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One Master

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17.10.2020 – Ascot – Qipco British Champions Sprint Stakes – Pick: Dream Of Dreams

Pferderennen in England

14:55 Champions Sprint Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 391.260 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Das Qipco British Champions Sprint Stakes ist, wie der Name schon vermuten lässt, Teil der British Champions Series und als erstes Gruppe 1 Rennen am Champions Day in Ascot natürlich gut besucht. Da wäre der Sprint Cup Sieger Dream Of Dreams, oder die Stute One Master, die zuletzt am Anfang des Monats den Gruppe 1  Qatar Prix de la Forêt in Longchamp auf schwerem Boden gewonnen hatte. Dazu kommen dann noch junge Talente wie Oxted, der zuletzt das Darley July Cup Stakes gewinnen konnte oder der Dreijährige Starman, der einen ordentlichen Sprung im Niveau vom Garrowby Stakes (Listed) im September auf Gruppe 1 Ebene hier wagt, aber sehr talentiert aussieht und vielleicht gut genug ist, um hier für eine Überraschung zu sorgen.

 

Die Starter im Überblick:

 

Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und etwas überraschend nach guten Vorzeichen in den Rennen zuvor.
Damit ging im Oktober beim Champions Day die Flat Saison aber auch wieder zu Ende, gefolgt von einer sehr langen Pause bis zum Start in das nächste Rennen, denn die Corona Epidemie warf ihre Schatten auf den Galoppsport und fast alle Rennpferde mussten länger als erhofft auf ihren nächsten Start warten.
Der fand dann im Juni im Diamond Jubilee Stakes statt, wo Dream Of Dreams eine sehr gute Form zeigte, den Sieg aber leider knapp verpasste. Hello Youmzain und Sceptical hatten den Schlusssprint früher angezogen und Dream Of Dreams blieb ein wenig dahinter zurück und musste daher einige Längen aufholen, als es auf die Ziellinie zuging. Dann allerdings kam Dream of Dreams so richtig in Gang und holte ordentlich auf, verpasste den Sieg gegen Hello Youmzain aber am Ende mit knapp einem Nacken.  Das war aber natürlich trotzdem eine super Leistung und zeigte, dass Dream Of Dreams aus der langen Winterpause in sehr guter Form zurück gekehrt war, was ihn im Gruppe 2 Hungerford Stakes zum klaren Favoriten machte. Der Schritt runter in der Klasse resultierte in einem dominanten 7 Längen Sieg, interessanter war allerdings dann schon der Start im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes in Haydock Anfang September 2020, schließlich wurde das Rennen auf weichem Untergrund gegen deutlich stärkere Konkurrenz ausgetragen. Hier musste Dream Of Dreams am Ende noch die Spur wechseln um freie Bahn für den Schlusssprint zu bekommen, hatte dann aber wieder mit dem späten Sprint genug Zeit und Kraft. um den Rest der Konkurrenz einzusammeln und sich noch über eine Länge abzusetzen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass er unter Druck von Oisin Murphy etwas ach links wanderte, aber trotzdem gibt es an diesem Sieg nichts zu meckern. eine Wiederholung dieser Leistung würde vermutlich auch hier ausreichen.
One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Da machte sie – für mich in der Deutlichkeit ein wenig überraschend – zur klaren Favoritin für das Gruppe 2 City Of York Stakes, ein 1408m Rennen mit einigen durchaus respektablen Namen, in das One Master aber als klare Favoritin mit einer Quote von 2,62 ging. Safe Voyage übernahm die Rolle als Front Runner im einsetzten Regen und One Master hielt sich in fünfter Position, bis es zum Schlusssprint ging, wurde aber zum Teil von dem scharfen Tempo überrascht und verlor immer mal wieder ein wenig auf die Führenden. One Master musste dann noch die Linie auf der Bahn wechseln um den Schlusssprint anzusetzen, aber Safe Voyage fand und fand und konnte am Ende nicht eingeholt werden, weder von One Master noch einem anderen Starter.

Beim nachfolgenden Gruppe 2 bet365 Park Stakes lieferte sich One Master ein episches Duell mit Wichita, die das Feld über die Distanz führte, bis sich 3f vor dem Ziel die verschiendenen Gruppen zusammenfügten und sie die Führung Molatham übergeben musste. 1f vor dem Ziel holte sich Wichita die Führung wieder, dicht gefolgt von One Master, die an ihren Hifen klebte und die Führende unter Druck setzte – aber immer das kleine Bisschen auf Abstand gehalten wurde, um am Ende mit einem kurzen Kopf Rückstand zu verlieren.
Den Push fürs eigene Ego holte sich One Master dann in Longchamp bei Paris im Qata Prix de La Foret, wo sie sich erneut ein bemereksnwertes Duell lieferte, dieses Mal mit Earthlight und Safe Voyage, die ihr beide im Ziel direkt im Genick saßen und One Master mächtig unter Druck setzten. Damit gelang der Sieg in jenem Rennen das dritte Mal in Folge, eine wahrlich beeindruckende Leistung!

2020 verlief bis zum Sieg in Frankreich beim Qatar Prix de la Forêt mit zwei zweiten Plätzen auf Gruppe 2 Ebene auch zunächst eher ruhig, aber gerade mit dem letzten Sieg auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Boden ist die Stute heute in Ascot beim Champions Day sehr interessant. Letztes Jahr wurde sie hier Zweite und ich denke sie wird erneut wieder ganz vorne mit dabei sein

Oxted: Der Mayson Sohn von Roger Teal hatte 2018 in Doncaster seinen ersten Start und legte dann in seiner zweiten Saison im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz im Shalaa Carnarvon Stakes auf Listed Ebene vor, bevor er dann erneut in Newbury sich im Gruppe 3 Hackwood Stakes versuchte, dort allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Dieser kam erst im Jahr 2020, scheinbar brauchte Oxted die Zeit um zu reifen, denn saisonübergreifend seit seinem Sieg im Portland Handicap gewann er sein Saisondebüt 2020 im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene, um dann im Juni im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes überraschend auch noch den ersten Gruppe 1 Sieg hinterher zu schieben.

Oxted lief im Darley July Cup Stakes noch ein wenig grün und ging etwas zu energisch an die Sache heran, was ihn etwas Kraft kostete, und trotzdem hatte er noch am meisten davon übrig, als es in den Schlusssprint ging. Er wanderte noch ein wenig und zog unter Druck nach rechts, gewann aber trotzdem am Ende mit über einer Länge Vorsprung und empfiehlt sich als aufstrebender 3yo für dieses Rennen, auch wenn der Regen ihm sicher zusetzen wird.

 

Starman: Der Dreijährige Dutch Art Sohn von Ed Walker hält sich in seiner Karriere bisher schadlos, alle Rennen, die er bisher angegangen hat, hat er auch gewinnen können, beginnend mit einem Sieg in Lingfield bei seinem Maidenrennen, gefolgt von einem Sieg in einem Novice Rennen in Doncaster und dem ersten Black Type Rennen in Form des Garrowby Stakes auf Listed Ebene in York. Dieses Rennen auf gutem Untergrund war das Ausrufezeichen in seiner Karriere bisher, aber unter völlig anderen Voraussetzungen als heute. Weicher/schwerer Untergrund ist Neuland für ihn, daher würde ich eher Abwarten bevor ich ihn hier in die Dreierwetten hebe

 


11.09.2020 – Doncaster – Park Stakes – Pick: Limato

Pferderennen in England

16:00 Park Stakes – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.414 m  |  Preisgeld: 80.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Hengst gegen Stute, 3yo vs 8yo, alles dabei in diesem Rennen heute. Limato muss schwer tragen, Wichita ist leicht unterwegs, aber nicht in Bestform. One Master ist als Stute mit sechs Jahren nicht der glasklare Pick in diesem Rennen, aber durchaus interessant.  Und Molatham wurde beim letzten Rennen von Punatubo eingenordet, der selbst gegen Persian King zuletzt gefloppt ist.
Limato hat letzten Monat endlich wieder einen Sieg verzeichnen können, als er im Grupp 3 Criterion Stakes in Newmarket der Konkurrent davonlief und einen 3,5 Längen Sieg feiern konnte. Der letzte Sieg war genau ein Jahr her (Criterion Stakes 2019…) und nach dem Sieg im letzten Jahr verlor Limato schlagartig seine Form – wird das dieses Jahr wieder passieren? Schwer zu sagen, jedenfalls tat sich der Tagula Sohn schon immer schwer, mehrere Siege aneinander zu reihen, hat heute dafür aber ein sehr gutes Rennen gefunden

Limato: Der achtjährige Wallach und Sohn von Tagula hat für seinen Trainer Harry Candy schon einige Erfolge verzeichnen können und fand doch tatsächlich zuletzt auf die Siegerstraße zurück indem er in Newmarlet das Gruppe 3 Criterion Stakes in Sturm nehmen konnte. Damit beendete er eine lange Durststrecke, denn der letzte Sieg davor war auch schon ein gutes Jahr her gewesen – genau genommen war es das Cirterion Stakes im letzten Jahr gewesen, Hoffentlich ergeht es ihn hier nun nicht wie im letzten Jahr und Limato kann seine Form ein wenig besser halten – früher hat er das gekonnt:

Denn schon im  Darley July Cup 2016  konnte er seinen ersten Gruppe 1 Sieg verzeichnen und legte über die Jahre immer wieder mit großen Siegen nach. Er schaffte es bei July Cup 2016 die teils hochklassigen Konkurrenten klar zu deklassieren und Cotai Glory, Danzeno, Goken, Profitable, Sole Power und Washington DC liefen alle teils deutlich hinter ihm durchs Ziel. Er lies danach im Nunthorpe Stakes einen weiteren hervorragenden zweiten Platz folgen, auch wenn er eigentlich als Favorit gestartet war. Mecca’s Angel hatte einfach einen zu guten Tag erwischt und der zweite Platz deutlich vor den Verfolgern Take Cover und Cotai Glory war trotzdem sehr solide, wie Limato beim nachfolgenden Gruppe 1 Prix de la Forêt zeigen konnte, welches er locker mit 3 Längen Vorsprung gewann. Er hatte damit in drei Monaten ein Rennen über 1200m und eines über 1400m auf Gruppe 1 Niveau gewonnen und sich einen Versuch im Grupppe 1 Breeders‘ Cup Mile verdient, wo er allerdings nur Sechster wurde, was bei der angetretenen Konkurrenz aber absolut verzeihbar war.

2017 feierte er sein Saisondebüt im März im Al Quoz Sprint in Meydan, wo er allerdings überraschend deutlich floppte und auch der Start als Favorit im Diamond Jubilee Stakes drei Monate später in Royal Ascot misslang. Er wurde auf den letzten Metern von The Tin Man und Tasleet in die Zange genommen und verlor etwa eine Länge in dieser Situation, kam als dritter aber recht deutlich vor dem Vierten und dem Rest des Packs ins Ziel. Letztes Jahr fand er danach im Gruppe 1 July Cup Stakes die beste Form seiner Karriere und es bestand die Hoffnung, dass er dies auch im Jahr 2017 wiederholen könnte. Allerdings lief Harry Angel zur Hochform auf und damit gewann ein dreijähriger wie im Jahr 2016 den July Cup, vor dem Verfolger Limato, der sich redlich bemühte, aber nicht mehr an den Sieger heran kam.

Auch beim Gruppe 2 Qatar Lennox Stakes im August 2017 lief Limato ein grundsolides Rennen, kam aber auf den letzten Metern einfach nicht mehr an die drei Vorderen heran und musste sich dem Zweitplatzierten Home Of The Brave und dem Drittplatzierten Suedois mit einem Nacken geschlagen geben. Nur der Sieger Breton Rock hatte mit über einer halben Länge etwas deutlicheren Vorsprung herausholen können und war den anderen Verfolgern entwichen. Limato gönnte sich eine kurze Pause bis zum Start im Gruppe 2 Challenge Stakes im Oktober, wo er die Gruppe der Starter am Außengeländer anführte und auf der geraden Strecke in Newmarket am Ende dem Feld klar davonzog.

Das Jahr 2018 war dann allerdings wieder ein erfolgreiches Jahr für Limato, auch wenn es zu Beginn alles andere als gut für Limato aussah, denn schon der Einstand im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes  war trotz einer Favoritenrolle nicht von Erfolg gekrönt.

Allerdings war der Einstand in diesem Gruppe eins Rennen, ohne weiteren Vorbereitungslauf, ziemlich ambitioniert, und den ersten Start in der neuen Saison hätte man ihn durch aus verzeihen können . Im Queen Anne Stakes danach hat er seiner Favoritenrolle sowieso schon eingebüßt und in diesem stark besetzen Rennen ging er als einer der aussichtsreichen Außenseiter an den Start, allerdings war das gesamte Rennen gar nicht nach seinen Vorlieben, und er hatte während des frühen Rennens schon einen schweren Stand, welcher sich am Ende nach schwachem Schlusssprint in einem 13. Platz manifestierte. Auch im nächsten Versuch im July Cup erging es ihm nicht besser, obwohl man ihm in diesen Rennen bessere Chancen ausgerechnet hatte, dafür verlief es im Hopeful Stakes auf Gruppe 2  zwei Ebene danach deutlich besser und er konnte sich gegen den Favoriten Dreamfield  durchsetzen, der Favorit hatte in diesem Rennen allerdings ohnehin nicht seinen besten Tag und es war der Außenseiter Top Score der Limato am Ende am meisten zu tun gab.

Dies war dann der erste Sieg im Jahr 2018, und er sollte sich dann noch in zwei weiteren Rennen durchsetzen können, wobei das Niveau seiner Rennen mit dem Selbstbewusstseinsboost von seinem Trainer angezogen wurde.  Der Sieg im Gruppe 2 Challenge Stakes war dabei die beste Leistung die Limato seit gut einem Jahr gezeigt hatte und es bestand die berechtigte Hoffnung, dass Limato auch über die kürzeren 1207m auch weichem Boden im Gruppe 1 British Sprint Stakes einen Monat später zumindest gute Chancen hätte – die Bedingungen lagen ihm allerdings überhaupt nicht und er kam weit abgeschlagen auf dem neunten Platz ins Ziel.

Nach der Winterpause kam er im Gruppe 2 Duke Of York Stakes zurück, wo er versuchte die selbe Linie wie der Sieger Invincible Army an der Außenseite zu nehmen, konnte aber dessen Geschwindigkeit nicht mitgehen und kam auf einem soliden vierten Platz ins Ziel. Beim zweiten Start in der Saison verbesserte sich Limato wie zu erwarten und gewann das Gruppe 3 Randox Health Criterion Stakes vor Glorious Journey überzeugend, wenn auch nur mit knappen Vorsprung.

Limato versuchte sich danach an einem Teil der britischen Champions Serie, dem Darley July Cup Stakes, konnte aber das gesetzte Tempo nicht mitgehen und musste sich klar mit dem letzten Platz geschlagen geben. Auch im August im Gruppe 3 Weatherbys Racing Bank Supreme Stakes, eigentlich einem wesentlich leichteren Rennen auf dem Papier, kam Limato nicht in Gang und ermüdete auf dem letzten hundert Metern zunehmend, um am Ende auf einem abgeschlagenen sechsten Platz zu landen.

Gegen Ende der Saison im Oktober besserte sich dann die Form von Limato wieder deutlich und er konnte im Gruppe 2 Godolphin Stud & Stable Staff Awards Challenge Stakes einen zweiten Platz belegen. Zwar kam er über die 7f auf etwas weichem Untergrund nicht an den Sieger Mustashry heran, der immer genug tat, um weiter an der Führung zu bleiben. Limato aber blieb ebenfalls an ihm dran und wurde von Ryan Moore immer weiter angetrieben, so dass es am Ende für den klaren zweiten Platz deutlich vor den weitern Verfolgern. Die Leistung war ein schönes Vorzeichen für die Verteidigung im Criterion Stakes 2020, welche Limato im Juni dann auch pflichtbewusst und am Ende sehr überzeugend mit gut und gerne 3.5 Längen Vorsprung vollzog.

Er tat sich in der Vergangenheit immer schwer, die Form über mehrere Rennen zu halten, hat aber auch selten eine so lange Pause nach seinen Rennen einlegen dürfen.

One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Da machte sie – für mich in der Deutlichkeit ein wenig überraschend – zur klaren Favoritin für das Gruppe 2 City Of York Stakes, ein 1408m Rennen mit einigen durchaus respektablen Namen, in das One Master aber als klare Favoritin mit einer Quote von 2,62 ging. Safe Voyage übernahm die Rolle als Front Runner im einsetzten Regen und One Master hielt sich in fünfter Position, bis es zum Schlusssprint ging, wurde aber zum Teil von dem scharfen Tempo überrascht und verlor immer mal wieder ein wenig auf die Führenden. One Master musste dann noch die Linie auf der Bahn wechseln um den Schlusssprint anzusetzen, aber Safe Voyage fand und fand und konnte am Ende nicht eingeholt werden, weder von One Master noch einem anderen Starter. Es wird spannend werden ob heute wieder ein Konkurrent den Pacesetter machen möchte, wenn ja muss One Master dieses Mal deutlich näher an ihm dran bleiben.

Wichita von Aiden O’Brian hatte erst acht Starts in seiner Karriere, und man konnte Mitte 2019 noch vermuten, dass der Trainer mit dem No Nay Never Sohn einen weiteren potentiellen Star im Stall hat, als er das Gruppe 3 Tattersalls Stakes C&G in Newmarket mit sieben Längen Vorsprung auseinander nahm. Das blieb aber leider ein Achtungserfolg, denn schon einen Monat später wurde Wichita von Pinatubo im Gruppe 1 Darley Dewhurst Stakes auf den dritten Platz verwiesen, und das mit fast 5 Längen auch alles andere als knapp.

Nach der verlängerten Winterpause kam Wichita dann mit einem Knall zurück, als er den Sieg im Qipco 2000 Guineas nur knapp verpasste. Wichita sortierte sich knapp hinter den Pacesettern ein und beschleunigte sich beim Schlusssprint kurzzeitig an die Front und schaffte es sogar, den Angriff von Pinatubo dieses Mal abzuwehren, aber es war Kameko in der Mitte der Bahn, der am Ende die größte Gefahr darstellte und der sich gegen Wichita durchsetzten konnte – trotzdem, der Lauf lies den Eindruck entstehen, dass Wichita über die letzten Monaten gereift wäre und viel Hoffnung lag auf dem nächseten Duell mit Pinatubo im Gruppe 1St James Palace Stakes beim Royal Ascot Festival, aber der weichere Boden dort machte alle Hoffnungen auf einen klaren Sieg über den Dauerkonkurrenten zu nichte, am Ende war es dann sogar Palace Pier, der das Rennen für sich entscheiden konnte und auf dem aufweichenden Boden einfach am Besten in Gang kam.

Besserer Boden, bessere Chancen? Jedenfalls nicht im Sussex Stakes, wo die Reise als nächstes für Wichita hing ging, denn dort, gegen die älteren Pferde, blieb am Ende nur ein fünften Platz, einziger Trost war vielleicht, dass auch der Giuneas Held Kameko an seinen Erfolg nicht hatte anknüpfen können. Dabei lief es für Kameko im Sussex Stakes am Anfang eigentlich ganz gut, er kam am schnellsten aus den Ställen, konnte aber die Führung nicht behaupten und auch Wichita hatte so seine Probleme beim Einfügen in das Rennen und musste am Ende die Außenbahn nutzen, um an der gewünschten Position zu laufen, was ihn weit nach außen trug und Raum kostete, am Ende aber bei der klaren 5,25 Längen Niederlage nicht den Unterschied machte.

Auch den Ausflug nach Frankreich zum Prix Maurice de Gheest hätte er sich schenken können, obwohl die 1300m auf dem Papier ganz interressant waren. Am Ende blieb aber wieder nur ein abgeschlagener achter Platz und die Frage, ob bis auf die paar Ausnahmen das Talent von Wichita sich einfach nicht durchsetzen kann. In Bestform, wie beim Guineas, hat er sicher Chancen, so aber muss man ihn – gerade als 2nd Fav, von der Wettliste streichen


22.08.2020 – York – City Of York Stakes – Pick: San Donato / Brando EW

Pferderennen in England

16:00 City Of York Stakes – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.408 m  |  Preisgeld: 105.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Einschätzung:
Die spannende Frage in diesem Rennen wird sein, ob One Master ihre Leistung gegen die Stuten aus dem Oak Tree Stakes gegen die Männer heute wird wiederholen können, und ob sie zurück in einem Gruppe 2 Rennen und auf schnellerem Boden genug Momentum auf der Zielgeraden aufbauen kann, um die Pacesetter einzuholen. San Donato könnte es in diesem Rennen schaffen zurück auf die Siegerstraße zu finden, und Brando ist nach seinem super Lauf auf Gruppe 1 Ebene zuletzt meiner Meinung nach hoffnungslos überpreist.
Die Pferde:

 

One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Das heute wird sicher nicht einfacher, schließlich muss sie nun wieder gegen die Männer in einem besseren Rennen antreten, und der Untergrund könnte für sie einen Tick zu schnell sein, alles zusammen mit der niedrigen Quote ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Safe Voyage: Der Fast Company Walalch von Trainer John Quinn hat schon einige Jahre auf dem Buckel und sehr, sehr viel Erfahrung, scheint aber mit dem Alter besser zu werden und seine Form stückweise immer weiter zu steigern, denn erst in den letzten beiden Jahren begann Safe Voyage mit der Teilnahme an den Gruppenrennen, zuvor versuchte er sich eher an kleineren Handicaps, in denen er in der Saison 2016-2018 mehrfach erfolgreich war. Mit steigendem Rating und zunehmenden Alter stieg auch der Anspruch und der erste Verusch in einem richtig gut dotiertem Rennen wurde Ende 2018 in Ascot im Balmoral Handicap unternommen, leider konnte Safe Voyage dort noch keinen Stich landen, dafür gewann er seinen Einstand im Jahr 2019 in Haydock dann so souverän, dass es auf dem gleichen Kurs danach in das Spring Trophy Stakes auf Listed Ebene ging, wenn auch eher als einer der Außenseiter.
Das hielt Safe Voyage aber nicht davon ab, das Rennen trotzdem zu gewinnen, und das obwohl es taktisch in dem Rennen nicht unbedingt nach Plan lief für Safe Voyage, der sich es hinter den Pacesettern gemütlich gemacht hatte, dann aber 1.5f vor dem Ziel nach einer Lücke suchen musste, während

Vanbrugh und Happy Power schon zum Schlusssprint ansetzten konnten. Dann aber tat sich auch für Safe Voyage eine Spur neben der Innenbahn die Lücke auf und er konnte zeigen, zu was für einem Schlusssprint er in der Lage ist, denn auf dem letzten halben Furlong schaffte er es, sich noch über eine halbe Länge von den zuvor Führenden abzusetzen.
Das war der erste Sieg in einem Black Type Rennen für Safe Voyage und es erschien nur logisch, dass der Schritt auf die Gruppeneben als nächstes folgen sollte. Der wurde dann nur einen Monat später im Gruppe 3 John Of Gaunt Stakes in Haydock gemacht, wo Safe Voyage nach dem letzten dominanten Sieg natürlich als Favorit auflaufen dürfte. Safe Voyage hatte aus den letzten Problemen gelernt und lies dieses Mal nur zwei Pacesetter vor sich zu, was einen sauberen Lauf zum Ziel garantierte, effektiv war auf der Zielgeraden die letzte halbe Meile über nur Shepperd Market noch vor Safe Voyage, und der Pacesetter kam 2f vor dem Ziel langsam unter Druck, als die Ausdauer nachlies und das Feld von hinten aufzuschließen begann. Safe Voyage bewegte sich an ihm vorbei und konnte sich auf dem geliebten Kurs in Haydock schnell einige Längen absetzten, um gleich nach dem ersten Sieg in einem Listed Rennen den ersten Sieg in einem Gruppenrennen folgen zu lassen. Ein kleiner Vorteil für Safe Voyage war allerdings auch, dass sich hauptkonkurrent Mankib beim verlassen der Startboxen den Kopf stieß und von Jim Crowley aus dem Rennen genommen wurde.
Sogesehen fehlte der wirkliche Test in diesem Rennen, was die kommende Niederlage im stärker besetzten Gruppe 2 Minstrel Stakes nicht ganz so überraschend erscheinen lässt, schließlich lief hier mit Romanised auch ein zukünftiger Gruppe 1 Sieger gegen Safe Voyage auf, der in diesem Rennen zeigte, wie man zwei Front Runner kurz vor dem Ziel einsammelt. Safe Voyage war ein wenig zu weit ins Hintertreffen geraten und musste zusehen, wie Hey Gaman den herausgeholten Vorsprung verteidigte und nur eben Romanised nachgeben musste. Trotzdem zeigte Safe Voyage auch in diesem Rennen eine gute Leistung, schien aber von der Spitze in diesem Jahrgang einen Schritt zu weit entfernt, wie er auch im Gruppe 2 Hungerford Stakes danach wieder erleben musste, wo Librisa Breeze und Glorious Journey den Sieg unter sich ausmachten und Safe Voyage keine Chance hatte, die beiden auf der Zielgeraden zu überholen, sondern musste fast druchgängig die eine Länge Rückstand hinnehmen, die er schon zu beginn des Schlusssprints auf die beiden Sieger hatte.
Trotzdem blieb Safe Voyage den hochklassigen Gruppenrennen treu, machte aber dafür einen kurzen Abstecher nach Frankreich zum Prix de la Forêt, wo er aber auch auf Grund des weichen Untergrunds keine Chance hatte an One Master heranzukommen, die den Untergrund und den Kurs liebte und das Rennen schon im Jahr zuvor hatte gewinnen können. Schlecht sah aber auch Safe Voyage auf dem langsamen Untergrund nicht aus, ein Eindruck, den er im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stake Ende des Jahres 2019 noch einmal bestätigen konnte, wo Safe Voyage im Ascot Champions Day einen sehr respektablen dritten Platz herausholen konnte.
Nach der langen Winterpause machte Safe Voyage sein Saisondebüt dann auf dem von ihm geliebten Kurs in Haydock im Spring Trophy Stakes, wo er aber knapp Space Blues unterlag. Seine Form scheint aber gut zu sein in diesem Jahr, wenn man von dem einen Rennen darauf schließen darf, abseits von Haydock ist seine Form in der Vergangenheit jedoch immer etwas wacklig gewesen.
San Donato: Der Lope De Vega Sohn von Roger Varian ist noch relativ unverbraucht und hat die meisten seiner Rennen ind er ersten Saison 2018 besritten, wo er neben zwei Novice Rennen auch das Doncaster Stakes auf Listed Ebene für sich entscheiden konnte. 2019 absolvierte er nur ein Rennen, dafür aber in Form des Gruppe 1 The Emirates Poule d’Essai des Poulains  in Longchamp ein sehr hochklassiges, wo er trotz langer Pause und fehlendem Vorbereitungsrennen einen sehr sehr guten dritten Platz belegen konnte, hinter Shaman und dem klaren Favoriten Persian King.
Das war es dann aber leider auch schon mit der Saison als 3yo gewesen und San Donato bestritte sein nächstes Rennen erst fast ein Jahr später in Ascot, im Gruppe 2 Summer Mile Stakes, wo er erneut einen ausbezahlten zweiten Platz erreichte.
Mohaather hatte San Donato beim Zieleinlauf fest im Griff und fast 4 Längen Vorsprung, aber San Donato konnte sich über die 1603m kurz vor dem Ziel eben noch den zweiten Platz sichern, was nach so einer langen pause eine ansprechende Leistung war. Die konnte zwar im Sussex Stakes auf Gruppe 1 Ebene nicht widerholt werden, der sechste Platz täuscht aber ein wenig darüber hinweg, dass San Donato ein spektakuläres Rennen lief und zwischen den letzten beiden Furlong noch voll beim Kampf um den Sieg mit dabei war! Und das, obwohl mit Mohaather sein Bezwinger aus dem letzten Rennen als Favorit mit dabei war und San Donate einer der krassen Außenseiter in dem Rennen gewesen war.
Mit der kürzeren Distanz und dem schnellen Boden heute. und einigen Fragen bezüglich der Favoritin… warum nicht?
Threat muss noch zeigen, dass er auf die Rennen als 2yo aufbauen kann, hat sich dieses Jahr aber auch einige sehr schwere Rennen ausgesucht bisher und könnte dieses hier leichter finden.

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn seine Ausbeute an Siegen in den letzten Jahren etwas dürftig geworden ist, hat er sich doch z.B. im Jahr 2019 gegen Donjuan Triumphant in Hamilton durchsetzen können und im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest den Sieg nur knapp verpasst, wie schon im Sprint Cup Stakes im Jahr 2018, wo The Tin Man sich hatte durchsetzen können.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Dann kam der Versuch im Darley July Cup, einem Rennen welches er natürlich nicht gewinnen konnte, wesentlich besser lief es da aber schon wieder in Frankreich in Deauville im Larc Prix Maurice de Gheest – dem Rennen, in dem er nur knapp an Advertise scheiterte. Brando hat auf dem 1300m Kurs auf gutem Untergrund sein bestes Rennen seit langer Zeit gezeigt und konnte auch im Sprint Cup Stakes mit einem knappen vierten Platz eine solide Leistung zeigen, die er danach in Ascot im Qipco Champions Sprint noch einmal wiederholen konnte. Nicht schlecht, sich mit einer hohen 20er bis 30er Quote zwei Mal in einem Gruppe 1 Rennen auf einen ausbezahlten vierten Platz vorzukämpfen!

2020 begann mit einer erneuten Niederlage im Gruppe 3 Abernant Stakes in Newmarket, was aber auch der langen Pause von sieben Monaten geschuldet sein konnte, schließlich verpasste Brando den Sieg im Gruppe 3 Welfare Chipchase Stakes danach nur knapp und schaffte es mit starken Schlusssprint, sich einen zweiten Platz hinter Judical zu sichern. Und so schlecht war auch der nachfolgende sechste Platz im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes, einem Teil der British Champions Series, nicht, denn obwohl am Ende 4 Längen Rückstand auf die Sieger im Buch standen, hatte Brando doch in dem Rennen schon beim Start zig Längen verloren und musste sicher 4 oder 5 Längen hinter dem Feld herlaufen. Dass er überhaupt noch so weit nach vorn kam, war eine super Leistung und hier, mit drei ausbezahlten Plätzen und leichterer Konkurrenz, sehe ich eine Chance für Brando, und wenn es auch nur weiteres Platzgeld ist


20.06.2020 – Royal Ascot – Diamond Jubilee Stakes – Pick: Sceptical – One Master EW

Pferderennen in England

16:35 Diamond Jubilee Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und teilweise gegen einige der heutigen Konkurrenten.
An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, allerdings ist die Frage, ob er seine Form in der langen Corona Pause wieder gefunden hat oder weiter seinen Möglichkeiten hinterherläuft.
Hello Youmzain:
Der Kodiac Sohn wird von Hevin Ryan trainiert und hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2018 prächtig entwickelt, auch wenn die Anzahl an Rennen  – auch auf Grund der langen Corona Pause –  noch recht überschaubar ist
Hello Youmzain gewann im Jahr 2018 das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber dann aber nach einer Pause bis in das nächste Jahr Probleme die erweitertet Distanz in Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 3 Ebene „nur“ Vierter mit einem Rückstand von fast fünf Längen wurde. Entweder lagen ihm die 1400m nicht, oder es waren die sechs Monate Pause die ihm noch in den Knochen steckten.
Hello Youmzain steigerte seine Form dann über kürzere Distanz in Haydock  im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup wagte, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte, nur knapp unter zwei Längen hinter dem mehrfachen Gruppe 1 Sieger Advertise.
Das war eine sehr gute Form, und seine Platzierungen steigerte Hello Youmzain dann im Haydock Sprint Cup Stakes, wo er für seine konstant gute Form belohnt wurde, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte. Seine Taktik die Führung in dem Rennen zu übernehmen und sein eigenes Tempo zu setzen funktionierte gut und die Versuche der Konkurrenten spät auf ihn aufzuschließen misslangen allesamt.
 Allerdings klappte die selbe Taktik dann im Qipco Champions Sprint gegen deutlich bessere Konkurrenz und deutlich größeres Feld nicht noch einmal und Hello Youmzain wurde ein- und überholt, knapp 1 Furlong vor dem Ziel.
Wenn man ihm allerdings an der Front zu viel Leine lässt, kann er nach der Pause hier dem Feld davon ziehen, in der Vergangenheit waren längere Pausen allerdings auch oft problematisch.
One Master:
Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes schon hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nicht besser.
Wenn sein Trainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein Hinweis darauf, was William John Haggas von seinem Talent hält.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli und bestätigte damit den Eindruck seines Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt ist.
Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise dann zwar recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so bleibt eine hervorragende Saison 2019 und es spricht wenig gegen einen weiteren guten Platz hier beim Saisondebüt
Sceptical: Der Exceed And Excel Sohn von Trainer Denis Gerard Hogan ist der eine Starter in diesem Feld, der noch relativ jung und ausbaufähig ist. Nach seinem Debüt gewann er 2019 sein Maidenrennen und legte im Februar 2020 dann in einem Handicap noch einmal nach.
Er schaffte es dann trotz der Corona Pandemie weiter Erfahrung zu sammeln und gewann ein weiteres Handicap in sehr dominanter Weise in Dundalk. Dort kam er an der letzten Kurve innen heran und musste sich kaum mühen, um unter J. Sheridan seinen Vorsprung immer weiter auszubauen. Klar, er war auch als Favorit gestartet, allerdings nicht so hoch gehandelt wie er hier gewinnen konnte.
Ähnlich locker gewann er dann sein erstes Black Type Rennen in Form des Anglesey Lodge Equine Hospital Woodlands Stakes in Naas im Juni, wo er wieder beim letzten Furlong Gas gab und sich schnell mehrere Längen absetzten konnte. Der Untergrund ist heute nicht ganz so schnell wie damals, aber er scheint in bestechender Form zu sein und hat dies in mehreren Rennen dieses Jahr zeigen können, ein Umstand, der nach der Wiedereröffnung der Rennen in England doppelt viel wert ist.

19.10.2019- Ascot Champions Day – Qipco Champions Sprint – Pick: Advertise

Pferderennen in England

14:35 Qipco Champions Sprint – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 583.130 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Eine Wiederholung des Sprint Cup Stakes aus Haydock, mit einigen interessanten Zugaben wie One Master oder Make A Challenge. Die meisten Spieler haben sich in Hadock im September schon getroffen mit Sieg für Hello Youmzain, nachdem sich Advertise kurzfristig entschlossen hatte, doch nicht am Rennen teilzunehmen. Hier ist nun also hoffentlich dass Duell auf das wir gewartet haben und ich hoffe, dass auf dem inneren Hürdenkurs alle angekündigten Konkurrenten auch auflaufen werden!
Advertise (SKL.) (1 – 15 – 2 – 1 – 1 – 2) 3j H
Trainer Martyn Meade / Jockey Frankie Dettori

Der Showcasing Sohn hat sich letztes Jahr für seinen Trainer nach erfolgreichem Maidenrennen mit einem zweiten Platz im 1207m Gruppe 2 Coventry Stakes In Stimmung für die Black Type Rennen gebracht und in Newmarket im Guppe 2 Arqana July Stakes nur einen Monat später bereits einen überzeugenden Sieg feiern können, als er in der Mitte der Bahn an die Front und dann zwei Längen frei vor den Rest sprinten konnte.

Das nachfolgende Gruppe  1 Keeneland Phoenix Stakes zog das Niveau noch einmal deutlich an und Advertise musste sich über den schnellen Untergrund sichtlich mühen um gegen So Perfect zu bestehen, der so gar nicht nachgeben wollte beim Zieleinlauf. Eine halbe Länge Vorsprung holte Advertise trotzdem heraus und lief danach beim ersten Versuch übe 1408m hinter dem hoch gehandelten Too Darn Hot einen zweiten Platz heraus.
Too Darn Hot, der bei diesem Meeting hier hinter Circus Maximus im St James Palace Stakes einen ritten Platz errungen hatte, war damals in herausragender Form und der zweite Platz hinter ihm war für Advertise ein gelungener Saisonabschluss. Nicht ganz so gelungen war der Start in die neue Saison im 2000 Guineas, wo er keine Chance auf den Sieg hatte, was aber auch an einem etwas schwierigem Rennverlauf lag.
Adervtise war im letzten Jahr im Ranking der 2yo in Europa auf Rang 4 geführt worden und konnte im nachfolgenden Commonwealth Cup zeige warum das so war. Auf der geraden Sprint strecke in Royal Ascot hielt er sich von Anfang an im vorderen Bereich des Feldes und beschleunigte den anderen am Ende langsam aber stetig zu einem 2 Längen Sieg davon
https://m.youtube.com/watch?v=3jqnsdZpJXM
Das war schon viel eher der Advertise den wir aus dem letzten Jahr kannten, allerdingskam er im Darley July Cup wieder nicht so richtig in Gang und musste Ten Sovereigns mit über 2.75 Längen ziehen lassen, ein Ergebnis welches man so nicht erwartet hätte. Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest in Frankreich war das Rennen am Ende gegen den klaren Außenseiter Brando auch ziemlich eng geworden. Denke aber, er wird heute unter den ersten drei landen!

Brando Der Pivotal Sohn von Trainer Kevin Ryan hat sich längst einen Namen gemacht, auch wenn das Jahr 2018 nicht ganz so erfolgreich war wie das Jahr zuvor, so konnte er seine Leistung aus dem Prix Maurice De Gheest 2017 bei der Neuauflage 2018 nicht wiederholen und obwohl einige gute Platzierungen wie etwa im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes am Ende im Buche standen, fehlte ein Ausnahmeerfolg wie im Prix Maurice De Gheest 2017:https://www.youtube.com/watch?v=bbrDHLy9PWM

Im Jahr 2018 war es aber The Tin Man der sich mit einer halben Länge durchsetzen konnte, und Brando wartet seit dem April 2018 auf seinen nächsten Sieg. So ähnlich war es allerdings auch in den letzten Jahren immer mal wieder verlaufen, aber Brando blieb immer gefährlich und konnte immer wieder ordentlich Preisgeld einsammeln.

Brando begann seine Karriere bereits 2014, allerdings mit nur durchschnittlichem Ergebnissen. Es dauerte ohnehin die gesamte Saison 2015 und einen Großteil der Saison 2016, bis er in Form kam und sich langsam steigerte und er im Juli 2016 das Gruppe 3 The Sprint Stakes in Sandown gewinnen konnte. Danach folgte im selben Monat eine Platzierung im Gruppe 2 Stud Sapphire Stakes hinter Mecca’s Angel und im August dann die Teilnahme im Gruppe 1 Nunthorpe Stakes, wo er allerdings keine Überraschung erreichen konnte. Er fing sich allerdings im nachfolgenden Ayr Gold Cup und gewann das Rennen überraschend vor Growl und nahm danach am Gruppe 1 Champions Sprint Stakes teil, wo er einen dritten Platz hinter Growl und The Tin Man belegte. Der zuvor geschlagene Konkurrent Growl konnte sich knapp einen Kopf von Brando absetzen, der als Außenseiter erneut besser lief als von ihm erwartet worden war. Danach ging es in die Winterpause und 2017 debütierte er im Gruppe 3 Abernant Stakes auf Gruppenniveau, wo er als Favorit wie erwartet überzeugen konnte. Danach ging es in York auf Gruppe 2 Niveau im Duke Of York Stakes gegen Tasleet und andere hochklassige Konkurrenten, allerdings schaffte es Brando dieses Mal nicht, die erwartete Leistung zu erbringen und wurde von Tom Eaves zurückgenommen, als die Chancen auf den Sieg dahin waren. Der letzte Platz sollte nicht überbewertet werden, wurde er doch geschont und lief im Gruppe  1 July Cup Stakes wieder zu deutlich besserer Form auf und lies erneut als klarer Außenseiter einige Favoriten alt aussehen. Harry Angel und Limato konnten ihn auf Abstand halten und sich vor ihm über die Zielgerade schieben. Die Leistung über schnellen Untergrund und 1207m war hervorragend von Brando und er konnte auf den letzten Metern auf die beiden Sieger noch ordentlich aufholen. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Maurice de Gheest in Deauville konnte sich Brando als Außenseiter erneut durchsetzen und hielt die beiden höheren Außenseiter Tupi und Aclaim auf Abstand halten. Der Favorit Caravaggio kam nicht richtig in Gang und konnte nicht die erwartete Leistung abliefern, aber auch Signs Of Blessing floppte beim Besuch in Frankreich und kam nicht über einen vierten Platz hinaus. Das Video oben zeigt dabei – Brando gewann das Rennen verdient und mit einiger Dominanz.

Brando wechselte zurück nach England und startete im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes, konnte dort aber von seiner zurückgehaltenen Position aus den Siegern niemals gefährlich werden, und auch beim nachfolgenden Wechsel zurück nach Frankreich blieb für Brando das Glück aus. Im Gruppe 1 Qatar Prix de la Foret kam Brando nicht in Gang und es war Aclaim, der sich dieses Mal den Sieg sichern konnte. Brando war dieses Mal nicht gescheit aus den Ställen gekommen, sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und konnte von dort aus niemals zum Angriff ansetzen, das war nun schon das zweite Mal, dass die Position zum Angriff nicht richtig passte und Brando nicht mehr an den Sieger herankam, weil einfach zu viel Raum zwischen den beiden lag. Er ist zu besserem fähig, verlor zu dieser Zeit aber ohnehin gerade seine Form und konnte auch beim letzten Start in der alten Saison im Champions Sprint Stakes keinen weiteren Stich landen.

Die Winterpause tat ihm aber sichtlich gut und er konnte sich bei seinem Debüt einen Sieg im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene sichern. Das Rennen war natürlich nur ein Warmmacher auf niedrigerem Niveau aber Brando hielt seine Form gut und konnte Harry Angel danach im Duke Of York Stakes ein gutes Rennen liefern. Nach diesem guten Lauf und starken Kampf gegen Harry Angel waren die Hoffnungen groß, dass Brando seine Form wieder finden würde, allerdings war der nächste Start in Curragh im Greenlands Stakes deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Für Brando war es ein Vorteil, dass es danach zurück nach England auf den Kurs nach Newmarket ging, einen Kurs den er liebt und ein Rennen das ihm extrem liegt. So lief er im July Cup auf und Trainer Kevin Ryan zeigte sich im Vorfeld extrem zuversichtlich, was mit dem zweiten Platz hinter US Navy Flag auch bestätigt werden konnte. Das Rennen war stark besetzt und Brando war mit seinem zweiten Platz als klarer Außenseiter am Ende mehr als zufrieden.  Juli Cup war für Brando ein echter Test und mit dem zweiten Platz des Sechsjährigen mit dem nicht jeder gerechnet hätte ging es dann nach Frankreich zum Prix De Maurice De Gheest,   Wo Brando im letzten Jahr eine hervorragende Leistung zeigen konnte und eines meiner Highlights der laufenden Saison erlebte. Das Rennen im Jahr 2018 war allerdings alles andere als leicht besetzt und die Wiederholung des Ausnahmeerfolges im letzten Jahr konnte wenn du leider nicht erreichen. Vielmehr wurde er auf den abgeschlagenen achten Platz ins Ziel geschickt, hatte allerdings auch keinen hervorragenden Rennverlauf.  Nach dem Ausflug nach Frankreich ging es dann nach England auf den Kurs nach Haydock  zum Sprint Cup Stakes  wo Brando erneut als klarer Außenseiter auf lief allerdings war das Rennen auf weichem Untergrund über 1207 m ganz nach seiner Vorliebe,  in diesem Rennen lief er nämlich wieder einmal zu Hochform auf und konnte sich gegen den heutigen Konkurrenten The Tin Man lange behaupten, bevor dieser Konkurrent am Ende mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel einlief.

Die Favoriten hatten in diesem Rennen leider keine Rolle gespielt und auch im durch den Regen aufgeweichten Boden in Ascot im British Sprint Stakes im Oktober verlief es für die meisten der Favoriten alles andere als nach Plan Nur Harry Angel kam als einer der Favoriten unter die ersten Drei, den Rest belegten Außenseiter wie Sands Of Mali oder Donjuan Triumphant, aber auch Brando konnte sich im vorderen Bereich halten und schloss das etwas enttäuschende Jahr 2018 mit einem soliden Erfolg ab.

Sein Saisondebüt im Gruppe 3 Abernant Stakes, einem 1207m Sprint Rennen, hätte er eigentlich gewinnen sollen, aber der Außenseiter Keystoke flog vom letzten Platz in der Mitte der Bahn heran und Brando hatte zwischen ihm und Yafta nicht die Kraft um noch die halbe Länge gut zu machen nach seiner langen Pause. Das Rennen war extrem spannend und Brando versuchte sich beim zweiten Rennen seiner Saison im Gruppe 2 Duke Of York Stakes, wo er allerdings gegen die bessere Konkurrenz seine Stärken nicht ausspielen konnte und am Ende mit einem siebten Platz zufrieden sein musste.

Um ihm auch im Jahr 2019 ein bisschen Selbstvertrauen zu geben und mal wieder einen relativ sicheren Sieg zu feiern startete Brando dann Anfang Juni in einem Handicap der klasse 4 in Hamilton, welches er auch locker gewinnen kann. Dann kam der Versuch im Darley July Cup, einem Rennen welches er natürlich nicht gewinnen konnte, wesentlich besser lief es da aber schon wieder in Frankreich in Deauville im Larc Prix Maurice de Gheest – dem Rennen, in dem er nur knapp an Advertise scheiterte. Brando hat auf dem 1300m Kurs auf gutem Untergrund sein bestes Rennen seit langer Zeit gezeigt und konnte auch im Sprint Cup Stakes mit einem knappen vierten Platz eine solide Leistung zeigen – genug um ihn auch hier durchaus mit vorne mit dabei zu haben – nicht auf Sieg, aber ein vierter Platz ist wieder drin

Dream Of Dreams: Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup und zuletzt im Sprint Cup Stakes. An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, so wird das allerdings nichts werden
Hello Youmzain (1 – 4 – 1 – 2 – 1) 3j
H Kevin A. Ryan Kevin Stott
Gewann letztes Jahr das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber danach Probleme die erweitertete Distanz Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 2 Ebene nur vierter wurde. Steigerte seine Form dann über kürzere Distanz wieder im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte. Hello Youmzain steigerte seine Form in den letzten Rennen immer weiter und sollte für seine immer besser werdenden Rennen am Ende im Haydock Sprint Cup Stakes belohnt werden, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte das heute ist aber wesentlich härter und es würde mich überraschen, wenn er hier den selben Platz erreichen kann.

Librisa Breeze: Der Mount Nelson Sohn von Trainer Dean Ivory hat sich in seinen letzten Rennen in einer Form gezeigt, die durchaus noch etwas zu wünschen übrig lässt.  Selbst dein Trainer Zeit dass ich vor dem letzten Rennen etwas besorgt, und es scheint so als würde er 2018 nicht zu der selben Form finden wie im letzten Jahr. Librisa Breeze  hatte allerdings in seiner Karriere schon immer ein wenig auf und ab, und seine Bilanz uns liegen gerade in den Gruppen rennen, lässt zu wünschen übrig.

Schon am Anfang seiner Karriere hat Librisa Breeze einige Zeit gebraucht, um sich mal in Gruppenrennen zu versuchen, aber dann hat er sich schnell an das geforderte Niveau angepasst. Nach einigen gewonnen Handicaps wie dem Gigaset International Stakes und der Platzierung im Royal Hunt Cup in Ascot lief er schon einmal im Gruppe 3 York Stakes auf, wurde da aber über drei Längen von Nemoralia geschlagen und schien noch nicht ganz auf dem geforderten Niveau angekommen sein.

Nach dem Sieg im Challenge Cup in Ascot lief Librisa Breete dann sowohl im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes als auch dem Diamond Jubilee Stakes auf, wo er jeweils einen soliden Platz hinter den Siegern belegen konnte. Im Champion Sprint Stakes waren es noch drei Längen, die er auf The Tin Man verlor, im Diamond Jubilee Stakes verlor er nur noch knapp über 2 Längen auf The Tin Man, Tasleet und nur eine Länge auf Limato. So ganz aufgeschlossen hat er auf die besten Starter des Landes noch nicht und im Gruppe 2 Qatar Lennox Stake in Goodwood im August kam er wieder etwas über drei Längen hinter den Siegern auf einem neunten Platz ins Ziel.

Dieses Mal hatte Librisa Breeze allerdings auch ordentlich Pech und wurde sowohl auf der Zielgerade 2 Furlong vor dem Ziel klar behindert und zwischen zwei anderen Startern eingeklemmt, als auch noch einmal einige hundert Meter später, so dass sein Jockey Robert Winston nicht weiter dem unerreichbarem Sieg hinterher lief, sondern seinen Schützling zurück nahm und ihm einen ruhigeren Zieleinlauf gönnte. Beim Start danach im Gruppe 2 Betfred Hungerford Stakes ging es gegen den Sieger des Qatar Lennox Stakes, Breton Rock, und obwohl Librisa Breeze wieder Pech hatte mit seinem Lauf kam er dieses Mal auf einen guten zweiten Platz. Er war allerdings als Favorit gestartet und musste sich seine Lücke auf der Zielgerade wieder erkämpfen, um überhaupt auf den Führenden auf schließen zu können. Ihm fehlte dann der nötige Kick, um auf dem Sieger Massaat noch wirklich Boden gut machen zu können, dann aber kam der Lauf im Champions Sprint Stakes und sein bisher bester Start überhaupt. Er fand nicht die nötigen Lücken im Feld, sondern auch den geliebte weichen Boden vor und konnte auf der Mitte der Bahn in einem harten Kampf gegen Tasleet und Caravaggio bestehen. Im neuen Jahr in Meydan zeigte er aber mal wieder, dass er ganz bestimmte Voraussetzungen braucht um sich in Bestform zeigen zu können und versagte im Al Quoz Sprint als einer der Mitfavoriten deutlich. Es war Librisa Breeze eindeutig anzusehen, dass er den schnellen Boden überhaupt nicht mag und sich sichtlich unwohl in dem Rennen fühlte.

Im Diamond Jubilee Stakes bekam er zwar den Kurs in Ascot zurück, allerdings zusammen mit dem schnellen Boden und damit wieder einmal mit Gegebenheiten, die ihm nicht wirklich liegen.  Das Resultat war wieder mal ein abgeschlagener neunter Platz, und das Resultat, dass er während des Rennens keine wirkliche Rolle spielte. Der Sieg oder unter anderen Konkurrenten ausgetragen, und einige dieser Konkurrenten treten auch heute wieder gegen ihn an. Nach dem Ausflug nach Ascot  ging es für ihn nach Frankreich zum gut besetzten Prix Maurice De Gheest  in welchem er wieder einige der Konkurrenten aus der letzten Rennen traf, auf dem etwas weicher Untergrund in Frankreich schaffte er aber immerhin als klarer Außenseiter einen vierten Platz, auch wenn die Sieger einen klaren Vorsprung vor ihm hatten. Daher gab es durch aus Hoffnung dass er bei seiner Rückkehr nach England im selben Monat in das Hungerford Stakes  endlich wieder vorkommen würde und deutlich sich gegen die leichtere Konkurrenz durchsetzen kann, allerdings Schwierigkeiten, und vielleicht kommt er heute zum ersten Mal im Jahr 2018 die  Bedingungen, die er braucht um zu voller Form auf zu laufen.

Als Saisonabschluss suchte sich Librisa Breeze das British Sprint Stakes aus, wo er allerdings keine Sonne sah und nur als elfter ins Ziel einlief und selbst als er im Wentworth Stakes startete, scheiterte Librisa Breeze deutlich, und das obwohl dort die Konkurrenz deutlich leichter war. Er kam im Newbury Gruppe 2 Hungerford Stakes  zurück zur Rennstrecke und konnte trotz der langen Pause und der nicht einfachen Konkurrenz dort einen hervorragenden, knappen zweiten Platz gegen den Favoriten Glorious Journey erreichen – mit dem Rennen im Rücken kann ich mir hier eine verbesserte Leistung gut vorstellen.

Make A Challenge 
One Master: Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam dieses Jahr so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und Ine Master gewann das Rennen nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nihct besser. Wenn sein TRainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man zurück in der Heimat immer aufmerksam sein.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli. Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen. Heute zurück in der Heimat sollte man ihn als einen der möglichen Sieger fest im Auge haben.

The Tin Man: Der Equiano Sohn hat sich rechtzeitig für dieses Rennen hier wieder in Position gebracht, schließlich gewann er das Leisure Stakes gegen die heutigen Konkurrenten D’Bai und Projection. Das sind zwar nicht die härtesten der heutigen Konkurrenten, aber schon letztes Jahr konnte The Tin Man sich mit einem überraschend starken Lauf nach nicht ganz optimaler Vorbereitung in diesem Rennen einen Sieg erringen können.

Sein Trainer James Fanshawe hofft daher, dass der Titelverteidiger einen zweiten Sieg in Folge im Diamond Jubilee Stakes feiern kann, was dann sein dritter Triumph auf dem Kurs in Ascot in einem Gruppe 1 Rennen wäre. Der Trainer hofft weiter, dass The Tin Man in der Schlussphase des Rennens wieder sein Markenzeichen zeigen kann und das Feld mit einem Geschindigkeitsschub von hintern aufrollt. Nachdem er den British Champions Sprint 2016 gewonnen hatte, wurden The Tin Man und sein Stammjockey Tom Queally vor 12 Monaten zu Royal Ascot-Siegern, nachdem sie mit dem bekannten starken späten Finish sich noch an Tasleet vorbeischieben konnten, und dass nachdem das Rennen alles andere als optimal in dieser Phase lief. Aber auch einige Problem mit sich schließenden Lücken und zurück fallenden Pferden hielten The Tin Man auf dem Weg zum Sieg im Diamon Jubileee Stakes nicht auf.

Zuletzt besiegte er D’bai und Projection – die beide erneut gegen ihn antreten werden – in einem Windsor Listed Rennen und  versucheteseine Form aus dem letzten Jahr im Diamond Jubilee Stakes  zu reproduzieren. Sein Trainer James Farshawe zeigt sich dabei sehr zuversichtlich  die Leistung von ihm aber am Ende auch durchaus respektabel, verfehlte er den Sieg doch nur mit einer Länge gegen den Sieger Merchant Navy, Der sich als Sieger vor City Light und Bound For Nowhere platzierte. Auch im Prix Maurice De Gheest erging es The Tin Man  wieder genauso, dieses Mal war der Rückstand auf den Sieger allerdings noch einmal deutlich größer, und das Rennen verlief gerade in der Schlussphase nicht ganz so wie es sich The Tin Man erhofft hatte.  Der dritte Platz gab trotzdem einiges an Trinkgeld für die kleine Reise nach Frankreich und mit der Rückkehr nach England zeigte The Tin Man  wieder Wasser kann und gewann gegen den heutigen Konkurrenten Brando am Ende mit einer halben Länge Vorsprung.

Er verlor dann im British Sprint Stakes, dem Saisonabschluss 2018 recht deutlich gegen Sands Of Mali und Harry Angel und ging dann in die Winterpause, aus der er im Mai im Weatherbys Hamilton Stakes zurück kam, und dort einen guten dritten Platz belegen konnte. Danach ging es in das Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes, wo er einen sechtsen Platz belegte und keine Chance hatte gegen die Favoriten mitzuhalten, und auch im Gruppe 3 Hackwood Stakes hatte er keine Chacne auf den Sieg, auch wenn man natürlich sagen muss, dass der Sieger Waldpfad das Renenn auf ein deutlich höheres Niveau hob, als es für ein Gruppe 3 Rennen normalerweise der Fall war. Waldpfad galt im Hackwood Stakes als Außenseiter,hatte aber zuvor schon ein solches Rennen gewonnen und war auch im Sprint Cup Stakes nicht weit weg vom Sieg – hier schob sich allerdings The Tin Man auf den zweiten Platz hinter Hello Youmzain. Sehr gespannt wie er heute hier abschneiden wird.


Churchill Downs – 03.11.2018 – Breeders Cup Mile

Pferderennen in den USA

20:36 Breeders Cup Mile Gruppe 1 

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Für 3jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 2.000.000 USDFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Analyse folgt

Die Breeders ‚Cup Mile (Grade 1) hat ein interessantes Muster geschaffen, in dem für diese 2 Millionen Dollar teure Serie immer mal wieder ein Doppel verzeichnet wurde, allerdings hat der Sieger World Approval nun andere Ziele und das macht das Rennen hier offen für den Rest des Feldes.

Analyze It: Der Point Of Entry Sohn hat sich in seinen ersten drei Rennen gleich drei Siege in Folge feiern können und damit gleich zwei Gruppe 3 Rennen gewinnen. Er gewann unter anderem im Cecil B. DeMille Stakes und dem Kentucky Transylvania Stakes, wurde danach aber immer wieder von mindestens einem Starter geschlagen. So wurde er Zweiter im Pennine Ridge Stakes und dem Belmont Derby Stakes, jeweils hinter Catholic Boy und dann auf Gruppe 1 Ebene gegen Carrick im Secretariat Stakes. Seine Form bekam eine weitere kleine Delle im Shadwell Turf Mile Stakes auf Gruppe 1 Ebene und das Rennen hier ist wesentlich schwerer.

Expert Eye: Sir Micheal Stoute lässt denAcclamation Sohn Eypert Eye hier auflaufen, der im Besitzt von Khalid Abdullah ist. Seine Form aus den bisherigen vier Rennen ist durchaus vielversprechend, vor allem da er sich bereits mit Konkurrenten wie James Garfield, Raid und Cardsharp hatte messen können. Seine ersten beiden Rennen in Newbury und Goodwood hatte Expert Eye gewinnen können, und da er beim zweiten Rennen überhaupt schon das Gruppe 2 Qatar Vintage Stakes mit fast 5 Längen Vorsprung hatte gewinnen können, gab Grund zur Hoffnung auf ein schnelles Doppel im Gruppe 1 Dewhurst Stakes. Dort startete er auch als klarer Favorit, zog aber viel zu hart am Anfangen des Rennens und kämpfte gegen die Zügel seines Jockeys Andrea Atzeni an, was ihm im Endeffekt auch den Sieg gekostet hat. Bei seinem Saisondebüt im Dewhurst Stakes Gruppe 3 Greenham Stakes verhielt er sich ein wenig besser, auch wenn er seinen Start etwas verpasste. Er holte noch gut auf und überrundete das Feld außen, musste sich aber James Garfield geschlagen geben, der sich knapp vor ihm im Feld platziert hatte. James Garflied fand die Lücke am Außengeländer und hatte auf den letzten Metern einfach noch ein wenig mehr Kraft übrig, das erneute Duell der beiden im 2000 Guineas Stakes war allerdings kein wirklicher Hingucker, denn beide starteten als Außenseiter und keiner von beiden konnte seine Form für das große Rennen noch steigern und beide kamen fernab der Sieger ins Ziel. Sir Micheal Stoute senkte danach den Anspruch der Rennen an seinen Schützling ein wenig und lies ihn im Jersey Stakes auf Gruppe 3 Nivau auflaufen. Das Rennen war mit etlichen soliden Startern besetzt, die Expert Eye aber mit einem starken Schlusssprint hinter sich lassen konnte. Could It Be Love versuchte mit einem scharfen Tempo über den geraden Kurs in Royal Ascot das Feld unter Druck zu setzen und schaffte es auch, sich mit einem Tempowechsel ein wenig abzusetzen. Die Lücke tat sich aber rechtzeitig für Expert Eye auf und der Acclamation Sohn konnte sein Momentum aufbauen, um am Ende ungefährdet mit 4,5 Längen Vorsprung zu gewinnen.

Im Sussex Stakes gewann dann der Konkurrent Lightning Spear verdienter Maßen sein erstes Gruppe 1 Rennen und Expert Eye schaffte einen guten zweiten Platz hinter dem nunmaligen Gruppe 1 Siegers. Der zweite Platz war natürlich wieder eine hervorragende Leistung und im Gruppe 3 York Stakes, kam er zur Form zurück und schaffte es sich mit über einer Länge gegen den Außenseiter Gordon Lord Byron durchzusetzen. Das Rennen war auf gutem bis festem Untergrund und es war auch kein sonderlich gut besetztes Rennen, aber im Prix du Moulin de Longchamp in Frankreich kam er mit einem dritten Platz wieder in recht guter Form zurück und konnte sich lange Zeit mit Recoletos und Wind Chimes zusammen vorne halten, hatte aber nicht die Kraft um die Länge Rückstand wett zu machen.

Gustav Klimt: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien hat sich in seinen ersten vier Starts  kaum einen Aussetzer geleistet, hatte nach dem Anheben des Niveaus und gegen die besten seines Jahrgangs aber so seine liebe Mühe. Nach seinem Maidenrennen in Curragh, bei dem ihm die mangelnde Erfahrung noch deutlich anzusehen war und er nicht über einen fünften Platz hinaus gekommen war gewann er vier weiteren Rennen in Folge, auch über die Winterpause hinaus: Nach dem Maidenrennen lief er in einem weiteren Maidrennen auf, um den Maidenstatus endlich zu verlieren und konnte dann auch mit einen zwei Längen Sieg überzeugen. Noch im selben Monat wechselte er dann nach England um im Gruppe 2 Superlative Stakes anzutreten, in dem er sich ein sehr spannendes Duell mit Nebo lieferte, der nur mit einem Nacken das Nachsehen hatte. Nebo hatte sich die Führung gesichert und für Gustav Klimt schloss sich die Tür in einer kritischen Phase, so dass er weit nach innen wechseln musste um seinen Schlusssprint ansetzten zu können, und es reichte nur sehr sehr knapp gegen Nebo, der als Front Runner natürlich die freie Bahn hatte. Gustav Klimt pausierte danach bis zu seinem Saisondebüt in einem 2000 Guineas Trial in Leoparstown im April, da er sich Ende letzten Jahres eine kleine Verletzung zugezogen hatte. Das Saisondebüt auf schwerem Untergrund welches er gegen Imaging, Kenya und US Navy flag relativ locker gewinnen konnte, war zwar nicht das stärkst besetzte, dafür war der Untergrund ein echter Test. Er schien in Form zu sein, musste für den Start im Guineas 2000 aber auf Ryan Moore verzichten, der nach Amerika gereist war um im Kentucky Derby zu starten. Ohnehin wäre Moore vermutlich auf Saxon Warrior ins Rennen gegangen, der die erste Wahl von O’Brien war und am Ende das Rennen auch souverän gegen Tip Two Win gewinnen konnte, während Gustav Klimt sich mit einem sechsten Platz abfinden musste.

Auch im irischen Guineas 2000 war er nicht die erste Wahl des Trainers, der auch seinen U S Navy Flag unter Ryan Moore ins Rennen schickte, aber immerhin reichte es dieses Mal für einen dritten Platz hinter dem Stallgefährten und dem Überraschungssieger Romanised. Die beiden O’Brian Schützlinge trafen sich im St James’s Palace Stakes einen Monat später wieder, und wieder entschied sich Moore für U S Navy Flag, als Favorit ging aber der heutige Konkurrent Without Parole an den Start. U S Navy Flag setzte ein hartes Tempo und versuchte dem Feld davonzulaufen, aber Without Parole übernahm auf der Zielgeraden schnell die Führung und Gutsav Klimt nahm die Verfolgung auf, konnte aber nicht mehr ganz an ihn herankommen, war aber klar das Zweitbeste Pferd im Feld.

Gutav Klimt machte danach einen kleinen Abstecher nach Deauville in Frankreich, wo er im Qatar Prix Jean Prat auflief, aber überraschend nicht über einen dritten Platz hinaus kam. Im Sussex Stakes lief er wieder ein gutes Rennen, ohne um den Sieg mitlaufen zu können, denn dieses Mal sicherte sich Lighnting Spear den verdienten ersten Platz. Im nachfolgenden Hungerford Stakes kam er auf Gruppe 2 Ebene dann jedoch nicht in der erhofften guten Form zurück und Sir Dancealot konnte sich den Sieg sichern, war aber auch als einer der Favoriten gehandelt worden.

Diese Niederlage machte ihn zum Außenseiter im Sprint Cup Stakes im September, wo er aber voll um den Sieg mitlaufen konnte und gegen Brando und The Tin Man am Ende mit unter einer Länge unterlag. Auch beim erneuten Abstecher nach Frankreich in das Gruppe 1 Prix de la Forêt hielt er eine gute Form und schaffte einen vierten Platz hinter dem großen Außenseiter One Master und Inns Of Court und Dutch Connection.

Happily: Der Galileo Sohn gewann im letzten Jarh das Gruppe1  Moyglare Stud Stakes und den Prix Jean-Luc Lagardère, konnte danach aber nicht noch einmal ein Rennen gewinnen und verpasste den Sieg dabei teilweise nur äußerst knapp. Der Starter von Aiden O’Brien schaffte im Irish 1,000 Guineas einen dritten Platz und war dabei aber eigentlich als Favorit vertreten gewesen. Das Rennen war trotzdem nicht schlecht und auch im Prix de Diane in Frankreich danach war er mit dem vierten Platz nur eine Länge hinter dem Sieger. Nach zwei Niederlagen in weiteren Rennen kam ein weiterer guter Lauf imSun Chariot Stakes auf Gruppe 1 Ebene im Oktober, wo er sich auf gut bis festen Untergrund bis auf einen zweiten Platz bis zu einem Nacken Rückstand herankämpfen. Das heute auf weichem Boden sollte ihm liegen und auf Rasen sind die Europäer immer gefürchtet.

Lightning Spear von Trainer David Simcock machte als 2yo eine gute Figur und wechsele nach nur einem Start /Sieg im Jahr 2013von Ralph Beckett zu Olly Stephens, der in zunächst in durchaus gut besetzten Handicaps starten lies. Drei Siege wurden gefolgt von einem Start im Gruppe 2 Fred Cowley MBE Memorial Summer Mile Stakes, wo er einen soliden zweiten Platz hinter dem ungefährdeten Sieger Arod erreichen konnte. Er blieb nun den Grupperennen treu und nach einem soliden, aber ungefährlichen vierten Platz im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard – Jacques Le Marois in Frankreich folgte das Gruppe 2 Clipper Logistics Boomerang Stakes im September 2015, wo er hinter Custom Cut und Top Notch Tonto einen guten dritten Platz belegen konnte. Über die Meile hatte er sich damit fest in den Black Type Rennen etabliert, der Versuch über 1m2f im Qipco Champion Stakes war aber deutlich zu ambitioniert, was auch mit dem vorletzten Platz quittiert wurde. Die Saison war trotzdem recht erfolgreich gewesen und nach der Winterpause ging es im April 2016 von Olly Stevens zu David Simcock, der ihn im Juni 2016 gleich wieder in tiefe Gewässer warf.

Er startete im Queen Anne Stakes, einem Teil der British Champions Series und konnte erneut mit einem guten dritten Platz überraschen, auch wenn ihm das Tempo der beiden Sieger fehlte. Im Sussex Stakes und dem Gruppe  1 Prix du Haras de Fresnay-Le-Buffard – Jacques Le Marois 2016 konnte er danach allerdings keine weitere Überraschung landen, im Gruppe 2 Doom Bar Celebration Mile im August 2016 feierte er gegen leichtere Konkurrenz aber seinen ersten, absolut verdienten Gruppe 2 Sieg. Er hatte das Feld auf den letzten 100m fest im Griff und lief Arod un Zonderland einfach davon. Seine gute Leistung konnte er im Queen Elisabeth II Stakes wiederholen und kam nur eine Länge hinter Ribchester und anderthalb Längen hinter Minding ins Ziel. Er pausiert seitdem, scheint sich aber mit dem Alter immer weiter zu entwickeln und lies seine Leistungen als 3yo in der Saison 2016 weit hinter sich. Ihm fehlte immer ein wenig die Klasse, um mit den besten auf den letzten Metern mitzugehen, aber nach dem überstandenen Saisondebüt im Lockinge lief er im Gruppe 1 Queen Anne Stakes als einer der Mitfavoriten auf. Er kam in dem Rennen allerdings niemals richtig in Form und war nie konkurrenzfähig, was im relativ deutlichen Flop in dem Rennen resultierte. Er versuchte das Feld von hinten aufzurollen, kam aber unter Druck 2f vor dem Ziel nicht an die Führenden heran und Jamie Spencer gab seine Bemühungen dann auf, um Lightnig Spear etwas zu schonen. Auch im nachfolgenden Gruppe 1 Coral-Eclipse floppte er, diesmal zeigte er allerdings eine viel zu energische Herangehensweise und verschwendete viel zu viel Energie im Kampf gegen die eigenen Zügel und Wünsche des Jockeys, was vermutlich darin resultierte, dass er unter Druck absolut keinen Fortschritt machte und weit zurückfiel. Eine Meile ist seine Distanz und mit der etwas besseren und ruhigeren Herangehensweise im Qatar Sussex Stakes war dann auch auf Gruppe 1 Ebene ein guter dritter Platz hinter Here Comes When und Ribbchester drin gewesen. Gerade Ribbchester war deutlich höher gehandelt worden und der knappe dritte Platz hinter diesem gab der Form von Lightning Spear einen ordentlichen Boost, den er mit seinem Sieg im nachfolgenden Gruppe 2 Celebration Mile noch einmal verstärkte. Die Konkurrenz rund um Zonderland war nichts Besonderes gewesen und so startete er in Frankreich gegen Ribbchester im Qatar Prix du Moulin erneut als Außenseiter. Dieses Mal konnte Ligthning Spear nicht für eine Überraschung sorgen, was nicht zuletzt an dem weichem Boden lag. Der selbe Boden machte ihm wohl auch im Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes im Oktober einen Strich durch die Rechnung, wo er bis zum letzten Furlong ein hervorragendes Rennen lief und an den Siegern dran war, dann aber ermüdete und auf den sechsten Platz zurückfiel. Auf der Suche nach dem besseren Untergrund mitten im Winter wechselte er zusammen mit einigen anderen Europäern nach Hong Kong zum Longines Hong Kong Mile, war da aber hoffnungslos deklassiert worden. Die Winterpause hatte ihm wie vermutet gut getan und frisch konnte er im Al Shaqab Lockinge Stakes eine Überraschung mit einem extrem knappen zweiten Platz landen, die wir in unserem Preview schon voraus gesagt hatten.

Der Boden blieb gut und Lightning Spear hielt seine Form weiterhin extrem gut, konnte er sich doch hinter Lord Glitters und Accidental Agent einen hervorragenden dritten Platz sichern. Der vierte, Century Dream, war nur eine Nase hinter ihm, aber der dritte Platz und ordentlich Preisgeld gehörte wieder einmal Lightnigh Spear, und mit gleichbleibend schnellen Boden schaffte er dann im Sussex Stakes endlich den lang erwarteten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen. Das Rennen war perfekt für Lightning Spear, danach scheiterte er allerdings als einer der Favoriten des Gruppe 1 Prix du Moulin de Longchamp und auch im Queen Elizabeth II Stakes danach scheiterte er. Der Boden wird ihm auch hier in Amerika nicht liegen und es gibt bessere Chancen und Rennen für ihn.

One Master: Der Fastnet Rock Sohn gewann zuletzt unter anderem das Fairy Bridge Stakes und den Prix de la Forêt , wenn auch nur äußerst knapp. Das Rennen war über guten Boden und 1400m, die 1600m sind hier also ein bisschen mehr als gewohnt, aber er hat vielleicht Chancen auf einen Platz wenn er die Distanz schaffen kann.

Oscar Perfomance, der nach seinem Sieg letztes Jahr im Breeders Cup Juvenile Turf dieses Jahr im Gruppe 1 Belmont Derby nachlegen konnte, schwächelte auf den letzten Metern über die 1m4f im Joe Hirsch Turf Classic Stakes aber und verlor den zweiten Platz an Fanciful Angel. Alle seine Siege hat er von einer dominanten Position im Feld aus gewonnen und war auch einem langen Duell um die Führung nicht abgeneigt.  Nachdem er 2016  in Saratoga sein Maidenrennen gewonnen hatte, startete er im Gruppe 3 Pilgrim Stakes in Belmont park und gewann dort wie erwartet gegen J.S. Choice und Kitten’s Cat, was ihn unter den Favortiten für den Breeders Cup Juvenile Turf platzierte.

In Santa Anita duellierte er sich zunächst mit dem klaren Außenseiter Wellabled, der das Feld partout über die ersten 1300m führen wollte, und die beiden setzten ein sehr scharfes Tempo für den Rest des Feldes. Während Wellabled dann auf der Zielgeraden in sich zusammenklappte und am Ende nur einen zehnten Platz belegte, beschleunigte Oscar Perfomance noch einmal und brachte das Feld umso mehr in Bedrängnis. Der Tempowechsel erwischte Lancaster Bomber und Good Samaritan ziemlich kalt und trotz großer Anstrengung kamen sie nicht mehr ganz an Oscar Perfomance heran,d er das Rennen am Ende souverän gewann. Danach ging es für den Kitten’s Joy Sohn in die Winterpause, und er schien über die fünf Monate ein wenig eingerostet zu sein, scheiterte er doch bei seinem Saisondebüt im Gruppe 3 Transylvania Stakes  in Keenland als haushoher Favorit überraschend.  In diesem Rennen belegte er einen dritten Rang während des Rennens und musste die Führung anderen überlassen, kam an der Innenbahn eigentlich gut in die Zielgerade und hatte eine große Lücke für seinen Schlusssprint, allerdings fehlte ihm die Kraft dafür und am Ende reichte es nur für einen ernüchternden fünften Platz. Er konnte sich später in der Saison an dem Sieger Big Score noch rächen, aber zunächst ging es nach Churchill Donws, wo er im Gruppe 2 American Turf Stakes startet, aber erneut als Favorit floppte.

Auf weicherem Untergrund als gewohnt dürfte er zwar das Tempo selber setzen, hatte aber wieder auf der Zielgeraden keine Kraft mehr übrig und klappte in sich zusammen. Ein Wechsel zurück nach Belmont und besserer Untergrund brachte ihm im Gruppe 3 Pennie Ridge Stakes im Juni aber zurück auf Kurs und er dominierte das Feld von der Front aus nach belieben. Die Ausdauer war plötzlich kein Problem mehr und er konnte sich gegen Good Samaritan mit einigen Längen durchsetzen, der ihn zuvor noch ebenso deutlich geschlagen hatte. Im Belmont Derby danach folgte einer weitere persönliche Bestleistung und er zog das Feld in der Zielgeraden ordentlich auseinander, so dass keiner seiner Verfolger mehr an ihn herankommen konnte. Im nachfolgenden Gruppe 1 Secretariat Stakes lies er sich auch vom schlechten Wetter nicht abschrecken und gewann das Rennen vor Taj Mahal und Anfandem, sein auf dem Papier größter Konkurrent Permian hatte allerdings einen schlechten Tag erwischt und gegen bessere Konkurrenz im Joe Hirsch Stakes musste Oscar Perfomance schnell die Segel streichen, erreichte aber dennoch einen soliden dritten Platz. Im BC Turf  im November spielte er Erwartungsgemäß keine Rolle, kehrte aber nach der ausgedehnten Winterpause mit einem hervorragenden Lauf im Gruppe 3 Poker Stakes zurück, scheiterte dann aber im Gruppe 1 Arlington Million , wo er als Favorit gestartet war. In dem Rennen hatte er offensichtlich nicht seinen Tag, denn im Woodbine Mile  kehrte er mit aller Macht zurück:

Auf den letzten Metern hatte er das Feld fest im Griff, das Rennen hier ist aber extrem offen und es wird wohl eng werden für Oscar Perfomance.

Daher kein exakter Tipp – Oscar Perfomance ist gut, aber Expert Eye und Co werden ihn wohl kaum aus den Augen lassen


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