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Iridessa

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02.11.2019 – Santa Anita – Breeders‘ Cup Filly and Mare Turf – Pick: Sistercharlie

Pferderennen in den USA

21:54 Breeders‘ Cup Filly and Mare Turf – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 2.011 m  |  Preisgeld: 2.000.000 USDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Invasion der Europäer oder Ex Europäerinnen hier im Turf – nicht ungewöhnlich, denn der Turf, also Gras, ist bei den Euros deutlich höher im Kurs als der Drit der anderen Rennen, der auf dem alten Kontinent kaum gelaufen wird.

SISTERCHARLIE /5j S
Stats: (1 – 1 – 1 – 1 – 1) / Gewicht: 56,2 kg

Jockey: John Velazquez / Trainer: Chad Brown

Die  Myboycharlie Tochter von Chad Brown ist ein Phänomen in den USA. Sechs Rennen, sechs Siege stehen bei ihr bisher im Formbuch in den letzten Rennen, inklusive Siegen im Makers Mile, Diana Stakes und vielen mehr. Das macht sie hier natürlich zur Favoritin und damit zum Ziel aller anderen Stuten in diesem Feld – die aber ihre Probleme haben werden, sich an Sistercharlie vorbeikämpfen zu können.
Die Karriere der außergewöhnlichen Stute begann dabei in Frankreich auf dem Krus in Deauville mit einem Sieg, aber generell war die Saison in Frankreich sehr erfolgreich für sie, mit Siegen im Gruppe 3 Prix Penolope oder em Prix de Diane Longines im Jahr 2017. So ein herausragendes Pferd findet nicht selten seinen Weg nach England oder bleibt in Frankreich um den Arc und andere Rennen als Ziel jede Saison anzugehen, aber Sistercharlie zog es zu Chad Brown in die USA, der die Stute nur einen Monat nach ihrem letzten Rennen in Frankreich im Gruppe 1 Belmont Oaks aufliefen lies – das war noch etwas viel für Sisterscharlie, die sich noch nicht akklimatisiert hatte und sich bei ihrem Debüt in den USA mit einem zweiten Platz zufrieden geben musste. Ein nacken hat gefehlt und sie hätte auch gleich in den USA ihre Siegesserie fortgeführt.

Lange brauchte sie allerdings nicht um sich zu akklimatisieren, denn schon im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Coolmore Jenny Wiley Stakes konnte sie sich locker gegen einige hoch gehandelte Konkurrentinnen wie Fourstar Croock oder Dona Bruja durchsetzen, und dieses Mal mit alle Gewalt, als sie die beiden bis dahin führenden Pferde in der Mitte und setzte sich schnell einige Längen ab, um ungefährdet zu gewinnen. Vor der beeindruckenden Siegesserie später im Jahr gab es noch eine Niederlage im New York Stakes, wo sie es nicht schaffte an Fourstar Crook vorbei zu kommen, die nur einen Kopf vor ihr ins Ziel einlief und sich über die Zielgerade mit ihr ein hartes Duell lieferte. Damit ruinierte ihre Stallgefährtin den Tag der haushohen Favoritin Sistercharlie, die sich danach aber nie wieder einen Aussetzer leistete und seitdem jedes Rennen gewinnen konnte.

Dabei war es im Diana Stakes noch verdammt knapp, denn Ultra Brat hatte sich an der Innenbahn einige Längen abgesetzt und Sistercharlie hatte in der Mitte der Bahn ein wenig den Anschluss verpasst, was zu einem Herzschlagfinale für Sistercharlie auf der Linie führte. Danach startete sie im Gruppe 1 Beverly D Stakes, wo es ähnlich knapp für sie wurde, schließlich saß ihr dieses Mal erneut Fourstar Crook im Nacken, Sistercharlie hatte sich aber einige Längen absetzten können und konnte damit leben, dass die Konkurrenz später noch einmal ein bisschen näher an sie heran kam.

Sistercharlie hatte sich damit gleich zwei mal in guten Rennen relativ knapp durchsetzen können und man erwartete mit Spannung ihren Start im Breeders‘ Cup Filly and Mare Turf im November in Chruchill Downs, denn das würde wohl der erste richtig Test gegen die besten Stuten des Landes werden  – und das war es auch, nur dass Sistercharlie sich erneut in der Mitte der Bahn auf den letzten Metern an allen Konkurrentinnen vorbeischieben konnte und damit Wild Illusion und A Raving Beauty alt aussehen lies.

Mit diesem herausragenden Erfolg konnte Sistercharlie sich beruhigt in die Winterpause begeben, die sie mit einem Start im Diana Stakes 2019 im Juli beendete. Das Rennen hatte sie schon ein Jahr zuvor gewinnen können, und auch im Jahr 2019 hatte sie keine Probleme das Rennen für sich zu entscheiden und auch im Gruppe 1 Beverly D. Stakes konnte sie mit einem späten Sprint in der Mitte der Bahn das Feld deklassieren. Der letzte Lauf vor dem Versuch im zweiten Jahr hintereinander ein Rennen beim Breeders Cup zu gewinnen war der Start im Gruppe 1 Flower Bowl Stakes, welches allerdings kaum ein echter Test für Sistercharlie war, die das Rennen mit einem Sprint in der Mitte der Bahn wieder einmal für sich entscheiden konnte. Dieses Mal war es Mrs. Sippy, die ihr auf den Fersen saß und tatsächlich den Schlusssprint der großen Favoritin immitierte und als Zweite ins Ziel kam.
IRIDESSA /3j S
Stats: (3 – 1 – 7 – 1 – 4)  / Gewicht: 54,4 kg

Wayne M. Lordan / Trainer: Joseph Patrick O’Brien

Die von Trainer Joseph Patrick O’Brien trainierte Stute hat sich in ihrer noch recht kurzen Karriere schon gleich zwei Mal in Gruppe 1 Rennen durchsetzten können und hat von Anfang an einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

Die Ruler Of The World Tochter hat sich letztes Jahr im Juli im EBF Auction Race, ihrem ersten Versuch in einem Rennen, gleich mit vier Längen Vorsprung durchsetzen können, aber beim Versuch im Gruppe 2 Debutante Stakes danach musste Iridessa einen herben Rückschlag verkraften und 5 Längen Rückstand auf den Sieger hinnehmen.

Auf etwas niedrigerem Niveau beim Ingabelle Stakes auf Listed Ebene schaffte Iridessa es ihre Form wieder ein wenig anzuheben und kam auf einem dritten Platz ins Ziel, wenn auch knapp 2 Längen hinter dem Sieger und damit nicht in Reichweite zu der Siegerin. Die Formkurve nahm weiter einen positiven Verlauf und Iridessa schaffte es überraschend, sich im Gruppe 1 Fillies‘ Mile im Oktober 2018 durchzusetzen. Die Konkurrentinnen und Favoritinnen Hermosa und Pretty Pollyanna hatten keine Chance auf den letzten Metern mit Iridessa mitzuhalten, die zwischen den beiden Konkurrentinnen nach vorne schnellte und den Hügel zum Ziel problemlos meisterte. Der Sieg war für manche ein wenig überraschend, aber es gab im Vorfeld schon einige, die mit einem guten Lauf von Iridessa gerechnet hatten – wie auch beim Saisondebüt im Gruppe 3  1000 Guineas Trial in Leopardstown im April – wo sie allerdings fast 2,5 Längen hinter der Siegerin Lady Kaya ins Ziel kam.

Das Rennen kann aber gut als Warmmacher in der neuen Saison gelten und Iridessa ging mit guten Chancen in das 1000 Guineas in Newmarket, wo Iridessa allerdings nicht richtig fahrt kam und mit drei Längen Rückstand ins Ziel einlief – als Achte, ohne dass sie ihren Angriff auf die Spitze hätte durchführen können. Auch beim irischen Ableger, dem 1000 Guineas in Curragh Ende Mai 2019 erging es ihr nicht besser, dieses Mal betrug der Rückstand auf die Siegerin Hermosa allerdings gut 6 Längen. Der schnelle Untergrund tat sein übriges zum Niedergang von Iridessa in jenem Rennen, an der ausdauer fehlte es ihr jedenfalls nicht,wie sie einen Monat später im Gruppe 1 Pretty Polly Stakes über 2012m unter Beweis stellen konnte. Dort lief sie hinter der von Aiden O’Brien trainierten Pink Donkwood und Magic Wand als Außenseiterin auf, konnte sich aber über diese längere Distanz deutlich besser präsentieren und gewann am Ende mit einem Abstand von über 2 Längen.

Magic Wand versuchte sich noch an ihre Fersen zu heften, hatte aber keine Chance mit Iridessa mitzuhalten. Iridessa gewann das Rennen locker und galt damit auch über die längere Distanz von 2414m im Irish Oaks als eine der Favoritin, hatte aber mit der längeren Distanz dieses Mal so ihre Probleme und keine Chance mit der Siegerin Star Catcher noch mitzuhalten und Wayne Lordan lies Iridessa in Ruhe auslaufen, nachdem die Chancen dahin waren.

Da die längere Distanz ganz eindeutig zu viel des Guten war, reduzierte Trainer Joseph Patrick O’Brien die Distanz im nächsten Rennen deutlich und lies Iridessa wieder über die Distanz von 1609m antreten, dieses Mal im Fastnet Rock Stakes, welches zwei Monate nach dem letzten rennen stattfinden sollte.  Zwar galt Iridessa in diesem Rennen hinter der herausragenden Laurens und Hermosa als klare Außenseiterin, konnte sich aber am Ende gegen die beiden Favoritinnen durchsetzen, nachdem sich Hermosa und Laurens an der Front über die gesamte Distanz um die Führung bekämpften

Das Gruppe 1 Sun Chariot Stakes war faktisch eine Wiederauflage des Fastnet Rock Stakes und Iridessa konnte sich wieder nicht an der Führung halten sondern musste sich mit einem Platz am Pace zufrieden geben, und wieder hatte sie nicht die Kraft sich an den Führenden am Ende noch vorbei zuschieben – und Billesdon Brook, eine der heutigen Konkurrentinnen, konnte sich am Ende den Sieg sichern.

 


05.10.2019 – Newmarket – Sun Chariot Stakes – Pick: Laurens (Laurens/Iridessa/Hermsa Trifecta)

Pferderennen in England

16:25 Sun Chariot Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.609 m | Preisgeld: 266.875 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Iridessa: Die von Trainer Joseph Patrick O’Brien trainierte Stute hat sich in ihrer noch recht kurzen Karriere schon gleich zwei Mal in Gruppe 1 Rennen durchsetzten können und hat von Anfang an einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

Die Ruler Of The World Tochter hat sich letztes Jahr im Juli im EBF Auction Race, ihrem ersten Versuch in einem Rennen, gleich mit vier Längen Vorsprung durchsetzen können, aber beim Versuch im Gruppe 2 Debutante Stakes danach musste Iridessa einen herben Rückschlag verkraften und 5 Längen Rückstand auf den Sieger hinnehmen.

Auf etwas niedrigerem Niveau beim Ingabelle Stakes auf Listed Ebene schaffte Iridessa es ihre Form wieder ein wenig anzuheben und kam auf einem dritten Platz ins Ziel, wenn auch knapp 2 Längen hinter dem Sieger und damit nicht in Reichweite zu der Siegerin. Die Formkurve nahm weiter einen positiven Verlauf und Iridessa schaffte es überraschend, sich im Gruppe 1 Fillies‘ Mile im Oktober 2018 durchzusetzen. Die Konkurrentinnen und Favoritinnen Hermosa und Pretty Pollyanna hatten keine Chance auf den letzten Metern mit Iridessa mitzuhalten, die zwischen den beiden Konkurrentinnen nach vorne schnellte und den Hügel zum Ziel problemlos meisterte. Der Sieg war für manche ein wenig überraschend, aber es gab im Vorfeld schon einige, die mit einem guten Lauf von Iridessa gerechnet hatten – wie auch beim Saisondebüt im Gruppe 3  1000 Guineas Trial in Leopardstown im April – wo sie allerdings fast 2,5 Längen hinter der Siegerin Lady Kaya ins Ziel kam.

Das Rennen kann aber gut als Warmmacher in der neuen Saison gelten und Iridessa ging mit guten Chancen in das 1000 Guineas in Newmarket, wo Iridessa allerdings nicht richtig fahrt kam und mit drei Längen Rückstand ins Ziel einlief – als Achte, ohne dass sie ihren Angriff auf die Spitze hätte durchführen können. Auch beim irischen Ableger, dem 1000 Guineas in Curragh Ende Mai 2019 erging es ihr nicht besser, dieses Mal betrug der Rückstand auf die Siegerin Hermosa allerdings gut 6 Längen. Der schnelle Untergrund tat sein übriges zum Niedergang von Iridessa in jenem Rennen, an der ausdauer fehlte es ihr jedenfalls nicht,wie sie einen Monat später im Gruppe 1 Pretty Polly Stakes über 2012m unter Beweis stellen konnte. Dort lief sie hinter der von Aiden O’Brien trainierten Pink Donkwood und Magic Wand als Außenseiterin auf, konnte sich aber über diese längere Distanz deutlich besser präsentieren und gewann am Ende mit einem Abstand von über 2 Längen.

Magic Wand versuchte sich noch an ihre Fersen zu heften, hatte aber keine Chance mit Iridessa mitzuhalten. Iridessa gewann das Rennen locker und galt damit auch über die längere Distanz von 2414m im Irish Oaks als eine der Favoritin, hatte aber mit der längeren Distanz dieses Mal so ihre Probleme und keine Chance mit der Siegerin Star Catcher noch mitzuhalten und Wayne Lordan lies Iridessa in Ruhe auslaufen, nachdem die Chancen dahin waren.

Da die längere Distanz ganz eindeutig zu viel des Guten war, reduzierte Trainer Joseph Patrick O’Brien die Distanz im nächsten Rennen deutlich und lies Iridessa wieder über die Distanz von 1609m antreten, dieses Mal im Fastnet Rock Stakes, welches zwei Monate nach dem letzten rennen stattfinden sollte.  Zwar galt Iridessa in diesem Rennen hinter der herausragenden Laurens und Hermosa als klare Außenseiterin, konnte sich aber am Ende gegen die beiden Favoritinnen durchsetzen, nachdem sich Hermosa und Laurens an der Front über die gesamte Distanz um die Führung bekämpften

Dieses Rennen hier ist faktisch eine Wiederauflage des Fastnet Rock Stakes und es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Konkurrentinnen sich heute wieder um die Führung streiten und sich so wieder das Rennen für Iridessa öffnet – allerdings sind die Trainer und die Jockeys sicher auch darauf eingestellt

Hermosa: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien genießt heute die Aufmerksamkeit von Ryan Moore und kommt damit hoffentlich wieder so richtig in Fahrt, nachdem sie in ihrem letzten Rennen ein wenig enttäuscht hatte, zwei Niederlagen als Favoritin und eine als Co Favoritin in den letzten drei Wochen bereiten dem Champion Trainer Aiden O’Brien sicherlich Kopfschmerzen.

Schließlich hatte sie unter Wayne Lordan ihr Saisondebüt im 1000 Guineas gewinnen können – und das auch noch als eigentlich klare Außenseiterin, während Just Wonderfull damals als erste Wahl von Aiden O Brien galt und unter Ryan Moore auflief.

Hermosa hatte in der Mitte der Bahn allerdings einen richtig guten Lauf und konnte sich unter dem Druck seines Jockeys langsam aber sicher an die Spitze setzen und mit einer Länge Vorsprung gewinnen. Das war eine Steigerung zu den Leistungen des letzten Jahres, wie etwa dem zweiten Platz im Gruppe 1 Fillies‘ Mile und dem Gruppe  1 Moyglare Stud Stakes in dem Hermosa den dritten Platz belegt hatte. Diese Leistungen sprachen schon einmal für das Talent von Hermosa, welches sie aber erst in ihrer zweiten Saison 2019 vollständig entfalten konnte – und das wie gesagt gleich bei seinem ersten Lauf im Newmarket Guineas, bei dem sie fast von Anfang an das Feld anführte:

Diese Taktik führte auch unter Ryan Moore im Irish Guineas einige Wochen später zum Erfolg und Hermosa konnte sich erneut durchsetzen, gegen die wesentlich leichtere Konkurrenz allerdings optisch auch um einiges beeindruckender:

Diese Taktik sollte dann auch beim Coronation Stakes angewendet werden, allerdings lief es in diesem Rennen nicht ganz so wie geplant, denn Pretty Polyanna von Micheal Bell setzte sich unter Silvestre De Souza ebenfalls an die Front und Hermosa musste 1 Bahn neben der Innebahn laufen und konnte nicht wie gehofft das Tempo von dort aus dominieren. Stattdessen musste sie mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden versuchen das Rennen 2f vor dem Ziel zu übernehmen, konnte da aber Watch me nicht mehr hinter sich halten, der zuvor die Position direkt hinter den Führenden inne hatte. Watch Me hatte noch eine Menge Kraft im letzten Furlong übrig und konnte die hart kämpfende Hermosa damit auf den zweiten Platz verbannen.

Im Qatar Nassau Stakes auf Gruppe 1 Ebene hatte sie keine Chance sich an die Außenseiterin Deidre anzuhängen und floppte über die Distanz von 1991m überraschend. Der erste Versuch über längere Distanz war damit eindeutig gescheitert und der nächste Lauf sollte wieder über deutlich kürzere Distanz absolviert werden. Das Gruppe 1 Fastnet Rock Stakes war trotzdem ein echter Test, lief doch auch Laurens mit auf und Hermosa mühte sich unter Ryan Moore, die Konkurrentin niemals zu weit von sich weg ziehen zu lassen, allerdings war es auch dieses Duell um die Führung, welches Hermosa am Ende ausnutzen konnte und über die beiden Favoritinnen mit knapp 0,75 Längen triumphierte

Wenn Hermosa eine Freie Bahn bekommt ist sie nur schwer zu schlagen – wenn ihr allerdings auf der Zielgeraden die Puste ausgeht, obwohl sich direkt vor ihr eine massive Lücke auftut wie im Qatar Nassau Stakes, dann kann auch Ryan Moore auf ihr keine Wunder mehr bewirken. Hermosa hatte am 1.08.2019 einfach nicht die Kraft, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen und nutzte die offene Lücke vor ihr nicht, was am Ende in einer klaren Niederlage resultierte und im Fastnet Rock Stakes zehrte das Duell zwischen den Favoritinnen die Kraft von Hermosa auf. Sie kann so ein Rennen wie dieses immer gewinnen, leicht wird das aber sicher nicht.

Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte.
Aber anschließend beim zweiten Start in der Saison erging es Laurens ähnlich, denn in Royal Ascot im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene verlor sie ebenfalls den Anschluss und musste sich mit einem sechsten Rang zu zufrieden geben.
Danach wechselte sie für einen Lauf wieder nach Frankreich, und der Tapetenwechsel schien ihr sichtlich gut zu tun, denn im Gruppe 1 Prix Rothschild konnte sie sich gegen die eher moderate Konkurrenz überzeugend durchsetzen.
Die Meile auf dem weichen Boden lag ihr augenscheinlich und im Gruppe 2 Sky Bet City Of York Stakes lief Laurens erneut an hervorragendes Rennen.
Die Favoritin duellierte sich mit Shine So Bright auf der Zielgeraden, die sich einige Längen Vorsprung gesichert hatte und Laurens eine schwere Aufgabe stellte. Laurens kämpfte sich Zentimeter um Zemtimeter heran, aber die Ziellinie kam gerade noch rechtzeitig für Shine So Bright, dass diese sich am Ende mit einer Nase Vorsprung ins Ziel rettete.
Im Gruppe 2 Fastnet Rock Stakes hätte eine Wiederholung dieser Leistung sicher ausgereicht um den Sieg einzufahren , allerdings heftete sich Hermosa an ihre Fersen und duellierte sich mit Laurens über die gesamte Distanz, was beide für den Schlussssprint auszehrte und darin resultierte, dass Irdessa sich beim Schlussssprint an den beiden Favoritinnen vorbeischieben konnte.
Ich denke nicht, dass Patrick McDonald heute den selben Fehler machen wird und Laurens ganz vorne abschneiden wird.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Kam nach zwei enttäuschenden Starts in Newbury und Royal Ascot sehr überzeugend in Frankreich zurück zur Form. Sollte heute durchaus vorne mit dabei sein

 

 


02.05.2019 – Newmarket – 1000 Guineas – Pick: Just Wonderfull | Iridessa

Pferderennen in England

16:35 1000 Guineas – Gruppe 1 (Class 1)

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 500.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Heute steht uns das zweite Classic ins Haus, mit dem Guineas 1000 in Newmarket. – das erste Classic Rennen der Saison für die Stuten!

Qabala: Die Scat Daddy Tochter von Trainer Roger Varian hatte letztes Jahr nur einen Start und gewann auf dem Kurs hier in Newmarket ihr Maidenrennen über 1408m, bevor sie in die Winterpause ging und als Vorbereitung für das Guineas 1000 im Gruppe 3 Nell Gwyn Stakes startete. Das Rennen war über 1408m und damit knapp 200m weniger als das heutige Rennen – Qabala gewann aber mit gutem Zug zum Ziel und erweiterte ihren Vorsprung fortgehend bis zum Ziel immer weiter, so dass es hier bei 200m mehr Distanz wohl kein Problem für sie sein sollte. Der Untergrund heute ist genau so wie sie es beim letzten Start erlebt hat und sie hat hier auf dem Kurs schon Erfahrungen sammeln können. Klare Favoritenrolle
Iridessa: Die Ruler Of The World Tochter hat sich letztes Jahr im Juli im EBF Auction Race, ihrem ersten Versuch in einem Rennen, gleich mit vier Längen Vorsprung durchsetzen können, aber beim Versuch im Gruppe 2 Debutante Stakes danach musste Iridessa einen herben Rückschlag verkraften und 5 Längen Rückstand auf den Sieger hinnehmen.

Auf etwas niedrigerem Niveau beim Ingabelle Stakes auf Listed Ebene schaffte Iridessa es ihre Form wieder ein wenig anzuheben und kam auf einem dritten Platz ins Ziel, wenn auch knapp 2 Längen hinter dem Sieger und damit nicht in Reichweite zu der Siegerin. Die Formkurve nahm weiter einen positiven Verlauf und Iridessa schaffte es überraschend, sich im Gruppe 1 Fillies‘ Mile im Oktober 2018 durchzusetzen. Die Konkurrentinnen und Favoritinnen Hermosa und Pretty Pollyanna hatten keine Chance auf den letzten Metern mit Iridessa mitzuhalten, die zwischen den beiden Konkurrentinnen nach vorne schnellte und den Hügel zum Ziel problemlos meisterte. Der Sieg war für manche ein wenig überraschend, aber es gab im Vorfeld schon einige, die mit einem guten Lauf von Iridessa gerechnet hatten – wie auch beim Saisondebüt im Gruppe 3  1000 Guineas Trial in Leopardstown im April – wo sie allerdings fast 2,5 Längen hinter der Siegerin Lady Kaya ins Ziel kam.

Das Rennen kann aber gut als Warmmacher in der neuen Saison gelten und Iridessa sollte heute stärker auflaufen können, der Sieg über Kurs und Distanz im Fillies Mile letztes Jahr wiegt schwer.
Just Wonderful: Die Dansili Tochter gewann im letzten Jahr in Curragh ihr Maodenrennen und ging dann nach Royal Ascot, um dann im Gruppe 3 Albany Stakes aufzulaufen, wo sie aber eine klare Niederlage einstecken musste. Sie lief danach lieber wieder in Irland in Curragh auf, wo sie allerdings im Gruppe 3 Anglesey Stakes ebenfalls nicht gegen Viadera und Marie’s Diamond ankam und 2.5 Längen hinter den beiden ins Ziel einlief. Das Rennen war über 1265m  mehr im Sprintbereich angesiedelt und über eine Meile lief es im Gruppe 3 Flame Of Tara Stakes im September schon wieder besser für Just Wonderful – wo sie  locker gewinnen konnte.

Auf weicherem Boden schaffte sie es noch im selben Monat über etwas kürzere Distanz im Moyglade Stud Stakes danach allerdings nicht an die Form aus dem vorhergegangenen Rennen anzuknüpfen und es brauchte den besseren Untergrund um im Gruppe 2 Shadwell Rockfel Stakes.

Der Lauf war beeindruckend, Just Wonderfull hatte sich am Innengeländer positioniert und konnte noch relativ locker traben, als die anderen schon hart geritten wurden und Just Wonderfull beschleunigte locker an den anderen vorbei, als ihr Jockey Ryan Moore auf ihr das Go gab. Das Rennen war ziemlich beeindruckend und sie schien mit jedem Rennen dazuzulernen.

Das war so gut, dass O’Brien sie in den Flieger packte und im Breeders Cup Juvenile Fillies Turf auflaufen ließ, wo sie mit einem vierten Platz ein sehr beeindruckendes Ergebnis erreichte, was für Europäer nicht unbedingt normal ist. Dass die in so jungen Jahren die Reise und die anderen klimatischen Bedingungen so gut kompensieren konnte, spricht für sie
Skitter Scatter: Die Scat Daddy Tochter begann ihre Karriere bereits im März 2018 und damit sehr früh für einen 2yo. Den zweiten Start konnte er in Dundalk gewinnen, um dann in das Sprint Stakes auf Listed Ebene in Naas aufzusteigen, wo sie allerdings nicht das Tempo hatte, um mit den Siegern mitzugehen.

Dann ging es weiter in das 1426m betragenende Silver Flash Stakes auf Gruppe  3 Ebene , wo Skitter Scatter das erste Mal auf Gruppenebene gewinnen konnte- und das deutlich. Das Rennen war über etwas längere Distanz und schien Skitter Scatter mehr zu liegen als die Sprint Rennen und er gewann das Gruppe 2 Debutante Stakes danach in Curragh gegen seine Konkurrenten mit noch deutlicherem Vorsprung.

Das Rennen war auf weichem Untergrund und Skitter Scatter konnte sich auch danach im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes ebenfalls durchsetzen. Das Rennen war das bisher stärkst besetzte Rennen welches Skitter Scatter angegangen hatte und es sah klar danach aus, als ob sie sich über die Meile mindestens genauso gut präsentieren könnte. Ihr neuer Trainer kann hochklassige Pferde perfekt vorbereiten und auch wenn sie dieses Jahr noch keinen Start hatte, muss man sie auf der Shortlist für das Guineas haben.

Die großen Fragezeichen sind die längere Distanz und die lange Pause ohne Vorbereitungsrennen in der aktuellen Saison.
Fairyland: Die Kodiac Tochter von Aiden O’Brien hat sich in ihrer bisherigen Karriere kaum einen Aussetzer geleistet. Sie gewann im letzten Jahr im Mai ihren ersten Versuch in Naas und auch beim zweiten, besseren Rennen setzte sich Fairyland locker durch. Dieses Mal gewann sie im Marble Hill Stakes auf Listed Ebene mit gut zwei Längen Vorsprung gegen die klare Favoritin Van Beethoven, die keine Chance hatte auf den letzten Metern mit ihr mitzugehen.

Im Gruppe 3 Albany Stakes im Juni versuchte sich Fairyland in einem Sprintrennen über 1207m, und trotzdem konnte sich die Stute relativ gut mithalten und sich knapp unter einer Länge hinter Main Edition positionieren. Sie und La Pelosa waren die Einzigen, die sich an die Siegerin heften konnten, der Rest des Pulks folgte mit Abstand dahinter.

Fairyland schien sich ja zu dieser Zeit in den Sprintrennen wohl zu fühlen und er startete im Gruppe 2 Lowther Stakes in York. Das traditionell stark besetzte Sprintrennen hatte einige hochklassige Konkurrenten angezogen, aber es war eine Außenseiterin, die Fairyland im Genick saß beim Zieleinlauf.

The Mackem Bullet war eigentlich als Außenseiterin gestartet und Fairyland als Favoritin, aber die beiden waren im Lowther Stakes gleichauf, und die Favoritin gewann nur mit einer Nase vor der Außenseiterin. Trotzdem – das Lowther zu gewinnen war eine großartige Leistung – und der zweite Platz wurde The Makem Bullet nicht sonderlich hoch angerechnet.

So ist das bei den Pferderennen eben manchmal, und die Punter konnten The Mackem Bullet gleich beim nächsten Duell wieder zu hoher Quote Buchen – und wieder verpasste The Makem Bullet den Sieg nur knapp gegen Fairyland. Das Gruppe 1 Juddmonte Cheveley Park Stakes wird natürlich über 1207m gelaufen und ist ein Sprinterennen, welches mit dem Guineas heute nicht direkt vergleichbar ist – auch wenn Fairlyand letztes Jahr auf schnellem Untergrund jeweils hervorragende Leistungen zeigen konnte. Heute wird sie nach einer langen Pause über 400m längere Distanz auflaufen, was klare Nachteile für sie sind. Auf der anderen Seite sind da Frank Dettorie und Aiden O Brien, die nicht das erste Mal eine solche Starterin zum Sieg bringen würden.

 


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