während dem Rennen auf der dritten Position geparkt und sie hatte relativ viel Ruhe während des Rennens, ohne Druck von anderen Pferden neben sich. Pocketfullofdreams setzte ein ziemlich hartes Tempo und Rhododenron und Enable kamen beide auf der Zielgeraden an die erschöpfte Front Runnerin heran und lieferten sich ein hartes Duell bis ca. 100 Meter vor dem Ziel, wo Enable die Führung übernahm und die Favoritin Rhododendron sicher hinter sich lassen konnte.
Mit ihrem nächsten Start im Gruppe 1 Irish Oaks ließen sich die wirklichen guten Konkurrentinnen wie Rhododendron nicht blicken und Enable startete zu Recht als haushohe Favoritin. Dieses Mal besetzte sie einen zweiten Platz während des Rennens und hatte wieder keinen Druck, ließ man der führenden Bengala doch ein paar Längen Vorsprung und Bean Fasa lief einen Meter hinter ihr. Enable gab dann beim Einlaufen in die Zielgerade Gas und setzte sich vom Feld ab. Rain Goddess gab ihr kurzzeitig noch etwas zu tun, aber Enable war viel zu gut um irgendwelche Probleme mit dem Feld zu haben, welches aber auch nicht so stark besetzt war.
Enable machte in ihrem nächsten Rennen einen gehörigen Schritt nach oben, was die Klasse des Rennens anbelangt, lief sie doch im Gruppe 1 King Goerge VI & Queen Elisabeth Stakes gegen die männliche Konkurrenz und noch dazu gegen Konkurrenten, die deutlich älter waren als sie. Trotzdem dominierte sie die mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Ulysses, Higland Reel und Idaho mit Leichtigkeit und hatte am Ende der Zielgerade 4.5 Längen Vorsprung herausgeholt.

Danach ging es für sie nach York zum Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m und sie setzte sie selber bequemdas Tempo vor der Verfolgerin Queen’s Trust, während Coronet Probleme hatte sich an die dritte Position zu gewöhnen. Enable zog dann auf der Zielgeraden wie gewohnt das Tempo an und lies den anderen Stuten keine Chance mehr an sie heranzukommen.

Nach diesen Herausforderung ging es dann nach Frankreich zum Arc de Triomphe Der natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen die sie bisher bestritten hat. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 not Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund, sondern es ging auch gegen männliche Konkurrenz, ob ich nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das unter schwierigen Voraussetzungen sowohl was das Gewicht als auch was den weichen Untergrund anbelangt  sons Vorfeld für die erst dreijährige Stute nach einem durch aus schwierigen Unterfangen aus. schließlich lediglich 4 kg weniger Gewicht zu tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den letzten Jahre immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen allerdings eine recht gute Bilanz ziehen müssen wie sich ein Enable dieses Jahr schlägt. Umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hat

https://m.youtube.com/watch?v=k2JALb9-XSY

Enable kann wenn sie will, als Pacesetterin  fungieren, muss wie sie zuletzt gezeigt hat, aber auch nicht diese Position einnehmen. Letztes Jahr hat sich hinter den führenden, lief ein wenig unrund jedenfalls wenn man die Bewegungen von Frankie Dettori am Anfang betrachtet, fand aber wunderbar ins Rennen, nahn Maß auf der Zielgeraden und überholte die führenden Pferde in der Mitte der Bahn mit augenscheinlicher Leichtigkeit.

An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff wurde von die Tori geritten, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100 m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Enable scheint gesund und fit zu sein und hat ihren Titel im Arc locker verteidigen können

Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können. Die Amerikaner hatten damit beim Breeders‘ Cup Turf  in Churchill Downs im November zu Recht große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten

Magical hat in diesem Sommer allerdings nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, die 100m vor dem Ziel noch so lief, dass man denken konnte, dass sie einen Kantersieg einfahren würde, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinander ausbauen konnte. Der Sieg im Coral Eclipse war etwas härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war Enable dann doch fest oben auf

Dann kam allerdings ein Lauf, der die Form von Enable ein wenig eintrübte. Enable lief im Gruppe 1 King George VI & QE auf und hätte das Rennen wohl locker gewinnen sollen, aber Crystal Ocean nahm es an sich das Tempo zu setzen und lies die Favoritin ganz schön schwitzen.

Mit einem kleinen Tempowechsel und freier Bahn an der Front des Feldes hatte Crystal Ocean einige Längen auf die Favoritin gut gemacht und Enable hatte dieses Mal nicht die Kraftu um sich locker an dem Front Runner vorbei zu kämpfen. Die beiden liefen Kopf an Kopf und beinahe hätte der Front Runner mit seinem gewohnt guten Kampf es geschafft, die weltweit beste Stute hinter sich zu halten.

Enable gewann das Rennen, wenn auch nur knapp, und hier wird sie zeigen müssen, dass sie nichts an ihrer Form verloren hat. Die Chancen stehen aber gut, wie immer

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

Lah Ti Dar: Die Dubawi Tochter von Trainer John Godsen ist auf Gruppe 1 Ebene bisher immer ein bisschen zu kurz gekommen und konnte sich in ihren Versuchen auf der höchste Ebene nie in ihrer Bestform präsentieren.

Ihre Karriere begann sie in Newbury in einem Maidenrennen über 2012m und so wie sie ihr erstes Rennen bestritt, konnte man klar davon ausgehen, dass sie etwas besonderes sei würde. Arendelle übernahm die Führung und zog dem Feld davon, fiel aber 2f vor dem Ziel wieder zurück zum Feld und La Ti Dar zog neben ihr heran. Frankie Dettori gab das „Go“ auf der Stute und diese befolgte seine Wünsche mit einem massiven Schlusssprint, der sie sechs Längen vor das Feld brachte – und danach machte Lah Ti Dar in Black Type Rennen gleich so weiter.

So gewann sie das Tweenhills Pretty Polly Stakes mit über 3 Längen Vorsprung und schickte damit einige andere vielversprechende Stuten in das Tal der Tränen, denn keine der anderen Teilnehmerinnen hatte eine Chance an Lah Ti Dar noch heranzukommen. So erging im August 2018 auch den Teilnehmerinnen des Sir Henry Cecil Galtres Stakes über 2385m, als Lah Ti Dar das Feld mit gut 10 Längen Vorsprung deklassierte. Ein bisschen bittersüß war der Sieg von Lah Ti Dar, die in diese Jahr alle Classics verpassen musste und so ihre lockeren Siege zwar ausgiebig feiern konnte, aber man fragte sich trotzdem: Was wäre gewesen wenn Lah Ti Dar im Oaks gelaufen wäre?

In den Gruppe 1 Rennen, in denen sie aufgelaufen ist, konnte sie bisher jedenfalls nicht gewinnen, was aber nicht bedeutet, dass sie dort ein schlechtes Rennen gelaufen wäre!

Im St Leger Stakes in Doncaster etwa über die extreme Distanz von 2992 m lief Lah Ti Dar ein hervorragendes Rennen, konnte aber eben nicht mehr ganz den Rückstand auf Kew Gardens gut machen, war aber weit vor dem Drtten Southern France, der keine Chance hatte an die beiden vorderen noch dran zu kommen.

Auch im Gruppe 1 British Fillies & Mares Stakes war Lah Ti  Dar im Oktober 2018 im ersten Pulk mit dabei und verpasste den Sieg auf dem dritten Platz mit 1.75 Längen nur denkbar knapp. Nach der Winterpause kam Lah Ti Dar mit einem hart erkämpften Sieg gegen Rawadaa zurück und feiert damit ihren ersten Gruppensieg über 2063m, schaffe es aber nicht über 400m mehr Distanz im Gruppe 1 Investec Coronation Cup die Form aufrecht zu erhalten

Aber nicht jeder Galopper mag den Kurs in Epsom und sie hat sich im Gruppe 1 Grand Prix de Saint-Cloud hervorragend geschlagen, denn sie war neben Coroenet und Ziyad die einzige, die um den Sieg mitkämpfen konnte und ging als Dritte mit nur einer halben Länge Rückstand ins Ziel. Das war eine sehr solide Leistung, die hier in dem kleinen Feld den Kampf um den zweiten Platz eröffnet

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, aber hatte Magical davor recht gut im Griff. Die Kräfteverhältnisse scheinen klar geregelt.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.


27.07.2019 -Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:40 King George VI & QE – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.406 m  |  Preisgeld: 1.250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest

Beim Coral Eclipse setzte Hunting Horn das Tempo für Enable, und da der Pace Setter auch heute wieder mit von der Partie ist, stehen die Chancen sehr gut, dass die Wunderstute Enable auch heute wieder das selbe Szenario vorfindet. Enable und Crystal Ocean haben nun beide in ihrem letzten Rennen jeweils gegen Magical bestehen können und das ist auf dem Papier eine spannende Angelegenheit zwischen den beiden – in Realität gehe ich aber von einem lockeren Sieg von Enable aus, die hier kein Problem mit der Konkurrenz haben sollte!

Die Pferde im Einzelnen vorgestellt:

Anthony Van Dyke: Der  Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien begann seine Karriere im Jahr 2018 und hat sich wie so viele der gut gezüchteten Galopper in der Obhut von Aiden O’Brien hervorragend entwickelt.

Dabei war sein erster Lauf im Irish EBF Maiden noch gar nicht so richtig vielversprechend, vielmehr zeigte Anthony Van Dyke noch eine starke Unerfahrenheit und musste sich erst einmal an die Rennen und die harte Konkurrenz auf der Rennstrecke gewöhnen. Das tat Anthony Van Dyke ar relativ schnell und konnte schon im nächsten Rennen nur zwei Wochen später einen beeindruckenden Sieg im Irish Stallion Race in Killarney feiern, gefolgt von einem Sieg im Gruppe 3 Tyros Stakes der nicht minder beeindruckend gewesen war. Es folgte ein Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Galileo Futurity Stakes, auf diesem höheren Niveau hatte Anthony Van Dyke dann aber sehr hart arbeiten müssen, um am Ende als Sieger hervorgehen zu können (4:50)

Auf noch höherem Niveau einen Monat später im September 2019 kam dann die Siegesserie von Anthony Van Dyke zum erliegen, als er im Goffs National Stakes dem anderen Favoriten Quorto unterlag. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell, mit Anthony Van Dyk an der Innenbahn und Quorto an seiner Seite in der Mitte Bahn. Beide Jockeys haben alles gegeben aber am Ende musst sich Ryan Moore und Anthony Van Dyke dann doch geschlagen geben.

Wesentlich deutlicher musste sich Antony Van Dyke dann im Dewhurst Stakes und dem Breeders Cup Juvenile Turf geschlagen geben, in beiden stark besetzten Rennen konnte Anthony Van Dyke nicht mit den besten seines Jahrganges mithalten und blieb damit in seiner ersten Saison als 2Yo leicht hinter den Erwartungen zurück.

Bei seinem Anlauf im nächsten Jahr bei den Classics für die Dreijährigen begann er mit einem sehr starken Lauf im RaceBets Derby Trial Stakes und artikulierte damit seinen Anspruch auf die Krone beim großen Rennen in Epsom einen Monat später. Und was für ein Lauf das war! Anthony Van Dyke hielt sich hinter den Führenden in Mittelfeld, hatte dann aber das Pech dass ihm die anderen Pferde vorausliefen und er nicht mit ihnen zum Schlussssprint ansetzen konnte, sondern sich vielmehr mühsam seine Lücke suchen musste, als die Endphase des Rennens schon voll im Gang war. Dann fand er aber das Innengländer, während Madhmoon und Broone in der Mitte der Bahn liefen. Ryan Moore holte aus Anthony Van Dyke einen unglaublichen Schlusssprint heraus und gewann dann auch verdient das wichtigste Rennen für die 3yo.

Eigentlich war damit dann schon alles klar für das Irish Derby am Ende des selben Monats, aber der krasse Außenseiter Sovereign hatte etwas dagegen Anthony Van Dyke das Doppel der Derbys zu überlassen und übernahm es das Feld über die Distanz zu führen. Man erwartete, dass der Außenseiter an der Front irgendwann einbrechen würde – tat er aber nicht und zig stattdessen am Ende sechs Längen vor den Verfolgern davon – eine sehr sehr beeindruckende Leistung!!

Für Anthony Van Dyke wird es trotz des Derby Sieges hier gegen die älteren Konkurrenten sehr sehr schwer!

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen,  Hat die vierjährige doch bisher nur eines ihrer Rennen überhaupt verloren und sich dabei letztes Jahr ein eigenes schwierigsten Europa versucht, unter anderem hat sie den den Breeders‘ Cup Turf  und den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen können und sich damit klar als die beste europäische Stute seit langem etabliert.  Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen letztes Jahr hintereinander schloss sie mit dem Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, Wobei wir ihr den Sieg zwar zugetraut haben allerdings war die Quote derart gering, dass man sie mit viel Vertrauen hatte bitten müssen um eine größere Summe auf sie zu sitzen. Dem Vertrauen wurde sie aber auch durchaus gerecht, denn selbst Order Of St George hatte am Ende keine Chance gegen sie und in Enable gewann wie schon gesagt mit deutlichem Abstand und unangefochten ging eine Konkurrenz die auf dem Papier eigentlich hätte härter sein müssen als alles was ihr sonst so bisher unter die Hufe gekommen war.  Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen sie gleich wieder für das Arc nominiert hat und sie mit diesem Rennen im Sinn das gesamte Jahr über trainiert hat. Die Austragung dieses Jahr sieht auf dem Papier  um einiges leichter aus als das Rennen im letzten Jahr und es scheint einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstunde  vermeiden wollen.

John Godsen sichert sich für seine Enable wieder die Dienste von Frankie Dettori, und das Duo hat letztes Jahr definitiv von sich reden gemacht.
Nach einem Debütsieg im Jahr 2016 in Newcastle und einem zweiten Platz danach in Newbury ging es für Enable in die Winterpause und man kann sich nicht ganz vorstellen, dass das Debüt im Mai genauso geplant gewesen war, wie es sich im Endeffekt abgespielt hat., obwohl es für eine so talentierte Stute ungewöhnlich ist, die Guineas Rennen zu verpassen.

Enable startete stattdessen im Cheshire Oaks in Chester und verpasste damit alle Classics der Saison bis dato, was wie gesagt für ein so talentiertes Pferde sehr ungewöhnlich ist und einige Fragen bezüglich ihrer Vorbereitung offen ließ.
Erst im Gruppe 1 Epsom Oaks traf sie auf Konkurrenten wie Rhododendron oder Sobetsu, die ihren ersten wirklichen Test darstellten. Sie hatte im Vorfeld eine Menge Lob bekommen und startete als eine der Favoritinnen für das Rennen, und diesen Vorschusslorbeeren wurde sie auch im vollen Umfang gerecht. Gegen die beiden hoch gehandelten Konkurrentinnen trat sie also mit dem Hype im Rücken an und sie konnte das Feld mit einem dominanten Lauf und über fünf Längen Vorsprung auf die Bretter schickte.
Auf weichem Untergrund hatte Frankie sie während dem Rennen auf der dritten Position geparkt und sie hatte relativ viel Ruhe während des Rennens, ohne Druck von anderen Pferden neben sich. Pocketfullofdreams setzte ein ziemlich hartes Tempo und Rhododenron und Enable kamen beide auf der Zielgeraden an die erschöpfte Front Runnerin heran und lieferten sich ein hartes Duell bis ca. 100 Meter vor dem Ziel, wo Enable die Führung übernahm und die Favoritin Rhododendron sicher hinter sich lassen konnte.
Mit ihrem nächsten Start im Gruppe 1 Irish Oaks ließen sich die wirklichen guten Konkurrentinnen wie Rhododendron nicht blicken und Enable startete zu Recht als haushohe Favoritin. Dieses Mal besetzte sie einen zweiten Platz während des Rennens und hatte wieder keinen Druck, ließ man der führenden Bengala doch ein paar Längen Vorsprung und Bean Fasa lief einen Meter hinter ihr. Enable gab dann beim Einlaufen in die Zielgerade Gas und setzte sich vom Feld ab. Rain Goddess gab ihr kurzzeitig noch etwas zu tun, aber Enable war viel zu gut um irgendwelche Probleme mit dem Feld zu haben, welches aber auch nicht so stark besetzt war.
Enable machte in ihrem nächsten Rennen einen gehörigen Schritt nach oben, was die Klasse des Rennens anbelangt, lief sie doch im Gruppe 1 King Goerge VI & Queen Elisabeth Stakes gegen die männliche Konkurrenz und noch dazu gegen Konkurrenten, die deutlich älter waren als sie. Trotzdem dominierte sie die mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Ulysses, Higland Reel und Idaho mit Leichtigkeit und hatte am Ende der Zielgerade 4.5 Längen Vorsprung herausgeholt.

Danach ging es für sie nach York zum Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m und sie setzte sie selber bequemdas Tempo vor der Verfolgerin Queen’s Trust, während Coronet Probleme hatte sich an die dritte Position zu gewöhnen. Enable zog dann auf der Zielgeraden wie gewohnt das Tempo an und lies den anderen Stuten keine Chance mehr an sie heranzukommen.

Nach diesen Herausforderung ging es dann nach Frankreich zum Arc de Triomphe Der natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen die sie bisher bestritten hat. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 not Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund, sondern es ging auch gegen männliche Konkurrenz, ob ich nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das unter schwierigen Voraussetzungen sowohl was das Gewicht als auch was den weichen Untergrund anbelangt  sons Vorfeld für die erst dreijährige Stute nach einem durch aus schwierigen Unterfangen aus. schließlich lediglich 4 kg weniger Gewicht zu tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den letzten Jahre immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen allerdings eine recht gute Bilanz ziehen müssen wie sich ein Enable dieses Jahr schlägt. Umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hat

https://m.youtube.com/watch?v=k2JALb9-XSY

Enable kann wenn sie will, als Pacesetterin  fungieren, muss wie sie zuletzt gezeigt hat, aber auch nicht diese Position einnehmen. Letztes Jahr hat sich hinter den führenden, lief ein wenig unrund jedenfalls wenn man die Bewegungen von Frankie Dettori am Anfang betrachtet, fand aber wunderbar ins Rennen, nahn Maß auf der Zielgeraden und überholte die führenden Pferde in der Mitte der Bahn mit augenscheinlicher Leichtigkeit.

An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff wurde von die Tori geritten, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100 m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Enable scheint gesund und fit zu sein und hat ihren Titel im Arc locker verteidigen können

Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können. Die Amerikaner hatten damit beim Breeders‘ Cup Turf  in Churchill Downs im November zu Recht große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten

Magical hat in diesem Sommer allerdings nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, die 100m vor dem Ziel noch so lief, dass man denken konnte, dass sie einen Kantersieg einfahren würde, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinander ausbauen konnte. Der Sieg im Coral Eclipse war etwas härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war Enable dann doch fest oben auf

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

Crystal Ocean: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Sir Micheal Stoute brauchte am Anfang seiner Kariere eine kleine Weile, um so richtig in Gang zu kommen, aber spätestens mit seiner Siegesserie im Jahr 2018 hatte er eine Form erreicht, die ihn zum ernsthaften Aspiranten auch auf die höchsten Ehren in den Galopprennen gemacht hat – und 2019 konnte er das Prince Of Wales Stakes für sich entscheiden, kommt also in bestechender Form hierher.

Die Karriere von Chrystal Ocean begann damals mit einem zweiten Platz in seinem Maidenrennen auf dem Kurs in Newbury im Jahr 2016,  das Rennen war allerdings nur dafür da, schon einmal ein wenig Erfahung in den Galopprennen sammeln zu können, die in der ersten Winterpause dann weiter vertieft werden sollte. Nach der ersten Pause von sieben Monaten folgte dann der  Sieg auf ähnlichem Niveau nach der Winterpause im Jahr 2017 auf dem Kurs in Nottingham. Das war es dann aber auch schon mit dem Sammeln von Erfahrung und die neue Gangart von Trainer Sir Michael Stoute machte sich auch gleich beim nächsten Rennen im Mai 2017 bemerkbar. Denn es folgten ein sehr guter zweiter Platz im Gruppe  2 Dante Stakes sowie einen dritten Platz im Gruppe 1 King Edward VII Stakes – Es war etwas ungewöhnlich das Sir Micheal Stoute seinen Schützling so früh in die Grupperennen schickte, aber der Schritt machte sich klar bezahlt.

Schon im nächsten Versuch im August 2018 gewann Crystal Ocean dann das Gruppe 3 Qatar Gordon Stakes  mit einem sehr starken Lauf zum Ziel und er konnte auf dem weichen Boden zeigen, was er kann. Der weiche Boden war offensichtlich ein klarer Vorteil für Crystal Ocean, nachdem er zuvor in Royal Ascot im King Edward VII Stakes vielleicht auch auf Grund des schnellen Bodens nicht optimal in seinen Rhythmus kam.Es fehlten ihm immer noch 2 Längen auf Permian, aber vielleicht wäre er etwas näher dran gewesen, wenn die äußeren Umstände besser gepasst hätten.

Das gewonnenen Gordon Stakes ist eines dieser Rennen, die man für die großen Rennen gerne als Vorbereitungsrennen nutzt und auch im jenem Jahr machte das Gordon Stakes seinem Ruf alle Ehre, denn im nachfolgenden St Leger lief Crystal Ocean wieder zur Höchstform auf, als er gegen Capri einen zweiten Platz mit nur einer halben Länge Rückstand erarbeitete und den Ausdauerspezialisten Stradivarius auf den dritten Platz verbannen konnte. Spätestens seit diesem Erfolg sollte Crystal Ocean bei den Ausdauerrennen auf weichem Boden bei jedem auf die Liste kommen.

Im neuen Jahr nach der Winterpause 17/18 kehrte er im Gordon Richards Stakes mit guter Form zurück und konnte den Sieg knapp gegen Fabricate behaupten, steigerte die Form beim zweiten Start in der Saison im The Aston Park Stakes aber noch einmal deutlich und fegte damit auch alle Sorgen beiseite, dass der schnelle Untergrund ihm nicht liegen könnte. Crystal Ocean hatte sich hinter den beiden Front Runner positioniert und hatte bei blendend schönem Wetter in Newbury ab der 200m Marke einen wahren Spaziergang bis zur Ziellinie vor sich, konnte doch keiner der Verfolger mehr Schritt halten und alle mussten mindestens 6 Längen Rückstand hinnehmen. Das war klar mehr seine Distanz und Crystal Ocean war in der Form seines Lebens.

Auch einen Monat später im Hardwicke Stakes lief Crystal Ocean als klarer Favorit auf und wurde diesem Ruf mehr als gerecht.  Er hat klar seine beste Form dieses Jahr erreicht, und das auf Untergrund, bei dem man letztes Jahr noch dachte, dass es absolut nicht sein Ding sei.

Mit dieser Form im Rücken machte sich Crystal Ocean auf zum King George VI & QE Stakes in Ascot, und das Vertrauen in seine neu gefundene Bestform war groß genug unter seinen Fans, um ihn noch vor Poet’s Word zum Favoriten zu machen – obwohl dieser erst im Juni das Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes gegen Cracksman hatte gewinnen können. Am Ende zeigte sich, dass de Form von Poet’s Word sehr nah an der von Crystal Ocean war, denn die beiden fochten das Rennen komplett unter sich aus  und setzten sich weit vom Rest des Feldes ab. Am ende konnte Poet’s Word mit knapp unter einer halben Länge dominieren. Fast hätte Crystal Ocean den ersten Sieg auf Gruppe 1 Ebene im Jahr 2018 erreicht, und seine Form schien zu halten, denn auch im Gruppe 3 September Stakes erreichte er einen zweiten Platz und war mit der Siegerin Enable dem Rest des Feldes entfleucht – sein Pech, dass die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Enable sich gerade das September Stakes als Vorbereitungsrennen für den Arc ausgesucht hatte.

Für Rystal Ocean ging es aber nicht zum Arc, sondern zum Qipco Champion Stake, wo er auf den ebenfalls in hervorragender Form befindlichen Cracksman traf. Dieser hatte neben dem zweiten Platz gegen Poet’s Word den Gruppe 1 Prix Ganay und den Coronation Cup gewonnen, und auch gegen Crystal Ocean lies er nichts anbrennen und gewann mit Leichtigkeit sein letztes Rennen vor dem Ruhestand. Für Crytsal Ocean war allerdings nicht die Rennkarriere sondern nur die Saison zu Ende, denn es ging in die Winterpause, die 6 Monate später im Gruppe 3 Gordon Richards Stakes beendet wurde. Crysal Ocean gewann das Rennen locker und legte im Al Rayyan Stakes im Mai noch einmal nach – hatte da aber kaum nennenswerte Konkurrenz.

Dass seine Form aber trotzdem extrem stark war für den Sommer zeigte Crystal Ocean dann im Gruppe 1 Prince Of Wales Stakes, wo er auf den Favoriten Magical traf, der 2018 im Breeders Cup Turf Enable mächtig unter Druck gesetzt hatte. Auch im Prince Of Wales Stakes setzte Magical den späteren Sieger wieder gut unter Druck, schien aber noch nicht ganz auf der Höhe seines Könnens gewesen zu sein, denn dieses Mal war es Crystal Ocean, der sich auf der Zielgeraden mit einem starken Lauf absetzten konnte

 

Enable ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer als Magical, auch wenn der bei seinem zweiten Lauf in der neuen Saison die Wunderstute gehörig unter Druck setzten konnte. Ich denke aber, dass Magical bei seinem Lauf gegen Enable besser in die aktuelle Saison gefunden hatte und deutlich stärker auflief, als er das ei seinem Duell gegen Crystal Ocean der Fall gewesen war

Tipps zum Pferd: Spätestens seit dem zweiten Platz im St Leger 2017 muss er auf die Liste der möglichen Sieger bei den Ausdauerrennen, hat hier aber deutlich mehr vor der Brust als bei den letzten beiden Rennen in dieser Saison – und hatte gerade beim Al Rayyan Stakes trotz der auf dem Papier schwachen Konkurrenz einiges zu tun.

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihn 2019 nahe an seine Berstform heranbrachte

Den selben Trick versuchte Waldgeist im Prince Of Wales Stakes ebenfalls, verpasste aber den Anschluss im Schlusssprint und hatte trotz seines normalerweise sehr guten Tempowechsels keine Chance mehr an die beiden Sieger heranzukommen.

Waldgeist ist und bleibt eines der besten französischen Pferde welches derzeit noch aktiv ist, hat sich hier allerdings wieder ein äußerst schweres Rennen rausgesucht und wir noch ein wenig mehr auf seine letzten Leistung drauf legen müssen, vor allem weil der zweite Favorit Crystal Ocean ihn im Prince Of Wales Stakes klar in die Tasche gesteckt hatte und dieser heute mit Enable alle Hände voll zu tun haben wird.

 


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