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Kementari

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09.03.2019 – Royal Randwick – Canterbury Stakes

Pferderennen in Australien

Canterbury Stakes – Gruppe 1

Alter 3yo+ | Distanz: 1300m |

Einleitung:

Trapeze Artist ist seit seiner Niederlage vor fünf Wochen nicht noch einmal gestartet, kann aber heute auf dem trockeneren Boden sicher eine bessere Leistung zeigen und auch Shoals kehrt nach einem schlechten Lauf im Everest und einer nachfolgenden Pause aus der Versenkung zurück.  Pierata ist ein weiteres Pferd, welches heute eine kleine Pause beendet und hat dabei in der Vergangenheit zwei seiner drei Rennen nach einer Pause gewinnen können. Cool Passion und Brutal könnten überraschen, aber es sollten wohl Kementari und Trapeze Artist sein, die am Ende das Rennen unter sich ausmachen, mit Pierata direkt mitten drin. Shoals muss eine Bestleistung zeigen, kann aber eventuell ebenfalls dabei sein.

Zu den einzelnen Startern:

 

Brutal : Der O’reily Sohn von Trainer Micheal Hawkes hat noch nicht allzu viele Rennen absolviert, scheint aber ein extrem nützlicher Kandidat für seinen Trainer zu sein.  Schließlich hat er schon seinen ersten Start in Caulfield im Juli über 1200m locker gewinnen können und schritt nach dem Sieg in dem 100$k Rennen die Klasse hoch auf die Listed Ebene.
Auch dieses Rennen war über die 1200m Distanz und Brutal lief nach seinem lockeren Sieg im ersten Rennen auch als Favorit auf, als er im Mcmahon’s Dairy Mckenzie Stakes startete. Travisan, eigentlich krasser Außenseiter in diesem Rennen, war derjenige, der Brutal am meisten zusetzte. Auch in den nächsten Rennen gab Travisan der Form einen kleineren Boost, hielten sich beide doch an bessere Rennen und konnten durchaus respektable Ergebnisse erzielen.

Brutal startete danach allerdings noch einmal auf Listed Ebene im Antler Luggage Plate über 1400m und wie im letzten Rennen war es ein klarer Außenseiter derjenige, der Brutal am meisten strapazierte. Dieses Mal hieß der Gegner Leonardo Da Hinchi, und auch Leonardo gewann danach ein Gruppe 2 Rennen und gab der Form von Brutal damit einen Boost. Mit beiden Siegen hatte Brutal aber schon gezeigt, dass er unter Druck nicht zurücksteckt und hart für den Sieg kämpfen kann. Das war sein erster Start über die 1400m und er schien auch mit der längeren Distanz keine Probleme zu haben.

Im Gruppe 2 Southern Cross Stakes lief er dann gegen Konkurrenten wie den alt bekannten Dothraki als klarer Favorit auf, hatte aber ein sehr hartes Rennen und musste weit in die Zielgerade gehen, was ihn einige Längen kostete. Brutal holte noch einige Längen auf, schaffte es aber nicht, die Distanz bis auf den Sieger noch komplett aufzurollen.

Er kommt als junger, noch aufstrebender Galopper hier mit einem niedrigen Gewicht ins Rennen und kann heute zeigen, was er wirklich kann. Aber das hier wird deutlich schwerer als alles, was er bisher versucht hat.

Tipps zum Pferd: Gewann über 1200 und 1400m und kann über guten Untergrund hart um die Führung auf der Zielgeraden kämpfen.

Cool Passion: Die  Not A. Single Doubt Tochter von Trainer Tony Mcevoy kommt mit ihren acht Jahren für eine Galopperin auf dem Flat so langsam in die Jahre, hat aber in dieser Saison ihre bisher beste Form erreichen können. Ihre Karriere begann dabei schon 2015, etwas verspätet mit vier Jahren, und Cool Passion konnte in der Saison 2015/16 nach ihrem zweiten Platz beim Debüt gleich vier Siege in Folge feiern. Sie steigerte das Niveau der Handicaps im Laufe des Jahres immer weiter und konnte Mitte des Jahres 2016 noch einmal drei Siege in Folge feiern.

Im nächsten Jahr gewann sie dann ihr ersten Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Cape Grim Beef Steaks, wo sie nach einer Serie von Niederlagen aber eigentlich als Außenseiterin an den Start gegangen war. Unverdient war der Sieg auf Gruppe 3 Niveau aber nicht, wenn man bedenkt was sie 2016 so alles geleistet hatte, zudem hatte sie über die 1100m zuvor auf Listed Ebene schon einen dritten Platz im W H Wylie Stakes erreichen können – als noch größere Außenseiterin. Damit hatte sich Cool Passion im Jahr 3 fest in den Gruppenrennen etabliert und schaffte es fast, nur zwei Wochen nach ihrem Gruppe 3 Sieg, im Gruppe 2 Tristarc Stakes über 1400m den nächsten Schock zu landen als sie Global Glamour nur mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie laufen lies.

Sie blieb in dieser Phase sehr aktiv und startete innerhalb von zwei Monaten vier Mal auf Gruppenebene, das letzte mal dann im November im Gruppe 3 HK Jockey Club Stakes, wo sie wieder mit einem zweiten Platz überzeugen konnte. Das Rennen war auf dem Papier einen Tick leichter als die letzten, trotzdem startete Cool Passion mit einer zweistelligen Quote und schnitt besser ab, als ihr über die 1400m zuvor zugetraut worden war.

Nach dem sehr erfolgreichen Abstecher in die Gruppenrennen legte Cool Passion bis zum April 2018 eine kleine Pause ein und startete danach im Sandown Park Handicap, schnitt aber schlechter ab als erwartet worden war und Cool Passion ging danach wieder in eine längere Pause.

Sie hatte sich mit dem Caulfield Plate für ihre Wiederkehr ein ziemlich hartes Rennen ausgesucht, lief aber wieder besser als von ihr erwartet worden war und erreichte einen vierten Platz mit nur knapp über 2 Längen Rückstand auf den Sieger Grey Shadow. Das Rennen wurde über 1100m ausgetragen und Cool Passion hatte mit dem Rennen beweisen können, dass sie von 1100 bis 1400m alle Distanzen meistern kann, allerdings gingen ihr im Gruppe 3 Cape Grim Steaks  über die 1200m die Kräfte aus und sie konnte mit der von Winter Bride gesetzten Zeit nicht mithalten. Generell konnte sie ihre Form aus dem Saisondebüt nicht halten und musste sich auch im Shojun Stakes geschlagen geben, obwohl sie als eine der Favoritinnen gestartet war – mit einer Quote von 9 war sie immerhin vierte/fünfte Fav des Rennesn, welches mit 12 Startern besetzt war, und keiner hatte eine Quote unter 3.8. Das offene Rennen auf dem Provinzkurs in Geelong lag ihr aber nicht und es brauchte die Rückkehr auf die 1400m und den Kurs in Flemington, um einen weiteren Gruppensieg im Hong Kong Jockey Club Stakes zu feiern.

Stilecht gewann sie das 200.000 Dollar Rennen als klare Außenseiterin, indem sie sich die Position der Pacesetterin hart erkämpfte und dann das Tempo bis zum Ziel sogar halten konnte, auch wenn ihr Vorsprung mit jedem Meter vor dem Ziel dahinschmolz. Danach startete sie seit langer Zeit wieder einmal als Favoritin in ein Rennen, und dieses Mal konnte sie tatsächlich auch gewinnen! Wenn auch nur knapp. Der Sieg im Kevin Heffernan Stakes brachte ihr damit den zweiten Sieg in einem Gruppenrennen, wenn auch erneut nur ziemlich knapp.

Danach gönnte sie sich über die Weihnachtszeit eine kleine Pause und startete im Februar 2019 im Yarraman Park Breeders Classic auf Gruppe 2 Ebene. wo sie sich ein spannendes Duell mit der Favoritin Champagne Cuddles lieferte. Wieder übernahm sie die Führung, konnte aber die Favoritin Champagne Cuddles nicht hinter sich halten und musste sich am Ende mit einem guten zweiten Platz begnügen.

Cool Passion lief noch im selben Monat im Gruppe 2 Millie Fox Stakes auf und besuchte damit das erste Mal den Kurs in Rosehill. Dieses Mal wurde ihr aber die Führung verwehrt und sie musste hinter den Pacesettern in die Zielgerade einbiegen. Sie kämpfte weiterhin hart, konnte aber mit der neuen Taktik den Anschluss an die Sieger nicht halten und erreichte „nur“ einen fünften Platz mit 1,4 Längen hinter dem Überraschungssieger White Moss.

Tipps zum Pferd:  Front Runnerin, der man nicht zu viel Leine lassen sollte. Hat auf 1100-1400m zu oft ihre hohe Quote Lügen gestraft um sie nicht immer mal wieder als EW Wette / Tricast in die Exoten zu packen. Hat nach einer Pause noch nie gewonnen, aber öfters platzieren können und lief dabei oft besser als ihre Quote suggeriert hatte. Gewann auf gut und weichem Boden.

Fell Swoop: Der Not A. Single Doubt Sohn hat nach seinerm Debüt im Jahr 2014 auf dem Neuseeland Kurs in Wagga holte er in dem Nachbarland vier Siege in Folge und hätte die Serie auch noch weiter ausbauen können, wenn er nicht beim ersten Sprung im Niveau beim Bledisloe Cup Festival über 1000 einen vierten Platz hätte einstecken müssen. Danach setzte er seine Siegesserie in Australien fort und konnte sich weitere vier Siege in folge sichern, unter anderem in seinem ersten Listed Rennen, dem Testa Rossa Stakes in Caulfield über 1200m.

Er gönnte sich eine kleine Pause bis zum Februar 2016, wo er noch einmal im Niveau hinaufstieg und im Gruppe 2 Oakleigh Plate startete und den Sieg nur knapp verpasste. Er musste von seinem Jockey Glyn Schofield 200m vor dem Ziel noch einmal stabilisiert werden, bevor er auf den Schlussspurt geschickt wurde – und das Feld ziemlich locker aufrollen konnte. Er verpasste den Sieg gegen Flamberge nur knapp, der Glück hatte den Vorsprung bis ins Ziel retten zu können.

Damit hatte Fell Swoop sich im ersten Gruppe 1 Rennen seiner Karriere extrem gut verkaufen können und es war kein Wunder, dass er sich auf diesem Niveau weiter festbiss. Er startete danach im Banjo Galaxy und dem Darley T J Smith Stakes , wo er erneut mit einem zweiten Platz überraschen konnte. Damit war er nun zwei mal in drei Rennen auf dem höchsten Niveau in Australien unter den ersten beiden Plätzen gelandet und hatte die, die ihn immer noch als Außenseiter behandelten das Gegenteil beweisen.

So war der erste Sieg in einem Gruppenrennen nicht mehr weit weg und er konnte auf Gruppe 2 Ebene das Victory Stakes im April 2016 mit knapp einer halben Länge über 1200m gewinnen. In Doomben hatte er er sich hinter den Führenden gehalten und war 50m vor dem Ziel an die Fornt gekommen, wo er sich relativ souverän bis zur Ziellinie auch halten konnte. Nach dem ersten Gruppensieg gingen auch bei ihm die Quoten auch langsam runter und er lief im Ubet Btc Cup auf Gruppe 1 Ebene als  dritter Favorit auf. Mit seinem fünfte Platz über die 1200m schaffte er dann auch ungefähr das, was von ihm erwartet worden war, auch wenn er auf der Zielgeraden dieses Mal mit seinem Sprint nicht mehr an die Führenden heran kam.

Noch im selben Monat lief er im Gruppe 1 James Boag’s Plate als Favorit auf, vor allem da das Rennen etwas leichter besetzt war. Den Saisonabschluss in Australien konnte er allerdings nicht mit dem erwarteten ersten großen Erfolg auf Gruppe 1 Ebene feiern, sondern musste sich erneut mit einem etwas abgeschlagenen sechsten Platz zufrieden geben. Danach ging Fell Swoop in die Sommerpause (nun, eigentlich Winterpause, da Australien ja auf der Südhalbkugel liegt) und kehrte im Oktober 2016 wieder zurück auf die Rennstrecke., wo er nach einem Warmmacher im Gruppe 2 Mitsubishi Electric Schillaci Stks einen Platz erreiche, wieder auf Gruppe 1 Niveau auflief. Dieses Mal startete er im Gruppe 1 Manikato Stakes, welches auf dem Papier von dem damals überragenden Chautauqua hätte dominiert werden sollen, aber der Favorit enttäuschte und Fell Swoop konnte mit einem zweiten Platz wieder einmal überraschen.

Auch im Darley Classic, einen Monat später erneut auf Gruppe 1 Ebene, erreichte Fell Swoop wieder einen ausbezahlten Platz und konnte sich damit auch im zweiten Herbst hintereinander auf Gruppe 1 Ebene gut präsentieren.

Im Frühjahr startete er dann nach einer Pause im Gruppe 1 Oakleigh Platz und danach im Galaxy Plate, wo er mit einem sechsten Platz und fast 7 Längen Rückstand allerdings keine Chance auf den Sieg hatte. Beide Rennen verliefen nicht nach Plan und Fell Swoop konnte auf den letzten Metern keinen Boden auf die jeweils führenden gutmachen. Das zweite Rennen war allerdings auch auf schwerem Boden und Fell Swoop konnte danach im T J Smith Stakes auf schwerem Boden zeigen, dass er mit leicht anderer Taktik auch auf diesem Boden eine gute Leistung erbringen konnte. So wurde er nur 100m vor dem Ziel von Chautauqua und English überholt und sicherte sich einen unangefochtenen dritten Platz.

Trotzdem schaffte er danach im James Boag’s Premium Doomben 10.0000 es nicht, auf dem weichen Boden an den Sieger Redzel heranzukommen, kam weit in die letzte Kurve und fiel schnell zurück. Das Rennen war stark besetzt, aber eigentlich war Fell Swoop als einer der Favoriten gehandelt worden und hätte es wohl besser schaffen sollen seinen Schlusssprint anzusetzen. Auch nach der Sommerpause im Gruppe 2 Bowermans Office Furniture Shorts gelang es ihm nicht, auf Redzel oder Ball Of Muscle noch weiter aufzuschließen, das Feld kam aber auch dicht gepackt ins Ziel und die ersten sieben waren nur 2 Längen auseinandergezogen. Auch im Premiere Stakes blieb er sozusagen im Verkehr stecken und kreuzte die Hufe mit den Pferden vor sich und auch im Gruppe 1 The Everest hielt die Pechsträhne weiter an, was in einem letzten Platz resultierte. Der Anschluss an die Spitzengruppe in diesem Herbst war damit komplett verpasst und das war Grund genug eine längere Pause bis zum Ata/bob Hoysted Handicap im März 2018, wo er als Favorit erneut leicht enttäuschte und „nur“ einen fünften Platz erreichen konnte. Das Feld war wieder nicht weit auseinander gezogen und Fell Swoop kämpfte bis zum Ziel hart um jede Länge, schaffte es aber wieder nicht die nötigen Längen auf die Sieger einholen.

Die Niederlage danach im Gruppe 3 Star Kingdom Stakes war mehr als verzeihbar, war er doch mit einem extrem hohen Gewicht ins Rennen gegangen und seine Niederlage gegen den sechs Kilo leichteren Sieger war wohl mehr als voraussehbar. Trotzdem war die Niederlage in einem Gruppe 3 Rennen der Grund, warum er im Gruppe 1 Darley T J Smith Stakes einen Monat später als klarer Außenseiter auflief. Die Experten hatten recht und Fell Swoop hatte auf dem guten Untergrund keine Chance auf den Sieg und kam mit gut 8,5 Längen Rücktstand auf Trapeze Artist und Redzel ins Ziel. Die schlechte Leistung war erneut der Grund warum Fell Swoop danach gleich in die Saisonpause ging und dieser erst im November beendete.

Auch dort im Absolut Stakes schaffte er nur einen fünften Platz, war aber unter einer Länge hinter dem Sieger und kam damit mit seinem fünften Platz trotzdem in solider Form zurück auf die Rennstrekce. Trotzdem senkte er sein Niveau noch ein wenig mit seinem nächsten Start im Razor Sharp Stakes auf Listed Ebene und konnte den klaren Favoriten Cradle Mountain mit zwei Längen deklassieren. Damit war er zum Favoriten des Christmas Classic, ebenfalls auf Listed Ebene, geworden, schaffte es aber unter seinem hohen Gewicht seine Führung bis zum Ziel aufrecht zu erhalten und wurde von Alizee, die das selbe Gewicht tragen musste, 100m vor dem Ziel überholt und abgehängt.

Im Januar lief er im Gruppe 2 Mortimer Australia Stakes auf und konnte sich dort über die 1200m mit seiner Front Runner Taktik wieder auf einen guten zweiten Platz vorkämpfen, auch wenn er wieder nicht alle Konkurrenten hinter sich halten konnten, und dieses Mal war es Whispering Brook, der Favorit des Rennens, der ihn 200m vor dem Ziel überholte. Fell Swoop gab nicht leichtfertig nach, aber er hatte erneut nicht die Kraft um den Favoriten hinter sich zu lassen.

Tipps zum Pferd: Sprint über 1200m, kann auch auf dem schweren Boden gute Leistungen zeigen. Fell Swoop hat sich über die Jahre als einer der konstantesten 1200m  Sprinter in Australien etablieren können, aber seine Ausbeute an Siegen auf höchstem Niveau sind eher mager. Er ist einer der möglichen Pacemaker des Rennens und kann auf weichem und schwerem Boden durchaus gute Leistungen zeigen.

Kementari: Der Lonhro Sohn im Besitz von Godolphin war in den letzten Monaten immer ein Grund für Kontroverse, hatte man doch stets den Eindruck, dass er deutlich besser laufen und platzieren könnte, als er es am Ende tat. Es hat eine Weile gedauert, bevor er in Gang kam, aber spätestens mit der Saison 17/18 nach der Winterpause hat Kementari ansatzweise zeigen können was in ihm steckt, auch wenn es zuletzt immer wieder zu Ladehemmungen und Fehlzündungen zu kommen schien.
Kemetari trat im Caulfield Guineas zusammen mit Catchy als Favorit auf, musste sich aber überraschend dem Außenseiter Mighty Boss geschlagen geben. Mighty Boss war dabei eigentlich als kompletter Außenseiter gestartete und als Kementari die Führung auf der Zielgeraden von dem innen laufenden Mighty Boss übernommen hatte, schien eigentlich alles klar zu sein. Catchy lief hart angetrieben als Dritte einige Meter dahinter und Kementari sah als Co Favorit wie der sichere Sieger aus, dann setzte Mighty Boss allerdings noch einmal nach und gewann 50m vor dem Ziel die Oberhand, um mit einer massiven Quote von 78 ins Ziel einzulaufen. Einen Monat später versuchte Kementari sich dann auch wieder an einer Sprintdistanz im Coolmore Stud Stakes in Flemington, allerdings war dieses Rennen noch einmal deutlich härter besetzt und auch Catchy erwischte keinen guten Lauf und musste sich weit hinten im Feld einsortieren. Diese Niederlage sollte aber die letzte bisher bleiben, danach gewann Kementari das Gruppe 2 Prince Stakes und das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes mit Leichtigkeit, was ihn zusammen mit seinem leichten Gewicht zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den Rest des Feldes macht. Im Duell mit Winx im Gruppe 1 Silver Stakes hatte er sich erwartungsgemäß etwas zu viel vorgenommen und musste sich noch hinter Happy Clapper einsortieren,

https://youtube.com/watch?v=kKMcupIViRw%3Ffeature%3Doembed
Happy Clapper trat danach im The Star Doncaster Mile erneut gegen Kementari an, der etwas weniger Gewicht tragen musste, was zusammen mit seinem guten Lauf im letzten Duell gegen Happy Clapper hinter Winx dazu führte, dass Kementari als Favorit für das The Star Doncaster Mile Stakes gehandelt wurde. Es war aber erneut Happy Clapper, der dem Rest des Feldes zeigte, wo der Hammer hängt und welcher sich am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung vor dem starken Feld behaupten konnte.
Den Aussetzer bügelte Kementari teilweise mit seinem zweiten Platz im Missile Stakes auf Gruppe 2 Ebene vier Monate später wieder aus. Die längere Pause in Verbindung mit einigen Trainingseinheiten sorgten dafür, dass Kementari einige seiner kleineren Unsauberheiten ausbügeln konnte und sich ein spannendes Duell mit dem Co Favoriten und alten Nemesis Pierata lieferte, in welchem er knapp unterlag.
Das zweite Rennen der neuen Saison führte Kementari dann nach Randwick zum Winx Stakes, wo er schon wieder auf die gleichnamige Wunderstute traf, die natürlich das Feld dominierte und sich einen weiteren Gruppe 1 Sieg sicherte. Kementari lief gut mit und schien sich wohl zu fühlen und im nachfolgenden Memsie Stakes wäre er vielleicht sogar als Sieger davon gekommen, wenn er nicht so weit nach außen getragen worden wäre und Humidor bei seinem Schlusssprint Boden hätte sparen können.

Das nachfolgende Maykbe Diva Stakes war vielleicht wieder ein wenig zu stark und zu dicht besetzt für Kementari, der zwar seine Lücke zwischen den Konkurrenten fand und eine gute Leistung auf den letzten Metern zeigen konnte, aber eben nicht ganz so viel Boden gutmachen konnte wie eigentlich nötig gewesen wäre um eine Rolle um den Sieg spielen zu können. Er bekam seine freie Bahn und machte einige Meter in kurzer Zeit auf die Führenden gut, aber hatte nach dem ersten Geschwindigkeitsboost nicht mehr genug Power um noch weiter drauf zu legen und hielt nur den vierten Platz.

Danach ging es im Oktober ins Manikato Stakes auf Gruppe 1 Ebene, wo Kementari einiges vor der Brust hatte, aber eine hervorragende Figur abgeben konnte. Das Rennen war stark besetzt und hatte viele Starter, aber Kementari kam weit außen auf der Zielgeraden spät im Rennen in Gang und konnte sich so noch auf den dritten Platz vorkämpfen, was eine seiner besten Leistungen im Herbst letzten Jahres war.

Im Gruppe 1 Vrc Sprint Classic danach versuchte Kementari erneut das Feld von hinten aufzurollen und den Boden auf die Front Runner gut zu machen, schaffte es aber trotz guter Kraftanstrengungen nicht, den Boden tatsächlich gut zu machen und kam gut vier Längen hinter dem Sieger Santa Ana Lane ins Ziel. Das Rennen war dann auch das letzte im Jahr 2018 und Kementari gönnte sich eine kleinere Pause bis zum Februar 2019, wo er im C F Orr Stakes auflief.

Dort konnte aus der Mitte des Feldes auf den letzte 100m des 1400m Rennens in der in der Mitte der Bahn ausscheren und Momentum aufbauen, es war aber der Front Runner Manuel der am Ende die Führung behielt und Kementari musste sich mit dem ebenfalls spät in Gang kommenden Land Of Plenty einen zweiten Platz teilen, mit Brave Smash nur eine Nase dahinter.

Tipps zum Pferd:

Trapeze Artist: Der Snitzel Sohn ist immer mal wieder für eine Überraschung gut, aber extrem inkonstant. Nach dem ersten Sieg auf Gruppenebene im Gruppe 3  Black Opal Stakes 2017 folgten eine Reihe von Niederlagen bis zum völlig überraschenden Sieg im De Bortoli Golden Rose 2017. Dort startete er eigentlich als klarer 64/1+ Außenseiter, kam aber über 4 Längen vor dem nächsten Verfolger ins Ziel, was niemand so erwartet hätte. Er startete danach im Coolmore Stud Stakes als Mitfavorit, lief aber nur auf dem fünfzehnten Platz ins Ziel ein. Nach dem Jahreswechsel und drei Monaten Pause lief er im Gruppe 2 Expressway Stake auf Gruppe 2 Ebene wieder zur Form auf und konnte sich knapp gegen Showtime und Addictive Nation durchsetzen. Danach wurde das Niveau planmäßig wieder etwas angehoben und er versuchte sich im Gruppe 1 Chandon S Hobartville Stakes gegen Kementari und Pierata, nur um das Duell am Ende deutlich mit fast 2 Längen zu verlieren. Die selben Konkurrenten liefen auch im Group 1 Randwick Guineas wieder gegen ihn auf, und wieder betrug der Rückstand gut 2 Längen auf Kementari.

Trapeze Artist zeigte allerdings im Gruppe 1 Darley T J Smith Stakes, dass er mehr als nur ein sehr talentierter Front Runner ist und auch mit anderen Taktiken auf der höchsten Ebene durchaus für Gefahr sorgen kann

Redzel und In Her Time mühten sich redlich, Trapeze Artist am Ende noch zu verfolgen, aber nachdem Redzel das Tempo vorgegeben hatte und Trapeze Artist außen in die Zielgerade eingeschwungen war, beschleunigte er locker am Rest des Feldes vorbei und konnte so den Favoriten einen ziemlichen Schock versetzen.

Noch im selben Monat lief er dann im Gruppe 1 Schweppes All Aged Stakes auf, dieses Mal als Favorit.

Die Distanz war 200m länger und damit trotzdem noch im Bereich, den Trapeze Artist bereits kannte. Er hatte mit Showtime einen Pacesetter und Trapeze Artist kam gut in die Zielgerade, musste sich aber langsam nach vorne kämpfen, denn Le Romain und Showtime gaben nur sehr wiederwillig nach. Trapeze Artist kam langsam aber sicher nach vorne und gewann erneut verdient, hatte aber deutlich mehr Mühe als gegen Redzel zuvor und Le Romain, der Zweite des Rennens, musste auch noch mehr Gewicht tragen als der Sieger.

Mit nunmehr drei hervorragenden Leistungen auf Gruppe 1 Ebene hintereinander gönnte sich Trapeze Artist eine kleine Pause, die mit dem Start im Gruppe 2 Theo Marks Stakes im September beendet wurde. Der Lauf auf weichem Boden lag Trapeze Artist nicht wirklich, aber auch beim zweiten Lauf in der neuen Saison auf dem besseren Boden kam Trapeze Artist viel zu spät in Gang und scheiterte mit gut 1.7 Längen an Santa Ana Lane, der die Führung auf der Zielgeraden gegen Shoals verteidigen konnte.

Trapeze Artist war weit in die letzte Kurve gekommen und hatte daher zu viel Raum verschenkt, einen Fehler den er im The Everest nicht wiederholte. Das Gruppe 1 Rennen ist eines der Highlights im australischen Herbst und zieht die stärksten 1200m Läufer des Landes an, die aber mit dem schweren Boden zu kämpfen hatten und alles andere als gut Vorraussetzungen für das Rennen vorgefunden haben. Trapeze Artist kam wieder etwas weit in die letzte Kurve, fand aber eine freie Bahn vor und gab Gas. Redzel konnte er zwar nicht mehr einsammeln, aber der zweite Platz war ihm mehr als sicher mit dieser Leistung

Eine kleine Pause vom Oktober bis Februar wurde im Gruppe 2 Espressway Stakes beendet, welches mit Alizee, Hartnell und Le Romain aber hart besetzt war und Trapeze Artist war 250m vor dem Ziel schon klar geschlagen. Heute kann er im zweiten Rennen nach der Pause eventuell eine bessere Leistung zeigen, vor allem da der Untergrund wieder ein wenig abtrocknet.

Tipps zum Pferd: Kommt spät in den Rennen in Gang, kann auch gut auf schwerem Boden laufen. Gewann alle seine Gruppe 1 Rennen aber auf gutem Untergrund, zwei davon über 1400m. Kann aber auch über 1200m gefährlich werden, 1600m scheinen ehr außerhalb seiner Reichweite zu liegen. Hat kein Problem mit großen Feldern.

Pierata: Der Pierro Sohn von George Hickman hat sich nach seinem Debüt im Jahr 2017 auf dem Kurs in Warwick Farm prächtig entwickelt. Nach gewonnenem Maidenrennen ging es schon im nächsten Monat in die Gruppenrennen zum Gruppe 2 BRC Sires‘ Produce Stakes auf dem Kurs in Eagle Farm, wo Pierata als Außenseiter auflief, aber immerhin einen dritten Platz erreichen konnte, Melody Belle deklassierte aber den Rest des Feldes und es war nicht sicher, wie viel der dritte Platz wirklich wert war.

Nach diesem guten dritten Platz ging es für Pierata nach Doomben, und dem Kurs sollte er in den nächsten vier Rennen auch treu bleiben. Er startete im Gruppe 1 BMW J.J Atkins, wurde dort seiner Rolle als Außenseiter aber leider auch gerecht und konnte seinen Quoten dieses Mal nicht davonlaufen und wurde danach auch in eine sechsmonatige Pause bis zum Dezember 2017 geschickt. Diese Pause wurde wie schon erwähnt auf dem selben Kurs beendet, das Niveau des Rupert Plate war aber deutlich niedriger und Pierata konnte das kleine Handicap am Ende auch souverän gewinnen. Im Mexican Gold Edition Plate auf Listed Ebene startete er zwei Wochen später wieder als Favorit und hätte eigentlich locker gewinnen müssen, aber Whypeero gewann gegen Pierata in einem spannenden Duell. Der Sieger tat wenig um der Form im Nachhinein einen Boost zu geben, aber Pierata bewies dass er in die Gruppenrennen gehört indem er das Gruppe 2 Vo Rogue Plate kurz vor dem Jahreswechsel gewann. Am Ende gewann er mit gut 2,5 Längen Vorsprung und traf zwei Wochen später im Gold Coast Guineas erneut auf Goodfella, der sich in Vo Rouge Plate einen dritten Platz gesichert hatte. Goodfella gab sich Mühe für einen guten Kampf zu sorgen, musste aber einsehen dass Pierata an diesem Tag einfach das bessere Pferd war. Pierrata hatte mit diesem Sieg auch gezeigt, dass er nicht nur an Doomben als Kurs gebunden war und machte sich mit neuem Selbstbewusstsein in das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes in Rosehill auf. Dort traf er das erste Mal auf Kementari und D’Argento sowie den mehrfachen Gruppe 1 Sieger Trapeze Artist. Das Rennen war aufschlussreich, denn ide ersten vier des Kurses wurden in der folgenden Saison zu einigen der besten Dreijährigen, die in dieser Saison auflaufen würden.

Nach diesem erneut sehr positiven Vorzeichen ging es in das Gruppe 1 Group Randwick Guineas, um eines der wichtigsten Rennen für die Dreijährigen zu bestreiten, und wieder waren Kementari, Trapeze Artist und D’argento mit von der Partie, Pierata verbesserte seine Leistung aber im Gegensatz zum letzten Duell mit diesem Konkurrenten noch ein weiteres Mal und schaffte einen zweiten Platz hinter Kementari, der erneut das beste Pferd auf dem Kurs und an dem Tag war.

Jetzt war spätestens klar – Pierata hat Potential und würde früher oder später ein Gruppenrennen auf höchster Ebene gewinnen können. Pierata wurde danach von George Hickman in die Pause geschickt, trainierte die nächsten fünf Monate und kehrte im Gruppe 2 Missile Stakes zurück. Dort traf er – schon wieder – auf Kementari, der sich in den letzten Monaten davor in einigen hervorragenden Rennen wie dem Silver Stakes oder dem Winx Stakes platzieren – beide Male hinter der Wunderstute Winx. Im Missile Stakes lieferten sich die beiden ein sehr spannendes Rennen, Pierata hatte von Anfang an freie Bahn und konnte Momentum aufnehmen, während Kementari ein wenig eingeboxt war und erst spät im Rennen angeflogen kam und nicht mehr ganz an Pierata vorbeikam.

Nach dieser persönlichen Bestleistung ging es als Favorit in das Gruppe 3 Bill Ritchie Stakes, wo er wieder freie Bahn bekam, aber der Hauptkonkurrent Siege Of Quebec bekam ebenfalls rechtzeitig seine Lücke und konnte sich mit starkem Zug zum Ziel just an der Ziellinie gegen Pierata durchsetzen. Der Rückstand betrug etwa 1,5 Längen am Ende auf den Sieger, aber das Ziel von Pierata war auch klar das Gruppe 1 Epsom Handicap Ende September in Randwick gewesen.

Nach seinen vorangegangenen Leistungen lief Pierata als einer der drei Favoriten auf, konnte aber seine Form nicht auf das 1600m Rennen übetragen und verlor auf der Ziellinie zunächst sieben Längen auf die Führenden, die er bis zum Ziel auf immerhin nur knapp über 3 verkürzte, was ihm aber dennoch nicht mehr als den neunten Platz einbrachte.

Danach ging es auf schwerem Boden in das Gruppe Syndey Stakes, wo Co Favorit Jungle Edge eine ziemlich lockere Führung bekommen hatte und sich damit eigentlich eine ideale Position für den Zieleinlauf gesichert hatte, aber Pierata zog neben ihm gleich und stürmte dann 3 Längen voraus, einen Vorsprung, den er bis zum Ziel auch halten konnte.

Auf dem geraden 1200m Kurs im Vrc Sprint Classic im November hielt sich Pierata dann in der Mitte der Bahn nah an der Front und ging zusammen mit In Her Time und Jungle Cat 200m vor dem Ziel an die Führung, konnte diese Position aber erneut nicht halten und fiel ein wenig zurück auf den dritten Platz, den sie sich mit Jungle Cat zusammen teilte. Wäre die Strecke noch länger gewesen, Pierata wäre vielleicht sogar von dem verfolgenden Pack rund um Redzel noch eingeholt worden, so sicherten sich Pierata aber noch das hoch dotierte Platzgeld.

Tipps zum Pferd: Kommt aus der Pause meist in einer guten Form wieder und hat auf schwerem Untergrund das Sydney Stakes gewinnen können. Gewann das Guineas 2017 auf gutem Boden (1000m) und sollte bei den Sprints ernst genommen werden, über die Meile (Everest) eher keiner der Player.

Shoals belegte am 8. September den ersten Platz in der Gruppe II Ian McEwen Stakes auf dem Kurs in Moonee Valley. Sein Trainer Freedman hatte bereits im Vorfeld angedeutet, dass der Vierjährige als nächstes im Gruppe II Premiere Stakes antreten wird und dort über 1200m in Randwick auflaufen wird.  Shaosl gewann bereits bei seinem zweiten Start sein erstes Gruppenrennen im Thoroughbred Breeders Stakes und lies danach einen weiteren Sieg im P. Sykes Stakes auf Gruppe 2 Ebene folgen.

Nach einer fünfmonatigen Pause gewann sie das Mitchelton Stakes auf Listed Ebene und lief danach im Thousand Guineas Tiral auf, wo er gegen Booker und die Favoritin Catchy auflief. Am Ende konnte er Catchy knapp schlagen, aber Booker gewann das Rennen und auch bein eigentlichen Thousand Guineas zwei Wochen später gab es eine Starterin, die am Ende vor ihr ins Ziel einlief. Aloisia gewann das Rennen als Außenseiterin, aber wieder konnte Shoals die eigentliche Favoritin Alizee in diesem Rennen schlagen.

Nach zwei Rennen, in dem Shoals die eigentliche Favoritin des Rennens schlagen konnte, startete sie im Myer Classic auf Gruppe 1 Ebene als Favoritin, und wurde diesem Rang auch haarscharf gerecht. Eckstein hätte ihr fast den Tag verdorben und einen riesigen Schock gelandet, so errang Shoals aber ihren ersten Gruppe 1 Sieg seiner Karriere.

Sie gönnte sich danach eine kleine Pause und kam im Kevin Hayes Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück,brauchte aber den Lauf um ihre Form wieder zu finden, die sie im nachfolgenden Premium Surround Stakes auf Gruppe 1 Ebene wieder unter Beweis stellen konnte. Sie gewann ihr zweites Gruppe 1 Rennen gegen Torvil

Shoals hatte sich an der Front platziert und gab mit das Tempo vor und hatte so auf der Zielgeraden freie Bahn für den Schlussprint, der sie am Ende klar vor dem Feld platzierte. Shoals machte eine zweimonatige Pause bis zum nächsten Start auf Grupe 1 Ebene im Robert Sangster Stakes, welches sie erneut für sich entscheiden konnte. Catchy und Secret Agenda konnten nicht feuern und Shoals konnte das Feld dieses Mal von hinten aufrollen

https://www.youtube.com/watch?v=qxJ3wuOLUYg

Shoals kam außen am Feld in die Zielgerade und beschleunigte in der Mitte der Bahn an den Rest der Konkurrenten vorbei, was ihm den zweiten Gruppe 1 Sieg hintereinander bescherte.

Danach ging es in die Winterpause, die mit dem Start im Mittys Mcewen Stakes auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde – dort war er noch nicht ganz fit, aber beim zweiten Start in der neuen Saison, dem Gruppe 2 Santos Coffee Premiere Stakes konnte sie schon wieder zeigen was sie kann. Dort traf sie auf Redzel, Santa Ana Lane, In Her Time und Trapeze Artist, was das Rennen locker eines Gruppe 1 Rennens würdig macht. Auch die 500.000 $ Preisgeld sprechen dafür dass das Santos Coffee Premiere Stakes alles anderes als ein normales Gruppe 2 Rennen ist und den zweiten Platz, den Shoals sich dort sichern konnte

Santa Ana Lane hatte sich von der Front einen schönen Vorteil an der Innenbahn verschaffen und Shoals kam in der Mitte der Rennbahn erst spät in Gang, überholte aber die meisten der anderen hochklassigen Rennpferde und hätte nur noch wenige Meter mehr Distanz gebraucht, um auch Santa Ana Lane noch einzusammeln

Der Schlussprint war Grund genug um sie als Favoritin in das The Everest zu schicken. Das 13.000.000$ Dollar Rennen stand dieses Jahr aber unter keinem guten Stern und Shoals blieb praktisch im schweren Boden stecken und konnte nichts von ihren Finisher Qualitäten zeigen

Heute kehrt sie nach einer erneuten pause zurück auf die Rennstrecke, was ihr in der Vergangenheit oft eine gesteigerte Leistung eingebracht hat. Sie ist viel besser, als sie in ihrem letzten Rennen zeigen konnte und hat auf dem Kurs hier in Randwick ihren Sieg im Premium Surround Stakes feiern können.

Tipps zum Pferd:  Kommt spät in ihren Rennen in Gang, kann aber ernorme Geschwindigkeit auf der Zielgeraden aufbauen und profitiert daher davon, wenn das Feld nicht zu weit außeinandergezogen wird.


Kementari im C F Orr

Pferderennen in Australien

James Cummings, seines Zeichen erfolgreicher Trainer für das Godolphin, Syndikat, schaut hoffnungsvoll auf seinen Schützling Kementari und seine Rückkehr auf die Rennstrecke im C F Orr-Stakes in Caulfield am Samstag, wie James Cummings der Zeitung gegenüber sagte, sei das C F Orr Stakestder perfekte Start für die beste Kampagne des Pferdes, die wir bis jetzt bei Kementari bewundern dürften.

Kementari war in der Vergangenheit nicht gerade ein Frühlingspferd und war in zwei vorherigen Kampagnen nicht erfolgreich gewesen, obwohl er in einigen herausragenden Gruppe-Eins-Rennen wie den Caulfield Guineas, Memsie Stakes und Manikato Stakes platzieren konnte – von Kementari konnte man allerdings mehr erwarten und einige Platzierungen sind nicht das, was man von ihm sehen will.

Drei der vier Siege von Kementari kamen im vergangenen Herbst, darunter das Gruppe 1 Randwick Guineas, sowie viele weitere Rennen – dazu unten mehr.

Letztes Jahr startete Kementrari in die neue Saison mit einem Erfolg beim Eskimo Prince Stakes, die letztes Jahr am entsprechenden Wochenende ausgetragen wurden, was bei Cummings Hoffnungen für den Start in diesem Jahr aufkeimen lässt

„Wir hatten einen guten Start in das Jahr, und ich denke, wir können mit Kementari in der Gruppe Eins loslegen“, sagte Cummings.

„Hoffentlich kann dies seine beste Kampagne bisher werden und er hat uns im Training im Vorfeld bisher nicht enttäuscht. „Das C F Orr ist ein althergebrachtes Rennen mit viel Tradition, und ich habe sehr viel Respekt gegenüber seinen Gegnern, deshalb muss Kementari auch unbedingt auf einem sehr hohen Niveau zurückkehren.

„Wir wollen uns nicht zu sehr auf das konzentrieren, was in seiner Kampagne noch weiter auf ihn zu kommt, sondern vor allem darauf konzentrieren, dass er hier beim ersten Start liefern kann – auch wenn es nur ein Bruchteil dessen ist, was er in der Vergangenheit gezeigt hat“

Dies ist ein hervorragendes Rennen für ihn, um sich selbst in der Gruppe 1 in der neuen Saison in einem Altersgewichtsrennen zu testen“, sagte Cummings.

„Ich kann mir vorstellen, dass er gegen diese Pferde eine wirklich gute Figur abgeben wird.“


09.02.2019 – Caulfield – C F Orr Stakes – Kementari

Pferdewetten News

06:50 C.F. Orr Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Zu den wichtigsten Startern:

Brave Smash: Der Tosen Phantom Sohn scheint sich unter Trainer Darren Weir so langsam zu Bestform zu entwickeln und konnte zuletzt einen seiner größten Erfolge bisher feiern.

Der zweite Frühling für den aus Japan stammenden Hengst begann nach der Winterpause 2017 mit einem Sieg im Strathmore Community Bendigo Bank Stakes und einem zweiten Platz im Testa Rossa Stakes, zwei soliden aber nicht hochklassigen Handciaps. Dementsprechend startete er im Gruppe 1 The Everest in Randwick im Oktober auch als klarer Außenseiter, schaffte aber einen überraschend guten dritten Platz hinter Redzel und Vega Magic. Der designierte Front Runner konnte mit den hoch gehandelten Konkurrenten lange mithalten und konnte den heranstürmenden Chautauqua noch knapp hinter sich halten

Im Gruppe 2 Draught Australia Stakes  trat er dann gegen gegen Thronum an, der das Feld sofort anführte und die Führung auch bis zum Ende nicht mehr abgab, was die bevorzugte Taktik von Brave Smah ruinierte. Dagegen kam gegen Ende Mr Sneaky noch einmal deutlich an ihn heran, schaffte es aber nicht die entscheidende Länge zu überbrücken. Eigentlich war in diesem Aufeinandertreffen Brave Smash als Favorit ins Rennen gegangen und hätte das Feld dominieren sollen, so kam er aber nur als abgeschlagener Fünfter ins Ziel Es wurde mit Spannung erwartet, ob Brave Smash in den folgenden Rennen wieder zu einer besseren Form zurück findet oder ob diese Niederlage nicht die realistische Einschätzung der bestmöglichen Form war. Mr Sneaky war von Tosen Stardom beim Toorak Handicap zuvor schon ziemlich eingenordet worden und das Rennen schien nicht gerade immens stark besetzt gewesen zu sein. Thronum schaffte es allerdings im nachfolgenden C.F. Orr Stakes nicht noch einmal, dem Feld mit einem Tempowechsel zu entfleuchen, was auch an der starken Konkurrenz um die Führung. Wirklich weit hinter den Sieger war Thornum aber mit einem Rückstand von unter einer halben Länge auch wieder nicht, aber Brave Smash hatte aufgepasst und kam auf einem dritten Rang, nur einen Nacken hinter dem Sieger Hartnell ins Ziel. Der Lauf war fulminant und obwohl er im Gruppe 1 C.F. Orr Stakes er das erste Mal ohne Blinker starten musste, machte dabei aber eine hervorragende Figur. Wenig überraschend blieben die Blinker auch im nachfolgenden  Gruppe 1 Futurity Stakes aus, dieses Mal hatte Brave Smash das Fled aber an der Front fest im Griff und gewann gegen den stark auflaufenden Tosen Stardom am Ende mit fast einer Länge Vorsprung. Dabei war das Rennen mit Humidor, Mr Sneaky und Mighty Boss auch ansonsten recht gut besetzt, aber natürlich gehört das Rennen trotz Gruppe 1 Status nicht zu den härtesten Gruppe 1 Rennen in Australien, was Brave Smash trotz des letzten Gruppe 1 Erfolgs im nächsten Rennen, dem Gruppe 1 Lexus Newmarket nicht als Schwergewicht auflaufen lies. Das gute Gewicht nutzte Brave Smash auch gleich, um in den Gruppe 1 Rennen noch einmal in Bestform aufzulaufen und ging nur mit einem Nacken gegen Redkirk Warrior unter.

Auf dem geraden Kurs trennten sich die Gruppen der Starter wieder in eine Gruppe auf der nahen und eine auf der weiten Seite des Tracks und Brave Smash sicherte sich auf den letzten 150m die Führung, konnte diese aber nicht ganz bis zum Ziel halten, denn auf der anderen Seite des Tracks schoss noch Redkirk Warrior heran, der in einem Foto Finish sich gegen Brave Smash durchsetzen konnte.

Diese persönliche Bestleistung konnte Brave Smash im nachfolgenden Darley T J Smith Stakes gegen ähnliche Konkurrenz unter höherem Gewicht nicht wiederholen, aber immerhin hielt er eine Weile gut mit, bis ihm die Puste ausging und er weit zurückfiel. Nur drei Wochen später lief er im Schweppes All Aged Stakes erneut auf Gruppe 1 Ebene auf und musste sich dieses Mal aber noch deutlicher geschlagen geben, was wohl aus einer Mischung aus längerer Distanz und zu kurzer Pause gelegen hat.

Kementari: Der Lonhro Sohn im Besitz von Godolphin war in den letzten Monaten immer ein Grund für Kontroverse, hatte man doch stets den Eindruck, dass er deutlich besser laufen und platzieren könnte, als er es am Ende tat. Es hat eine Weile gedauert, bevor er in Gang kam, aber spätestens mit der Saison 17/18 nach der Winterpause hat Kementari ansatzweise zeigen können was in ihm steckt, auch wenn es zuletzt immer wieder zu Ladehemmungen und Fehlzündungen zu kommen schien.
Kemetari trat im Caulfield Guineas zusammen mit Catchy als Favorit auf, musste sich aber überraschend dem Außenseiter Mighty Boss geschlagen geben. Mighty Boss war dabei eigentlich als kompletter Außenseiter gestartete und als Kementari die Führung auf der Zielgeraden von dem innen laufenden Mighty Boss übernommen hatte, schien eigentlich alles klar zu sein. Catchy lief hart angetrieben als Dritte einige Meter dahinter und Kementari sah als Co Favorit wie der sichere Sieger aus, dann setzte Mighty Boss allerdings noch einmal nach und gewann 50m vor dem Ziel die Oberhand, um mit einer massiven Quote von 78 ins Ziel einzulaufen. Einen Monat später versuchte Kementari sich dann auch wieder an einer Sprintdistanz im Coolmore Stud Stakes in Flemington, allerdings war dieses Rennen noch einmal deutlich härter besetzt und auch Catchy erwischte keinen guten Lauf und musste sich weit hinten im Feld einsortieren. Diese Niederlage sollte aber die letzte bisher bleiben, danach gewann Kementari das Gruppe 2 Prince Stakes und das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes mit Leichtigkeit, was ihn zusammen mit seinem leichten Gewicht zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den Rest des Feldes macht. Im Duell mit Winx im Gruppe 1 Silver Stakes hatte er sich erwartungsgemäß etwas zu viel vorgenommen und musste sich noch hinter Happy Clapper einsortieren,

https://youtube.com/watch?v=kKMcupIViRw%3Ffeature%3Doembed
Happy Clapper trat danach im The Star Doncaster Mile erneut gegen Kementari an, der etwas weniger Gewicht tragen musste, was zusammen mit seinem guten Lauf im letzten Duell gegen Happy Clapper hinter Winx dazu führte, dass Kementari als Favorit für das The Star Doncaster Mile Stakes gehandelt wurde. Es war aber erneut Happy Clapper, der dem Rest des Feldes zeigte, wo der Hammer hängt und welcher sich am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung vor dem starken Feld behaupten konnte.
Den Aussetzer bügelte Kementari teilweise mit seinem zweiten Platz im Missile Stakes auf Gruppe 2 Ebene vier Monate später wieder aus. Die längere Pause in Verbindung mit einigen Trainingseinheiten sorgten dafür, dass Kementari einige seiner kleineren Unsauberheiten ausbügeln konnte und sich ein spannendes Duell mit dem Co Favoriten und alten Nemesis Pierata lieferte, in welchem er knapp unterlag.
Das zweite Rennen der neuen Saison führte Kementari dann nach Randwick zum Winx Stakes, wo er schon wieder auf die gleichnamige Wunderstute traf, die natürlich das Feld dominierte und sich einen weiteren Gruppe 1 Sieg sicherte. Kementari lief gut mit und schien sich wohl zu fühlen und im nachfolgenden Memsie Stakes wäre er vielleicht sogar als Sieger davon gekommen, wenn er nicht so weit nach außen getragen worden wäre und Humidor bei seinem Schlusssprint Boden hätte sparen können.

Das nachfolgende Maykbe Diva Stakes war vielleicht wieder ein wenig zu stark und zu dicht besetzt für Kementari, der zwar seine Lücke zwischen den Konkurrenten fand und eine gute Leistung auf den letzten Metern zeigen konnte, aber eben nicht ganz so viel Boden gutmachen konnte wie eigentlich nötig gewesen wäre um eine Rolle um den Sieg spielen zu können. Er bekam seine freie Bahn und machte einige Meter in kurzer Zeit auf die Führenden gut, aber hatte nach dem ersten Geschwindigkeitsboost nicht mehr genug Power um noch weiter drauf zu legen und hielt nur den vierten Platz.

Danach ging es im Oktober ins Manikato Stakes auf Gruppe 1 Ebene, wo Kementari einiges vor der Brust hatte, aber eine hervorragende Figur abgeben konnte. Das Rennen war stark besetzt und hatte viele Starter, aber Kementari kam weit außen auf der Zielgeraden spät im Rennen in Gang und konnte sich so noch auf den dritten Platz vorkämpfen, was eine seiner besten Leistungen im Herbst letzten Jahres war.

Im Gruppe 1 Vrc Sprint Classic danach versuchte Kementari erneut das Feld von hinten aufzurollen und den Boden auf die Front Runner gut zu machen, schaffte es aber trotz guter Kraftanstrengungen nicht, den Boden tatsächlich gut zu machen und kam gut vier Längen hinter dem Sieger Santa Ana Lane ins Ziel. Das Rennen war dann auch das letzte im Jahr 2018 und Kementari gönnte sich eine kleinere Pause bis zum Februar 2019, wo er im C F Orr Stakes auflief.

Dort konnte aus der Mitte des Feldes auf den letzte 100m des 1400m Rennens in der in der Mitte der Bahn ausscheren und Momentum aufbauen, es war aber der Front Runner Manuel der am Ende die Führung behielt und Kementari musste sich mit dem ebenfalls spät in Gang kommenden Land Of Plenty einen zweiten Platz teilen, mit Brave Smash nur eine Nase dahinter.

Redkirk Warrior Der Notnowcato Sohn feierte seinen ersten richtig großen Erfolg im Gruppe 1 Lexus Newmarket im Jahr 2017, wo er überraschend als Außenseiter das mit 1.250.000 AUD recht deutlich gewinnen konnte. Zwar schaffte er zunächst nicht, diesen Erfolg in anderen Rennen zu wiederholen, aber nach dem Jahreswechsel 2017/2018 kam er dann wieder so richtig gut in Form und gewann hintereinander das Gruppe 1 Black Caviar Lightning Stakes sowie zum zweiten Mal das Lexus Newmarket

Zwischen diesen beeindruckenden Siegen im Lexus Newmarket gab es allerdings eine lange Durststrecke und er floppte bis auf den Start im Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality durchgängig. Das Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality war allerdings auch stark besetzt und auch die Form aus diesem Rennen kann sich sehen lassen, so dass der zweite Sieg auf Gruppe 1  Niveau im Black Caviar Lightning Stakes nicht ganz überraschend kam. Redzel war auf dem Papier der klare Favorit und eine Nummer zu groß für Redkirk Warrior, am Ende hielt der Außenseiter aber beneidenswert durch und kam einen Kopf vor dem aufschließenden Redkirk Warrior ins Ziel.

Also: Der derzeit beste Sprinter aus Australien, Redkirk Warrior, besucht Royal Ascot, was ein Fest für die Fans werden sollte. Er ist natürlich vor dem Trip Down Under schon einmal hier gewesen und er kommt auf dem ehemaligen Heimatboden und der Rennstrecke hervorragend zurecht, schließlich hat er hier schon einmal gewonnen, wenn auch über eine andere Strecke und mit einem anderen Namen, nämlich im Juli 2014, als er von William Haggas trainiert wurde und einfach nur als Redkirk bekannt war. Damals gewann er zwar nur ein Handicap, aber wenigstens weiß man, dass er in England auch auf diesem Kurs agieren kann.

Nach den erstens Ausflügen in England ging es dann auf die große Weltreise, so ging er als Favorit für das Hong Kong Derby an den Start, bevor er wieder nach Australien wechselte, wo er sich als brillanter Sprinter auf höchstem Niveau etablierte. So schaffte er drei Siege auf Gruppe 1 Niveau gegen die besten versammelten Sprinter im Australien, etwa im wichtigsten Sprintrennen Australiens, dem Newmarket Handicap. Zurück in England startete er im Diamond Jubilee Stakes, und sein Trainer zeigte sich im Vorfeld absolut zuversichtlich, wie aus den Interviews zu erkennen war:

Sein Trainer David Hayes – der bisher zwei Pferde ohne Erfolg nach Ascot geschickt hatte – sagte: „Wenn in Australien ein Pferd eines der größten Handicaps auf Gruppe 1 Niveau gewinnt, wie den Melbourne Cup, Doncaster oder Newmarket und dabei die Nummer Eins trägt, weiß man: Das ist ein sehr gutes Pferd.“

Redkirk Warrior hat das geschafft, also ist es ein Vorteil, wieder in einem Altersgewichtsrennen starten zu können. Er ist in sehr guter Verfassung. Ehrlich gesagt, wenn er in dieser Form in eine Gruppe 1 Rennen zu Hause gehen würde, wäre ich sehr zuversichtlich. Der Unterschied ist jedoch, dass es sich um ein großes internationales Rennen und eine sehr gute Austragung dieses Jahr handelt.“ Mit einem Augenzwinkern fügte Hayes noch hinzu: „Ich weiß zumindest, dass er in Ascot gewonnen hat – selbst Harry Angel hat das noch nicht getan.“

So ganz geklappt hat der Einstand in der neuen alten Heimat allerdings nicht und Redkirk Warrior kam früh unter Druck und musste am Ende die anderen Favoriten ziehen lassen, um sich auf dem zehnten Platz ins Ziel einzufinden.

Heute soll es aber nun klappen – Für diese Aufgabe hat der Trainer den Jockey Regan Bayliss eingeflogen, und Co-Trainer Ben Hayes sagte: „Er ist von einem schlechten Lauf zurück gekommen. Er war schon viel länger hier und hatte mehr Zeit sich einzuleben. Er ist viel fitter und ich erwarte, dass er seine Form steigert und viel besser läuft. „ 


Flemington – 10.11.2018 – Vrc Sprint Classic – Pick Redkirk Warrior / Redzel

Pferderennen in Australien

06:10 Vrc Sprint Classic – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | | Distanz: 1.200 m | Preisgeld: 1.000.000 AUD
Flachrennen | Geläuf: Gras

 

 

Fleet Review: Der War Front Sohn von Aiden O’Brien ist heute die Hauptchance des erfolgsverwöhnten Trainers, allerdings lässt die Ausebeute an Siegen bisher etwas zu wünschen übrig. Fleet Review war letztes Jahr guter Form, vor allem der zweite Platz im Middle Park Stakes auf Gruppe 1 Ebene wäre da zu erwähnen, und kam nach seiner Winterpause bei seinem Saisondebüt mit einem guten dritten Platz in Navan im Committed Stakes auf Listed Ebene zurück. Bei seinem Start in Naas im Gruppe 3 Goffs Lacken Stakes trat er gegen seinen Stallgefährten und Favoriten Sioux Nation an und konnte diesen über lange Zeit unter Druck setzen und wurde immerhin am Ende Zweiter. Der Versuch im Commonwealth Cup als Supporter für Sioux Nation wurde für beide O’Brien Schützlinge zum Desaster, dafür gewann er das Creekside Dash Stakes gegen Intelligence Cross und sicherte sich damit den dritten Sieg in seiner Karriere. Er verbesserte die Form mit einem dritten Platz im July Cup hinter Brando, könnte aber diengesetzten erwartungen danach nicht ganz erfüllen.

In Her Time: Die Time Thief Tochter machte Anfang 2017 von sich Reden, indem sie vier Rennen in Folge gewann und sich unter anderem im Gruppe 2 China Horse Club und dem Gruppe 2 Millie Fox Stakes durchsetzen konnte. Danach folgte über den australischen Winter eine lange Durststrecke mit Niederlagen im Coolmore Classic, dem James Boag’s Premium, einem knappen zweiten Platz im Ubet Stradbroke und einem dritten Platz im Gruppe 1 Tattersall’s Tiara. Die letzten beiden Rennen zeigten schon, dass In Her Time langsam zu ihrer Form zurückfindet und der Sieg im Gruppe 2 Premiere Stakes gegen English war nicht komplett überraschend. Der Vorbereitungslauf für das Manikato Stakes im Sydney Stakes war nur Formsache, im großen Rennen selbst floppte sie allerdings und musste sich Hey Doc knapp geschlagen geben. Das Rennen und kleinere gesundheitliche Probleme waren genug um In Her Time eine mehrmonatige Pause zu gönnen, die sie im Galaxy Sunshine Plate im März beendete. Nach den fünf Monaten Pause kam sie so stark wie nie zurück und hielt die stark aufschließende English auf den letzten Metern noch souverän hinter sich.

Beim zweiten Lauf nach der Jahreswende ging es in das Gruppe 1 Darley T J Smith Stakes, wo Redzel das Tempo setzte und In Her Time ihn auf der Ziellinie einsammeln wollte – das tat am Ende allerdings Trapeze Artist, der überraschend stark zum Ziel zog und den Rest des Feldes fast deklassierte. Redzel wehrte sich mit Händen und Hufen und verlor zwei Längen auf den Sieger, mit noch einmal zwei Längen auf In Her Time hinter sich. Das Rennen war trotzdem gut, der Start im Kirin Doomben 10.000 danach allerdings eine klare Enttäuschung. In Her Time war als Favoritin hinter Redzel gestartet, musste aber auf der Zielgeraden einsehen, dass es heute nicht reichen würde und ging auf den neunten Platz ins Ziel.

Sie ist besser als sie dort gezeigt hat und sie wäre sicher mit etwas mehr Glück auf dem passenden weichem Boden weiter vorne gewesen, aber English ist auf dem Untergrund auch eine Macht und gewann verdient an diesem Tag. Heute folgt das Saisondebüt noch fünf Monaten Pause und In Her Time hat sich ein Rennen ausgesucht, in dem Redzel und Trapeze Artist als Konkurrenten bisher immer die Oberhand in vergangenen Duellen hatten und dementsprechend ist das heute ein ziemlicher Brocken.

Intelligence Cross: Letztes Jahr schon unter den Außenseitern für den Prix Maurice De Gheest, dieses Jahr der klarste Außenseiter im Feld. Schon letztes Jahr musste er in diesem Rennen früh die Segel streichen, zusammen mit seinem Stallgefährten Caravaggio, der als Favorit auflief. Seine Rennen dieses Jahr geben nicht viel Hoffnung auf einen Platz, auch wenn man einen Starter, der immer wieder als Unterstützer für seine Stallgefährten ins Rennen geschickt wird, nie ganz ausschließen kann.

 

Invincible Star: Der I Am Invincible Sohn von Gai Bot gewann letztes Jahr auf Anhieb sein erstes Gruppenrennen und verzeichnete beim Gruppe 3 Ottawa Stakes einen famosen Sieg. So ganz anschließen konnte Invincible Star im Jeep Magic Millions 2Yo Classic danach nicht mehr und auch der dritte Versuch im Scarborough Stakes auf Gruppe 3 Ebene wollte alles andere als rund laufen. Invincible Star lief jedes Mal zu solider Form auf, konnte aber nie die im Rennen auftretenden Probleme kompensieren und musste am Ende zurückstecken, obwohl mehr in den Rennen drin gewesen wäre. Im Gruppe 3 Thoroughbred Club Stakes im Oktober 2017 schaffte er dann wieder den erhofften Durchbruch und den nächsten Sieg. Mit zwei Gruppe 3 Siegen im Rücken ging es dann in Richtung des Coolmore Stud Stakes in Flemington, einem der letzten wirklichen Tests für die Dreijährigen vor dem Jahreswechsel. Invincible Star lief dabei sein bestes Rennen bis dato und wurde von Merchant Navy nur auf dem letzten Metern un einen Nacken geschlagen. Dabei hatte sich Invincible Star mit einem anschaulichen Tempowechsel einige Längen vom Feld abgesetzt und sah 100m vor dem Ziel noch wie der sichere Sieger aus.

Im Gruppe 3 Concorde Stakes sollte nach einigen Rückschlägen und einer sehr langen Pause das Saisondebüt folgen und das gegen eine sehr starke Konkurrenz, unter anderem musste er gegen Redzel ran, der das Feld wie erwartet schlagen konnte. Heute könnte er nach einem Warmmacher mit einer verbesserten Form auflaufen und schon im letzten Rennen wurde er als ebenbürtiger Konkurrent zu Redzel gehandelt. Das heute sollt extrem spannend werden.
Jungle Cat

Kementari: Der Lonhro Sohn im Besitz von Godolphin war in den letzten Monaten immer ein Grund für Kontroverse, hatte man doch stets den Eindruck, dass er deutlich besser laufen und platzieren könnte, als er es am Ende tat. Es hat eine Weile gedauert, bevor er in Gang kam, aber spätestens mit der Saison 17/18 nach der Winterpause hat Kementari ansatzweise zeigen können was in ihm steckt, auch wenn es zuletzt immer wieder zu Ladehemmungen und Fehlzündungen zu kommen schien.
Kemetari trat im Caulfield Guineas zusammen mit Catchy als Favorit auf, musste sich aber überraschend dem Außenseiter Mighty Boss geschlagen geben. Mighty Boss war dabei eigentlich als kompletter Außenseiter gestartete und als Kementari die Führung auf der Zielgeraden von dem innen laufenden Mighty Boss übernommen hatte, schien eigentlich alles klar zu sein. Catchy lief hart angetrieben als Dritte einige Meter dahinter und Kementari sah als Co Favorit wie der sichere Sieger aus, dann setzte Mighty Boss allerdings noch einmal nach und gewann 50m vor dem Ziel die Oberhand, um mit einer massiven Quote von 78 ins Ziel einzulaufen. Einen Monat später versuchte Kementari sich dann auch wieder an einer Sprintdistanz im Coolmore Stud Stakes in Flemington, allerdings war dieses Rennen noch einmal deutlich härter besetzt und auch Catchy erwischte keinen guten Lauf und musste sich weit hinten im Feld einsortieren. Diese Niederlage sollte aber die letzte bisher bleiben, danach gewann Kementari das Gruppe 2 Prince Stakes und das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes mit Leichtigkeit, was ihn zusammen mit seinem leichten Gewicht zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den Rest des Feldes macht. Im Duell mit Winx im Gruppe 1 Silver Stakes hatte er sich erwartungsgemäß etwas zu viel vorgenommen und musste sich noch hinter Happy Clapper einsortieren,

https://youtube.com/watch?v=kKMcupIViRw%3Ffeature%3Doembed
Happy Clapper trat danach im The Star Doncaster Mile erneut gegen Kementari an, der etwas weniger Gewicht tragen musste, was zusammen mit seinem guten Lauf im letzten Duell gegen Happy Clapper hinter Winx dazu führte, dass Kementari als Favorit für das The Star Doncaster Mile Stakes gehandelt wurde. Es war aber erneut Happy Clapper, der dem Rest des Feldes zeigte, wo der Hammer hängt und welcher sich am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung vor dem starken Feld behaupten konnte.
Den Aussetzer bügelte Kementari teilweise mit seinem zweiten Platz im Missile Stakes auf Gruppe 2 Ebene vier Monate später wieder aus. Die längere Pause in Verbindung mit einigen Trainingseinheiten sorgten dafür, dass Kementari einige seiner kleineren Unsauberheiten ausbügeln konnte und sich ein spannendes Duell mit dem Co Favoriten und alten Nemesis Pierata lieferte, in welchem er knapp unterlag.
Das zweite Rennen der neuen Saison führte Kementari dann nach Randwick zum Winx Stakes, wo er schon wieder auf die gleichnamige Wunderstute traf, die natürlich das Feld dominierte und sich einen weiteren Gruppe 1 Sieg sicherte. Kementari lief gut mit und schien sich wohl zu fühlen und im nachfolgenden Memsie Stakes wäre er vielleicht sogar als Sieger davon gekommen, wenn er nicht so weit nach außen getragen worden wäre und Humidor bei seinem Schlusssprint Boden hätte sparen können.

Das nachfolgende Maykbe Diva Stakes war vielleicht wieder ein wenig zu stark und zu dicht besetzt für Kementari, der zwar seine Lücke zwischen den Konkurrenten fand und eine gute Leistung auf den letzten Metern zeigen konnte, aber eben nicht ganz so viel Boden gutmachen konnte wie eigentlich nötig gewesen wäre um eine Rolle um den Sieg spielen zu können. Er bekam seine freie Bahn und machte einige Meter in kurzer Zeit auf die Führenden gut, aber hatte nach dem ersten Geschwindigkeitsboost nicht mehr genug Power um noch weiter drauf zu legen und hielt nur den vierten Platz. Heute hat er mit dem verdienten Gewicht einiges vor der Brust.

Pierata: Der Pierro Sohn von George Hickman hat sich nach seinem Debüt im Jahr 2017 auf dem Kurs in Warwick Farm prächtig entwickelt. Nach gewonnenem Maidenrennen ging es schon im nächsten Monat in die Gruppenrennen zum Gruppe 2 BRC Sires‘ Produce Stakes auf dem Kurs in Eagle Farm, wo Pierata als Außenseiter auflief, aber immerhin einen dritten Platz erreichen konnte, Melody Belle deklassierte aber den Rest des Feldes und es war nicht sicher, wie viel der dritte Platz wirklich wert war.

Nach diesem guten dritten Platz ging es für Pierata nach Doomben, und dem Kurs sollte er in den nächsten vier Rennen auch treu bleiben. Er startete im Gruppe 1 BMW J.J Atkins, wurde dort seiner Rolle als Außenseiter aber leider auch gerecht und konnte seinen Quoten dieses Mal nicht davonlaufen und wurde danach auch in eine sechsmonatige Pause bis zum Dezember 2017 geschickt. Diese Pause wurde wie schon erwähnt auf dem selben Kurs beendet, das Niveau des Rupert Plate war aber deutlich niedriger und Pierata konnte das kleine Handicap am Ende auch souverän gewinnen. Im Mexican Gold Edition Plate auf Listed Ebene startete er zwei Wochen später wieder als Favorit und hätte eigentlich locker gewinnen müssen, aber Whypeero gewann gegen Pierata in einem spannenden Duell. Der Sieger tat wenig um der Form im Nachhinein einen Boost zu geben, aber Pierata bewies dass er in die Gruppenrennen gehört indem er das Gruppe 2 Vo Rogue Plate kurz vor dem Jahreswechsel gewann. Am Ende gewann er mit gut 2,5 Längen Vorsprung und traf zwei Wochen später im Gold Coast Guineas erneut auf Goodfella, der sich in Vo Rouge Plate einen dritten Platz gesichert hatte. Goodfella gab sich Mühe für einen guten Kampf zu sorgen, musste aber einsehen dass Pierata an diesem Tag einfach das bessere Pferd war. Pierrata hatte mit diesem Sieg auch gezeigt, dass er nicht nur an Doomben als Kurs gebunden war und machte sich mit neuem Selbstbewusstsein in das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes in Rosehill auf. Dort traf er das erste Mal auf Kementari und D’Argento sowie den mehrfachen Gruppe 1 Sieger Trapeze Artist. Das Rennen war aufschlussreich, denn ide ersten vier des Kurses wurden in der folgenden Saison zu einigen der besten Dreijährigen, die in dieser Saison auflaufen würden.

Nach diesem erneut sehr positiven Vorzeichen ging es in das Gruppe 1 Group Randwick Guineas, um eines der wichtigsten Rennen für die Dreijährigen zu bestreiten, und wieder waren Kementari, Trapeze Artist und D’argento mit von der Partie, Pierata verbesserte seine Leistung aber im Gegensatz zum letzten Duell mit diesem Konkurrenten noch ein weiteres Mal und schaffte einen zweiten Platz hinter Kementari, der erneut das beste Pferd auf dem Kurs und an dem Tag war.

Jetzt war spätestens klar – Pierata hat Potential und würde früher oder später ein Gruppenrennen auf höchster Ebene gewinnen können. Pierata wurde danach von George Hickman in die Pause geschickt, trainierte die nächsten fünf Monate und kehrte im Gruppe 2 Missile Stakes zurück. Dort traf er – schon wieder – auf Kementari, der sich in den letzten Monaten davor in einigen hervorragenden Rennen wie dem Silver Stakes oder dem Winx Stakes platzieren – beide Male hinter der Wunderstute Winx. Im Missile Stakes lieferten sich die beiden ein sehr spannendes Rennen, Pierata hatte von Anfang an freie Bahn und konnte Momentum aufnehmen, während Kementari ein wenig eingeboxt war und erst spät im Rennen angeflogen kam und nicht mehr ganz an Pierata vorbeikam.

Nach dieser persönlichen Bestleistung ging es als Favorit in das Gruppe 3 Bill Ritchie Stakes, wo er wieder freie Bahn bekam, aber der Hauptkonkurrent Siege Of Quebec bekam ebenfalls rechtzeitig seine Lücke und konnte sich mit starkem Zug zum Ziel just an der Ziellinie gegen Pierata durchsetzen, der sich schon gut 1.5 Längen Vorsprung erarbeiten konnte.

 

Redkirk Warrior Der Notnowcato Sohn feierte seinen ersten richtig großen Erfolg im Gruppe 1 Lexus Newmarket im Jahr 2017, wo er überraschend als Außenseiter das mit 1.250.000 AUD recht deutlich gewinnen konnte. Zwar schaffte er zunächst nicht, diesen Erfolg in anderen Rennen zu wiederholen, aber nach dem Jahreswechsel 2017/2018 kam er dann wieder so richtig gut in Form und gewann hintereinander das Gruppe 1 Black Caviar Lightning Stakes sowie zum zweiten Mal das Lexus Newmarket

Zwischen diesen beeindruckenden Siegen im Lexus Newmarket gab es allerdings eine lange Durststrecke und er floppte bis auf den Start im Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality durchgängig. Das Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality war allerdings auch stark besetzt und auch die Form aus diesem Rennen kann sich sehen lassen, so dass der zweite Sieg auf Gruppe 1  Niveau im Black Caviar Lightning Stakes nicht ganz überraschend kam. Redzel war auf dem Papier der klare Favorit und eine Nummer zu groß für Redkirk Warrior, am Ende hielt der Außenseiter aber beneidenswert durch und kam einen Kopf vor dem aufschließenden Redkirk Warrior ins Ziel.

Also: Der derzeit beste Sprinter aus Australien, Redkirk Warrior, besucht Royal Ascot, was ein Fest für die Fans werden sollte. Er ist natürlich vor dem Trip Down Under schon einmal hier gewesen und er kommt auf dem ehemaligen Heimatboden und der Rennstrecke hervorragend zurecht, schließlich hat er hier schon einmal gewonnen, wenn auch über eine andere Strecke und mit einem anderen Namen, nämlich im Juli 2014, als er von William Haggas trainiert wurde und einfach nur als Redkirk bekannt war. Damals gewann er zwar nur ein Handicap, aber wenigstens weiß man, dass er in England auch auf diesem Kurs agieren kann.

Nach den erstens Ausflügen in England ging es dann auf die große Weltreise, so ging er als Favorit für das Hong Kong Derby an den Start, bevor er wieder nach Australien wechselte, wo er sich als brillanter Sprinter auf höchstem Niveau etablierte. So schaffte er drei Siege auf Gruppe 1 Niveau gegen die besten versammelten Sprinter im Australien, etwa im wichtigsten Sprintrennen Australiens, dem Newmarket Handicap. Zurück in England startete er im Diamond Jubilee Stakes, und sein Trainer zeigte sich im Vorfeld absolut zuversichtlich, wie aus den Interviews zu erkennen war:

Sein Trainer David Hayes – der bisher zwei Pferde ohne Erfolg nach Ascot geschickt hatte – sagte: „Wenn in Australien ein Pferd eines der größten Handicaps auf Gruppe 1 Niveau gewinnt, wie den Melbourne Cup, Doncaster oder Newmarket und dabei die Nummer Eins trägt, weiß man: Das ist ein sehr gutes Pferd.“

Redkirk Warrior hat das geschafft, also ist es ein Vorteil, wieder in einem Altersgewichtsrennen starten zu können. Er ist in sehr guter Verfassung. Ehrlich gesagt, wenn er in dieser Form in eine Gruppe 1 Rennen zu Hause gehen würde, wäre ich sehr zuversichtlich. Der Unterschied ist jedoch, dass es sich um ein großes internationales Rennen und eine sehr gute Austragung dieses Jahr handelt.“ Mit einem Augenzwinkern fügte Hayes noch hinzu: „Ich weiß zumindest, dass er in Ascot gewonnen hat – selbst Harry Angel hat das noch nicht getan.“

So ganz geklappt hat der Einstand in der neuen alten Heimat allerdings nicht und Redkirk Warrior kam früh unter Druck und musste am Ende die anderen Favoriten ziehen lassen, um sich auf dem zehnten Platz ins Ziel einzufinden.

Heute soll es aber nun klappen – Für diese Aufgabe hat der Trainer den Jockey Regan Bayliss eingeflogen, und Co-Trainer Ben Hayes sagte: „Er ist von einem schlechten Lauf zurück gekommen. Er war schon viel länger hier und hatte mehr Zeit sich einzuleben. Er ist viel fitter und ich erwarte, dass er seine Form steigert und viel besser läuft. „ 

 

Redzel Der Snitzel Sohn Redzel begann seine Karriere erst 2015, brauchte aber das gesamte Jahr und einen großen Teil des nachfolgenden, um sich an das Niveau der Gruppenrennen herantasten zu können. Zwar streute er immer mal wieder einen sehr guten Lauf ein, machte um die meisten wichtigen Gruppenrennen aber einen weiten Bogen. Dabei konnte er neben einigen Handicaps auch das Mumm Stakes im November 2016 auf Listed Ebene gewinnen, an den wirklich großen Rennen versuchte er sich aber erst im Jahr 2017, das aber mit zunehmendem Erfolg. Kein Wunder, dass der von Peter & Paul Snowden trainierte Hengst sich dann an die Gruppenrennen heranwagen dürfte und im März 2017 dann im Gruppe 2 Hyland Race starten dürfte, aber erst nach erfolgter Sommerpause.

Bei seinem erwähnten Saisondebüt im März 2017 verlor er nur denkbar knapp gegen English im Gruppe 2 Hyland Race Colours über 1000m, lies aber nur zwei Wochen später einen weiteren knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Galaxy Plate Stakes folgen, wo er nur einen Nacken hinter Russian Revolution ins Ziel gekommen war. Russian Reward hatte auf dem schweren Untergrund die bessere Ausdauer und konnte Redzel 100m vor dem Ziel einholen und knapp hinter sich lassen, dieser kämpfte aber verbissen bis zum Ende. Auf besserem Untergrund lies er danach im Geppe 3 Hall Mark Stakes den Gegnern keine Chacne und die etwas längere Distanz machte ihm keine Probleme. So schlug er Counterattack um einen Platz und wiederholte den Trick im Gruppe James Boag Premium nur einen Monat später. Seine Beschleunigung ist super und er kann von Verschiedenen Positionen aus angreifen, so,hat er bei seinem ersten Rennen nach der Winterpause den Pacemaker gegeben und der Konkurrenz im Concorde Stakes keine Chance gelassen. Danach bekam seine Form im Shorts und dem Gruppe 1 Everrest aber noch einmal einen gehörigen Schub, nachdem er beide Reden souverän vor einigen der heutigen Konkurrenten gewann. Im The Everest hielt er sich hinter Houtzen, übernahm aber früh selber die Führung und setzte sich mit einem super Tempowechsel einige Längen ab. Vega Magic kam noch von hinten angeflogen, verpasste den Sieg aber knapp. Über die gleichbleibende Distanz auf dem Track in Flemington im Darley Classic hatte Redzel etwas mehr zu tun, gewann am Ende aber auch souverän. Er führte das Feld wie gewohnt an, setzte sich ab und hielt die Verfolger mit einer weiteren schnellen Zeit auf Abstand.

Wenn Redzel sich an der Front etablieren kann ist er fast unschlagbar, im Black Caviar Lightning Stakes hatte er allerdings einen recht langsamen Start und Super Too übernahm die Führung, setzte das Tempo und lies Redzel hart arbeiten, um auf dem letzten Drittel die Führung zu übernehmen. Redkirk Warrior war zu diesem Zeitpunkt noch weit hinten im Feld und es sah nach einem lockeren Sieg für Redzel aus, dann kam Redkirk Warrior aber in Gang und flog am Feld vorbei, um sich mit einem Nacken noch vor Redzel ins Ziel zu schieben. Wenn Kerrin McEvoy den Angriff hätte kommen sehen, hätte er wohl noch mehr aus Redzel herausholen können, aber so war es Regan Bayliss, der seinen Redkirk Warrior zu Höchstleistungen antreiben konnte.

Das war die erste Niederlage von Redzel nach sechs Siegen auf höchster Ebene, beim zweiten Start in der Saison im Challenge Stakes setzte sich Redzel aber locker gegen Jungle Edge und Super Too durch, mit English weiter hinten im Feld

Redzel konnte sich genug Zeit lassen nachdem Super Too ein recht massives Tempo vorgelegt hatte und beendete das Rennen letztendlich mit einem neuen Kursrekord

Redzel gewann im Jahr zuvor über die selbe Distanz wie im T J Smith Stakes das Darley Classic und die allgemeine Erwartung war, dass er das Feld mit einem starken Lauf von der Front zusetzen wird. Lange sah es auch danach aus, als ob wieder alles nach Plan laufen würde, denn mit einem schnellen Tempowechsel war Redzel dem Rest des Feldes entflohen und hatte sich einige Längen Vorsprung erkämpft.

Dann aber kam Trapeze Artist an ihn heran und setzte sich fast mühelos von eigentlich klaren Favoriten ab. Der weiche Boden mag Redzel am Ende zu schaffen gemacht haben, aber dass Trapeze Artist derart leichtes Spiel hatte und gleichzeitig noch In Her Time herangeflogen kam, nachdem diese kurz zuvor keinen Raum für ihren Schlusssprint gefunden hatte, gab etwas Grund zur Sorge für den Lauf im Kirin Doomben 10,000 im Mai.

Der Boden war etwas besser, aber Redzel wurde in der letzten Kurve etwas weit in die Mitte der Bahn getragen und verlor einige wichtige Meter auf das Feld, welches ihm ohnehin dicht im Nacken saß

Nach langer Pause startete er im Gruppe 3 Concorde Stakes und lief dort gegen den aufstrebenden Invincible Star auf, der nach sehr langer Pause sein Debüt in jenem Rennen gab. So ganz fit war der Konkurrent bei seinem Saisondebüt noch nicht und Redzel gewann wie erwartet souverän mit einem starken späten Sprint gegen den führenden Invincible Star, der heute aber vielleicht etwas fitter sein könnte und dem Feld entfleuchen könnte. So klappte er ein wenig in sich zusammen und Kaepernick konnte sich noch den zweiten Platz sichern.

 

Santa Ana Lane: Der Lope De Vega Sohn wird von Lee Freedman trainiert und konnte schon einige Male in seiner Karriere illustre und höher gehandelte Konkurrent überraschend schlagen. Seine Karriere begann 2015 gleich mit drei Siegen in vier Rennen, wobei er einen Gruppe 3 Sieg im Ladbrokes Zeditave Stakes feiern konnte, und damit seinen ersten Gruppensieg schon sehr früh in seiner Karriere hatte feiern können.

Santa Ana Lane hatte danach allerdings eine recht lange Durststrecke, die sich nicht nur auf die folgenden Listed Rennen, sondern auch eine ganze Reihe von Handicaps ausgedehnt hatte. Im Mai 2017 gewann er dann endlich seinen nächsten Sieg feiern können, auch wenn es „nur“ im Xxxx Gold Wagga Town Plate war. Der Start auf dem Provinzkurs tat Santa Ana Lane aber gut und die Konkurrenz war mit Missrock und Black Heart sehr sehr gut besetzt und der Sieg zählte trotz des etwas exotischen Kurses für viel, Danach ging es wieder abwärts mit Form wie Niveau und es gab erneut wenig zu Feiern im Bruce Gadsden wie dem Lister Regal Roller Stakes, auch wenn gerade im letzten Rennen Vega Magic und Brave Smash eine mehr als solide Konkurrenz waren – und das Rennen auch wie erwartet unter sich ausmachten.

Brave Smash war auch der Favorit des Strathmore Community Bendigo Bank Stakes einen Monat später und gewann das Rennen mit knappen Vorsprung gegen El Divino, aber auch Santa Ana Lane kam dieses Mal deutlich näher an den Sieger heran.

Nun wurde Santa Ana Lane allerdings schon mehrfach von den Favoriten in die Schranken gewiesen und es erschien er unwahrscheinlich, dass er im Gruppe 1 Sir Rupert Clarke Stakes gegen Scales Of Justice order Theanswermyfriend hätte bestehen können. aber genau das schaffte Santa Ana Lane

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Später Sprint, etwas langsam in Gang gekommen, dann aber den Front Runner Mr Sneaky geblitzt und fast mit einer Länge Vorsprung gewonnen.

Dementsprechend traute man ihm zwei Monate später in Ascot im Winterbottom Stakes deutlich mehr zu als der sechste Platz, allerdings war es doch auch ein schweres Rennens und alles andere als einfach, weder von der Taktik noch von den Umständen her, denn das Feld war dicht besetzt und Santa Ana Lane wurde praktisch überrannt. Das war der letzte Start im Jahr 2017 und sie kehrte erst im April in Caulfield wieder zurück zur Renntrecke, wobei er sich beim zweiten Rennen in der neuen Saison im Mckay Stakes schon auf den dritten Rang verbessern konnte. Das Rennen war durchaus gut besetzt, und Santa Ana Lane war als klarer Außenseiter gestartet, zeigte aber deutlich bessere Form als gedacht und setzte nur zwei Wochen später seine Formkurve im Darley Goodwood weiter fort. Das Rennen war klar das härteste, welches er im letzten halben Jahr absolviert hat, konnte aber einen Schock landen und gewann mit über 1.2 Längen Vorsprung vor dem Rest des Feldes

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Santa Ana Lane fand innen spät im Rennen einen Durchgang an der Innenseite und dann beschleunigte er immens, um trotz hohen Gewichts ie Führenden noch zu überhilen und das Rennen für sich zu entscheiden. Auch die Plätze 2-4 wurden von Außenseitern wie Missrock oder I’ll Have A Bit besetzt, aber ein Gruppe 1 Sieg ist ein Gruppe 1 Sieg und ein Sieg im Darley Goodwood ist ein Sieg in einem der härtesten Rennen der australischen Saison. Zudem legte Santa Ana Lane mit einem Sieg im Stradbroke einen Monat später noch einmal nach und schlug dieses Mal erneut souverän Super Cash und Champagne Cuddles

Wieder war er ideal auf der Innenbahn platziert und beschleunigte hervorragend aus der Mitte der Bahn heraus und lies dem Rest des Feldes keine Chance. Nach zwei Siegen in einigen der schwersten Gruppe 1 Rennen des Landes gönnte sich Santa Ana Lane eine Pause von drei Monten, um in Caulfield im September im Gruppe 3 Sambor Heath sein Debüt zu feiern. Die neue Saison lief noch nicht so richtig, aber Santa Ana Lane zeigte Hinweise auf die Form aus dem letzten Jahr und lief gegen Ball Of Muslce und Voodoo Lad ein gutes Rennen, auch wenn es nicht zum Sieg reichte. Heute hat er die Chance seine Form aus dem letzten Jahr wieder zum Vorschein zu bringen
Spirit Of Valor
Spright

U S Navy Flag: Der War Front Sohn hat ungewöhnlich viel Erfahrung rund um den Globus für einen Dreijährigen vorzuweisen und vielleicht wird er diese Erfahrung heute gegen seine Konkurrenten ausspielen können. Sein trainer Aiden O’Brien zeigt sich zusammen mit Ryan Moore jedenfalls zuversichtlich, dass es heute zu einem weiteren Titel in einem europäischen Classic Rennen reichen könnte. Seien Karriere begann letztes Jahr im April in Naas, wo er ein einem Maidenrennen den vierten Platz belegte. Kurz darauf startete er in Rennen wie dem Marble Hill Stakes auf Listed Ebene oder dem Gruppe 2 Coventry Stakes, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Daher besann sich O’Brien zunächst einmal darauf, den Maidenstatus los zu werden und konnte dann im Gruppe 2 Arqana July Stakes mit einem zweiten Platz auch endlich einen erfolg auf höherer Ebene vorweisen. Das Gruppe 1 Keeneland Phoenix Stakes in Curragh war genau einen Monat später vielleicht noch zu viel des Guten, dafür dominierte U S Navy Flag zwei Wochen später das Gruppe 3 Round Tower Stakes auf dem selben Kurs. Trainer Aiden O’Brien war immer zuversichtlich gewesen, dass sein Starter auf die höchste Ebene gehört und zeigte sich mitunter Ratlos, warum das Rennpferd auf dem Kurs nicht das ablieferte, was er zu Hause im Gestüt zeigte.

Im September war es dann endlich soweit und U S Navy Flag konnte im Gruppe 1 Middle Park Stakes einen überraschenden Sieg gegen Fleet Review und Cardsharp zeigen. Kurz darauf legte er mit einem Sieg gegen den Breeders Cup Sieger Mendelssohn im Dewhurst Stakes auf dem selben Kurs nach und hatte sich damit einen Platz beim BC Juvenile in Del Mar / USA mehr als verdient. Während Mendelssohn bei dem Juvenile Turf im Breeders Cup brillierte, schaffte es U S Navy Flag auf Sand nicht, sein volles Potential auszuspielen und kam nur auf einem zehnten Platz ins Ziel. Der Start im Breeders Cup beendete eine anstrengende erste Saison und U S Navy Flag ging danach in die Winterpause, die im April mit einem Start in einem 2000 Guineas Trial und der Lauf beendet die Ambitionen für das Classic in Newmarket, denn U S Navy Flag war augenscheinlich nach der langen Pause nicht ganz fit. Der letzte Platz in diesem Trial Rennen hinter Gustav Klimt sollte aber nicht zu ernst genommen werden, schließlich kann der zweifache Gruppe 1 Sieger nach dem Warmmacher im 2,000 Guineas auf einen zweiten Platz. Die Form litt allerdings im St James’s Palace Stakes über die Distanz der Meile, so dass die Rückkehr auf die Sprintdistanz hier mit Spannung erwartet wird.

O’Brien sagte: „US Navy Flag zeigte, dass er in der letzten Saison ein sehr schnelles Pferd war. Wir haben ihn über eine Meile ausprobiert, aber entschieden, dass er zu den Sprintdistanzen zurückkehren würde. Spirit Of Valor zeigte sich in Ascot lange gut und wir denken, dass er seitdem Fortschritte gemacht hat. Intelligence Cross, der vor einem Jahr Fünfter im Rennen war, und Fleet Review sind zwei solide Pferde und kamen aus ihr Curragh Rennen in guter Form zurück. „

 

 


Caulfield – 01.09.2018 – Memsie Stakes – Pick: Humidor / Kementari EW

Pferderennen in Australien

08:10 Memsie Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.400 m  |  Untergrund: Gut

Das Memsie Stakes steht an und es wird ein spannendes Rennen werden, denn nicht nur die Favoriten könnten heute für eine Überraschung sorgen

Das Rennen wird oft als Vorrennen von den herausragenden Pferden in Down Under genutzt, die sich auf die längeren Feature-Rennen wie den Caulfield Cup, das Cox Plate und den Melbourne Cup vorbereiten wollen. Solche Pferde konkurrieren typischerweise gegen weniger glamouröse und gewöhnlich fittere Sprinter und Miler, die speziell für dieses Rennen trainiert wurden. Geschwindigkeit und Fitness scheinen sich ungefähr die Hälfte die Waage mit der Klasse der Pferde zu halten, wie an der Liste der jüngsten Gewinner zu sehen ist.

Da das Rennen früh im Frühjahr ausgetragen wird (wir wissen ja Australien liegt in der Südhalbkugel), wird das Memsie Stakes auch oft als Indikator genutzt um zu sehen, wie gut ein Pferd nach der Winterpause zurück gekommen ist. Im Nachhinein  gibt es oft genauso viel Interesse an den Pferden, die von der Rückseite des Feldes einen starken Schlusssprint darbieten, aber nicht ganz an die Sieger herankommen, wie es beim tatsächlichen Gewinner der Fall ist. Ein guter Lauf eines Pferdes in diesem Rennen ist oft ein guter Indikator für einen erfolgreichen Frühlingskarneval, von daher sind wir sehr gespannt und werden natürlich ein Recap für das Rennen posten.

Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!


Randwick – 17.08.2018 – Winx Stakes – Pick: Winx

Pferderennen in Australien

07:00 Winx Stakes – Gruppe

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

 

Wer kein Interesse an der Einschätzung der einzelnen Starter hat, geht einfach zum Fazit und der Kurzzusammenfassung am Ende!

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