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Horse Racing

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17.10.2020 – Ascot – Qipco British Champions Sprint Stakes – Pick: Dream Of Dreams

Pferderennen in England

14:55 Champions Sprint Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 391.260 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Das Qipco British Champions Sprint Stakes ist, wie der Name schon vermuten lässt, Teil der British Champions Series und als erstes Gruppe 1 Rennen am Champions Day in Ascot natürlich gut besucht. Da wäre der Sprint Cup Sieger Dream Of Dreams, oder die Stute One Master, die zuletzt am Anfang des Monats den Gruppe 1  Qatar Prix de la Forêt in Longchamp auf schwerem Boden gewonnen hatte. Dazu kommen dann noch junge Talente wie Oxted, der zuletzt das Darley July Cup Stakes gewinnen konnte oder der Dreijährige Starman, der einen ordentlichen Sprung im Niveau vom Garrowby Stakes (Listed) im September auf Gruppe 1 Ebene hier wagt, aber sehr talentiert aussieht und vielleicht gut genug ist, um hier für eine Überraschung zu sorgen.

 

Die Starter im Überblick:

 

Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und etwas überraschend nach guten Vorzeichen in den Rennen zuvor.
Damit ging im Oktober beim Champions Day die Flat Saison aber auch wieder zu Ende, gefolgt von einer sehr langen Pause bis zum Start in das nächste Rennen, denn die Corona Epidemie warf ihre Schatten auf den Galoppsport und fast alle Rennpferde mussten länger als erhofft auf ihren nächsten Start warten.
Der fand dann im Juni im Diamond Jubilee Stakes statt, wo Dream Of Dreams eine sehr gute Form zeigte, den Sieg aber leider knapp verpasste. Hello Youmzain und Sceptical hatten den Schlusssprint früher angezogen und Dream Of Dreams blieb ein wenig dahinter zurück und musste daher einige Längen aufholen, als es auf die Ziellinie zuging. Dann allerdings kam Dream of Dreams so richtig in Gang und holte ordentlich auf, verpasste den Sieg gegen Hello Youmzain aber am Ende mit knapp einem Nacken.  Das war aber natürlich trotzdem eine super Leistung und zeigte, dass Dream Of Dreams aus der langen Winterpause in sehr guter Form zurück gekehrt war, was ihn im Gruppe 2 Hungerford Stakes zum klaren Favoriten machte. Der Schritt runter in der Klasse resultierte in einem dominanten 7 Längen Sieg, interessanter war allerdings dann schon der Start im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes in Haydock Anfang September 2020, schließlich wurde das Rennen auf weichem Untergrund gegen deutlich stärkere Konkurrenz ausgetragen. Hier musste Dream Of Dreams am Ende noch die Spur wechseln um freie Bahn für den Schlusssprint zu bekommen, hatte dann aber wieder mit dem späten Sprint genug Zeit und Kraft. um den Rest der Konkurrenz einzusammeln und sich noch über eine Länge abzusetzen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass er unter Druck von Oisin Murphy etwas ach links wanderte, aber trotzdem gibt es an diesem Sieg nichts zu meckern. eine Wiederholung dieser Leistung würde vermutlich auch hier ausreichen.
One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Da machte sie – für mich in der Deutlichkeit ein wenig überraschend – zur klaren Favoritin für das Gruppe 2 City Of York Stakes, ein 1408m Rennen mit einigen durchaus respektablen Namen, in das One Master aber als klare Favoritin mit einer Quote von 2,62 ging. Safe Voyage übernahm die Rolle als Front Runner im einsetzten Regen und One Master hielt sich in fünfter Position, bis es zum Schlusssprint ging, wurde aber zum Teil von dem scharfen Tempo überrascht und verlor immer mal wieder ein wenig auf die Führenden. One Master musste dann noch die Linie auf der Bahn wechseln um den Schlusssprint anzusetzen, aber Safe Voyage fand und fand und konnte am Ende nicht eingeholt werden, weder von One Master noch einem anderen Starter.

Beim nachfolgenden Gruppe 2 bet365 Park Stakes lieferte sich One Master ein episches Duell mit Wichita, die das Feld über die Distanz führte, bis sich 3f vor dem Ziel die verschiendenen Gruppen zusammenfügten und sie die Führung Molatham übergeben musste. 1f vor dem Ziel holte sich Wichita die Führung wieder, dicht gefolgt von One Master, die an ihren Hifen klebte und die Führende unter Druck setzte – aber immer das kleine Bisschen auf Abstand gehalten wurde, um am Ende mit einem kurzen Kopf Rückstand zu verlieren.
Den Push fürs eigene Ego holte sich One Master dann in Longchamp bei Paris im Qata Prix de La Foret, wo sie sich erneut ein bemereksnwertes Duell lieferte, dieses Mal mit Earthlight und Safe Voyage, die ihr beide im Ziel direkt im Genick saßen und One Master mächtig unter Druck setzten. Damit gelang der Sieg in jenem Rennen das dritte Mal in Folge, eine wahrlich beeindruckende Leistung!

2020 verlief bis zum Sieg in Frankreich beim Qatar Prix de la Forêt mit zwei zweiten Plätzen auf Gruppe 2 Ebene auch zunächst eher ruhig, aber gerade mit dem letzten Sieg auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Boden ist die Stute heute in Ascot beim Champions Day sehr interessant. Letztes Jahr wurde sie hier Zweite und ich denke sie wird erneut wieder ganz vorne mit dabei sein

Oxted: Der Mayson Sohn von Roger Teal hatte 2018 in Doncaster seinen ersten Start und legte dann in seiner zweiten Saison im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz im Shalaa Carnarvon Stakes auf Listed Ebene vor, bevor er dann erneut in Newbury sich im Gruppe 3 Hackwood Stakes versuchte, dort allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Dieser kam erst im Jahr 2020, scheinbar brauchte Oxted die Zeit um zu reifen, denn saisonübergreifend seit seinem Sieg im Portland Handicap gewann er sein Saisondebüt 2020 im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene, um dann im Juni im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes überraschend auch noch den ersten Gruppe 1 Sieg hinterher zu schieben.

Oxted lief im Darley July Cup Stakes noch ein wenig grün und ging etwas zu energisch an die Sache heran, was ihn etwas Kraft kostete, und trotzdem hatte er noch am meisten davon übrig, als es in den Schlusssprint ging. Er wanderte noch ein wenig und zog unter Druck nach rechts, gewann aber trotzdem am Ende mit über einer Länge Vorsprung und empfiehlt sich als aufstrebender 3yo für dieses Rennen, auch wenn der Regen ihm sicher zusetzen wird.

 

Starman: Der Dreijährige Dutch Art Sohn von Ed Walker hält sich in seiner Karriere bisher schadlos, alle Rennen, die er bisher angegangen hat, hat er auch gewinnen können, beginnend mit einem Sieg in Lingfield bei seinem Maidenrennen, gefolgt von einem Sieg in einem Novice Rennen in Doncaster und dem ersten Black Type Rennen in Form des Garrowby Stakes auf Listed Ebene in York. Dieses Rennen auf gutem Untergrund war das Ausrufezeichen in seiner Karriere bisher, aber unter völlig anderen Voraussetzungen als heute. Weicher/schwerer Untergrund ist Neuland für ihn, daher würde ich eher Abwarten bevor ich ihn hier in die Dreierwetten hebe

 


25.07.2020 – Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – British Champions Series

Alter: 3yo + | Distanz: 1m4f – | Untergrund: Gut bis fest

Es wird spannend werden heute in Ascot, denn Enable wir ihr zweites Rennen in der Saison 2020 bestreiten, die ja bekannter Weise auf Grund der Corona Epedemie gehörig aus den Fugen geraten ist. So auch die Vorbereitung von Enable, die offensichtlich nicht ganz so gelaufen war, wie es sich John Godsen so gedacht hat – schließlich sprang bei ihrem Saisondebüt trotz des onligatorischen Favoritenstatus nur ein zweiter Platz heraus, und Enable schien an jenem Tag auch keine Chance zu haben, sich an den späteren Sieger Ghaiyyath hernazukämpfen, der einen souveränen Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt feiern konnte. Heute also im King George VI der nächste Versuch – und es wird wieder nicht einfach werden, wenn man sich die Aufstellung so anschaut. Das King George VI and Queen Elizabeth Stakes, auch kurz und knapp nur King George genannt, ist  ein Galopprennen über 2.414 m und für 3-jährige und ältere Rennpferde offen. Die Bilanz der Dreijähigen war in den letzten Jahren durchaus beachtlich, gefolgt von der der Vierjährigen. Enable selbst hat mit zwei Siegen erheblich dazu beigetragen, allerdings haben  mit Poet’s Word und Enable in den letzten beiden Jahren auch die Fünfjährigen aufgeholt. Enable wäre aber mit einem Sieg heute die erste Sechsjährige seit 1998 ( Swain ) die das King George gewinnen könnte. Nun ist das Feld allerdings auch historisch klein geraten und die vierjährigen Konkurrenten alles andere als eine etablierte Macht. Dementsprechend scheinen alle Zeichen auf einen weiteren historischen Sieg von Enable zu stehen.

Ich werde das Rennen jedenfalls mit Spannung verfolgen, und da Enable ihren letzten Start verpatzt hatte, bekommt man sogar noch eine halbwegs akzeptable Quote für sie…

Aber nicht nur Enable kann heute historisches schaffen, auch Frankie Dettori würde sich heute über einen Sieg sicher noch mehr freuen als sonst, denn wenn er heute gewinnt, zieht er mit Lester Pigoot in der ewigen Bestenliste gleich, mit sieben Siegen – und Dettori ist ja lange noch nicht fertig, da könnte er noch den ein oder anderen Sieg folgen lassen.

 

Die Starter im Einzelnen:

Anthony Van Dyck: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien startete in seine Karriere im Juli 2018 in Curragh, aber es waren die Rennen danach die ihn so richtig in Gang brachten und ihn für seinen Trainer auf die internationale Bildfläche brachten.

Zunächst gewann er sein eher unspektakuläres Maidenrennen, dann legte er aber gleich auf Gruppe 3 Ebene im Tyros Stakes ( das war 2018 ) nach, wobei er das Rennen mit fast fünf Längen Vorsprung gewann, und das gegen den anderen Favoriten Bold Apporach von Jim Bolger.

Etwas knapper wurde es dann schon beim Gruppe 2 Galileo Futurity Stakes, welches er als klarer Favorit nur knapp gegen Christmas gewinnen konnte, und im nächsten Rennen riss dann die kurze Siegesserie endgültig – allerdings war der zweite Platz im Goffs National Stakes auf Gruppe 1 Ebene trotzdem eine hervorragende Leistung, schließlich konnte er dieses Mal Christmas aus dem letzten Rennen locker um mehr als drei Längen schlagen und der Sieger Quorto setzte sich unter William Buick auch „nur“ knapp eine Länge ab.

Anthony Van Dyck  ging damit richtiger Weise auch als CO-Favorit gegen Too Darn Hot in das Dewhurst Stakes auf Gruppe 1 Ebene wenige Wochen später im Oktober 2018, musste aber dieses Mal eine klare Niederlage hinnehmen und hatte gut 4 Längen Rückstand. Wieder versuchte die alte Nemesis Christmas ihm den Tag zu verderben indem er die Führung übernahm und Anthony Van Dyck früh unter unter Druck setzt, aber diese Taktik zahlte sich nicht aus und für beide Konkurrenten endete das Rennen dann am Ende in einer Enttäuschung – zu viel Kraft hatte das Duell gekostet, als dass die beiden den Angriff der aufschließenden Konkurrenten noch hätten abwehren könnte. Anthony Van Dyck hatte keine Kraft mehr um den Hügel hinauf noch mit Too Darn Hot oder Advertise mitzuhalten und fiel immer weiter zurück, während Too Darn Hot, seines schärfsten Konkurrenten beraubt, einen Kantersieg einfahren konnte.

Anthony Van Dyck machte daraufhin einen unerwarteten Sprung über den großen Teich und startete im Oktober 2018  im Breeders Cup Juvenile Turf  – und das mit durchaus guten Chancen, wenn man den Buchmachern damals glauben dürfte. Die amerikanischen Rennen sind allerdings alles andere als einfach, gerade auch für dei Europäer die sich an neue Gegebenheiten gewöhnen müssen, und Anthony Van Dyke wurde er am Ende nur Neunter. Augenscheinlich lag ihm das hohe Tempo in dem amerikanischen Rennen nicht, so dass er sich am Ende mit einem neunten Platz zufrieden geben musste, ohne nennenswert auf die Sieger aufschließen zu können. Die Saison war trotzdem alles andere als schlecht für den Zweijährigen, und die Erfahrungen, die er hier sammeln konnten, ließen sich dicher in der nächsten Saison wunderbar zur Anwendung bringen.

Zurück in heimischen Gefilden und nach einer Pause über den Winter lies Aiden O’Brien sein vielversprechends Pferd für die Classics Saison vorbereiten und ihn im RaceBets Derby Trial Stakes auflaufen, welches Van Dyck dann auch gleich überzeugend gewinnen konnte. Für einen 2yo hatte Anthony Van Dyck schon eine Menge Erfahrung und war damit einigen anderen Konkurrenten aus seinem Jahrgang weit voraus, was er auch im Epsom Derby 2049 dann unter Beweis stellen konnte. Zwar starte er nicht als Favorit, aber er war der Starter, der sich am Ende durchsetzen konnte. Dabei hatte Anthony Van Dyck in seinem Rennen nicht mal klare Bahn und musste seine Lücke für den Schlusssprint suchen, hatte dann aber die Power um sich auf den letzten 100 Yards durchzusetzen und den größten Sieg seiner Karriere zu feiern.

Denn schon im nächsten Rennen scheiterte Anthony Van Dyck deutlich an Sovereign, und das obwohl es der irische Ableger des Derbys war, den er als Sieger des Epsom Derbys ja eigentlich ebenfalls hätte gewinnen sollen. Dieses Mal allerdings zeigte der Außenseiter Sovereign, was er als Front Runenr so drauf hat und lief dem Rest des Feldes einfach davon, Anthony Van Dyck versuchte noch sich dran zu hängen, hatte aber keine Chance und musste Sovereign ziehen lassen.

So geschah es dann auch im King George VI & QE 2019, welches  Enable dominierte und wo Anthony Van Dyck nur einen enttäuschenden zehnten Platz am Ende belegen konnte. Vielleicht war es der schnelle Boden, vielleicht war es aber auch das große Feld und die dominante Enable, die das Rennen für Anthony Van Dyck ruinierten. Jedenfalls gab es keine großen Erhren für Anthoyn van Dyke im King George, stattdessen aber gut 31 Längen Rückstand auf Enable.

Der Rückstand war herb, aber das hinderte Anthony van Dyke nicht daran, kurz darauf  in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leopardstown zu starten, wo er allerdinsg nach der durchwachsenen Saison nur als Außenseiter startete. Am Ende wartete über den guten Untergrund udn die 1m3f Distanz ein dritter Platz auf Anthony Van Dyke, was ein wenig Preisgeld und Prestige einbrachte, auch wenn er wieder keien Chance hatte, auf den Sieger aufzuschließen oder diesen gar unter Druck zu setzen, dafür war Stallgefährte Magical in zu guter Verfassung.

Weiter ging es im November 2019 in Amerika, wo Anthon Van Dyke wieder beim Breeders Cup Festival startete – dieses Mal im Longines Breeders‘ Cup Turf, in dem er auf dem Papier ideale Bedingungen vorfand. Distanz udn schneller Boden sollten ihm eigenlich liegen, und mit den Erfahungen in internationalen Rennen als Zweijähriger sollte ihm die Reise auch nicht so schwer fallen. Dementsprechend startete er als einer der Favoriten ( 3/1 ) und hätte das Renenn wohl auch gewinnen können – wenn nicht einiges an Pech noch dazu gekommen wäre. Denn obwohl Anthony Van Dyke sich beim einbiegen in die Zielgerade innen hervorragend positioniert hatte und im Begriff war, die Führenden zu übernehmen, wurde der Platz auf seiner gewählten Bahn plötzlich knapp und zu allem Überfluss stolperte Anthony Van Dyke dann auch noch – nicht so schwer, dass er stürzen würde, aber immer noch so schlimm, dass er einiges an Momentum verlor und sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben musste. Schade, da wäre eventuell deutlich mehr drin gewesen, ein europäischer Sieg war zum greifen nahe!

Nicht so allerings beim letzten Start im Jahr 2019 im Longines Hong Kong Vase, wo natürlich eine sehr hochklassige Konkurrenten auf Anthoyn Van Dyke warteten, der über die verlängerte Distanz von 1m4f gerade auf den letzten Metern viel vermissen lies, und den Anschluss an die Führenden immer mehr verlor, bis er gerade einmal als dritt letzter ins Ziel einlaufen konnte. Hong Kong und Co. sind für europäische Starter immer eine harte Nuss, und so war das eben auch für Anthony Van Dyke im Jahr 2019 ein Lehrstück.

Der machte danach eine ausgedehnte Pause, die auf Grund der Corona Epedemie ausgedehnter wurde als eigentlich beabsichtigt und erst im Juli beendet wurde. Zunächst startete Annthony Van Dyke im Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newmarket, wo er allerdings auch auf den vielversprechenden  Ghaiyyath traf, der nach einigen hervorragenden Rennen sogar als Favorit starten dürfte – und, wie man am Ende feststellen musste, auch völlig zu Recht, denn Ghaiyyath dominierte das Rennen vom Start bis zum Ende und gewann unangefochten. Anthony Van Dyke gab sich mitd em zweiten Platz zufrieden und machte sich auf zum Gruppe 2 Hardwicke Stakes in Ascot im Juni, wo er allerdings erneut auf Grund von Platzproblemen auf der Zielgerade schlechter abschnitt als erwartet worden war. Seine Form 2020 lässt noch ein wenig zu wünschen übrig und ich denke heute ist nicht die Zeit für ihn, dies zu ändern.

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen, und das nicht erst seitdem sie den Prix de l’Arc de Triomphe zwei Mal gewinnen konnte, denn heute wird sie versuchen, das King George zum dritten Mal zu gewinnen – innerhalb von vier Jahren! Es wäre ein historischer Erfolg, zum einen weil sie dann die erste Sechsjährige seit 1998 wäre, die das Rennen gewinnen kann, zum anderen konnte noch kein anderes Pferd das Rennen mehr als zwei Mal gewinnen! Und für ihren Jockey Franki Dettorie wäre es der siebte Sieg und damit würde er mit Lester Piggot in der ewigen Bestenliste gleichziehen! Für Enable wäre es gleichzeitig der elfte Gruppe 1 Sieg in ihrer Karriere!

Diese begann 2016 in Newcastle in einem Maidenrennen, welches Enable auch gleich mit über 3 Längen hatte gewinnen können, und danach ging es direkt in die nächste längere Pause bis zum April 2017, wo sie in ihrem Saisondebüt noch etwas grün hinter den Ohren war und am Ende „nur“ dritte wurde, im Mai 2017 ging es dann allerdings auch direkt in das erste Black Type Rennen in Form des Arkle Finance Cheshire Oaks, und mit dem Sieg in diesem Rennen begann der Durchmarsch von Enable, die in ihren folgenden 11 Rennen über die nächsten drei Jahre keine einzige Niederlage mehr einstecken sollte! So gewann sie in der Saison 2017 zunächst das Investec Oaks und setzte mit ihrem fünf Längen Sieg ein heftiges Ausrufezeichen, schließlich waren es auf den dritten in diesem Rennen gleich noch einmal 6 Längen mehr, und Enable hätte vermutlich sogar noch deutlich mehr aus sich herausholen können – dementsprechend war sie anschließend für das Darley Irish Oaks die klare Favoritin und bestätigte ihre Form mit einem weiteren mühelosen 5 Längen Sieg. Im Gruppe 1 King George VI And Queen Elizabeth Stakes in Ascot rechnete man dagegen gegen die ältere Konkurrenz mit mehr Widerstand, allerdings machte Enable 1f vor dem Ziel wieder alles klar und schüttelte die Verfolger mit ihrem Markenzeichen – einem starken Antritt und schnellem Tempowechsel – ab.

Dann folgte der Sieg im Darley Yorkshire Oaks, ein weiteres Group 1 Rennen der  British Champions Series, welches allerdings im Jahr 2017 schon fast nur ein Pflichtsieg für Enable war – die diesen mit einem Lauf von der Front am Ende problemlos mit sechs Längen Vorsprung gewann.

Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen im Jahr 2017 hintereinander schloss sie mit dem ersten Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, was natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen, die sie bisher bestritten hatte. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund rauf, sondern es ging auch zusätzlich noch gegen männliche Konkurrenz. Und nicht nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das waren schon einige schwierige Voraussetzungendenn  sowohl was das Gewicht als auch der weiche Untergrund waren nicht nur von Vorteil, so dass es im Vorfeld für die erst dreijährige Stute Enable nach einem durchaus schwierigen Unterfangen ausah. Schließlich dürfte sie lediglich 4 kg weniger Gewicht tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den Jahren zuvor immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen und auch Enable brillierte trotz der schweren Bedingungen, und umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hatte! An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen direkt die Austragung des Arc im nächsten Jahr ins Visier nahm und Enable so früh wie möglich für den Arc nominiert hatte und sie mit diesem Rennen im Sinn auch  das gesamte Jahr 2018 über trainiert hatte. Das hatte für die Fans allerdings den Nachteil, dass sie Enable das gesammte Jahr 2018 lediglich einmal zu Gesicht bekamen und ansonsten auf die wohl damals beste Stute der Welt verzichten mussten. Enable wurde als Vorbereitung gerade einmal Rennen vor dem Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gegönnt, und das war lediglich ein Gruppe 3 Rennen. Dafür gewann Enable das 188Bet September Stakes am Ende aber auch wieder ohne Probleme und sie hinterließ den Eindruck, dass sie druchaus gute Chancen haben sollte, den nächsten Sieg im Arc De Triomphe feiern zu können

Die Austragung 2018 war auf dem Papier um einiges als das Rennen im Jahr zuvor (welches Enable ja dominieren konnte) und es schien das einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute vermeiden wollten – trotzdem gewann Enable den Prix de l’Arc de Triomphe nur sehr knapp und fast wäre die Titelveitigung ins Auge gegangen. John Godsen sichert sich für seine Enable auch 2018 wieder die Dienste von Frankie Dettori, der sich natürlich nicht nehmen lässt einen historischen Ritt wie diesen zu absolvieren – und das Duo hatte schon merhfach in den letzten Jahren von sich Reden gemacht, und am Ende war es wohl auch den Fähigkeiten von Dettori zu verdanken, dass Enable gerade so gegen Sea Of Class bestehen konnte, der zur Ziellinie hin immer mehr Boden hatte gut machen können, gerade auf den letzten 100 Yards schmolz der Vorsprung von Enable immer weiter dahin und alle Supporter der klaren Favoritin kamen wohl ganz schön ins Schwitzen… Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können.

Und dies sollte nicht das einzige Rennen von Emable außerhalb der vertrauten britischen Verhältnissen bleiben, denn Enable machte die Reise über den großen Teich und begab sich zum Breeders Cup nach Churchill Downs, um im Breeders‘ Cup Turf zu starten. Die Amerikaner hatten zurecht beim Breeders‘ Cup Turf  große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten. Das spannende Finish des Breeders Cup Turf war rein europäisch und fast sah es aus, als ob Magical tatsächlich Enable ihre erste Niederlage seit Jahren zufügen könnte, aber Enable lief wie gewohnt bis zum letzten Meter stark auf und konnte somit einen weiteren Sieg in einem der stärksten Rennen der Welt verteidigen.

Enable und Magical sollten sich auch in den nächsten Jahren immer wieder aufeinander und jedes Mal war das Aufeinandertreffen ein Sieg für die Fans. Magical zwar im Sommer 2019 nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, welche in diesem Rennen  ihr Saisondebüt nach langer Pause feierte.

Enable lief wie gewohnt selbstbewusst auf, und 100m vor dem Ziel sah sie noch so stark aus, dass man denken konnte, dass sie hier einen einen weiteren Kantersieg würde einfahren können, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinande, aber dieses mal war es knapp! Der Sieg im Coral Eclipse war deutlich härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war , dann doch fest oben auf und man konnte den kleinen Lapsus vielleicht auch der längeren Pause zuschieben, denn im nächsten Start im King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes machten sich die Buchmacher und Fans keine Sorgen und buchten sie als kalre Favoritin noch und nöcher – so ganz glücklich waren die meisten mit ihrer Wahl am Ende wohl während des Rennens nicht, denn kurz vor dem Ziel schoss  Crystal Ocean heran und bedrängte Enable, die sich eigentlich schon einige Längen hatte absetzten können. Bei Einlauf über die Ziellinie betrug der Vorsprung allerdings nur noch einen Nacken, Enable schien unter Dettori aber auch nicht alles zu geben, um den hachdünnen Vorsprung noch weiter auszubaune. Konnte sie nicht oder war Dettori sich so sicher, dass er die Stute von sich aus nicht weiter antreiben wollte?

Wir werden es wohl nie erfahren, im nachfolgenden Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks jedenfalls dominierte Enable jedenfalls das kleine Feld nach Belieben und schlug Magical mit über 2 Längen, der 1 Furlong vor dem Ziel zunehmenden den Anschluss verlor und sich klar geschlagen geben musste. Das waren ideale Vorraussetzungen für einen weiteren Versuch im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, den Enable nun zum historischen dritten Mal gewinnen wollte. Die Fachpresse und die Fans standen hinter ihr und buchten Enable runter bis auf 1.5er Quote – und 2 Furlong vor dem Ziel swah es auch nach einem weiteren Sieg der Wunderstute aus, denn Enable übernahm die Führung und setzte sich ab, allerdings nahm der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Verfolgung auf und kam auf der Außenseite immer näher heran, um dann 100m vor dem Ziel Enable tatsächlich einzoholen. Es war ein Schock für die Fachwelt und natürlich für die,die Enable für diese Quote gebucht hatten – und Enable musste sich mit irher ersten Niederlage seit drei Jahren und 11 Rennen in die Winterpause verabschieden – die sie dann auch noch gleich mit der nächsten Niederlage beendete, als sie im Juli im Coral-Eclipse zurück kam und dem aufstrebenden  Ghaiyyath unterlag. Schon letztes Jahr kam sie allerdings nicht in Bestform aus der Winterpause zurück und sie könnte sich heute hier in deutlich besserer Form präsentieren.

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

2020 ist bisher eher eine Nullnummer für Japan, der hier ein sehr schweres Rennen vor sich hat

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.

 

Sovereign


Australien: Das Aus für das Cox Plate?

Pferdewetten News

Wie RSN per Twitter mitteilte, wird die Cox Plate eventuell auf 2021 verschoben

Die Cox-Platte ist der jüngste große internationale Wettbewerb, der vom Ausbruch des Coronavirus bedroht ist und eventueel nicht stattfinden wird. Der Geschäftsführer des Veranstalters warn, dass er ihn lieber absagen würde, als ihn hinter verschlossenen Türen ohne Zuschauer in einer Art Geisterspiel laufen zu lassen. Klar, die Stimmung ist auch beim Galoppsport ein Grund warum die Fans ihn lieben, und vor einer leeren Tribüne ist es auch für die Jockeys schwer zur Höchstform aufzulaufen.

Die Cox Platze, immerhin ein 5-Millionen-Dollar-Wettbewerb, ist Australiens am besten dotiertes Altersgewichstrennen und wird nun definitiv nicht vor Oktober stattfinden – dabei wird das Rennen in diesem Jahr zum 100. Mal ausgetragen, und so ein Jubiläum lässt man schließlich nicht einfach ausfallen –zu diesem Anlass waren natürlich auch große Feierlichkeiten auf dem Kurs in Moonee Valley in Melbourne geplant gewesen

Die Rennen finden derzeit in Australien ohne Zuschauer statt, und Michael Browell, Vorstandsvorsitzender des Moonee Valley Racing Club, sagte im Podcast von Racing Pulse: „Eine der Optionen, die wir in Betracht ziehen müssen, besteht darin, eine Linie durch die Cox-Platte zu ziehen für dieses Jahr, denn falls nicht alles wieder zu normalen Bedingungen zurückkehrt, dann verschieben wir es auf Oktober 2021. Es gibt definitiv eine Vielzahl von Optionen, die uns zur Verfügung stehen. Wir werden nichts übereilen- wir haben ein bisschen Zeit, bevor wir diese Anrufe tätigen müssen (und das Rennen verschieben müssen) Das ist zwar meine persönliche Sichtweise, aber wir fliegen für das Cox Plate Menschen aus der ganzen Welt ein. Selbst nur mit den geschlossenen Grenzen im Moment, wäre es schwierig, dieses Jahr eine Cox-Platte zu veranstalten.“

Es wäre schade, wenn wir auch noch auf das Cox Plate verzichten müssten, welches uns in der Vergangenheit viele unvergessliche Momente beschert hat. Die australische Superstute Winx machte sich von 2015 bis 2018 mit vier Siegen in Folge in der Cox Plate einen Namen. Auf der Ehrentafel stehen die meisten Top-Namen des Landes, darunter der legendäre Phar Lap, der 1930 und 1931 ein das Rennen gewann. Das Cox Plate featured schon lange das Who-is-who in Australien und ist ein Publikumsmagnet, selbst wenn kein Jubiläum ansteht.

„Ich werde nicht vorwegnehmen, wie die Entscheidung aussehen könnte. Wir haben noch ein wenig Zeit im Ärmel, aber wir möchten, dass der 100. Lauf der WS Cox Plate eine große Feier wird“, sagte Browell weiter in dem Podcast „Wir wollen 35.000 Menschen auf dem Kurs, wir wollen alle früheren Champions, alle früheren Helden dort haben, um es mit uns zu feiern, und wenn das bedeutet, dass wir es verschieben müssen oder eine Linie durch das Jahr 2020 ziehen und erst 2021 zurückkommen werden wir das machen. „

Es bleibt den Fans im Moment nur zu hoffen, dass sich die Situation baldig bessert. Sonst wird es ein sehr trostloses Jahr 2020.


24.08.2019 – York – City Of York Stakes – Pick: Laurens

Pferderennen in England

16:00 City Of York Stakes – Gruppe 2

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.408 m  |  Preisgeld: 225.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte.
Aber anschließend beim zweiten Start in der Saison erging es Laurens ähnlich, denn in Royal Ascot im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene verlor sie ebenfalls den Anschluss und musste sich mit einem sechsten Rang zu zufrieden geben.
Danach wechselte sie für einen Lauf wieder nach Frankreich, und der Tapetenwechsel schien ihr sichtlich gut zu tun, denn im Gruppe 1 Prix Rothschild konnte sie sich gegen die eher moderate Konkurrenz überzeugend durchsetzen. Die Meile auf dem weichen Boden lag ihr augenscheinlich, aber ob das hier heute reichen wird, steht zumindest mit einem kleinen Fragezeichen am Ende.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Kam nach zwei enttäuschenden Starts in Newbury und Royal Ascot sehr überzeugend in Frankreich zurück zur Form. Sollte heute durchaus vorne mit dabei sein
Le Brivido: Der talentierte Siyouni Sohn von Aiden O’Brien hatte in seiner Karriere, die immerhin bis 2016 zurückgeht, einiges an Pech und obwohl er nunmehr in seiner vierten Saison ist, hat er lediglich sieben Rennen bestritten. Dabei lief am Anfang noch alles nach Plan, als er in Frankreich sein erstes Rennen im Prix du Vivier Madame überzeugend gewinnen konnte und im Jahr 2017 nach der Winterpause mit einem Sieg im Prix de la Francilienne nachlegte. Nach den beiden Rennen in niedrigerem Niveau versuchte sich Le Brivido im Gruppe 1 Poule d’Essai des Poulains. Er startete dort als Außenseiter, verpasste den Sieg gegen Brametot aber am Ende nur sehr knapp und hätte fast einen Schock gelandet. Rivet hatte auf dem dritten Platz keine Chancen an die beiden ersten dran zu kommen und Le Brivido hatte internationale Aufmerksamkeit errungen – welche ihn 2019 in die Arme von Aiden O’Brien bringen sollte, aber zunächst lies sein alter Trainer Andre Fabre ihn nur einen Monat später im Gruppe 3 Jersey Stakes im Royal Ascot Meeting starten, welches Le Brivido wie zu erwarten gewann – wenn auch knapper als gedacht.
Damit war die zweite Saison auch schon beendet und man erwartete Großes von Le Brivido im nächsten Jahr, 2018 absolvierte er aber nur einen einzigen Start im Gruppe 3 Abernant Stakes, wo er als Favorit leider komplett enttäuschte und danach eine einjährige, unfreiwillige Pause bis zum nächsten Debüt im Jahr 2019 im Gruppe 3 Gladness Stakes einlegte. In dieser Zeit wechselte er dann auch das Camp zu Aiden O’Brien und verließ seinen französischen Trainer Andre Fabre, und der irische Erfolgstrainer hatte offensichtlich gute Arbeit beim Training über den Winter an Le Brivido geleistet und konnte seinen neuen Schützling im Gruppe 3 Gladness Stakes auf einen guten dritten Platz bringen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes fiel Le Brivido ein wenig zu weit zurück und musste zu viel Boden beim Schlusssprint gut machen, und hatte dabei auch noch einen nicht ganz freien Lauf. Der fünfte Platz mit gut vier Längen Rückstand täuscht daher etwas über seine Form hinweg, und mit etwas mehr Glück hätte Le Brivido sicher auch hier einen guten Platz erringen können.
Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest allerdings wurde er deutlich geschlagen, das war aber auch schlicht nicht sein Rennen und Le Brivido ist zu besserem fähig
Tipps zum Pferd: Gute erste Saison 2017 in Frankreich 2017 mit Siegen über 1408m und einem zweiten Platz im Poule d’Essai des Poulains auf weichem Boden. 2018 fast komplett ausgesetzt, kommt 2019 für Aiden O’Brien augenscheinlich nun gut in Form.
Cape Byron: Der Sharmadal Sohn von Trainer Roger Varian startete seine Karriere im Jahr 2016, wobei er in der ersten Saison nur etwas Erfahrung sammeln wollte und seinen ersten Sieg in einem Maidenrennen hinter sich bringen wollte, was auch gelang. 2017 kam er in einem ähnlhen Rennen zurück und gewann das 1 Meilen Rennen in Royal Ascot auch wie erwartet knapp gegen den anderen Favoriten Fire Brigade, und die beiden hatten den Zieleinlauf auch komplett für sich, kein wunder also, dass sein Trainer danach entschied seinen vielversprechenden Schützling in einem Black Type Rennen auflaufen zu lassen, allerdings war der erste Versuch im Prix Le Fabuleux nicht ganz nach dem Wünschen der Beteiligten gelaufen und Cape Byron musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben. Das war dann auch gleich der letzte Start für die gesamte Saison und Cape Byron kam
Aber vielleicht hoffte Varian ja, dass es in Dubai besser klappen würde, wo er im Singspiel Stakes auf Gruppe 3 Ebene im Janaur 2018 auflief –  sich aber leider deutlich nicht wohl fühlte und weit abgeschlagen auf einem neunten Platz ins Ziel einlief. Nach dieser Niederlage hatte sich der Ausflug nach Dubai auch gleich erledigt und es ging zurück auf die Heimatinsel, wo Cape Byron im Hambleton Handicap in York im Mai ein solides Rennen lief, auch wenn er nicht um den Sieg mitlaufen konnte.
Schon beim zweiten Rennen nach der erneuten mehrmonatigen Pause hob Cape Byron mit dem Royal Hunt Cup in Royal Ascot über die Meile das Niveau deutlich an, kam mit dem Kurs und dem extrem großen Feld aber nicht zurecht, besserte sich aber im nachfolgenden Golden Mile in Glorious Goodwood und schaffte erstmals in einem solchen Handicap einen knappen dritten Platz nur 1.1 Längen hinter dem Sieger.
Diese Leistung konnte Cape Byron im nachfolgenden Bet Get Handicap noch einmal wiederholen, als er wieder nur knapp über eine Länge hinter dem Sieger ins Ziel einlief, dieses Mal aber auf einem zweiten Platz. 2018 war generell das Jahr der Handicaps für Cape Byron, der als Favorit in Ascot danach über 1408m wieder einen zweiten Platz erreichen konnte und im Oktober Ascot Challenge Cup über die selbe Distanz und Kurs erneut ein gutes Rennen lief, auch wenn ihm hier das Glück fehlte und er am Ende nur auf einem siebten Platz ins Ziel einlief.
Danach ging es wie für die meisten Flat Galopper Pferde in die Winterpause, die Cape Byron – wie könnte es anders sein – mit einem Start in einem Handicap beendete. Dieses Mal war es der Tote Victoria Cup in Ascot, und dieses Mal kam er in bestechender Form aus der Winterpause zurück und konnte trotz echt hohen Gewichts auf dem weichen Boden über die 1408m seinen ersten Sieg feiern  – wenn auch nur knapp in einem hart umkämpften Finish. Cape Byron bliebt bei dem Kurs in Ascot und startete im Juni beim Royal Ascot festival im Wokingham Stakes und gewann auch dieses harte Rennen souverän, und das erneut unter sehr hohem Gewicht.
Nach diesen beiden Erfolgen in schweren Handicaps war klar, dass er nicht ohne weiteres in Handicaps laufen können würde, denn sein Rating schoss durch die Decke und das zu tragende Gewicht wäre immens gewesen, also ging es stattdessen in das erste Gruppenrennen, und dieses Mal sollte es mit dem Darley July Cup auf Gruppe 1 Ebene gleich hoch hinaus gehen.
Das Experiment misslang und Cape Byron scheiterte deutlich, aber er sollte besser sein als er dort gezeigt hat und hat nach wie vor solide Chancen hier zumindest eine Platzierung zu erreichen.

27.07.2019 -Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:40 King George VI & QE – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.406 m  |  Preisgeld: 1.250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest

Beim Coral Eclipse setzte Hunting Horn das Tempo für Enable, und da der Pace Setter auch heute wieder mit von der Partie ist, stehen die Chancen sehr gut, dass die Wunderstute Enable auch heute wieder das selbe Szenario vorfindet. Enable und Crystal Ocean haben nun beide in ihrem letzten Rennen jeweils gegen Magical bestehen können und das ist auf dem Papier eine spannende Angelegenheit zwischen den beiden – in Realität gehe ich aber von einem lockeren Sieg von Enable aus, die hier kein Problem mit der Konkurrenz haben sollte!

Die Pferde im Einzelnen vorgestellt:

Anthony Van Dyke: Der  Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien begann seine Karriere im Jahr 2018 und hat sich wie so viele der gut gezüchteten Galopper in der Obhut von Aiden O’Brien hervorragend entwickelt.

Dabei war sein erster Lauf im Irish EBF Maiden noch gar nicht so richtig vielversprechend, vielmehr zeigte Anthony Van Dyke noch eine starke Unerfahrenheit und musste sich erst einmal an die Rennen und die harte Konkurrenz auf der Rennstrecke gewöhnen. Das tat Anthony Van Dyke ar relativ schnell und konnte schon im nächsten Rennen nur zwei Wochen später einen beeindruckenden Sieg im Irish Stallion Race in Killarney feiern, gefolgt von einem Sieg im Gruppe 3 Tyros Stakes der nicht minder beeindruckend gewesen war. Es folgte ein Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Galileo Futurity Stakes, auf diesem höheren Niveau hatte Anthony Van Dyke dann aber sehr hart arbeiten müssen, um am Ende als Sieger hervorgehen zu können (4:50)

Auf noch höherem Niveau einen Monat später im September 2019 kam dann die Siegesserie von Anthony Van Dyke zum erliegen, als er im Goffs National Stakes dem anderen Favoriten Quorto unterlag. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell, mit Anthony Van Dyk an der Innenbahn und Quorto an seiner Seite in der Mitte Bahn. Beide Jockeys haben alles gegeben aber am Ende musst sich Ryan Moore und Anthony Van Dyke dann doch geschlagen geben.

Wesentlich deutlicher musste sich Antony Van Dyke dann im Dewhurst Stakes und dem Breeders Cup Juvenile Turf geschlagen geben, in beiden stark besetzten Rennen konnte Anthony Van Dyke nicht mit den besten seines Jahrganges mithalten und blieb damit in seiner ersten Saison als 2Yo leicht hinter den Erwartungen zurück.

Bei seinem Anlauf im nächsten Jahr bei den Classics für die Dreijährigen begann er mit einem sehr starken Lauf im RaceBets Derby Trial Stakes und artikulierte damit seinen Anspruch auf die Krone beim großen Rennen in Epsom einen Monat später. Und was für ein Lauf das war! Anthony Van Dyke hielt sich hinter den Führenden in Mittelfeld, hatte dann aber das Pech dass ihm die anderen Pferde vorausliefen und er nicht mit ihnen zum Schlussssprint ansetzen konnte, sondern sich vielmehr mühsam seine Lücke suchen musste, als die Endphase des Rennens schon voll im Gang war. Dann fand er aber das Innengländer, während Madhmoon und Broone in der Mitte der Bahn liefen. Ryan Moore holte aus Anthony Van Dyke einen unglaublichen Schlusssprint heraus und gewann dann auch verdient das wichtigste Rennen für die 3yo.

Eigentlich war damit dann schon alles klar für das Irish Derby am Ende des selben Monats, aber der krasse Außenseiter Sovereign hatte etwas dagegen Anthony Van Dyke das Doppel der Derbys zu überlassen und übernahm es das Feld über die Distanz zu führen. Man erwartete, dass der Außenseiter an der Front irgendwann einbrechen würde – tat er aber nicht und zig stattdessen am Ende sechs Längen vor den Verfolgern davon – eine sehr sehr beeindruckende Leistung!!

Für Anthony Van Dyke wird es trotz des Derby Sieges hier gegen die älteren Konkurrenten sehr sehr schwer!

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen,  Hat die vierjährige doch bisher nur eines ihrer Rennen überhaupt verloren und sich dabei letztes Jahr ein eigenes schwierigsten Europa versucht, unter anderem hat sie den den Breeders‘ Cup Turf  und den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen können und sich damit klar als die beste europäische Stute seit langem etabliert.  Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen letztes Jahr hintereinander schloss sie mit dem Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, Wobei wir ihr den Sieg zwar zugetraut haben allerdings war die Quote derart gering, dass man sie mit viel Vertrauen hatte bitten müssen um eine größere Summe auf sie zu sitzen. Dem Vertrauen wurde sie aber auch durchaus gerecht, denn selbst Order Of St George hatte am Ende keine Chance gegen sie und in Enable gewann wie schon gesagt mit deutlichem Abstand und unangefochten ging eine Konkurrenz die auf dem Papier eigentlich hätte härter sein müssen als alles was ihr sonst so bisher unter die Hufe gekommen war.  Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen sie gleich wieder für das Arc nominiert hat und sie mit diesem Rennen im Sinn das gesamte Jahr über trainiert hat. Die Austragung dieses Jahr sieht auf dem Papier  um einiges leichter aus als das Rennen im letzten Jahr und es scheint einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstunde  vermeiden wollen.

John Godsen sichert sich für seine Enable wieder die Dienste von Frankie Dettori, und das Duo hat letztes Jahr definitiv von sich reden gemacht.
Nach einem Debütsieg im Jahr 2016 in Newcastle und einem zweiten Platz danach in Newbury ging es für Enable in die Winterpause und man kann sich nicht ganz vorstellen, dass das Debüt im Mai genauso geplant gewesen war, wie es sich im Endeffekt abgespielt hat., obwohl es für eine so talentierte Stute ungewöhnlich ist, die Guineas Rennen zu verpassen.

Enable startete stattdessen im Cheshire Oaks in Chester und verpasste damit alle Classics der Saison bis dato, was wie gesagt für ein so talentiertes Pferde sehr ungewöhnlich ist und einige Fragen bezüglich ihrer Vorbereitung offen ließ.
Erst im Gruppe 1 Epsom Oaks traf sie auf Konkurrenten wie Rhododendron oder Sobetsu, die ihren ersten wirklichen Test darstellten. Sie hatte im Vorfeld eine Menge Lob bekommen und startete als eine der Favoritinnen für das Rennen, und diesen Vorschusslorbeeren wurde sie auch im vollen Umfang gerecht. Gegen die beiden hoch gehandelten Konkurrentinnen trat sie also mit dem Hype im Rücken an und sie konnte das Feld mit einem dominanten Lauf und über fünf Längen Vorsprung auf die Bretter schickte.
Auf weichem Untergrund hatte Frankie sie während dem Rennen auf der dritten Position geparkt und sie hatte relativ viel Ruhe während des Rennens, ohne Druck von anderen Pferden neben sich. Pocketfullofdreams setzte ein ziemlich hartes Tempo und Rhododenron und Enable kamen beide auf der Zielgeraden an die erschöpfte Front Runnerin heran und lieferten sich ein hartes Duell bis ca. 100 Meter vor dem Ziel, wo Enable die Führung übernahm und die Favoritin Rhododendron sicher hinter sich lassen konnte.
Mit ihrem nächsten Start im Gruppe 1 Irish Oaks ließen sich die wirklichen guten Konkurrentinnen wie Rhododendron nicht blicken und Enable startete zu Recht als haushohe Favoritin. Dieses Mal besetzte sie einen zweiten Platz während des Rennens und hatte wieder keinen Druck, ließ man der führenden Bengala doch ein paar Längen Vorsprung und Bean Fasa lief einen Meter hinter ihr. Enable gab dann beim Einlaufen in die Zielgerade Gas und setzte sich vom Feld ab. Rain Goddess gab ihr kurzzeitig noch etwas zu tun, aber Enable war viel zu gut um irgendwelche Probleme mit dem Feld zu haben, welches aber auch nicht so stark besetzt war.
Enable machte in ihrem nächsten Rennen einen gehörigen Schritt nach oben, was die Klasse des Rennens anbelangt, lief sie doch im Gruppe 1 King Goerge VI & Queen Elisabeth Stakes gegen die männliche Konkurrenz und noch dazu gegen Konkurrenten, die deutlich älter waren als sie. Trotzdem dominierte sie die mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Ulysses, Higland Reel und Idaho mit Leichtigkeit und hatte am Ende der Zielgerade 4.5 Längen Vorsprung herausgeholt.

Danach ging es für sie nach York zum Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m und sie setzte sie selber bequemdas Tempo vor der Verfolgerin Queen’s Trust, während Coronet Probleme hatte sich an die dritte Position zu gewöhnen. Enable zog dann auf der Zielgeraden wie gewohnt das Tempo an und lies den anderen Stuten keine Chance mehr an sie heranzukommen.

Nach diesen Herausforderung ging es dann nach Frankreich zum Arc de Triomphe Der natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen die sie bisher bestritten hat. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 not Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund, sondern es ging auch gegen männliche Konkurrenz, ob ich nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das unter schwierigen Voraussetzungen sowohl was das Gewicht als auch was den weichen Untergrund anbelangt  sons Vorfeld für die erst dreijährige Stute nach einem durch aus schwierigen Unterfangen aus. schließlich lediglich 4 kg weniger Gewicht zu tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den letzten Jahre immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen allerdings eine recht gute Bilanz ziehen müssen wie sich ein Enable dieses Jahr schlägt. Umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hat

https://m.youtube.com/watch?v=k2JALb9-XSY

Enable kann wenn sie will, als Pacesetterin  fungieren, muss wie sie zuletzt gezeigt hat, aber auch nicht diese Position einnehmen. Letztes Jahr hat sich hinter den führenden, lief ein wenig unrund jedenfalls wenn man die Bewegungen von Frankie Dettori am Anfang betrachtet, fand aber wunderbar ins Rennen, nahn Maß auf der Zielgeraden und überholte die führenden Pferde in der Mitte der Bahn mit augenscheinlicher Leichtigkeit.

An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff wurde von die Tori geritten, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100 m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Enable scheint gesund und fit zu sein und hat ihren Titel im Arc locker verteidigen können

Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können. Die Amerikaner hatten damit beim Breeders‘ Cup Turf  in Churchill Downs im November zu Recht große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten

Magical hat in diesem Sommer allerdings nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, die 100m vor dem Ziel noch so lief, dass man denken konnte, dass sie einen Kantersieg einfahren würde, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinander ausbauen konnte. Der Sieg im Coral Eclipse war etwas härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war Enable dann doch fest oben auf

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

Crystal Ocean: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Sir Micheal Stoute brauchte am Anfang seiner Kariere eine kleine Weile, um so richtig in Gang zu kommen, aber spätestens mit seiner Siegesserie im Jahr 2018 hatte er eine Form erreicht, die ihn zum ernsthaften Aspiranten auch auf die höchsten Ehren in den Galopprennen gemacht hat – und 2019 konnte er das Prince Of Wales Stakes für sich entscheiden, kommt also in bestechender Form hierher.

Die Karriere von Chrystal Ocean begann damals mit einem zweiten Platz in seinem Maidenrennen auf dem Kurs in Newbury im Jahr 2016,  das Rennen war allerdings nur dafür da, schon einmal ein wenig Erfahung in den Galopprennen sammeln zu können, die in der ersten Winterpause dann weiter vertieft werden sollte. Nach der ersten Pause von sieben Monaten folgte dann der  Sieg auf ähnlichem Niveau nach der Winterpause im Jahr 2017 auf dem Kurs in Nottingham. Das war es dann aber auch schon mit dem Sammeln von Erfahrung und die neue Gangart von Trainer Sir Michael Stoute machte sich auch gleich beim nächsten Rennen im Mai 2017 bemerkbar. Denn es folgten ein sehr guter zweiter Platz im Gruppe  2 Dante Stakes sowie einen dritten Platz im Gruppe 1 King Edward VII Stakes – Es war etwas ungewöhnlich das Sir Micheal Stoute seinen Schützling so früh in die Grupperennen schickte, aber der Schritt machte sich klar bezahlt.

Schon im nächsten Versuch im August 2018 gewann Crystal Ocean dann das Gruppe 3 Qatar Gordon Stakes  mit einem sehr starken Lauf zum Ziel und er konnte auf dem weichen Boden zeigen, was er kann. Der weiche Boden war offensichtlich ein klarer Vorteil für Crystal Ocean, nachdem er zuvor in Royal Ascot im King Edward VII Stakes vielleicht auch auf Grund des schnellen Bodens nicht optimal in seinen Rhythmus kam.Es fehlten ihm immer noch 2 Längen auf Permian, aber vielleicht wäre er etwas näher dran gewesen, wenn die äußeren Umstände besser gepasst hätten.

Das gewonnenen Gordon Stakes ist eines dieser Rennen, die man für die großen Rennen gerne als Vorbereitungsrennen nutzt und auch im jenem Jahr machte das Gordon Stakes seinem Ruf alle Ehre, denn im nachfolgenden St Leger lief Crystal Ocean wieder zur Höchstform auf, als er gegen Capri einen zweiten Platz mit nur einer halben Länge Rückstand erarbeitete und den Ausdauerspezialisten Stradivarius auf den dritten Platz verbannen konnte. Spätestens seit diesem Erfolg sollte Crystal Ocean bei den Ausdauerrennen auf weichem Boden bei jedem auf die Liste kommen.

Im neuen Jahr nach der Winterpause 17/18 kehrte er im Gordon Richards Stakes mit guter Form zurück und konnte den Sieg knapp gegen Fabricate behaupten, steigerte die Form beim zweiten Start in der Saison im The Aston Park Stakes aber noch einmal deutlich und fegte damit auch alle Sorgen beiseite, dass der schnelle Untergrund ihm nicht liegen könnte. Crystal Ocean hatte sich hinter den beiden Front Runner positioniert und hatte bei blendend schönem Wetter in Newbury ab der 200m Marke einen wahren Spaziergang bis zur Ziellinie vor sich, konnte doch keiner der Verfolger mehr Schritt halten und alle mussten mindestens 6 Längen Rückstand hinnehmen. Das war klar mehr seine Distanz und Crystal Ocean war in der Form seines Lebens.

Auch einen Monat später im Hardwicke Stakes lief Crystal Ocean als klarer Favorit auf und wurde diesem Ruf mehr als gerecht.  Er hat klar seine beste Form dieses Jahr erreicht, und das auf Untergrund, bei dem man letztes Jahr noch dachte, dass es absolut nicht sein Ding sei.

Mit dieser Form im Rücken machte sich Crystal Ocean auf zum King George VI & QE Stakes in Ascot, und das Vertrauen in seine neu gefundene Bestform war groß genug unter seinen Fans, um ihn noch vor Poet’s Word zum Favoriten zu machen – obwohl dieser erst im Juni das Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes gegen Cracksman hatte gewinnen können. Am Ende zeigte sich, dass de Form von Poet’s Word sehr nah an der von Crystal Ocean war, denn die beiden fochten das Rennen komplett unter sich aus  und setzten sich weit vom Rest des Feldes ab. Am ende konnte Poet’s Word mit knapp unter einer halben Länge dominieren. Fast hätte Crystal Ocean den ersten Sieg auf Gruppe 1 Ebene im Jahr 2018 erreicht, und seine Form schien zu halten, denn auch im Gruppe 3 September Stakes erreichte er einen zweiten Platz und war mit der Siegerin Enable dem Rest des Feldes entfleucht – sein Pech, dass die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Enable sich gerade das September Stakes als Vorbereitungsrennen für den Arc ausgesucht hatte.

Für Rystal Ocean ging es aber nicht zum Arc, sondern zum Qipco Champion Stake, wo er auf den ebenfalls in hervorragender Form befindlichen Cracksman traf. Dieser hatte neben dem zweiten Platz gegen Poet’s Word den Gruppe 1 Prix Ganay und den Coronation Cup gewonnen, und auch gegen Crystal Ocean lies er nichts anbrennen und gewann mit Leichtigkeit sein letztes Rennen vor dem Ruhestand. Für Crytsal Ocean war allerdings nicht die Rennkarriere sondern nur die Saison zu Ende, denn es ging in die Winterpause, die 6 Monate später im Gruppe 3 Gordon Richards Stakes beendet wurde. Crysal Ocean gewann das Rennen locker und legte im Al Rayyan Stakes im Mai noch einmal nach – hatte da aber kaum nennenswerte Konkurrenz.

Dass seine Form aber trotzdem extrem stark war für den Sommer zeigte Crystal Ocean dann im Gruppe 1 Prince Of Wales Stakes, wo er auf den Favoriten Magical traf, der 2018 im Breeders Cup Turf Enable mächtig unter Druck gesetzt hatte. Auch im Prince Of Wales Stakes setzte Magical den späteren Sieger wieder gut unter Druck, schien aber noch nicht ganz auf der Höhe seines Könnens gewesen zu sein, denn dieses Mal war es Crystal Ocean, der sich auf der Zielgeraden mit einem starken Lauf absetzten konnte

 

Enable ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer als Magical, auch wenn der bei seinem zweiten Lauf in der neuen Saison die Wunderstute gehörig unter Druck setzten konnte. Ich denke aber, dass Magical bei seinem Lauf gegen Enable besser in die aktuelle Saison gefunden hatte und deutlich stärker auflief, als er das ei seinem Duell gegen Crystal Ocean der Fall gewesen war

Tipps zum Pferd: Spätestens seit dem zweiten Platz im St Leger 2017 muss er auf die Liste der möglichen Sieger bei den Ausdauerrennen, hat hier aber deutlich mehr vor der Brust als bei den letzten beiden Rennen in dieser Saison – und hatte gerade beim Al Rayyan Stakes trotz der auf dem Papier schwachen Konkurrenz einiges zu tun.

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihn 2019 nahe an seine Berstform heranbrachte

Den selben Trick versuchte Waldgeist im Prince Of Wales Stakes ebenfalls, verpasste aber den Anschluss im Schlusssprint und hatte trotz seines normalerweise sehr guten Tempowechsels keine Chance mehr an die beiden Sieger heranzukommen.

Waldgeist ist und bleibt eines der besten französischen Pferde welches derzeit noch aktiv ist, hat sich hier allerdings wieder ein äußerst schweres Rennen rausgesucht und wir noch ein wenig mehr auf seine letzten Leistung drauf legen müssen, vor allem weil der zweite Favorit Crystal Ocean ihn im Prince Of Wales Stakes klar in die Tasche gesteckt hatte und dieser heute mit Enable alle Hände voll zu tun haben wird.

 


Hong Kong – Sha Tin – 28.04.2019 – The Champions Mile – Pick: Beauty Generation

Pferderennen International

10:00 The Champions Mile – Gruppe 1

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Für 3ährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 18.000.000 HKDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Beauty Generation: Der Road To Rock Sohn im Besitzt von Patrick Kwok Ho Chuen hat sich im letzten Jahr von einem soliden Handicapper zum gefürchteten Gruppe 1 Sieger entwickelt und scheint mit seiner Progression noch lange nicht am Ende zu sein, vor allem wenn man die Siegersserie im Jahr 2018 so betrachtet. Er ist im Moment DER Miler in Hong Kong und muss sich vor keinem anderen Starter sichern.
Angefangen hat das ganze aber schon im Jahr 2017, als er den Schritt auf die Gruppenebene wagte:
Nach einem dritten Platz beim Hong Kong Derby 2017 hinter Pakistan Star und Rapper Dragon folgte ein Sieg im Jinbao Street Handicap gegen Eeagle Way und Dinozzo, was für die Zeit eine mehr als solide Form war, auch wenn keiner der Konkurrenten in den letzten Jahren auf das höchste Niveau vorgestoßen ist.
Beauty Only lies sich damit allerdings nicht viel Zeit und lief nach der Sommerpause im The Celebration Cup auf Gruppe 3 Ebene zur Höchstform auf. Dabei war der Celebration Cup wie so oft trotz des Gruppe 3 Status deutlich härter besetzte als vergleichbar eingestufte Rennen, denn zu den Konkurrenten an jenem Tag gehörte sowohl Seasons Bloom als auch Time Warp und Beauty Only, alles Gruppe 1 Sieger. Trotzdem gewann Beauty Generation mit seinem leichten Gewicht gegen die Konkurrenz über die 1400m souverän und lies noch im selben Monat im Sha Tin Trophy einen Gruppe 2 Sieg folgen. Dieses Mal war er nicht mehr ganz so leicht unterwegs, die Konkurrenz dafür aber nicht mehr ganz so hart, was in Kombination für den Sieg ausreichte, auch wenn die Distanz dieses Mal 1600m betrug. Die Meile sollte aber in der Zukunft sich noch als die ideale Distanz herausstellen, von der Beauty Generation nur noch selten abweichen sollte.
Das die Meile war damals auf dem Papier noch nicht die ideale Distanz für ihn, was man am traditionell staken The Bochk Jockey Club Mile sah, wo er erneut auf Gruppe 2 Niveau auflief, wo er Seasons Bloom und Helene Paragon nicht hinter sich halten konnte. Der Rückstand auf die beiden Sieger betrug am Ende allerdings nur knapp eine Länge und da Beauty Generation nicht den besten Lauf genoss, ging er im The Hong Kong Mile nur als moderater Außenseiter an den Start und wurde noch unter den ersten vier vor dem Start gehandelt. Dieses Mal lief es aber wie am Schnürchen und Beauty Generation zog durch die Mitte schön an die Front und konnte sich so die Führung sichern, die er bis zum Ende auch nicht mehr abgab. Beim Einbiegen in die Kurve gab Beauty Generation noch einmal richtig Gas und zog einige Längen davon, und auch wenn dieser Vorsprung zum Ziel noch ein wenig zusammenschmolz, war es genug um Western Express, Helene Paragon und Seasons Bloom auf Abstand zu halten.
Im The Stewards‘ Cup einen Monat später im Januar 2018 musste Beauty Generation von einem sehr weiten Draw aus starten, was ihm die Position am Innengeländer verwehrte und  dauerte eine ganze Weile bis sich das Feld gesetzt hatte und er versuchen konnte sich die Führung zu sichern, allerdings hatten gleich mehrere Pferde Interesse an dieser Position und alle Front Runner rieben sich gegenseitig auf an diesem Tag, was das Rennen für Fifty Fifty und Seasons Bloom eröffnete.
Im Gruppe 1 The Queen’s Jubilee Cup lief es dann im Februar schon ein wenig besser und Beat The Clock musste sich mit einem Nacken hinter Beauty Generation einsortieren, gefolgt von Fity Fity, der wiederauf seine Chance gelauert hatte. Über 200m weiter, über die Distanz von 1600m startete Beauty Generation dann im The Chairman’s Trophy, wo er allerdings gegen die Konkurrenz rund um Time Warp und Pakistan Star nicht in Gang kam und im dichten Feld stecken blieb. Es war aber der Außenseiter Beauty Only, der sicha m Ende überraschend durchsetzen konnte und mit einer halben Länge vor einem anderen Außenseiter, Western Express, ins Ziel einlief. Noch im selben Monat zeigte Beauty Generation aber im The Champions Mile, dass ihm die Meile eben doch liegt und er sich auch gegen die Konkurrenten vom letzten Rennen nicht verstecken muss. Der kleine Aussetzter nach einer Pause von mehr als zwei Monaten hatte ihn wohl ein wenig eingelullt, die Pause bis zum Oktober war aber überraschender Weise kein Problem und er konnte dem Gruppe 3 The Celebration Cup mit über 2 Längen gewinnen und das, obwohl er mit über 60,2KG ziemlich schwer unterwegs war.
In der Gruppe 2 Sha Tin Trophy war es gegen Singapore Sling schon wesentlich enger, die Konkurrent mit Pakistan Star und Singapore Sling. Singapore Sling schoss am Ende noch heran und konnte die Distanz auf den Front Runner Beauty Generation noch deutlich verringern – aber es reichte am Ende einfach nicht.
Er hatte in der Mitte der Bahn freie Fahrt und konnte sich dort mit einem eeindruckenden Schlusssprint an die Spitze setzen, was sein bester Lauf innerhalb eines Jahres war. Es folgte im April ein Lauf im The Champions Mile, in dem er wieder zeigen konnte, dass die neue Form keine Ausnahme bleiben sollte
Beauty Generation erhöhte erneut das Tempo auf der Zielgeraden und gewann am Ende ungefährdet mit einer Länge Vorsprung. Die neue Taktik erwies sich als sehr erfolgreich und Beauty Generation dürfte sich dem neu gewonnen Ruhm erfreuen, als er in die Sommerpause ging.
Die Sommerpause beendete er erst gut sechs Monate später im Gruppe 3 The Celebration Cup wo er unter schwerem Gewicht gegen einige gute Gegner wie Fitfy Fifty ran musste. Dass Rennen war trotzdem eine leichte Übung für ihn und so langsam sammelten sich die Siege an, Beauty Generation war aber noch lange nicht am Ende.
Er hob das Niveau danach ein wenig weiter an und startete in der  Sha Tin Trophy gegen Pakistan Star und Singapire Sling und auch der stark unterschätzte Eagle Way war mit von der Partie. Wieder lief Beauty Generation an der Front und konnte sich dort eine lockere Führung zu sichern., der er dann auf der Zielgeraden aufbaute. Das Rennen hätte mit höherem Abstand gewonnen werden können, aber Beauty Generation lies Singapore Sling als einzigen Verfolger noch ein wenig herankommen, war aber nie in Gefahr das Rennen zu verlieren
Der selbe Konkurrent war im The Bochk Jockey Club Mile erneut der Hauptkonkurrent, und so war das Rennen bloße Formsache für Beauty Generation, der mit drei Längen Vorsprung gewann
Die Hong Kong Mile 2018 hatte leider relativ wenig internationale Konkurrenz angezogen und die lokalen Helden waren unter sich, wobei  Beauty Generation schon so ziemlich gegen alles gewonnen hatte, was im Dezember gegen ihn auflief. So war es auch kein Wunder, dass das Gruppe 1 Rennen zu einem reinen Schaulaufen von Beauty Generation wurde, der an der 150m Marke weit vor dem Rest der Verfolger lief und das Rennen zu diesem Zeitpunkt schon komplett klar gemacht hatte.
Im Februar gewann er den The Queen’s Silver Jubilee Cup
und heute sollte er wieder keine Probleme mit dem Sieg hier haben

Conte: Der von John Size trainierte Starcraft Sohn hat sich hier einen schweren Einstieg in die Gruppe 1 Ebene in Hong Kong gesucht, gibt es doch kaum eine schwerere Aufgabe derzeit in Asien als Beauty Generation über die Meile schlagen zu wollen. Er begann seine Karriere letztes Jahr hier in Hong Kong und hat da gleich einen richtig guten Einstand feiern können. Nach seinem Sieg in seinem Debüt im November 2017 gegen Ambitious Heart gewann er noch die nächsten vier Rennen in Folge, bevor er seine erste Niederlage im Juni 2018 gegen Win Beauty Win  einstecken musste. Das Rennen war zwar über die gewohnten 1400m gelaufen worden, aber die Konkurrenz war in dem 1.860.000$ stärker als in den Rennen zuvor und die Niederlage von Conte war mit fast drei Längen recht deutlich. Vielleicht war es die kleine Pause von vier Monaten, die ihm seine Fitness gekostet hat, schließlich musste er sich erneut vier Monate später im The Panasonic Cup erneut geschlagen geben.

Dieses Mal war es allerdings deutlich knapper und er scheiterte nur mit knapp über einem Nacken an Rattan, der ihm kurz vor dem Ziel die Show stehlen konnte. Die ersten drei hatten sich vom Rest des Feldes abgesetzt und mit dem Muntermacher hinter sich ging es für Conte zum The Lukfook Jewellery Cup, in dem die Konkurrenz etwas leichter und der Sieg mit über 2 Längen auch recht dominant war.

Nach so vielen gewonnenen Listed Rennen und gut besetzten Handicaps ging es für ihn dann im Jahr 2019 direkt an Neujahr in sein erstes Gruppenrennen, dem he Chinese Club Challenge Cup, wo er er auch wieder auf Rattan traf, der allerdings in der Zwischenzeit wenig dafür getan hatte, der Form einen Boost zu geben. Conte gewann wieder überzeugen, kam in der Mitte der Bahn extrem stark nach vorne und konnte sich sogar ein wenig zurücknehmen als er vor der Ziellinie stand.

Der Versuch im The Stewards‘ Cup war allerdings eine ganz andere Hausnummer und Conte bekam für den ersten Versuch auf Gruppe 1 Ebene nicht einmal Gewicht erlassen, was aber immer noch in einem sehr guten zweiten Platz hinter Beauty Generation resultierte. Danach trat er im The Queen’s Silver Jubilee Cup  erneut gegen Beauty Generation an, und konnte hinter dem ebenfalls stark laufenden Beat The Clock einen dritten Platz belegen

Heute wird es schwer gegen die anderen wie Seasons Bloom und Singapore Sling die Plätze zu behaupten, aber es ist eine der besten Möglichkeiten für den zweiten Platz die er bisher hatte.


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