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Oxted

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17.10.2020 – Ascot – Qipco British Champions Sprint Stakes – Pick: Dream Of Dreams

Pferderennen in England

14:55 Champions Sprint Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 391.260 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

 

Das Qipco British Champions Sprint Stakes ist, wie der Name schon vermuten lässt, Teil der British Champions Series und als erstes Gruppe 1 Rennen am Champions Day in Ascot natürlich gut besucht. Da wäre der Sprint Cup Sieger Dream Of Dreams, oder die Stute One Master, die zuletzt am Anfang des Monats den Gruppe 1  Qatar Prix de la Forêt in Longchamp auf schwerem Boden gewonnen hatte. Dazu kommen dann noch junge Talente wie Oxted, der zuletzt das Darley July Cup Stakes gewinnen konnte oder der Dreijährige Starman, der einen ordentlichen Sprung im Niveau vom Garrowby Stakes (Listed) im September auf Gruppe 1 Ebene hier wagt, aber sehr talentiert aussieht und vielleicht gut genug ist, um hier für eine Überraschung zu sorgen.

 

Die Starter im Überblick:

 

Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und etwas überraschend nach guten Vorzeichen in den Rennen zuvor.
Damit ging im Oktober beim Champions Day die Flat Saison aber auch wieder zu Ende, gefolgt von einer sehr langen Pause bis zum Start in das nächste Rennen, denn die Corona Epidemie warf ihre Schatten auf den Galoppsport und fast alle Rennpferde mussten länger als erhofft auf ihren nächsten Start warten.
Der fand dann im Juni im Diamond Jubilee Stakes statt, wo Dream Of Dreams eine sehr gute Form zeigte, den Sieg aber leider knapp verpasste. Hello Youmzain und Sceptical hatten den Schlusssprint früher angezogen und Dream Of Dreams blieb ein wenig dahinter zurück und musste daher einige Längen aufholen, als es auf die Ziellinie zuging. Dann allerdings kam Dream of Dreams so richtig in Gang und holte ordentlich auf, verpasste den Sieg gegen Hello Youmzain aber am Ende mit knapp einem Nacken.  Das war aber natürlich trotzdem eine super Leistung und zeigte, dass Dream Of Dreams aus der langen Winterpause in sehr guter Form zurück gekehrt war, was ihn im Gruppe 2 Hungerford Stakes zum klaren Favoriten machte. Der Schritt runter in der Klasse resultierte in einem dominanten 7 Längen Sieg, interessanter war allerdings dann schon der Start im Gruppe 1 Sprint Cup Stakes in Haydock Anfang September 2020, schließlich wurde das Rennen auf weichem Untergrund gegen deutlich stärkere Konkurrenz ausgetragen. Hier musste Dream Of Dreams am Ende noch die Spur wechseln um freie Bahn für den Schlusssprint zu bekommen, hatte dann aber wieder mit dem späten Sprint genug Zeit und Kraft. um den Rest der Konkurrenz einzusammeln und sich noch über eine Länge abzusetzen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass er unter Druck von Oisin Murphy etwas ach links wanderte, aber trotzdem gibt es an diesem Sieg nichts zu meckern. eine Wiederholung dieser Leistung würde vermutlich auch hier ausreichen.
One Master:  Die Fastnet Rock Tochter von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem sie 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klare Außenseiterin ohne dass man sie für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen überraschend.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem sie zuvor schon das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes hatte gewinnen können, ein nicht weiter spektakuläres Gruppenrennen in Tipperary, in dem aber durchaus ein paar vielversprechende Newcomer einen versuch starteten. Hinweise auf die Klasse von One Master gab es also schon zuvor, mit dem Gruppe 1 Sieg im Gepäck startete sie dann auch gleich noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo sie allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile erging es ihr nicht besser – was natürlich nicht ganz überraschend war, schließlich sind beide Rennen alles andere als einfach und von internationaler, hochklassiger Konkurrenz immer gut besucht, und es braucht schon einen besonderes europäisches Rennpferd, um frei zwischen diesen Nationen hin und her zu wechseln und dann noch vielleicht eines dieser Rennen auch noch zu gewinnen.
Wenn ihr Trainer sie allerdings auf so eine Reise schickt und sie in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, obwohl für das junge Rennpferd die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente dazu kommen, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein weiterer Hinweis darauf, was William John Haggas von Talent von One Master hält.
Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis One Master sich für ihr Talent und das Vertrauen des Trainers würde bedanken können, denn 2019 verpasste sie einige Male den Sieg knapp, so etwa im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli 2019 und bestätigte damit den Eindruck ihres Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt war. Aber es bliebt weiterhin dabei, One Master blieb oft den einen berühmten Schritt hinter den Siegern des Rennens und wurde mit einem etwas undankbaren ausbezahlten Platz belohnt, so etwa auch im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest, wo sie gegen den stark auflaufenden Advertise recht deutlich zurückstecken musste, aber danach konnte sie dann endlich mit dem Prix de la Forêt gegen City Light ihren nächsten Gruppe 1 Sieg feiern. Damit schaffte One Master zwei Siege im Prix de la Forêt hintereinander, sie schien regelrecht ihre Freude in Frankreich im Herbst auf dem weichen Boden zu haben, wo weniger der Augenmerk auf Geschwindigkeit, denn auf Ausdauer auf den 1400m liegt.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so blieb es bei eine hervorragende Saison 2019, die One Master fast mit dem zweiten Sieg in einem Gruppe 1 Rennen hätte abschließen können.

Der Start in die neue Saison 2020 verzögerte sich auf Grund der vorherrschenden Corona Epidemie ein wenig, und One Master konnte erst im Juni wieder zurück auf die Rennbahn, fand aber mit dem Gruppe 1 Diamond Jubilee Stakes beim Royal Ascot Festival ein schönes Rennen für den Einstieg, in dem ihre aktuelle Form getestet wurde, ohne dass auf ihr der Druck des Favoriten lastete oder man unbedingt davon ausgehen musste, dass One Master das Rennen gewinnen muss. So ganz auf der Höhe war One Master dann beim Rennen selbst auch noch nicht, dabei war ihre Taktik in dem Rennen durchasu solide gewesen. James Doyle positionierte sie zunächst hinter den Führenden, konnte das Tempo aber bereits 2f vor dem Ziel nicht mehr mitgehen und musste geritten werden, um den Anschluss überhaupt halten zu können, was aber natürlich dann darin resultierte, dass er beim eigentlichen Schlusssprint die anderen ziehen lassen musste und sich am Ende mit einem klaren sechsten Platz zufrieden geben musste.

Man konnte aber darauf hoffen, dass sie beim nächsten Start etwas fitter sein würde und etwas mehr Druck auf die Sieger ausüben würde. Allerdings geriet er wieder früh ins hintertreffen und musste früh von seinem Jockey Pierre-Charles Boudot angetrieben werden, um den Anschluss an die Pacesetter zu halten und verpasste dadurch die Chance, beim Schlusssprint noch einmal nachlegen zu können und nur unter dem harten Ritt von Pierre-Charles Boudot konnte One Master überhaupt den knappen vierten Platz halten.

Genug mit den Gruppe 1 Rennen fürs Erste dachte sich wahrscheinlich William Haggas und schickte One Master als nächstes in das Gruppe 3 Oak Tree Stakes beim Glorious Goodwood festival, welches auf dem Papier eigentlich eine relativ klare Angelegenheit hätte sein sollen für One Master. Sie  musste mit 58,5 KG zwar ordentlich Gewicht schultern und ein Rennen mit 12 Konkurrenten ist niemals eine leichte Sache, einfach schon, weil zu viele andere Rennpferde auf der Strecke mitlaufen.

Genau das wäre One Master dann auch fast zum Verhängnis geworden, als sie hinter einer Mauer von Konkurrenten eingepfercht wurde und mehrmals die gewünschte Lücke sich vor ihr wieder schloss und Valeria Masselina von der Front aus schon zum Schlusssprint angesetzt hatte, denn Frankei Dettroi hatte seine Stute während des Rennens perfekt positioniert und dadurch einige Längen Vorsprung herausgeholt, die aber Tom Marquand auf One Master mit einer herausragenden Leistung Stück für Stück verkürzte, um auf der Linie dann mit einer Nase Vorsprung zu führen.

Da machte sie – für mich in der Deutlichkeit ein wenig überraschend – zur klaren Favoritin für das Gruppe 2 City Of York Stakes, ein 1408m Rennen mit einigen durchaus respektablen Namen, in das One Master aber als klare Favoritin mit einer Quote von 2,62 ging. Safe Voyage übernahm die Rolle als Front Runner im einsetzten Regen und One Master hielt sich in fünfter Position, bis es zum Schlusssprint ging, wurde aber zum Teil von dem scharfen Tempo überrascht und verlor immer mal wieder ein wenig auf die Führenden. One Master musste dann noch die Linie auf der Bahn wechseln um den Schlusssprint anzusetzen, aber Safe Voyage fand und fand und konnte am Ende nicht eingeholt werden, weder von One Master noch einem anderen Starter.

Beim nachfolgenden Gruppe 2 bet365 Park Stakes lieferte sich One Master ein episches Duell mit Wichita, die das Feld über die Distanz führte, bis sich 3f vor dem Ziel die verschiendenen Gruppen zusammenfügten und sie die Führung Molatham übergeben musste. 1f vor dem Ziel holte sich Wichita die Führung wieder, dicht gefolgt von One Master, die an ihren Hifen klebte und die Führende unter Druck setzte – aber immer das kleine Bisschen auf Abstand gehalten wurde, um am Ende mit einem kurzen Kopf Rückstand zu verlieren.
Den Push fürs eigene Ego holte sich One Master dann in Longchamp bei Paris im Qata Prix de La Foret, wo sie sich erneut ein bemereksnwertes Duell lieferte, dieses Mal mit Earthlight und Safe Voyage, die ihr beide im Ziel direkt im Genick saßen und One Master mächtig unter Druck setzten. Damit gelang der Sieg in jenem Rennen das dritte Mal in Folge, eine wahrlich beeindruckende Leistung!

2020 verlief bis zum Sieg in Frankreich beim Qatar Prix de la Forêt mit zwei zweiten Plätzen auf Gruppe 2 Ebene auch zunächst eher ruhig, aber gerade mit dem letzten Sieg auf Gruppe 1 Ebene auf schwerem Boden ist die Stute heute in Ascot beim Champions Day sehr interessant. Letztes Jahr wurde sie hier Zweite und ich denke sie wird erneut wieder ganz vorne mit dabei sein

Oxted: Der Mayson Sohn von Roger Teal hatte 2018 in Doncaster seinen ersten Start und legte dann in seiner zweiten Saison im Jahr 2019 mit einem zweiten Platz im Shalaa Carnarvon Stakes auf Listed Ebene vor, bevor er dann erneut in Newbury sich im Gruppe 3 Hackwood Stakes versuchte, dort allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Dieser kam erst im Jahr 2020, scheinbar brauchte Oxted die Zeit um zu reifen, denn saisonübergreifend seit seinem Sieg im Portland Handicap gewann er sein Saisondebüt 2020 im Abernant Stakes auf Gruppe 3 Ebene, um dann im Juni im Gruppe 1 Darley July Cup Stakes überraschend auch noch den ersten Gruppe 1 Sieg hinterher zu schieben.

Oxted lief im Darley July Cup Stakes noch ein wenig grün und ging etwas zu energisch an die Sache heran, was ihn etwas Kraft kostete, und trotzdem hatte er noch am meisten davon übrig, als es in den Schlusssprint ging. Er wanderte noch ein wenig und zog unter Druck nach rechts, gewann aber trotzdem am Ende mit über einer Länge Vorsprung und empfiehlt sich als aufstrebender 3yo für dieses Rennen, auch wenn der Regen ihm sicher zusetzen wird.

 

Starman: Der Dreijährige Dutch Art Sohn von Ed Walker hält sich in seiner Karriere bisher schadlos, alle Rennen, die er bisher angegangen hat, hat er auch gewinnen können, beginnend mit einem Sieg in Lingfield bei seinem Maidenrennen, gefolgt von einem Sieg in einem Novice Rennen in Doncaster und dem ersten Black Type Rennen in Form des Garrowby Stakes auf Listed Ebene in York. Dieses Rennen auf gutem Untergrund war das Ausrufezeichen in seiner Karriere bisher, aber unter völlig anderen Voraussetzungen als heute. Weicher/schwerer Untergrund ist Neuland für ihn, daher würde ich eher Abwarten bevor ich ihn hier in die Dreierwetten hebe

 


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