Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /kunden/133354_1130/webseiten/pferdewetten/tipps/wp-content/plugins/wordpress-ping-optimizer/cbnet-ping-optimizer.php on line 469
Horse Racing - Pferdewetten Tipps von pferdewetten-online.info
Logo von Pferdewetten-Online.info

Pferdewetten Tipps


Horse Racing

Auf dieser Seite finden Sie Artikel zu Horse Racing.

25.09.2021 – Rosehill – Golden Rose Plate – Pick: Anamoe

Pferderennen in Australien

08:05 Golden Rose Plate – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Anamoe: Der  Street Boss Sohn von Trainer Bart & James Cummings begann seine Karriere in Caulfield im Magic Millions Debutant Stakes im Oktober 2020 mit einem fünften Platz – allerdings auch gleich auf Listed Ebene, und dass er auf diesem Niveau nicht fehl am Platz war zeigte er bereits im nächsten Monat auf dem selben Niveau im Thoroughbred Club Merson Cooper Stakes in Sandown, wo er über 1000m auf gutem Boden den Sieg auf den sprichwörtlichen letzten Metern klar machen konnte.

Es folgten nach der Jahreswende zwei sehr gute Plätze im Neds Blue Diamond Prelude und vor allem Ende Februar Neds Blue Diamond Stakes auf Gruppe 1 Ebene. Ein dritter Platz auf Gruppe 1 Ebene im vierten Rennen war schon eine herausragende Leistung, wenn man bedenkt, dass Anamoe auf der Außenbahn in die Zielgerade einschwenkte und einiges an Boden noch gut machte, war das umso beeindruckender – und umso weniger überraschend war der Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Todman Stakes in Randwick nur zwei Wochen später.

Dieses Mal hatte Anamoe den Weg innen am Geländer in die Zielgerade gewählt, was sich aber fast als Fatal erwiesen hätte, denn an der Innenbahn tat sich zunächst keine Lücke für den Schlusssprint auf und Anamoe blieb eingeboxt und musste hoffen, dass sich noch etwas tun würde-  und tatsächlich machten die Oferde vor ihm am Ende ein wenig Platz so dass Anamoe ein wenig Tageslicht fand und zum Schlusssprint ansetzen konnte.

Anamoe hat Tempo – und das konnte er in dieser Situation unter Beweis stellen, als er sich 300m vor dem Ziel endlich die Lücke förmlich erzwungen hatte und dann in der Mitte der Bahn herangeschossen kam.

Perfekte Voraussetzungen für den Versuch im Longines Golden Slipper, allerdings war der Untergrund drei Wochen später im März dann aufgeweicht und nicht ideal für den Stil von Anamoe, der allerdings auch in diesem Rennen die besten Zwsichenzeiten produzierte und nur vom zu langsamen Untergrund und der suboptimalen Position im eher hinteren Bereich des Feldes ausgebremst wurde.

Nicht so allerdings auf schnellerem Boden im Inglis Sires Produce Stakes in Randwick im April – da war der Untergrund zwar immer noch weich und die Distanz sogar 200m weiter (das Rennen wird über 1400m ausgetragen), dieses Mal wollte Anamoe es aber nicht auf eine Lücke zur rechten Zeit oder eine hintere Position zum Schlusssprint ankommen, sondern es ging sehr weit in die Zielgerade, aber immer noch mit Anschluss an die Führungsgruppe und 250m vor dem Ziel sprintete Anamoe dann einfach davon  -das war mit freier Bahn ganz schön einfach, jedenfalls sah das so aus und da er nach langer Pause im September mit einem Sieg im Run To The Rose wieder kam, und schon wieder die besten letzten 800m produzierte… nun ja, wenn er heute die notwendige Lücke findet oder taktisch klug läuft, sollte es wenig geben, was ihm widerstehen kann.

Artorius: Der Flying Artie Sohn begann seine Karriere im Januar 2021 und ist damit noch gar nicht so lange dabei, konnte aber bei seinem zweiten Start bereits ein Gruppe 1 Rennen gewinnen als er völlig überraschend das Gruppe 1 Neds Blue Diamond Stakes in Caulfield im Februar gewinnen konnte. Dabei sah es 200m vor dem Ziel nicht nach einem Sieg von Artorius aus, denn der war noch maximal im Mittelfeld und schien Wasser zu treten, fand dann aber offensichtlich festen Untergrund für seinen Schlusssprint und konnte ziemlich viel Momentum aufbauen, um am Ende den Sieg auf ziemlich souveräne Weise zu sichern. Unerwartet, aber sehr beeindruckend anzusehen, das Schauspiel gelang ihm allerdings im Longines Golden Slipper gegen deutlich bessere Konkurrenz nicht noch einmal und die Schlusssprinter in diesem Rennen zogen ihm davon.

Ein bisschen überraschend war dann die folgende Niederlage nach fünf Mobaten Pause im McNeil Stakes in Caulfield, als der Schlusssprint von Artorius knapp an Bruckner scheiterte, wie auch im Exford Plate danach. Beide Male blieb Atorius zwar dran und kämpfte um jeden Platz und Meter, aber beide Male reichte es knapp nicht. Wenn er heute ein bisschen besser Timted ist ein Platz sicher drin, aber ob es für einen Sieg reichen wird ist doch ein wenig fraglich

Remarque: Der  Snitzel Sohn von M. Hawkes begann seine Karriere im Januar 2021 mit einem Sieg in Rosehill, wurde danach aber zwei Mal von Anamoe deutlich geschlagen, als die beiden im Unsw Todman Stakes und dem Run To The Rose Stakes aufeinander trafen. Dazwischen gab es eine Platzierung im Fujitsu General Rosebud knapp hinter In The Congo, der auch im Run To The Rose  vor Remarque platzierte, auch wenn er hat geritten trotzdem keine Chance hatte, Anamoe hinter sich zu halten.

 

Klare Sache für mich daher im Quervergleich – Anamoe sollte das Ding holen!


25.09.2021 – Rosehill – Ned Whisky Shannon Stakes – Pick: Lovetap

Pferderennen in Australien

06:50 Ned Whisky Shannon Stakes – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.500 m  |  Preisgeld: 200.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Love Tap: Der graue Wallach aus der Linie von Tapit und Trainer Richard Reedman ist nicht nur wegen seiner Farbe einen zweiten Blick wert

Viele Rennfans haben eine Affinität zu dem sofort erkennbaren grauen Galopper, wahrscheinlich weil es so wenige von ihnen gibt. Grautöne machen nur etwa drei Prozent der jährlichen Fohlen von rund 15.000  Stück aus, sodass die Chancen auf ein gutes, graues Rennpferd noch viel viel geringer sind. Aus dem Kopf – wie viele Graue der letzten Jahre kennt ihr, die auf Gruppe 1 Ebene erfolgreich waren?

Deshalb erinnern wir uns an sie, wenn sie denn einmal auf die höchsten Gruppenrennen vorstoßen, wie Love Tap es in Australien in den letzten Jahren getan hat – und zur Vollständigkeit einige bekannte Namen der grauen Eminenzen der letzten Jahre in Down Under:  Surround, Ming-Dynastie, Subzero, Schillaci, Racing To Win, Efficient, Chautauqua und Classique Legend.

Dementsprechend schaut man doch gerne mehrmals hin wenn mal wieder einer der grauen Eminenzen auf dem Rennplan steht und wirft gerne auch ein Auge auf einen grauen Wallach  der heute sein erstes Gruppe 2  Rennen gewinnen könnte – eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt auf welchem Niveau er das letzte Jahr schon gestartet ist und dass er als einer der Favoriten für das Spring Champion Stakes in Randwick gehandelt worden war. . .  damals hatte Love Tap vier Starts eindrucksvoll gewonnen und war mit der damals erreichten Bestform als Favorit auf den Gewinn der Spring Champion Stakes (2000 m) der Gruppe 1 in Höhe von 1 Million US-Dollar in Royal Randwick gewesen – allerdings lief das Rennen nicht wie erhofft und Love Tap musste sich am Schluss mit einem relativ unbefriedigenden vierten Platz zufrieden geben – und das bitterste war vielleicht, dass er in keiner Weise in der Lage gewesen war, den Sieger unter Druck zu setzen, sondern immer weiter den Anschluss verlor und am Ende war es selbst mit dem vierten Platz knapp – uff.

Die unverwechselbare Farbe des dreijährigen Wallachs stammt von seinem Vater Tapit, dem grauen Hengst, der mit 27 Sieger der Gruppe 1 als einer der einflussreichsten Rassengestalter im amerikanischen Rennsport gilt und wohl den meisten Fans ein Begriff sein sollte – Love Tap ist noch weit weg von den Leistungen seines Ahnen – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Tapit steht auf der berühmten Gainesway Farm in Kentucky und diente der Stute Smokey’s Love, die danach zum Gestüt Coolmore im Hunter Valley geschickt wurde. Smokey’s Love brachte vor vier  Jahren in Coolmore ihr Tapit-Fohlen zur Welt, bevor die Stute in aufeinanderfolgenden Saisons von American Pharoah bedient wurde, aber leider beide Fohlen verlor. Sie wurde Anfang dieses Jahres nach Amerika zurückgeschickt, und wie man hört kommt da noch einiges auf uns zu.

Das Tapit-Fohlen Love Tap wurde beim Magic Millions Sale 2019 an der Goldküste zum Verkauf angeboten und vom Vater-Sohn-Team Dean und Adam Watt von Dynamic Syndications entdeckt – und erworben. Damals waren die Besitzer hellauf begeistert von ihrem neuen Einkauf Love Tap:

„Ich muss Adam hier alle Ehre machen, er war sehr scharf auf den Tapit-Jährling“, sagte Dean Watt. „Adam bestand darauf, dass wir uns das ansehen sollten und ich dachte:“ Ein Tapit Fohlen, ich weiß nicht? “ „Wir sind in diesem Land voreingenommen gegenüber unseren eigenen Zuchthengsten, und obwohl Tapit hier relativ unbekannt ist, ist er ein Champion und Champion Zuchthengst in Amerika.“

Aber Love Tap lieferte und Watt sagte, eine genauere Untersuchung des Stammbaums des Jährlings sei aufschlussreich.

„Das Tapit-Forestry-Kreuz wurde damals acht Mal für sieben Gewinner und einen Platzierer wiederholt“, sagte Watt. „Zu dieser Gruppe gehörten zwei Stakes-Gewinner und ein Stakes-Placegetter, was proportional sehr hoch ist.

„Dieses Pferd wurde genetisch hervorragend gezüchtet, also haben wir ihn angesehen und waren uns einig, dass er ein schönes Pferd ist. Adam sagte, ich möchte dieses Pferd wirklich ins Visier nehmen. Wir haben unser Budget auf 160.000 US-Dollar festgelegt, ihn aber für 110.000 US-Dollar bekommen“. Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt das Love Tap alle Rennen bisher gewonnen hat und immerhin schon 86$ Preisgeld zusammengetragen hat

Aber Watt ist seit fast 40 Jahren Besitzer von Rennpferden, seine Marke Dynamic Syndications ist seit 2004 in Betrieb und er kennt das Geschäft besser als die meisten anderen. Er hatte noch einige Vorbehalte und fragte seinen Sohn: „Glaubst du, du kannst einen Tapit auf dem australischen Markt verkaufen?“

„Adam sagte, er sei zuversichtlich, dass er es mit diesem Jährling schaffen könne, und sicher genug, dass das Pferd in 48 Stunden vollständig syndiziert (also vermittelt, bzw. an dritte über die Watts Anteilig verkauft) war“, sagte Watt. Auf die Frage, was Love Tap bei seinen Kunden so beliebt gemacht habe, antwortete er: „Weil er grau ist!“

„Ich werde dir nicht sagen, dass es dies oder das oder das war, es war wegen der grauen Farbe des Jährlings“, sagte Watt. „Meine Kunden lieben graue Pferde.“

So viel zum Geplänkel 2019 bis 2020 von Dean Watt und seinem Sohn, aber die Erwartungen wurden im Vorfeld schon ein wenig gedämpft, denn der Stammbaum hat bisher nicht viele schnell erfolgreiche Zweijährigen produziert und meistens brauchen Tapit Nachfahren eine gewisse Zeit um sich voll zu entwickeln.

Obwohl Love Tap niemals ein frühreifer Zweijähriger werden würde, bereiteten die Trainer Richard und Michael Freedman den grauen Wallach darauf vor, sein Renndebüt spät in der Saison 2020  in einem Nowra-Maiden zu geben. – und das gleich mit einem Erfolg!

Love Tap war wieder sehr auffällig in diesem Rennen und nicht nur wegen seines grauen Fells. Er trat auf einer ungeeigneten 1200-Meter-Strecke gegen ältere, erfahrenere Pferde an, beendete das Rennen jedoch kraftvoll mit einem Sieg – da war klar, dass nicht nur die Farbe etwas besonderes war.

 Die Freedmans dachten bereits an die Frühlingsklassiker und Rennen wie die Spring Champion Stakes und Victoria Derby, also gaben sie Love Tap eine kurze Pause, bevor der Wallach vor fast zwei Monaten in Goulburn das nächste Rennen lief. Love Tap war jetzt drei Jahre alt, aber er hatte es wieder mit älteren Pferden zu tun. Er kam mehr als vier Längen vor seiner Opposition nach Hause, und feierte damit den zweiten Sieg im zweiten Rennen, und wurde Zeit das Niveau noch weiter anzuziehen. Dieses Mal  war dann auch Champion-Jockey Nash Rawiller mit von der Partie, der Love Tap zwei Mal in Trials geritten hatte (und dort schlecht abgeschnitten hatte), aber eine hohe Meinung von dem Pferd hatte

Love Tap wurde mit einer Winx-ähnlichen Quote von 1,07 US-Dollar ausgesandt und gewann sein drittes Rennen nach ebenso vielen Starts. Er schlenderte mehr als vier Längen vor seinem Gegner nach Hause, aber Rawiller sagte überraschten Verbindungen, er sei „ein bisschen enttäuscht“. Rawiller dachte, Love Tap „schwebte“ den hinteren Teil der Strecke hinunter und musste den Wallach 200 m von zu Hause entfernt ermutigen, sonst wäre das Rennen nichts weiter als ein Galopp auf der Strecke gewesen. Das heißt, dass Love Tap ein wenig „faul“ zu werden scheint, wenn er allein vorne ist, was aber auch bedeutet, dass er wohl mehr Marge aus seinen Siegen hätte herausholen können.

Was umso lustiger ist, als dass Rawiller nach dem Rennen darüber informiert wurde, dass Love Tap gerade den Rekord von Goulburn gebrochen hatte. Also ein neuer Rekord, und trotzdem ein unzufriedenerer Champion Jockey? Jedenfalls wurde Rawillers Enttäuschung nach dem neuen Rekord durch echte Aufregung ersetzt.

„Was Nash uns erzählte, war genau das, was Christian Reith sagte, als er das Pferd bei seinem zweiten Start auf einer sehr schweren Strecke in Goulburn ritt“, sagte Watt. „Christian sagte, er sei noch nie auf einem Pferd gewesen, was das Gefühl vermittelte, nicht einmal den Boden zu berühren.“

Rawiller war nun ebenfalls fest im Love Tap-Fanclub und blieb ihr nach dem ersten Sieg im Sattel immer treu – und hatte seinen Spaß mit der Stute , „Nash sagte, er sei so weit vorne gewesen, dass Love Tap auf den Rest hätte warten wollte“, sagte Watt. „Er sah sich auf dem Bildschirm und auf der Tribüne um – das hat er zum Spaß gemacht.“

 Love Tap verbesserte seinen perfekten Rennrekord – vier Siege bei ebenso vielen Starts – im Gruppe 3 Gloaming Stakes und fügt der Erfolgsgeschichte von Dynamic Syndicates ein weiteres Kapitel hinzu – perfekter Start eines amerikanischen Imports in Australien mit nahtlosem Aufstieg auf Gruppe 3 Ebene – das konnte sich sehen lassen!

Watt ist seit fast vier Jahrzehnten im Geschäft. In seinen Worten hat er „Mega-Tausende“ von Besitzern in den Sport eingeführt und er war an vielen Toplinern beteiligt, darunter Gewinner der Gruppe 1 wie Savabeel, Atomic Force, She’s No Pie Eater und Polar Erfolg, Belohnung für Mühe, Econsul und De Beers.

Er gewann die Hauptrennen wie das Golden Slipper, Cox Plate, Blue Diamond, Magic Millions, Caulfield Guineas und Rosehill Guineas. Er hat also nicht nur ein gutes Auge, sondern auch ein sehr guter Trainer Obwohl Watt im Rennsport so viel erreicht hat, spricht er mit der Begeisterung eines erstmaligen Besitzers über Love Tap, seinen Enthusiasmus hat er jedenfalls für sich bewahrt.

Und dann fiel der Satz, der in diesem Zusammenhang kaum höher bewertet werden kann:

„Die Realität ist, dass Love Tap das vielversprechendste Pferd ist, das ich je hatte“, sagte Watt 2020

Und er hatte bereits Pläne für nach dem ersten Gruppe 1 Sieg gemacht: „Er geht zu den Spring Champion Stakes und wenn er gewinnt, bekommt er eine Einladung zur Cox Plate und dann schauen wir uns das Victoria Derby an. Ich gehe den gleichen Weg wie wir mit Savabeel und ich verspreche dir, dass Love Tap ein besseres Pferd ist. „

Savabeel gewann 2004 die Spring Champion Stakes und Cox Plate, wurde jedoch Zweiter nach Plastered im Victoria Derby – das ist eine ziemliche Messlatte gewesen, und trotzdem war der mit allen Wassern gewaschene Trainer schwer begeistert von seinem grauen Wallach und hatte bereits seinen nächsten Superstar in Gedanken  in seinen Ställen – Watt enthüllte auch,  dass eine seiner Ambitionen als Syndikator und Besitzer der Besitz eines Gewinners eines Derbys ist und er glaubt, dass er endlich das richtige Pferd hat, um einen dreijährigen Klassiker zu gewinnen.

„Ich habe noch nie ein Derby gewonnen und wir haben dieses Pferd gekauft, um eines zu gewinnen“, sagte er. „Frühling oder Herbst, egal, ich bin sehr daran interessiert, ein Derby zu gewinnen, das fehlt auf meiner Bucket List.“

Tjaaa,…. das war aber leider dann nix. Der Traum von Derby Ehren wurde für Watt 2020 nichts – Love Tap schaffte den Sprung auf Gruppe 1 Niveau nicht und scheiterte beim Sprungbrett in die erhoffte erfolgreiche Serie sang und klanglos.

Der Schock saß tief – vor allem weil im Voraus einige sehr lukrative Angebote ausgeschlagen worden waren.

Watt hatte am Vorabend des Spring Champions einige umfangreiche Angebote zum Verkauf des Dreijährigen unterbreitet bekommen, darunter ein Gebot von mehr als 1 Million US-Dollar, aber die Besitzer des Wallachs lehnten den Vorschlag einstimmig ab.

„Als wir dem Syndikat das Angebot unterbreiteten, wollte nicht ein Miteigentümer überhaupt über einen Verkauf nachdenken“, sagte Watt. „Als kalte, harte Geschäftsentscheidung würden Sie verkaufen, aber manchmal verlieren wir die Leidenschaft aus den Augen.

„Ich bewundere sie dafür, dass sie nicht verkaufen. Ich verstehe es. Wir haben dieses Pferd als Rennpferd gekauft, wir haben ihn früh kastrieren lassen, weil er ein Alpha-Männchen war, und es ist eine erschwingliche Hobby- und Lifestyle-Wahl für seine Besitzer“ – er hat schon mehr Preisgeld gewonnen als er gekostet hat, also ist das für seine Besitzer sicher leichter zu verschmerzen.

Es ging erst einmal in die längere Pause bis zum nächsten Jahr, wo er im Mai 2021 sein Saisondebüt gab – und gleich die nächste Niederlage als Favorit in einem 3yo Plate einstecken musste. Das kann nach einer so langen Pause durchaus mal passieren, aber spätestens im Darwin Turf Plate in Randwick in August galt ed dann – und wieder floppte Love Tap herb. Die Distanzen waren deutlich kürzer als zuvor beim Run in 2020 und der Schritt zurück auf 1500m im Cleanaway Stakes in Kembla Grange war bitte nötig, um zu zeigen zu was der graue Love Tap in der Lage ist – 300m vor dem Ziel übernahm er die Führung und stürmte davon.

Wenn er wirklich das beste Pferd ist, was Dean Watt jemals besessen hat…. dann muss es hier bergauf gehen und der erste Gruppe 2 Sieg her. Ich kann mir gut vorstellen, dass er hier wieder gewinnt.

Gefahren? Best Of Days mit knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Australian Cup  im März  -allerdings über 2000m – und vor allem Imaging, wenn er zu alter Stärke zurück finden kann – aber nein, ich bleibe bei Love Tap, er ist der einzige, der noch viel Luft nach oben hat in diesem Lineup _ gefolgt von Chat.


24.09.2021 – Newmarket – Joel Stakes – Pick: Benbatl

Pferderennen in England

16:35 Joel Stakes – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 115.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

 

Benbatl: Der Dubawi Sohn ist in den letzten Jahren viel rumgekommen, mit Rennen in England, Deutschland, Australien und Dubai, mit teilweise großartigen und teilweise eher mittelmäßigen Ergebnissen . Aber gerade in Meydan hat er sich seit  immer wieder  hervorragend präsentieren können und einige Zeit galt Benbatl als schnellstes Pferd der Welt.

2021 kehrte Benbatl nach  331 Tagen Tagen zurück zur Rennstrecke und hätte es fast geschafft, die Auswirkungen der langen Pause abzuschütteln und den ersten Sieg in Goodwood zu feiern, als er im Clelebration Mile auflief. Er scheint trotz seiner langenKarriere noch lange nicht fertig zu sein, was man auf Grund der bisher errungenen Erfolge durchaus verstehen kann.

2017 absolvierte Benbatl einen erfolgreichen Start in seinem Maidenrennen und wechselte nach dem ersten Sieg sogleich in die Gruppenrennen. Dort absolvierte er den Start in Newmarkt im Gruppe 3 Craven Stakes, musste sich da allerdings noch Rivet und dem Sieger Eminent unterordnen. Beide waren zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig erfahrener und hatten dementsprechend an jenem Tag die Nase vorn. Benbatl beheilt das Niveau aber unbeirrt bei und scheiterte im Gruppe 2 Dante Stakes im Mai 2017 nur knapp an Permian und krönte seine guten Leistungen danach mit einem fünften Platz im Epsom Derby im Juni.

Dementsprechend war die Überraschung nicht groß, als es ihm gelang im Gruppe 2 Hampton Court Stakes im selben Monat den Favoriten Orderofthegarter zu schlagen und damit sein erstes Gruppenrennen zu gewinnen. Der schnelle Untergrund und die 2004m schienen Benbatl zu liegen und so langsam schien sich das Potential des Pferdes voll zu entfalten. Das wesentlich höhere Niveau im Gruppe 1 King George VI & Queen Elizabeth Stakes einen Monat später war wie erwartet noch etwas viel des Guten, aber eine Zeit lang konnte Benbatl im Rennen mit Enable, Highland Reel, Ulysses und Idajo schon mithalten, war aber am Ende doch weit abgeschlagen und chancenlos.

Während man ihm diese Niederlage durchaus verzeihen konnte, war die folgende Niederlage im Superior Mile Stakes auf Gruppe 3 Eben im September eine herbe Enttäuschung für alle, die Benbatls Debüt in der neuen Saison entgegen gefiebert hatten. Die zwei Monate Pause können kaum als Ausrede für die Niederlage in diesem Pferderennen gelten und sein Trainer nahm ihn danach auch gleich komplett aus der Saison und lies Benbatl erst über drei Monate später auf einem anderen Kontinent in Dubai starten.

Der Szenenwechsel und die noch länge Pause schienen ihm gut getan zu haben, denn Bebatl gewann sein erstes Pferderennen des neuen Jahres mit gut zwei Längen Vorsprung vor Emotionless. Danach blieb er dem Kurs in Dubai zunächst treu und wählte eine recht anstrengende Route in Richtung Dubai World Cup Festival Ende März. Aber zunächst schien alles weiter nach Plan zu verlaufen, denn auch im nächsten Rennen, dem Gruppe 2 Al Rashidiya im Februar 2018, lies Benbatl keinen Zweifel daran, dass er eine neue Heimat gefunden hatte und schlug Bay Of Poets mit Leichtigkeit und mit über drei Längen Vorsprung. Im Jebel Hatta war er die erste Wahl von Saeed Bin Suroor im Gruppe 1 Jebel Hatta, musste sich aber überraschend Blair House von Chales Appelby geschlagen geben und hatte auch gegenüber dem dritten, Jaboobi, kaum Vorsprung:

Die Niederlage in einem der wichtigsten wirklichen Tests vor dem Dubai World Cup brachte aber weder seinen Trainer noch seinen Jockey Oisin Murphy ins Schwitzen, den Benbatl hatte mehr als einmal bewiesen, dass er zu den besten Pferden auf dem Rasen in Dubai gehört und rechtzeitig zum großen Rennen am 31.03.2018 war Benbatl auch wieder in Hochform. Er gewann das Rennen, indem er sich hinter dem Pacesetter platzierte und den Außenseiter seine Arbeit an der Front machen lies. Janoobi setzte ein ordentliches Tempo und zog das Feld auf der Zielgeraden auseinander, hatte dann aber natürlich nicht mehr genug Kraft übrig um das Tempo noch weiter zu gehen und gab das Feld für die Favoriten frei. Benbatl übernahm die Führung und setzte sich mühelos mehrere Längen von den Verfolgern Vivlos und Real Steel ab.

Mit dem Ende des Dubai World Cups endete auch die Saison in Meydan und Benbatl wechselte zurück nach England, aber nicht, ohne sich noch einmal ein wenig Zeit zur Erholung zu geben. Sein Ziel war das Gruppe 1 Queen Anne Stake in Ascot, bei dem er als Favorit gehandelt wurde, aber ohne einen einzigen Vorbereitungslauf aufschlug. So ganz fit schien er dann auch nicht zu sein, hatte Benbatl doch eigentlich freie Bahn in der Mitte des Kurses, konnte aber daraus kein Kapital schlagen und musste sich am Ende mit einem zehnten Platz begnügen. Für den Abstecher nach Deutschland zum Grossen Dallmayr-Preis nach München war er dann aber wieder Topfit und konnte sich mit Leichtigkeit gegen die heimische und ausländische Konkurrenz durchsetzen. So ein Gruppe 1 Rennen in Deutschland ist natürlich auch nicht ganz mit denen in England oder Amerika vergleichbar und man war gespannt, wie er sich so in York im Juddmonte International Stakes gegen Roaring Lion und Co schlagen würde.

Respektabel war die richtige Antwort, auch wenn er am Ende das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und sich mit einem fünften Platz, vier Längen hinter dem Sieger Roaring Lion zufrieden geben musste.

Wieder wechselte Benbatl danach den Kontinent, dieses Mal ging es zum Caulfield Stakes nach Australien.

Das Rennen war auf dem Papier mit D’Argento und Humidor nicht leichter besetzt als die Rennen zuvor, beide Konkurrenten verpassten aber den Tempowechsel ein wenig und hatten nicht genug Kraft und Geschwindigkeit, um das Feld bis zu Benbatl hinauf von hinten aufzurollen. So machten beide noch einige Plätze gut, schafften am Ende aber nur einen dritten und einen fünften Rang. Benbatl blieb in Australien um sich dort mit der Wunderstute Winx zu messen, die er im Gruppe 1 Cox Plate zusammen mit den Konkurrenten Humidor und D’Argento traf. Die beiden alten Konurrenten hatte Benbatl am Ende sicher in der Tasche, die Wunderstute Winx zog ihm allerdings mit zwei Längen davon – aber einen Versuch war es sicher wert!

Zurück nach der Winterpause in England gewann Benbatl das Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes gegen King Of Comedy sehr souverän und mit der Annahme, dass er sich beim zweiten Rennen in der Saion sicher steigern können wird, ging er als Favorit in das Queen Elizabeth II Stakes – musste sich da aber klar geschlagen geben und sah nie so wirklich zufrieden in dem Rennen aus..

Er konnte es sicher kaum erwarten, dass es wieder im Januar nach Meydan in die Sonne geht und als er dann im Singspiel Stakes im Januar 2020 auflaufen dürfte, zeigte er wieder, warum er zu den besten Rennpferden bei Veranstaltungen in den arabischen Emiraten zählt – er gewann das Gruppe 2 Singspiel Stakes mit fast fünf Längen Vorsprung und lies im Februar noch einen Sieg im Gruppe 2 Al Maktoum Challenge  folgen – natürlich als Favorit, aber mit ansprechender Quote, lief doch mit Gronkowski auf dem Papier ein ordentlicher Gegner bereit – der aber am Ende keine Chance gegen Benbatl hatte, der alle bis auf Military Law absolut deklassierte.

Der Dubai World Cup musste Corona Pandemie bedingt im Jahr 2020 ausgelassen werden, dafür konnte Benbatl in Riyadh im The Saudi Cup starten, musste da aber mit Gegnern wie Maximum Security und Midnights Bisou zurecht kommen, die das Beste aus Amerika mit in die Emirate brachten – und es tatsächlich schafften, Benbatl in seine Schranken zu weisen.

Eine längere Pause macht Benbatl in der Regel nichts aus, allerdings war die Saison komplett vertrackt und viele der Rennen über die Saison, die eigentlich anvisiert waren, fielen aus und Benbatl kam über die Saison kaum richtig in Form, was am Ende in einem knappen dritten Platz im Gruppe 2 Shadwell Joel Stakes in Newmarket im September, dem einzigen Rennen in der zweiten Jahreshälfte und dem einzigen Rennen in England für Benbatl im Jahr 2020 – das war alles andere als optimal und ich denke 2021 sind da deutlich mehr Rennen geplant, auch wenn er wieder recht spät in die aktuelle Saison eingestiegen ist.

Der Start im Celeration Mile kam erst 331 Tage nach dem letzten Rennen 2020, war mit einem knappen zweiten Platz aber durchaus ansehnlich – Benbatl hatte auf der Zielgeraden 200m vor dem Ziel souverän die Führung übernommen, konnte aber knapp vor dem Ziel den Angriff des Außenseiters Lavender’s Blue nicht abwehren – der beste Lauf von Lavender’s Blue bisher und ein guter Einstieg in die neue Saison für Benbatl – der hier sicher noch einen drauf legen kann, auch wenn der Guineas 2te Master Of The Seas eine große Gefahr darstellt


12.09.2021 – Curragh – Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes – Pick: Love

Pferderennen in Irland

15:20 Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes (Gruppe 2) (Stuten & Stutenfohlen)

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

 

Love wird hier wieder gegen ihr eigenes Geschlecht starten – eine Disziplin, in der die Stute letztes Jahr absolut unschlagbar war – und da sie in den letzten beiden Rennen gegen männliche Konkurrenz respektabel gelaufen war, hoffe ich sehr auf die „alte“ Love von 2020 und einen Sieg in diesem Stutenrennen – die Chancen stehen gut und die Quote ist noch attraktiv.

Love:

2021 hängt derzeit hinter ihren super Ergebnisse im Jahr 2020 etwas hinterher – 2020 war das Jahr von Love, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung.

Der  Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende und im King George VI & QE Stakes gegen männliche Konkurrenz musste sie eine recht herbe Niederlage einstecken, wie auch im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes im August, wo Love gegen Mishriff mit sechs Längen zurückstecken musste. Ich denke sie ist deutlich besser als sie in den letzten zwei Rennen gezeigt hat, da sind wir eigentlich andere Leistungen von Love gewohnt!

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison.

Dann kam das King George VI & QE Stakes und vielleicht die herbste Niederlage in ihrer Karriere abgesehen von ihrem Maidenrennen 2019. 3,5 Längen betrug der Rückstand am Ende auf Adayar und Love war chancenlos gegen den Sieger. Allerdings konnte sie das Tempo auch nicht setzen – das machet Broome – und als sie zum Schlusssprint ansetzen wollte, kam Mishriff von der Seite und machte ihr die Tür zu.

Den Konkurrenten hätte Love bei besserem Rennverlauf vielleicht kriegen können und mit der kürzeren Distanz im Juddmonte International Stakes im August in York hoffte man auf einen Formsprung – der aber Ausblieb. Schon der Start misslang Love, die sich aber trotzdem eine gute Position bei den Pacesettern sichern konnte – und wo ihr 200m vor dem Ziel zunehmend die Puste ausging. Mishriff zog den Feld davon , Alenquer hielt knapp den zweiten Platz gegen Love… das geht besser!

Und auf dem Papier sind die Voraussetzungen für Love wieder ideal um zu alter Form zurück zu finden, aber das habe ich die letzten beiden Rennen auch schon gesagt!

 

Thundering Nights: Die Night Of Thunder Tochter von Trainer Joseph Patrick O’Brien läuft seit seinem Karrieredebüt im Jahr 2019 konstant gute Rennen.

Dabei waren ihren ersten beiden Rennen in Curragh und Gorwan im Herbst 2019 noch klare Niederlagen, bis überraschend beim Saisonabschluss in Galway der Durchbruch in einem Maidenrennen gelang.

Es folgte die obligatorische, lange Pause bis in das neue Jahr hinein, bis Thundering Nights 264 Tage später ihr Saisondebüt in Curragh in einem Handicap gab – und den erneuten Sieg nur mit einem kurzen Kopf Rückstand verpasste.

Die lange Pause hatte ihre Spuren hinterlassen und Thundering Nights ging praktisch auf der Linie die Kraft aus um noch gegen den letzten Angriff von Sonnyboyliston anzukämpfen, aber schon bei zweiten Rennen der Saison in Leopardstown gewann Thunderin Nights wieder und ging danach direkt auf die Gruppenebene hoch.

Dass sie dabei auf weichem Untergrund starten musste und dass er gegen deutlich bessere Konkurrenz ran musste, schien Thundering Nights wenig zu stören und so gewann sie das Gruppe 3 Snow Fairy Fillies Stakes am Ende recht komfortabel – allerdings reichte es nicht gegen bessere Konkurrenz beim Sprung auf Gruppe 2 Niveau im Moyglare Blandford Stakes, was in einem etwas enttäuschenden dritten Platz resultierte – da war Luft nach oben, aber Thunderin Nights tat sich schwer mit den besseren Gegnern und scheiterte auch danach im Champions Fillies & Mares Stakes beim Saisonabschluss im Jahr 2020 recht deutlich mit einem siebten Platz und über 11 Längen Rückstand.

Thundering Nights kam beim ersten Versuch auf Gruppe 1 Ebene niemals über das Mittelfeld hinaus und hatte schwer zu schaffen, überhaupt den Anschluss beim Übergang in den Schlussprint zu halten, war dann aber auch konsequenter Weise schnell geschlagen und ging weiter in die Winterpause, die 182 Tage später im April 2021 im Gruppe 3 Holden Plant Rentals Alleged Stakes beendet wurde.

Da war die große Favoritin Broome, während Thunderin Nights eher Chancen auf einen Platz ausgerechnet wurden – allerdings war Thundering Nights durch die Pause augenscheinlich revitalisiert und in Bestform, denn das Rennen schien ihr über große Strecken leicht zu fallen und übernahm 200m vor dem Ziel dann auch die Führung, driftete aber dann ein wenig nach rechts und konnte knapp vor dem Ziel die Favoritin dann nicht mehr hinter sich halten – hatte aber ein herausragendes Rennen gezeigt und viel hatte für den zweiten Gruppensieg nicht mehr gefehlt – das kann man aber auch vom nächsten Rennen sagen, wo Thunderin Nights nur eine Nase zum Sieg gefehlt hat.

Bemerkenswert ist das Rennen weil es nicht wie bisher in England stattfand, sondern in den USA in Belmont Park – ein Versuch, Thundering Nights auch in Übersee bekannt zu machen und für den Breeders Cup bekannt zu machen – und fast hätte es hier über weichen Untergrund über 1m2f nach dem Trip über den großen Teich sogar für den Sieg gereicht! Aus dem Mittelfeld startete Thundering Nights ihren Angriff auf Favoritin Mean Marry, konnte aber in den letzten 200m sich einfach nicht komplett an der Siegerin vorbei schieben, am Ende waren es dann einfach ein paar Meter zu wenig für Thundering Nights – die überraschend direkt den Weg zurück nach Irland antrat und sich im Gruppe 1 Alwasmiyah Pretty Polly Stakes in Bestform präsentierte.

Das Rennen war mit Konkurrentinnen wie Santa Barbara und Cayenne Pepper extrem gut besetzt und das Duell der Drei hielt auch, was es auf dem Papier versprach – Pacesetter Shale setzte das Tempo für ihre Verfolgerinnen, die sich knapp hinter ihr einsortierten und zufrieden waren, auf den unweigerlich einsetztenden Schlussprint zu warten.

Dieser kam dann 400m vor dem Ziel und wurde zunächst von Santa Barabra eingeleitet, aber Thundering Nights hatte sich vor ihr einsortiert und ging den Tempowechsel mit, so dass Thundering Nights die Führung übernahm und die Angriffe von Santa Barbara abwehren konnte -wenn auch nur knapp, denn die Konkurrentin gab über die letzten 100m nicht auf und bleib immer direkt neben der Siegerin, die unter Shane Cross wirklich alles gab, um am Ende den Nacken Vorsprung über die Ziellinie zu retten.

56 Tage später gab es einen kleinen Dämpfer auf gut bis weichen Untergrund für Thundering Nights auf weicherem Boden im Gruppe 3 Darley Prix Jean Romanet in Frankreich, als sie auf weicherem Boden startete – zumindest denke ich, dass dies an dem Tag der Grund war!

Thundering Nights würde ich gerne über schnellen Boden sehen und umso trockener der Untergrund wird, umso besser schätze ich ihre Chancen ein – auch gegen Love!

 

Le Petite Coco: Die Ruler Of The World Tochter von Trainer P. Twomey bestritt 2020 lediglich ihr Maidenrennen, kam allerdings nur auf einem sechsten Platz ins Ziel und schaffte auch nach 142 tagen Pause beim zweiten Versuch in Naas nur einen vierten Platz. Beide Rennen waren auf weichem Boden, aber das wurde offensichtlich als Entschuldigung nicht akzeptiert und Le Petite Coro verlies Andrew Kinirons und ging zu P. Twomey, der mit ihr im Mai in Killarney auch tatsächlich gleich das erste Rennen, das Irish Stallion Farms EBF Median Auction Fillies Race, gewinnen konnte – und fast einen Sieg auf Listed Ebene in Naas im Irish Stallion Farms EBF Naas Oaks Trial folgen lies- Dort war sie nach ihrem überzeugenden Maiden Sieg auch als Favoritin gestartet, scheiterte aber an Willow, die sie immer auf einer halben Länge Abstand hielt.

Dementsprechend wurde das Oaks auch nicht als Ziel angegangen, sondern ein weiterer, geplanter Sieg im Irish Stallion Farms EBF Median Auction Race eingefahren, der daher auch wenig aussagekräftig war. – ein Sieg gegen deutlich leichtere Konkurrenz bestätigt schließlich nur die Erwartungen und erst mit dem nachfolgenden Sieg im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes brachet sich La Petite Coco auch auf höherem Niveau ins Gespräch, denn La Petite Coro lies den Konkurrentinnen in diesem Rennen keine Chance.

Zunächst hatte sie sich hinter den Pacesettern einsortiert, aber da ihr das Tempo offensichtlich nicht reichte, nahm sie bereits 600m vor dem Ziel die Sache selbst in die Hand und setzte sich 400m vor dem Ziel langsam und uneinholbar ab! Weicher Untergrund und 1m4f schienen ihr einen Formboost zu geben und entfesselten ihre bisher beste Leistung.

Immens beeindruckende Leistung, allerdings ist das hier eine ganz andere Herausforderung und wird wieder etwas mehr Auskunft darüber erteilen, was wir von La Petite Coco erwarten können.

 

Cayenne Pepper: Die Australia Tochter von Mrs. John Harrington begann ihre Karriere 2019 gleich mit zwei Siegen und ging noch in der selben Saison auf die Gruppeneben hinauf, wo sie mit einem Sieg im Gruppe 3  Flame Of Tara Irish EBF Stakes ihren Favoritenstatus rechtfertigte und sich mit über 2 Längen Vorsprung durchsetzte – souverän und dominant, so dass man sich entschied, sie auch noch im Gruppe 1 bet365 Fillies‘ Mile startete – wo auch Größen wie Love oder Quadlrilateral aufliefen. Cayenne Pepper müht sich redlich, war auf diesem Niveau zu diesem Zeitpunkt aber noch klar überfordert.

2020 steigerte sich die Form von Cayenne Pepper, die sich in diesem Jahr Duelle mit einigen weiteren großen Namen lieferte – angefangen im Pretty Polly Stakes und Magicak, die das Rennen gegen Cayenne Pepper allerdings auch mühelos gewann – ein gut bezahlter zweiter Platz über die 1m2f sprang trotzdem am Ende heraus. Das sleb Ergebnis gab es als Favoritin im Juddmonte Irish Oaks gegen Even So über 1m4f und etwas weicheren Boden im Juli und dann noch einmal über schnelleren Boden im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes – und diese Niederlage als erneute Favoritin tat richtig weh. Tarnawa schlug Cayenne Pepper mit fast 2 Längen, und das obwohl sie ganze 10lb schwerer unterwegs war und nicht wie die Konkurrentin in dieser Zeit schon als Gruppe 1 Rennpferd gehandelt wurde. Das änderte sich für Tanarwa 2020 zwar danach noch, aber Cayenne Pepper musste die herbe Niederlage einstecken und ging dann erst wieder im September im Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes auf die Rennstrecke.

Das Gruppe 2 Rennen über 1m2f und guten Untergrund gewann sie dann endlich in dominanter Weise, Favoritin Magic Wand floppte in diesem Rennen hingegen und war keine Gefahr für den 4 Längen Sieg von Cayenne Pepper, die auf den letzten 200m alles klar gemacht hatte und für den Saisonabschluss über den großen Teich übersetzte und im Breeders Cup Filly&Mares Turf  startete – dort wurde sie allerdings ziemlich eingenordet und bei ihrem Saisondebüt im Tattersalls Gold Cup verlief es nicht viel besser… das war allerdings auf schwerem Boden, den sie vorher immer vermieden hat und das nach einer 197 Tage Pause…. aber auch danach steigerte sich die Form von Cayenne Pepper nur ein bisschen mit einem dritten Platz im Alwasmiyah Pretty Polly Stakes und einem fünften Platz im Darley Prix Jean Romanet – beides zwar nicht viel mehr als 4 Längen geschlagen, aber auch ohne Gefahr für die jeweiligen Sieger zu produzieren.

Sie ist viel besser, als sie 2021 gezeigt hat, aber ob sie gerade hier gegen Love in Form kommt? Ich glaube eher nicht

 


11.09.2021- Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Tarnawa

Pferderennen in Irland

15:45 Irish Champion Stakes – Gruppe 1 

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

Ufffff… nur vier Starter, aber drei sind von der Klasse und der Form her kaum auseinander zu halten und sowohl St Mark’s Basilica, als auch Tarnawa wie auch Poetic Flare haben alle exzellente Chancen auf den Sieg – jeder für sich mit etwas anderen Ausgangchancen, aber alle drei sind absolute Spitzenklasse und das, was das Irish Champion Stakes an Anzahl vermissen lässt, hat es definitiv an Klasse zu bieten.
Mein Pick für das Rennen: ??? Sorry, aber selbst ich kann hier nur raten. Ich tendiere zu einem der 3yo wegen dem Gewichtsvorteil, aber Tarnawa ist saustark… also vielleicht St Mark’s Basilica?? Aber nicht zu der Quote… also doch Tarnawa? Oder Poetic Flare? Aber der rangiert kaum höher als Tarnawa… also: Pick: Tarnawa wegen Quote und Chancen in Kombination
St Mark’s Basilica: Der Siyouni Sohn von Aiden O’Brien hatte eine etwas ungewöhnliche Saison für ein Pferd, welches in seiner ersten Saison das Dewhurst Stakes gewinnen konnte und eigentlich wie gemacht für die Classics zu sein schien – diesen in der zweiten Saison aber komplett fern blieb.
Stattdessen begann die Saison im Mai in Frankreich, und vielleicht braucht er ja auch genau den weichen Untergrund, den er in Frankreich immer wieder vorfand, um seine beste Form zu zeigen?
Das sieht zumindest so aus, wenn man sich seine Form bisher so anschaut, keinen Start hat er auf besserem Untergrund als gut bis weich absolviert und seine größten Sieg konnte er im Dewhurst Stakes, dem Emirates Poule d’Essai des Poulains oder dem Qatar Prix du Jockey Club feiern – jeweils auch weichem Untergrund.
Im letzten Rennen gegen Addeybb in Sandown im Coral-Eclipse war der Untergrund mit gut bis weich schon einen Tick schneller und St Mark’S Basilica konnte dort sogar eine neue Bestform zeigen – nur logisch, dass er heute hier auf noch schnellerem Boden startet?
Seine Karriere begann mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen in Curragh und danach einem fünften Platz im Gruppe 1 Phoenix Stakes auf dem selben Kurs, bevor sich der Trainer in einem weiteren Maidenrennen dazu entschied, einen sicheren ersten Sieg für St Mark’s Basilica zu buchen.  Nach dem Pflichtsieg unterlag er Thunder Moon im Vincent O’Brien Stakes in Curragh im September 2020, als es über 1408m auf gut bis weichem Untergrund ging.
St Mark’s Basilica versuchte das Feld von ganz hinten aufzurollen, wanderte aber außen am Feld dann ein bisschen, als es in den Schlusssprint ging und hatte auf den letzten 50m nicht mehr den Biss, um den zweiten Platz gegen Wembley zu verteidigen, Sieger Thunder Moon war ohnehin außer Reichweite, der hatte den besseren Schlusssprint und noch dazu den Pfad innen am Geländer lang.
Die selbe Position wie im letzten Rennen sicherte sich dann St Mark’s Basilica im Dehurst Stakes noch einmal – ganz hinten im Feld, wartend, bis sich das Rennen entwickeln würde. Und dieses Mal hatte er das große Glück, dass sich vor ihm eine Lücke auftat und St Mark’s Basilica ohne weitere Umwege seinen Weg von hinten an die Front fand, wo er in gerader Linie zum Ziel zog und auf dem weichen Boden einen Schlusssprint zeigte, der zu überzeugen wusste und die bekannten Konkurrenten Wembley und Thunder Moon dieses Mal keine Chance lies.
Bei seinem ersten Start in der neuen Saison in Frankreich im Gruppe 1 Emirates Poule d’Essai des Poulains, dem französischen Ableger des Guineas, gewann St Mark’s Basilica erneut komfortabel – trotz des sehr weichen Bodens und trotz der langen Pause. Ganz so weit wie im letzten Rennen lies er sich nicht zurückfallen, was das aufrollen des Feldes deutlich erleichterte. St Mark’s Basilica hatte keine Probleme mit dem eigentlich starken Feld und zeigte schon beim ersten Rennen in Frankreich seine Vorliebe für das Land, das Wetter und die Kurse, so dass sein zweiter Sieg im Qatar Prix du Jockey Club auch so erwartet wurde.
Er machte sich gar nicht erst die Mühe in England zwischenzeitlich zu starten sondern blieb in Frankreich und gewann das Rennen mit erneut starkem Zug zum Ziel und mit deutlicherem Abstand vor seinen Verfolgern. Interessant war, dass er zunehmend dazu überging, sich weiter vorne im Feld zu positionieren und von da seinen Angriff zu starten und nicht mehr ganz so weit im Feld zurück fiel -eine Taktik, die auch auf schnellerem Boden funktioniert, wie er im Coral Eclipse in Sandown im Juli 2021 zeigen konnte.
Der Untergrund war etwas schneller als der in Frankreich, aber  St Mark’s Basilica hatte damit augenscheinlich keine Probleme, vielmehr konnte er einen schönen Tempowechsel und eine gute Beschleunigung zeigen, die man auf dem Matsch bisher so nicht gesehen hatte. Wenn überhaupt, dann konnte man notieren, dass er auf dem schnelleren Boden begann ein wenig zu driften, aber das machte das Tempo von  St Mark’s Basilica mehr als wett und mit dem Sieg über den hoch gehandelten Addeybb und Mishriff in der Tasche ist er klar der Favorit hier und heute.

Tarnawa: Die Shamardal Tochter von D. Weld begann ihre Karriere 2018 und sammelte bis zum Mai 2019 einige nette Platzierungen und Siege in Maiden – und einem Handicaprennen Rennen ein, wurde dann aber Siegerin des Gruppe 3 Irish National Stud Racing Irish EBF Blue Wind Stakes, wenn auch nur knapp. Damit hatte sie den Wechsel auf die Gruppenebene erfolgreich absolviert und wurde kurz darauf in das nächste Gruppenrennen geschickt, konnte aber in Epsom den erneuten Sprung im Niveau im Investec Oaksnicht kompensieren und musste sich am Ende mit einem elfeten Platz zufrieden geben.

Ihr Trainer lies sie über zwei Monate pausieren und dann zurück in Irland auf Gruppe 3 Ebene starten, um ihr weitere Erfahrung auf Gruppenebene zu ermöglichen, ohne sie gleich wieder in ganz tiefe Gewässer wie das Glorious Goodwood oder Royal Ascot zu werfen.

Das zahlte sich aus, als sie im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes den Sieg davontragen konnte, und das ziemlich locker. Sie sortierte sich hinter den Siegern ein, startete dann 250m vor dem Ziel ihren Angriff und beschleunigte fast mühelos an den Front Runnern vorbei. Ziemlich gute Leistung, die sie auf Gruppe 2 Ebenen im Blandford Stakes noch einmal wiederholen konnte. Dieses mal musste Chris Hayes hart auf ihr arbeiten um sie an der Front zu halten, die sie wieder beim Einbiegen in die Zielgrade gefunden hatte, und Tarnawa wanderte ein wenig in Richtung des Innengeländers, konnte sich aber am Ende über den Sieg in einem Gruppe 2 Rennen freuen.

Der Startim nachfolgenden Gruppe 1 Qipco Fillies and Mares war vielleicht den Versuch wert, viele Chancen wurden ihr aber nicht ausgerechnet und sie musste sich in dem 2334m Rennen am Ende klar geschlagen geben.

Es ging in die lange Pause bis zum Sommer 2020, die durch die Corona Krise noch verlängert wurde, und Tarnawa kam erst im August im Gruppe 3 Irish Stallion Stakes zurück auf die Rennstrecke, wo sie sich der Konkurrenz auf den letzten 200m des 1m4f Rennens locker entledigen konnte – soviel war von ihr erwartet worden, aber sie hörte da nicht auf und schaffte den selben Trick in Paris im Qatar Prix Vermeille über die selbe Distanz. Es dauerte eine Weile, bevor sie ihr Momentum sammeln konnte (von der 300 bis der 200m Marke), aber sie nahm immer weiter an Fahrt auf und gewann am Ende souverän mit über 3 Längen Vorsprung.

Als Körnung gewann sie noch das Gruppe 1 Prix de l’Opéra Longines auf dem selben Kurs, dieses Mal aber über 2000m und schwerem Untergrund, was besonders beeindruckend gewesen war

Und besonders beeindruckend war auch ihre Leistung gegen Magical im Gruppe 1 Longines Breeders‘ Cup Turf, wo sie der klaren Favoritin am Ende gut eine Länge abnahm – und das mit Leichtigkeit! Da wäre sicher noch mehr drin gewesen, und das obwohl Tarnawa das nicht kleine Feld 500m vor dem Ziel von hinten aufrollte und sich zunächst langsam, dann immer schneller an einer Konkurrentin nach der anderen vorbei schob und 200m vor dem Ziel mit der Fürhung davon galoppierte. Magical hatte keine Chance an ihr dran zu bleiben und mit diesem überragenden Sieg ging eine nicht minder überragende Saison für Tarnawa zu Ende.

2021 begann nach 271 Tagen mit einem Knall, als Taranawa das Gruppe 2 Grant Thornton Ballyroan Stakes auseinander nahm und das Rennen nicht nur gewann, sondern mit gut sechs Längen Vorsprung komplett deklassierte.

Seitdem konnten wie die Stute noch nicht wieder bewundern, aber es gibt keinen Grund, warum sie hier und heute nicht um den Sieg mitlaufen kann.

Poetic Flare:  Der Dawn Approach Sohn von Jim Bolger ist der diesjährige Guineas Held und hat damit die Meßlatte für die Saison sehr hoch gelegt – aber die Erwartungen bisher auch überwiegend erfüllen zu können

Siege im Guineas 2000 oder dem St James Palace Stakes sowie zweite Plätze im Qatar Sussex Stakes und dem irischen Guines 2000 machen ihn zur sicheren Bank für alle Tricast und einem der besten 3yo, die Großbritannien im Moment zu bieten haben,

Er gewann sein Maidenrennen im März 2020 und versuchte sich danach direkt beim nächsten Start im 400m längeren Dewhurst Stakes in Newmarket. Nicht nur war der Sprung auf Gruppe 1 Niveau nach gerade einmal einem Start etwas viel des guten, auch die längere Distanz war ein Problem für ihn zu diesem Zeitpunkt und es war eigentlich klar, dass es auf Gruppe 1 Niveau nicht auf Anhieb so weitergehen würde wie bei seinem Maidenrennen, welches er auch nur mit einer halben Länge Vorsprung hatte gewinnen können.
Zudem musste er eine Pause von gut sechs Monaten kompensieren, also – da kam einiges zusammen und der erste Start in einem Gruppe 1 Rennen kann durchaus verziehen werden, vor allem weil er danach in Leopardstown im Oktober im Gruppe 3 Killavullan Stakes mit einem Sieg überzeugen konnte. Damals lief er am Innengeländer hinter den Pacesettern und startete von da seinen Angriff, der ihn am Ende mit fast drei Längen vor den Rest des Feldes brachte und das, ohne von seinem Jockey Kevin J. Manning zum äußersten getrieben werden zu müssen. Das wusste zu gefallen und mit einem Start in einem Guineas Trial Stakes in Leopardstown im April, welches er ebenfalls locker gewinnen konnte, brachte er sich in Stellung für das erste große Ziel in der Saison – dem Giuneas 1000 in Newmarket.
In dem Rennen auf gerader Strecke wurde ein hartes Tempo vorgelegt und das gesamte Feld befand sich im Schlusssprint 300m vor dem Ziel, so dass es kein Wunder war, dass viele der Pferde zum Ziel hin erheblich ermüdeten, aber Poetic Flare ging zusammen mit Master Of The Seas und Lucky Vega voran und das Trio löste sich von seinen Verfolgern und kam über 2 Längen Vorsprung ins Ziel.
Poetic Flare gewann das Rennen am Ende in einem Photo Finish mit einer Nase und sah wirklich stark aus  – und wurde im St James Palace Stakes noch einmal deutlich übertroffen. Das Rennen, welches Teil der Bristish Champions Series ist, wurde am 15 Juni in Ascot ausgetragen und ist eines jener Rennen, die immer extrem stark besetzt sind und auch wenn Poetic Falre als Favorit starten dürfte, war alles andere als sicher, wie er sich dort schlagen würde.
Allerdings übertraf er auf dem schnellen Boden alle Erwartungen und konnte sich von seiner Position hinter den Pacesettern 400m vor dem Ziel schnell verbessern und ging mühelos vor das Feld von wo er beim Zug zum Ziel immer weiteren Vorsprung auf seine Verfolger heraus holte – man sieht nicht oft, dass ein Rennpferd dieses Rennen mit über 4 Längen Vorsprung gewinnen kann, aber Poetic Flare hat da so richtig einen rausgehauen und sein bisher bestes Rennen gelaufen.
Vielleicht steckte ihm dieses Rennen beim Qatar Sussex Stakes noch ein wenig in den Knochen, vielleicht war der weiche Boden auch nicht so wirklich sein Ding (obwohl er ja auch schon auf schwerem Boden einen hervorragenden Lauf gezeigt hatte), auf jeden Fall schaffte er es eben nicht, den Angriff von Alcohol Free auf den letzten 200m noch abzuwehren und musste sich mit einem weiteren zweiten Platz zufrieden geben.
Poetic Flare ging danach in das Duell gegen Palace Pier im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in Frankreich, wo er auf gutem Untergrund über die gerade Meile fast den Tag des haushohen Favoriten verdarb. Palace Pier rollte das Feld von hinten auf, während Poetic Flare vorne mitlief, und mit seinem Tempowechsel 400m vor dem Ziel und der Übernahme der Führung 200m vor dem Ziel hätte er es fast geschafft, den Favoriten kalt zu erwischen. Aber Palace Pier schaffte es noch knapp sich auf den letzten 150m die Führung zu krallen und diese bis zum Ziel mit einem Nacken zu verteidigen, so eng hatte man das Rennen auf dem Papier aber nicht auf dem Schirm.
Distanz und Untergrund passen heute – für mich die Hauptgefahr für St Mark.

11.09.2021 – Leopardstown – Coolmore America „Justify“ Matron Stakes : Pick: Mother Earth / Pearls Galore EW

Pferderennen in England

14:40 Coolmore America „Justify“ Matron Stakes – Gruppe 1 

3yo+ | Distanz: 1m / 1609m | Untergrund: gut | Fillies & Mares

Auf dem Papier hat Mother Earth hier ideale Voraussetzungen um ihr erstes Doppel in ihrer Karriere feiern zu können, aber ein bisschen Vorsicht muss man walten lassen – dafür stimmt aber die Quote auf sie. Also wird Mother Earth heute mitgenommen. Pearls Galore wird sicher noch von sich reden machen und ich sehe sie auf den Plätzen – danach wird es aber diffus für den dritten Platz im Trifecta. Ich tendiere zu Acanella

Mother Earth: Die 2021er Guineas Siegerin von Aiden O’Brien hat nach ihren Gruppe 1 Sieg einige gute Ergebnisse zeigen können, bevor sie zuletzt auf weichem Boden in Frankreich den Prix Rothschild hatte gewinnen können.

Ryan Moore übernimmt heute wieder, und man kann von ihr hoffentlich wieder ein spitzen Rennen erwarten. Gegen das eigene Geschlecht und ohne andere Superstars im Lineup wird es sicher extrem spannend und Mother Earth könnte das erste Doppel ihrer Karriere schaffen.

Mother Earth hat mehr als genug Erfahrung schon in ihrer ersten Saison sammeln können – schon als 2yo war sie 2020 in der Zeit seit Juni in acht Rennen unterwegs und hat davon immerhin eines gewinnen können. Sie ist durchweg nur in guten Rennen getestet wirden, unter anderem im G2 Airlie Stud Stakes oder dem A.R.M. Holding Debutante Stakes auf selben Niveau. Beide schloss sie mit einem Platz ab, aber auf höherem Niveau im Moyglare Stud Stakes wurde sie klar in ihre Schranken gewiesen und auch danach im bet365 Fillies‘ Mile hatte sie nicht genug Kraft, um auf den letzten Metern noch an ihren Gegnern dran zu bleiben und verlor immerhin noch zwei Längen auf die Siegerin Pretty Gorgeous.

Beendet wurde die Saison dann mit einem überraschend starken zweiten Platz hinter Aunt Pearl im Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf in Keenland, USA. Das Rennen ist zwar wie für Europäer gemacht mit dem Rasenuntergrund, aber ich hätte nicht erwartet, dass sie den Rest des Feldes schlagen würde, da gab es andere Stuten die ich besser eingeschätzt hatte. Sie hat mich damals überrascht und es gab im Vorfeld des Guineas 1000 genug Vorzeichen um einen guten Lauf von ihr zu erwarten – und den lieferte Mother Earth auch ab!

Mother Earth zog unter Dettori rechtzeitig außen an das Geländer um einen freien Weg zum Schlusssprint haben und beschleunigte schnell an der eigentlichen Favoritin Santa Barabara vorbei (die ich eh nicht wirklich mochte für das Giuneas) und driftete dann wieder ein bisschen in Richtung Mitte der Bahn, wo Mother Earth sich den Angriffen von Saffron Beach erwehren konnte, Pacesetterin Fev Rover hatte zu dem Zeiptunkt nicht mehr die Kraft um noch dagegen zu halten, hielt aber immerhin den dritten Platz gegen Santa Barbara.

Das war allerdings auf schnellem Boden und im Emirates Poule d’Essai des Pouliches in Longchamp, dem französischen Guineas 1000, musste sie diese Leistung auf sehr weichem Boden wiederholen, oder es wenigstens versuchen.  Und obwohl ich davon ausgegangen war, dass der Boden Mother Earth davon abhalten würde das Rennen zu gewinnen, war ich überrascht, wie gut sie dennoch mit dem sehr weichen Boden auskam – sie kam hinter Couersamba auf einen guten zweiten Plazt, den sie knapp gegen die Außenseiterin Kenella verteidigen konnte.

Es war klar, dass der schwere Boden ihr zu schaffen machte, Mother Earth verlor aber erst auf  auf den letzten 150m den Anschluss an die Siegerin und ermüdete zunehmend.

Das war eine Spitzenleistung von ihr und auch beim nachfolgenden Coronation Stakes in Ascot zeigte Mother Earth erneut, dass schwerer Boden ihr nicht unbedingt Probleme bereiten muss, als sie hinter Alcohol Free, die den schweren Boden absolut liebt, und Snow Lantern einen hervorragenden dritten Platz erreichen konnte. Wieder ging Mother Earth erst in den entschiedenen letzten Metern langsam die Puste aus, aber der dritte Platz war sicher und als sich die Konkurrentinnen nur wenige Wochen später im Fallmouth Stakes wieder sahen, war Spannung garantiert,.

Dieses Mal war der Untergrund gut durchgetrocknet und wesentlich schneller, was Alcohol Free natürlich Probleme machte, während Snow Lantern dieses Mal ihre Stärken ausspielen konnte und in einem langgezogenem Duell mit Mother Earth am Ende die Nase vorn hatte. Dabei hatte Mother Earth trotz Platzproblemen während des Rennens die Führung 150m vor dem Ziel übernehmen können, aber Snow Lantern kam noch einmal heran und hatte wieder den entscheidenden Ausdauervorteil auf den letzten 50 Metern.
In Abwesenheit solcher hochklassiger Konkurrentinnen lief Mother Earth dann Anfang August 2021 in Deauville im Prix Rothshild als Favoritin auf. Der weiche Boden abseits der extreme, die sie in ihren letzten Rennen erleben musste, schien ihr gut zu tun und Mother Earth konnte dieses Mal die anderen Stuten knapp auf Abstand halten. Sie reagierte gut auf den Druck ihres Jockeys Ryan Mooren und beschleunigte stark, als es darauf ankam und hatte trotz des eher geringen Vorsprungs von nur einem Kopf die Konkurrentin Sagamiyra immer im Griff.

Ich würde die Konkurrenz heute ähnlich stark einschätzen wie in Frankreich – die ganz großen Namen der Saison fehlen, aber leicht wird es für Mother Earth sicher nicht – und da sie noch nie mehr als ein Rennen am Stück gewinnen konnte und mit 3 Siegen aus 13 Rennen auch eine eher moderate Ausbeute vorweisen kann, wäre ich vorsichtig mit einer Wette auf sie.

Pearls Galore: Die Invincible Spirit Tochter von Trainer Paddy Twomey, der erst 2021 seinen ersten Gruppensieger hatte – nicht mit Pearls Galore, sondern mit Sonaiyla im Juni 2021, während Pearls Galore ihre Gruppenrennen im Juli und im August 2021 gewann.

Paddy Twomey fasste mit seiner Stute bereits letztes Jahr die Gruppenrennen ins Auge, als er sie im September 2021 im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes auf Gruppe 3 Ebene starten lies und nur eine halbe Länge hinter Champers Elysees in Ziel einlief. Fast hätte es da schon mit dem ersten Gruppensieg geklappt, aber 2021 gelang dann nach einem Einstand mit einem dritten Platz in die neue Saison im Ballycorus Stakes das Doppel in Fairyhouse und Tipperary

Im Irish Stallion Farms EBF Brownstown Stakes auf gutem Boden gewann sie das Rennen aus einer prominenten Position hinter den Führenden aus und einem starken Schlusssprint ab der 400m Marke. Zum Ziel hin konnte sich Pearls Galore von den anderen Stuten zunehmend absetzten und auch im Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes konnte sie sich gegen Ende des Rennens zunehmend absetzten.

Sie schreit förmlich nach längerer Distanz und hat eine Menge Geschwindigkeit. Sie wird die Führung nicht übernehmen wollen, aber dicht hinter dem Tempo setzen und wenn der Rest an der 400m Marke nicht aufpasst, ist sie auf und davon!

Acanella: Die Dansili Tochter von G M Lyons gewann im August ihr erstes Gruppenrennen und überhaupt erst ihr zweites Rennen in ihrer noch kurzen Karriere. Sie schlug dabei Champers Elysees mit einer Art Arbeitssieg. Ähnliche Begebenheiten geben ihr heute wieder Chancen gegen die selbe Konkurrentin, aber für einen Sieg müsste sie sich doch deutlich steigern.

 

Pretty Gorgeous: Die Lawman Stute von Joseph Patrick O’Brien hatte 2020 einen sehr guten Einstand in ihr erstes Rennjahr, läuft den Erfolgen im zweiten Jahr aber ein wenig hinterher.

Sie kam mit einem Sieg in einem Maidenrennen zum Auftakt ihrer Galoppkariere in Fahrt, belegte gleich darauf im August 2020 im Frank Conroy Silver Flash Stakes, wo sie nur auf den letzten 200m die Siegerin Shale hatte ziehen lassen müssen.

Pretty Glorious lernte aber mit jedem Rennen dazu und schlug die Konkurrentin beim erneuten Aufeinandertreffen im A.R.M. Holding Debutante Stakes auf Gruppe 2 Ebene in Curragh mit locker 2 Längen. Dabei hätte sie an jenem Tag auch sicher noch viel mehr herausholen können , aber 2 Längen und ein sicherer Sieg reichten ihr vollkommen. Den Unterschied an jenem Tag machte vielleicht der weiche Boden, denn Shale und Pretty Glorious trafen sich im September auf dem selben Kurs und der selben Distanz im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes erneut, dieses Mal allerdings wieder auf schnellerem Boden, und wieder war es Shale, die das Rennen für sich entscheiden konnte.

Pretty Gorgeous bekam eine Menge Freiheiten von ihrem Jockey Declan McDonogh, der der Stute am Anfang des Rennens ihren Willen lies und sie frei im Feld ihren Platz suchen lies, allerdings stieß sich auch nach 400m mit einer Konkurrentin zusammen und wurde von da an etwas mehr unter Kontrolle gehalten. 400m vor dem Ziel setzte sie ihrem Angriff an, kam auch gut an Shale heran, konnte die Konkurrentin aber auf den letzten 150m einfach nicht überholen und wurde immer knapp eine halbe Länge auf Abstand gehalten.

Zurück auf weichem Boden gewann sie dann zum Abschluss der Saison im Oktober das bet365 Fillies‘ Mile auf Gruppe 1 Ebene, unter anderem gegen die bekannten Namen wie Indigo Girl und Mother Earth. Sie schien mit dem weichen Untergrund hervorragend umgehen zu können, so dass es ein wenig überraschte, dass sie bei ihrem Saisondebüt nach der Winterpause im Tattersalls Irish 1,000 Guineas auf schwerem Boden nicht über einen siebten Platz hinaus kam.

Vielleicht fehlte ihr die aktuelle Fittness als sie 400m vor dem Ziel zum Angriff ansetzte, aber zu früh von Sahe Crosse angetrieben werden musste, um den Anschluss an die Führende noch halten zu können. 150m vor dem Ziel war dann endgültig Schluss und Pretty Gorgeous fiel immer weiter zurück. Auch im Coronation Stakes bekam sie wieder den weichen Boden aus Curragh, konnte aber auch in Royal Ascot nicht damit umgehen und ermüdete auf den letzten Metern zunehmend. Eigentlich ist aber weicher Boden bisher der Erfolgsgarant für Pretty Gorgeous gewesen,von daher war auch klar, dass sie auf besseren Böden im Tattersalls Falmouth Stakes in Newmarket im Juni und dem Coolmore Stud No Nay Never Fairy Bridge Stakes in Tipperary im August nicht zur Höchstform auflaufen würde.

Ein siebter und ein achter Platz entsprachen den Erwartungen und mit dem immer noch guten Boden heute unter den Hufen wird das Rennen hier sicher auch nicht ideal für Pretty Gorgeous sein.

Empress Josephine: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien hat letztes Jahr nicht einen Start gehabt, sie ist somit est als Dreijährige in die Galopprennen eingestiegen. Die Stute gewann im März ihr Maidenrennen und versuchte sich danach auf Gruppenebene, scheiterte jedoch im Ballylinch Stud „Priory Belle“ 1,000 Guineas Trial Stakes trotz einiger Vorschusslorbeeren grandois und schaffte auch auf leichterem Niveau im Irish Stallion Farms EBF Victor McCalmont Memorial Stakes auf Listed Ebene nur einen etwas abgeschlagenen zweiten Platz. Das sie deutlich mehr Talent hat, zeigte sie dann auf schwerem Boden in Curragh im Tattersalls Irish 1,000 Guineas, wo sie auf schwerem Boden Joan Of Arc mit einem kurzen Nacken Vorsprung schlagen konnte.

Das Rennen lief dabei für Empress Josephine nicht immer ideal, sie wurde früh im Mittelfeld eingeboxt und musste für freien Raum zum Laufen kämpfen und musste früh angetrieben werden, um auf die Führenden aufzuschließen, hatte dann aber genug Ausdauer, um das Duell mit Joan Of Arc durchzuhalten und knapp zu gewinnen.

Auch im Coronation Stakes gegen Konkurrentinnen wie Alcohol Free und Snow Lantern konnte sie nicht punkten, das selbe galt für das Qatar Nassau Stakes in Goodwood im Juli 2021. Dabei spielte es kaum eine Rolle ob der Untergrund schwer oder gut war, 1m oder 1m2 – immer fehlte ihr am Ende die Power um sich durchzusetzen, und auch hier muss man sie wohl mit Vorsicht genießen – auch wenn sie Potential hat. Denn genau das konnte sie in den meisten Rennen 2021 nicht abrufen

 

 


pferdewetten-online.info testet und vergleicht laufend alle seriösen Buchmacher für Pferderennen und Pferdewetten Online.
Buchmacher für Pferdewetten | Buchmacher für Pferderennen | Pferderennen Live Streams | Pferderennen Ergebnisse | Pferdewetten Strategien | Pferdewetten Tipps
18+ Wetten Sie mit Verantwortung!