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Galopprennen

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16.01.2021 – Punchestown – Kildare Novice Chase – Pick: Bob Olinger

Pferderennen in Irland
Gestern gelang der Einstand in das neue Jahr mit eine Sieg, heute scheint die Sache in Punchestown auch ziemlich klar zu sein – ein Sieg von Bob Olinger wird erwartet. Der ist seit seinem Maidenrennen über die Hinderisse im November 2020 ungeschlagen und gewann letztes Jahr unter anderem das Ballymore Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo auch der heuteige Konkurrent Gaillard Du Mesnil aufgelaufen war.
Auch der Einstand in die Chase Rennen in dieser Saison gelang Bob Olinger spielerisch und es gibt wenig Gründe, warum er hier und heute über eine gewohnte Distanz nicht den nächsten Sieg auf dem Weg zum Cheltenham Festival feiern sollte. Er kennt zwar den Kurs hier nicht, was aber kein Problem sein sollte

2:20  Kildare Novice Chase (Grade 3)

Distanz : 2m4f (2m4f37y) |Alter  (5yo+) | Untergrund: Weich

Die Pferde:

Bob Olinger: Der Sholokhov Sohn von Henry De Bromhead wurde 2018 vor seinem ersten Start kastriert, gewann dann aber seinen ersten Start in einem PTP Rennen in Irland auch mit beeindruckenden 15 Längen. Das war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, welches er auf dem Kurs in Gowran Park 111 Tage danach noch einmal wiederholte, obwohl der Untergrund schwer war. 10 Längen holte er auf die bessere Konkurrenz heraus und Bob Olinger hatte zeigen können, dass er zumindest auf dem Flat eine Menge Speed besaß und die Konkurrenz in Irland in die Tasche stecken konnte.

258 Tage später startete er dann erneut in Gowran Park über 2 Meilen und schweren Boden in seinem ersten Hürdenrennen, konnte aber nicht nahtlos an seine Erfolge aus den NHF Rennen anknüpfen und musste sich zunächst mit einem zweiten Platz zufrieden geben, nicht zuletzt, weil er gerade an der letzten Hürde unter Druck einen schlechten Sprung zeigte und Ferny Hollow ziehen lassen musste. Die beiden waren allerdings beim Zieleinlauf auch komplett unter sich und mussten keinen weiteren Konkurrenten fürchten, denn der Rest hatte über 30 Längen Rückstand auf die beiden Sieger und hatte schon eine lange Zeit keine Rolle mehr gespielt. So gesehen klein schlechter Start in die Saison, Ferny Hollow hatte schließlich im Jahr zuvor den Champion Bumper gewinnen können und hat offensichtlich seine Form auch auf die Hürden übertragen können. Der Konkurrent hat bis zum Cheltenham Festival keinen weiteren Start absolviert, im Gegensatz zu Bob Olinger, der im Dezember sein nächstes Maidenrennen locker mit 14 Längen gewinnen konnte und im Januar das Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle ebenfalls für sich entscheiden konnte.

Rachel Blackmoore griff zwischen den letzten Beiden Hürden deutlich vor dem Hauptkonkurrenten Blue Lord zur Peitsche und trieb ihren Schützling an, während Paul Townend auf Blue Lord noch zuversichtlich aussah und ihn nur mit den Zügeln zu etwas mehr Tempo antrieb, aber das Bild änderte sich komplett nach dem Sprung über die letzte Hürde, den Bob Olinger deutlich schneller absolvierte und immer mehr Tempo aufbaute, während Blue Lord urplötzlich den Anschluss verpasst hatte und nun unter starkem Druck seines Jockey trotzdem nicht mehr aufschließen konnte.

Nach der starken Leistung konnte Bob Olinger beim Cheltenham Festival im Ballymore Novices‘ Hurdle als Favorit auflaufen ud wurde dieser Einschätzung auch gerecht. Zwar begann er das Rennen ein wenig zu energisch und verbrauchte zu viel Kraft bis er einmal ins Rennen fand, von da an gab es aber kein Halten mehr. Bob Olinger verlor zwar an der viertletzten Hürde noch einmal seinen zweiten Platz hinter dem Pacesetter, war aber auch noch nicht voll in Schwung und holte sich die Führung im Cruise Modus zwischen den letzten beiden Hürden und war dann auf und davon als er einmal das „Go“ nach der letzten Hürde bekommen hatte. Gallaird Du Mesnil holte sich den zweite Platz, hatte aber locker 7 Länge Rückstand am Ende.

Nach der Sommerpause startete Bob Olinger im Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase und gewann erneut unangefochten, hatte aber einige unsaubere Sprünge in seinem Lauf und muss diese bis zum Cheltenham Festival unbedingt ein wenig ausbügeln. Er sollte das Rennen hier aber sicher gewinnen.

Gailliard Du Mesnil: Willie Mullins hat mal wieder einen ehemaligen Franzosen in Form des Saint Des Saints Sohns im Gepäck und wie so oft, hat der irische Erfolgstrainer mit seinem französischem Import schon einige Erfolge feiern können.

Gaillard Du Mesnil kam im November 2020 zu Mullins, nachdem er zuvor für I Gallorini in Frankreich aufgelaufen war und in seinen sechs Rennen auf dem Festland eine ganz solide Figur gemacht hatte. Nach dem Wechsel zu Mullins und einer 385 Tage andauernden Pause startete Gaillard Du Mesnil in seiner neuen Heimat in Punchestown mit einem zweiten Platz in einem Maidenhurdle, bevor er in Leopardstown im Dezember seinen ersten Sieg über Hürden feiern konnte.

Das Rennen über 2m4f und weichen Boden war am Ende nicht mehr als ein Trainingslauf für Gaillard Du Mesnil, aber er zeigte, dass seine Form durchaus ernst zu nehmen ist in seinem nächsten Rennen im Februar 2021, als er in Leopardstown im Gruppe 1 Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50k Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle startete.

Das Gruppe 1 Rennen ging Gaillard Du Mesnil wieder als Favorit an, obohl es mit 2m6f noch einmal 2 Furlong länger war und der Boden noch weiter aufgeweicht war als beim letzten Rennen. Der schwere Boden machte ihm allerdings keinerleid Probleme, stattdessen fand sich Gaillard Du Mesnil gemütlich im Mittelfeld des Feldes ein und lies den anderen Pferden den Vortritt und die Aufgabe, das Tempo zu setzen. Nach der drittletzten Hürde begann Gaillard Du Mesnil langsam das Feld aufzurollen und holte sich an der vorletzten Hürde den zweiten Platz, zog vor der letzten Hürde endgültig nach vorne und nach dem letzten Sprung auf und davon. Er konnte von Paul Townend vor dem Ziel sogar noch ein wenig zurück genommen werden. Der starke Lauf zum Ziel wusste zu gefallen auch wenn Gaillard Du Mesnil zwischenzeitlich nicht so ausgesehen hatte, als ob er über die letzten Meter noch derart viel Kraft übrig haben würde – merke, der Saint Des Saints Sohn kann einen langen Drive aushalten und schöpft unter Druck eine ganze Weile aus seinen Kraftreserven.

Das reichte freilich nicht, um im Gruppe 1 Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase beim Cheltenham Festival dem herausragenden Bob Olinger gefährlich zu werden, aber immerhin, um sich auf der Zielgeraden doch noch den zweiten Platz zu holen und deutlich vor Bravemansgame ins Ziel zu kommen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Alanna Homes Champion Novice Hurdle im April in AIntree gab es nicht viel Konkurrenz und Gaillard Du Mesnil gewann das Rennen wie erwartet, wenn auch in eher unspektakulärer Weise mit „nur“ zwei Längen Vorsprung, trotzdem ist der zweite Gruppe 1 Sieg in der Karriere natürlich immer ein Grund zu feiern – umso mehr, wenn der in der ersten Saison über die Hindernisse kommt!

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause verlief zufriedenstellend, als Gaillard Du Mesnil im Dezember im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase in Naas auflief und einen dritten Platz holen konnte. Ihm schien die Ausdauer zu fehlen um die 2m3f auf weichem Boden bewältigen zu können, was für ihn eher ungewöhnlich ist, aber nach 230 Tagen und einer neuen Disziplin kann das schon mal vorkommen, ich erwarte jedenfalls eine deutliche Steigerung in den nächsten Rennen.

Capodanno: Der Manduro Sohn von Willie Mullins startet unter Mark Walsh und läuft in den Quoten seinen erfolgreichen Stallgefährten Gaillard Du Mesnil gerade den Rang ab – und das ohne einen einzigen Start in einem Gruppenrennen bisher!

Capodanno begann seine Karriere in Compiegne in Frankreich im November 2019 und schaffte auf Anhieb einen zweiten Platz, wechselte dann aber auch schon direkt zu Mullins nach Irland und dürfte im Dezember 2020 für den Erfolgstrainer das erste Rennen bestreiten, was in einem respektablen dritte Platz für Capodanno endete.

Nach dem Warmmacher nach der langen Pause konnte Capodanno dann aber zeigen was in ihm steckt und gewann das nächste Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung. Die folgenden Novice Hurdle in Naas, Turles und Punhestown machten klar, dass Capodanno Potential hat, aber in der ersten Saison wohl nicht auf die Spitzengruppe in seinem Alter aufschließen können würde. Dafür beendete er die Saison im Conway Piling Handicap Hurdle (Grade B) mit einem Knall, als der das gut besetzte und mit 25 Pferden sehr volle Rennen locker mit über 6 Längen gewinnen konnte – eine spitzen Leistung, die er im Dezember in der neuen Disziplin (den Chase Rennen) im Get A Run For Your Money With BetVictor Beginners Chase zwar nicht 1:1 reproduzieren konnte, für einen Sieg reichte es aber trotzdem – und das, obwohl sein Stallgefährte Gaillard Du Mesnil, ein zweifacher Gruppe 1 Sieger über Hürden – in dem Rennen als klarer Favorit an den Start gegangen war.

Capodanno machte an der vorletzten Hürde einen schweren Fehler, der ihn einiges an Raum kostete, fing sich aber wieder und holte sich seine Führung rechtzeitig vor der Ziellinie wieder zurück. Vor dem Fehler sah alles nach einem Kantersieg für Capodanno aus, so dass ich verstehen kann, warum er heute vor Gaillard Du Mesnil rangiert  – auch wenn ich die Einschätzung nicht ganz teile.


15.01.2022 – Kempton – Coral Silviniaco Conti Chase – Pick: Mister Fisher

Pferderennen in England

So, nach zwei Wochen Pause – teils Urlaubsbedingt, teils weil einfach nicht viel los war und teilweise weil privat zu viel los war – Starten wir heute in unser neues Jahr

Ich hoffe Ihr seid alle in das neue Jahr gekommen und konntet das letzte Jahr gut überstehen – das war ja nicht immer einfach, Corona seid dank. Und Corona begleitet uns auch über den Jahreswechsel weiter, aber hoffentlich wird es sich dieses Jahr irgendwann erledigen, und wir können alle wieder an die Rennbahn – ohne Impfung, ohne Tests und ohne Beschränkungen – wäre doch schön, aber vielleicht auch erst 2023…. aber es kommt wieder, ganz sicher.

Also, erstes Rennen für uns in der neuen Saison:

15:05 –  Coral Silviniaco Conti Chase (Grade 2) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m4½f (2m4f110y) | Alter: (5yo+) | Untergrund: Weich | 16 Hürden

Favorit ist Mister Fisher, der erst vor zwei Wochen hier auf dem selben Kurs im King George VI Stakes startete und dort eigentlich nie mit dem gesetzten Tempo klar kam, sondern die Sieger sang und klanglos ziehen lassen musste und das Rennen dann 3 Hürden vor dem Ziel vorzeitig beenden musste.

Allerdings ist die Konkurrenz heute deutlich leichter und Mister Fisher mag die Distanz von 2m4f deutlich mehr als die 3m aus dem letzten Rennen – ich kann also nachvollziehen, warum er hier und heute als Favorit an den Start gehen wird, denn sein erter Lauf in der neuen Saison gegen Frodon war schon ziemlich stark gewesen und das King George reicht kaum aus, um seine orm aus dem Rennen komplett zu negieren..

Defi Du Seuil´s Karriere hat in den letzten beiden Saisons ein wenig den Drive verloren – lange Pausen, wenig zählbares und auch das Saisondebüt im 1965 Chase in Ascot im November 2021 war klar unter den Erwartungen geblieben. Ich denke je mehr es Regnet, um so besser seine Chancen, und vielleicht macht sich ja auch noch die OP die er im Sommer hatte bezahlt… ich würde es ihm jedenfalls wünschen und er ist in sein letztes Rennen immerhin als Favorit gegangen!

Eldorado Allen bleibt bei den -meiner Meinung nach unpassenden – 2m4f, bekommt aber weichen Boden, den er mehr mögen wird als den schnellen Boden zuvor und ih ann mir eine gesteigerte Leistung von ihm hier gut vorstellen. Rouge Vif war lange nicht mehr erfolgreich in einem Gruppenrennen, im Feburar 2020 schlug er den hohgehandelten Nube Negra in Warwick…. aber das war über 2m, wo er auch eine besten Rennen bisher gezeigt hat – 2m4f? Ich denke eher nicht, auch wenn er nun neu bei Paul Nicholls ist

Mister Fisher: Der Jeremy Sohn startet für Trainer Nicky Henderson und ist in seiner Karriere ein wenig „Hit und Miss“

Der Trainer hat Mister Fisher schon von Anfang an unter Vertrag und gewann mit ihm gleich den ersten Start in seiner Karriere in Kempton und schickte ihn danach auf Gruppe 2 Ebene als einer der Favoriten in das Gruppe 2 Weatherbys Racing Bank Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree, wo auch Al Dancer mit von der Partie war. Das Rennen war noch ein wenig zu viel für Mister Fisher und sein Trainer schickte ihn nach der Eingewöhnung auf dem Flat in eine 208 Tage Pause und die Hürdenrennen in der neuen Saison.

Der Einstand war schon sehr vielversprechend mit einem zweiten Platz nur einen kurzen Kopf hinter dem Sieger  Ecu De La Noverie. Mister Fisher fürhte sogar 100m vor dem Ziel, wurde aber knapp vor der Ziellinie doch noch eingeholt und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Beim zweiten Start in der neuen Saison, dem 32Red Casino Novices‘ Hurdle lief es dann schon besser, als er Rouge Vif über 2m auf gutem Untergrund in die Schranken weisen konnte. Dabei  war vor allem der Sprung an der letzten Hürde bemerkenswert, als Mister Fisher schon an der Front war und mit dem gewaltigen Satz den Sack zu machte.

Er traf in diesem Rennen auf einige der heutigen Konkurrenten wie Rouge Vif, The Big Bite oder Thomas Darby und hatte die Konkurrenten alle sicher in der Tasche. Seine gute Form unterstrich er noch mit einem Sieg in Kempton im Gruppe 2 Rossington Novices‘ Hurdle, wo er als Favorit das Rennen am Ende mit 2 Längen gewann. Er hatte an der vorletzten Hürde einen etwas seltsamen Sprung eingebaute und hatte auf der Zielgeraden mehr mit dem Front Runner zu schaffen als es bei den Hürden zuvor den Anschein erweckt hatte und das Cheltenham Festival 2019 kam vielleicht ein wenig zu früh. Er baute seine Form aber nach dem Wechsel in die Chase Rennen im November 19 weiter aus und gewann nach einem zweiten Platz in Warwick im November und einem Sieg im Dezember im Ryman Novices‘ Chase das Gruppe  2 Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase im Januar mit einer starken Leistung gegen Al Dancer. Die Distanz von 2m schien ihm zu liegen, trotzdem ging es im Cheltenham Festival über 2m4f im Marsh Novices‘ Chase und die Distanz könnte eine Rolle darin gespielt haben, dass Mister Fischer zwar einen guten vierten Platz erreichen konnte, aber nach der letzten Hürde nicht die Power hatte, um mit den ersten Drei mitzugehen.

Aber auch nach der nächsten Sommerpause zur Saison 20/21 blieb Mister Fisher bei der Distanz von 2m4f mit dem Saisonziel beim Cheltenham Festival im Blick. Beim ersten Rennen im Gruppe 3 Paddy Power Gold Cup Handicap Chase verlor er noch eines seiner Hufeisen und musste nach einigen schlechten Sprüngen aus dem Rennen genommen werden, aber ohne solche Schicksalsschläge gewann Mister Fisher sein zweites Rennen in Form des Gruppe 2 Fitzdares Club Loves The Peterborough Chase, mit einem starken Lauf nach der letzten Hürde.

Der Lauf reichte allerdings nicht, um ihn auf das Cheltenham Festival vorzubereiten und Mister Fisher musste das Ryanair Chase vorzeitig zu beenden, und auch im April im Bowl Chase machte er vorzeitig Schluss – allerdings indem er seinen Jockey Nico De Boinvillea an der zwölften Hürde abwarf   – und das hatte sich an der elften Hürde auch schon mit einem sehr schlechten Sprung angekündigt.

Nach der Sommerpause kam er mit einem starken Lauf gegen Frodon im Oaksey Chase zurück und unterlag dem Konkurrenten nur knapp, allerdings war die längere Distanz und stärkere Konkurrenz im King George VI Case beim Boxing Day dann eine Nummer zu groß für Mister Fisher, der nachdem er am Anfang einfach nur den Pacesettern mit Abstand hinterherlaufen konnte, dann an der drittletzten Hürde die Segel strich und vorzeitig beendete.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte. Ich denke auch heute ist wieder ein Platz drin

Rennpferd Tipps: Zwei zweite Plätze hinter Shishkin – zwar abgeschlagen, aber immerhin. Er ist der, der die Scherben aufsammelt, sollte etwas für die Favoriten schief gehen.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte und auch der Saisonabschluss der Saison 2020/21 im Manifesto Novice Chase in Aintree im April gelang nicht – vielleicht auch weil Eldorado Allen das erste Mal über 2m4f starte und auf den letzten Metern etwas an Zug verlor – er lief allerdings kein schlechtes Rennen  und gewann nach der Sommerpause verdient das Gruppe 2 Betway Haldon Gold Cup (A Limited Handicap Chase) in Exeter in einem spannenden Duell gegen Hitman, der zusammen mit ihm über die letzte Hürde ging und sich auf dem Run – In nicht geschlagen geben wollte. Erst auf den letzten Metern konnte Eldorado Allen sich dann letztendlich absetzten und gewann mit einer Länge.

Auch sein nächster Start im Gruppe 2 Fitzdares Peterborough Chase verlief zunächst nicht schlecht, nach einem schweren Fehler an der fünftletzten Hürde verlor Eldorado Allen allerdings zunächst den Anschluss und geriet an den nächsten Hürden immer mehr unter Druck, konnte sich aber immerhin noch den dritten Platz sichern. Vielleicht war der Untergrund zu schnell für ihn und der weiche Boden sollte ihm durchaus mehr liegen – ich bin gespannt.

Defi Du Seuil: 

Schon eine Weile läuft es nicht so richtig für den Voix Du Nord Sohn Defi Du Seuil. Anfang 2020 hatte er einen Lauf, der seinen Ursprung 2019 hatte und nachdem er das Tingle Creek Chase und das Clarence House Chase gewonnen hatte, war er eigentlich als klarer Favorit für das Queen Mother Chase beim Cheltenham Festival gesetzt worden – erlitt aber eine überraschend deutliche Niederlage mit einem vierten Platz, von der er sich 2020 augescheinlich nicht mehr erholte. Die Saison 2020/21 wurde nach zwei Rennen abgebrochen und Defi Du Seuil bekam stattdessen in der Sommerpause zu jetzigen Saison eine OP an der Windröhre. Sein Trainer ist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, und so startet Defi Du Seuil trotz fast 1,5 Jahren ohne Sieg hier nun als Favorit.

Wir werden sehen ob er etwas von seinem alten Potential abrufen kann.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Defi Du Seuil im März 2019  als 2-5-Favorit in die Champion Chase ging, um zum führenden Zwei-Meilen-Chaser der Saison 2019-20 gekrönt zu werden.

Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden bis dato. Dabei konnte er damals einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren, was ihn zu einem der Stars in der Saison machte und Hoffnungen auf die kommenden Jahre gab.

In der Saison 2018 ging es dann mit der Form in den Hürdenrennen etwas auf und ab, 2019 wechselte Defi Du Seuil dann in die Chase Disziplin und gewann unter anderem das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival. In der neuen Saison 2019/20 ist er in drei Rennen derzeit noch ungeschlagen.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Form im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg liefern und schlug den stark auflaufenden Konkurrenten knapp. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defi Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste – und sich dann unter Druck noch  etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte. Über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser schienen die zwei Meilen zunächst vielleicht etwas kurz zu sein, allerdings bekam Defi Du Seuil nach der Sommerpause noch einmal die Chance über die 3199m zu zeigen, was er kann. Er startete im Shloer Chase auf Gruppe 2 Ebene gegen den bekannten 2 Miler Politologue, der in dem Rennen das Tempo setzten dürfte, während Defi Du Seuil am Innengeländer lief. Das entwickelte sich allerdings in dem Rennen zum Problem, denn vor der letzten Hürde wurde der Platz knapp und Defi De Seuil musste Saint Calvados ein wenig zu Seite scheiben um freie Bahn zu bekommen und Politologue noch zu überholen.

Dieses Mal sah der Schlusssprint gewohnt stark aus und mit besserem Lauf vor der letzten Hürde hätte Defi Du Seuil sicher noch mehr Vorsprung rausholen könne, so blieb ein guter Eindruck aus dem ersten Rennen nach der Sommerpause, der im Tingle Creek Chase gegen Politologue und vor allem Un De Sceux noch einmal getestet werden sollte. Das Rennen auf Gruppe 1 Ebene wurde wieder knapp über 2 Meilen ausgetragen und der Untergrund war für die Zeit um Weihnachten typisch weich, was aber für keinen der Favoriten ein Problem war.

Wieder übernahm Politologue die Führung, wurde dann aber schnell von Ornua überholt, der als Außenseiter vor Un De Sceux das Tempo setzten dürfte. Defi Du Seuil sprang einige Male ziemlich stark nach links auf dem nach links drehenden Kurs, was ihn jedes Mal in die Mitte der Bahn brachte und einige Meter kostete. Un De Sceaux schloss beim vorletzten Tunr auf Ornua auf und setzte sich dann spielend leicht von den Verfolgern ab, während Defi Du Seuil noch etwas unentschlossen aussah, sich dann aber beim Einbiegen in die Zielgerade voll auf seine Aufgabe konzentriere und zwischen den beiden letzten Hürden den Ausreißer wieder eingefangen hatte. Der letzte Sprung brachte Defi Du Seuil eine halbe Länge Vorsprung gegen Un De Sceux ein, der aber noch einmal aufschließen konnte. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell über die letzten Meter, allerdings hätte eventuell Waiting Patiently den beiden den Tag verderben können, der sich beim Überqueren der Ziellinie bis auf eine Länge herangekämpft hatte, obwohl er an der letzten Hürde locker 5 Längen Rückstand auf die Favoriten hatte und definitiv auf den letzten Metern noch am schnellsten unterwegs war.

Den Konkurrenten traf Defi De Seuil zwar im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Clarence House Chase nicht noch einmal, allerdings traf er auf Un De Sceaux und es wurde erwartet, dass die beiden die Hackordnung für das Cheltenham Festival untereinander ausmachen würden – sozusagen ein vorgezogenes Duell für das Festival, nachdem für Un De Sceux das letzte Duell im Dezember alles andere als optimal verlaufen war – aber auch das erneute Duell über 3371m im Clarence House Chase verlief für den Veteranen alles andere als nach Plan als der fünf Jahre jüngere Defi Du Seuil ihm an der letzten Hürde davonsprang und immerhin drei Längen Vorsprung auf der Zielgeraden herausholen konnte – die erneute Niederlage wog so schwer, dass Un De Sceux wohl dieses Jahr überhaupt nicht beim Cheltenham Festival erscheinen wird, mi dem Rennen hatte Defi Du Seuil hingegen bewiesen, dass er in bestechender Form war und auch das Duell mit Altior im Queen Mother Champion Chase eigentlich nicht fürchten musste – eigentlich, denn am goßen Tag selbst schwächelte Defi Du Seuil und hatte an dem wichtigen Datum offensichtlich keine Lust

Seine Sprünge über die Hindernisse waren teilweise schlampig, er lies sich offensichtlich nicht so führen, wie Barry Geragthy sich das erhofft hatte und lief recht weit außen im Feld und fand auf zunehmenden Druck seines Jockeys 3 Hürden vor dem Ziel keine weitere Kraft. Das war alles andere als überzeugend und obwohl im nachfolgenden Gruppe 2 Shloer Chase einige Hauptkonkurrenten ausfielen, konnte Defi Du Seuil kein Kapital daraus schlagen, denn beim Einbiegen in die Zielgerade zog Put The Kettle neben Defi Du Seuil neben ihm das Tempo an um die Verfolgung von Duc Des Genievres aufzunehmen und am Ende zu gewinnen  – während Defi Du Seuil sogar noch vom einzigen weiteren Konkurrenten, Riders On The Storm, eingesammelt wurde und das Rennen vor der letzten Hürde noch vorzeitig beendete.

69 Tage später verlief es im Matchbook Betting Exchange Clarence House Chase für Defi Du Seuil nicht viel besser. Zwar hatten die Buchmacher und die Fans mittlerweile eingesehen, das Defi Du Seuil gegen Konkurrenten wie Politologue und Waiting Paitiently nicht als Favorit gelten kann, und auch wenn am Ende der Außenseiter First Flow das Rennen gewinnen konnte, war die Einschätzung mit Defi Du Seuil am Ende doch richtig gewesen. Wieder baute der mehrfache Gruppe 1 Sieger mehrere Fehler in seine Sprünge ein, wieder ging ihm ab der letzten Hürde gehörig die Puste aus – alles in allem eine eher traurige Vorstellung, die seine Pläne für den Rest des Jahres auch gleich beendeten. Stattdessen gab es eine Windröhren OP im Juni 2021, was bei seinem Saisondebüt im 1965 Chase allerdings nicht wirklich geholfen hat – dort musste Defi Du Seuil relativ früh motiviert werden um den Anschluss an die Konkurrenz zu halten, die ein ordentliches Tempo setzte, und im Endeffekt konnte Defi Du Seuil am Ende auch nicht mehr mithalten und fiel bis auf 35 Längen zurück

Er ist deutlich besser, als er dort zeigen konnte und ich hoffe, er kommt noch einmal in Form

Pick: Mister Fisher

 


Wetten – Performance November 2021

Pferdewetten News

Zur besseren Lesbarkeit bei Google Docs: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1kVYedSzaBSZF7xeL3KlUqDQX3BR4MJbmshj5hDFo36c/edit?usp=sharing

(Als Link zum rauskopieren – sonst gibt WordPress nur Kauderwelsch heraus)

Ich schreibe ja hier einen Wettblog – da ist es ja auch durchaus interessant, wie die Wetten in den Monaten so gelaufen sind.

Einen Umstand, den ich gerne mal komplett (sträflich) vernachlässige, da die Auswertung in lesbare Daten für den Blog ein bisschen Zeit kostet – Zeit, die ich meist nicht habe (Schande über mich)

Eigentlich gehörte das zu den guten Vorsätzen im neuen Jahr (*hust*), und einmal haben wir das ganze schon gemacht – nun also die zweite Runde.

Die gute Nachricht – wir sind im Plus. Es war bei weitem nicht mein bester Monat, aber nichts um wirklich in Aufregung zu verfallen – 4,77 Euro wären wir bei 1 Euro Einsatz im Plus, was ein ROI von 15,3% entspricht – bei 30 Euro Einsatz hätten wir also 34,07 € nun auf dem Konto – Beim BSP (Betfair Starting Price) – das kann natürlich bei Racebets oder anderen Anbietern darunter liegen, irgendeinen Wert muss ich annehmen 😉

Den Double habe ich nicht mit eingerechnet – Trifecta und Double kann ich schlecht mit dem selben Stake spielen wie Siegwetten – wir hatten in dem Jahr einige nette Trifecta – da wären die Monate utopisch ausgefallen.

Da wir nur Gruppenrennen (mit einer Ausnahme) spielen, ist das durchaus respektabel, denn die besten Rennen gelten als notorisch schwer vorherzusagen – und ich kann auch nicht jeden Pick einstellen, den ich spiele. Nicht mal die aus den Gruppenrennen.

Ich spiele seit Jahren mit dem Gedanken einen Tippservice aufzubauen, mit Tipps aus allen Rennen, aber komme nicht so richtig dazu die Infrastruktur aufzubauen. Wenn Ihr so was wollt – Email 😀

Zurück zur Performance im letzten Monat: 30 Wetten – davon 10 Sieger und 6 2te und 3te Plätze – ein paar Vierte noch dazu – und ein paar totale Flops. Gerade die haushohen Favoriten beim Breeders Cup am dritten Tag haben uns rein gerissen, was bitter ist, denn diese würde ich in der Realität kaum mit dem selben Stake anspielen wie lukrative Wetten wie Pizza Bianca, die durch den Marktsupport am Tag des Rennens von EW auf Sieg rückte und der höchste Sieg in diesem Monat war.

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(Als Link zum rauskopieren – sonst gibt WordPress nur Kauderwelsch heraus)

Rennen und Pick Platzierung                                                                     Quote (BSP) Stake
05.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Juvenile Turf Sprint – Pick: Averly Jane NR 0
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Netjets Breeders‘ Cup Juvenile Fillies – Pick: Echo Zulu 1 1,8 0,8
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Netjets Breeders‘ Cup Juvenile Fillies – Pick: Echo Zulu 1, Juju’s Map 2 1+2
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf – Pizza Bianca 1 10,9 9,9
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf -Koala Princess 7 -1
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf -Cairo Memories 9 -1
05.11.2021 – Del Mar – Breeders Cup – Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf -Consumer Spending 6 -1
5.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Breeders‘ Cup Juvenile Turf – Pick: Albhar EW NR
05.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – TVG Breeders‘ Cup Juvenile – Pick: Jack Christopher NR
05.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – TVG Breeders‘ Cup Juvenile – Pick: Pinehurst EW 5 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Filly & Mare Sprint – Pick: Gamine 3 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Turf Sprint – Pick: Golden Pal 1 3,5 2,5
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Turf Sprint – Pick: Kimari EW 7 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Turf Sprint – Pick: Lieutenant Dan EW 2 5,6 4,6
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Big Ass Fans Breeders‘ Cup Dirt Mile – Pick: Life Is Good 1 1,7 0,7
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Maker’s Mark Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf – Pick: War Like Goddess 3 3,3 2,3
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Maker’s Mark Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf – Pick: Loves Only You 1 5,3 4,3
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Qatar Racing Breeders‘ Cup Sprint – Pick: Jackie’s Warrior 6 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Breeders‘ Cup Mile – Pick: Mo Forza / Pearls Galore EW
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Breeders‘ Cup Mile – Pick: Mo Forza 13 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Breeders‘ Cup Mile – Pick: Pearls Galore EW 6 -1
06.11.2021 – Breeders‘ Cup – Longines Breeders‘ Cup Distaff – Pick: Letruska 10 -1
06.11.2021 – Del Mar – Breeders‘ Cup – Longines Breeders‘ Cup Classic – Pick: Knicks Go 1 4,2 3,2

Australien
06.11.2021 – Flemington – VRC Sprint Classic – Pick: Nature Strip 1 1,3 0,3
06.11.2021 – Flemington – Mackinnon Stakes – Pick: Colette 8 -1
13.11.2021 – Newcastle – Australien – Rennen 5 – Pik: Love Tap 3 -1

England / Irland
06.11.2021 – Wincaton – Unibet Elite Hurdle – Pick: Sceau Royal 1 1,87 0,87
06.11.2021 – Wincaton – Unibet Elite Hurdle – Pick: Belfast Banter EW 3 -1
14.11.2021 – Punchestown – Unibet Morgiana Hurdle – Pick: Sharjah 1 2,6 1,6
20.11.2021 – Ascot – Chanelle Pharma 1965 Chase – Pick: Dashel Drasher 3 -1
20.11.2021 – Haydock – Betfair Chase / Lancashire Chase – Pick: Bristol De Mai PU
26.11.2021 – Newbury – Ladbrokes Long Distance Hurdle – Pick: Mrs Milner 4 -1
26.11.2021 – Newbury – Ladbrokes Long Distance Hurdle – Pick: Lisnagar Oscar EW 4 -1
28.11.2021 – Fairyhouse – BARONERACING.COM Hatton’s Grace Hurdle – Pick: Honeysuckle 1 1,48 0,48

International
20.11.2021 – Sha Tin – Bochk Private Banking Jockey Club Sprint – Pick: Courier Wonder 5 -1
20.11.2021 – Sha Tin – Bochk Private Banking Jockey Club Sprint – Pick: Hot King Prawn EW 8 -1

Profit: 13,55
Plätze 1-3 16
Platz 1 10
Wetten 30


05.12.2021 – Cork – Kerry Group Hilly Way Chase – Pick: Energumene

Pferderennen in Irland

15:20 Kerry Group Hilly Way Chase – Gruppe 2 

Distanz: 2m½f (2m160y) | Alter: (5yo+) | Untergrund: Weich

Im Prinzip ein Zwei – Starter Rennen heute in Cork  – denn Energumee und Notebook nehmen es miteinander auf, und der Rest wird wahrscheinlich nur zuschauen können, was die beiden an der Front so anstellen.

Energumene ist – wie wir alle wissen, letzte Saison der ganz große Hype gewesen, nur um das Cheltenham Festival auszulassen und stattdessen drum herum im Februar kurzen Prozess mit dem Patrick Ward & Company Solicitors Irish Arkle Novice Chase zu machen und im April genau so einfach das Ryanair Novice Chase gegen ein sehr kleines Feld zu gewinnen.

Diese Saison steht definitiv das Cheltenham Festival auf dem Programm, und Notebook wird zum Saisonbeginn einen starken Test darstellen.

Energumene: Der Denham Red Sohn von Willie Mullins geht als typischer Vertreter des irischen Erfolgstrainers durch. Seine Karriere begann mit einem kurzen Intermezzo in Frankreich für Sophie Lacey und einem Sieg in einem Maiden PTP Rennen, bevor er zu Mullins wechselte und fast zwei Jahre später seinen nächsten Start in Irland absolvieren sollte.

Der erste Lauf in Navan in einem NHF Rennen war durchaus vielversprechend, auch wenn am Ende „nur“ ein dritter Platz dabei heraus sprang, aber schon kurz darauf nach erneuter kleiner Pause gewann er im Januar 2020 sein erstes Rennen in Irland mit einem kleinen Sprint die letzten 100 Yards entlang, das Feld hatte er unter P.W. Mullins aber schon vorher unter Kontrolle, wie auch bei seinem nächsten Start in Gowran Park im MansionBet Get Paid As A Winner If 2nd In The Supreme Novices‘ At Cheltenham Maiden Hurdle. Obwohl er nicht jedes Hindernis sauber überspringen konnte, gewann Energumene am Ende locker mit 19 Längen und ohne jemals unter Druck zu geraten. Da war schon klar – Mullins hatte mal wieder einen starken Neuzugang in seinem Stall, von dem man noch weiter hören würde

Das nächste Mal von Energumene hörte man allerdings erst nach der Sommer (und Corona) Pause im November 2020, aber das Warten hatte sich gelohnt, denn wieder gewann Energumene das Rennen mit absoluter Leichtigkeit. Dabei hatte er wieder die Disziplin gewechselt und war in seinem ersten Chase Rennen aufgelaufen, aber er machte mit dem Feld kurzen Prozess und übernahm die Führung und sprang die Hindernisse kraftvoll, wenn auch nicht immer total sauber – was er aber auch nicht musste, um am Ende einen 18 Längen Sieg feiern zu können.

Er konnte in seinem eigenen Tempo an der Front laufen, was ihn immer weiterweg vom Feld führte, drei Hürden vor dem Ziel kam Port Stanley unter hohem Druck noch einmal kurz heran, aber Energumene musste das Tempo nicht einmal erhöhen, um zwischen den letzten beiden Hürden sich wieder frei zu schütteln und wieder weiter abzusetzen. Sehr beeindruckend!

Im Januar 2021 hatte er sich ein kleines vier Starter Rennen ausgesucht um sich erneut zu beweisen, denn mit Captain Guinness war auch dem Papier ein echt harter Konkurrent in dem Rennen, der ebenfalls eine aufsteigende Form mit vielen Vorschusslorbeeren hatte. Die beiden machten das Rennen am Ende auch unter sich aus und lieferten sich über die letzten beiden Hürden auch ein beeindruckendes Duell, was aber Energumene nach einigen kurzen Motivationen durch seinen Jockey Paul Towned am Ende doch locker für sich entscheiden konnte. Captain Guinees sah kurzzeitig so aus, als könnte er dagegen halten, musste dann abe doch einsehen, dass Energumene das bessere Pferd war und fiel noch über 8 Längen hinter dem Sieger bis zum Ziel zurück.

Mit dem Arkle Chase für das Cheltenham Festival fest im Blick ging es dann in den irischen Ableger, das Irish Arkle Novice Chase am 06.02.2021. Nach dem letzten Kantersieg ging Energumene allerdings als klarer Favorit in das Rennen und auch wenn schon einige Konkurrenten für das Rennen in Cheltenham im nächsten Monat mit von der Partie waren, gab es wenig Fragen, wer der Favorit für das Rennen war.

Die beiden trafen danach im Irish EBF Mares Hurdle Ende Dezember wieder aufeinander, und

Energumene hatte bereits gezeigt, dass er mit weichem Boden kein Problem hat und wenn überhaupt, könnte es ein Problem sein, dass er immer noch dazu neigt leicht nach rechts über die Hindernisse zu springen.

Energumene übernahm die Führung wie gewohnt, Captain Guinnes war auch wieder mit von der Partie und setzte sich gleich hinter ihn und lies den Favoriten nicht aus den Augen. Das Feld verteilte sich weit über die breite der Bahn, auf der Rückseite der Bahn patzte Captain Guiness aber und wurde aus dem Rennen genommen (oder nahm sich selbst aus dem Rennen), stattdessen kam Fraco De Port und Blackbow heran, um von einer möglichen Schwäche des Favoriten nach der letzten Hürde zu profitieren – aber auch wenn Energumene an der letzten Hürde wieder weit nach rechts sprang, reichten einige Erinnerungen mit der Peitsche von Paul Townend um ihn wieder in die richtige bahn zu bringen und Energumene zog unter einem folgenden Handritt davon um mit zehn Längen zu gewinnen.

Das Cheltenham Festival lies er leider aus und kam erst zwei Monate später in Punchestown wieder zurück auf die Rennstrecke, wo er mit einem Lauf von der Front das Ryanair Novice Chase mit absoluter Leichtigkeit gewinnen konnte.

Starke Leistung, aber nach der Sommerpause werden wir nun endlich einen Test gegen einen starken Konkurrenten sehen – Notebook

Notebook von Henry De Bromhead hatte schon einen erfolgreichen Einstand gegen Samcro in dieser Saison und wird hoffentlich eine schreckliche letzte Saison vergessen machen

 

Notebook: Der Samum Sohn von Trainer Henry De Bromheadbegann seine Karriere im Jahr 2017 in Tinahely, aber so richtig interessant wurde seine Karriere erst, als er begann über Hürden zu starten. Seinen ersten Start in einem Maidenrennen hatte er im Oktober 2018 in Wexford im Casey Cattle Slats Maiden Hurdle, wo er immerhin Zweiter wurde, wie auch im nachfolgenden I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle, aber im dritten Anlauf gelang ihm dann über Hürden auch der erste Sieg im Januar 2019 in Tramore, was ihm direkt den Weg zum Gruppe 3  BetVictor Michael Purcell Memorial Novice Hurdle eröffnete. In dem Rennen ging Notebook zusammen mit Denwork und Dream Conty als Favorit an den Start, generell war das Rennen ziemlich offen trotz kleines Feldes und Notebook schlug sich recht tapfer in dem Rennen.

An der sechsten Hürde wurde er durch den stürzenden Harry etwas behindert, fing sich aber und lief bis zur vorletzten Hürde um den Sieg mit, dann aber setzte sich der spätere Sieger Go Another One vom Feld ab und auch Notebook schaffte es nicht, sich an seine Fersen zu heften und auch beim Cheltenha Festival 2019 im Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) hatte Notebook keine Chance um den Sieg mitzulaufen. So richtig erfolgreich war die erste Saison über Hürden nicht, aber immerhin konnte sich Notebook bei seinem letzten Start in der Saison im SalesSense International Novice Hurdle im Mai 2019 wieder einen zweiten Platz sichern, wenn auch erneut weit hinter dem Sieger.

So richtig glücklich schien Notebook über Hürden nie zu sein und es war kein Wunder, dass er direkt nach seiner Sommerpause in Chase Rennen startete, und nicht mehr sein Glück in den Hürdenrennen suchte. Sein erster Versuch im Ladbrokes Where The Nation Plays Beginners Chase in Punchestown im Oktober 2019 war dann auch gleich von Erfolg gekrönt und Notebook gewann das Rennen mit einer starken Schlussphase und guten Sprüngen über die Hindernisse.

Auch beim zweiten Versuch im Gruppe 2 Elliott Group Craddockstown Novice Chase ging Notebook als Sieger hervor, und das obwohl das Niveau deutlich angezogen hatte – Moon Over Germany und Eclair De Beaufeu waren keine leichten Gegner, dafür war der Sieg von Notebook umso beeindruckender. Er wechselte mehrfach die Position in dem Rennen und führte teilweise, teilweise lies er andere die Führung übernehmen und begnügte sich mit der Verfolgerposition, 2 Hürden vor dem Ziel gab Notebook dann aber Gas und setzte zu seinem Schlusssprint an, der ihm am Ende fünf Längen Vorsprung einbrachte. Gerade auf dem Flat nach der letzten Hürde konnte Notebook eine ziemliche Beschleunigung zeigen und zog dem Rest des Feldes einfach davon.

Im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase im Dezember traf Notebook dann das erste Mal auf den Konkurrenten Fakir D’oudairies der auch heute zu den Hauptgegnern gehören wird, und das Duell der beiden war durchaus spannend. Eigentlich war Fakir D’oudairies als Favorit gegen Notebook gestartet, zusammen mit Laurina und auf dem Papier hätte Notebook maximal eine unterstützende Rolle zukommen sollen, aber es kam natürlich ganz anders und Notebeeok gewann das Rennen. Laurina war schnell geschlagen und spielte kaum eine Rolle in dem Rennen, aber Fakir D’oudairies saß ihm dicht im Genick und die beiden hatten ein spannendes Duell. Marc Walsh hatte auf Fakir D’oudairies vor der letzten Hürde einen seiner Steigbügel verloren und musste sich kurz neu sammeln und neu einsteigen in den Steigbügel, was eventuell vor der letzten Hürde ein wenig an Momentum kostete, während Notebook über die letzte Hürde einen sehr flüssigen Sprung zeigte und seinen anderthalb Längen Vorsprung bis zum Ziel aufrecht erhielt.

Im Gruppe 1 ERSG Arkle Novice Chase im Februar musste Notebook dann gegen Bapaume und Cash Back ran, und gerade Cashback machte Notebook das Rennen extrem schwer. Cash Brack setzte das Tempo und auf der Rückgeraden vor der vorletzten Hürde begann Cash Back das Tempo weiter anzuziehen und das Feld zu strecken. Cash Back wurde vor Notebook angetrieben, schien aber auch nicht wirklich müde zu werden und blieb trotz eines weiteren guten Sprungs von Notebook an der letzten Hürde an diesem dran und lies sich nicht abschütteln. Stattdessen liefen die beiden die letzten Meter des 3420m Rennens nebeneinander her und lieferten sich ein extrem spannendes Duell, welches am Ende knapp von Notebook gewonnen wurde – wesentlich zu knapp, als dass man beim nächsten Duell beim Cheltenham Festival sicher sein konnte, wie es in der Arkle ausgehen würde. Am Ende waren aber beide Konkurrenten, weder Notebook noch Cash Back in der Lage, sich beim Duell um den Sieg zu beteiligen, Cash Back stürzte wieder einmal und Notebook ging beim Einbiegen in die Zielgerade zunehmen die Puste aus und wurde von Sprit Du Large bei dessen Sprung auch noch an der vorletzten Hürde gerammt.

Nicht sein Rennen, aber nach der Sommerpause kam er in sehr guter Form gegen die alten Konkurrenten Djingle und Cash Back mit einem Sieg im Gruppe 2 Poplar Square Chase zurück. Eigentlich war ja Fakir D’oudairies als Favorit gestartet, der bei der Arkle Trophy Zweiter geworden war und damit Notebook im März noch klar hatte schlagen können – hier war es nun anders herum, Notebook gewann am Ende mit 12 Längen vor seinen Verfolgern. Starke Leistung in dem Rennen, allerdings wurde er danach von Chacun Pour Soi im Gruppe 1 Paddy’s Rewards Chase über 3420m ziemlich eingenordet. Zwar war das Feld über die meiste Distanz dicht gepackt, aber als Chacun Pour Soi dann das Tempo anzog, konnte keiner der Konkurrenten mit ihm gehen. Das einzige Pferd, was die Verfolgung halbwegs aufnahm war Notebook, was aber nicht heißen sollte, dass er eine Chance hatte, dem Sieger irgendwie noch gefährlich zu werden.

Auch beim nächsten Duell im What Odds Paddy Chase vor dem Cheltenham Festival versuchte Notebook wieder das Tempo zu setzen, konnte den Favoriten Chacun Pour Soi aber damit wieder nicht schocken, denn der lief zunächst bequem hinter den Pacesettern und zog zwischen den letzten beiden Hürden das Tempo an, um dem Feld davon zu sprinten. Notebook erhielt wieder einen ausbezahlten Platz und konnte sich diesen auch im nachfolgenden Dublin Chase in Leopardstwon im Februar sichern.

Notebook versuchte das Tempo zu setzen, wurde an der vorletzten Hürde aber von Fakir D’oudaries und Chacun Pour Soi unter Druck gesetzt, und Chacun Poir Soi setzte sich nach dem Sprung spielend locker 8 Längen von seinen Verfolgern ab, Notebook fiel immer weiter zurück und musste auch Fakir D’oudaries ziehen lassen.  Wie zu erwarten wurde er im Champion Chase beim Cheltenham Festival dann klar geschlagen, als er das Tempo nicht setzten konnte sondern im Mittelfeld hinter einigen der Favoriten für das Rennen laufen musste, und deren Tempo nicht mitgehen konnte, als es darauf ankam.

Das wurde dann auch beim Saisonabschluss im Marsh Chase nicht besser und Notebook kam gegen Konkurrenten wie Fakir D’oudairies und Politologue nur auf den letzten Platz . weit abgeschlagen und ab der drittletzten Hürde geschlagen und erledigt. Die Ausdauer stimmte in der Saison 2020/21 einfach nicht, das wurde erst nach der Sommerpause etwa besser, als er gegen Samcro im Gruppe 2 Tote Fortria Chase gewann.

In diesem 2m Rennen auf gutem Untergrund hatte Notebook dieses Mal ab der dritteletzten Hürde plötzlich jede Menge Kraft übrig und konnte sich vor der letzten Hürde wieder vom Feld absetzten, und den Abstand auf der Zielgeraden noch weiter vergrößern.

Reicht das heute Energumene? Ich sehe das eher nicht so,….


05.12.2021 – Huntingdon – Fitzdares Peterborough Chase – Pick: Allmankind

Pferderennen in England

14:52 Fitzdares Peterborough Chase  – Gruppe 2

Distanz: 2m4f (2m3f189y) | Alter: 4yo+) | Untergrund: Gut bis weich

 

Das Peterborough Chase ist schon der dritte Start in dieser Saison für Allmankind, der im OKtober mi einem soliden dritten Platz in einem Handicap in Chepstow zurück kam und dann in Aintree im Jewson Monet’s Garden Old Roan Limited Handicap Chase einen Sieg folgen lassen konnte. Der Sieg in dem 2m4f Rennen war hart verdient und alles andere als einfach, denn Itchy Feet saß ihm am Ende im Nacken. Der Konkurrent hatte auf der Zielgeaden eine Art zweiten Frühling gefunden und konnte sich noch einmal herankämpfen, aber auch Allmankind hatte noch genug Kraft übrig um einen starken Schlusssprint zum Ziel aufrecht zu erhalten und mit der aufsteigenden Form … nun, letztes Jahr hat er sich kaum eine Schwäche geleistet.

Allmankind: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Dan Skelton begann seine Karriere in Newmarket im Juli 2018 für Micheal Bell, der in nach seinem Maidenrennen in der selben Saison noch drei weitere Male auflaufen lies. Im letzten Versuch in einem Klasse 4 Maidenrennen in Chelsmford gelang ihm dann letztendlich auch der Sieg, nachdem er sich in besseren Rennen in Goodwood und Yarwick zuvor hatte platzieren können.

Im Mai 2019 startete er dann nach der längeren Pause direkt in einem Listed Rennen, was aber gegen Konkurrenten wie Circus Maximus am Ende einfach zu viel war – da ging nichts mehr und er musste sich klar mit dem letzten Platz geschlagen geben, einem Platz, den er auch bei seinem nächsten Versuch im Juli in Newmarket einnehmen musste. Danach war klar, dass er auf dem Flat weiter Probleme haben würde und dass etwas getan werden muss – so ging es erst zum Arzt zur Kastration, dann eine OP an der Luftröhre und dann zu Dan Skelton als neuen Trainer.

Der lies nach der Sommerpause den rundum erneuerten Allmankind in Warwick im Try Racing TV For Free Now Juvenile Hurdle auflaufen, und siehe da – auch wenn noch nicht jeder Sprung über die Hindernisse saß, war er für harry Skelton im Sattel doch deutlich leichter zu steuern und gewann sein erstes Rennen über Hindernisse mit Leichtigkeit.

Er legte danach auf Gruppenebene in Cheltenham nach, als er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle gegen solide Konkurrenz am Ende locker gewann, obwohl er recht frei und ungebunden lief und dabei auch noch eines seiner vorderen Hufeisen verlor. Das hinderte Allmankind aber nicht daran, das Feld von der Front aus zu dominieren und als es darauf ankam, alle Angriffe der Konkurrenz souverän abzuwehren. Die ersten Erfahrungen in Cheltenham auf Black Type Ebene waren sehr vielversprechend gewesen und er ging im Dezember 2019 als Favorit in das Coral Finale Juvenile Hurdle, obwohl das Rennen auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Untergrund noch einmal ein ganz anderer Test war. Dort warteten Konkurrenten wie  Cerberu, der zuvor ein Gruppe 3 Rennen hatte gewinnen können, allerdings war auch die auf Gruppenebene erfolgreiche Konkurrenz nicht in der Lage, Allmankind etwas entgegen zu setzen, der das Feld wieder von vorne her anführte und mit dem Lauf an der Front recht schnell alles klar machte. Schon zwischen den letzten beiden Hürden setzte sich Allmankind deutlich von seinen Verfolgern ab, nach dem letzten Sprung weitete er seinen Vorsprung dann kontinuierlich weiter aus um am Ende unangefochten mit 9 Längen Vorsprung ins Ziel einzulaufen.

Das war immens beeindruckend und Grund genug, auf einen Erfolg beim Saisonziel beim Cheltenham Festival zu hoffen, wo Allmankind im Triumph hurdle auflief. Favorit war eigentlich Goshen, der das Rennen wohl auch gewonnen hätte, wenn er nicht Jamie Moore an der letzten Hürde abgeworfen hätte – dabei war er 10 Längen vor dem Rest des Feldes und hatte das Rennen absolut sicher!

Allmankind hatte versucht, das Rennen wieder von der Front aus zu führen, hatte sich aber an dem Favoriten verausgabt und konnte am Ende auch nicht davon profitieren, dass dieser an der letzten Hürde scheiterte – dafür war er schon zu müde und zu erschöpft und konnte Burning Victory und Aspire Tower auf der Zielgerade nicht mhr abwehren.

Das war trotzdem ein solides Rennen und so war es ein wenig schade für Allmankind, dass die Saison Corona bedingt schon früh zu Ende ging und er erst im Oktober sein nächstes Rennen bestreiten könnte Das Klasse 2 Rennen über 2m auf gutem Untergrund gelang Allmankind allerdings nicht wie gewünscht und die lange Pause schien ihm noch in den Knochen zu stecken, denn obwohl er das Feld wieder anführen konnte, sah er auf den letzten Metern doch sehr Müde aus und konnte wieder nur einen dritten Platz erreichen. Man muss aber auch sehen, dass er recht schwer unterwegs war in diesem Handicap und guter Untergrund nicht unbedingt zu seinen Spezialitäten gehört.

Allmankind wechselte danach in die Chase Rennen und gewann in Warwick ein 2m Klasse 3 Chase mit einem absoluten Kantersieg, keiner der Konkurrenten hatte nach der drittletzten Hürde noch eine Chance, an ihm dran zu bleiben – das war schon sehr sehr beeindruckend und machte Lust auf mehr – den Nachschlag gab es dann gegen Hitman im Planteur At Chapel Stud Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene in Sandown Anfang Dezember, wo er wieder das Feld anführte und über die 2m auf weichem Boden immer genug tat, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Dabei zog er das Feld schon früh auseinander und wechselte das Tempo immer wieder, um teilweise 5 Längen vor dem Feld herzulaufen, sich dann aber wieder einfangen zu lassen, nur um den nächsten Tempowechsel zu vollziehen – eine taktisch kluge Leistung, die mit einem Sieg über den hoch gehandelten Hitman quittiert wurde.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Kingmaker Novices Chase im Februar ging Allmankind als Favorit gegen leichtere, unerfahrene Konkurrenz an den Start und hätte viel leichter wohl nicht gewinnen können. Im Vorfeld hatte man Sky Pirate und Cheddleton durchaus auf dem Schirm, hatten die beiden doch zuvor zwei Novice Rennen mit Leichtigkeit gewinnen können, aber Allmankind dominierte das Rennen von der Front aus und auch wenn nicht jeder Sprung sonderlich sauber war, gewann er am Ende locker. Sky Pirate blieb dran, verlor aber zunehmenden den Anschluss und konnte nur darauf hoffen, dass Allmankind sich vielleicht selber aus dem Rennen nehmen würde, was der Favorit aber nicht tat und stattdessen am Ende mit 17 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

Beim Duell mit Shishkin im Arkle Chase ging er in das Duell mit dem Favoriten im letzten Drittel, und das erwies sich als Fehler, denn der Favorit war an diesem Tag viel zu stark für Allmankind, der nach der letzten Hürde dann derart ermüdete, dass er den Hügel hinauf noch zwei Plätze verlor und nur den vierten Platz holte. Wenn die Plätze von Anfang an das Ziel gewesen wären und er Shishkin in Ruhe gelassen hätte, hätte er aber sicher den zweiten Platz holen können.

Beim Saisonabschluss in Ayr im Gruppe 2 Jordan Electrics Ltd Future Champion Novices‘ Chase  atte er leichtes Spiel mit der Konkurrenz, und auch wenn der Hauptkonkurrent Tamaroc Du Mathan stürzte, hatte Allmankind ihn zu diesem Zeitpunkt schon in der Tasche und der Sieg war mit 19 Längen in dem kleinen Feld absolut ungefährdet.
Dann kam die Sommerpause, in der Allmankind eine OP an der Windröhe hatte, die zwar beim Debüt in einem Hürdenrennen in Chepstow noch nicht zu einer Formsteigerung führte, aber ut das war ein Hürdenrennen, und wir schauen bei Allmankind doch seit der letzten Saison eher auf die Chase Rennen – und da konnte er sich im gleichen Monat mit einer starken Schlussphase im Jordan Electrics Ltd Future Champion Novices‘ Chase gegen Itchy Feet durchsetzen – das allein sollte ihm hier zu einem guten Lauf verhelfen, er hatte einige Warmmacher in der aktuellen Saison, hat letzte Saison seien Form recht gut halten können und  mag die Distanz – der Kurs ist allerdings eine Unbekannte für Allmankind


05.12.2021 – Punchestown- John Durkan Memorial Punchestown Chase – Pick: Envoi Allen

Pferderennen in Irland

15:00 John Durkan Memorial Punchestown Chase – Gruppe 1 

Distanz : 2m4½f (2m4f100y) | Untergrund: Gut bis weich | Alter: 5Yo+

Spannendes Rennen – Envoi Allen war einer der großen Hypes aus dem letzten Jahr für das Cheltenham Festival, floppte aber in der wichtigen zweiten Hälfte der Saison und stürzte beim Festival früh und floppte danach beim Saisonabschluss, kam aber stark in diese Saison und könnte es schaffen, den ebenfalls stark auflaufenden Fakir D’oudaries auf Abstand zu halten, der in der Clonmel Oil Chase kurzen Prozess mit der Konkurrenz machte und letztes Jahr immerhin dritter im Gold Cup Chase wurde – wenn auch mit 18 Längen Rückstand auf den Sieger.

Envoi Allen: Der Muhtathir Sohn von ehemals Gordon Elliot, und nun Henry De Bromhead hat sich in seiner Karriere bisher komplett schadlos gehalten und jedes seiner Rennen gewonnen, dementsprechend sind die Hoffnungen für das Festival hier hier erneut hoch -schließlich hat Gordon Ellito letztes Jahr hier das Ballymore Novice Hurdle mit Envoi allen gewinnen können und der Start in die Chase Rennen verlief richtig gut in dieser Saison.

Die Karriere von Envoi Allen begann im Februar 2018 auf dem Kurs in Ballinaboola in einem PTP Rennen, welches er gleich einmal mit zehn Längen Vorsprung gewinnen konnte. Er führt das kleine Feld früh an und sprintete 4 Furlong vor dem Ziel den Verfolgern davon. Der Einstand in die Rennszenen war damit mehr als geglückt, Envoi Allen hatte zeigen können, dass er mehr als talentiert ist 301 Tage sollte es dauern, bis wir Envoi Allen wieder sehen sollten, erst dann startete er in Fairyhouse in einem NHF Rennen für die Vierjährigen, und wieder konnte Envoi Allen zeigen, was er kann. Envoi Allen ging das Rennen dieses Mal anders an und blieb zunächst im hinteren Bereich des Feldes und lies sich bis 2f vor dem Ziel Zeit, um seinen Angriff anzusetzen und am Ende wieder locker zu gewinnen.

Mit dem erfolgreichen Saisoneinstieg ging es danach in das Future Champions Flat Race auf Listed Ebene, welches Envoi Allen trotz besserer Konkurrenz als klarer Favorit bestritt und wie erwartet am Ende auch locker gewinnen konnte. Midnight Run war der engste Verfolger auf dem letzten Furlong, allerdings ohne die Chance sich an die Fersen von Envoi Allen zu heften, der mit vier Längen Vorsprung gewann und danach das Gruppe 2 Matheson (C & G) I.N.H. Flat Race in Leopardstown ins Auge fasste.

Das Gruppenrennen war für Envoi Allen ein echter Test, auch wenn auf dem Papier zunächst kein klarer Konkurrent für ihn auszumachen war, allerdings gab es gleich eine ganze Reihe wie Meticulous, Emittered oder Beacon Edge, die nur sehr wiederwillig nachgaben und Envoi Allen musste von Mr J J Codd hart angetrieben werden, um seinen Vorsprung bis zum Ziel halten zu können. Für einen haushohen Favoriten war das ein ziemlich mühseliger Lauf und seine Chancen für das Weatherbys Champion Bumper waren im Vorfeld als nicht mehr ganz so überragend eingeschätzt worden – Envoi Allen startete beim Cheltenham Festival immer noch als Favorit, allerdings saßen ihm andere Starter wie Blue Sari quotentechnisch Eng im Nacken, nachdem dieser zuvor die Konkurrenz in einem wertvollen NHF Rennen deklassiert hatte.

Vor dem Rennen sah Envoi Allen fantastisch auf, stark, groß, kräftig und mehr als bereit im nächsten Jahr die Hindernisse anzugehen, aber vorher war da noch das kleine Problem des Champion Bumpers der vor Envoi Allen bevorstand. In dem Rennen lief Envoi Allen außen im Feld an de Seite der Tribüne, das große Feld war aber ohnehin weit über die Strecke verteilt und dicht gepackt, so hatte Envoi Allen wenigstens freie Bahn und wurde beim Schlussssprint nicht behindert. Den konnte er ansetzten, als Abracardabra an der Front die Kraft ausging und bevor sein härtester Verfolger Blue Sari zur Verfolgung ansetzte, was ihm die notwendige Länge Vorsprung einbrachte, die Envoi Allen bis zum Ziel unter hartem Ritt von J J Codd aufrechterhalten konnte.

Mit dem Erfolg im größten und wichtigsten Bumper ging es in die Winterpause, die Envoi Allen in der Saison 2019/20 mit einem Start im Tayto Group Maiden Hurdle in Down Roayal im November beendete. Dort konnte er wenig überraschend einen weiteren lockeren Sieg feiern und sich danach voll auf das Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle im Dezember 2019 konzentrieren, in dem er erneut als Favorit gegen seinen alten bekannten Abracadabras rand musste.  Der Konkurrent flog an der letzten Hürde heran, erwischte aber nicht den besten Sprung und Envoi Allen konnte nach dem letzten Sprung noch einmal mehr aus sich heraus holen und sich knapp anderthalb Längen absetzten.

Vor dem Festival nahm Envoi Allen dann noch am Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle teil, welches im Januar 2020 stattfand. Es gab einige alte Bekannte in dem Rennen, aber die meisten hatte Envoi Allen zuvor schon deklassieren können und der Lauf war trotz Gruppe 1 Niveaus mehr Trainingslauf als echte Herausforderung. Besonders hoch sprang Envoi Allen über die Hindernisse meist nicht, dafür waren die Sprünge schnell und nach Aufforderung seines Jockeys Davy Russel schloss er schnell auf den Front Runner Elixir D’ainay auf und setzte sich am Ende souverän ab. Kleiner Wermutstropfen war, dass Envoi Allen eine Weile angetrieben werden musste bevor er sich fast 4 Längen absetzten konnte, dafür war der Sieg aber sehr souverän und er setzte mit seiner Form aus der Saison 19/20 klar das Niveau für das Saisonfinale im Ballymore Novices Hurdle.

Für die Beobachter war das Rennen beim zuschauen spannender, als es am Ende war – was das heißen soll? Nun, das Feld war dicht gepackt und The Big Getaway sah 2 Hindernisse vor dem Ziel noch verdammt stark and er Front aus, wie er dort die Hindernisse anging und kraftvoll voranschritt. Easywork zog neben ihm gleich, während Envoi Allen dahinter nicht ganz so überzeugend aussah und scheinbar einen schweren Tag erwischt hatte. Da sah das Rennen och komplett offen aus. Davy Russel musste zur Peitsche greifen, als Envoi Allen beim Einbiegen in die Zielgerade 4 Längen auf den Front Runner verlor und scheinbar den Anschluss zu verlieren schien. Der Klapps mit der Peitsche schien Envoi Allen aber zu motivieren und er zog noch vor dem letzten Sprung mit den anderen gleich und setzte sich dann beim Run In sogar noch 4 Längen vom Rest ab. Scheinbar hatte Envoi Allen zuvor einfach keine wirklich Lust gehabt zu haben?

Dann kam die Sommerpause und der Wechsel in die Chase Disziplin. Vielleicht hätten wir ihn noch ein paar Mal bewundern dürfen in den Hürdenrennen in der letzten Saison, wenn Corona nicht zugeschlagen hätte und die Saison praktisch von selbst beendet hat.

Der Neu-Chaser von Gordon Elliot hatte zu Beginn des Oktobers einen erfolgreichen Start in die neue Saison feiern können – und damit auch seinen erst Sieg in einem Chase Rennen. Der gelang in dem Beginner Chase erwartungsgemäß recht einfach, aber Envoi Allen legte danach in Fairzhouse im Drinmore Novice Chase auf Gruppe 1 Ebene gleich noch einmal nach.

Weicher Boden, knapp 4023m und auf dem Papier wenig echte Konkurrenz resultieren in einem überzeugenden Sieg von Envoi Allen, der damit immer noch ungeschlagen ist. Envoi Allen übernahm bei schönem Sonnenschein in Fairyhouse die Führung des Feldes und setzte sich mit Assemble gut zwei Längen vor den Rest des Feldes, 7f und 5 Hürden vor dem Ziel wurde dann das Feld etwas dichter gepackt und bis zum Einbiegen in die Zielgerade und 800m vor dem Ziel änderte sich auch nichts daran, Envoi Allen sprang seine Hindernisse sauber und Kraftvoll, aber auch Assemble machte wenig Fehler und sprang an der vorletzten Hürde sogar an Envoi Allen vorbei, aber die Spannung hielt nur kurz an, dann zog Envoi Allen und Jack Kennedy, der nur kurz die Peitsche zeigen musste, locker davon und das Thema war durch.

Sauberer Sieg, und Envoi Allen checkte in der Vorbereitung alle Boxen als er auf dem schweren Boden im Gruppe 3 Sky Bet Killiney Novice Chase einen erneuten lockeren Sieg feiern konnte. Asterion Forlonge, der einzige Konkurrent in diesem Feld, fiel allerdings schon an der ersten Hürde und damit viel zu früh um irgendwas daraus abzuleiten.

Dann kam das Gruppe 1 Marsh Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival – ganz klar das Saisonziel für Envoi Allen, der als Haushoher Favorit des Rennens startete und für viele der Wetter und Gambler einer der gesetzten Sieger war – um dann an der vierten Hürde zu stürzen und alle Hoffnungen zu Nichte zu machen – das war viel zu wenig, um zu sehen, wie er sich in dem Rennen über die gesamte Distanz geschlagen hätte und um die Serie von Unglücken zu vervollständigen, beendete er auch das Gruppe 1 Dooley Insurance Group Champion Novice Chase in Punchestown nicht – wo er offensichtlich nach dem Rennen als lahmend deklariert wurde und Rahael Blackmoore ihn nach einigen Sprüngen nach links lieber aus dem Rennen nahm.

Er kam im Oktober mit einem Sieg zurück auf die Rennstrecke und machte einen sehr guten Eindruck im Join Racing TV Chase als er  das eher schwache Feld mit einer Art Kantersieg in die Schranken weisen konnte.

Ich denke, er ist bereit die Enttäuschungen aus dem letzten Jahr zum Teil vergessen zu machen..

 

Fakir D’oudairies:  Supreme Novices 2019 – vierte Platz, Arkle 2020 – zweite Platz, Ryanair 2021 zweite Platz  – jedes Jahr ist Fakir D’oudaries erfolgreich bei dem großen Cheltenham Festival und sein Weg dahin ist meistens ebenfalls echt erfolgreich – allerdings muss man sagen, dass er in der lezten Saison nur einen Sieg feiern konnte, beim MArsh Chase in Aintree – dafür aber auch nur in einem einzigen Rennen außerhalb der ersten drei War, und das 3m Savills Chase im Dezember auf sehr weichem Boden war letztes Jahr vielleicht einfach ein wenig zu früh gekommen. Aber dieses Jahr hat er seinen ersten Sieg bereits feiern können und ich bin gespannt, wie er sich hier präsentieren wird – denn ehrlich gesagt war da nicht viel zu schlagen im letzten Rennen.

Der Kapgarde Sohn von Trainer Joseph O’Brien ist ein sehr interessanter Starter in diesem Feld. Seine Karriere auf dem Flat war eher überschaubar, über Hürden konnte er allerdings schon zeigen was er kann und einige hoch gehandelte Rennen gewinnen oder fast gewinnen. So gewann er das JCB Triumph Trial Juvenile Hurdle 2019 mit einem beeindruckenden Lauf nach der drittletzten Hürde, der Rest des Feldes hatte keine Chance sich an seine Fersen zu heften als Fakir D’oudairies sich auf dem Weg zu seinem 13 Längen Sieg machte. Beim Cheltenham Festival 2019 nahm Fakir D’oudairies dann am Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle als Joint Favorite teil, konnte das hohe Tempo aber während des Rennens teilweise nicht mitgehen und geriet ins Hintertreffen. gerade an der drittletzten Hürde wo das Tempo immer weiter anzog  -blieb aber trotzdem dran und holte sich zumindest einen vierten Platz am Ende, was eine gute Leistung in diesem stark besetzten Rennen war. Auch im Gruppe 1 Doom Bar Anniversary 4-Y-O Juvenile Hurdle über 2m1f  im April sammelte sich Fakir D’oudairies gegen Ende des Rennens noch einmal und setzte zum Angriff auf Pentland Hills an – und ihn fast noch eingesammelt, aber am Ende fehlte dann doch noch ein Nacken.

Er startete dann noch einen Monat später im AES Champion Hurdle im Mai 2019 über 3219m gegen Fusil Raffles und French Made, musste sich aber erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben, als Fusil Raffles sich auf der Zielgeraden von ihm absetzte, dieses Mal war die Niederlage etwas klarer, aber der zweite Platz war für Fakir D’oudairies trotzdem sicher.

Nach der Sommerpause ging es für Fakir D’oudairies wie für viele seiner Altersgenossen in die Chase Rennen, welche er mit einem Sieg im November im Irish Stallion EBF Chase feiern konnte. Das Rennen war mit Konkurrenten wie Melon extrem hart besetzt und hätte auch gut und gern ein Gruppenrennen sein können, so viele Konkurrenten von guter Klasse hatten sich eingefunden, aber natürlich war der Fokus auf dem Gruppensieger und zweiten des Champion Hurdle 2019 Melon konzentriert. Dieser lief auch ein hervorragendes Rennen, aber am Ende gewann Fakir D’oudairies mit drei Längen Vorsprung und sicherte sich einen wichtigen Chase Sieg. Da war der Gruppe 1  Sieg im Drinmore Novice Chase im Dezember schon fast Nebensache, vor allem nachdem der einzige Konkurrent auf dem Papier, Samcro an der vorletzten Hürde stürzte und Fakir D’oudairies alleine an der Front lies. Nach dem Sturz des Konkurrenten Samcro, der augenscheinlich dabei war ihm ihm das Leben schwer zu machen, ging es nur noch darum die letzte Hürde sauber zu nehmen und das Rennen nach Hause zu bringen.

Den Gefallen taten ihm die Konkurrenten im Racing Post Novice Chase im Dezember nicht, als er gegen Notebook und Laurina ran musste. Laurina war nicht der Rede wert in diesem Rennen und musste früh zurückstecken, aber Notebook erweis sich als harter Konkurrent, der auf der Rückgeraden den Angriff von Fakir D’oudairies annahm und nicht beiseite wich. Im letzten Turn war Royal Rendevouz noch direkt neben Notebook und Fakir D’oudairies, vor der letzten Hürde hatte Notebook sich aber einen kleinen Vorsprung gesichert und besiegelte seinen Sieg über Fakir D’oudairies mit einem schnellen kraftvollen Sprung über die letzte Hürde. Hätte Mark Walsh nicht sein Steigeisen verloren zwischen den letzten beiden Hürden, wer weiß, vielleicht hätte Fakir D’oudairies auch dieses Rennen gewinnen können? Die Frage stellte sich allerdings beim nachfolgenden Savills Chase bei einem Versuch über 3m erst gar nicht, denn da konnte Fakir D’Oudaries keinen Stich landen und musste sich klar geschlagen geben, als er das Rennen an der vorletzten Hürde vorzeitig beenden musste.

Im nachfolgenden Dublin Chase über deutlich kürzere Distanz war Fakir D’Oudaries aber wieder da und konnte sich hinter dem herausragenden und lockeren Sieger Chacun Pour Soi einen guten zweiten Platz sichern. An der letzten Hürde sah es noch so aus, als ob er dem Favoriten Probleme bereiten könnte, aber als Chacu Pour Soi dann Gas gab, war er doch auf und davon und lies den anderen den Kampf um die ausbezahlten Plätze.

Fakir D’Oudaries lief besser als von ihm erwartet worden war und konnte seine Form dann beim Cheltenham Festival beim Ryanair Chase noch einmal bestätigen. In dem Rennen lief Allaho die Konkurrenz als Pacesetter in Grund und Boden und konnte am Ende mit 12 Längen gewinnen, Fakir D’oudairies lief aber ein großartiges Rennen indem er vor dem Einbiegen in die Zielgerade begann Boden gut zu machen und unter einem extrem langen Drive seines Jockeys Marc Walsh sich noch einen zweiten Platz sichern konnte. Das war ein Kraftakt, den er allerdings gut weg gesteckt hatte – denn im April, nur drei Wochen später gewann Fakir D’Oudaries mit Leichtigkeit das Marsh Chase (Melling Chase) und setzte sich schon vor der letzten Hürde deutlich von seinen Verfolgern a und konnte einen komfortablen Sieg feiern.

Beim Saisonabschluss über 3m im Gruppe 1 Ladbrokes Punchestown Gold Cup hatte man wieder den Eindruck, dass 3 ein wenig zu weit ist für Fakir D’oudaries, der ab der drittletzten Hürde stückweise weiter zurückfiel und sich nicht an die Hufe von Al Bom Photo und Clan Des Obeaux heften konnte.

Asterion Forlonge: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins ist ein spannender Rennpferd für mich – er ist immer mal wieder vom Pech verfolgt, holte aber in der letzten Saison konstant seine Platzierungen und konnte sich am Ende der Saison mit einem Sieg im Copiers Novice Chase belohnen.

Die Karriere von Asterion Forlonge begann in Oldtown in Irland im Februar 2018 mit einem lockeren sechs Längen Sieg, damit hatte Asterion Forlonge seine Geschwindigkeit und Klasse schon einmal unter Beweis gestellt, und es sollte 648 Tage dauern, bis man den Willie Mullins Schützling wiedersehen sollte. Dann allerdings gleich mehrfach und mit festem Blick auf das Cheltenham Festival 2020, begonnen mit dem Sieg im Hill Fabrication INH Flat Race in Thurles. Da musste Asterion Forlonge ziemlich hart für seinen Sieg arbeiten, denn Watergate Lady blieb ihm auf den letzten 2 Furlong im Genick und wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Erst kurz vor dem Ziel schaffte es sich Asterion Forlonge abzusetzen und knapp unter einer Länge Vorsprung herauszuholen

Im I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle im Januar deklassierte Asterion Forlonge dann allerdings den anderen Favoriten Pencilfullolead mit 11 Längen, wobei eigentlich an der drittletzten Hürde des 3191m Rennens schon alles klar gewesen war – Asterion Forlonge hatte sich abgesetzt und war VIEL zu schnell, als dass andere Konkurrenten ihn noch hätten einholen können. Asterion Forlonge sprang an den letzten beiden Hindernissen ein wenig nach rechts und sah nicht dabei noch etwas grün hinter den Ohren aus. Grün, aber hochtalentiert.

Und dann kam das Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle, ein spannendes Rennen mit viel Aussagekraft für das Cheltenham Festival – denn zu den Gegnern Gehörte unter anderem Easywork, MT Leinsler und Blue Sari. Blue Sari war letztes Jahr beim Champion Bumper nur sehr knapp gegen Envoi Allen untergegangen, konnte allerdings über die Hürden nicht an seine Erfolge aus den vorherigen Saison anknüpfen. Easywork hatte zuvor das Signsplus Hurdle mit 22 Längen Vorsprung gewinnen können und damit Unexpected in seine Schranke weisen können und auch die Farben von Mt Leinster nach seinem 9 Längen Maidensieg wurden von Asterion Forlonge gesenkt.

Wieder sah Asterion Forlonge ein wenig unerfahren aus, als er seinen Kopf hin und her-warf und an der letzten Hürde wieder in die Mitte sprang – aber an der Geschwindigkeit mit der er sich von den Verfolgern absetzten konnte war nichts auszusetzen und es gab für das Cheltenham Festival 2020 gleich mehrere Optionen, am Ende entschied er sich für das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle, mustse aber da einsehen, dass er gegen Shshkin keine Chance hatte, denn der Sieger musste sich nur dem Angriff von Abacadabras erwehren und die beiden waren weit vor den Verfolgern, auch vor Asterion Folornfe, der einen etwas enttäuschenden vierten Platz belegte.

Nach dem Cheltenham Festival traf die Corona Pandemie mit voller Wucht und beendete faktisch die Saison an diesem Punkt, so dass für die National Hunt Pferde die Saison erst im Herbst wieder losging. Asterion Forlonge suchte sich mit seinem Wechsel in die Chase Disziplin zunächst ein Beginner Rennen in Punchestown aus. Im Roche Group At Vista Beginners Chase gewann er wie erwartet ziemlich locker, musste aber einige Schrecksekunden bei seinen Sprüngen erdulden und sah nicht immer so sauber wie erwartet aus. Das rächte sich dann beim Anheben des Niveaus im Gruppe  1 Matchbook Novice Chase auf dem Kurs in Limerick im Dezember, als er am fünfletzten Hindernis stürzte. Das Feld war dicht gepackt zu diesem Zeitpunkt und es bleib noch abzuwarten, ob sich Asterion Forlonge am Ende durchsetzen würde.

Man muss zugeben, dass Asterion Forlonge noch nie in seinen Rennen so richtig souverän bei seinen Sprüngen ausgesehen hat, da waren immer wieder einige wacklige Kandidaten dabei und es hat ihn nicht das erste Mal ein Rennen gekostet. Auf der anderen Seite ist er teilweise auch sehr schnell beim Überspringen der Hindernisse gewesen und er hat viel Potential, wenn er sich denn mal besser in die Rennen finden würde und seine Hindernis mit mehr Selbstvertrauen angreifen würde. Das klappte allerdings im Januar 2021 im Sky Bet Killiney Novice Chase überhaupt nicht und er stürzte schon an der ersten Hürde.

Leider lief es für ihn im Duell mit Monkfish im Flogas Novice Chase im Februar auch nicht besser für Asterion Forlonge, der schon wieder bei vielen Sprüngen nicht wirklich sauber aussah und am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel kam, weit abgeschlagen hinter dem lockeren Sieger – und auch wenn er sich im Duell mit Chantry House im Marsh Novices Chase  ordentlich schlug, wurde das Rennen erst durch den Sturz von Envoi Allen für den Rest geöffnet und mit 5 Längen Rückstand konnte Asterion Forlonge nicht davon profitieren.

Asterion Forlonge holte sich allerdings im April noch einen weiteren Platz im Gruppe 1 Underwriting Gold Cup und gewann danach das Copiers Novice Chase mit 14 Längen Vorsprung – trotz hohen Gewichts.

Bei seinem Saisondebüt im John Durkan Chase verdarb er sich selbst den Einstieg in die neue Saison mit einem Sturz an der drittletzten Hürde, denn zu diesem Zeitpunkt sah er noch wie einer der möglichen Sieger aus – seis drum, er kann hier sicher wieder einen der Plätze erreichen, mit dem Sieg wird es aber schwer.

 

Allaho: Der No Risk At All Sohn von Willie Mullins ist meiner Meinung nach die beste Chacnce des Trainers, in diesem Jahr erneut das Ryanair Chase zu gewinnen. Champion und Titelverteidiger Min ist in fragwürdiger Form, Racheal Blackmore als Jockey dafür so gut wie nie und Allaho hat ein nettes Profil in diesem Jahr gezeigt.

Wie so oft ist der No Risk At All Sohn ein Import aus Frankreich und wechselte 2018 nach Irland zu Millin, der ihn relativ schnell auf die Gruppenebene führte und dort im Gruppe 3 Surehaul Cup –  in Clonmel im Februar 2019 seinen ersten Erfolg hatte. Schnell ging es auch weiter, denn gerade einmal beim zweiten Start über Hürden lief er bereits beim Cheltenham Festival auf und belegte im Jahr 2019 dort im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle einen soldien dritten Platz und sah über weite Strecken auch wie der mögliche Sieger aus. Sieger wurde Minella Inod, den er zuvor in Clonmel hatte schlagen können, und die beiden sollten in dieser Saison auch noch einmal aufeinanderprallen, nämlich im Mai im Irish Daily Mirror Novice Hurdle, wo man darauf hoffte, dass Allaho die Form mit Minella Indo wieder drehen könnte – das gelang leider nicht, denn als Allaho unter Druck geriet, sprang er nach links über das Hindernis, verlor Momentum und musste den Sieger ziehen lassen, der auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung noch ordentlich Kraft übrig hatte. Trotzdem konnte Mullins mit seinem Schützling zufrieden sein, der auch nach der Sommerpause in der neuen Saison seine Form halten konnte.

Im Ballymaloe Foods Beginners Chase war Allaho wieder Favorit des Rennens, aber erneut sprang er in einer wichtigen Phase des Rennens nach links und gab dem Sieger zu viel Raum, der Allaho danach auf dem Run In die Tür vor der Nase zu machte, so dass Allaho zu allem Überfluss auch noch seine Linie wechseln musste und weiter an Momentum einbüßte, welches er bis zum Ziel nicht wieder aufbauen konnte. Als erster Start nach einer Pause und in einer neuen Disziplin ging das völlig in Ordnung, aber es war auch klar, dass da mehr kommen musste und die Fehler beim Springen ausgebügelt werden müssen.

Das mit dem Springen lief auch im Book Your Easter Festival Tickets Online @fairyhouse.ie Beginners Chase im Januar 2020 noch nicht so richtig rund, aber für ein Beginners Chase hatte Allaho wie zu erwarten einfach zu viel Klasse und auch wenn er nicht immer auf dem schnellsten Weg über die Hürden sprang, machte er unter Paul Townend 2 Hürden vor dem Ziel alles klar und gewann unangefochten mit mehr als 20 Längen Vorsprung.

Wieder lockte beim dritten Start in der Saison das Cheltenham Festival, dieses Mal in Form des RSA Insurance Novices‘ Chase, welches er sogar als Favorit antreten dürfte. Wer den Text bis hierhin gelesen hat, kann sich schon denken was kommt – das Springen war wieder das Problem. Allaho übernahm an der sechsten Hürde die Führung, prallete aber beim Springen gegen die 12te und geriet ins Straucheln, hielt sich aber im rennen, traf dann erneut die drittletzte Hürde und geriet wieder ins Straucheln und verchenkte auch an der letzten Hürde etwas an Momentum, aber das galt auch für Minella Indo, der wieder mit von der Partie war und Allaho nicht von der Seite wich.

Dass die beiden von Anfang an die Köpfe gegeneinander schlugen hat vermutlich die beiden auch ihren Sieg gekostet, denn 5 oder 6 Längen hinter ihnen ging Champ über die letzte Hürde-  und stürmte auf der Zielgeraden zwischen den beiden Konkurrenten hindurch und gewann das RSA. Das beste Finish des Cheltenham Festivals 2020 und eine absolut unglaubliche Leistung. Allaho und Minella Indo waren einfach zu müde um noch dagegen zu halten und Champ schien nur auf die Zielgerade gewartet zu haben – wow! Unbedingt als Replay ansehen!

Allaho sah man dann erst nach der extra langen Sommerpause wieder, als er im John Durkan Chase im Dezember 2020 auflief, aber das Rennen vergisst man besser schnell. Das was man durch den Nebel sehen konnte waren wieder die typischen Probleme beim Springen und dazu fehlte man ersten Start in der neuen Saison offensichtlich noch die Fitness.

Das besserte sich beim nächsten Start im Dezember im Savills Chase auf Gruppe 1 Ebene ein wenig, als er über 3m zwar wieder nicht sauber sprang, aber immerhin bis zum Ende durchhielt und einen vierten Platz erreichen konnte, wenn auch weit abgeschlagen von den Siegern und den ausbezahlten Plätzen. aber die Form stieg in der Saison weiter an und Allaho gewann danach das Horse & Jockey Chase in Thurles auf Gruppe 2 Ebene – allerdings startete er trotz der beiden Flops in der Saison als Favorit. Klar, das Savills Chase war vielleicht ein bisschen zu lang und im Nebel hat man wenig von ihm gesehen.

Im Horse & Jockey Chase erhielt er eine bequeme Führung und konnte das Feld mit einem eher gemütlichen Tempo über die Strecke führen, um dann mit einem Tempowechsel alles klar zu machen. Elimay ging mit ihm noch über die letzte Hürde, aber Paul Townend spornte Allaho kurz an und der setzte sich willig vom einzigen Verfolger an. Allerdings hat mir der letzte Sprung unter Druck wieder nicht gefallen und die heutigen Konkurrenten werden ihm definitiv das Rennen über zu schaffen machen. Springt er dann wieder so unsauber, wird es sehr sehr schwer – aber er ist noch recht frisch und „unexposed“ in seiner bisherigen Karriere und es würde mich wundern, wenn wir schon alles gesehen haben, zu dem er fähig ist.

 

Melon: Der Medicean Sohn ist  ein weiterer erfolgreicher Import aus Frankreich für  seinen Trainer Willie Mullins und wurde bereits 2015 nach Irland geholt, machte aber erst im Januar 2017 im Marquees Maiden Hurdle im Leopardstown sein Debüt.

Er gewann das 3291m Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit gegen die durchaus solide Konkurrenz und hinterslies bereits bei der ersten Sichtung einen sehr guten Eindruck.

Die Form war noch schwer zu greifen vor dem Start im Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival 2017, trotzdem reichte die Reputation seines Trainers zusammen mit der Wahl von Ruby Walsh aus, um ihn als Favoriten zusammen mit Ballyandy in das Rennen starten zu lassen.
Er wurde dann im Endeffekt nur von dem überraschend stark auftretenden Labaik geschlagen und setzte sich vom dritten, River Wylde, mit über sechs Längen ab, was eine hervorragende Leistung war. Nur bei der letzten Hürde lief es nicht ganz rund für Melon und er verlor an Momentum, während Labaik an Tempo immer mehr aufnahm und auf den letzten hundert Yards locker davonzog, was das Rennen entschied.

Danach startete Melon als Favorit in das Herald Champion Novice Hurdle auf dem Kurs in Punchestown in Irland, wo er allerdings von seinem Stablemate Cilaos Emery knapp geschlagen wurde, der auf der Zielgeraden nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig hatte. Nach der Sommerpause zeigte sich Melon allerdings wieder vollständig erholt und konnte im Gruppe 2 WKD Hurdle die versammelte Konkurrenz zwischen den beiden letzten Hürden abschütteln. Unter anderem schlug er dabei Mick Jazz und Coquin Mans, so dass es kein wunder war, dass er auch im Unibet International Hurdle in Cheltenham einige Wochen später als Favorit auflaufen sollte. Dort konnte er allerdings gegen The New One und My Tent Or Yours nicht viel ausrichten und musste sich knapp 2 Längen hinter dem Sieger einreihen, was aber trotzdem eine sehr solide Leistung gewesen war. Schließlich hatte der Favorit einige Kilo weniger zu tragen und der Untergrund war recht aufgeweicht gewesen, was es Melon erschwerte zu vollem Potential aufzulaufen. Auch für Melon folgte der erste richtige Test dann im Irish Champion Hurdle gegen Faugheen und Supasundae, dieses Mal konnte Melon aber nicht auftrumpfen und zeigte zu viele Schwächen, um am Ende über den etwas enttäuschenden fünften Platz hinaus zu kommen.

Im Champion Hurdle Trophy darauf gab er aber dem haushohen Favorit Buveaur D’Air mächtig was zu tun und es hat nicht viel gefehlt und Melon hätte fast für eine haushohe Überraschung gesorgt. Sowohl der Kurs in Cheltenham schien ihm zu liegen als auch der weiche Untergrund, den er dort vorfand. Buveur D’Air hingegen fehlte seine bisherige Leichtigkeit und konnte nicht den beeindruckenden Show liefern, die von ihm erwartet worden war, sondern musste ganz klassisch mit einem Arbeitssieg vorlieb nehmen.

Melon startete danach im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle im April und sollte dort eigentlich um den Sieg mitlaufen, kam aber am Ende zu Fall als er gerade dabei den zweiten Platz zu erkämpfen und auf den Führenden aufzuschließen. Melon sah wieder wie eine Große Gefahr für den Rest des Feldes aus und es war schade das er bei seinem Saisonabschluss fiel, denn nach der Sommerpause, als er im Dezember wieder kam, lief es nicht gerade rosig für Melon.

So scheiterte er beim Gruppe 1 Ryanair Hurdle gegen Sharjah und Supasundae relativ deutlich und schien noch nicht seinen alten Rythmus zu finden, allerdings war der Boden in diesem Rennen auch schneller als alles, was er bisher so angegangen war und schneller Boden schien ihm nicht so zu liegen. Auch zwei Monate später im BHP Irish Champion Hurdle bekam er wieder nur gut bis weichen Boden serviert und wieder ermüdete Melon vorzeitig.

Er scheint aber definitiv eine Vorliebe für das Cheltenham Festival zu haben, denn wie schon im Vorjahr steigerte sich seine Form mit einem zweiten Platz im Champion Hurdle, allerdings hatte er nie die Chance an Wpsior D’Allen heranzukommen, der ihn locker mit 15 Längen abservierte, während Melon hart kämpfen musste um seinen zweiten Platz zu verteidigen, denn Silver Strek und Laurina saßen ihm im Nacken.

Im Gruppe 1 Aintree Hurdle im April stürzte er leider, startete dafür aber noch einmal in der alten Saison im Mai im Gruppe 1 Punchestown Champion Hurdle – und wurde glatt letzter der sieben Teilnehmer. Willie Mullins war überzeugt, dass Melon besser ist als er in der Saison zeigen konnte und das er der erste Sieg in Griffweite ist, und lies ihn noch einmal im Mia im Grande Course d’Auteuil in Frankreich starten. Auch in diesem Gruppe 1 Rennen hatte Melon allerdings keine Chance und belegte erneut den letzten Platz, die Saison 2019 war damit eine zum Vergessen abgesehen von zweiten Platz im Champion Hurdle

Nach der Sommerpause ging es in das Irish Stallion EBF Chase und damit das erste Mal in ein Chase Rennen, welches Melon hinter dem hoch talentierten Fakir D’oudrairies mit einem guten zweiten Platz beendete. Das zweite Chase Rennen über 3420m Rennen in Form des Paddy Power Beginners Chase gewann Melon dann gegen Gallant John Joe, allerdings musste er sich in seinem ersten Chase Gruppenrennen in Form des ERSG Arkle Novice Chase im Februar klar geschlagen geben und das gegen Notebook, der beim Cheltenham Festival am ersten Tag nicht den besten Eindruck hinterlassen hatte, was ein Grund zur Sorge war im Hinblick auf seinen Start im Marsh Novices Chase.

Das Gruppe 1 Rennen war mit Faugheen und Samcro sehr stark besetzte und der Sieg blieb Melon zwar verwehrt, allerdings denkbar knapp. Samcro ging als erster über die letzte Hürde und zog ein kleines Stück vor Melon, der im an den Hufen klebte, der sammelte sich aber und zog am Innengeländer gleich, und dann kurz vor Samcro, der aber ebenfalls Kontra gab und sich mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie schob.

Klasse Rennen und ich war sehr gespannt was in der neuen Saison so von Melon kommen würde – war aber ein wenig überrascht, dass sich konsequent an Rennen über 4000m gehalten wurde, wo doch das beste Rennen knapp unter 4000m produziert wurde. Im Gruppe 1 John Durkan Chase lief er deutlich besser mit seinem dritten Platz als nach der Pause erwartet worden wäre, das selbe galt für das Savills Chase im Dezember wo er mit einem dritten Platz unter 2 Längen Rückstand erneut deutlich besser lief als seine Quote hatte vermuten lassen. Mit fast 5000m Distanz war danach das Gruppe  1 Irish Gold Cup Rennen auf weichem Boden vielleicht ein wenig zu viel für Melon, der zunehmend ermüdete und mir gefällt der Rückschritt auf die 4100m hier sehr sehr gut!

 


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