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21.02.2021 – Sha Tin Hong Kong – The Citi Hong Kong Gold Cup – Pick: Golden Sixty

Pferderennen International

09:05 The Citi Hong Kong Gold Cup – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 12.000.000 HKDGeläuf: Gras  |  Boden: gut
Golden Sixty: Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist der nächste aufstrebende Superstar im Galopp in Fernost. Wobei, kann man noch aufstrebend sagen, wenn er nun 12 Rennen in Folge gewinnen konnte und dabei Siege in vier Gruppe 1 Rennen erringen konnte? Nein, nicht wirklich, er ist schon ein Superstar und hat gegen die meisten der heutigen Konkurrenten schon mehrfach bestehen können, daher auch die geringe Quote – wieder einmal. Aber es ist wie mit Winx, 10-20% Profit können sich läppern
Seine Karriere begann schon mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.
So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.
Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.
Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.
Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.
Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.
Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.
Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.
Heute hier und jetzt ist er natürlich wieder Favorit, gerade weil Exultant sich in seinen letzten Rennen immer mit einem zweiten Platz hatte zufrieden geben müssen

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat hat sich gerade im Jahr 2019 und im ersten Teil des Jahres 2020 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) einen Namen gemacht und im Dezember 2019 und dem Februar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst. Nach der Sommerpause verpasste er allerdings den Sieg im Sa SA Ladies Purse  und danach im The Jockey Club Cup knapp und konnte auch in den folgenden zwei Rennen immer nur den zweiten Platz für sich beanspruchen… das wird nach vier Rennen scheinbar zur Gewohnheit und gibt Grund zur Sorge.

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistan Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlore atte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Den Fehler so weit nach hinten zu fallen machte er im The Fwd QE II Cup nicht noch einmal und schoss an Time Warp vorbei, mit dem er lange Zeit um die Führung in dem Feld konkurriert hatte. Am Ende kämpfte sich Furore noch an ihn heran, aber Exultant blieb der klare Sieger.

Auch im Chartered Champions & Chater Cup einen Monat später hat er gegen bekannte Konkurrenten wie Furore  das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunige und schaffte als Saisonabschluss einen weiteren Gruppe 1 Sieg!

Hätte er die Form halten können, wäre er sicher auch nach der Sommerpause gleich von einem Sieg zum nächsten gelaufen, daraus wurde aber zunächst nichts, denn bei seinem Debüt sechs Monate nach dem letzten Start musste Exultant eine herbe Niederlage im Sa Sa Ladies Purse hinnehmen.

Exultant sah beim Einbiegen in die Zielgerade eigentlich noch Top aus, konnte dann aber der auf der Zielgeraden nicht das Tempo von Furore mitgehen, und so richtig das Augenmerk auf sich gezogen hat Dances With Dragons, der im letzten Abschnitt des Rennens unglaublich viel Boden gut machen konnte.

Von den dreien auf den ersten Plätzen machte Exultant den schlechtesten Eindruck und auch beim The Jockey Club Cup hatte er nie eine Chance, den Sieger und alten Bekannten Furore zu schlagen. Der war 200m vor dem Ziel noch gleichauf mit Exultant und setzte fast gleichzeitig den Schlusssprint an, Furore setzte sich aber schnell 2 Längen ab und hielt diesen Vorsprung bequem bis zur Ziellinie. Die beiden setzten sich gut vom Rest des Feldes ab und waren klar die beiden besten Pferde im Rennen, aber Exultant war eben erneut „nur“ Zweitbester.

Im Longines Hong Kong Vase  im Dezember fehlte auf dem Papier ein Hochkaräter aus Hong Kong als Konkurrent, aber Mogul sammelte sich nach seinem Flop im Breeders Cup und gewann das Rennen gegen den Favoriten Exultant am Ende dominant mi t drei Längen Vorsprung, was sein Versagen im Breeders Cup um so bitterer machte – er zeigte im Longines Hong Kong Vase, dass er es kann und das er das Potential hat, auch international groß aufzulaufen. Ryan Moore hat sicher den Sieg sehr genossen, Exultant wohl eher weniger, gerade auch weil er danach im Januar im The Centenary Vase Handicap unter hohem Gewicht erneut wieder nur den zweiten Platz erreichen konnte – vor Furore, aber hinter Glorious Dragon, der ganze neun Kilo leichter unterwegs war!

Nun, heute ist er mit Furore besser dran und Time Warp konnte unter erheblich leichterem Gewicht im The Centenary Vase Handicap nichts ausrichten, so dass Exultant für den zweiten Platz gebucht zu sein scheint.

Furore: Eigentlich hat nach dem Pierro Sohn kein Hahn mehr gekräht, seit er nach seinem hoffnungsvollen Sieg im Hong Kong Derby 2019 nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte, dann aber kam er im Herbst 2020 zur Form zurück und hat sich im The Jockey Club Cup und dem The Sa Sa Ladies‘ Purse gleich zwei Mal gegen den herausragenden Exultant durchsetzen können
Seine Ausbeute an Siegen ist etwas dünn, zugegeben, aber da waren auch in der Durststrecke einige sehr knappe Platzierungen dabei, die ohne weiteres auch Siege hätten werden können!
Die Karriere von Furore begann mit einer Serie von Siegen 2018 und einem sehr guten dritten Platz beim Rosehill Guineas Trophy im März 2018 in Rosehill, bevor ihr das erste Formtief ereilte und er im Gruppe 1 Harrolds Australian Derby nur einen sechsten Platz erreichen konnte, noch einen Platz schlechter lief es dann im The Lukfook Jewellery Cup. Der erste richtigeLichtblick kam dann im Hong Kong Classic Mile in Form eines soliden 2,5 Längen Sieges über die Distanz der Meile. Eine sehr gute Leistung, die aber schon im nächsten Rennen passé. Dann aber kam der Sieg im Hong Kong Derby, der Furore zum Gruppe 1 Sieger machte.
Auch der Sieg im Derby kam ziemlich überraschend, denn davor war er im Harrolds Australian Derby klar geschlagen worden, aber auch nach dem ersten Gruppe 1 Sieg folgten klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Sa Sa Ladies  oder dem The Celebration Cup.
Der Start im Gruppe 2 The Jockey Club Cup über 2000m im November 2019 war allerdings ein kleiner Lichtblick mit einem guten zweiten Platz inter Exultant, und obwohl Furore danach wiede in das Tal der Tränen stürzte, war sein letzter Start im The Chairman’s Trophy hinter Beauty Generation in diesem Monat gar nicht so schlecht – er holte auf der Zielgerade noch gut auf, und Beauty Generaion hatte in diesem Rennen alle Hände voll zu tun, die Verfolger Ka Ying Star und Southern Legend auf Abstand zu halten – und da Furore nicht weit hinter diesen ins Ziel einlief, war es auch keine absolute Überraschung, dass er im The Fwd QE II Cup nch zu Erfolgung von Exultant ansetzte, der sich von Time Warp gelöst hatte.
Furore sah im The Fwd QE II Cup eigentlich fertig mit dem Rennen aus, schließlich musste sein Jockey Karis Teetan ihn schon vor dem Einbiegen in die Zielgerade hart reiten, aber Furore fand und fand und kämpfte sich bis auf unter einer Länge an Exultant heran – das hatte man während des Rennens nicht erwartet, und Furore schien mehr als fähig zu sein, wenn man ihn ordentlich motiviert – und auch im nachfolgenden Chartered Champions & Chater Cup im April kam er bis auf knapp eine Länge an Exultant heran, allerdings schob sich auch der Außenseiter Chefano noch an ihm vorbei und der dritte Platz war etwas unter seinen Möglichkeiten. Erst recht allerdings der dritte Platz im The Premier Plate nachdem der Favorit More Than This an diesem Tag einen Aussetzer hatte,  aber vielleicht hatte er sich auch an die 2000m+ gewöhnt, denn auch nach der Sommerpause zeigte Furore über die Meile gegen Golden Sixty im The Sha Tin Trophy wenig von seiner Form, kam aber in dem klassischen Saisonöffner, dem Gruppe 3 The Sa Sa Ladies‘ Purse, überraschend zur Form zurück.
Das The Sa Sa Ladies‘ Purse ist zwar „nur “ ein Gruppe 3 Rennen, aber jedes Jahr kommen in diesem Rennen einige der besten Pferde aus Hong Kong zusammen, und auch 2020 machte da keinen Unterschied – Exultant, Dances with Dragons, Southern Legend – da waren einige bekannte Namen dabei, die das Rennen interessant machten, aber Furore stahl allen die Show. Ende des Rennens stürmte noch Dances With Dragons heran, aber Furore hatte sich zuvor schon Exultant entledigen können und konnte auch den Angriff von Dances With Dragons abwehren.
Ein bisschen glaubte man noch an eine Ausnahme, aber im nachfolgenden The Jockey Club Cup wiederholte er die Leistung über 2000m noch einmal 1:1 gegen die selben Konkurrenten: Furore kam in der Mitte der Bahn in den freien Lauf, hatte 200m vor dem Ziel den Front Runner Time Warp kassiert und konnte danach die Attacke von Exultant bequem abwehren und den Vorsprung auf die Verfolger kontrollieren.
Das war wieder ziemlich beeindruckend gewesen und die Vorzeichen für den Longines Hong Kong Cup standen gut, allerdings floppten an diesem Tag alle Favoriten, inklusive Exultant, Magical und Skaletti. Magical kam noch auf einen dritten Platz, aber wenn alle anderen Favoriten versagen und die Außenseiter sich die ersten Plätze sichern, ist der dritte Platz für den Favoriten des Rennens bitter.
Genauso bitter war es für Furore, dass er sich auch danach im The Centenary Vase Handicap im Januar trotz augenscheinlich guten Gewichts in diesem Handicap nicht besser als auf einem dritten Platz platzieren konnte – als Favorit des Rennens. Heute ist er 2KG schlechter dran mit Exultant, der schon im letzten Rennen die Nase vorn hatte. Das wird sicher schwer, von Golden Sixty gar nicht erst zu sprechen

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen sieben Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein.

Auf jeden Fall sorgt er ein ordentliches Tempo im Rennen.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfolgern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, ist er selbst für die besten in Hong Kong eine Gefahr. Aber schon beim nächsten Rennen im April konnte er das Tempo nicht halten und musste zurückstecke und im Mai im Chartered Champions & Chater Cup reichte es am Ende nur für einen letzten Platz und auch danach im The Jockey Club Cup  belegte er diesen Platz, nachdem er zuvor das Tempo gesetzt hat. Sein letzter Sieg war über 2000m, aber das half ihm im Dezember im Longines Hong Kong Cup auch nicht weiter, wo er erneut als Front Runner gebucht aber klarer Außenseiter war, mit fast doppelt so hoher Quote wie der nächste Außenseiter. Zwar floppte alle Favoriten in diesem Rennen, aber ein müder Time Warp konnte hier genauso wenig ausrichten wie danach im The January Cup in Happy Valley oder dem The Centenary Vase Handicap im Januar, wo er sehr leicht unterwegs war, den deutlich schwereren Furore und Exultant aber nicht das Wasser reichen konnte – ganz zu schweigen vom Sieger und weiteren Leichtgewicht Glorious Dragon, der das meiste aus den Handicapregeln machte.

Er wird sicher wieder für ein starkes Tempo sorgen, mehr aber auch nicht. Er ist der gebuchte Front Runner, der ungeachtet späterer Platzierungen an die Spitze stürmen wird!


Wieder zurück

Pferdewetten News

Dem regelmäßigem Leser  ist es natürlich schon aufgefallen, dass es in den letzten zwei Wochen hier etwas still geworden war. Nun aber geht alles wieder seinen normalen gewohnten Gang.  Es ist nicht immer leicht in der momentanen Zeit und auch bei mir als Hobby Blogger hinterlässt Corona so seine Spuren. Leider konnte ich daher in den letzten zwei Wochen nicht wie gewohnt die Rennen am Wochenende covern und musste auch darauf verzichten, euch die wichtigsten News zu bringen – aber nicht mehr länger!

Nicht nur, dass in Deutschland die ersten Pferderennen schon wieder stattgefunden haben, in ganz Europa werden die Beschränkungen nach und nach zurückgenommen und die Hoffnung besteht, dass neben der Bundesliga auch die anderen Sportarten langsam wieder an Fahrt aufnehmen können.

Natürlich wird es noch eine Weile dauern, bis wir wieder Rennen mit Publikum genießen können oder selbst einen Ausflug zur Rennbahn unternehmen können, aber es scheint bergauf zu gehen. Nun bleibt nur zu hoffen, dass es keinen Rückschlag gibt und uns der nächste Lockdown bevorsteht, sondern dass das Schlimmste schon hinter uns liegt

Ich werde auf jeden Fall versuchen, Euch mit Tipps zu den Rennen, die in nächster Zeit stattfinden und den wichtigsten News zu versorgen.

Bleibt alle gesund

Euer Phil


26.04.2020 – Hong Kong – The Fwd QE II Cup – Pick: Exultant

Pferderennen International

10:40 The Fwd QE II Cup – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 25.000.000 HKD Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/6 Quote

Eagle Way: Der More Than Ready Sohn von Trainier Jamie More ist nun wirklich kein Neuling mehr in diesem Geschäft und kann sich mit reichlich Erfahrung auf dem Kurs in Hong Kong rühmen, nachdem seine Karriere ursprünglich einmal in Australien begonnen hatte. Dort dauerte es eine Weile bevor er so richtig in Gang kam und seinen erster Sieg in einem Maidenrennen verzeichnen konnte. Insgesamt fünf Versuche dauerte es im Jahr 2015 bis er seinen ersten Sieg erringen konnte, aber mit dem Schritt hoch auf die 1600m schlug dann gleich ein Trippel zu Buche, und das in 65$k Rennen, Nach einer kleinen Pause ging es dann langsam aber stetig im Niveau bergauf und er bestritt seine ersten Gruppenrennen, unter anderem im Gruppe 3 Antec Gunsynd Classic oder dem Mittys Rough Habit Plate, mit durchaus respektablen Ergebnissen. Im Grand Prix Stakes im Mai schaffte er dann einen hervorragenden zweiten Platz im Grand Prix Stakes hinter Makintosh. Das war ein Rennen,welches er auf dem Papier niemals hätte gewinnen dürfen und der zweite Platz war ein wirklicher Achtungserfolg, den er danach im Gruppe 1 Queensland Derby noch einmal toppen konnte. Dort, über die 2400m auf dem Kurs in Eagle Farm, war es Eagle Way der als Außenseiter wieder allen die Schow stehlen konnte und am Ende mit fast zwei Längen gewann.

Nach dem besten Rennen seiner Karriere gönnte er sich noch einmal sechs Monate Pause und wechselte nach Sha Tin in Hong Kong, den zweiten Abschnitt seiner Karriere angehend und mit noch größeren Zielen vor Augen. So startete er unter anderem im The Hong Kong Classic Mile über die Distand von 1600m, dann im The Hong Kong Classic Cup  über 1800m. Mehr Distanz liegt ihm immer und so schaffte er dort einen gut bezahlten vierten Platz, nur eine halbe Läge hinter dem Gruppe 1 Sieger Seasons Bloom.

Im Hong Kong Derby 2017 schaffte er gegen Rapper Dragon und Pakistan Star, die schon im letzten Rennen gegen ihn gewonnen hatten, keinen Stich und musste sich mit einem etwas undankbaren sechsten Platz zufrieden geben, und auch im traditionell gut besetzten The Sa Sa Ladies‘ Purse schaffte er danach keinen Stich zu landen. Danach begab er sich in das The Hong Kong Vase im Dezember 2017m euben Rebbeb pver 2400m , welches jedes Jahr hervorragende Pferde aus der ganzen Welt anzieht, so musste sich Eagle Way mit Higjland Reel, Talsimanic und Kiseki herumschlagen, was am Ende in einem achten Platz resultierte.

Nach nun drei Niederlagen in Folge konnte Eagle Way mit dem Glücke der Fleißigen im The January Cup auf Gruppe 3 Ebene einen erneuten Achtungserfolg feiern, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Er bleib aktiv und startete nur einen Monat später im Februar und startete im Gruppe 3 The Centenary Vase , wo er allerdings nur auf einem dritten Platz beenden konnte. Vielleicht hätte ihm eine Pause gut getan, aber sein Trainer sollte ihm im Jahr 2018 konsequent mindestens einmal im Monat in ein Black Type Rennen schicken.

Es folgten logische Niederlagen im The Gold Cup, dem The Queen Mother Memorial Cup, dem Champions & Chater Cup oder auch dem  The Celebration Cup, aber auch Achtungserfolge mit einem zweiten Platz im The Happy Valley Vase oder dem The Audemars Piguet QE II Cup waren dabei. Im Mai bekam Eagle Way nach zwei Starts in einem Monat und der klaren Niederlage im Champions & Chater Cup endlich die verdiente Pause, die er im Oktober im The Celebration Cup beendete. Die Konkurrenz in jenem Rennen war erneut ziemlich hart, für ein Gruppe 3 Rennen mit sehr vielen Gruppe 1 besetzt, die kurzen Prozess mit ihm machten.  Davon wenig beeirt nahm er seinen Weg zur Sha Tin Trophy und dort konnte Eagle Way erneut überraschend mit einem dritten Platz gutes Preisgeld für seinen Trainer einsammeln konnte. Niemand hatte Eagle Way mit seiner dreistelligen (!) Quote auf dem Schirm, am Ende schaffte er es aber, den dritten Platz gegen Pakistan Star mit einer Länge Vorsprung zu verteidigen. Mit diesem Achtungserfolg ging es für ihn in das The Sa Sa Ladies‘ Purse Anfang November, welches er auch schon letztes Jahr bestritten hatte, dieses Mal schnitt er mit einem dritten Platz aber schein deutlich besser ab als im letzten Jahr. Wieder betrug der Rückstand gut zwei Längen auf den Sieger, nur dieses Mal war es Time Warp der ihm auf der Zielgeraden davonschnellte, der eigentliche Favorit Glorious Forever konnte dabei überraschend aber nur mit einem zweiten Platz vorlieb nehmen und auch Pakistan Star floppte in jenem Rennen.

Dementsprechend war der dritte Platz von Eagle Way war dementsprechend eine ziemlich gute Leistung einem chaotischen Rennen doch ziemlich gut, mit einem Sieg im Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup Mitte November gegen Werther und Glorious Forver hätte wohl trotzdem niemand gerechnet.

Eagle Way fand den Weg zwischen den Pferden und sprintete an die Front, wo sich weder Werther noch Pakistan Star oder Exultant sich halten konnten, stattdessen setzte sich Eagle Way sogar noch mit einer Länge von ihm ab und gewann eines seiner größten Rennen.So ganz konnte er dann an den Erfolg im 2400m Gruppe 1 Hong Kong Vase im Dezember nicht anknüpfen, aber der vierte Platz hinterm dem klar dominierenden Paar Exultant und Lys Gracieux war trotzdem eine gute Leistung.

Eagle Way wird in der Regel über das Jahr in Form gehalten und gönnt sich nur wenige längere Pausen, und auch die Saison 2018 / 2019 war da nichts anderes, denn schon im Januar ging es für Eagle Way in den The January Cup, in dem er allerdings nichts von seiner Form zeigen konnte und auf dem letzten Platzs ins Ziel einlaufen musste. Bis zum nächsten Rennen gönnte sich Eagle Way dann immerhin einen Monat Pause, aber das Ziel war ja auch der The Hong Kong Gold Cup auf Gruppe 1 Ebene und damit kein Kinderspiel, sondern ein hartes Rennen welches von einigen der besten 2000m Spezialisten aus Hong Kong besucht wird – wie etwa Exultant, der das Rennen auch ein weiteres Mal gewinnen konnte. Eagle Way scheiterte ein weiteres Mal und musste sich deutlich distanziert auf einem sechsten Platz einfinden, was nun eine zweimonatige Pause bis zum The QE II Cup nach sich zog – in dem Exultant auf seinem zweiten Platz hinter Win Bright erneut deutlichen Abstand auf Eagle Way gewinnen konnte – und das selbe Spiel wiederholte sich zu allem Überfluss exakt einem Monat später im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup über 2400m, als Exultant sich in einem spannenden Schlusssprint gegen den aufschließenden Rise Hill durchsetzen konnte.

Eagle Way schien nicht an seine Form aus dem Herbst 2018 anknüpfen zu können und es wurde mit Spannung erwartet, ob er im Herbst 2019 wieder in Form kommen würde, was allerdings beim Saisoneinstand im The Oriental Sha Tin schon einmal nicht gelang, und auch im The Sa Sa Ladies Anfang November scheiterte Eagle Way wieder einmal deutlich. Aber auch nach dem Saisondebüt und den Rennen danach konnte Eagle Way seine Form nicht bessern und musste sich im Gruppe 1 The Jockey Club Cup Exultant um Längen geschlagen geben, wie auch danach im Hong Kong Vase, den passender Weise Glory Vase gewann. So gings weiter im Gruppe 3 The January Cup und im selben Monat auch im The Centenary Vase – und die Serie setzte sich 2020 ungebrochen fort, als er im The Citi Hong Kong Gold Cup und im April im Harlech Handicap -wieder deutlich scheiterte

Eagle Way scheint seinen Weg verloren zu haben und die Siege des letzten Jahres scheinen immer mehr eine Fata Morgana zu sein.

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat sich gerade im Jahr 2019 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) sich einen Namen gemacht und im Dezmber 2019 und dem Feburar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst. Nun macht er also sein erneutes Saisondebüt nach zwei Monaten Pause und ist auf der Jagd nach seinem insgesamt achten Gruppenensieg – und die Chancen stehen nicht schlecht!

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistanz Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlore atte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Er wird auch hier das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunigen, muss aber aufpassen, dass er nicht zu weit ins Hintertreffen gerät

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen sieben Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfogern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, sollte er auch heute wieder an der kurzen Leine geführt werden, sonst ist er auf und davon an der Front, und Exultant hat erneut das Nachsehen

Furore: Eigentlich hat nach dem Pierro Sohn kein Hahn mehr gekrät, seit er nach seinem Hoffnungsvollen Sieg im Hong Kong Derby 2019 nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte. Auch der Sieg im Derby kam ziemlich überraschend, denn davor war er im Harrolds Australian Derby klar geschlagen worden, aber auch nach dem ersten Gruppe 1 Sieg folgten klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Sa Sa Ladies  oder dem The Celebration Cup.
Der Start im Gruppe 2 The Jockey Club Cup über 2000m im November 2019 war allerdings ein kleiner Lichtblick mit einem guten zweiten Platz inter Exultant, und obwohl Furore danach wiede in das Tal der Tränen stürzte, war sein letzter Start im The Chairman’s Trophy hinter Beauty Generation in diesem Monat gar nicht so schlecht – er holte auf der Zielgerade noch gut auf, und Beauty Generaion hatte in diesem Rennen alle Hände voll zu tun, die Verfolger Ka Ying Star und Southern Legend auf Abstand zu halten – und da Furore nicht weit hinter diesen ins Ziel einlief, rechnet man sich hier Chancen auf eine weitere Überraschung aus

 


Auch in Teilen von Australien wird der Rennbetrieb teilweise eingestellt.

Pferdewetten News

Nun hat es also auch die Rennen in Tasmanien , einem Bundesstaat in Australien, getroffen – die Rennen dort wurden aufgrund neuer Maßnahmen, die Premier Peter Gutwein am Donnerstag angekündigt hatte, für mindestens einen Monat abgesagt. Auf der Insel im Pazifik liegt die Rennbahn Hobart, über die ich allerdings auch nicht allzu oft berichte. Dort finden in der Regel kleinere Rennen statt, wie es nun einmal in der Provinz so ist.

Die Einschränkungen sind sofort wirksam und umfasst alle drei arten von Rennen, also Galopp, Trab und Windhundrennen, wobei die Windhundrennen, die für Donnerstagabend in Hobart geplant waren, bereits kurzfristig abgebrochen wurden.

Premier Gutwein sagte, dass das Verbot für mindestens vier Wochen gelten würde und die Schließung von TAB-Geschäften einschließt, obwohl die Schulungs- und Trainingseinrichtungen offen bleiben würden. Training ist also noch möglich, viel mehr allerdings leider nicht. Gutwein führte weiter aus: „In Bezug auf Rennen, sowohl Windhund- als auch Pferderennen, werden diese sofort eingestellt. Viele Mitglieder der betroffenen Industrie werden Anspruch auf Unterstützung durch Bund und Länder haben. Während Renn- und Trainingsrennen mindestens in den nächsten vier Wochen abgesagt werden, können diejenigen Branchenteilnehmer, die für das Wohlergehen von Renntieren verantwortlich sind, ihre wichtige Arbeit fortsetzen.“

Der Premierminister sagte, dass an den Renntagen Teilnehmer aus dem gesamten Bundesstaat teilnahmen, viele aus ländlichen und regionalen Gebieten, und er wollte das Risiko von COVID-19 für diese Gemeinden nicht erhöhen.

Das nächste reinrassige / vollblüter  Treffen war für Karfreitag in Launceston angesetzt worden.

Rennministerin Jane Howlett sagte, es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, das Rennen abzubrechen, aber der Gesundheitsrat habe es zu einem notwendigen Schritt gemacht.

„Ich kann Ihnen versichern, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen wurde, da die tasmanische Rennindustrie Tausende von Arbeitsplätzen in ländlichen und regionalen Gemeinden unterstützt und jährlich rund 103 Millionen US-Dollar in die Wirtschaft des Staates einbringt“, sagte sie.

„Ich gebe zu, dass dies ein schwerer Schlag für die 5.000 Teilnehmer in den drei Renncodes sein wird, von denen viele für ihr Haupteinkommen auf die Branche angewiesen sind.“

„Die Gesundheit und Sicherheit aller Tasmanier muss jedoch an erster Stelle stehen, und der Ratschlag zur öffentlichen Gesundheit, den ich erhalten habe, zeigt, dass die heutige Entscheidung notwendig ist.“


Die britische Racing Industrie versucht Pläne zum Überwinden der Corona Krise zu formulieren

Pferdewetten News

Plan der britischen Racing Industrie zum Überwinden der Corona Krise

Die verantwortliche Industriegruppe, die auf die Auswirkungen des Coronavirus auf das Pferderennen in Großbritannien reagieren soll, veröffentlichte am Montag einen Einsatzplan, in dem die Bedingungen für die Wiederaufnahme der Rennen in Großbritannien aufgeführt sind, welcher für den 1. Mai geplant ist – gerade rechtzeitig für die Classics, aber zu spät natürlich für das Grand National, welches uns am nächsten Wochenende begeistert hätte

Der zehnseitige Plan, der auf der BHA-Website veröffentlicht wurde, besagt, dass das Rennengeschehen „mit ziemlicher Sicherheit“ hinter verschlossenen Türen wieder aufgenommen wird – also ohne Zuschauer.

Der Plan sieht auch vor, dass die Rennen zunächst nur auf dem Flat (Flachrennen) beginnen, um das für Sprungtreffen erforderlichen Sicherheits- und Rettungspersonal zu minimieren. Allerdings könnten die P2P und Bumper Rennen trotzdem stattfinden, um auch den National Hunt Pferden die Chance zu geben, einige Rennen zu bestreiten.

Am Sonntag berichtete die englische Racing Post, dass hinter verschlossenen Türen Diskussionen darüber stattgefunden hätten, ob die Rennen an drei regionalen Veranstaltungsorten wiederaufgenommen werden könnten. Dies könnte bedeuten, dass auf Strecken im Norden, Süden und Mittelland über einen längeren Zeitraum von jeweils bis zu einer Woche Rennen stattfinden könnten – vor allem würde sich hier auf die großen Gruppenrennen fixiert werden, aber generell ist die Idee konzentrierter Karten und längerer Events interessant.

Obwohl die Gruppe derzeit noch plant, die Rennen ab dem 1. Mai wieder aufzunehmen, lautet das Statement vom Montag: „Wir können noch keinen Zeitplan für die Wiederaufnahme festlegen. Niemand kann dies. Unsere Fähigkeit, Ressourcen an Ort und Stelle zu halten, Pferde trainiert und bereit zu halten, wird getestet werden. Die Branchenführer würden gerne konkretere Termine und Daten ausgeben, aber es ist derzeit zu früh, dies zu tun. „

Zu den Bedingungen für die Rückkehr des Rennens gehören die Planung der Veranstaltungen und die Sicherstellung, dass die Meetings von Trainern, Jockeys und Besitzern unterstützt und besucht werden können. Die Wiederaufnahmegruppe wird auch mit Buchmachern, Rundfunkveranstaltern und dem Levy Board zusammenarbeiten. Schließlich ist der Rennsport auch ein lukratives Geschäft

Der Plan enthält fünf verschiedene Arbeitsschritte bzw. Kategorien, um den Sport in seiner aktuellen Situation zu unterstützen und die langfristigen Auswirkungen des Ausbruchs des Coronavirus zu bewältigen.

Die fünf Kategorien sind Finanzen, Menschen, Gesundheit und das Wohlergehen von Pferden, Wiederaufnahme und Genesug.

Ein Sprecher der Gruppe sagte: „Die Branchengruppe arbeitet hart daran, die Bedürfnisse der Rennsportbranche in dieser Zeit großer Unsicherheit zu erfüllen. Es wurden bereits große Anstrengungen unternommen, und dies wird fortgesetzt, bis wir uns einem Punkt nähern, an dem die Rennen wieder aufgenommen werden können.“

„Wir veröffentlichen den Plan, damit die Interessengruppen und Teilnehmer der Branche das umfangreiche Arbeitsprogramm sehen können. Wir glauben, dass dies dazu beitragen wird, Doppelarbeit zu vermeiden und Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Wir werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Aktualisierungen vornehmen . „

Sind damit die Classics doch wieder in greifbare Nähe gerückt? Ich zweifele ehrlich gesagt noch daran, dass dieses Jahr die Guineas Rennen wie geplant stattfinden können, vor allem wenn ich mir den Führungsstil eines Boris Johnsons so ansehe…. Aber hoffen kann man ja noch. Lieber Classics ohne Zuschauer als gar keine Classics dieses Jahr.


01.12.2019 – Fairyhouse – Hatton’s Grace Hurdle – Pick: Honeysuckle

Pferderennen in England

15:40 Hatton’s Grace Hurdle – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.023 m  |  Preisgeld: 125.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Apple’s Jade Die Saddler Maker Tochter schaffte letztes Jahr beim Festival einen Achtungserfolg im Triumph Hurdle, wo sie Zweite wurde, , obwohl sie bis dato kaum Erfahrung über Hürden aufweisen konnte und lies gleich darauf in Aintree im Betfred Anniversary  4YO Juvenile Hurdle einen beeindruckenden Sieg gegen ihren ehemaligen Bezwinger Ivanovich Gorbatov folgen. Im nachfolgenden Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle lies sie den Konkurrenten wiederum mit Leichtigkeit zurück und es ging danach in die wohl verdiente Sommerpause 2015.

Nach 7 Monaten Pause floppte ihr Debüt in der neuen Saison2016/2017  allerdings und sie kam als klare Favoritin nicht über einen zweiten Platz im Gruppe 2 WKD Hurdle hinaus. Es folgte ein erneuter zweiter Platz als Favoritin im Fighting Fifth Hurdle, wo sie im einem Foto Finish gegen Irving verlor, der speziell dieses Rennen aber auch liebt und dort öfter über sich hinauswächst

Apple’s Jade schaffte dann aber ihr eigenes Comeback mit einem knappen Sieg über Vroum Vroum Mag im Hatton’s Grace Hurdle 2016, welche in jenem Duell eigentlich als Favoritin gestartet war. Auf für die Jahreszeit überraschend gutem Untergrund hatte sich Apple’s Jade hinter die Führenden gesetzt und stets an den Pacesettern orientiert, um drei Hürden vor dem Ziel selbst Ansprüche auf die Führung zu erheben. Vroum Vroum Mag kam an der letzten Hürde heran und die beiden lieferten sich ein episches Duell bis zur Ziellinie, welches Apple’s Jade weniger Zentimeter vor dem Ziel für sich entscheiden konnte. Die beiden deklassierten Shaneshill und Ivanovich Gorbatov und setzten damit als Stuten ein großes Ausrufezeichen für die aktuelle Saison.

Apple’s Jade hatte sich damit wieder das Vertrauen ihrer Unterstützer verdient und startete als Favoritin in das Quevega Mares Hurdle in Punchestown, wo sie über 2m4f auf schwerem Untergrund keine Chance gegen Limini hatte.

Beim Festival 2017 ging man eigentlich davon aus, dass Apple’s Jade mit Vroum Vroum Mag und Limini alle Hände voll zu Tun haben würde, auf den letzten hundert Yards lies sie aber beide Konkurrentinnen souverän hinter sich und gewann das Gruppe 1 OLBG Mares‘ Hurdle über 2m4f mit knappen Vorsprung. Der bessere Untergrund schien ihr deutlich besser zu liegen als der Schlamm zuvor und auch beim nachfolgenden Gruppe 1 Irish Stallion Farms European Breeders Fund Mares Champion Hurdle in Punchestown bekam Apple’s Jade den bevorzugten Boden. Unter idealen Bedingungen schlug sie das solide besetzte Feld mit Leichtigkeit, wobei sie sich bereits zwei Hürden vor dem Ziel locker absetzte und mit 14 Längen Vorsprung gewann.

Danach ging es in die wohl verdiente Sommerpause, die Rückkehr in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle stand aber unter keinen guten Vorzeichen, schließlich war der Boden durch Dauerregen deutlich aufgeweicht worden und nunmehr auf dem Weg zur Schlammschlacht. Die einzige wirkliche Konkurrentin Jer’s Girl hielt auch lange dagegen, musste an der letzten Hürde aber einsehen, dass Apple’s Jade noch deutlich mehr im Tank hatte und musste die Konkurrentin ziehen lassen. Damit hat Apple’s Jade drie ihrer letzten vier Starts gewonnen und sich als eine, wenn nicht die beste Stute in England und Irland positioniert. Das ist auch nach der Sommerpause nicht anders und Apple’s Jade deklassierte das Feld rund um Jetzki im Lismullen Hurdle nach Belieben. Für ihr Niveau war das Rennen vielleicht ein wenig schwach besetzt, aber ein Sieg auf Gruppe 2 Niveau ist ein Sieg.

Da hatte Apple’s Jade Anfang Dezember im Hatton’s Grace Hurdle auf dem Papier mit Supasundae und Limini schon deutlich mehr vor der Brust, konnte aber auch dort die Konkurrenz nach Belieben deklassieren, und im Squared Financial Christmas Hurdle auf Gruppe 1 Ebene in Leopardstown Ende Dezember 2018 gab es für Apple’s Jade nur wenig Gegenwehr, auch wenn Faugheen ein herausragendes Rennen lief. Der Konkurrent stürzte leider an der letzten Hürde und wurde daher für seinen extrem guten Lauf leider nicht belohnt.

Apple’s Jade jedenfalls ging danach noch einmal ein Rennen im Februar an und gewann gegen einige der Hauptkonkurrent beim Festival mit Leichtigkeit. Das Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle war mit Petit Mouchoir und Supasundae oder Melon stark besetzt, Apple’s Jade aber gewann gegen diese Gegner mit absoluter Leichtigkeit und deklassierte die Verfolger mit 16 Längen, dabei zeigte sie keine Schwäche über den gut bis schnellen Boden und die 3200m Distanz.

Der Weg in das Champion Hurdle beim Cheltenham Festival war vorgezeichnet, und Apple’s Jade startete als Favoritin in das Rennen, allerdings endete der Versuch beim Cheltenham Festival ähnlich enttäuschend wie beim letzten Besuch, denn Apple’s Jade musste sich unter eigentlich idealen Bedingungen sehr deutlich geschlagen geben – und das deutlich!. Auch Buveur D‘ Air stürzte und brachte damit auch noch Sharja zu Fall, was aber den Lauf von Apple’s Jade nicht im geringsten beeinträchtigte – die war nämlich an der Front des Feldes zusammen mit Melon, konnte sich aber schon zwischen den beiden letzten Hürden nicht mehr mit den Siegern auf einer Ebene halten, sondern fiel immer weiter zurück.

Mit erheblich gesteigerter Distanz erging es ihr im Ryanair Stayers Hurdle dann schon deutlich besser im April, auch wenn hier die Konkurrenz natürlich auch schon wieder ein Stück leichter war. Und trotzdem schaffte Apple’s Jade auch in diesem Rennen es nicht, ihrem klaren Favoritenstatus gerecht zu werden sondern musste sich wieder geschlagen geben, wenn auch nur um eine halbe Länge. Sie hatte ein spannendes Finish mit If The Cap Fits und Roksana, planierte aber wieder die letzte Hürde und musste danach wieder Momentum aufbauen. Aber auch der Sieger If The Cap Fits hatte keinen guten Sprung an der letzten Hürde, aber definitiv mehr Kraft übrig und konnte sich noch an Rocksana vorbeischieben. Apple’s Jade versuchte sich dann noch im Punchestown Champion Hurdle im Mai, scheiterte dort nun aber zum dritten Mal in Folge als Favoritin, während Buveur D’air von der Niederlage beim Cheltenham Festival rehabilitieren konnte und das Rennen gegen den formidablen Supasundae gewinnen konnte.

Das wars dann auch mit der Saison, denn Apple’s Jade startete erst nach der Sommerpause wieder, dieses Mal im Lismullen Hurdle, wo sie als Favoritin auflief, das gesetzte Tempo aber nicht bis zum Ziel durchhalten konnte und den heutigen Konkurrenten Bacardys leider ziehen lassen musste.

Bacardys: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 nach zwei Starts in der Provinz mit einem Sieg in Leoparstowne in einem normalen Rennen, bevor es direkt in das Champion Bumper beim Cheltenham Festival ging, wo Barcardys einen beeindruckenden dritten Platz erringen konnte und dammt einige bekannte Namen wie Augusta Kate oder Avenir D’une Vie hinter sich lassen konnte. In der selben Saison ging es dann noch in das Gruppe 2 Weatherbys Private Bank Champion Standard Open National Hunt Flat Race, wo Barcardys überraschend den Sieg feiern konnte und damit den Champion Bumper Sieger Ballyandy auf den vierten Platz schicken konnte.

Bacardys startete dann noch im Attheraces.com Champion INH Flat Race in Punchestown, wo allerdings Moon Racer trotz des letzten beeindruckenden Sieges nicht als Favorit auflief, diese Rolle wurde Moon Racer zugdacht, der auch tatsächlich deutlich vor Bacardys ins Ziel einlief – geschlagen nur vom Außenseiter Blow By Blow. Tja, die Bumper Rennen sind auf Gruppe 1 Ebene immer so eine Sache und auf Grund der Altersstrucktur nicht immer fair oder Durchschaubar, interessanter ist da schon eher, wie die Teilnehmer in den nächsten Jahren so in den Gruppenrennen abschneiden.

Bacardys scheiterte im ersten Rennen noch, lief dann aber im zweiten Versuch wie erwartet zum Sieg und machte sich im Februar auf in die Vprbereitung für das Cheltenham Festival. Der Versuch im Deloitte Novices Hurdle auf Gruppe 1 Ebene war auf dem Papier etwas hoch gegriffen, aber der klare Favorit Saturnas scheiterte spektakulär und öffnete das Rennen für den Rest des Feldes, und Bacardys zog vollen Profit aus dem Ausfall des Favoriten und gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen im ersten Anlauf. Beim Cheltenham Festival im Gruppe 1 Neptune Novices‘ Hurdle zeigte sich dann allerdings, dass die viel stärkere Konkurrenz und die weitere Distanz doch noch ein bisschen zu viel für ihn waren.

200m runter und auf den Kurs in Punchestown gewechselt lief es dann wieder besser und einem extrem spannenden Finish konnte er sich gegen Finan’s Oscar durchsetzen, der vor der letzten Hürde wie der sichere Sieger aussah. Finian’s Oscar hatte sich fast spielend an die Front des Feldes gesetzt und unter minimalem Druck seines Jockeys Robbie M. Power mehrere Längen Abstand auf die Verfolger gewonnen. Bacardys wurde währenddessen schon längst von Patrick Mullins hart angetrieben, machte aber einen super Sprung an der letzten Hürde und nahm alles Momentum in den Schlusssprint mit und gewann verdient mit einer Nase vor dem klaren Favoriten, der nicht wusste wie ihm passiert war.

Mit diesem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause 17/18, die im November 17 mit dem Debüt in der Chase Disziplin beendet wurde, was aber in einem ziemlich ernüchternden dritten Platz endete. Beim nächsten Beginners Chase, dem Midland Solicitors Beginners Chase stürzte er und brauchte bis zum Cheltenham Festival 2018 um sich davon zu erholen – wo er sich gleich das nächste Mal auf die Nase legte.

Die Saison zum Vergessen nahm im Champion Stayers Hurdle ihren Fortgang, wo Bacardys auf dem vorletzten Platz in Ziel einlief. Die Entscheidung in die Chase rennen zu gegen hatte sich absolut nicht bezahlt gemacht und auch bei der zweiten Saison im Mongey Communications Beginners Chase erging es ihm nach einer siebenmonatigen Pause nicht besser, denn obwohl er gegen die leichte Konkurrenz als Co Favorit auflief, kam er erneut nur abgeschlagen auf einem siebten Platz ins Ziel – aber wenigstens scheiterte auch der eigentlich Favorit Any Second Now deutlich nach der Sommerpause.

Im Ballymaloe Foods Chase danach, einem weiteren Beginners Chase, startete Bacardys erneut als Favorit, so ganz hatte man ihn nach seinen Erfolgen im Jahr 2017 noch nicht abgeschrieben, aber dies war nun das vierte Chase Rennen innerhalb von 13 Monaten, in dem Bacardys stürzte – die Hindernisse lagen im zu dieser Zeit definitiv nicht, da war der sechste Platz im Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival schon so was wie ein Achtungserfolg, egal dass er keine Rolle um den Sieg oder die ausbezahlten Plätze spielte

Ein echtes Ausrufezeichen, sein erstes in der bisherigen Chase Karriere, setzte er dann im Gruppe 1 Champion Stayers Hurdle im Mai 2019 über 4823m auf gut bis weichem Untergrund. Eigentlich als einer der Außenseiter gehandelt, erkämpfte sich Bacardys einen soliden zweiten Platz hinter Unkowhatimeharry und noch vor dem Favoriten Bapaume. Endlich konnte Bacardys zeigen was er auch über die kleineren Hürden kann und er machte im Lismullen Hurdle nach der Sommerpause genau da weiter wo er aufgehört hatte.

Wieder zeigte sich Bacardys als Favoritenschreck, denn die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Apple’s Jade war die klare Favoritin des Rennens und hätte eigentlich dominieren müssen, wenn man ihre Form mit zwei Gruppe 1 Siegen im Frühjahr betrachtete, aber der Wechsel in die Chase Disziplin schien auch ihr nicht zu bekommen und sie beendete das Rennen auf einem abgeschlagenen zweiten Platz hinter dem klaren Sieger Bacardys

Honeysuckle: Die Sulami Tochter von Trainer Henry De Bromhead hat sich in ihrer noch recht kurzen Karrier ebisher keinen Aussetzer geleistet und gewann jedes Ihrer Rennen dominant.

Begonnen hat die Siegesserie im November 2018 begonnen, wo sie in Fairyhouse ein Maidenrennen mit 12 Längen gewann und der Konkurrenz über die 4023m auf gutem Boden keine Chance lies.  Der Sieg war derart beeindruckend gewesen, dass sie auch im Belle Mares Novice Hurdle auf Listed Ebene einen Monat später als Favoritin startete, auch wenn die Distanz deutlich kürzer war. Die Konkurrenz war natürlich etwas stärker und sie musste auch gegen eine Siebenjährige antreten, die aber keine Chance hatte an die Siegerin heran zu kommen. Vor der eigentlich geplanten Teilnahme am Festival lief sie dann noch im Gruppe 3 Solernia Mares Hurdle auf, wo sie gegen Tintangle und Awayinthewest heran musste. Das war ihr erster wirklicher Test gegen einige vielversprechende Konkurentinnen, denen Honeysuckle aber keine Chance lies. Honeysuckel hielt sich an der Front des Feldes über die meiste der Distanz, beschleunigte dann aber drei Hürden vor dem Ziel und übernahm die Führung beim Sprung über die drittletzte Hürde, welcher beim Einbiegen in die letzte Kurve noch ein wenig länger wurde. Beim Anstieg vor der letzten Hürde setzte sich Honeysuckle noch ein wenig weiter ab, hatte sich aber wohl dort etwas verausgabt und der letzte Sprung über die Hürde war ziemlich unbeholfen, was aber nichts am dominanten Sieg änderte.

Das Festival verpasste sie leider 2019, aber sie machte sich noch auf zum finalen Abschluss der Saison in Irland auf dem Kurs in Fairyhouse, wo sie im EBF Mares Hurdle startete. Auch die Siegerin des Mares Novices‘ Hurdle beim Festival lief in Irland mit auf, aber Eglantine Du Seuil hatte ebenfalls keine Chancen. Auch hier hielt sie sich an der Front, auch wenn sie die Führung selbst anderen überließ. Caravation und Moskovite versuchten das Tempo zu setzen, wobei Moskovite das Rennen am Ende nicht einmal beenden konnte. Honeysuckle hingegen hatte kein Problem die Führung auch bis zum Ziel zu behaupten, nachdem sie zwischen der zweiten und dritten Hürde die Führung übernommen hatte. Nach der vorletzten Hürde kämpfte sich Tintangle an sie heran, aber Honeysuckle unter Rachel Blackmoore setzte sich mit einem nur moderat hartem Ritt ab und konnte sich am Ende über einen ungefährdeten 5,5 Längen Sieg freuen.

Nach der Sommerpause ging es dann in in Fairyhouse los gegen relativ unspannende Konkurrenz, dafür wird das Rennen heute aber schon als eine Art Vorerntscheidung für die restliche Saison gelten, wenn Honeysuckle sich wieder so locker gegen die Konkurrenz durchsetzen kann wie bisher.

 


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