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Nap

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21.09.2019 Randwick Sir Rupert Clarke Stakes – Pick: Cliff’s Edge EW / Black Heart Bart EW

Pferderennen in Australien

08:15 Sir Rupert Clarke Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 500.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

 

Die Picks:

Black Heart Bart sollte  nach der längeren Winterpause über die ideale Distanz und fast einem Jahr zurück zur Form finden, als er im New Zealand Stakes startet – allerdings hat Black Heatr Bart nach einer Pause nicht unbedingt immer überzeugen können und er scheint seine besten Zeiten auch hinter sich zu haben – vor fast genau einem Jahr trennte ihn hier über Kurs und Distanz aber nur eine Länge vom Sieg und er lief im letzten Rennen besser, als seine Quote hatte vermuten lassen. Er ist klar ein Long Shot, zur vermutlich sehr hohen Quote (40+) kann man ihn hier aber auf Platz spielen, vor allem da er sich nach der langen Pause – wenn überhaupt – erst nach ein oder zwei Rennen steigern wird. Wenn der Trainer ihn weiter auflaufen lässt, sollte man ihn wenigstens etwas im Auge behalten!

Black Heart Bart: Der Blackfriars Sohn hat sich in seiner Karriere bisher einen Namen als 1400m Spezialist gemacht, der über diese Distanz seine mit Abstand besten Leistungen erbracht hat und immer gefährlich ist, wenn er wieder über diese Distanz startet. Klar, er hat sich auch über andere Distanzen versucht, aber dort niemals so brillant war wie über die 1400m und leidet seit einiger Zeit an einer Formschwäche, hat sich aber immer wieder gefährlich nah an den Siegern platzieren können. Ist er nach der langen Pause in Form oder nicht? Das wird wohl hier der entscheidende Faktor sein

Allerdings ist Black Heart Bart auch nicht nur ein Spezialist für die 1400m, sondern hat auch eine Vorliebe für verschiedene Kurse wie zum Beispiel Ascot. Seine Bilanz bisher kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn Ausbeute an Siegen sich in dem letzten Jahr immer mehr verflüssigt hat und er nun auf den ersten Sieg seit 2016 wartet – trotzdem, der Hengst von Darren Weir ist ein Phänomen, gerade über die Sprintdistanzen und seine seine Paradedistanz von 1400m – Platzgeld ist auch hier wieder drin

Dabei dauerte es nach seinem Debüt im Jahr 2013 acht Rennen, bis er sein erstes Rennen gewinnen konnte. Schon da hatte er sich aber in einer ganzen Reihe von 100k$ Listed Rennen platzieren können und der Sieg in seinem Maidenrennen war lediglich Makulatur, um endlich einen Sieg im Formbuch zu haben. Über 1400m hätte er dann im Asian Beau Stakes fast seinen ersten Gruppe 3 Sieg erringen können, musste sich aber bis zum November 2014 gedulden, bis er im Carbine Club Stakes seinen ersten Sieg auf Listed Niveau feiern konnte. Es folgte ein Sieg in einem Handicap und eine etwas enttäuschende Platzierung im R.s. Crawford Stakes, bevor er Anfang 2015 vier 100-120k$ Rennen in Folge gewinnen konnte, über die Distanzen von 1000-1400m. Dies sollte zeigen, wohin sich Black Heart Bart in den nächsten Jahren entwickeln sollte und ihm gelang im Oktober 2015, fast ein Jahr nach dem zweiten Platz im Carbine Club Stakes, endlich sein erster Gruppe 3 Sieg im Northerly Stakes in Ascot. Er lies gleich einen zweiten Gruppensieg folgen, dieses Mal im Gruppe 2 Lee Steere Stakes, was ihm für seinen ersten Start in einem Gruppe 1 Rennen im nachfolgenden Boag’s Premium-Railway Stakes als chancenreichen Außenseiter auflaufen lies. Er kam auch tatsächlich als vierter gleichauf mit dem Drittplatzierten ins Ziel, konnte diese Leistung im Kingston Town Classic Anfang Dezember 2016 aber nicht wiederholen. Bei diesem Start lief allerdings einiges falsch und keine zwei Wochen später konnte er sich im Gruppe 2 C.b. Cox Stakes auf einen zweiten Platz hinter den klaren Favoriten Delicacy vorkämpfen.

2016 gelang ihm dann der Durchbruch mit einem zweiten Platz im Gruppe 1 Lexus Newmarket, wobei der Sieger The Quaterback nur einen Nacken Vorsprung vor ihm hatte und der Favorit Chautauqua über eine halbe Länge Rückstand auf die beiden hatte. Es folgte ein Vorbereitungssieg im Gruppe 3 Mypunter Victoria Stakes vor dem Start im Gruppe 1 Darley Goodwood , wo er als Favorit startete und Under The Louve und Supido auf die ausbezahlten Plätze verwies. Under The Louvre bekam seine Revanche im Gruppe 1 Aami Stradbroke, wobei er nur mit einem Kopf Vorsprung bestehen konnte und Black Heart Bart etwas Pech bei seinem Schlusssprint hatte. Über seine Lieblingsdistanz in Caulfield gewann er im August 2016 das Memsie Stakes am Ende souverän, im Diva Stakes im September 2016 verlor er dann aber über eine Länge auf Palentino, die Meile ist allerdings auch keine ideale Distanz für ihn. Trotzdem startete er im Underwood Stakes über 1800m auf Gruppe 1 Niveau mit großem Erfolg denn He Or She und Lucia Valentina hatten keine Chance gegen ihn, Winx war im Caulfield Stakes eine Nummer zu groß und 2040m waren im Cox Plate dann endgültig zu viel des Guten.

Nach drei Monaten Pause verlor Black Heart Bart gegen Malaguerra im Browns Sawdust & Shavings Australia Stakes recht deutlich, holte aber auch auf den letzten Metern deutlich auf, über die 1400m statt der 1200m hätte Black Heart Bart daher vermutlich sogar gewonnen. Diesen Eindruck bestätigte er im C.F. Orr Stakes über seine Paradedistanz und er schlug dieses Mal Malguerra bequem auf einen sechsten Platz, während Turn Me Loose und Ecuador das verfolgende Feld anführten. Der Sieg im nachfolgenden Futirity war denkbar knapp und er gönnte sich danach erst einmal eine längere Pause um im Darley Goodwood wieder fit auflaufen zu können, was ihm aber misslang. Er lief auf der Zielgeraden klar um den Sieg mit, konnte aber auf den letzten Metern das Tempo nicht mehr ganz mitgehen und viel ein wenig ab. In Eagle Farm lief er auf schwerem Boden im Kingsford Smith Stakes auf, was aber bei diesen Bodenbedingungen erwartungsgemäß misslang und auch der Lauf auf weichem Boden im P.B. Lawrence Stakes misslang. Die beiden Starts waren allerdings auf weichem Boden und der Lauf im nachfolgenden Memsie Stakes war mit einem zweiten Platz schon wieder deutlich besser. Vega Magic besaß auf den letzten 300m aber einfach den besseren Kick und war auf und davon und auch der Lauf im Maybke Diva Stakes war alles andere als vom Glück verfolgt: Er wurde weit außen im Feld einsortiert und fand nie den Weg an die Innenbahn, was ihm jedes Mal wertvolle Meter in der Kurve kostete und am Ende vermutlich auch dafür sorgte, dass er mit Humidor nicht mehr mitgehen konnte.

Im Underwood Stakes kämpfte er beherzt um seinen Platz, nachdem er früh von seinem Jockey angetrieben wurde, um vom außen liegenden Draw nach innen zu ziehen und mit den Führenden mitzugehen. Zu allem Überfluss verlor er auch noch ein Hufeisen und war auf der Zielgeraden kaum eine Gefahr für Gailo Chop, Single Gaze und Bonneval.

Dann kam der viel zitierte Lauf im Railway Stakes 2017, wo er der Welt wieder einmal zeigen konnte, was in ihm steckt. In dem hoch dotierten Rennen waren aber keine Gegner der höchsten Klasse angetreten, allerdings konnten sich Great Shot und Tom Melbourne schon mehrfach in Black Type Rennen positiv hervorheben und die 1600m waren keine sichere Bank für Black Heart Bart. zudem waren die 59KG mehr Gewicht, als jemals ein anderer Starter hatte tragen müssen. Black Heart Bart lief aber wie ein Traum und setzte sich im Mittelfeld fest, schob sich auf der Zielgeraden in die Mitte der Bahn und damit ins Freie, beschleunigte und zog an den Führenden Great Shot heran, mit dem er die Ziellinie fast zeitgleich überschritt. Great Shot hatte dabei gut und gerne 5,5KG weniger Gewicht zu tragen und auch Tom Melbourne, Variation, Material Man und Ponamu, die auf den Plätzen 3-6 dichtauf folgten, trugen alle mindestens vier Kilo weniger mit sich rum. Trotzdem war Black Heart Bart der Starter, der die Blicke auf den letzten Metern auf sich zog und der sich den historischen Erfolg mehr als verdient hätte.

Great Shot, der Black Heart Bart im Railway Stakes noch knapp schlagen, musste im nachfolgenden Kingston Town Classic nun vom selben Gewicht aus starten, was auch für Tom Melbourne (+4KG), Material Man (+6KG), Ponamou (+6KG), Gatting (+6KG) All Our Roads, Cosmic Storm und Silverstream galt . Die meisten der Konkurrenten aus dem Railway Stakes hätten mit dem zusätzlichen Gewicht keine Chance gegen einen Back Heart Bart haben sollen, der in der selben Form aufläuft, aber gegen Ende des Jahres schien Black Heart Bart des Rennens müde zu sein und konnte vom hinteren Bereich des Feldes einfach nicht seinen altbekannten Geschwindigkeitsschub präsentieren. So blieb ein enttäuschender neunter Platz und leichte gesundheitliche Probleme, die erst mit einer langen Pause und viel Training zu Hause behoben werden konnten. Sein Debüt im neuen Jahr gab er dann erst im Juli 2017, wo er auf Gruppe 3 Ebene gegen Gegner antrat, die auch gut und gerne in einem Gruppe 1 Rennen hätten auflaufen können.

Nach der langen Pause war Black Heart Bart noch nicht ganz fit und fiel erneut gut 5 Längen hinter dem Rest des Feldes zurück, während Vega Magic auf den letzten Metern seinen Verfolgern mit 3 Längen davonsprinten konnte.

Black Heart Bart blieb in Caulfield, wo er sich das nächste schwierige Rennen in Form des Gruppe 2 Sir John Monash Stakes suchte. Das 1400m Rennen hätte ihm auf dem Papier liegen müssen, dieses Mal war es aber das große Feld und der viele Verkehr, der ihm beim Sprint auf die Führenden Probleme bereitete. Rechts wie links schossen die Pferde an ihm vorbei, während Black Heart Bart nie so richtig in Gang kommen wollte, obwohl man ihm zu Gute halten muss, dass er beständig noch an Boden gutmachen konnte – wenn auch viel zu langsam.

Black Heart Bart lief im Gruppe 1 Memsie Stakes nach der Winterpause auf, aber seine Winterpause war äußerst knapp bemessen und nicht länger als zwei Wochen, so dass er nicht gerade erholt in das Rennen ging. 1400m sind wie schon so oft geschrieben seine Idealdistanz, aber auch dieses Mal feuerte Black Heart Bart nicht aus allen Rohren und konnte seinen prägnanten Schlusssprint nicht zeigen. Im Gruppe  1 Makybe Diva Stakes  nur zwei Wochen später musste  er über 200m mehr ran undmit Konkurrenten wie Humidor und Kemetari im Feld gelang es Black Heart Bart wie zu erwarten nicht, für Gefahr beim Schlusssprint zu sorgen. Auch über noch einmal 200m mehr im 1800m Hyland Race Stakes in Caulfield nur zwei Wochen später scheiterte Black Heart Bart deutlich an der Distanz, was kein Wunder war, schließlich war dies auch das dritte Rennen innerhalb eines Monats.

Aber auch dass solte seinen Trainer L. Smith nicht davon abhalten, Black Heart Bart nur zwei Wochen später schon wieder auf die Rennstrecke zu schicken, aber auch die Leistung im Aquis Toorak Handicap über die Meile lies zu wünschen übrig.

Im  New Zealand Mesmie  Stake sollte es dann nach der längeren Winterpause (fast ein Jahr!) über die ideale Distanz von 1400m zurück zur Form gehen – allerdings hat Black Heatr Bart nach einer Pause nicht unbedingt immer überzeugen können und er scheint seine besten Zeiten eventuell auch hinter sich zu haben, was den Einstieg auf dem sehr hohen Niveau von Anfang an etwas wacklig erschienen lies. – vor fast genau einem Jahr trennte ihn hier über Kurs und Distanz aber nur eine Länge vom Sieg und er lief im letzten Rennen besser, als seine Quote hatte vermuten lassen.

 

Cliff’s EdgeDer Canford Cliffs Sohn ging bereits früh in die Gruppenrennen und startete in seinem zweiten Rennen bereits auf Gruppe 3 Rennen als einer der Favoriten im Environmental Vain Stakes über 1100m – wenn auch mit überschaubarem Erfolg.

Im Australischen Frühjahr konzentrierte sich Cliff‘S Edge dann lieber erst einmal auf einige gut dotierte Handicaps und konnte dort einige solide Preise einsammeln, bevor er noch im selben Jahr seinen zweiten Anlauf in den Gruppenrennen startete. Das erste Jahr war ohnehin ein sehr aktives für Cliff‘S Edge, der neun Rennen in sechs Monaten absolvierte.

Das erste bemerkenswerte Black Type Rennen war das UCI Stakes in Flemington im Oktober 2017 über 1800m, in dem Cliff‘s Edge sich nur knapp dem Sieger Main Stage geschlagen geben musste. Gleich im nächsten Rennen, dem Caulfield Stakes auf Gruppe 3 Ebene über 2000m, machte Cliff‘s Edge seinen zweiten Platz dann mehr als wett und gewann unangefochten mit fast 3 Längen Vorsprung und konnte auch seinen ehemaligen Bezwinger Main Stage locker schlagen.

Auch auf höherem Niveau im Gruppe 2 Drummond Golf Vase nur knapp eine Woche später schlug sich Cliff‘s Edge taper über 2040m, war aber vielleicht noch nicht vollständig erholt und musste sich am Ende wieder mit einem zweiten Platz zufrieden geben, generell schien die lange Saison langsam ihren Tribut zu fordern.

Das eigentliche Saisonziel, das Emirates Stakes auf Gruppe  1 Ebene im November kam dann wieder nur knapp 2 Wochen nach dem letzten Rennen und neben einer schwierigen Passage fehlte Cliff‘s Edge am Ende auch noch die Kraft um sich gegen die Sieger rund um Tosen Stardom und Happy Clapper durchsetzen zu können, was in einem soliden sechsten Platz nur zwei Längen hinter dem Sieger resultierte.

Das Jahr 2018 war nicht minder turbulent für Cliff‘s Edge, der nach kurzer Pause im Februar 2018 im Gruppe 3 Manfred Stakes in das neue Jahr startete – und dieses Rennen über 1200m auch gleich gewinnen konnte. Die Distanz war ungewöhnlich kurz, aber Cliff‘s Edge kam mit diesen Sprints wunderbar zurecht und hielt sich auch gegen den hoch gehandelten Grunt im Gruppe 3 CS Hayes Stakes hervorragend.
Er war der einzige, der sich an den Sieger noch dranhängen konnte und nur mit unter einer Länge die Neiderlage erlitt.

Aber auch dieses Mal erlitt er im eigentlichen Saisonziel, dem Australien Guineas im Frühjahr eine empfindliche Niederlage, die er danach über die lange Distanz von 2040m im Gruppe 2 Hacer Plate mit einem Sieg wieder wett machte.

Auf Gruppe 1 Ebene tat sich Cliff‘s Hill aber nach wie vor schwer und konnte sich im Rosehill Guineas Trophy erneut nicht durchsetzen und landete im Mittelfeld des großen Teilnehmerfeldes – was eine solide Leistung war und die Niederlage im Spendthrift Sires Plates einen Monat später umso schwerer wiegen lies, denn diese Niederlage machte einen unerklärbaren Formeinbruch bei Cliff‘S Edge deutlich, der sich auch nach der Winterpause im traditionell gut besetzten Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene im September fortsetze.

Sein Potential konnte  Cliff‘s Edge mit dem Älter werden nicht so weit entfalten, wie es noch als 2y0 und 3y0 den Anschein gehabt hatte, in allen Gruppe 1 Rennen 2019 wie dem Gruppe 1 Aquis Toorak Handicap oder dem  Kennedy Mile musste er sich geschlagen geben, hat seinen Fans aber im Gruppe  2 Schweppes Crystal Mile über die Meile einen hervorragenden Sieg schenken.

2019 startete Cliff‘S Edge im  Blechingly Stales auf Gruppe 3 in Code neue Saison und konnte sich da mit einem dritten Platz recht gut präsentieren und steigerte diese Form im 1400m Lawrence Stakes auf Gruppe 2 Ebene drei Wochen später noch einmal und es bestand nicht ohne Grund die Hoffnung, dass er sich nur zwei Wochen später im Gruppe 1 New Zealand Mesmie  Stakes noch einmal steigern könnte.

Leider enttäuschte Cliff’s Edge dort mit einem recht lahmen Lauf, auch wenn er einige Entschuldigungen für den abschließenden Platz hatte -200m vor dem Ziel hatte sich ein Wand von Pferden vor ihm aufgebaut, er konnte die Führung nicht übernehmen und der Boden war nicht ideal. Das ist er auch heute nicht, aber die Wasser sind ruhiger und seine Ergebnisse im letzten Jahr waren zu gut, als das man ihn hier für die Plätze komplett abschreiben könnte


14.09.2019 – Leopardstown – Fastnet Rock Stakes – Pick: Laurens

Pferderennen in Irland

18:25 Fastnet Rock Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 350.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Auf dem Papier für mich eine klare Sache zwischen Hermosa und Laurens, die beide eine hervorragende Form in diesem Jahr haben und deren unterschiedlicher Stil hier beiden in die Hände spielen könnte:

Hermosa: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien genießt heute die Aufmerksamkeit von Ryan Moore und kommt damit hoffentlich wieder so richtig in Fahrt, nachdem sie in ihrem letzten Rennen ein wenig enttäuscht hatte. Schließlich hatte sie unter Wayne Lordan ihr Saisondebüt im 1000 Guineas gewinnen können – und das auch noch als eigentlich klare Außenseiterin, während Just Wonderfull damals als erste Wahl von Aiden O Brien galt und unter Ryan Moore auflief.

Hermosa hatte in der Mitte der Bahn allerdings einen richtig guten Lauf und konnte sich unter dem Druck seines Jockeys langsam aber sicher an die Spitze setzen und mit einer Länge Vorsprung gewinnen. Das war eine Steigerung zu den Leistungen des letzten Jahres, wie etwa dem zweiten Platz im Gruppe 1 Fillies‘ Mile und dem Gruppe  1 Moyglare Stud Stakes in dem Hermosa den dritten Platz belegt hatte. Diese Leistungen sprachen schon einmal für das Talent von Hermosa, welches sie aber erst in ihrer zweiten Saison 2019 vollständig entfalten konnte – und das wie gesagt gleich bei seinem ersten Lauf im Newmarket Guineas, bei dem sie fast von Anfang an das Feld anführte:

Diese Taktik führte auch unter Ryan Moore im Irish Guineas einige Wochen später zum Erfolg und Hermosa konnte sich erneut durchsetzen, gegen die wesentlich leichtere Konkurrenz allerdings optisch auch um einiges beeindruckender:

Diese Taktik sollte dann auch beim Coronation Stakes angewendet werden, allerdings lief es in diesem Rennen nicht ganz so wie geplant, denn Pretty Polyanna von Micheal Bell setzte sich unter Silvestre De Souza ebenfalls an die Front und Hermosa musste 1 Bahn neben der Innebahn laufen und konnte nicht wie gehofft das Tempo von dort aus dominieren. Stattdessen musste sie mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden versuchen das Rennen 2f vor dem Ziel zu übernehmen, konnte da aber Watch me nicht mehr hinter sich halten, der zuvor die Position direkt hinter den Führenden inne hatte. Watch Me hatte noch eine Menge Kraft im letzten Furlong übrig und konnte die hart kämpfende Hermosa damit auf den zweiten Platz verbannen.

Wenn Hermosa eine Freie Bahn bekommtist sie nur schwer zu schlagen – wenn ihr allerdings auf der Zielgeraden die Puste ausgeht, obwohl sich direkt vor ihr eine massive Lücke auftut wie im Qatar Nassau Stakes, dann kann auch Ryan Moore auf ihr keine Wunder mehr bewirken. Hermosa hatte am 1.08.2019 einfach nicht die Kraft, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen und nutzte die offene Lücke vor ihr nicht, was am Ende in einer klaren Niederlage resultierte.

Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte.
Aber anschließend beim zweiten Start in der Saison erging es Laurens ähnlich, denn in Royal Ascot im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene verlor sie ebenfalls den Anschluss und musste sich mit einem sechsten Rang zu zufrieden geben.
Danach wechselte sie für einen Lauf wieder nach Frankreich, und der Tapetenwechsel schien ihr sichtlich gut zu tun, denn im Gruppe 1 Prix Rothschild konnte sie sich gegen die eher moderate Konkurrenz überzeugend durchsetzen.
Die Meile auf dem weichen Boden lag ihr augenscheinlich und im Gruppe 2 Sky Bet City Of York Stakes lief Laurens erneut an hervorragendes Rennen.
Die Favoritin duellierte sich mit Shine So Bright auf der Zielgeraden, die sich einige Längen Vorsprung gesichert hatte und Laurens eine schwere UAfgabe stellte. Laurens kämpfte sich Zentimeter um Zemtimeter heran, aber die Ziellinie kam gerade noch rechtzeitig für Shine So Bright, dass diese sich am Ende mit einer Nase Vorsprung ins Ziel rettete. Heute würde eine Wiederholung dieser Leistung für den Sieg sicher ausreichen.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Kam nach zwei enttäuschenden Starts in Newbury und Royal Ascot sehr überzeugend in Frankreich zurück zur Form. Sollte heute durchaus vorne mit dabei sein

14.09.2019 – Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Magical

Pferderennen in Irland

17:15 Irish Champion Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.012 m | Preisgeld: 1.250.000 EUR | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie bisher in ihrer Saison 2019 einfach nicht in Form kommen wollte, denn auch bei ihrem Wechsel nach England zum Prince Of Wales Stakes wollte keine Verbesserung der Form mehr eintreten. Allerdings war der Lauf nicht so schlecht wie der sechste Platz vermuten lässt und es war eine Frage der Zeit, bis die japanische The Shuka Sho Siegerin wieder in Form kommen  würde- und die sehr lange Gerade beim Zieleinlauf beim Qatar Nassau Stakes tat ihr übriges, um ihr einen Formschub zu geben und sie das erste Mal sei Oktober 2018 im Fuchu Himba Stakes wieder als Erste durchs Ziel laufen zu sehen.

Der Zieleinlauf heute ist deutlich kürzer und die Strecke bespielt nicht gerade die Stärken von Deidre, aber einen Platz kann man sich für sie heute hier trotzdem vorstellen.

Elarqam: Der Frankel Sohn von Marc Johnston hat sich in seiner Karriere schon an einigen sehr guten Rennen versucht, begann seine Karriere aber in einem recht gewöhnlichen Rennen in York im September 2017. Danach ging es allerdings gleich in die Gruppenebene in Form des Gruppe 3 Somerville Stakes in Newmarket, seinem erst zweiten Rennen in seiner Karriere und eines, welches ihn so richtig testete – trotzdem gewann er gegen Tip Two Win mit Leichtigkeit und hatte keine Angst, sich in der nächsten Saison gleich in den besten Rennen zu versuchen.

So war sein erstes Ziel nach der Winterpause das Gruppe 1 2000 Guineas Stakes  in Newmarket, wo er einen guten vierten Platz belegen konnte, obwohl ihm der Auffrischer in der neuen Saison gefehlt hat. Die zwei Längen Rückstand konnte er nicht mehr gut machen, aber für den ersten Start in der neuen Saison war das Rennen doch recht gut gelaufen und in Curragh danach im Gruppe 1 Irish 2,000 Guineas galt Elaqarm danach zu Recht als einer der Favoriten, konnte allerdings auch im zweiten Guineas in der Saison 2018 nicht überzeugen und scheiterte mit über sieben Längen in dem hart gelaufenen Rennen. Elaqarm nahm daraufhin etwas Tempo aus seiner Karriere und startete zunächst im Gruppe 2 York Stakes über 2063m, wo er gegen die leichtere Konkurrenz erneut als Favorit auflief.

Leider sollte dies der zweite Lauf als Favorit sein, bei dem Elarqam entäuschte und nicht über einen dritten Rang hinaus kam. Elaqarm hielt sich das gesamte Rennen über an der Front und hatte sich einige Längen Vorsprung gesichert, bis seine Verfolger sich auf den Weg machtem ihm den Tag zu verderben. Kurz vor der Ziellinie hatten ihn Dann Thundering Blue und Borocco eingeholt und machten den Sieg unter sich aus, mit Elaqarm auf einem guten dritten Platz, aber nicht mehr in der Lage um den Sieg mitzukämpfen.

Elarqam floppte danach allerdings auch noch im Gruppe 3 Tattersalls Sovereign Stakes gegen noch einmal deutlich leichtere Konkurrenz und es wurde augenscheinlich Zeit, die Saison 2018 für ihn zu beenden.

Nach einer längeren Winterpause, die vom August bis zum April 2019 dauerte, kehrte Elarqam im Earl Of Sefton Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück, hatte in diesem Rennen trotz des Gruppe 3 Characters aber eine Menge zu tun und konnte sich nicht über einen vierten Platz hinaus kämpfen. Dafür ging es aber im Festival Stakes auf Listed Ebene wieder bergauf und Elarqam schaffte über die 1991m seinen ersten Sieg seit dem Erfolg im Gruppe 3 Somerville Stakes 2017. Scheinbar hatte er die paar Rennen zuvor gebraucht um seine Form wieder zu finden, schließlich konnte Elaqarm danach auch noch das Gruppe 2 York Stakes für sich entscheiden und dabei den hoch gehandelten Konkurrenten Addeybb auf den zweiten Platz verbannen.

Knights To Behold lies Elaqarm nicht wie erhofft die Führung, konnte aber das selbst gesetzte Tempo nicht durchhalten und wurde von Elaqarm auf der Zielgeraden überholt. Elaqarm hatte noch eine Menge mehr zu geben und beschleunigte über 3 Längen davon was Ende zu einem souveränen Sieg gegen solide Konkurrenz reichte.

Der Schritt auf Gruppe  1 Ebene im Juddmonte International war danach durchaus eine gute Idee gewesen und Elaqarm verkaufte sich teuer und wäre vermutlich noch besser als auf seinem dritten Platz abgeschnitten, wenn er wie erhofft die Führung hätte übernehmen können.

Madhmoon

Headman

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, hatte hatte Magical davor recht gut im Griff. Der hatte nun im Gruppe 1 Yorkshire Oaks  die Chance auf Wiedergutmachung und konnte der Wunderstute auch tatsächlich einiges zu denken geben, auch wenn Enable das Rennen am Ende wieder sicher im Griff hatte.

Heute hat Magical wieder ein gewinnbares Rennen vor sich und ist zudem auf dem Kurs zurück, auf dem er seinen letzten Sieg feiern konnte.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl


14.09.2019 – Doncaster – St Leger – Pick: Logician

Pferderennen in England

16:35 St Leger – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.922 m  |  Preisgeld: 700.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Heute findet das St Leger, und damit das namens gebende Highlight des Festivals in Doncaster statt. Nach einigen interessanten und manchen recht klaren Angelegenheiten in den letzten Tagen steht nun endlich ins Haus und wird um 16:35 Uhr deutscher Zeit starten.

Ein bisschen mit Wehmut fiebert die Rennszene diesem Rennen jedes Jahr entgegen, ist es doch das älterste der fünf Classic Rennen und wird ehrwürdig als letztes dieser traditionsreichen Rennen in der Saison abgehalten, womit es auch langsam das Ende der Flachrennensaison in Großbritannien einleitet. Wir haben dieses Jahr einige großartige 3yo gesehen und hier dürfen sich sowohl Stuten als auch Hengste noch einmal messen und um ihren Anteil an den 700.000 Pfund Preisgeld kämpfen. Wer tritt in die Fußstapfen der großen Staher der letzten Jahre und wird uns als 4yo noch weiter begeistern, wird Logician seinem Hype gerecht werden oder wird er einem der anderen vielversprechenden Konkurrenten zum Opfer fallen?

Das seit 1776 abgehaltene Rennen hat in seiner Geschichte schon viele denkwürdige Momente gehabt, sei es der Doppelsieg von Champion im Derby und dem St Ledger im Jahr 1800 oder das Triple in den Klassik Rennen von West Australien im Jahr 1853. Oder das winzige Feld von nur 3 Startern im Jahr 1917, als das Rennen während des ersten Weltkrieges von Doncasster nach Newmarket verlegt wurde und wo Gay Cursader seinen Sieg über seine beiden Konkurrenten feiern konnte. Bemerkenswert war auch die Leistung von Masked Marvel im Jahr 2011, als er für John Godsen das Rennen in einer Zeit von 3:00:44 gewinnen konnte und damit den schnellsten Sieg in diesem Rennen – jemals! – in Doncaster registrieren konnte. In York war die Zeit von Sixties Icon im Jahr 2006 zwar noch schneller, der Track in York gibt allerdings auch bessere Zeiten her und so hält Maksed Marvel und John Godsen mit Jockey William Buick den Rekord in diesem Rennen.

Aiden O’Brien lässt wie gewohnt in so einem wichtigen Rennen eine ganze Reihe seiner talentierten Schützlinge starten, und mit zwei Siegen in den Austragungen dieses Rennens in den letzten Jahren wird er dem Favoriten sicher einige Probleme bereiten.

Logician: Einer der vielen vielversprechenden Nachkommen von Frankel, der sich in seiner noch recht kurzen Karriere bisher keinen Fehler geleistet hat. Seinen ersten Lauf absolvierte er in einem 2012m Rennen in Newbury im Mai, wo er auf gutem Untergrund das Rennen locker gewinnen konnte. Fast genau einen Monat später lief er dann über die selbe Distanz in Newmarket auf etwas weichem Boden auf, konnte das Rennen aber ebenfalls locker gewinnen.
Drei Wochen später ging es dann in einem Handicap in Newbury das erste Mal über 2414m und Logician konnte erneut überzeugen.
Während des Laufes sah er noch ein wenig unerfahren aus und driftete teilweise aus seiner gedachten Linie heraus, konnte sich aber unter minimalem Druck schnell absetzten und sich an den Front Runnern locker vorbeischieben. Frankie Dettori musste niemals zur Peitsche greifen um Logician mit über vier Längen Vorsprung durchs Ziel zu führen.
Es war klar, dass Logician viel viel Besser sein würde, als die 90er Marke, die er in diesem Rennen zugeteilt bekommen hatte und der Schtritt auf die Gruppenebene danach war nur logisch – schließlich war für ihn das St Leger schon immer das Ziel gewesen.
Den Test dafür legte Logician im Gruppe 2 Great Voltigeur Stakes ab, wo er gegen den heutigen Konkurrenten Nayef Road antreten musste. Der machte ihm allerdings keinerlei Probleme in jenem Rennen, schließlich konnte sich Logician am Innengelaänder auf dem guten Untergrund schnell von dem Aiden O’Brien trainierten Constantinople absetzen, ein kleiner Wehrmutstropfen war dass er am Ende in die Mitte der Bahn driftete und sich nicht am Innengeländer orientierte, ein Fehler der ihn heute sicher einige Probleme bereiten würde – im Gegensatz zur längeren Distanz, die Logician auf dem schnelleren Untergrund mit Sicherheit schaffen wird.
Der Favorit des Rennens – und das zu Recht.
Sir Dragonet: Der Camelot Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist trotz seiner etwas enttäuschenden Leistungen in den letzten Rennen alles andere als chancenlos, auch wenn der Hauptkonkurrent Logician sich bisher ohne Fehl und Tadel gibt.
Sir Dragonet Sohn begann seine Karriere mit einem Knall, als er zuerst sein Maidenrennen in Tipperary mit drei Längen gewinnen konnte und danach in Chester gleich auf die Gruppe 3 Ebene hinaufschrift – wo er das Gruppe 3 Chester Vase Stakes über 2472m auf gut bis weichem Boden nach Belieben dominierte. Acht Längen betrug der Vorsprung von Sir Dragonet am Ende auf seine Verfolger, und das obwohl er zuvor nicht einmal als Favorit für das Rennen gehandelt wurde.
Kein Wunder, dass er danach in das Epsom Derby ging, wo er als einer der Favoriten gehandelt wurde, allerdings leider in dem starken Finish sich nicht durchsetzen konnte und auf dem fünften Platz ins Ziel einlief. Dabei betrug der Rückstand nicht einmal eine Länge auf seinen Sallgefährten Anthony Van Dyck, der sich an der Innenbahn ohne direkte Konkurrenz schnell absetzen konnte und den Vorsprung von einer halben Länge auch bis zum Ziel hielt. Sir Dragonet hingegen musste sich mit Madhmoon herumschlagen, der ihn auf den letzten 200m nicht von der Seite weichen wollte und die beiden so in einen kräfteraubenden Kampf verwickelte, der vermutlich beide die Chance für den Sieg kostete.
Aiden O’Brien schickte seinen Schützlung Sir Dragonet danach in das Gruppe 3 Royal Whip Stakes über die kürzere Distanz von 2012m, kam aber in dem Rennen überhaupt nicht in Gang und scheiterte erneut an einem Stallgefährten, denn Buckhurst gewann das Rennen unter Donnacha O’Brien knapp gegen die Verfolger. Sir Dragonet schien mit der Pause von knapp 2 Monaten nicht wirklich zurecht zu kommen , allerdings ist es auch alles andere als ungewöhnlich, wenn sich die Pferde von O’Brien nach so einem Start bei ihrem nächsten Lauf noch einmal deutlich steigern und mit seinem eindrucksvollen Start in seine Karriere vor einigen Monaten darf man ihn hier nicht unterschätzen.
Il Paradiso: Der Galileo Sohn ist ein weiterer Starter von Aiden O’Brien und sollte sich hier vor allem als Supporter für die erste Wahl des Trainers, Sir Dragonet in diesem Feld zeigen.
Die Karriere von Il Paradiso begann seine Karriere im Jahr 2018 mit einem durchschnittlichen Lauf in seinem ersten Maidenrennen, wobei man ihm bei seinem dritten Platz zu Gute halten muss, dass er diesen hinter Circus Maximus errang, der danach ja zu deutlich höheren Sphären aufstieg und unter anderem das St James Palace Stakes sowie den Prix du Moulin de Longchamp auf Gruppe 1 Ebene gewinnen konnte. Aber auch beim zweiten Start in einem Novice Rennen über die Distanz der Meile gelang ihm nicht mehr als ein zweiter Platz hinter Turgenev, der ihm gut 1,5 Längen an Vorsprung abnahm – aber auch als klarer Favorit gestartet war. So gesehen war der Lauf für ihn doch ein kleiner Erfolg und die Favoritenrolle im Maidenrennen in Gowran Park danach nur logisch. Wieder floppte er allerdings ein wenig mit einem zweiten Platz hinter dem Sieger und konnte damit trotz guter Platzierung in den Rennen durch seinen Trainer keinen Sieg im ersten Jahr vorweisen konnte.
Also ging es in die zweite Saison, dieses Mal in das Captain Dara Fitzpatrick 3 Maidenrennen bei seinem Saisondebüt, einem 2414m Rennen welches er erneut als Favorit bestritt und dieses Mal auch knapp gegen den Außenseiter Harpo Marx der ihm Genick saß. So richtig überzeugend sah er allerdings auch hier nicht aus und es war kein Wunder, dass er beim Irish Derby ebenfalls als klarer Außenseiter auflief und wie vermutet auch keine Chance hatte einen Stich zu landen.
Das Summer Festival Handicap danach war dagegen eine deutlich leichtere Angelegenheit und Il Paradiso konnte einen komfortablen Sieg unter geringem Gewicht feiern. Die Konkurrenz in jenem Rennen war allerdings auch nicht der Rede Wert und der Sieg mit 12 Länge Vorsprung war vielleicht ein wenig zu deutlich, denn im Gruppe 2 Lonsdale Cup Stakes scheiterte er an dem hervorragenden Distanzläufer Stradivarius. Man muss Il Paradiso aber zu Gute halten, dass er den Anschluss an die Sieger hielt und nicht mehr als 1.3 Längen zurückfiel. Dürfte ein hervorragender Supporter heute sein
Sir Ron Priestley: Der Australia Sohn von Marc Johnston ist seiner zweiten Saison förmlich aufgeblüht, nachdem er sich in der letzten Saison schwer getan hatte. Aber mit dem Wechsel über die Winterpause in die neue Saison und dem Älter werden zeigte er eine stark gesteigerte Form und gewann sein erstes Rennen in Ripon mit 6 Längen Vorsprung und sein zweites Rennen in Haydock 3,75 Längen Vorsprung. Seine Serie von fünf Siegen wurde dabei nur unterbrochen von der Niederlage im King George V Stakes, wo Sir Ron Priestly schlicht kein Glück hatte. Gleich danach kam er aber mit Siegen im Haydock Handicap und danach im Unibet Handicap zur Form zurück und mauserte sich langsam zum Anwärter für das St Leger – nicht zuletzt wegen dem Sieg im Gruppe 3 March Stakes in Goodwood im August

07.09.2019 – Haydock – Sprint Cup Stakes – Pick: Advertise

Pferderennen in Australien

17:10 Sprint Cup Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.207 m | Preisgeld: 300.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Advertise (SKL.) (1 – 15 – 2 – 1 – 1 – 2) 3j H
Trainer Martyn Meade / Jockey Frankie Dettori

Der Showcasing Sohn hat sich letztes Jahr für seinen Trainer nach erfolgreichem Maidenrennen mit einem zweiten Platz im 1207m Gruppe 2 Coventry Stakes In Stimmung für die Black Type Rennen gebracht und in Newmarket im Guppe 2 Arqana July Stakes nur einen Monat später bereits einen überzeugenden Sieg feiern können, als er in der Mitte der Bahn an die Front und dann zwei Längen frei vor den Rest sprinten konnte.

Das nachfolgende Gruppe  1 Keeneland Phoenix Stakes zog das Niveau noch einmal deutlich an und Advertise musste sich über den schnellen Untergrund sichtlich mühen um gegen So Perfect zu bestehen, der so gar nicht nachgeben wollte beim Zieleinlauf. Eine halbe Länge Vorsprung holte Advertise trotzdem heraus und lief danach beim ersten Versuch übe 1408m hinter dem hoch gehandelten Too Darn Hot einen zweiten Platz heraus.
Too Darn Hot, der bei diesem Meeting hier hinter Circus Maximus im St James Palace Stakes einen ritten Platz errungen hatte, war damals in herausragender Form und der zweite Platz hinter ihm war für Advertise ein gelungener Saisonabschluss. Nicht ganz so gelungen war der Start in die neue Saison im 2000 Guineas, wo er keine Chance auf den Sieg hatte, was aber auch an einem etwas schwierigem Rennverlauf lag.
Adervtise war im letzten Jahr im Ranking der 2yo in Europa auf Rang 4 geführt worden und konnte im nachfolgenden Commonwealth Cup zeige warum das so war. Auf der geraden Sprint strecke in Royal Ascot hielt er sich von Anfang an im vorderen Bereich des Feldes und beschleunigte den anderen am Ende langsam aber stetig zu einem 2 Längen Sieg davon
https://m.youtube.com/watch?v=3jqnsdZpJXM
Das war schon viel eher der Advertise den wir aus dem letzten Jahr kannten, allerdings wird das Rennen heute noch einmal deutlich mehr von ihm fordern.

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn das Jahr 2018 nicht ganz so erfolgreich war wie das Jahr zuvor, so konnte er seine Leistung aus dem Prix Maurice De Gheest 2017 bei der Neuauflage 2018 nicht wiederholen und obwohl einige gute Platzierungen wie etwa im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes am Ende im Buche standen, fehlte ein Ausnahmeerfolg wie im Prix Maurice De Gheest 2017:https://www.youtube.com/watch?v=bbrDHLy9PWM

Im Jahr 2018 war es aber The Tin Man der sich mit einer halben Länge durchsetzen konnte, und Brando wartet seit dem April 2018 auf seinen nächsten Sieg. So ähnlich war es allerdings auch in den letzten Jahren immer mal wieder verlaufen, aber Brando blieb immer gefährlich und konnte immer wieder ordentlich Preisgeld einsammeln.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Form hat er also, und dazu kommt, dass er hier in den letzten beiden Austragungen jeweils einen Platz erreichen konnte.

Dream Of Dreams: Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung!

Invincible Army: James Tate trainiert den Invincible Spirit Sohn und kann auf das bisher erreichte durchaus stolz sein, allerdings wird er gerade auf das Royal Asot Meeting vermutlich nicht mit den besten Erinnerungen verknüpfen, denn schon nunmehr zwei Jahre in Folge war der Versuch in den gut besetzte Rennen dort ein klarer Flop für Invincible Army. Letztes Jahr startete er im Commonwealth Cup als Co Favorit konnte aber nicht über einen neunten Platz hinaus kommen – und das, wo er doch zuvor im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene nur knapp an Sands of Mali gescheitert war. 2019 nahm er am Diamond Jubilee Stakes teil und kam erneut nicht über einen abgeschlagenen siebten Platz hinaus. Nun also geht es mit der kürzesten Pause seiner Karriere zum nächsten Gruppenrennen.

Erfahrungen hat er zur genüge, so hatte sich Invincible Army schon im Jahr 2017 in einigen Grupenrennen versucht und dabei durchaus solide Ergebnisse produziert. Plätze im Arqana July Stakes, dem Molecomb Stakes, dem Gimcrack Stakes hinter Sands Of Mali und dem Mill Reef Stakes hinter James Garfield sowie der Sieg im Gruppe 3 Sirenia Stakes lesen sich gut, lassen aber erahnen, dass es zum Aufschluss auf die absolute Spitzengruppe noch nicht ganz gereicht hat. Das Preisgeld stapelte sich zunehmend, aber die Ausbeute an Siegen lies durchaus zu wünschen übrig.

Auch das Saisondebüt im Pavilion Stakes in Ascot, wo Invincible Army mit 1,5 Längen gewinnen konnte war ein hervorragendes Rennen, nur war die Konkurrenz nicht ganz auf dem heutigen Niveau, was sich beim nächsten Rennen auch wieder schmerzhaft bemerkbar machte. Denn als er im Sandy Lane Stakes auf Gruppe 2 Ebene kurz darauf gegen Konkurrenten wie Sands Of Mali und James Garfield antreten musste, musste sich Invincible Army wieder einem anderen Konkurrenten knapp geschlagen geben.

Dann kam wie gesagt die etwas bittere Niederlage im Commonwealth Cup und der letzte Start in der neuen Saison 2019, als er im bet365 Hackwood Stakes startete. Aber auch dort war klar zu erkennen dass seine Form in dieser Saison einfach nicht mehr viel wert sein würde.

Mit der Pause kam aber auch die Form wieder und Invincible Army gewann das Gruppe 2 Cammidge Trophy Stake mit gut zwei Längen Vorsprung und setzte über schnellen Untergrund im Duke Of York Stakes im Mai noch einmal einen drauf. Aber Royal Ascot war auch beim zweiten Anlauf einfach nicht sein Pflaster, denn im Diamond Jubilee Stakes scheiterte er an dem schnellen Tempo und dem vermutlich zu schnellen Untergrund. Ja, er hat schon auf schnellem Boden gewonnen, gegen derartige Konkurrenz wäre aber ein wenig Wasser im Boden wünschenswert gewesen. Nun kommt er also eine Woche später der nächste Versuch, die Erholungspause ist ein wenig kurz, aber die Konkurrenten dafür auch deutlich leichter – Invincible Army hat herausragende Chancen.

Khaadem (1 – 1 – 1 – 3) 3j
Trainer H Charles / Jockey  Hills Dane O’Neill
Khaadem floppte bei seinem Debüt, hat aber seitdem nicht mehr zurückgeschaut und seine nächsten drei Rennen gewonnen. Die beiden Rennen im letzten Jahr waren dabei noch nicht wirklich der Rede Wert, sein bestes Rennen lief er aber bei seinem Saisondebüt im Shalaa Carnarvon Stakes, als er das Rennen mit einer halben Länge gewinnen konnte. Er scheint eine aufstrebende Form zu haben und muss hier durchaus ernst genommen werden, auch wenn das hier natürlich noch einmal eine ganz andere Hausnumer ist
Hello Youmzain (1 – 4 – 1 – 2 – 1) 3j
H Kevin A. Ryan Kevin Stott
Gewann letztes Jahr das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber danach Probleme die erweitertete Distanz Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 2 Ebene nur vierter wurde. Steigerte seine Form dann über kürzere Distanz wieder im Sandy Lane Stakes -könnte daher heute mit Distanz und Boden zu Recht kommen und gefährlich weden

The Tin Man: Der Equiano Sohn hat sich rechtzeitig für dieses Rennen hier wieder in Position gebracht, schließlich gewann er das Leisure Stakes gegen die heutigen Konkurrenten D’Bai und Projection. Das sind zwar nicht die härtesten der heutigen Konkurrenten, aber schon letztes Jahr konnte The Tin Man sich mit einem überraschend starken Lauf nach nicht ganz optimaler Vorbereitung in diesem Rennen einen Sieg erringen können.

Sein Trainer James Fanshawe hofft daher, dass der Titelverteidiger einen zweiten Sieg in Folge im Diamond Jubilee Stakes feiern kann, was dann sein dritter Triumph auf dem Kurs in Ascot in einem Gruppe 1 Rennen wäre. Der Trainer hofft weiter, dass The Tin Man in der Schlussphase des Rennens wieder sein Markenzeichen zeigen kann und das Feld mit einem Geschindigkeitsschub von hintern aufrollt. Nachdem er den British Champions Sprint 2016 gewonnen hatte, wurden The Tin Man und sein Stammjockey Tom Queally vor 12 Monaten zu Royal Ascot-Siegern, nachdem sie mit dem bekannten starken späten Finish sich noch an Tasleet vorbeischieben konnten, und dass nachdem das Rennen alles andere als optimal in dieser Phase lief. Aber auch einige Problem mit sich schließenden Lücken und zurück fallenden Pferden hielten The Tin Man auf dem Weg zum Sieg im Diamon Jubileee Stakes nicht auf.

Zuletzt besiegte er D’bai und Projection – die beide erneut gegen ihn antreten werden – in einem Windsor Listed Rennen und  versucheteseine Form aus dem letzten Jahr im Diamond Jubilee Stakes  zu reproduzieren. Sein Trainer James Farshawe zeigt sich dabei sehr zuversichtlich  die Leistung von ihm aber am Ende auch durchaus respektabel, verfehlte er den Sieg doch nur mit einer Länge gegen den Sieger Merchant Navy, Der sich als Sieger vor City Light und Bound For Nowhere platzierte. Auch im Prix Maurice De Gheest erging es The Tin Man  wieder genauso, dieses Mal war der Rückstand auf den Sieger allerdings noch einmal deutlich größer, und das Rennen verlief gerade in der Schlussphase nicht ganz so wie es sich The Tin Man erhofft hatte.  Der dritte Platz gab trotzdem einiges an Trinkgeld für die kleine Reise nach Frankreich und mit der Rückkehr nach England zeigte The Tin Man  wieder Wasser kann und gewann gegen den heutigen Konkurrenten Brando am Ende mit einer halben Länge Vorsprung.  Die beiden werden es heute unter ähnlichen Bedingungen erneut gegeneinander austragen, und auch wenn er hier zu richten Favoriten Rolle einnehmen wird, wird es alles andere als leicht für ihn.

Ten Sovereigns (5 – 1 – 1 – 1) 3j H

Aidan P. O’Brien / Jockey Ryan L. Moore
Der No Nay Nev’er Sohn hat aus der Blutlinie der Mutter die Gene von Exceed And Excel in sich und hat für seinen Trainer im letzten Jahr eine Menge Aufmerksamkeit für seinen Trainer Aiden O’Brien erlangen können, als er zunächst in seiner Heimat in Irland in Curragh sein Maidenrennen mit 7 Längen Vorsprung gewinnen konnte. Zwar hat keiner der Konkurrenten von damals in seiner Karriere bisher durchstarten können, aber Ten Sovereigns legte gleich im September mit einem Sieg im Gruppe 2 Round Tower Stakes nach, wo er mit gut 3. Längen vor Bruce Wanye gewinnen konnte.  Das Rennen war schon stärker besetzt und es gab einige Konkurrenten, die sich bereits in Black Type Rennen versucht hatten und die zumindest ihre Erfahrung hier zum Zug bringen konnten, trotzdem hatten sie keine Chance gegen Ten Sovereigns, der 1f vor dem Ziel die Führung übernahm und unter mildem Druck seines Jockeys Donnacha O’Brien locker davonziehen konnte.
Klar, Ten Sovereigns war in diesem Rennen auch als klarer Favorit gestartet, konnte dem Ruf aber auch mehr als gerecht werden und spielte über die 6 Furlong die Konkurrenten förmlich an die Wand.  Dementsprechend ging er auch auf höherem Niveau im Gruppe 1 Juddmonte Middle Park Stakes noch im selben Monat als klarer Favorit an den Start, fand aber im 4/1 Co-Favoriten Jash einen würdigen Gegner.
Ten Sovereigns eröffnete den Schlusssprint 1f vor dem Ziel aber Jash ging an der Innenbahn mit ihm und die beiden liefen Nacken an Nacken über die letzten Meter. Ten Sovereigns hatte sich mit dem Tempowechsel eine halbe Länge Vorsprung gesichert und hielt diesen Vorsprung auch bis zum Ziel, musste aber unter Donnacha O’Brien alles geben, um Jash auch wirklich auf Astand zu halten. Ten Sovereigns war damit weiter ungeschlagen, aber der Konkurrent Jash hatte mit seiner „Niederlage“ nichts an Form eingebüßt
Für Ten Sovereigns ging es danach in die Winterpause, die mit einem Start im 2000 Guineas in Newmarket beendet wurde. Nicht unbedingt die beste Wahl, eine lange Pause bei einem jungen Pferd gleich mit dem Classic zu beenden, aber Ten Sovereings ging trotzdem als Favorit an den Start und zog mit seinem Stallgefährten Magna Grecia ungefähr gleichzeitig zum Schlusssprint an, Ten Sovereigns in der Mitte der Bahn, Magna Gecia am Außengeländer. Dort schien der Boden ein bisschen besser zu sein, denn die Pferde die dort liefen konnten auf den letzten Metern deutlich mehr Boden gut machen als die in der Mitte der Bahn, wo Ten Sovereigns auf den fünften Platz zurück fiel.
Beim Gruppe 1 Commonwealth Cup wurden Ten Sovereigns gute Chancen ausgerechnet, sich gegen Advertise und die anderen Konkurrenten durchzusetzen, aber am Ende reichte sein Tempo einfach nicht, um an die Führenden heranzukommen. Dabei sah Ten Sovereigns auf dem gut bis weichen Boden lange Zeit hervorragend aus und hätte eigentlich auch mithalten dürfen, aber am Ende musste Ten Sovereigns mehrfach die Bahn wechseln, ohne, dabei aber richtig in Fahrt zu kommen.
Das war ernüchternd, denn mit dem schlechten Tempochwechsel auf dem etwas aufgeweichten Boden blieb die Sorge, ob Ten Sovereigns denn im Gruppe 1 Darley July Cup auf schnellem Boden den Tempowechsel hinkriegen würde. Tat er aber. Er sah im Paradering wieder hervorragend aus und hielt sich dieses Mal einfach an der Front des Fledes und beschleunigte den anderen einfach davon. Der Boden passt wieder, aber Battaash ist ein extrem harter Gegner.

07.09.2019 – Randwick – Forum Concorde Stakes – Pick: Redzel

Pferderennen in Australien

07:10 Forum Concorde Stakes – Gruppe 3

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Für 4jährige und ältere Pferde  |   Distanz: 1.000 m  |  Preisgeld: 160.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Sunlight: Der Zoustar Sohn hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2017 gleich mehrmals eine beeindruckende Serie von Siegen aneinandergereicht und es gibt nur sehr wenige totale Flops in seiner Karriere bisher. So gewann er sein erstes Listed Rennen bereist im Januar 2018 und legte nach dem Sieg im Magic Millions Classic nur einen Monat später den nächsten Sieg im Gruppe 2 Silver Slipper Stakes nach. Auf dem Weg zum Golden Slipper lies er dann noch einen Sieg im Gruppe 3 Canadian Stakes folgen, beim eigentlichen Ziel der ersten Kampagne, dem Golden Slipper Plate im Märt wurde er dann auf der Zielgeraden aber von Estjaab und Ohood abgehängt, was an sich aber auch keine schlechte Leistung wenn man bedenkt wer alles in diesem Rennen aufgelaufen war.

Er kam dann im Juli 2018 zurück auf die Rennstrecke und ergatterte einen zweiten Platz im Lighning Stakes bevor er mit dem Gruppe 3 Winslow Stakes und dem Thoroughbred Club Stakes wieder zwei beeindruckende Siege feiern konnte. Danach ging es in das Manikato Stakes, ein Spintrennen über 1200m welches sich jedes Jahr durch ein extrem starkes Starterfeld auszeichnet, welches sowohl von Dreijärhigen als auch älteren Pferden besucht wird, und welches mit gut einer Millionen Dollar den Siegern neben Prestige auch ein nettes Taschengeld einbringt.

Im Gruppe 1  Manikato Stakes wurde er dann allerdings doch noch etwas deklassiert und konnte nicht an die besten wie Kementari oder Brave Smash heranreichen – jedenfalls noch nicht, denn nur kurze Zeit darauf im im Gruppe 1 Coolmore Stud Stakes konnte Sunlight dann endlich den verdienten Gruppe 1 Sieg feiern. Das Rennen fand nur knapp eine Woche später statt und sowohl die Distanz als auch der Untergrund war ähnlich wie zuvor im Manikato Stakes, nur dieses Mal war der Kurs in Flemington das Ziel gewesen, und die Dreijähigen waren wieder unter sich. Kein Wunder also, warum Sunlight dieses Mal deutlich bessere Chancen ausgerechnet wurden und Sunlight am Ende auch die Nase vorn hatte – sprichwörtlich, aber für den Gruppe 1 Sieg hatte es trotzdem gereicht, und das Jahr wurde im November 2018 erfolgreich mit dem ersten Gruppe 1 Sieg von Sunlight  abgeschlossen.

Danach ging es erneut in eine längere Pause bis zum Februar 2019, wo er im Gruppe 1 Black Caviar Lightning Stakes als erstes auflief, welches er mit einem knappen dritten Platz hinter In Her Time und Osborne Bulls abschließen konnte. Die kurze Pause hatte also nichts an der Form von Sunlight geändert und in dem 1000m Rennen konnte er recht gut an der Front mithalten, auch wenn In Her Time 150m vor dem Ziel die Führung übernahm und Osborne Bulls noch spät heran geflogen kam und Sunlight auch noch kassierte.

Auch im Seppelt Newmarket Handicap knapp einen Monat später traf Sunlight erneut auf Osborne Bulls und In Her Time, dieses Mal gab es allerdings einen anderen Ausgang, was auch dem sehr niedrigen Handicap von Sunlight in diesem Rennen lag. Zwar startete er als Außenseiter, konnte sich aber wieder an der Front etablieren und mit seinem leichten Gewicht dem großen Feld den Takt vorgeben, was für Sunlight den Vorteil hatte, dass er nicht wie etwa In Her Time praktisch im Verkehr stecken blieb. Osborne Bulls fand seine Lücke wie im letzten Rennen und sprintete kurz vor der Ziellinie heran, konnte aber Sunlight auch nicht mehr fangen der aus seinen fast 6 Kilo weniger volles Kapital schlug

https://www.youtube.com/watch?v=UNmRiVP6kRc

Damit schoss das Handicap Rating endgültig in die Höhe und Sunlight ging lieber in das Altersgewichtsrennen William Reid Stakes, ebenfalls ein Gruppe 1 Rennen, dieses Mal über 1200m auf gut bis weichem Untergrund – und Sunlight konnte seinem Favoritenruf wieder mehr als gerecht werden. Er sparte durch sein noch junges Alter von vier Jahren einiges an Gewicht, hatte aber auch leichtes Spiel an der Front und konnte sich einige Längen von der Konkurrenz absetzten, einen Vorsprung, den die anderen Konkurrenten bis zum Ziel nicht mehr aufholen konnten

Zwei spitzenmäßige Läufe auf gut bis weichem Untergrund machten ihm auf dem Papier auch zum echten Konkurrenten für Santa Ana Lane im Aquis Smith Plate, allerdings war in dem Gruppe 1 Rennen nichts für ihn zu holen, schließlich geriet er schon früh unter Druck an der Front und konnte sich nicht wie im letzten Rennen bequem einen Vorsprung erarbeiten, stattdessen war es Santa Ana Lane der sich locker absetzen konnte und ungefährdet mit fast vier Längen Vorsprung vom Rest des Feldes absetzten konnte und sich für den Rest des Jahres empfehlen konnte. Sunlight hielt sich im Pulk der Verfolger und hatte das Glück sich noch auf einem dritten Platz ins Ziel zu retten.

Heute muss er nach einer langen Pause beweisen, dass seine Form in den mehrere Monaten Müßiggang nicht gelitten hat. Das allerdings ist etwas fraglich, denn Sunlight ist nach einer längeren Pause nicht immer in Topform zurück gekehrt.

Andere haben bessere Chancen.

 

Pierata: Der Pierro Sohn von George Hickman hat sich nach seinem Debüt im Jahr 2017 auf dem Kurs in Warwick Farm prächtig entwickelt. Nach gewonnenem Maidenrennen ging es schon im nächsten Monat in die Gruppenrennen zum Gruppe 2 BRC Sires‘ Produce Stakes auf dem Kurs in Eagle Farm, wo Pierata als Außenseiter auflief, aber immerhin einen dritten Platz erreichen konnte, Melody Belle deklassierte aber den Rest des Feldes und es war nicht sicher, wie viel der dritte Platz wirklich wert war.

Nach diesem guten dritten Platz ging es für Pierata nach Doomben, und dem Kurs sollte er in den nächsten vier Rennen auch treu bleiben. Er startete im Gruppe 1 BMW J.J Atkins, wurde dort seiner Rolle als Außenseiter aber leider auch gerecht und konnte seinen Quoten dieses Mal nicht davonlaufen und wurde danach auch in eine sechsmonatige Pause bis zum Dezember 2017 geschickt. Diese Pause wurde wie schon erwähnt auf dem selben Kurs beendet, das Niveau des Rupert Plate war aber deutlich niedriger und Pierata konnte das kleine Handicap am Ende auch souverän gewinnen. Im Mexican Gold Edition Plate auf Listed Ebene startete er zwei Wochen später wieder als Favorit und hätte eigentlich locker gewinnen müssen, aber Whypeero gewann gegen Pierata in einem spannenden Duell. Der Sieger tat wenig um der Form im Nachhinein einen Boost zu geben, aber Pierata bewies dass er in die Gruppenrennen gehört indem er das Gruppe 2 Vo Rogue Plate kurz vor dem Jahreswechsel gewann. Am Ende gewann er mit gut 2,5 Längen Vorsprung und traf zwei Wochen später im Gold Coast Guineas erneut auf Goodfella, der sich in Vo Rouge Plate einen dritten Platz gesichert hatte. Goodfella gab sich Mühe für einen guten Kampf zu sorgen, musste aber einsehen dass Pierata an diesem Tag einfach das bessere Pferd war. Pierrata hatte mit diesem Sieg auch gezeigt, dass er nicht nur an Doomben als Kurs gebunden war und machte sich mit neuem Selbstbewusstsein in das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes in Rosehill auf. Dort traf er das erste Mal auf Kementari und D’Argento sowie den mehrfachen Gruppe 1 Sieger Trapeze Artist. Das Rennen war aufschlussreich, denn ide ersten vier des Kurses wurden in der folgenden Saison zu einigen der besten Dreijährigen, die in dieser Saison auflaufen würden.

Nach diesem erneut sehr positiven Vorzeichen ging es in das Gruppe 1 Group Randwick Guineas, um eines der wichtigsten Rennen für die Dreijährigen zu bestreiten, und wieder waren Kementari, Trapeze Artist und D’argento mit von der Partie, Pierata verbesserte seine Leistung aber im Gegensatz zum letzten Duell mit diesem Konkurrenten noch ein weiteres Mal und schaffte einen zweiten Platz hinter Kementari, der erneut das beste Pferd auf dem Kurs und an dem Tag war.

Jetzt war spätestens klar – Pierata hat Potential und würde früher oder später ein Gruppenrennen auf höchster Ebene gewinnen können. Pierata wurde danach von George Hickman in die Pause geschickt, trainierte die nächsten fünf Monate und kehrte im Gruppe 2 Missile Stakes zurück. Dort traf er – schon wieder – auf Kementari, der sich in den letzten Monaten davor in einigen hervorragenden Rennen wie dem Silver Stakes oder dem Winx Stakes platzieren – beide Male hinter der Wunderstute Winx. Im Missile Stakes lieferten sich die beiden ein sehr spannendes Rennen, Pierata hatte von Anfang an freie Bahn und konnte Momentum aufnehmen, während Kementari ein wenig eingeboxt war und erst spät im Rennen angeflogen kam und nicht mehr ganz an Pierata vorbeikam.

Nach dieser persönlichen Bestleistung ging es als Favorit in das Gruppe 3 Bill Ritchie Stakes, wo er wieder freie Bahn bekam, aber der Hauptkonkurrent Siege Of Quebec bekam ebenfalls rechtzeitig seine Lücke und konnte sich mit starkem Zug zum Ziel just an der Ziellinie gegen Pierata durchsetzen. Der Rückstand betrug etwa 1,5 Längen am Ende auf den Sieger, aber das Ziel von Pierata war auch klar das Gruppe 1 Epsom Handicap Ende September in Randwick gewesen.

Nach seinen vorangegangenen Leistungen lief Pierata als einer der drei Favoriten auf, konnte aber seine Form nicht auf das 1600m Rennen übetragen und verlor auf der Ziellinie zunächst sieben Längen auf die Führenden, die er bis zum Ziel auf immerhin nur knapp über 3 verkürzte, was ihm aber dennoch nicht mehr als den neunten Platz einbrachte.

Danach ging es auf schwerem Boden in das Gruppe Syndey Stakes, wo Co Favorit Jungle Edge eine ziemlich lockere Führung bekommen hatte und sich damit eigentlich eine ideale Position für den Zieleinlauf gesichert hatte, aber Pierata zog neben ihm gleich und stürmte dann 3 Längen voraus, einen Vorsprung, den er bis zum Ziel auch halten konnte.

Auf dem geraden 1200m Kurs im Vrc Sprint Classic im November hielt sich Pierata dann in der Mitte der Bahn nah an der Front und ging zusammen mit In Her Time und Jungle Cat 200m vor dem Ziel an die Führung, konnte diese Position aber erneut nicht halten und fiel ein wenig zurück auf den dritten Platz, den sie sich mit Jungle Cat zusammen teilte. Wäre die Strecke noch länger gewesen, Pierata wäre vielleicht sogar von dem verfolgenden Pack rund um Redzel noch eingeholt worden, so sicherten sich Pierata aber noch das hoch dotierte Platzgeld.

Im Canterburry Stakes danach fühlte sich Pierata augenscheinlich von Anfang an nicht wirklich wohl, fiel er doch schnell hinter dem Feld zurück und verlor zwischenzeitlich sogar den Anschluss an das Feld. Zu allem Überfluss kam er auch noch weit in die letzte Kurve und verlor so noch weiteren Boden auf die Führenden, konnte unter den Anstrengungen seines Jockeys dann aber doch noch einige Platzierungen gut machen und hatte den schnellsten Abschnitte auf der Zielgeraden -war aber nie gefährlich für die Sieger.

Er ergatterte im Galaxy Cup auf schwerem Boden einen weiteren sehr guten Platz und hätte aus dieser Platzierung auch gut und gerne einen Sieg machen können. So kam er zwar auf die Zielgerade recht weit außen bzw. in der Mitte der Bahn hineingeschwungen und hatte gut 7 Längen auf den Sieger gut zu machen, flog aber heran und verpasste den Sieg am Ende nur mit knapp einem Nacken. Der Schlusssprint auf dem schweren Boden war extrem beeindruckend gewesen und man hoffte, dass er nur zwei Wochen später in Randwick im Aquis Smith Plate den selben Trick noch einmal wiederholen könnte, allerdings war hier Santa Ana Lane zu schnell an der Front und lies alle Versuche der Schlusssprinter an sie heranzukommen unbeeindruckt  an sich abperlen.

Gegen etwas leichtere Konkurrenz gelang ihr im Schweppes Stakes dann auf Gruppe 2 Ebene ein Sieg, auch wenn Osborne Bulls, der auch schon beim Randwick im Aquis Smith Plate einen zweiten Platz hatte erreichen können, ihm dicht im Nacken. Der knappe zweite Platz im Randwick im Aquis Smith Plate hatte Osborne Bulls zum Favoriten des Schweppes All Aged Stakes gemacht, allerdings hatte Pierata mit seinem Sprint von dem vorderen Teil des Feldes vor der Ziellinie leichtes Spiel und musste sich auf den letzten 20m nicht mehr verausgaben, um den lockeren 0,4 Längen Sieg nach Hause zu bringen.

Pierata hatte damit seit April Pause und es wird spannend werden, ob er hier in seiner besten Form wiederkommen wird oder ob er schwächelt, aber wenn er in Topform ist, wird es ein extrem spannendes Rennen werden!

 

Tipps zum Pferd: Kommt aus der Pause meist in einer guten Form wieder und hat auf schwerem Untergrund das Sydney Stakes gewinnen können. Gewann das Guineas 2017 auf gutem Boden (1000m) und sollte bei den Sprints ernst genommen werden, über die Meile (Everest) eher keiner der Player.

Redzel Der Snitzel Sohn Redzel begann seine Karriere erst 2015, brauchte aber das gesamte Jahr und einen großen Teil des nachfolgenden, um sich an das Niveau der Gruppenrennen herantasten zu können. Zwar streute er immer mal wieder einen sehr guten Lauf ein, machte um die meisten wichtigen Gruppenrennen aber einen weiten Bogen. Dabei konnte er neben einigen Handicaps auch das Mumm Stakes im November 2016 auf Listed Ebene gewinnen, an den wirklich großen Rennen versuchte er sich aber erst im Jahr 2017, das aber mit zunehmendem Erfolg. Kein Wunder, dass der von Peter & Paul Snowden trainierte Hengst sich dann an die Gruppenrennen heranwagen dürfte und im März 2017 dann im Gruppe 2 Hyland Race starten dürfte, aber erst nach erfolgter Sommerpause.

Bei seinem erwähnten Saisondebüt im März 2017 verlor er nur denkbar knapp gegen English im Gruppe 2 Hyland Race Colours über 1000m, lies aber nur zwei Wochen später einen weiteren knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Galaxy Plate Stakes folgen, wo er nur einen Nacken hinter Russian Revolution ins Ziel gekommen war. Russian Reward hatte auf dem schweren Untergrund die bessere Ausdauer und konnte Redzel 100m vor dem Ziel einholen und knapp hinter sich lassen, dieser kämpfte aber verbissen bis zum Ende. Auf besserem Untergrund lies er danach im Geppe 3 Hall Mark Stakes den Gegnern keine Chacne und die etwas längere Distanz machte ihm keine Probleme. So schlug er Counterattack um einen Platz und wiederholte den Trick im Gruppe James Boag Premium nur einen Monat später. Seine Beschleunigung ist super und er kann von Verschiedenen Positionen aus angreifen, so,hat er bei seinem ersten Rennen nach der Winterpause den Pacemaker gegeben und der Konkurrenz im Concorde Stakes keine Chance gelassen. Danach bekam seine Form im Shorts und dem Gruppe 1 Everrest aber noch einmal einen gehörigen Schub, nachdem er beide Reden souverän vor einigen der heutigen Konkurrenten gewann. Im The Everest hielt er sich hinter Houtzen, übernahm aber früh selber die Führung und setzte sich mit einem super Tempowechsel einige Längen ab. Vega Magic kam noch von hinten angeflogen, verpasste den Sieg aber knapp. Über die gleichbleibende Distanz auf dem Track in Flemington im Darley Classic hatte Redzel etwas mehr zu tun, gewann am Ende aber auch souverän. Er führte das Feld wie gewohnt an, setzte sich ab und hielt die Verfolger mit einer weiteren schnellen Zeit auf Abstand.

Wenn Redzel sich an der Front etablieren kann ist er fast unschlagbar, im Black Caviar Lightning Stakes hatte er allerdings einen recht langsamen Start und Super Too übernahm die Führung, setzte das Tempo und lies Redzel hart arbeiten, um auf dem letzten Drittel die Führung zu übernehmen. Redkirk Warrior war zu diesem Zeitpunkt noch weit hinten im Feld und es sah nach einem lockeren Sieg für Redzel aus, dann kam Redkirk Warrior aber in Gang und flog am Feld vorbei, um sich mit einem Nacken noch vor Redzel ins Ziel zu schieben. Wenn Kerrin McEvoy den Angriff hätte kommen sehen, hätte er wohl noch mehr aus Redzel herausholen können, aber so war es Regan Bayliss, der seinen Redkirk Warrior zu Höchstleistungen antreiben konnte.

Das war die erste Niederlage von Redzel nach sechs Siegen auf höchster Ebene, beim zweiten Start in der Saison im Challenge Stakes setzte sich Redzel aber locker gegen Jungle Edge und Super Too durch, mit English weiter hinten im Feld

Redzel konnte sich genug Zeit lassen nachdem Super Too ein recht massives Tempo vorgelegt hatte und beendete das Rennen letztendlich mit einem neuen Kursrekord

Redzel gewann im Jahr zuvor über die selbe Distanz wie im T J Smith Stakes das Darley Classic und die allgemeine Erwartung war, dass er das Feld mit einem starken Lauf von der Front zusetzen wird. Lange sah es auch danach aus, als ob wieder alles nach Plan laufen würde, denn mit einem schnellen Tempowechsel war Redzel dem Rest des Feldes entflohen und hatte sich einige Längen Vorsprung erkämpft.

Dann aber kam Trapeze Artist an ihn heran und setzte sich fast mühelos von eigentlich klaren Favoriten ab. Der weiche Boden mag Redzel am Ende zu schaffen gemacht haben, aber dass Trapeze Artist derart leichtes Spiel hatte und gleichzeitig noch In Her Time herangeflogen kam, nachdem diese kurz zuvor keinen Raum für ihren Schlusssprint gefunden hatte, gab etwas Grund zur Sorge für den Lauf im Kirin Doomben 10,000 im Mai.

Der Boden war etwas besser, aber Redzel wurde in der letzten Kurve etwas weit in die Mitte der Bahn getragen und verlor einige wichtige Meter auf das Feld, welches ihm ohnehin dicht im Nacken saß

Trotzdem war das Rennen wie man sehen konnte eine gute Leistung vo Redzel, der damit in einem weiteren Sprint Rennen auf gutem Boden seine Form bewiesen hatte, auch wenn er mit knapp über einer halben Länge „nur“ einen vierten Platz erreichen konnte.

Nach langer Pause startete er im Gruppe 3 Concorde Stakes und lief dort gegen den aufstrebenden Invincible Star auf, der nach sehr langer Pause sein Debüt in jenem Rennen gab. So ganz fit war der Konkurrent bei seinem Saisondebüt noch nicht und Redzel gewann wie erwartet souverän mit einem starken späten Sprint gegen den führenden Invincible Star, den er kurz darauf im Gruppe 2Permiere Stakes wieder traf, aber es war das The Everest, welches Redzel wirklich im Blick hatte

Dort startete er dann im Oktober 2018, zusammen mit anderen wohl bekannten Namen wie Trapeze Artist, Le Romain, Santa Ana Lane oder In Her Time, die aber alle keine Chance gegen den Front Runner Lauf von Redzel hatten.

Redzel zog das Feld mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden schnell auseinander und gewann unangefochten. Der schwere Boden schien ihm absolut nichts auszumachen und er ging nach der Verteidigung seines Titels im The Everest natürlich als Favorit in das nachfolgende Vrc Sprint Classic im November, wo er allerdings nicht das Tempo vorgeben dürfte und damit eine schlechtere Ausgangsposition auf der Zielgeraden hatte. Redzel ist nicht so stark, wenn er das Feld oder auch nur einige andere Rennpferde vor sich überholen muss und musste sich damit im Vrc Sprint Classic auch mit einem fünften Platz zufrieden geben, auch wenn er an den Siegern dran bleiben konnte.

Im Gruppe 2 Hyland Stakes hatte sich Redzel den Sieg fest vorgenommen und auf dem Papier hatte er alles was er dafür brauchte: Einen oder mehrere Pacesetter, die ein schnelles Tempo vorgeben können, nur wenige Schlusssprinter, davon keiner der ihm wirklich das Wasser reichen können und soliden Untergrund. Allerdings schien er in seiner längeren Pause seit November vergessen zu haben wie wichtig es ist auf der Zielgeraden nicht zu weit in der Mitte der Bahn einzulaufen, so hatte nämlich der innen laufende Ball Of Muscle den entscheidenden Vorsprung herausholen können. Redzel fand zusammen mit Virdine noch den Anschluss an den Front Runner, scheiterte aber denkbar knapp mit einem kurzen Kopf an dem Front Runner.

Im Challenge Staakes auf gutem Untergrund lief ihm auf der Zielgeraden noch Ball Of Muscle davon, aber Redzel holte auf den Konkurrenten noch immens auf, kam aber einfach nicht mehr ganz an Ball Of Muscle vorbei und verpasste knapp den Sieg – und das obwohl er auch noch eine der vorderen Hufeisen verlor.

Danach ging es noch im selben Monat zum The Galaxy Plate, welches allerdings nicht nur auf schwerem Boden ausgetragen wurde, sondern Redzel auf der Zielgeraden auch noch dazu zwang, weit außen in die letzte Gerade zu gehen und damit mehr Boden gut machen zu müssen als es ihm lieb gewesen sein kann und im Aquis Smith Plate über 1200m fehlte im schlicht die Ausdauer um noch an den herausragenden Santa Ana Lane in diesem Rennen heranzukommen.

Er lief noch mal im Gruppe 2 Victory Stakes auf vor der Winterpause, wo er einen soliden zweiten Platz erreichen konnte, hat nun als Saisondebüt  das Gruppe 3 Forum Concorde Stakes im Blick, welches er schon die letzten zwei Jahre gewinnen konnte – auch 2019 sollte da keinen Unterschied machen!

Tipps zum Pferd: Gewann nun zwei The Everest, auch auf schwerem Boden. Er holte seine Siege alle in 1000-12000m Rennen und kommt heute aus einer längeren Pause zurück, was in der Vergangenheit aber nie ein Problem gewesen war

Nature Strip: Der Nicconi Sohn von Chris Waller hat sich seit 2017 langsam noch oben gearbeitet, wobei er bereits nach seinem ersten Rennen eine Serie von drei Siegen in Folge präsentieren konnte. Danach wurde er immerhin noch einmal Zweite im Yulong Vobis Gold Dash in Caulfield im April 2018, bevor er es in sein erstes Gruppenrennen im Gruppe 2 Euclase Stakes in Morphetville, einem 1200m Rennen mit durchaus starker Besetzung. Nature Strip war nach seiner Erfolgsserie zuvor als Favorit gestartet, konnte aber „nur“ einen vierten Platz eine Länge hinter dem Sieger belegen, was aber eine durchaus gute Leistung war.

Das konnte Nature Strip im Great Ocean Road Handicap einen Monat später gleich wieder mit einem beeindruckenden Sieg unterstreichen, als er das Rennen mit fast fünf Längen  für sich entschied. Das Rennen war das Sprungbrett um im A.r. Creswick Series Final wieder auf Black Type Rennen Ebene zu starten – und zu gewinnen. Das 1200m Rennen war zwar nicht so stak besetzt wie die Gruppenrennen zuvor, aber Nature Strip lies sich nicht beirren und lieferte im Lightning Stakes noch im selben Monat den nächsten Sieg nach. Dieser Sieg war eine reine Demontage der Konkurrenz, die auf dem 1050m Distanz keine Chance hatte, an Nature Strip noch dran zu bleiben und den Favoriten mit sechs Längen hatte ziehen lassen müssen.

Der talentierte Sunlight gehörte zu den geschlagenen Konkurrenten  und Nature Strip machte sich zu höheren Ebenen, als er im Gruppe 2 Mittys Mcewen Stakes im September startete. Das Rennen ging Nature Strip erneut als Favorit an den Start ging, aber am Ende gegen Houtzen nur knapp bestehen konnte. Nature Strip bewies einmal mehr seinen Kampfgeist und behauptete seinen Vorsprung bis zur Zielinie, hatt emit dem Außenseiter aber mehr zu schaffen als erwartete worden wäre, vielleicht hat die lange Saison zu diesem Zeitpunkt ihre Spuren hinterlassen – schließlich kam er auch im Gruppe 1 Cramer Moir Stakes  im September nicht mehr rechtzeitig in Gang und musste sich am Ende mit einem achten Rang zufrieden geben. Deutlich abgeschlagen hinter den Siegern ging es für Nature Strip nach dieser Niederlage in eine kleine Pause, die im Februar beendet wurde – mit einem Sieg im Gruppe 2 Schweppes Rubiton Stakes über 1100m und Konkurrenten wie Jungle Edge oder Vodoo Lad,

Jungle Edge versuchte das Tempo zu setzen, aber Nature Strip klebte ihm an den Hufen und übernahm beim Einbiegen in die Zielgerade ab der 200m Marke das Feld übernahm und locker ins Ziel einreiten konnte. Das war der nächste lockere Erfolg von Nature Strip in einem Gruppenrennen, und es wurde so langsam Zeit, dass er auch auf der höchsten Ebene endlich Erfolg haben würde – dachten zumindest Punter und Buchmacher, und ließen ihn im Oakleigh Plate als Favorit auflaufen. Nature Strip kam allerdings nicht als Sieger, sondern erneut abgeschlagen als Zehnter ins Ziel.

Nature Strip schoss nach vorne und übernahm die Führung, aber 100m vor dem Ziel endete sein Lauf und er fiel Platz um Platz zurück, ohne eine Chance zu haben dem Rest noch zu folgen. Seinen Chancen tat aber auch der weiche Untergrund keinen Gefallen, im Gruppe 1 Galaxy Cup hingegen schaffte es Nature Strip dann endlich, seine Erfüllung zu erfüllen.

Nature Strip lief an der Front des Feldes und führte seine Konkurrenten in die Zielgerade und hatte bereits an der 200m Marke zwei Längen Vorsprung, die er allerdings auch voll ausnutzen musste, um am Ende gewinnen zu können.

Nature Strip wechselte das Tempo nach dem Einbiegen in die Zielgerade und holte noch einmal ein paar Meter mehr auf seine Verfolger heraus, was die späten Sprinter wie Pierata den Anschluss verlieren lies und am Ende dafür sorgte, dass Nature Strip immer noch ganz vorne war.

Im Gruppe 1 Doomben Cup im Mai erwarteten ihn ähnliche Konditionen, allerdings gelang es ihm nicht das Feld von hinten aufzurollen und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz gut eine Länge hinter dem Sieger The Bostonian begnügen und ging danach in die verdiente Winterpause – die heute beendet wird. Leicht wird es allerdings nicht, denn dies ist das Paraderennen von Redzel!


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