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Naps

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14.09.2019 – Leopardstown – Fastnet Rock Stakes – Pick: Laurens

Pferderennen in Irland

18:25 Fastnet Rock Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.609 m  |  Preisgeld: 350.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Auf dem Papier für mich eine klare Sache zwischen Hermosa und Laurens, die beide eine hervorragende Form in diesem Jahr haben und deren unterschiedlicher Stil hier beiden in die Hände spielen könnte:

Hermosa: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien genießt heute die Aufmerksamkeit von Ryan Moore und kommt damit hoffentlich wieder so richtig in Fahrt, nachdem sie in ihrem letzten Rennen ein wenig enttäuscht hatte. Schließlich hatte sie unter Wayne Lordan ihr Saisondebüt im 1000 Guineas gewinnen können – und das auch noch als eigentlich klare Außenseiterin, während Just Wonderfull damals als erste Wahl von Aiden O Brien galt und unter Ryan Moore auflief.

Hermosa hatte in der Mitte der Bahn allerdings einen richtig guten Lauf und konnte sich unter dem Druck seines Jockeys langsam aber sicher an die Spitze setzen und mit einer Länge Vorsprung gewinnen. Das war eine Steigerung zu den Leistungen des letzten Jahres, wie etwa dem zweiten Platz im Gruppe 1 Fillies‘ Mile und dem Gruppe  1 Moyglare Stud Stakes in dem Hermosa den dritten Platz belegt hatte. Diese Leistungen sprachen schon einmal für das Talent von Hermosa, welches sie aber erst in ihrer zweiten Saison 2019 vollständig entfalten konnte – und das wie gesagt gleich bei seinem ersten Lauf im Newmarket Guineas, bei dem sie fast von Anfang an das Feld anführte:

Diese Taktik führte auch unter Ryan Moore im Irish Guineas einige Wochen später zum Erfolg und Hermosa konnte sich erneut durchsetzen, gegen die wesentlich leichtere Konkurrenz allerdings optisch auch um einiges beeindruckender:

Diese Taktik sollte dann auch beim Coronation Stakes angewendet werden, allerdings lief es in diesem Rennen nicht ganz so wie geplant, denn Pretty Polyanna von Micheal Bell setzte sich unter Silvestre De Souza ebenfalls an die Front und Hermosa musste 1 Bahn neben der Innebahn laufen und konnte nicht wie gehofft das Tempo von dort aus dominieren. Stattdessen musste sie mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden versuchen das Rennen 2f vor dem Ziel zu übernehmen, konnte da aber Watch me nicht mehr hinter sich halten, der zuvor die Position direkt hinter den Führenden inne hatte. Watch Me hatte noch eine Menge Kraft im letzten Furlong übrig und konnte die hart kämpfende Hermosa damit auf den zweiten Platz verbannen.

Wenn Hermosa eine Freie Bahn bekommtist sie nur schwer zu schlagen – wenn ihr allerdings auf der Zielgeraden die Puste ausgeht, obwohl sich direkt vor ihr eine massive Lücke auftut wie im Qatar Nassau Stakes, dann kann auch Ryan Moore auf ihr keine Wunder mehr bewirken. Hermosa hatte am 1.08.2019 einfach nicht die Kraft, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen und nutzte die offene Lücke vor ihr nicht, was am Ende in einer klaren Niederlage resultierte.

Laurens: Die Siyouni Tochter von Trainer K. Burke begann ihre Karriere im Jahr 2017 und konnte sich damals in hervorragender Form zeigen, nachdem sie ihr erstes Rennen in Docnaster gegen eine großes Feld gewinnen konnte. Danach legte sich in Frankreich mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Shadwell Prix du Calvados nach, zurück in England gewann sie dann das Gruppe 2 May Hill Stakes. Ihre Saison als Zweijährige schloss sie dann mit einem Sieg im Gruppe 1 Newmarket Fillies‘ Mile ab, dem Finale der Fillies des Jahres. Dabei etablierte Laurens ihre Trade Mark Taktik, indem sie sich an der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzte und versuchte das Tempo für den Rest zu setzten. Natürlich ließen sie die Konkurrenten in diesem Rennen nicht alleine an der Front und Laurens musste sich gegen mehrere andere Konkurrentinnen das gesamte Rennen über verteidigen, hielt die Lücke an der Innenbahn offen und beschleunigte mit den Angreiferinnen, als es auf der Zielgeraden Zeit wurde. Laurens kämpfte, wie sie es in den folgenden Rennen immer tun würde und hielt sich knapp gegen September auf der Ziellinie an der Front.
Patrick McDonald riss sich fast ein Bein auf Laurens aus, um das meiste aus der Stute herauszuholen und wurde mit dem Gruppe 1 Sieg in diesem wichtigen, mit  567.500 GBP dotierten Rennen belohnt.
2018 fehlte dann beim Saisondebüt im 1000 Guineas vielleicht der eine Vorbereitungslauf vor dem großen Rennen, um Laurens in die beste mögliche Form zu bringen und so konnte sich die Stute am Ende „nur“ über einen zweiten Platz freuen. Wieder übernahm Laurens die Führung und konnte sich sogar streckenweise über eine kleine Führung von 1 Länge gegen die Konkurrentinnen erfreuen, aber Billesdon Brook zog locker in der Mitte der Bahn davon und gewann mit fast zwei Längen Vorsprung, während Laurens die Konkurrentinnen etwas näher im Nacken saßen.
Trainer Karl Burke entschied sich seine Stute nach diesem Erfolg nach Frankreich zu schicken, wo sie den Gruppe 1 Prix Saint-Alary knapp gegen Co Favoritin With you gewinnen konnte, nur um danach den Prix de Diane mit 0,3 Längen gegen Musis Amica folgen zu lassen. In beiden Rennen setzte Laurens mit das Tempo und gab alles, wenn die Konkurrentinnen versuchten sie zu überholen, dabei machte ihr weder der weichere Boden noch die nicht ganz einfachen Strecken etwas aus – und auch die längere Distanz von 2000-2100m hielt keine Schrecken für Laurens bereit.
Die erneut gesteigerte Distanz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m in York war dann im August 2018 aber zu viel des Guten und diese Distanz schien dann doch ein wenig zu weit für die Front Runnerin, die dieses Mal auf den letzten Metern deutlich einbrach und auch gegen Bye Bye Baby nicht das Tempo setzten dürfte. Beides waren Faktoren für den seltenen Aussetzer im Darley Yorkshire Oaks und mit dem nächsten Start in Irland auf dem Kurs in Leopardstown über die Meile kam die Form von Laurens auch schlagartig zurück.
Wieder setzte sie das Tempo mit und dieses Mal konnte sie die haushohe Favoritin Alpha Centauri schocken und mit knapp 0,75 Längen gegen diese gewinnen. Ihr waren nach dem letzten Rennen wenig Chancen auf den Sieg gegen die Konkurrentin ausgerechnet worden, die zu diesem Zeitpunkt vier Gruppe 1 Rennen hintereinander gewonnen hatte, unter anderem das Irish 1,000 Guineas, das Coronation Stakes oder das Prix Jacques le Marois. Mit dieser Bilanz an beeindruckenden Siegen war es kein Wunder das Alpha Centauri das Rennen auf dem Papier locker hätte gewinnen sollen, aber der Kampfgeist von Laurens sicherte der Front Runnerin am Ende den Sieg.
Die selbe Geschichte wiederholte sich dann im Gruppe 1 Sun Chariot Stakes, als Laurens wieder an der Innenbahn das Tempo setzte und sich gegen die spät angreifende Happily durchsetzen konnte. Der Saisonabschluss im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober auf weichem Boden gelang Laurens dann leider nicht, allerdings war die Konkurrenz auch deutlich stärker und der weiche Boden nicht unbedingt zum Vorteil von Laurens.
Nach der Winterpause kam sie dann im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes zurück zur Rennstrecke, und wie im Guineas letztes Jahr fehlte Laurens vielleicht der Vorbereitungslauf, um Mustashry auf Abstand zu halten, die sich mit einem dominanten Lauf aus der Mitte des Feldes durchsetzen konnte, und Laurens die vielleicht deutlichste Niederlage ihrer Karriere zufügen konnte.
Aber anschließend beim zweiten Start in der Saison erging es Laurens ähnlich, denn in Royal Ascot im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene verlor sie ebenfalls den Anschluss und musste sich mit einem sechsten Rang zu zufrieden geben.
Danach wechselte sie für einen Lauf wieder nach Frankreich, und der Tapetenwechsel schien ihr sichtlich gut zu tun, denn im Gruppe 1 Prix Rothschild konnte sie sich gegen die eher moderate Konkurrenz überzeugend durchsetzen.
Die Meile auf dem weichen Boden lag ihr augenscheinlich und im Gruppe 2 Sky Bet City Of York Stakes lief Laurens erneut an hervorragendes Rennen.
Die Favoritin duellierte sich mit Shine So Bright auf der Zielgeraden, die sich einige Längen Vorsprung gesichert hatte und Laurens eine schwere UAfgabe stellte. Laurens kämpfte sich Zentimeter um Zemtimeter heran, aber die Ziellinie kam gerade noch rechtzeitig für Shine So Bright, dass diese sich am Ende mit einer Nase Vorsprung ins Ziel rettete. Heute würde eine Wiederholung dieser Leistung für den Sieg sicher ausreichen.
Tipps zum Pferd: Hart kämpfende Front Runnerin, die mit gut-weichem bis schnellen Boden zurecht kommt. Gewann in Frankreich den Gruppe 1 Prix Saint-Alary sowie das Prix de Diane über 2000m+ und über die Meile das Matron Stakes und das Sun Chariot Stakes. Kam nach zwei enttäuschenden Starts in Newbury und Royal Ascot sehr überzeugend in Frankreich zurück zur Form. Sollte heute durchaus vorne mit dabei sein

14.09.2019 – Leopardstown – Irish Champion Stakes – Pick: Magical

Pferderennen in Irland

17:15 Irish Champion Stakes – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.012 m | Preisgeld: 1.250.000 EUR | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Deirdre: Die Harbinger Tochter begann ihre Karriere in Japan und blieb dem Lang bis zum heutigen Rennen im Hong Kong Cup auch überwiegend treu. Im ersten Jahr lief sich in einigen guten Rennen mit, steigerte sich im zweiten Jahr ihrer Karriere, der Saison 2017 aber im Niveau und lief im Gruppe 1 Japanese 1000 Guineas und dem Gruppe 1 Japanese Oaks auf, konnte dort aber  auch durchaus gute Ergebnisse erzielen. So konnte sie im Gruppe 1 Japanese Oaks einen vierten Platz hinter Soul Stirring erreichen, mit Chancen sich sogar noch besser zu platzieren. Nach diesem sehr vielversprechenden Lauf gönnnte sie sich eine kleine Pause von drei Monaten, bis sie ihr nächstes Rennen anging, dieses Mal „nur“ ein gut besetztes Handicaprennen auf dem Kurs in Sapporo.

Im Gruppe 3 The Shion Stakes in Nakayama ging sie dann als Favoritin an den Start und dieses Mal konnte sie ihren Lauf perfekt timen und das Feld auf der Zielgerade dominieren. Der Lauf war derart dominant, dass sie für das The Shuka Sho als einer der Favoriten gehandelt wurde.

Dort war sie zunächst im mittleren Feld ein wenig eingeboxt und fand die Lücke auf der Zielgeraden etwas spät, konnte dann aber auf der Mitte der Bahn fahrt aufnehmen und mit einem starken Tempowechsel, der beeindruckend anzusehen war.

So ein Gruppe 1 Sieg macht natürlich eine Menge her und so galt Deirdre auch für den nächsten Start im Gruppe 1 The Queen Elizabeth 2 Cup als eine der Favoritinnen, konnte sich in diesem großen Feld aber nicht gut genug platzieren um für den Schlusssprint fahrt aufzunehmen und spielte im Finish keine Rolle mehr, was die Saison für Deidre auch beendete.

Erst im Februrar 2018 kam sie dann im Gruppe 2 The Kyoto Kinen zurück, konnte dort aber trotz des geringen Gewichts und der mit 2200m gut bemessenen Distanz nicht punkten, trotzdem nahm sie Kurs auf Dubai und das Gruppe 1 Dubai Turf , welches mit sechs Millionen Euro so hoch dotiert war wie keines ihrer Rennen zuvor. Sie erwischte die Startbox 13 und mit der Konkurrenz rund um Benbatl und Neorealism wurde Deidre als Außenseiterin gehandelt. Sie schaffte es allerdings sich auf der Zielgeraden rechtzeitig ins Freie zu bringen, wo sie mit Vivlos und Real Steel die Verfolgung von Benbatl aufnahmen. Benbatl flog davon und konnte sich das Rennen mit 3,25 Längen sichern, die nächsten drei waren aber alle auf einer Linie und so konnte Deidre sich einer weiteren hervorragenden Platzierung rühmen.

Sie kehrte nach Japan zurück, allerdings konnte sie auf Grund von Gesundheitlichen Problemen bis zum Herbst nicht starten, kam dann aber im Gruppe 2 The Fuchu Himba Stakes im Oktober hervorragend zurück und konnte mit Lys Gracieux eine ernst zunehmende Konkurrentin schlagen, die im folgenden den The Queen Elizabeth 2 Cup gewinnen konnte.
Dieses Rennen machte sie hier zu einer der Favoritinnen für den Hong Kong Cup, wo Deirdre sich nur knapp Glorious Forever geschlagen geben musste.

Deirdre flog in der Mitte der Bahn noch sehr spät heran, konnte aber den Front Runner Glorious Forever nicht mehr erreichen. Deirdre konnte trotzdem einen guten Eindruck machen und so standen ihre Chancen im Gruppe 1 The Nakayama Kinen durchaus gut. Dort konnte sie aber überraschend nicht gut abschließen und schaffte es nicht mit dem Sieger Win Bright mitzuhalten, ihre Serie von Niederlagen setzte sich damit auch im Jahr 2019 fort, und Deidre schien im asiatischen Raum nach dem Achtungserfolg im Susuka Sho langsam Probleme zu bekommen, auf der höchsten Ebene noch mitzuhalten. 2018 gelang der Sieg im Fuchu Himba Stakes und der zweite Platz imHong Kong Cup, aber von Deidre war eigentlich noch wesentlich mehr erwartet worden – so gesehen war der zweite  Platz auf dem Papier schon einen Enttäuschung, die herben Niederlagen 2019 im Nakayama Kinen und später in Meydan in Dubai im Dubai Turf wiegen noch deutlich schwerer. Im Dubai Turf zogen alle drei Sieger weit von Deidre davon, die auf einem vierten Platz abgeschlagen mit 6 Längen Rückstand ins Ziel gekommen war.

Auch im The QE II Cup zurück auf dem Kurs in Hong Kong lief es im April für Deidre nicht, und man muss sagen dass sie bisher in ihrer Saison 2019 einfach nicht in Form kommen wollte, denn auch bei ihrem Wechsel nach England zum Prince Of Wales Stakes wollte keine Verbesserung der Form mehr eintreten. Allerdings war der Lauf nicht so schlecht wie der sechste Platz vermuten lässt und es war eine Frage der Zeit, bis die japanische The Shuka Sho Siegerin wieder in Form kommen  würde- und die sehr lange Gerade beim Zieleinlauf beim Qatar Nassau Stakes tat ihr übriges, um ihr einen Formschub zu geben und sie das erste Mal sei Oktober 2018 im Fuchu Himba Stakes wieder als Erste durchs Ziel laufen zu sehen.

Der Zieleinlauf heute ist deutlich kürzer und die Strecke bespielt nicht gerade die Stärken von Deidre, aber einen Platz kann man sich für sie heute hier trotzdem vorstellen.

Elarqam: Der Frankel Sohn von Marc Johnston hat sich in seiner Karriere schon an einigen sehr guten Rennen versucht, begann seine Karriere aber in einem recht gewöhnlichen Rennen in York im September 2017. Danach ging es allerdings gleich in die Gruppenebene in Form des Gruppe 3 Somerville Stakes in Newmarket, seinem erst zweiten Rennen in seiner Karriere und eines, welches ihn so richtig testete – trotzdem gewann er gegen Tip Two Win mit Leichtigkeit und hatte keine Angst, sich in der nächsten Saison gleich in den besten Rennen zu versuchen.

So war sein erstes Ziel nach der Winterpause das Gruppe 1 2000 Guineas Stakes  in Newmarket, wo er einen guten vierten Platz belegen konnte, obwohl ihm der Auffrischer in der neuen Saison gefehlt hat. Die zwei Längen Rückstand konnte er nicht mehr gut machen, aber für den ersten Start in der neuen Saison war das Rennen doch recht gut gelaufen und in Curragh danach im Gruppe 1 Irish 2,000 Guineas galt Elaqarm danach zu Recht als einer der Favoriten, konnte allerdings auch im zweiten Guineas in der Saison 2018 nicht überzeugen und scheiterte mit über sieben Längen in dem hart gelaufenen Rennen. Elaqarm nahm daraufhin etwas Tempo aus seiner Karriere und startete zunächst im Gruppe 2 York Stakes über 2063m, wo er gegen die leichtere Konkurrenz erneut als Favorit auflief.

Leider sollte dies der zweite Lauf als Favorit sein, bei dem Elarqam entäuschte und nicht über einen dritten Rang hinaus kam. Elaqarm hielt sich das gesamte Rennen über an der Front und hatte sich einige Längen Vorsprung gesichert, bis seine Verfolger sich auf den Weg machtem ihm den Tag zu verderben. Kurz vor der Ziellinie hatten ihn Dann Thundering Blue und Borocco eingeholt und machten den Sieg unter sich aus, mit Elaqarm auf einem guten dritten Platz, aber nicht mehr in der Lage um den Sieg mitzukämpfen.

Elarqam floppte danach allerdings auch noch im Gruppe 3 Tattersalls Sovereign Stakes gegen noch einmal deutlich leichtere Konkurrenz und es wurde augenscheinlich Zeit, die Saison 2018 für ihn zu beenden.

Nach einer längeren Winterpause, die vom August bis zum April 2019 dauerte, kehrte Elarqam im Earl Of Sefton Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück, hatte in diesem Rennen trotz des Gruppe 3 Characters aber eine Menge zu tun und konnte sich nicht über einen vierten Platz hinaus kämpfen. Dafür ging es aber im Festival Stakes auf Listed Ebene wieder bergauf und Elarqam schaffte über die 1991m seinen ersten Sieg seit dem Erfolg im Gruppe 3 Somerville Stakes 2017. Scheinbar hatte er die paar Rennen zuvor gebraucht um seine Form wieder zu finden, schließlich konnte Elaqarm danach auch noch das Gruppe 2 York Stakes für sich entscheiden und dabei den hoch gehandelten Konkurrenten Addeybb auf den zweiten Platz verbannen.

Knights To Behold lies Elaqarm nicht wie erhofft die Führung, konnte aber das selbst gesetzte Tempo nicht durchhalten und wurde von Elaqarm auf der Zielgeraden überholt. Elaqarm hatte noch eine Menge mehr zu geben und beschleunigte über 3 Längen davon was Ende zu einem souveränen Sieg gegen solide Konkurrenz reichte.

Der Schritt auf Gruppe  1 Ebene im Juddmonte International war danach durchaus eine gute Idee gewesen und Elaqarm verkaufte sich teuer und wäre vermutlich noch besser als auf seinem dritten Platz abgeschnitten, wenn er wie erhofft die Führung hätte übernehmen können.

Madhmoon

Headman

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, hatte hatte Magical davor recht gut im Griff. Der hatte nun im Gruppe 1 Yorkshire Oaks  die Chance auf Wiedergutmachung und konnte der Wunderstute auch tatsächlich einiges zu denken geben, auch wenn Enable das Rennen am Ende wieder sicher im Griff hatte.

Heute hat Magical wieder ein gewinnbares Rennen vor sich und ist zudem auf dem Kurs zurück, auf dem er seinen letzten Sieg feiern konnte.

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen und fühlt sich in Curragh wohl


14.09.2019 – Doncaster – St Leger – Pick: Logician

Pferderennen in England

16:35 St Leger – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.922 m  |  Preisgeld: 700.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Heute findet das St Leger, und damit das namens gebende Highlight des Festivals in Doncaster statt. Nach einigen interessanten und manchen recht klaren Angelegenheiten in den letzten Tagen steht nun endlich ins Haus und wird um 16:35 Uhr deutscher Zeit starten.

Ein bisschen mit Wehmut fiebert die Rennszene diesem Rennen jedes Jahr entgegen, ist es doch das älterste der fünf Classic Rennen und wird ehrwürdig als letztes dieser traditionsreichen Rennen in der Saison abgehalten, womit es auch langsam das Ende der Flachrennensaison in Großbritannien einleitet. Wir haben dieses Jahr einige großartige 3yo gesehen und hier dürfen sich sowohl Stuten als auch Hengste noch einmal messen und um ihren Anteil an den 700.000 Pfund Preisgeld kämpfen. Wer tritt in die Fußstapfen der großen Staher der letzten Jahre und wird uns als 4yo noch weiter begeistern, wird Logician seinem Hype gerecht werden oder wird er einem der anderen vielversprechenden Konkurrenten zum Opfer fallen?

Das seit 1776 abgehaltene Rennen hat in seiner Geschichte schon viele denkwürdige Momente gehabt, sei es der Doppelsieg von Champion im Derby und dem St Ledger im Jahr 1800 oder das Triple in den Klassik Rennen von West Australien im Jahr 1853. Oder das winzige Feld von nur 3 Startern im Jahr 1917, als das Rennen während des ersten Weltkrieges von Doncasster nach Newmarket verlegt wurde und wo Gay Cursader seinen Sieg über seine beiden Konkurrenten feiern konnte. Bemerkenswert war auch die Leistung von Masked Marvel im Jahr 2011, als er für John Godsen das Rennen in einer Zeit von 3:00:44 gewinnen konnte und damit den schnellsten Sieg in diesem Rennen – jemals! – in Doncaster registrieren konnte. In York war die Zeit von Sixties Icon im Jahr 2006 zwar noch schneller, der Track in York gibt allerdings auch bessere Zeiten her und so hält Maksed Marvel und John Godsen mit Jockey William Buick den Rekord in diesem Rennen.

Aiden O’Brien lässt wie gewohnt in so einem wichtigen Rennen eine ganze Reihe seiner talentierten Schützlinge starten, und mit zwei Siegen in den Austragungen dieses Rennens in den letzten Jahren wird er dem Favoriten sicher einige Probleme bereiten.

Logician: Einer der vielen vielversprechenden Nachkommen von Frankel, der sich in seiner noch recht kurzen Karriere bisher keinen Fehler geleistet hat. Seinen ersten Lauf absolvierte er in einem 2012m Rennen in Newbury im Mai, wo er auf gutem Untergrund das Rennen locker gewinnen konnte. Fast genau einen Monat später lief er dann über die selbe Distanz in Newmarket auf etwas weichem Boden auf, konnte das Rennen aber ebenfalls locker gewinnen.
Drei Wochen später ging es dann in einem Handicap in Newbury das erste Mal über 2414m und Logician konnte erneut überzeugen.
Während des Laufes sah er noch ein wenig unerfahren aus und driftete teilweise aus seiner gedachten Linie heraus, konnte sich aber unter minimalem Druck schnell absetzten und sich an den Front Runnern locker vorbeischieben. Frankie Dettori musste niemals zur Peitsche greifen um Logician mit über vier Längen Vorsprung durchs Ziel zu führen.
Es war klar, dass Logician viel viel Besser sein würde, als die 90er Marke, die er in diesem Rennen zugeteilt bekommen hatte und der Schtritt auf die Gruppenebene danach war nur logisch – schließlich war für ihn das St Leger schon immer das Ziel gewesen.
Den Test dafür legte Logician im Gruppe 2 Great Voltigeur Stakes ab, wo er gegen den heutigen Konkurrenten Nayef Road antreten musste. Der machte ihm allerdings keinerlei Probleme in jenem Rennen, schließlich konnte sich Logician am Innengelaänder auf dem guten Untergrund schnell von dem Aiden O’Brien trainierten Constantinople absetzen, ein kleiner Wehrmutstropfen war dass er am Ende in die Mitte der Bahn driftete und sich nicht am Innengeländer orientierte, ein Fehler der ihn heute sicher einige Probleme bereiten würde – im Gegensatz zur längeren Distanz, die Logician auf dem schnelleren Untergrund mit Sicherheit schaffen wird.
Der Favorit des Rennens – und das zu Recht.
Sir Dragonet: Der Camelot Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist trotz seiner etwas enttäuschenden Leistungen in den letzten Rennen alles andere als chancenlos, auch wenn der Hauptkonkurrent Logician sich bisher ohne Fehl und Tadel gibt.
Sir Dragonet Sohn begann seine Karriere mit einem Knall, als er zuerst sein Maidenrennen in Tipperary mit drei Längen gewinnen konnte und danach in Chester gleich auf die Gruppe 3 Ebene hinaufschrift – wo er das Gruppe 3 Chester Vase Stakes über 2472m auf gut bis weichem Boden nach Belieben dominierte. Acht Längen betrug der Vorsprung von Sir Dragonet am Ende auf seine Verfolger, und das obwohl er zuvor nicht einmal als Favorit für das Rennen gehandelt wurde.
Kein Wunder, dass er danach in das Epsom Derby ging, wo er als einer der Favoriten gehandelt wurde, allerdings leider in dem starken Finish sich nicht durchsetzen konnte und auf dem fünften Platz ins Ziel einlief. Dabei betrug der Rückstand nicht einmal eine Länge auf seinen Sallgefährten Anthony Van Dyck, der sich an der Innenbahn ohne direkte Konkurrenz schnell absetzen konnte und den Vorsprung von einer halben Länge auch bis zum Ziel hielt. Sir Dragonet hingegen musste sich mit Madhmoon herumschlagen, der ihn auf den letzten 200m nicht von der Seite weichen wollte und die beiden so in einen kräfteraubenden Kampf verwickelte, der vermutlich beide die Chance für den Sieg kostete.
Aiden O’Brien schickte seinen Schützlung Sir Dragonet danach in das Gruppe 3 Royal Whip Stakes über die kürzere Distanz von 2012m, kam aber in dem Rennen überhaupt nicht in Gang und scheiterte erneut an einem Stallgefährten, denn Buckhurst gewann das Rennen unter Donnacha O’Brien knapp gegen die Verfolger. Sir Dragonet schien mit der Pause von knapp 2 Monaten nicht wirklich zurecht zu kommen , allerdings ist es auch alles andere als ungewöhnlich, wenn sich die Pferde von O’Brien nach so einem Start bei ihrem nächsten Lauf noch einmal deutlich steigern und mit seinem eindrucksvollen Start in seine Karriere vor einigen Monaten darf man ihn hier nicht unterschätzen.
Il Paradiso: Der Galileo Sohn ist ein weiterer Starter von Aiden O’Brien und sollte sich hier vor allem als Supporter für die erste Wahl des Trainers, Sir Dragonet in diesem Feld zeigen.
Die Karriere von Il Paradiso begann seine Karriere im Jahr 2018 mit einem durchschnittlichen Lauf in seinem ersten Maidenrennen, wobei man ihm bei seinem dritten Platz zu Gute halten muss, dass er diesen hinter Circus Maximus errang, der danach ja zu deutlich höheren Sphären aufstieg und unter anderem das St James Palace Stakes sowie den Prix du Moulin de Longchamp auf Gruppe 1 Ebene gewinnen konnte. Aber auch beim zweiten Start in einem Novice Rennen über die Distanz der Meile gelang ihm nicht mehr als ein zweiter Platz hinter Turgenev, der ihm gut 1,5 Längen an Vorsprung abnahm – aber auch als klarer Favorit gestartet war. So gesehen war der Lauf für ihn doch ein kleiner Erfolg und die Favoritenrolle im Maidenrennen in Gowran Park danach nur logisch. Wieder floppte er allerdings ein wenig mit einem zweiten Platz hinter dem Sieger und konnte damit trotz guter Platzierung in den Rennen durch seinen Trainer keinen Sieg im ersten Jahr vorweisen konnte.
Also ging es in die zweite Saison, dieses Mal in das Captain Dara Fitzpatrick 3 Maidenrennen bei seinem Saisondebüt, einem 2414m Rennen welches er erneut als Favorit bestritt und dieses Mal auch knapp gegen den Außenseiter Harpo Marx der ihm Genick saß. So richtig überzeugend sah er allerdings auch hier nicht aus und es war kein Wunder, dass er beim Irish Derby ebenfalls als klarer Außenseiter auflief und wie vermutet auch keine Chance hatte einen Stich zu landen.
Das Summer Festival Handicap danach war dagegen eine deutlich leichtere Angelegenheit und Il Paradiso konnte einen komfortablen Sieg unter geringem Gewicht feiern. Die Konkurrenz in jenem Rennen war allerdings auch nicht der Rede Wert und der Sieg mit 12 Länge Vorsprung war vielleicht ein wenig zu deutlich, denn im Gruppe 2 Lonsdale Cup Stakes scheiterte er an dem hervorragenden Distanzläufer Stradivarius. Man muss Il Paradiso aber zu Gute halten, dass er den Anschluss an die Sieger hielt und nicht mehr als 1.3 Längen zurückfiel. Dürfte ein hervorragender Supporter heute sein
Sir Ron Priestley: Der Australia Sohn von Marc Johnston ist seiner zweiten Saison förmlich aufgeblüht, nachdem er sich in der letzten Saison schwer getan hatte. Aber mit dem Wechsel über die Winterpause in die neue Saison und dem Älter werden zeigte er eine stark gesteigerte Form und gewann sein erstes Rennen in Ripon mit 6 Längen Vorsprung und sein zweites Rennen in Haydock 3,75 Längen Vorsprung. Seine Serie von fünf Siegen wurde dabei nur unterbrochen von der Niederlage im King George V Stakes, wo Sir Ron Priestly schlicht kein Glück hatte. Gleich danach kam er aber mit Siegen im Haydock Handicap und danach im Unibet Handicap zur Form zurück und mauserte sich langsam zum Anwärter für das St Leger – nicht zuletzt wegen dem Sieg im Gruppe 3 March Stakes in Goodwood im August

31.08.2019 – Caulfield – Mrc Everest 1100 Stakes – Pick: Ball Of Muscle

Pferderennen in Australien

07:30 Mrc Everest 1100 Stakes – Gruppe 3

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.100 m  |  Preisgeld: 160.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

Ball Of Muscle Der Dubawi Sohn startet für Joseph Pride, der mit seinem Schützling durchaus zufrieden sein kann, denn Ball of Muscle hat sich in seiner langen Karriere auf höchstem Niveau durchaus respektabel schlagen können, die ganz großen Erfolge blieben bisher aber leider eher aus, sieht von einem verdienten aber späten Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Jahr 2018 einmal ab. Und er ist einer der Front Runner, die man nie unterschätzen sollte, und denen man keine allzu lange Leine geben sollte!

So platzierte Ball Of Muscle 2015 im Gruppe 2 Bowermans Office Stakes und im Gruppe 2 Teas Caulfield Sprint sowie im Gruppe 1 City Jeep Moir Stakes im selben Jahr. Mit den Siegen geht er allerdings ein wenig sparsamer um und seine Form hat sich bis zur Winterpause 2017 stetig nach unten bewegt, danach feuerte er aber einen seiner besten Läufe seit langem ab und kam als Zweiter im Bowermans Office Furniture Shorts ins Ziel. Geschlagen wurde er nur von dem damals neuen Phänomen Redzel und der Start danach im Permiere Stakes war vom Niveau her nicht wirklich schwerer, allerdings kam Ball Of Muslce dort nur als Fünfter ins Ziel.

Ihn trennten von der Siegerin In Her Time zwar nur 2.2 Längen, allerdings sah es auch nicht danach aus, als ob er noch näher an die Sieger herankommen würde. Das Sydney Stakes im Oktober war auf dem Papier etwas einfacher, allerdings startete erneut In Her Time, Takedown und Japonisme in diesem Rennen, was es zu einer schweren Aufgabe für Ball Of Muscle machte. Wieder legte er allerdings einen sehr guten Lauf hin und kam auf einen dritten Platz hinter der erneuten Siegerin In Her Time. Das Absolut Stakes in Flemington danach war dann in der Tat wirklich etwas leichter und Ball Of Muscle konnte sich wie erwartet locker durchsetzen. Nach einer zweimonatigen Pause hob Ball Of Muscle dann das Niveau noch einmal erheblich an und versuchte sich im Februrar 2018 im Black Caviar Lightning Stakes gegen Redzel und Redkirk Warrior, war aber dort auf den letzten Metern klar nicht mehr in der Lage mit den anderen beiden mitzuhalten. Im Galaxy Sunshine Plate ging es danach nicht minder schwierig zu und Ball Of Muscle hatte es als Außenseiter mit In Her Time und English zu tun, die beide zeigten dass sie auf Gruppe 1 Ebene mehr zu Hause sind als Ball Of Muscle, der sich mit einem abgeschlagenen sechsten Platz zufrieden geben musste. Mit diesem zweiten Versuch auf Gruppe 1 Ebene mit zwei sehr harten rennen des Frühjahrs in Australien ging es für ihn dann in die ausgedehnte Pause bis nach dem australischen Winters, welche er im Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene dann im September beendete. Das Rennen war allerdings nur auf dem Papier ein Gruppe 3 Rennen, schließlich liefen auch die mehrfachen Gruppe 1 Sieger Santa Ana Lane und Brave Smash ebenfalls mit, Favorit war der nicht minder talentierte Voodoo Lad.

Ball Of Muscle sprintete aus den Ställen und holte sich die Führung, die er gegen die anderen Inetressentena uch souverän verteidigte. Beim einbiegen in die Zielgerade kamen die anderen Konkurrenten näher an ihn heran, aber Ball Of Muscle kämpfte die gesamte Zielgerade des 1100m Rennens hart und konnte so seine Führung bis zum Ziel verteidigen.

Danach ging es nur zwei Wochen später in das Ranwick Shorts, wo er die selbe Taktik etablierte und das Feld früh anführte

Wieder kamen die anderen Starter nach dem Einbiegen in die Zielgerade näher an den Front Runner heran, aber Ball Of Muscle legte einen guten Tempochwechsel hin der ihm einige Längen Vorsprung sicherte, die Ball Of Muscle auch bitter nötig hatte, zog doch Invincible Star immer näher an ihn heran, scheiterte aber am Ende mit einer Nase hinter dem toughen Front Runner.

Ball Of Muscle besuchte danach noch im selben Monat das Gruppe 1 Cramer Moir Stakes, beim dritten Rennen innerhalb eines Monats, dazu noch auf höherem Niveau, gelang es ihm aber nicht die Führung zu erringen, geschweige denn den Rest des Feldes früh unter Druck zu setzen und Ball Of Muscle lief ein eher enttäuschendes Rennen, obwohl er die taktisch gute Position am Innengeländer hatte.

Noch einmal zwei Wochen später mache er sich wieder nach Caulfield auf, zum Gruppe 2 Schillaci Stakes, wo er auf einige alte Bekannte traf, wie etwa Voodoo Lad oder Missrock.

Wieder wurde Ball Of Muscle die Führung vielleicht ein wenig zu leicht überlassen, und wieder konnte Ball Of Muscle mit einem Tempowechsel den Rest des Feldes ins Schwitzen bringen und den erkämpften Vorsprung bis zum Zieleinlauf halten. Aus diesem Fehler hatten die Konkurrenten wohl auch im Gruppe 2 Hyland Challenge Stakes nichts gelernt, denn Ball Of Muscle konnte wieder ohne Druck das Tempo setzen und lief dementsprechend den Gegnern auf der Zielgeraden zunächst davon, bevor die Favoriten wie Redzel ihren Angriff starten konnten. Ball Of Muscle hatte aber Glück, dass Redzel weit in die letzte Kurve gehen musste und so einige wichtige Längen auf den Front Runner verlor – so reichte der Vorsprung von Ball Of Muscle nämlich tatsächlich bis ins Ziel.

Im Galaxy Plate erlitt er eine herbe Niederlage, und heute wird  und es gibt wieder mehr als einen Konkurrenten im Rennen, der eigentlich auch gerne das Tempo setzt, was alles zusammen ein sehr spannendes Rennen ergibt.

Ball Of Muscle hat aber wieder Ansprüche auf einen der ersten Plätze, auch weil der Boden heute etwas weicher ist, was die Chancen der Schlusssprinter auf der Zielgeraden minimiert

Tipps zum Rennpferd: Guter Untergrund, 1100m und eine unangefochtene Führung sind für Ball Of Muscle das Erfolgskonzept. Hat im Herbst 2018 seine bisherige Bestform erreicht und sollte nicht zu viel Leine an der Front bekommen, hat auf höchstem Niveau aber bisher keinen Stich landen können

Vega Magic: Der Hengst Vega Magic versuchte sich in seinem zweiten Jahr seiner Karriere fast ausschließlich an Handicaps und konnte dort eine beeindruckende Serie von vier Rennen in Folge gewinnen. Sein erster Start in einem Gruppenrennen war im Prince Of Wales Stakes allerdings noch ein ziemlicher Flop, im Gruppe 3 Reeves Stakes nur einen Monat später war die Konkurrenz allerdings ein wenig leichter, es waren keine festgesetzten Gewichte im Spiel und er konnte sein erstes Gruppenrennen knapp gewinnen. Takedown und Sheidel waren im Winterbottom Stakes klar eine Nummer zu groß im November 2016, so dass der Jahresabschluss im Gruppe 3 A.J. Scahill Stakes geprobt wurde, wo er zwei gute Konkurrenten souverän abfertigen konnte. Man darf gespannt sein, was sein neuer Trainer David Hayes noch aus ihm herausholt, denn nach der langen Pause folgte noch ein Sieg in einem Handicap, der zweite Platz im The Everest und ein etwas eintäuschender Platz im Manikato Stakes hinter Hey Doc, in Her Time und Malaguerra – der heute wieder mit ihm Rennen ist und gerne das Tempo setzt, was für Vega Magic ein Problem werden könnte.

MalguerraDer Gruppe 1 Sieger Malguerra, der sich zuletzt mit ungewohnt vielen Niederlagen abfinden musste und scheint seine besten Tage hinter sich zu haben – setzt aber gerne das Tempo und wird hier sicher die Taktik von einigen durcheinander bringen.

Der Wallach von Peter Gelagotis kann Erfahrungen bis zurück zum Jahr 2015 vorweisen und lief im Jahr 2014 sogar schon sein erstes Gruppe 1 Rennen in Form des Blue Diamond Stakes, schaffte aber weder dort noch im Henry Bucks Sires‘ Produce Stakes eine zählbare Leistung. Danach ging es in die Handicaps mit durchaus respektablen Ergebnissen im Jahr 2015 und 2016 voran, wobei unter anderem dann auch mit dem Gruppe 3 Tab Star Kingdom Stakes das erste Gruppe 3 Rennen gewonnen werden konnte. Im April 2016 versuchte er sich dann erneut in einem Gruppe 1 Rennen, konnte aber im All Aged Stakes wieder keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und kam nicht über einen sechsten Platz heraus, was seine Quote für das Ubet Btc Cup im Mai nach oben trieb.

Etwas überraschend gewann er knapp gegen Dothraki und einen stark auflaufenden Japnonisme, floppte aber im Aami Stradbroke über 1400m kurz darauf im Juni. 1400m schienen immer etwas außer seiner Reichweite und nach einer längeren Pause versuchte er sich im Gruppe 2 Mitsubishi Electric Schillaci Stakes über 1100m und konnte sich auf einen zweiten Rang vorkämpfen. Nach dem Auffrischungslauf schaffte er im Darley Classic über seine eigene Paradedistanz einen knappen Sieg gegen Spieth und Fell Swoop, daher war der fünfte Platz im 1200m Gruppe 1 Winterbottom Stakes Ende November schon eine herbe Enttäuschung.

Eine kleine Pause bescherte ihm danach aber eine persönliche Bestleistung gegen Black Heart Bart im Browns Sawdust & Shavings Australia Stakes Ende Januar und im April wäre im T J Smith Stakes eigentlich mehr drin gewesen, er ermüdete aber auf dem schweren Untergrund und konnte seine Form danach auf besserem Boden im Darley Goodwood auch nicht steigern. Scheinbar war gegen Ende der Saison die Luft einfach raus und die Winterpause kam wie gelegen, sein letztes Trial sah gut aus und der Versuch über die 1000m nach einer Pause waren ein Versuch wert, aber es  hagelte trotzdem eine Niederlage nach der anderen – unter anderem im Charter Keck Cramer Moir Stakes, dem Darley Classic oder dem Manikato Stakes 2018. Lichtblicke waren unter anderem die Platzierungen im Manikato Stakes 2017 oder dem Crown Perth-Winterbottom Stakes – oder auch das Yulong Futurity Stakes im Feburar 2019, wo Malaguerra nur sehr widerwillig der Favoritin Alizee Platz machte und fast mit seiner Taktik den Schlusssprint für sich beansprucht hätte


31.08.2019 – Caulfied – New Zealand Stakes – Pick: Hartnell

Pferderennen in Australien

 08:50 New Zealand Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

 

Cliff’s EdgeDer Canford Cliffs Sohn ging bereits früh in die Gruppenrennen und startete in seinem zweiten Rennen bereits auf Gruppe 3 Rennen als einer der Favoriten im Environmental Vain Stakes über 1100m – wenn auch mit überschaubarem Erfolg.

Im Australischen Frühjahr konzentrierte sich Cliff‘S Edge dann lieber erst einmal auf einige gut dotierte Handicaps und konnte dort einige solide Preise einsammeln, bevor er noch im selben Jahr seinen zweiten Anlauf in den Gruppenrennen startete. Das erste Jahr war ohnehin ein sehr aktives für Cliff‘S Edge, der neun Rennen in sechs Monaten absolvierte.

Das erste bemerkenswerte Black Type Rennen war das UCI Stakes in Flemington im Oktober 2017 über 1800m, in dem Cliff‘s Edge sich nur knapp dem Sieger Main Stage geschlagen geben musste. Gleich im nächsten Rennen, dem Caulfield Stakes auf Gruppe 3 Ebene über 2000m, machte Cliff‘s Edge seinen zweiten Platz dann mehr als wett und gewann unangefochten mit fast 3 Längen Vorsprung und konnte auch seinen ehemaligen Bezwinger Main Stage locker schlagen.

Auch auf höherem Niveau im Gruppe 2 Drummond Golf Vase nur knapp eine Woche später schlug sich Cliff‘s Edge taper über 2040m, war aber vielleicht noch nicht vollständig erholt und musste sich am Ende wieder mit einem zweiten Platz zufrieden geben, generell schien die lange Saison langsam ihren Tribut zu fordern.

Das eigentliche Saisonziel, das Emirates Stakes auf Gruppe  1 Ebene im November kam dann wieder nur knapp 2 Wochen nach dem letzten Rennen und neben einer schwierigen Passage fehlte Cliff‘s Edge am Ende auch noch die Kraft um sich gegen die Sieger rund um Tosen Stardom und Happy Clapper durchsetzen zu können, was in einem soliden sechsten Platz nur zwei Längen hinter dem Sieger resultierte.

Das Jahr 2018 war nicht minder turbulent für Cliff‘s Edge, der nach kurzer Pause im Februar 2018 im Gruppe 3 Manfred Stakes in das neue Jahr startete – und dieses Rennen über 1200m auch gleich gewinnen konnte. Die Distanz war ungewöhnlich kurz, aber Cliff‘s Edge kam mit diesen Sprints wunderbar zurecht und hielt sich auch gegen den hoch gehandelten Grunt im Gruppe 3 CS Hayes Stakes hervorragend.
Er war der einzige, der sich an den Sieger noch dranhängen konnte und nur mit unter einer Länge die Neiderlage erlitt.

Aber auch dieses Mal erlitt er im eigentlichen Saisonziel, dem Australien Guineas im Frühjahr eine empfindliche Niederlage, die er danach über die lange Distanz von 2040m im Gruppe 2 Hacer Plate mit einem Sieg wieder wett machte.

Auf Gruppe 1 Ebene tat sich Cliff‘s Hill aber nach wie vor schwer und konnte sich im Rosehill Guineas Trophy erneut nicht durchsetzen und landete im Mittelfeld des großen Teilnehmerfeldes – was eine solide Leistung war und die Niederlage im Spendthrift Sires Plates einen Monat später umso schwerer wiegen lies, denn diese Niederlage machte einen unerklärbaren Formeinbruch bei Cliff‘S Edge deutlich, der sich auch nach der Winterpause im traditionell gut besetzten Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene im September fortsetze.

Sein Potential konnte  Cliff‘s Edge mit dem Älter werden nicht so weit entfalten, wie es noch als 2y0 und 3y0 den Anschein gehabt hatte, in allen Gruppe 1 Rennen 2019 wie dem Gruppe 1 Aquis Toorak Handicap oder dem  Kennedy Mile musste er sich geschlagen geben, hat seinen Fans aber im Gruppe  2 Schweppes Crystal Mile über die Meile einen hervorragenden Sieg schenken.

2019 startete Cliff‘S Edge im  Blechingly Stales auf Gruppe 3 in Code neue Saison und konnte sich da mit einem dritten Platz recht gut präsentieren und steigerte diese Form im 1400m Lawrence Stakes auf Gruppe 2 Ebene drei Wochen später noch einmal – es besteht zu Recht die Hoffnung auf eine gesteigerte Leistung hier, und man kann mit einem Platz für Cliff’s Edge rechnen, wenn er die Form hält

 

Hartnell Der Authorized Sohn Hartnell ist einer der vielen Importe aus Europa, die sich mit den Jahren in Australien wiedergefunden haben und stammt ursprünglich aus Irland. Der nun von James Cummings trainierte Hengst ist im Besitz des global operierenden Godolophin Syndikats und kann Siege in einigen der besten Rennen rund um die Welt vorweisen.
Dass er nicht noch mehr Gruppe 1 Erfolge vorzuweisen hat liegt vornehmlich an seiner immer wiederkehrenden Nemesis Winx, gegen die er ganze sieben Mal innerhalb der letzten zwei Jahre angetreten war und natürlich niemals die Oberhand gewinnen konnte.
2016 hatte er schon einmal eine Pause von den ständigen Duellen mit der Ausnahmestute genommen und im September bis Oktober gleich drei Rennen in Folge gewinnen können. Damals legte er mit einem Sieg im Chelmsford Stakes vor, bei dem er die versammelte Konkurrenz mit gut 8 Längen deklassierte, was bei Who Shot Thebarman, Prized Icon und Storm The Stars keine leichte Aufgabe war. Er ließ gleich darauf im Trophies Hill Stakes in Randwick einen weiteren lockeren Sieg über die selben Gegner folgen und startete als Abschluss der Serie im Gruppe 1 Yellowglen Turnbull Stakes über 2000m, wo er als Favorit Jameka um über 3 Längen schlagen konnte. Danach ging es im Gruppe 1 Cox Plate gegen Winx und die Siegesserie war wieder dahin. Er lief auch im auf, schaffte da aber über die lange Distanz von 3200m es nicht, an die vorangegangenen Leistungen anzuknüpfen und die Ausdauer lies ihn über die ungewohnt lange Distanz etwas im Stich. Nach dem Jahreswechsel ging es erneut mehrfach gegen die Ausnahmestute Winx bevor Hartnell im Gruppe 1 Ranvet Stakes im März das nächste Mal eine realistische Chance auf den Sieg hatte. Damals schlug ihn allerdings Our Ivanhoe mit einer Ausnahmeleistung und der Konkurrent konnte das Feld souverän von hinten aufrollen, während Hartnell sich redlich mühen musste auf ihn aufzuschließen und am Ende drei Längen zu kurz kam. Beim nachfolgenden Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes ging es schon wieder gegen Winx, die Hartnell wie zu erwarten relativ locker abfrühstückte.
Nach der Lehrstunde folgte die australische Winterpause und das Saisondebüt im Lawrence Stake, wo er gegen Black Heart Bart antreten musste. In diesem Rennen platzierte er sich sauber auf dem zweiten Platz während des Rennens, schloss die Lücke zum Führenden und übernahm selbst die Führung etwa 200m vor dem Ziel und verlängerte den Vorsprung zusehends Black Heart Bart hatte über die für ihn eigentlich optimalen 1400m keine Chance auf Hartnell aufzuschließen.
Im Maykbe Diva Stakes hielt sich Black Heart Bart deutlich näher an den Führenden und lief über die für ihn suboptimale Distanz ein großartiges Rennen. Humidor fegte Hartnell auf der Zielgeraden beiseite, Black Heart Bart schaffte es aber nicht sich ebenfalls an Hartnell noch vorbeizumogeln und lief eine halbe Länge hinter diesem ein. die heute Distanz ist aber noch einmal deutlich unpassender für den 1400m Spezialisten, während Hartnell schon über die Distanz des Caulfield Stakes gewonnen hatte und man erwartete einen guten Lauf von ihm, den er aber nicht liefern konnte.
Hartnell hat mittlerweile über 2 Millionen Dollar Preisgeld zusammengetragen, sein letzter Erfolg war aber über eine Distanz, die gerade einmal halb so lang war wie die heute. Im Lawrence Stakes konnte er Black Heart Bart schlagen, die Erfolge über 2000m im letzten Jahr im Trophies Hill Stakes und dem Turnbull Stakes konnten dieses Jahr nicht wiederholt werden und sowohl im Cualfied Cup als auch im Melbourne Cup lief es nicht nach Plan für ihn. Er wurde teilweise stark in seinem Lauf behindert und musste alle Chancen auf der Zielgeraden ziehen lassen, hat sich danach aber eine Pause gegönnt, die ihn wieder deutlich stärker auflaufen lassen könnte. Letztes Jahr trat er nach einer ähnlichen Pause im Apollo Stakes gegen Winx an und konnte dort einen guten zweiten Platz erreichen. Hinter Gailo Chop floppte er allerdings im Peter Young Stakes, einem der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den Australian Cup.
Hartnell wurde auf den letzten Meter zunehmend schwächer und die längere Distanz beim Australian Cup war in diesem Zusammenhang schon im Vorfeld ein Problem. Er kämpfte zwar redlich, kam aber nie wirklich in Schlagreichweite und gönnte sich eine kleine sechsmonatige Pause bis zum Start im All Ages Stakes in Randwick im April. Hier kam er näher an die Sieger heran und kämpfte wieder um jeden Zentimeter, musste sich aber erneut mit „nur“ einem vierten Platz abseits des Siegertreppchens zufrieden geben. Das zweite etwas enttäuschende Rennen in Folge war Grund genug für die ausgedehnte Pause über den australischen Winter, welche nach 17 Wochen mit einem Lauf im P B Lawrence Stakes beendet wurde. Der frische Lauf über 1400m und guten Untergrund lag Hartnell eindeutig und er konnte sich von seiner idealen Position hinter den Führenden einen zweiten Platz hinter dem Sieger Showtime erkämpfen. Ähnlich weit war Hartnell auch im nachfolgenden Dato Tan Chin Nam Stakes in Moonee Valley von den Siegern weg, hier reichte die halbe Länge Rückstand am Ende aber nur für einen vierten Platz, dabei hatte Hartnell bei der 500m Marke die Führung übernehmen können, wurde 200m vor dem Ziel aber überholt. Er kämpfte erneut um jeden Meter, aber musste eben nach und nach die Sieger ziehen lassen.

Dafür reichte eine Nase Vorsprung über die Distanz von einer Meile im Gruppe 1 Randwick Plate, um Hartnell einen seiner größten Siege zu bescheren und auch im Gruppe 1 Aquis Toorak Handciap konnte er unter hohem Gewicht einen hervorragenden zweiten Platz belegen, und das gegen einen Sieger, der viel viel leichter unterwegs gewesen war – und gegen einige der besten Pferde Australiens in der aktuellen Saison 2018.

Nur der Saisonabschluss im Kennedy Mile auf Gruppe 1 Eben im November war dann wieder ein wenig enttäuschend mit einem zehnten Platz, allerdings hatte Hartnell in den letzten Monaten auch einige sehr harte Renne bestreiten müssen.

Nach dem Jahreswechsel begann für Hartnell dann eine Reihe von Niederlagen gegen die besten Stuten in Australien. Zunächst kassierte ihn Alizee zwei Mal im Expressway Stakes und danach noch in dem Yulong Futirty Stakes über 1400m im Februar. Im April gab es dann noch eine Klatsche gegen Winx.

Dafür konnte Hartnell aber das All Star Mile mit einem sehr guten zweiten Platz abschließen und Alizee konnte er bei diesem Rennen ebenfalls schlagen. Und auch über die Meile im Star Doncaster Plate im April zeigte sich Hartnell in guter Form und konnte wieder eine gute Platzierung erringen, ohne dabei allerdings gefährlich für den Sieger zu werden – was als Leistung allerdings trotzdem ausreichte, um ihm im Gruppe 2 Lawrence Stakes als Co Favorit gegen Mystic Journey auflaufen zu lassen, und Hartnell war zusammen mit Cliff’s Edge und dem Favoriten auch diejenigen, die den Sieg unter sich ausmachten – mit der Form der letzten Rennen hat er trotz härterer Konkurrenz heute wieder gute Chancen auf einen der ausbezahlten Plätze
Tipps zu Pferd: Hartnell ist auf gutem Untergrund und 1400m zu Hause, hat aber auch gute Leistungen über 1800m gezeigt. 2017 machte er im Ranvet Stakes über 2000m und schweren Boden ebenfalls eine exzellente Figur und es scheint kaum ein Rennen zu geben, wo man Hartnell komplett ausschließen könnte.

 

Humidor: Mit dem Teofilo Sohn ist nach seinem im Gruppe 2 Blamey Stakes in Caulfield im März nicht mehr allzuviel los gewesen – damals konnte er Cool Chap mit einer halben Länge auf den zweiten Platz verweisen und sich damit seinen ersten Sieg seit dem Triumph im Makybe Diva Stakes im September 2017 sichern. Der eigentliche Favorit Tosen Stardom kam in jenem Rennen nicht in Gang und stellte keine Gefahr da, ganz im Gegensatz zum Duell im Futurity Stakes im Februar, wo der Konkurrent klar die Nase vorn hatte.
Humidor hat allerdings schon mehrfach bewiesen, dass er in Gruppe 1 Rennen mehr als zuhause ist und sich etwa Siege im Gruppe 1 Makybe Diva Stakes 2017 und dem Australian Cup 2017 gesichert. Der Sieg im Maykbe Diva Stakes ist noch relativ frisch im Gedächtnis, denn der Sieg war doch recht beeindruckend gewesen

Humidor war danach sehr fleißig und startete allein im Oktober in drei weiteren Gruppenrennen, bis zum Jahreswechsel waren es dann sechs Rennen auf höchster Ebene in ebenso vielen Monaten, was spätestens im Melbourne Cup dann endgültig seinen Tribut forderte. Die kleine dreimonatige Pause beendete er im Futurity Stakes in Caulfield, welches von Brave Smash vor Tosen Stardome gewonnen wurden, nur um danach den zweiten und eigentlichen Favoriten des Blamey Stakes zu deklassieren. Was mit Tosen Stardom beim erneuten Duell mit Humidor los war, kann niemand genau sagen, jedenfalls spielte er als einiges Pferd in diesem Rennen beim Zieleinlauf keine Rolle

 

Der Sieg von Humidor war knapp und das Rennen nicht sonderlich stark besetzt, aber er hatte schließlich auch schon bessere Rennen gewinnen könne und der nachfolgende Start im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile gegen Happy Clapper und Co. war im Vorfeld durchaus mit begründeter Hoffnung angegangen worden, dieses Mal aber konnte Humidor wie schon so oft nicht an seine beste Form anknüpfen und musste sich mit einem achten Platz zufrieden geben, der aber immerhin nicht weiter als 3 Längen vom Sieger enternt war, Das Feld war ohnehin beim Zieleinlauf dicht gedrängt und Humidor hielt sich besser als vielleicht in dem Feld zu erwarten war.
Dann allerdings wurde er im Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes wieder einmal von Winx eingenordet, die ihm und dem Rest des Feldes locker mit 4 Längen und mehr davonsprintete. Da sich das Rennen ohnehin nur um die Wunderstute drehte, sind die Platzierung und der Rückstand fast irrelevant, wichtiger war da schon wieder der Lauf vier Monate später im August im Sir John Monash Stakes.
Die mehrmonatige Pause schien Humidor gut getan zu haben, denn auch wenn es auf dem Papier nur zu einem achten Platz reichte, war dieser Platz erneut mit nur drei Längen Rückstand relativ dicht am Sieger Showtime dran und mit einem etwas besseren Rennverlauf wäre auch eine Platzierung durchaus gerechtfertigt gewesen. So schloss sich an der Innenbahn kurz die Tür und Damian Lane nahm sein Pferd zurück, nachdem die Chancen dahin waren.
Dann kam der Start im Memsie Stakes, und wie Humidor sich dort wieder in Szene setzten konnte!


Das Finish zwischen Humidor, Kementari. Kings Will Dreal und Vega Magic war spannend und knapp, schließlich trennte die Starter weniger als eine Länge.
Über 1400m lief Humidor wieder hinter den anderen Startern her und hielt sich an der Innenbahn, bis es in die Zielgerade ging und der Rest des Feldes sich auffächerte. So trug es Kementari weit nach außen auf der Bahn, während sich die Tür für Humidor zunächst wieder schloss. Vega Magic setzte zum Schlusssprint an, Kemtentari lief außen und wanderte eine wenig hin und her und verlor etwas an Boden, aber Hunidor fand eine Lücke und konnte sich dann mit einem beeindruckenden Schlusssprint durchsetzen.
Humidor gewann dieses Rennen mit gut vier Längen Vorsprung vor dem Rest des Feldes, aber das war auf gutem Boden und der Boden im Maykbe Diva Stakes nur zwei Wochen später hatte deutlich mehr Regen abgekommen und wurde nur am Tag des Rennens noch gerade von weich auf gut hochgestuft. Es mag am Wasser an den Hufen oder den etwas niedrigen Temperaturen gelegen haben, aber Humidor brauchte eine Ewigkeit um sich für das Rennen erwärmen zu können und seine gewohnte Leistung zeigen zu können und schien erst kurz vor dem Ziel aufzublühen. Vielleicht hat er nur einen schlechten Tag erwischt. denn noch im selben Monat kam er hinter Homesman im Hyland Race Stakes schon etwas besser in Gang und auch im Caulfield Stakes holte er am Ende auf den Sieger Benbatl gut auf. Dieser hatte zusammen mit Blair House dem Feld aber aber mit einem schnellen Tempowechsel einige Längen abgenommen und beide konnten den Vorsprung bis zum Ziel verteidigen.

Beim nachfolgenden Cox Plate musste er sich gegen Winx verteidigen, belegte am Ende hinter der Wunderstute und Benbatl aber einen hervorragenden dritten Platz und wird hier nun nach einer sehr langen Pause zum Renngeschehen zurückheren – sollte aber gute Chancen haben, sich ordentlich zu verkaufen, wenn er in Form ist. Da das nicht sicher ist, würde ich anderen den Vorzug geben

Humidor kann auf gutem wie weichem Boden laufen, zeigte aber zuletzt seine Leistungen fast nur auf gutem Boden und wurde von Rennen auf weichem Boden eher fern gehalten. 1400-2040m sind bei ihm problemlos möglich und seine Leistung blieb in der Regel über die gesamte Saison konstant.

Scales Of Justice: Der Not A. Single Doubt Sohn von Trainer L. Smith begann seine Karriere schon im Jahr 2015 und bestritt in den ersten beiden Jahren fast ausschließlich Sprintrennen über die Distanz von 1000m oder 1200m steigerte die Distanz langsam aber stetig, nachdem er im Oktober 2016 in einigen sehr guten Handicaps in Belmont und Bunbry souverän abgeschnitten hatte.
Ende 2016 legte er  dann in auch in Ascot einen bemerkenswerten Lauf hin und gewann drei Rennen in Folge, und das nachdem er auch das erste Mal auf die Gruppenebene gewechselt hatte. So gewann er das R.J. Peters Stakes auf Gruppe 3 Ebene und anschließend das Gruppe  1 Railway Stakes  in Ascot. Das Rennen war für den vierjährige die Offenbarung und setzte sie fest auf die Landkarte der besten Pferde seines Jahrgangs in Australien zu der Zeit, was er danach mit seinem zweiten Platz im Gruppe 1  Kingston Town Classic über 1800m noch einmal unterstrich.
2017 legte er mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Belmont Sprint und Siegen in den nachfolgenden Gruppe 3 Hyperion Stakes und dem Strickland Stakes nach. Auch auf höherem Niveau zurück in den Sprintrennen im Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality Stakes zeigte er hinter Redkirk Warrior einen hervorragenden Lauf und galt damit im nachfolgenden Sir Rupert Clarke Stakes in Caulfield als einer der Favoriten – konnte wie der andere Favorit Theanswermyfriend aber in diesem Rennen nicht überzeigen und musste den Aufstieg der damaligen Außenseiterin Santa Ana Lane mitansehen. Einige Rennen später fragte man sich natürlich wie Santa Ana Lane jemals als Außenseiterin gelten konnte, aber so war es eben zu dieser Zeit im Sir Rupert Clarke Stakes  und Scales Of Justice hatte in dieser Zeit auch einfach kein Glück und scheiterte auch im Gruppe 2 Waroa-Lee Steere Stakes als haushoher Favorit einen Monat später, und auch der letzte Versuch in der Saison im Railway Stakes verlief alles andere als nach Plan, und es dauerte ein ganzes Jahr, bis wir das Wiedersehen mit Scales Of Justice feiern konnten, wieder im Waroa-Lee Steere Stakes – und wieder mit einen Misserfolg für den Co Favoriten, was aber nach der langen Zeit durchaus verkraftbar gewesen war.
Schlimmer wog dann schon, dass er auch im Reeves Stakes einen Monat später nicht in Gang kommen wollte und man gönnte Sclaes Of Justice dann erst einmal eine längere Pause, um sich zu erholen und wieder zu seiner Form zurückzufinden, schließlich waren die beiden Rennen 2018 und das dortige Comeback nicht nach Plan verlaufen.
Dafür gelang das Saisondebüt gegen einige hoch gehandelte Konkurrenten mit einem Sieg im Gruppe 3 Bletchingly Stakes, wo er das Feld mit über 3 Längen Vorsprung dominieren konnte – was ihn zum klaren Favoriten im Gruppe 3 Spring Stakes machte. Über die 1200m hatte Scales OF Justice aber nicht den besten Lauf und musste sich am Ende mit einem zweiten Platz zufrieden geben.
Wenn er zur Form zurückfindet, wir er heute über seinen Lieblingstrack und 200m mehr Distanz sicher um den Sieg mitlaufen

31.08.2019 – Caulfied – New Zealand Stakes – Pick – Nicht Alizee, Nicht Black Heart Bart

Pferderennen in Australien

08:50 New Zealand Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

Alizee: Die Sepoy Tochter von B. Cummings begann ihre Karriere im Jahr 2017 im Februar auf dem Kurs in Randwick über 1000m  und legte einen vierten Platz ab, war aber trotzdem gut genug um danach gleich auf Gruppe 3 Ebene zu starten. Schließlich war ihre Zucht nicht günstig und sie verhielt sich bei ihrem Debüt auch schon recht gut, legte aber gegen die hoch gehandelte Tulip auf Gruppe 3 Ebene Magic Night Stakes noch einen drauf und belegte einen soliden zweiten Platz, nicht weit hinter der Siegerin.

Danach ging es im Gruppe 3 Widden Stakes als Co Favoritin an den Start, konnte aber über die 1100m nicht überzeugen und gönnte sich danach eine viermonatige Pause, bevor sie im The Everest Is Coming Handicap wieder auflief. Das war eine ihrer leichteren Übungen bis dato, auch wenn sie ein recht hohes Gewicht stemmen musste in jenem Rennen. Trotzdem lieferte die Favoritin in jenem Rennen und gewann relativ unangefochten mit knapp einer Länge Vorsprung, bevor sie im Gruppe 2 Silver Shadow Stakes gegen die hoch gehandelten Formality und Champagne Cuddles antrat. In jenem Rennen lieferte sie sich ein hartes Duell mit den beiden anderen Favoritinnen, konnte aber auf den letzten der 1200m nicht mehr den letzten Nacken auf die Siegerin gut machen und musste sich in ihrem auf dem Papier härtesten Rennen bisher mit einem guten zweiten Platz zufrieden geben.

Nur zwei Wochen später startete sie dann im Gruppe 2 Furious Stakes, wo sie gegen die selben Konkurrentinnen erneut antreten musste, dieses Mal allerdings nicht den besten Lauf erwischte und sich mit einer halben Länge Rückstand  ins Ziel einlief. Dieses Mal hatte sie keine Chance um den Sieg mitzulaufen und auch nicht gerade gute Entschuldigungen für den etwas abgeschlagenen Platz, so dass sie über 200m mehr im Gruppe 2 Tea Rose Stakes als klare Außenseiterin in Champagne Cuddles oder Tulip galt – aber dieses Mal absolut überzeugen konnte. Der Lauf war sauber und mehr als überzeugend, und beim nächsten Aufeinandertreffen mit Champagne Cuddles im Gruppe  1 Flight Stakes galt Alizee dann auch als Favoritin – und schickte die Konkurrentin auch klar auf den zweiten Platz. Sie fand ihren Weg in der Mitte der Bahn und beschleunigte an den anderen Konkurrenten vorbei für einen klaren Sieg

Alizee startete noch einmal in einem Rennen im Jahr 2017 und zwar im Gruppe 1 Thousand Guineas, schaffte dort aber nur einen dritten Platz als Favoritin und beendete damit das Jahr auf einem kleinen Abwärtstrend.

Nach nur vier Monaten kam sie aber schon wieder auf die Rennstrecke zurück und bestritt im Gruppe 2 Tab Light Fingers Stakes ihr nächstes Rennen als Favoritin – hatte dort aber alle Hände voll zu tun die beiden anderen Verfolgerinnen auf Abstand zu halten, denn Skumookh saß ihr nur eine Nase im Genick.

Einen Monat später lief sie dann im Gruppe 1 Premium Surround Stakes, wo sie wieder als Favoritin startete, aber wieder keine wirkliche Lücke in der Mitte fand und auf einem sechsten Platz ins Ziel einlief. Im Gruppe  1 Coolmore Classic noch im selben Monat war das Niveau noch einmal deutlich höher und dieses Mal lag ihr abgeschlagener Platz nicht nur an der fehlenden Lücke, sondern an der fehlenden Klasse um gegen die anderen Konkurrentinnen in dem stark besetzten Feld zu bestehen.

Im Gruppe 2 Vinery Stakes, dem dritten Rennen im März 2018, kam Alizee wieder nicht wie gewünscht in Gang und der Rückstand auf die Siegerin war trotz des vierten Platzes mit über 5 Längen ziemlich deutlich. Trotz der zwei eher enttäuschenden Rennen in Folge startete Alizee nur zwei Wochen später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, wo ihr auf Grund ihrer vorangegangenen Leistungen nicht als Favoritin galt – gerade auch gegen die Männer – aber dieses Mal schoss die Stute in der Mitte der Bahn wieder heran und gewann unangefochten ihr letztes Rennen für sechs Monate.

Erst kurz vor Weihnachten startete Alizee noch einmal, dieses Mal im Christmas Classic über die kürzere Distanz von 1200m, wo sie erneut gewann. Im Gruppe 2 Expressway Stakes gewann sie dann auch noch

Im Gruppe 2 Expressways Stakes rollte sie das kleine, aber sehr gut besetzte Feld erneut von hinten auf und auch das Gruppe 1 Yulong Futurity Stakes hielt für sie keine Schrecken bereit

Hier kam sie drei bis vier tief in die Zielgerade und begann ihren Schlusssprint, aber die Außenseiterin Malaguerra wollte einfach nicht von der Front weichen und die beiden lieferten sich ein sehr ansehnliches Duell über die letzten Meter, welches Alizee knapp für sich entscheiden konnte.

Gegen bessere Konkurrenz im All Star Mile auf Gruppe 1 Ebene in Flemington lief Alizee danach ebenfalls ein gutes Rennen, konnte die Meile aber dieses Mal nicht so gut bewältigen wie letztes Jahr im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stake und kam am Ende „nur“ auf einen vierten Platz und auch beim nachfolgenden The Star Doncaster Plate gelang es ihr nicht, sich mit ihrem späten Sprint auf einen der vorderen Plätze vorzukämpfen, sondern musste einsehen, dass sie am heutigen Tag den Anschluss an die Spitzengruppe nicht würde halten können. Alizee kam am Ende nur auf einem sehr abgeschlagenen 17ten Platz ins Ziel, lies sich davon aber nicht entmutigen und startete nur eine Woche später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, in welchem sie das Jahr zuvor brillieren konnte. Zwar lief sie auch hier ein hervorragendes Rennen, konnte aber nicht an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen und kam am Ende auf einem soliden sechsten Platz ins Ziel.

Alizee gönnte sich danach eine kleine Pause über den australischen Winter und kam im Gruppe 2 Smithfield Rsl Missile Stakes zurück zur Rennstrecke und erlief sich dort einen sehr komfortablen Sieg, auch wenn die Marge am Ende nur einen Nacken betrug. Die kürzere Distanz von nur 1200m lag Alizee deutlich mehr als die lange Distanz zuvor und Hugh Bowman ritt sie sehr selbstbewusst und hätte sicher noch mehr aus seiner Stute rausholen können

Heute wird es wieder davon abhängen, ob Alizee ihre Lücke zum Schlusssprint findet oder nicht, aber sie hat sicher exzellente Chancen hier wieder unter die ersten drei zu schieben. In einem großen Feld würde ich aber von ihr eher Abstand nehmen, gerade auch auf weicherem Boden

 

Black Heart Bart: Der Blackfriars Sohn hat sich in seiner Karriere bisher einen Namen als 1400m Spezialist gemacht, der über diese Distanz seine mit Abstand besten Leistungen erbracht hat und immer gefährlich ist, wenn er wieder über diese Distanz startet. Klar, er hat sich auch über andere Distanzen versucht, aber dort niemals so brillant war wie über die 1400m und leidet seit einiger Zeit an einer Formschwäche, hat sich aber immer wieder gefährlich nah an den Siegern platzieren können. Ist er nach der langen Pause in Form oder nicht? Das wird wohl hier der entscheidende Faktor sein

Allerdings ist Black Heart Bart auch nicht nur ein Spezialist für die 1400m, sondern hat auch eine Vorliebe für verschiedene Kurse wie zum Beispiel Ascot. Seine Bilanz bisher kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn Ausbeute an Siegen sich in dem letzten Jahr immer mehr verflüssigt hat und er nun auf den ersten Sieg seit 2016 wartet – trotzdem, der Hengst von Darren Weir ist ein Phänomen, gerade über die Sprintdistanzen und seine seine Paradedistanz von 1400m – Platzgeld ist auch hier wieder drin

Dabei dauerte es nach seinem Debüt im Jahr 2013 acht Rennen, bis er sein erstes Rennen gewinnen konnte. Schon da hatte er sich aber in einer ganzen Reihe von 100k$ Listed Rennen platzieren können und der Sieg in seinem Maidenrennen war lediglich Makulatur, um endlich einen Sieg im Formbuch zu haben. Über 1400m hätte er dann im Asian Beau Stakes fast seinen ersten Gruppe 3 Sieg erringen können, musste sich aber bis zum November 2014 gedulden, bis er im Carbine Club Stakes seinen ersten Sieg auf Listed Niveau feiern konnte. Es folgte ein Sieg in einem Handicap und eine etwas enttäuschende Platzierung im R.s. Crawford Stakes, bevor er Anfang 2015 vier 100-120k$ Rennen in Folge gewinnen konnte, über die Distanzen von 1000-1400m. Dies sollte zeigen, wohin sich Black Heart Bart in den nächsten Jahren entwickeln sollte und ihm gelang im Oktober 2015, fast ein Jahr nach dem zweiten Platz im Carbine Club Stakes, endlich sein erster Gruppe 3 Sieg im Northerly Stakes in Ascot. Er lies gleich einen zweiten Gruppensieg folgen, dieses Mal im Gruppe 2 Lee Steere Stakes, was ihm für seinen ersten Start in einem Gruppe 1 Rennen im nachfolgenden Boag’s Premium-Railway Stakes als chancenreichen Außenseiter auflaufen lies. Er kam auch tatsächlich als vierter gleichauf mit dem Drittplatzierten ins Ziel, konnte diese Leistung im Kingston Town Classic Anfang Dezember 2016 aber nicht wiederholen. Bei diesem Start lief allerdings einiges falsch und keine zwei Wochen später konnte er sich im Gruppe 2 C.b. Cox Stakes auf einen zweiten Platz hinter den klaren Favoriten Delicacy vorkämpfen.

2016 gelang ihm dann der Durchbruch mit einem zweiten Platz im Gruppe 1 Lexus Newmarket, wobei der Sieger The Quaterback nur einen Nacken Vorsprung vor ihm hatte und der Favorit Chautauqua über eine halbe Länge Rückstand auf die beiden hatte. Es folgte ein Vorbereitungssieg im Gruppe 3 Mypunter Victoria Stakes vor dem Start im Gruppe 1 Darley Goodwood , wo er als Favorit startete und Under The Louve und Supido auf die ausbezahlten Plätze verwies. Under The Louvre bekam seine Revanche im Gruppe 1 Aami Stradbroke, wobei er nur mit einem Kopf Vorsprung bestehen konnte und Black Heart Bart etwas Pech bei seinem Schlusssprint hatte. Über seine Lieblingsdistanz in Caulfield gewann er im August 2016 das Memsie Stakes am Ende souverän, im Diva Stakes im September 2016 verlor er dann aber über eine Länge auf Palentino, die Meile ist allerdings auch keine ideale Distanz für ihn. Trotzdem startete er im Underwood Stakes über 1800m auf Gruppe 1 Niveau mit großem Erfolg denn He Or She und Lucia Valentina hatten keine Chance gegen ihn, Winx war im Caulfield Stakes eine Nummer zu groß und 2040m waren im Cox Plate dann endgültig zu viel des Guten.

Nach drei Monaten Pause verlor Black Heart Bart gegen Malaguerra im Browns Sawdust & Shavings Australia Stakes recht deutlich, holte aber auch auf den letzten Metern deutlich auf, über die 1400m statt der 1200m hätte Black Heart Bart daher vermutlich sogar gewonnen. Diesen Eindruck bestätigte er im C.F. Orr Stakes über seine Paradedistanz und er schlug dieses Mal Malguerra bequem auf einen sechsten Platz, während Turn Me Loose und Ecuador das verfolgende Feld anführten. Der Sieg im nachfolgenden Futirity war denkbar knapp und er gönnte sich danach erst einmal eine längere Pause um im Darley Goodwood wieder fit auflaufen zu können, was ihm aber misslang. Er lief auf der Zielgeraden klar um den Sieg mit, konnte aber auf den letzten Metern das Tempo nicht mehr ganz mitgehen und viel ein wenig ab. In Eagle Farm lief er auf schwerem Boden im Kingsford Smith Stakes auf, was aber bei diesen Bodenbedingungen erwartungsgemäß misslang und auch der Lauf auf weichem Boden im P.B. Lawrence Stakes misslang. Die beiden Starts waren allerdings auf weichem Boden und der Lauf im nachfolgenden Memsie Stakes war mit einem zweiten Platz schon wieder deutlich besser. Vega Magic besaß auf den letzten 300m aber einfach den besseren Kick und war auf und davon und auch der Lauf im Maybke Diva Stakes war alles andere als vom Glück verfolgt: Er wurde weit außen im Feld einsortiert und fand nie den Weg an die Innenbahn, was ihm jedes Mal wertvolle Meter in der Kurve kostete und am Ende vermutlich auch dafür sorgte, dass er mit Humidor nicht mehr mitgehen konnte.

Im Underwood Stakes kämpfte er beherzt um seinen Platz, nachdem er früh von seinem Jockey angetrieben wurde, um vom außen liegenden Draw nach innen zu ziehen und mit den Führenden mitzugehen. Zu allem Überfluss verlor er auch noch ein Hufeisen und war auf der Zielgeraden kaum eine Gefahr für Gailo Chop, Single Gaze und Bonneval.

Dann kam der viel zitierte Lauf im Railway Stakes 2017, wo er der Welt wieder einmal zeigen konnte, was in ihm steckt. In dem hoch dotierten Rennen waren aber keine Gegner der höchsten Klasse angetreten, allerdings konnten sich Great Shot und Tom Melbourne schon mehrfach in Black Type Rennen positiv hervorheben und die 1600m waren keine sichere Bank für Black Heart Bart. zudem waren die 59KG mehr Gewicht, als jemals ein anderer Starter hatte tragen müssen. Black Heart Bart lief aber wie ein Traum und setzte sich im Mittelfeld fest, schob sich auf der Zielgeraden in die Mitte der Bahn und damit ins Freie, beschleunigte und zog an den Führenden Great Shot heran, mit dem er die Ziellinie fast zeitgleich überschritt. Great Shot hatte dabei gut und gerne 5,5KG weniger Gewicht zu tragen und auch Tom Melbourne, Variation, Material Man und Ponamu, die auf den Plätzen 3-6 dichtauf folgten, trugen alle mindestens vier Kilo weniger mit sich rum. Trotzdem war Black Heart Bart der Starter, der die Blicke auf den letzten Metern auf sich zog und der sich den historischen Erfolg mehr als verdient hätte.

Great Shot, der Black Heart Bart im Railway Stakes noch knapp schlagen, musste im nachfolgenden Kingston Town Classic nun vom selben Gewicht aus starten, was auch für Tom Melbourne (+4KG), Material Man (+6KG), Ponamou (+6KG), Gatting (+6KG) All Our Roads, Cosmic Storm und Silverstream galt . Die meisten der Konkurrenten aus dem Railway Stakes hätten mit dem zusätzlichen Gewicht keine Chance gegen einen Back Heart Bart haben sollen, der in der selben Form aufläuft, aber gegen Ende des Jahres schien Black Heart Bart des Rennens müde zu sein und konnte vom hinteren Bereich des Feldes einfach nicht seinen altbekannten Geschwindigkeitsschub präsentieren. So blieb ein enttäuschender neunter Platz und leichte gesundheitliche Probleme, die erst mit einer langen Pause und viel Training zu Hause behoben werden konnten. Sein Debüt im neuen Jahr gab er dann erst im Juli 2017, wo er auf Gruppe 3 Ebene gegen Gegner antrat, die auch gut und gerne in einem Gruppe 1 Rennen hätten auflaufen können.

Nach der langen Pause war Black Heart Bart noch nicht ganz fit und fiel erneut gut 5 Längen hinter dem Rest des Feldes zurück, während Vega Magic auf den letzten Metern seinen Verfolgern mit 3 Längen davonsprinten konnte.

Black Heart Bart blieb in Caulfield, wo er sich das nächste schwierige Rennen in Form des Gruppe 2 Sir John Monash Stakes suchte. Das 1400m Rennen hätte ihm auf dem Papier liegen müssen, dieses Mal war es aber das große Feld und der viele Verkehr, der ihm beim Sprint auf die Führenden Probleme bereitete. Rechts wie links schossen die Pferde an ihm vorbei, während Black Heart Bart nie so richtig in Gang kommen wollte, obwohl man ihm zu Gute halten muss, dass er beständig noch an Boden gutmachen konnte – wenn auch viel zu langsam.

Black Heart Bart lief im Gruppe 1 Memsie Stakes nach der Winterpause auf, aber seine Winterpause war äußerst knapp bemessen und nicht länger als zwei Wochen, so dass er nicht gerade erholt in das Rennen ging. 1400m sind wie schon so oft geschrieben seine Idealdistanz, aber auch dieses Mal feuerte Black Heart Bart nicht aus allen Rohren und konnte seinen prägnanten Schlusssprint nicht zeigen. Im Gruppe  1 Makybe Diva Stakes  nur zwei Wochen später musste  er über 200m mehr ran undmit Konkurrenten wie Humidor und Kemetari im Feld gelang es Black Heart Bart wie zu erwarten nicht, für Gefahr beim Schlusssprint zu sorgen. Auch über noch einmal 200m mehr im 1800m Hyland Race Stakes in Caulfield nur zwei Wochen später scheiterte Black Heart Bart deutlich an der Distanz, was kein Wunder war, schließlich war dies auch das dritte Rennen innerhalb eines Monats.

Aber auch dass solte seinen Trainer L. Smith nicht davon abhalten, Blakc Heart Bart nur zwei Wochen später schon wieder auf die Rennstrecke zu schicken, aber auch die Leistung im Aquis Toorak Handicap über die Meile lies zu wünschen übrig. Heute soll es also nach der längeren Winterpause über die ideale Distanz zurück zur Form gehen – allerdings hat Black Heatr Bart nach einer Pause nicht unbedingt immer überzeugen können und er scheint seine besten Zeiten auch hinter sich zu haben.


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