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Japan

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09.10.2021 – Belmont Park – Joe Hirsch Turf Classic Stakes – Pick: Gufo / Channel Maker EW

Pferderennen in den USA

21:47  Joe Hirsch Turf Classic Stakes – Gruppe 1 

Distanz: 1m4f  | Alter : 3yo+  | Untergrund: Gras | Boden: Schnell

Das Joe Hirsch Stakes ist dieses Jahr extrem gut besetzt und gibt uns ein Duell zwischen zwei Konkurrenten, die im letzten Aufeinandertreffen nur ein Nacken getrennt hat – Gufo gewann über Japan, der aber Probleme auf der Zielgeraden hatte und nur noch ein paar Meter gebraucht hätte, um zu gewinnen.

Die beiden sind die logische Wahl für dieses Rennen mit leichten Präferenzen für Gufo – aber Channel Maker liebt dieses Rennen und sollte zumindest eine Chance EW haben.

 

Gufo: Der Declaration Of War Sohn von Trainer Christophe Clement begann seine Karriere im November 2019 in einem Maidenrennen mit einem dritten Platz, legte danach kurz vor dem Jahreswechsel in seinem nächsten Maidenrennen aber mit einem Sieg nach und konnte in einem Allowance Rennen im März 2020 gleich ein Doppel daraus machen.

Die Siegesserie wurde durch einen Sieg im Engish Channel Stakes in Guflstream Park (ein Black Type Rennen) und dem Kent Stakes noch auf vier Siege erweitert. Damit hatte Gufo sehr schnell seine ersten Siege auf Gruppenebe gefeiert. Im Kent Stakes legte Gufo dabei noch einen ziemlich seltsamen Start hin, gewann am Ende aber souverän und locker gegen die Konkurrenz.

Was dann wohl auch der Grund war, warum er im nächsten Monat im Saratoga Derby auflief – allerdings zeigte sich da auch wieder seine Unerfahrenheit, denn er stieß erneut beim Start relativ hart mit einem der Konkurrenten zusammen, musste dann sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, driftete dann unter Druck nach außen in der letzten Kurve, kam weit in die Zielgerade, hatte trotzdem andere Pferde noch vor sich und duckte sich unter weiterem Druck dann etwas unglücklich weg als der Jockey die Hand mit der Peitsche wechseln musste – und verpasste trotz all dem den Sieg nur recht knapp. In der Geraden war Gufo noch gut und gerne 3,25 Längen zurück, holte das aber bis auf einen Kopf Rückstand auf den Sieger noch auf. Sieg verpasst und trotzdem extrem guter Lauf von Gufo.

Den verbesserte er dann beim großen Derby 2020 als er das Belmont Derby Invitational Stakes mit knapp einer Länge gewinnen konnte. Ganz ohne Probleme lief auch dieses Rennen für Gufo nicht ab, aber nach dem erneut unsauberen Start sortierte er sich hinter den Pacesettern ein, lies das Trio der Ausbrecher zunächst bis zur Zielgerade ziehen, sammelte diese dann aber relativ locker wieder ein als es in die Zielgerade ging und sein Jockey die Bremsen an Gufo etwas löste. Zum Ziel hin begann Gufo sich Sück für Stück weiter abzusetzen und hatte das Feld im Griff – der größte Sieg der Saison 2020 war damit perfekt.

Im Saisonabschluss 2020 im Hollywood Derby kam er zu weit hinten und zu weit nach außen getragen in die Zielgerade, um die Ausreißer auch dieses Mal wieder einzusammeln, aber Gufo konnte wieder einen extrem starken Sprint zum Ziel zeigen, was eine sehr erfolgreiche erste Saison für Gufo beendete.

Nach der Winterpause kam Gufo dann im Man O War Stakes in Belmont Park zurück, wo er nach der langen Pause von November bis Mai den Sieg praktisch auf der Linie mit einer Nase an Channel Cat verlor, der einfach das bisschen mehr Ausdauer zu bieten hatte.

Im Gruppe 1 Belmont Derby Invitational Stakes zeigte sich allerdings danach, dass Gufo nach wie vor kein einfaches Pferd zum Reiten war. Nachdem sich Gufo eigentlich gut ins Rennen gefunden hatte und sich gut im hinteren Bereich des Feldes einsortiert hatte, wurde er zu seinem Schlusssprint recht weit in die Mitte der Bahn getrieben und musste da doch etwas energisch angetrieben werden – und duckte sich unter der Peitsche plötzlich stark weg, so dass Joel Rosario im Sattel Gufo zunächst korrigieren musste, bevor er weiter den Angriff auf die Führungsgruppe angehen konnte. Am Ende reichte es auf Grund der Probleme nur für einen dritten Platz.

Gufo wurde danach im Niveau ein wenig zurück genommen und fand wie schon zu erwarten im Grand Couturier Stakes in Belmont Stakes als Favorit – wenn auch nur mit einer Länge und mit etwas mehr Arbeit, als man vielleicht gedacht hat. Aber ein Sieg ist ein Sieg und Gufo legte noch einmal im Resorts World Casino Sword Dancer Stakes nach, als er mit einem sauberen Lauf den spät ansprintenden Japan schlagen konnte.

Guo hielt sich dieses Mal deutlich näher am Tempo und ging auch nur 2 oder 3 Bahnen vom Innengeländer entfernt in die Zielgerade, während Hauptkonkurrent Japan sich an der Innebahn plötzlich eingepfercht wieder fand und viel Zeit und Momentum verlor, bis er sich in der Mitte der Bahn hinter Gufo eine freie Bahn gesucht hatte und seinen eigenen Schlusssprint ansetzten konnte – das brachte Joel Rosario auf Gufo 50m vor dem Ziel noch ins Schwitzen, aber der Sieg war gesichert.

Das erneute Duell der beiden heute wird extrem spannend, mit ungewissem Ausgang.

Tipps zum Pferd:

Extrem starker Schlusssprinter. Hat das große Derby 2020 gewinnen können und

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sich gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten, auch wenn 2020 eher durchwachsen war und 2021 der Sieg auf aller höchster Ebene noch ausbleibt – aber zwei Gruppe 3 Siege geben Grund zur Hoffnung.

Japan hatte letztes Jahr einen kleinen Durchhänger, wenn man eine Reihe von Platzierungen auf höchstem Niveau denn so nennen kann – aber seine beste Phase bisher im Jahr 2018 bis Ende 2019 hatte, sozusagen am Beginn seiner Karriere in den ersten Jahren.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. In beiden Rennen profitierte Japan ein wenig vom ausgedünnten Feld und der Abwesenheit der großen Namen des Jahres 2020 und dem geschickten Placement durch seinen Trainer, aber dem schnellen Doppel lies Japan dann im Juddmonte International einen weiteren Sieg folgen, und an diesem Sieg gab es nichts zu meckern.

Die Konkurrenz war stark, so hatte Favorit Crystal Ocean gerade zuvor gegen Enable ein hervorragendes Rennen abgeliefert und schien nur auf den nächsten Gruppe 1 Sieg zu warten und auch Elaqarm oder King Of Comedy sind alles andere als zu verachten. Dementsprechend hart war das Rennen am Ende dann auch für alle Pferde, Favorit Crystal Ocean hatte am Innengeländer 200m vor dem Ziel die Führung errungen und schien die Kontrolle über das Rennen zu erlangen, aber Japan kam neben ihm langsam aber sicher wieder heran und hatte auf der Zielgeraden sprichwörtlich die Nase vorn.

Der Sieg war mehr als verdient, und dass Japan im notorisch schwer besetzten Prix de l’Arc de Triomphe im Oktober 2019 noch einen vierten Platz folgen lassen konnte, obwohl der Boden natürlich wie immer schon ziemlich matschig war und das Rennen eine Menge Ausdauer forderte… nun, ich hatte das so nicht erwartet und war ein Stück mehr beeindruckt von den Leistungen von Japan im Jahr 2019!

Dann kam das Jahr 2020 und das Tal der Trauer für Japan, jedenfalls was die Siege anbelangt – denn obwohl er kontinuierlich sehr gute Rennen auf höchstem Niveau lief, blieb der erhoffte Sieg aus. So begann die Saison mit einem vierten Platz im Prince Of Wales’s Stakes, was klar unter den Erwartungen war, die an Japan bei seinem Saisondebüt gestellt worden waren. Er war langsam beim Start und kam nicht richtig in Gang und auch wenige Wochen später beim Coral-Eclipse schien von seinem Schlussprint Qualitäten nicht viel übrig zu sein – er verlor den zweiten Platz auf den letzten 50m und musste sich mit einem dritten Platz begnügen, ein Platz, den er auch beim King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes am Ende inne hatte – allerdings gab es in diesem Rennen nur drei Starter und dementsprechend schlecht war die Leistung in Wirklichkeit. Auch die beiden nachfolgenden Leistungen im Irish Champion Stakes und dem Qipco Champion Stakes vergisst man am besten gleich wieder, aber er kam im Ormonde Stakes im Mai 2021 mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und lief danach in Epsom im Gruppe 1 Coral Coronation Cup über 1m5f ein sehr gutes Rennen, auch wenn Japan auf den leten Metern etwas die Puste ausging und er „nur“ auf einem dritten Platz ins Ziel einlief.

Zugegeben, der dritte Platz war mit sieben Längen Rückstand deutlich hinter den beiden Siegern Pyledriver und Al Asy, aber es schien für Japan in die richtige Richtung zu gehen – wie er nach einer erneut deutlichen Niederlage im Hardwicke Stakes in Ascot auf Gruppe 2 im Gruppe 3 Green Room Meld Stakes in Leopardstown im Juli unter Beweis stellen konnte.

Dort war Japan als klarer Favorit gestartet, musste sich aber dem Angriff von Maker Of Kings erwehren, der sich auf den letzten 100m als nur sehr schwer abzuschütteln erwies und nur noch ein paar mehr Meter gebraucht hätte, um selbst zu siegen.

Japan wechselte dann in die USA zurück, wahrscheinlich um sich schon einmal für den Breeders Cup im November warm zu laufen und sich an Übersee zu gewöhnen.

O’Brien visiert den Breeders Cup mit schöner Regelmäßigkeit an und wird auch 2021 versuchen, den großen Coup zu landen.

Der Einstand im Jahr 2021 in Saratoga im Gruppe 1 Resorts World Casino Sword Dancer Stakes verlief nicht ganz nach Plan, denn der Favorit des Heim Teams Gufo gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Japan.

Der hatte während des Rennens allerdings auch wein wenig Pech, denn obwohl beide Konkurrenten, also Gufo und Japan, sich im hinteren Bereich des Feldes aufhielten, hatte Japan beim Versuch das Feld von hinten aufzurollen Probleme und wurde gezwungen langsameren Pferden vor sich auszuweichen, so dass er praktisch von innen am Geländer in die Mitte der Bahn an Gufo vorbei wechseln musste, um freie Bahn zu bekommen. Das gab Gufo die Gelegenheit sich ein wenig abzusetzen und einige Längen auf Japan gut zu machen, der aber danach noch einmal beschleunigte und sich bis auf einen Nacken herankämpfte.

Japan war in dem Rennen nur knapp der Platz für den Sieg ausgegangen, ein paar Meter weiter und er hätte sicher gewonnen – das erneute Duell der beiden sollte extrem spannend werden heute, und für einige Aufklärung bezüglich des Breeders Cup sorgen.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt hatte aber ein Jahr 2020 zum Vergessen. 2021? Kann zumindest mit zwei Siegen auf Gruppe 3 Ebene zurück blicken und hatte einen sehr motivierenden Einstieg in Amerika im August. Genug Grund zur Hoffnung

Arklow: Der Arch Sohn von Trainer B. Cox begann seine Karriere im November 2016 auf dem Kurs in Churchill Downs, allerdings war die erste Saison völlig zum Vergessen, denn erst nach dem Jahreswechsel konnte Arklow seinen ersten Erfolg feiern, indem er in Keenland ein Maidenrennen gewinnen konnte.

Danach ging es gleich in das Gruppe 2 American Turf Stakes, auch wenn seine Chancen im Vorfeld als sehr niedrig angesehen wurden. Arklow schockte hier aber das erste Mal die Buchmacher und gewann das Rennen souverän

Arklow hatte seine beiden Verfolger klar im Griff und der eigentlich haushohe Favorit Oscar Performance enttäuschte bei dem Rennen stark und kam als Letzter ins Ziel. Nach diesem Überraschungserfolg ging es aber auch für Arklow erst einmal ins Tal der Tränen, mit klaren Niederlagen im Gruppe 1 Belmont Derby und dem Gruppe 2 Racing Hall of Fame Stakes, so dass er sich danach an leichteren Rennen etwa bei Handicaps in Fairground probierte. Der Kurs in Fairgrounds schien ihm zu gefallen, denn auch beim nächste Start im Muniz Memorial Handicap auf Gruppe 2 Ebene auf diesem Kurs im März 2018 schaffte er einen hervorragenden zweiten Platz hinter Synhrony, der ohnehin als Favorit gestartet war.

Für Arklow folgte dann ein solider vierter Platz im Gruppe 1 Old Forester Turf Classic Stakes, bei dem er dem Sieger Yoshida aber nicht wirklich gefährlich werden konnte. Auch zwei Monate später im Gruppe 3 Stars and Stripes Stakes enttäuschte Arklow als Favorit mit einem vierten Platz und es musste dann schon ein noch leichteres Rennen im Form des Kentucky Downs Turf Cup Stakes über 2011m sein, damit Arklow wieder ein Black Type Rennen gewinnen konnte.

Dann legte Arklow aber im Gruppe 3 Turf Cup Stakes gegen den hoch gehandelten Bigger Picture nach, als er das Rennen mit einem guten Zug zum Ziel unter Florent Geroux knapp gegen den genannten Konkurrenten bestehen konnte. Damit hatte Arklow auch über die längere Distanz von 2411m bestehen können

Arklow konnte auch im nächsten Rennen, dem Gruppe 3 Sycamore Stakes beweisen, dass der Sieg über Bigger Picture keine Ausnahme war, denn auch in diesem Rennen konnte Arklow Bigger Picture auf den Platz direkt hinter sich verbannen, auch wenn er dieses Mal von dem Außenseiter Zulu Alpha geschlagen wurde.

Diesen kleinen Wermutstropfen machte Arklow aber im Breeders‘ Cup Turf im November mehr als wett, als er als klarer Außenseiter doch noch auf einem guten vierte Platz ins Ziel einlief – und einen massiven Forcast für den Vierer von 4116.80 komplettierte.

Mit dieser Leitung im Rücken ging es in die Winterpause, aus der er leider mit einem kompletten Flop fünf Monate später in Keenland wiederkam. Allerdings schien es dem Trainer und den Buchmachen schon relativ klar zu sein, dass Arklow beim ersten Rennen über 1770m so seine Probleme haben würde, denn er startete in dieses Rennen nicht als klarer Favorit. Im nachfolgenden Man O War Stakes in Belmont Park steigerte er die Distanz wieder ein wenig auf 2220m und wie auf Bestellung lieferte sich Aklow über die passendere Distanz ein spannendes Duell mit Channel Maker, der ihn am Ende

Auch beim Gruppe 2 Belmont Gold Cup Invitational Stakes war Arklow wieder „nur“ zweiter hinter dem Konkurrenten Amade, die Distanz von 3218m war für Arklow aber auch ein Novum und dafür hielt Arklow noch ziemlich stark durch und ging danach nach 52 Tagen in das Duell mit Channel Cat im Bowling Green Stakes in Saratoga, wo er einen dritten Platz belegen konnte, er besserte sich dann mit einem zweiten Platz hinter Zulu Alpha im Kentucky Turf Cup Stakes und noch einmal mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene im Joe Hirsch Turf Classic Stakes. Das Renen lief bis auf einen vielleicht zu energischen Start von Arklow voll nach Plan mit einem langsamen verbessern der Position 800m vor dem Ziel, einem Kampf um die Führung 400m vor dem Ziel und dann die Fürhung knapp vor dem Ziel. Vielleicht sein bestes Rennen 2019.

Im Longines Breeders‘ Cup Turf 2019 in Santa Anita hatte Arklow nicht die Klasse um mit den Führenden mitzuhalten und der achte Platz war so auch etwa erwartet worden.

2020 war recht durchwachsen für Arklow – mit einem fünften Platz im Januar im Pegasus World Cup und einer Niederlage als Favorit 141 Tage später beim eigentlichen Saisondebüt in Churchill Downs im Gruppe 3 Louisville Stakes. Die Niederlagen setzten sich dann noch in Keenland im Elkhorn Stakes und dem United Nations Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Monmoth Park.

In der zweiten Hälfte der Saison fing sich Arklow dann ein wenig und gewann das Gruppe  3 Kentucky Turf Cup Stakes, lief auf einen guten sechsten Platz im Breeders Cup Turf nur drei Längen hinter den Siegern und gewann das letzte Rennen der Saison in Form des Hollywood Cup Turf Stakes

2021 begann ungewöhnlich gut für Arklow mit einem Sieg in Churchil Downs im Louisville Stakes, auch wenn die schwache Konkurrenz Arklow ohnehin zum Favoriten gemacht hatte – ein Sige zum eginn der neuen Saison war vielversprechend, es folgte allerdings eine klare Niederlage (wie schon im Jahr zuvor) im United Nations Stakes und ein gar nicht mal so schlechter siebter Platz (nur zwei Längen hinter dem Sieger) im Del Mar Handicap auf Gruppe 2 Ebene.

In Keenland im Turf Cup Stakes gewann Arklow dann als Favorit auf Gruppe 2 Ebene auf schnellem Boden dann knapp gegen Imperador…. ob das aber reicht, um an seinen Erfolg aus dem Jahr 2019 anzuknüpfen? Ich weiß es nicht, und Channel Maker gefällt mir als EW Außenseiter deutlich besser

Tipps zum Pferd:

Mag Turf (also Gras) unter den Hufen  und läuft in der Regel beim Breeders Cup Turf recht respektabel, ohne auf das Treppchen zu kommen. Kommt in der Regel in der zweiten Hälfte der Saison so richtig in Fahrt.

Channel Maker: Der English Channel Sohn hat in einer Karriere einige gute Platzierungen erreichen können, wie etwa ein Platz im Gruppe 1 Hollywood Derby  2016 und auch die Leistungen im Gulfstream Park Turf Stakes und dem Frank E. Kilroe Mile Stakes in der Saison 2019 waren alles andere als schlecht.

Und dann kam 2020 – ein Jahr, in dem ich pesönlich Channel Maker schon fast abgeschrieben hatte, nachdem seine Ausbeute an Siegen auf höchster Ebene eher dürftig war – da war natürlich, bevor er einen überzeugenden Sieg im Sword Dancer Stakes und dann im Joe Hirsch Stakes hatte feiern können. Das brachte ihn 2020 direkt zurück zur Spitzengruppe – und das Joe Hirsch Stakes scheint ohnehin sein Go-To Rennen seit Jahren zu sein.

Im Gruppe 1 Joe Hirsch Stakes im September 2018 hatte Channel Maker am Ende das Feld fest im Griff, als er an der Innenbahn das Geländer zur Hilfe hatte und Robert Bruce auf den zweiten Platz verbannen. Und da der Sieg zu einfach von der Hand ging und Channel Maker augenscheinlich ein neues Formhoch gefunden hatte, musste er sich später im Jahr selbst bei seiner Teilnahme im Breeders‘ Cup Turf nicht scheuen, denn seine Leistung im Joe Hirsch Stakes war mit das Beste, was Channel Maker bisher so gezeigt hat und man konnte ja hoffen, dass der diese Form in sein nächstes Rennen übertragen können würde

Zwar konnte Channel Maker im Breeders Cup Turf keine Überraschung landen und auch beim nachfolgenden Gruppe 1 Pegasus World Cup 2019 konnte er keinen der vorderen Plätze für sich beanspruchen, dass sein Trainer ihn aber die millionenschwere Startprämie in diesem Rennen spendierte, spricht für die Hoffnungen, die man zu dieser Zeit in Channel Maker gesetzt hat.

Mit diesen beiden hochklassigen Rennen hinter sich hätte er im Gruppe 2 Mac Diarmida Stakes im März wohl besser abschließen können als sein vierter Platz, schließlich war er als Co Favorit gestartet! Aber wieder war es Zulu Alpha, der Channel Maker die Show stahl und das Rennen für sich entschied. Vielleicht war es auch die kleine Pause die an der Form von Channel Maker nagte, denn im Man o‘ War Stakes über die selbe Distanz, aber auf dem Kurs in Belmont brachte das Beste in Channel Maker zum Vorschein!  Der zweite Gruppe 1 Sieg innerhalb eines Jahres winkte und wieder waren die Hoffnungen hoch, dass Channel Maker seine Form dieses Mal würde halten können, schließlich hatte er Konkurrenten wie Arklow und Zulu Alpha schlagen können! Hunting Horn setzte ein super Tempo und stahl einige Längen auf die Verfolger, aber Channel Maker lief in der Mitte der Bahn zur Höchstform auf und rannte den Front Runner 50 vor dem Ziel nieder.

Leider war es wie in den letzten Jahren und Channel Maker schaffte er es in seinen nachfolgenden Rennen nicht, an diese Form anzuknüpfen – Im Manhattan Stakes über 2011m, dem Bowling Green Stakes über 2200m und  dem Sword Dancer Stakes über 2414m  lief er zwar konstant immer sein Rennen und wurde jedes Mal mit etwas Preisgeld auf einem vierten Platz belohnt, aber so richtig überzeugen konnte er in diesen Rennen nicht. Ganz im Gegensatz zum The Joe Hirsch Turf Classic im Oktober, wo er das Feld zunächst anführte und dann in einer Linie mit Aklow und Sadler’s Joy die Ziellinie entlang ritt – und mit einem Nacken gegen Arklow am Ende verlor. Den Versuch beim Breeders‘ Cup Turf darf man ihm vergeben, der ist nach wie vor ein wenig hoch gegriffen für ihn, genau wie sein Duell gegen Zulu Alpha im Mac Diarmida Stakes auf Gruppe 2 Ebene. Etwas unfair, dass das Gruppenrennen auf dem Papier „nur“ ein Gruppe 2 Rennen war, aber in Realität viele Gruppe 1 Starter und Sieger hatte, nicht zuletzt eben den Breeders Cup Sieger Zulu Alpha.

Allerdings verlor Channel Maker danach auch das Gruppe 2 Muniz Memorial Handicap deutlich und musste danach den Sprung im Niveau auf das Sword Dancer Stakes auf Gruppe 1 Ebene verkraften. Keine einfache Aufgabe, die Channel Maker aber mit Bravour von der Front aus löste. Beim Einbiegen in die Zielgerade wurde er noch ein wenig unter Druck gesetzt, konnte sich aber den Verfolgern erwehren und beschleunigte davon, um einen lockeren 8 Längen Sieg zu feiern. Die Zeit war zwar nicht extrem schnell, aber eine sehr gute Leistung nichtsdestotrotz – die er kurz darauf im Joe Hirsch Stakes wiederholen konnte.

Wieder wurde er an die Front geschickt, wo er sich ohne zu viel Druck von den Konkurrenten etablieren konnte und wieder beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu locker absetzten konnte.

Beim Breeders Cup Turf 2021 lief Channel Maker dann erneut ein extrem gutes Rennen und konnte das Feld trotz der großen Konkurrenz anführen und über die Strecke lotsen, konnte aber gegen Ende auf den letzten vielleicht 100 Metern die Angriffe der Favoriten Tanarwa und Magical nicht mehr abwehren und musste sich mit einem  – für seine Verhältnisse sehr guten – dritten Platz zufrieden geben.

2021 begann schon wie 2020 eher gediegen mit einem zweiten Platz in einem Conditions Rennen beim Saisondebüt und dann eine achten Platz im Dubai Sheema Classic im März. Das war eine eher ungewöhnliche Wahl für Channel Maker, der danach auch zurück nach Amerika ging, wo sein Einstand zu Hause mit einem siebten Platz im Bowling Green Stakes in Saratoga und eine sechsten Platz auf dem gleichen Kurs im Gruppe 1 Sword Dancer Stakes ziemlich ernüchternd verlief.

Aber das Joe Hirsch Stakes war in den letzten Jahren sehr erfolgreich für Channel Maker – Sieg 2018, 2te Platz 2019, Sieg 2020 – das reicht für eine spekulative EW Wette.

Tipps zum Pferd:

Desiginierter Front Runner mit zwei Gruppe 1 Siegen 2020 und einer Vorliebe für das Joe Hirsch Stakes. Kommt langsam in die Jahre, dafür allerdings bei Breeders Cup Turf 2020 mit starker Leistung on der Front dabei gewesen und bei diesem Rennen zu hoher Quote fast schon eine obligatorische EW Wette.


Breeders Cup Turf Stakes Hoffnungen Japan und Gufo schenken sich nichts im Sword Dancer Stakes

Pferderennen in den USA

Es war so spannend wie angekündigt – die beiden Hoffnungen für das Breeders Cup Turf im November, Gufo und der Brite Japan, der für Aiden O’Brien aufläuft, duellierten sich im Sword Dancer Stakes in Saratoga Ende August. Beide waren in das Renne als potentielle Favoriten gegangen, weder von den Quoten noch von der aktuellen Form trennte die beiden viel.

Dabei könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein – Gufo ist erst relativ kurz dabei, hatte seinen größten Sieg beim Derby 2020 und hat sich seitdem nur sehr wenige Fehler geleistet, während Japan aus Europa zwar ebenfalls einige beeindruckende Siege in großen Rennen vorzuweisen hat, aber doch mehr Platzierungen als Siege hat und nicht wie der größte Impover aussieht, sondern eher we ein Pferd,welches konstant seine Leistungen zu bringen weiß.

Die beiden trafen also nun im Sword Dancer Stakes aufeinander und beide schienen für das Rennen die selbe Taktik gewählt zu habe – hinten im Feld warten, bis die Pacesetter es unter sich ausgemacht hatten und dann spät zum Angriff blasen. Gufo wählte die Mitte der Bahn für seinen Angriff, Japan versuchte unter Ryan Moore platzsparen am Innengeländer zu laufen – allerdings sollte sich das als großes Risiko erweisen, denn als es auf die Zielgerade ging, war Gufo in der Mitte der Bahn frei und konnte seinen Schlusssprint ansetzten, während Japan am Innengeländer keine Lücke fand und hilflos zusehen musste, wie Gufo davonzog.

Japan ging unter Ryan Moore quer in die Mitte der Bahn, verlor dadurch aber natürlich viel Momentum nach vorne und musste dieses erst wieder aufbauen – alles in der Zeit, die Gufo nutzte, um seinen Vorsprug noch weiter auszubauen.

Japan am noch in Gang und tatsächlich auch noch einmal an Gufo heran, konnte diesen bei seinem 1 Längen Sieg dann aber doch nicht mehr gefährden und musste sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

Das hätte allerdings mit ein bisschen mehr Glück beim Lauf auch anders aussehen können!

Die beiden Pferde im Detail:

Gufo: Der Declaration Of War Sohn von Trainer Christophe Clement begann seine Karriere im November 2019 in einem Maidenrennen mit einem dritten Platz, legte danach kurz vor dem Jahreswechsel in seinem nächsten Maidenrennen aber mit einem Sieg nach und konnte in einem Allowance Rennen im März 2020 gleich ein Doppel daraus machen.

Die Siegesserie wurde durch einen Sieg im Engish Channel Stakes in Guflstream Park (ein Black Type Rennen) und dem Kent Stakes noch auf vier Siege erweitert. Damit hatte Gufo sehr schnell seine ersten Siege auf Gruppenebe gefeiert. Im Kent Stakes legte Gufo dabei noch einen ziemlich seltsamen Start hin, gewann am Ende aber souverän und locker gegen die Konkurrenz.

Was dann wohl auch der Grund war, warum er im nächsten Monat im Saratoga Derby auflief – allerdings zeigte sich da auch wieder seine Unerfahrenheit, denn er stieß erneut beim Start relativ hart mit einem der Konkurrenten zusammen, musste dann sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, driftete dann unter Druck nach außen in der letzten Kurve, kam weit in die Zielgerade, hatte trotzdem andere Pferde noch vor sich und duckte sich unter weiterem Druck dann etwas unglücklich weg als der Jockey die Hand mit der Peitsche wechseln musste – und verpasste trotz all dem den Sieg nur recht knapp. In der Geraden war Gufo noch gut und gerne 3,25 Längen zurück, holte das aber bis auf einen Kopf Rückstand auf den Sieger noch auf. Sieg verpasst und trotzdem extrem guter Lauf von Gufo.

Den verbesserte er dann beim großen Derby 2020 als er das Belmont Derby Invitational Stakes mit knapp einer Länge gewinnen konnte. Ganz ohne Probleme lief auch dieses Rennen für Gufo nicht ab, aber nach dem erneut unsauberen Start sortierte er sich hinter den Pacesettern ein, lies das Trio der Ausbrecher zunächst bis zur Zielgerade ziehen, sammelte diese dann aber relativ locker wieder ein als es in die Zielgerade ging und sein Jockey die Bremsen an Gufo etwas löste. Zum Ziel hin begann Gufo sich Sück für Stück weiter abzusetzen und hatte das Feld im Griff – der größte Sieg der Saison 2020 war damit perfekt.

Im Saisonabschluss 2020 im Hollywood Derby kam er zu weit hinten und zu weit nach außen getragen in die Zielgerade, um die Ausreißer auch dieses Mal wieder einzusammeln, aber Gufo konnte wieder einen extrem starken Sprint zum Ziel zeigen, was eine sehr erfolgreiche erste Saison für Gufo beendete.

Nach der Winterpause kam Gufo dann im Man O War Stakes in Belmont Park zurück, wo er nach der langen Pause von November bis Mai den Sieg praktisch auf der Linie mit einer Nase an Channel Cat verlor, der einfach das bisschen mehr Ausdauer zu bieten hatte.

Im Gruppe 1 Belmont Derby Invitational Stakes zeigte sich allerdings danach, dass Gufo nach wie vor kein einfaches Pferd zum Reiten war. Nachdem sich Gufo eigentlich gut ins Rennen gefunden hatte und sich gut im hinteren Bereich des Feldes einsortiert hatte, wurde er zu seinem Schlusssprint recht weit in die Mitte der Bahn getrieben und musste da doch etwas energisch angetrieben werden – und duckte sich unter der Peitsche plötzlich stark weg, so dass Joel Rosario im Sattel Gufo zunächst korrigieren musste, bevor er weiter den Angriff auf die Führungsgruppe angehen konnte. Am Ende reichte es auf Grund der Probleme nur für einen dritten Platz.

Gufo wurde danach im Niveau ein wenig zurück genommen und fand wie schon zu erwarten im Grand Couturier Stakes in Belmont Stakes als Favorit – wenn auch nur mit einer Länge und mit etwas mehr Arbeit, als man vielleicht gedacht hat. Aber ein Sieg ist ein Sieg und Gufo legte noch einmal im Resorts World Casino Sword Dancer Stakes nach, als er mit einem sauberen Lauf den spät ansprintenden Japan schlagen konnte.

Guo hielt sich dieses Mal deutlich näher am Tempo und ging auch nur 2 oder 3 Bahnen vom Innengeländer entfernt in die Zielgerade, während Hauptkonkurrent Japan sich an der Innebahn plötzlich eingepfercht wieder fand und viel Zeit und Momentum verlor, bis er sich in der Mitte der Bahn hinter Gufo eine freie Bahn gesucht hatte und seinen eigenen Schlusssprint ansetzten konnte – das brachte Joel Rosario auf Gufo 50m vor dem Ziel noch ins Schwitzen, aber der Sieg war gesichert.

Das erneute Duell der beiden heute wird extrem spannend, mit ungewissem Ausgang.

Tipps zum Pferd:

Extrem starker Schlusssprinter. Hat das große Derby 2020 gewinnen können und

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sich gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten, auch wenn 2020 eher durchwachsen war und 2021 der Sieg auf aller höchster Ebene noch ausbleibt – aber zwei Gruppe 3 Siege geben Grund zur Hoffnung.

Japan hatte letztes Jahr einen kleinen Durchhänger, wenn man eine Reihe von Platzierungen auf höchstem Niveau denn so nennen kann – aber seine beste Phase bisher im Jahr 2018 bis Ende 2019 hatte, sozusagen am Beginn seiner Karriere in den ersten Jahren.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. In beiden Rennen profitierte Japan ein wenig vom ausgedünnten Feld und der Abwesenheit der großen Namen des Jahres 2020 und dem geschickten Placement durch seinen Trainer, aber dem schnellen Doppel lies Japan dann im Juddmonte International einen weiteren Sieg folgen, und an diesem Sieg gab es nichts zu meckern.

Die Konkurrenz war stark, so hatte Favorit Crystal Ocean gerade zuvor gegen Enable ein hervorragendes Rennen abgeliefert und schien nur auf den nächsten Gruppe 1 Sieg zu warten und auch Elaqarm oder King Of Comedy sind alles andere als zu verachten. Dementsprechend hart war das Rennen am Ende dann auch für alle Pferde, Favorit Crystal Ocean hatte am Innengeländer 200m vor dem Ziel die Führung errungen und schien die Kontrolle über das Rennen zu erlangen, aber Japan kam neben ihm langsam aber sicher wieder heran und hatte auf der Zielgeraden sprichwörtlich die Nase vorn.

Der Sieg war mehr als verdient, und dass Japan im notorisch schwer besetzten Prix de l’Arc de Triomphe im Oktober 2019 noch einen vierten Platz folgen lassen konnte, obwohl der Boden natürlich wie immer schon ziemlich matschig war und das Rennen eine Menge Ausdauer forderte… nun, ich hatte das so nicht erwartet und war ein Stück mehr beeindruckt von den Leistungen von Japan im Jahr 2019!

Dann kam das Jahr 2020 und das Tal der Trauer für Japan, jedenfalls was die Siege anbelangt – denn obwohl er kontinuierlich sehr gute Rennen auf höchstem Niveau lief, blieb der erhoffte Sieg aus. So begann die Saison mit einem vierten Platz im Prince Of Wales’s Stakes, was klar unter den Erwartungen war, die an Japan bei seinem Saisondebüt gestellt worden waren. Er war langsam beim Start und kam nicht richtig in Gang und auch wenige Wochen später beim Coral-Eclipse schien von seinem Schlussprint Qualitäten nicht viel übrig zu sein – er verlor den zweiten Platz auf den letzten 50m und musste sich mit einem dritten Platz begnügen, ein Platz, den er auch beim King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes am Ende inne hatte – allerdings gab es in diesem Rennen nur drei Starter und dementsprechend schlecht war die Leistung in Wirklichkeit. Auch die beiden nachfolgenden Leistungen im Irish Champion Stakes und dem Qipco Champion Stakes vergisst man am besten gleich wieder, aber er kam im Ormonde Stakes im Mai 2021 mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und lief danach in Epsom im Gruppe 1 Coral Coronation Cup über 1m5f ein sehr gutes Rennen, auch wenn Japan auf den leten Metern etwas die Puste ausging und er „nur“ auf einem dritten Platz ins Ziel einlief.

Zugegeben, der dritte Platz war mit sieben Längen Rückstand deutlich hinter den beiden Siegern Pyledriver und Al Asy, aber es schien für Japan in die richtige Richtung zu gehen – wie er nach einer erneut deutlichen Niederlage im Hardwicke Stakes in Ascot auf Gruppe 2 im Gruppe 3 Green Room Meld Stakes in Leopardstown im Juli unter Beweis stellen konnte.

Dort war Japan als klarer Favorit gestartet, musste sich aber dem Angriff von Maker Of Kings erwehren, der sich auf den letzten 100m als nur sehr schwer abzuschütteln erwies und nur noch ein paar mehr Meter gebraucht hätte, um selbst zu siegen.

Japan wechselte dann in die USA zurück, wahrscheinlich um sich schon einmal für den Breeders Cup im November warm zu laufen und sich an Übersee zu gewöhnen.

O’Brien visiert den Breeders Cup mit schöner Regelmäßigkeit an und wird auch 2021 versuchen, den großen Coup zu landen.

Der Einstand im Jahr 2021 in Saratoga im Gruppe 1 Resorts World Casino Sword Dancer Stakes verlief nicht ganz nach Plan, denn der Favorit des Heim Teams Gufo gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Japan.

Der hatte während des Rennens allerdings auch wein wenig Pech, denn obwohl beide Konkurrenten, also Gufo und Japan, sich im hinteren Bereich des Feldes aufhielten, hatte Japan beim Versuch das Feld von hinten aufzurollen Probleme und wurde gezwungen langsameren Pferden vor sich auszuweichen, so dass er praktisch von innen am Geländer in die Mitte der Bahn an Gufo vorbei wechseln musste, um freie Bahn zu bekommen. Das gab Gufo die Gelegenheit sich ein wenig abzusetzen und einige Längen auf Japan gut zu machen, der aber danach noch einmal beschleunigte und sich bis auf einen Nacken herankämpfte.

Japan war in dem Rennen nur knapp der Platz für den Sieg ausgegangen, ein paar Meter weiter und er hätte sicher gewonnen – das erneute Duell der beiden sollte extrem spannend werden heute, und für einige Aufklärung bezüglich des Breeders Cup sorgen.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt hatte aber ein Jahr 2020 zum Vergessen. 2021? Kann zumindest mit zwei Siegen auf Gruppe 3 Ebene zurück blicken und hatte einen sehr motivierenden Einstieg in Amerika im August. Genug Grund zur Hoffnung


04.06.2021 – Epsom – Coronation Cup – Pick: Al Asay

Pferderennen in England

16:10 Coronation Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.420 m | Preisgeld: 330.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Oha, das wird spannend… alt gegen neu, erfahren gegen aufstrebend…. ich bin hin und hergerisse zwischen Al Asay und Mogul…. beide haben viel, was für sie spricht.  Ich tendiere zum Hype und nehme Al Asay, aber ein dominanter Sieg vom Hong Kong Sieger Mogul würde mich überhaupt nicht überraschen, die Konkurrenz in Fernost war deutlich besser als die heute – wenn er die Form reproduzieren könnte…. nun wir werden es sehen! Klares Doppel, mit Japan und Pyle Driver auf den dahinter folgenden Plätzen. Aber die beiden sind Banker für Platz 1-3

Al Asay: Der Al Asay Sohn von William Haggas  hat sich langsam an die höchste Ebene der Galopprennen herangeschlichen und ist durch seine Teilnahme an maximal Gruppe 3 Rennen etwas unter dem Radar gelaufen – jedenfalls, wenn man die Renszene in Großrbritannien nicht genau verfolgt hat.

Seine Karriere begann in Newmarket im Oktober 2109 eher unspektakulär mit einem dritten Platz, aber wenigstens konnte er ein wenig Rennluft schnuppern und gönnte sich danach eine 227 tägige Pause bis zum Juni 2020, wo er erneut in Newmarket auflief.

Allerdings hatte er sich für sein erstes Rennen nach der langen Pause mit dem Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes ausgerechnet ein Listed Rennen ausgesucht und das höhere Niveau machte sich bemerkbar, denn schon 400m vor dem Ziel begann Al Asay den Anschluss an die führenden zu verlieren und am Ende musste er 10 Längen Rückstand hinnehmen.

Aber das war ja erst das erste Rennen in der neuen Saison und Al Asay zeigte beim nächsten Rennen in Newmarket nur zwei Wochen später, was er wirklich konnte und gewann das Class 5 Rennen mit 10 Längen Vorsprung. Also 20 Längen im Gegensatz zum letzten Rennen rausgeholt..  Spaß beiseite, das Renne auf weichem Untergrund war natürlich nicht im Ansatz mi dem letzten Rennen zu vergleichen, aber es zeigte zumindest, dass Al Asay Potential hat und diesen Eindruck bestätigte er erneut nur zwei Wochen später in der Gruppe 3 Bahrain Trophy Stakes in Newmarket – wo auch sonst. Al Asay war mittlerweile an den Kurs gewöhnt und hatte sen Können mehrfach unter Beweis gestellt, so dass seine Chancen auf den ersten Gruppensieg ebenfalls nicht schlecht standen – und der Sieg gelang ihm auch deutlich einfacher, als die „nur“ 1,75 Längen Vorsprung suggerieren.

Al Asay hielt sich dieses Mal eher im Hintergrund und sortierte sich am Ende des kleinen Feldes ein, begann 600m vor dem Ziel langsam an Boden zu gewinnen und war 400m vor dem Ziel klar derjenige, der klar am besten lief, so dass er auf den letzten 200m die Führung übernehmen konnte und sich komfortabel vor dem Rest des Feldes halten konnte. Starke Leistung von ihm und er schien bereit zu sein, sich abseits von Newmarket mit den Besten seines Jahrgangs zu messen, allerdings verlief der Start im Gruppe 3 John Pearce Racing Gordon Stakes in Goodwood alles andere als nach Plan, dabei schien Al Asay 600m vor dem Ziel noch recht locker zu laufen und keinesfalls bereits an seinen Reserven zu zehren, allerdings kam am 400m Marker dann so absolut gar nichts mehr vom ihm und Jim Crowley musste im Sattel hilflos mit ansehen, wie er zunehmen den Anschluss an die Sieger verlor und am Ende sich mit einem abgeschlagenen letzten Platz zufrieden geben. Da auch William Haggas keine Erklärung liefern konnte, warum sein Hengst im John Pearce Racing Gordon Stakes derart floppte, war die Saison für Al Asay auch erst mal wieder vorbei und er ging erneut in eine lange Trainingspause, die 2021 in Newbury beendet wurde.

Offensichtlich hatte Al Asay sich in der Pause erneut weiterentwickeln können, denn er kam im Gruppe 3 Dubai Duty Free Finest Surprise Stakes  in Newbury mächtig stark zurück.

Wieder sortierte er sich im hinteren Bereich des Feldes ein und überlies es anderen, das Tempo zu setzen, ging 600m vor dem Ziel in die Mitte der Bahn und begann auf die Führenden aufzuschließen. Ab dem 400m Marker begann Jim Crowley ihn mit Händen und Füßen anzutreiben und Al Asay begann mit zunehmender Geschwindigkeit einen Konkurrenten nach dem anderen zu kassieren, an er 200m Marke hatte er die Führung und begann davon zu ziehen. Aus den 4 Längen Vorsprung hätte er gut und gerne auch 8 machen können, aber auch so war der Lauf extrem beeindruckend, was aber noch viel beeindruckender war, war, dass Al Asay danach im Gruppe 3 Al Rayyan Stakes mit gleichem Kaliber nachlegte.

Während alle anderen Konkurenten in dem Gruppe 3 Rennen in Newbury, welches dieses Mal über 2414m ausgetragen wurde, 600m vor dem Ziel angetrieben wurden, lief Al Asay noch wie in einem Trainingsrennen mit bewegungslosen Jockey und Jim Crowley musste keinen  Finger rühren, um Al Asay mit vier Längen Vorsprung ins Ziel zu navigieren… vielleicht war es auch nur ein Jim Crowley Attrappe im Sattel, es ist schließlich selten, dass ein Jockey so wenig für sein Geld in einem Gruppenrennen machen muss – super Ritt und super Leistung von Al Asay und ich kann kaum erwarten, ihn hier wieder zu sehen, gegen bessere Konkurrenz und auf einem neuen Kurs.

Tipps zum Pferd:

Hat sich nach einer langen Pause im Jahr 2021 noch einmal deutlich gesteigert und hat die Konkurrenz in den letzten beiden deklassiert. Ist bereit für den Sprung auf das höhere Niveau, auch wenn sein Rennstil, das Feld eher von hinten aufzurollen, für Probleme sorgen kann.

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sich gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten, auch wenn 2020 eher durchwachsen war. Japan hatte letztes Jahr einen kleinen Durchhänger, wenn man eine Reihe von Platzierungen auf höchstem Niveau denn so nennen kann – aber seine beste Phase bisher im Jahr 2018 bis Ende 2019 hatte, sozusagen am Beginn seiner Karriere in den ersten Jahren.

So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte. In beiden Rennen profitierte Japan ein wenig vom ausgedünnten Feld und der Abwesenheit der großen Namen des Jahres 2020 und dem geschickten Placement durch seinen Trainer, aber dem schnellen Doppel lies Japan dann im Juddmonte International einen weiteren Sieg folgen, und an diesem Sieg gab es nichts zu meckern.

Die Konkurrenz war stark, so hatte Favorit Crystal Ocean gerade zuvor gegen Enable ein hervorragendes Rennen abgeliefert und schien nur auf den nächsten Gruppe 1 Sieg zu warten und auch Elaqarm oder King Of Comedy sind alles andere als zu verachten. Dementsprechend hart war das Rennen am Ende dann auch für alle Pferde, Favorit Crystal Ocean hatte am Innengeländer 200m vor dem Ziel die Führung errungen und schien die Kontrolle über das Rennen zu erlangen, aber Japan kam neben ihm langsam aber sicher wieder heran und hatte auf der Zielgeraden sprichwörtlich die Nase vorn.

Der Sieg war mehr als verdient, und dass Japan im notorisch schwer besetzten Prix de l’Arc de Triomphe im Oktober 2019 noch einen vierten Platz folgen lassen konnte, obwohl der Boden natürlich wie immer schon ziemlich matschig war und das Rennen eine Menge Ausdauer forderte… nun, ich hatte das so nicht erwartet und war ein Stück mehr beeindruckt von den Leistungen von Japan im Jahr 2019!

Dann kam das Jahr 2020 und das Tal der Trauer für Japan, jedenfalls was die Siege anbelangt – denn obwohl er kontinuierlich sehr gute Rennen auf höchstem Niveau lief, blieb der erhoffte Sieg aus. So begann die Saison mit einem vierten Platz im Prince Of Wales’s Stakes, was klar unter den Erwartungen war, die an Japan bei seinem Saisondebüt gestellt worden waren. Er war langsam beim Start und kam nicht richtig in Gang und auch wenige Wochen später beim Coral-Eclipse schien von seinem Schlussprint Qualitäten nicht viel übrig zu sein – er verlor den zweiten Platz auf den letzten 50m und musste sich mit einem dritten Platz begnügen, ein Platz, den er auch beim King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes am Ende inne hatte – allerdings gab es in diesem Rennen nur drei Starter und dementsprechend schlecht war die Leistung in Wirklichkeit. Auch die beiden nachfolgenden Leistungen im Irish Champion Stakes und dem Qipco Champion Stakes vergisst man am besten gleich wieder, aber er kam im Ormonde Stakes im Mai 2021 mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und man kann hoffen, dass er an seine Form aus dem Jahr 2019 wieder anknüpfen kann.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt hatte aber ein Jahr 2020 zum Vergessen. 2021? Kam zumindest mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene zurück und man kann hoffen.

Mogul:  Aiden O’Brien hat seinen Schützling schon in der ganzen Welt starten lassen und hat mit der Taktik im Dezember 2020 etwas überraschend den Hong Kong Cup gewinnen können – eine extrem starke Leistung und Mogul könnte von der Quote her hier völlig unterschätzt werden!

Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien begann seine Karriere in Gowran Park im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz, gewann danach aber in Curragh noch im selben Monat sein Maidenrennen und legte danach im Gruppe 2 Champions Juv‘ Stakes wie erwartet noch einmal nach, was nach dem lockeren Sieg in seinem Maidenrennen auch so erwartete worden war.

Perfekt wäre der Sieg zwei Monate später im November im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy Stakes in Newcastle als Saisonabschluss gewesen, aber auch so war die erste Saison von Mogul ein Erfolg, der vierte Platz im Vertem Futurity Trophy Stakes hinter dem lockeren Sieger Kameko war kein Grund um an ihm und seiner nächsten Saison zu zweifeln. Nicht zuletzt hatte er einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison feiern können und war für nicht wenig Geld vom erfolgreichen Magnier Syndikat gekauft worden.

Die zweite Saison begann dann etwas verspätet im Juni im Gruppe King Edward VII Stakes mit einer weiteren Niederlage, dieses Mal als klarer Favorit, und auch im Derby machte er mit einem sechsten Platz kein wirklich gute Figur. Dabei verfehlte er gleich zwei Mal den Anschluss an die Top Gruppe seines Jahrgangs und so langsam konnte man sich Sorgen machen, ob seine Form und seine Klasse zunächst überschätzt worden war – denn die Siege blieben zunächst aus.

Das änderte sich mit dem Senken des Niveaus im selben Monat im Gruppe 3 Gordon Stakes, wo er gegen solide Konkurrenz (für ein Gruppe 3 Rennen) endlich einen Sieg feiern konnte. Das war der erste Sieg in einem Rennen im Jahr 2020 und natürlich weit von den erhofften Gruppe 1 Ehren im Derby entfernt, aber Mogul sorgte später für Wiedergutmachung im Juddmonte Grand Prix de Paris, wo er mit einem beeindruckenden Lauf das Rennen gewinnen konnte. Er ging auf der Zielgeraden auf den letzten 200m zum Vollsprint über, und keiner der Konkurrenten konnten bei dem Sprint mitgehen., was in seinem ersten Gruppe 1 Sieg, nicht nur 2020, sondern insgesamt resultierte. Keine schlechte Form, aber der Sprung über den Teich in die USA nach Keenland zum Breeders Cup Turf verlangte noch einmal eine ganz andere Form und Klasse, was Mogul und Pierre-Charles Boudot im Sattel schmerzlich feststellen mussten. Mogul kam langsam aus den Ställen (er hatte auch noch den höchsten Draw), was allerdings scheinbar auch der Plan war, denn Pierre-Charles Boudot hielt ihn davon ab, sich weiter vorne einzusortieren und schickte in nach innen zu den letzten Drei. Er hielt Mogul dann sogar noch weiter zurück und war an der ersten Kurve Letzter, schien sich aber auf der Rückgeraden an dieser Position recht wohl zu fühlen, dann aber kollidierte Arklow vor ihm leicht mit dem Innengeländer  und schoss nach außen, was Mogul nach außen zwang und an Momentum verlieren lies. Ab dann wurde Pierre-Charles Boudot aktiv und versuchte Plätze gut zu machen, hatte aber gut Boden auf die Front Runner verloren und musste zu allem Überfluss von der geplanten Route innen am Feld vorbei in die Mitte der Bahn wechseln, um ein freien Lauf zu haben, kam dann aber auch nicht in Gang und konnte am Ende mit dem fünften Platz gerade einmal die ermüdenden Front Runner einsammeln.

Das war klar unter den Erwartungen und der für mich etwas überraschende Wechsel an das andere Ende der Welt zum Hong Kong Cup stand unter nicht gerade den besten Vorzeichen, aber wer bin ich, die Entscheidungen von Aiden O’Brien zu hinterfragen, denn Mogul gewann den Hong Kong Cup… mit 3 Längen Vorsprung! Unglaubliche Leistung von Mogul, wie er die versammelte Prominenz auf den letzten 250m zunehmend hinter sich lies und Ryan Moore einen raren Sieger in Fernost bescherte.

Der nächste Wechsel der Kontinente zum Longines Dubai Sheema Classic lohnte sich zwar nicht, aber er zeigte im Mai in Frankreich im Prix Ganay eine solide, wenn auch als Favorit enttäuschende Leistung, sollte aber zurück in England sich von seiner besten Seite zeigen – der Class Pick in diesem Rennen.

Tipps zum Pferd:

International erfahrenes Rennpferd welches in Amerika, Hong Kong, Frankreich und England gestartet ist – und unter anderem in England und Hong Kong Erfolge auf höchster Ebene hatte feiern könne  – wir haben mit Sicherheit noch nicht den letzten Gruppe 1 Sieg von Mogul gesehen!


01.11.2020 – Tokyo – The Tenno Sho – Almond Eye

Pferderennen International

07:40 The Tenno Sho – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.000 m  |  Preisgeld: 289.600.000 JPYFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Nach vier Monaten Pause kommt heute Almond Eye aus ihrer Pause zurück und wird ein letztes Mal Anlauf nehmen, um weitere Gruppe 1 Rennen zu ihrem ohnehin schon beeindruckenden Repertoire hinzuzufügen, denn Almond Eye wird nach dem Japan Cup in wenigen Wochen in Rente gehen. Aber wir haben ja immer noch die Hoffnung auf ihr Nachkommen, da laufen sicher schon einige Planungen bei den Top Stables !
Auf dem Papier gibts hier nur wenig Konkurrenz, Chrono Genesis hat gegen Kiseki im The Takarazuka Kinen gewinnen können, dass ist allerdings auch schon vier Monate her
und das sollte nicht ausreichen, um Almond Eye unter Druck zu setzen
Almond Eye: Die Lord Kanaloa Tochter ist  die beste Stute in Fernost und wird dies vermutlich auch eine lange Zeit bleiben, vielleicht sogar die beste Stute weltweit und sammelt einen großen Titel nach dem anderen.

Ihre Karriere begann im Jahr 2017  auf dem Kurs in Niigata, wo sie einen zweiten Platz erreichte und damit ihrer Favoritinnenrolle nicht ganz gerecht werden konnte. Danach hat sie sich allerdings keine Blöße mehr gegeben und konnte alle ihre nachfolgenden Rennen bis zum Juni 2019 gewinnen, angefangen bei einem Maidenrennen und dann im Januar 2018 auf Gruppe 3 Ebene im The Nikkan Sho Shinzan Kinen, was den ersten Sieg in einem Gruppenrennen für Almond Eye darstellte.

Drei Monate später startete sie dann das erste Mal in einem Gruppe 1 Rennen, dem The Oka Sho und nahm es mit Licky Lilac und anderen hochklassigen Konkurrentinnen aus ihrem aktuellen Jahrgang auf. Dabei hatte sie dieses Mal nicht die Favoritinnenrolle inne, gewann das Rennen am Ende aber souverän und hatte damit über die Meile beweisen können, und das japanische Guineas gehörte ihr.

Lucky Lilac führte das Feld an, hatte aber keine Chancen das Tempo auf der Zielgeradengegen die schnell aufschließende Almond Eye durchzuhalten und Christophe-Patrice Lemaire freute sich über einen weiteren Gruppe 1  Sieg – was er kurz darauf im Gruppe 1 Japanese Oaks erneut konnte. Dort hatte sie in Syakachan eine dezidierte Front Runnerin und das scharfe Tempo war gesetzt, Lily Noble sammelte sie auf der Zielgerade dann ein und gab Gas, schaffte es aber nicht die stark auflaufende Almond Eye hinter sich zu halten, die sich relativ locker vom Feld absetzen konnte.

Dann setzte sie im The Shuka Sho noch einmal einen drauf und gewann die Triple Crown, und das obwohl die Gegebenheiten alles andere als günstig für sie war. Mikki Charm setzte das Tempo und konnte das Feld gut auseinanderziehen, was Almond Eye immer mehr Boden auf die Führende einbüßen lies, die sich weit vor dem großen Bereich des Feldes halten konntest. Almond Eye musste aus der Masse heraus zum Angriff ansetzen, hatte dann aber genug Power um die zig Längen Rückstand noch gut zu machen.

Christoph Lemaire, der ihr einige weitere japanische Gruppe 1 Siege zu verdanken hat, war jedenfalls begeistert von ihr:

 „Sie hat am Mittwochmorgen mit einem anderen Pferd gearbeitet und es war ein sehr gutes Training. Sie war von Anfang an entspannt und ihre Fußarbeit war gut. Sie nahm das Tempo auf, das aus der Backstretch und der Geraden kam, und lief sehr gut in den Homestretch. Ihr Zustand scheint gut zu sein. Letzte Woche war ihr Training leicht, aber in dieser Woche des Japan Cups gingen wir schneller. Ich glaube, ihr Zustand hat sich verbessert.

„Der Shuka Sho war wirklich ein großartiges Rennen. Sie nahm das Tempo allmählich aus einer rückwärtigen Position auf. Leider war sie gezwungen, einen weiten Kurs in die letzte Kurve zu nehmen, aber weil sie ein so großes Talent hat, konnte sie gewinnen. Sie war in Zehenspitzenform. Wenn sie beim letzten Mal 95 Prozent gewesen wäre, würde ich sagen, dass sie jetzt zu 100 Prozent ist.

„Ich denke, dieses Mal wird sie wahrscheinlich vor dem Rennen entspannter sein. Sie ist immer leicht zu reiten, wenn Sie unterwegs sind. Bei den Shuka Sho-Vorbereitungen war sie aufgeregt, aber diesmal denke ich, dass es ihr besser gehen wird. Geistig und körperlich ist sie bereit und ich denke, dass sie gute Ergebnisse erzielen kann. „Die Distanz ist für alle schwierig, aber sie gewann die Yushun Himba (japanische Eichen) in Tokio und ich denke, der Kurs stellt für sie keine Probleme dar.

„Der Japan Cup ist ein berühmtes Rennen auf der ganzen Welt und trägt den höchsten Geldbeutel aller japanischen Rennen. Alle Pferde, die das Rennen gewonnen haben, sind zu Superpferden geworden. Es ist wirklich ein schwieriges Rennen. Es ist berühmt und ich möchte es natürlich gewinnen.

„Die Tripple Crown  war das Hauptziel dieses Jahres und es war sehr gut, dass sie sie einfangen konnte. Dies wird die letzte Herausforderung des Jahres für sie sein. Sie wird gegen ältere Pferde antreten und das wird ein ziemlich schwieriges Rennen. Aber sie hat die Fähigkeit und ich plane, sie mit Zuversicht zu reiten.

„Sie ist wirklich ein perfektes Pferd. Sie ist sehr schlau. Sie ist schlau und weiß sehr gut, was sie zu tun hat. Ihr bester Punkt ist ihre Beschleunigung. In der Dehnung ist ihr Schritt gewaltig und sie bringt alles hinein. Ihr Herz ist stark. Wirklich, sie hat keine schlechten Punkte. Es ist ein fantastisches Gefühl, wenn sie in den hohen Gang geht. Es ist wie in einem Ferrari zu fahren. Ihre Schaltvorgänge fühlen sich wunderbar an. Sie ist ein besonderes Pferd. „

Tja, und was soll man sagen – der Jockey war zurecht absolut begeistert von seiner Stute. Almond Eye gewann den Japan Cup mit Leichtigkeit!

Der Front Runner Kiseki versuchte alles um die Stute hinter sich zu halten und setzte sich mit einem Tempowechsel vom Rest des Feldes ab, aber  Christophe-Patrice Lemaire wartete dahinter auf Almond Eye geduldig auf seine Chance und gab der Stute an der 300m Marke sein GO! Und die Stute befolgte den Aufruf, überholte den Front Runner Kiseki zügig und setzte sich sogar noch ein bisschen von dem hart kämpfenden Konkurrenten ab. Das Rennen macht sie hier klar zur Favoritin, auch gegen die Platzhengste Wotoon und Dream Castle.

Interessant ist, dass auch Deidre ihren Weg hierher gefunden hat und ich gehe fest davon aus, dass sie der anderen Japanerin Rückendeckung geben wird, auch wenn sie für einen anderen Trainer laufen wird. Die beiden haben einen ähnlichen Stil, aber Almond Eye ist besser und wird sich näher am Tempo halten können.

Im Gruppe 1 Dubai Turf im März in Meydan versuchte sich Almond Eye dann zum ersten Mal außerhalb von Japan, wo sie auch als Favoritin auflief – und diesem Ruf auch sofort wieder gerecht werden konnte, in dem sie das Rennen mit ihrem bekannten Sprint in der Mitte der Bahn gewinnen konnte. Die Front Runner hatten sich einige Längen Vorsprung auf sie erarbeitet, konnten aber den starken Schlusssprint von Almond Eye nicht abwenden und mussten zusehen, wie die Wunderstute aus Japan sich mühelos einige Längen absetzte, und auch ihre Verfolger Vivlos und Lord Glitters kamen nicht mehr an sie heran.

Im The Yasuda Kinen scheiterte sie mit der selben Taktik leider mit einem Nacken an Indy Champ und Aerolithe, aber im Tenno Sho (Herbst) gewann sie das Rennen sogar mit einer neuen Rekordzeit! Sie hatte zwar dieses Mal das „Pech“, dass sie etwas am Innengeländer von Aerolithe und Danon Premium eingeboxt wurde und scheinbar bei ihrem Schlusssprint behindert würde, aber dann tat sich innen die Tür auf und Almond Eye rannte allen Verfolgern einfach davon!

Das Amira Kinen war dagegen eine ziemliche Enttäuschung im Dezember 2019, denn Almond Eye kam über die 2500m nie in Fahrt und es fehlte auf der Zielgeraden jeder Kick, so dass sie am Ende nur auf einem neunten Platz ins Ziel kam, und Lys Gracieux war die , sie mit ihrem lockeren Lauf einen Kantersieg in der Mitte der Bahn einfahren konnte. Was los war mit ihr? Keiner weiß es so genau, klar der Weg war durch Aerolithe etwas blockiert, aber das war kein Grund für die schlappe Leistung von Almond Eye in diesem Rennen.

Nach einer langen, Corona bedingten Pause kam sie allerdings stark zurück und gewann das Victoria Mil  mit vier Längen Vorsprung – und das augenscheinlich mit einem Sonntagslauf. Sie hielt sich dieses Mal etwas näher an der Front und wartete auf ihre Chance auf der Zielgeraden, aber mit so wenigen Konkurrenten vor ihr war der Weg nach Belieben frei und Almond Eye beschleunigte mit ihrem gewohnten Kick an den Front Runnern vorbei. Das war ihr Markenzeichen, das wollten die Fans sehen! Alles war wieder auf Kurs, so sah es jedenfalls aus, und einen Monat später erwarteten alle den nächsten Sieg im The Yasuda Kinen, dort enttäuschte sie allerdings ihre Fans und kam „nur“ auf dem zweiten Platz ins Ziel. Christoph Lemaire machte die kurze Vorbereitungszeit von nur drei Wochen  unter anderem für diese Leistung verantwortlich. Es war bereits bekannt, dass Almond Eye ihre Karriere Ende des Jahres beenden würde und die Niederlage lies die Sorge aufkommen, dass der Ausstand nicht wie erhofft gelingen würde.

Nach weiteren vier Monaten Pause über den Sommer komt sie heute zurück und muss zeigen, ob der Ausstand aus der Karriere gelinge wird – es wäre ihr zu wünschen


12.09.2020 – Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Gaiyyath

Pferderennen in England

17:10 Irish Champion Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.012 m  |  Preisgeld: 750.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Das Rennen ist faktisch ein erneutes Duell der beiden Juddmonte Konkrrenten Ghaiyyath und Magical, mit Sottsass und Japan noch als Kirsche oben drauf.


Ghaiyyath:
 Das derzeit am höchsten geratene Pferd der Welt.

Der Dubawi Sohn wird von Charlie Appelby trainiert und machte im September 2017 sein Debüt in Doncatser, wo er immerhin auf Anhieb einen dritten Platz belegen konnte. Noch im selben Monat gewann Ghaiyyath dann allerdings sein Maidenrennen in Newmarket, und das mit beeindruckenden fünf Längen. Kein Wunder also, dass es für ihn auch direkt in die Gruppenebene hoch ging und er – wieder in Newmarket – im Masar Godolphin Autumn Stakes startete. Zwar konnte er sich trotz guter Vorzeichen nicht die Rolle des Favoriten sichern, diese blieb dem Starter von John Godsen, Bear Slam, vorbehalten, aber wen interessiert das Geplänkel vor den Rennen, wenn am Ende der Sieg für Ghaiyyath steht. Mit knapp 1.5 Längen konnte er sie ggen Dream Today durchsetzen, William Buick überließ allerdings nichts dem Zufall und trieb sein rennpferd bis zum Ende hart an, so dass die Zeit von  1m 35.92 über die Meile dem enstprach, was Ghaiyyath zu dieser Zeit leisten konnte. Damit war das Jahr 2017 sher aufschlussreich und sehr erfolgreich für Ghaiyyath gewesen, der sich mit einem ersten Gruppensieg in die Winterpause verabschiedete.

Das Jahr 2018 verlief allerdings nucht ganz nach Plan, konnte Gayyath doch nur ein einziges Rennen, und das auch noch in Frankreich im September – nach der kompletten Classic Saison in England, die Ghayyath komplett ausließ – mit allen ehren, die dort auf ihn gewarten haben könnten! Bedenkt man, dass Ghayyath trotz der langen Pause am Ende das Gruppe 3 Prix du Prince d’Orange in Longchamp mit drei Längen Vorsprung gewinnen konnte, muss mann die verpassten Chancen für Charlie Appelpy in dieser Saison wirklich bedauern, was wäre da vielleicht alles möglich gewesen!

So blieb das Hoffen auf die Saison 2019, und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht! Gleich zu beginn der neuen Saison blieb Gyhattah zunächst in Frankreich und startete im Prix du Prince d’Orange, welchen er als klarer Favorit souverän gewinnen konnte – zunächst setzte sich Ghaiyyath gut fünf Längen als Front Runner vor den Rest des Feldes, dann kam das Feld aber immer weiter an ihn heran und William Buick musste hart arbeiten, um seinen Vorsprung nicht komplett einschmelzen zu lassen. Am Ende blieb ein Vorsprung von knapp über einer Länge, aber so wie Ghaiyyath dem Feld davon gezogen war, hätte man von einem dominanterem Rennen ausgehen können. Aber Sieg ist Sieg, und nach dem Warmmacher nach der langen Pause ging es für Ghaiyyath in den Gruppe 1 Prix Ganay, den er als hauhsoher Favorit – überraschend verlor! Study Of Man, der spätere Zweitplatzierte, lies es sich nicht nehmen und forderte Ghaiyyath um die Führung heraus, was beide so viel energie kostete, dass Waldgeist, der die beiden vor sich gewähren lies, 1 Furlong vor dem Ziel mit seinem Angriff locker an den beiden vorbeisprintete und am Ende einen ungefährdeten vier Längen Sieg feiern konnte.

Ghaiyyath ging nach den Rennen in Frankreich nach Deutschland, um am 147ten Longines Grosser Preis von Baden teilzunehmen. Dieses Mal hatte er aus seiner Niederlage gelernt und überließ anderen die Führung, stattdessen wartete er wie das Rennen sich entwickelte und übernahm nach ca einem Viertel der Distanz die Führung, um diese dann 2 Furlong vor dem Ziel konsequent weiter auszubauen. Gerade der Sprint zum Ziel war immens beeindruckend gewesen und William Bucik konnte es sich leisten, Ghaiyyath vor dem Ziel zurück zu nehmen und trotzdem einen 14 Längen Sieg zu feiern.

Diese Leistung lies auf das erneute Duell mit Waldgeist im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe hoffen, bei dem er gleichzeitig noch gegen Enable ran musste. Warum ich Waldgeist trotzdem zuerst nenne? Nun, wie wir alle wissen überraschte der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Fachpresse und wies die Wunderstute Enable bei ihrem Versuch das dritte mal den Arc zu gewinnen in ihre Schranken und gewann das Rennen mit starkem Schlusssprint am Ende mit gut einer Länge! Ghayyath gefiel das Rennen hingegen gar nicht, und der Versuch die Führung bis zum Ziel zu tragen scheiterte kläglich.

Wieder ging es in die Winterpause, und wieder kehrte Ghaiyyath stärker als zuvpr zurück, als er im Feburar in Meydan das Gruppe 3 Dubai Millennium Stakes Sponsored By Jaguar mit gut und gerne 8 Längen Vorsrpung gewinnen konnte. Das Ziel war natürlich eigentlich das Dubai World Cup Festival, welches Ghaiyyath allerdings verpassen musste, und das nicht nur wegen der aufziehenden Corona Epedemie.

Stattdessen kam er in Newmarket im Juni zurück zum Renngeschehen, als er im Gruppe 1 Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes startete – wie zu erwarten als klarer Favorit. Scheinbar konnte Ghaiyyath das Rennen kaum erwarten, denn er ging deutlich zu energisch an die Sache heran und bescherte William Buick alle Mühe, ihn zu bändigen. Das gelang dem Profi Jockey aber natürlich und Ghaiyyath fügte sich in die Rolle des Front Runners, der nach nur 4f wie schon so oft weit vor dem eigentlich Feld vor sich hinlief. Der Vorsprung wurde zum Ziel etwas knapper, aber Ghaiyyath behielt die Kontrolle über das Rennen und füte einen weiteren Gruppe 2 Sieg seinem Repertoire hinzu.

Mit den enstrepchend guten Leistungen im Petto ging es dann anfang Juli 2020 in das Gruppe 1 Coral-Eclipse gegen Enable, und Gyauyyath ging in das Duell sogar mit gar nicht schlechten Chancen im Vorfeld. Klar, Enable war nach ihren großartigen Erfolgen im letzten Jahr im King George, dem Yorkshire Oaks und Co. natürlich Favoritin für ihre Saisondebüt, aber Ghaiyyath hatte auf dem Papier den Vorteil, dass er schon einen Start in der aktuellen Saison hatte und ein paar Kilo Leichter als Enable an den Start gehen konnte.

Das Rennen selbst war von Ghaiyyath und seinem Jockey William Buick ein Lehrstück wie man ein Feld von der Front aus führen sollte. Zunächst wurde ihm vom Feld die Führung ziemlich anspruchlos überlasse, so dass Ghaiyyath sich es an erster Position bequem machen konnte und ein Tempo nach seinem Belieben setzten konnte. Er zog das Feld damit ein wenig auseinander, Enable in fünfter Position hatte einige Längen Rückstand als es in die Zielgerade hing, wo es noch knapp 3 Furlong bis zum Ziel waren. William Buick erhöhte das Tempo, welches Japan auf dem zweiten Platz und vor allem Enable zunächst mitgingen. Enable machte wie gewohnt schnell einige Plätze gut, schien aber schon Probleme zu haben, Japan zu überholen, der unter Ryan Moore ein großartiges Rennen lief.

An Gaiyyath kamen beide bis auf vielleicht eine Länge heran, aber der fand noch mehr Kraftreserven in sich drin und konnte noch einmal dagegenhalten und sich auf den letzten Metern noch einmal zusätzlich eine Länge absetzten, was ihm am Ende einen beeindruckenden Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt mit über 2.5 Längen einbrachte. Enable schien die Lange Pause noch in den Hufen zu stecken, denn im nächsten Rennen zeigte sich sich in ihrer alten Form udn gewann das etwas blutleere King George VI & QE Stakes mit Leichtigkeit.

Ihr Dauerkonkurrenint Magical dagegen war von Anfang an im Jahr 2020 in Form und war dann im Juddmonte International zur Stelle, um es Ghayyath möglichst schwer zu machen.

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nahm bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. Beide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon.

Kein Wunder also, dass beim nächsten Start im Irish Gold Cup in Curragh Ende Juli keine Konkurrenten aus den Rennen zuvor mit dabei waren. Allerdings ließen sich auch kaum andere nennenswerte Starter blicken, was eine ziemlich armselige Konkurrenz für Magical darstellte, was sich zum Einen in der Quote, zum Anderen natürlich auch im Rennverlauf widerspiegelte, denn Magical dominierte von der Front wie sie wollte und vergrößerte ihren Vorsprung auf der Zielgeraden bis auf knapp über zwie Längen, wobei auch gerne vier oder fünf Längen drin gewesen wären, wenn Wayne Lordan es gewollt hätte. Ich denke sie wird es heute nicht auf ein langes Duell mit Gayyaith um die Führung in dem Rennen ankommen lassen, da sie auch von der Position dahinter gewinnen kann, aber zu viel Leine sollte sie dem jungen Hengst nicht geben, sonst ist er auf und davon.
Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat einige ihrer besten Rennen von dieser Position nah oder vor der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl. Klare Favoritin

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

2020 ist bisher eher eine Nullnummer für Japan, der hier ein sehr schweres Rennen vor sich hat

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.


25.07.2020 – Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – British Champions Series

Alter: 3yo + | Distanz: 1m4f – | Untergrund: Gut bis fest

Es wird spannend werden heute in Ascot, denn Enable wir ihr zweites Rennen in der Saison 2020 bestreiten, die ja bekannter Weise auf Grund der Corona Epedemie gehörig aus den Fugen geraten ist. So auch die Vorbereitung von Enable, die offensichtlich nicht ganz so gelaufen war, wie es sich John Godsen so gedacht hat – schließlich sprang bei ihrem Saisondebüt trotz des onligatorischen Favoritenstatus nur ein zweiter Platz heraus, und Enable schien an jenem Tag auch keine Chance zu haben, sich an den späteren Sieger Ghaiyyath hernazukämpfen, der einen souveränen Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt feiern konnte. Heute also im King George VI der nächste Versuch – und es wird wieder nicht einfach werden, wenn man sich die Aufstellung so anschaut. Das King George VI and Queen Elizabeth Stakes, auch kurz und knapp nur King George genannt, ist  ein Galopprennen über 2.414 m und für 3-jährige und ältere Rennpferde offen. Die Bilanz der Dreijähigen war in den letzten Jahren durchaus beachtlich, gefolgt von der der Vierjährigen. Enable selbst hat mit zwei Siegen erheblich dazu beigetragen, allerdings haben  mit Poet’s Word und Enable in den letzten beiden Jahren auch die Fünfjährigen aufgeholt. Enable wäre aber mit einem Sieg heute die erste Sechsjährige seit 1998 ( Swain ) die das King George gewinnen könnte. Nun ist das Feld allerdings auch historisch klein geraten und die vierjährigen Konkurrenten alles andere als eine etablierte Macht. Dementsprechend scheinen alle Zeichen auf einen weiteren historischen Sieg von Enable zu stehen.

Ich werde das Rennen jedenfalls mit Spannung verfolgen, und da Enable ihren letzten Start verpatzt hatte, bekommt man sogar noch eine halbwegs akzeptable Quote für sie…

Aber nicht nur Enable kann heute historisches schaffen, auch Frankie Dettori würde sich heute über einen Sieg sicher noch mehr freuen als sonst, denn wenn er heute gewinnt, zieht er mit Lester Pigoot in der ewigen Bestenliste gleich, mit sieben Siegen – und Dettori ist ja lange noch nicht fertig, da könnte er noch den ein oder anderen Sieg folgen lassen.

 

Die Starter im Einzelnen:

Anthony Van Dyck: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien startete in seine Karriere im Juli 2018 in Curragh, aber es waren die Rennen danach die ihn so richtig in Gang brachten und ihn für seinen Trainer auf die internationale Bildfläche brachten.

Zunächst gewann er sein eher unspektakuläres Maidenrennen, dann legte er aber gleich auf Gruppe 3 Ebene im Tyros Stakes ( das war 2018 ) nach, wobei er das Rennen mit fast fünf Längen Vorsprung gewann, und das gegen den anderen Favoriten Bold Apporach von Jim Bolger.

Etwas knapper wurde es dann schon beim Gruppe 2 Galileo Futurity Stakes, welches er als klarer Favorit nur knapp gegen Christmas gewinnen konnte, und im nächsten Rennen riss dann die kurze Siegesserie endgültig – allerdings war der zweite Platz im Goffs National Stakes auf Gruppe 1 Ebene trotzdem eine hervorragende Leistung, schließlich konnte er dieses Mal Christmas aus dem letzten Rennen locker um mehr als drei Längen schlagen und der Sieger Quorto setzte sich unter William Buick auch „nur“ knapp eine Länge ab.

Anthony Van Dyck  ging damit richtiger Weise auch als CO-Favorit gegen Too Darn Hot in das Dewhurst Stakes auf Gruppe 1 Ebene wenige Wochen später im Oktober 2018, musste aber dieses Mal eine klare Niederlage hinnehmen und hatte gut 4 Längen Rückstand. Wieder versuchte die alte Nemesis Christmas ihm den Tag zu verderben indem er die Führung übernahm und Anthony Van Dyck früh unter unter Druck setzt, aber diese Taktik zahlte sich nicht aus und für beide Konkurrenten endete das Rennen dann am Ende in einer Enttäuschung – zu viel Kraft hatte das Duell gekostet, als dass die beiden den Angriff der aufschließenden Konkurrenten noch hätten abwehren könnte. Anthony Van Dyck hatte keine Kraft mehr um den Hügel hinauf noch mit Too Darn Hot oder Advertise mitzuhalten und fiel immer weiter zurück, während Too Darn Hot, seines schärfsten Konkurrenten beraubt, einen Kantersieg einfahren konnte.

Anthony Van Dyck machte daraufhin einen unerwarteten Sprung über den großen Teich und startete im Oktober 2018  im Breeders Cup Juvenile Turf  – und das mit durchaus guten Chancen, wenn man den Buchmachern damals glauben dürfte. Die amerikanischen Rennen sind allerdings alles andere als einfach, gerade auch für dei Europäer die sich an neue Gegebenheiten gewöhnen müssen, und Anthony Van Dyke wurde er am Ende nur Neunter. Augenscheinlich lag ihm das hohe Tempo in dem amerikanischen Rennen nicht, so dass er sich am Ende mit einem neunten Platz zufrieden geben musste, ohne nennenswert auf die Sieger aufschließen zu können. Die Saison war trotzdem alles andere als schlecht für den Zweijährigen, und die Erfahrungen, die er hier sammeln konnten, ließen sich dicher in der nächsten Saison wunderbar zur Anwendung bringen.

Zurück in heimischen Gefilden und nach einer Pause über den Winter lies Aiden O’Brien sein vielversprechends Pferd für die Classics Saison vorbereiten und ihn im RaceBets Derby Trial Stakes auflaufen, welches Van Dyck dann auch gleich überzeugend gewinnen konnte. Für einen 2yo hatte Anthony Van Dyck schon eine Menge Erfahrung und war damit einigen anderen Konkurrenten aus seinem Jahrgang weit voraus, was er auch im Epsom Derby 2049 dann unter Beweis stellen konnte. Zwar starte er nicht als Favorit, aber er war der Starter, der sich am Ende durchsetzen konnte. Dabei hatte Anthony Van Dyck in seinem Rennen nicht mal klare Bahn und musste seine Lücke für den Schlusssprint suchen, hatte dann aber die Power um sich auf den letzten 100 Yards durchzusetzen und den größten Sieg seiner Karriere zu feiern.

Denn schon im nächsten Rennen scheiterte Anthony Van Dyck deutlich an Sovereign, und das obwohl es der irische Ableger des Derbys war, den er als Sieger des Epsom Derbys ja eigentlich ebenfalls hätte gewinnen sollen. Dieses Mal allerdings zeigte der Außenseiter Sovereign, was er als Front Runenr so drauf hat und lief dem Rest des Feldes einfach davon, Anthony Van Dyck versuchte noch sich dran zu hängen, hatte aber keine Chance und musste Sovereign ziehen lassen.

So geschah es dann auch im King George VI & QE 2019, welches  Enable dominierte und wo Anthony Van Dyck nur einen enttäuschenden zehnten Platz am Ende belegen konnte. Vielleicht war es der schnelle Boden, vielleicht war es aber auch das große Feld und die dominante Enable, die das Rennen für Anthony Van Dyck ruinierten. Jedenfalls gab es keine großen Erhren für Anthoyn van Dyke im King George, stattdessen aber gut 31 Längen Rückstand auf Enable.

Der Rückstand war herb, aber das hinderte Anthony van Dyke nicht daran, kurz darauf  in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leopardstown zu starten, wo er allerdinsg nach der durchwachsenen Saison nur als Außenseiter startete. Am Ende wartete über den guten Untergrund udn die 1m3f Distanz ein dritter Platz auf Anthony Van Dyke, was ein wenig Preisgeld und Prestige einbrachte, auch wenn er wieder keien Chance hatte, auf den Sieger aufzuschließen oder diesen gar unter Druck zu setzen, dafür war Stallgefährte Magical in zu guter Verfassung.

Weiter ging es im November 2019 in Amerika, wo Anthon Van Dyke wieder beim Breeders Cup Festival startete – dieses Mal im Longines Breeders‘ Cup Turf, in dem er auf dem Papier ideale Bedingungen vorfand. Distanz udn schneller Boden sollten ihm eigenlich liegen, und mit den Erfahungen in internationalen Rennen als Zweijähriger sollte ihm die Reise auch nicht so schwer fallen. Dementsprechend startete er als einer der Favoriten ( 3/1 ) und hätte das Renenn wohl auch gewinnen können – wenn nicht einiges an Pech noch dazu gekommen wäre. Denn obwohl Anthony Van Dyke sich beim einbiegen in die Zielgerade innen hervorragend positioniert hatte und im Begriff war, die Führenden zu übernehmen, wurde der Platz auf seiner gewählten Bahn plötzlich knapp und zu allem Überfluss stolperte Anthony Van Dyke dann auch noch – nicht so schwer, dass er stürzen würde, aber immer noch so schlimm, dass er einiges an Momentum verlor und sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben musste. Schade, da wäre eventuell deutlich mehr drin gewesen, ein europäischer Sieg war zum greifen nahe!

Nicht so allerings beim letzten Start im Jahr 2019 im Longines Hong Kong Vase, wo natürlich eine sehr hochklassige Konkurrenten auf Anthoyn Van Dyke warteten, der über die verlängerte Distanz von 1m4f gerade auf den letzten Metern viel vermissen lies, und den Anschluss an die Führenden immer mehr verlor, bis er gerade einmal als dritt letzter ins Ziel einlaufen konnte. Hong Kong und Co. sind für europäische Starter immer eine harte Nuss, und so war das eben auch für Anthony Van Dyke im Jahr 2019 ein Lehrstück.

Der machte danach eine ausgedehnte Pause, die auf Grund der Corona Epedemie ausgedehnter wurde als eigentlich beabsichtigt und erst im Juli beendet wurde. Zunächst startete Annthony Van Dyke im Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newmarket, wo er allerdings auch auf den vielversprechenden  Ghaiyyath traf, der nach einigen hervorragenden Rennen sogar als Favorit starten dürfte – und, wie man am Ende feststellen musste, auch völlig zu Recht, denn Ghaiyyath dominierte das Rennen vom Start bis zum Ende und gewann unangefochten. Anthony Van Dyke gab sich mitd em zweiten Platz zufrieden und machte sich auf zum Gruppe 2 Hardwicke Stakes in Ascot im Juni, wo er allerdings erneut auf Grund von Platzproblemen auf der Zielgerade schlechter abschnitt als erwartet worden war. Seine Form 2020 lässt noch ein wenig zu wünschen übrig und ich denke heute ist nicht die Zeit für ihn, dies zu ändern.

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen, und das nicht erst seitdem sie den Prix de l’Arc de Triomphe zwei Mal gewinnen konnte, denn heute wird sie versuchen, das King George zum dritten Mal zu gewinnen – innerhalb von vier Jahren! Es wäre ein historischer Erfolg, zum einen weil sie dann die erste Sechsjährige seit 1998 wäre, die das Rennen gewinnen kann, zum anderen konnte noch kein anderes Pferd das Rennen mehr als zwei Mal gewinnen! Und für ihren Jockey Franki Dettorie wäre es der siebte Sieg und damit würde er mit Lester Piggot in der ewigen Bestenliste gleichziehen! Für Enable wäre es gleichzeitig der elfte Gruppe 1 Sieg in ihrer Karriere!

Diese begann 2016 in Newcastle in einem Maidenrennen, welches Enable auch gleich mit über 3 Längen hatte gewinnen können, und danach ging es direkt in die nächste längere Pause bis zum April 2017, wo sie in ihrem Saisondebüt noch etwas grün hinter den Ohren war und am Ende „nur“ dritte wurde, im Mai 2017 ging es dann allerdings auch direkt in das erste Black Type Rennen in Form des Arkle Finance Cheshire Oaks, und mit dem Sieg in diesem Rennen begann der Durchmarsch von Enable, die in ihren folgenden 11 Rennen über die nächsten drei Jahre keine einzige Niederlage mehr einstecken sollte! So gewann sie in der Saison 2017 zunächst das Investec Oaks und setzte mit ihrem fünf Längen Sieg ein heftiges Ausrufezeichen, schließlich waren es auf den dritten in diesem Rennen gleich noch einmal 6 Längen mehr, und Enable hätte vermutlich sogar noch deutlich mehr aus sich herausholen können – dementsprechend war sie anschließend für das Darley Irish Oaks die klare Favoritin und bestätigte ihre Form mit einem weiteren mühelosen 5 Längen Sieg. Im Gruppe 1 King George VI And Queen Elizabeth Stakes in Ascot rechnete man dagegen gegen die ältere Konkurrenz mit mehr Widerstand, allerdings machte Enable 1f vor dem Ziel wieder alles klar und schüttelte die Verfolger mit ihrem Markenzeichen – einem starken Antritt und schnellem Tempowechsel – ab.

Dann folgte der Sieg im Darley Yorkshire Oaks, ein weiteres Group 1 Rennen der  British Champions Series, welches allerdings im Jahr 2017 schon fast nur ein Pflichtsieg für Enable war – die diesen mit einem Lauf von der Front am Ende problemlos mit sechs Längen Vorsprung gewann.

Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen im Jahr 2017 hintereinander schloss sie mit dem ersten Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, was natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen, die sie bisher bestritten hatte. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund rauf, sondern es ging auch zusätzlich noch gegen männliche Konkurrenz. Und nicht nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das waren schon einige schwierige Voraussetzungendenn  sowohl was das Gewicht als auch der weiche Untergrund waren nicht nur von Vorteil, so dass es im Vorfeld für die erst dreijährige Stute Enable nach einem durchaus schwierigen Unterfangen ausah. Schließlich dürfte sie lediglich 4 kg weniger Gewicht tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den Jahren zuvor immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen und auch Enable brillierte trotz der schweren Bedingungen, und umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hatte! An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen direkt die Austragung des Arc im nächsten Jahr ins Visier nahm und Enable so früh wie möglich für den Arc nominiert hatte und sie mit diesem Rennen im Sinn auch  das gesamte Jahr 2018 über trainiert hatte. Das hatte für die Fans allerdings den Nachteil, dass sie Enable das gesammte Jahr 2018 lediglich einmal zu Gesicht bekamen und ansonsten auf die wohl damals beste Stute der Welt verzichten mussten. Enable wurde als Vorbereitung gerade einmal Rennen vor dem Prix de l’Arc de Triomphe 2018 gegönnt, und das war lediglich ein Gruppe 3 Rennen. Dafür gewann Enable das 188Bet September Stakes am Ende aber auch wieder ohne Probleme und sie hinterließ den Eindruck, dass sie druchaus gute Chancen haben sollte, den nächsten Sieg im Arc De Triomphe feiern zu können

Die Austragung 2018 war auf dem Papier um einiges als das Rennen im Jahr zuvor (welches Enable ja dominieren konnte) und es schien das einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute vermeiden wollten – trotzdem gewann Enable den Prix de l’Arc de Triomphe nur sehr knapp und fast wäre die Titelveitigung ins Auge gegangen. John Godsen sichert sich für seine Enable auch 2018 wieder die Dienste von Frankie Dettori, der sich natürlich nicht nehmen lässt einen historischen Ritt wie diesen zu absolvieren – und das Duo hatte schon merhfach in den letzten Jahren von sich Reden gemacht, und am Ende war es wohl auch den Fähigkeiten von Dettori zu verdanken, dass Enable gerade so gegen Sea Of Class bestehen konnte, der zur Ziellinie hin immer mehr Boden hatte gut machen können, gerade auf den letzten 100 Yards schmolz der Vorsprung von Enable immer weiter dahin und alle Supporter der klaren Favoritin kamen wohl ganz schön ins Schwitzen… Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können.

Und dies sollte nicht das einzige Rennen von Emable außerhalb der vertrauten britischen Verhältnissen bleiben, denn Enable machte die Reise über den großen Teich und begab sich zum Breeders Cup nach Churchill Downs, um im Breeders‘ Cup Turf zu starten. Die Amerikaner hatten zurecht beim Breeders‘ Cup Turf  große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten. Das spannende Finish des Breeders Cup Turf war rein europäisch und fast sah es aus, als ob Magical tatsächlich Enable ihre erste Niederlage seit Jahren zufügen könnte, aber Enable lief wie gewohnt bis zum letzten Meter stark auf und konnte somit einen weiteren Sieg in einem der stärksten Rennen der Welt verteidigen.

Enable und Magical sollten sich auch in den nächsten Jahren immer wieder aufeinander und jedes Mal war das Aufeinandertreffen ein Sieg für die Fans. Magical zwar im Sommer 2019 nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, welche in diesem Rennen  ihr Saisondebüt nach langer Pause feierte.

Enable lief wie gewohnt selbstbewusst auf, und 100m vor dem Ziel sah sie noch so stark aus, dass man denken konnte, dass sie hier einen einen weiteren Kantersieg würde einfahren können, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinande, aber dieses mal war es knapp! Der Sieg im Coral Eclipse war deutlich härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war , dann doch fest oben auf und man konnte den kleinen Lapsus vielleicht auch der längeren Pause zuschieben, denn im nächsten Start im King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes machten sich die Buchmacher und Fans keine Sorgen und buchten sie als kalre Favoritin noch und nöcher – so ganz glücklich waren die meisten mit ihrer Wahl am Ende wohl während des Rennens nicht, denn kurz vor dem Ziel schoss  Crystal Ocean heran und bedrängte Enable, die sich eigentlich schon einige Längen hatte absetzten können. Bei Einlauf über die Ziellinie betrug der Vorsprung allerdings nur noch einen Nacken, Enable schien unter Dettori aber auch nicht alles zu geben, um den hachdünnen Vorsprung noch weiter auszubaune. Konnte sie nicht oder war Dettori sich so sicher, dass er die Stute von sich aus nicht weiter antreiben wollte?

Wir werden es wohl nie erfahren, im nachfolgenden Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks jedenfalls dominierte Enable jedenfalls das kleine Feld nach Belieben und schlug Magical mit über 2 Längen, der 1 Furlong vor dem Ziel zunehmenden den Anschluss verlor und sich klar geschlagen geben musste. Das waren ideale Vorraussetzungen für einen weiteren Versuch im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, den Enable nun zum historischen dritten Mal gewinnen wollte. Die Fachpresse und die Fans standen hinter ihr und buchten Enable runter bis auf 1.5er Quote – und 2 Furlong vor dem Ziel swah es auch nach einem weiteren Sieg der Wunderstute aus, denn Enable übernahm die Führung und setzte sich ab, allerdings nahm der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Verfolgung auf und kam auf der Außenseite immer näher heran, um dann 100m vor dem Ziel Enable tatsächlich einzoholen. Es war ein Schock für die Fachwelt und natürlich für die,die Enable für diese Quote gebucht hatten – und Enable musste sich mit irher ersten Niederlage seit drei Jahren und 11 Rennen in die Winterpause verabschieden – die sie dann auch noch gleich mit der nächsten Niederlage beendete, als sie im Juli im Coral-Eclipse zurück kam und dem aufstrebenden  Ghaiyyath unterlag. Schon letztes Jahr kam sie allerdings nicht in Bestform aus der Winterpause zurück und sie könnte sich heute hier in deutlich besserer Form präsentieren.

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

2020 ist bisher eher eine Nullnummer für Japan, der hier ein sehr schweres Rennen vor sich hat

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.

 

Sovereign


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