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Pferdewetten Tipps


Horse Racing

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10.04.2021 – Aintree – Randox Grand National Handicap Chase – Pick: Cloth Cap und andere

Pferderennen in England

18:15 Randox Health Grand National Handicap Chase (Grade 3)

7yo+ – Ausgleich (Handicap) Für 7jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 6.907 m  |  Preisgeld: 1.000.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 6 Plätze @ 1/5 Quote

Wie jedes Jahr gibt es einen Haufen von möglichen Siegern für das Grand National, das macht das Rennen ja so interessant! Es gibt Favoriten, es gibt angebliche Außenseiter, angeblich gut gehandicappte „Geheimfavoriten“ – und sicher mehr Fans als je zuvor, die das Rennen mit Sehnsucht erwartet haben, nachdem letztes Jahr das Rennen wegen der Corona Pandemie nicht stattfinden konnte.

Das Rennen gibt es schon seit 1839 und hat neben einigen Änderungen im Laufe der Zeit auch einige Geschichten und Legend entwickelt und hervorgebracht.

Die Hürde Becher’s Brook, wo der Jockey Captain Martin Becher sich nach einem Sturz in die Vertiefung hinter der Hürde rettete, oder das Rennen im Jahr 1928, wo 41 von 42 Teilnehmer stürzten, oder 1967, wo Foinavon nur gewann, weil Popham Down als Pferd ohne Jockey am 23 Hindernis sich dazu entschieden hatte, mal vor der Gruppe quer zu laufen und alle samt – bis auf den letzten, zu Fall zu bringen.

Oder 1993, wo ein Fehler des Starters in Endeffekt dazu geführt hat, dass das Rennen komplett anuliert wurde oder 2020, wurde das Rennen das erste Mal als rein digitale Version abgehalten wurde, weil die Corona-Pandemie die Welt fest im Griff hatte , oder, oder – Das Rennen bietet über die extreme Marathon Distanz nicht nur einen der härtesten Ausdauertests im National Hunt Racing, sondern auch den Stoff zu einer Menge Legenden.

Mit einem Feld von 40 Startern und vielen hochklassigen Namen ist es fast unmöglich, es nur auf eine kleine Handvoll Starter zu reduzieren, gerade wenn man den ersten Blick auf die Racecard wirft.

Eine beliebte Methode ist das reduzieren durch das Vergleichen mit den bisherigen Siegern des Rennens. Welches Alter ist statistisch bevorzugt, welche Distanzen wurden vorher gelaufen, Jockeys, Trainer usw. Und genau damit wollen wir unsere kleine Analyse beginnen – und wenn ich das mal so sagen darf – ich hatte 2017, 2018 und 2019 damit eine Menge Erfolg. Zwei Mal hintereinander hatte ich auf dem Blog hier den Trifecta richtig vorhergesagt, 320:1 er Quote inklusive.

Alter

2012, 2013 und 2014 gewannen  Starter, die über 11 Jahre alt waren – das waren aber die einzigen in den letzten 20 Jahren, dagegen gibt es eine Häufung von achtjährigen, die das Grand National gewonnen haben, gerade in den letzten Jahren.

Effektiv teilen sich aber in den letzten 20-30 Jahren die 9, 10 und 11 Jährigen fast zu gleichen Teilen auf, mit einer Tendenz zu eher jüngeren Siegern in den letzten 5-6 Jahren.

Die Zahl der Achtjährigen oder gar jüngeren Pferde, die das Grand National gewonnen haben ist sehr überschaubar: Tiger Roll 2018, One For Arthur 2017, Many Clouds 2015, Bindaree 2002, Party Politics 1992, Corbiere 1983 und Red Rum 1973. Ca. alle 10 Jahre gewann also einer der jungen Starter in diesem Rennen mit einer Häufung in den letzten Jahren, was  neuen Trainingsmethoden, Gepflogenheiten, Zucht und noch vielem mehr geschuldet ist.

Der Sport entwickelt sich wie jeder andere auch, ganz besonders offensichtlich wird es, wenn man sich den Sport etwa in den Achtzigern oder oder Siebzigern mit heute vergleicht – in welchem Alter die Rennpferde noch große Siege erringen konnten, welche Gewichtsunterschiede in den Rennen vorhanden waren und teilweise negiert wurden…. nun ich jedenfalls betrachte die Häufung der jungen Sieger in den letzten zehn Jahren nicht als Ausnahme, sondern eher die neue Regel.

Allerding ist es schon eine Ewigkeit her, seitdem der letzte Siebenjährige das Grand National hatte gewinnen können: Der letzte war Bogskar im Jahr 1940, und das hängt damit zusammen, dass die Siebenjährigen in der Regel noch nicht die Erfahrung haben, die es braucht, um ein Grand National zu gewinnen.

Die Siebenjährigen

Dieses Jahr sind es zwei Siebenjährige, die beim Grand National mitlaufen – Farclas und The Long Mile

In den letzten 10 Jahren war kein Siebenjähriger unter den ersten Drei, und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich das dieses Jahr ändert – obwohl Farclas durchaus interessant aussieht.

The Long Mile ist sieben Jahre alt und passt von der Form her ebenfalls nicht. Er hat noch kein 3m Rennen gewonnen, die Quote ist zu hoch, aber immerhin hat er sich im Februar hinter Acapella Burgeois im Bobbyjo Chase einen dritten Platz sichern können.  Das reicht heute aber nicht.

Farclas hingegen merken wir uns, auch wenn er nach dem Skandal von Gordon Elliot zu Denise Foster gewechselt hat und damit nicht weiter von Elliot für das Grand National vorbereitet wird. Aber, er bleibt im Rennen für den Pick, weil er einige der wichtigen Kriterien erfüllt – wird er der Pick für den Sieger? Eher nicht, aber einer für den Trifecta

Die 12+ Jähirgen

Fünf an der Zahl sind 12 oder darüber, unter anderem bekannte Namen wie Definitly Red, Sub Lieutenant und Takingrisks.

In den letzten zehn Jahren kamen zwei im Alter von 12+ Jahren unter die ersten drei, was eine Überraschung war – daher kommen alle über 12 raus aus unserer Rechnung

Von den Quoten her kommt statistisch nur Takingrisks als Sieger in Frage, der Rest bleibt noch im Hinterkopf für mögliche Exoten, aber mehr auch nicht

 

Handicap/Gewicht

Wichtig zu wissen ist, dass der Chef der Handicapper hier die Möglichkeit hat, ein Handicap „anzupassen“ nur für dieses Rennen. Und so haben sich in den letzten Jahren Pferde im hohen 10er oder 11er „Stone“ Bereich immer besser platzieren konnten.

11+ ist kein Ausschlusskriterium mehr, aber von allem was 11-6 oder mehr oder 10-02 und darunter ist , würde ich trotzdem Abstand nehmen – die Anzahl der Sieger in den letzten Jahren mit einer 11 vor dem Stone ist lang: Tiger Roll bei seinem zweiten Sieg im Grand National 2019, Many Clouds 2015, Neptune Collognes 2012, Ballabriggs mit knapp 11-0 2011, 2010 Don’t Push It, Mon Mome 2009.

Unter den ersten 4 gab es im selben Zeitraum 3 mit mehr als 11-5, wobei einer davon Don’t Push It bei seinem zweiten Versuch nach seinem Sieg 2010 war. Also, alles über 11-5 ist eher zu vernachlässigen wenn man den Sieger sucht.

Dieses Jahr ist nur einer im Bereich von 11-10 dabei, Bristol De Mai, der aber mit einer Quote von 33/1 aufläuft -aber Bristol De Mai ist lange Zeit nun schon einer der Top Namen im Sport und auch bei der Quote kommt er nicht komplett raus für den Trifecta, im Gegensatz zu Chris’s Dream

 

Aber die extremen Leichtgewichte schneiden deutlich schlechter ab, auch in den vergangenen Jahren, was vor allem daran liegt, dass diese ihr niedriges Rating ja auch irgendwo „verdient“ haben, was nicht unbedingt für ihre Qualität spricht. Damit kommen Ami Debois, Blaklion und Double Shuffle raus aus der Liste, alle drei sind ohnehin Außenseiter, auch wenn man die Namen durchaus kennt.

Die Gewicht im Bereich von 10-6 bis 11-1 beinhaltet 18 der letzten 26 Sieger, wobei 4 darüber (2012/2010/2015/2019) und 4 darunter waren (2013, 2002, 1999, 1997) – das ist der Bereich auf den man sich konzentrieren sollte.

Wer hat einen Gewichtsvorteil im Grand National gegenüber seinem Aktuellen Rating?

Da gibt es einige Namen – allen voran Cloth Cap, Farclas mit 6lb, Lord Du Mesnil, Acapella Bourgeois, Minella Times und Any Second Now mit 5 oder weniger. Aber, die größten Nutznießer dieser Regel sind Cloth Cap und Farclas.

Ausdauer

3 Meilen ist die magische Grenze für dieses Rennen – platziert man sich über diese Distanz mit seinem Pferd, ist man qualifiziert, viele der Sieger dieses Rennens haben sich aber über mindestens 3.5 Meilen bereits bewiesen gehabt und man sollte die Form seiner ausgewählten Starter genau überprüfen, ob so ein Erfolg schon im Formbuch ist.

Die Ausdauer ist eines der wichtigsten Kriterien für dieses Rennen, und eines welches sowohl das Alter als auch das Gewicht ausstechen kann. Ausdauer und solides Springen sind die beiden definierenden Punkte für dieses Rennen, und es gab nur wenige Sieger, die zuvor nicht schon ihre Ausdauer mehrfach bewiesen hatten.

Ein paar Namen, die herausragende Ausdauer gezeigt haben:

Cloth Cap: Gewann im November das Ladbrokes Trophy Chase über 5225m im November mit Leichtigkeit, hat aber keine Kursform. Gewann das Premier Chase im März

Burrows Saint: Gewann 2019 das Irish Grand National und wurde zweiter im Februar in Fairyhouse im Bobbyjo Chase hinter Acapella Burgois.

Minella Times

Form

Das offensichtliche zuerst – Ein Class 2 Rennen sollte mindestens gewonnen worden sein und in den letzten Rennen sollte eine gute Form ersichtlich sein  – mindestens auf einem der ausbezahlten Plätze sollte das Pferd gestanden haben. Das Vorbereitungsrennen sollte auch möglichst diese Saison gewesen sein, Starts und Siege in großen Feldern mit vielen Startern geben Extrapunkte. Zur Form der einzelnen Starter kommen wir später noch, aber soviel vorweg.

Die Iren haben in den letzten Jahren hier viel Erfolg gehabt, ebenso die Franzosen, allerdings gab es in den letzten Jahren einigen Diskurs über die neuen Handicapregeln, die dazu beigetragen haben das mehr Starter über 11-0 das Rennen gewinnen konnte – und die Iren sich eine Weile benachteiligt gefühlt haben. Die Anzahl an irischen Siegern hat auch einen schlag bekommen, aber es gibt ja Wege darum herum, Starts über Hürden etwa, bis das Rating für das Grand National steht.

Starts über Hürden in der Saison sind auch nicht gerade von Nachteil, schützen sie doch das Rating in Chase Rennen und halten die Starter trotzdem fit.

Sortiert man die ehemaligen Sieger dieses Rennens nach aktueller Quote, stellt man fest, das in den letzten 40 Jahren nur 4 Pferde mit Quoten jenseits der 40 gewonnen haben,

Eine weitere statistische Grenze also, wir nehmen für den Sieg alle Starter raus, die jenseits der 40 sind – und das sind eine Menge 21 Starter sind mit einer Quote jenseits der 40 unterwegs, nicht alle davon sind wirklich ohne Chancen, aber die Statistik spricht doch sehr gegen sie.

Dieses Jahr gibt es allerdings eine ganze Reihe von Startern jenseits der 40 und das Grand National 2018 ist eine ganz besonders offene Angelegenheit, mit 26 der 40 Teilnehmer derzeit mit 40+ gelisted

 

Wer war schon dabei?

Es gibt wie immer einige Namen, die schon mal beim Grand National dabei gewesen waren – Lake View Lad unter anderem, aber auch Magic Of Light etwa, zweiter aus dem Jahr 2019, oder Anibale Fly, Fünfter aus dem selben Jahr. Ballyoptic, wie auch Vieux Lion Rouge, waren ebenfalls dabei.

Das Becher Chase  ist ein gutes Vorbereitungsrennen für das Grand National, findet es doch auf dem Kurs und über 3m2f statt – und das ist was feines für die Außenseiterwetter dieses Jahr Vieux Lion Rouge zerstörte die Konkurrenz in diesem Rennen und ähnlichem Boden wie heute, und den Lauf danach auf schwerem Boden in Chepstow kann man ignorieren, auch wenn die heutigen Konkurrenten Secret Reprieve und Yala Enki dort brillieren konnten

 

 

Cloth Cap: Favorit, und das zu recht. Die Fachpresse ist begeistet und Cloth Cap hat in seinen letzten beiden Rennen nichts falsch gemacht, vielmehr hat er die versammelte Konkurrenz über 3m locker deklassieren können und startet heute von einem sehr vorteilhaften Gewicht von 148 – obwohl sein letzter Lauf mit 169 bewertet wurde. Vieles spricht für ihn und er bringt alle wichtigen statistischen Punkte mit, die es für das Grand National braucht – nur die Sorge ist, dass Favoriten es in diesem Rennen eher schwer haben. Und den ersten Drei befinden sich in den letzten 12 Jahren allerdings eine Menge Favoriten oder Joint Favorites und Cloth Cap kommt in die Liste derer, die wir für den Sieg auf jeden Fall auf dem Schirm haben.

Burrows Saint : Gewann das Irish Grand National 2019 und startet für Willie Mullins, und nun, die Iren dominieren dieses Rennen seit langem  -aber Acapella Burgeois hat sich beim letzten Aufeinandertreffen gegen den Stallgefährten durchgesetzte und gewann das Bobbyjo Chase mit knapp 4 Längen. Heute gibts Konkurrenz um die Führung und Burrows Saint mag heute den Untergrund vermutlich mehr als den weich/schweren Boden beim letzten Duell – aber zu doppelter Quote? Acapella Burgeois EW. Allerdings – der gute ist elf Jahre alt und damit vielleicht für den Sieg… naja, ihr wisst was ich meine.

Der Network Sohn gewann fünf seiner 19 Chase Rennen und platzierte in fünf weiteren und dieses Jahr hat er eine Niederlage im Goffs Thyestes Handicap Chase unter extremen Gewicht, einen guten zweiten Platz gegen Al Boum Photo und den Sieg gegen Burrows Saint im Formbuch – den letzten nachdem die Ratings für das Festival draußen waren. Denke er wird heute gute Chancen auf einen Platz haben

Magic Of Light war 2019 Zweite hier beim Grand National und ist nun zwei Jahre später mit 5lb mehr noch mal dabei . und sie hat durchaus gute Chancen, nachdem das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival von der Distanz her zu kurz war. Das heute ist viel mehr das, was sie bevorzugt und ein Platz sehe ich in Reichweite

Any Second Now – wäre letztes Jahr von Interesse gewesen, hatte ein gut geschütztes Handicap und sah wie gemacht für das Grand National 2020 aus – 2021 ist sozusagen die Ersatzdroge und es wird abzuwarten sein, wie und ob diese wirken wird – sein Rating wurde aber wieder gut geschützt und der Test in Navan über zu kurze Distanz ging ziemlich gut für ihn aus.

 

Minella Times: Hat den Rachael Blackmoore Faktor im Sattel udn ist in dieser Saison auf einem absoluten Formhoch. Dürfte noch besser dran sein als die 5lb im offiziellen Rating und das letzte Rennen bestärkt durch das Abschneiden der Konkurrenten in ihren folgenden Rennen die Form von Minella Times noch einmal deutlich. Kommt in die Liste der Favoriten. Hat im Dezember Farclas im Paddy Power Chase schlagen können, und hatte den Konkurrenten fest im Griff. Farclas ist noch jung, dafür aber auch sehr leicht und einer, der isch auf den Plätzen breit machen könnte-  im direkten Duell, gerade mit Blackmoore im Sattel

Lord Du Mesnil, Bristol De Mai, Kimberlite Candy, Secret Reprieve, Takingrisks, Hogans’s Height, Lake Vew Lad

Kimberlite Candy wurde im Dezember zweiter hinter Vieux Lion Rouge im Becher Handicap Chase und 2019 im Dezember im selben Rennen ebenfalls Zweiter. Aintree liegt ihm, er ist in Form und wurde für das Rennen hier geschützt. Chancen auf ganz vorne, wenn der Untergrund nicht zu schnell ist.

Potterst Corner gewann letztes Jahr die virtuelle Simulation des Grand Nationak, nachdem er zuvor das Welsh Grand National gewonnen hatte. Dieses Jahr ist er nur in Hurdle Rennen gelaufen, um sein Rating zu schützen und er ist eine der Wundertüten in dem Rennen – nicht wundern wenn er plötzlich vorne mi dabei ist.

 

Zusammenfassung:

Also, der Favorit ist zu Recht Favorit und Cloth Cap wird schwer zu schlagen sein, wenn er mit Aintree zurecht kommt. Minella Times hat den großen Blackmoore Bonus, während Any Second Now letztes Jahr der große Favorit gewesen wäre und dieses Jahr zumindest unter die ersten drei Picks gehört. Kimberlight Candy rundet das Packet für mich ab, es gibt aber einige interessante Außenseiter – Vieux Lion Rouge, Bristol De Mai, Takingrisks, Magic Of Light… die sehe ich alle durchaus mit einer Chance zu hoher Quote.

Picks Sieg: Cloth Cap, Any Second Now, Minella Times, Kimberlight Candy

Picks Platz: Vieux Lion Rouge, Bristol De Mai, Takingrisks, Magic Of Light.


08.04.2021 – Antree – SSS Super Alloys Manifesto Novices‘ Chase – Pick: Hitman

Pferderennen in England

1:45 SSS Super Alloys Manifesto Novices‘ Chase Gruppe 1

Distanz: 2m4f (2m3f200y) | Alter: 5yo+ | Untergrund: Gut bis weich (voraussichtlich)

 

Fusil Raffles: Der Saint Des Saints Sohn von Nicky Henderson kommt ursprünglich aus Frankreich und wechselte im November 2018 zu Henderson, der ihn gleich im Februar 2019 in Kempton im Gruppe 2 888Sport Take ‚Em On Adonis Juvenile Hurdle über 2 Meilen starten lies, welches Fusil Raffles mit Leichtigkeit gewinnen konnte. Trotz des einfachen Erfolges auf Gruppenebene beim Einstand in England musste man sich bis zum nächsten Jahr gedulden, um Fusil Raffles beim Cheltenham Festival bewundern zu dürfen – stattdessen gewann Fusil Raffles im Mai 2019 das Gruppe 1 AES Champion Four Year Old Hurdle in Punchestown – wieder mit einem super Lauf von ihm, gerade nach der letzten Hürde – Fusil Raffles zeigte einen Hang zum starken Sprint nach der letzten Hürde und schien mit der Distanz von 2m noch nicht ausgelastet zu sein.

Im November 2019 gewann er dann das Gruppe 2 Unibet Elite Hurdle über 2 Meilen knapp gegen Grand Sancy und musste den Versuch in Kemptom im Gruppe 1 Christmas Hurdle vorzeitig abbrechen – das Rennen war dann doch zu viel für ihn und der weiche Boden schien ihm auch nicht zu liegen – auf diesem konnte er das Tempo der Pacesetter nicht mitgehen – und da das Cheltenham Festival 2020 ebenfalls mit weichem Boden gesegnet war, stand sein Versuch im Unibet Champion Hurdle Challenge Trophy nicht unter den besten Vorzeichen.

Fusil Raffles hielt sich zunächst im Mittelfeld des Rennens, konnte den Anschluss ab der viertletzten Hürde aber nicht mitgehen und verlor zunehmend den Anschluss. Das war eindeutig zu viel des guten und die schnellen Rennen auf gutem Untergrund am Anfang 2019 schienen Fusil Raffles deutlich mehr zu liegen als die ausdauerbetonten Rennen beim Cheltenham Festival.

Seine Sprünge zuvor waren in der Regel sauber und schnell, daher wunderte es nicht, dass er mit seinem Speed und seinen gezeigten Sprüngen in der nächsten Saison zu den Chase Rennen wechselte, wo er im September 2020 seinen ersten Sieg in einem Klasse 4 Rennen feiern konnte und im Oktober in Cheltenham in einem Klasse 2 Rennen noch einmal nachlegte. Im nachfolgenden Gruppe 2 From The Horse’s Mouth Podcast Novices‘ Chase war der Untergrund am Ende doch schlechter als das deklarierte „gut bis weich“ und Fusil Raffles beendete das Rennen vorzeitig, nachdem er einige haarsträubende Sprünge gezeigt hatte. Und trotz der Aussage des Trainers, dass Fusil Raffles eher schnellen Untergrund bevorzugen würde, startete dieser im Dezember 2020 in Cheltenham im Jockey Club Cheltenham And SW Syndicate Novices‘ Chase und gewann dieses gegen den Favoriten Chantry Hourse und Lieutenant Rocco. Wieder zeigte Fusil Raffles einige schlechte Sprünge, hatte aber dieses Mal die Ausdauer, um das Rennen nach der letzten Hürde doch noch klar zu machen. Etwas überraschend, aber die deutlich längere Distanz von 2m4f schien ihm einen Formbosst zu geben, den Fusil Raffles auch zum Cheltenham Festival 2021 übertragen konnte.

Dort startete er im Marsh Novices Chase als 14/1 Außenseiter, setzet sich aber an die Spitze des Feldes bis er von Shan Blue überholt wurde, der sich ein bisschen zu wohl an der Spitze fühlte und zu weit und zu schnell an der Front zu Werke ging und an der vorletzten Hürde zum Feld zurück kam und am Ende nur abgeschlagener Fünfter wurde. Fusil Raffles hingegen war an der vorletzten Hürde noch fit und ging mit Chantry House mit, der allerdings an diesem Tag einfach zu stark war und das Rennen mit drei Längen für sich entschied-  aber Fusil Raffles war top fit und zeigte erneut eine sehr gute Leistung über 2m4f und weichen bzw. gut bis weichen Untergrund. Wenn er sein Formhoch halten kann, dass wird er hier sicher um den Sieg mitlaufen können

Rennpferd Tipps: Mag angeblich keinen weichen Boden, gewann aber über 2m4f ein Chase Rennen in Cheltenham auf eben diesem Boden und legte im Marsh Novices‘ Chase mit einem klaren zweiten Platz nach. Baut noch ab und zu schlechte Sprünge ein, aber scheint ein neues Formhoch gefunden zu haben und wird hier groß auflaufen können.

Hitman: Der Falco Sohn von Paul Nicholls kommt ursprünglich aus Frankreich und bestritt seine Rennen dort für G Macaire. Die ersten drei Rennen waren durchaus vielversprechend, so belegte er in der Zeit vom Dezember 2019 bis zum Januar 2020 einen ersten und einen zweiten Platz –  und einmal lief er aus dem Kurs raus als er an der neunten Hürde viel zu weit nach Links sprang. Das war trotzdem alles eine sehr gute Leistung und er wechselte danach zu Paul Nicholls, der ihn noch zusätzlich einer Operation an der Luftrühre unterzog, damit sein neuer Schützling besser Luft bekommen solte.

Das hat sich offensichtlich gelohnt, denn als er im November 2020 sein erstes Rennen für den neuen Trainer bestritt, gewann er das Klasse 3 Rennen über 2 Meilen mit einem immensen Abstand von über 30 Längen zu seinen Verfolgern. Zwar war dieser Vorsprung auch durch einen Sturz seiner Verfolger begünstigt, an seinem Sieg hätte das aber ohnehin nichts geändert.

Für sein zweites Rennen über Hürden hatte sich Hitman un sein Trainer Paul Nicholls das Planteur At Chapel Stud Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene ausgesucht. Der Sprung im Niveau zusätzlich zum weichen Boden war noch etwas zu viel für Hitman, der zu lange brauchte um sich in das Rennen zu finden und nicht mehr an Allmankind heran kam, der sich auf der Rückgerade vor den letzten beiden Hürden über 5 Längen vor das Feld gesetzt hatte. Allmankind zeigte an diesem Tag einen hervorrragenden Front Runner Lauf und Hitman hatte nie eine Chance, die gesamte Distanz zum Sieger wieder gut zu machen, reduzierte aber die zwischenzeitlich 10 Längen Distanz zwischen ihm und Allmankind auf dem Weg zum Ziel immerhin auf unter 3 Längen und zeigte auch an der letzten Hürde einen hervorragenden, kraftvollen Sprung.

In Sandown im Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase im Februar ging es in das lang ersehnte Duell mit Shan Blue, welches für Hitman aber mit einem Sturz an der zwölften Hürde verfrüht zu Ende ging. Bis dahin hatte Hitman eigentlich extrem stark ausgesehen, umso bedauerlicher, dass er das Rennen nicht zu Ende laufen konnte. Statt dann zum Cheltenham Festvial zu gehen nahm Trainer Paul Nicholls doch lieber ein leichteres Rennen ins Visier und lies ihn in Newbury im BetVictor Novices‘ Chase auflaufen, wo er, wie es sich, wie es sich für einen echten Favoriten gehört, das kleine drei Konkurrenten Rennen dominierte und mit Leichtigkeit gewann. Seine Sprünge waren größtenteils OK, ein paar Schrecksekunden gab es aber trotzdem, wie etwa an der viertletzten Hürde. Ohen diese wäre er mir hier und heute natürlich lieber, aber da ich ihn beim Cheltenham Festival schmerzhaft vermisst habe, hoffe ich, dass er hier und heute ein wenig wiedergutmachung betreiben kann.

Distanz und Untergrund sollten passen.

Rennpferd Tipps: Eigentlich hoch gehandelt für das Cheltenham Festival vor seinem Sturz im Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase und hat sein Selbstvertrauen mit einem Kantersieg auf gutem Untergund in Newbury wieder herstellen könnne. Sollte mit jeder Art von Untergrund zurecht kommen und hat noch viel Luft nach oben.

The Shunter: Der Stowaway Sohn von Trainer Emmet Mullins ist für seinen Trainer derzeit in bestechender Form. Emmet Mullins hat den ehemaligen Schützling von John O. Clifford zur neuen Hochform gebracht, denn für seinen alten Trainer konnte The Shunter in 18 Rennen nicht einen Sieg davontragen, dabei war es egal ob er auf dem Flat in NHF Rennen oder über Hürden oder in Chase Rennen startete, mehr als ein dritter Platz war nicht drin.

Auch für Emmet mullins begann es mit The Shunter im Juli 2020 eher ruhig mit einem vierten Platz, aber schon im September gab es in einem Maidenrennen (im dritten Jahr über Hürden!) den ersten Sieg und nur zwei Wochen später legte The Shunter in Punchestwon über 2m5f einen Kantersieg mit 18 Längen Vorsprung hin. Sowohl die Distanz von 2m5f als auch der weiche Boden schienen ihm gut zu tun und der nachfolgende vierte Platz im Gruppe 3 Paddy Power From The Horses Mouth Podcast EBF Novice Chase kann auch der gewählten Taktik zugeschrieben werden, das Feld von hinten aufzurollen. Das gelang The Shunter beim ersten Versuch auf Black Type Ebene noch nicht und er musste sich am Ende mit 12 Längen Rückstand zufrieden geben.

Aus dem Fehler hatten Trainer, Pferd und Jockey aber gelernt und schon zwei Wochen später klappte es mit anderer Taktik und kürzere Distanz im Unibet Greatwood Handicap Hurdle mit dem Sieg auf Gruppenebene. The Shunter hielt sich an den Hufen der Pacesettern, wurde aber vom Tempowechsel 3 Hürden vor dem Ziel kalt erwischt und musst den Rückstand bis zur letzten Hürde wieder gutmachen, nach dem letzten Sprung hatte er den Anschluss aber endgültig wieder gefunden und kam mit einem kraftvollen Sprint über die letzten Meter über die verkürzte Distanz von 2 Meilen am Ende mit drei Längen Vorsprung ins Ziel.

Beim nachfolgenden Matheson Handicap Chase im Februar 2021 über erweiterte zwei Meilen und weichen Untergrund wiederholte sich das Spiel aus dem letzten Rennen zum Teil – wieder wurde The Shunter zwischen der drittletzten und vorletzten Hürde von dem anziehenden Tempo überrascht und verlor an Boden und musste versuchen, diesen danach wieder gut zu machen, was aber in diesem Handicap nicht gelang. Er holte einen sicheren dritten Platz, war aber nicht in Schlagreichweite zu den ersten beiden. Im bet365 Morebattle Hurdle über 2m in Kelso musste The Shunter hart ämpfen, um am Ende als Sieger darzustehen, hatte aber auch das Problem, dass er wesentlich weiter hinten im Feld einsortiert wurde, als ihm lieb war und er sich erst einmal in die Position bringen musste, um über die letzten Hürden angreifen zu können, hatte aber dann auch genug Kraft um den angriff zu Ende zu bringen und mit knapp 1,2 Längen zu gewinnen. Das war ein Arbeitssieg, aber über längere Distanz und gegen deutlich schwerere Konkurrenz im Gruppe 3 Paddy Power Plate Handicap Chase beim Cheltenham Festival gewann The Shunter dann mit drei Längen gegen Farclas.

Dieses Mal überlies er nichts dem Zufall und übernahm die Führung des Feldes und bestimmte so selbst das Tempo, wurde dann aber doch von einem Außenseiter als Pacesetter abgelöst und begnügte sich damit, diesem an den Hufen zu bleiben. Der Außenseiter Kitealy Briggs schwächelte dann auch wie erwartet und gab die Führung wieder an The Shunter ab, der ab der vorletzten Hürde das Rennen für sich klar machte und den Hügel in Cheltenham kraftvoll bewältigen konnte.

2m4f und schneller Boden schienen das Beste aus ihm heraus zu holen, und die selben Konditiaonen bekommt er heute.

Rennpferd Tipps: Kommt immer besser in Form und läuft für Emmet Mullins wie ausgewechselt auf. Starker Sieg beim Cheltenham Festival und mit fast identischen Vorraussetzungen hier vielleicht auf dem Weg zum ersten Gruppe 1 Sieg.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte. Ich denke auch heute ist wieder ein Platz drin

Rennpferd Tipps: Zwei zweite Plätze hinter Shishkin – zwar abgeschlagen, aber immerhin. Er ist der, der die Scherben aufsammelt, sollte etwas für die Favoriten schief gehen.

 


27.03.2021 – Meydan – Dubai Turf – Pick: Al Suhail

Pferderennen International

16:30 Dubai Turf

Das Dubai Turf sollte sich unter den ersten vier Favoriten abspielen, es wäre schon eine große Überraschung, wenn keiner dieser Favoriten sich hier durchsetzen könnte und einer der Außenseiter am Ende auf dem Treppchen landen würde. Nicht ausgeschlossen, dass sich einer der außenseite runter den ersten Drei platzieren kann, aber der Sieg dürfte an einen der Favoriten gehen, dafür ist der Formunterschied zwischen den Startern doch zu groß.

Lord North: Der Dubawi Sohn begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht, allerdings nicht beim Gruppe 1 Qipco Champion Stakes im Oktober, wo er den letzten Platz belegte.

Er ist deutlich besser als das und konnte nachfolgend über 1m4f und schnelleren Untergrund im Breeders‘ Cup Turf einen soliden vierten Platz einsammeln. Zwar hatte Lord North auch hier nicht das Tempo um die Sieger auf den letzten Metern in Gefahr zu bringen, hatte aber einen starken Lauf vom hinteren Bereich des Feldes nach vorne und konnte einige bekannte Namen hinter sich lassen.

Das heute ist wesentlich einfacher und wenn er über die Pause nichts von seiner Form verloren hat, ist er ein würdiger Favorit.

Lord Glitters: Der Whipper Sohn von Trainer  David O’Meara ist einer der Verteranen im Feld und ist schon ganz schön weit rumgekommen in der Welt. Frankreich, England, Amerika, Arabische Emirate – alles schon gesehen, alles schon gelaufen, und vielleicht hilft ihm seine Erfahrung heute, wieder etwas zählbares am Ende des Rennens zu erreichen.

Am Anfang seiner Karriere startete er für C. Loutoux und hat sich nach seinem Debüt 2016 gleich in zwei weiteren Rennen gewinnen können und danach in seinem ersten Versuch in einem Listed Rennen mit einem guten zweiten Platz abschneiden können, als er  im Grand Prix du Lion-d’Angers in Frankreich startete.

In der nächsten Saison waren auch die Kurse in Frankreich der Schauplatz der besten Rennen der Saison von Lord Glitters, denn hintereinander gewann Lord Glitters 2017 das Prix du Bu, das Prix Lavandin und dann in Ascot das Balmoral Handicap. Das Rennen im Oktober war das bisher schwerste Rennen, welches Lord Glitters bestritten hatte, und die Art, wie er das Rennen gewinnen konnte, lies keine Zweifel daran, dass Lord Glitters zu denen gehörte, die in der nächsten Saison auf die Gruppenebene gehörte. Daran änderte auch der zweite Platz im Saisonabschluss im Price Bailey Ben Marshall Stakes auf Listed Ebene nichts, bei dem Lord Glitters ziemlich enttäuschte.

Lord Glitters kehrte im Heritage Handicap in Donacster im März zurück auf die Rennstrecke und konnte sich dort erneut in guter Verfassung präsentieren, indem er einen zweiten Platz hinter Addeybb belegen konnte. Es mag daran gelegen haben, dass der Untergrund so früh in der Saison noch sehr weich gewesen ist und dass er gut drei Kilo schwerer als der Favorit ins Rennen gegangen war, dass er am Ende keine Chance gegen Addeybb hatte, denn im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Royal Ascot konnte Lord Glittes dann auf schnellerem Boden überraschen.

Zwar half ihm die Tatsache, dass sämtliche Favoriten in dem Rennen schwächelten und keine Rolle um den Sieg spielten. So hatten die Außenseiter rund um Accidental Agent das Rennen für sich und Lord Glitters war mitten drin im Kampf um den Sieg, als er in der Mitte der Bahn beschleunigte und sich an Accedential Agent herankämpfte, der einige Längen Vorsprung mit seinem Tempowechsel erkämpft hatte.

Am Ende trennte ihn nur eine halbe Länge vom Sieger und Lord Glitters konnte bereits einen Monat später im Gruppe 2 Summer Mile Stakes beweisen, dass diese Leistung keine Ausnahme war, denn auch im Gruppe 2 Summer Mile Stakes  in Ascot schaffte Lord Glitters einen hervorragenden zweiten Platz. Dieses Mal war es nur ein Nacken der ihn vom dem Sieger und Favoriten Beat The Bank und es fehlte nicht viel zum Erfolg in Ascot – in beiden Rennen!

Beim Sussex Stakes beim Glorious Goodwood Festival verpasste Lord Glitters beim Schlusssprint etwas den Anschluss und kam nicht rechtzeitig in Gang um noch den Anschluss an die Sieger zu halten, machte aber einiges an Boden gut direkt vor dem Zieleinlauf.

Er ging danach den Weg nach York auf die 1771m zum Strensall Stakes auf Gruppe 3 Ebene, einem Rennen mit etwas niedrigerem Niveau, welches Lord Glitters auch am Ende gewinnen konnte – wenn auch nur mit einem harten Kampf gegen den Co Favoriten Mustashry, der auf der Zielgeraden einfach nicht nachgeben wollte.

Dann begann die Zeit der großen Reisen für Lord Glitters, zum einen nach Kanada zum Gruppe 1 Woodbine Mile, wo er allerdings keine Rolle um den Sieg spielte, dann wieder zurück nach Ascot zum Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes, wo er immerhin einen sechsten Platz nicht allzu weit hinter dem Sieger Roaring Lion belegte. Und dann ging es wieder auf Reisen nach Meydan im März zum Dubai World Cup Festival, wo er im Dubai Turf auf Gruppe 1 Ebene startete. Bei dem international angetretenen Top Niveau wie Almond Eye war Lord Glitters als klarer Außenseiter angetreten, konnte aber zusammen mit Vivlos als einzige die Verfolgung von Almond Eye aufnehmen und belegten in einem der schwersten Rennen des Dubai World Cups einen guten dritten Platz.

Zurück in England zwei Monate später scheiterte Lord Glitters aber deutlich im Al Shaqab Lockinge Stakes, bei dem er nie richtig in Gang kam sich sichtlich nicht wohl fühlte – ganz im Gegensatz zum Queen Anne Stakes, bei dem er sich von seinem zweiten Platz im letzten Jahr noch einmal verbessern konnte und sich am Ende als Sieger knapp vor Beat The Bank platzieren konnte. Das Rennen war das beste Rennen, welches Lord Glitters jemals abgeliefert hat und letztes Jahr war Lord Glitters im Sussex Stakes dritter – konnte diesen Erfolg bei der Wiederholung des Rennens im Jahr 2019 allerdings nicht wiederholen und scheiterte mit einem fünften Platz überraschend deutlich an Too Darn Hot und dem Front Runner Circus Maximus und auch im nachfolgenden Juddmonte International lief es nicht wirklich besser für ihn, am Ende gab es einen sechsten Platz hinter Japan, der den langen Zieleinlauf zu schätzen wusste und einen Überraschungssieg landete.

Lord Glitters startet aber noch zweit weitere Male in der neuen Saison, einmal in Ascot im Oktober im Queen Elisabeth II Stakes, wo er eine weitere herbe Niederlage und einen achten Platz kassierte, und dann noch im November im Amerika im Breeders Cup Mile. Allerdings hätte er sich den weiten Weg nach Santa Anita auch sparen können, denn näher als einen neunten Platz und 5 Längen Rückstand kam er dem Sieg auch bei seinem letzten Rennen im Jahr 2019 nicht.

2020 besserte sich seine Form ein wenig, zwar konnte Lord Glitters in dem gesamten Jahr keinen einzigen Sieg feiern, aber er holte einige interessante Platzierungen, etwa im Gruppe 1 York Stakes, wo er das Feld von hinten aufzurollen versuchte und immerhin auf einem dritten Platz ins Ziel einlief. Wie das letzte Jahr schon war das Queen Elisabeth am Ende des Jahres zu viel für ihn und dieses Mal sparte er sich den Weg nach Amerika und ging stattdessen nach Bahrein, wo er eine Vorliebe für den nahen Osten zu entwickeln schien.

Die Bahrain International Trophy schloss er noch mit einem knappen fünften Platz ab, war dabei aber nur 1,5 Längen hinter dem Sieger und durchaus mit dabei beim Kampf um den Sieg und 2021 lief er dann in Meydan auf.

Im Januar gab er sein Debüt in Dubai und gewann das Singspiel Stakes mit einem starken Lauf, bei dem er in den letzten drei Furlong praktisch das gesamte Feld aufrollte. Im Al Rashidiya im Februar kam er mit der selben Taktik immerhin auf einen dritten Platz und hatte einfach zu viele Pferde zwischen sich und den Front Runnern und war nie so nah an den Siegern dran wie vor der Ziellinie – es trennten ihn wieder weniger als eine Länge von den beiden Siegern, der zweite Platz war sprichwörtlich nur eine Nase entfernt.

Im Jebel Hatta schließlich traf er auf einige der heutigen Konkurrenten, wie Eqitraan und Al Suhail, die sich beide eher im vorderen Drittel des Feldes orientierten, wärhend Lord Glitters wieder das Feld von hinten aufzurollen versuchte. Er hatte seinen Schlusssprint auf den letzten beiden Furlong gut getimet und hatte eine freie Bahn um den Rest des schwächelnden Feldes ins Visier zu nehmen. Auf dem letzten Furlong hatte er nur noch Eqitraan und Al Suhail vor sich, die er knapp vor dem Ziel ein- und überholte. Starker Lauf, der heute mit genügend Tempo im Rennen durchaus wiederholt werden könnte.

Al Suhail: Der Dubawi Sohn von Charlie Appelby ist noch recht neu dabei. Er begann seine Karriere in Newmarket und belegte dort im Juli 2019 auf Anhieb einen zweiten Platz, besserte sich dann in Yarmouth und gewann ein Class 4 Novice Rennen über 7f und ging dann über das Gruppe 3 Betway Solario Stakes in Sandown zum Gruppe 3 Dubai Autumn Stakes in Newmarket, wo er beide Male platzieren konnte. In beiden Rennen, sowohl auf dem schnellen Boden in Sandown als auch dem langsameren Boden in Newmarket, sah er wie eine große Gefahr für die späteren Sieger aus, nur damit ihm auf den letzten Metern sprichtwörtlich die Puste ausging und er die Sieger knapp ziehen lassen musste.

Das war schon mal sehr vielversprechend gewesen für die erste Saison und die zweite wurde im Juni 2020 im Gruppe 1 Quipico 2000 Guineas Stakes direkt ziemlich hoch angegangen, und wie nach der langen Pause zu erwarten war, verlief der erste Start direkt auf Gruppe 1 Ebene eher unterdurchschnittlich. Al Suhail fügte sich nicht wirklich ins Rennen und war zu wild am Anfang, nur um dann wieder stark zu ermüden. Beim zweiten und einzigen weiteren Start in der neuen Saison, dem Bahrain International Sir Henry Cecil Stakes auf Listed Ebene fegte Al Suhail dann allerdings die Konkurrenz sprichwörtlich zur Seite und gewann unangefochten mit sechs Längen Vorsprung.

Er wechselte dann nach Dubai, wo er nach einer 240 tägigen Pause im Gruppe 1 Jebel Hatta Sponsored By Emirates Airline auflief: der Favoritenstatus war für Al Suhail nach so einer langen Pause vielleicht noch ein wenig gut gemeint gewesen, aber der dritte Platz war eine sehr ansprechende Leistung und es wäre auch mehr drin gewesen, wenn Al Suhail nicht wieder kurz vor dem Ziel keine Kraft mehr gehabt hätte.

Kommt die selbe Formsteigerung zum zweiten Rennen in der Saison wie letztes Jahr, erwarte ich aber großes heute beim Dubai Turf von ihm!
Eqitraan ist in der Form seines Lebens und besserte sich seit seiner klaren Niederlage gegen Lord Glitters im Januar im Singspiel Stakes, um im Februar im Zabeel Mile bis auf eine halbe Länge an D’bai heranzukommen und er trennte den Sieger Lord Glitters und den Dritten Al Suhail im Jebel Hatta im März. Eigentlich mag ich es nicht, Veteranen mit einer eher moderaten Bilanz an Siegen in so einem Rennen wie hier zu tippen, aber wie schon gesagt – er ist in der Form seines Lebens und gehört in die Vorhersage für die Trifecta mit hinein.

Wie im übrigen auch Vin De Garde aus Japan, der letzten Herbst das Fuji Stakes gewann und im Mile Championship mit unter 3 Längen unterlag. Seine Bilanz an Gruppensiegen in Japan ist eher unterdurchschnittlich, aber die Rennen dort sind in der Regel sehr hart besetzt und ich kann mir eine Überraschung mit ihm vorstellen.


27.03.2021 – Meydan – Dubai World Cup – Pick: Salute The Solider EW

Pferderennen International

17:50 Dubai World Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 10.000.000 USDFlachrennen  |  Geläuf: Sand  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Letztes Jahr war der Dubai World Cup auf Grund der Covid 19 Pandemie gecancelt worden, aber dieses Jahr findet er statt – wenn auch erneut unter den Auswirkungen der Pandemie. So sehen wir dieses Jahr trotz des wie üblich eher üppigen Preisgeldes viele eher unbekannte Namen und das Rennen ist offen wie selten.

Offensichtlich wollen viele Besitzer und Syndikate es vermeiden, ihre Millionen schweren Investitionen durch internationale Reisen zu gefährden, oder die Reisebeschränkungen machen einen Strich durch die Rechnung, oder ein Teil des Teams musste in Quarantäne – es gibt viele Gründe dieses Jahr, warum es ist wie es ist, aber wir können uns sicher trotzdem auf ein spannendes Rennen freuen, denn viele der heutigen Teilnehmer sind in Dubai schon ziemlich erfahren und spielen sozusagen im Heimstadion auf. Es gibt nur wenige aktive europäische Besucher, wie etwa Many Clouds,dafür aber einige interessante Amerikaner, die mit dem Dirt Kurs naturgemäß besser zurecht kommen. Jesus‘ Team und Mystic Guide allen voran.

und so wird es wohl darauf hinauslaufen, wie viel Wert die einzelne Form des jeweiligen Rennpferdes im Vergleich zu den anderen Wert ist. Ich gehe vor allem mit Salute The Soldier, nicht etwa, weil er mit Abstand die stärkste Form hat (das wäre wohl eher Jesus‘ Team und Mystic Guide), sondern weil ich denke, dass sein Stil als Front Runner das Rennen entscheiden könnte. Dann Mystic Guide und Jesus‘ Team, mein Trifecta für den Dubai World Cup.

 

Mystic Guide: Der Ghostzapper Sohn von Trainer Micheal Stidham begann seine Karriere im Februar 2020 auf dem Kurs Fair Grounds in den USA und belgte über 6f einen respektablen dritten Platz, steigerte sich mit zunehmender Distanz aber beim zweiten Versuch auf dem selben Kurs und gewann über die erweiterte Meile im März 2020 mit über 5 Längen Vorsprung, war aber nach seinem guten Einstand auch als Favorit geführt worden. Eigentlich war in der Saison noch ein Start im Gruppe 3 Matt Winn Stakes geplant gewesen, was aber nicht zu Stande kam, stattdessen ging es 75 Tage später in Belmont Park in einem Allowance Rennen weiter, wo sich Mystic Guide aber klar Tap It To Win geschlagen geben. Der Konkurrent schlug sich danach auf Gruppe 1 Ebene recht solide, Mystic Guide hingegen verschlug es zum Peter Pan Stakes in Saratoga, wo er aber wieder den beiden Siegern Country Grammer und Caracaro nicht gefährlich werden konnte. Immerhin hielt er aber den dritten Platz mit Abstand auf die Verfolger und konnte sich über ein wenig Preisgeld freuen.

Mit dem nächsten Start lies er sich wieder ein wenig Zeit und visierte das Gruppe 2 Jim Dandy Stakes in Saratoga an, welches er sogar gewinnen konnte. Der Favorit Dr. Post konnte an diesem Tag nicht liefern und Mystic Guide gelang es, das gesamte Feld auf der letzten Hälfte des Rennens zu überholen und auf dem letzten Furlong das Rennen für seinen Jockey Jose Ortiz klar zu machen. Das war eine ziemlich starke Leistung und er schlug den heutigen Konkurrenten Jesus‘ Team, der danach aber noch einige Rennen bestritt und seine Form bessern konnte.

Aber auch Mystic Guide legte noch einen drauf und verpasste im Jockey Club Gold Cup Stakes nur knapp den Sieg auf Gruppe 1 Ebene. Das Rennen im Oktober Jockey Club Gold Cup Stakes rlief eigentlich nach Plan, der Favorit Tacius setzte das Tempo, wurde aber von Mystic Guide permanent unter Druck gesetzt und nach dem Einbiegen in die Zielgerade sogar von Happy Saver und Mystic Guide sorichtwörtlich in die Zange genommen. Tacitus schwächelte beim Zieleinlauf und Mystic Guide sah kurz danach aus, als würde er Happy Saver überholen können, kam dem Konkurrenten aber augenscheinlich zu nahe und scherte leicht nach rechts aus, verlor minimal Momentum und schaffte es nicht, diesen Rückstand dann wieder aufzuholen.

Zur Vorbereitung auf dieses Rennen hier Leif Mystic Guide dann noch im Februar im Gruppe 3 Oaklawn Park Razorback Handicap, und in diesem Rennen konnte sich Mytsic Guide unter hohem Gewicht für den Dubai World Cup durchaus empfehlen. Denn obwohl er mit 8-9 relativ schwer unterwegs war und der Kurs auf Grund des Regens eher langsam war, konnte sich Mystic Guide mit einem Lauf an der Außenseiter des Feldes in Position bringen, um 2f vor dem Ziel die Führung des Feldes zu übernehmen und auf dem letzten Furlong den Vorsprung auf die Verfolger bis auf 6 Längen auszudehnen. Das war eine ziemlich beeindruckende Leistung gewesen, allerdings sind die Konditionen heute mit dem schnelleren Boden und härteren Gegnern natürlich ein wenig anders – und der alte Konkurrent Jesus Team war nicht untätig und hat seine eigene Form deutlich steigern können nach dem letzten Aufeinandertreffen.

Jesus‘ Team: Der Tapiture Sohn von Trainer Jose Fancisco D’Angelo begann seine Karriere in Gulfstream Park im Mai 2020 mit einem sechs Längen Sieg über 1 Meile. Das Rennen war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, denn wenige können bei ihrem ersten Start als Galopper sofort eine solche Form vorweisen. Es ging danach auch direkt in ein deutlich härteres Rennen auf dem selben Kurs, das Claiming rennen beendete Jesus‘ Team am Ende auf einem zweiten Platz und zeigte damit erneut eine gute Form.

Mit zwei soliden Rennen im Rücken ging es danach direkt in die Gruppenrennen, seinen ersten Versuch auf diesem Niveau absolvierte Jesus‘ Team im Julo 2020 im TVG.com Haskell Stakes in Monmouth Park, wo er zwar als Außenseiter startet, mit einem vierten Platz aber eine durchaus solide Form zeigte, auch wenn es auf dem letzten Metern nicht mehr reichte, um mit den Siegern noch mitzugehen. Den vierten Platz hatte er sich allerdings deutlich vor seinen Verfolgern gesichert und war damit seiner Quote deutlich entlaufen.

Im August belegte er dann in einem Listed Rennen auf dem selben Kurs den zweiten Platz gegen den Favoriten Pneumatic, der nach seinem vierten Platz im Belmont Stakes als Favorit gestartet war und mit einem Tempowechsel 2f vor dem Ziel die Konkurrent im Pegasus Stakes kalt erwischt hatte. Über 1m1f im Jim Dandy Stakes konnte Jesus‘ Team nicht von der Schwäche des Favoriten Dr Post profitieren und lies in seinem Schlusssprint ein wenig den Biss vermissen, den der Sieger Mystic Guide auf dem letzten Furlong zeigte. Stattdessen musste Jesus‘ Team auf den letzten 110 Yards auch noch den zweiten Platz abgeben und konnte auch im nachfolgenden Preakness Stakes nur einen dritten Platz verbuchen.

Nur? Nein, im Preakness Stakes war das natürlich eine hervorragende Leistung, auch wenn der dritte Platz 10 Längen hinter den beiden Siegern war – dieses Rennen auf dem dritten Platz beenden zu können ist schon famos und bringt nicht gerade wenig Preisgeld ein, und das mit Jesus‘ Team auf hohem Niveau immer zu rechnen ist zeigte er dann auch wieder im Big Ass Fans Breeders‘ Cup Dirt Mile. Auch in diesem Champions League Rennen startete Jesus‘ Team wieder als klarer Außenseiter mit einer Quote jenseits der 50, holte sich aber überraschend den zweiten Platz mit einem starken Schlusssprint. Gegen Knicks Go hatte er keine Chance, aber das geht völlig in Ordnung, denn der Konkurrent holte sich im Januar den Sieg im Pegasus World Cup Invitational Stakes, wo Jesus Team erneut den zweiten Platz erringen konnte. Knicks Go ist eine andere Liga, und gegen leichtere Konkurrenten kann Jesus Team durchaus gewinnen,  wie er zwischen den beiden Duellen mit Knicks Go im Claiming Crown Jewl Stakes bewiesen hat. Das Rennen war nicht ganz so komfortabel für ihn gelaufen wie gehofft, aber immerhin hat er als Favorit gewinnen können.

Ich glaube aber, dass er von der Quote her hier wieder ein wenig übersehen wird.

Salut The Soldier: Der Sepoy Sohn von Trainer Fawzi Abdulla Nass lief eine ganze Weile für Clive Cox in England, bevor er im Januar 2020 nach Meydan wechselte. allerdings lief er wie gesagt vorher drei Jahre lang für Clive Cox auf, der mit ihn in verschiedenen, guten Handicaps durchaus beachtliche erfolge feiern. So lief er 2019 unter anderem im Betway Handicap in Bath im April oder dem New & Lingwood Handicap in Goodwood im Juli auf das Treppchen, bevor er in Goodwood das Ladbrokes Where The Nation Plays Handicap und in Ascot das Cunard Handicap knapp gewinnen konnte. Nur in zwei Rennen im gesamten Jahr verpasste Salut The Solider den Sprung auf das Treppchen, so dass der Wechsel nach Dubai zu diesem Zeitpunkt durchaus Sinn gemacht hat.

In Meydan legte er im Januar 2020 gleich mit einem Sieg los, obwohl er als klarer Außenseiter gestartet war. Er hatte sich in Dubai aber offensichtlich gut eingefunden und legte al ähnlich hoher Außenseiter im Gruppe 2 Zabeel Mile Sponsored By Al Tayer Motors im Februar mit einem knappen vierten Platz noch einmal nach. Salut The Soldier hatte versucht das Feld über die Distanz zu führen und hätte den Favoriten fast das Rennen gestohlen und scheiterte erst an den letzten 55 Yards mit dem Versuch

So richtig an das können von Salut The Solider wollte man offensichtlich aber immer noch nicht glauben, denn einen Monat später im Gruppe 3 Burj Nahaar Sponsored By Emirates Holidays startet er immer noch als einer der Außenseiter, wenn auch mittlerweile mit zweistelliger Quote. Dieses Mal konnte Salute The solider die Führung zwar nicht übernehmen, das war die Aufgabe von Heavy Metal, der am Ende als letzter ins Ziel einlief und mit dem Tempo offensichtlich auch nie vor gehabt hatte, tatsächlich bis zum Ende um den Sieg mitzuspielen. Umso besser für Salut The Solider, der den schwächelnden Front Runner 2 Furlong vor dem Ziel überholte und seinen Vorsprung immer weiter bi s auf 5 Längen ausbauen konnte.

Mit diesem Sieg endete die Saison allerdings auch schon, denn Covid verbreitete sich auch in den Emiraten zunehmend und der Dubai World Cup 2020 fiel leider aus. Die lange Pause schien Salut The Soldier Probleme zu bereiten, denn er brauchte zwei Rennen, um sich langsam wieder in Form zu bringen und kam in seinem Debüt auf Listed Ebene im Dubai Creek Mile Presented By Longines nicht über einen vierten Platz hinaus und konnte auch in der ersten Runde der Al Maktoum Challenge seinen Schlusssprint nicht überzeugend anbringen.

In der zweiten Runde der Al Maktoum Challenge kam die Form dann im Februar aber zurück und Salute The Solider griff auf den letzten beiden Furlong von seiner Position hinter den Führenden an und konnte die Führung auch schnell übernehmen und musste dann nur noch den angriff von Thegratcollection abwehren, um seinen ersten Sieg in der neuen Saison feiern zu können.

Dann kam der nächste Paukenschlag in Form der dritten Runde der Al Maktoum Challenge, dieses Mal auf Gruppe 1 Ebene und gegen einige interessante Konkurrenten wie Secret Ambition, Roman Rosso oder Hypothetical. Wie bei seinem letzten großen Sieg übernahm Salute The Soldier die Führung in dem Rennen und baute diese auf dem letzten Furlong weiter aus und hielt damit Hypthetical auf ca. 1,5 Längen Abstand. Gerade auf den letzten Metern des 1m2f Rennens sah Salute The Solider extrem stark aus und könnte die Konkurrenten aus dem letzten Rennen damit erneut hinter sich lassen.

Military Law: Der Dubawi Sohn rangiert hier vor allem wegen seiner Rennen im Jahr 2020 unter den Favoriten, konnte er doch gegen das damals wohl schnellste Pferd der Welt, Benbatl, mit nur zwei Längen Rückstand in der zweiten Runde der Al Maktoum Challenge einen sehr guten zweiten Platz holen – weit vor dem Rest des Feldes wie etwas dem weiteren Favoriten Gronkowski oder Roman Rosso. in die dritte Runde der al Maktoum Challenge ging es für ihn dann als Favorit, musste sich da aber Matterhorn geschlagen geben. Er kam mit einem Sieg aus der langen Sommerpause und gewann die erste Runde der Al Maktoum Challenge 2021 noch vor dem heutigen Konkurrenten Salute The Solider, scheiterte danach aber in Riyad in Saudi Cup über 1m1f, wie im Vorfeld aber schon erwartet worden war.

Das heute dürfte tatsächlich einfacher für ihn sein und ich wäre nicht überrascht, wenn er um den Sieg mitlaufen könnte.

Hypothetical lief in der dritten Runde der Al Maktoum Challenge ein hervorragendes Rennen und beendete dieses auf dem zweiten Platz, muss sich aber bessern um Salute The Solider bei gleichen Bedingungen schlagen zu können und wird sich hier einigen stärkeren Konkurrenten stellen müssen.

Many Clouds wird hier beweisen müssen, dass er sowohl mit dem neuen Untergrund als auch mit der stärkeren Konkurrenz umgehen kann -das wird nicht einfach, aber der Import aus Frankreich startet hier nicht nur wegen dem guten Wetter.

Pick: Salute The Solider / Mystic Guide / Jesus Team


27.12.2020 – Leopardstown – Paddy’s Rewards Chase – Pick: Chacun Pour Soi (mit Bauchschmerzen)

Pferderennen in Irland

14:10 Paddy’s Rewards Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.420 m  |  Preisgeld: 100.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Chacun Pour Soi: Der  Policy Maker Sohn von Trainer Willie Mullins hat noch nicht viele Rennen bestritten, aber schon einige Ausrufezeichen setzten können und wird heute als klarer Favorit starten. Leider mussten wir beim letzten Festival auf ihn verzichten, aber vielleicht wird das ja beim Jahr 2021 was – wenn er hier performt, dann wird er auch beim Festival als einer der Favoriten starten dürfen.

Dabei begann seine Karriere im Jahr 2015 noch recht ruhig in Frankreich, wo so viele spätere Stars von Willie Mullins ihre Karriere begannen. Er startete zunächst bis in das Jahr 2016 auf dem Festland in Europa und nahm an einigen Black Type Rennen auf dem Flat teil, bevor er zu Willie Mullins wechselte – allerdings musste man sich bis zu seinem ersten Start lange gedulden, denn Mullins lies ihn erst vier Jahre später in Naas im März 2019 das erste Mal auflaufen!

Vier Jahre Training unter dem Champion Trainer hatten sich aber augenscheinlich ausgezahlt, denn Chacun Pour Soi ging nach dem ersten Sieg in seinem Beginners Chase (mit 31 Längen!!) weiter und gewann im Mai 2019 das Gruppe 1 Ryanair Novice Chase gegen Defi Du Seuil! Das war ein ziemliches Ausrufezeichen, welches man auch einem Schützling von Willie Mullins nicht ohne weiteres bei seinem gerade einmal zweiten Start zugetraut hatte, aber das Warten hatte sich offensichtlich gelohnt und Chacun Pour Soi konnte noch in seiner ersten Saison seinen ersten Gruppe 1 Sieg über 3219m sichern, und das gegen absolute Top Konkurrenz!

Damit konnte er zufrieden in die Sommerpause gehen, die mit einem Start im Paddys Rewards Club Chase auf Gruppe 1 Ebene im Dezember 2019 beendet wurde. Das 3420m Rennen hätte eigentlich ein lockerer Einstieg für Chacun Pour Soi werden sollen, allerdings schien er die Auswirkungen der langen Pause noch zu fühlen, denn A Plus Tard, der das Feld über die Distanz geführt hatte, lies sich nicht so einfach abschütteln und unter einem harten Ritt von Rachel Blackmoore schaffte der Schützling von Henry De Bromhead es, sich auf der Zielgeraden noch mit fast vier Längen von Chacun Pour Soi abzusetzen, der zunehmend müde wurde.

Chacun Pour Soi machte allerdings beim nächsten Start im Februar im Gruppe  1 Dublin Chase alles wieder gut, als er seinen Stallgefährten Min um ebenfalls gut vier Längen schlagen konnte. Dieses Mal sah er während des Rennens absolut fit aus und lies Min keine Chance, sich vor der letzten Hürde noch an seine Hufe zu hängen. Mit dem dominanten Sieg über einen der Favoriten des Festivals haben wir dem Start von Chacun Pour Soi natürlich entgegengefiebert, aber leider verpasste er das Festival und machte erst wieder im Dezember 2020 seinen nächsten Start.

Das Hill Way Chase gewann er ohne sich wirklich anstrengen zu müssen, dass seine beiden Verfolger Cash Back und Djingle an der letzten Hürde stürzten machte da kaum noch einen Unterschied.

Klarer Favorit heute, auch wenn die Konkurrenz nicht zu unterschätzen ist und zu der Quote eher für den Tricast  – 3 – 5 -6 Swinger :=)

Notebook: Der Samum Sohn von Trainer Henry De Bromheadbegann seine Karriere im Jahr 2017 in Tinahely, aber so richtig interessant wurde seine Karriere erst, als er begann über Hürden zu starten. Seinen ersten Start in einem Maidenrennen hatte er im Oktober 2018 in Wexford im Casey Cattle Slats Maiden Hurdle, wo er immerhin Zweiter wurde, wie auch im nachfolgenden I.N.H. Stallion Owners EBF Maiden Hurdle, aber im dritten Anlauf gelang ihm dann über Hürden auch der erste Sieg im Januar 2019 in Tramore, was ihm direkt den Weg zum Gruppe 3  BetVictor Michael Purcell Memorial Novice Hurdle eröffnete. In dem Rennen ging Notebook zusammen mit Denwork und Dream Conty als Favorit an den Start, generell war das Rennen ziemlich offen trotz kleines Feldes und Notebook schlug sich recht tapfer in dem Rennen.

An der sechsten Hürde wurde er durch den stürzenden Harry etwas behindert, fing sich aber und lief bis zur vorletzten Hürde um den Sieg mit, dann aber setzte sich der spätere Sieger Go Another One vom Feld ab und auch Notebook schaffte es nicht, sich an seine Fersen zu heften und auch beim Cheltenha Festival 2019 im Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 1) (Registered As The Baring Bingham) hatte Notebook keine Chance um den Sieg mitzulaufen. So richtig erfolgreich war die erste Saison über Hürden nicht, aber immerhin konnte sich Notebook bei seinem letzten Start in der Saison im SalesSense International Novice Hurdle im Mai 2019 wieder einen zweiten Platz sichern, wenn auch erneut weit hinter dem Sieger.

So richtig glücklich schien Notebook über Hürden nie zu sein und es war kein Wunder, dass er direkt nach seiner Sommerpause in Chase Rennen startete, und nicht mehr sein Glück in den Hürdenrennen suchte. Sein erster Versuch im Ladbrokes Where The Nation Plays Beginners Chase in Punchestown im Oktober 2019 war dann auch gleich von Erfolg gekrönt und Notebook gewann das Rennen mit einer starken Schlussphase und guten Sprüngen über die Hindernisse.

Auch beim zweiten Versuch im Gruppe 2 Elliott Group Craddockstown Novice Chase ging Notebook als Sieger hervor, und das obwohl das Niveau deutlich angezogen hatte – Moon Over Germany und Eclair De Beaufeu waren keine leichten Gegner, dafür war der Sieg von Notebook umso beeindruckender. Er wechselte mehrfach die Position in dem Rennen und führte teilweise, teilweise lies er andere die Führung übernehmen und begnügte sich mit der Verfolgerposition, 2 Hürden vor dem Ziel gab Notebook dann aber Gas und setzte zu seinem Schlusssprint an, der ihm am Ende fünf Längen Vorsprung einbrachte. Gerade auf dem Flat nach der letzten Hürde konnte Notebook eine ziemliche Beschleunigung zeigen und zog dem Rest des Feldes einfach davon.

Im Gruppe 1 Racing Post Novice Chase im Dezember traf Notebook dann das erste Mal auf den Konkurrenten Fakir D’oudairies,  der auch heute zu den Hauptgegnern gehören wird, und das Duell der beiden war durchaus spannend. Eigentlich war Fakir D’oudairies als Favorit gegen Notebook gestartet, zusammen mit Laurina und auf dem Papier hätte Notebook maximal eine unterstützende Rolle zukommen sollen, aber es kam natürlich ganz anders und Notebeeok gewann das Rennen. Laurina war schnell geschlagen und spielte kaum eine Rolle in dem Rennen, aber Fakir D’oudairies saß ihm dicht im Genick und die beiden hatten ein spannendes Duell. Marc Walsh hatte auf Fakir D’oudairies vor der letzten Hürde einen seiner Steigbügel verloren und musste sich kurz neu sammeln und neu einsteigen in den Steigbügel, was eventuell vor der letzten Hürde ein wenig an Momentum kostete, während Notebook über die letzte Hürde einen sehr flüssigen Sprung zeigte und seinen anderthalb Längen Vorsprung bis zum Ziel aufrecht erhielt.

Im Gruppe 1 ERSG Arkle Novice Chase im Februar musste Notebook dann gegen Bapaume und Cash Back ran, und gerade Cashback machte Notebook das Rennen extrem schwer. Cash Brack setzte das Tempo und auf der Rückgeraden vor der vorletzten Hürde begann Cash Back das Tempo weiter anzuziehen und das Feld zu strecken. Cash Back wurde vor Notebook angetrieben, schien aber auch nicht wirklich müde zu werden und blieb trotz eines weiteren guten Sprungs von Notebook an der letzten Hürde an diesem dran und lies sich nicht abschütteln. Stattdessen liefen die beiden die letzten Meter des 3420m Rennens nebeneinander her und lieferten sich ein extrem spannendes Duell, welches am Ende knapp von Notebook gewonnen wurde – wesentlich zu knapp, als dass man beim nächsten Duell beim Cheltenham Festival sicher sein konnte, wie es in der Arkle ausgehen würde. Am Ende waren aber beide Konkurrenten, weder Notebook noch Cash Back in der Lage, sich beim Duell um den Sieg zu beteiligen, Cash Back stürzte wieder einmal und Notebook ging beim Einbiegen in die Zielgerade zunehmen die Puste aus und wurde von Sprit Du Large bei dessen Sprung auch noch an der vorletzten Hürde gerammt.

Nicht sein Rennen, aber nach der Sommerpause kam er in sehr guter Form gegen die alten Konkurrenten Djingle und Cash Back mit einem Sieg im Gruppe 2 Poplar Square Chase zurück. Eigentlich war ja Fakir D’oudairies als Favorit gestartet, der bei der Arkle Trophy Zweiter geworden war und damit Notebook im Mörz noch klar hatte schlagen können – hier war es nun anders herum, Notebook gewann am Ende mit 12 Längen vor seinen Verfolgern. Starke Leistung und heute nicht zu unterschätzen.

 

Put The Kettle On: Der Stowaway Sohn von Trainer Henry De Bromhead begann seine Karriere 2018 auf dem Kurs in Clonmel, allerdings brauchte er in diesem ersten Jahr gleich drei Anläufe, um seinen Maidensieg feiern zu können, der ihm im November in Navan über 3219m gelang. Der Rest der Saiso 2018 / 19 verlief eher ruhig mit einigen dritten Plätzen in soliden Handicaps mit einem Rating bis zu 111.

Interessant wurde es vor allem dann gegen Ende der Saison, wo Put The Kettle On den Wechsel aus den Hürden in die Chase Disziplin wechselte und auf Anhieb seine ersten drei Rennen gewinnen konnte. Das erste Rennen in Kilbeggan, das Wright Windows 50 Anniversary Celebration Beginners Chase war noch eine knappe Angelegenheit die erst nach der letzten Hürde beim Zieleinlauf entschieden wurde, aber das zweite Rennen zeigte schon deutlicher, wie wohl sich Put The Kettle On in der neuen Disziplin fühlte.

Auch hier war die Konkurrenz durchaus nicht schlecht, aber Put The Kettle On konnte das Feld über die Distanz führen und legte vor der letzten Hürde die Daumenschrauben an und zog diese nach dem letzten Sprung noch weiter an, was in eine ungefährdeten 7 Längen Sieg resultierte. Noch im selben Rennen startet er im Packie Downey Memorial Rated Novice Chase in Tipperary über 3941m und bewies auch hier wieder seine Form. In dem kleineren Rennen war er natürlich als Favorit gestartet, auch wenn dem Rest des Feldes auch wieder gute Chancen ausgerechnet worden waren und keiner der vier Konkurrent eine zweistellige Quote hatte. Das hielt Put The Kettle On aber nicht davon ab, wieder das Tempo zu diktieren und dieses Mal schon zwischen den letzten beiden Hürden seinen Vorsprung auf gut 7 Längen auszudehnen. Die Leistung war besser als alles, was er zuvor über Hürden gezeigt hatte, schließlich deklassierte er Konkurrenten jenseits des 111er Ratings in diesem Rennen, und da man die Eisen schmieden soll, so lange sie heiß sind, wurde er auch nur zwei Monate später im September wieder auf die Rennstrecke geschickt wo er in Wexford seine Erfolgsserie weiter fortsetzen konnte, dieses Mal mit seinem ersten offiziellem Rating von 133 Punkten.

Interessant war aber vor allem wieder das kommende Rennen danach, als Put The Kettle On sich das erste Mal auf Gruppenebene versuchte. Dort zeigte er sich im Paradering ungewöhnlich nervös und brauchte nach dem Start auch kurz, um sich in das Rennen einzufügen, fand sich und die erneute Führung dann aber und musste sich dem ersten echten Angriff 2 Hürde vor dem Ziel erwehren, was er zunächst auch erfolgreich meisterte, das Duell mit Robin De Carlow zog sich aber und beim Schlusssprint auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung reichte es am Ende dann nicht mehr, um Robin De Carlow noch hinter sich zu halten und Put The Kettle On musste den Konkurrenten mit einer halben Länge ziehen lassen.

Kurz darauf kam es zum nächsten spannenden Duell, dieses Mal im Gruppe 2 Racing Post #responsiblegambling Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase gegen den hoch gehandelten Al Dancer. Wieder führte Put The Kettle On das Feld an und zeigte eine Reihe von sauberen Sprüngen, und einer von diesen Trug ihn nach der letzten Hürde vor die herannahende Konkurrenz, einen Vorsprung, den er unter den Anstrengungen von Aiden Coleman bis zum Ziel verteidigen konnte.

Dann folgte eine längere Pause bis zum Cheltenham Festival, wo er im Racing Post Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase auflief – eigentlich als einer der Außenseiter, aber überraschend gelang es Put The Kettle On auch in diesem großen Feld die Fürhung nach der vierten Hürde an sich zu nehmen, und blieb auch an der Führung dran als er an der nächsten Hürde wieder überholt wurde und erkämpfte sich die erneute Führung an der drittletzten Hürde.

Es folgte die unvermeidliche Attacke der Konkurrenten die Put The Kettle gehörig unter Druck setzten, und zwischen den letzten beiden Hürden hatten noch eine Menge Konkurrenten gute Chancen, am Ende war es aber Put The Kettle On, der wieder mit einem sehr starken Lauf auf der Zielgeraden seinen Sieg behaupten konnte.

Es kam die lange Pause bis zum November  2020 und dem Start im Gruppe 2 Shloer Chase und Put The Kettle On zeigte, dass er an Form nichts verloren hatte, ganz im Gegensatz zum Hauptkonkurrenten Defi Du Seuil, der schon an der vorletzten Hürde kaum über das Hindernis kam. Auch Put The Kettle On war alles andere als schnell bei seinen letzten Sprüngen und Duc Des Genievres holte an der Front einige Längen Vorsprung heraus, aber einmal auf der Zielgeraden nach dem letzten Sprung fand Put The Kettle On noch versteckte Kraftreserven und kämpfte sich Stück für Stück an den Führenden heran und gewann am Ende knapp mit einer Länge vor dem völlig erschöpften Duc De Genievres.

Das heute wird sicher nicht weniger anstrengend, aber Put The Kettle On ist in seinen beiden letzten Rennen über sich hinaus gewachsen und sollte nicht unterschätzt werden.

Annamix: Der Martaline Sohn von Willie Mullins ist noch nicht lange dabei, sollte aber unbedingt im Auge bahlten werden, denn  er ist einer der Kandidaten, die beim Festival für Furore sorgen könnten.

Seinen ersten Lauf hatte er noch in Frankreich für seinen Trainer G Macaire, wechselte danach im November 2017 aber zu Willie Mullins und absolvierte für diesen Im Dezember 2018 seinen ersten Start in einem Maidenrennen in Limerick, wo er immerhin einen zweiten Platz belegen konnte. Im März 2019 solgte dann der Sieg in einem weiteren 2m Maidenrennen in Clonmel, was die erste Saison für Mullins auch schon wieder beendete.

Im November 2019 ging es in das I.N.H. Stallion Owners EBF Novice Hurdle, wo Annamix mit einigen schweren Fehler beim Springen seine Chancen auf der Zielgeraden selbst zu nichte machte, aber schon beim nächsten Rennen im Januar war er wieder der Alte und gewann das 3420m Irish Stallion Chase  in Fairyhouse mit Leichtigkeit. Trotzdem nahm er an keinem anderen Rennen in der Saison mehr teil, sondern ging in eine lange Pause bis zum November 2020, wo er das Visit Kilkenny.ie Chase mit Leichtigkeit gewann – aber wieder einige schlechte Sprünge einbaute. Das heute wird der erste echte Test und wir werden viel über seine Klasse erfahren.

Le Richebourg:  Lange lange ist es her seitdem wir Le Richebourg auf der Rennstrecke sehen dürften, es ist schon ein kleines Wunder, dass wir ihn nach nur einem Rennen 2019 jetzt in dieser Saison wieder sehen dürfen. Was er anstellen kann? Das muss Joseph Patrick O’Brien als Trainer wissen, wir werden es sehen.

Der Network Sohn hat sich für Trainer Joseph Patrick O’Brien über Hürden zu einem hoffnungsvollen Kandidaten für das Festival entwickelt. Nach zwei vielversprechenden Starts in NHF Rennen startete er im Mai 2017 das erste Mal über Hürden und gewann sein Maidenrennen mit deutlichen Abstand vor den Verfolgern. Auch die nachfolgenden Starts in Killarney und Galway waren lediglich Trainingsläufe für den talentierten Vierjährigen und der Start im Royal Bond Novice Hurdle war alles andere als schlecht. Er kam drei Hürden vor dem Ziel kraftvoll zu den Führenden an die Front, konnte dann aber den Tempowechsel von Mengli Khan und Early Doors nicht mitgehen.

Der nächste zweite Platz auf Gruppe 1 Ebene im Future Champions Novice Hurdle war allerdings mehr dem Fall geschuldet, dass Real Steel, Mengli Khan und Shajah sich früh verabschiedeten. Der zweite Platz war also nicht viel Wert.

Er gönnte sich danach zwei Monate Pause bis er sich im Gruppe 1 Deloitte Novice Hurdle im Februar versuchte. Auch in diesem Rennen hatte Le Richbourg noch keine Chance, kam aber trotzdem im County Hurdle beim Cheltenham Festival an den Start, schaffte aber dort trotzdem nicht, das Vertrauen seines Trainers in ihn zu rechtfertigen. Er kam nicht über einen 15ten Platz hinaus und machte danach einen Bogen um die Rennen im April.

Le Richbourg stieg früh in die Saison wieder ein und musste sich im Guinness Galway Hurdle Sharjah klar geschlagen geben, was am Ende in einem fünften Platz resultierte. Er hielt lange Zeit gut mit und konnte sich am Ende immerhin noch vor dem Rest des Feldes halten, aber Le Richbourg konnte zeigen, dass er kein Hoffnungsloser Fall ist. Danach ging es in Listowel über 3420m zum ersten Sieg im neuen Jahr und danach in das Gruppe 3 Butterfly Chase gegen Robin des Foret, welches Le Richbourg sehr locker gewinnen konnte.

Im nächsten Rennen startete er als klarer Favorit und hätte eigentlich mit Delta Works fertig werden müssen, der Konkurrent setzte sich aber mit allen mitteln zur Wehr und schaffte es tatsächlich, in einem hart umkämpften Finish gegen Le Richbourg durchzusetzen. In dem Rennen wurde Le Richbourg allerdings auch vor der letzten Hürde behindert und verlor dann auf dem Run in das Laufduell mit Delta Work, der allerdings an der letzten Hürde auch einen kleinen Fehler gemacht hatte.

Le Richbourg hat mit dem Rennen nichts an seiner Form eingebüßt und er konnte seine Form bis zum nächsten Start im Gruppe 1 Post Novice Chase sogar noch weiter steigern. Dort startete er über 2m1f auf gutem Untergrund, was für Ende Dezemebr ein wenig ungewöhnlich war, lief aber sehr gut und sprang sauber das gesamte Rennen über, was ihm zwei Hürden vor dem Ziel dann auch die Führung einbrachte, die er bis zum Ziel auf gut fünf Längen ausbauen konnte.

Im Gruppe 1 Arkle Novice Chase traf er auf die  Hauptkonkurrenten Voix Du Reve und Mengli Khan auf, die Le Richbourg aber fest im Griff hatte beim letzten Kräftemessen, und auch beim zweiten Duell deklassierte Le Richebourg die beiden. Danach allerdings traf das Unglück und das Verletzungspech den Aspriranten für dn nächsten Titel beim Cheltenham Festival – sowohl 2019 als auch 2020 wurde das nichts – die Saison 19/20  verpasste er komplett.

Nach der ewigen Pause kam im Dezember 2020 der Wiedereinstieg im John Durkan Chase auf Gruppe 1 Ebene, aber beim ersten Start nach 22 Monaten Pause lief er faktisch immer hinten dran und strich am Ende frühzeitig die Segel. Ich gebe ihm noch ein bis zwei Rennen bis er sich wieder an die Klasse gewöhnt hat, umso interessanter, wenn er heute hier einen starken Lauf zeigen sollte.


01.11.2020 – Tokyo – The Tenno Sho – Almond Eye

Pferderennen International

07:40 The Tenno Sho – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 289.600.000 JPYFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Nach vier Monaten Pause kommt heute Almond Eye aus ihrer Pause zurück und wird ein letztes Mal Anlauf nehmen, um weitere Gruppe 1 Rennen zu ihrem ohnehin schon beeindruckenden Repertoire hinzuzufügen, denn Almond Eye wird nach dem Japan Cup in wenigen Wochen in Rente gehen. Aber wir haben ja immer noch die Hoffnung auf ihr Nachkommen, da laufen sicher schon einige Planungen bei den Top Stables !
Auf dem Papier gibts hier nur wenig Konkurrenz, Chrono Genesis hat gegen Kiseki im The Takarazuka Kinen gewinnen können, dass ist allerdings auch schon vier Monate her
und das sollte nicht ausreichen, um Almond Eye unter Druck zu setzen
Almond Eye: Die Lord Kanaloa Tochter ist  die beste Stute in Fernost und wird dies vermutlich auch eine lange Zeit bleiben, vielleicht sogar die beste Stute weltweit und sammelt einen großen Titel nach dem anderen.

Ihre Karriere begann im Jahr 2017  auf dem Kurs in Niigata, wo sie einen zweiten Platz erreichte und damit ihrer Favoritinnenrolle nicht ganz gerecht werden konnte. Danach hat sie sich allerdings keine Blöße mehr gegeben und konnte alle ihre nachfolgenden Rennen bis zum Juni 2019 gewinnen, angefangen bei einem Maidenrennen und dann im Januar 2018 auf Gruppe 3 Ebene im The Nikkan Sho Shinzan Kinen, was den ersten Sieg in einem Gruppenrennen für Almond Eye darstellte.

Drei Monate später startete sie dann das erste Mal in einem Gruppe 1 Rennen, dem The Oka Sho und nahm es mit Licky Lilac und anderen hochklassigen Konkurrentinnen aus ihrem aktuellen Jahrgang auf. Dabei hatte sie dieses Mal nicht die Favoritinnenrolle inne, gewann das Rennen am Ende aber souverän und hatte damit über die Meile beweisen können, und das japanische Guineas gehörte ihr.

Lucky Lilac führte das Feld an, hatte aber keine Chancen das Tempo auf der Zielgeradengegen die schnell aufschließende Almond Eye durchzuhalten und Christophe-Patrice Lemaire freute sich über einen weiteren Gruppe 1  Sieg – was er kurz darauf im Gruppe 1 Japanese Oaks erneut konnte. Dort hatte sie in Syakachan eine dezidierte Front Runnerin und das scharfe Tempo war gesetzt, Lily Noble sammelte sie auf der Zielgerade dann ein und gab Gas, schaffte es aber nicht die stark auflaufende Almond Eye hinter sich zu halten, die sich relativ locker vom Feld absetzen konnte.

Dann setzte sie im The Shuka Sho noch einmal einen drauf und gewann die Triple Crown, und das obwohl die Gegebenheiten alles andere als günstig für sie war. Mikki Charm setzte das Tempo und konnte das Feld gut auseinanderziehen, was Almond Eye immer mehr Boden auf die Führende einbüßen lies, die sich weit vor dem großen Bereich des Feldes halten konntest. Almond Eye musste aus der Masse heraus zum Angriff ansetzen, hatte dann aber genug Power um die zig Längen Rückstand noch gut zu machen.

Christoph Lemaire, der ihr einige weitere japanische Gruppe 1 Siege zu verdanken hat, war jedenfalls begeistert von ihr:

 „Sie hat am Mittwochmorgen mit einem anderen Pferd gearbeitet und es war ein sehr gutes Training. Sie war von Anfang an entspannt und ihre Fußarbeit war gut. Sie nahm das Tempo auf, das aus der Backstretch und der Geraden kam, und lief sehr gut in den Homestretch. Ihr Zustand scheint gut zu sein. Letzte Woche war ihr Training leicht, aber in dieser Woche des Japan Cups gingen wir schneller. Ich glaube, ihr Zustand hat sich verbessert.

„Der Shuka Sho war wirklich ein großartiges Rennen. Sie nahm das Tempo allmählich aus einer rückwärtigen Position auf. Leider war sie gezwungen, einen weiten Kurs in die letzte Kurve zu nehmen, aber weil sie ein so großes Talent hat, konnte sie gewinnen. Sie war in Zehenspitzenform. Wenn sie beim letzten Mal 95 Prozent gewesen wäre, würde ich sagen, dass sie jetzt zu 100 Prozent ist.

„Ich denke, dieses Mal wird sie wahrscheinlich vor dem Rennen entspannter sein. Sie ist immer leicht zu reiten, wenn Sie unterwegs sind. Bei den Shuka Sho-Vorbereitungen war sie aufgeregt, aber diesmal denke ich, dass es ihr besser gehen wird. Geistig und körperlich ist sie bereit und ich denke, dass sie gute Ergebnisse erzielen kann. „Die Distanz ist für alle schwierig, aber sie gewann die Yushun Himba (japanische Eichen) in Tokio und ich denke, der Kurs stellt für sie keine Probleme dar.

„Der Japan Cup ist ein berühmtes Rennen auf der ganzen Welt und trägt den höchsten Geldbeutel aller japanischen Rennen. Alle Pferde, die das Rennen gewonnen haben, sind zu Superpferden geworden. Es ist wirklich ein schwieriges Rennen. Es ist berühmt und ich möchte es natürlich gewinnen.

„Die Tripple Crown  war das Hauptziel dieses Jahres und es war sehr gut, dass sie sie einfangen konnte. Dies wird die letzte Herausforderung des Jahres für sie sein. Sie wird gegen ältere Pferde antreten und das wird ein ziemlich schwieriges Rennen. Aber sie hat die Fähigkeit und ich plane, sie mit Zuversicht zu reiten.

„Sie ist wirklich ein perfektes Pferd. Sie ist sehr schlau. Sie ist schlau und weiß sehr gut, was sie zu tun hat. Ihr bester Punkt ist ihre Beschleunigung. In der Dehnung ist ihr Schritt gewaltig und sie bringt alles hinein. Ihr Herz ist stark. Wirklich, sie hat keine schlechten Punkte. Es ist ein fantastisches Gefühl, wenn sie in den hohen Gang geht. Es ist wie in einem Ferrari zu fahren. Ihre Schaltvorgänge fühlen sich wunderbar an. Sie ist ein besonderes Pferd. „

Tja, und was soll man sagen – der Jockey war zurecht absolut begeistert von seiner Stute. Almond Eye gewann den Japan Cup mit Leichtigkeit!

Der Front Runner Kiseki versuchte alles um die Stute hinter sich zu halten und setzte sich mit einem Tempowechsel vom Rest des Feldes ab, aber  Christophe-Patrice Lemaire wartete dahinter auf Almond Eye geduldig auf seine Chance und gab der Stute an der 300m Marke sein GO! Und die Stute befolgte den Aufruf, überholte den Front Runner Kiseki zügig und setzte sich sogar noch ein bisschen von dem hart kämpfenden Konkurrenten ab. Das Rennen macht sie hier klar zur Favoritin, auch gegen die Platzhengste Wotoon und Dream Castle.

Interessant ist, dass auch Deidre ihren Weg hierher gefunden hat und ich gehe fest davon aus, dass sie der anderen Japanerin Rückendeckung geben wird, auch wenn sie für einen anderen Trainer laufen wird. Die beiden haben einen ähnlichen Stil, aber Almond Eye ist besser und wird sich näher am Tempo halten können.

Im Gruppe 1 Dubai Turf im März in Meydan versuchte sich Almond Eye dann zum ersten Mal außerhalb von Japan, wo sie auch als Favoritin auflief – und diesem Ruf auch sofort wieder gerecht werden konnte, in dem sie das Rennen mit ihrem bekannten Sprint in der Mitte der Bahn gewinnen konnte. Die Front Runner hatten sich einige Längen Vorsprung auf sie erarbeitet, konnten aber den starken Schlusssprint von Almond Eye nicht abwenden und mussten zusehen, wie die Wunderstute aus Japan sich mühelos einige Längen absetzte, und auch ihre Verfolger Vivlos und Lord Glitters kamen nicht mehr an sie heran.

Im The Yasuda Kinen scheiterte sie mit der selben Taktik leider mit einem Nacken an Indy Champ und Aerolithe, aber im Tenno Sho (Herbst) gewann sie das Rennen sogar mit einer neuen Rekordzeit! Sie hatte zwar dieses Mal das „Pech“, dass sie etwas am Innengeländer von Aerolithe und Danon Premium eingeboxt wurde und scheinbar bei ihrem Schlusssprint behindert würde, aber dann tat sich innen die Tür auf und Almond Eye rannte allen Verfolgern einfach davon!

Das Amira Kinen war dagegen eine ziemliche Enttäuschung im Dezember 2019, denn Almond Eye kam über die 2500m nie in Fahrt und es fehlte auf der Zielgeraden jeder Kick, so dass sie am Ende nur auf einem neunten Platz ins Ziel kam, und Lys Gracieux war die , sie mit ihrem lockeren Lauf einen Kantersieg in der Mitte der Bahn einfahren konnte. Was los war mit ihr? Keiner weiß es so genau, klar der Weg war durch Aerolithe etwas blockiert, aber das war kein Grund für die schlappe Leistung von Almond Eye in diesem Rennen.

Nach einer langen, Corona bedingten Pause kam sie allerdings stark zurück und gewann das Victoria Mil  mit vier Längen Vorsprung – und das augenscheinlich mit einem Sonntagslauf. Sie hielt sich dieses Mal etwas näher an der Front und wartete auf ihre Chance auf der Zielgeraden, aber mit so wenigen Konkurrenten vor ihr war der Weg nach Belieben frei und Almond Eye beschleunigte mit ihrem gewohnten Kick an den Front Runnern vorbei. Das war ihr Markenzeichen, das wollten die Fans sehen! Alles war wieder auf Kurs, so sah es jedenfalls aus, und einen Monat später erwarteten alle den nächsten Sieg im The Yasuda Kinen, dort enttäuschte sie allerdings ihre Fans und kam „nur“ auf dem zweiten Platz ins Ziel. Christoph Lemaire machte die kurze Vorbereitungszeit von nur drei Wochen  unter anderem für diese Leistung verantwortlich. Es war bereits bekannt, dass Almond Eye ihre Karriere Ende des Jahres beenden würde und die Niederlage lies die Sorge aufkommen, dass der Ausstand nicht wie erhofft gelingen würde.

Nach weiteren vier Monaten Pause über den Sommer komt sie heute zurück und muss zeigen, ob der Ausstand aus der Karriere gelinge wird – es wäre ihr zu wünschen


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