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Fench King

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06.10.2019 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – die Außenseiter – Waldgeist EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 5.000.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, aber hatte Magical davor recht gut im Griff. Die Kräfteverhältnisse waren klar geregelt und auch im Yorkshire Oaks gewann Enable unangefochten vor Magical und noch viel weiter dahinten. Lah Ti Dar.

Es war Zeit für Magical sich ein ewtas leichteres Rennen zu suchen und so startete sie danach im Irish Champion Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Leopardstown – ein Rennen welches er gewinnen konnte, und zwar mit einer einem Favoriten würdigen Dominanz

 

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.

Fench King: Der French Fifteen Sohn von H. Pantall ist im Besitz von Sheikh Abdullah Bin Khalifa Al Thani und wie so oft in Frankreich hat sich die Kombination aus starkem Trainer und sehr reichem Besitzer in zählbaren Ergebnissen in den letzten Jahren niedergeschlagen.

Die Karriere von French King begann im Jahr 2017 noch ein wenig holprig und er konnte erst im dritten Anlauf sein Maidenrennen gewinnen, schaffte dann aber im Jahr 2018 sein erstes Doppel auf den Kursen in Nantes (2200m) und Pornichet (2400m), was French King danach zur Teilnahme an den ersten Black Type Rennen qualifizierte. So startete er im Prix de l’Avre und dem Coupe des Trois Ans, allerdings ohne dabei den erhofften Sieg feiern zu können.

Aber trotzdem stand am Ende über die 2400m im Coupe des Trois Ans ein zweiter Platz, wenn auch 3 Längen hinter dem Sieger, im Formbuch und French King konnte durchaus stolz auf sich sein, trotzdem sollte 2018 schnell der nächste Sieg folgen und French King nahm die etwas seltene Route zum Swiss Derby nach Fauenfeld in der Schweiz auf sich, wo er gegen unbekannte Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte. Zurück in Frankreich wurde er im Juni 2018 im Prix Frédéric de Lagrange erneut deutlich geschlagen, bevor es ihm auf weichem Boden im Prix Dirickx auf dem Provinzkurs in Craon gelang an den dem Sieger dran zu bleiben und mit einem knappen zweiten Platz seinen bisher besten lauf in seinem Heimatland feiern zu können.

Er lief danach gegen bessere Konkurrenz über die 2100m im Prix de la Région Grand Est ein weiteres gutes Rennen auf einem ausbezahlten dritten Platz, ohne dabei jedoch den Sieger Potemkin wirklich gefährde zu können. French King schien in seinem zweiten Jahr einfach nicht wirklich in Gang kommen zu wollen, denn auch über 2400m auf weichem Untergrund im Grand Prix de Nantes, einer Kombination die ihm eigentlich liegen sollte, gelang es French King nicht für Gefahr zu sorgen und er landete auf einem abgeschlagenen sechsten Platz, bevor es in die Winterpause ging.

Diese nutzte sein Trainer H. Pentall offensichtlich gut und konnte French King bereits im Feburar im H.H. The Amir Trophy in Doha zum Sieg führen. Die Doha Challenge und die Amir Trophy sind nun nicht mit den Rennen in Dubai vergleichbar, trotzdem war der Sieg von French King in dem mit 1.000.000$ dotierten Rennen ein großer Achtungserfolg, der drei Monate später in Deutschland im Carl Jaspers-Preis, einem Gruppe 2 Rennen in Köln, bestätigt werden sollte. Die Preisgelder in Deutschland sind vergleichsweise lächerlich gering, aber French King hat hierzulande auch längst nicht mit so starker Konkurrenz zu kämpfen wie in Doha und so dürfte er auch hier in Hamburg eine äußerst gute Figur machen können.

 

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihn 2019 nahe an seine Berstform heranbrachte

Den selben Trick versuchte Waldgeist im Prince Of Wales Stakes ebenfalls, verpasste aber den Anschluss im Schlusssprint und hatte trotz seines normalerweise sehr guten Tempowechsels keine Chance mehr an die beiden Sieger heranzukommen. Im King George VI & QE musste er gegen Enable und Crystal Ocean ran – die beiden Konkurrenten konnten sich am Ende von Waldgeist absetzen, aber Walgeist blieb auf dem unpassenden schnellen Untergrund dran und konntesich einen klaren dritten Platz sichern.

Auf etwas weicherem Boden konnte er sich zurück in Frankreich im Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene dieses Mal locker gewinnen, was allerdings bei der angetreten Konkurrenz auch nicht verwunderlich war.

Letztes Jahr war Waldgeist bei schnellem Boden im Prix de l’Arc de Triomphe Vierter, mit unter 2 Längen Rückstand! Auf dem weicheren Boden dieses Jahr gehe ich davon aus, dass Waldgeist mindestens wieder einen Platz erreichen wird – klarer EW Pick!

 

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.


19.05.2019 – Köln – Carl Jaspers-Preis – Pick: French King

Pferderennen in Deutschland

16:40 Carl Jaspers-Preis – Gruppe 2

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 70.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut

Colomano: Der Cacique Sohn von Trainer Markus Klug  begann seine Karriere im Jahr 2016 in Düsseldorf, wo er hinter Amun in seinem Maidenrennen immerhin auf einen knappen zweiten Platz im ersten Anlauf kam. Die gute Leistung und der positive Eindruck zu Hause beim Training war Grund genug das Niveau gleich darauf ein wenig anzuheben und es folgte der ambitionierte Start im Preis der Winterfavoriten nur einen Monat später. Vielleicht war das Rennen aber noch ein wenig viel des Guten und kam schlicht zu früh in der Karriere, denn hinter dem klaren Sieger Langtang kam Colomano auf einem etwas enttäuschenden fünften Platz ins Ziele. Es war klar mehr von ihm erwartet worden und die fünf Längen Rückstand, die er auf den souveränen Sieger hatte, wurden seinem damaligen Ruf kaum gerecht, auch die Buchmacher hatten ihm durchaus gute Chancen ausgerechnet.  Wenn man das Rennen betrachtet sieht man aber, dass er außen im Feld zusammen mit dem Rest der Starter ans Außengeländer gedriftet ist, dann seinen Schlussspurt ansetzte, die Tür ihm aber vor der Nase zugeschlagen wurde und es viel zu lange dauerte, bis er sich davon erholen konnte. Für das zweite Rennen in der Karriere konnte Markus Klug aber sehr zufrieden sein und bevor es zum Training in die Winterpause ging, sollte noch ein weiter Versuch folgen.

Der nächste Start wurde im November 2016 in Krefeld absolviert und  verlief deutlich besser: Das Herzog von Ratibor Rennen gewann er mit einer bemerkenswerten Aufholaktion, nachdem er schon wieder während des Rennens in eine etwas unglückliche Ausgangsposition gekommen war. Beim Einbiegen in die Zielgerade war Colomano noch Vorletzter, dann öffnete sich für ihn aber die Lücke in der Mitte der Rennbahn und er könnte bequem in der Mitte hindurchstoßen, um sich unter einem langen harten Ritt am Ende mit gut 1,75 Längen durchzusetzen. Es dauerte eine Weile, bis er in Gang kam und musste durchgehend von Jockey Martin Seidl angetrieben werden, fand aber auch immer noch ein bisschen mehr Kraft und verwies Kastano auf den zweiten Platz. Dieser hatte später hinter Warring States im Bavarian Classic ebenfalls einen Platz belegt, war aber über die 300m mehr an Distanz am Ende mit 2,5 Längen geschlagen worden.

Colomano jedenfalls feierte nach fünfmonatiger Pause in der neuen Saison 2017 sein Debüt im Gruppe 3 Dr. Bush  Memorial auf der Rennbahn in Krefeld, scheiterte aber am stark auflaufenden Dragon Lips, der auch Langtang und Savile Row auf die Plätze verweisen konnte. Auch dieses Mal schloss sich die Tür an der Innenbahn und er musste hinter dem Feld quer wechseln, um eine Lücke zu finden, während Dragon Lips einen sauberen Start von der Front aus hatte, was ihm ein paar Längen Vorsprung sicherte. Colomano konnte trotz seines vierten Platzes einen hervorragenden Eindruck hinterlassen  und gehörte zu den besten Pferden an diesem Tag im Dr. Bush Memorial. Ob es mit mehr Glück und offener Lücke gegen Dragon Lips gereicht hätte, darf zwar bezweifelt werden,  für einen zweiten Platz hätte es mit ungehindertem Schlusssprint aber mit Sicherheit gereicht. Dragon Lips hat ja mittlerweile nach Hong Kong gewechselt, und das Interesse aus Fernost an dem Starter aus Deutschland gab der Form aus diesem Rennen noch einmal einen kleinen Schub, was Colomano in seinem nächsten Rennen auch gleich noch unter Beweis stellen konnte.

Denn im nachfolgenden Oppenheim-Union-Rennen gewann Colomano aber gegen den hochgehandelten Stallgefährten Windstoß, Northsea Star und Warring States. Über die 2200m setzte Windstoß das Tempo und Colomano befand sich in der Gegengeraden noch im hinteren Bereich des Feldes, bevor er beim Einbiegen in die Zielgerade das Tempo anzog und von der Innenseite nach außen zog. Die Lücke an der Innenseite hätte vielleicht gereicht, um dort den Schlusssprint anzusetzen, aber sein Jockey Andreas Helfenbein bevorzugte den Lauf über die Mitte der Bahn und sammelte Windstoß 100m vor dem Ziel souverän ein.

Nach diesem Rennen standen die Vorzeichen für das Deutsche Derby in Hamburg Anfang Juli eigentlich gut für Colomano, aber der Wettergott entschied sich, den Untergrund in Hamburg bis zur Unkenntlichkeit aufzuweichen und das Derby in eine wahren Ausdauertest zu verwandeln, was Colomano nicht unbedingt lag.

Colomano platzierte sich zunächst im Derby im Mittelfeld, während Windstoß sich dieses Mal auch im hinteren Bereich des Feldes einsortierte und nicht versuchte, das Tempo selber vorzugeben. Beim Einbiegen in die Zielgerade taten sich die gewünschten Lücken für Colomano auf und er setzte seinen Angriff an und war mindestens über die Hälfte des Zieleinlaufs voll da im Kampf um den Sieg, musste dann aber dem weichen Boden und der längeren Distanz seinen Tribut zollen und wurde von Andreas Helfenbein zurückgenommen, nachdem alle Chancen auf das Preisgeld dahin waren. Enjoy Vijay und Windstoß konnten beide das Feld locker von hinten aufrollen, nachdem Promise Of Peace ein solides Tempo auf dem weichen Boden vorgelegt hatten und man konnte Colomano deutlich auf den letzten Metern ansehen, dass dies nicht sein Rennen war.

Die Distanz wurde für den Großen Preis von Berlin beibehalten, allerdings besserte sich der Untergrund im Vergleich zu Hamburg deutlich und auf dem schnelleren Untergrund hätte er gegen Racing Histroy, Hawkbill und den Sieger Dschingis Secret eigentlich konkurrenzfähig sein müssen, mehr als ein vierter Platz deutlich hinter den ersten Beiden war aber nicht drin. Hawkbill setzte ein ruhiges Tempo und Colomano fügte sich auf einem fünften Platz an der Innenbahn, mit dem Risiko, dass er beim Schlusssprint von dieser Position aus ein wenig in Verkehrsprobleme rennen könnte. Es tat sich aber auch tatsächlich eine Lücke an der Innenbahn auf und Colomano versuchte sie zu nutzen, allerdings verschärfte Hawkbill in diesem Moment das Tempo und lies Colomano stehen, lediglich Dschingis Secret konnte den Tempowechsel mitgehen und den Front Runner auf den letzten Metern noch ein- und überholen, während Colomano zunehmends schwächer wurde und den dritten Platz noch an Racing History abgeben musste. Ob ein schärferes Tempo ihm geholfen hätte darf bezweifelt werden und sein Stallgefährte Windstoß hatte ihm im Deutschen Derby mit einem ähnlichen Tempowechsel schon deutlich auf die Plätze verwiesen. Dshingis Secret galt nach diesem und seinen folgenden Rennen machten Dshingis Secret zum damals besten Rennpferd in Deutschland, was die Niederlage von Colomano ein wenig abmildert.

Beim nächsten Start im 145. Grosser Preis von Baden waren die Fans und Buchmacher allerdings noch etwas angesäuert und schickten Colomano als klaren Außenseiter in dem kleinen Feld ins Rennen. Das Galopprennen fand erneut auf gutem Untergrund und über die 2400m statt, was eigentlich für Colomano sprach, aber von vielen gegen die älteren Konkurrenten in Baden Baden nicht als ausschlaggebend angesehen wurde. Colomano sollte aber wieder mal für eine kleine Überraschung sorgen.

Guignol setzte das Renne über ein gutes Tempo und verschärfte den Galopp noch einmal, als er 1000m vor dem Ziel schon von Prize Money unter Druck gesetzt wurde und kurz darauf sah man erste Stressreaktionen von Adrie de Vries auf Windstoß. Colomano folgte kurz darauf, reagiert aber besser als sein Stallgefärhrte und schloss in der Mitte der Bahn auf Guignol kurzzeitig auf, bevor er dem immer stärker werdenden Pacemaker Tribut zollen musste und einknickte. Iquitos, der Galopper des Jahres 2016, zog noch an Colomano vorbei, der Dreijährige hatte sich in diesem Rennen aber wieder hervorragend präsentieren können und ein wenig Preisgeld einsammeln können-

Stallgefährte Windstoss kam offensichtlich nicht ganz damit zurecht, sich dem Tempo von Guignol anpassen zu müssen und kam früh unter Druck, gab aber nur wiederwillig und langsam nach, so dass er am Ende nicht weit hinter Stallgefärhte Colomano ins Ziel kam. Man hätte auf Grund der Leistung im letzten Jahr durchaus mehr erwarten können,  aber es ging mit der Form von Colomano nun wieder stetig bergauf und auf das nächste Duell von Windstoß und Colomano freuten sich nicht nur die Experten. Dieses Mal ging Colomano sogar als Favorit vor seinem Stallgefährten ins Rennen und teilte sich diese Rolle mit Savoir Vivre von Jean-Pierre Cavalho. Dieser übernahm überraschend die Rolle des Front Runners, während Windtsoß und Colomano das letzte Duo über lange Zeit in dem Galoprennen blieben. Windstoß lies sich viel Zeit, während Colomano an der Innenbahn begann, einige Plätze auf der Rückgeraden gut zu machen. Auch Windstoß bequemte sich dann und 600m vor dem Ziel kamen beide hinter den Führenden aus der letzten Kurve. Windstoß lies sich weit nach außen tragen und kam am Außengeländer auf die Ziegerade, während Colomano mehr in der Mitte der Bahn seine Lücke suchte. Wieder schloß sich aber die Tür vor seinen Augen und wieder waren es diese Sekunden, die Colomano die Chancen auf den Sieg nahmen. Während Windstoß freie Bahn hatte und davon beschleunigte, musste Colomano mehrfach die Spur wechseln und konnte sich dann spät nur einen dritten Platz sichern – hier wäre erneut deutlich mehr für ihn drin gewesen!

Nach dem verpassten Gruppe 1 Sieg ging es Colomano zunächst in eine kleine Pause und zum Abschied im alten Jahr noch einmal nach Krefeld, wo er im Jahr zuvor einen seiner größten Erfolge hatte feiern können. Im Niederrhein-Pokal erwartete ihn allerdings wieder ungeliebter weicher Boden und der Champion Jockey Alexander Pietsch überraschte das Feld mit einem aggressiven Ritt auf dem Außenseiter Veneto an der Front. Veneto setzte so ein ungewöhnlich hartes Tempo auf dem weichen Boden und lag teilweise mehrere Längen vor den Verfolgern, wurde aber auch nicht müde als Devastar und Capitano auf ihn aufschlossen, sondern erkämpfte sich erneut einen soliden 3 Längen Vorsprung. Colomano war weit zurückgefallen und hatte auf diesem Boden keine Chance, noch Strecke auf den Front Runner gut zu machen. Ein hervorragender Ritt von Alexander Pietsch und ein verdienter Sieg, sehr zum Leid von Colomano und Navaro Girl, die als Favoriten des Rennens nichts zu melden hatten.

Markus Klug gönnte Colomano eine lange Pause über den Winter und bis zum Saisondebüt im Mai im 83. Gerling-Preis in Köln. Oriental Eagle setzte dieses Mal das Tempo und verweigerte Vento die Taktik seines letzten Sieges. Und Oriental Eagle marschierte, und wie! 700m vor dem Ziel schloss kurz Veneto auf ihn auf, fiel dann aber wieder zurück und Oriental Eagle driftete im Schlussbogen bis an das Außengeländer, während Windstoß und Colomano innen blieben und versuchten, sich an dem Front Runner vorbeizsuchieben. Colomano schaffte es kurzzeitig, Oriental Eagle kam aber noch einmal zum Angriff und setzte sich knapp gegen die beiden Schlusssprinter durch.

Windstoß gab der Form noch einmal einen Boost in seinen nächsten Rennen im Coronation Cup in England und Colomano sah bei seinem Saisondebüt ganz hervorragend aus, was ihn hinter Guignol im Großen Preis der badischen Wirtschaft zum Co Favoriten machte.

Weder der Favorit noch der Co-Favorit konnten allerdings im Großen Preis der badischen Wirtschaft punkten und mussten sich deutlich dem stark auflaufenden Iquitos geschlagen geben. Es war ein bisschen Regen in Baden Baden über das Wochenende angekommen und das Wasser im Boden schien den Favoriten in dem Rennen einfach nicht zu liegen, obwohl beide schon gute Leistungen in Rennen mit aufgeweichtem Boden gezeigt haben.

Der Boden in Hamburg beimg roßen Hansa Preis jedenfalls war wieder trocken und Colomano belegte hinter Dschingis Secret einen sehr guten zweiten Platz indem er einen seiner typischen Schlusssprints zeigte und in der Mitte der Bahn zunehmend auf den Sieger aufholen konnte.

Mit dieser sehr guten Leistung ging es in die Winterpause, die Colomano mit einem Start im Carl Jasper Preis beendet. Seine Form nach einer längeren Pause ist immer so eine Sache und die Konkurrenz rund um French King und Windtsoß ist alles andere als leicht.

Fench King: Der French Fifteen Sohn von H. Pantall ist im Besitz von Sheikh Abdullah Bin Khalifa Al Thani und wie so oft in Frankreich hat sich die Kombination aus starkem Trainer und sehr reichem Besitzer in zählbaren Ergebnissen in den letzten Jahren niedergeschlagen.

Die Karriere von French King begann im Jahr 2017 noch ein wenig holprig und er konnte erst im dritten Anlauf sein Maidenrennen gewinnen, schaffte dann aber im Jahr 2018 sein erstes Doppel auf den Kursen in Nantes (2200m) und Pornichet (2400m), was French King danach zur Teilnahme an den ersten Black Type Rennen qualifizierte. So startete er im Prix de l’Avre und dem Coupe des Trois Ans, allerdings ohne dabei den erhofften Sieg feiern zu können.

Aber trotzdem stand am Ende über die 2400m im Coupe des Trois Ans ein zweiter Platz, wenn auch 3 Längen hinter dem Sieger, im Formbuch und French King konnte durchaus stolz auf sich sein, trotzdem sollte 2018 schnell der nächste Sieg folgen und French King nahm die etwas seltene Route zum Swiss Derby nach Fauenfeld in der Schweiz auf sich, wo er gegen unbekannte Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte. Zurück in Frankreich wurde er im Juni 2018 im Prix Frédéric de Lagrange erneut deutlich geschlagen, bevor es ihm auf weichem Boden im Prix Dirickx auf dem Provinzkurs in Craon gelang an den dem Sieger dran zu bleiben und mit einem knappen zweiten Platz seinen bisher besten lauf in seinem Heimatland feiern zu können.

Er lief danach gegen bessere Konkurrenz über die 2100m im Prix de la Région Grand Est ein weiteres gutes Rennen auf einem ausbezahlten dritten Platz, ohne dabei jedoch den Sieger Potemkin wirklich gefährde zu können. French King schien in seinem zweiten Jahr einfach nicht wirklich in Gang kommen zu wollen, denn auch über 2400m auf weichem Untergrund im Grand Prix de Nantes, einer Kombination die ihm eigentlich liegen sollte, gelang es French King nicht für Gefahr zu sorgen und er landete auf einem abgeschlagenen sechsten Platz, bevor es in die Winterpause ging.

Diese nutzte sein Trainer H. Pentall offensichtlich gut und konnte French King bereits im Feburar im H.H. The Amir Trophy in Doha zum Sieg führen. Die Doha Challenge und die Amir Trophy sind nun nicht mit den Rennen in Dubai vergleichbar, trotzdem war der Sieg von French King in dem mit 1.000.000$ dotierten Rennen ein großer Achtungserfolg, der nun drei Monate später in Deutschland im Carl Jaspers-Preis wiederholt werden soll.

Wenn French King in der Form seines Sieges der Amir Troühy aufläuft und seine Form auch auf den weicheren Boden und die kälteren Temperaturen übertragen kann, sollte er nur sehr schwer zu schlagen sein hier.

Windstoß: Der Schirocco Sohn ist schon eine lange Zeit im Geschäft und hatte seine ersten Start in Deutschland bereits im Jahr 2016. Seine ersten Starts waren allerdings durchwachen und ließen keinen Rückschluss auf seine kommenden Leistungen im Jahr 2017 zu, wo Windstoß seine bisher größten Erfolge feiern konnte.

Seine ersten beiden Rennen waren nicht schlecht, aber auch nicht überragend und es dauerte bis zum Preis von Lexus in Köln, einem Maidenrennen, bis er seinen ersten Sieg feiern konnte. Dafür gewann er dieses Rennen im großen Feld unter Adrie De Vries dann auch mit über 2 Längen Vorsprung vor den Verfolgern. Auch für ihn ging es danach zum Gruppe 3 Herzig von Ratibor Rennen, welches er allerdings nur auf einem sechsten Platz abschließen konnte. Er konnte schlicht nicht das Tempo des Siegers mitgehen und schwächelte auf der Zielgeraden zunehmend, zudem reagierte er auf die Peitsche immer wieder mit leichten Ausreißern und unsauberem Lauf, was aber über den Winter von Markus Klug offensichtlich in Teilen korrigiert werden konnte.

Auf die zwei Hiebe auf den letzten Metern im Derby Trial reagierte Winstoß jedenfalls nicht mehr mit leichten Ausreissern, sondern hielt seine Linie wie auf Schienen um sich auf den letzten 100m immer deutlicher gegen Nerud durchzusetzen. Da wäre noch mehr drin gewesen und man konnte vom ersten Start nach der Winterpause durchaus beeindruckt sein von den Fortschritten, die Windstoß augenscheinlich gemacht hatte. Beim Preis der Volksbank startete Windstoß daher zurecht als Favorit und alles lief zunächst nach Plan. Er positionierte sich auf der Innenbahn hinter Royal Flag, der aber stolperte, quer kam und nach hinten austrat, was Windtsoß samt Reiter spektakulär zu Boden schickte. Dass beiden Pferden und den Jockeys nichts schlimmeres passiert war, grenzt an ein Wunder, so ein Sturz kann schließlich auch fatale Folgen haben. Bis jetzt zeigt Windstoß aber keinerlei Auswirkungen des Sturzes und reagiert auch in engen Situationen

Das Rennen war jedenfalls gelaufen und Windstoß versuchte sich im nachfolgenden Oppenheim-Union-Rennen über die ideale Distanz und geeigneten Untergrund, schaffte es aber nicht, Colomano noch auf Abstand zu halten, nachdem er das Feld vom Start bis zur Zielgeraden angeführt hatte. Die beiden setzten sich deutlich vom Rest des Feldes ab und der weichere Untergrund nach den Regengüssen kann einem Front Runner wie ihm gelegen kommen, beeinflusst der Untergrund doch die Fähigkeit der Schlusssprinter, ihre Beschleunigung richtig auszuspielen. Colomano kann auf weichem Untergrund allerdings hervorragende Ergebnisse produzieren und zeigt im Matsch immer wieder eine beeindruckende Ausdauer. So ritt er den Front Runner Windtsoß auf den letzten Metern nieder, der weiche Untergrund hatte Windstoß offensichtlich zugesetzt und ausgelaugt, so dass er Colomano nicht mehr entgegenzusetzen hatte, nachdem dieser von Andreas Helfenbein in der Mitte der Bahn hart angetrieben worden war und mit jedem Meter stärker zu werden schien. Dementsprechend ging es ins Derby, wo wieder weicher Untergrund vorherrschte und Colomano eine Favoritenrolle einnahm.

Dieses Mal lies aber auch Windstoß die anderen das Tempo setzen und begnügte sich mit einer hinteren Position , die er erst in der letzten Kurve vor der Zielgeraden zu verbessern suchte. Dabei musste er weit außen im Feld laufen und hatte noch gut 5 andere Pferde zwischen sich und der Innenbahn, was im Endeffekt in einem Einbiegen in die Zielgerade fast am Außengeländer resultierte, während der Zweite des Rennens, Enjoy Viyay, am Innengleänder viel Platz gespart hatte und dadurch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil hatte. Windstoß kam aber an der weniger berittenen Außenbahn stark in Fahrt und konnte Enjoy Vijay noch einholen, obwohl Windstoß noch in die Mitte der Bahn driftetet. Da war es also wieder, das Driften auf der Zielgeraden und die etwas unglückliche Position auf der Zielgeraden, so ganz scheint Markus Klug nicht in der Lage zu sein, das Wegweichen von der Peitsche aus dem Kopf von Windstoß heraus zu bekommen und es ist Tagesformabhängig, ob Windstoß wie auf Schienen oder wie bei hoher See einläuft.

Beim Gruppe 1 145. Grosser Preis von Baden saß wieder Adrie De Vries im Sattel, der Windstoß vielleicht ein bisschen besser im Griff hatte als Maxim Peucheur in den Rennen zuvor. Im 145. Grosser Preis von Baden setzte Guignol das Tempo und noch 800m vor dem Ziel musste Adrie De Vries zu arbeiten beginnen und Windstoß geriet unter Druck. Zu diesem Zeitpunkt rannte er noch an der Innenbahn, driftete in der letzten Kurve aber nach außen und wollte außen an Guignol und Colomano vorbei, der Stallgefährte driftete aber ebenfalls und schickte Windstoß noch weiter nach außen. Deutlich zu sehen war die Reaktion auf den driftenden Stallgefährten, versuchte er doch auszuweichen und lies einiges an Luft zwischen den Beiden, verlor aber auch ein klein wenig Momentum. Wenn er das Tempo nicht selber setzen möchte, wird dieses Verhalten immer wieder ein Problem sein. Wenn er das Tempo allerdings setzen darf und den bevorzugten weichen Untergrund bekommt, kann er die Konkurrenz fast nach Belieben dominieren, wie zuletzt im 55. Preis von Europa geschehen. Dort gewann Windstoß mit über 4 Längen Vorsprung und lies der Konkurrenz absolut keine Chance. Das Rennen zeigte wieder einmal das Potential von Windstoß, der mit dem sehr heißen und trockenen Sommer aber so überhaupt keine Freude hat – schneller Boden im 83. Gerling-Preis, dem Coronation Cup und dem Grossen Hansa-Preis sorgten für Platzierungen, wo Siege drin gewesen wären. Nur der Lauf im Coronation Cup sticht als gute Leistung hervor in dieser Zeit, auch wenn die vier Längen Rückstand hinter dem Sieger Cracksman ihre eigene Sprache sprechen.

Klare Niederlagen hagelte es dann auch in der weiteren Saison 2018, etwa im 128. Grossen Preis von Berlin, dem Großen Preis von Baden oder auch dem 56. Preis von Europa. Die Platzierungen, die Windstoß hier erreichen konnte täuschen nicht über die teilweise 8 Längen Rückstand hinweg, den er auf die Sieger hatte und nur weil der Rest noch schlechter war, waren diese Läufe noch lange keine gute Leistung. So war auch der vierte Platz im Grossen Preis von Bayern mit fast 16 Längen Rückstand mehr, als manche andere Rennen vom ersten bis zum letzten Platz an Abstand haben und der zweite Platz im Großen Dresdner Herbstpreis wurde mit fast 5 Längen Rückstand gegen Be My Sherrif errungen, und das auch noch, als Windstoß eigentlich als Favorit des Rennens auf weichem galt.

Trotz einigen Preisgeldes kann man die Saison also getrost vergessen und er müsste hier beim Saisondebüt schon in Bestform auflaufen, um Be My Sherrif, French King oder Colomano sicher schlagen zu können.

 


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