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Love

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12.09.2021 – Curragh – Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes – Pick: Love

Pferderennen in Irland

15:20 Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes (Gruppe 2) (Stuten & Stutenfohlen)

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

 

Love wird hier wieder gegen ihr eigenes Geschlecht starten – eine Disziplin, in der die Stute letztes Jahr absolut unschlagbar war – und da sie in den letzten beiden Rennen gegen männliche Konkurrenz respektabel gelaufen war, hoffe ich sehr auf die „alte“ Love von 2020 und einen Sieg in diesem Stutenrennen – die Chancen stehen gut und die Quote ist noch attraktiv.

Love:

2021 hängt derzeit hinter ihren super Ergebnisse im Jahr 2020 etwas hinterher – 2020 war das Jahr von Love, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung.

Der  Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende und im King George VI & QE Stakes gegen männliche Konkurrenz musste sie eine recht herbe Niederlage einstecken, wie auch im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes im August, wo Love gegen Mishriff mit sechs Längen zurückstecken musste. Ich denke sie ist deutlich besser als sie in den letzten zwei Rennen gezeigt hat, da sind wir eigentlich andere Leistungen von Love gewohnt!

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison.

Dann kam das King George VI & QE Stakes und vielleicht die herbste Niederlage in ihrer Karriere abgesehen von ihrem Maidenrennen 2019. 3,5 Längen betrug der Rückstand am Ende auf Adayar und Love war chancenlos gegen den Sieger. Allerdings konnte sie das Tempo auch nicht setzen – das machet Broome – und als sie zum Schlusssprint ansetzen wollte, kam Mishriff von der Seite und machte ihr die Tür zu.

Den Konkurrenten hätte Love bei besserem Rennverlauf vielleicht kriegen können und mit der kürzeren Distanz im Juddmonte International Stakes im August in York hoffte man auf einen Formsprung – der aber Ausblieb. Schon der Start misslang Love, die sich aber trotzdem eine gute Position bei den Pacesettern sichern konnte – und wo ihr 200m vor dem Ziel zunehmend die Puste ausging. Mishriff zog den Feld davon , Alenquer hielt knapp den zweiten Platz gegen Love… das geht besser!

Und auf dem Papier sind die Voraussetzungen für Love wieder ideal um zu alter Form zurück zu finden, aber das habe ich die letzten beiden Rennen auch schon gesagt!

 

Thundering Nights: Die Night Of Thunder Tochter von Trainer Joseph Patrick O’Brien läuft seit seinem Karrieredebüt im Jahr 2019 konstant gute Rennen.

Dabei waren ihren ersten beiden Rennen in Curragh und Gorwan im Herbst 2019 noch klare Niederlagen, bis überraschend beim Saisonabschluss in Galway der Durchbruch in einem Maidenrennen gelang.

Es folgte die obligatorische, lange Pause bis in das neue Jahr hinein, bis Thundering Nights 264 Tage später ihr Saisondebüt in Curragh in einem Handicap gab – und den erneuten Sieg nur mit einem kurzen Kopf Rückstand verpasste.

Die lange Pause hatte ihre Spuren hinterlassen und Thundering Nights ging praktisch auf der Linie die Kraft aus um noch gegen den letzten Angriff von Sonnyboyliston anzukämpfen, aber schon bei zweiten Rennen der Saison in Leopardstown gewann Thunderin Nights wieder und ging danach direkt auf die Gruppenebene hoch.

Dass sie dabei auf weichem Untergrund starten musste und dass er gegen deutlich bessere Konkurrenz ran musste, schien Thundering Nights wenig zu stören und so gewann sie das Gruppe 3 Snow Fairy Fillies Stakes am Ende recht komfortabel – allerdings reichte es nicht gegen bessere Konkurrenz beim Sprung auf Gruppe 2 Niveau im Moyglare Blandford Stakes, was in einem etwas enttäuschenden dritten Platz resultierte – da war Luft nach oben, aber Thunderin Nights tat sich schwer mit den besseren Gegnern und scheiterte auch danach im Champions Fillies & Mares Stakes beim Saisonabschluss im Jahr 2020 recht deutlich mit einem siebten Platz und über 11 Längen Rückstand.

Thundering Nights kam beim ersten Versuch auf Gruppe 1 Ebene niemals über das Mittelfeld hinaus und hatte schwer zu schaffen, überhaupt den Anschluss beim Übergang in den Schlussprint zu halten, war dann aber auch konsequenter Weise schnell geschlagen und ging weiter in die Winterpause, die 182 Tage später im April 2021 im Gruppe 3 Holden Plant Rentals Alleged Stakes beendet wurde.

Da war die große Favoritin Broome, während Thunderin Nights eher Chancen auf einen Platz ausgerechnet wurden – allerdings war Thundering Nights durch die Pause augenscheinlich revitalisiert und in Bestform, denn das Rennen schien ihr über große Strecken leicht zu fallen und übernahm 200m vor dem Ziel dann auch die Führung, driftete aber dann ein wenig nach rechts und konnte knapp vor dem Ziel die Favoritin dann nicht mehr hinter sich halten – hatte aber ein herausragendes Rennen gezeigt und viel hatte für den zweiten Gruppensieg nicht mehr gefehlt – das kann man aber auch vom nächsten Rennen sagen, wo Thunderin Nights nur eine Nase zum Sieg gefehlt hat.

Bemerkenswert ist das Rennen weil es nicht wie bisher in England stattfand, sondern in den USA in Belmont Park – ein Versuch, Thundering Nights auch in Übersee bekannt zu machen und für den Breeders Cup bekannt zu machen – und fast hätte es hier über weichen Untergrund über 1m2f nach dem Trip über den großen Teich sogar für den Sieg gereicht! Aus dem Mittelfeld startete Thundering Nights ihren Angriff auf Favoritin Mean Marry, konnte aber in den letzten 200m sich einfach nicht komplett an der Siegerin vorbei schieben, am Ende waren es dann einfach ein paar Meter zu wenig für Thundering Nights – die überraschend direkt den Weg zurück nach Irland antrat und sich im Gruppe 1 Alwasmiyah Pretty Polly Stakes in Bestform präsentierte.

Das Rennen war mit Konkurrentinnen wie Santa Barbara und Cayenne Pepper extrem gut besetzt und das Duell der Drei hielt auch, was es auf dem Papier versprach – Pacesetter Shale setzte das Tempo für ihre Verfolgerinnen, die sich knapp hinter ihr einsortierten und zufrieden waren, auf den unweigerlich einsetztenden Schlussprint zu warten.

Dieser kam dann 400m vor dem Ziel und wurde zunächst von Santa Barabra eingeleitet, aber Thundering Nights hatte sich vor ihr einsortiert und ging den Tempowechsel mit, so dass Thundering Nights die Führung übernahm und die Angriffe von Santa Barbara abwehren konnte -wenn auch nur knapp, denn die Konkurrentin gab über die letzten 100m nicht auf und bleib immer direkt neben der Siegerin, die unter Shane Cross wirklich alles gab, um am Ende den Nacken Vorsprung über die Ziellinie zu retten.

56 Tage später gab es einen kleinen Dämpfer auf gut bis weichen Untergrund für Thundering Nights auf weicherem Boden im Gruppe 3 Darley Prix Jean Romanet in Frankreich, als sie auf weicherem Boden startete – zumindest denke ich, dass dies an dem Tag der Grund war!

Thundering Nights würde ich gerne über schnellen Boden sehen und umso trockener der Untergrund wird, umso besser schätze ich ihre Chancen ein – auch gegen Love!

 

Le Petite Coco: Die Ruler Of The World Tochter von Trainer P. Twomey bestritt 2020 lediglich ihr Maidenrennen, kam allerdings nur auf einem sechsten Platz ins Ziel und schaffte auch nach 142 tagen Pause beim zweiten Versuch in Naas nur einen vierten Platz. Beide Rennen waren auf weichem Boden, aber das wurde offensichtlich als Entschuldigung nicht akzeptiert und Le Petite Coro verlies Andrew Kinirons und ging zu P. Twomey, der mit ihr im Mai in Killarney auch tatsächlich gleich das erste Rennen, das Irish Stallion Farms EBF Median Auction Fillies Race, gewinnen konnte – und fast einen Sieg auf Listed Ebene in Naas im Irish Stallion Farms EBF Naas Oaks Trial folgen lies- Dort war sie nach ihrem überzeugenden Maiden Sieg auch als Favoritin gestartet, scheiterte aber an Willow, die sie immer auf einer halben Länge Abstand hielt.

Dementsprechend wurde das Oaks auch nicht als Ziel angegangen, sondern ein weiterer, geplanter Sieg im Irish Stallion Farms EBF Median Auction Race eingefahren, der daher auch wenig aussagekräftig war. – ein Sieg gegen deutlich leichtere Konkurrenz bestätigt schließlich nur die Erwartungen und erst mit dem nachfolgenden Sieg im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes brachet sich La Petite Coco auch auf höherem Niveau ins Gespräch, denn La Petite Coro lies den Konkurrentinnen in diesem Rennen keine Chance.

Zunächst hatte sie sich hinter den Pacesettern einsortiert, aber da ihr das Tempo offensichtlich nicht reichte, nahm sie bereits 600m vor dem Ziel die Sache selbst in die Hand und setzte sich 400m vor dem Ziel langsam und uneinholbar ab! Weicher Untergrund und 1m4f schienen ihr einen Formboost zu geben und entfesselten ihre bisher beste Leistung.

Immens beeindruckende Leistung, allerdings ist das hier eine ganz andere Herausforderung und wird wieder etwas mehr Auskunft darüber erteilen, was wir von La Petite Coco erwarten können.

 

Cayenne Pepper: Die Australia Tochter von Mrs. John Harrington begann ihre Karriere 2019 gleich mit zwei Siegen und ging noch in der selben Saison auf die Gruppeneben hinauf, wo sie mit einem Sieg im Gruppe 3  Flame Of Tara Irish EBF Stakes ihren Favoritenstatus rechtfertigte und sich mit über 2 Längen Vorsprung durchsetzte – souverän und dominant, so dass man sich entschied, sie auch noch im Gruppe 1 bet365 Fillies‘ Mile startete – wo auch Größen wie Love oder Quadlrilateral aufliefen. Cayenne Pepper müht sich redlich, war auf diesem Niveau zu diesem Zeitpunkt aber noch klar überfordert.

2020 steigerte sich die Form von Cayenne Pepper, die sich in diesem Jahr Duelle mit einigen weiteren großen Namen lieferte – angefangen im Pretty Polly Stakes und Magicak, die das Rennen gegen Cayenne Pepper allerdings auch mühelos gewann – ein gut bezahlter zweiter Platz über die 1m2f sprang trotzdem am Ende heraus. Das sleb Ergebnis gab es als Favoritin im Juddmonte Irish Oaks gegen Even So über 1m4f und etwas weicheren Boden im Juli und dann noch einmal über schnelleren Boden im Gruppe 3 Irish Stallion Farms EBF Give Thanks Stakes – und diese Niederlage als erneute Favoritin tat richtig weh. Tarnawa schlug Cayenne Pepper mit fast 2 Längen, und das obwohl sie ganze 10lb schwerer unterwegs war und nicht wie die Konkurrentin in dieser Zeit schon als Gruppe 1 Rennpferd gehandelt wurde. Das änderte sich für Tanarwa 2020 zwar danach noch, aber Cayenne Pepper musste die herbe Niederlage einstecken und ging dann erst wieder im September im Moyglare “Jewels“ Blandford Stakes auf die Rennstrecke.

Das Gruppe 2 Rennen über 1m2f und guten Untergrund gewann sie dann endlich in dominanter Weise, Favoritin Magic Wand floppte in diesem Rennen hingegen und war keine Gefahr für den 4 Längen Sieg von Cayenne Pepper, die auf den letzten 200m alles klar gemacht hatte und für den Saisonabschluss über den großen Teich übersetzte und im Breeders Cup Filly&Mares Turf  startete – dort wurde sie allerdings ziemlich eingenordet und bei ihrem Saisondebüt im Tattersalls Gold Cup verlief es nicht viel besser… das war allerdings auf schwerem Boden, den sie vorher immer vermieden hat und das nach einer 197 Tage Pause…. aber auch danach steigerte sich die Form von Cayenne Pepper nur ein bisschen mit einem dritten Platz im Alwasmiyah Pretty Polly Stakes und einem fünften Platz im Darley Prix Jean Romanet – beides zwar nicht viel mehr als 4 Längen geschlagen, aber auch ohne Gefahr für die jeweiligen Sieger zu produzieren.

Sie ist viel besser, als sie 2021 gezeigt hat, aber ob sie gerade hier gegen Love in Form kommt? Ich glaube eher nicht

 


18.08.2021 – York – Juddmonte International Stakes – Pick: Love und mehr

Pferderennen in England

16:35 Juddmonte International Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.063 m  |  Preisgeld: 1.000.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

 

Love und Mishriff nehmen es wieder miteinander auf nachdem sie das Duell im King Goerge VI Stakes gegen Adayar verloren – Love musste sich allerding im Mittelfeld einsortieren nachdem Broome das Tempo setzen dürfte, und dann wurde es neben Mishrif für Love ziemlich eng – die erst innen versuchte vorbei zu gehen, dann nach außen wechselte, um dann wieder nach innen zu ziehen – aber keiner konnte Adayar mehr einholen, der von seiner prominenten Position aus souverän zum Ziel ziehen konnte und mit deutlichen zwei Längen gewinnen konnte.

Heute also eine Wiederholung ohne Adayr, aber dafüt mit Alcohol Free, die zuletzt das Sussex Stakes in Goodwood dominierte – und damit eine erhebliche Gefahr für die beiden Favoriten darstellt!

 

Alcohol Free: Die No Nay Never Tochter hatte vor ihrem Versuch im Guineas 10000 vier Starts, drei Siege, einen im Juddmonte Cheveley Park Stakes auf Gruppe 1 Ebene letztes Jahr im September und sie kam mit einem Sieg in Newbury auf Gruppe 3 Ebene im Dubai Duty Free Stakes wieder in die neue Saison zurück. Damit hatte sie viele wichtige Kriterien für einen guten Lauf beim Guineas für sich, konnte daraus beim eigentlich Rennen aber keine Vorteile ziehen.

Dabei war schon im Vorfeld bekannt – Sie hat einige Schwächen, beide Siege zuvor waren denkbar knapp und sie hing nach links bei ihrem letzten Start, als es in den Schlusssprint ging und beim Guineas machte sich das leider bemerkbar. Wieder hing sie nach links, und zu allem Überfluss fand sie auch nicht genug Kraft um es mit den Konkurrenten aufzunehmen, sondern verlor ab 200m vor dem Ziel zunehmend den Anschluss.

Im Coronation Stakes im Juni in Royal Ascot bekam Alcohol Free es mit einigen der bereits bekannten Konkurrentinnen aus dem Guineas 1000 zu tun, aber der Untergrund war deutlich weicher als in Newmarket und Alcohol Free konnte aus der gewonnenen Erfahrung und dem langsameren Boden tatsächlich Profit schlagen – obwohl sie sich beim Start ein wenig weg duckte, konnte sie sich gut ins Rennen finden und 200m vor dem Ziel das Tempo anzuziehen. Am Ende konnte sie sich gut 1,5 Längen von Snow Lantern absetzen und hatte das Feld fest im Griff –  allerdings hielt das Wetter nicht und die Konditionen waren im nachfolgenden Sussex Stakes mit schwerem Boden und 1m komplett anders – hier zählte Ausdauer mehr als Geschwindigkeit, auch wenn das Wetter am Renntag selber schon wieder etwas besser war. Der Boden war nun einmal durchtränkt und der Schlusssprint sah für alle Pferde recht anstrengend aus, aber Alcohol Free nahm trotzdem in der Mitte der Bahn Geschwindigkeit auf und zog zusammen mit Poetic Flare vor das Feld, konnte sich aber 100m vor dem Ziel auch vor diesen Konkurrenten setzen und am Ende mit gut zwei Längen gewinnen.

Heute also wieder besserer Boden und bessere Konkurrenz – und neuer Kurs. Bisher hat Alcohol Free ihre besten Ergebnisse auf weichem Boden gezeigt und ich denke, heute wird mindestens einer der Konkurrenten vor ihr landen – sie kommt aber auf jeden Fall in alle Trifecta rein, denn auf einem Platz auf dem Treppchen kann ich mir sie sehr gut vorstellen.

Love: Kann Love an die super Ergebnisse im Jahr 2020 anknüpfen, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte? Der Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende und im King George VI & QE Stakes gegen männliche Konkurrenz musste sie eine recht herbe Niederlage einstecken – hatte dafür aber auch Entschuldigungen.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung. Sie hatte letztes Jahr kein Problem mit der 240 Tage andauernden Pause, muss hier aber das erste Mal mit einer Altersoffenen Struktur auskommen, hat sich aber soweit ein machbares Rennen ausgesucht. Kommt nach dem beeindruckenden Jahr 2020 heute der nächste Coup?

Ihre bisherige Karriere sieht jedenfalls vielversprechend aus:

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison.

Dann kam das King George VI & QE Stakes und vielleicht die herbste Niederlage in ihrer Karriere abgesehen von ihrem Maidenrennen 2019. 3,5 Längen betrug der Rückstand am Ende auf Adayar und Love war chancenlos gegen den Sieger. Allerdings konnte sie das Tempo auch nicht setzen – das machet Broome – und als sie zum Schlusssprint ansetzen wollte, kam Mishriff von der Seite und machte ihr die Tür zu. Den Konkurrenten hätte Love bei besserem Rennverlauf vielleicht kriegen können und mit der kürzeren Distanz heute… vielleicht hilft ihr das ja gegen die männliche Konkurrenz, obwohl ich sie eigentlich über 2400m am liebsten mag,

Mishriff: Der Make Believe Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im Jahr 2019 in Yarmouth über 7f auf schwerem Untergrund, nicht der leichteste Start für einen gerade einmal zwei Jahre alten hengst, und Mishriff verpasste den Start etwas und konnte dann auch spät im Rennen keinen Boden mehr gut machen, hat aber wenigstens schon einmal wichtige Erfahrung im Schlamm sammeln können, denn auch in den nächsten beiden Rennen blieb es im Jahr 2019 bei dem schweren Boden, aber beim dritten Versuch in einem Maidenrennen klappte es dann endlich mit dem ersehnten Sieg.

Mishriff startete dann noch einmal in einem Rennen im Februar in Rjhad, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, dann aber wieder die Heimreise antrat und das nächste Mal im Juni in Newmarket im Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes auf listed Ebene startete. Das Rennen war der erste wirklich Test, nicht zuletzt wegen der langen Pause seit dem letzten Start, sondern auch wegen dem deutlichen Ansiteig im Niveau – aber Mishriff meisterte das Rennen mit Bravour und gewann am Ende mit gut vier Längen gegen Volkan Star, der keine Chance hatte, an Mishriff dran zu bleiben.

Der schien auch mit dem schnellen Boden keine Probleme zu haben, nach aber die Reise nach Frankreich im nächsten Monat auf sich und startete im Gruppe 1 Prix du Jockey Club auf weichem Boden, was ihm augenscheinlich erneut keine Probleme bereitete. Das Gruppe 1 Rennen für die Dreijährigen war nur eine Formsache für Mishriff, obwohl er im Vorfeld der Rennen nicht als einer der klaren Favoriten gehandelt wurde, deklassierte er den eigentlichen Favoriten Victor Ludorum um gut zwei Längen auf den letzetn 75 Yards, wo weder der Favorit noch The Summit mit dem Sieger mitgehen konnten. Starke Leistung von Mishriff, die er im August im Gruppe 2 Prix Guillaume daEUR ™Ornano – Haras du Logis Saint-Germain noch einmal unterstrich, als er die gesammelte Konkurrenz nach Belieben auf die Bretter schickte. Vier Längen betrug der Vorsrpung am Ende, und da wäre noch mehr drin gewesen, so kraftvoll lief Mishriff der Konkurrenz auf den letzten Metern davon – und das auf schwerem Boden! So ein Schlusssprint auf langsamen, matschigem Boden, da standen die Chancen im Oktober in Ascot nicht schlecht für das Champion Stakes – aber es war wie so oft für Mishriff, zurück in der Heimat machte die Form einen Knick und 400m vor dem Ziel war es vorbei mit den Chancen, die Kraft lies nach und Mishriff fiel immer weiter bis auf den achten Platz zurück.

Mishriff scheint England einfach nicht zu mögen, denn als er im Januar dann in Riyadh im Saudi Cup auflief, gewann er das 1m1f Rennen auf schnellem Untergrund spielend leicht gegen den Amerikaner Charlatan und legte im März im Dubai Sheema Classic noch einmal nach, wenn auch deutlich knapper. Beide Rennen waren hoch dotiert und Trainer John Godsen wird damit mehr als zufrieden sein, auch wenn die Rückkehr nach England im Coral Eclipse im Mai auf dem Kurs in Sandown wieder misslang.
Dort hatte er keine Chance gegen St Mark‘s Basilica, was auch an dem etwas langsameren Boden gelegen haben mag, denn auf schnellerem Boden im King George VI & QE Stakes in Ascot hatte er einen guten Antritt und holte sich einen souveränen zweiten Platz hinter Adayr, der an diesem Tag einfach unschlagbar war. Er schlug Love mit über 1,5 Längen und das, obwohl er das kleine Feld von hinten überholen musste.

Beim Einbiegen in die Zielgerade war Mishriff dann neben Love und machte der Favoritin geschickt das Leben schwer und die Tür zu – Love kam innen nicht vorbei, oder wollte nicht denn die Stute scheute vor David Egan und dessen (angelegter) Rute, die aber immer wieder vor der Nase von Love auf und ab wippte. Alles regelkonform und keine Intention, aber Ryan Moore musste auf Love nach außen wechseln und verlor weiteren Boden, den Love dann auf den letzten 100m nicht mehr gut machen konnte.

Ich denke, er hat eine Vorliebe für den schnellen Sand und „Dirt“ auf den Strecken im Nahen Osten und Amerika, oder dem ganz anderen Extrem in Frankreich – Bodenloser Schlamm. Alles dazwischen ist für Mishriff augenscheinlich zu ordinär, oder er mag schlicht das Wetter in England nicht. Wie auch immer, er hat eine deutlich bessere Form im Ausland und es wird Zeit, diese auch mal in England zu zeigen

Er gewann letztes Jahr den Prix du Jockey Club in Frankreich über 2100m, allerdings auf etwas langsameren Boden und 2000m könnten fast ein wenig knapp sein – er hat aber herausragende Chancen auf Grund dessen, was er dieses Jahr gezeigt hat.

Mohafeeth mit seinen vier Siegen in Folge (unter anderem im Gruppe 3 Hampton Court Stakes ) bekam im York Stakes einen Dämpfer als er als haushoher Favorit nur dritter hinter dem Außenseiter Bangkok wurde und sich in einem spannenden Finish nicht durchsetzen konnte, obwohl die drei Sieger in einer Reihe die Mitte der Bahn hinunter stürmten. Das hier mag noch ein wenig hoch gegriffen sein, aber ein Platz ist durchaus drin. Alenquer gewann im Juni auf weichem Boden das King Edward VII Stakes in Rozal Ascot auf Gruppe 2 Ebene und wurde seinem Favoritenstatus absolut gerecht, war allerdings im Grand Prix de Paris gegen Hurricane Lane chancenlos – das hier ist aber in gewisser weise leichter als das Rennen in Paris mit starker Konkurrenz und schwierigem Boden. Er ist noch jung und ich traue ihm zu, sich auf der Bahn hier in York heute einen ausbezahlten Platz zu sichern – auch wenn die Distanz vielleicht zu kurz ist.

Pick: Love

Trifecta: Love, Mishriff (Banker), Alcohol Free , Mohaafeth


24.07.2021 – Ascot – King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Pick: Love

Pferderennen in England

16:35 King George VI And Queen Elizabeth Qipco Stakes – Gruppe 1 

Teil der Bristish Champions Series

1m4f (1m3f211y) | 3yo+ | Untergrund: Gut bis schnell
Einleitung: Das Rennen steht klar im Schatten von Love. Die Stute gewann zuletzt im Juni das Prince Of Wales Stakes, allerdings relativ knapp und damit unerwartet wenig dominant gegen ein Feld, welches ihr größtenteils zu Füßen hätte liegen sollen. Etwas weitere Distanz könnte helfen, ihre Dominanz wieder zu etablieren.
Der Untergrund liegt ihr, allerdings kommen einige Konkurrenten hierher, die durchaus Probleme bereiten könnten. So haben die aufstrebenden Dreijährigen Asaya und Lone Eagle weniger Gewicht zu tragen, von Broome und Mishriff war ich in den letzten Rennen durchaus überzeugt gewesen, jedenfalls im Vorfeld. Das sollte spannend werden!
Adayar: Den Frankel Sohn hatte ich vor seinem Sieg im Derby nur bedingt auf dem Schirm – seine Karriere begann recht unauffällig 2020 mit zwei Starts in Maidenrennen bevor er nach der Winterpause im April 2021 in Sandown im Gruppe 3 Bet365 Classic einen zweiten Platz hinter dem Außenseiter Alenquer holte. Dabei hatte Adayar in dem Rennen sein hinteres linkes Hufeisen verloren und war trotzdem nur eine halbe Länge hinter dem Sieger durchs Ziel gelaufen – da konnte man auf den nächsten Start im Derby Trial in Lingfield hoffen – immerhin war dieses Rennen „nur“ auf Listed Ebene und damit deutlich einfacher als das letzte, was auch dafür sorgte, dass Adayar als Favorit starten dürfte – aber wieder nur als Zweiter ins Ziel kam. Er kam langsam aus den Ställen beim Start und musste sich seinen Platz hinter den Führenden hart erkämpfen, konnte aber dem Sieger Third Realm trotzdem nichts entgegen setzen.

Umso überraschender war für mich dann sein dominanter Sieg beim Derby – Der Untergrund war ein bisschen schneller als beim letzten Rennen, aber wieder war der Start von Adayar mehr als seltsam, aber er zog dieses Mal gut an und hatte das Feld 400m vor dem Ziel im Griff, unter einem harten Ritt von Adam Kirby setzte er sich dann zunehmend ab, begann aber zu wandern und verschenkte vielleicht ein bisschen Kraft – nicht, dass er noch viel nötig gehabt hätte bei diesem Schlusssprint. Seine engsten Verfolger hatten allerdings alle Probleme beim Rennen, Hurricane Lane verlor ein Hufeisen, Mojo Star bekam einen Tritt gegen das Bein und Mac Swiney verschlief den Start.

Adayar darf heute viel leichter Starten als die Favoritin Love und bekam 8lb weniger Gewicht zugeteilt… aber er wäre nicht der einzige Derby Sieger, der danach nicht noch einmal zündet, und wenn man diese eine Spitzenleistung ausblendet… naja, dann bleibt nicht viel, im Gegensatz zu Love, die ein Spitzenrennen nach dem anderen gewinnt.
Adayar ist ein ernst zu nehmender Gegner, aber ich bin noch eher vorsichtig.
Lone Eagle: Der Galileo Sohn von Martin Meade begann im August 2020 in Sandown über eine Meile seine Karriere mit einem zweiten Platz, gewann danach aber seine folgenden drei Rennen im selben Jahr. Krönung des Ganzen war der Sieg über 1m2f im Gruppe 3 Zetland Stakes in Newmarket, wo er auf weichem Untergrund mit starkem Schlusssprint einen Sieg mit über 1,25 Längen über Konkurrent Recovery Run feiern konnte. Der weiche Boden spielte Lone Eagle augenscheinlich in die Hände denn er war der einzige, der auf den letzten Metern vor dem Ziel noch zulegen konnte.
Nach der 195 tägigen Pause ins Jahr 2021 konnte Lone Eagle allerdings zunächst nicht an seinen letzten Erfolg anknüpfen und kam als Favorit im Gruppe 3 Classic Trial auf gutem Untergrund nur auf einen vierten Platz. In dem Rennen liefen einige gute Pferde auf, etwa Alenquer oder Adayar, so dass der vierte Platz nach so einer langen Pause völlig in Ordnung ging.
Das zeigte Lone Eagle auch mit seinem Sieg im Cocked Hat Stakes über 1m3f auf weichem Boden beim nächsten Versuch in Goodwood – dort gewann er locker und leicht mit vier Längen vor Yibir und hätte sicher auch mehr raus holen können. Das bisschen mehr hätte er sicher gerne auch beim nächsten Renne aus sich herausholen können, als er im Irish Derby mit einem Nacken gegen Hurricane Lane verlor.
Lone Eagle hatte die Führung übernommen, musste diese aber schnell wieder abgeben als die Konkurrenz Druck ausübte. Aber Lone Eagle blieb dran und holte sich an der z00m Marke die Führung wieder, hatte dann unter einem super Ritt von Frankie Dettrorie drei Längen herausgeholt als es an die 400m Marke ging, wurde dann aber von Hurricane Lane Stück für Stück wieder eingeholt und praktisch auf der Ziellinie überholt.
Heute wird es mit der Führung sicher wieder schwer gegen Love, die sich diese Position nach Möglichkeit selbst immer sichert, aber ich denke wir werden Lone Eagle unter den ersten Drei wieder sehen
Wonderfull Tonight
Broome: Der  Australia Sohn ist ein weiterer Starter von Aiden O Brien, der sich nicht nur wegen dem guten Training seines Trainers an seine Erfolge weiter anknüpfen könnte – er ist früh aus der Winterpause zurück gekehrt und hat 2021 bereits drei Rennen in Folge gewinnen können, bevor es überhaupt in die Zeit der Classics ab Mai ging. Das war dann zwar ein ziemlicher Sprung im Niveau für ihn, als es in den Tattersalls Gold Cup ging – zu allem Überfluss am Ende auch noch auf schwerem Untergrund. Und fast hätte es trotzdem für den Sieg gereicht! Auch im Hardwicke Stakes und gerade danach im Grand Prix de Saint-Cloud zeigte Broome Spitzenleistungen und Aiden O‘Brien kann mit den Leistungen seines Schützlings in der bisherigen Karriere  zufrieden sein.
Die Karriere von Broome ist  bisher ist durchaus vielversprechend gewesen, nachdem er ganz am Anfang zwei Versuche gebraucht wurden um sein erstes Maidenrennen erfolgreich abzuschließen . Danach ging es aber relativ schnell in die Gruppenrennen und doch setzte es zunächst eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Tattersalls Acomb Stakes über 1408m in York, in dem Broome einfach nicht wirklich in Gang kommen wollte.
Ganz anders lief es dann schon wieder im Gruppe 2 Champions Juvenile Stakes zurück in Irland im September 2018 , wo er hinter Madhmoon einen guten zweiten Platz belegen konnte. Das Rennen war ein erstes kleines Ausrufezeichen, welches auf Gruppe 1 Ebene in Longchamp im Prix Jean-Luc Lagardère noch einmal untermauert werden konnte.
Dort startete er wie der spätere Sieger Royal Marine als Außenseiter hinter Anodor, der die Wetten dominierte, allerdings konnte sich Royal Marine auf der Zielgeraden gut vom Feld lösen und zusamen mit Broome in Führung gehen. Royal Marine gewann das Duell der beiden mit knapp 0,3 Längen, aber Broome ging ganz offensichtlich in die richtige Richtung.
Es folgte die Winterpause, die mit einem Start im April in Leopardstown im Gruppe 3 McGrath Ballysax Stakes beendet wurde.
Das Rennen gewann Broome mit beeindruckenden 8 Längen Vorsprung für sich entschied. Dabei hing Broome 3 Furlong vor dem Ziel dem Feld noch hinterher und erst 2f vor dem Ziel kam er langsam an die Führenden heran, übernahm ab da aber locker die Führung und war so schnell weg vom Feld, dass man als Beobachter am Ende nur beeindruckt sein konnte.
Im nachfolgende Gruppe 3 Derrinstown Stud Derby Trial Stakes verpasste Broome zunächst den Start und musste dem Feld hinterherlaufen, was aber seiner üblichen Taktik entsprach und deswegen nicht allzu schlimm war. Broome fing sich und kam immer näher an die Führenden heran, um dann ein Furlong vor dem Ziel die Führung zu übernehmen und unter harten Druck seines Jokeys sich dann vom Feld abzusetzen – um einen beeindruckenden Sieg zu feiern.
Auch beim Tattersalls Gold Cup lief Broome wieder als Favorit auf – kein Wunder bei dem Sieg im letzten Outimg, aber auf schwerem Boden in Curragh und auf Gruppe 1 Ebene musste Broome sich auf der Ziellinie mit einer Nase geschlagen geben. Konkurrent Helvic Dream kam auf den letzten 200m allerdings zunehmend heran und konnte Lone Eagle auf der Ziellinie noch einsammeln. Das tat weh, aber den zweiten Platz konnte Lone Eagle sicher vor True Self halten, und das Trio war frei vor dem Rest des Feldes.
Ich denke, er wir heute vorn mit dabei sei und hat auch Chancen auf den Sieg, aber es wird ein hartes Stück Arbeit und es ist gut möglich, dass das Tempo ihm am Ende zu hoch sein wird.

Love: Kann Love an die super Ergebnisse im Jahr 2020 anknüpfen, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte? Der Start 2021 ist ihr im Prince Of Wales Stakes durchaus gelungen, aber es war knapp am Ende.

Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung. Sie hatte letztes Jahr kein Problem mit der 240 Tage andauernden Pause, muss hier aber das erste Mal mit einer Altersoffenen Struktur auskommen, hat sich aber soweit ein machbares Rennen ausgesucht. Kommt nach dem beeindruckenden Jahr 2020 heute der nächste Coup?

Ihre bisherige Karriere sieht jedenfalls vielversprechend aus:

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Dann kam das Prince Of Wales Stakes, fast genau ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz und man musste sich die Frage stellen: kann Love an diese Erfolge anknüpfen? Die Antwort lieferte die Stute prompt: Ja sie kann, wenn auch knapp. Sie übernahm in dem Gruppe 1 Rennen über 1m2f die Führung, wurde aber schnell unter Druck gesetzt und musste sich mühen, diese Position zu halten, denn sie wurde erst von Sangarius, dann von Audarya, Amory und My Oberon unter Druck gesetzt. Ryan Moore gab auf Love 400m vor dem Ziel langsam Gas, kam 200m vor dem Ziel mächtig unter Druck, aber Love fand immer noch ein bisschen mehr und konnte sich am Ende dann mit knapp unter einer halben Länge durchsetzen. Audarya holte sich den verdienten zweiten Platz und Co Favorit Amory kam dahinter auf dem dritten Platz ins Ziel. Das Trio war klar vor dem Rest des Feldes und Love hatte einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison. Klappt das heute wieder? Sie ist nun etwas frischer und kehrt meiner Meinung nach zur besseren Distanz zurück.

Die Chancen stehen gut.

Mishriff: Der Make Believe Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im Jahr 2019 in Yarmouth pber 7f auf schwerem Untergrund, nicht der leichteste Start für einen gerade einmal zwei Jahre alten hengst, und Mishriff verpasste den Start etwas und konnte dann auch spät im Rennen keinen Boden mehr gut machen, hat aber wenigstens schon einmal wichtige Erfahrung im Schlamm sammeln können, denn auch in den nächsten beiden Rennen blieb es im Jahr 2019 bei dem schweren Boden, aber beim dritten Versuch in einem Maidenrennen klappte es dann endlich mit dem ersehnten Sieg.

Mishriff startete dann noch einmal in einem Rennen im Februar in Rjhad, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, dann aber wieder die Heimreise antrat und das nächste Mal im Juni in Newmarket im Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes auf listed Ebene startete. Das Rennen war der erste wirklich Test, nicht zuletzt wegen der langen Pause seit dem letzten Start, sondern auch wegen dem deutlichen Ansiteig im Niveau – aber Mishriff meisterte das Rennen mit Bravour und gewann am Ende mit gut vier Längen gegen Volkan Star, der keine Chance hatte, an Mishriff dran zu bleiben.

Der schien auch mit dem schnellen Boden keine Probleme zu haben, nach aber die Reise nach Frankreich im nächsten Monat auf sich und startete im Gruppe 1 Prix du Jockey Club auf weichem Boden, was ihm augenscheinlich erneut keine Probleme bereitete. Das Gruppe 1 Rennen für die Dreijährigen war nur eine Formsache für Mishriff, obwohl er im Vorfeld der Rennen nicht als einer der klaren Favoriten gehandelt wurde, deklassierte er den eigentlichen Favoriten Victor Ludorum um gut zwei Längen auf den letzetn 75 Yards, wo weder der Favorit noch The Summit mit dem Sieger mitgehen konnten. Starke Leistung von Mishriff, die er im August im Gruppe 2 Prix Guillaume daEUR ™Ornano – Haras du Logis Saint-Germain noch einmal unterstrich, als er die gesammelte Konkurrenz nach Belieben auf die Bretter schickte. Vier Längen betrug der Vorsrpung am Ende, und da wäre noch mehr drin gewesen, so kraftvoll lief Mishriff der Konkurrenz auf den letzten Metern davon – und das auf schwerem Boden! So ein Schlusssprint auf langsamen, matschigem Boden, da standen die Chancen im Oktober in Ascot nicht schlecht für das Champion Stakes – aber es war wie so oft für Mishriff, zurück in der Heimat machte die Form einen Knick und 400m vor dem Ziel war es vorbei mit den Chancen, die Kraft lies nach und Mishriff fiel immer weiter bis auf den achten Platz zurück.

Mishriff scheint England einfach nicht zu mögen, denn als er im Januar dann in Riyadh im Saudi Cup auflief, gewann er das 1m1f Rennen auf schnellem Untergrund spielend leicht gegen den Amerikaner Charlatan und legte im März im Dubai Sheema Classic noch einmal nach, wenn auch deutlich knapper. Beide Rennen waren hoch dotiert und Trainer John Godsen wird damit mehr als zufrieden sein, auch wenn die Rückkehr nach England im Coral Eclipse im Mai auf dem Kurs in Sandown wieder mislang.
Dort hatte er keine Chance gegen St Mark‘s Basilica, was auch an dem etwas langsameren Boden gelegen haben mag. Ich denke, er hat eine Vorliebe für den schnellen Sand und „Dirt“ auf den Strecken im Nahen Osten und Amerika, oder dem ganz anderen Extrem in Frankreich – Bodenloser Schlamm. Alles dazwischen ist für Mishriff augenscheinlich zu ordinär, oder er mag schlicht das Wetter in England nicht. Wie auch immer, er hat eine deutlich bessere Form im Ausland und hier sind andere zu bevorzugen.


16.06.2021 – Royal Ascot – Prince Of Wales’s Stakes – Pick: Love !

Pferderennen in England

17:20 Prince Of Wales’s Stakes (Gruppe 1) (British Champions Series)

4yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut bis fest

Love: Kann Love an die super Ergebnisse im Jahr 2020 anknüpfen, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte? Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung. Sie hatte letztes Jahr kein Problem mit der 240 Tage andauernden Pause, muss hier aber das erste Mal mit einer Altersoffenen Struktur auskommen, hat sich aber soweit ein machbares Rennen ausgesucht. Kommt nach dem beeindruckenden Jahr 2020 heute der nächste Coup?

Ihre bisherige Karriere sieht jedenfalls vielversprechend aus:

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Nun also , ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz stellt sich die Frage – kann Love an diese Erfolge anknüpfen?

Die Chancen stehen gut.

Lord North:

Der Dubawi Sohn kommt nach einem Sieg in Meydan nun wieder anch England, wo er letztes Jahr das Prince Of Wales Stakes gewinnen konnte. Der Titelverteisiger hat letztes Jahr allerdings eine komplett andere Route genommen und hatte sich einen Vorbereitungslauf in Haydock gegönnt und man muss bedenken, dass der Saisonabschluss in Ascot ziemlich daneben ging… und bei seinem beeindruckenden Sieg in Dubai platzte ihm ein Blutgefäß.. er wird es gegen eine Love in Topform sicher schwer haben, dominierte dieses Rennen aber im letzten Jahr und sollte daher nicht unterschätzt werden.

Der Dubawi Sohn Lord North begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht, allerdings nicht beim Gruppe 1 Qipco Champion Stakes im Oktober, wo er den letzten Platz belegte.

Er ist deutlich besser als das und konnte nachfolgend über 1m4f und schnelleren Untergrund im Breeders‘ Cup Turf einen soliden vierten Platz einsammeln. Zwar hatte Lord North auch hier nicht das Tempo um die Sieger auf den letzten Metern in Gefahr zu bringen, hatte aber einen starken Lauf vom hinteren Bereich des Feldes nach vorne und konnte einige bekannte Namen hinter sich lassen.

Beim Dubai Turf im März 2021 durckten sich viele bekannte Namen weg und die größte Gefahr ging auf dem Papier noch von Lord Glitters aus, der aber einen schlechten tag erwischte und Lord North an der Front absolut nicht unter Druck setzten konnte, wie auch keiner der anderen Konkurrenten. Vin De Garde wurde am Ende zweiter, aber Frankie Dettori musste auf Lord North nicht einmal alles geben, um seinen Schützling auf den letzten 200m in Führung zu bringen und ihn dann auf den letzten 100m von den Verfolgern abzusetzen.

Leider musste nach dem Rennen festgestellt werden, dass Lord North beim Rennen ein Blutgefäß geplatz war und er Blut in seiner Nase hatte. Das hat zwar seine Leistung in dem Rennen nicht geschmälert, aber ein kleiner Grund zur Sorge ist es trotzdem.

Lord North hat letztes Jahr dieses Rennen hier gewinnen können und sollte wieder mindesten für Gefahr sorgen können – sein Abschluss in Dubai gibt Grund zur Hoffnung und er ist die Hauptgefahr für Love.

Armory: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist seit dem Beginn seiner Karriere im Juni 2019 und dem Sieg in einem Maidenrennen im zweiten Versuch im selben Jahr fast beständig auf Gruppenebene gestartet, und hat sich dort ebenfalls bestäntig in guter Form gezeigt,

2019 ging seine Karriere in Black Type Rennen mit einen lockeren Sieg im Gruppe 3 Tyros Stakes los, bevor er auf Gruppe 2 Ebene auf dem selben Kurs das EBF Futurity Stakes gewann, wenn auch deutlich knapper und der erneute Sprung im Niveau gelang ihm nicht, als er auf Grupp 1 Niveau im Goffs Vincent O’Brien National Stakes im September auflief, denn Pinatubo schlug ihn am Ende mit neun Längen. Armory holte sich auf den letzten 130m den zweiten Platz, kam aber nie in Schlagreichweite zum Sieger, der war an jenem Tag in einer eigenen Liga.

Im Qatar Prix Jean-Luc Lagardere Sponsorise Par Manateq im Oktober 2019 kam Armory zwar von den Längen her näher an Sieger Victor Ludorum heran, der hatte im Schlusssprint einfach noch viel mehr übrig als die Konkurrenten und gewann souverän. Im nachfolgenden Criterium International trat er in einer Art Matchrace gegen Alson an, der ihn allerdings deklassierte und mit 20 Längen Rückstand ins Ziel einlaufen lies.

Trotzdem kann man das Jahr 2019 als vollen erfolg verbuchen, 2020 startete 229 Tage später für Armory aber eher verhalten. Als Saisondebüt wählte Armory das Tattersalls Irish 2,000 Guineas in Newmarket, welches natürlich stark besetzt war und jede kleine „Unfittness“ hart bestrafte. Dazu kam noch ein wenig Pech für Armory, der von einigen Konkurrnten einen Schubeser in dem Rennen bekam und daher einen sehr unruhigen Lauf hatte.

Er holte sich trotzdem einen vierten Platz und hatte einen guten Zug zum Ziel, aber keine Chance gegen den Sieger Siskin. Trotzdem war das ein hervorragender Lauf und auch beim Gruppe 1 Tattersalls Gold Cup auf dem selben Kurs zwei Wochen später konnte er gegen Magical ebenfalls einen vierten Platz holen. Wieder eine solide Leistung und als er dann gegen leichtere Konkurrent auf Gruppe 3 Ebene im Irish Field Celebrating 150 Years Royal Whip Stakes startete, konnte er sich endlich wieder in einem Gruppenrennen durchsetzen.

Mit dem Sprung auf höheres Niveau im Irish Champion Stakes im September nahm natürlich auch wieder die Konkurrenz zu und wieder war es Magical, der das Rennen domieren konnte und sich am Ende mit zwei Längen Vorsprung ins Ziel brachte. Das Rennen von Armory war wieder solide, er hatte sich eine Position hinter den Führenden gesucht und hatte auch freie Bahn zum Ziel, konnte diese Vorlage aber nicht verwandeln und musste die beiden Sieger ziehen lassen.

Danach wechselte Amrory den Kontinent und lief in Australien im Ladbrokes Cox Plate auf, wo er trotz der langen Reise und ganz anderen Gegebenheiten erneut ein hervorragendes Rennen lief, aber erneut den Sieger, Sir Dragonet, auf den letzten 200m ziehen lassen musste. Dabei hatte sich Armory 400m vor dem Ziel unter einem hervorragenden Ritt von Ben Melham an die Front bringen können, nur der Angriff von Sir Dragonet war am Ende einfach zu viel. Der zweite Platz war ihm aber sicher, und als Amory dann nach der Winterpause im Mai im Melodi Media Huxley Stakes auf Gruppe 2 Ebene wiederkehrte, konnte er auch endlich wieder einen verdienten Gruppensieg feiern.

Klar, die Konkurrenz in diesem Rennen war überschaubar und der zweite Favorit Bangkok hatte seit zwei Jahren kein Gruppenrennen mehr gewinnen konnten, aber viel leichter hätte Armory wohl auch nicht gewinnen können – vielleicht schafft er ja dieses Jahr den Anschluss an die Bestengruppe in England, Love und Lord North sind jedenfalls harte Gegner für ihn

Pick: Love 1, Lord North 2 und anders herum als Exacta


20.08.2020 – York – Yorkshire Oaks – Pick: Love

Pferderennen in England

16:15 Yorkshire Oaks – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.385 m | Preisgeld: 250.000 GBP Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Das Duell aus dem Oaks zwischen Frankly Darling und Love wird auch heute wieder das Geschehen bestimmen, und so sicher, wie Love am Ende oben auf war, sehe ich keine andere Siegerin als die Favoritin Love in diesem Rennen heute. Ich denke mit einem besseren taktischen Lauf kann Frankly Darling sicher dichter an sie herankommen, und es wird spannend werden, wie sich Franconia bei ihrem ersten wirklichen Test präsentieren kann.

 

Love: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker sechs Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020. Ich denke nicht, dass ihr heute noch jemand gefährlich werden kann

 

Frankly Darling: Die Frankel Tochter von John Gosden testete sich das erste Mal in einem Rennen im Jahr 2019 und belegte auf Anhieb bei ihrem Maidenrennen einen zweiten Platz, startete aber kein weiteres Mal in diesem Jahr, stattdessen kam sie im Juni 2020 nach langer Pause zurück zum Rennzirkus und gewann ihr Maidenrennen, dieses Mal über 2050m. Und die längere Distanz schien ihr zu liegen, denn nach dem dominanten fünf Längen Sieg ging es direkt nach Royal Ascot, wo sie nur zwei Wochen später im Gruppe 2 Ribblesdale Stakes einen weiteren Sieg feiern konnte. Für das Gruppe 2 Rennen erhöhte sie noch einmal die Distanz, das Ribblesdale Stakes wurde über 2406m ausgetragen, und wieder schienen Frankly Darling die zusätzlichen Meter zu liegen, denn mit einem Angriff 2 Furlong vor dem Ziel setzte sie sich souverän von ihren Verfolgerinnen ab und gewann das Rennen relativ locker.

Das war natrülich auch der Grund, warum nicht nur die Buchmacher sie als die Hauptkonkurrentin für Love im Oaks gesehen haben, denn schließlich war der Sieg von Frankly Darling nicht nur optisch beeindruckend, sie hatte auch schon Erfahrung über die Oaks Distanz von 2400m sammeln können und war damit vielen der anderen angetretenen Konkurrentinnen um einiges vorraus.

Im Rennen selbst setzten die Pacesetter Tiempo Vuela und Passion allerdings ein derbes Tempo und liefen zeitweise bis zu 12 Längen vor dem Feld her. Erwartungsgemäß ging das natürlich nicht bis zum Ziel gut und die beiden kamen zurück zu ihren Verfolgen.

Frankly Darling schien vom Tempo aber kalt erwischt worden zu sein und musste das Feld von hinten aufrollen. Frankie Dettori machte einen super Job auf Frankly Darling, die allerdings gegen Love antreten musste, die als Guineas 1000 Siegerin nur die Frage zu beantworten hatte, ob sie auch über die längere Distanz würde bestehen können – und das konnte sie.

Love holte als erste ihre Stallgefährten mit ein, driftete zunächst allerdings noch ein bisschen auf der Bahn, bis sie das Innengeländer fand und spielend leicht dem Feld auf sechs Längen davonsprintete.

Klasse Leistung von Love, und Frankly Darling sah auf den letzten beiden Furlong nicht danach aus, als ob sie Love ernsthaft gefährden könnte. Selbe Distanz und selbe Gegnerin = anderes Ergebnis? Da glaube ich eher nicht daran…

 

Franconia: Die Frankel Tochter von John Godsen ist in dieser Saison noch ungeschlagen, wird es heute in diesem Rennen gegen Love und Frankly Darling aber sehr schwer haben, diese Bilanz aufrecht zu erhalten.

Sie begann ihre Karriere letztes Jahr mit einem Start in Chelmsford City mit einem zweiten Platz, machte dann eine lange Pause bis zur neuen Saison und startete im Juni gleich auf Listed Ebene in Newbury. Dort absolviertesie das British Stallion Stakes über 2012m als Favoritin und dürfte einen drei Längen Sieg feiern, auch wenn das für ihren Jockey Frankie Dettroie ein hartes Stück Arbeit war, denn die Stute war noch ziemlich unerfahren und lies sich teilweise nicht so lenken, wie es Franki Dettorie gerne gehabt hätte.

Am Ende reichte es trotzdem für einen bequemen zwei Längen Sieg, was sie für ihr nächstes Listed Rennen in York Ende Juni natürlich wieder zur klaren Favoritin machte, so einfach wie gedacht war der Sieg in diesem Rennen für Franconia allerdings nicht, denn Gold Wand wollte bis zum Ziel einfach nicht weichen.

Franconia fand ihre Lücke in der Mitte der Bahn und setzte zum Schlusssprint an, da hatte Gold Wand allerdings schon die Front gefunden und war ebenfalls mit Zug zum Ziel unterwegs. Die beiden Konkurrentinnen nahmen es miteinander auf, und Franconia brauchte eine Weile, bis sie die Oberhand gewinnen konnte und Gold Wand kanpp eine Länge hinter sich verbannen konnte. Angesichts der schwereren Konkurrenz heute dürfte es ihr aber erheblich schwerer Fallen, den Anschluss zu halten und ich sehe eher Frankly Darling als Franconia auf dem zweiten Platz.


04.07.2020 – Epsom – Epsom Oaks – Pick: Frankly Darling

Pferderennen in England

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