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20.11.2022 – Sha Tin – Bochk Private Wealth Jockey Club Mile – Pick: Golden Sixty

Pferderennen International

9:10 Bochk Private Wealth Jockey Club Mile (Group 2)


Distanz: 1m | Alter: (3yo+) | Untergund: Gut

Das heute lässt sich auf ein paar offene Fragen reduzieren: In welcher Form wird Golden Sixty hier ankommen, ist er in der Form, die er im April hatte und kann er sich eine Position in Reichweite des talentierten und aufstrebenden Front Runners California Sprangle sichern, oder wird er zu weit zurück fallen und eine seiner seltenen, aber wie wir schmerzhaft erfahren mussten, nicht unmöglichen Niederlagen einstecken?

In der Vergangenheit war es kein Problem mit den Abwesenheiten und ich denke auch heute wird er in exzellenter Form wieder kommen, aber ganz ohne Risiko ist das Rennen trotzdem nicht, den California Sprangle ist schon bewiesen in guter Form und schickt sich an, der nächste Star in Fernost zu werden.

Die Pferde von heute:

California Sprangle:

Der Starsprangledbanner Sohn von A S Cruz hat sich dieses Jahr mit zwei Siegen auf Gruppeneben einen Namen gemacht. Dabei hatte schon seine Karriere mit zwei Siegen in Juni und Juli 2021 begonnen unter anderem gewann er das Pearce Memorial Challenge Cup über 1200m komfortabel gewinnen können. Eine weitere Siegesserie startete California Sprangle dann im November 2021 mit einem Front Running Lauf im Bochk Boc Pay Handicap, wo er mit der alt bewährten Taktik sich in der Schlusssphase deutlich von einen Verfolgern absetzen konnte.

Es folgten weitere lockere Siege im Lord Kanaloa Handicap und dem Chak On Handicap im Januar, wo er sogar auf den letzten 50 Metern von seinem Jockey Zac Purton zurückgenommen werden konnte, weil er sich mit seinem Tempowechsel deutlich von den Verfolgern abgesetzt hatte.

Mit dem nun steigenden Handicap Rating ging es statt in das nächste Handicap Rennen in das Hong Kong Classic Mile unter gleichen Gewichten, was gegen den Co-Favoriten Romantic Warrior zu einer knappen Niederlage führte, der mit einem gut getimten Schlusssprint knapp vor de Ziel selbst die Führung übernahm und sich knapp absetzten konnte – er hatte auf den letzten Metern den Front Runner California Sprangle fest im Griff, der aber kurz darauf im Hong Kong Classic Cup (Conditions) über die Distanz von 1800m einen weiteren Sieg feiern konnte – unter der Konkurrenz war unter anderem wieder Romatic Warrior, der aber überraschend nicht als Favorit gehandelt wurde, diese Rolle fiel erneut California Sprangle zu, der sich auch tatsächlich wieder mit einer Länge vor dem Feld ins Ziel retten konnte – während Romatic Warrior dieses Mal nicht die Kraft und die Geschwindigkeit hatte, um sich and die Sieger auf den letzten 200m dran zu hängen. Ein vierter Platz war alles, was am Ende übrig blieb, aber über noch einmal 200m mehr einen Monat später revanchierte sich Romaic Warrior bei California Sprangle im BMW Hong Kong Derby 2022, wo er dem Favoriten praktisch auf der Zielliniene Sieg in dem hoch dotierten Rennen stehlen konnte. California Spranle versuchte alles, konnte sich aber nicht noch einmal an Romatic Warrior vorbei schieben und die beiden hatten das dritte spannende Duell in gerade einmal vier Begegnungen.

Auf schnellem Untergrund versuchte California Sprangle sich dann mit Golden Sixty zu messen, dem besten Pferd in Hong Kong – und auch wenn Golden Sixty von C. Y. Ho nach allen Regeln der Kunst auf den letzten 200m angetrieben wurde, konnte er sich am Ende doch auch 2 Längen absetzten und recht souverän gewinnen.

California Sprangle hatte ein gutes Tempo gesetzt und auch wenn er am Ende nicht mehr in der Lage war noch einmal zu beschleunigen, war es doch ein sehr solides Rennen von ihm und er konnte zufrieden in die Sommpeprause gehen.

Nach der Feuertaufe gegen Golden Sixty blieb er auf Gruppnebene nach der Sommerpause und ging in den gut besetzten Celebration Cu, den er aber mi einem schnellen Start und einem starken Lauf von der Front, bei dem er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte, recht locker gewinnen konnte – wie es einem Favoriten mit einer Quote von 1/10 auch zusteht. Fast genauso leicht ging ihm der Sieg im Oriental Watch Sha Tin Trophy (Group 2 Handicap) von der Hand, welches er unter einem Gewicht nur knapp unter dem Höchstgwicht bestreiten musste, was aber nichts an dem weiteren lockeren Sieg am Ende ändern sollte.

Heute bekommt er also das Duell mit Golden Sixty und die Chance auf Revanche, was mit dem leichteren Gewicht als das letzte Mal nicht ganz ausgeschlossen ist. Er hat im Gegensatz zu Golden Sixty schon einen Start (naja, 2) nach der Sommerpause hinter sich und scheint in neuer Bestform – während Golden Sixty sich im letzten Februar einige Aussetzer geleistet hatte. Nicht ohne Chancen.

Golden Sixty:

Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist wieder auf der Erfolgsstraße angekommen – nach bitteren Niederlagen gegen Russian Emperor und Waikuku, die sich erine Menge Leute eine Menge Geld gekostet haben, hat er sich Anfang April wieder an die Spitze setzten können. Die Taktik wurde im Chairman’s Trophy geändert, statt sich hinten im Feld ein zu sortieren, bliebt Golden Sixty an der Spitze des Feldes und konnte da mit seinem Tempowechsel an der 200m Marke locker weiter absetzen. Ich denke es wurde aus den vorherigen Niederlagen gelernt, denn Golden Sixty konnte vorher 16 (!) Rennen in Folge gewinnen und dabei Siege in sechs Gruppe 1 Rennen erringen und hat sich in zwei weiteren Rennen, davon eins auf Gruppe 1 Ebene gegen den heutigen Konkurrenten California Sprangle, schadlos halten können.

Er war der dominante Miler in Hong Kong, auch wenn er viele seiner Rennen mit weniger als einem halben Länge gewonnen wurden – und die letzten zwei Rennen wurden zusammen addiert mit weniger als einer halben Länge gewonnen – aber hat er tatsächlich noch alles geben müssen vor der Ziellinie? Oder wäre da noch mehr gegangen? Es hatte jedenfalls immer den Anschein als ob da noch mehr drin gewesen wäre, wenn es denn mal knapp geworden wäre. Und 16 Siege in Folge addieren sich auch nicht einfach mal so auf! Also, Schwamm drüber, ich glaube an ihn

Die heutige Konkurrenz hat er schon (teils) mehrfach in seiner Karriere geschlagen, aber die Gewichtsverteilung ist heute nicht zu seinem Vorteil – dafür ist die Quote verlockend.

Seine Karriere begann mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.

So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.

Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.

Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.

Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.

Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.

Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.

Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.

Knapp wurde es auch im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, dabei kam Golden Sixty stark in die Ziel gerade. Er wählte die Bahn außen im Feld und kam neben 4 oder fünf anderen zum Schlusssprint eingeschwenkt und ex sah so aus, als ob er das Rennen im Sturm erobern würde – aber Furore auf der Innenbahn hielt dagegen und ging den Schlusssprint mit. Furore fand eine Lücke zwischen Time Warp und Exultant und sparte genug Raum, um eine halbe Länge vor Golden Sixty auf die letzten Meter zu gehen – und Golden Sixty musste sich extrem strecken, um 50m vor dem Ziel gleichzuziehen und auf der Ziellinie rechtzeitig den Kopf zu senken und mit einer Nase zu gewinnen.

Das war denkbar knapp – zu knapp für die Quote die Golden Sixty in der Regel bietet, und auch beim nachfolgenden The Fwd Champions Mile bekamen seine Unterstützer mit Sicherheit einen halben Herzinfarkt, den dieses Mal war es More Than This der von hinten angestürmt kam und Golden Sixty fast den Tag verdorben hätte – dabei hatte 300m vor dem Ziel noch alles so gut ausgesehen! Golden Sixty hatte sich außen beim Einbiegen in die Ziel gerade locker an die Front gesetzt und mit einem kleinen Tempowechsel über 2 Längen zwischen sich und das Feld gebracht. Dann aber schien Golden Sixty vor dem Feld langsamer zu werden, während More Than This Momentum aufbaute und noch bis auf einen Nacken herankam – viel länger hätte die Zielgerade nicht sein dürfen!

Nach diesen zwei Nahtoderfahrungen ging es für Golden Sixty erst einmal in die Sommerpause, die er mit einem weiteren Sieg im November 2021 beendete – und das mit einer wirklich überzeugenden Leistung im The Bochk Wealth Mile. Dieses Mal gab es keine Eile sich an der Front des Feldes zu positionieren, stattdessen blieb Golden Sixty im hinteren Bereich des Feldes und begann erst nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Feld in der Mitte der Bahn aufzurollen, war dann aber nicht mehr zu stoppen und auch Waikuku konnte trotz seines zweiten Platzes mit nur einer Länge Rückstand nie den Eindruck von echter Gefahr erwecken.

Im Longines Hong Kong Mile im Dezember musste Waikuku wieder gegen Golden Sixty ran, musste aber weit in die letzte Kurve gehen und konnte den Sprint von Golden Sixty nicht mitgehen, der das Feld von hinten aufrollte. nz einfach war das Rennen für Golden Sixty am Ende auch nicht, wurde ihm doch die Tür vor der Nase 400m vor dem Ziel zugeschlagen, aber Golden Sixty baute trotzdem sein Momentum auf und schaffte es am Ende auch noch relativ locker, More Than This hatte an der Front keine Chance sich dem Angriff zu erwehren.

Ganz anders allerdings im Januar im Stewards Cup, wo Golden Sixty mit 1/100 als Favorit startete und damit in 100 Rennen einmal nicht gewinnen sollte – aber am 23.01.2022 war genau das der Fall. Golden Sixty sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und überlies einem Außenseiter wie immer die Führung, um dann 400m vor dem Ziel das Feld aufzurollen – nur blöd, dass dieses Mal Waikuku vorne mit lief und sich ebenfalls an der 400m Marke in Gang setzte – und von dort aus einfach die viel bessere Ausgangslage hatte, wichtigen Vorsprung herausholen konnte und de herannahenden Golden Sixty damit tatsächlich auf Abstand halten konnte!

Man hoffte auf einen einmaligen Ausrutscher, aber das selbe passierte dann im Gruppe 1 Citi Hong Kong Gold Cup noch einmal – Russian Emperor übernahm die Führung, Golden Sixty blieb im hinteren Bereich des Feldes – und wurde weit außen in die Zielgerade getragen – und hatte da 7 Längen Rückstand auf Russian Emperor, der diesen Vorsprung nutzte um sich auf den letzten 200m Golden Sixty recht bequem vom Hals zu halten.

Irgendwie ging die Taktik mit dem Aufrollen des Feldes von hinten nicht auf und die Taktik wurde Chairman’s Trophy dementsprechend geändert – hier hielt sich Golden Sixty unter den ersten vier und blieb an der Innenbahn um Raum zu sparen, und dann mit den Front Runnern in den Schlusssprint zu gehen – da ging er dann an der 200m Marke mit einem Tempowechsel locker in Führung und war so dominant wie immer.

Die selbe Taktik etablierte er dann gegen den designierten Front Runner California Sprangle im Champion Mile im April, wo Golden Sixty den och gehnadelten Konkurrenten mit einem gut getimten Schlusssprint rechtzeitig einsammelte und wieder recht unangefochten gewinnen konnte.

Die Sorge ist, wie er heute nach einer Pause wieder zurück auf die Rennstrecke kommen wird – ist er in Top Form, wird er sich in Schlagreichweite zum Front Runner positionieren können? Wenn ja, sehe ich ihn wieder als klaren Sieger.

More Than This: Ist nun schon mehrfach an Golden Sixty gescheitert und war bei seinem Saisondebüt deutlich hinter California Sprangle  – das wird heute schwer für ihn, denn besser als das letzte Mal wird sein Gewicht im Vergleich zu den Favoriten kaum werden.

Der Dutch Art Sohn von Trainer Huang Kai Wen begann seine Karriere 2018 in England in Ayr, wo er auf Anhieb einen Sieg feiern konnte, gefolgt von weiteren Siegen in Haydock und Goodwood – vor seinem Wechsel nach Hong Kong im März 2019 war er in England ungeschlagen, allerdings dauerte es ein wenig, bis er sich in seiner neuen Heimat ebenfalls so eingewöhnt hatte und er seinen ersten Sieg feiern konnte – zunächst hagelte es drei erhebliche Niederlagen von Mai bis Juni, bis er im Juli im Sight Winner Handicap endlich seinen ersten Sieg feiern konnte.

Nach 69 Tagen Pause folgte dann aber gleich der nächste Sieg im Tai Tong Handicap , und  im Eleanor Handicap und im Eishin Preston Handicap…. More Than This hatte seine Form wieder gefunden und hinterließ einen guten Eindruck in Hong Kong.

Dabei war seine Taktik in den Rennen höchst unterschiedlich, mal setzte sich More than this direkt hinter die Führenden, mal kam er von ganz hinten im Feld angerannt, aber jedes Mal reichte es am Ende für den Sieg.

Mit steigendem Niveau und teilweise leicht steigender Distanz in der ersten Hälfte 2020 wurde es für More Than This dann aber zunehmend schwerer einen Sieg zu feiern, im Hong Kong Classic Mile holte er sich noch einen knappen zweiten Platz, hatte da aber das erste Mal Kontakt mit dem kommenden Superstar Golden Sixty, der auch in den nächsten beiden Aufeinandertreffen More Than This klar schlagen konnte. Im Nachhinein verlor More Than This in dieser Zeit natürlich nichts von seiner guten Form in den Duellen mit Golden Sixty, allerdings schaffe er im April den Sprung in die Gruppenrennen trotzdem nicht – der Versuch im FWD Champions Mile  wurde it einem zwar soliden, aber etwas abgeschlagenen dritten Platz beendet, ohne die Chance Southern Legend oder Beauty Generation unter Druck zu setzen – vielleicht war hier der Versuch, das Feld von hinten aufzurollen doch ein wenig zu viel. Und auch nachfolgend beim Gruppe 3 Premier Plate im Juli waren die Konkurrenten noch zu gut für More Than This, der aber sogar eigentlich als Favorit an den Start gegangen war … und dieses Mal versucht hatte, sich an der Spitze des Feldes zu etablieren, aber unfähig, das Tempo aufrecht zu halten.

Generell fiel More Than This das Siegen auf höchsten Niveau ziemlich schwer. Golden Sixty schlug ihn im Stewards‘ Cup deutlich, Waikuku danach im Gruppe 1 Queen’s Silver Jubilee Cup udn Ka Ying Star schlug ihn trotz des hohen Gewichts im Ap Lei Chau Handicap,… und so ging es weiter im Chairman’s Trophy, allerdings fehlte danach im FWD Champions Mile nicht viel und More Tan This hätte die Siegesserie von Golden Sixty unterbrochen! Denn dem großen Favoriten ging überraschend auf den letzten Metern die Puste aus und More Than This kam an Golden Sixty heran, obwohl dieser sich auf der Zielgeraden schon recht deutlich abgesetzt hatte.

Nur ein Kopf trennte ihn am Ende von Golden Sixty, der nach diesem Achtungserfolg zu C. Shum wechselte, der ihn danach in das Lion Rock Trophy schickte, aber eine empfindliche Niederlage für seine Mühen kassierte und More Than This danach erst einmal in die Pause schickte.

Aus dieser kam er 176 Tage später im Bochk Private Wealth Jockey Club Mile zurück, wo er er wieder auf Golden Sixty traf – und sowohl im Bochk Private Wealth Jockey Club Mile als auch im nachfolgenden Longines Hong Kong Mile hatte er nicht das Tempo, um mit Golden Sixty mitzugehen, der sich dieses Mal absolut keine Schwäche leistete.

Dann kam die überraschende Niederlage von Golden Sixty gegen Waikuku im Stewards‘ Cup im Januar 2022 – eigentlich war alles beim alten – Distanz, Untergrund, Gegner – alles waren bekannte Parameter und wenig deutete auf ein Ende der langen Siegesserie von Golden Sixty hin – aber nachdem sic der Favorit in den hinteren Reihen des Feldes einsortiert hatte, nutzte Waikuku die Chance und zog das Feld beim Einbiegen auf die Zielgerade auseinander, was Golden Sixty weit zurückwarf und Waikuku bim Schlusssprint den nötigen Vorsprung verschaffte, um den lang ersehnten Sieg gegen den überlegenen Gegner zu feiern.

More Than This kam auf einem vierten Platz ins Ziel und auch bei der nächsten schockierenden Niederlage von Golden Sixty im Citi Hong Kong Gold Cup über 1m2f musste sich More Than This wieder hinter dem geschlagenen Favoriten einsortieren – dieses Mal aber mit einem fünften Platz und weiteren drei Längen Rückstand deutlich weiter als zuvor.

Golden Sixty änderte seine Taktik und versuchte im Chairman’s Trophy im April deutlich weiter vorne im Feld zu bleiben, was ihm zurück über 1 Meile ermöglichte, die Front Runner bereits beim Einbiegen in die Zielgerade unter Druck zu setzten und an der 200m Marke vorzusprinten. More Than This war dieses Mal der, der das Feld von hinten aufrollen wollte, aber nicht das Tempo hatte, die Führenden unter Druck zu setzen und auch beim Champion Mile hatte er klar das Nachsehen und konnte nicht mit der Form und der Geschwindigkeit von Golden Sixty mitgehen, der sich am Ende wieder locker durchsetzen konnte.

Nach der Sommerpause kam More Than This gegen California Sprangle im Sha Tin Trophy im Oktober wieder zurück auf die Rennstrecke, aber trotz bekannter Distanz von einer Meile, trotz gutem Gewicht und eigentlich günstiger Positionierung während dem Rennen hatte er keine CHance und wurde nur vorletzter. Das sollte heute kaum anders Enden, wenn er nicht den „alten“ More Than This wieder findet

Waikiku: Waikuku konnte dieses Jahr einen wichtigen Titel zu seinem Reportoire hinzufügen – Bezwinger von Golden Sixty. Es brauchte einige Versuche bis es endlich gelang, aber im Janaur 2022 war es soweit – er gewann den Stewards‘ Cup gegen den übermächtigen Gegner – und das in einer Phase, in der Waikiku nicht die Form sein Lebens hatte – nach dem Sieg ging es aber auch wieder bergab und es scheint fast so, als hätte Waikuku alles gegeben um den einen Sieg zu feiern und seitdem absolut nichts mehr übrig.

Der Harbour Watch Sohn von Trainer  J. Size begann seine Karriere im Jahr 2017 eigentlich in Irland und absolvierte dort zwei Rennen, das letzte im Juli 2018 für Trainer John M. Oxx, der den Walalch dann in Richtung Fernost verkaufte. Der Einstand fünf Monate später im Luk Wu Handicap endete noch mit einer denkbar knappen Niederlage für Waikuku, der aber schon danach am 01.01.2019 das Sunset Peak Handicap souverän für sich hatte entscheiden können und mit Siegen im Po Yan, dem Citi Wealth Management Services und dem Lion City Handicap nachlegte – alles hoch dotierte und starke Handicaps, die Waikiku trotz steigendem Gewicht teils sehr souverän für sich entscheiden konnte. Demnach war es auch kein Wunder dass er im Hong Kong Derby 2019 als Favorit auflief, allerdings war unter den gleichen Gewichten überraschend vom Außenseiter Furore geschlagen worden und im The QE II Cup sah er gegen den Überraschungssieger Win Bright und Exultant leider keine Sonne. Trotzdem -die erste Saison in Hong Kong konnte sich sehen lassen und man konnte der zweiten Phase nach der Saisonpause bis Oktober mit Spannung entgegen sehen.

Dort kam er zunächst im Gruppe 3 The Celebration Cup zurück, wo er gegen den haushohen Favoriten Beauty Generation ran musste, der als Front Runner mit exzellentem Tempowechsel dem Feld davoneilte und obwohl Waikiku noch mächtig Boden gut machte, kam er nicht mehr an Beauty Generation heran. Den selben Fehler machte er aber noch im selben Monat im Gruppe 2 he Oriental Sha Tin über die Meile nicht noch einmal und zwang Beauty Generation hinter die Front Runner, was dem haushohen Favoriten tatsächlich den Tag verdarb – und Waikiku vor ihm durchs Ziel laufen lies – das erneute Duelle der beiden war spannend und mit 4KG Gewichtsvorteil weniger als im Gegensatz zum letzten Duell  war es eine große Frage, ob Waikiku sich erneut gegen Beauty Generation durchsetzen können würde – tat er aber, und das locker mit einem souveränen Sprint auf der Innenseite

Die beiden trafen sich dann nur knapp zwei Wochen später im Gruppe 2 The Oriental Sha Tin wieder, und auch wenn keiner der beiden den Sieg davontragen konnte, konnte Waikuku Beauty Generation erneut um einen Platz auf den dritten Rang schlagen. Auch im nachfolgenden The Jockey Club Mile riss die Serie nicht ab und auch dieses Duell gewann Waikuku, dieses Mal trug er aber auch den Gesamtsieg davon. Beauty Generation führte das Feld über die Distanz als Front Runner, verpasste es aber auf der Zielgeraden die Tür an der Innenseite zu schließen und Waikuku schlüpfte durch und setzte sich souverän ab, während Beauty Generation sogar noch einen Platz zurückfiel.

Duell Nr. 5 im Hong Kong Mile ging erneut an Waikuku, auch wenn der Außenseiter Admire Mars mit einer explosionsartigen Beschleunigung den Sieg stahl – beide hatten Beauty Generation aber fest im Griff. Das selbe Spiel wiederholte sich auch 2020 im The Stewards Cup , dabei war Waikuku weit hinter Beauty Generation zurückgefallen, der das Feld erneut als Front Runner anführte, Waikuku hingegen musste sich mit einer ungewöhnlichen Position eher hinter im Feld anfreunden.

Nach einer dreimonatigen Paus floppte Waikuku im The Chairman’s Trophy, welches von Beauty Generation knapp gewonnen wurde und nur drei Wochen später konnte er Beauty Generation wieder nicht gefährlich werden, der dieses Mal aber knapp von Southern Legend geschlagen wurde. Mit den zwei Niederlagen in Folge war der Eindruck aus dem Sieg gegen den besten Miler im Januar auch schon wieder dahin, viel mehr schien Waikuku nach seinem Sieg seinen Schneid verloren zu haben und nicht an seinen vorherigen Erfolg anknüpfen zu können. Klar die Rennen waren nicht alle sauber für ihn gelaufen und er hatte die ein oder andere Ausrede, aber dass er als Favorit iin beiden Rennen nicht gewinnen konnte war schon bitter – und im Dezember nach langer Pause sah es nicht besser aus!

Als erstes Rennen in acht Monaten hatte er sich das Longines Hong Kong Mile ausgesucht, welches mit Golden Sixty als Favorit auf dem Papier einen klaren Favoriten hatte, der seinem Ruf und seiner Position auch nach kam und das Rennen am Ende mit 2 Längen vor Southern Star gewinnen konnte – der kam aber mit Waikiku und Admire Mards im Pulk auf den Plätzens ins Ziel und der erste Lauf seit 8 Monaten war durchaus vielversprechend. Nach so einer langen Pause war es klar, dass er nicht unbedingt in Bestform auflaufen würde, die fehlende aktuelle Rennerfahrung und Fitness machte sich natürlich bemerkbar.

Beim nächsten Lauf im Stewards Cup im Januar gewann Golden Sixty erneut, dieses Mal knapp 1,5 Längen vor dem Rest des Feldes, inklusive den heutigen Konkurrenten Ka Ying Star, Southern Legend und Waikiku, aber dieses Mal war es eine ziemliche Arbeit für den Favoriten, der in der Mitte der Bahn angetrieben werden musste, um den Front Runner Southern Legend einzuholen und den Angriff von Ka Ying Star abzuwehren. Die beiden Konkurrenten liefen in Höchstform auf und machten ein echtes Rennen daraus,  und mit Golden Sixty heute in einem anderen Rennen, wird es sicher spannend werden unter den drei großen Namen

Waikiku hatte im letzten Rennen versucht, das Feld zusammen mit Golden Sixty aufzurollen und kam durchaus gut in Gang, hatte es aber nicht geschafft sich an dem Front Runner und Ka Ying Star vorbeizuschieben, fand gegen den selben Konkurrenten aber einen Monat später – und in Abwesenheit von Golden Sixty – seine Lücke als man im The Queen’s Silver Jubilee Cup wieder aufeinander traf, und der 1,25 Längen Sieg war der gerechte Lohn für eine beständige Form und der Ausgleich für das Pech, welches Waikuku teilwiese in den Rennen hatte.

Beim nächsten Rennen im April im The Chairman’s Trophy kam von Waikuku dann allerdings so gar nichts. In dem kleinen 5 Starter Rennen ging er als klarer Favorit ins Rennen, versuchte kurz nach der letzten Kurve an Momentum zu gewinnen, und gab dann schlicht auf – letzte Platz und fast 19 Längen Rückstand – bitteres Ergebnis zum Saisonabschluss.

Nach der Sommerpause ging er dann im Oktober im Sha Tin Trophy erneut ziemlich unter, fand aber beim zweiten Start in der neuen Saison ausgerechnet gegen Golden Sixty seine Form wieder und holte sich einen überzeugenden zweiten Platz. Klar, er hatte keine Chance gegen Golden Sixty, der sich auf der Zielgerade an Waikuku vorbeischob, als er seinen TRademak Lauf vom hinteren Bereich des Feldes aus startete. Waikuku hatte sich wesentlich weiter vorne einsortiert, aber keine Chance das Tempo von Golden Sixty mitzugehen. Auch beim nächsten Rennen traf Waikuku wieder auf Golden Sixty, dieses Mal im Longines Hong Kong Mile im Dezember – ein Rennen welches eigentlich ein weiteres spannendes Duell der beiden versprach, aber Waikuku fad keine gute Position in dem Rennen und musste weit in die letzte Kurve, was in zusätzlich Raum kostete und dafür sorgte, dass er keine Chance hatte an dem wieder vorstürmenden Golden Sixty dran zu bleiben.

Ganz anders dann im Steward’s Cup im Januar – da war es Golden Sixty, der sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren musste und Waikiku der, der vorne im Feld mitlief und von dort das Tempo rechtzeitig anzog, um einen kleinen Vosprung auf der Zielgeraden zu bekommen – was es Golden Sixty, der weit in die Kurve zur Zielgerade ging, zusätzliche Längen kostet, und Waikiku ermöglichte, seinen Vorsprung tatsächlich bis ins Ziel zu retten – und den 1/100 Favoriten zu schlagen. Um so überraschender, dass Waikiku es im Queen’s Silver Jubilee Cup danach nicht schaffte, seinen Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen und mit einem dritten Platz zufrieden geben musste.

In dem Rennen lief er ein wenig zu frei auf und wurde dann 400m vor dem Ziel von anderen Pferden eingeboxt und kam zu spät ins Freie, um seinen Schlusssprint noch anzusetzen.

Im Arpil ging es wieder gegen Golden Sixty im Chairman’s Trophy, aber dieses Mal über längere Distanz schwächelte Waikiku deutlich und hatte das Rennen 300m vor dem Ziel verloren – und wurde von seinem Jockey Zac Purton zurückgenommen, so weit, dass er auf dem letzten Platz zurück fiel.

Auch beim nächsten Duell mit Golden Sixty hatte er keine Chance und musste sich mit eine vorletzten Platz zufrieden geben, als die beiden im Champion Mile im April erneut aufeinander trafen – da war längst ein anderes Duell im Fokus der Sportwelt, das zwischen dem aufstrebenden Front Runner California Sprangle und Golden Sixty, das der Superstar aber souverän für sich entscheiden konnte.

Genau so souverän wie es am Ende California Sprangle nach der Sommerpause in der Sha Tin Trophy gegen Waikuku tun konnte. Der aufstrebende Superstar dominierte das Rennen von der Front und besiegte einige altgediente Namen wie eben Waikuk, More Than This der Ka Ying Star recht bequem.

Wird heute der nächste große Namen in Form von Golden Sixty folgen? Es ist zumindest nicht ausgeschlossen!


Was war das denn bitte von Danny Mullins auf Flooring Porter?

Pferdewetten News

Flooring Porter hat das Lismullen Hurdle verloren.

Soweit, so gut. Kann man erwartet, bei so einem gut besetzten Rennen. Auch Bob Olinger, der andere große Favorit, wurde geschlagen – auch das war durchaus abzusehen und nach der Sommerpause vertretbar.

Was ich allerdings zunehmend beobachte, sind Ritte der Jockeys in den Sätteln, bei denen ich mich fragen muss, ob das Pferd überhauptgewinnen soll. Das war schon die letzten Tage bei einen Pferde auf niedrigerer Klasse so, aber behaupten kann man als Wetter ja viel – also lasst mich das einmal an diesem Beispiel von Flooring Porter darstellen:

Danny Mullins im Sattel übernimmt die Führung in dem Rennen und lässt Flooring Porter das Tempo setzten, der problemlos bis in die letzte Kurve ohne Druck der Konkurrenten den Pacesetter gibt.

Danny Mullins im Sattel ist fast Regungslos, keine Anzeichen von Problemen, keinen Versuch, Flooring Porter einen Gang hoch zu schalten

Nun schließt Ashdale Bob auf und zieht langsam neben Flooring Porter und beginnt beim Lauf auf die vorletzte Hürde, Flooring Porter zu überholen. Danny Mullins bleibt weiter regungslos.

Ashdale Bob ist nun eine halbe Länge vor Flooring Porter und drängt diesen ans Innengländer, Ashdale Bob verpatzt den Sprung an der vorletzten Hürde und bringt Flooring Porter aus dem Trab.
Nun erst beginnt Mullins im Sattel auf Flooring Porter zu arbeiten, der nun drei Pferde vor sich hat, in die Mitte der Bahn ziehen muss um freien Lauf zu haben (hinter den Konkurrenten quer!) und selbst dann dauert es, bis Mullins die Peitsche zückt und alles gibt – nachdem die Konkurrenten auf und davon sind.

Dabei hält Flooring Porter dann den Abstand zu den Siegern und wird trotz deren hartem Schlusssprint nicht wirklich weiter abgehängt. Er hätte also dran bleiben können und war nicht fix und fertig.

Nun die Frage die ich mir stelle: Warum zur Hölle lässt man sich als Pacemaker freiwillig von einem Außenseiter überholen und den Weg abschneiden, bevor man überhaupt versucht die Position an der Spitze zu verteidigen? Danny Mullins ist kein Amateur und kein Pacesetter lässt sich freiwillig in der wichtigen Phase des Rennens nach hinten durchreichen, um dann den Schlusssprinter zu geben. Das macht schlicht keinen Sinn.

Es ist völlig OK wenn ein Pacesetter das Tempo nicht halten kann und dann nach hinten durchgereicht wird, aber ein regungsloser Jockey im Sattel, der freiwillig zurückfällt, dann quer zeiht und sich mit dem Schlusssprint zeit lässt, hinterlässt mehr als ein „Geschmäckle“ – Hat Mullins nur unterschätzt, wie wenig Flooring Porter beim Lauf auf die vorletzte Hürde zulegen würde, nachdem er die Zügel ein paar Mal geschlagen hat? Aber auch dann bleibt die Frage: Warum Ashdale Bob überhaupt erst vorziehen lassen und nicht gleich „Gas geben“ ? Bei der gewählten Renntaktik kann ich da absolut keinen Sinn erkennen.

Wie gesagt – ich hatte in den letzten Tagen mehrfach solche „WTF“ Momente


13.11.2022 – Navan – Lismullen Hurdle -Pick: Flooring Porter

Pferderennen in Irland


14:55 Lismullen Hurdle – Gruppe 2


Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 4.023 m | Preisgeld: 36.500 EUR | Hürdenrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut bis weich | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Spannendes kleines Rennen heute. Bob Olinger hat seine Form und seinen größten Sieg vor allem dem Unglück von dem eigentlichen Sieger Galopin Des Champs im Turners Novices‘ Chase zu verdanken, und wird sich gegen Flooring Porter behaupten müssen, der mehrfach sein Können schon unter Beweis gestellt hat.

Die beiden anderen Konkurrent weiter unten sind ebenfalls nicht ohne und werden Schwächen der beiden Favoriten sicher ausnutzen

Bob Olinger: Der Sholokhov Sohn von Henry De Bromhead wurde 2018 vor seinem ersten Start kastriert, gewann dann aber seinen ersten Start in einem PTP Rennen in Irland auch mit beeindruckenden 15 Längen. Das war schon mal ein ziemliches Ausrufezeichen, welches er auf dem Kurs in Gowran Park 111 Tage danach noch einmal wiederholte, obwohl der Untergrund schwer war. 10 Längen holte er auf die bessere Konkurrenz heraus und Bob Olinger hatte zeigen können, dass er zumindest auf dem Flat eine Menge Speed besaß und die Konkurrenz in Irland in die Tasche stecken konnte.

258 Tage später startete er dann erneut in Gowran Park über 2 Meilen und schweren Boden in seinem ersten Hürdenrennen, konnte aber nicht nahtlos an seine Erfolge aus den NHF Rennen anknüpfen und musste sich zunächst mit einem zweiten Platz zufrieden geben, nicht zuletzt, weil er gerade an der letzten Hürde unter Druck einen schlechten Sprung zeigte und Ferny Hollow ziehen lassen musste. Die beiden waren allerdings beim Zieleinlauf auch komplett unter sich und mussten keinen weiteren Konkurrenten fürchten, denn der Rest hatte über 30 Längen Rückstand auf die beiden Sieger und hatte schon eine lange Zeit keine Rolle mehr gespielt. So gesehen klein schlechter Start in die Saison, Ferny Hollow hatte schließlich im Jahr zuvor den Champion Bumper gewinnen können und hat offensichtlich seine Form auch auf die Hürden übertragen können. Der Konkurrent hat bis zum Cheltenham Festival keinen weiteren Start absolviert, im Gegensatz zu Bob Olinger, der im Dezember sein nächstes Maidenrennen locker mit 14 Längen gewinnen konnte und im Januar das Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle ebenfalls für sich entscheiden konnte.

Rachel Blackmoore griff zwischen den letzten Beiden Hürden deutlich vor dem Hauptkonkurrenten Blue Lord zur Peitsche und trieb ihren Schützling an, während Paul Townend auf Blue Lord noch zuversichtlich aussah und ihn nur mit den Zügeln zu etwas mehr Tempo antrieb, aber das Bild änderte sich komplett nach dem Sprung über die letzte Hürde, den Bob Olinger deutlich schneller absolvierte und immer mehr Tempo aufbaute, während Blue Lord urplötzlich den Anschluss verpasst hatte und nun unter starkem Druck seines Jockey trotzdem nicht mehr aufschließen konnte.

Nach der starken Leistung konnte Bob Olinger beim Cheltenham Festival im Ballymore Novices‘ Hurdle als Favorit auflaufen ud wurde dieser Einschätzung auch gerecht. Zwar begann er das Rennen ein wenig zu energisch und verbrauchte zu viel Kraft bis er einmal ins Rennen fand, von da an gab es aber kein Halten mehr. Bob Olinger verlor zwar an der viertletzten Hürde noch einmal seinen zweiten Platz hinter dem Pacesetter, war aber auch noch nicht voll in Schwung und holte sich die Führung im Cruise Modus zwischen den letzten beiden Hürden und war dann auf und davon als er einmal das „Go“ nach der letzten Hürde bekommen hatte. Gallaird Du Mesnil holte sich den zweite Platz, hatte aber locker 7 Länge Rückstand am Ende.

Nach der Sommerpause startete Bob Olinger im Irish Stallion Farms EBF Beginners Chase und gewann erneut unangefochten, hatte aber einige unsaubere Sprünge in seinem Lauf, lief aber bei seinem zweiten Start in der Saison im Kildare Novice Chase auf Grupep 3 Ebene schon deutlich besser und schlug die hoch gehandelten Capodanno und Gaillard Du Mesnil mit Leichtigkeit.

Der Superstar Bob Olinger ging mit vielen Vorschusslorbeeren in das Rennen beim Cheltenham Festival wo er im Turners Novices‘ Chase (Grade 1) (Registered As The Golden Miller) startete. Da ging er mit seiner Form aus den Duellen gegen Galaird Du Mesnil als durchaus solider Konkurrent für Galopin Des Champs in das Rennen, und gewann auch am Ende… allerdings nur mit sehr sehr viel Glück, denn der sichere Sieger Galopin Des Champs nahm sich an der letzten Hürde selbst aus dem Rennen und schenkte Bob Olinger, der 12 Längen hinter ihm war damit das Rennen.

Der Sieg beim Cheltenham Festival ist also trotz Sieges bei Weitem kein Formboost gewesen! Er startete im April dann im Dooley Insurance Group Champion Novice Chase in Punchestown zum Saisonabschluss, musste dort aber das Rennen abbrechen, nachdem er von seiner Position von hinter den Führenden keinen Stich landen konnte und einige Hürden nicht sauber sprang.

Heute also das Saisondebüt – letztes Jahr kam er in exzellenter Form aus der Pause zurück und er hat hier durchaus gute Chancen gegen die Konkurrenz heute, wenn er in der selben Form zurück

Flooring Porter: Ausdauer Star Flooring Porter gewann die letzten beiden Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival und wird dieses Jahr versuchen, an seine Erfolge in der letzten Saison an

Der Yeats Sohn von Gavon Cromwell war am Anfang seiner Karriere noch eher unscheinbar – 5 Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte, dann nur ein Sieg aus vier Rennen über Hürden, aber 2020 begann er so langsam in Fahrt zu kommen Zweiter Platz auf schwerem Boden über 2m7f in Navan im Februar, dann in einem der wenigen noch übrig gebliebenen Rennen im Juli (Die Corona Krise hatte viele Meetings zum Schließen gezwungen) ein Sieg in Gowran über 3m2 f und guten Untergrund und danach ein dritter Platz in Galway im Guinness Handicap Hurdle.

Bei diesem dritten Platz zeigte Flooring Partner schon, dass er eine Menge Ausdauer hat, denn er konnte sich auf den letzten Metern des 2m7f Rennen mit einem starken Lauf zum Ziel immerhin den ausbezahlten dritten Platz sichern. Wenn er auf weichem Untergrund so spät im Rennen noch so viel Kraft übrig hat, macht das natürlich Hoffnung für die Ausdauerrennen, die natürlich auch sein weiteres Ziel in der Saison 20/21 nach der Winterpause waren.

Da startete er erneut in Gowran Park im Good Enuf 2 Eat Caterers At Gowran Park Handicap Hurdle über 3 Meilen auf gutem Untergrund und errang einen klaren zweiten Platz – Streets Of Doyen war zar uneinholbar fünf Längen vor ihm durchs Ziel gergangen, aber auch einen ganzen Stone leichter und der Favorit für das Rennen – so gesehen ging der zweite Platz völlig in Ordnung und Flooring Partner baute auf dieses Erfolg mit einem Sieg im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle, einem Grade B Hurdle in Navan, im Dezember 2020 mit einem Sieg auf.

In diesem Rennen übernahm Flooring Partner die Fürhung und gab diese auch nicht mehr ab. So einfach war es natürlich nicht über die gesamte Strecke für ihn, aber nachdem er die Führung an der ersten Hürde übernommen hatte, baute er schrittweise seinen Vorsprung bis auf fünf Längen aus, die ab der viertletzten Hürde aber wieder fast komplett eingeschmolzen worden waren. Ab da wurde es spannend, baute Flooring Partner doch einen schweren Fehler an der drittletzten Hürde ein und musste auch an der letzten Hürde nach einem erneuten schweren Fehler sein Momentum komplett neu aufbauen, kam aber trotzdem mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Wären die Fehler nicht gewesen, was für ein Lauf wäre das gewesen! So blieb aber eine Sorge, dass er mit diesen Sprüngen auf höherem Niveau nicht würde bestehen können, als er ebenfalls im Dezember das Gruppe 1 Leopardstown Christmas Hurdle ins Auge fasste. Dort allerdings sprang er deutlich besser und vermied die schweren Fehler aus dem letzten Rennen, übernahm aber wieder die Führung des Feldes und zog das Feld erneut weit auseinander. Wieder geriet er ab der viertletzten Hürde unter Druck, vielleicht weil er eine kleine Pause gegönnt bekam. Denn als Jonathan Moore auf ihm erneut zu arbeiten begann setzte er sich schnell zwei bis drei Längen von seinen Verfolgern ab und sprang die letzten beiden Hürden schnell und sauber. An der letzten Hürde übersprang er das Hinderniss sogar ein wenig, also sprang zu kraftvoll und zu hoch, so dass er beim Landen ein bisschen wanderte und Momentum verlor, aber das machte nichts und Flooring Partner setzte sich auf der Zielegraden insgesamt 6 Längen ab – und schlug damit die direkten Konkurrenten im Stayers Hurdle Sire Du Berlais und Fury Road, was ein sehr gutes Vorzeichen für das große Rennen war.

Beim Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival traute man ihm noch nicht recht über den Weg und hielt sowohl Paisley Park als auch Sire Du Berlais für stärker, beide Konkurrenten hatten aber keine Chance gegen Flooring Porter, der durchweg gute Sprünge zeigte und mit viel Kraft in den Sprint den Hügel hinauf zum Ziel ging. Er sah schon vor der drittletzten Hürde wie der Sieger des Rennens aus, hatte er doch augenscheinlich noch die meiste Kraft übrig und setzte die Konkurrenz gehörig unter Druck. Nach der letzten Hürde wurde dann sein Vorsprung kontinuierlich größer, bis er am Ende fast fünf Längen betrug. Flooring Porter geriert in dem Rennen niemals unter Druck und es war eine Überraschung, dass es Klassical Dream im Champion Stayers Hurdle so leichtes Spiel mit ihm haben sollte und Flooring Porter niemals richtig ins Rennen fand – er sprang konsequent nach links über die Hindernisse und schien niemals wirklich in dem Rennen seinen Rythmus zu finden, so dass er von Jonathan Moore vorzeitig aus dem Rennen genommen wurde.

Bei seinem Saisondebüt im Lismullen Hurdle hätte er wohl gewonnen, wenn er nicht an der vorletzten Hürde gestürzt wäre, beim erneuten Duelle mit Klassical Dream im Christmas Hurdle lieferte Flooring Porter zwar eine sehr gute Leistung ab, konnte Klassical Dream aber niemals wirklich unter Druck setzten oder überholen.

Danach wurde Flooring Porter auf das Stayers Hurdle vorbereitet und absolvierte kein weiteres Rennen bis zum Saisonfinale – und diese Taktik hat sich gelohnt denn im Stayers Hurdle dominierte Flooring Porter die Konkurrenz.

Er übernahm zunächst die Führung des Rennens und setzte ein ordentliches Tempo, zeigte saubere Sprünge durchweg, was ihn schnell einige Längen vor das Feld brachte. Zwar reduzierte sich seine Führung vor der vorletzten Hürde ein wenig, aber Flooring Prorter war auch noch längst nicht im Vorllsprint und wurde erst nach einem etwas unsauberen Sprung an der letzte Hürde dann von Danny Mullins angetrieben, der Flooring Porter schnell wieder auf Abstand zum Rest brachte.

Am Ende konnte Flooring Porter einen dominanten Sieg über Thyme Hill feiern, den er beim Saisonabschluss im Gruppe 1 Liverpool Hurdle wieder treffen sollte. Dort übernahm Flooring Proter wieder die Führung und ging bis zu 4 Längen vor das Feld, sein Vorsprung wurde dann schrittweise zum Ende hin aber reduziert, bis er an der vorletzten Hürde dann die Führung an Sire Du Berlais abgeben musste.

Flooring Porter versuchte dran zu bleiben, aber er hatte nicht viel Platz und wurde von den anderen Konkurrenten zu stark eingeengt, um einen eigenen Schlussprint ansetzten zu können und musste sich mit seinem zweiten Platz zufrieden geben

Letztes Jahr hätte er dieses Rennen hier gewonnen, wenn er nicht gestürzt wäre und ich kann mir vortsellen, dass er heute hier eine sehr gute Figur abgeben wird.

Sire Du Berlais: Der Poliglote Sohn hat in seiner Karriere schon viel Erfahrung auf der Rennstrecke sammeln können und startete auch schon mehfach beim Cheltenham Festival – so wechselte er auf Grund des Foto Skandals von Gordon Elliot zu Mrs Denise Foster im Vorfeld des Festivals 2021 und startete im Stayers Hurdle und holte einen sehr gutenzweiten Platz im Stayers‘ Hurdle, hinter Flooring Porter, und 2022 ging es stattdessen ins Pertemps Network Finak, allerdings ohne dort einen sonderlich guten Eindruck hinterlassen zu können

Flooring Porter jedenfalls kennt er schon ganz gut und den Konkurrenten hatte er beim Saisaonabschluss in Punchestown gut unter Kontrolle – etwas überraschend, aber ich bin gespannt auf das Duell heute!

Seine Karriere begann schon 2016 für Bertran De Balanda in Frankreich in Compiegne, wechselte aber 2017 nach Irland und war schon für ein Novice Group 2 gemeldet, startete dann aber  doch erst 264 Tage später in Punchestown in einem Novice Listed Rennen über 2m und belegte einen guten dritten Platz. Erneut war er ein Non Runner im nächsten Rennen, welches über 3 Meilen hätte sein sollen und man konnte damit schon sehen, wo die Reise hingehen sollte – in die Ausdauerrennen, die er danach mit gemixten Ergebnissen bestritt, bis er in  Cheltenham im Gruppe 3 Pertemps Network Final Handicap Hurdle auflief – und gewann. Er war auch als einer der Favoriten gestartet, aber der Sieg hätte knapper kaum ausfallen können, nur mit einem Nacken auf den letzten 75 Yards konnte Sire Du Belais sich am Ende durchsetzen. Knapp, aber ein Siege beim Festival nach mehreren knappen Niederlagen zuvor ist eine willkommene Abwechslung und natürlich der größte Erfolg bis dahin.

In Aintree danach im April im Gaskells Handicap Hurdle scheiterte Sire Du Berlais erneut deutlich, nachdem er einige Fehler produzierte hatte beim Springen und an der letzten Hürde deutlich ermüdete. Distanz und Untergrund waren eigentlich nicht anders als beim Cheltenham Festival, aber leider konnte Sire Du Berlais einfach nicht an seine Form aus dem großen Rennen anknüpfen, aber sei es drum – das kann passieren, wenn der Peak in der Saison rum ist.

Es kam die obligatorische Sommerpause bis zum Start in die Saison 19/20 im Dezember 2019, wo Sire Du Berlais im eCOMM Merchant Solutions Handicap Hurdle über 3m auf weichem Boden einen vierten Platz belegte, allerdings war er in diesem Rennen für die Sieger auch niemals gefährlich und so gesehen war das Preisgeld für den vierten Platz nicht viel wert und schon beim nächsten Rennen im Pertemps Network Handicap Hurdle Qualifier scheiterte Sire Du Berlais deutlich und kam nie über das Mittelfeld des Feldes hinaus – er steckte fest und schien den Tempowechsel nicht mitgehen zu können. Auch beim nächsten Qualifier in Warwick war das Ergebnis nicht viel besser, so dass es 2020 überraschte,d ass er wieder Spot On beim Cheltenham Festival in Form war.

Nachdem Sire Du Berlais nun zwei Mal in Qualifiers für das Pertemps Network Final Handicap Hurdle gescheitert war – gewann er genau das Rennen gegen einen der Favoriten in Form von The Storyteller – ausgerechnet hier, im härtesten Rennen bisher brillierte Sire Du Berlais wieder und rannte ein hervorragendes Rennen und behauptete sich mit viel Herz auf den letzten Metern, Spannendes Rennen, taktisch deutlich besser gelaufen als zuvor und bessere Sprünge machten den Unterschied für Sire Du Berlais, der es danach auch gut sein lies und in der neuen Saison ausnahmsweise gleich mit einem Sieg startete.

So gewann er in Navan im Gruppe 2 Lismullen Hurdle mit einem erneut späten Lauf zum Ziel, der ihn den Sieg wieder um eine Marge einbrachte, die alles andere als bequem war – nur eine halbe Länge konnte Sire Du Berlais auf seinen Verfolger herausholen, und das auch nur sprichwörtlich auf den letzten Metern. Der Boden war schwer und das Rennen wurde durch den Sturz von Ronald Pump an der letzten Hürde für Sire Du Berlais erst richtig geöffnet, so dass der dritte Platz im Christmas Hurdle wohl die ehrlichere Form ist  – dort konnte Sire Du Berlais zwar mit einem dritten Platz wieder im Geld platzieren, aber war erneut nicht in der Lage dem Sieger des Rennens gefährlich zu werden.

Aber das kennen wir ja auch schon von den letzten Jahren, dass die Form vor dem Festival ein wenig schwächelt und beim Cheltenham Festival selber holte er einen sehr guten zweiten Platz im Stayers Hurdle hinter Flooring Porter, der seine Form aus dem Chritsman Hurdle damit noch einmal bestätigen konnte.

Der Lauf beim Saisondebüt im Lismullen Hurdle war allerdings klar unter den Möglichkeiten von Sire Du Berlais und es war nicht wirklich überraschend, dass er das harte Dornan Christmas Hurdle in Leopradstown dann sogar vorzeitig beenden musste.

Der Weg zum Cheltenham Festival 2022 war steinig, mit einem vierten Platz im Network Handicap Hurdle unter zu hohem Gewicht – der eigentlich abzusehen war, genau wie der elfte Platz beim Cheltenham Festival 2022 im Pertemps Network Final, welches ebenfalls unter zu hohem Gewicht absolviert werden musste. Beides Rennen, die meiner Meinung nach nicht die Stärken von Sire Du Berlais wiederspiegelten.

Denn zurück unter den gleichen Gewichten und raus aus den Handicaps schlug er den hohen Favoirten Flooring Porter im Liverpool Hurdel in Aintree mit knapp 2 Längen und sah in absoluter Bestform aus – und auch danach im Champion Stayers Hurdle in Punchestown machte er keine schlechte Figur mit einem vierten Platz, nur vier Längen hinter dem Favoriten und klaren Sieger Klassical Dream

Er wird zwar immer älter, ist aber bei weitem noch kein altes Eisen und sollte hier für Stimmung sorgen

Zanahiyr: Der Nathaniel Sohn startete am Anfang noch für M. Halford und schien einige Startschwierigkeiten zu haben, bevor er so richtig Track in seiner Karriere als Rennpferd bekommen konnte, denn es brauchte 4 Anläufe in zwei Jahren um sein erstes Rennen zu gewinnen – Und gleich nach dem ersten Sieg in Fairyhouse im Juni 2020 wurde er kastriert und wechselte zu Gordon Elliot, der offensichtlich ein besseres Händchen mit seinem Neuzugang zu haben schien und nicht nur das erste Rennen über Hürden (und damit das Maidenrennen) beim ersten Versuch gleich gewinnen konnte, sondern legte danach auf Gruppenebene gleich nach – zuerst im Gruppe 3 Bar One Racing Price Boost Juvenile Hurdle in Fairyhouse, wo er einen beeindruckenden Sieg feiern konnte und danach noch eine Ebene höher im Knight Frank Juvenile Hurdle, bei dem er nicht weniger leicht gewinnen konnte. Das waren nun zwei lockere Siege auf Gruppenebene in Folge gegen die gleich alte Konkurrenz gewesen und alles sah im VVorfeld des Cheltenham Festivals gut aus für Zanahiyr.

Dann kam aber der Skandal um Gordon Elliot und Zanahiyr wechselte zu Denise Foster und der Favorit konnte beim Festival selbst im JCB Triumph Hurdle dann nicht mehr überzeugen – er ging zu energisch in das Rennen, war an der dritten Hürde nicht sauber, fing sich aber wieder und lief locker über den Rest der Distanz bis zur vorletzten Hürde, wo er zu wenig Platz hatte und von der Konkurrenz eingeboxt wurde. Trotz aller Bemühungen von Jack Kennedy im Sattel konnte Zanahiyr dann unter Druck nicht mehr auf die Führenden aufschließen und musste sich am Ende mit einem vierten Platz begnügen

Deutlich besser lief es dann schon wieder beim nächsten Start über 2 Meilen im Ballymore Champion Four Year Old Hurdle mit einem zweiten Platz, wo er allerdings weit in die Kurven ging und trotzdem an der letzten Kurve vor der letzten Hürde von den Konkurrenten behindert wurde. Auf den letzten Metern hatte er nicht die Geschwindigkeit um den Konkurrenten Jeff Kidder noch einzuholen, lief aber trotzdem deutlich besser als beim Cheltenham Festival

Nach der Saison ging es wieder zu Gordon Elliot, der wieder direkt beim ersten Start in der neuen Saison einen Erfolg mit seinem Zanahiyr feiern konnte, der für seinen Sieg im Gruppe 2 WKD Hurdle in Down Royal nur mit Händen und Füßen geritten werden musste.

Im Duell mit härterer Konkurrenz in Form von Sharjah im Morgiana Hurdle wurde die Form von Zanahiyr – wie auch schon beim Cheltenham Festival – allerdings wieder ein wenig relativiert, und Zanahiyr musste eine drei Längen Niederlage hinnehmen. Aber Zanahiyr lernte aus der Erfahrung und ging im Matheson Hurdle auf Gruppe 1 Ebene im Dezember noch einmal in das Duell mit Sharjah, der auf dem weicheren Untergrund dieses Mal alles geben musste, um Zanahiyr auf den letzten Metern noch zu überholen. Das war ein extrem guter Lauf von Zanahiyr, auch wenn es am Ende gegen den mehrfachen Gruppe 1 Sieger nicht gereicht hat, aber Zanahiyr machte es sich generell nicht einfach und ging bei seinem nächsten Duell gegen Honeysuckle noch einmal eine ganz andere Hausnummer an.

Honeysuckle dominierte dann auch das Chanelle Pharma Irish Champion Hurdle im Februa, aber Zanahiyr schaffte erneut einen zweiten Platz, auch wenn die sechs Längen Rückstand klar zeigten, das Honeysuckle ein ganz andere Hausnummer war.

Dementsprechend niedrig wurden seine Chancen im Unibet Champion Hurdle Challenge Trophy eingeschätzt, als es ins erneute Duell mit Honeysuckle ging. Die Wunderstute gewann auch wieder das Rennen, wie von ihr als Favoritin auch erwartet worden war. Honeysuckle übernahm die Führung des Unibet Champion Hurdle Challenge Trophy zwei Hürden vor dem Ziel und begann sich abzusetzen, aber dahinter wurde es durchaus spannend. Epatante versuchte an der letzten Hürde noch hinter Honeysuckle hinterherzugehen, aber auch Zanahiyr blieb dran und holte sich am Ende den dritten Platz mit einer Quote 28/1.

In Aintree ging es zum Saisonabschluss in das Gruppe 1 Betway Aintree Hurdle, wo Zanahiyr unter hartem Druck seines Jockeys Jack Kennedy an der vorletzten Hürde neben den Führendend Epatante, der ja schon beim Cheltenham Festival vor Zanahiyr ins Ziel eingelaufen war. Und auch dieses Mal war Epatante der klar stärkere Läufer, und selbst wenn Zanahiyr dann an der vorletzten Hürde nicht gescheitert wäre, hätte er gegen Epatante vermutlich keine Chance gehabt.

Das wird heute hier nicht einfach gegen diese Konkurrenz, wird aber sicher auch einiges von der From von Zanahiyr auf höchstem Niveau.

Pick: Flooring Porter


12.11.2022 – Naas – Fishery Lane Hurdle – Pick: Fil Dor

Pferderennen in England

13:55 Fishery Lane Hurdle – Gruppe 3

Für 4jährige Pferde | Distanz: 3.219 m | Preisgeld: 29.000 EUR | Hürdenrennen | Geläuf: Gras | Boden: weich

Kleines spanndes Gruppe3 Rennen in Naas heute zu Beginn. Das Rennen ist nur mit wenigen Startern besetzt, aebr hat trotzdem einiges an Tiefe, was vor allem an den Favoriten des Rennens liegt, allen voran Fil Dor, der bereits mehrfach auf Gruppe 1 gestartet ist und sich einige gute Platzierungen erarbeiten können – und letztes Jahr war er auf Gruppe 2 Ebene und Gruppe 3 Ebene erfolgreich, und das mit Abstand. Auf Gruppe 1 Ebene hagelte es zweite Plätze, die vielleicht etwas unter seinen Möglichkeiten waren.

Es sollte aber nicht lange dauern bis er sich endlich seinen ersten Gruppe 1 Sieg sichern kann, aber vielleicht kann er sich vorher auf einen Gruppe 3 Sieg begnügen? So richtig leicht wird es aber nicht, denn Brazil klopft ebenfalls an die selbe Tür.

Das Duell der beiden wird durch Paradise Dancer noch ein wenig gewürzt, der im September in Listowel mit sechs Längen ein Handicap gewinnen konnte. Zwar hat er im Ballinrobe im Mai schon mal mit 16 Längen gewinnen können und danach gleich in seinem nächsten Rennen nachgelegt, aber beim nächsten Sprung im Niveau kam er nicht hinterher. Er ist deutlich unter den beiden anderen notiert und das zu Recht, aber wenn die Favoriten schwächeln, ist er eine Option.

Fil Dor:

Der Doctor Dino Sohn von Gordon Elliot begann seine Karriere in Frankreich für H. De Lageneste, der allerdings nur ein einziges Rennen mit diesem Pferd bestritt und dann Fil Dor im August 2021 an Gordon Elliot abgab, der ihn als allererstes kastrieren lies, wie es für Pferde, die über Hürden laufen, die Regel ist.

Im Oktober 2021 ging es dann in Irland weiter, mit einem Start in Down Royal für den ersten Versuch über Hürden auf der Insel. Und Fil Dor schlug gleich so richtig ein, mit einem unerwarteten 16 Längen Sieg gegen de zweiten Favoriten Sea Sesssions. Noch n der drittletzten Hürde lief Fil Dor kraftvoll auf und konte sich zunehmend von seinen Verfolgern absetzten, der ab der vorletzten Hürde keine Chance mehr hatten an dem nun führenden Fil Dor dran zu bleiben – das war einfach und der Sprung auf die Gruppenebene anschließend nur logisch, auch wenn dort der Sieg erwartungsgemäß deutlich schwerer viel – aber ein Sieg war ein Sieg und beim zweiten Start in Irland überhaupt bereits ein Gruppenrennen zu gewinnen, war ein deutliches Statement.

Und mehr als die 1,5 Längen gegen den herannahenden Lunar Power wären ebenfalls drin gewesen, also alles im grünen Bereich – die 2m passten genau wie der ungewöhnlich schnelle Untergrund. Beim dritten Rennen im Herbst 2021 gelang Fil Dor der Sieg im Gruppe 2 Knight Frank Juvenile Hurdle über 2m und dieses mal weichen Boden.

Nicht alle Sprünge waren so sauber wie sie hätten sein können und  gerade an der letzten Hürde verschenkte er ein wenig Momentum, sammelte sich aber schnell wieder und holte auf der Zielgeraden noch einiges an Vorsprung heraus – 7 Längen waren es am Ende auf seinen Verfolger Lunar Power, der wie der Rest keine Chance hatte an Fil Dor noch dran zu bleiben.

Dann ging es im Gruppe 1 Spring Juvenile Hurdle auf Gruppe 1 Ebene gegen Vauban von Willie Mullins. Das Duell der beiden war ein sehr spannendes, und eigentlich war Fil Dor dabei als Favorit in das Rennen gegangen, aber Vauban war in diesem Duell am Ende der Stärkere und konnte sich nach der letzten Hürde immer weiter absetzen, bis er Fil Dor mit drei Längen Vorsprung kontrollieren konnte.

Die beiden trafen dann in Cheltenham im JCB Triumph Hurdle wieder aufeinander, und da Fil Dor nur einen Monat zuvor keine Chance gegen Vauban hatte, waren die Favoritenrollen dieses Mal klar verteilt – Vauban der klare Favorit, Pied Piper zweiter Fav, und Fil Dor dahinter – und die Reihenfolge stimmt beim Einlauf auch fast – nur das Fil Dor sich knapp den zweiten Platz sichern konnte. Vauban hatte die beiden Verfolger schon vor der letzten Hürde klar unter Kontrolle und musste sich keine Sorgen machen, dass er den Hügel hinauf noch Probleme bekommen würde, aber das Duell um den zweiten Platz war dabei umso spannender und Fil Dor erkämpfte sich mit einem Nacken den verdienten zweiten Platz

Auch beim Saisonabschluss in Punchestown ging es schon wieder gegen Vauban, der sich auch hier keine Blöße gab und das Feld dominierte, aber Fil Dor blieb trotzdem als Einziger noch halbwegs an dem Sieger dran und hatte gut 14 Längen Vorsprung auf die Verfolger. Fil Dor hatte versucht das Feld über die Distanz zu führen, aber war zwischen den letzten beiden Hürden von Vauban überholt worden und musste sich damit begnügen, den Favoriten ziehen zu lassen.

Ein bisschen Grund zur Sorge gibt mir heute, dass er seinen letzten Start in Ballindrobe deswegen abgesagt hatte, weil der Untergrund Yielding to Soft war – wie heute auch. Seine Leistungen waren auf weichem Boden aber prinzipiell sehr gut, so dass ich nicht genau weiß, warum der Start in Ballindrobe abgesagt wurde.

Brazil: Der Galileo Sohn von John P. Mcmanus ist ein Gruppensieger, begann seine Karriere aber recht gemächlich für Aiden O’Brien. Seine ersten Rennen beendete Brazil jeweils auf dem dritten Platz, bevor der erste Sieg in seinem Maidenrennen feiern konnte.

Dann versuchte er sich direkt an einem Gruppenrennen in Curragh und wurde da auch durchaus mit respektablen Chancen gehandelt, aber war am Ende doch komplett chancenlos.

Und auch als er danach in Leopardstown im Leopardstown Handicap startete, verlor Brazil deutlich und musste sich mit einem zehnten Platz am Ende zufrieden geben. Im nächsten Rennen lief es in Dundalk im Oktober 2021 schon wieder etwas besser mit einem sechsten Platz nur knapp über 2 Längen hinter dem Sieger, und nach dem Rennen gab Aiden O’Brien ihn an Padraig Roche ab, der ihn über Hürden führte. In drei Maidenrennen im Winter 21/22 war er allerdings chancenlos und war erst beim Wechsel zu den Novice Hürden Rennen in Form des Kill GAA Rated Hurdle in Naas im Februar 2022 gelang Brazil dann wieder ein Sieg, der ihn direkt zum Cheltenham Festival auf Gruppe 3 Ebene in das Boodles Juvenile Hurdle führte. Das setzte Brazil sich überraschend gegen den Favoriten Gaelic Warrior durch.

Brazil hatte sich prominent platziert und ging vorne im Feld mit, wurde aber schon an der zweiten Hürde von den dicht gepackten Konkurrenten behindert und fiel ein kleines Stück zurück, bevor er sich ab der drittletzten Hürde mit dem Favoriten Gaelic Warrior um die Führung zu streiten begann und auf die Pacesetter aufgeschlossen hatte – aber an der letzten Hürde hatte er zwei Längen Rückstand und der Favorit sah auch wie der Sieger aus. Aber dann ging es eben den berühmten Hügel in Cheltenham hoch und Brazil hatte noch viele Reserven übrig uns kämpfte sich heran, um den Sieg auf der Ziellinie zu schnappen. Der Sieg war überraschend, aber das Duell der beiden war ein echter Fan Pleaser und katapultierte Brazil auf die Landkarte, s dass er auf Gruppe 1 Ebene ein paar Wochen später in Aintree im Jewson Anniversary Hurdle als Favorit starten dürfte, aber der Verantwortung nicht gerecht werden konnte – er versuchte wie beim letzten Sieg in Cheltenham sich prominent zu platzieren, war aber 3 Hürden vor dem Ziel schon langsam dabei unter Druck zu geraten und war dann an der vorletzten Hürde dabei, von den Siegern abgehängt zu werden, die bis zur Ziellinie 12 Längen auf ihn gut machten.

Nach der Sommerpause kam er dann im Gruppe 3 Fitzgerald’s Woodlands House Hotel Novice Hurdle zurück zur Rennstrecke und gab eine solide Figur ab, aber hatte keine Chance gegen den Favoriten Champ Kiley, der ihm zeigte, wie eine Start zu Finish Siegesleistung aussehen muss.

Ich finde ihn nicht schlecht, aber Fil Dor macht für mich wesentlich mehr her.


05.11.2022 – Keeneland – Longines Breeders‘ Cup Distaff (Grade 1) – Pick: Nest

Pferderennen in den USA

20:55 Longines Breeders‘ Cup Distaff

Distanz: 1m1f | Alter 3yo+ | Fillies & Mares | Untergrund: Gut

Todd Pletcher will auf seinen dritten Breeder’s Cup Distaff-Sieg zielen und das dynamische Duo, das dieses Jahr an den Start geht, könnte ihm dabei eine große Chance bieten. Nest und Malathaat sind zwei Stuten, die so blaublütig sind, wie sie nur sein können und die Zucht ist makellos.

Die beiden sind die primären Kandidaten in einem acht Pferdchen starken Rennen, das über neun Furlongs auf dem Keeneland-Hauptkurs ausgetragen wird.

Malathaat wurde letztes Jahr in diesem Rennen nur knapp vom Sieg abgehalten, als sie Dritte wurde, nur eine halbe Länge hinter dem Sieger. Das Tempo an diesem Nachmittag war atemberaubend schnell und die späten Closer hatten eindeutig einen Vorteil, nachdem die Front Runner sich ausgebrannt hatten. Ihr Ritt war nicht ideal, da sie eingeboxt wurde und Marche Lorraine so die Chance hatte, als Erste an den erschöpften Pacesettern vorbeizugehen und Malathaat sich erst einmal eine Lücke suchen musste. In diesem Jahr ist sie als Vierjährige zurückgekehrt und hat seitdem dreimal gewonnen und zweimal den zweiten Platz belegt, der heutigen Konkurrentin Clairiere unterlag sie dabei. Es gibt natürlich ein wenig Grund zur Sorge, dass Clairiere wieder ebenfalls Teil dieses kompakten, aber tiefen Feldes ist.

Auf diesem Kurs ist sie ungeschlagen, als sie letztes Jahr das Ashland gewann und in diesem Jahr sowohl das Doubledogdare als auch das Spinster Stakes gewinnen konte. Es sind zwar nicht so viele schnelle Pacesetter wie im letzten Jahr unterwegs, aber die Pferde, die vorne sein wollen, stehen in den äußeren Startboxen und werden zwangsweise nach vorne Sprinten müssen. Ihre Startbox am Rail sollte sicherstellen, dass sie einen guten Platz findet, wahrscheinlich direkt hinter dem Early-Speed, im Mittelpack.

Nest ist die 9-5 Favoritin in den Quoten und ist definitely das „Jetzt“ und „Hype“ Pferd, das in dieses Rennen kommt. Seit sie im Kentucky Oaks und Belmont Stakes den zweiten Platz belegte, hat sie in prestigeträchtigen Rennen wie dem Coaching Club America Oaks, Alabama und der Beldame Stakes für Spaß bei ihren Verbdinungen gesorgt und souverän gewonnen. 12, 9 und 5 Längen betrug ihr Vorsprung und sie hat die Erfahrungen aus den starken Rennen wie dem Oaks zur vollen Geltung gebracht. Nun wird sie mit der Aufgabe konfrontiert, dieses tiefste Feld zu bekämpfen, das sie bisher gesehen hat, denn viele der Konkurrentinnen sind ihr bisher entweder aus dem Weg gegangen oder waren zu alt, als dass sie in den selben Rennen hätten starten können.

Sie hat die Innenposition gegenüber sowohl Search Results als auch Society , so dass Irad Ortiz eine Entscheidung treffen muss, ob er die Rail sichern und sie früh herausfordern will, oder ob er zurückhängen und die Führenden verfolgen will. Sie ist definitiv ein Spieler in diesem Rennen, aber ich denke, bei 9-5 muss man ein wenig vorsichtig sein.

Search Results und Society sind Tempo-Faktoren in diesem Rennen und es bleibt abzuwarten, wie viel sie am Ende des Rennens noch zu geben haben werden.

Search Results hielt die Konkurrenz in diesem Jahr durch das hartnäckige Front Ruinning im Odgen Phipps und im Personal Ensign in Schach. Sie wird direkt außerhalb von Nest und innerhalb von Society starten und hat damit eine taktische Position inne. Society wird mit nach vorne gehen, nachdem sie mit einer starken Tür-zu-Tür-Leistung in der Cotillion Stakes in Parx kommt, und die beiden Front Runner gehen fast nebeneinander in das Rennen was sehr spannend werden sollte.

Es war ein erheblicher Vorteil, in Dirt-Rennen im Keeneland Fall Meet vorne zu sein oder in der Nähe des vorderen Felds mit den Pacesettern. Mehr als 70% der Rennen, die auf der Hauptbahn in diesem Herbst gelaufen wurden, wurden von Pferden gewonnen, die entweder von Beginn bis zum Ende an der Spitze liefen oder die Führenden verfolgten. Pace Matters in diesen Rennen, und es ist nicht leicht die Rennen von hinten aufzurollen.

Conversely und Clairiere könnte sich aus einem Pace-Szenario in diesem Rennen herausgefordert sehen, beide kommen gerne spät ins Rennen, aber sind beide natürlich statistisch hier benachteiligt. Converseley schloss gut auf die Führenden, um Letruska und Search Results zu überholen und Malathaat im Ogden Phipps auf Abstand zu halten. Sie war klar das beste Pferd im Shuvee, kam aus dem letzten Drittel und überholte Malathaat erneut. Sie war vor dem Personal Ensign unruhig, wo sie als Favoritin Letzter von fünf wurde. Sie ist hier als 4-1 aufgeführt und ich gehe von einem deutlich besseren Lauf heute aus.

Sie hat Malathaat zweimal auf dem Viereck geschlagen. In ihren sieben bisherigen Duellen hat ihre sie Rivalin jedoch fünf Mal besiegt und hat noch die Nase vorn aber die aktuelle Form geht klar in die Richtung von Clairiere .

Dieses Rennen wurde letztes Jahr von einem riesigen Außenseiter gewonnen, als der japanische Besucher Marche Lorraine den 70-1 Schock landete und das Rennen gewann. Es gibt drei Außenseiter in diesem Rennen, Blue Stripe Secret Oath und Awake at Midnyte . Von diesem Trio ist Blue Stripe, der Gast aus Kalifornien, die mit wohl den besten Chancen. Sie verlor im letzten Jahr in diesem Rennen klar und landete weit hinter dem Sieger, hat sich in diesem Jahr aber steigern können und hat drei starke Rennen in Südkalifornien gelaufen und das letzte davon war das Grade 1 Clement Hirsch. Es ist immer noch ein ziemlicher Longshot, aber einen den ich wenigstens eventuell kommen sehen kann.


05.11.2022 – Keeneland – FanDuel Breeders‘ Cup Mile – Pick: Kinross / Dreamloper

Pferderennen in den USA

20:10 FanDuel Breeders‘ Cup Mile presented by Permanently Disabled Jockey Fund (Grade 1)

Distanz: 1m | Alter: (3yo+) | Untergrund: (Turf) / Gut

Der Grade 1 Breeders‘ Cup Mile ist ein amerikanisches Pferderennen, das jedes Jahr im November auf dem Santa Anita Park in Kalifornien ausgetragen wird. Das Rennen ist für Vollblüter im Alter von drei Jahren und älter ausgeschrieben und die Distanz beträgt eine Meile (ca. 1600 m), die Prämien für dieses Rennen betragen 2 Millionen US-Dollar.

Das Rennen zieht jedes Jahr einige der besten Vollblüter der Welt an, die um die prestigeträchtige Trophäe kämpfen. In den letzten Jahren hat sich das Rennen zu einem der wichtigsten Vollblüter-Rennen der Welt über die Meile entwickelt und es wird erwartet, dass auch in diesem Jahr wieder viele spannende Pferde am Start stehen werden.

Eines der Pferde, die in diesem Jahr zum Favoritenkreis gehören, ist Modern Games. Dieser dreijährige Hengst gewann letztes Jahr den Breeders‘ Cup Juvenile Turf und wird versuchen, dieses Jahr den Cup Mile zu gewinnen.

Modern Games: Der Dubawi Sohn ist einer von mehreren Nachkommen des Superstars, die sich hier treffen werden – der von Charlie Appelby trainiert Modern Games, der seine bisherigen Rennen alle in England bestritten hat. Sein erstes Rennen war seine einzige deutliche Niederlage bisher, wenn auch nicht die einzige. Nach seinem Sieg in seinem Maidenrennen kam noch ein zweiter Platz in einem Novice Rennen, bevor er in Doncaster ein Novice Rennen mit drei Längen gewinnen konnte. Dort konnte er mit Leichtigkeit auf schnellem Boden das Feld aus der Mitter heraus aufrollen und ging danach auf Gruppenebene hoch um im Gruppe 3 The Somerville Tattersall Stakes in Newmarket zu starten.

Das 7f Rennen im September war gut besetzt und Modern Games startet nur als zweiter Favorit hinter Trident, der nur knapp den Sieg im Darley Prix Morny in Frankreich verpasst hatte. Das waren gute Vorzeichen für den Breeders‘ Cup im letzten Jahr, den Modern Games dann auch mit Bravour gewinnen konnte, als er im Breeders‘ Cup Juvenile Turf mit Ansage gewann. Ein Lauf aus dem Mittelfeld und ein starker Zug zum Ziel waren alles, was er für einen triumphalen fast-2-Längen Sieg brauchte.

Zwar war es 2022 dann mit der Siegessiere zu ende, trotzdem, seine Form in diesem Jahr ist beeindruckend und es sieht so aus, als könnte er tatsächlich einer der Favoriten für den Sieg auch dieses Jahr sein.

Appleby hält einen beneidenswerten Rekord bei den End-of-Season-Showdowns, sechs Breeders‘ Cup-Rennen von nur 11 Startern und er hat einige bewährte Reisende, die diesmal versuchen, diesen Rekord zu verbessern.

An der Spitze ist der Sieger des Juvenile Turf von letztem Jahr Modern Games, der in dieser Saison ein Classic gewonnen hat und von dem berichtet wurde, dass er sich gut von seinem britischen Champions Day-Einsatz erholt hat, als er Zweiter in der QEII war. „Modern Games ist nach dem Rennen in großartiger Form – hart wie Stahl ist er„, sagte Appleby. „Er hat eine verdammt gute Leistung auf Boden gezeigt, der ganz gegen ihn war. William (Buick) sagte von Anfang an, dass er damit beschäftigt war, aber er ist so tapfer wie ein Löwe und wird nach Keeneland gehen.

Der Godolphin-Trainer gewann den Turf Breeders‘ Cup mit Yibir vor einem Jahr und obwohl er sich dafür entschieden hat, seinen Derby-Helden Adayar nicht in Lexington laufen zu lassen, hat er in Rebel’s Romance und Nations Pride zwei Pferde, die bereits international Erfahrungen gesammelt haben dieses Mal. Und er glaubt, dass das Identifizieren der richtigen Eigenschaften bei einem Pferd entscheidend ist, wenn man aus seinem riesigen Stall an Talenten auswählt, die mit dem Overseas-Abenteuer beauftragt werden sollen.

Er fuhr fort: „Sie müssen Ihre Pferde kennen und wissen, welche Eigenschaften sie haben und wie sie sich auf die Reise und das Training in einem anderen Land einstellen werden. Wir hatten einige, die es nicht getan haben, wie Master Of The Seas und Albahr letztes Jahr, aber zum Glück konnten sich die meisten Pferde, die wir in der Vergangenheit gewählt haben, an die Umgebung und das Training anpassen. „Die Zweijährigen werden diejenigen mit den Fragezeichen sein, aber die beiden, die wir nach Übersee bringen wollen, Mischief Magic und Silver Knott, haben jetzt genügend Erfahrungen gesammelt. „Sie müssen mit Rennklugheit nach Übersee gehen und die beiden Dinge, die sie beide tun, sind Springen und Reisen. Ich bin ein großer Gläubiger daran, dass Sie das können müssen, Sie wollen nicht in Amerika hinter dem acht Ball sein, weil es dort hart wird Arbeit für dich. „

Ein weiteres Pferd, das in diesem Jahr eine gute Chance hat, ist Kinross. Dieser Hengst ist ebenfalls drei Jahre alt und kommt direkt aus England. Er gewann in den letzten beiden Rennen, die er bestritten hat, den Group 1 Prix du Moulin und den Group 1 Prix de la Forêt. Auch wenn er noch nie über eine Distanz von 1600 m gelaufen ist, so sieht es doch so aus, als könnte er die Distanz gut schaffen.

Der fünfjährige Wallach wird das Pferd für Frankie Dettori sein in diesem Jahr im Rennen um die Meile, wobei der legendäre Jockey auf der Suche nach seinem zweiten Sieg in diesem Rennen ist. Ralph Beckett wird einen ersten Sieg anstreben, doch seine Chancen stehen unglaublich gut, basierend auf den Leistungen, die wir in dieser Saison von diesem Wallach gesehen haben. Alle seine Läufe in dieser Saison fanden über Distanzen zwischen sechs und sieben Furlongs (ca. 1.200 bis 1.400 m) statt, aber er sieht mehr als bereit für diese Rückkehr auf eine Meile. Er kommt nach dem Sieg in seinem vorherigen Rennen auf die Meile, in dem er die großen G1-Sieger des Prix de la Foret und des British Champions Sprint Stakes hervorhob. Der große Bedenken wäre jedoch der Schritt auf eine Meile, da er in dieser Klasse über diese Strecke noch unerprobt ist. Sein letzter Einsatz über eine erweiterte Distanz fand im Februar 2021 in Meydan statt, wo er das Rennen auf Platz sechs beendete. Aber wenn jemand einen Meilensieg plant, dann ist es Dettori.

Ein weiteres Pferd, das in diesem Rennen eine gute Chance hat, ist Regal Glory. Dieser fünfjährige Wallach aus den USA konnte in den letzten beiden Rennen, die er bestritten hat, das Grade 1 Sword Dancer Invitational Stakes und den Grade 1 Manhattan Stakes, jeweils den zweiten Platz belegen. Auch wenn er in den letzten Rennen nicht ganz so stark war, so ist er doch ein Pferd, das man auf jeden Fall im Auge behalten sollte und das sich auf die Ränge für einen ausbezahlten Platz schieben könnte.

Der dreijährige Wallach Domestic Spending ebenfalls ein Pferd das einen zweiten Blick in diesem Rennen wert ist. Er hat in diesem Jahr bereits den Grade 2 Gulfstream Park Handicap und den Grade 3 Lexington Stakes gewonnen

Ganz besonderen Wert sollte man aber vielleicht auf Order of Australia legen, wenn man schon einen Trifecta spielt.

Order Of Australia: Der Australia Sohn von Aiden O’Brien war 2020 eine der großen Überraschungen für mich, denn bis zu seinem Sieg beim Breeders Cup war er bei mir unter dem Radar gelaufen und seine Erfolge waren an einer Hand abzählbar. Auch danach kamen nicht mehr viele Siege.. aber die einzigen beiden Siege die Order Of Australia seitdem feiern konnte, waren in Curragh – dabei ist er mit Keenland (USA), Longchamp (FR) und Ascot weit herumgekommen.

Seine Karriere begann im Nobember 2019 mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen, ging dann 2020 im Juni weiter mit einem dritten Platz, ebenfalls in einem Maidenrennen, um dann im Juni in Curragh auf Gruppe 1 Ebene das erste Mal zu überraschen. Über knapp 2400m auf gutem Untergrund kam Order Of Australia im Irish Derby  nämlich auf einem soliden vierten Platz ins Ziel und sammelte damit auf höchstem Niveau ein wenig Preisgeld ein…. was mit einer Quote von 33/1 so nicht erwartet worden war.

Zwar war der Sieger Santiago entfleucht und sechs Längen vor Order Of Australia durchs Ziel gelaufen, aber die Leistung im irischen Ableger des Derby war beeindruckend gewesen – leider konnte Order Of Australia diese Form im nachfolgenden Prix De Jockey Club in Frankreich nicht wiederholen und musste mit einem siebten Platz vorlieb nehmen, allerdings trennten ihn in diesem Rennen am Ende „nur“ knapp 4,5 Längen vom Sieger.

Danach wurde es ganz offensichtlich Zeit für den ersten Sieg in der Karriere von Order Of Australia, der in Dundalk im September 2020 und in Curragh im selben Monat zwei Siege auf niedrigem Niveau feiern konnte – dann aber wieder eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Novi IT Services International Stakes hinnehmen musste, und dafür nur bedingt eine Entschuldigung vorweisen konnte. Zwar war er kurzzeitig eingeengt worden und hatte keinen freien Lauf zum Ziel, das war aber bei Weitem nicht genug, um die schlechte Leistung zu rechtfertigen.

Und genau wegen dem nachfolgenden Rennen war Order Of Australia für mich 2020 so eine große Überraschung, denn nach der klaren Niederlage auf Gruppe 3 Niveau ging es über den großen Teich nach Amerika, wo er im Breeders Cup Miel startete – natürlich als klarer Außenseiter mit eienr Quote von 40/1.

Und am Anfang des Rennens sah es auch noch danach aus, als ob Order Of Australia das Rennen wieder vergeigen würde, sträubte er sich doch gegen die Zügel und verschwendete Energie, konnte sich aber trotzdem eine gute Position in dem Rennen sichern und übernahm innerhalb der letzten 200m die Führung des Rennens. Zwar kam Circus Maximus noch heran und setzte Order Of Australia stark unter Druck, konnte sich aber nicht an diesem Vorbeischieben und musste sich mit einem zweiten Platz begnügen.

Nach diesem Sieg in einem der schwersten Rennen auf dem Rasen in Amerika ging Order Of Australia gleich die nächste riesengroße Hausnummer an und versuchte sich am Hong Kong Mile, was allerdings gegen Golden Sixty und Co. eine ziemlich aussichtslose Sache war und in einer klaren Niederlage und einem sechsten Platz resultierte.

Nach 184 Pause kam Order Of Australia dann nach dieser Niederlage zurück auf die Rennstrecke, hatte sich aber ausgerechnet wieder ein sehr schweres Rennen ausgesucht, als er im Queen Anne Stakes in Ascot auflief.

In dem Rennen über 1609m auf gut bis festem Untergrund war Order Of Australia wegen seinem Sieg im Breeders Cup als einer der möglichen Sieger gehandelt worden, aber am Ende hatte er über sechs Längen Rückstand auf die Sieger und konnte niemals für Gefahr in diesem Rennen sorgen.

Dann kam der Start in Curragh über 1400m im Gruppe 2 Romanised Minstrel Stakes am 18.07.2021, wo Order Of Australia sich als Favorit mit einer Quote von 3 am Ende knapp durchsetzen konnte. Order Of Australia übernahm die Führung und gab diese auch bis zum Ziel nicht mehr ab, und war 2f vor dem Ziel sogar schon 2 Längen vor dem Ziel unterwegs und hielt den Vorsprung fast bis zum Ziel.

Nach dem Sieg ging es am 28.07.2022 in das Qatar Sussex Stakes (Group 1) (British Champions Series) in Goodwood, erneut ein sehr sehr starkes Rennen der British Champions Series, in welchem Order Of Australia eigentlich außerhalb seiner Liga spielte – und so war es dann auch – ein fünfter Platz, 4,5 Längen hinter dem Sieger war alles, was am Ende für Order Of Australia, der versuchte, das Feld über die Distanz zu führen, übrig blieb.

Order Of Australia wechselte dann im August 2021 nach Frankreich nach Deauville, wo er im Gruppe 1 Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois gegen sehr gute Konkurrenz startete, und eine sehr guten dritten Platz nur zwei Längen hinter dem Sieger holen konnte. Frankreich schien Order Of Australia gut zu tun, denn er holte danach im Prix du Moulin de Longchamp (Group 1) in Longchamp am 05.09.2021 einen noch besseren zweiten Platz. Zwar konnte er auf den letzten Metern keinen Eindruck mehr auf den Sieger machen, aber das war trotzdem eine sehr gute Leistung von Order Of Australia, der danach wieder seine Augen auf Amerika richtete und mit dem Gedanken spielte, wieder im Breeders Cup zu laufen – aber diese Pläne wurden mit einem letzten Platz in Keenland im Keeneland Turf Mile Stakes (Grade 1) begraben.

Stattdessen machte Order Of Australia eine Pause von 248 Tagen und ging ausgrechnet wieder in Ascot im Gruppe 1 Queen Anne Stakes (Group 1) (British Champions Series) an den Start – überraschte aber mit einem vierten Platz in diesem Rennen, auch wenn es wieder mehr als fünf Längen auf den Sieger waren.

Danach in Curragh war Order Of Australia wieder am Platz seines letzten Sieges- und legte tatsächlich noch einmal nach, als er wie letztes Jahr im Gruppe 2 Romanised Minstrel Stakes als Favorit startete. Dieses Mal gewann Order Of Australia mit noch mehr Vorsprung und feierte eine einfache Titelverteidigung.

Danach setzte es in Goodwood erwartungsgemäß eine klare Niederlage gegen Baaeed im Gruppe 1 Qatar Sussex Stakes, aber der Lauf danach im Frankreich im Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois war gar nicht so schlecht mit einem vierten Platz, wie auch sein zweiter Platz danach im Prix du Moulin de Longchamp zeigte – da hatte er aber keine Chance gegen Dreamloper, der auch heute hier wieder mit von der Partie sein wird.

Order Of Australia hatte aber einen Eingewöhnungslauf hier in Keenland im Coolmore Turf Mile Stakes und wenn man bedenkt, dass er dort den Start verschlief und früh angetrieben werden musste, um das Tempo mit zu gehen und nicht zu weit zurück zu fallen, war sein dritter Platz in einem Rennen, in dem viel Tempo vorherrschte keine schlechte Leistung!

Dreamloper: Die Lope De Vega Tochter startet für Ed Walker und hat sich in ihrer Karriere stets in exzellenter Form gezeigt.

Ihr erstes Rennen bestritt sie am 05.06.2020 auf dem Kurs in Newmarket im Betway EBF Stallions Maiden Fillies Stakes (Div I), wo sie einen 4. Platz belegte. Das zweite Rennen bestritt sie am 26.06.2020 auf dem Kurs in Doncaster im Follow At The Races On Twitter Novice Stakes, wo sie einen 3. Platz belegte. Ihr drittes Rennen bestritt sie am 27.07.2020 auf dem Kurs in Redcar im Every Race Live On Racing TV Fillies Novice Stakes (Div II), wo sie einen 1. Platz belegte. In diesem Rennen ging sie als klare Favoritin ins Rennen und hat dies auch bestätigt.

Danach hat sie ein Unibet Thanks The Frontline Workers Fillies Handicap, ein Betfred British EBF Premier Fillies Handicap, ein Casumo Best Odds Guaranteed Handicap und ein tote+ Exclusively At tote.co.uk British EBF Fillies Handicap bestritten . Das erste dieser Rennen hatte sie am 18.08.2020 auf dem Kurs in Kempton im Unibet Thanks The Frontline Workers Fillies Handicap, wo siemit einer Quote von 7,50 einen dritten Platz belegte.

Dreamloper bestätigte den guten Eindruck danach mit einem weiteren Sieg in ihrem nächsten Rennen, als sie einen Monat später in September am 05.09.2020 im Betfred British EBF Premier Fillies Handicap startete, dieses Mal mit einer Quote von 5,50 und als eine der Favoritinnen. In diesem Rennen hielt sich Dreamloper hinter den Führenden auf, übernahm die Führung 3f vor dem Ziel und wurde dann von ihrem Jockey Luke Morris wachgerüttelt, driftete 1 Furlong vor dem Ziel etwas nach links, lief aber gut weiter und gewann das Rennen am Ende knapp.

2021 war durchwachsen für sie.

Dreamloper hat dort einige gute Rennen bestritten und konnte dabei über die Spanne 2021/22 drei Siege einfahren. Sie startete zuletzt am 01.05.2022 in der Betfair Exchange Dahlia Stakes (Group 2) (Fillies & Mares), wo sie auf Anhieb einen Sieg davontragen konnte, gefolgt vom Sieg im Prix d’Ispahan. Dreamloper startete in das Rennen und nahm eine gute Position ein, um dann 2f vor dem Ziel geschüttelt zu werden und sich nach vorne zu kämpfen. Sie hielt das Tempo hoch und gewann das Rennen am Ende souverän. Sie startet in das Rennen mit einer Quote (Odds) von 9/2, was ihrer Favoritenrolle entspricht.

Ihr nächstes Rennen fand dann am 29.05.2022 im Prix d’Ispahan (Group 1) (4yo+) (Grande Course) (Turf) auf dem Kurs in Longchamp (FR) statt. Hier war Dreamloper keine klare Favoritin mit einer Quote von 6,20, lief aber ein hervorragendes Rennen und startete das Rennen aber diesmal etwas besser und konnte sich gleich am Anfang des Rennens an die Führende heransetzen. Jockey Kieran Shoemark lies sie dann 2 1/2f vor dem Ziel nach vorne gehen und sie konnte sich dann locker für den Sieg qualifizieren, anders als im letzten Rennen in Curragh im Alwasmiyah Pretty Polly Stakes.

In dem Gruppe 1 Rennen kam sie niemals so richtig in Fahrt, was man ihr aber auch verzeihen kann – jeder hat mal einen schlechten Tag, dass sie danach aber im Qatar Nassau Stakes in Goodwood erneut nicht Gang kommen wollte, wiegt da schon deutlich schwerer und wie sie auf schnellem Boden am Ende die Geschwindigkeit nicht halten konnte, obwohl sie auf dem Untergrund auch noch eine recht moderate, nicht zu schnelle Führung geschenkt bekommen hatte… das gab ein wenig Grund zur Sorge, aber wie sie in Frankreich auf weicherem Boden zeigen konnte, lag das tatsächlich nur an dem Boden – denn im Prix du Moulin de Longchamp auf Gruppe 1 Ebene dominierte sie die Konkurrenz und konnte sich gegen die Breeders Cup Siegerin Order Of Australia behaupten, die mit fünf Längen Rückstand keine Chance gegen Dreamloper hatte.

Es wird denke ich sehr auf den Untergrund ankommen, auf dem Dreamloper läuft, ob sie beim Breeder’s Cup am Ende gute Chancen haben wird. Ich kann es mir vorstellen, mal abwarten in welchem Feld sie aufläuft.


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