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Happy Clapper

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29.02.2020 – Randwick – Chipping Norton Stakes – Pick: Dreamforce EW

Pferderennen in Australien

06:30 Chipping Norton Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 600.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Avilius: Der Pivotal Sohn von Trainer B. Cummings hat sich gesamt gesehen durchaus gut präsentieren können, obwohl er sich am Anfang seiner Karriere durchaus ein wenig Zeit gelassen hatten, um das erste Mal ein Gruppenrennen gewinnen zu können – ganze 8 Rennen dauerte es bis zum ersten Erfolg auf Gruppenebene.
Zwar gewann er schon beim dritten Rennen das Prix de Suresnes in Frankreich, seiner alten Heimat bevor er 2018 nach Australien wechselte, aber die ersten Monate seiner Karriere waren doch etwas holprig. Vpr dem Wechsel nach Australien startete er noch im Grand Prix de Maisons-Laffitte  und dem Gruppe 2 Prix Guillaume d’Ornano, wo er jeweils platzieren konnte, allerdings den Sieger jeweils nicht gefährden konnte. Im Gruppe 2 Qatar Prix Niel kam er sogar als zweiter ins Ziel, konnte aber Cracksman damals niemals unter Druck setzten, und beim letzten Start in Europa im Qatar Prix Dollar scheiterte er als Favorit sogar sehr deutlich. Trotzdem hatte er mit dieser ersten Saison seine neuen Besitzer überzeugt und er wechselte nach Australien, wurde kastriert und startete sofort in einigen Gruppenrennen, wie dem New Caledonia, dem Kingston Town Stakes und dem The Bart Cumming Stakes – alle auf Gruppe 3 Ebene und alle mit einem Sieg abgeschlossen. Auf Distanzen von 2500m bis 1900m.
Der Versuch auf Gruppe 1 Ebene im Cox Plate war allerdings nicht sonderlich erfolgreich, denn Avilius konnte sich natürlich weder gegen die Wunderstute Winx noch aber gegen Benbatl oder Humidor durchsetzen, das selbe Schicksal ereilte ihn dann auch im Melbourne Cup, wo Avilius sogar nur 22 von 23 wurde. Avilius gönnte sich dann eine kleine Pause und kam erst im Februar wieder zurück auf die Rennstrecke und senkte dabei auch noch die Ziele vor den Augen ein wenig.
So wurde er im Gruppe 3 Carlyon Cup auch wieder Erster und konnte sich gegen den Zweiten recht deutlich durchsetzen. Auch auf einem etwas höherem Niveau wie dem Peter Young Stakes gelang Avilius im Februar der Sieg, dieses mal auf gut bis weichem Untergrund und 1800m Distanz. Avilius hatte zwar trotz des Gruppe 2 Rennens weniger Konkurrenz als dem letzten Rennen und konnte sich locker mit 1,5 Längen ins Ziel schieben, was die Fans aber nicht davon abhielt, ihn für den Australian Cup zum Favoriten zu machen – und das obwohl er noch nie ein Gruppe 1 Rennen gewinnen konnte oder knapp dran war – auch dieses Mal sollte es nicht reichen und Avilius kam nur als Fünfter ins Ziel, gut 1,5 Längen hinter dem Sieger Harlem – der allerdings im letzten Rennen keine Konkurrenz für Avilius gewesen war – hier war er als Außenseiter aufgelaufen, wie auch die Plätze 2, 3 und 4. Vergessen wir das Rennen lieber, denn im Ranvet Stakes auf Gruppe 1 Ebene konnte sich Avilius dieses mal locker durchsetzen und die meisten Favoriten liefen ein extrem gutes Rennen und konnten sich vorne mit dabei platzieren – aber Avilius konnte keiner mehr fangen, der Vorsprung auf dem Kurs in Rosehill betrug am Ende ganze 2,5 Längen.
Nach nur einer Woche ging es im Gruppe 1 Kia Stakes wieder auf die Rennstrecke und Avilius konnte sich über 2400m wieder einmal locker gegen die Konkurrenz durchsetzen, die angetretenen Gegner waren aber auch nicht der Rede Wert, obwohl das Preisgeld gut doppelt so hoch war wie im letzten – der zweite Gruppe 1 Sieg war trotzdem sicher.
Für das Winx Stakes auf Gruppe 1 Ebene war die Konkurrenz mit Happy Clapper oder Very Elegant doch besser, aber es waren wohl die 1000m weniger Distanz, die Avilius am Ende das Genick brachen – von 2400m auf 1400m runter zu gehen war sichtlich keine gute Idee. Auch über die Meile im Gruppe 3 Ingham Chelmsford Stakes erging es ihm nicht besser und er konnte sich im Finish nicht durchsetzen, ganz im Gegensatz zum zwei Wochen später ebenfalls über die Meile ausgetragenen Colgate Optic White Stakes  – wo Avilius sich am Ende mit über 2 Längen gegen alt bekannte Kollegen wie Happy Clapper oder seinen ehemaligen Bezwinger Samadoubt durchsetzen konnte.
Avilius versucht in der Regel das Rennen von hinten aufzurollen und wenn sich eine Armee von Pferden vor ihm aufgebaut hat, bleibt er halt stecken – oder wenn andere Konkurrenten ebenfalls diese Taktik fahren, kommt er manchmal zu spät, wie etwa im Ladbrokes Stakes wo er Gailo Chop die Führung überlassen musste und sich eher im hinteren Bereich des Feldes einsortierte. Zusammen mit Black Heart Bart kam er dann auf der Zielgeraden in der Mitte der Bahn heran und machte einige Plätze gut, musste aber Black Heart Bart und Cape Of Good Hope ziehen lassen, die fast zwei Längen Vorsprung vor dem Rest hatten. Avilius hatte in diesem Rennen durchaus zeigen können, dass er auch mit anderer Taktik gefährlich werden kann, aber es fehlte doch noch ein wenig – im Cox Plate, gerade einmal 6 Tage später, sah man ihm hingegen deutlich an, dass sowohl Niveau als auch Erholungszeit zwischen den Rennen viel zu kurz waren. Nach knapp drei Monaten Pause kehrte er zwar gut ausgeruht in das Neds C. F. Orr Stakes auf Gruppe 1 Ebene zurück, konnte aber überraschend nicht um den Sieg mitlaufen, was aber auch für den Favoriten Scales Of Justice galt und das Rennen war von den Außenseitern dominiert worden. Ich denke das Rennen kann man ihm vergeben und er hat hier ein gewinnbares Rennen für sich gefunden

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen mittlerweile zehn Jahren schon ein ziemlicher Veteran und hat seine allerbesten Jahre mit Sicherheit schon hinter sich – konnte sich aber gerade 2019 in einigen Gruppenrennen hervorragend positionieren und es wäre gefährlich ihn hier schon vollkommen abzuschreiben. So verpasste er den Sieg im Gruppe 1 Winx Stakes im August nur knapp und gewann im Oktober das Gruppe 3 Yulong Australia Plate. Mitte des Jahres holt er zwei zweite Pläzte gegen Winx, was ordentlich Preisgeld einbrachte und 2018 gewann er noch das The Star Doncaster Mile. Er scheint in seinen alten tagen wirklich noch in Form zu sein.

Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes 2017 musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die am 16.02.2019 im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes beendet wurde.

Auch wenn das 1400m Rennen auf dem Papier eine Stufe niedriger war vom Niveau her als die vorangegangenen, hieß die Favoritin dieses Rennens wieder Winx und damit war klar, wer am Ende dieses Rennen gewinnen sollte – nämlich die Wunderstute, die in Australien immer wieder gegen die selben Konkurrenten anlief, dabei aber eine Menge Preisgeld für sich und sichere Wetten für ihre Unterstützer einsammeln konnte. Auch im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes hatte sie keine Probleme damit Happy Clapper auf den zweiten Platz hinter sich zu verbannen, aber Happy Clapper hatte auch keine Sorge, das Duell mit der Wunderstute in weiteres Mal zu suchen.

So ging es im März in das Gruppe 3 Chipping Norton Stakes, wieder gegen Winx und wieder konnte Happy Clapper einen hervorragenden zweiten Platz erringen, die Verhältnisse zwischen den beiden waren aber auch in jenem Rennen völlig klar udn Winx gewann wieder einmal unangefochten.

Happy Clapper schien das Rennen aber nicht im Geringsten demotiviert zu haben, denn er startete nur zwei Wochen danach im Gruppe 1 All-Star Milem um hier in Abwesenheit der Wunderstute vielleicht seinen nächsten großen Erfolg feiern zu können, schaffte es aber gegen die ebenfalls sehr starke Konkurrenz nicht seine Favoritenrolle auszunutzen und einen der vorderen Plätze zu belegen. Statdessen kam er vielversprechend in die Zielgerade mit freier Bahn 3 weit vom Innengeländer, nur um dann beim Tempowechsel nicht mitgehen zu können und einige Längen zurückzufallen.

Happy Clapper gönnte sich dann danach einen Monat Pause und startete ein letztes Mal gegen Winx im Gruppe 1 Longines Queen Elizabeth Stakes, die danach in Rente gegen würde. Dieses Rennen wurde über die noch einmal erweiterte Distanz von 2000m bestritten, die dieses Mal Happy Clapper schlicht zu weit waren, und er konnte den Anschluss an die Wunderstute nicht halten, und das obwohl er zuvor in seiner Karriere im Queen Elizabeth Stakes oder dem Emirates Stakes durchaus gut abgeschnitten hatte.

Mit dem krassen Rückschritt in der Distanz im Gruppe 2  Winx Stakes kam seine Form dann wieder und er konnte sich auf einen soliden zweiten Platz vorkämpfen, während der Favorit Avilius nur auf den vierten Platz kam. Happy Clapper schaffte es noch einige Längen auf den Sieger gut zu machen , allerdings hatte Samadoubt das Rennen von der Front gestohlen und sich mit einem Tempowechsel schnell einige Längen abgesetzt, so viele, dass Happy Clapper sie in der Mitte der Bahn nicht mehr gutmachen konnte. Trotzdem war das eine sehr gute Leistung von ihm gewesen und im Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes kam Happy Clapper dann über die Meile immerhin auf einen dritten Platz, wenn auch einige Längen hinter dem Sieger Avilius

Im Gruppe 3  Yulong Australia Plate hatte Happy Clapper dann die Chance auf den nächsten Sieg,  denn die Konkurrenz war rund um Samadoubt auf einem Niveau, auf dem sich Happy Clapper durchaus wohl fühlt, wie er zwei Rennen zuvor im Winx Stakes bereits bewiesen hatte. Der nächste Versuch nach der langen Pause im Aquis Apollo Stakes im Februar 2020 auf Gruppe 2 Ebene ist durch die Anwesenheit von Alizee schwerer gewesen als ein normales Gruppe 2 Rennen, aber Happy Clapper hat letztes Jahr auf diesem Niveau eine gute Figur abgeben können und auch hier nicht enttäuscht und einen soliden dritten Platz erreichen können. Alizee gewann knapp gegen Dreamforce, der hier meiner Meinung nach deutlich unterschätzt wird.

Te Akau Shark: Der Rip Van Winkle Sohn von  J. Richards begann seine Karriere in Neuzeeland auf dem Kurs in Te Rapa und gewann sein erstes Rennen über 1100m auch gleich, nur um einen Monat später in Matamata noch einmal nachzulegen und sich dann einen Monat später im November 2017 im Gruppe 1 Equiworld Guineas in Riccarton zu probieren. Dort belegte er allerdings nur einen vierten Platz. Er blieb zunächst trotz seines guten Einstands in die Rennszene den Kursen in Neuseeland treu und wechselte nicht nach Australien, sondern gewann nach langer Pause im September 2018 das Heart Of Hawke’s Bay 1200 und einen Monat später auf dem selben Kurs das 1400m Spring Sprint. Nach den Erfolgen im Herbst hob er die Distanz im folgenden 14th Coupland’s Bakeries Mile ein wenig an, gerann aber auch über die 1600m in Riccarton souverän und beendete damit seine zweite Saison ungeschlagen, wenn auch ohne weiteren Versuch auf höchster Ebene.

Neun Monate später startete er dann im U S Navy Flag Plate in Te Rapa, war aber scheinbar nach dieser erneut sehr langen Pause nicht in absoluter Höchstform und musste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben, wechselte dann aber endlich nach Australien und starte im Norman Tramway Stakes auf Gruppe 2 Ebene über 1400m in Randwick, musste sich aber Dreamforce, dem zweiten Favoriten des Rennens, geschlagen geben, und das deutlich. Dremforce zeigte einen immens guten Kick an der Front und mit dem Tempowechsel hatte er die Konkurrenz kalt erwischt und war 100m vor dem Ziel vier bis fünf Längen davongesprintet.

Den Fehler den Front Runner so viel Vorsprung zu lassen machte Te Akau Shark unter James H. Mcdonald nicht noch einmal als er im Epsom Plate über 1600m einen Monat später auflief und auch wenn Kolding sich zunächst einige Längen Vorsprung mit seinem Tempowechsel auf der Zielgeraden hatte sichern können, holte Te Akau Shark schnell auf und die beiden liefen die letzten 50m Kopf an Kopf. Aus dem spannenden Duell ging Kolding als knapper Sieger hervor. Te Akau Shark nahm sich danach mit dem Gruppe 1 Cox Plate noch einmal deutlich mehr vor, schließlich musste er gegen Konkurrenten wie Lys Gracieux ran. Te Akau Shark hielt sich geschickt an der Innebahn und sparte einige Meter während des Rennens, zudem half das Geländer beim Schlusssrpint als Orientierung, trotzdem hatte er keine Chance mit Lys Gracieux dran zu bleiben und auch der sehr leicht gehandicappte Castelvecchio eilte ihm davon. Das Rennen heute ist einfacher, allerdings muss man beachten, dass Dreamforce hier zu deutlich höherer Quote verfügbar ist, und der Bezwinger von Te Akau Shark hat in seinem letzten Rennen einen hervorragenden Lauf gegen Alizee im Aquis Apollo Stakes -gezeigt, wo auch Happy Clapper nicht schlecht abgeschnitten hat.

 

Pick: Dreamforce EW


15.02.2020 – Randwick – Aquis Apollo Stakes – Pick: Alizee

Pferderennen in Australien

06:30 Aquis Apollo Stakes – Gruppe 2

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Für 4jährige und ältere Pferde  |    Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 250.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Heute gibt es in Australien wieder mal so ein Rennen, wo eigentlich nur ein Pferd wirklich gewinnen kann – Alizee. Der Rest des Feldes ist in dermaßen schlechter Form oder hat eine derart schlechte Bilanz in Gruppenrennen in Australien, dass man sich den Sieg hier kaum vorstellen kann. Ein paar Beispiele – Verry Elleegant hat nicht nur einige Buchstaben zu viel, sondern auch erst eine überschaubare Anzahl an Rennen absolviert. Gerade mal 15 Rennen hat sie hinter sich, davon die miesten Gruppenrennen. Und ja, sie hat einige Gruppenrennen auch gewinnen können, nicht zuletzt das Gruppe 1 Vinery Stud Stakes als auch das Gruppe 1 Heineken Plate. Das waren beides gute Rennen, allerdings gegen ihre eigene Altersklasse und über 600 bis 1000m längere Distanz. Mit den Versuchen im Winx Stakes (Altersoffen) als auch dem Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes scheiterte sie allerdings ziemlich deutlich, und im Colgate Optic White Stakes wurde sie unter anderem von Happy Clapper geschlagen, der ebenfalls nicht in der Form seines Lebens ist. Danach gewann sie das Gruppe 2 Active Hill Stakes und gewann da gegen eine eher moderate Konkurrenz, denn die Co Favoritin Angel Of Death war und ist nicht gerade die erste Garde in Australien. Das zeigte auch Verry Elleegant im Cox Plate wieder, wo sie nur einen zwölften Platz belegen konnte, weit ab von der Siegerin Lyy Gracieux und ohne Chance auf den Sieg. Ich denke heute ergeht es ihr auch wieder so – wie wohl auch Danzdanzdance , die das Gruppe 1 Wellington Stakes und das Zabeel Classic in Neuseeland gewinnen konnte, aber nach dem Wechsel nach Australien nie richtig Fuß fassen konnte. Dabei war ihr dritter Platz im Ranvet Stakes – im März 2019 noch sehr vielversprechend, dann folgten aber herbe Niederlagen im Longines Queen Elizabeth Stakes, der Tarzino Trophy Plate, dem Colgate Optic White Stakes , dem Gruppe 2 Julong Australia Plate (gegen Happy Clapper) und dem Gruppe 2 Matriarch Stakes. Nun soll nach der Sommerpause also der große Wurf gegen Alizee gelingen? Wohl eher nicht, schließlich kam diese Anfang Februar durchaus vielversprechend wieder aus ihrer Pause zurück, nachdem sie bei ihrem letzten Rennen im Darley Sprint Classic  im letzten Jahr doch etwas enttäuscht hatte. Das ist ihre Gelegenheit wieder auf Kurs zu kommen und die Gelegenheit von Happy Clapper wieder etwas Preisgeld einzusammeln.

Die Favoritin im Detail:

Alizee: Die Sepoy Tochter von B. Cummings begann ihre Karriere im Jahr 2017 im Februar auf dem Kurs in Randwick über 1000m  und legte einen vierten Platz ab, war aber trotzdem gut genug um danach gleich auf Gruppe 3 Ebene zu starten. Schließlich war ihre Zucht nicht günstig und sie verhielt sich bei ihrem Debüt auch schon recht erfahren, legte aber gegen die hoch gehandelte Tulip auf Gruppe 3 Ebene Magic Night Stakes noch einen drauf und belegte einen soliden zweiten Platz, nicht weit hinter der Siegerin.

Danach ging es im Gruppe 3 Widden Stakes als Co Favoritin an den Start, konnte aber über die 1100m nicht überzeugen und gönnte sich danach eine viermonatige Pause, bevor sie im The Everest Is Coming Handicap wieder auflief. Das war eine ihrer leichteren Übungen bis dato, auch wenn sie ein recht hohes Gewicht stemmen musste in jenem Rennen. Trotzdem lieferte die Favoritin in jenem Rennen und gewann relativ unangefochten mit knapp einer Länge Vorsprung, bevor sie im Gruppe 2 Silver Shadow Stakes gegen die hoch gehandelten Formality und Champagne Cuddles antrat. In jenem Rennen lieferte sie sich ein hartes Duell mit den beiden anderen Favoritinnen, konnte aber auf den letzten der 1200m nicht mehr den letzten Nacken auf die Siegerin gut machen und musste sich in ihrem auf dem Papier härtesten Rennen bisher mit einem guten zweiten Platz zufrieden geben.

Nur zwei Wochen später startete sie dann im Gruppe 2 Furious Stakes, wo sie gegen die selben Konkurrentinnen erneut antreten musste, dieses Mal allerdings nicht den besten Lauf erwischte und sich mit einer halben Länge Rückstand  ins Ziel einlief. Dieses Mal hatte sie keine Chance um den Sieg mitzulaufen und auch nicht gerade gute Entschuldigungen für den etwas abgeschlagenen Platz, so dass sie über 200m mehr im Gruppe 2 Tea Rose Stakes als klare Außenseiterin in Champagne Cuddles oder Tulip galt – aber dieses Mal absolut überzeugen konnte. Der Lauf war sauber und mehr als überzeugend, und beim nächsten Aufeinandertreffen mit Champagne Cuddles im Gruppe  1 Flight Stakes galt Alizee dann auch als Favoritin – und schickte die Konkurrentin auch klar auf den zweiten Platz. Sie fand ihren Weg in der Mitte der Bahn und beschleunigte an den anderen Konkurrenten vorbei für einen klaren Sieg

Alizee startete noch einmal in einem Rennen im Jahr 2017 und zwar im Gruppe 1 Thousand Guineas, schaffte dort aber nur einen dritten Platz als Favoritin und beendete damit das Jahr auf einem kleinen Abwärtstrend.

Nach nur vier Monaten kam sie aber schon wieder auf die Rennstrecke zurück und bestritt im Gruppe 2 Tab Light Fingers Stakes ihr nächstes Rennen als Favoritin – hatte dort aber alle Hände voll zu tun die beiden anderen Verfolgerinnen auf Abstand zu halten, denn Skumookh saß ihr nur eine Nase im Genick.

Einen Monat später lief sie dann im Gruppe 1 Premium Surround Stakes, wo sie wieder als Favoritin startete, aber wieder keine wirkliche Lücke in der Mitte fand und auf einem sechsten Platz ins Ziel einlief. Im Gruppe  1 Coolmore Classic noch im selben Monat war das Niveau noch einmal deutlich höher und dieses Mal lag ihr abgeschlagener Platz nicht nur an der fehlenden Lücke, sondern an der fehlenden Klasse um gegen die anderen Konkurrentinnen in dem stark besetzten Feld zu bestehen.

Im Gruppe 2 Vinery Stakes, dem dritten Rennen im März 2018, kam Alizee wieder nicht wie gewünscht in Gang und der Rückstand auf die Siegerin war trotz des vierten Platzes mit über 5 Längen ziemlich deutlich. Trotz der zwei eher enttäuschenden Rennen in Folge startete Alizee nur zwei Wochen später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, wo ihr auf Grund ihrer vorangegangenen Leistungen nicht als Favoritin galt – gerade auch gegen die Männer – aber dieses Mal schoss die Stute in der Mitte der Bahn wieder heran und gewann unangefochten ihr letztes Rennen für sechs Monate.

Erst kurz vor Weihnachten startete Alizee noch einmal, dieses Mal im Christmas Classic über die kürzere Distanz von 1200m, wo sie erneut gewann. Im Gruppe 2 Expressway Stakes gewann sie dann auch noch

Im Gruppe 2 Expressways Stakes rollte sie das kleine, aber sehr gut besetzte Feld erneut von hinten auf und auch das Gruppe 1 Yulong Futurity Stakes hielt für sie keine Schrecken bereit

Hier kam sie drei bis vier tief in die Zielgerade und begann ihren Schlusssprint, aber die Außenseiterin Malaguerra wollte einfach nicht von der Front weichen und die beiden lieferten sich ein sehr ansehnliches Duell über die letzten Meter, welches Alizee knapp für sich entscheiden konnte.

Gegen bessere Konkurrenz im All Star Mile auf Gruppe 1 Ebene in Flemington lief Alizee danach ebenfalls ein gutes Rennen, konnte die Meile aber dieses Mal nicht so gut bewältigen wie letztes Jahr im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stake und kam am Ende „nur“ auf einen vierten Platz und auch beim nachfolgenden The Star Doncaster Plate gelang es ihr nicht, sich mit ihrem späten Sprint auf einen der vorderen Plätze vorzukämpfen, sondern musste einsehen, dass sie am heutigen Tag den Anschluss an die Spitzengruppe nicht würde halten können. Alizee kam am Ende nur auf einem sehr abgeschlagenen 17ten Platz ins Ziel, lies sich davon aber nicht entmutigen und startete nur eine Woche später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, in welchem sie das Jahr zuvor brillieren konnte. Zwar lief sie auch hier ein hervorragendes Rennen, konnte aber nicht an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen und kam am Ende auf einem soliden sechsten Platz ins Ziel.

Alizee gönnte sich danach eine kleine Pause über den australischen Winter und kam im Gruppe 2 Smithfield Rsl Missile Stakes zurück zur Rennstrecke und erlief sich dort einen sehr komfortablen Sieg, auch wenn die Marge am Ende nur einen Nacken betrug. Die kürzere Distanz von nur 1200m lag Alizee deutlich mehr als die lange Distanz zuvor und Hugh Bowman ritt sie sehr selbstbewusst und hätte sicher noch mehr aus seiner Stute rausholen können.

Demnach ging Alizee natürlich als Favoritin in das Memsie Stakes in Caulfield, einem stark besetzten Rennen welches von bekannten Namen wie Santa Ana Lane, Black Heart Bart oder So Si Bon besucht wurde. Das Feld war groß und Alizee hatte Probleme für ihren bekannten Schlusssprint die richtige Lücke zu finden, zu allem Überfluss hatte der Sieger Scales Of Justice auch noch den besseren Lauf am Innengeländer erwischt und war mit einem Tempowechsel dem Feld einige Längen entfleucht – und da Scales Of Justice als zweiter Favorit gestartet war, war eben dieser taktische Vorteil rennentscheidend.

Alizee gönnte sich mitten im Winter in Australien dann zwei Monate Pause und kam erst im Oktober im The Everest zurück auf die Rennstrecke, hatte in diesem 1200m Rennen aber Probleme das Tempo der Konkurrenten auf den letzten 100m noch mitgehen zu können. Statdessen schoss Yes Yes Yes in der Mitte der Bahn nach vorne und überholte den Front Runner Santa Ana Lane mit einem spektakulären Tempowechsel. Alizee hingegen verlor auf den letzten 50m noch einige Plätze und schien ihren üblichen Kick zu vermissen, den sie aber auch danach im Darley Sprint Classic nicht zeigen konnte., Zwar wurde sie von ihrem Jockey gut in Position in der Mitte der Bahn gebracht, konnte dann aber das Tempo von Nature Strip nicht mitgehen und musste den Sieger einige Längen ziehen lassen, während sie selbst wieder ein paar Plätze zurück fiel.

Die Pause über den australischen Hochsommer kam da gerade recht, und im Gruppe 2 Expressway Stakes  machte Alizee ein zufrieden stellendes Saisondebüt. Zwar rannte ihr der Außenseiter Standout davon, aber Alizee zog in der Mitte der Bahn ihr Tempo an und konnte das Feld bis auf den Sieger von hinten aufrollen, und mit einer ähnlichen Leistung gegen überwiegend ihr eigenes Geschlecht sollte sie wieder zurück auf die Siegerstraße kommen – mit Happy Clapper als größten Konkurrenten dahinter.

 

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen mittlerweile zehn Jahren schon ein ziemlicher Veteran und hat seine allerbesten Jahre mit Sicherheit schon hinter sich – konnte sich aber gerade 2019 in einigen Gruppenrennen hervorragend positionieren und es wäre gefährlich ihn hier schon vollkommen abzuschreiben. So verpasste er den Sieg im Gruppe 1 Winx Stakes im August nur knapp und gewann im Oktober das Gruppe 3 Yulong Australia Plate. Mitte des Jahres holt er zwei zweite Pläzte gegen Winx, was ordentlich Preisgeld einbrachte und 2018 gewann er noch das The Star Doncaster Mile. Er scheint in seinen alten tagen wirklich noch in Form zu sein.

Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes 2017 musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die am 16.02.2019 im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes beendet wurde.

Auch wenn das 1400m Rennen auf dem Papier eine Stufe niedriger war vom Niveau her als die vorangegangenen, hieß die Favoritin dieses Rennens wieder Winx und damit war klar, wer am Ende dieses Rennen gewinnen sollte – nämlich die Wunderstute, die in Australien immer wieder gegen die selben Konkurrenten anlief, dabei aber eine Menge Preisgeld für sich und sichere Wetten für ihre Unterstützer einsammeln konnte. Auch im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes hatte sie keine Probleme damit Happy Clapper auf den zweiten Platz hinter sich zu verbannen, aber Happy Clapper hatte auch keine Sorge, das Duell mit der Wunderstute in weiteres Mal zu suchen.

So ging es im März in das Gruppe 3 Chipping Norton Stakes, wieder gegen Winx und wieder konnte Happy Clapper einen hervorragenden zweiten Platz erringen, die Verhältnisse zwischen den beiden waren aber auch in jenem Rennen völlig klar udn Winx gewann wieder einmal unangefochten.

Happy Clapper schien das Rennen aber nicht im Geringsten demotiviert zu haben, denn er startete nur zwei Wochen danach im Gruppe 1 All-Star Milem um hier in Abwesenheit der Wunderstute vielleicht seinen nächsten großen Erfolg feiern zu können, schaffte es aber gegen die ebenfalls sehr starke Konkurrenz nicht seine Favoritenrolle auszunutzen und einen der vorderen Plätze zu belegen. Statdessen kam er vielversprechend in die Zielgerade mit freier Bahn 3 weit vom Innengeländer, nur um dann beim Tempowechsel nicht mitgehen zu können und einige Längen zurückzufallen.

Happy Clapper gönnte sich dann danach einen Monat Pause und startete ein letztes Mal gegen Winx im Gruppe 1 Longines Queen Elizabeth Stakes, die danach in Rente gegen würde. Dieses Rennen wurde über die noch einmal erweiterte Distanz von 2000m bestritten, die dieses Mal Happy Clapper schlicht zu weit waren, und er konnte den Anschluss an die Wunderstute nicht halten, und das obwohl er zuvor in seiner Karriere im Queen Elizabeth Stakes oder dem Emirates Stakes durchaus gut abgeschnitten hatte.

Mit dem krassen Rückschritt in der Distanz im Gruppe 2  Winx Stakes kam seine Form dann wieder und er konnte sich auf einen soliden zweiten Platz vorkämpfen, während der Favorit Avilius nur auf den vierten Platz kam. Happy Clapper schaffte es noch einige Längen auf den Sieger gut zu machen , allerdings hatte Samadoubt das Rennen von der Front gestohlen und sich mit einem Tempowechsel schnell einige Längen abgesetzt, so viele, dass Happy Clapper sie in der Mitte der Bahn nicht mehr gutmachen konnte. Trotzdem war das eine sehr gute Leistung von ihm gewesen und im Gruppe 1 Colgate Optic White Stakes kam Happy Clapper dann über die Meile immerhin auf einen dritten Platz, wenn auch einige Längen hinter dem Sieger Avilius

Im Gruppe 3  Yulong Australia Plate hatte Happy Clapper dann die Chance auf den nächsten Sieg,  denn die Konkurrenz war rund um Samadoubt auf einem Niveau, auf dem sich Happy Clapper durchaus wohl fühlt, wie er zwei Rennen zuvor im Winx Stakes bereits bewiesen hatte. Das heute ist schwerer, aber Happy Clapper hat letztes Jahr auf diesem Niveau eine gute Figur abgeben können und sollte heute konkurrenzfähig sein.

Pick: Alizee

 Systempick: Alizee 8 pts


Australien: 2019 Optic White Stakes Starterfeld und Pierata könnte sich im Bowermans Plate an Redzel rächen

Pferderennen in Australien

07:15 Bowermans Plate – Gruppe 2

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.100 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Im Gruppe 2 Bowermans Plate treffen wir auf Pierata und Redzel, die sich erst Anfang des Monats in einem Gruppe 3 Rennen, dem Forum Concorde Stakes getroffen hatten, was in einem knappen Sieg für Redzel geendet hatte. Heute ist die Distanz allerdings ein wenig weiter und das Forum Concorde Stakes ist so was wie das Haus und Hof Rennen für Redzel, der dieses Rennen nunmehr drei Jahre in Folge hatte gewinnen können. Heute werden die Karten aber neu gemischt und ich denke Pierata dürfte am Ende die Nase vorn haben

 

Pierata: Der Pierro Sohn von George Hickman hat sich nach seinem Debüt im Jahr 2017 auf dem Kurs in Warwick Farm prächtig entwickelt. Nach gewonnenem Maidenrennen ging es schon im nächsten Monat in die Gruppenrennen zum Gruppe 2 BRC Sires‘ Produce Stakes auf dem Kurs in Eagle Farm, wo Pierata als Außenseiter auflief, aber immerhin einen dritten Platz erreichen konnte, Melody Belle deklassierte aber den Rest des Feldes und es war nicht sicher, wie viel der dritte Platz wirklich wert war.

Nach diesem guten dritten Platz ging es für Pierata nach Doomben, und dem Kurs sollte er in den nächsten vier Rennen auch treu bleiben. Er startete im Gruppe 1 BMW J.J Atkins, wurde dort seiner Rolle als Außenseiter aber leider auch gerecht und konnte seinen Quoten dieses Mal nicht davonlaufen und wurde danach auch in eine sechsmonatige Pause bis zum Dezember 2017 geschickt. Diese Pause wurde wie schon erwähnt auf dem selben Kurs beendet, das Niveau des Rupert Plate war aber deutlich niedriger und Pierata konnte das kleine Handicap am Ende auch souverän gewinnen. Im Mexican Gold Edition Plate auf Listed Ebene startete er zwei Wochen später wieder als Favorit und hätte eigentlich locker gewinnen müssen, aber Whypeero gewann gegen Pierata in einem spannenden Duell. Der Sieger tat wenig um der Form im Nachhinein einen Boost zu geben, aber Pierata bewies dass er in die Gruppenrennen gehört indem er das Gruppe 2 Vo Rogue Plate kurz vor dem Jahreswechsel gewann. Am Ende gewann er mit gut 2,5 Längen Vorsprung und traf zwei Wochen später im Gold Coast Guineas erneut auf Goodfella, der sich in Vo Rouge Plate einen dritten Platz gesichert hatte. Goodfella gab sich Mühe für einen guten Kampf zu sorgen, musste aber einsehen dass Pierata an diesem Tag einfach das bessere Pferd war. Pierrata hatte mit diesem Sieg auch gezeigt, dass er nicht nur an Doomben als Kurs gebunden war und machte sich mit neuem Selbstbewusstsein in das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes in Rosehill auf. Dort traf er das erste Mal auf Kementari und D’Argento sowie den mehrfachen Gruppe 1 Sieger Trapeze Artist. Das Rennen war aufschlussreich, denn ide ersten vier des Kurses wurden in der folgenden Saison zu einigen der besten Dreijährigen, die in dieser Saison auflaufen würden.

Nach diesem erneut sehr positiven Vorzeichen ging es in das Gruppe 1 Group Randwick Guineas, um eines der wichtigsten Rennen für die Dreijährigen zu bestreiten, und wieder waren Kementari, Trapeze Artist und D’argento mit von der Partie, Pierata verbesserte seine Leistung aber im Gegensatz zum letzten Duell mit diesem Konkurrenten noch ein weiteres Mal und schaffte einen zweiten Platz hinter Kementari, der erneut das beste Pferd auf dem Kurs und an dem Tag war.

Jetzt war spätestens klar – Pierata hat Potential und würde früher oder später ein Gruppenrennen auf höchster Ebene gewinnen können. Pierata wurde danach von George Hickman in die Pause geschickt, trainierte die nächsten fünf Monate und kehrte im Gruppe 2 Missile Stakes zurück. Dort traf er – schon wieder – auf Kementari, der sich in den letzten Monaten davor in einigen hervorragenden Rennen wie dem Silver Stakes oder dem Winx Stakes platzieren – beide Male hinter der Wunderstute Winx. Im Missile Stakes lieferten sich die beiden ein sehr spannendes Rennen, Pierata hatte von Anfang an freie Bahn und konnte Momentum aufnehmen, während Kementari ein wenig eingeboxt war und erst spät im Rennen angeflogen kam und nicht mehr ganz an Pierata vorbeikam.

Nach dieser persönlichen Bestleistung ging es als Favorit in das Gruppe 3 Bill Ritchie Stakes, wo er wieder freie Bahn bekam, aber der Hauptkonkurrent Siege Of Quebec bekam ebenfalls rechtzeitig seine Lücke und konnte sich mit starkem Zug zum Ziel just an der Ziellinie gegen Pierata durchsetzen. Der Rückstand betrug etwa 1,5 Längen am Ende auf den Sieger, aber das Ziel von Pierata war auch klar das Gruppe 1 Epsom Handicap Ende September in Randwick gewesen.

Nach seinen vorangegangenen Leistungen lief Pierata als einer der drei Favoriten auf, konnte aber seine Form nicht auf das 1600m Rennen übetragen und verlor auf der Ziellinie zunächst sieben Längen auf die Führenden, die er bis zum Ziel auf immerhin nur knapp über 3 verkürzte, was ihm aber dennoch nicht mehr als den neunten Platz einbrachte.

Danach ging es auf schwerem Boden in das Gruppe Syndey Stakes, wo Co Favorit Jungle Edge eine ziemlich lockere Führung bekommen hatte und sich damit eigentlich eine ideale Position für den Zieleinlauf gesichert hatte, aber Pierata zog neben ihm gleich und stürmte dann 3 Längen voraus, einen Vorsprung, den er bis zum Ziel auch halten konnte.

Auf dem geraden 1200m Kurs im Vrc Sprint Classic im November hielt sich Pierata dann in der Mitte der Bahn nah an der Front und ging zusammen mit In Her Time und Jungle Cat 200m vor dem Ziel an die Führung, konnte diese Position aber erneut nicht halten und fiel ein wenig zurück auf den dritten Platz, den sie sich mit Jungle Cat zusammen teilte. Wäre die Strecke noch länger gewesen, Pierata wäre vielleicht sogar von dem verfolgenden Pack rund um Redzel noch eingeholt worden, so sicherten sich Pierata aber noch das hoch dotierte Platzgeld.

Im Canterburry Stakes danach fühlte sich Pierata augenscheinlich von Anfang an nicht wirklich wohl, fiel er doch schnell hinter dem Feld zurück und verlor zwischenzeitlich sogar den Anschluss an das Feld. Zu allem Überfluss kam er auch noch weit in die letzte Kurve und verlor so noch weiteren Boden auf die Führenden, konnte unter den Anstrengungen seines Jockeys dann aber doch noch einige Platzierungen gut machen und hatte den schnellsten Abschnitte auf der Zielgeraden -war aber nie gefährlich für die Sieger.

Er ergatterte im Galaxy Cup auf schwerem Boden einen weiteren sehr guten Platz und hätte aus dieser Platzierung auch gut und gerne einen Sieg machen können. So kam er zwar auf die Zielgerade recht weit außen bzw. in der Mitte der Bahn hineingeschwungen und hatte gut 7 Längen auf den Sieger gut zu machen, flog aber heran und verpasste den Sieg am Ende nur mit knapp einem Nacken. Der Schlusssprint auf dem schweren Boden war extrem beeindruckend gewesen und man hoffte, dass er nur zwei Wochen später in Randwick im Aquis Smith Plate den selben Trick noch einmal wiederholen könnte, allerdings war hier Santa Ana Lane zu schnell an der Front und lies alle Versuche der Schlusssprinter an sie heranzukommen unbeeindruckt  an sich abperlen.

Gegen etwas leichtere Konkurrenz gelang ihr im Schweppes Stakes dann auf Gruppe 2 Ebene ein Sieg, auch wenn Osborne Bulls, der auch schon beim Randwick im Aquis Smith Plate einen zweiten Platz hatte erreichen können, ihm dicht im Nacken. Der knappe zweite Platz im Randwick im Aquis Smith Plate hatte Osborne Bulls zum Favoriten des Schweppes All Aged Stakes gemacht, allerdings hatte Pierata mit seinem Sprint von dem vorderen Teil des Feldes vor der Ziellinie leichtes Spiel und musste sich auf den letzten 20m nicht mehr verausgaben, um den lockeren 0,4 Längen sieg nach Hause zu bringen

 

Das Forum Concorde Stakes Anfang September ging wie die letzten Jahre an den Hauptkonkurrenten Redzel, der aber einige Probleme mit Pierata hatte und die Distanz heute ist ein wenig Länger

Tipps zum Pferd: Kommt aus der Pause meist in einer guten Form wieder und hat auf schwerem Untergrund das Sydney Stakes gewinnen können. Gewann das Guineas 2017 auf gutem Boden (1000m) und sollte bei den Sprints ernst genommen werden, über die Meile (Everest) eher keiner der Player.

Redzel Der Snitzel Sohn Redzel begann seine Karriere erst 2015, brauchte aber das gesamte Jahr und einen großen Teil des nachfolgenden, um sich an das Niveau der Gruppenrennen herantasten zu können. Zwar streute er immer mal wieder einen sehr guten Lauf ein, machte um die meisten wichtigen Gruppenrennen aber einen weiten Bogen. Dabei konnte er neben einigen Handicaps auch das Mumm Stakes im November 2016 auf Listed Ebene gewinnen, an den wirklich großen Rennen versuchte er sich aber erst im Jahr 2017, das aber mit zunehmendem Erfolg. Kein Wunder, dass der von Peter & Paul Snowden trainierte Hengst sich dann an die Gruppenrennen heranwagen dürfte und im März 2017 dann im Gruppe 2 Hyland Race starten dürfte, aber erst nach erfolgter Sommerpause.

Bei seinem erwähnten Saisondebüt im März 2017 verlor er nur denkbar knapp gegen English im Gruppe 2 Hyland Race Colours über 1000m, lies aber nur zwei Wochen später einen weiteren knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Galaxy Plate Stakes folgen, wo er nur einen Nacken hinter Russian Revolution ins Ziel gekommen war. Russian Reward hatte auf dem schweren Untergrund die bessere Ausdauer und konnte Redzel 100m vor dem Ziel einholen und knapp hinter sich lassen, dieser kämpfte aber verbissen bis zum Ende. Auf besserem Untergrund lies er danach im Geppe 3 Hall Mark Stakes den Gegnern keine Chacne und die etwas längere Distanz machte ihm keine Probleme. So schlug er Counterattack um einen Platz und wiederholte den Trick im Gruppe James Boag Premium nur einen Monat später. Seine Beschleunigung ist super und er kann von Verschiedenen Positionen aus angreifen, so,hat er bei seinem ersten Rennen nach der Winterpause den Pacemaker gegeben und der Konkurrenz im Concorde Stakes keine Chance gelassen. Danach bekam seine Form im Shorts und dem Gruppe 1 Everrest aber noch einmal einen gehörigen Schub, nachdem er beide Reden souverän vor einigen der heutigen Konkurrenten gewann. Im The Everest hielt er sich hinter Houtzen, übernahm aber früh selber die Führung und setzte sich mit einem super Tempowechsel einige Längen ab. Vega Magic kam noch von hinten angeflogen, verpasste den Sieg aber knapp. Über die gleichbleibende Distanz auf dem Track in Flemington im Darley Classic hatte Redzel etwas mehr zu tun, gewann am Ende aber auch souverän. Er führte das Feld wie gewohnt an, setzte sich ab und hielt die Verfolger mit einer weiteren schnellen Zeit auf Abstand.

Wenn Redzel sich an der Front etablieren kann ist er fast unschlagbar, im Black Caviar Lightning Stakes hatte er allerdings einen recht langsamen Start und Super Too übernahm die Führung, setzte das Tempo und lies Redzel hart arbeiten, um auf dem letzten Drittel die Führung zu übernehmen. Redkirk Warrior war zu diesem Zeitpunkt noch weit hinten im Feld und es sah nach einem lockeren Sieg für Redzel aus, dann kam Redkirk Warrior aber in Gang und flog am Feld vorbei, um sich mit einem Nacken noch vor Redzel ins Ziel zu schieben. Wenn Kerrin McEvoy den Angriff hätte kommen sehen, hätte er wohl noch mehr aus Redzel herausholen können, aber so war es Regan Bayliss, der seinen Redkirk Warrior zu Höchstleistungen antreiben konnte.

Das war die erste Niederlage von Redzel nach sechs Siegen auf höchster Ebene, beim zweiten Start in der Saison im Challenge Stakes setzte sich Redzel aber locker gegen Jungle Edge und Super Too durch, mit English weiter hinten im Feld

Redzel konnte sich genug Zeit lassen nachdem Super Too ein recht massives Tempo vorgelegt hatte und beendete das Rennen letztendlich mit einem neuen Kursrekord

Redzel gewann im Jahr zuvor über die selbe Distanz wie im T J Smith Stakes das Darley Classic und die allgemeine Erwartung war, dass er das Feld mit einem starken Lauf von der Front zusetzen wird. Lange sah es auch danach aus, als ob wieder alles nach Plan laufen würde, denn mit einem schnellen Tempowechsel war Redzel dem Rest des Feldes entflohen und hatte sich einige Längen Vorsprung erkämpft.

Dann aber kam Trapeze Artist an ihn heran und setzte sich fast mühelos von eigentlich klaren Favoriten ab. Der weiche Boden mag Redzel am Ende zu schaffen gemacht haben, aber dass Trapeze Artist derart leichtes Spiel hatte und gleichzeitig noch In Her Time herangeflogen kam, nachdem diese kurz zuvor keinen Raum für ihren Schlusssprint gefunden hatte, gab etwas Grund zur Sorge für den Lauf im Kirin Doomben 10,000 im Mai.

Der Boden war etwas besser, aber Redzel wurde in der letzten Kurve etwas weit in die Mitte der Bahn getragen und verlor einige wichtige Meter auf das Feld, welches ihm ohnehin dicht im Nacken saß

Trotzdem war das Rennen wie man sehen konnte eine gute Leistung vo Redzel, der damit in einem weiteren Sprint Rennen auf gutem Boden seine Form bewiesen hatte, auch wenn er mit knapp über einer halben Länge „nur“ einen vierten Platz erreichen konnte.

Nach langer Pause startete er im Gruppe 3 Concorde Stakes und lief dort gegen den aufstrebenden Invincible Star auf, der nach sehr langer Pause sein Debüt in jenem Rennen gab. So ganz fit war der Konkurrent bei seinem Saisondebüt noch nicht und Redzel gewann wie erwartet souverän mit einem starken späten Sprint gegen den führenden Invincible Star, den er kurz darauf im Gruppe 2Permiere Stakes wieder traf, aber es war das The Everest, welches Redzel wirklich im Blick hatte

Dort startete er dann im Oktober 2018, zusammen mit anderen wohl bekannten Namen wie Trapeze Artist, Le Romain, Santa Ana Lane oder In Her Time, die aber alle keine Chance gegen den Front Runner Lauf von Redzel hatten.

Redzel zog das Feld mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden schnell auseinander und gewann unangefochten. Der schwere Boden schien ihm absolut nichts auszumachen und er ging nach der Verteidigung seines Titels im The Everest natürlich als Favorit in das nachfolgende Vrc Sprint Classic im November, wo er allerdings nicht das Tempo vorgeben dürfte und damit eine schlechtere Ausgangsposition auf der Zielgeraden hatte. Redzel ist nicht so stark, wenn er das Feld oder auch nur einige andere Rennpferde vor sich überholen muss und musste sich damit im Vrc Sprint Classic auch mit einem fünften Platz zufrieden geben, auch wenn er an den Siegern dran bleiben konnte.

Im Gruppe 2 Hyland Stakes hatte sich Redzel den Sieg fest vorgenommen und auf dem Papier hatte er alles was er dafür brauchte: Einen oder mehrere Pacesetter, die ein schnelles Tempo vorgeben können, nur wenige Schlusssprinter, davon keiner der ihm wirklich das Wasser reichen können und soliden Untergrund. Allerdings schien er in seiner längeren Pause seit November vergessen zu haben wie wichtig es ist auf der Zielgeraden nicht zu weit in der Mitte der Bahn einzulaufen, so hatte nämlich der innen laufende Ball Of Muscle den entscheidenden Vorsprung herausholen können. Redzel fand zusammen mit Virdine noch den Anschluss an den Front Runner, scheiterte aber denkbar knapp mit einem kurzen Kopf an dem Front Runner.

Im Challenge Staakes auf gutem Untergrund lief ihm auf der Zielgeraden noch Ball Of Muscle davon, aber Redzel holte auf den Konkurrenten noch immens auf, kam aber einfach nicht mehr ganz an Ball Of Muscle vorbei und verpasste knapp den Sieg – und das obwohl er auch noch eine der vorderen Hufeisen verlor.

Danach ging es noch im selben Monat zum The Galaxy Plate, welches allerdings nicht nur auf schwerem Boden ausgetragen wurde, sondern Redzel auf der Zielgeraden auch noch dazu zwang, weit außen in die letzte Gerade zu gehen und damit mehr Boden gut machen zu müssen als es ihm lieb gewesen sein kann und im Aquis Smith Plate über 1200m fehlte im schlicht die Ausdauer um noch an den herausragenden Santa Ana Lane in diesem Rennen heranzukommen.

Er lief noch mal im Gruppe 2 Victory Stakes auf vor der Winterpause, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, hatte als Saisondebüt aber das Gruppe 3 Forum Concorde Stakes im Blick, welches er schon die letzten zwei Jahre gewinnen konnte – auch 2019 sollte da keinen Unterschied machen

Tipps zum Pferd: Gewann nun zwei The Everest, auch auf schwerem Boden. Er holte seine Siege alle in 1000-12000m Rennen und kommt heute aus einer längeren Pause zurück, was in der Vergangenheit aber nie ein Problem gewesen war.

Optic White Stakes Starterfeld

Im 2019 Optic White Stakes Starterfeld erwarten uns einige alte Bekannte wie Invincinible Gem, Life Less Ordinary, Avilius, Uforgotten oder Yulong Prince – oder Happy Clapper, dem ich hier exzellente Chancen auf den Sieg ausrechne, aber dazu später in der Woche mehr!

Pferd
1 ANGEL OF TRUTH
2 AVILIUS (GB)
3 CON TE PARTIRO (USA)
4 DANZDANZDANCE
5 DREAMFORCE
6 HAPPY CLAPPER
7 INVINCIBLE GEM
8 KAONIC (NZ)
9 KOLDING (NZ)
10 LE JUGE (IRE)
11 LIFE LESS ORDINARY (IRE)
12 MANTASTIC (IRE)
13 MR MARATHON MAN (GB)
14 SAMADOUBT
15 STAR OF THE SEAS (NZ)
16 UNFORGOTTEN
17 VERRY ELLEEGANT (NZ)
18 YOUNGSTAR
19 YULONG PRINCE (SAF)

24.08.2019 – Moonee Valley – Winx Stakes – Pick: Happy Clapper

Pferderennen in Australien

07:45 Winx Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Favorit in diesem Feld und kann auf eine erfolgreiche Karriere inklusive Gruppe 1 Sieg zurückblicken. Seine Karriere war geprägt von Duellen gegen die Wunderstute Winx, gegen die er bisher sieben Mal angetreten ist. Natürlich konnte er bisher keines dieser Rennen gewinnen, setzte der Wunderstute aber etwa zuletzt im Gruppe 1 Silver Stakes ziemlich zu.

Dabei schickte er auch Kemetari auf den Platz hinter sich, was im Kontext des heutigen Rennens eine solide Leistung war. Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die am 16.02.2019 im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes beendet wurde.

Auch wenn das 1400m Rennen auf dem Papier eine Stufe niedriger war vom Niveau her als die vorangegangenen, hieß die Favoritin dieses Rennens wieder Winx und damit war klar, wer am Ende dieses Rennen gewinnen sollte – nämlich die Wunderstute, die in Australien immer wieder gegen die selben Konkurrenten anlief, dabei aber eine Menge Preisgeld für sich und sichere Wetten für ihre Unterstützer einsammeln konnte. Auch im Gruppe 2 The Star Apollo Stakes hatte sie keine Probleme damit Happy Clapper auf den zweiten Platz hinter sich zu verbannen, aber Happy Clapper hatte auch keine Sorge, das Duell mit der Wunderstute in weiteres Mal zu suchen.

So ging es im März in das Gruppe 3 Chipping Norton Stakes, wieder gegen Winx und wieder konnte Happy Clapper einen hervorragenden zweiten Platz erringen, die Verhältnisse zwischen den beiden waren aber auch in jenem Rennen völlig klar udn Winx gewann wieder einmal unangefochten.

Happy Clapper schien das Rennen aber nicht im Geringsten demotiviert zu haben, denn er startete nur zwei Wochen danach im Gruppe 1 All-Star Milem um hier in Abwesenheit der Wunderstute vielleicht seinen nächsten großen Erfolg feiern zu können, schaffte es aber gegen die ebenfalls sehr starke Konkurrenz nicht seine Favoritenrolle auszunutzen und einen der vorderen Plätze zu belegen. Statdessen kam er vielversprechend in die Zielgerade mit freier Bahn 3 weit vom Innengeländer, nur um dann beim Tempowechsel nicht mitgehen zu können und einige Längen zurückzufallen.

Happy Clapper gönnte sich dann danach einen Monat Pause und startete ein letztes Mal gegen Winx im Gruppe 1 Longines Queen Elizabeth Stakes, die danach in Rente gegen würde. Dieses Rennen wurde über die noch einmal erweiterte Distanz von 2000m bestritten, die dieses Mal Happy Clapper schlicht zu weit waren, und er konnte den Anschluss an die Wunderstute nicht halten, und das obwohl er zuvor in seiner Karriere im Queen Elizabeth Stakes oder dem Emirates Stakes durchaus gut abgeschnitten hatte.

Mit dem krassen Rückschritt in der Distanz heute kann ich mir bei Happy Clapper aber sehr gut eine stark gesteigerte Leistung vorstellen.

 

Le Romain: Der Hard Spun Sohn startet für seinen Trainer Kris Lees und dieser hatte 2016 seinen damals vierjährigen Wallach so richtig durchstarten lassen. Nach drei Starts im Herbst 2015 ging es mit Teilnahmen im Eskimo Prince Stakes und dem Gruppe 2 Crc Hobartville Stake gleich in die Black Type Rennen und er hat sich bis auf Aussetzer in zwei Gruppe 1 Rennen, namentlich dem Rosehill Guineas und dem Tab Epsom hervorragend geschlagen. Im Tab Epsom verlor er auf Hauraki zu viel Distanz, hatte taktisch aber eigentlich einen idealen Lauf und es lag vermutlich auch nicht an der ausgeweiteten Distanz von 1600m, dass Le Romain am ersten Oktober 2016 nicht seine Bestform hatte zeigen können. Denn über die Meile hatte er im selben Jahr schon das Randwick Guineas gewinnen können und lies nicht einmal vier Wochen nach dem Tab Epsom einen Sieg über 1600m im Cantala Stakes auf dem Kurs in Flemington folgen.  Nach dem zweite Gruppe 1 Erfolg seiner Karriere gönnte er sich eine Pause vom November bis Februar 2017, wo er im Gruppe 3 The Chi-X Stake in Randwick einen knappen Sieg über Big Money erringen konnte.

Im Gruppe 1 George Ryder Race konnte er im März zwar erwartungsgemäß nicht mit der Wunderstute Winx mithalten und kam gut sieben Längen hinter dem Phänomen ins Ziel, schlug aber immerhin noch den Rest des Feldes um mindestens eine Länge und das beinhaltet Chautauqua, der ja danach auch zu Form wieder zurückfand. Den Start von Le Romain im The Star Doncaster Mile kann man ignorieren, wurde er doch durch seinen Jockey in diesem Rennen zu lange an einem kritischen Timing zurückgehalten und die Fehleinschätzung kostete ihm das Rennen, denn danach war er einfach abgehängt. In den etwas leichter besetzten Rennen wie dem Gruppe 1 All Aged Stakes sowie dem Gruppe 2 Missile Stakes holte Le Romain als Favorit je einen zweiten Platz und musste im Makybe Diva Stakes einsehen, dass er derzeit schlicht nicht Bestform war. Seit September pausierte Le Romain, und der fehlende Vorbereitungslauf machte sich im Galaxy Sunshine Plate auch bitter bemerkbar. Nach kurzem guten Lauf setzte die Ermüdung zu schnell ein un Le Romain konnte sich nicht an die Sieger herantasten, dafür lief er im Darley T J Smith Stakes eines seiner besten Rennen seit langem und konnte bis auf die letzten Meter mit In Her Time und Redzel mithaltten, Im Schweppes All Aged Stakes setzte er noch einmal einen Drauf und gab dem klaren Favoriten Trapeze Artist, der zuvor das Darley T J Smith Stakes mit Leichtigkeit gewonnen hatte, einiges zu tun:

Der Lauf von der Front tat ihm sichtlich gut und mit einem ähnlichen provokanten Ritt konnte er auch im Kirin Doomben 10000 einen hervorragenden dritten Platz erringen. English stahl allen die Show als sie auf dem weichem Boden auf der Ziellinie eine Länge gut machte und Redzel und Le Romain auf Abstand halten konnte, nur Impending schaffte es noch Boden gut zu machen.

Drei Monate später lief er im County Plate auf und konnte sich gegen Siege Of Quebec locker durchsetzen und der Vorsprung von über einer Länge war mehr, als man vorher gedacht hätte. Die gute Form konnte er zwei Wochen später im Tramway Stakes nicht fortsetzen, aber mit gut 1,6 Längen Rückstand war das Rennen zumindest bis zum Ende hin offen – was es danach im Gruppe 1 White Stakes leider nicht war, lief doch die mittlerweile in Rente gegangene Wunderstute Winx mit auf und lies die Konkurrenz mit 4 Längen Vorsprung alt aussehen.

Le Romain behielt die großen Rennen im Auge und startete danach im The Everest gegen Redzel und Trapeze Artist, die aber beide sich locker von Le Romain absetzen konnten und nicht in Gefahr liefen, von ihm und den anderen Verfolgern noch eingeholt zu werden.

Weiter ging es in Flemington, wo Le Romain über die Meile im Kennedy Mile startete und dort entgegen der Erwartungen ganz vorne und um den Sieg mit. Nur eine halbe Länge trennte ihn am Ende von Best Of Days, den er auf der Zielgeraden sogar schon überholt hatte.

Im Expressway Stakes danach belegte er gegen Alizee einen weiteren zweiten Platz nach drei Monaten Pause und kam damit gut in das Jahr 2019, bevor er seine gute Form mit einem vierten Platz im All Star Mile noch einmal untermauern konnte.

Im Gruppe 2 The Star Doncaster Plate kam er nicht in Gang und hatte nicht viel Glück in dem Rennen, so dass man den neunten Platz in dem starken Rennen gerne ignorieren kann. Heute hat er die Chance wieder etwas Preisgeld hinzuzuverdienen


02.03.2019 – Royal Randwick – Chipping Norton Stakes – Pick: Winx

Pferderennen in Australien

05:40 Chipping Norton Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 600.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Es geht mal wieder um Winx, um wen auch sonst? Keine Stute hat in den letzten Jahren so viel Aufsehen erregt wie die „Wunderstute“ von Chris Waller in Down Under, aber nicht ohne auch ein wenig für Unmut zu sorgen. Die Stute hat sich seit so vielen Rennen gegen die immer gleichen Konkurrenten durchgesetzt, dass in ihren Rennen kaum noch ein Zweifel daran besteht, wer am Ende denn wohl gewinnen wird.

Eine Quote von 1.1? Viel leichter hat man wohl noch nie 10% Gewinn erwirtschaftet, Totalverlust nahezu ausgeschlossen. Da geht Waller schon alleine dadurch auf Nummer sicher, dass alle bis auf einen einzigen Starter in diesem Rennen aus seinem Gestüt kommen.

Winx hat für ihn schon gut und gerne 12.5 Millionen Euro an Gewinnsumme erwirtschaftet und ist seit dem Jahr 2015 praktisch ungeschlagen. Ihren einzigen Konkurrenten aus anderem Syndikat, Happy Clapper, schlug sie nun in neun von neun Rennen und auch heute dürfte er wohl kaum eine Chance auf eine Revanche haben, trafen die beiden doch erst vor zwei Wochen aufeinander, wo Winx im Star Apollo Stakes mit gut 2,3 Längen Vorsprung gewann. Das wird heute fast eine 1:1 Wiederholung des Rennens vor zwei Wochen, auch wenn die Distanz mit 1600m gut 200m länger ist als das Apollo Stakes zuvor.

Aber sei es drum – lohnt es sich nun, Winx auch zu der geringen Quote zu buchen? Dazu ein kleines Rechenbeispiel. Ist man skeptisch erst im letzten Jahr auf den Hypetrain von Winx aufgesprungen und hat 1000€ auf sie gewettet, und den Gewinn 1:1 in die Stute bei ihrem nächsten Rennen reinvestiert, hat man nun 2095€ – also gut das doppelte (minus die Wettsteuer, wenn man das Pech hat und aus Deutschland wettet…)

War man so klug und ist schon ein Jahr zuvor auf den Zug aufgesprungen, nachdem Winx Hartnell im Oktober 2016 im Cox Plate mit 8 Längen an die Wand gespielt hat, hat man nun stolze 6800€ aus den ehemals 1000€ gemacht. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass eigentlich nie Zweifel an den Siegen von Winx bestand. Und das sind nicht einmal die besten Quoten, die es auf Winx zu finden gab. Realistisch ist der Einsatz mit minimalem Risiko nun verzehnfacht in zwei Jahren aktiver Rennen, wer von Anfang an mit an Bord war, hat noch von Quoten bis zu 5.0 auf Winx profitieren können und ist sich dem Neid der anderen Punter gewiss.

Auch die Wunderstute kommt nun langsam in die Jahre (nun, für ein Flat Rennpferd) und sie wirdirgendwann einmal verlieren, aber nicht heute. Wer erst jetzt bei ihr Einsteigt hat den Goldrausch sicher ein wenig verpasst, aber es lohnt sich immer noch – kaum eine Favoritin, kaum ein Rennpferd ist so sicher wie Winx in Australien, und das liegt nicht nur an ihrem Können.

Regelmäßig brechen in den Internetforen Diskussionen darüber au,s wie sich die Stute gegen Konkurrenten aus anderen Ländern schlagen würde und es gibt keinen Zweifel daran, dass Winx in Australien keinen einzigen Konkurrenten fürchten muss und ihre Rennen in der Regel nach Belieben und ohne wirkliche Anstrengung gewinnen kann.

Die Quote ist daher meistens im Bereich der 1,1 oder 1,2  und für Spieler aus Deutschland ist es in der Regel nicht wirklich attraktiv auf sie zu Wetten, da ist es dann schon spannender wer so als zweites oder drittes ins Ziel einläuft. Da die Favoritin aber in der Regel ihre Rennen nach Belieben gewinnt sind die Plätze dahinter meist ganz udn gar nicht so besetzt wie man es sich im Vorfeld des Rennens vorstellen würde und es gibt immer mal wieder eine große Überraschung für die Plätze direkt hinter Winx.

Das Risiko trotz der sicheren Siegerin hier auf einen Zweier oder Dreier zu setzen ist daher oft unrentabel hoch, die Wette auf die Siegerin meist schlicht zu schlecht bezahlt. Wobei man natürlich sagen muss dass hier Deutschland wieder eine Sonderrolle einnimmt, denn nicht jedes Land verlangt am Ende 5 % auf den Gewinn an Steuern.

Die Quote auf Sieg reicht vielen aber aus um substantielle Summen auf Winx zu setzen,  Summenvon mehreren 100.000 € auf die Stute sind keine Seltenheit, schließlich kann man nicht überall mit solcher Sicherheit 15% oder 20 % Gewinn an einem Tag machen. Der Vergleich mit der Börse liegt natürlich nahe, allerdings ist das Risiko eines Totalverlustes der eingesetzten Geldes auch längst nicht so hoch wie bei einer Sportwette, dass muss isch jeder im Vorfeld bewusst machen. Wer das Risiko allerdings nicht scheut bekommt hier eine der sichersten Wetten im Sportgeschäft präsentiert, und das immer noch zu einer besseren Quote als in anderen Sportarten. Die Sicherheit mit der Winx ihre Rennen gewinnt, wird aber wie beschrieben mit einem sehr seichten Pool an würdigen Gegnern erkauft.

Dies ist wohl auch der meist gehörte Kritikpunkt an der Wunderstute: Dass die Konkurrenz, die sie in Australien vorfindet, einfach nicht auf dem Niveau ist, welches international zum absolut besten gehört, was der Sport zu bieten hat. Nimmt man es genau, laufen in Australien nur sehr wenige Pferde, die über einem Rating von 120 liegen. So rangieren derzeit vor allem Happy Clapper, Trapeze Artist, Hartnell, Redkirk Warrior oder Grunt oberhalb der 120er Marke – viele davon hat Winx dabei schon an die Wand gespielt

Winx ist in Australien klar ein Ausnahmepferd, im internationalen Vergleich könnte ihre Leistung allerdings etwas schmaler ausfallen, also manche Fans es vielleicht wahrhaben wollen. Sie ist im Moment das höchst geratetet Rennpferd der Welt, aber ob dies auch der Fall wäre, wenn sie mehr internationale Rennen bestreiten würde, ist eine lebhafte Diskussion rund um die Welt. Es gibt Gerüchte dass die Stute sich noch dieses Jahr in Rennen auf anderen Kontinenten versuchen wird, der Breeders Cup ist da eines der logischen Ziele, für die Winx natürlich mit ihrem Siegen schon längst die Eintrittskarte hat.

Es wäre spannend zu sehen wie sich gegen internationale top Konkurrenz schlägt, auf der anderen Seite ist es nicht ganz sicher, welcher der international erfolgreichen Trainer seine besten Pferde gegen die Wunderstunde antreten lassen möchte. Auch hier ist wieder die Frage was die jeweiligen Seiten zu gewinnen haben, man überlege sich folgendes: links verliert gegen Konkurrenten von internationalen top Niveau wie etwa Gun Runner (läuft auf Dirt, wird daher nicht vorkommen, aber daher gutes Gedankenspiel)

Von diesem kann man schon im Vorfeld erwarten, dass er die Australierin in ihre Schranken verweisen könnte, vielleicht sogar müsste. Schlägt sich Winx hier tapfer, würde sie ihrer Form kaum einen Abbruch tun, gewinnt sie jedoch gegen diese Konkurrenz, verschiebt sich das Rennengefüge auf internationaler Ebene sehr zu Gunsten von Australien. Es ist hier auch ein Wettkampf der Nationen, der vielleicht in Amerika im nächsten Monat ausgetragen wird, bei dem meiner Meinung nach die Australier mehr zu gewinnen als zu verlieren haben. Denn um bei einer Niederlage tatsächlich an Form einzubüßen, gibt es zu viele Experten die schon im Vorfeld ihre Prognose abgegeben haben, dass die Stute international mit den besten nicht mithalten kann. Ganz so einfach sehe ich das jedoch nicht, dafür hat sie zu vielen Rennen die besten Pferde in Australien mit Leichtigkeit geschlagen, und scheint noch etwas übrig zu haben im Tank. Selbst für die besten Konkurrenten auf ihrer Lieblingsdistanz ist es daher kein Selbstläufer und das Risiko besteht dass Winx am Ende auch auf dem anderen Kontinent triumphieren kann und sich tatsächlich als bestes Rennpferd der Welt entpuppt

Es werden mehr als nur die australischen Fans also an diesem Wochenende auf den Kurs in Moonee Valley schauen und es wird stark davon abhängen wie leicht sich gegen die hier angetretene Konkurrenz durchsetzen kann, wie sich die Felder in den Rennen, in denen sie auftreten könnte, in den nächsten Wochen entwickeln werden. Man kann sich gut vorstellen, dass sie auch bei ihrem Start in Übersee am Ende ein Feld von moderater Qualität vorfinden wird und einige der logischen Konkurrenten doch lieber einen Bogen um das Duell machen. Die Stute ist ohnehin auf Abschiedstour und wird sich wohl kaum noch ein weiteres Jahr im aktiven Geschehen antun wollen, dafür ist der Wert in der Zucht bei Winx auch viel zu hoch. Eine viel bessere Stute ist im Moment sowieso schwierig zu finden, viele der Konkurrentinnen wie Enable gehen ebenfalls wahrscheinlich in Rente oder haben in der Vergangenheit selten eine Karriere über die Saison als Dreijährige hinaus geführt. Es ist den Besitzern von Winx daher hoch anzurechnen, dass sie ihre Stute, immer mit dem Risiko, dass sie eine schwere Verletzung erleidet, so lange am Rennen Geschehen teilnehmen lassen. Mit der Zucht wird sie mit Sicherheit Millionen verdienen in den kommenden Jahren, und das mit wesentlich weniger Aufwand und Risiko.

 

Vorstellung der einzelnen Starter:

 

Egg Tart: Der Sebring Sohn, der von dem australischen Erfolgstrainer Chris Waller trainiert wird, hat sich im letzten Jahr einen Namen machen können als in der Saison 2016/17 ganze sechs Rennen hintereinander gewinnen konnte. Dabei begann die Siegesserie eher harmlos mit einem Sieg im Maidenrennen, gefolgt von einigen Handicaps, allerdings gewann er dann auch noch das Gruppe 1 Schweppes Oaks sowie das Queenland Oaks – und damit zwei Gruppe 1 Siege in kurz aufeinanderfolgenden Wochen.
Beim Scheppes Oaks hatte er auf den letzten Metern, als er seinen Schlusssprint ansetzen wollte, nur wenig Raum und konnte, fand die Lücke aber noch gerade rechtzeitig, um mit einem super Lauf zum Ziel noch gerade so den Sieg zu erringen.

Beim Queensland Oaks hatte er da schon etwas mehr Glück und fand die Front des Feldes 100m vor der Ziellinie und konnte sich so noch gut 1.3 Längen vom Rest des Feldes absetzen.

Mit diesen beiden Siegen im Rücken ging es in die wohlverdiente Winterpause, die vierzehn Wochen Pause taten ihm aber durchaus gut und er konnte in seinem nächsten Rennen in Rosehill im Theo Marks Stakes immerhin einen zweiten Platz erringen, auch wenn dort deutlich mehr drin gewesen wäre und der unangefochtene Sieg von Deploy mit vier Längen Vorsprung schon ein ziemliche Ansage war. Egg Tart ging danach noch einmal fünf Wochen in die Pause und kam nach einem kleinen Trainingslauf in Rosehill im Toorak Handicap in Caulfield dann zurück zum Rennzirkus. Sowohl im Toorak Handicap als auch im nachfolgenden Gruppe 1 Cantala Stakes lief es allerdings alles andere als gut für Chris Waller und seinen Egg Tart, denn beide Male fiel er zu weit zurück um noch gefährlich werden zu können und fand nicht genug Raum und Kraft, um zu irgendeinem Zeitpunkt für die Führenden gefährlich werden zu können, also ging es danach wieder in die Trainingspause. 17 Wochen und viele Trainingseinheiten auf dem Gelände von Chris Waller später kam er mit zwei guten Barrier Trial Rennen und einem Start im Gruppe 3 Liverpool City Cup zurück. Im Liverpool City Cup ereilte ihn allerdings dasselbe Schicksal wie in den vergangenen beiden Gruppe 1 Rennen und Egg Tart fand einfach keine Lücke für seinen Schlusssprint, nachdem er schon zum Start hin von den Konkurrenten eingeboxt wurde.
Noch schlechter lief es im Gruppe 1 Coolmore Classic nur zwei Wochen später, als er wieder viel zu weit zurückfiel und das gesetzte Tempo auch einfach nicht mitgehen konnte. Er blieb vom März 2018 an aktiv und gönnte sich kaum eine längere Pause, wurde für seine Mühen beim Doncaster Mile und dem Gruppe 2 A. D. Hollindale Stakes noch nicht belohnt. Erst im Mai im Doomben Cup fand er wieder zu seiner gewohnten Form zurück, was vielleicht auch an der neuen Distanz von 2000m lag.
In diesem Gruppe 1 Rennen positioniert er sich zunächst im hinteren Bereich des Rennens ca. 6 Längen von den Führenden weg, tastete sich ab 800m vor dem Ziel dann langsam nach vorne und arbeite sich außen am Feld dann zur Führung vor, die er 300m vor dem Ziel übernahm, aber kurz vor dem Ziel dann an Comin‘ Through abgeben musste. Trotzdem: Das rennen war eine hervorragende Leistung gwesen und die Hoffnung, dass Egg Tart damit zurück zur Form gefunden hat, wurden mit den Sieg im Gruppe 2 P. J. O’Sheah Stakes bestätigt, denn dort konnte er nur zwei Wochen später einen ungefährdeten Sieg gegen Tradesman und Megablast feiern.
Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.

Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.
Dieser gönnte sich kaum eine Pause und absolvierte mit dem Yulong Australia Hill Stakes sein drittes Rennen im September 2018 und konnte seine Form dort als einer der favoriten auch durchaus halten, die 2000m mit bereits zwei Rennen in vier Wochen schienen aber ihren Tribut zu fordern und Egg Tart musste den Co Favoriten Ace High ziehen lassen und belegte am Ende einen soliden dritten Platz, knapp hinter dem Zweiten It`s Somewhat.

Egg Tart behielt sowohl die schnelle Schlagzahl als auch die 2000m Distanz bei und lief im Oktober 2018 im Craven Plate auf – einem sehr stark besetzten Gruppe 3 Rennen, im dem Egg Tart mit seinen gerade einmal 57 KG messenden Handicap als ein der dar Favoriten gehandelt wurde –aber am Ende wieder nur einen dritten Platz erreichen konnte. Seine Leistungen in dem Rennen waren erneut sehr solide, ohne das nötige Bisschen zu haben um sich endlich einen weiteren Gruppensieg zu sichern.

Waller hatte sicher seinen Fokus auf anderen Pferden in seinem Gestüt und der Trainer schickte Egg Tart eher als Support in den Moonee Valley Gold Cup zwei Wochen später. Man sieht schon, Egg Tart bekam in dem Herbst keine Pause gegönnt, musste aber in diesem 2500m Rennen frühzeitig die Segel streichen und konnte seine guten Leistungen aus den Rennen zuvor nicht auf die 500m mehr transferieren, sondern musste sich sang und klanglos mit dem letzten Platz geschlagen geben.

Nun endlich bekam er eine Pause, die er mit dem Start im The Star Apollo Stakes im Februar beendete. Und als hätte er nur auf diese Pause gewartet, schaffte es Egg Tart tatsächlich, sich wieder einen ausbezahlten Platz hinter Winx zu sichern, die natürlich einen weiteren unangefochtenen Sieg einfahren konnte. Auch heute ist er sicher wieder für eine Platz gut.

Tipps zum Pferd: Egg Tart kommt auf gutem und weichem Boden gleichermaßen gut zurecht und zeigt seine besten Leistungen über Distanzen von 2000m und mehR

 

Winx: Die Strert Cry Tochter ist ein Phänomen in Australien, praktisch seit 2015 ungeschlagen und mit 30 Siegen in Folge nun auf dem Weg nr. 31 klar zu machen. Sie hat gute Chancen als die erfolgreichste Stute der Welt in die Geschichte einzugehen, auch wenn ihr immer der Makel anhaften wird „nur“ in Australien gelaufen zu sein

Ihr Lauf begann im Jahr 2015 mit dem Sieg im Gruppe 3 Sunshine Coast Guineas bevor sie im Gruppe 1 Queensland Oaks zu einem lockeren und souveränen Sieg auflief. Danach ging es für sie über das Gruppe 2 Theo Marks Stakes zum Gruppe 1 The Star 150Th Epsom, wo sie erneut locker mit über 2 Längen Vorsprung gewann. Noch im selben Monat lief sie im Gruppe 1 Cox Plate auf und zerlegte die Konkurrenz mit fast 5 Längen Vorsprung. Das sollte ihr letzter Start im Jahr 2015 sein und so langsam begriff die Welt, dass Winx die gezeigten Leistungen beliebig reproduzieren kann und so ziemlich das Beste ist, was in Down Under seit langer Zeit gelaufen ist.

Nach dem Jahreswechsel lief sie im Gruppe 2 Apollo Stakes als klare Favoritin auf und lies an diesem Status auch keine Zweifel aufkommen und nach diesem Lauf zum Aufwärmen nach der Sommerpause ging es im Februar gleich weiter in das Gruppe 1 Norton Stakes und im März in das Gruppe 1 George Ryder Stakes, welche Winx mit je 1,5 Längen Vorsprung als klare Favoritin gewann. Auch im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile, einem der härtesten Rennne in Australien, lies sich im April nichts anbrennen und gewann souverän mit zwei Längen Vorsprung vor der Konkurrenz. Das Muster setzte sich beliebig über das Jahr fort, mit Siegen über die Meile im Gruppe 1 White Stakes , über 2000m im Ladbrokes Stakes über Black Heart Bart oder erneut im Cox Plate, wo sie unangefochten mit 8 Längen Vorsprung im Ziel ankam. 2017 nahm sie die selbe Route wie im letzten Jahr und bestritt ihr Saisondebüt im Gruppe 2 Apollo Stakes, bevor sie im Chipping Norton Stakes und dem George Ryder Race auflief. Die 2017er Version des George Ryder Race gewann Winx mit locker 7 Längen Vorsprung und auch bei den nächsten Besuch in Ranwick kam sie nie in Bedrängnis. So gewann sie das Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes mit über fünf Längen Vorsprung, musste danach aber eine ungewollte Pause in ihrer Kampagne einlegen und konnte erst vier Monate später im August wieder auflaufen. Im Gruppe 2 Bob I. Warwick Stakes musste sie erstaunlich hart arbeiten, um Foxplay und Ecuador knapp auf Abstand halten zu können. Sie lief ein wenig unrund und hatte auf der Zielgerade vier Längen auf Foxplay gut zu machen, schaffte es aber unter einem anfangs harten Ritt sich knapp durchzusetzen. Auf den letzten Metern sah sie schon wieder wie die alte Winx aus und hatte die beiden Runner Ups in der Tasche. Auch im Chelmsford Stakes versuchten die anderen Teilnehmer ihren Tag zu ruinieren und es ihr mit ihrem Schlusssprint möglichst schwer zu machen, so setzte Red Exitement ein ordentliches Galopp, welches die anderen nicht ganz mitgehen wollten und mit einem kleinen Tempowechsel hatte er plötzlich 8 Längen Vorsprung auf der Zielgeraden. Hugh Bowman sah die Zeichen aber an der Wand und lies Winx schon vor der Zielgeraden auf den vierten Platz vorstoßen, trotzdem brauchte es ein paar Meter, bis Winx voll in Gang kam, hatte dann einige Meter vor dem Ziel aber klar die Oberhand und das Rennen in der Tasche.

Danach startete sie im Cox Plate und Gailo Chop versuchte das Tempo zu setzen, Winx wechselte aber rechtzeitig nach außen und musste im Gegensatz zu ihren Konkurrenten kaum angetrieben werden, um sich locker vom Feld abzusetzen

Humidor kam noch einmal ran, spielte aber im Endeffekt keine Rolle. Auch im Chipping Norton Stakes lief sie dem Feld mit Leichtigkeit davon nachdem sie in die Mitte der Bahn gezogen hatte und es war nicht weniger als ein weiterer Kantersieg

Nur drei Wochen später war es ohne Deckung durch einen Stallgefährten etwas knapper, aber auch das Silver Stakes in Rosehill gehörte ihr am Ende der Sieg, auch wenn Happy Clapper es spannend machte. Der Konkurrent hatte zwischenzeitlich noch ein Rennen und Winx ist damit zu allem Überfluss auch noch etwas frischer mit längerer Pause, was sie im zu ihren benannten Winx Stakes auch wieder zur unangefochtenen Siegerin machte.

Dabei erteilte sie Kementari und den anderen Konkurrenten eine Lehrstunde in Sachen Timing

Vier Wochen später ging es dann weiter im George Main Stakes, wo Wonx  gegen durchaus gute Konkurrenz antreten musste. Zwar waren wenige Konkurrenten dabei, gegen die die Wunderstute noch nicht gewonnen hatte, aber Le Romain oder Egg Tart  gaben sich alle Mühe, einen weiteren Gruppe eins Sieg von Wings zu verhindern. Der Front Runner Rigify zog das Feld früh weit auseinander Und setzte sich so einige Längen von der Favoriten ab. Der Tempowechsel auf der Zielgeraden war natürlich nicht wirklich von Erfolg gekrönt, was man von dem Außenseiter aber auch nicht erwarten konnte. Stattdessen starteten nun Le Romain und Egg Tart  ihren Angriff und versuchten sich möglichst schnell von Winx abzusetzen. Die Wunderstute schwänkte nach außen, nahm Maß, beschleunigte, nahm Fahrt auf und setzte sich unter einem moderaten Ritt wie gewohnt mehrere Längen von den Verfolger ab

Auch im nachfolgenden Tab Turnbull Stakes musste sie am Ende nur ein wenig angetrieben werden, um sich unter einem Ritt mit den Zügeln auf den letzten Metern souverän durchzusetzen. Normalerweise wäre so ein Ritt ziemlich vermessen, aber Hugh Bowman war sich einfach sicher, dass Winx auf den paar Metern die noch bleiben am Ende locker gewinnen würde. Der vermeintliche Hauptkonkurrent Grunt spielte keine Rolle in dem Rennen und auch beim Cox Plate im Oktober lies Winx den Verfolgern keine Chance.

Benbatl setzte ein gutes Tempo und hatte mit dem weichem Boden wie zu erwarten war kaum Probleme, dazu musste Winx wieder weit außen in die Zielgerade gehen da sie das Feld einmal mehr von hinten aufrollen wollte

Ihr Jockey Hugh Bowman musste Winx am Ende doch noch richtig antreiben damit sie sich die obligatorischen 2 Längen absetzten konnte, aber dann gewann Winx wieder einmal ungefärdest – das sollte heute auch wieder so sein, mit Happy Clapper dahinter.

Nach dem Messen mit Benbatl machte Winx eine längere Pause über den Sommer in australien und kehrte nach füfn Monaten im Apollo Stakes in Randwick über die Distanz von 1400m zurück auf die Rennstrecke. Chris Waller ging sicher, dass seine Stute vor allem gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Gestüt antreten musste und nur Happy Clapper trat den Weg an sich ein weiteres Mal mit Winx zu messen. Wieder reichte es für den Dauerkonkurrenten für einen zweiten Platz, aber nicht dafür die Wunderstute so wirklich in Gefahr zu bringen.

Die zwei Längen Vorsprung in dem Rennen täuschen ein wenig darüber hinweg, wie leicht es Winx gelang ihre Konkurrenz „auszuschalten“. Heute wird das natürlich kaum anders sein.

Tipps zum Pferd: Wenn es eine Bank gibt im Galoprennen, dann ist es Winx wenn sie in Australien läuft! Egal gegen wen, egal über welche Distanz!

 

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Favorit in diesem Feld und kann auf eine erfolgreiche Karriere inklusive Gruppe 1 Sieg zurückblicken. Seine Karriere war geprägt von Duellen gegen die Wunderstute Winx, gegen die er bisher sieben Mal angetreten ist. Natürlich konnte er bisher keines dieser Rennen gewinnen, setzte der Wunderstute aber etwa zuletzt im Gruppe 1 Silver Stakes ziemlich zu.

Dabei schickte er auch Kemetari auf den Platz hinter sich, was im Kontext des heutigen Rennens eine solide Leistung war. Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die heute beendet wird. Wenn er in alter Verfassung ist, gehört ihm der Platz hinter Winx.

 

Unforgotten: Der Fastnet Rock Sohn startete seine Karriere in Kembla Grange im Juli 2017 und nachdem diese beiden Rennen eher ernüchternd waren, ging es mit drei Siegen in drei Rennen in Canterbury und Rosehill stark bergauf. Nach diesen drei Siegen startete er im Gruppe 1 Premium Surround Stakes in Randwick im März 2018, allerdings hatte er sich vorher eine Pause von vier Monaten gegönnt und schien sich danach in seinem bisher härtesten Rennen seiner Karriere nie ganz wohl zu fühlen. Noch im selben Monat startete er im Gruppe 2 Chandon Stakes gegen durchaus starke Konkurrenz, konnte sich am Ende aber sehr knapp gegen Holy Snow durchsetzen und gewann damit sein erstes Gruppenrennen. Der Sieg gegen einen hoch gehandelten Favoriten machte Unforgotten daraufhin zum Favoriten für das Gruppe 1 Vinery Stakes gegen Aloisia, Alizee und Hiyaam. Hiyaam setzte sich an die Front und zunächst war Unforgotten und ihr Jockey Michael Dee noch nicht wirklich besorgt, schließlich ist so ein Frontrunner mit so einer Geschwindigkeit gerne am Ende auch mal komplett erschöpft und man kann das Feld von hinten her aufrollen.

Dieses Mal hatte allerdings Hiyaam einiges an Vorsprung herausgeholt und wurde einfach nicht müde, so dass Unforgotten zig Längen hätte gutmachen müssen, um sich noch an Hiyaam vorbeischieben zu können. Bis auf zwei Längen kam er heran an den unglaublichen Front Runner und er war der einzige ernstzunehmende Verfolger des späteren Siegers. Hiyaam probierte diese Taktik auch ein zweites Mal beim nächsten Aufeinandertreffen im Australian Oaks, dieses Mal war Unforgotten allerdings gewarnt und lies sich nicht so weit im Feld zurückfallen, um beim Einbiegen in die Zielgerade schon mal in Position für den Schlusssprint zu kommen

Hiyaam wurde auch dieses Mal nicht langsamer, aber Unforgotten wusste was zu tun ist und zog langsam aber stetig an ihm vorbei.

Mit dem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause, die mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde -eigentlich das ideale Rennen um wieder in den aktiven Sport zurückzufinden, denn schließlich ist mit Winx im Lineup klar wer das Rennen für sich entscheiden wird und Unfortgotten zielte lieber auf das Gruppe 2 Bisley Stakes in Randwick Anfang Sepetember, welches er gegen Ace High souverän gewinnen konnte.

Mit diesem Sieg nun in der Tasche war es klar, das Unforgotten seine Ziele nun höher setzen würde und er startet noch im selben Monat im Randwick Plate.

Das Rennen ist traditionell extrem stark besetzt, denn das Gruppe 1 Rennen über die Meile lockt nicht nur mit Ruhm und Ehren, sondern auch mit einem ganz erheblichen Preisgeld. Unforgotten hatte auf dem Papier die richtige Taktik und das Können um vorne mitzulaufen, was ihm zu einem der Favoriten machte – und Unforgotten konnte liefern! Zwar ging der Sieg an Hartnell, Unforgotten war zusammen mit dem Favoriten D’Argento aber direkt an dem Sieger dran und das Trio belegte die ersten drei Plätze mit unter einer Länge Abstand zwischen sich. Unforgotten hatte zwar den Sieg verpasst, sich aber einen weiteren prestigeträchtigen Platz erkämpft und ging daher in die 2000m in Caulfield einen Monat später auch erneut als einer der Favoriten an den Start.

Sowohl ihm als auch Favorit und Dauerkonkurrent D’Argento lagen aber augenscheinlich die 2000m nicht auf dem Kurs nicht und beide konnten sich dieses Mal nicht so nah an den Sieger Benbatl herankämpfen, der das Feld aber auch taktisch auf der Zielgeraden auseinandernahm und sich zusammen mit dem einzigen Verfolger Blair House locher fast 2.5 Längen vom Rest des Feldes absetzte. Der Rest kam dicht gepackt ins Ziel und hatte nicht mehr als 2 Längen zwischen sich, nur die drei letzten waren ein wenig abgeschlagen.

Für Unforgotten war dies das letzte Rennen in 2018 und er kehrte im The Star Apollo Stakes im Februar 2019 auf die Rennstrecke in Australien zurück. Wieder suchte er sich für das erste Rennen nach einer Pause ein Duell gegen Winx aus, die wie zu erwarten das Rennen dominierte. Wieder kam Unforgotten nicht in seine beste Form, aber heute ist ja das zweite Rennen nach einer Pause und es wäre keine Überraschung, wenn er die Platzierungen mit Egg Tart tauschen könnte.

 


16.02.2019 – Randwick – The Star Apollo Stakes – Pick: Winx

Pferderennen in Australien

05:50 The Star Apollo Stakes – Gruppe 2

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 250.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Es ist mal wieder soweit und wir dürfen in Australien die wohl  beste Stute des Landes bewundern: Winx ist nach kurzer Pause seit dem Sieg im Cox Plate im Oktober wieder zurück und es gibt wohl keinen Zweifel daran wer am Ende hier und heute ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen wird.

Die Wunderstute von Chris Waller hat in den letzten Jahren in Australien für jede Menge Furore gesorgt und auch wir haben regelmäßig über die Errungenschaften von Winx berichtet, es ist vielmehr auch so, dass man wenn man über den Pferderennsport in Australien berichtet gar nicht an der Stute vorbeikommen kann. Statt also nun einmal mehr die Errungenschaften und Erfolge von Winx aufzuzählen, die mittlerweile in eine Siegesserie von fast unüberschaubaren Größen geendet haben, wollen wir uns darauf konzentrieren vielleicht mal einen Blick darauf zu werfen wie gut Winx denn nun wirklich auch im internationalen Vergleich ist.

Regelmäßig brechen in den Internetforen Diskussionen darüber au,s wie sich die Stute gegen Konkurrenten aus anderen Ländern schlagen würde und es gibt keinen Zweifel daran, dass Winx in Australien keinen einzigen Konkurrenten fürchten muss und ihre Rennen in der Regel nach Belieben und ohne wirkliche Anstrengung gewinnen kann.

Die Quote ist daher meistens im Bereich der 1,1 oder 1,2  und für Spieler aus Deutschland ist es in der Regel nicht wirklich attraktiv auf sie zu Wetten, da ist es dann schon spannender wer so als zweites oder drittes ins Ziel einläuft. Da die Favoritin aber in der Regel ihre Rennen nach Belieben gewinnt sind die Plätze dahinter meist ganz udn gar nicht so besetzt wie man es sich im Vorfeld des Rennens vorstellen würde und es gibt immer mal wieder eine große Überraschung für die Plätze direkt hinter Winx.

Das Risiko trotz der sicheren Siegerin hier auf einen Zweier oder Dreier zu setzen ist daher oft unrentabel hoch, die Wette auf die Siegerin meist schlicht zu schlecht bezahlt. Wobei man natürlich sagen muss dass hier Deutschland wieder eine Sonderrolle einnimmt, denn nicht jedes Land verlangt am Ende 5 % auf den Gewinn an Steuern. Dementsprechend muss man sich überlegen, dass man wenn man eine gute Einer oder 1 ,2 er Quote bekommt am Ende mit ungefähr 15 % Gewinn vom Einsatz da steht, wenn Winx wie zu erwarten gewonnen hat. Diese Quote reicht vielen aus um substantielle Summen auf Winx zu setzen,  Summenvon mehreren 100.000 € auf die Stute sind keine Seltenheit, schließlich kann man nicht überall mit solcher Sicherheit 15% oder 20 % Gewinn an einem Tag machen. Der Vergleich mit der Börse liegt natürlich nahe, allerdings ist das Risiko eines Totalverlustes der eingesetzten Geldes auch längst nicht so hoch wie bei einer Sportwette, dass muss isch jeder im Vorfeld bewusst machen. Wer das Risiko allerdings nicht scheut bekommt hier eine der sichersten Wetten im Sportgeschäft präsentiert, und das immer noch zu einer besseren Quote als in anderen Sportarten. Die Sicherheit mit der Winx ihre Rennen gewinnt, wird aber wie beschrieben mit einem sehr seichten Pool an würdigen Gegnern erkauft.

Dies ist wohl auch der meist gehörte Kritikpunkt an der Wunderstute: Dass die Konkurrenz, die sie in Australien vorfindet, einfach nicht auf dem Niveau ist, welches international zum absolut besten gehört, was der Sport zu bieten hat. Nimmt man es genau, laufen in Australien nur sehr wenige Pferde, die über einem Rating von 120 liegen. So rangieren derzeit vor allem Happy Clapper, Trapeze Artist, Hartnell, Redkirk Warrior oder Grunt oberhalb der 120er Marke – viele davon hat Winx dabei schon an die Wand gespielt

Winx ist in Australien klar ein Ausnahmepferd, im internationalen Vergleich könnte ihre Leistung allerdings etwas schmaler ausfallen, also manche Fans es vielleicht wahrhaben wollen. Sie ist im Moment das höchst geratetet Rennpferd der Welt, aber ob dies auch der Fall wäre, wenn sie mehr internationale Rennen bestreiten würde, ist eine lebhafte Diskussion rund um die Welt. Es gibt Gerüchte dass die Stute sich noch dieses Jahr in Rennen auf anderen Kontinenten versuchen wird, der Breeders Cup ist da eines der logischen Ziele, für die Winx natürlich mit ihrem Siegen schon längst die Eintrittskarte hat.

Es wäre spannend zu sehen wie sich gegen internationale top Konkurrenz schlägt, auf der anderen Seite ist es nicht ganz sicher, welcher der international erfolgreichen Trainer seine besten Pferde gegen die Wunderstunde antreten lassen möchte. Auch hier ist wieder die Frage was die jeweiligen Seiten zu gewinnen haben, man überlege sich folgendes: links verliert gegen Konkurrenten von internationalen top Niveau wie etwa Gun Runner (läuft auf Dirt, wird daher nicht vorkommen, aber daher gutes Gedankenspiel)

Von diesem kann man schon im Vorfeld erwarten, dass er die Australierin in ihre Schranken verweisen könnte, vielleicht sogar müsste. Schlägt sich Winx hier tapfer, würde sie ihrer Form kaum einen Abbruch tun, gewinnt sie jedoch gegen diese Konkurrenz, verschiebt sich das Rennengefüge auf internationaler Ebene sehr zu Gunsten von Australien. Es ist hier auch ein Wettkampf der Nationen, der vielleicht in Amerika im nächsten Monat ausgetragen wird, bei dem meiner Meinung nach die Australier mehr zu gewinnen als zu verlieren haben. Denn um bei einer Niederlage tatsächlich an Form einzubüßen, gibt es zu viele Experten die schon im Vorfeld ihre Prognose abgegeben haben, dass die Stute international mit den besten nicht mithalten kann. Ganz so einfach sehe ich das jedoch nicht, dafür hat sie zu vielen Rennen die besten Pferde in Australien mit Leichtigkeit geschlagen, und scheint noch etwas übrig zu haben im Tank. Selbst für die besten Konkurrenten auf ihrer Lieblingsdistanz ist es daher kein Selbstläufer und das Risiko besteht dass Winx am Ende auch auf dem anderen Kontinent triumphieren kann und sich tatsächlich als bestes Rennpferd der Welt entpuppt

Es werden mehr als nur die australischen Fans also an diesem Wochenende auf den Kurs in Moonee Valley schauen und es wird stark davon abhängen wie leicht sich gegen die hier angetretene Konkurrenz durchsetzen kann, wie sich die Felder in den Rennen, in denen sie auftreten könnte, in den nächsten Wochen entwickeln werden. Man kann sich gut vorstellen, dass sie auch bei ihrem Start in Übersee am Ende ein Feld von moderater Qualität vorfinden wird und einige der logischen Konkurrenten doch lieber einen Bogen um das Duell machen. Die Stute ist ohnehin auf Abschiedstour und wird sich wohl kaum noch ein weiteres Jahr im aktiven Geschehen antun wollen, dafür ist der Wert in der Zucht bei Winx auch viel zu hoch. Eine viel bessere Stute ist im Moment sowieso schwierig zu finden, viele der Konkurrentinnen wie Enable gehen ebenfalls wahrscheinlich in Rente oder haben in der Vergangenheit selten eine Karriere über die Saison als Dreijährige hinaus geführt. Es ist den Besitzern von Winx daher hoch anzurechnen, dass sie ihre Stute, immer mit dem Risiko, dass sie eine schwere Verletzung erleidet, so lange am Rennen Geschehen teilnehmen lassen. Mit der Zucht wird sie mit Sicherheit Millionen verdienen in den kommenden Jahren, und das mit wesentlich weniger Aufwand und Risiko.

Aber nun steht noch mal zunächst das Rennen im Cox Plate an:

Winx Winx Winx, was soll man da noch schreiben? Die Gute ist seit dem 16.05.2015 ungeschlagen und hat dabei 17 Gruppe 1 Rennen und eine handvoll Gruppe 2 Rennen sowohl gegen die männliche als auch gegen die weibliche Konkurrenz gewinnen können und scheint derzeit keinen Gegner in Australien fürchten zu müssen.

Ihr Lauf begann im Jahr 2015 mit dem Sieg im Gruppe 3 Sunshine Coast Guineas bevor sie im Gruppe 1 Queensland Oaks zu einem lockeren und souveränen Sieg auflief. Danach ging es für sie über das Gruppe 2 Theo Marks Stakes zum Gruppe 1 The Star 150Th Epsom, wo sie erneut locker mit über 2 Längen Vorsprung gewann. Noch im selben Monat lief sie im Gruppe 1 Cox Plate auf und zerlegte die Konkurrenz mit fast 5 Längen Vorsprung. Das sollte ihr letzter Start im Jahr 2015 sein und so langsam begriff die Welt, dass Winx die gezeigten Leistungen beliebig reproduzieren kann und so ziemlich das Beste ist, was in Down Under seit langer Zeit gelaufen ist.

Nach dem Jahreswechsel lief sie im Gruppe 2 Apollo Stakes als klare Favoritin auf und lies an diesem Status auch keine Zweifel aufkommen und nach diesem Lauf zum Aufwärmen nach der Sommerpause ging es im Februar gleich weiter in das Gruppe 1 Norton Stakes und im März in das Gruppe 1 George Ryder Stakes, welche Winx mit je 1,5 Längen Vorsprung als klare Favoritin gewann. Auch im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile, einem der härtesten Rennne in Australien, lies sich im April nichts anbrennen und gewann souverän mit zwei Längen Vorsprung vor der Konkurrenz. Das Muster setzte sich beliebig über das Jahr fort, mit Siegen über die Meile im Gruppe 1 White Stakes , über 2000m im Ladbrokes Stakes über Black Heart Bart oder erneut im Cox Plate, wo sie unangefochten mit 8 Längen Vorsprung im Ziel ankam. 2017 nahm sie die selbe Route wie im letzten Jahr und bestritt ihr Saisondebüt im Gruppe 2 Apollo Stakes, bevor sie im Chipping Norton Stakes und dem George Ryder Race auflief. Die 2017er Version des George Ryder Race gewann Winx mit locker 7 Längen Vorsprung und auch bei den nächsten Besuch in Ranwick kam sie nie in Bedrängnis. So gewann sie das Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes mit über fünf Längen Vorsprung, musste danach aber eine ungewollte Pause in ihrer Kampagne einlegen und konnte erst vier Monate später im August wieder auflaufen. Im Gruppe 2 Bob I. Warwick Stakes musste sie erstaunlich hart arbeiten, um Foxplay und Ecuador knapp auf Abstand halten zu können. Sie lief ein wenig unrund und hatte auf der Zielgerade vier Längen auf Foxplay gut zu machen, schaffte es aber unter einem anfangs harten Ritt sich knapp durchzusetzen. Auf den letzten Metern sah sie schon wieder wie die alte Winx aus und hatte die beiden Runner Ups in der Tasche. Auch im Chelmsford Stakes versuchten die anderen Teilnehmer ihren Tag zu ruinieren und es ihr mit ihrem Schlusssprint möglichst schwer zu machen, so setzte Red Exitement ein ordentliches Galopp, welches die anderen nicht ganz mitgehen wollten und mit einem kleinen Tempowechsel hatte er plötzlich 8 Längen Vorsprung auf der Zielgeraden. Hugh Bowman sah die Zeichen aber an der Wand und lies Winx schon vor der Zielgeraden auf den vierten Platz vorstoßen, trotzdem brauchte es ein paar Meter, bis Winx voll in Gang kam, hatte dann einige Meter vor dem Ziel aber klar die Oberhand und das Rennen in der Tasche.

Danach startete sie im Cox Plate und Gailo Chop versuchte das Tempo zu setzen, Winx wechselte aber rechtzeitig nach außen und musste im Gegensatz zu ihren Konkurrenten kaum angetrieben werden, um sich locker vom Feld abzusetzen

Humidor kam noch einmal ran, spielte aber im Endeffekt keine Rolle. Auch im Chipping Norton Stakes lief sie dem Feld mit Leichtigkeit davon nachdem sie in die Mitte der Bahn gezogen hatte und es war nicht weniger als ein weiterer Kantersieg

Nur drei Wochen später war es ohne Deckung durch einen Stallgefährten etwas knapper, aber auch das Silver Stakes in Rosehill gehörte ihr am Ende der Sieg, auch wenn Happy Clapper es spannend machte. Der Konkurrent hatte zwischenzeitlich noch ein Rennen und Winx ist damit zu allem Überfluss auch noch etwas frischer mit längerer Pause, was sie im zu ihren benannten Winx Stakes auch wieder zur unangefochtenen Siegerin machte.

Dabei erteilte sie Kementari und den anderen Konkurrenten eine Lehrstunde in Sachen Timing

Vier Wochen später ging es dann weiter im George Main Stakes, wo Wonx  gegen durchaus gute Konkurrenz antreten musste. Zwar waren wenige Konkurrenten dabei, gegen die die Wunderstute noch nicht gewonnen hatte, aber Le Romain oder Egg Tart  gaben sich alle Mühe, einen weiteren Gruppe eins Sieg von Wings zu verhindern. Der Front Runner Rigify zog das Feld früh weit auseinander Und setzte sich so einige Längen von der Favoriten ab. Der Tempowechsel auf der Zielgeraden war natürlich nicht wirklich von Erfolg gekrönt, was man von dem Außenseiter aber auch nicht erwarten konnte. Stattdessen starteten nun Le Romain und Egg Tart  ihren Angriff und versuchten sich möglichst schnell von Winx abzusetzen. Die Wunderstute schwänkte nach außen, nahm Maß, beschleunigte, nahm Fahrt auf und setzte sich unter einem moderaten Ritt wie gewohnt mehrere Längen von den Verfolger ab

Auch im nachfolgenden Tab Turnbull Stakes musste sie am Ende nur ein wenig angetrieben werden, um sich unter einem Ritt mit den Zügeln auf den letzten Metern souverän durchzusetzen. Normalerweise wäre so ein Ritt ziemlich vermessen, aber Hugh Bowman war sich einfach sicher, dass Winx auf den paar Metern die noch bleiben am Ende locker gewinnen würde. Der vermeintliche Hauptkonkurrent Grunt spielte keine Rolle in dem Rennen und auch beim Cox Plate im Oktober lies Winx den Verfolgern keine Chance.

Benbatl setzte ein gutes Tempo und hatte mit dem weichem Boden wie zu erwarten war kaum Probleme, dazu musste Winx wieder weit außen in die Zielgerade gehen da sie das Feld einmal mehr von hinten aufrollen wollte

Ihr Jockey Hugh Bowman musste Winx am Ende doch noch richtig antreiben damit sie sich die obligatorischen 2 Längen absetzten konnte, aber dann gewann Winx wieder einmal ungefärdest – das sollte heute auch wieder so sein, mit Happy Clapper dahinter.

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Favorit in diesem Feld und kann auf eine erfolgreiche Karriere inklusive Gruppe 1 Sieg zurückblicken. Seine Karriere war geprägt von Duellen gegen die Wunderstute Winx, gegen die er bisher sieben Mal angetreten ist. Natürlich konnte er bisher keines dieser Rennen gewinnen, setzte der Wunderstute aber etwa zuletzt im Gruppe 1 Silver Stakes ziemlich zu.

Dabei schickte er auch Kemetari auf den Platz hinter sich, was im Kontext des heutigen Rennens eine solide Leistung war. Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die heute beendet wird. Wenn er in alter Verfassung ist, gehört ihm der Platz hinter Winx.


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