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New Zealand Stakes 2019

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31.08.2019 – Caulfied – New Zealand Stakes – Pick: Hartnell

Pferderennen in Australien

 08:50 New Zealand Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

 

Cliff’s EdgeDer Canford Cliffs Sohn ging bereits früh in die Gruppenrennen und startete in seinem zweiten Rennen bereits auf Gruppe 3 Rennen als einer der Favoriten im Environmental Vain Stakes über 1100m – wenn auch mit überschaubarem Erfolg.

Im Australischen Frühjahr konzentrierte sich Cliff‘S Edge dann lieber erst einmal auf einige gut dotierte Handicaps und konnte dort einige solide Preise einsammeln, bevor er noch im selben Jahr seinen zweiten Anlauf in den Gruppenrennen startete. Das erste Jahr war ohnehin ein sehr aktives für Cliff‘S Edge, der neun Rennen in sechs Monaten absolvierte.

Das erste bemerkenswerte Black Type Rennen war das UCI Stakes in Flemington im Oktober 2017 über 1800m, in dem Cliff‘s Edge sich nur knapp dem Sieger Main Stage geschlagen geben musste. Gleich im nächsten Rennen, dem Caulfield Stakes auf Gruppe 3 Ebene über 2000m, machte Cliff‘s Edge seinen zweiten Platz dann mehr als wett und gewann unangefochten mit fast 3 Längen Vorsprung und konnte auch seinen ehemaligen Bezwinger Main Stage locker schlagen.

Auch auf höherem Niveau im Gruppe 2 Drummond Golf Vase nur knapp eine Woche später schlug sich Cliff‘s Edge taper über 2040m, war aber vielleicht noch nicht vollständig erholt und musste sich am Ende wieder mit einem zweiten Platz zufrieden geben, generell schien die lange Saison langsam ihren Tribut zu fordern.

Das eigentliche Saisonziel, das Emirates Stakes auf Gruppe  1 Ebene im November kam dann wieder nur knapp 2 Wochen nach dem letzten Rennen und neben einer schwierigen Passage fehlte Cliff‘s Edge am Ende auch noch die Kraft um sich gegen die Sieger rund um Tosen Stardom und Happy Clapper durchsetzen zu können, was in einem soliden sechsten Platz nur zwei Längen hinter dem Sieger resultierte.

Das Jahr 2018 war nicht minder turbulent für Cliff‘s Edge, der nach kurzer Pause im Februar 2018 im Gruppe 3 Manfred Stakes in das neue Jahr startete – und dieses Rennen über 1200m auch gleich gewinnen konnte. Die Distanz war ungewöhnlich kurz, aber Cliff‘s Edge kam mit diesen Sprints wunderbar zurecht und hielt sich auch gegen den hoch gehandelten Grunt im Gruppe 3 CS Hayes Stakes hervorragend.
Er war der einzige, der sich an den Sieger noch dranhängen konnte und nur mit unter einer Länge die Neiderlage erlitt.

Aber auch dieses Mal erlitt er im eigentlichen Saisonziel, dem Australien Guineas im Frühjahr eine empfindliche Niederlage, die er danach über die lange Distanz von 2040m im Gruppe 2 Hacer Plate mit einem Sieg wieder wett machte.

Auf Gruppe 1 Ebene tat sich Cliff‘s Hill aber nach wie vor schwer und konnte sich im Rosehill Guineas Trophy erneut nicht durchsetzen und landete im Mittelfeld des großen Teilnehmerfeldes – was eine solide Leistung war und die Niederlage im Spendthrift Sires Plates einen Monat später umso schwerer wiegen lies, denn diese Niederlage machte einen unerklärbaren Formeinbruch bei Cliff‘S Edge deutlich, der sich auch nach der Winterpause im traditionell gut besetzten Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene im September fortsetze.

Sein Potential konnte  Cliff‘s Edge mit dem Älter werden nicht so weit entfalten, wie es noch als 2y0 und 3y0 den Anschein gehabt hatte, in allen Gruppe 1 Rennen 2019 wie dem Gruppe 1 Aquis Toorak Handicap oder dem  Kennedy Mile musste er sich geschlagen geben, hat seinen Fans aber im Gruppe  2 Schweppes Crystal Mile über die Meile einen hervorragenden Sieg schenken.

2019 startete Cliff‘S Edge im  Blechingly Stales auf Gruppe 3 in Code neue Saison und konnte sich da mit einem dritten Platz recht gut präsentieren und steigerte diese Form im 1400m Lawrence Stakes auf Gruppe 2 Ebene drei Wochen später noch einmal – es besteht zu Recht die Hoffnung auf eine gesteigerte Leistung hier, und man kann mit einem Platz für Cliff’s Edge rechnen, wenn er die Form hält

 

Hartnell Der Authorized Sohn Hartnell ist einer der vielen Importe aus Europa, die sich mit den Jahren in Australien wiedergefunden haben und stammt ursprünglich aus Irland. Der nun von James Cummings trainierte Hengst ist im Besitz des global operierenden Godolophin Syndikats und kann Siege in einigen der besten Rennen rund um die Welt vorweisen.
Dass er nicht noch mehr Gruppe 1 Erfolge vorzuweisen hat liegt vornehmlich an seiner immer wiederkehrenden Nemesis Winx, gegen die er ganze sieben Mal innerhalb der letzten zwei Jahre angetreten war und natürlich niemals die Oberhand gewinnen konnte.
2016 hatte er schon einmal eine Pause von den ständigen Duellen mit der Ausnahmestute genommen und im September bis Oktober gleich drei Rennen in Folge gewinnen können. Damals legte er mit einem Sieg im Chelmsford Stakes vor, bei dem er die versammelte Konkurrenz mit gut 8 Längen deklassierte, was bei Who Shot Thebarman, Prized Icon und Storm The Stars keine leichte Aufgabe war. Er ließ gleich darauf im Trophies Hill Stakes in Randwick einen weiteren lockeren Sieg über die selben Gegner folgen und startete als Abschluss der Serie im Gruppe 1 Yellowglen Turnbull Stakes über 2000m, wo er als Favorit Jameka um über 3 Längen schlagen konnte. Danach ging es im Gruppe 1 Cox Plate gegen Winx und die Siegesserie war wieder dahin. Er lief auch im auf, schaffte da aber über die lange Distanz von 3200m es nicht, an die vorangegangenen Leistungen anzuknüpfen und die Ausdauer lies ihn über die ungewohnt lange Distanz etwas im Stich. Nach dem Jahreswechsel ging es erneut mehrfach gegen die Ausnahmestute Winx bevor Hartnell im Gruppe 1 Ranvet Stakes im März das nächste Mal eine realistische Chance auf den Sieg hatte. Damals schlug ihn allerdings Our Ivanhoe mit einer Ausnahmeleistung und der Konkurrent konnte das Feld souverän von hinten aufrollen, während Hartnell sich redlich mühen musste auf ihn aufzuschließen und am Ende drei Längen zu kurz kam. Beim nachfolgenden Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes ging es schon wieder gegen Winx, die Hartnell wie zu erwarten relativ locker abfrühstückte.
Nach der Lehrstunde folgte die australische Winterpause und das Saisondebüt im Lawrence Stake, wo er gegen Black Heart Bart antreten musste. In diesem Rennen platzierte er sich sauber auf dem zweiten Platz während des Rennens, schloss die Lücke zum Führenden und übernahm selbst die Führung etwa 200m vor dem Ziel und verlängerte den Vorsprung zusehends Black Heart Bart hatte über die für ihn eigentlich optimalen 1400m keine Chance auf Hartnell aufzuschließen.
Im Maykbe Diva Stakes hielt sich Black Heart Bart deutlich näher an den Führenden und lief über die für ihn suboptimale Distanz ein großartiges Rennen. Humidor fegte Hartnell auf der Zielgeraden beiseite, Black Heart Bart schaffte es aber nicht sich ebenfalls an Hartnell noch vorbeizumogeln und lief eine halbe Länge hinter diesem ein. die heute Distanz ist aber noch einmal deutlich unpassender für den 1400m Spezialisten, während Hartnell schon über die Distanz des Caulfield Stakes gewonnen hatte und man erwartete einen guten Lauf von ihm, den er aber nicht liefern konnte.
Hartnell hat mittlerweile über 2 Millionen Dollar Preisgeld zusammengetragen, sein letzter Erfolg war aber über eine Distanz, die gerade einmal halb so lang war wie die heute. Im Lawrence Stakes konnte er Black Heart Bart schlagen, die Erfolge über 2000m im letzten Jahr im Trophies Hill Stakes und dem Turnbull Stakes konnten dieses Jahr nicht wiederholt werden und sowohl im Cualfied Cup als auch im Melbourne Cup lief es nicht nach Plan für ihn. Er wurde teilweise stark in seinem Lauf behindert und musste alle Chancen auf der Zielgeraden ziehen lassen, hat sich danach aber eine Pause gegönnt, die ihn wieder deutlich stärker auflaufen lassen könnte. Letztes Jahr trat er nach einer ähnlichen Pause im Apollo Stakes gegen Winx an und konnte dort einen guten zweiten Platz erreichen. Hinter Gailo Chop floppte er allerdings im Peter Young Stakes, einem der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den Australian Cup.
Hartnell wurde auf den letzten Meter zunehmend schwächer und die längere Distanz beim Australian Cup war in diesem Zusammenhang schon im Vorfeld ein Problem. Er kämpfte zwar redlich, kam aber nie wirklich in Schlagreichweite und gönnte sich eine kleine sechsmonatige Pause bis zum Start im All Ages Stakes in Randwick im April. Hier kam er näher an die Sieger heran und kämpfte wieder um jeden Zentimeter, musste sich aber erneut mit „nur“ einem vierten Platz abseits des Siegertreppchens zufrieden geben. Das zweite etwas enttäuschende Rennen in Folge war Grund genug für die ausgedehnte Pause über den australischen Winter, welche nach 17 Wochen mit einem Lauf im P B Lawrence Stakes beendet wurde. Der frische Lauf über 1400m und guten Untergrund lag Hartnell eindeutig und er konnte sich von seiner idealen Position hinter den Führenden einen zweiten Platz hinter dem Sieger Showtime erkämpfen. Ähnlich weit war Hartnell auch im nachfolgenden Dato Tan Chin Nam Stakes in Moonee Valley von den Siegern weg, hier reichte die halbe Länge Rückstand am Ende aber nur für einen vierten Platz, dabei hatte Hartnell bei der 500m Marke die Führung übernehmen können, wurde 200m vor dem Ziel aber überholt. Er kämpfte erneut um jeden Meter, aber musste eben nach und nach die Sieger ziehen lassen.

Dafür reichte eine Nase Vorsprung über die Distanz von einer Meile im Gruppe 1 Randwick Plate, um Hartnell einen seiner größten Siege zu bescheren und auch im Gruppe 1 Aquis Toorak Handciap konnte er unter hohem Gewicht einen hervorragenden zweiten Platz belegen, und das gegen einen Sieger, der viel viel leichter unterwegs gewesen war – und gegen einige der besten Pferde Australiens in der aktuellen Saison 2018.

Nur der Saisonabschluss im Kennedy Mile auf Gruppe 1 Eben im November war dann wieder ein wenig enttäuschend mit einem zehnten Platz, allerdings hatte Hartnell in den letzten Monaten auch einige sehr harte Renne bestreiten müssen.

Nach dem Jahreswechsel begann für Hartnell dann eine Reihe von Niederlagen gegen die besten Stuten in Australien. Zunächst kassierte ihn Alizee zwei Mal im Expressway Stakes und danach noch in dem Yulong Futirty Stakes über 1400m im Februar. Im April gab es dann noch eine Klatsche gegen Winx.

Dafür konnte Hartnell aber das All Star Mile mit einem sehr guten zweiten Platz abschließen und Alizee konnte er bei diesem Rennen ebenfalls schlagen. Und auch über die Meile im Star Doncaster Plate im April zeigte sich Hartnell in guter Form und konnte wieder eine gute Platzierung erringen, ohne dabei allerdings gefährlich für den Sieger zu werden – was als Leistung allerdings trotzdem ausreichte, um ihm im Gruppe 2 Lawrence Stakes als Co Favorit gegen Mystic Journey auflaufen zu lassen, und Hartnell war zusammen mit Cliff’s Edge und dem Favoriten auch diejenigen, die den Sieg unter sich ausmachten – mit der Form der letzten Rennen hat er trotz härterer Konkurrenz heute wieder gute Chancen auf einen der ausbezahlten Plätze
Tipps zu Pferd: Hartnell ist auf gutem Untergrund und 1400m zu Hause, hat aber auch gute Leistungen über 1800m gezeigt. 2017 machte er im Ranvet Stakes über 2000m und schweren Boden ebenfalls eine exzellente Figur und es scheint kaum ein Rennen zu geben, wo man Hartnell komplett ausschließen könnte.

 

Humidor: Mit dem Teofilo Sohn ist nach seinem im Gruppe 2 Blamey Stakes in Caulfield im März nicht mehr allzuviel los gewesen – damals konnte er Cool Chap mit einer halben Länge auf den zweiten Platz verweisen und sich damit seinen ersten Sieg seit dem Triumph im Makybe Diva Stakes im September 2017 sichern. Der eigentliche Favorit Tosen Stardom kam in jenem Rennen nicht in Gang und stellte keine Gefahr da, ganz im Gegensatz zum Duell im Futurity Stakes im Februar, wo der Konkurrent klar die Nase vorn hatte.
Humidor hat allerdings schon mehrfach bewiesen, dass er in Gruppe 1 Rennen mehr als zuhause ist und sich etwa Siege im Gruppe 1 Makybe Diva Stakes 2017 und dem Australian Cup 2017 gesichert. Der Sieg im Maykbe Diva Stakes ist noch relativ frisch im Gedächtnis, denn der Sieg war doch recht beeindruckend gewesen

Humidor war danach sehr fleißig und startete allein im Oktober in drei weiteren Gruppenrennen, bis zum Jahreswechsel waren es dann sechs Rennen auf höchster Ebene in ebenso vielen Monaten, was spätestens im Melbourne Cup dann endgültig seinen Tribut forderte. Die kleine dreimonatige Pause beendete er im Futurity Stakes in Caulfield, welches von Brave Smash vor Tosen Stardome gewonnen wurden, nur um danach den zweiten und eigentlichen Favoriten des Blamey Stakes zu deklassieren. Was mit Tosen Stardom beim erneuten Duell mit Humidor los war, kann niemand genau sagen, jedenfalls spielte er als einiges Pferd in diesem Rennen beim Zieleinlauf keine Rolle

 

Der Sieg von Humidor war knapp und das Rennen nicht sonderlich stark besetzt, aber er hatte schließlich auch schon bessere Rennen gewinnen könne und der nachfolgende Start im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile gegen Happy Clapper und Co. war im Vorfeld durchaus mit begründeter Hoffnung angegangen worden, dieses Mal aber konnte Humidor wie schon so oft nicht an seine beste Form anknüpfen und musste sich mit einem achten Platz zufrieden geben, der aber immerhin nicht weiter als 3 Längen vom Sieger enternt war, Das Feld war ohnehin beim Zieleinlauf dicht gedrängt und Humidor hielt sich besser als vielleicht in dem Feld zu erwarten war.
Dann allerdings wurde er im Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes wieder einmal von Winx eingenordet, die ihm und dem Rest des Feldes locker mit 4 Längen und mehr davonsprintete. Da sich das Rennen ohnehin nur um die Wunderstute drehte, sind die Platzierung und der Rückstand fast irrelevant, wichtiger war da schon wieder der Lauf vier Monate später im August im Sir John Monash Stakes.
Die mehrmonatige Pause schien Humidor gut getan zu haben, denn auch wenn es auf dem Papier nur zu einem achten Platz reichte, war dieser Platz erneut mit nur drei Längen Rückstand relativ dicht am Sieger Showtime dran und mit einem etwas besseren Rennverlauf wäre auch eine Platzierung durchaus gerechtfertigt gewesen. So schloss sich an der Innenbahn kurz die Tür und Damian Lane nahm sein Pferd zurück, nachdem die Chancen dahin waren.
Dann kam der Start im Memsie Stakes, und wie Humidor sich dort wieder in Szene setzten konnte!


Das Finish zwischen Humidor, Kementari. Kings Will Dreal und Vega Magic war spannend und knapp, schließlich trennte die Starter weniger als eine Länge.
Über 1400m lief Humidor wieder hinter den anderen Startern her und hielt sich an der Innenbahn, bis es in die Zielgerade ging und der Rest des Feldes sich auffächerte. So trug es Kementari weit nach außen auf der Bahn, während sich die Tür für Humidor zunächst wieder schloss. Vega Magic setzte zum Schlusssprint an, Kemtentari lief außen und wanderte eine wenig hin und her und verlor etwas an Boden, aber Hunidor fand eine Lücke und konnte sich dann mit einem beeindruckenden Schlusssprint durchsetzen.
Humidor gewann dieses Rennen mit gut vier Längen Vorsprung vor dem Rest des Feldes, aber das war auf gutem Boden und der Boden im Maykbe Diva Stakes nur zwei Wochen später hatte deutlich mehr Regen abgekommen und wurde nur am Tag des Rennens noch gerade von weich auf gut hochgestuft. Es mag am Wasser an den Hufen oder den etwas niedrigen Temperaturen gelegen haben, aber Humidor brauchte eine Ewigkeit um sich für das Rennen erwärmen zu können und seine gewohnte Leistung zeigen zu können und schien erst kurz vor dem Ziel aufzublühen. Vielleicht hat er nur einen schlechten Tag erwischt. denn noch im selben Monat kam er hinter Homesman im Hyland Race Stakes schon etwas besser in Gang und auch im Caulfield Stakes holte er am Ende auf den Sieger Benbatl gut auf. Dieser hatte zusammen mit Blair House dem Feld aber aber mit einem schnellen Tempowechsel einige Längen abgenommen und beide konnten den Vorsprung bis zum Ziel verteidigen.

Beim nachfolgenden Cox Plate musste er sich gegen Winx verteidigen, belegte am Ende hinter der Wunderstute und Benbatl aber einen hervorragenden dritten Platz und wird hier nun nach einer sehr langen Pause zum Renngeschehen zurückheren – sollte aber gute Chancen haben, sich ordentlich zu verkaufen, wenn er in Form ist. Da das nicht sicher ist, würde ich anderen den Vorzug geben

Humidor kann auf gutem wie weichem Boden laufen, zeigte aber zuletzt seine Leistungen fast nur auf gutem Boden und wurde von Rennen auf weichem Boden eher fern gehalten. 1400-2040m sind bei ihm problemlos möglich und seine Leistung blieb in der Regel über die gesamte Saison konstant.

Scales Of Justice: Der Not A. Single Doubt Sohn von Trainer L. Smith begann seine Karriere schon im Jahr 2015 und bestritt in den ersten beiden Jahren fast ausschließlich Sprintrennen über die Distanz von 1000m oder 1200m steigerte die Distanz langsam aber stetig, nachdem er im Oktober 2016 in einigen sehr guten Handicaps in Belmont und Bunbry souverän abgeschnitten hatte.
Ende 2016 legte er  dann in auch in Ascot einen bemerkenswerten Lauf hin und gewann drei Rennen in Folge, und das nachdem er auch das erste Mal auf die Gruppenebene gewechselt hatte. So gewann er das R.J. Peters Stakes auf Gruppe 3 Ebene und anschließend das Gruppe  1 Railway Stakes  in Ascot. Das Rennen war für den vierjährige die Offenbarung und setzte sie fest auf die Landkarte der besten Pferde seines Jahrgangs in Australien zu der Zeit, was er danach mit seinem zweiten Platz im Gruppe 1  Kingston Town Classic über 1800m noch einmal unterstrich.
2017 legte er mit einem zweiten Platz im Gruppe 3 Belmont Sprint und Siegen in den nachfolgenden Gruppe 3 Hyperion Stakes und dem Strickland Stakes nach. Auch auf höherem Niveau zurück in den Sprintrennen im Gruppe 2 Bobbie Lewis Quality Stakes zeigte er hinter Redkirk Warrior einen hervorragenden Lauf und galt damit im nachfolgenden Sir Rupert Clarke Stakes in Caulfield als einer der Favoriten – konnte wie der andere Favorit Theanswermyfriend aber in diesem Rennen nicht überzeigen und musste den Aufstieg der damaligen Außenseiterin Santa Ana Lane mitansehen. Einige Rennen später fragte man sich natürlich wie Santa Ana Lane jemals als Außenseiterin gelten konnte, aber so war es eben zu dieser Zeit im Sir Rupert Clarke Stakes  und Scales Of Justice hatte in dieser Zeit auch einfach kein Glück und scheiterte auch im Gruppe 2 Waroa-Lee Steere Stakes als haushoher Favorit einen Monat später, und auch der letzte Versuch in der Saison im Railway Stakes verlief alles andere als nach Plan, und es dauerte ein ganzes Jahr, bis wir das Wiedersehen mit Scales Of Justice feiern konnten, wieder im Waroa-Lee Steere Stakes – und wieder mit einen Misserfolg für den Co Favoriten, was aber nach der langen Zeit durchaus verkraftbar gewesen war.
Schlimmer wog dann schon, dass er auch im Reeves Stakes einen Monat später nicht in Gang kommen wollte und man gönnte Sclaes Of Justice dann erst einmal eine längere Pause, um sich zu erholen und wieder zu seiner Form zurückzufinden, schließlich waren die beiden Rennen 2018 und das dortige Comeback nicht nach Plan verlaufen.
Dafür gelang das Saisondebüt gegen einige hoch gehandelte Konkurrenten mit einem Sieg im Gruppe 3 Bletchingly Stakes, wo er das Feld mit über 3 Längen Vorsprung dominieren konnte – was ihn zum klaren Favoriten im Gruppe 3 Spring Stakes machte. Über die 1200m hatte Scales OF Justice aber nicht den besten Lauf und musste sich am Ende mit einem zweiten Platz zufrieden geben.
Wenn er zur Form zurückfindet, wir er heute über seinen Lieblingstrack und 200m mehr Distanz sicher um den Sieg mitlaufen

31.08.2019 – Caulfied – New Zealand Stakes – Pick – Nicht Alizee, Nicht Black Heart Bart

Pferderennen in Australien

08:50 New Zealand Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.400 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich

Alizee: Die Sepoy Tochter von B. Cummings begann ihre Karriere im Jahr 2017 im Februar auf dem Kurs in Randwick über 1000m  und legte einen vierten Platz ab, war aber trotzdem gut genug um danach gleich auf Gruppe 3 Ebene zu starten. Schließlich war ihre Zucht nicht günstig und sie verhielt sich bei ihrem Debüt auch schon recht gut, legte aber gegen die hoch gehandelte Tulip auf Gruppe 3 Ebene Magic Night Stakes noch einen drauf und belegte einen soliden zweiten Platz, nicht weit hinter der Siegerin.

Danach ging es im Gruppe 3 Widden Stakes als Co Favoritin an den Start, konnte aber über die 1100m nicht überzeugen und gönnte sich danach eine viermonatige Pause, bevor sie im The Everest Is Coming Handicap wieder auflief. Das war eine ihrer leichteren Übungen bis dato, auch wenn sie ein recht hohes Gewicht stemmen musste in jenem Rennen. Trotzdem lieferte die Favoritin in jenem Rennen und gewann relativ unangefochten mit knapp einer Länge Vorsprung, bevor sie im Gruppe 2 Silver Shadow Stakes gegen die hoch gehandelten Formality und Champagne Cuddles antrat. In jenem Rennen lieferte sie sich ein hartes Duell mit den beiden anderen Favoritinnen, konnte aber auf den letzten der 1200m nicht mehr den letzten Nacken auf die Siegerin gut machen und musste sich in ihrem auf dem Papier härtesten Rennen bisher mit einem guten zweiten Platz zufrieden geben.

Nur zwei Wochen später startete sie dann im Gruppe 2 Furious Stakes, wo sie gegen die selben Konkurrentinnen erneut antreten musste, dieses Mal allerdings nicht den besten Lauf erwischte und sich mit einer halben Länge Rückstand  ins Ziel einlief. Dieses Mal hatte sie keine Chance um den Sieg mitzulaufen und auch nicht gerade gute Entschuldigungen für den etwas abgeschlagenen Platz, so dass sie über 200m mehr im Gruppe 2 Tea Rose Stakes als klare Außenseiterin in Champagne Cuddles oder Tulip galt – aber dieses Mal absolut überzeugen konnte. Der Lauf war sauber und mehr als überzeugend, und beim nächsten Aufeinandertreffen mit Champagne Cuddles im Gruppe  1 Flight Stakes galt Alizee dann auch als Favoritin – und schickte die Konkurrentin auch klar auf den zweiten Platz. Sie fand ihren Weg in der Mitte der Bahn und beschleunigte an den anderen Konkurrenten vorbei für einen klaren Sieg

Alizee startete noch einmal in einem Rennen im Jahr 2017 und zwar im Gruppe 1 Thousand Guineas, schaffte dort aber nur einen dritten Platz als Favoritin und beendete damit das Jahr auf einem kleinen Abwärtstrend.

Nach nur vier Monaten kam sie aber schon wieder auf die Rennstrecke zurück und bestritt im Gruppe 2 Tab Light Fingers Stakes ihr nächstes Rennen als Favoritin – hatte dort aber alle Hände voll zu tun die beiden anderen Verfolgerinnen auf Abstand zu halten, denn Skumookh saß ihr nur eine Nase im Genick.

Einen Monat später lief sie dann im Gruppe 1 Premium Surround Stakes, wo sie wieder als Favoritin startete, aber wieder keine wirkliche Lücke in der Mitte fand und auf einem sechsten Platz ins Ziel einlief. Im Gruppe  1 Coolmore Classic noch im selben Monat war das Niveau noch einmal deutlich höher und dieses Mal lag ihr abgeschlagener Platz nicht nur an der fehlenden Lücke, sondern an der fehlenden Klasse um gegen die anderen Konkurrentinnen in dem stark besetzten Feld zu bestehen.

Im Gruppe 2 Vinery Stakes, dem dritten Rennen im März 2018, kam Alizee wieder nicht wie gewünscht in Gang und der Rückstand auf die Siegerin war trotz des vierten Platzes mit über 5 Längen ziemlich deutlich. Trotz der zwei eher enttäuschenden Rennen in Folge startete Alizee nur zwei Wochen später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, wo ihr auf Grund ihrer vorangegangenen Leistungen nicht als Favoritin galt – gerade auch gegen die Männer – aber dieses Mal schoss die Stute in der Mitte der Bahn wieder heran und gewann unangefochten ihr letztes Rennen für sechs Monate.

Erst kurz vor Weihnachten startete Alizee noch einmal, dieses Mal im Christmas Classic über die kürzere Distanz von 1200m, wo sie erneut gewann. Im Gruppe 2 Expressway Stakes gewann sie dann auch noch

Im Gruppe 2 Expressways Stakes rollte sie das kleine, aber sehr gut besetzte Feld erneut von hinten auf und auch das Gruppe 1 Yulong Futurity Stakes hielt für sie keine Schrecken bereit

Hier kam sie drei bis vier tief in die Zielgerade und begann ihren Schlusssprint, aber die Außenseiterin Malaguerra wollte einfach nicht von der Front weichen und die beiden lieferten sich ein sehr ansehnliches Duell über die letzten Meter, welches Alizee knapp für sich entscheiden konnte.

Gegen bessere Konkurrenz im All Star Mile auf Gruppe 1 Ebene in Flemington lief Alizee danach ebenfalls ein gutes Rennen, konnte die Meile aber dieses Mal nicht so gut bewältigen wie letztes Jahr im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stake und kam am Ende „nur“ auf einen vierten Platz und auch beim nachfolgenden The Star Doncaster Plate gelang es ihr nicht, sich mit ihrem späten Sprint auf einen der vorderen Plätze vorzukämpfen, sondern musste einsehen, dass sie am heutigen Tag den Anschluss an die Spitzengruppe nicht würde halten können. Alizee kam am Ende nur auf einem sehr abgeschlagenen 17ten Platz ins Ziel, lies sich davon aber nicht entmutigen und startete nur eine Woche später im Gruppe 1 Coolmore Legacy Stakes, in welchem sie das Jahr zuvor brillieren konnte. Zwar lief sie auch hier ein hervorragendes Rennen, konnte aber nicht an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen und kam am Ende auf einem soliden sechsten Platz ins Ziel.

Alizee gönnte sich danach eine kleine Pause über den australischen Winter und kam im Gruppe 2 Smithfield Rsl Missile Stakes zurück zur Rennstrecke und erlief sich dort einen sehr komfortablen Sieg, auch wenn die Marge am Ende nur einen Nacken betrug. Die kürzere Distanz von nur 1200m lag Alizee deutlich mehr als die lange Distanz zuvor und Hugh Bowman ritt sie sehr selbstbewusst und hätte sicher noch mehr aus seiner Stute rausholen können

Heute wird es wieder davon abhängen, ob Alizee ihre Lücke zum Schlusssprint findet oder nicht, aber sie hat sicher exzellente Chancen hier wieder unter die ersten drei zu schieben. In einem großen Feld würde ich aber von ihr eher Abstand nehmen, gerade auch auf weicherem Boden

 

Black Heart Bart: Der Blackfriars Sohn hat sich in seiner Karriere bisher einen Namen als 1400m Spezialist gemacht, der über diese Distanz seine mit Abstand besten Leistungen erbracht hat und immer gefährlich ist, wenn er wieder über diese Distanz startet. Klar, er hat sich auch über andere Distanzen versucht, aber dort niemals so brillant war wie über die 1400m und leidet seit einiger Zeit an einer Formschwäche, hat sich aber immer wieder gefährlich nah an den Siegern platzieren können. Ist er nach der langen Pause in Form oder nicht? Das wird wohl hier der entscheidende Faktor sein

Allerdings ist Black Heart Bart auch nicht nur ein Spezialist für die 1400m, sondern hat auch eine Vorliebe für verschiedene Kurse wie zum Beispiel Ascot. Seine Bilanz bisher kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn Ausbeute an Siegen sich in dem letzten Jahr immer mehr verflüssigt hat und er nun auf den ersten Sieg seit 2016 wartet – trotzdem, der Hengst von Darren Weir ist ein Phänomen, gerade über die Sprintdistanzen und seine seine Paradedistanz von 1400m – Platzgeld ist auch hier wieder drin

Dabei dauerte es nach seinem Debüt im Jahr 2013 acht Rennen, bis er sein erstes Rennen gewinnen konnte. Schon da hatte er sich aber in einer ganzen Reihe von 100k$ Listed Rennen platzieren können und der Sieg in seinem Maidenrennen war lediglich Makulatur, um endlich einen Sieg im Formbuch zu haben. Über 1400m hätte er dann im Asian Beau Stakes fast seinen ersten Gruppe 3 Sieg erringen können, musste sich aber bis zum November 2014 gedulden, bis er im Carbine Club Stakes seinen ersten Sieg auf Listed Niveau feiern konnte. Es folgte ein Sieg in einem Handicap und eine etwas enttäuschende Platzierung im R.s. Crawford Stakes, bevor er Anfang 2015 vier 100-120k$ Rennen in Folge gewinnen konnte, über die Distanzen von 1000-1400m. Dies sollte zeigen, wohin sich Black Heart Bart in den nächsten Jahren entwickeln sollte und ihm gelang im Oktober 2015, fast ein Jahr nach dem zweiten Platz im Carbine Club Stakes, endlich sein erster Gruppe 3 Sieg im Northerly Stakes in Ascot. Er lies gleich einen zweiten Gruppensieg folgen, dieses Mal im Gruppe 2 Lee Steere Stakes, was ihm für seinen ersten Start in einem Gruppe 1 Rennen im nachfolgenden Boag’s Premium-Railway Stakes als chancenreichen Außenseiter auflaufen lies. Er kam auch tatsächlich als vierter gleichauf mit dem Drittplatzierten ins Ziel, konnte diese Leistung im Kingston Town Classic Anfang Dezember 2016 aber nicht wiederholen. Bei diesem Start lief allerdings einiges falsch und keine zwei Wochen später konnte er sich im Gruppe 2 C.b. Cox Stakes auf einen zweiten Platz hinter den klaren Favoriten Delicacy vorkämpfen.

2016 gelang ihm dann der Durchbruch mit einem zweiten Platz im Gruppe 1 Lexus Newmarket, wobei der Sieger The Quaterback nur einen Nacken Vorsprung vor ihm hatte und der Favorit Chautauqua über eine halbe Länge Rückstand auf die beiden hatte. Es folgte ein Vorbereitungssieg im Gruppe 3 Mypunter Victoria Stakes vor dem Start im Gruppe 1 Darley Goodwood , wo er als Favorit startete und Under The Louve und Supido auf die ausbezahlten Plätze verwies. Under The Louvre bekam seine Revanche im Gruppe 1 Aami Stradbroke, wobei er nur mit einem Kopf Vorsprung bestehen konnte und Black Heart Bart etwas Pech bei seinem Schlusssprint hatte. Über seine Lieblingsdistanz in Caulfield gewann er im August 2016 das Memsie Stakes am Ende souverän, im Diva Stakes im September 2016 verlor er dann aber über eine Länge auf Palentino, die Meile ist allerdings auch keine ideale Distanz für ihn. Trotzdem startete er im Underwood Stakes über 1800m auf Gruppe 1 Niveau mit großem Erfolg denn He Or She und Lucia Valentina hatten keine Chance gegen ihn, Winx war im Caulfield Stakes eine Nummer zu groß und 2040m waren im Cox Plate dann endgültig zu viel des Guten.

Nach drei Monaten Pause verlor Black Heart Bart gegen Malaguerra im Browns Sawdust & Shavings Australia Stakes recht deutlich, holte aber auch auf den letzten Metern deutlich auf, über die 1400m statt der 1200m hätte Black Heart Bart daher vermutlich sogar gewonnen. Diesen Eindruck bestätigte er im C.F. Orr Stakes über seine Paradedistanz und er schlug dieses Mal Malguerra bequem auf einen sechsten Platz, während Turn Me Loose und Ecuador das verfolgende Feld anführten. Der Sieg im nachfolgenden Futirity war denkbar knapp und er gönnte sich danach erst einmal eine längere Pause um im Darley Goodwood wieder fit auflaufen zu können, was ihm aber misslang. Er lief auf der Zielgeraden klar um den Sieg mit, konnte aber auf den letzten Metern das Tempo nicht mehr ganz mitgehen und viel ein wenig ab. In Eagle Farm lief er auf schwerem Boden im Kingsford Smith Stakes auf, was aber bei diesen Bodenbedingungen erwartungsgemäß misslang und auch der Lauf auf weichem Boden im P.B. Lawrence Stakes misslang. Die beiden Starts waren allerdings auf weichem Boden und der Lauf im nachfolgenden Memsie Stakes war mit einem zweiten Platz schon wieder deutlich besser. Vega Magic besaß auf den letzten 300m aber einfach den besseren Kick und war auf und davon und auch der Lauf im Maybke Diva Stakes war alles andere als vom Glück verfolgt: Er wurde weit außen im Feld einsortiert und fand nie den Weg an die Innenbahn, was ihm jedes Mal wertvolle Meter in der Kurve kostete und am Ende vermutlich auch dafür sorgte, dass er mit Humidor nicht mehr mitgehen konnte.

Im Underwood Stakes kämpfte er beherzt um seinen Platz, nachdem er früh von seinem Jockey angetrieben wurde, um vom außen liegenden Draw nach innen zu ziehen und mit den Führenden mitzugehen. Zu allem Überfluss verlor er auch noch ein Hufeisen und war auf der Zielgeraden kaum eine Gefahr für Gailo Chop, Single Gaze und Bonneval.

Dann kam der viel zitierte Lauf im Railway Stakes 2017, wo er der Welt wieder einmal zeigen konnte, was in ihm steckt. In dem hoch dotierten Rennen waren aber keine Gegner der höchsten Klasse angetreten, allerdings konnten sich Great Shot und Tom Melbourne schon mehrfach in Black Type Rennen positiv hervorheben und die 1600m waren keine sichere Bank für Black Heart Bart. zudem waren die 59KG mehr Gewicht, als jemals ein anderer Starter hatte tragen müssen. Black Heart Bart lief aber wie ein Traum und setzte sich im Mittelfeld fest, schob sich auf der Zielgeraden in die Mitte der Bahn und damit ins Freie, beschleunigte und zog an den Führenden Great Shot heran, mit dem er die Ziellinie fast zeitgleich überschritt. Great Shot hatte dabei gut und gerne 5,5KG weniger Gewicht zu tragen und auch Tom Melbourne, Variation, Material Man und Ponamu, die auf den Plätzen 3-6 dichtauf folgten, trugen alle mindestens vier Kilo weniger mit sich rum. Trotzdem war Black Heart Bart der Starter, der die Blicke auf den letzten Metern auf sich zog und der sich den historischen Erfolg mehr als verdient hätte.

Great Shot, der Black Heart Bart im Railway Stakes noch knapp schlagen, musste im nachfolgenden Kingston Town Classic nun vom selben Gewicht aus starten, was auch für Tom Melbourne (+4KG), Material Man (+6KG), Ponamou (+6KG), Gatting (+6KG) All Our Roads, Cosmic Storm und Silverstream galt . Die meisten der Konkurrenten aus dem Railway Stakes hätten mit dem zusätzlichen Gewicht keine Chance gegen einen Back Heart Bart haben sollen, der in der selben Form aufläuft, aber gegen Ende des Jahres schien Black Heart Bart des Rennens müde zu sein und konnte vom hinteren Bereich des Feldes einfach nicht seinen altbekannten Geschwindigkeitsschub präsentieren. So blieb ein enttäuschender neunter Platz und leichte gesundheitliche Probleme, die erst mit einer langen Pause und viel Training zu Hause behoben werden konnten. Sein Debüt im neuen Jahr gab er dann erst im Juli 2017, wo er auf Gruppe 3 Ebene gegen Gegner antrat, die auch gut und gerne in einem Gruppe 1 Rennen hätten auflaufen können.

Nach der langen Pause war Black Heart Bart noch nicht ganz fit und fiel erneut gut 5 Längen hinter dem Rest des Feldes zurück, während Vega Magic auf den letzten Metern seinen Verfolgern mit 3 Längen davonsprinten konnte.

Black Heart Bart blieb in Caulfield, wo er sich das nächste schwierige Rennen in Form des Gruppe 2 Sir John Monash Stakes suchte. Das 1400m Rennen hätte ihm auf dem Papier liegen müssen, dieses Mal war es aber das große Feld und der viele Verkehr, der ihm beim Sprint auf die Führenden Probleme bereitete. Rechts wie links schossen die Pferde an ihm vorbei, während Black Heart Bart nie so richtig in Gang kommen wollte, obwohl man ihm zu Gute halten muss, dass er beständig noch an Boden gutmachen konnte – wenn auch viel zu langsam.

Black Heart Bart lief im Gruppe 1 Memsie Stakes nach der Winterpause auf, aber seine Winterpause war äußerst knapp bemessen und nicht länger als zwei Wochen, so dass er nicht gerade erholt in das Rennen ging. 1400m sind wie schon so oft geschrieben seine Idealdistanz, aber auch dieses Mal feuerte Black Heart Bart nicht aus allen Rohren und konnte seinen prägnanten Schlusssprint nicht zeigen. Im Gruppe  1 Makybe Diva Stakes  nur zwei Wochen später musste  er über 200m mehr ran undmit Konkurrenten wie Humidor und Kemetari im Feld gelang es Black Heart Bart wie zu erwarten nicht, für Gefahr beim Schlusssprint zu sorgen. Auch über noch einmal 200m mehr im 1800m Hyland Race Stakes in Caulfield nur zwei Wochen später scheiterte Black Heart Bart deutlich an der Distanz, was kein Wunder war, schließlich war dies auch das dritte Rennen innerhalb eines Monats.

Aber auch dass solte seinen Trainer L. Smith nicht davon abhalten, Blakc Heart Bart nur zwei Wochen später schon wieder auf die Rennstrecke zu schicken, aber auch die Leistung im Aquis Toorak Handicap über die Meile lies zu wünschen übrig. Heute soll es also nach der längeren Winterpause über die ideale Distanz zurück zur Form gehen – allerdings hat Black Heatr Bart nach einer Pause nicht unbedingt immer überzeugen können und er scheint seine besten Zeiten auch hinter sich zu haben.


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