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Magical

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06.10.2019 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – die Außenseiter – Waldgeist EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 5.000.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, aber hatte Magical davor recht gut im Griff. Die Kräfteverhältnisse waren klar geregelt und auch im Yorkshire Oaks gewann Enable unangefochten vor Magical und noch viel weiter dahinten. Lah Ti Dar.

Es war Zeit für Magical sich ein ewtas leichteres Rennen zu suchen und so startete sie danach im Irish Champion Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Leopardstown – ein Rennen welches er gewinnen konnte, und zwar mit einer einem Favoriten würdigen Dominanz

 

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.

Fench King: Der French Fifteen Sohn von H. Pantall ist im Besitz von Sheikh Abdullah Bin Khalifa Al Thani und wie so oft in Frankreich hat sich die Kombination aus starkem Trainer und sehr reichem Besitzer in zählbaren Ergebnissen in den letzten Jahren niedergeschlagen.

Die Karriere von French King begann im Jahr 2017 noch ein wenig holprig und er konnte erst im dritten Anlauf sein Maidenrennen gewinnen, schaffte dann aber im Jahr 2018 sein erstes Doppel auf den Kursen in Nantes (2200m) und Pornichet (2400m), was French King danach zur Teilnahme an den ersten Black Type Rennen qualifizierte. So startete er im Prix de l’Avre und dem Coupe des Trois Ans, allerdings ohne dabei den erhofften Sieg feiern zu können.

Aber trotzdem stand am Ende über die 2400m im Coupe des Trois Ans ein zweiter Platz, wenn auch 3 Längen hinter dem Sieger, im Formbuch und French King konnte durchaus stolz auf sich sein, trotzdem sollte 2018 schnell der nächste Sieg folgen und French King nahm die etwas seltene Route zum Swiss Derby nach Fauenfeld in der Schweiz auf sich, wo er gegen unbekannte Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte. Zurück in Frankreich wurde er im Juni 2018 im Prix Frédéric de Lagrange erneut deutlich geschlagen, bevor es ihm auf weichem Boden im Prix Dirickx auf dem Provinzkurs in Craon gelang an den dem Sieger dran zu bleiben und mit einem knappen zweiten Platz seinen bisher besten lauf in seinem Heimatland feiern zu können.

Er lief danach gegen bessere Konkurrenz über die 2100m im Prix de la Région Grand Est ein weiteres gutes Rennen auf einem ausbezahlten dritten Platz, ohne dabei jedoch den Sieger Potemkin wirklich gefährde zu können. French King schien in seinem zweiten Jahr einfach nicht wirklich in Gang kommen zu wollen, denn auch über 2400m auf weichem Untergrund im Grand Prix de Nantes, einer Kombination die ihm eigentlich liegen sollte, gelang es French King nicht für Gefahr zu sorgen und er landete auf einem abgeschlagenen sechsten Platz, bevor es in die Winterpause ging.

Diese nutzte sein Trainer H. Pentall offensichtlich gut und konnte French King bereits im Feburar im H.H. The Amir Trophy in Doha zum Sieg führen. Die Doha Challenge und die Amir Trophy sind nun nicht mit den Rennen in Dubai vergleichbar, trotzdem war der Sieg von French King in dem mit 1.000.000$ dotierten Rennen ein großer Achtungserfolg, der drei Monate später in Deutschland im Carl Jaspers-Preis, einem Gruppe 2 Rennen in Köln, bestätigt werden sollte. Die Preisgelder in Deutschland sind vergleichsweise lächerlich gering, aber French King hat hierzulande auch längst nicht mit so starker Konkurrenz zu kämpfen wie in Doha und so dürfte er auch hier in Hamburg eine äußerst gute Figur machen können.

 

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihn 2019 nahe an seine Berstform heranbrachte

Den selben Trick versuchte Waldgeist im Prince Of Wales Stakes ebenfalls, verpasste aber den Anschluss im Schlusssprint und hatte trotz seines normalerweise sehr guten Tempowechsels keine Chance mehr an die beiden Sieger heranzukommen. Im King George VI & QE musste er gegen Enable und Crystal Ocean ran – die beiden Konkurrenten konnten sich am Ende von Waldgeist absetzen, aber Walgeist blieb auf dem unpassenden schnellen Untergrund dran und konntesich einen klaren dritten Platz sichern.

Auf etwas weicherem Boden konnte er sich zurück in Frankreich im Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene dieses Mal locker gewinnen, was allerdings bei der angetreten Konkurrenz auch nicht verwunderlich war.

Letztes Jahr war Waldgeist bei schnellem Boden im Prix de l’Arc de Triomphe Vierter, mit unter 2 Längen Rückstand! Auf dem weicheren Boden dieses Jahr gehe ich davon aus, dass Waldgeist mindestens wieder einen Platz erreichen wird – klarer EW Pick!

 

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.


14.09.2019 – Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Magical

Pferderennen in Irland

17:15 Irish Champion Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.012 m | Preisgeld: 1.250.000 EUR | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie bisher in ihrer Saison 2019 einfach nicht in Form kommen wollte, denn auch bei ihrem Wechsel nach England zum Prince Of Wales Stakes wollte keine Verbesserung der Form mehr eintreten. Allerdings war der Lauf nicht so schlecht wie der sechste Platz vermuten lässt und es war eine Frage der Zeit, bis die japanische The Shuka Sho Siegerin wieder in Form kommen  würde- und die sehr lange Gerade beim Zieleinlauf beim Qatar Nassau Stakes tat ihr übriges, um ihr einen Formschub zu geben und sie das erste Mal sei Oktober 2018 im Fuchu Himba Stakes wieder als Erste durchs Ziel laufen zu sehen.

Der Zieleinlauf heute ist deutlich kürzer und die Strecke bespielt nicht gerade die Stärken von Deidre, aber einen Platz kann man sich für sie heute hier trotzdem vorstellen.

Elarqam: Der Frankel Sohn von Marc Johnston hat sich in seiner Karriere schon an einigen sehr guten Rennen versucht, begann seine Karriere aber in einem recht gewöhnlichen Rennen in York im September 2017. Danach ging es allerdings gleich in die Gruppenebene in Form des Gruppe 3 Somerville Stakes in Newmarket, seinem erst zweiten Rennen in seiner Karriere und eines, welches ihn so richtig testete – trotzdem gewann er gegen Tip Two Win mit Leichtigkeit und hatte keine Angst, sich in der nächsten Saison gleich in den besten Rennen zu versuchen.

So war sein erstes Ziel nach der Winterpause das Gruppe 1 2000 Guineas Stakes  in Newmarket, wo er einen guten vierten Platz belegen konnte, obwohl ihm der Auffrischer in der neuen Saison gefehlt hat. Die zwei Längen Rückstand konnte er nicht mehr gut machen, aber für den ersten Start in der neuen Saison war das Rennen doch recht gut gelaufen und in Curragh danach im Gruppe 1 Irish 2,000 Guineas galt Elaqarm danach zu Recht als einer der Favoriten, konnte allerdings auch im zweiten Guineas in der Saison 2018 nicht überzeugen und scheiterte mit über sieben Längen in dem hart gelaufenen Rennen. Elaqarm nahm daraufhin etwas Tempo aus seiner Karriere und startete zunächst im Gruppe 2 York Stakes über 2063m, wo er gegen die leichtere Konkurrenz erneut als Favorit auflief.

Leider sollte dies der zweite Lauf als Favorit sein, bei dem Elarqam entäuschte und nicht über einen dritten Rang hinaus kam. Elaqarm hielt sich das gesamte Rennen über an der Front und hatte sich einige Längen Vorsprung gesichert, bis seine Verfolger sich auf den Weg machtem ihm den Tag zu verderben. Kurz vor der Ziellinie hatten ihn Dann Thundering Blue und Borocco eingeholt und machten den Sieg unter sich aus, mit Elaqarm auf einem guten dritten Platz, aber nicht mehr in der Lage um den Sieg mitzukämpfen.

Elarqam floppte danach allerdings auch noch im Gruppe 3 Tattersalls Sovereign Stakes gegen noch einmal deutlich leichtere Konkurrenz und es wurde augenscheinlich Zeit, die Saison 2018 für ihn zu beenden.

Nach einer längeren Winterpause, die vom August bis zum April 2019 dauerte, kehrte Elarqam im Earl Of Sefton Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück, hatte in diesem Rennen trotz des Gruppe 3 Characters aber eine Menge zu tun und konnte sich nicht über einen vierten Platz hinaus kämpfen. Dafür ging es aber im Festival Stakes auf Listed Ebene wieder bergauf und Elarqam schaffte über die 1991m seinen ersten Sieg seit dem Erfolg im Gruppe 3 Somerville Stakes 2017. Scheinbar hatte er die paar Rennen zuvor gebraucht um seine Form wieder zu finden, schließlich konnte Elaqarm danach auch noch das Gruppe 2 York Stakes für sich entscheiden und dabei den hoch gehandelten Konkurrenten Addeybb auf den zweiten Platz verbannen.

Knights To Behold lies Elaqarm nicht wie erhofft die Führung, konnte aber das selbst gesetzte Tempo nicht durchhalten und wurde von Elaqarm auf der Zielgeraden überholt. Elaqarm hatte noch eine Menge mehr zu geben und beschleunigte über 3 Längen davon was Ende zu einem souveränen Sieg gegen solide Konkurrenz reichte.

Der Schritt auf Gruppe  1 Ebene im Juddmonte International war danach durchaus eine gute Idee gewesen und Elaqarm verkaufte sich teuer und wäre vermutlich noch besser als auf seinem dritten Platz abgeschnitten, wenn er wie erhofft die Führung hätte übernehmen können.

Madhmoon

Headman

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, hatte hatte Magical davor recht gut im Griff. Der hatte nun im Gruppe 1 Yorkshire Oaks  die Chance auf Wiedergutmachung und konnte der Wunderstute auch tatsächlich einiges zu denken geben, auch wenn Enable das Rennen am Ende wieder sicher im Griff hatte.

Heute hat Magical wieder ein gewinnbares Rennen vor sich und ist zudem auf dem Kurs zurück, auf dem er seinen letzten Sieg feiern konnte.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl


22.08.2019 – York – Darley Yorkshire Oaks – Pick: Enable

Pferderennen in England

16:35 Darley Yorkshire Oaks – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.385 m  |  Preisgeld: 425.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut
War das knapp für Enable in ihrem letzten Rennen! Enable lief im King George VI & QE auf und galt als unschlagbare Favoritin, allerdings hatte sie die Rechnung ohne Crystal Ocean gemacht, der an der Front  eine hervorragende Figur abgab und das Tempo nach belieben setzten dürfte – was am Ende dazu führte, dass er einige Längen Vorsprung mit in die Zielgerade nahm und dort der klaren Favoritin fast den Tag verdarb. Enable sollte eigentlich an ihm locker vorbeiziehen, tat sich aber extrem schwer den Frontrunner einzusammeln. Crystal Ocean hätte ihr fast die erste Niederlage seit langer Zeit zufügen können und es wird sehr spannend werden, in welcher Form sich Enable vor ihrem historischen Versuch zeigt, den Arc De Triomphe ein drittes Mal zu gewinnen.
Es gibt aber kaum einen Zweifel daran, dass Enable das Rennen hier gewinnen wird.

Enable: Die Nathaniel Tochter ist ein Phänomen,  Hat die vierjährige doch bisher nur eines ihrer Rennen überhaupt verloren und sich dabei letztes Jahr ein eigenes schwierigsten Europa versucht, unter anderem hat sie den den Breeders‘ Cup Turf  und den Prix de l’Arc de Triomphe gewinnen können und sich damit klar als die beste europäische Stute seit langem etabliert.  Ihre Serie von fünf Gruppe eins Siegen letztes Jahr hintereinander schloss sie mit dem Sieg hier in Frankreich in Arc De Triomphe ab, Wobei wir ihr den Sieg zwar zugetraut haben allerdings war die Quote derart gering, dass man sie mit viel Vertrauen hatte bitten müssen um eine größere Summe auf sie zu sitzen. Dem Vertrauen wurde sie aber auch durchaus gerecht, denn selbst Order Of St George hatte am Ende keine Chance gegen sie und in Enable gewann wie schon gesagt mit deutlichem Abstand und unangefochten ging eine Konkurrenz die auf dem Papier eigentlich hätte härter sein müssen als alles was ihr sonst so bisher unter die Hufe gekommen war.  Kein Wunder also dass ihr Trainer John Godsen sie gleich wieder für das Arc nominiert hat und sie mit diesem Rennen im Sinn das gesamte Jahr über trainiert hat. Die Austragung dieses Jahr sieht auf dem Papier  um einiges leichter aus als das Rennen im letzten Jahr und es scheint einige der europäischen Hauptkonkurrenten das erneute Duell mit der Wunderstute  vermeiden wollen.

John Godsen sichert sich für seine Enable wieder die Dienste von Frankie Dettori, und das Duo hat letztes Jahr definitiv von sich reden gemacht.
Nach einem Debütsieg im Jahr 2016 in Newcastle und einem zweiten Platz danach in Newbury ging es für Enable in die Winterpause und man kann sich nicht ganz vorstellen, dass das Debüt im Mai genauso geplant gewesen war, wie es sich im Endeffekt abgespielt hat., obwohl es für eine so talentierte Stute ungewöhnlich ist, die Guineas Rennen zu verpassen.

Enable startete stattdessen im Cheshire Oaks in Chester und verpasste damit alle Classics der Saison bis dato, was wie gesagt für ein so talentiertes Pferde sehr ungewöhnlich ist und einige Fragen bezüglich ihrer Vorbereitung offen ließ.
Erst im Gruppe 1 Epsom Oaks traf sie auf Konkurrenten wie Rhododendron oder Sobetsu, die ihren ersten wirklichen Test darstellten. Sie hatte im Vorfeld eine Menge Lob bekommen und startete als eine der Favoritinnen für das Rennen, und diesen Vorschusslorbeeren wurde sie auch im vollen Umfang gerecht. Gegen die beiden hoch gehandelten Konkurrentinnen trat sie also mit dem Hype im Rücken an und sie konnte das Feld mit einem dominanten Lauf und über fünf Längen Vorsprung auf die Bretter schickte.
Auf weichem Untergrund hatte Frankie sie während dem Rennen auf der dritten Position geparkt und sie hatte relativ viel Ruhe während des Rennens, ohne Druck von anderen Pferden neben sich. Pocketfullofdreams setzte ein ziemlich hartes Tempo und Rhododenron und Enable kamen beide auf der Zielgeraden an die erschöpfte Front Runnerin heran und lieferten sich ein hartes Duell bis ca. 100 Meter vor dem Ziel, wo Enable die Führung übernahm und die Favoritin Rhododendron sicher hinter sich lassen konnte.
Mit ihrem nächsten Start im Gruppe 1 Irish Oaks ließen sich die wirklichen guten Konkurrentinnen wie Rhododendron nicht blicken und Enable startete zu Recht als haushohe Favoritin. Dieses Mal besetzte sie einen zweiten Platz während des Rennens und hatte wieder keinen Druck, ließ man der führenden Bengala doch ein paar Längen Vorsprung und Bean Fasa lief einen Meter hinter ihr. Enable gab dann beim Einlaufen in die Zielgerade Gas und setzte sich vom Feld ab. Rain Goddess gab ihr kurzzeitig noch etwas zu tun, aber Enable war viel zu gut um irgendwelche Probleme mit dem Feld zu haben, welches aber auch nicht so stark besetzt war.
Enable machte in ihrem nächsten Rennen einen gehörigen Schritt nach oben, was die Klasse des Rennens anbelangt, lief sie doch im Gruppe 1 King Goerge VI & Queen Elisabeth Stakes gegen die männliche Konkurrenz und noch dazu gegen Konkurrenten, die deutlich älter waren als sie. Trotzdem dominierte sie die mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Ulysses, Higland Reel und Idaho mit Leichtigkeit und hatte am Ende der Zielgerade 4.5 Längen Vorsprung herausgeholt.

Danach ging es für sie nach York zum Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m und sie setzte sie selber bequemdas Tempo vor der Verfolgerin Queen’s Trust, während Coronet Probleme hatte sich an die dritte Position zu gewöhnen. Enable zog dann auf der Zielgeraden wie gewohnt das Tempo an und lies den anderen Stuten keine Chance mehr an sie heranzukommen.

Nach diesen Herausforderung ging es dann nach Frankreich zum Arc de Triomphe Der natürlich noch einmal eine ganz andere Herausforderung war  als die Rennen die sie bisher bestritten hat. Nicht nur ging es über eine Distanz von 2004 not Metern auf nicht ganz einfachen Untergrund, sondern es ging auch gegen männliche Konkurrenz, ob ich nur gegen irgendwelche männliche Konkurrenz, sondern gegen einige der besten Mitteldistanz war der Welt. Das unter schwierigen Voraussetzungen sowohl was das Gewicht als auch was den weichen Untergrund anbelangt  sons Vorfeld für die erst dreijährige Stute nach einem durch aus schwierigen Unterfangen aus. schließlich lediglich 4 kg weniger Gewicht zu tragen als die etablierten Mitteldistanzler wie Order Of St George  und der Arc ist für  dreijährige Stuten in den letzten Jahre immer eine schwere Aufgabe gewesen. Dreijährigen haben in diesem Rennen allerdings eine recht gute Bilanz ziehen müssen wie sich ein Enable dieses Jahr schlägt. Umso mehr kann man den Lauf von Enable im nachhinein genießen wenn man betrachtet was die Stute mit diesem Sieg alles erreicht hat

https://m.youtube.com/watch?v=k2JALb9-XSY

Enable kann wenn sie will, als Pacesetterin  fungieren, muss wie sie zuletzt gezeigt hat, aber auch nicht diese Position einnehmen. Letztes Jahr hat sich hinter den führenden, lief ein wenig unrund jedenfalls wenn man die Bewegungen von Frankie Dettori am Anfang betrachtet, fand aber wunderbar ins Rennen, nahn Maß auf der Zielgeraden und überholte die führenden Pferde in der Mitte der Bahn mit augenscheinlicher Leichtigkeit.

An der 400 m Marken begann sie mit ihrem Angriff wurde von die Tori geritten, nahm langsam Fahrt auf, hatte an der 200 m Marke das Feld hinter sich gebracht, war dann an der 100 m Marke voll in Kontrolle über das Rennen, und konnte sich auf den letzten Metern durch aus Zeit lassen denn kein anderer Starter  konnte mit ihr mitgehen und daß lag mit Sicherheit nicht nur an den 4 kg weniger Gewicht welches sie zu tragen  hatte.  Nach diesem herausragenden Erfolg ging es für Enable  kannst du einmal in die Winterpause, die allerdings sehr ausgedehnt wurde  und sie verpasste erneut einige  Der wichtigsten Rennen in der Sommersaison. Das war mit Sicherheit nicht ganz freiwillig, allerdings feiert sie pünktlich im September in Kempton in England ihr Saisondebüt im September Stakes auf Gruppe drei Ebene wo sie mit Chrystal Ocean einen der möglichen Konkurrenten für dieses Rennen der Art hinter sich lassen konnte, dass dieser sämtliche Pläne für den Tag bei Seite schob.

Enable scheint gesund und fit zu sein und hat ihren Titel im Arc locker verteidigen können

Das Rennen hat sie wieder einmal als beste 2400m Starterin Europas verfestigt, denn sie hatte nun schon zum zweiten Mal das härteste Rennen dieser Art in Europa gewinnen können. Die Amerikaner hatten damit beim Breeders‘ Cup Turf  in Churchill Downs im November zu Recht große Sorgen, ob sie den Titel des 4.000.000$ in den USA behalten könnten. Am Ende waren es auch zwei Europäer die das Rennen unter sich ausfochten und der Heimmannschaft keine Chance auf den Sieg ließen. 200m vor dem Ziel ging Enable aufs Ganze und beschleunigte, die von Aiden O’Brien trainierte Magical ging aber mit und konnte der haushohen Favoritin einige Probleme bereiten

Magical hat in diesem Sommer allerdings nicht ganz mit ihrer Form aus dem Breeders Cup mithalten können, steigerte sich dann aber zum Coral Eclipse Anfang Juli und lieferte sich ein hartes Duell mit der klaren Favoritin Enable, die 100m vor dem Ziel noch so lief, dass man denken konnte, dass sie einen Kantersieg einfahren würde, allerdings nahm Magical die Verfolgung auf und schien nicht aufgeben zu wollen, so dass Frankie Dettori Enable ziemlich hart antreiben musste um sich den 1 Längen Sieg sichern zu können – damit erweiterte Enable ihre Siegesserie auf 10 Siege hintereinander ausbauen konnte. Der Sieg im Coral Eclipse war etwas härter erkämpft als erwartet, aber am Ende war Enable dann doch fest oben auf

Dann kam allerdings ein Lauf, der die Form von Enable ein wenig eintrübte. Enable lief im Gruppe 1 King George VI & QE auf und hätte das Rennen wohl locker gewinnen sollen, aber Crystal Ocean nahm es an sich das Tempo zu setzen und lies die Favoritin ganz schön schwitzen.

Mit einem kleinen Tempowechsel und freier Bahn an der Front des Feldes hatte Crystal Ocean einige Längen auf die Favoritin gut gemacht und Enable hatte dieses Mal nicht die Kraftu um sich locker an dem Front Runner vorbei zu kämpfen. Die beiden liefen Kopf an Kopf und beinahe hätte der Front Runner mit seinem gewohnt guten Kampf es geschafft, die weltweit beste Stute hinter sich zu halten.

Enable gewann das Rennen, wenn auch nur knapp, und hier wird sie zeigen müssen, dass sie nichts an ihrer Form verloren hat. Die Chancen stehen aber gut, wie immer

Tipps zum Pferd: DIE beste Stute der Welt im Moment. Wenn sie in Hochform aufläuft, hat der Rest wohl keine Chance.

Lah Ti Dar: Die Dubawi Tochter von Trainer John Godsen ist auf Gruppe 1 Ebene bisher immer ein bisschen zu kurz gekommen und konnte sich in ihren Versuchen auf der höchste Ebene nie in ihrer Bestform präsentieren.

Ihre Karriere begann sie in Newbury in einem Maidenrennen über 2012m und so wie sie ihr erstes Rennen bestritt, konnte man klar davon ausgehen, dass sie etwas besonderes sei würde. Arendelle übernahm die Führung und zog dem Feld davon, fiel aber 2f vor dem Ziel wieder zurück zum Feld und La Ti Dar zog neben ihr heran. Frankie Dettori gab das „Go“ auf der Stute und diese befolgte seine Wünsche mit einem massiven Schlusssprint, der sie sechs Längen vor das Feld brachte – und danach machte Lah Ti Dar in Black Type Rennen gleich so weiter.

So gewann sie das Tweenhills Pretty Polly Stakes mit über 3 Längen Vorsprung und schickte damit einige andere vielversprechende Stuten in das Tal der Tränen, denn keine der anderen Teilnehmerinnen hatte eine Chance an Lah Ti Dar noch heranzukommen. So erging im August 2018 auch den Teilnehmerinnen des Sir Henry Cecil Galtres Stakes über 2385m, als Lah Ti Dar das Feld mit gut 10 Längen Vorsprung deklassierte. Ein bisschen bittersüß war der Sieg von Lah Ti Dar, die in diese Jahr alle Classics verpassen musste und so ihre lockeren Siege zwar ausgiebig feiern konnte, aber man fragte sich trotzdem: Was wäre gewesen wenn Lah Ti Dar im Oaks gelaufen wäre?

In den Gruppe 1 Rennen, in denen sie aufgelaufen ist, konnte sie bisher jedenfalls nicht gewinnen, was aber nicht bedeutet, dass sie dort ein schlechtes Rennen gelaufen wäre!

Im St Leger Stakes in Doncaster etwa über die extreme Distanz von 2992 m lief Lah Ti Dar ein hervorragendes Rennen, konnte aber eben nicht mehr ganz den Rückstand auf Kew Gardens gut machen, war aber weit vor dem Drtten Southern France, der keine Chance hatte an die beiden vorderen noch dran zu kommen.

Auch im Gruppe 1 British Fillies & Mares Stakes war Lah Ti  Dar im Oktober 2018 im ersten Pulk mit dabei und verpasste den Sieg auf dem dritten Platz mit 1.75 Längen nur denkbar knapp. Nach der Winterpause kam Lah Ti Dar mit einem hart erkämpften Sieg gegen Rawadaa zurück und feiert damit ihren ersten Gruppensieg über 2063m, schaffe es aber nicht über 400m mehr Distanz im Gruppe 1 Investec Coronation Cup die Form aufrecht zu erhalten

Aber nicht jeder Galopper mag den Kurs in Epsom und sie hat sich im Gruppe 1 Grand Prix de Saint-Cloud hervorragend geschlagen, denn sie war neben Coroenet und Ziyad die einzige, die um den Sieg mitkämpfen konnte und ging als Dritte mit nur einer halben Länge Rückstand ins Ziel. Das war eine sehr solide Leistung, die hier in dem kleinen Feld den Kampf um den zweiten Platz eröffnet

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, aber hatte Magical davor recht gut im Griff. Die Kräfteverhältnisse scheinen klar geregelt.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.


19.06.2019 – Royal Ascot – Prince Of Wales Stakes – Pick: Sea Of Class

Pferderennen in England

16:40 Prince Of Wales Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.004 m | Preisgeld: 750.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Crystal Ocean: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Sir Micheal Stoute brauchte am Anfang seiner Kariere eine kleine Weile, um so richtig in Gang zu kommen, aber spätestens mit seiner Siegesserie im Jahr 2018 hatte er eine Form erreicht, die ihn zum ernsthaften Aspiranten auch auf die höchsten Ehren in den Galopprennen gemacht hat .

Die Karriere von Chrystal Ocean begann damals mit einem zweiten Platz in seinem Maidenrennen auf dem Kurs in Newbury im Jahr 2016,  das Rennen war allerdings nur dafür da, schon einmal ein wenig Erfahung in den Galopprennen sammeln zu können, die in der ersten Winterpause dann weiter vertieft werden sollte. Nach der ersten Pause von sieben Monaten folgte dann der  Sieg auf ähnlichem Niveau nach der Winterpause im Jahr 2017 auf dem Kurs in Nottingham. Das war es dann aber auch schon mit dem Sammeln von Erfahrung und die neue Gangart von Trainer Sir Michael Stoute machte sich auch gleich beim nächsten Rennen im Mai 2017 bemerkbar. Denn es folgten ein sehr guter zweiter Platz im Gruppe  2 Dante Stakes sowie einen dritten Platz im Gruppe 1 King Edward VII Stakes – Es war etwas ungewöhnlich das Sir Micheal Stoute seinen Schützling so früh in die Grupperennen schickte, aber der Schritt machte sich klar bezahlt.

Schon im nächsten Versuch im August 2018 gewann Crystal Ocean dann das Gruppe 3 Qatar Gordon Stakes  mit einem sehr starken Lauf zum Ziel und er konnte auf dem weichen Boden zeigen, was er kann. Der weiche Boden war offensichtlich ein klarer Vorteil für Crystal Ocean, nachdem er zuvor in Royal Ascot im King Edward VII Stakes vielleicht auch auf Grund des schnellen Bodens nicht optimal in seinen Rhythmus kam.Es fehlten ihm immer noch 2 Längen auf Permian, aber vielleicht wäre er etwas näher dran gewesen, wenn die äußeren Umstände besser gepasst hätten.

Das gewonnenen Gordon Stakes ist eines dieser Rennen, die man für die großen Rennen gerne als Vorbereitungsrennen nutzt und auch im jenem Jahr machte das Gordon Stakes seinem Ruf alle Ehre, denn im nachfolgenden St Leger lief Crystal Ocean wieder zur Höchstform auf, als er gegen Capri einen zweiten Platz mit nur einer halben Länge Rückstand erarbeitete und den Ausdauerspezialisten Stradivarius auf den dritten Platz verbannen konnte. Spätestens seit diesem Erfolg sollte Crystal Ocean bei den Ausdauerrennen auf weichem Boden bei jedem auf die Liste kommen.

Im neuen Jahr nach der Winterpause 17/18 kehrte er im Gordon Richards Stakes mit guter Form zurück und konnte den Sieg knapp gegen Fabricate behaupten, steigerte die Form beim zweiten Start in der Saison im The Aston Park Stakes aber noch einmal deutlich und fegte damit auch alle Sorgen beiseite, dass der schnelle Untergrund ihm nicht liegen könnte. Crystal Ocean hatte sich hinter den beiden Front Runner positioniert und hatte bei blendend schönem Wetter in Newbury ab der 200m Marke einen wahren Spaziergang bis zur Ziellinie vor sich, konnte doch keiner der Verfolger mehr Schritt halten und alle mussten mindestens 6 Längen Rückstand hinnehmen. Das war klar mehr seine Distanz und Crystal Ocean war in der Form seines Lebens.

Auch einen Monat später im Hardwicke Stakes lief Crystal Ocean als klarer Favorit auf und wurde diesem Ruf mehr als gerecht.  Er hat klar seine beste Form dieses Jahr erreicht, und das auf Untergrund, bei dem man letztes Jahr noch dachte, dass es absolut nicht sein Ding sei.

Mit dieser Form im Rücken machte sich Crystal Ocean auf zum King George VI & QE Stakes in Ascot, und das Vertrauen in seine neu gefundene Bestform war groß genug unter seinen Fans, um ihn noch vor Poet’s Word zum Favoriten zu machen – obwohl dieser erst im Juni das Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes gegen Cracksman hatte gewinnen können. Am Ende zeigte sich, dass de Form von Poet’s Word sehr nah an der von Crystal Ocean war, denn die beiden fochten das Rennen komplett unter sich aus  und setzten sich weit vom Rest des Feldes ab. Am ende konnte Poet’s Word mit knapp unter einer halben Länge dominieren. Fast hätte Crystal Ocean den ersten Sieg auf Gruppe 1 Ebene im Jahr 2018 erreicht, und seine Form schien zu halten, denn auch im Gruppe 3 September Stakes erreichte er einen zweiten Platz und war mit der Siegerin Enable dem Rest des Feldes entfleucht – sein Pech, dass die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Enable sich gerade das September Stakes als Vorbereitungsrennen für den Arc ausgesucht hatte.

Für Rystal Ocean ging es aber nicht zum Arc, sondern zum Qipco Champion Stake, wo er auf den ebenfalls in hervorragender Form befindlichen Cracksman traf. Dieser hatte neben dem zweiten Platz gegen Poet’s Word den Gruppe 1 Prix Ganay und den Coronation Cup gewonnen, und auch gegen Crystal Ocean lies er nichts anbrennen und gewann mit Leichtigkeit sein letztes Rennen vor dem Ruhestand. Für Crytsal Ocean war allerdings nicht die Rennkarriere sondern nur die Saison zuende, denn es ging in die Winterpause, die 6 Monate später im Gruppe 3 Gordon Richards Stakes beendet wurde. Crysal Ocean geann das Rennen locker und legte im Al Rayyan Stakes im Mai noch einmal nach – hatte da aber kaum nennenswerte Konkurrenz und wird sich heute wesentlich mehr anstrengen müssen!

Tipps zum Pferd: Spätestens seit dem zweiten Platz im St Leger 2017 muss er auf die Liste der möglichen Sieger bei den Ausdauerrennen, hat hier aber deutlich mehr vor der Brust als bei den letzten beiden Rennen in dieser Saison – und hatte gerade beim Al Rayyan Stakes trotz der auf dem Papier schwachen Konkurrenz einiges zu tun.

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie selbst in ihrer Bestform hier kaum eine Chance haben sollte, als Siegerin aus diesem Rennen hervorzugehen, sie würde schon sehr gut Abschneiden, wenn sie in die Nähe der ausbezahlten Plätze käme.

 

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karrie für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hat, ist ein mit jedem Boden gut zurecht kommende Galopperin wie Magical eine gute Wahl und nach den Leistungen im Breeders Cup und im Tattersalls Gold Cup ist sie eine würdige Favoritin.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.

Sea Of Class: Die Sea The Stars Tochter von William Haggas  schickt sich an mit ihren drei Jahren den Erfolgen von Enable im letzten Jahr nachzueifern. Sie hat zwar nicht ganz so viele Rennen wie die große Konkurrentin im letzten Jahr bestreiten können und damit auch nicht ganz so viele Gruppe 1 Siege vorzuweisen, hat aber ein ganz ähnliches  Profil und sollte mit dem Gewichtsvorteil der dreijährigen Stuten dieses Jahr eine der Hauptgegnerinnen für die Titelverteidigerin sein.

Ihre perfekte Bilanz wird nur von einem zweiten Platz bei ihrem Debüt in Newmarket getrübt, wo sie ganz offensichtlich aufgrund der mangelnden Erfahrung noch nicht ihre ganze Klasse hatte zeigen können.   Allerdings verlor sie das Rennen auch nur sehr knapp mit einem Nacken  Rückstand, und konnte so guten Gewissens schon bei ihrem zweiten Rennen einen Schritt nach vorne machen und das Bouquetot Fillies‘ Trial Stake auf listet Ebene souverän gewinnen.  Mit ähnlicher Leichtigkeit entledigte sie sie sich auch der Konkurrenz im nachfolgenden The Abingdon  auf gleich bleibenden Niveau, um dann endgültig den Schritt in die Gruppe drinnen zu vollziehen. Weder sie noch ihr Trainer werden wohl diesen Schritt bis jetzt je bereut haben denn die Stute gewann schon beim ersten Versuch das Gruppe 1 Irish Oaks in Curragh  bei ihrem ersten Versuch Besuch in Irland. Wie das große Vorbild im letzten Jahr ließ sie die meisten Klassik Rennen links liegen und steuerte gerade Wegs auf den Arc zu, sieht man einmal von dem Start im irischen Oaks einmal ab. Ihr letztes Rennen vor dem Wechsel nach Frankreich bestritt sie in York im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks  und hielt sich damit wirst die Distanz anbelangt auch grundweg immer an die Mitteldistanzen über die auch das heutige Saisonziel gelaufen wird.

Ihr Name scheint dabei immer Programm zu sein, denn auch wenn sie in ihrem letzten Rennen als Favoriten aufgelaufen war, hatte wohl kaum jemand mit einem derart leichten Sieg gerechnet. Sea Of Class  hatte sich im hinteren Bereich des Feldes platziert und liest die anderen an der Front erst einmal machen, bewegte sich dann beim Einbiegen in die letzte Kurve langsam außen am Feld am vielen der Konkurrentinnen  mit Leichtigkeit vorbei um dann auf der Zielgeraden zu beschleunigen und optisch gesehen ohne viel Mühe das Feld mit zwei Längen hinter sich zu lassen.

Dann kam für Sea Of Class das definierende Rennen mit dem Prix de l’Arc de Triomphe, indem sie als Hauptkonkurrenten für Enable gehandelt wurde. Sea Of Class hatte nur wenige Rennen bestritten, wurde aber von ihrem Trainer mit dem Prix de l’Arc de Triomphe im Sinn vorbereitet und die 4,5 kg weniger Gewicht sowie die Erfahrung der Trainer ihre Stuten mit diesem Rennen im Sinn über die Saison hin vorzubereiten haben die Hoffnungen im Vorfeld geschürt -, und das absolut zurecht.

Untergrund und Distanz waren ideal für Sea Of Class, und sie hatte kurz zuvor in zwei harten Rennen in Irland und England beweisen können, dass sie es mit den besten ihres Jahrgangs aufnehmen kann und am Ende musste die Wunderstute Enable ganz tief in ihre Reserven greifen, um Sea Of Class hinter sich halten zu können. Die hauhohe Favorituin hatte sich das gesamte Rennen über gut zu positionieren gewusst und sah wie die sichere Siegerin aus, aber Sea Of Class ging mithin mit und musste sich am Ende nach einem hervorragenden Kampf mit nur einem Nacken geschlagen geben.

Danach ging es in die wohlverdiente Winterpause, die mit dem Start heute beendet wird. Ihre Saisonziele liegen wohl wieder eher im Herbst, aber wenn sie hier im Bestform aus der Pause zurück kehrt, sollte sie ganz vorne mit dabei sein!

Tipps Zum Pferd: Sea Of Class hätte im letzten Jahr fast Enable den Triumph im Prix de l’Arc de Triomphe verdorben und musste sich der Wunterstute nur mit einem Nacken Rückstand beugen. Gehörte zu dem besten Mitteldistanzlern die Europa 2018 zu bieten hatte, hat allerdings hier eine längere Pause zu kompensiere und ihre Saisonziele liegen wohl eher im Herbst

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihm hier in diesem Rennen ebenfalls gute Chancen geben sollte.

Waldgeist ist und bleibt eines der besten französischen Pferde welches derzeit noch aktiv ist, hat sich hier allerdings wieder ein äußerst schweres Rennen rausgesucht und wir noch ein wenig mehr auf seine letzte Leistung drauf legen müssen

 


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