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Galopprennen

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16.10.2021 – Randwick (Australien) – The Tab Everest – Pick: Classique Legend

Pferderennen in Australien

07:15 The Tab Everest – Gruppe 1 – Die Favoriten

Distanz: 6 Furlong / 1200m | Untergrund: Gut bis weich |2yo+

Das Tab Everest ist so spannend wie selten – fast alle Favoriten haben die ein oder andere Frage zu beantworten und es ist nicht sicher, wie etwa Classique Legend auf die lange Pause reagieren wird, die er seit seinem Versuch im Hong Kong Spint letztes Jahr hatte – und zwar seitdem zum Les Bridge zurück gekommen ist, aber 2021 hatte er noch keinen einzigen Start.

Ich gehe trotzdem von einem sehr guten Start morgen früh aus – denn Classique Legend hat die letzten beiden Male nach einer längeren Pause immer liefern können und seine Rennen gewinnen können, und in allen drei Trials, die er in Randwick in den letzten beiden Monaten gelaufen ist, sah Classique Legend fantastisch aus. Der Titelverteidiger ist zu einer guten Quote zu haben und sollte hier definitiv für Gefahr sorgen können.

Allerdings gibt es zwei sehr prominente und zwei sehr gute Front Runner in diesem Feld – Nature Strip und Eduardo, die sich schon drei Mal duellier haben – mit zwei Siegen für Eduardo, und einem für Nature Strip. Die heutige Distanz dürfte Nature Strip tendenziell besser liegen, aber wenn es beide ernst meinen mit dem Front Running und es zu energisch angehen, könnten sie das Feld für die späten Sprinter bereiten.

 

Die Pferde im Einzelnen:

Classique Legend: Der Not A Single Doubt Sohn von C. Frownes begann seine Karriere in Randwick in Australien im Jahr 2019 mit einem Altersgewichtsrennen über 1100m – eine sehr ordentliche Leistung schon beim ersten Rennen zeigte, wohin die Reise mit dem gut gezüchteten und nicht ganz günstigen Einkauf für seine Bestiter Mr & Mrs Boniface Ho Ka Kui gehen sollte. Der Sieg beim ersten Rennen über 1100m ging einen Monat später zu einem weiteren Sieg in einem weiteren Handicap gegen Level Eight, was Classique Legend so locker gelang, dass er noch im selben Monat auf die Black Type Ebene hinauf ging und im Darby Munro Stakes auf Listed Ebene startete.

Eigentlich hätte er das Rennen gewinnen sollen, aber Wild Planet ließ sich von dem Favoriten nicht nicht einschüchtern und ging den Tempowechsel mit und auch Krone hielt sich dicht hinter den beiden. Kerrin McEvoy gab alles auf Classique Legend, aber am Ende war es Krone, der von seinem Jockey noch einmal Leben eingehaucht bekam und sich nach vorne katapultieren konnte. Damit gewann der Außenseiter das Rennen und verbannte den klaren Favoriten auf den dritten Platz, schlechter Tag für Classique Legend, der trotz guter Vorzeichen in Randwick den Sprung im Niveau in Rosehill nicht schaffte.

Besser lief es da schon einen Monat später im April 2020 im Gruppe 2 Arrowfield 3Yo Sprint, wo er, zurück in Randwick, das Rennen mit gut 1,3 Längen gewinnen konnte. Classique Legen blieb danach dem Kurs in Randwick für die folgenden acht Rennen treu und wechselte nicht mehr den Kurs, schien er doch den Heimatkurs zu lieben und an Abwechslung und Chancen in sehr guten Rennen mangelt es in Ranwick nicht. Die nächste Chance wartete nach der ausgedehnten Winterpause im Gruppe 2 Bowermans Plate im September 2019, allerdings trat in diesem Rennen auch noch Pierata und Redzel an, Konkurrenz, mit der nicht zu spaßen ist und die schon mehrfach auf Gruppe 1 Ebene Erfolgreich gewesen war. Umso überraschender war da für mich, dass Classique Legend mit den beiden tatsächlich mithalten konnte und am Ende nur Pierata mit einer halben Länge Vorsprung vor ihm durchs Ziel laufen konnte.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Bisley Premiere Stakes fehlte derart hochklassige Konkurrenz, der einzige richtige Konkurrent Osborne Bulls floppte an jenem Tag, wie allerdings auch Classqique Legend, der wieder nur eine Länge auf den Sieger verlor, aber trotzdem nicht über einen dritten Platz hinaus kam. Bitter für den aufstrebenden 4yo damals, der auch im eigentlichen Ziel im Herbst, dem Gruppe 1 The Everest mit einem sechsten Platz nicht über den Erwartungen laufen konnte.

Es folgte eine weitere lange Pause vom Oktober bis zum Juni 2020, wo Classique Legend auf Listed ebene im Bob Charley Ao Stakes wieder zurück zur Rennstrecke zurück kam. Er gewann das Rennen gegen einige bekannte Namen und sicherte sich damit einen weiteren Black Type Sieg, wenn auch keinen Gruppensieg – der gelang ihm im September dann im Gruppe 2 Bowermans Plate, wo er 2019 noch einen zweiten Platz belegen konnte. Classique Legend zeigte eine starke Beschleunigung und konnte sich in der Mitte der Bahn recht souverän absetzen. Nach einem zweiten Platz im Premiere Stakes, der etwas überraschend gegen Libertini kam, der sich auf der Zielgeraden immer weiter von Classique Legend absetzten konnte, kam der richtige große Test im The Everest nur zwei Wochen später.

In dem 1200m rennen auf Gruppe 1 Ebene traten einige sehr gute Konkurrenten an, kein Wunder, das Everest ist eines der Highlights im letzten Quartal des Jahres und die Liste an hochklassigen Konkurrenten, die sich um die 15 Millionen AUD streiten ist lang – Gytrash, Nature Strip, Libertini und viele weiteren – aber Classique Legend deklassierte die Konkurrenz an diesem Tag, und wie! 100m vor dem Ziel ging Classique Legend in volle Fahrt über und beschleunigte augenscheinliche mühelos an den Konkurrenten vorbei, und hätte sicher mehr als 2.5 Längen Vorsprung am Ende herausholen können, schließlich brauchte er sich auf den letzten Metern nicht mehr sonderlich anstrengen.

Heute ist er das erste Mal seit langem auf einer anderen Strecke als Randwick unterwegs und das gegen deutlich bessere Konkurrenz als man gewöhnlich in Australien so vorfindet. Hot King Prawn wird nicht leicht zu schlagen sein.

Den ersten Trip nach Hong Kong zum Hong Sprint und en Wechsel zu C. Fownes dafür vergisst man lieber gleich wieder, auf dem höheren Niveau unter den Top Sprintern in Fernos gelang es Classique Legend nicht für ausreichend Gefahr zu sorgen und der sechste Platz war alles was am Ende erreicht werden konnte.

Nun ging es wieder zu seinem alten Trainer Les Bridge zurück, der ihn allerdings fast das gesamte Jahr 2021 nicht starten lassen konnte, und erst jetzt im oktober im Everest wieder starten lässt.

Die letzten beiden Male kam Classique Legend mit einem Sieg aus einer längeren Pause zurück, letztes Jahr gewann er das Everest recht souverän unter Kerrin McEnvoy über Biovauc – das sollte heute spannend werden, und die Quote auf ihn kann ich mir gefallen lassen!

Nature Strip: Der Nicconi Sohn von Chris Waller hat sich seit 2017 langsam noch oben gearbeitet, wobei er bereits nach seinem ersten Rennen eine Serie von drei Siegen in Folge präsentieren konnte. Das waren natürlich nicht die ganz großen Rennen, mit denen Nature Strip später auf sich aufmerksam machen sollte, wie etwa das Darley Sprint Classic oder das Cramer Moir Stakes, aber es war schon mal ein Anfang, der zeigen sollte, in welche Richtung es geht.

Heutzutage ist Nature Strip natürlich einer der etablierten Gruppe 1 Performer in Australien und über die Distanz von 1000-1200m immer eine ernst zu nehmende Gefahr. Allein 2019 gewann er drei Gruppe 1 Rennen mit einem Preispool von insgesamt 3.700.000$ australischen Dollar, 2020 folgten Siege im Hyland Challange Staks, dem TJ Smith Stakes und 2021 wurden das Black Caviar Lightning Stakes und erneut das TJ Smith Stakes zur Trophäensammlung hinzugefügt.

Das ist weit weg von dem kleinen Nature Strip, der 2017 das erste Mal in einem 120k$ Rennen lief, aber den letzten Sieg seiner Serie von 2017/18 landete er immerhin schon in einem 250k$ Rennen und war damit auf dem besten Weg, die Investitionen seiner Besitzer zurück zu zahlen.

Danach wurde er immerhin noch einmal Zweite im Yulong Vobis Gold Dash in Caulfield im April 2018, bevor er es in sein erstes Gruppenrennen im Gruppe 2 Euclase Stakes in Morphetville, einem 1200m Rennen mit durchaus starker Besetzung. Nature Strip war nach seiner Erfolgsserie zuvor als Favorit gestartet, konnte aber „nur“ einen vierten Platz eine Länge hinter dem Sieger belegen, was aber eine durchaus gute Leistung war

Das konnte Nature Strip im Great Ocean Road Handicap einen Monat später gleich wieder mit einem beeindruckenden Sieg unterstreichen, als er das Rennen mit fast fünf Längen  für sich entschied. Das Rennen war das Sprungbrett um im A.r. Creswick Series Final wieder auf Black Type Rennen Ebene zu starten – und zu gewinnen. Das 1200m Rennen war zwar nicht so stak besetzt wie die Gruppenrennen zuvor, aber Nature Strip lies sich nicht beirren und lieferte im Lightning Stakes noch im selben Monat den nächsten Sieg nach. Dieser Sieg war eine reine Demontage der Konkurrenz, die auf dem 1050m Distanz keine Chance hatte, an Nature Strip noch dran zu bleiben und den Favoriten mit sechs Längen hatte ziehen lassen müssen.

Der talentierte Sunlight gehörte zu den geschlagenen Konkurrenten  und Nature Strip machte sich zu höheren Ebenen, als er im Gruppe 2 Mittys Mcewen Stakes im September startete. Das Rennen ging Nature Strip erneut als Favorit an den Start ging, aber am Ende gegen Houtzen nur knapp bestehen konnte. Nature Strip bewies einmal mehr seinen Kampfgeist und behauptete seinen Vorsprung bis zur Zielinie, hatt emit dem Außenseiter aber mehr zu schaffen als erwartete worden wäre, vielleicht hat die lange Saison zu diesem Zeitpunkt ihre Spuren hinterlassen – schließlich kam er auch im Gruppe 1 Cramer Moir Stakes  im September nicht mehr rechtzeitig in Gang und musste sich am Ende mit einem achten Rang zufrieden geben. Deutlich abgeschlagen hinter den Siegern ging es für Nature Strip nach dieser Niederlage in eine kleine Pause, die im Februar beendet wurde – mit einem Sieg im Gruppe 2 Schweppes Rubiton Stakes über 1100m und Konkurrenten wie Jungle Edge oder Vodoo Lad,

Jungle Edge versuchte das Tempo zu setzen, aber Nature Strip klebte ihm an den Hufen und übernahm beim Einbiegen in die Zielgerade ab der 200m Marke das Feld übernahm und locker ins Ziel einreiten konnte. Das war der nächste lockere Erfolg von Nature Strip in einem Gruppenrennen, und es wurde so langsam Zeit, dass er auch auf der höchsten Ebene endlich Erfolg haben würde – dachten zumindest Punter und Buchmacher, und ließen ihn im Oakleigh Plate als Favorit auflaufen. Nature Strip kam allerdings nicht als Sieger, sondern erneut abgeschlagen als Zehnter ins Ziel.

Nature Strip schoss nach vorne und übernahm die Führung, aber 100m vor dem Ziel endete sein Lauf und er fiel Platz um Platz zurück, ohne eine Chance zu haben dem Rest noch zu folgen. Seinen Chancen tat aber auch der weiche Untergrund keinen Gefallen, im Gruppe 1 Galaxy Cup hingegen schaffte es Nature Strip dann endlich, seine Erfüllung zu erfüllen.

Nature Strip lief an der Front des Feldes und führte seine Konkurrenten in die Zielgerade und hatte bereits an der 200m Marke zwei Längen Vorsprung, die er allerdings auch voll ausnutzen musste, um am Ende gewinnen zu können.

Nature Strip wechselte das Tempo nach dem Einbiegen in die Zielgerade und holte noch einmal ein paar Meter mehr auf seine Verfolger heraus, was die späten Sprinter wie Pierata den Anschluss verlieren lies und am Ende dafür sorgte, dass Nature Strip immer noch ganz vorne war.

Im Gruppe 1 Doomben Cup im Mai erwarteten ihn ähnliche Konditionen, allerdings gelang es ihm nicht das Feld von hinten aufzurollen und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz gut eine Länge hinter dem Sieger The Bostonian begnügen und ging danach in die verdiente Winterpause – die im Gruppe 3 Forum Concorde Stakes beendet wurde, dem Paraderennen von Redzel, der das Rennen nunmehr zum vierten Mal hintereinander gewinnen konnte.

Nature Strip lief bei jenem Rennen eine Länge vor Sunlight ins Ziel und versuchte sich danach wieder einmal am Cramer Moir Stakes – letztes Jahr war Nature Strip dort klarer Favoritin, scheiterte allerdings deutlich und trat 2019 an, um Vergangenes vergessen zu machen – und das konnte Sie! Nature Strip sicherte sich die Führung in dem Rennen und führte das Feld in die Schlussgerade, auch wenn sie sich mit ihrem Tempowechsel zunächst nicht absetzten konnte. Dann aber verloren die, die mit ihr an der Führung gekämpft hatten an Kraft und es waren die Schlusssprinter rund um Sunlight, die Nature Strip noch gefährlich werden konnten – aber die Ziellinie kam rechtzeitig und Nature Strip feiert den zweiten Gruppe 1 Sieg!

Im Everest galt sie trotzdem als Außenseiterin, auch weil die Distanz gut 200m länger war und Nature Strip schon zuvor nur knapp die 1000m durchhalten konnte, und das gegen etwas leichtere Konkurrenz als in dem prestigeträchtigen Gruppe 1 Rennen – in dem Nature Strip durch einen hervorragenden Lauf immerhineinen vierten Platz erringen konnte, 1.3 Längen hinter dem hervorragend gelaufenen Dreijährigen Yes Yes Yes, der mit einem beeindruckenden Sprint zum Ziel noch Santa Ana Lane einsammeln konnte, der das Feld angeführt hatte.

Den selben Fehler machte Nature Strip aber im Gruppe 1 Darley Sprint Classic nicht noch einmal und Nature Strip gewann das Rennen von der Front mit einem schnellen Tempowechsel und da Nature Strip mehr Speed als alle Verfolger hatte,  gewann er das Rennen mit über drei längen Längen Vorsprung unangefochten, und das gegen Konkurrenz wie In Her Time, Santa Ana Lane oder Alizee.

Das selbe gelang ihm allerdings im Februar im Black Caviar Plate nicht noch einmal und der Außenseiter Gytrash nutzte die Schwäche der Favoriten in dem Rennen gnadenlos aus und gewann das Gruppe 1 Rennen gegen Nature Strip, Redzel und Loving Gaby – eine beeindruckende Leistung, die er im Gruppe 1 Black Caviar Plate im Februar noch einmal wiederholen wollte. Nature Strip startete als Favorit, kam aber am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel, dieses Mal hinter Loving Gaby und Redzel – der gerade Kurs und der Split in zwei Gruppen war für den Front Runner Nature Strip nichts und er musste auf der anderen Seite der Bahn Gytrash ziehen lassen. Auch der weiche Boden mag seinen Teil zur Niederlage beigetargen haben, denn Nature Strip mag den schnellen Boden deutlich mehr

Den bekam er im  Gruppe 2 ATC Race Colours Challenge Stakes. Die Führung in diesem Rennen musste sich Nature Strip erst einmal erkämpfen, nachdem er ein wenig spät aus den ställen gekommen war, die Kurve vor der Zielgeraden ermögliche Nature Strip aber, das Feld hinter sich zu ordnen und dann seinen bekannten Tempowechsel zu zeigen, der das Feld weiter auseinanderzog. 300m vor dem Ziel war Jungle Edge noch dran, der dann aber wie Miss Leonidas den Anschluss langsam verlor und Redzel behinderte, der erst in die Mitte der Bahn wechseln musste, um seinen Schlusssprint zeigen zu können. Das funktionierte für Redzel erstaunlich gut, der sich noch einen zweiten Platz erkämpfen konnte, wenn auch weit hinter Nature Strip, der das Rennen nach Belieben dominierte und einen wichtigen, klaren Sieg in der so schwierigen Saison 2020.

Die Saison krönte Nature Strip dann mit einem Lauf im Gruppe  1 T. J. Smith Stakes, bevor es in die Zwangspause wegen Corona ging. Nature Strip übernahm wie schon gewohnt die Führung in dem Rennen und setzte ein recht scharfes Tempo, welches die anderen Konkurrenten von vorne herein nicht wirklich mitgehen konnten. So hatte Nature Strip schon auf der Zielgerade einen kleinen Vorsprung, den er bis zum Ziel immer weiter ausbauen konnte.

Vor der Zwangspause wegen Corona war Nature Strip in absoluter Topform und auch fünf Monate später war er in weiter in guter Form, auch wenn er als klarer Favorit des Concorde Stakes dem aufstrebenden Gytrash nichts entgegen zu setzen hatte. Gytrash hatte in seinem letzten Rennen den Sieg nur denkbar knapp verpasst und belohnte sich für seine Beständigkeit nun mit einem Sieg gegen den Gruppe 3 Sieger Nature Strip, der danach allerdings ein kleines Formtief im Premiere Stakes erwischte. Das Gruppe 2 Premiere Stakes hätte eigentlich maximal ein Duell zwischen ihm und Classique Legend werden sollen, aber Libertini, ein Außenseiter, spielte sie alle an die Wand und gewann mit einem bequemen 2 Längen Vorsprung, während Nature Strip sich von vier Längen dahinter das Ganze nur aus sicherer Distanz hatte anschauen können.

Dann ging es in das Gruppe 1 The Everest, und man erwartete immer noch ein Wiederaufleben von Nature Strip, dass über die 1200m allerdings wieder nicht kam. Gytrash war wieder vor ihm, auch wenn dieser im The Everest  ebenfalls hinter den Erwartungen lief, ganz im Gegensatz zum bekannten Gegner Classique Legend, der dieses Mal wieder ganz der Alte war und locker mit über 2.5 Längen über Biauvauc gewinnen konnte

Der revanchierte sich aber ein Rennen später im Darley Sprint Classic mit einem Sieg über Nature Strip und Libertini, die keine Chance hatten an seine Fersen zu heften – dafür hatte  Bivouac zu viel Tempo entwickelt und sein Momentum locker bis zur Zielgerade getragen. Er war Favorit und er lieferte in diesem Rennen, Nature Strip hatte zwar keine Chance auf den Sieg, aber der zweite Platz war ein Schritt in die richtige Richtung, der im Februar im Gruppe 1 Black Caviar Cup noch einmal gesteigert wurde – Nature Strip musste zwar kämpfen, aber gewann am Ende gegen den heranschießenden September Run über die 1000m mit einer halben Länge. Der Gegner war ziemlich schnell, aber Nature Strip hatte das richtige Timing und das entschied das Rennen für ihn.

Leider klappte das im Hyland Colours Challenge Stakes im Gegensatz zum Jahr davor nicht noch einmal, denn 2021 kam Nature Strip erstaunlich langsam aus den Ställen und ihm wurde viel Zeit gegeben, sich in das Rennen zu finden und dann langsam aber sicher das Feld aufzurollen – am Ende fehlte ihn nur ein Nacken für den nächsten Sieg und wenn man bedenkt, wie schwierig das Rennen über lange Strecken für ihn war, war das trotz des zweiten Platzes eine herausragende Leistung.

Diese toppte Nature Strip dann wie 2020 mit einem Sieg im TJ Smith Stakes, wo er sich nach sauberen Start im Mittelfeld festsetzen konnte, auf den letzten 500m langsam die Führenden unter Druck setzte und dann 280m vor dem Ziel alles klar machte. Das war schon fast zu einfach und mit 2 Längen Vorsprung auf Masked Crusader blieben in dem Rennen kaum Fragen offen und auch beim Concorde Stakes in Royal Randwick Anfang September lief es wie am Schnürchen für Nature Strip.

Nature Strip übernahm von Anfang an die Führung des Feldes und konnte sich spielend leicht an dieser Position behaupten als es in die Kurve ging. Das Tempo zog auf der Zielgeraden ein wenig an, aber Nature Strip schien weiter ohne ersichtliche Mühen die Führung behaupten zu können und baute seine Führung vielmehr immer weiter aus.

Gegen Ende des Rennens wurde zwar auch Nature Strip ein wenig angetrieben, aber der Vorsprung vergrößerte sich auch auf gut zwei Längen und hat dafür nicht mehr als einen Handritt bekommen.

Sehr starke Leistung, die allerdngs zwei Wochen später auf weichem Untergrund im The Shorts auf Gruppe 2 Ebene nicht ganz wiederholen – zwar sah Nature Strip auf der Zielgeraden zunächst wie der wahrscheinliche Sieger des Rennens aus, wurde dann aber auf dem sehr weichen Boden zunehmend müde und musste am Ende Eduardo ziehen lassen und sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben – die 100m längere Distanz hat sich hier definitiv als Problem erwiesen, auch we Nature Strip etwa das T J Smith Stakes in Randwick im April über gar 1200m und weichen Untergrund gewinnen können – die selben Parameter, die er wohl auch hier wieder vorfinden wird.

Nature Strip ist in großartiger Form und sicher schwer zu fangen, wenn er vorne im Feld sein eigenes Ding machen kann. Eigentlich passt alles heute und ich denke er wird von jeder Schwäche von Classique Legend profitieren können.

 

Eduardo: Die Karriere des Host Wallachs lässt sich im Prinzip in zwei Zeitabschnitte einteilen – den für seine erste Trainerin Sarah Zschoke, die Eduardo von 2018 bis Mitte 2020 trainiert hat und danach für Trainer Joseph Pride

Unter Sarah Zschoke hatte Eduardo bereist 2018 sein Potential angedeutet als er etwa in Flemington im Gruppe 2 Gilgai Stakes Zweiter wurde und danach in Caulfield das Gruppe 2 Caulfield Stakes gewinnen konnte. 2019 bestritt er dann das Gruppe 1 Oakleigh Plate und belegte dort einen zweiten Platz, bevor er im NEwmarke Handicap und später dem Cramer Moir Stakes auf selbem Niveau mehrfach deutlich geschlagen wurde.

Nachdem er 2020 dann bei seinem Saisodebüt in Caulfield im Esprit Stakes ebenfalls eine klare Niederlage erlitt, wechselte er nur zwei Monate später zu seinem neuen Trainer Joseph Pride, der Eduardo zur Eingewöhnung erst einmal eine Runde über das July Sprint Handicap laufen lies, um ihn an sein neues Umfeld und die neuen Aufgaben zu gewöhnen

Danach schickte aber auch Joseph Pride Eduardo auf die Gruppenebene und konnte trotz schweren Bodens gleich beim ersten Versuch im Gruppe 2 Iron Jack Missle Stakes einen Erfolg verbuchen, und fast hätte es gegen den schon damals hoch gehandelten Classique Legend im Gruppe 2 Shorts in Randwick im September 2020 ebenfalls gereicht, am Ende musste sich Eduardo aber mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Die Saison geriet danach ein wenig aus den Fugen, mit einem 11 Platz im Tab Everest und einem vierten Platz und zwei Längen hinter Gytrash im Yes Yes Yes Sakes in Rosehill Ende des Jahres.

Joseph Pride nahm sich danach über den Australischen Sommer 126 Tage Zeit um Eduardo auf das neue Jahr vorzubereiten und wurde erneut mit einem Sieg in einem Gruppe 2 Rennen belohnt. Dass er im Gruppe 2 Hyland Race Colours Challenge Stakes den Favoriten Nature Strip würde schlagen können war eher unerwartet und die beiden lieferten sich auf der Zielgeraden ein spannendes Duell, bei dem keiner der anderen Konkurrenten etwas mitzureden hatte. Nature Strip und Eduardo gingen über die Sprintdistanz fast zeitgleich über die Ziellinie, aber Eduardo hatte zum richtigen Moment die Nase unten und gewann das Rennen mi eben dieser – sehr gute Leistung, die Eduardo danach im Bisley Workwear Galaxy auf Gruppe 1 Ebene unter hohem Gewicht noch einmal toppte.

In dem Renne brachte er den Konkurrenten eine empfindliche Lektion bei – Eduardo sollte man an der Front besser nicht zu lange alleine lassen und schon gar nicht einen Vorsprung aufbauen lassen – Aber im Bisley Workwear Galaxy Handicap hatte Eduardo einfach zu viel Kraft übrig als dass die Konkurrenz ab der 300m Marke an ihm hätte dran bleiben können. Eduardo zog uneinholbar davon und nach vorne, um dann vor dem Ziel ein wenig Tempo rauszunehmen und die anderen auf etwas über 3 Längen heran kommen zu lassen.

Das war das beste Rennen von Eduardo bisher und brachte ihn in den Kreis der Favoriten des Heineken T J Smith Stakes, in dem er wieder auf Nature Strip traf – der allerdings wieder als Favorit auflief und über die 1200m und weicheren Boden im Heineken T J Smith Stakes auch wieder auftrumpfen konnte, wie man es von ihm erwartet worden war.

Nature Strip überließ ihm die Führung dieses Mal fast kampflos und auch als das Feld 400m vor dem Ziel in die Zielgerade einbog, war Eduardo, der am schnellsten agierte und mit seinem Tempowechsel sich ein wenig von dem ihn an den Hufen klebenden Nature Strip absetzen konnte. Aber 250m vor dem Ziel hatte Nature Strip ihn wieder eingeholt und zog an Eduardo vorbei, der keine Chance hatte, an Nature Strip mehr dran zu bleiben.

Eduardo fand aber gleich danach zur Form zurück und gewann gegen leichtere Konkurrenz – und als Favorit – das Doomben 10.000 mit einem guten Lauf gegen Wild Planet und The Harrovian. Vielleicht hätte Eduaro das Ganze noch ein wenig leichter von der Hand gehen sollen, aber ein Sieg ist ein Sieg und da Eduardo danach im Gruppe 2 Bowermans Commercial Furniture Shorts erneut gegen Nature Strip bestehen konnte, besteht nun wirklich kein Grund zu meckern.

Zwar hatte Nature Strip auf ca. er ersten Hälfte der Zielgeraden klar die Oberhand, wurde aber über die 1100m und weichen Untergrund zum Ziel hin immer müder und konnte den erneuten Angriff von Eduardo nicht mehr abwehren.

Das Duell heute ist Duell Nr. 4 der beiden, derzeit steht es 2:1 für Eduardo, aber die Konditionen heute sollten Nature Strip besser liegen und für ich sieht es nach einem 1:1 aus, wenn Classique Legend nicht dazwischen funkt.

Zwei Front Runner nebeneinander könnten einen lachenden dritten produzieren.

 


09.10.2021 – Newmarket – Darley Dewhurst Stakes – Pick: Native Trail / Straight Answer EW

Pferderennen in England

15:55 Darley Dewhurst Stakes- Gruppe 1 

Distanz: 7f (Row) | Untergrund: Gut | 2yo

Das Dewhurst Stakes steht an und mit ihm die Zweijährigen, um sich schon einmal für die Classics in der nächsten Saison und für die wahrscheinliche Karriere in der Zucht zu empfehlen. Beim Dewhurst dürfen keinerlei Wallache mitmachen, so dass alle, die heute hier mitmachen, womöglich in den nächsten Jahren uns mit ihren Nachkommen beglücken werden. Kein Wunder, dass das Dewhurst jedes Jahr eine Menge Aufmerksamkeit generiert und auch dieses Jahr alle Top Trainer und Syndikate vertreten sind.

Die Favoritenrolle fällt in diesem Jahr Native Trail von Charlie Appelby zu, der große Stücke auf seinen Hengst hält, denn Charlie Appleby gibt zu, dass Native Trail  „derjenige ist, den es zu schlagen gilt“.

Das Godolphin-Hengstfohlen geht am Samstag in drei Starts ungeschlagen ins Dewhurst und versucht, seinen Platz als Nummer eins der Zweijährigen in Europa zu festigen.

Der Sohn von Oasis Dream behauptete sich diesen Titel mit einem nachdrücklichen Dreieinhalb-Längen Sieg über Aidan O’Briens Point Lonsdale in den National Stakes im Curragh letzten Monat – ein Rennen, das Appleby 2019 mit Pinatubo auf seinem Weg zu Ruhm und Ehren im Dewhurst Stakes 2019. Eine Route, die sich durchaus als neue „Go To“ Version für Appelby entwickeln könnte, wenn Native Trail dem Beispiel von Pinatubo folgen sollte

„Native Trail war bis heute fehlerfrei und wir glauben, dass er ein Pferd ist, das sich mit jedem Rennen mental verbessert“, sagte Appleby gegenüber www.godolphin.com über seinen Favoriten der 2000 Guineas.

„Aus rein physischer Sicht hatten wir immer das Gefühl, dass er ein Mann unter Jungen ist, aber er hat sich seit den National Stakes auch mental wieder weiter geschärft. “ „Nach allen bisherigen Leistungen und Hinweisen scheint er derjenige zu sein, den es zu schlagen gilt.“

Native Trail begann seine Karriere in Sandown am 11 Juni 2021 mit einem Maidenrennen über 7 Furlong, welches er gleich einmal mit gut 4 Längen gewinnen konnte. Ein Grund, keine Zeit mit dem Oasis Dream Sohn zu verlieren und sein Trainer Charlie Appelby schickte Native Trail dann auch direkt auf Gruppenebene in das bet365 Superlative Stakes in Newmarket im Juli.

Das 7 Furlong Rennen auf schnellem Untergrund war mit einigen vielversprechenden Konkurrenten besetzt und alles andere als ein Trainingslauf für Native Trail, der sich mit Maskela ein spannendes Duell um den Sieg lieferte und nur sehr knapp den Sieg davontragen konnte. Man sah Native Trail durchaus noch seine Unerfahrenheit an , was aber natürlich auch für seine Konkurrenten galt und mit dem ersten echten Test auf Gruppenebene hinter sich ging es dann  Monate später in das Gruppe 1 Goffs Vincent O’Brien National Stakes, wo er erneut auf einige Aspiranten für den Titel des besten 2yo 2021 traf – so etwas Point Lonsdale, der von Aiden O’Brien trainiert wird und mit zwei sehr souveränen Siegen auf Gruppe 2 und 3 Ebene im Rücken in das Rennen ging.

Allerdings konnte sich Native Trail am Ende ziemlich locker durchsetzen, indem er sich zunächst hinter den Pacesettern einsortiert hatte und von dort aus 400m vor dem Ziel begann, die Führenden langsam unter Druck zu setzen und auf den letzten 100m dann 3 Längen vor das Feld zu ziehen.

Sehr beeindruckender Lauf über 7 Furlong und guten Boden und keiner der Konkurrenten versucht heute wieder sein Glück gegen Native Trail, der damit zu Recht hier als Favorit auflaufen darf.

 

 

Roger Varian ist von Bayside Boy begeistert, seit er dieser im Duell mit dem hoch angesehenen und hoch gehandelten Reach For The Moon triumphiert hat. Die beiden waren im September im Champange Stakes aufeinander getroffen und hatten sich ein spannendes Duell geliefert, bei dem Bayside Boy den Favoriten am Ende dann etwas überraschend mit einem Kopf geschlagen hatte.

„Er ist gut in Form. Wir sind mit seinem Zustand sehr zufrieden. Er hat zu Hause keinen Fuß falsch gesetzt, seit er das Champagne Stakes gewonnen hat“, ließ Roger Varian unlängst verlauten.

„Wir freuen uns sehr darauf, dass er bei einem Rennen wie dem Dewhurst dabei sein wird.“ so der Trainer weiter

„Bayside Boy geht mit einer starken Formlinie ins Rennen. Es ist allerdings ein sehr gutes Rennen. Es wird schwer, den Sieg zu erringen, aber ich könnte nicht zufriedener mit seinem Zustand sein, und wir freuen uns, ihn hier laufen zu lassen. “ .

„Er hat an diesem Tag in Doncaster nichts falsch gemacht. Es war erst sein dritter Start überhaupt. Es zeigte, dass er ein wenig aus dem Duell gelernt hatte, das er mit Andrew Baldings Pferd (Masekela) in Newbury hatte. Er hat sich mit jedem Start verbessert und ich hoffe, dass seine besten Leistungen noch vor ihm liegen.“

Der New Bay Sohn Bayside Moon begann  seine Karriere im Juli in Newbury mit einem Sieg in einem Novice Rennen über 7 Furlong und ging danach direkt auf Listed Eben hoch um auf dem selben Kurs im August im Denford Stakes über gerade 7 Furlong mit Makela zusammen als Favorit zu starten.

Die beiden hatten am Ende auch das Duell um den Sieg für sich, als Bayside Boy 400m vor dem Ziel versuchte, den Front Runner Maskela die Führung abzunehmen, was streckenweise auch gelang, allerdings kämpfte dieser sich zurück und nahm wiederum Bayside Boy die Führung auf den letzten Metern ab um auf der Ziellinie das extrem spannende Rennen mit einem Kopf zu gewinnen.

Im nur mit vier Konkurrenten besetzten Gruppe 2 Champagne Stakes musste Bayside Moon gegen den haushohen Favoriten Reach For The Moon ran, der seine Gruppenrennen zuvor mit mehreren Längen gewonnen hatte. Reach For The Moon übernahm auch gleich die Führung in dem Rennen, auf Grund des kleinen Feldes blieb der Rest aber auch direkt an ihm dran und als es 400m vor dem Ziel zum Schlusssprint ging, war auch Bayside Boy vom hinteren Teil des Feldes an den Pacesetter herangekommen, und die beiden machten sich auf die letzten 200m gemeinsam Kopf an Kopf auf, mit Bayside Moon mit eine Kopf Vorsprung da wo es zählt – direkt auf der Linie.

Mit dem Sieg im Rücken geht es nun gegen Native Trail, der wie Reach For The Moon mit einem dominanten Sieg im Rücken ins Dewhurst get. Das wird sicher spannend, aber Native River erscheint noch stärker als Reach For The Moon zuletzt.

 

Hugo Palmer hat immer viel von Dubawi Legend gehalten und freut sich darauf, ihn auf höchstem Niveau einzusetzen.

Der Newmarket-Trainer hatte keine Gelegenheit, sein Hengstfohlen starten zu lassen, seit er im August bei den Acomb Stakes in York enttäuschte.

Er wurde als 7-4-Favorit für diese Gruppe 3 Rennen auf den Platz gestellt, nachdem er bei seinem Debüt in Doncaster im Juli einen großen Eindruck hinterlassen hatte.

Ich freue mich darauf, ihn hierher zu führen. Wir hatten ein Stop-Start-Zeittraining mit ihm, aber seine Arbeit war sehr gut und ich bin sehr zufrieden mit ihm“, sagte Palmer.

Das Debüt in Doncaster im Juli war sehr sehr beeindruckend keine Frage, in York allerdings danach im Gruppe 3 Tattersalls Acomb Stakes wurde Dubawi Legend ziemlich eingenordet und hatte einfach nicht das Tempo, um die Konkurrenz unter Druck setzten zu können. Das war mit Sicherheit nicht das Beste, was er zu leisten im Stande ist, aber wie gut er wirklich ist, muss er noch zeigen am Ende.

 

O’Brien verlässt sich unterdessen auf Glounthaune, um ihm einen rekordverdächtigen achten Erfolg in dem prestigeträchtigen siebe Furlong Wettbewerb zu bescheren.

Das Kodiac-Hengstfohlen ist das am wenigsten erfahrene der acht Läufer – mit nur einem Lauf auf dem Buckel, mit gerade einmal einem Hals Vorsprung bei seinem Sieg in einem Maidenrennen in Curragh im April.

„Er hat bei seinem Debüt beim Curragh gut gewonnen, aber er ist schon lange nicht mehr gelaufen“, sagte der Ballydoyle-Trainer.

„Er hat an diesem Tag ein starkes Pferd (Castle Star) geschlagen, aber dann hatte er ein kleines Problem, das ihn in seiner Karriere aufgehalten hat.

„Es war nur ein kleiner Rückschlag nach seiner Premiere und es brauchte einfach Zeit.

„Wir sind in letzter Zeit mit ihm zufrieden. Es ist natürlich erst sein zweiter Lauf, aber er scheint in guter Form zu sein.“

Es gibt einen zweiten irischen Eintrag mit dem von Ger Lyons trainierten Straight Answer, der in der Bestätigungsphase am Montag ergänzt wurde.

Der Sohn von Kodiac, im Besitz von Juddmonte Farms ist, hat sich seine große Chance verdient, indem er seine beiden bisherigen Starts gewonnen hat.

Interessanter Weise wird der erst spät hinzugefügte Straight Answer als Hauptkonkurrent zu Native Trail gehandelt – nicht weiter verwunderlich, denn nach seinem eher normalen Sieg bei seinem Maidenrennen in Curragh im August ging es für ihn in Fairyhouse im September in das Ballyhane Blenheim Stakes auf Listed Ebene – welches er als Favorit spielend leicht mit fünf Lägen Vorsprung gewann.

Das heute ist klar eine andere Hausnummer, aber Straight Answer hat Potential und sollte als EW Wette hier auf jeden Fall bedacht werden.

Go Bears Go versucht zum ersten Mal sieben Furlong, nachdem er seine Klasse bisher über sechs Furlong gezeigt hatte, wobei sein Sieg im Railway Stakes in Curragh der bisherige  Höhepunkt war.

Der von Balding ausgebildete Coventry Stakes-Sieger Berkshire Shadow und John und Thady Gosdens Dhabab, der Dritte nach Native Trail in den Superlative Stakes, vervollständigen das Feld. – ich rechne ihnen aber mehr Chancen auf einen Platz als auf den Sieg aus, auch wenn Frankie Dhabab übernimmt.

 


03.10.2021 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Hurricane Lane, Snowfall EW, Tarnawa EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 5.000.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer

Am heutigen Tag findet der Arc De Triomphe zum 100sten Mal statt, aber leider ist das französische Team extrem klein ausgefallen für das Jubiläum des bedeutesten Galopprennen der Welt – alle vier Franzosen in diesem Rennen sind Außenseiter und haben eher schlechte Chancen auf den Sieg – und der unvermeidbare Regen setzte natürlich ein und wird das 2400m  Rennen hier unweigerlich zu einer Schlammschlacht machen. Trotzdem ist das Rennen ein Rennen von enormen Potential, von Adayar, Alenquer oder Hurrican Star und Tarnawa.

Und das Godolphin Syndikat macht ernst und schickt das Classic Doppel  Hurricane Lane und Adayar hierher. So ein starkes Team hat Godolpin in den letzten Jahrzehnten nie nach Frankreich geschickt und man muss diesem Versuch Respekt zollen und in vielen anderen Jahren wären die beiden wohl die unangefochtenen Favoriten gewesen, nicht so allerdings 2021, denn dieses Jahr ist wirklich ungewöhnlich viel Potential hier in diesem Rennen vertreten.

Adayar gewann das Derby etwas überraschend, zeigte aber, dass de Form kein Zufall war und legte mit einem überzeugenden Sieg im King George VI & QE Stakes im Juni nach. Charlie Appelby war in seinen Interviews ziemlich deutlich, dass er keine Sorge bezüglich des Untergrunds hat und es eher etwas weicher für seinen Schützling als zu schnell haben möchte. Auch der weit außen liegende Draw bereitet hm keine Sorge und so wird William Buick auf ihm in das Rennen gehen – allerdings könnte sich der Trainer mit dieser Entscheidung ein wenig verkalkuliert haben, denn sein damit zur zweite Geige degradierter Hurricane Lane rangiert gerade als zweiter Favorit vor Adayar.

Adayar kommt unbestritten mit dem Untergrund, aber viel wichtiger auch mit der Distanz gut klar und wird sicher in gutes Renen abliefern, aber auch Hurricane Lane kommt mit der Distanz sehr gut zurecht und ist auch schon über weitere Distanz ausreichend getestet worden. Nur mit dem schweren Untergrund kann man sich nicht ganz so sicher sein. Auch hier ist der Trainer sich nach dem Sieg im St. Leger absolut sicher, dass Hurricane Lane sich mit dem schweren Untergrund arrangieren wird und dass er Ausdauer ohne Ende hat  – nach dem Sieg im St Leger keine Frage, aber kein Sieger aus dem St Leger konnte sich bisher direkt danach im Arc durchsetzen – wird Hurricane Lane der Erste sein?

Da könnte die Stute Tanarwa etwas dagegen haben – und ihr Trainer Dermont Weld wird sicher alles daran setzten, auch dieses große Rennen endlich mit einem seiner Rennpferde gewinnen zu können! Und Tarnawa stellt mit Sicherheit seine beste Chance bisher dafür da. Derzeit ist sie wieder Favoritin bei den Buchmachern und das wohl zu recht, denn der einzige Wermutstropfen in ihrer Karriere in den letzten Jahren war die Niederlage gegen St. Marks Basilica im Irish Champions Stakes – da kann man aber gern drüber hinwegsehen, denn 2011m und guter Untergrund haben mit dem Rennen heute wenig zu tun.

Und spätesten mit ihm super Sprint im Breeders Cup Turf letztes Jahr hat sie den Durchbruch zum Superstar geschafft gehabt und seitdem nicht mehr zurückgeblickt, gewann sie doch das  Ballyroan Stakes in Leopardstown mit sechs Längen und ging danach ins Champion Stakes gegen St. Marks Basilica – mit einer eigentlich zu kurzen Distanz und einem eigentlich zu schnellen Untergrund – und trotzdem hätte sie den Ausnahme Dreijährigen fast geschlagen. Wenn überhaupt, hat der zweite Platz ihren Anspruch auf den Sieg hier weiter verstärkt, und nicht gemindert.

Dass Snowfall nach Rekordsiegen in allen Oaks der Saison hier nun nicht ganz weit vorne unter den Favoriten rangiert liegt an ihrer überraschenden Niederlage im Qatar Prix Vermeille gegen Tenoa. Eigentlich hatte das einer weiterer Kantersieg werden sollen, aber  daraus wurde leider nichts – der Untergrund war zu schnell und die Taktik der anderen in diesem Rennen nicht ideal für Snowfall, die hier aber auch nicht unbedingt auf den schweren Untergrund gehofft hat, den sie nun serviert bekommt.

Ein Wort zu den Quoten – Und mein Pick

die sind WEIT gestreut. Während bei Racebets Tarnawa mit 4 angeboten wird, rangiert die Stute bei Coral, BEt365 und Ladbrokes bei 7! Hurriane Lane bei 3.75, aber bei Racebets bei 4.5.

Für 7 nehme Tarnawa gerne als EW Wette mit. Hurricane Lane ist mein Pick fürs Rennen an sich, gefolgt von Snowfall, die ebenfalls EW mit rein kommt.

Adayar und Mojo Star und Alenquer komplettieren den Tricast / Quaddie

Zu den Rennpferden:

Adayar: Den Frankel Sohn hatte ich vor seinem Sieg im Derby nur bedingt auf dem Schirm – seine Karriere begann recht unauffällig 2020 mit zwei Starts in Maidenrennen bevor er nach der Winterpause im April 2021 in Sandown im Gruppe 3 Bet365 Classic einen zweiten Platz hinter dem Außenseiter Alenquer holte. Dabei hatte Adayar in dem Rennen sein hinteres linkes Hufeisen verloren und war trotzdem nur eine halbe Länge hinter dem Sieger durchs Ziel gelaufen – da konnte man auf den nächsten Start im Derby Trial in Lingfield hoffen – immerhin war dieses Rennen „nur“ auf Listed Ebene und damit deutlich einfacher als das letzte, was auch dafür sorgte, dass Adayar als Favorit starten dürfte – aber wieder nur als Zweiter ins Ziel kam. Er kam langsam aus den Ställen beim Start und musste sich seinen Platz hinter den Führenden hart erkämpfen, konnte aber dem Sieger Third Realm trotzdem nichts entgegen setzen.

Umso überraschender war für mich dann sein dominanter Sieg beim Derby – Der Untergrund war ein bisschen schneller als beim letzten Rennen, aber wieder war der Start von Adayar mehr als seltsam, aber er zog dieses Mal gut an und hatte das Feld 400m vor dem Ziel im Griff, unter einem harten Ritt von Adam Kirby setzte er sich dann zunehmend ab, begann aber zu wandern und verschenkte vielleicht ein bisschen Kraft – nicht, dass er noch viel nötig gehabt hätte bei diesem Schlusssprint. Seine engsten Verfolger hatten allerdings alle Probleme beim Rennen, Hurricane Lane verlor ein Hufeisen, Mojo Star bekam einen Tritt gegen das Bein und Mac Swiney verschlief den Start.

Adayar ging danach in das Duell mit der Ausnahmestute Love und dem herausragenden Mishriff im Gruppe 1  King George VI & QE Stakes in Ascot und zeigte dort, dass der Sieg im Derby ein Ausrutscher war. Adayr kam neben der Paceseterin Broome in die Zielgerade und ging unter Druck von William Buick vor das Feld, wo sie den Angriff von Mishriff abwehren konnte und sich danach gut andethalb Längen vor die Verfolger setzten konnte. Den Vorsprung hielt Adayar bis zum Ziel und gewann ein bisschen leichter, als die Siegesmarge es vermuten lässt. Das hier ist noch einmal ein anderer Test und ein eine ganz andere Hausnumer  – aer sicher nicht außer Reichweite von Adayar, dem Charlie Appelby auch den Umgang mit dem schweren Untergrund ohne weitere zutraut.
Hurricane Lane: Der Frankel Sohn von Chalie Appelby gewann seinen ersten Start in Newmarket im Oktober 2020 auf schwerem Boden mit zwei Längen und zeigte schon einmal, dass schlechter Untergrund für ihn kein Hindernis ist – das konnte er in seiner nächsten Saison in Frankreich gleich noch einmal unter Beweis stellen, aber zunächst ging es im April in England weiter, wo er in Newbury ein Klasse 3 Rennen gegen den hoch gehandelten Maximal gewann und dann auf Gruppenebene in York mit einem knappen Sieg gegen Megallan nachlegte.
In dem 1m2f Rennen auf gutem Untergrund setzet sich Hurricane Lane hinter die Führenden, verpasste dann aber 600m vor dem Ziel aber trotzdem den Tempowechsel und den Anschluss an die Pacesetter, fand diesen aber nach der 400m Marke wieder und holte sich auf den letzten 150m dann die Führung. Er hat in seinem ersten Gruppenrennen sowohl Ausdauer als auch einen langen Drive zeigen können und ging nicht zu Unrecht als einer der Favoriten in das Derby in Epsom, wo er allerdings „nur“ auf einem dritten Platz ins Ziel kam.
das Rennen war aber auch von Pech für Hurricane Lane geprägt, der sich wieder hinter den Führenden einsortiert hatte, wieder relativ früh motiviert werden musste, um den Anschluss an die Pacemaker zu halten und dann auch noch beide vorderen Hufeisen verlor, was sicher seinen Anteil daran hatte, dass er auf den letzten Metern einfach keine Kraft mehr hatte.
Ganz anders im Irish Derby wo Hurricane Lane wieder als einer der Favoriten auflief und dieses Mal an den Front Runnern näher dran blieb. Zwar ging er das Tempo immer schön mit, es dauere aber bis 400m vor dem Ziel bis er die drei Längen Rückstand auf Lone Eagle gut zu machen begann, der dem Feld entflogen war und sich eben gut 3 Längen hatte absetzen können – den Rückstand aufzuholen auf dem guten Untergrund war ein Kraftakt, aber einer, den Hurricane Lane bravourös meisterte und sich seinen verdienten ersten Gruppe 1 Sieg damit sicherte.
Dann ging es nach Frankreich nach Longchamp, wo Hurricane Lane das erste Mal seit der letzten Saison wieder weichen Boden vorgesetzt bekam, was in einem beeindruckenden 6 Längen sieg gegen Wordsworth und Alequer resultierte. Wieder lies Hurricane Lane andere das Tempo setzen, aber dieses Mal schoss er geradezu nach vorne als das Feld die 400m Marke passierte und 200m vor dem Ziel war die Messe gelesen und Hurricane Lane zeigte sein dominantestes Rennen bisher.
Dann kam das St Leger – und ich hatte zugegeben einige Sorge, dass der etwas schnellere Untergrund zusammen mit der längere Distanz für Probleme sorgen würde – wurde aber von Hurricane Lane eines besseren belehrt als dieser das Rennen am Ende mit 2,75 Längen gewann und die Konkurrenz praktisch deklassierte – inklusive dem heute wieder auflaufenden Mojo Star.
Auch wenn noch kein St. Leger Sieger danach den Arc gewinnen konnte – ich bin gehypte und nehme Hurricane Lane gerne mit.
Mojo Star: Richard Hannon trainiert den Sea The Stars Sohn, der 2020 mit einem sehr knappen zweiten Platz in Newbury (nur eine Nase Rückstand trennten ihn vom Sieg!) auf schwerem Untergrund gab. Nach 203 Tagen Pause kam er auf dem selben Kurs mit der selben Platzierung zurück, schockte dann aber die Welt als er als krasser Außenseiter im Gruppe 1 Spwom Derby einen zweiten Platz erringen konnte, und das obwohl er während des Rennens einen Treffer an seinem vorderen linken Lauf hatte hinnehmen müssen. Zwar war er ohnehin kein Konkurrent für den Sieger Adayar auf den letzten 200m gewesen, aber Hurricane Lane steckte er noch locker in die Tasche und mit diesem zweiten Platz war er natürlich sofort auf dem Radar für die anderen großen Rennen der Saison.
Ganz so gut lief es dann beim Versuch im Dubai Duty Free Irish Derby allerdings nicht, wo Hurricane Lane dieses Mal zeigte, warum er deutlich höher als Mojo Star gehandelt wurde und das Rennen gewann, während Mojo Star auf seinem fünften Platz mit neun Längen Rückstand dieses Mal so überhaupt keinen Eindruck hinterlassen konnte – und das, obwohl beide Derbys sich natürlich ähneln und auch der Boden sich kaum unterschied. Richard Hannon ging es danach jedenfalls erst einmal ruhiger an und lies Mojo Star in einem Maidenrennen seinen ersten Sieg genießen, der mit einer Quote von 1/6 natürlich überhaupt nicht aussagekräftig war für das nunmehr dritte Duell mit Hurricane Lane im St Leger – und obwohl Hurricane Lane auf der Zielgeraden davonziehen konnte und sich einige Längen von Mojo Star absetzte, blieb dieser doch dran und verteidigte seinen zweiten Platz souverän gegen die Konkurrenz.
Etwas überraschend für mich, aber einer der Gründe warum ich ihn hier in die Trifecta ud Exoten mit rein nehme.

SnowFall: Die Deep Impact Tochter von Aiden O’Brien führt heute den Angriff des Trainer auf den Arc De Triomphe an, dabei hätte letztes Jahr wohl noch niemand daran geglaubt, dass Snowfall sich dieses Jahr zu einer derart übermächtige Stute entwickeln würde, denn letztes Jahr sah sie noch relativ gewöhnlich aus, obwohl Aiden O’Brien schon damals große Stücke auf seine Stute SnowFall hielt.

Sie brauchte drei Versuche, um ihr Maidenrennen zu gewinnen und obwohl sie noch vier weitere Male im Jahr 2020 auflief, gewann sie kein einziges weiteres Rennen und belegte in der Regel einen der hinteren Plätze – aber sie konnte beim ersten Start 2021 zeigen, dass doch Potenzial in ihr steckte, als sie im Gruppe 3 Tattersalls Musidora Stakes beim Saisondebüt 2021 die versammelte Konkurrenz auf den letzten 150m stehen lies und 3 Längen davon zog. Da traf sie auf einige Konkurrentinnen aus dem Oaks, welches sie am 04 Juni bestritt.

Bei dem Rennen setzte sich ein Zeichen, welches man wohl so schnell nicht vergessen wird. Snowfall sortiert es sich zunächst im hinteren Bereich des Feldes ein, lies anderen die Führung, und begann erst 600 m vor dem Ziel langsam Boden  und einen Platz nach dem anderen gut zu machen.

Dabei war ihre Reise durch das Feld alles andere als unproblematisch, sie stieß einige Male mit anderen Konkurrenten zusammen und hat einen relativ rauen Weg durch das Feld, wurde dann von ihrem Jockey Frankie Dettori 400 m vor dem Ziel zum Schluss Sprint angetrieben, beschleunigte, und zog dem kompletten fällt der Verfolger fast mühelos davon. Ihr Vorsprung betrug am Ziel ganze 16 Längen, was gegen eine Konkurrenz von bekannten Namen wie etwa Dubai Fountain, Santa Barbara oder Saffron Beach eine sehr beeindruckende Leistung war.
Über die Konkurrentin Santa Barbara spricht heute kaum noch jemand, schließlich hatte sie Anfang der Saison allen Hype hinter sich, ging als Favoritin in das Guineasrennen und wurde auch in das Oaks als Favoritin Geschickt, konnte aber wieder einmal die Erwartungen nicht erfüllen und musste sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren. So gut wie ihr Trainer sie am Anfang der Saison dargestellt hat, ist sie definitiv nicht, jedenfalls nicht in dieser Saison, und den wohl beeindruckendsten Lauf unter den Stuten hat eben Snowfall mit ihrem Oaks Sieg in Epsom gezeigt

Das dürfte eben auch der Grund sein, warum im Yorkshire Oaks  so wenig wirklich gute Konkurrenz aufläuft, und die Gegner hauptsächlich aus Stuten bestand, die Snowfall im letzten Rennen absolut deklassiert hat, und so war es auch keine Überraschung, dass Snowall auch das Irish Oaks und danach das Yorkshire Oaks in York mit Leichtigkeitgewinnen konnte. Beide Male konnte keiner der Konkurrenten ihrem Schlusssprint etwas entgegen setzten und dass sie hier nun nicht ganz weit vorne unter den Favoriten rangiert liegt an ihrer überraschenden Niederlage im Qatar Prix Vermeille gegen Tenoa. Eigentlich hatte das einer weiterer Kantersieg werden sollen, aber  daraus wurde leider nichts – der Untergrund war zu schnell und die Taktik der anderen in diesem Rennen nicht ideal für Snowfall, die hier aber auch nicht unbedingt auf den schweren Untergrund gehofft hat, den sie nun serviert bekommt.

 

Tarnawa: Die Shamardal Tochter von D. Weld begann ihre Karriere 2018 und sammelte bis zum Mai 2019 einige nette Platzierungen und Siege in Maiden – und einem Handicaprennen Rennen ein, wurde dann aber Siegerin des Gruppe 3 Irish National Stud Racing Irish EBF Blue Wind Stakes, wenn auch nur knapp. Damit hatte sie den Wechsel auf die Gruppenebene erfolgreich absolviert und wurde kurz darauf in das nächste Gruppenrennen geschickt, konnte aber in Epsom den erneuten Sprung im Niveau im Investec Oaksnicht kompensieren und musste sich am Ende mit einem elfeten Platz zufrieden geben.

Ihr Trainer lies sie über zwei Monate pausieren und dann zurück in Irland auf Gruppe 3 Ebene starten, um ihr weitere Erfahrung auf Gruppenebene zu ermöglichen, ohne sie gleich wieder in ganz tiefe Gewässer wie das Glorious Goodwood oder Royal Ascot zu werfen.

Das zahlte sich aus, als sie im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes den Sieg davontragen konnte, und das ziemlich locker. Sie sortierte sich hinter den Siegern ein, startete dann 250m vor dem Ziel ihren Angriff und beschleunigte fast mühelos an den Front Runnern vorbei. Ziemlich gute Leistung, die sie auf Gruppe 2 Ebenen im Blandford Stakes noch einmal wiederholen konnte. Dieses mal musste Chris Hayes hart auf ihr arbeiten um sie an der Front zu halten, die sie wieder beim Einbiegen in die Zielgrade gefunden hatte, und Tarnawa wanderte ein wenig in Richtung des Innengeländers, konnte sich aber am Ende über den Sieg in einem Gruppe 2 Rennen freuen.

Der Startim nachfolgenden Gruppe 1 Qipco Fillies and Mares war vielleicht den Versuch wert, viele Chancen wurden ihr aber nicht ausgerechnet und sie musste sich in dem 2334m Rennen am Ende klar geschlagen geben.

Es ging in die lange Pause bis zum Sommer 2020, die durch die Corona Krise noch verlängert wurde, und Tarnawa kam erst im August im Gruppe 3 Irish Stallion Stakes zurück auf die Rennstrecke, wo sie sich der Konkurrenz auf den letzten 200m des 1m4f Rennens locker entledigen konnte – soviel war von ihr erwartet worden, aber sie hörte da nicht auf und schaffte den selben Trick in Paris im Qatar Prix Vermeille über die selbe Distanz. Es dauerte eine Weile, bevor sie ihr Momentum sammeln konnte (von der 300 bis der 200m Marke), aber sie nahm immer weiter an Fahrt auf und gewann am Ende souverän mit über 3 Längen Vorsprung.

Als Körnung gewann sie noch das Gruppe 1 Prix de l’Opéra Longines auf dem selben Kurs, dieses Mal aber über 2000m und schwerem Untergrund, was besonders beeindruckend gewesen war

Und besonders beeindruckend war auch ihre Leistung gegen Magical im Gruppe 1 Longines Breeders‘ Cup Turf, wo sie der klaren Favoritin am Ende gut eine Länge abnahm – und das mit Leichtigkeit! Da wäre sicher noch mehr drin gewesen, und das obwohl Tarnawa das nicht kleine Feld 500m vor dem Ziel von hinten aufrollte und sich zunächst langsam, dann immer schneller an einer Konkurrentin nach der anderen vorbei schob und 200m vor dem Ziel mit der Fürhung davon galoppierte. Magical hatte keine Chance an ihr dran zu bleiben und mit diesem überragenden Sieg ging eine nicht minder überragende Saison für Tarnawa zu Ende.

2021 begann nach 271 Tagen mit einem Knall, als Taranawa das Gruppe 2 Grant Thornton Ballyroan Stakes auseinander nahm und das Rennen nicht nur gewann, sondern mit gut sechs Längen Vorsprung komplett deklassierte.

Dann kam eine kleine Pause bis zum Irish Champion Stakes in Leopardstown, eine ziemlich mutige Entscheidung von ihrem Trainer, schließlich hätte sie auch einfach ihren Titel im Prix Vermeile verteidigen können und hätte es da sicher einfach gehabt. Stattdessen ging sie über knappe 2000m und eigentlich zu schnellen Untergrund gegen St. Marks Basilica, der in der aktuellen Saison eine überragende Form zeigte und Tarnawa am Ende auch knapp schlagen konnte.

Aber die Stute war dran an ihm und der Sieg zum greifen nahe, St Maks Basilica driftete beim Schlussspint über die Bahn und nahm Tarnawa mit, Auf dem schnellen Boden fehlte dann etwas die Spritzigkeit des 3yo auf den letzten Metern und Tarnawa konnte den zweiten Platz knapp vor dem ebenfalls großartig auflaufenden Poetic Flare verteidigen.

Zurück über für sie gute Distanz und passenden weichen Untergrund kann ich mir einen Sieg von ihr hier gut vorstellen.

 

Torquator Tasso: Mit dem Adlerflug Sohn nimmt Deutschlands bester Steher an dem 5-Millionen-Euro Rennen teil, Der zweifache Gruppe 1-Sieger gewann gerade den Großen Preis von Baden und wird heute auch passend durchlässigen Boden antreffen, doch solch gute Gegner wie heute hat er bislang noch nie gesehen. Deshalb wird der Adlerflug-Sohn auch als Außenseiter ins Rennen gehen und vermutlich nicht mit auf dem Treppchen stehen – aber wenigstens haben wir auch einen Vertreter hier im Arc.


24.07.2021 – Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Love

Pferderennen in England

16:35 King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Gruppe 1 

Teil der Bristish Champions Series

1m4f (1m3f211y) | 3yo+ | Untergrund: Gut bis schnell
Einleitung: Das Rennen steht klar im Schatten von Love. Die Stute gewann zuletzt im Juni das Prince Of Wales Stakes, allerdings relativ knapp und damit unerwartet wenig dominant gegen ein Feld, welches ihr größtenteils zu Füßen hätte liegen sollen. Etwas weitere Distanz könnte helfen, ihre Dominanz wieder zu etablieren.
Der Untergrund liegt ihr, allerdings kommen einige Konkurrenten hierher, die durchaus Probleme bereiten könnten. So haben die aufstrebenden Dreijährigen Asaya und Lone Eagle weniger Gewicht zu tragen, von Broome und Mishriff war ich in den letzten Rennen durchaus überzeugt gewesen, jedenfalls im Vorfeld. Das sollte spannend werden!
Adayar: Den Frankel Sohn hatte ich vor seinem Sieg im Derby nur bedingt auf dem Schirm – seine Karriere begann recht unauffällig 2020 mit zwei Starts in Maidenrennen bevor er nach der Winterpause im April 2021 in Sandown im Gruppe 3 Bet365 Classic einen zweiten Platz hinter dem Außenseiter Alenquer holte. Dabei hatte Adayar in dem Rennen sein hinteres linkes Hufeisen verloren und war trotzdem nur eine halbe Länge hinter dem Sieger durchs Ziel gelaufen – da konnte man auf den nächsten Start im Derby Trial in Lingfield hoffen – immerhin war dieses Rennen „nur“ auf Listed Ebene und damit deutlich einfacher als das letzte, was auch dafür sorgte, dass Adayar als Favorit starten dürfte – aber wieder nur als Zweiter ins Ziel kam. Er kam langsam aus den Ställen beim Start und musste sich seinen Platz hinter den Führenden hart erkämpfen, konnte aber dem Sieger Third Realm trotzdem nichts entgegen setzen.

Umso überraschender war für mich dann sein dominanter Sieg beim Derby – Der Untergrund war ein bisschen schneller als beim letzten Rennen, aber wieder war der Start von Adayar mehr als seltsam, aber er zog dieses Mal gut an und hatte das Feld 400m vor dem Ziel im Griff, unter einem harten Ritt von Adam Kirby setzte er sich dann zunehmend ab, begann aber zu wandern und verschenkte vielleicht ein bisschen Kraft – nicht, dass er noch viel nötig gehabt hätte bei diesem Schlusssprint. Seine engsten Verfolger hatten allerdings alle Probleme beim Rennen, Hurricane Lane verlor ein Hufeisen, Mojo Star bekam einen Tritt gegen das Bein und Mac Swiney verschlief den Start.

Adayar darf heute viel leichter Starten als die Favoritin Love und bekam 8lb weniger Gewicht zugeteilt… aber er wäre nicht der einzige Derby Sieger, der danach nicht noch einmal zündet, und wenn man diese eine Spitzenleistung ausblendet… naja, dann bleibt nicht viel, im Gegensatz zu Love, die ein Spitzenrennen nach dem anderen gewinnt.
Adayar ist ein ernst zu nehmender Gegner, aber ich bin noch eher vorsichtig.
Lone Eagle: Der Galileo Sohn von Martin Meade begann im August 2020 in Sandown über eine Meile seine Karriere mit einem zweiten Platz, gewann danach aber seine folgenden drei Rennen im selben Jahr. Krönung des Ganzen war der Sieg über 1m2f im Gruppe 3 Zetland Stakes in Newmarket, wo er auf weichem Untergrund mit starkem Schlusssprint einen Sieg mit über 1,25 Längen über Konkurrent Recovery Run feiern konnte. Der weiche Boden spielte Lone Eagle augenscheinlich in die Hände denn er war der einzige, der auf den letzten Metern vor dem Ziel noch zulegen konnte.
Nach der 195 tägigen Pause ins Jahr 2021 konnte Lone Eagle allerdings zunächst nicht an seinen letzten Erfolg anknüpfen und kam als Favorit im Gruppe 3 Classic Trial auf gutem Untergrund nur auf einen vierten Platz. In dem Rennen liefen einige gute Pferde auf, etwa Alenquer oder Adayar, so dass der vierte Platz nach so einer langen Pause völlig in Ordnung ging.
Das zeigte Lone Eagle auch mit seinem Sieg im Cocked Hat Stakes über 1m3f auf weichem Boden beim nächsten Versuch in Goodwood – dort gewann er locker und leicht mit vier Längen vor Yibir und hätte sicher auch mehr raus holen können. Das bisschen mehr hätte er sicher gerne auch beim nächsten Renne aus sich herausholen können, als er im Irish Derby mit einem Nacken gegen Hurricane Lane verlor.
Lone Eagle hatte die Führung übernommen, musste diese aber schnell wieder abgeben als die Konkurrenz Druck ausübte. Aber Lone Eagle blieb dran und holte sich an der z00m Marke die Führung wieder, hatte dann unter einem super Ritt von Frankie Dettrorie drei Längen herausgeholt als es an die 400m Marke ging, wurde dann aber von Hurricane Lane Stück für Stück wieder eingeholt und praktisch auf der Ziellinie überholt.
Heute wird es mit der Führung sicher wieder schwer gegen Love, die sich diese Position nach Möglichkeit selbst immer sichert, aber ich denke wir werden Lone Eagle unter den ersten Drei wieder sehen
Wonderfull Tonight
Broome: Der  Australia Sohn ist ein weiterer Starter von Aiden O Brien, der sich nicht nur wegen dem guten Training seines Trainers an seine Erfolge weiter anknüpfen könnte – er ist früh aus der Winterpause zurück gekehrt und hat 2021 bereits drei Rennen in Folge gewinnen können, bevor es überhaupt in die Zeit der Classics ab Mai ging. Das war dann zwar ein ziemlicher Sprung im Niveau für ihn, als es in den Tattersalls Gold Cup ging – zu allem Überfluss am Ende auch noch auf schwerem Untergrund. Und fast hätte es trotzdem für den Sieg gereicht! Auch im Hardwicke Stakes und gerade danach im Grand Prix de Saint-Cloud zeigte Broome Spitzenleistungen und Aiden O‘Brien kann mit den Leistungen seines Schützlings in der bisherigen Karriere  zufrieden sein.
Die Karriere von Broome ist  bisher ist durchaus vielversprechend gewesen, nachdem er ganz am Anfang zwei Versuche gebraucht wurden um sein erstes Maidenrennen erfolgreich abzuschließen . Danach ging es aber relativ schnell in die Gruppenrennen und doch setzte es zunächst eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Tattersalls Acomb Stakes über 1408m in York, in dem Broome einfach nicht wirklich in Gang kommen wollte.
Ganz anders lief es dann schon wieder im Gruppe 2 Champions Juvenile Stakes zurück in Irland im September 2018 , wo er hinter Madhmoon einen guten zweiten Platz belegen konnte. Das Rennen war ein erstes kleines Ausrufezeichen, welches auf Gruppe 1 Ebene in Longchamp im Prix Jean-Luc Lagardère noch einmal untermauert werden konnte.
Dort startete er wie der spätere Sieger Royal Marine als Außenseiter hinter Anodor, der die Wetten dominierte, allerdings konnte sich Royal Marine auf der Zielgeraden gut vom Feld lösen und zusamen mit Broome in Führung gehen. Royal Marine gewann das Duell der beiden mit knapp 0,3 Längen, aber Broome ging ganz offensichtlich in die richtige Richtung.
Es folgte die Winterpause, die mit einem Start im April in Leopardstown im Gruppe 3 McGrath Ballysax Stakes beendet wurde.
Das Rennen gewann Broome mit beeindruckenden 8 Längen Vorsprung für sich entschied. Dabei hing Broome 3 Furlong vor dem Ziel dem Feld noch hinterher und erst 2f vor dem Ziel kam er langsam an die Führenden heran, übernahm ab da aber locker die Führung und war so schnell weg vom Feld, dass man als Beobachter am Ende nur beeindruckt sein konnte.
Im nachfolgende Gruppe 3 Derrinstown Stud Derby Trial Stakes verpasste Broome zunächst den Start und musste dem Feld hinterherlaufen, was aber seiner üblichen Taktik entsprach und deswegen nicht allzu schlimm war. Broome fing sich und kam immer näher an die Führenden heran, um dann ein Furlong vor dem Ziel die Führung zu übernehmen und unter harten Druck seines Jokeys sich dann vom Feld abzusetzen – um einen beeindruckenden Sieg zu feiern.
Auch beim Tattersalls Gold Cup lief Broome wieder als Favorit auf – kein Wunder bei dem Sieg im letzten Outimg, aber auf schwerem Boden in Curragh und auf Gruppe 1 Ebene musste Broome sich auf der Ziellinie mit einer Nase geschlagen geben. Konkurrent Helvic Dream kam auf den letzten 200m allerdings zunehmend heran und konnte Lone Eagle auf der Ziellinie noch einsammeln. Das tat weh, aber den zweiten Platz konnte Lone Eagle sicher vor True Self halten, und das Trio war frei vor dem Rest des Feldes.
Ich denke, er wir heute vorn mit dabei sei und hat auch Chancen auf den Sieg, aber es wird ein hartes Stück Arbeit und es ist gut möglich, dass das Tempo ihm am Ende zu hoch sein wird.

Love: Kann Love an die super Ergebnisse im Jahr 2020 anknüpfen, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte? Der Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung. Sie hatte letztes Jahr kein Problem mit der 240 Tage andauernden Pause, muss hier aber das erste Mal mit einer Altersoffenen Struktur auskommen, hat sich aber soweit ein machbares Rennen ausgesucht. Kommt nach dem beeindruckenden Jahr 2020 heute der nächste Coup?

Ihre bisherige Karriere sieht jedenfalls vielversprechend aus:

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison. Klappt das heute wieder? Sie ist nun etwas frischer und kehrt meiner Meinung nach zur besseren Distanz zurück.

Die Chancen stehen gut.

Mishriff: Der Make Believe Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im Jahr 2019 in Yarmouth pber 7f auf schwerem Untergrund, nicht der leichteste Start für einen gerade einmal zwei Jahre alten hengst, und Mishriff verpasste den Start etwas und konnte dann auch spät im Rennen keinen Boden mehr gut machen, hat aber wenigstens schon einmal wichtige Erfahrung im Schlamm sammeln können, denn auch in den nächsten beiden Rennen blieb es im Jahr 2019 bei dem schweren Boden, aber beim dritten Versuch in einem Maidenrennen klappte es dann endlich mit dem ersehnten Sieg.

Mishriff startete dann noch einmal in einem Rennen im Februar in Rjhad, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, dann aber wieder die Heimreise antrat und das nächste Mal im Juni in Newmarket im Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes auf listed Ebene startete. Das Rennen war der erste wirklich Test, nicht zuletzt wegen der langen Pause seit dem letzten Start, sondern auch wegen dem deutlichen Ansiteig im Niveau – aber Mishriff meisterte das Rennen mit Bravour und gewann am Ende mit gut vier Längen gegen Volkan Star, der keine Chance hatte, an Mishriff dran zu bleiben.

Der schien auch mit dem schnellen Boden keine Probleme zu haben, nach aber die Reise nach Frankreich im nächsten Monat auf sich und startete im Gruppe 1 Prix du Jockey Club auf weichem Boden, was ihm augenscheinlich erneut keine Probleme bereitete. Das Gruppe 1 Rennen für die Dreijährigen war nur eine Formsache für Mishriff, obwohl er im Vorfeld der Rennen nicht als einer der klaren Favoriten gehandelt wurde, deklassierte er den eigentlichen Favoriten Victor Ludorum um gut zwei Längen auf den letzetn 75 Yards, wo weder der Favorit noch The Summit mit dem Sieger mitgehen konnten. Starke Leistung von Mishriff, die er im August im Gruppe 2 Prix Guillaume daEUR ™Ornano – Haras du Logis Saint-Germain noch einmal unterstrich, als er die gesammelte Konkurrenz nach Belieben auf die Bretter schickte. Vier Längen betrug der Vorsrpung am Ende, und da wäre noch mehr drin gewesen, so kraftvoll lief Mishriff der Konkurrenz auf den letzten Metern davon – und das auf schwerem Boden! So ein Schlusssprint auf langsamen, matschigem Boden, da standen die Chancen im Oktober in Ascot nicht schlecht für das Champion Stakes – aber es war wie so oft für Mishriff, zurück in der Heimat machte die Form einen Knick und 400m vor dem Ziel war es vorbei mit den Chancen, die Kraft lies nach und Mishriff fiel immer weiter bis auf den achten Platz zurück.

Mishriff scheint England einfach nicht zu mögen, denn als er im Januar dann in Riyadh im Saudi Cup auflief, gewann er das 1m1f Rennen auf schnellem Untergrund spielend leicht gegen den Amerikaner Charlatan und legte im März im Dubai Sheema Classic noch einmal nach, wenn auch deutlich knapper. Beide Rennen waren hoch dotiert und Trainer John Godsen wird damit mehr als zufrieden sein, auch wenn die Rückkehr nach England im Coral Eclipse im Mai auf dem Kurs in Sandown wieder mislang.
Dort hatte er keine Chance gegen St Mark‘s Basilica, was auch an dem etwas langsameren Boden gelegen haben mag. Ich denke, er hat eine Vorliebe für den schnellen Sand und „Dirt“ auf den Strecken im Nahen Osten und Amerika, oder dem ganz anderen Extrem in Frankreich – Bodenloser Schlamm. Alles dazwischen ist für Mishriff augenscheinlich zu ordinär, oder er mag schlicht das Wetter in England nicht. Wie auch immer, er hat eine deutlich bessere Form im Ausland und hier sind andere zu bevorzugen.


22.05.2021 – Curragh – Irish Guineas 2000 – Pic: Lucky Vega / Van Gogh EW

Pferderennen in Irland

Irish 2000 Guineas – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |     |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 400.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Nach dem englischen und dem französischen Ableger, folgt heute also das Rennen in Irland. Das Guineas 2000 lockt wie immer die besten Dreijährigen Europas an, und es ist kein Wunder, dass viele der Namen, die wir heute im Lineup lesen, uns schon in der Vergangenheit über den Weg gelaufen sind. Genauer ist es sogar für Poetic Flare eher ein Nachteil, dass er bereits in den anderen beiden Ablegern gestartet ist und daher heute nur sehr wenig Zeit zwischen den Rennen hatte. Wird es ausreichen, dass er sich in der kurzen Erholungszeit wieder vollständig regeneriert hat, oder wird doch einer der anderen Konkurrenten heute seine Revanche bekommen? Wir werden es sehen, das Rennen verspricht auf jeden Fall äußerst spannend zu werden.


Wembley
 Ist zweiter Favorit in diesem Rennen, das kennen wir irgendwoher?

Ja genau Anfang des Monats war er im Guineas 2000 ebenfalls als zweiter Favorit in das Rennen gestartet, allerdings hatte ich im Vorfeld schon darauf hingewiesen, dass seine Statistik ihn eigentlich für das Rennen ausschließt. Ich bin damit ganz klar von keinem guten Lauf im Guineas 2000 New Market ausgegangen und sollte damit auch recht behalten. Im fehlten einige der wichtigen statistischen Merkmale, die sich in den letzten zehn Jahren etabliert hatten, um in dem Rennen vorne mit zu mischen. Das alles resultiert in einem elften Platz, trotzdem ist er heute wieder unter den Favoriten mit dabei. Aber warum denn eigentlich? Warum sind die Experten und die Spieler alle der Meinung, dass Wembley heute im irischen Ableger eine zweite Chance verdient?

Weil er beim Vincent O’Brien Stakes Zweiter wurde im letzten Jahr, und da eine Menge der heutigen Konkurrenten geschlagen hat Thunder Moon gewann damals, den hat er aber danach im Dewhurst Stakes schlagen können. Daher weht der Wind… Und da er nun einen ersten Start in der neuen Saison hat, hofft man natürlich darauf, dass er sich nun in der Form zeigt, die er letztes Jahr im Herbst gezeigt hat. Er hat seine meiste Form auf weichem Untergrund und bekommt diesen heute auch wieder, ich kann also durchaus nachvollziehen, dass man auf einem Form—Schub bei ihm hofft.

Wenn man sich das Dewhurst anschaut, darf man das aber nicht zu hoch bewerten, denn Thunder Moon musste außen das Feld umrunden um in den Schlusssprint zu gehen und driftete danach wieder zum Rail. Da ging dann der Sieger St Mark’s Basilica mit und blockierte den Weg zum Innengeländer, aber Tunder Moon ging da trotzdem mit und lieferte sich ein spannendes Duell mit dem späteren Sieger, dann kam aber Wembley auf der anderen Seite (auf der Mitte der Bahn) dazu und nahm Thunder Moon in die Zange. Declan Mcdonogh konnte damit weder rechts noch links die Peitsche mehr verwenden und Thunder Moon fiel zurück. Das war der viel zitierte zweite Platz von Wembley, den ich persönlich aber nicht als immens stark einschätzen würde.

Trotzdem, mit einem ersten Start in der neuen Saison und der Rückkehr zu weichem Untergrund kann ich seine prominente Platzierung bei den großen dieses Mal deutlich besser verstehen.

Lucky Vega verpasste den Sieg nur knapp im Middle Park Stakes und kam trotz zweistelliger Quote mit einer sehr guten Leistung im 2000 Guineas in Newmarket am 1. Mai zurück. Er war eine der Überraschung in dem Rennen, verlor er doch auf den Sieger nur insgesamt einen Nacken, und lief damit durchgehend um den Sieg mit. Das Trio aus Das Trio aus Poetic Flare, Master Of The Seas und Lucky Vega trennte sich auf der Zielgeraden vom Rest des Feldes und ritt mit einigem Vorsprung auf den letzten 200 m zur Zielgeraden. Lucky Vega wurde von den anderen beiden Konkurrenten in die Zange genommen, und viel immer wieder eine halbe Länge hinter diesen zurück, auch weil Shane Foley durch die Konkurrenten direkt neben sich nicht frei zur Peitsche greifen konnte, während die beiden anderen Konkurrenten von ihrem Jockey Hat angetrieben werden konnten.

So fie. Lucky Vega eben immer ein kleines Stück zurück, ging dann aber wieder nach vorne, um dann wieder ein kleines Stück zurück zu fallen. Wäre Lucky Vega außen gelaufen Hätte ich mir durchaus vorstellen können, dass er das Rennen sogar gewonnen hätte. So bleibt ein guter dritter Platz und der erneute Versuch heute im irischen Ableger des Guineas 2000. eine kleine Sorge ist der weiche Untergrund, den er in seinen letzten drei Rennen eher vermieden hat, aber er gehört für mich trotzdem klar zum Kreis der Favoriten.

Van Gogh: erinnert sich noch jemand daran, wie ich beim Guineas 2000 über Van Gogh auf weichem Boden geschrieben habe? Ich hatte klar darauf hingewiesen dass ich ihn auf weichem Untergrund schon für das Rennen in Newmarket durchaus bevorzugt hätte, aber wie wir alle wissen war der Untergrund schnell und trocken und damit alles andere als ideal für van Gogh.

Nun ändern sich allerdings die Vorzeichen, der Regen hat eingesetzt, der Sommer 2021 lässt weiter auf sich warten, und vielleicht kann heute van Gogh das erste Mal zeigen, was in ihm steckt.

Er brauchte sehr lange um in Gang zu kommen und erst nach dem vierten Rennen gelang ihm der Sieg. Er hatte allerdings vorher schon in drei Gruppenrennen Erfahrung sammeln können und nach dem Sieg verlor er nur knapp gegen One Ruler im Autumn Stakes und danach gewann er das Gruppe 1 Critérium International in Saint-Cloud. Das Rennen war auf schwerem Boden und Van Gogh schien den Matsch unter den Hufen zu lieben – wenn der Boden beim Guineas in Newmarket also schon weich gewesen wäre, hätte ich ihn gerne auch als Sieg Pick genommen, So hatte ich ihn allerdings nur in einige der Trifecta genommen und leider war der Untergrund wie vermutet viel zu schnell. Heute bin ich mir auch nicht sicher ob der Untergrund langsam genug ist, um die Stärken von van Gogh wirklich voll zur Geltung zu bringen. Aber ein Versuch ist es wert, die Quote ist hoch und laut Wetterbericht gibt es den ganzen Tag leichte Schauern , Was vielleicht gerade genug ist, um ihn heute eine Überraschung landen zu lassen.

Kommt als EW Wette in Spiel

Poetic Flare: Der Dawn Approach Sohn von Jim Bolger ist der diesjährige Guineas Held und hat damit vier seiner fünf rennen bisher gewinnen können. Eine Spitzenleistung, die ihn natürlich im traditionell schwächer besetzten französischen Ableger des Guineas Rennes zum Favoriten macht.
Er gewann sein Maidenrennen im März 2020 und versuchte sich danach direkt beim nächsten Start im 400m längeren Dewhurst Stakes in Newmarket. Nicht nur war der Sprung auf Gruppe 1 Niveau nach gerade einmal einem Start etwas viel des guten, auch die längere Distanz war ein Problem für ihn zu diesem Zeitpunkt und es war eigentlich klar, dass es auf Gruppe 1 Niveau nicht auf Anhieb so weitergehen würde wie bei seinem Maidenrennen, welches er auch nur mit einer halben Länge Vorsprung hatte gewinnen können.
Zudem musste er eine Pause von gut sechs Monaten kompensieren, also – da kam einiges zusammen und der erste Start in einem Gruppe 1 Rennen kann durchaus verziehen werden, vor allem weil er danach in Leopardstown im Oktober im Gruppe 3 Killavullan Stakes mit einem Sieg überzeugen konnte. Damals lief er am Innengeländer hinter den Pacesettern und startete von da seinen Angriff, der ihn am Ende mit fast drei Längen vor den Rest des Feldes brachte und das, ohne von seinem Jockey Kevin J. Manning zum äußersten getrieben werden zu müssen. Das wusste zu gefallen und mit einem Start in einem Guineas Trial Stakes in Leopardstown im April, welches er ebenfalls locker gewinnen konnte, brachte er sich in Stellung für das erste große Ziel in der Saison – dem Giuneas 1000 in Newmarket.
In dem Rennen auf gerader Strecke wurde ein hartes Tempo vorgelegt und das gesamte Feld befand sich im Schlusssprint 300m vor dem Ziel, so dass es kein Wunder war, dass viele der Pferde zum Ziel hin erheblich ermüdeten, aber Poetic Flare ging zusammen mit Master Of The Seas und Lucky Vega voran und das Trio löste sich von seinen Verfolgern und kam über 2 Längen Vorsprung ins Ziel.
Poetic Flare gewann das Rennen am Ende in einem Photo Finish mit einer Nase und sah wirklich stark aus  – allerdings Sorgte der weiche Untergrund im französischen Guineas 2000 mit einem sechsten Platz für einen Aussetzer, und das Rennen ist gerade einmal eine Woche her.
Poetic Flare Hat damit nicht nur wieder mit weichem Untergrund zu kämpfen, sondern auch mit einer sehr schnellen Abfolge von Rennen, die ihm sicher einiges abverlangen.
Klar ist, der Untergrund heute wird nicht so langsam sein wie das letzte Mal, aber auch nicht so schnell wie bei seinem Sieg im englischen Guineas 2000. zudem sieht er heute mit Lucky Vega einen Konkurrenten wieder, den er das letzte Mal nur äußerst knapp hatte schlagen können und der seit dem letzten aufeinandertreffen fit gehalten wurde… mit dem geringen Abstand zwischen den beiden, tendiere ich eher zu Lucky Vega, aber wie schon oben geschrieben, mischen heute mit Sicherheit auch einige andere noch mit.
nicht vernachlässigen darf man trotz deines schlechten Abschneidens im Guineas 2000 den von Aiden O‘Brien trainierten Battleground nicht. Der floppte zwar bei seinem ersten Rennen in der neuen Saison, hatte aber letztes Jahr in Amerika beim Breeders Cup einen sehr sehr starken zweiten Platz geholt und war auch davor in seinen Rennen in England und Irland alles andere als deklassiert worden. Ich kann mir gut vorstellen, dass er heute wesentlich besser läuft als beim englischen Ableger, aber das ist eben nur eine Vermutung, und durch die aktuelle Form noch nicht gedeckt. Er ist zudem offensichtlich die zweite Wahl des Trainers, aber wie wir alle wissen, d.h. nichts. Also eine EW Wette könnte sich lohnen, genau wie die Mitnahme in verschiedenen Exoten.
Für den Sieg kann ich mir heute Lucky Vega und van Gogh sehr gut vorstellen, auch Wembley, wenn er denn tatsächlich seine Form wie erwartet steigern kann. Aber die anderen beiden würde ich vorziehen.

 

 


08.04.2021 – Antree – SSS Super Alloys Manifesto Novices‘ Chase – Pick: Hitman

Pferderennen in England

1:45 SSS Super Alloys Manifesto Novices‘ Chase Gruppe 1

Distanz: 2m4f (2m3f200y) | Alter: 5yo+ | Untergrund: Gut bis weich (voraussichtlich)

 

Fusil Raffles: Der Saint Des Saints Sohn von Nicky Henderson kommt ursprünglich aus Frankreich und wechselte im November 2018 zu Henderson, der ihn gleich im Februar 2019 in Kempton im Gruppe 2 888Sport Take ‚Em On Adonis Juvenile Hurdle über 2 Meilen starten lies, welches Fusil Raffles mit Leichtigkeit gewinnen konnte. Trotz des einfachen Erfolges auf Gruppenebene beim Einstand in England musste man sich bis zum nächsten Jahr gedulden, um Fusil Raffles beim Cheltenham Festival bewundern zu dürfen – stattdessen gewann Fusil Raffles im Mai 2019 das Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle in Punchestown – wieder mit einem super Lauf von ihm, gerade nach der letzten Hürde – Fusil Raffles zeigte einen Hang zum starken Sprint nach der letzten Hürde und schien mit der Distanz von 2m noch nicht ausgelastet zu sein.

Im November 2019 gewann er dann das Gruppe 2 Unibet Elite Hurdle über 2 Meilen knapp gegen Grand Sancy und musste den Versuch in Kemptom im Gruppe 1 Christmas Hurdle vorzeitig abbrechen – das Rennen war dann doch zu viel für ihn und der weiche Boden schien ihm auch nicht zu liegen – auf diesem konnte er das Tempo der Pacesetter nicht mitgehen – und da das Cheltenham Festival 2020 ebenfalls mit weichem Boden gesegnet war, stand sein Versuch im Unibet Champion Hurdle Challenge Trophy nicht unter den besten Vorzeichen.

Fusil Raffles hielt sich zunächst im Mittelfeld des Rennens, konnte den Anschluss ab der viertletzten Hürde aber nicht mitgehen und verlor zunehmend den Anschluss. Das war eindeutig zu viel des guten und die schnellen Rennen auf gutem Untergrund am Anfang 2019 schienen Fusil Raffles deutlich mehr zu liegen als die ausdauerbetonten Rennen beim Cheltenham Festival.

Seine Sprünge zuvor waren in der Regel sauber und schnell, daher wunderte es nicht, dass er mit seinem Speed und seinen gezeigten Sprüngen in der nächsten Saison zu den Chase Rennen wechselte, wo er im September 2020 seinen ersten Sieg in einem Klasse 4 Rennen feiern konnte und im Oktober in Cheltenham in einem Klasse 2 Rennen noch einmal nachlegte. Im nachfolgenden Gruppe 2 From The Horse’s Mouth Podcast Novices‘ Chase war der Untergrund am Ende doch schlechter als das deklarierte „gut bis weich“ und Fusil Raffles beendete das Rennen vorzeitig, nachdem er einige haarsträubende Sprünge gezeigt hatte. Und trotz der Aussage des Trainers, dass Fusil Raffles eher schnellen Untergrund bevorzugen würde, startete dieser im Dezember 2020 in Cheltenham im Jockey Club Cheltenham And SW Syndicate Novices‘ Chase und gewann dieses gegen den Favoriten Chantry Hourse und Lieutenant Rocco. Wieder zeigte Fusil Raffles einige schlechte Sprünge, hatte aber dieses Mal die Ausdauer, um das Rennen nach der letzten Hürde doch noch klar zu machen. Etwas überraschend, aber die deutlich längere Distanz von 2m4f schien ihm einen Formbosst zu geben, den Fusil Raffles auch zum Cheltenham Festival 2021 übertragen konnte.

Dort startete er im Marsh Novices Chase als 14/1 Außenseiter, setzet sich aber an die Spitze des Feldes bis er von Shan Blue überholt wurde, der sich ein bisschen zu wohl an der Spitze fühlte und zu weit und zu schnell an der Front zu Werke ging und an der vorletzten Hürde zum Feld zurück kam und am Ende nur abgeschlagener Fünfter wurde. Fusil Raffles hingegen war an der vorletzten Hürde noch fit und ging mit Chantry House mit, der allerdings an diesem Tag einfach zu stark war und das Rennen mit drei Längen für sich entschied-  aber Fusil Raffles war top fit und zeigte erneut eine sehr gute Leistung über 2m4f und weichen bzw. gut bis weichen Untergrund. Wenn er sein Formhoch halten kann, dass wird er hier sicher um den Sieg mitlaufen können

Rennpferd Tipps: Mag angeblich keinen weichen Boden, gewann aber über 2m4f ein Chase Rennen in Cheltenham auf eben diesem Boden und legte im Marsh Novices‘ Chase mit einem klaren zweiten Platz nach. Baut noch ab und zu schlechte Sprünge ein, aber scheint ein neues Formhoch gefunden zu haben und wird hier groß auflaufen können.

Hitman: Der Falco Sohn von Paul Nicholls kommt ursprünglich aus Frankreich und bestritt seine Rennen dort für G Macaire. Die ersten drei Rennen waren durchaus vielversprechend, so belegte er in der Zeit vom Dezember 2019 bis zum Januar 2020 einen ersten und einen zweiten Platz –  und einmal lief er aus dem Kurs raus als er an der neunten Hürde viel zu weit nach Links sprang. Das war trotzdem alles eine sehr gute Leistung und er wechselte danach zu Paul Nicholls, der ihn noch zusätzlich einer Operation an der Luftrühre unterzog, damit sein neuer Schützling besser Luft bekommen solte.

Das hat sich offensichtlich gelohnt, denn als er im November 2020 sein erstes Rennen für den neuen Trainer bestritt, gewann er das Klasse 3 Rennen über 2 Meilen mit einem immensen Abstand von über 30 Längen zu seinen Verfolgern. Zwar war dieser Vorsprung auch durch einen Sturz seiner Verfolger begünstigt, an seinem Sieg hätte das aber ohnehin nichts geändert.

Für sein zweites Rennen über Hürden hatte sich Hitman un sein Trainer Paul Nicholls das Planteur At Chapel Stud Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene ausgesucht. Der Sprung im Niveau zusätzlich zum weichen Boden war noch etwas zu viel für Hitman, der zu lange brauchte um sich in das Rennen zu finden und nicht mehr an Allmankind heran kam, der sich auf der Rückgerade vor den letzten beiden Hürden über 5 Längen vor das Feld gesetzt hatte. Allmankind zeigte an diesem Tag einen hervorrragenden Front Runner Lauf und Hitman hatte nie eine Chance, die gesamte Distanz zum Sieger wieder gut zu machen, reduzierte aber die zwischenzeitlich 10 Längen Distanz zwischen ihm und Allmankind auf dem Weg zum Ziel immerhin auf unter 3 Längen und zeigte auch an der letzten Hürde einen hervorragenden, kraftvollen Sprung.

In Sandown im Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase im Februar ging es in das lang ersehnte Duell mit Shan Blue, welches für Hitman aber mit einem Sturz an der zwölften Hürde verfrüht zu Ende ging. Bis dahin hatte Hitman eigentlich extrem stark ausgesehen, umso bedauerlicher, dass er das Rennen nicht zu Ende laufen konnte. Statt dann zum Cheltenham Festvial zu gehen nahm Trainer Paul Nicholls doch lieber ein leichteres Rennen ins Visier und lies ihn in Newbury im BetVictor Novices‘ Chase auflaufen, wo er, wie es sich, wie es sich für einen echten Favoriten gehört, das kleine drei Konkurrenten Rennen dominierte und mit Leichtigkeit gewann. Seine Sprünge waren größtenteils OK, ein paar Schrecksekunden gab es aber trotzdem, wie etwa an der viertletzten Hürde. Ohen diese wäre er mir hier und heute natürlich lieber, aber da ich ihn beim Cheltenham Festival schmerzhaft vermisst habe, hoffe ich, dass er hier und heute ein wenig wiedergutmachung betreiben kann.

Distanz und Untergrund sollten passen.

Rennpferd Tipps: Eigentlich hoch gehandelt für das Cheltenham Festival vor seinem Sturz im Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase und hat sein Selbstvertrauen mit einem Kantersieg auf gutem Untergund in Newbury wieder herstellen könnne. Sollte mit jeder Art von Untergrund zurecht kommen und hat noch viel Luft nach oben.

The Shunter: Der Stowaway Sohn von Trainer Emmet Mullins ist für seinen Trainer derzeit in bestechender Form. Emmet Mullins hat den ehemaligen Schützling von John O. Clifford zur neuen Hochform gebracht, denn für seinen alten Trainer konnte The Shunter in 18 Rennen nicht einen Sieg davontragen, dabei war es egal ob er auf dem Flat in NHF Rennen oder über Hürden oder in Chase Rennen startete, mehr als ein dritter Platz war nicht drin.

Auch für Emmet mullins begann es mit The Shunter im Juli 2020 eher ruhig mit einem vierten Platz, aber schon im September gab es in einem Maidenrennen (im dritten Jahr über Hürden!) den ersten Sieg und nur zwei Wochen später legte The Shunter in Punchestwon über 2m5f einen Kantersieg mit 18 Längen Vorsprung hin. Sowohl die Distanz von 2m5f als auch der weiche Boden schienen ihm gut zu tun und der nachfolgende vierte Platz im Gruppe 3 Paddy Power From The Horses Mouth Podcast EBF Novice Chase kann auch der gewählten Taktik zugeschrieben werden, das Feld von hinten aufzurollen. Das gelang The Shunter beim ersten Versuch auf Black Type Ebene noch nicht und er musste sich am Ende mit 12 Längen Rückstand zufrieden geben.

Aus dem Fehler hatten Trainer, Pferd und Jockey aber gelernt und schon zwei Wochen später klappte es mit anderer Taktik und kürzere Distanz im Unibet Greatwood Handicap Hurdle mit dem Sieg auf Gruppenebene. The Shunter hielt sich an den Hufen der Pacesettern, wurde aber vom Tempowechsel 3 Hürden vor dem Ziel kalt erwischt und musst den Rückstand bis zur letzten Hürde wieder gutmachen, nach dem letzten Sprung hatte er den Anschluss aber endgültig wieder gefunden und kam mit einem kraftvollen Sprint über die letzten Meter über die verkürzte Distanz von 2 Meilen am Ende mit drei Längen Vorsprung ins Ziel.

Beim nachfolgenden Matheson Handicap Chase im Februar 2021 über erweiterte zwei Meilen und weichen Untergrund wiederholte sich das Spiel aus dem letzten Rennen zum Teil – wieder wurde The Shunter zwischen der drittletzten und vorletzten Hürde von dem anziehenden Tempo überrascht und verlor an Boden und musste versuchen, diesen danach wieder gut zu machen, was aber in diesem Handicap nicht gelang. Er holte einen sicheren dritten Platz, war aber nicht in Schlagreichweite zu den ersten beiden. Im bet365 Morebattle Hurdle über 2m in Kelso musste The Shunter hart ämpfen, um am Ende als Sieger darzustehen, hatte aber auch das Problem, dass er wesentlich weiter hinten im Feld einsortiert wurde, als ihm lieb war und er sich erst einmal in die Position bringen musste, um über die letzten Hürden angreifen zu können, hatte aber dann auch genug Kraft um den angriff zu Ende zu bringen und mit knapp 1,2 Längen zu gewinnen. Das war ein Arbeitssieg, aber über längere Distanz und gegen deutlich schwerere Konkurrenz im Gruppe 3 Paddy Power Plate Handicap Chase beim Cheltenham Festival gewann The Shunter dann mit drei Längen gegen Farclas.

Dieses Mal überlies er nichts dem Zufall und übernahm die Führung des Feldes und bestimmte so selbst das Tempo, wurde dann aber doch von einem Außenseiter als Pacesetter abgelöst und begnügte sich damit, diesem an den Hufen zu bleiben. Der Außenseiter Kitealy Briggs schwächelte dann auch wie erwartet und gab die Führung wieder an The Shunter ab, der ab der vorletzten Hürde das Rennen für sich klar machte und den Hügel in Cheltenham kraftvoll bewältigen konnte.

2m4f und schneller Boden schienen das Beste aus ihm heraus zu holen, und die selben Konditiaonen bekommt er heute.

Rennpferd Tipps: Kommt immer besser in Form und läuft für Emmet Mullins wie ausgewechselt auf. Starker Sieg beim Cheltenham Festival und mit fast identischen Vorraussetzungen hier vielleicht auf dem Weg zum ersten Gruppe 1 Sieg.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte. Ich denke auch heute ist wieder ein Platz drin

Rennpferd Tipps: Zwei zweite Plätze hinter Shishkin – zwar abgeschlagen, aber immerhin. Er ist der, der die Scherben aufsammelt, sollte etwas für die Favoriten schief gehen.

 


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