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Magical

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17.10.2020 – Ascot – Ascot Champions Day – Qipco Champion Stakes (British Champions Middle Distance) – Pick: Mishriff

Pferderennen in England

16:40 Qipco Champion Stakes (British Champions Middle Distance) – Gruppe 1

Das wird nicht leicht heute mit der Titelverteidigung für Magical, die heute nicht nur mit dem alten bekannbten Lord North und Addeybb zurecht kommen muss, sondern auch noch mit den Spezialisten Mishriff und Skaletti, die nur beide darauf warten zu zeigen was sie können. Die fünf nehme ich gerne in alle Exoten rein, aber ich denke das Mishriff heute für eine kleine Überraschung sorgen wird!

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nahm bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. Beide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon.

Kein Wunder also, dass beim nächsten Start im Irish Gold Cup in Curragh Ende Juli keine Konkurrenten aus den Rennen zuvor mit dabei waren. Allerdings ließen sich auch kaum andere nennenswerte Starter blicken, was eine ziemlich armselige Konkurrenz für Magical darstellte, was sich zum Einen in der Quote, zum Anderen natürlich auch im Rennverlauf widerspiegelte, denn Magical dominierte von der Front wie sie wollte und vergrößerte ihren Vorsprung auf der Zielgeraden bis auf knapp über zwie Längen, wobei auch gerne vier oder fünf Längen drin gewesen wären, wenn Wayne Lordan es gewollt hätte.

Das Duell mit Gayyaith im Irish Champion Stakes im September war spannend und die beiden nahmen über die 1m2f auf den letzten Metern Maß, am Ende war es aber Magical die die Nase vorn hatte und Ghaiyyath hatte nicht die Kraft, umd ie halbe Länge Rückstand auf Magical noch wett zu machen. Damit gewann Magical das dritte Gruppe 1 Rennen in der aktuellen Saison und ist in wahrlich beeindruckender Form – zudem, gewann sie das Rennen hier im letzten Jahr gegen Addeybb auf weichem Untergrund, der heute in ähnlicher Form wieder aufläuft wie im letzten Jahr – das verpspricht äußerst spannend zu werden, mit dem Untergrund als enstcheidender Faktor

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat letztes Jahr hier dieses Rennen auf weichem Boden gewonnen, hält sich aber ansonsten eher fern von dem weichem Untergrund

Mishriff: Der Make Believe Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im Jahr 2019 in Yarmouth pber 7f auf schwerem Untergrund, nicht der leichteste Start für einen gerade einmal zwei Jahre alten hengst, und Mishriff verpasste den Start etwas und konnte dann auch spät im Rennen keinen Boden mehr gut machen, hat aber wenigstens schon einmal wichtige Erfahrung im Schlamm sammeln können, denn auch in den nächsten beiden Rennen blieb es im Jahr 2019 bei dem schweren Boden, aber beim dritten Versuch in einem Maidenrennen klappte es dann endlich mit dem ersehnten Sieg.

Mishriff startete dann noch einmal in einem Rennen im Februar in Rjhad, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, dann aber wieder die Heimreise antrat und das nächste Mal im Juni in Newmarket im Betfair Exchange Free Bet Streak Newmarket Stakes auf listed Ebene startete. Das Rennen war der erste wirklich Test, nicht zuletzt wegen der langen Pause seit dem letzten Start, sondern auch wegen dem deutlichen Ansiteig im Niveau – aber Mishriff meisterte das Rennen mit Bravour und gewann am Ende mit gut vier Längen gegen Volkan Star, der keine Chance hatte, an Mishriff dran zu bleiben.

Der schien auch mit dem schnellen Boden keine Probleme zu haben, nach aber die Reise nach Frankreich im nächsten Monat auf sich und startete im Gruppe 1 Prix du Jockey Club auf weichem Boden, was ihm augenscheinlich erneut keine Probleme bereitete. Das Gruppe 1 Rennen für die Dreijährigen war nur eine Formsache für Mishriff, obwohl er im Vorfeld der Rennen nicht als einer der klaren Favoriten gehandelt wurde, deklassierte er den eigentlichen Favoriten Victor Ludorum um gut zwei Längen auf den letzetn 75 Yards, wo weder der Favorit noch The Summit mit dem Sieger mitgehen konnten. Starke Leistung von Mishriff, die er im August im Gruppe 2 Prix Guillaume daEUR ™Ornano – Haras du Logis Saint-Germain noch einmal unterstrich, als er die gesammelte Konkurrenz nach Belieben auf die Bretter schickte. Vier Längen betrug der Vorsrpung am Ende, und da wäre noch mehr drin gewesen, so kraftvoll lief Mishriff der Konkurrenz auf den letzten Metern davon – und das auf schwerem Boden! So ein Schlusssprint auf langsamen, matschigem Boden, da muss Magicl heute erheblich aufpassen…. Mishriff is coming!

Lord North: Der Dubawi Sohn begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht.

Tipps zum Pferd: Kann auf schweren wie schnellem Untergrund laufen, kann als Front Runner wie auch Schlusssprinter aus dem Mittelfeld fungieren. Extrem vielseitig auf den Distanzen der Meile bis 1m2f (2004m). Scheint 2020 sein Potential erst voll auszuschöpfen


12.09.2020 – Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Gaiyyath

Pferderennen in England

17:10 Irish Champion Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.012 m  |  Preisgeld: 750.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Das Rennen ist faktisch ein erneutes Duell der beiden Juddmonte Konkrrenten Ghaiyyath und Magical, mit Sottsass und Japan noch als Kirsche oben drauf.


Ghaiyyath:
 Das derzeit am höchsten geratene Pferd der Welt.

Der Dubawi Sohn wird von Charlie Appelby trainiert und machte im September 2017 sein Debüt in Doncatser, wo er immerhin auf Anhieb einen dritten Platz belegen konnte. Noch im selben Monat gewann Ghaiyyath dann allerdings sein Maidenrennen in Newmarket, und das mit beeindruckenden fünf Längen. Kein Wunder also, dass es für ihn auch direkt in die Gruppenebene hoch ging und er – wieder in Newmarket – im Masar Godolphin Autumn Stakes startete. Zwar konnte er sich trotz guter Vorzeichen nicht die Rolle des Favoriten sichern, diese blieb dem Starter von John Godsen, Bear Slam, vorbehalten, aber wen interessiert das Geplänkel vor den Rennen, wenn am Ende der Sieg für Ghaiyyath steht. Mit knapp 1.5 Längen konnte er sie ggen Dream Today durchsetzen, William Buick überließ allerdings nichts dem Zufall und trieb sein rennpferd bis zum Ende hart an, so dass die Zeit von  1m 35.92 über die Meile dem enstprach, was Ghaiyyath zu dieser Zeit leisten konnte. Damit war das Jahr 2017 sher aufschlussreich und sehr erfolgreich für Ghaiyyath gewesen, der sich mit einem ersten Gruppensieg in die Winterpause verabschiedete.

Das Jahr 2018 verlief allerdings nucht ganz nach Plan, konnte Gayyath doch nur ein einziges Rennen, und das auch noch in Frankreich im September – nach der kompletten Classic Saison in England, die Ghayyath komplett ausließ – mit allen ehren, die dort auf ihn gewarten haben könnten! Bedenkt man, dass Ghayyath trotz der langen Pause am Ende das Gruppe 3 Prix du Prince d’Orange in Longchamp mit drei Längen Vorsprung gewinnen konnte, muss mann die verpassten Chancen für Charlie Appelpy in dieser Saison wirklich bedauern, was wäre da vielleicht alles möglich gewesen!

So blieb das Hoffen auf die Saison 2019, und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht! Gleich zu beginn der neuen Saison blieb Gyhattah zunächst in Frankreich und startete im Prix du Prince d’Orange, welchen er als klarer Favorit souverän gewinnen konnte – zunächst setzte sich Ghaiyyath gut fünf Längen als Front Runner vor den Rest des Feldes, dann kam das Feld aber immer weiter an ihn heran und William Buick musste hart arbeiten, um seinen Vorsprung nicht komplett einschmelzen zu lassen. Am Ende blieb ein Vorsprung von knapp über einer Länge, aber so wie Ghaiyyath dem Feld davon gezogen war, hätte man von einem dominanterem Rennen ausgehen können. Aber Sieg ist Sieg, und nach dem Warmmacher nach der langen Pause ging es für Ghaiyyath in den Gruppe 1 Prix Ganay, den er als hauhsoher Favorit – überraschend verlor! Study Of Man, der spätere Zweitplatzierte, lies es sich nicht nehmen und forderte Ghaiyyath um die Führung heraus, was beide so viel energie kostete, dass Waldgeist, der die beiden vor sich gewähren lies, 1 Furlong vor dem Ziel mit seinem Angriff locker an den beiden vorbeisprintete und am Ende einen ungefährdeten vier Längen Sieg feiern konnte.

Ghaiyyath ging nach den Rennen in Frankreich nach Deutschland, um am 147ten Longines Grosser Preis von Baden teilzunehmen. Dieses Mal hatte er aus seiner Niederlage gelernt und überließ anderen die Führung, stattdessen wartete er wie das Rennen sich entwickelte und übernahm nach ca einem Viertel der Distanz die Führung, um diese dann 2 Furlong vor dem Ziel konsequent weiter auszubauen. Gerade der Sprint zum Ziel war immens beeindruckend gewesen und William Bucik konnte es sich leisten, Ghaiyyath vor dem Ziel zurück zu nehmen und trotzdem einen 14 Längen Sieg zu feiern.

Diese Leistung lies auf das erneute Duell mit Waldgeist im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe hoffen, bei dem er gleichzeitig noch gegen Enable ran musste. Warum ich Waldgeist trotzdem zuerst nenne? Nun, wie wir alle wissen überraschte der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Fachpresse und wies die Wunderstute Enable bei ihrem Versuch das dritte mal den Arc zu gewinnen in ihre Schranken und gewann das Rennen mit starkem Schlusssprint am Ende mit gut einer Länge! Ghayyath gefiel das Rennen hingegen gar nicht, und der Versuch die Führung bis zum Ziel zu tragen scheiterte kläglich.

Wieder ging es in die Winterpause, und wieder kehrte Ghaiyyath stärker als zuvpr zurück, als er im Feburar in Meydan das Gruppe 3 Dubai Millennium Stakes Sponsored By Jaguar mit gut und gerne 8 Längen Vorsrpung gewinnen konnte. Das Ziel war natürlich eigentlich das Dubai World Cup Festival, welches Ghaiyyath allerdings verpassen musste, und das nicht nur wegen der aufziehenden Corona Epedemie.

Stattdessen kam er in Newmarket im Juni zurück zum Renngeschehen, als er im Gruppe 1 Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes startete – wie zu erwarten als klarer Favorit. Scheinbar konnte Ghaiyyath das Rennen kaum erwarten, denn er ging deutlich zu energisch an die Sache heran und bescherte William Buick alle Mühe, ihn zu bändigen. Das gelang dem Profi Jockey aber natürlich und Ghaiyyath fügte sich in die Rolle des Front Runners, der nach nur 4f wie schon so oft weit vor dem eigentlich Feld vor sich hinlief. Der Vorsprung wurde zum Ziel etwas knapper, aber Ghaiyyath behielt die Kontrolle über das Rennen und füte einen weiteren Gruppe 2 Sieg seinem Repertoire hinzu.

Mit den enstrepchend guten Leistungen im Petto ging es dann anfang Juli 2020 in das Gruppe 1 Coral-Eclipse gegen Enable, und Gyauyyath ging in das Duell sogar mit gar nicht schlechten Chancen im Vorfeld. Klar, Enable war nach ihren großartigen Erfolgen im letzten Jahr im King George, dem Yorkshire Oaks und Co. natürlich Favoritin für ihre Saisondebüt, aber Ghaiyyath hatte auf dem Papier den Vorteil, dass er schon einen Start in der aktuellen Saison hatte und ein paar Kilo Leichter als Enable an den Start gehen konnte.

Das Rennen selbst war von Ghaiyyath und seinem Jockey William Buick ein Lehrstück wie man ein Feld von der Front aus führen sollte. Zunächst wurde ihm vom Feld die Führung ziemlich anspruchlos überlasse, so dass Ghaiyyath sich es an erster Position bequem machen konnte und ein Tempo nach seinem Belieben setzten konnte. Er zog das Feld damit ein wenig auseinander, Enable in fünfter Position hatte einige Längen Rückstand als es in die Zielgerade hing, wo es noch knapp 3 Furlong bis zum Ziel waren. William Buick erhöhte das Tempo, welches Japan auf dem zweiten Platz und vor allem Enable zunächst mitgingen. Enable machte wie gewohnt schnell einige Plätze gut, schien aber schon Probleme zu haben, Japan zu überholen, der unter Ryan Moore ein großartiges Rennen lief.

An Gaiyyath kamen beide bis auf vielleicht eine Länge heran, aber der fand noch mehr Kraftreserven in sich drin und konnte noch einmal dagegenhalten und sich auf den letzten Metern noch einmal zusätzlich eine Länge absetzten, was ihm am Ende einen beeindruckenden Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt mit über 2.5 Längen einbrachte. Enable schien die Lange Pause noch in den Hufen zu stecken, denn im nächsten Rennen zeigte sich sich in ihrer alten Form udn gewann das etwas blutleere King George VI & QE Stakes mit Leichtigkeit.

Ihr Dauerkonkurrenint Magical dagegen war von Anfang an im Jahr 2020 in Form und war dann im Juddmonte International zur Stelle, um es Ghayyath möglichst schwer zu machen.

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nahm bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. Beide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon.

Kein Wunder also, dass beim nächsten Start im Irish Gold Cup in Curragh Ende Juli keine Konkurrenten aus den Rennen zuvor mit dabei waren. Allerdings ließen sich auch kaum andere nennenswerte Starter blicken, was eine ziemlich armselige Konkurrenz für Magical darstellte, was sich zum Einen in der Quote, zum Anderen natürlich auch im Rennverlauf widerspiegelte, denn Magical dominierte von der Front wie sie wollte und vergrößerte ihren Vorsprung auf der Zielgeraden bis auf knapp über zwie Längen, wobei auch gerne vier oder fünf Längen drin gewesen wären, wenn Wayne Lordan es gewollt hätte. Ich denke sie wird es heute nicht auf ein langes Duell mit Gayyaith um die Führung in dem Rennen ankommen lassen, da sie auch von der Position dahinter gewinnen kann, aber zu viel Leine sollte sie dem jungen Hengst nicht geben, sonst ist er auf und davon.
Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat einige ihrer besten Rennen von dieser Position nah oder vor der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl. Klare Favoritin

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

2020 ist bisher eher eine Nullnummer für Japan, der hier ein sehr schweres Rennen vor sich hat

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.


19.08.2020 – York – Juddmonte International – Pick: Ghaiyyath

Pferderennen in England

16:15 Juddmonte International – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.063 m  |  Preisgeld: 275.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Das Juddmonte International wird dieses Jahr an einem Mittwoch ausgetragen, oder eher nachgeholt. Und natürlich bin ich als Fan happy, dass ich dieses Gruppe 1 Renne im Corona Sommer überhaupt genießen darf, und im Gegensatz zu vielen anderen Rennen in dieser Saison ist das Juddmonte International auch alles andere als schwach besetzt. Das liegt natürlich an dem üppigen Prsigeld, aber auch daran, dass viele Stars ihren Weg in die Saison mittlerweile gefunden haben und ihre Trainer ihre Form besser einschätzen können
Auf dem Papier wird es zum Duell Ghaiyyath / Magical kommen, und das nicht erst gegen Ende des Rennens. Beide sind gerne als Front Runner in ihrem letzten Rennen unterwegs gewesen, wobei Magical auch andere taktische Optionen hat, weswegen ich vermute, dass er hier Ghaiyyath den Vortritt lassen wird. Aber auch Lord North geht gerne mal in Führung und könnte natürlich versuchen, beiden Favoriten den Tag mit einem aufgezwungenen frühen Duell um die Führung zu verderben.
Ich denke das würde Ghaiyyath mehr schaden als Magical, was dessen Chancen erhöhen könnte, aber auch Lord North würde sich mit so einem Duell eher selber schaden – also, Ghaiyyath bekommt die Führung, Magical direkt dahinter, dann Lord North neben Kameko, der bisher an seine Form aus dem Guineas nicht ganz anknüpfen konnte, aber im Sussex Stakes auch Pech hatte, als ihm ein klarer Lauf zumZiel vewehrt blieb. So wie er allerdings beim Sussex Stakes aus den Ställen geschossen war, könnte auch er versuchen sich die Führung zu sichern, muss dafür allerdings viel schneller in seinen Laufrythmus finden als in seinen letzten beiden Rennen. Ich denke er muss noch mehr Erfahrung sammeln und spielt gegen die deutlich stärkere Konkurrenz nur die zweite Geige heute

Ghaiyyath: Der Dubawi Sohn wird von Charlie Appelby trainiert und machte im September 2017 sein Debüt in Doncatser, wo er immerhin auf Anhieb einen dritten Platz belegen konnte. Noch im selben Monat gewann Ghaiyyath dann allerdings sein Maidenrennen in Newmarket, und das mit beeindruckenden fünf Längen. Kein Wunder also, dass es für ihn auch direkt in die Gruppenebene hoch ging und er – wieder in Newmarket – im Masar Godolphin Autumn Stakes startete. Zwar konnte er sich trotz guter Vorzeichen nicht die Rolle des Favoriten sichern, diese blieb dem Starter von John Godsen, Bear Slam, vorbehalten, aber wen interessiert das Geplänkel vor den Rennen, wenn am Ende der Sieg für Ghaiyyath steht. Mit knapp 1.5 Längen konnte er sie ggen Dream Today durchsetzen, William Buick überließ allerdings nichts dem Zufall und trieb sein rennpferd bis zum Ende hart an, so dass die Zeit von  1m 35.92 über die Meile dem enstprach, was Ghaiyyath zu dieser Zeit leisten konnte. Damit war das Jahr 2017 sher aufschlussreich und sehr erfolgreich für Ghaiyyath gewesen, der sich mit einem ersten Gruppensieg in die Winterpause verabschiedete.

Das Jahr 2018 verlief allerdings nucht ganz nach Plan, konnte Gayyath doch nur ein einziges Rennen, und das auch noch in Frankreich im September – nach der kompletten Classic Saison in England, die Ghayyath komplett ausließ – mit allen ehren, die dort auf ihn gewarten haben könnten! Bedenkt man, dass Ghayyath trotz der langen Pause am Ende das Gruppe 3 Prix du Prince d’Orange in Longchamp mit drei Längen Vorsprung gewinnen konnte, muss mann die verpassten Chancen für Charlie Appelpy in dieser Saison wirklich bedauern, was wäre da vielleicht alles möglich gewesen!

So blieb das Hoffen auf die Saison 2019, und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht! Gleich zu beginn der neuen Saison blieb Gyhattah zunächst in Frankreich und startete im Prix du Prince d’Orange, welchen er als klarer Favorit souverän gewinnen konnte – zunächst setzte sich Ghaiyyath gut fünf Längen als Front Runner vor den Rest des Feldes, dann kam das Feld aber immer weiter an ihn heran und William Buick musste hart arbeiten, um seinen Vorsprung nicht komplett einschmelzen zu lassen. Am Ende blieb ein Vorsprung von knapp über einer Länge, aber so wie Ghaiyyath dem Feld davon gezogen war, hätte man von einem dominanterem Rennen ausgehen können. Aber Sieg ist Sieg, und nach dem Warmmacher nach der langen Pause ging es für Ghaiyyath in den Gruppe 1 Prix Ganay, den er als hauhsoher Favorit – überraschend verlor! Study Of Man, der spätere Zweitplatzierte, lies es sich nicht nehmen und forderte Ghaiyyath um die Führung heraus, was beide so viel energie kostete, dass Waldgeist, der die beiden vor sich gewähren lies, 1 Furlong vor dem Ziel mit seinem Angriff locker an den beiden vorbeisprintete und am Ende einen ungefährdeten vier Längen Sieg feiern konnte.

Ghaiyyath ging nach den Rennen in Frankreich nach Deutschland, um am 147ten Longines Grosser Preis von Baden teilzunehmen. Dieses Mal hatte er aus seiner Niederlage gelernt und überließ anderen die Führung, stattdessen wartete er wie das Rennen sich entwickelte und übernahm nach ca einem Viertel der Distanz die Führung, um diese dann 2 Furlong vor dem Ziel konsequent weiter auszubauen. Gerade der Sprint zum Ziel war immens beeindruckend gewesen und William Bucik konnte es sich leisten, Ghaiyyath vor dem Ziel zurück zu nehmen und trotzdem einen 14 Längen Sieg zu feiern.

Diese Leistung lies auf das erneute Duell mit Waldgeist im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe hoffen, bei dem er gleichzeitig noch gegen Enable ran musste. Warum ich Waldgeist trotzdem zuerst nenne? Nun, wie wir alle wissen überraschte der in Deutschland gezüchtete Waldgeist die Fachpresse und wies die Wunderstute Enable bei ihrem Versuch das dritte mal den Arc zu gewinnen in ihre Schranken und gewann das Rennen mit starkem Schlusssprint am Ende mit gut einer Länge! Ghayyath gefiel das Rennen hingegen gar nicht, und der Versuch die Führung bis zum Ziel zu tragen scheiterte kläglich.

Wieder ging es in die Winterpause, und wieder kehrte Ghaiyyath stärker als zuvpr zurück, als er im Feburar in Meydan das Gruppe 3 Dubai Millennium Stakes Sponsored By Jaguar mit gut und gerne 8 Längen Vorsrpung gewinnen konnte. Das Ziel war natürlich eigentlich das Dubai World Cup Festival, welches Ghaiyyath allerdings verpassen musste, und das nicht nur wegen der aufziehenden Corona Epedemie.

Stattdessen kam er in Newmarket im Juni zurück zum Renngeschehen, als er im Gruppe 1 Hurworth Bloodstock Coronation Cup Stakes startete – wie zu erwarten als klarer Favorit. Scheinbar konnte Ghaiyyath das Rennen kaum erwarten, denn er ging deutlich zu energisch an die Sache heran und bescherte William Buick alle Mühe, ihn zu bändigen. Das gelang dem Profi Jockey aber natürlich und Ghaiyyath fügte sich in die Rolle des Front Runners, der nach nur 4f wie schon so oft weit vor dem eigentlich Feld vor sich hinlief. Der Vorsprung wurde zum Ziel etwas knapper, aber Ghaiyyath behielt die Kontrolle über das Rennen und füte einen weiteren Gruppe 2 Sieg seinem Repertoire hinzu.

Mit den enstrepchend guten Leistungen im Petto ging es dann anfang Juli 2020 in das Gruppe 1 Coral-Eclipse gegen Enable, und Gyauyyath ging in das Duell sogar mit gar nicht schlechten Chancen im Vorfeld. Klar, Enable war nach ihren großartigen Erfolgen im letzten Jahr im King George, dem Yorkshire Oaks und Co. natürlich Favoritin für ihre Saisondebüt, aber Ghaiyyath hatte auf dem Papier den Vorteil, dass er schon einen Start in der aktuellen Saison hatte und ein paar Kilo Leichter als Enable an den Start gehen konnte.

Das Rennen selbst war von Ghaiyyath und seinem Jockey William Buick ein Lehrstück wie man ein Feld von der Front aus führen sollte. Zunächst wurde ihm vom Feld die Führung ziemlich anspruchlos überlasse, so dass Ghaiyyath sich es an erster Position bequem machen konnte und ein Tempo nach seinem Belieben setzten konnte. Er zog das Feld damit ein wenig auseinander, Enable in fünfter Position hatte einige Längen Rückstand als es in die Zielgerade hing, wo es noch knapp 3 Furlong bis zum Ziel waren. William Buick erhöhte das Tempo, welches Japan auf dem zweiten Platz und vor allem Enable zunächst mitgingen. Enable machte wie gewohnt schnell einige Plätze gut, schien aber schon Probleme zu haben, Japan zu überholen, der unter Ryan Moore ein großartiges Rennen lief.

An Gaiyyath kamen beide bis auf vielleicht eine Länge heran, aber der fand noch mehr Kraftreserven in sich drin und konnte noch einmal dagegenhalten und sich auf den letzten Metern noch einmal zusätzlich eine Länge absetzten, was ihm am Ende einen beeindruckenden Sieg gegen eine der besten Stuten der Welt mit über 2.5 Längen einbrachte. Enable schien die Lange Pause noch in den Hufen zu stecken, denn im nächsten Rennen zeigte sich sich in ihrer alten Form udn gewann das etwas blutleere King George VI & QE Stakes mit Leichtigkeit. Ihr Dauerkonkurrenint Magical dagegen war von Anfang an im Jahr 2020 in Form und wird heute versuchen, Gaiyyath den Gar auszumachen, was für ein spannendes Rennen sorgen sollte – besonders, weil beide bei ihrem letzten Sieg die Option des Front Runners gezogen hatten und es sehr spannend wird, wer von beiden heute diese Position bekommen wird.

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nahm bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. Beide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon.

Kein Wunder also, dass beim nächsten Start im Irish Gold Cup in Curragh Ende Juli keine Konkurrenten aus den Rennen zuvor mit dabei waren. Allerdings ließen sich auch kaum andere nennenswerte Starter blicken, was eine ziemlich armselige Konkurrenz für Magical darstellte, was sich zum Einen in der Quote, zum Anderen natürlich auch im Rennverlauf widerspiegelte, denn Magical dominierte von der Front wie sie wollte und vergrößerte ihren Vorsprung auf der Zielgeraden bis auf knapp über zwie Längen, wobei auch gerne vier oder fünf Längen drin gewesen wären, wenn Wayne Lordan es gewollt hätte. Ich denke sie wird es heute nicht auf ein langes Duell mit Gayyaith um die Führung in dem Rennen ankommen lassen, da sie auch von der Position dahinter gewinnen kann, aber zu viel Leine sollte sie dem jungen Hengst nicht geben, sonst ist er auf und davon.
Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat einige ihrer besten Rennen von dieser Position nah oder vor der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl. Klare Favoritin

Lord North: Der Dubawi Sohn begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte.

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form ist er heute gegen noch einmal stärkere Konkurrenz trotzdem wieder vorne mit dabei und gehört zu jedem Tricast dazu.

Tipps zum Pferd:Kann auf schweren wie schnellem Untergrund laufen, kann als Front Runner wie auch Schlusssprinter aus dem Mittelfeld fungieren. Extrem vielseitig auf den Distanzen der Meile bis 1m2f (2004m). Scheint 2020 sein Potential erst voll auszuschöpfen

Kameko: Der Kitten’s Joy Sohn von Andrew Balding begann seine Karriere mit einem Sieg im Junli 2017 und ging einen Monat danach direkt auf Gurppenrebene und versuchte sich im Betway Solario Stakes auf Gruppe 3 Ebene. Dabei war Psoitive der klare Favorit des Rennens, hätte aber fast eine herbe Niederlage einstecken müssen, denn Kameko scheiterte mit seinem Angriff nur mit einer Nase und verkaufte sich teuer – deutlich teurer, als von ihm erwartet worden war.
Einen Monat später ging es in noch einmal in die Gruppenebene, dieses Mal auf Gruppe 2 Ebene im Royal Lodge Stakes, und dieses Mal war Kameko der Favorit, dem der Tag verdorben wurde, in Formvon Royal Dronoch, der Kameko kurz vor der Ziellinie des 1609m Rennens noch einmal überholen konnte. Dabei hatte Kameko sich zuvor dir Führung sichern können und sah 150m vor dem Ziel stark aus, aber auf den letzten Metern kam Royal Dronoch noch einmal und schaffte es sich mit einem Nacken knapp den Sieg zu sichern. Schade für Kameko, der damit in seinen ersten beiden Gruppenrennen zwei Platzierungen verzeichnen konnte, aber am Sieg zwei mal knapp vorbeischrammte.
Den Fehler wollte Kameko unter Osin Murphy nicht noch einmal machen, als er im Vertem Futurity Trophy Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newcastle in November auflief. Zwar war er nicht als Favorit des Meilen Rennens gehandelt worden, konnte sich aber sauber unter wenig Druck absetzten und einen drei Längen Sieg feiern, einziger Wermuthstropfen war, das Kameko unter Druck auf den letzten Metern begann zu driften und dadurch etwas Raum verschenkte, aber darauf kam es nicht mehr wirklich an – er gewann locker und ohne in Gefahr zu geraten.
Nach einer langen Corona Pause machte Kameko dann sein Debüt in der neuen Saison ausgerechnet im Gruppe 1 Qipco 2000 Guineas, aber dank Corona erginge s vielen der anderen Konkurrenten genauso und die Karten wurden nach der langen Pause neu gemischt. Kameo traute man den Sieg gegen den heiß gehandelten Pinatubo nicht wirklich zu, allerdings überrauschte Kameko wieder einmal und gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Wichita.
Umso beeindruckender war der Sieg, weil sich für Kameko erst 1 Furlong vor dem Ziel eine Lücke auftat und er dafür auch noch in die Mitte der Bahn wechseln musste und der Favorit Pinaturbo ausgerechnet der gewesen war, der ihm den Weg versperrt hatte. Dann aber kam Kameko in Gang und gewann am Ende verdient, während Pinaturbo vor dem Ziel schwächelte.
Kein Wunder also, dass wir ihn für das Espom Derby 2020 auf dem Schirm hatten und von einer guten Leistung ausgegangen sind -wie wohl auch viele andere Analysten, denn am Ende startete Kameko sogar als Favorit in das Rennen, gefolgt von unserem zweiten Pick – English King – die aber leider nur Platz 4 und 5 am Ende belegten, deutlich hinter Serpentine, der dem Feld nach Belieben auf den letzten Metern davonsprintete und einen beeindruckenden 5.5 Längen Sieg feiern konnte. Man muss eine Weile nachdenken, um einen ähnlich beeindruckenden Sieg im Derby zu finden, allerdings schien Kameko mit dem Guineas Sieg auch vielleicht am Ende ein wenig überschätzt, denn im nachfolgenden Sussex Stakes kam er wieder nicht über einen vierten Platz hinaus.
Kameko schoss beim Start förmlich aus den Ställen und hatte sicher 1-2 Längen Vorsprung, die er aber sofort wieder verspielte, als Osin Murphy Kameko in keinerlei Rythmus bekam und Circus Maximus die Fürhung überlassen musste
So richtig wohl schien sich Kameko am Innengeländer nicht zu fühlen, so wie seinen Kopf immer wieder zur Seite warf, und als sich die Tür hinter den Front Runner öfnete, schaffte er es nicht diese zu nutzen und musste zusehen wie sich die Wand aus Konkurrenten vor ihm wieder aufbaute. Er ist sicher besser als er in seinem letzten Rennen gezeigt hat, das heute ist aber noch einmal ein Stück härter als das letzte Rennen und ich denke ein ausbezahlter Platz 2 oder 3 wäre schon eine herausragende Leistung.
Tipps zum Pferd: Guineas 2000 Sieger 2020, konnte aber danach im Derby und dem Sussex Stakes nicht an diese Leistung anknüpfen und sieht derzeit noch ein wenig grün hinter den Ohren aus.

26.07.2020 – Curragh Tattersalls Gold Cup – Pick: Magical

Pferderennen in England

15:55 Tattersalls Gold Cup (Gruppe 1)

3yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut

Nach dem Sieg von Enable gestern dürfen wie heute deie Enable Dauerkonkurrentin Magical bewundern, der nach seinem bemerkenswerten Einstieg in die neue Saison im letzten Monat heute versuchen wird, ihren  Bilanz mit einem vierten Gruppe 1 Sieg weiter aufzuwerten.Auf dem Papier leidet der Tattersalls Gold Cup dieses Jahr Corona Bedingt etwas unter Blutarmut, denn viele hochklassieg Rennpferde haben 2020 ihren Weg nicht nach Curragh gefunden. Magical ist klar die herausragende Stut in diesem Feld, sowohl von der Klasse als auch von den bisherigen Leistungen. Der Rest hinkt etwas hinterher und dürfte der Stute von Aiden O’Brien nicht allzu große Probleme bereiten. Vielleicht am ehesten noch der aufstrebende Buckhurst für Joseph O’Brien, der zuletzt in einem Gruppe 3 Rennen Sir Dragonet hatte schlagen können, aber realistisch… nein eher nicht. Magical all the way, wie gestern Enable. Nur ist die Quote noch ein Stück uninteressanter.

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Dann kam die lange und etwas ungewollte Pause durch die Corona Epedemie, die sich bis zum Juni hinzog, bevor lansgam aber sicher die Vorhänge wieder hoch gezogen wurden für den Rennsport. Magical suchte sich als erstes Rennen in der Saison das Alwasmiyah Pretty Polly Stakes aus, welches allerdings wie viele andere Rennen in dieser Saison unter der Abwesenheit vieler hochklassiger Pferde litt. So trat Magical fast allein auf weiter flur gegen die Konkurrenten wie Fleeting oder Cayenne Pepper an, die sich redlich bemühten, das Rennen für Magical nicht zu einfach zu machen, aber am Ende konnte Magical als Front Runnerin in dem Rennen faktisch machen was sie wollte und zog den Verfolgern spielend davon. Kein Wunder also, dass heute keine Konkurrenten aus dem Rennen zuvor mit dabei sind, einen anderen Ausgang erwarte ich aber auch hier nicht. So gerne ich auch etwas anderes als die Favoritin picken würde

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat einige ihrer besten Rennen von dieser Position nah oder vor der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl. Klare Favoritin

 

 

 


28.06.2020 – Curragh – Alwasmiyah Pretty Polly Stakes – Pick: Magical

Pferderennen in England

17:45 Alwasmiyah Pretty Polly Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.012 m  |  Preisgeld: 200.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote


Magical: 
Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte. Was für eine Leistung, aber auch was für eine Leistung von Magical, der sich nicht einfach abschütteln lassen wollte.

Die beiden trafen dann einen Monat später im Darley Yorkshire Oaks Wieder aufeinander, um das nächste Gruppe 1 Rennen gegeneinander auszutragen, dieses Mal allerdings über 2f mehr Distanz und etwas langsameren Boden, was aber Enable nicht daran hinderte, das mit nur drei Konkurrenten besetzte Rennen wieder einmal souverän zu  gewinnen. Magical mühte sich auf dem letzten Furlong des Rennens an der Stute dran zu bleiben, hatte aber keine Chance das gesetzte Tempo mitzugehen und musste sich mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben.

Magical mied danach das erneute Duell mit Enable und begab sich lieber in das QIPCO Irish Champion Stakes in Leipardstown im September, wo sie als klare Favoritin das Rennen dominierte und mit 2 Längen Vorsprung gewann. 1m2f 7nd guter Untergrund schienen Magical gut zu liegen, denn sin schloss schon 2 Furlong vor dem Ziel auf die Führenden auf und beschleunigte mit einem immensen Kick gleich mehrere Längen vor die Verfolger, die nach etwas Reaktionszeit den Rückstand noch ein bisschen verkürzen konnten, aber keine Chance hatten an Magical noch einmal heran zu kommen.

Mit dem Sieg im Rücken und frisch gestärktem Ego ging es dann nach Frankreich zum nächsten Duell mit Enable die für den Prix de Arc De Triomphe als klarer Favorit auflief – klar, sie hatte das Rennen ja im letzten Jahr gewinnen können und trat als Titelverteidigerin an. Sie hatte allerdings schon im Jahr zuvor das Rennen nur mit einem Nacken gewinnen können, was ein kleines Warnzeichen hätte sein sollen, und 2019 stieg der in Deutschland gezüchtete Waldgeist endgültig zum Superstar auf, indem er den Prix de l’Arc De Triomphe gewann. 50 Yards vor dem Ziel kam Waldgeist an die zu diesem Zeitpunkt führende Enable heran und schaffte es tatsächlich, diese zu überholen und danach auf Abstand zu halten! Wahnsinns Leistung, Magical hingegen spielte in diesem Rennen keinerlei Rolle für den Sieg.

Der Arc ist allerdings auch immer ein besonders hartes Rennen und nur wenige Pferde haben das, was es braucht um in diesem Rennen gut abzuschneiden, denn meist ist der Boden schon sehr weich im Oktober und die Distanz von 1m4f ist für die meisten der Teilnehmer eher etwas zu weit als zu kurz, soll heißen, nur wenige 2miler gehen mit der Distanz runter für den Arc, die meisten sind 1m2f oder gar weniger gewohnt. So auch Magical, din im selben Monat auf weichem Boden das Gruppe 1 Qipco Champion Stakes (Teil der British Champions Middle Distance Serie) gewann. Wieder blieb Magical an den führenden Pferden dran und beschleunigte an diesen dann auf der Zielgerade mit seinem schnellen Antritt vorbei, und sicherte sich damit einen weiteren Gruppe 1 Titel.

Zar muss sin heute die ungewollt lange Pause wegen Corona überstehen und kompensieren, im Gegensatz zu Konkurrentin Fleeting din schon einen Start in der neuen Saison vorzuweisen hat, aber ich kann mir gut vorstellen dass Magical auch unter nicht idealen Bedingungen und vielleicht noch nicht voll ausgebauter Form genug klasse hat, um das Rennen  hier souverän zu gewinnen.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, fühlt sich aber auch hinter den Pacesetern wohl. Hat einige ihrer besten Rennen von dieser Position nah oder vor der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl. Klare Favoritin


19.10.2019 – Ascot Champions Day – Qipco Champion Stakes – Pick: Magical

Pferderennen in England

17:00 Qipco Champion Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.012 m | Preisgeld: 1.358.750 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Coronet: Die Duawi Tohtergewann zu seinem Auftakt gleich zwei Rennen, wobei eines sogar auf Listed Ebene war (das Zetland Stakes), gefolgt von guten Leistungen im Prix Saint-Alary auf Gruppe 1 Ebene und dann der erste Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Ribblesdale Stakes in Royal Ascot – was klar eine persönliche Bestleistung war und Coronet nach dem Flop im Oaks zurück auf Spur brachte.

Coronet ging nach ihre ersten Sieg auf Gruppenebene ins das Duell mit Enable, welches sie natürlich klar verlor, aber sie schaffte immerhin einen zweiten Platz hinter der Wunderstute im Darley Yorkshire Oaks und das Ziel im Jahr 2017 war letztendlich das St Leger im Herbst, welches Coronet aber leider nur mit einem fünften Platz abschließen konnte.
Coronet startete danach noch im Champions Fillies & Mares Stakes  und belegte hinter Hydragena einen dritten Platz, hatte damit aber leider in der zweiten Jahreshälfte leider nicht an die Erfolge aus der ersten anknüpfen können.

2018 startete sie dann nach der Winterpause fulminant in die neue Saison, als Coronet das Gruppe 2 Middleton Stakes gewinnen konnte. Coronet übernahm die Führung und setzte sich 2f vor dem Ziel souverän vom Feld ab, musste dann aber hart arbeiten um den Vorsprung immerhin bei 1.5 Längen zu halten. Und dieses Mal schaffte es Cornet auch die Form in die nächsten Rennen zu transferieren, denn sie verpasste den Sieg i Grand Prix de Saint-Cloud nur denkbar knapp, als Waldgeist auf der Ziellinie die sprichwörtliche Nase vorn hatte.

Sie wechselte nach England um ihr Glück im Gruppe 1 King George VI & QE Stakes zu versuchen, wo sie Ende Juli 2018 allerdings chancenlos gewesen war. Besser lief es dann schon im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks in York. wo sie hinter Sea Of Class einen guten zweiten Platz erreichen konnte. Der scnelle Boden und die 2385m lagen ihr in York deutlich mehr als in Ascot, auf weichem Boden schaffte sie in Ascot allerdings einen zweiten Platz im Gruppe 1 British Fillies & Mares Stakes hinter Magical und schien mit dem Ausdauertest hervorragend zurecht zu kommen.

Ihr Saisondebüt nach der Winterpause in Newmarket im Jockey Club Stakes gelang Coronet nicht, was aber sowohl an der langen Pause als auch an dem sehr schellen Boden gelegen haben kann. Beim zweiten Rennen in der neuen Saison in einem Rennen, in dem sie letztes Jahr brillieren konnte dürfte Coronet aber vorne mit dabei sein.

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie bisher in ihrer Saison 2019 einfach nicht in Form kommen wollte, denn auch bei ihrem Wechsel nach England zum Prince Of Wales Stakes wollte keine Verbesserung der Form mehr eintreten. Allerdings war der Lauf nicht so schlecht wie der sechste Platz vermuten lässt und es war eine Frage der Zeit, bis die japanische The Shuka Sho Siegerin wieder in Form kommen  würde- und die sehr lange Gerade beim Zieleinlauf beim Qatar Nassau Stakes tat ihr übriges, um ihr einen Formschub zu geben und sie das erste Mal sei Oktober 2018 im Fuchu Himba Stakes wieder als Erste durchs Ziel laufen zu sehen.

Der Zieleinlauf heute ist deutlich kürzer und die Strecke bespielt nicht gerade die Stärken von Deidre, aber einen Platz kann man sich für sie heute hier trotzdem vorstellen.

Elarqam: Der Frankel Sohn von Marc Johnston hat sich in seiner Karriere schon an einigen sehr guten Rennen versucht, begann seine Karriere aber in einem recht gewöhnlichen Rennen in York im September 2017. Danach ging es allerdings gleich in die Gruppenebene in Form des Gruppe 3 Somerville Stakes in Newmarket, seinem erst zweiten Rennen in seiner Karriere und eines, welches ihn so richtig testete – trotzdem gewann er gegen Tip Two Win mit Leichtigkeit und hatte keine Angst, sich in der nächsten Saison gleich in den besten Rennen zu versuchen.

So war sein erstes Ziel nach der Winterpause das Gruppe 1 2000 Guineas Stakes  in Newmarket, wo er einen guten vierten Platz belegen konnte, obwohl ihm der Auffrischer in der neuen Saison gefehlt hat. Die zwei Längen Rückstand konnte er nicht mehr gut machen, aber für den ersten Start in der neuen Saison war das Rennen doch recht gut gelaufen und in Curragh danach im Gruppe 1 Irish 2,000 Guineas galt Elaqarm danach zu Recht als einer der Favoriten, konnte allerdings auch im zweiten Guineas in der Saison 2018 nicht überzeugen und scheiterte mit über sieben Längen in dem hart gelaufenen Rennen. Elaqarm nahm daraufhin etwas Tempo aus seiner Karriere und startete zunächst im Gruppe 2 York Stakes über 2063m, wo er gegen die leichtere Konkurrenz erneut als Favorit auflief.

Leider sollte dies der zweite Lauf als Favorit sein, bei dem Elarqam entäuschte und nicht über einen dritten Rang hinaus kam. Elaqarm hielt sich das gesamte Rennen über an der Front und hatte sich einige Längen Vorsprung gesichert, bis seine Verfolger sich auf den Weg machtem ihm den Tag zu verderben. Kurz vor der Ziellinie hatten ihn Dann Thundering Blue und Borocco eingeholt und machten den Sieg unter sich aus, mit Elaqarm auf einem guten dritten Platz, aber nicht mehr in der Lage um den Sieg mitzukämpfen.

Elarqam floppte danach allerdings auch noch im Gruppe 3 Tattersalls Sovereign Stakes gegen noch einmal deutlich leichtere Konkurrenz und es wurde augenscheinlich Zeit, die Saison 2018 für ihn zu beenden.

Nach einer längeren Winterpause, die vom August bis zum April 2019 dauerte, kehrte Elarqam im Earl Of Sefton Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück, hatte in diesem Rennen trotz des Gruppe 3 Characters aber eine Menge zu tun und konnte sich nicht über einen vierten Platz hinaus kämpfen. Dafür ging es aber im Festival Stakes auf Listed Ebene wieder bergauf und Elarqam schaffte über die 1991m seinen ersten Sieg seit dem Erfolg im Gruppe 3 Somerville Stakes 2017. Scheinbar hatte er die paar Rennen zuvor gebraucht um seine Form wieder zu finden, schließlich konnte Elaqarm danach auch noch das Gruppe 2 York Stakes für sich entscheiden und dabei den hoch gehandelten Konkurrenten Addeybb auf den zweiten Platz verbannen.

Knights To Behold lies Elaqarm nicht wie erhofft die Führung, konnte aber das selbst gesetzte Tempo nicht durchhalten und wurde von Elaqarm auf der Zielgeraden überholt. Elaqarm hatte noch eine Menge mehr zu geben und beschleunigte über 3 Längen davon was Ende zu einem souveränen Sieg gegen solide Konkurrenz reichte.

Der Schritt auf Gruppe  1 Ebene im Juddmonte International war danach durchaus eine gute Idee gewesen und Elaqarm verkaufte sich teuer und wäre vermutlich noch besser als auf seinem dritten Platz abgeschnitten, wenn er wie erhofft die Führung hätte übernehmen können.

 

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, hatte hatte Magical davor recht gut im Griff. Der hatte nun im Gruppe 1 Yorkshire Oaks  die Chance auf Wiedergutmachung und konnte der Wunderstute auch tatsächlich einiges zu denken geben, auch wenn Enable das Rennen am Ende wieder sicher im Griff hatte.

Heute hat Magical wieder ein gewinnbares Rennen vor sich und ist zudem auf dem Kurs zurück, auf dem er seinen letzten Sieg feiern konnte.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl


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