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Auch das Cheltenham Festival 2023 wird von den Kontroversen der Affordabilitätsprüfungen überschattet

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Affordabilitätsprüfungen sind ein „riesiges Problem“ auch für Wetter beim Cheltenham Festival.

Die eindringlichen Affordabilitätsprüfungen werden Wetter davon abhalten, beim Cheltenham Festival zu wetten, der wichtigsten Woche des Jahres für den Sport, befürchtet die Organisation, die die Wetter vertritt und sich für ihre Interessen einsetzt.

Sean Trivass, Vorsitzender des Horseracing Bettors Forum, ist überzeugt, dass die Prüfungen ein großer Abschreckungsfaktor für Wetter sind und dass jene, die hauptsächlich bei beliebten Veranstaltungen wie Cheltenham und dem Grand National wetten, sich entscheiden könnten, nicht zu wetten, wenn sie gebeten werden, persönliche Finanzinformationen an Buchmacher zu liefern – möglicherweise schon zum ersten Mal im Vorfeld der großen Frühjahrstreffen.

Die Warnung kommt nach dem Bericht des Racing Post vom Montag, wie Wetter, die bereits online anvisiert werden, aufgefordert werden, Nachweise ihrer Finanzen zu liefern, um in Wettbüros zu wetten, wobei einige sogar daran gehindert werden, die Outlets überhaupt zu betreten, wenn sie diese Informationen nicht beibringen können..

Der Widerstand gegen die eindringlichen Prüfungen hat zugenommen, und der Glücksspielminister Paul Scully hat in der vergangenen Woche vor der Veröffentlichung des lange erwarteten Weißbuchs zum Glücksspiel eine bedeutende Stellungnahme abgegeben und argumentiert, dass Einzelpersonen die Freiheit haben sollten, zu entscheiden, wie viel sie setzen können, anstatt dass diese Entscheidung von Regierung oder Glücksspielkommission getroffen wird.

Im Dezember wurde geschätzt, dass durch Wetter, die entweder ihre Wetten reduzieren oder einstellen oder sogar auf den Schwarzmarkt gehen, der Rennsport 40 Millionen Pfund an Umsätzen verloren hat.

Das Cheltenham Festival beginnt in sechs Wochen und Rennen über die vier Tage sind unter denen, die den höchsten Wettumsatz produzieren. Im Jahr 2021, dem jüngsten Jahr mit verfügbaren Daten von der Levy Board, waren acht der zehn besten britischen Rennen bei diesem Treffen.

Trivass sagte: „Das wird ein massives Problem sein. Du wirst Wetter auf kurze und lange Sicht abschrecken, was für den Sport nicht gut ist. Die Umsätze der Buchmacher sinken, die Abgabe sinkt. Ich denke, es wird ein Problem für alle sein, die zum ersten Mal seit langer Zeit in ein Wettbüro gehen oder in ein online Konto einloggen, das seit vielen Monaten oder sogar seit dem Grand National nicht mehr berührt wurde. Diese gelegentlichen Wetter werden plötzlich versuchen, vor dem Cheltenham ein wenig Geld in ihr Konto zu legen und werden nach Bankauszügen und P60s gefragt werden.

„Wir sind besorgt, dass es im Vorfeld und auch in der Woche zu Problemen kommen wird. Gelegentliche Wetter werden in dieses Netz gefangen sein. Wenn Sie nur gelegentlich wetten, können Sie es wahrscheinlich ohne auskommen. Möchten Leute, die nur ein oder zwei Mal im Jahr wetten, diesen ganzen Prozess durchlaufen?

„Ein sehr kleiner Prozentsatz von Menschen ist bereit, die Überprüfung der Leistbarkeit durchzuführen, aber das sind diejenigen, die regelmäßig wetten. Ein noch kleinerer Prozentsatz von gelegentlichen Wettern möchte das tun.“

Es gibt ähnliche Bedenken bezüglich der Freude, die etablierte Rennfans beim Wetten bei Signaturveranstaltungen haben werden, wenn die Bedrohung durch Überprüfungen der Leistbarkeit droht. Rund 90 Prozent der geschätzten 1.200 Mitglieder des Middleham Park-Syndikats, dem erfolgreichsten in Großbritannien, sind Glücksspieler und könnten betroffen sein.

Das Problem noch einmal zusammengefasst:

Das Problem mit den eindringlichen Prüfungen bezieht sich auf Wetter, die bei Buchmachern persönliche finanzielle Informationen bereitstellen müssen, um bei großen Pferderennen wie dem Cheltenham Festival und dem Grand National wetten zu können. Diese Prüfungen werden als abschreckend empfunden und könnten dazu führen, dass Wetter sich entscheiden, nicht zu wetten, was für den Rennsport problematisch ist. Der Sitz des Horseracing Bettors Forum, Sean Trivass, ist davon überzeugt, dass diese Prüfungen ein großer Abturner für Wetter sind und dass diese, die hauptsächlich bei beliebten Veranstaltungen wie Cheltenham und dem Grand National wetten, sich dagegen entscheiden könnten, Wetten zu platzieren, wenn sie dazu aufgefordert werden, persönliche finanzielle Informationen zu bereitstellen.

Die Kritik an diesen Prüfungen hat in den letzten Wochen zugenommen, und der Minister für Glücksspiel, Paul Scully, hat sich kürzlich in einer wichtigen Stellungnahme gegen diese Prüfungen ausgesprochen und argumentiert, dass Individuen die Freiheit haben sollten, selbst zu entscheiden, wie viel sie für Wetten ausgeben können, anstatt dass die Regierung oder die Glücksspielkommission diese Entscheidung treffen. Es wird geschätzt, dass der Rennsport im Dezember aufgrund von Wettern, die ihr Wetten reduzieren oder einstellen oder sogar auf den Schwarzmarkt ausweichen, 40 Millionen Pfund an Einnahmen verloren hat.

Es gibt auch ähnliche Bedenken bezüglich des Vergnügens, das etablierte Rennfans beim Wetten auf bedeutende Veranstaltungen haben werden, wenn die Bedrohung durch die Prüfungen immer präsenter wird. Etwa 90 Prozent der geschätzten 1.200 Mitglieder des erfolgreichsten britischen Middleham Park-Syndikats sind Wetter und könnten von diesen Prüfungen betroffen sein.

Middleham Park bietet Anteile ab einem Anfangskostenpreis von 750 Pfund und einer monatlichen Gebühr von 100 Pfund an, aber mit dem Potenzial, die Kosten durch Preisgelder und den Verkauf des Pferdes zu recuperieren.

Middleham Park bietet Aktien ab einem Anfangskostenpreis von 750 Pfund an, inklusive einer monatlichen Gebühr von 100 Pfund, mit dem Potenzial, Kosten durch Preisgelder und den Verkauf des Pferdes zurückzugewinnen. Es werden keinerlei Kredit- oder Prüfungen ihrer Leistbarkeit von neuen Mitgliedern verlangt.

Tim Palin, Gründer des Syndikats, äußerte sich wie folgt zu diesem Thema: „Es scheint, dass die Prüfungen in der Praxis problematisch sein werden und ohne Zweifel Auswirkungen auf den Rennsport und seine Finanzen haben werden. Was die Lösung ist, weiß ich nicht. Unser Geschäft funktioniert erfolgreich, ohne dass wir irgendwelche Prüfungen oder Kreditkontrollen für unsere Besitzer durchführen müssen. Buchmacher haben jahrelang erfolgreich ihre Kunden und Verbindlichkeiten verwaltet, ohne dass Maßnahmen übermäßig drastisch sein mussten.“

Er fügte hinzu: „Ich würde sagen, dass gut über 90 Prozent unserer Besitzer gerne Wetten platzieren, nicht unbedingt ernsthaft, aber zum Vergnügen auf ihr Pferd oder andere große Festivals.“

Das Problem bei den Eindringlichen Prüfungen, die bei den Wettern durchgeführt werden, ist, dass sie sich negativ auf die Wetteinsätze auswirken und somit die Einkünfte des Sports beeinträchtigen können. Dies geschieht, weil viele Wetter, besonders Gelegenheitswetter, durch diese Überprüfungen abschreckt werden und somit weniger bereit sind, Wetten zu platzieren. Dies führt zu einem Rückgang des Umsatzes der Buchmacher und somit auch zu einem Rückgang der Abgaben, die sie an den Sport zahlen müssen. Der Sport ist auf das Geld der Buchmacher angewiesen, um zu überleben und weiter zu prosperieren, daher ist es wichtig, dass sie ihre Kunden nicht durch Überprüfungen abschrecken. Darüber hinaus können auch erfahrene Wetter durch diese Prüfungen frustriert werden und ihre Freude am Wetten verlieren, was ebenfalls zu einem Rückgang des Interesses am Sport und somit zu einem Rückgang des Umsatzes führt.


28.01.2023 – Doncaster – Sky Bet Yorkshire Rose Mares‘ Hurdle – Sky Bet Yorkshire Rose Mares‘ Hurdle – Pick: Epatante

Pferderennen in England

15:05 Sky Bet Yorkshire Rose Mares‘ Hurdle (Grade 2) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m½f (2m128y) | Alter: (4yo+) | Untergrund: Weich


Das Sky Bet Yorkshire Rose Mares‘ Hurdle ist ein hochspannendes Rennen, bei dem die besten Stuten des Landes gegeneinander antreten werden. Die Teilnehmerliste ist voller talentierter Pferde, aber eines steht fest: Epatante ist die Favoritin und gilt als starker Siegerkandidat. Die Stute aus der Blutlinie von No Risk At All hatte beim Cheltenham Festival 2020 eine überragende Leistung gezeigt und auf der Zielgeraden davongezogen. Obwohl sie in den letzten Rennen gegen Honeysuckle zurückgesteckt hat, ist sie weiterhin eine der besten Stuten in England. Der Hauptgegner von Epatante wird voraussichtlich Martello Sky sein, der zwar im letzten Rennen gegen sie verloren hat, aber in den letzten Rennen drei Mal hintereinander Zweiter geworden ist. Weitere Teilnehmer sind Galice Marcalo, Salsada, Finest View und Peltwell. Es ist ein Rennen, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

Epatante: Die Stute aus der Blutlinie von No Risk At All war für mich beim Cheltenham Festival  2020 eine der Überraschungen – klar sie war die  Favoritin für das Champion Hurdle und damit auf dem Schirm, dass sie  aber auf der Zielgeraden noch derart davonziehen konnte war schon beeindruckend und danach kannte wohl jeder ihren Namen und die Zukunft war weit offen.

2021 war allerdings eine andere Geschichte, nach gutem Einstand in die neue Saison floppte sie beim  Christmas Hurdle und wurde beim Champion Hurdle und dem nachfolgenden Irish Champion Hurdle von Honeysuckle klar geschlagen – und 2022 musste sie schon wieder gegen Honeysuckle im Champion Hurdle ran – mit dem alt bekannten Ergebnis, aber dieses Mal mit nur drei Längen Rückstand, auch wenn Honeysuckle am Ende klar die Oberhand hatte. Aber Epatante hat sich fest im Spitzenfeld in England über Hürden fest gesetzt und ging mit einiger Hoffnung in die neue Saison 2022/23 – wurde da aber in zwei Rennen hintereinander von Constitution Hill herb eingenordet. Das sieht jetzt für das Cheltenham Festival 2023 nicht unbedingt nach den besten Vorzeichen aus – aber Epatante hat schon mehrfach sich wieder aufrichten können und wird auch diese Saison nicht aufgeben.

Die No Risk At All Tochter von Nicky Henderson begann ihre Karriere in Frankreich für Trainer A Lefeuvre  und absolvierte 2017 drei Rennen für ihren französischen Trainer, wovon sie zwei locker gewann und nur ihr erstes Rennen überhaupt mit einem zweiten Platz belegte und nicht als Siegerin abschließen konnte.

Dabei gewann sie unter anderem das Gruppe 1 Prix Jacques de Vienne und machte damit in Europa und gerade in England schnell auf sich aufmerksam. Dann wechselte sie zu Nicky Henderson und startete im November 2018 das erste Mal über Hürden im Kempton, und konnte auch dort ihre Erfolgsserie fortsetzen und ihr erstes Rennen über Hindernisse gewinnen, wie auch ihr zweites Rennen in Exeter über 2m1f. Der Einstand in England war damit geglückt und dem Versuch in Cheltenham stand nichts mehr im Weg

Mit den zwei Siegen im Rücken versuchte sie sich dann also im Gruppe Mares Novices‘ Hurdle auf Gruppe 2 Ebene, hatte aber hier noch keine Chance um den Sieg mit zu laufen, obwohl sie optisch gut aussah vor dem Rennen im Paradering – auf der Zielgeraden fehlte ihr aber die Kraft um mit dem vorderen Teil des Feldes noch mitzugehen und sie musste sich mit einem neunten Platz zufrieden geben.

Nach dem Rennen in März ging sie in die Sommerpause, die sie mit ihrem Start im Ladbrokes „Where The Nation Plays“ Intermediate Hurdle im November beendete. Das 3282m auf gut bis weichem Untergrund war ein Listed Rennen und limitiertes Handicap, bei dem Epatante mit 11-6 durchaus ein hohes Gewicht in das Rennen tragen musste – sich davon aber nicht beeindrucken lies und locker der Konkurrenz davongaloppierte. Epatante hielt sich zunächst an den Führenden, und das Tempo selber setzten zu müssen, lies sich aber auch nicht abschütteln und war zwei Hürden vor dem Ziel genau da, wo sie sein musste – legte aber an der vorletzten Hürde ausgerechnet einen etwas unsauberen Sprung hin und musste sich danach erst noch einmal sammeln, um erneut zum Angriff ansetzten zu können und die Konkurrenz am Ende mit sechs Längen abzuschütteln. Das war schon ziemlich beeindruckend, aber Epatante legte im Gruppe 1 Christmas Hurdle noch einmal einen drauf und deklassierte die Konkurrenz auch auf Gruppe 1 Ebene noch einmal nach Belieben. Nachdem sie die letzte Hürde noch in Begleitung von Konkurrenten wie Ballyandy und Silver Streak nahm, zog sie danach unter mildem Druck von Barry Geragthy um sechs Längen davon und hätte sicher auch noch mehr Vorsprung herausholen zu können.

Sie schien neue Höhen gerade rechtzeitig für das Cheltenham Festival 2020 zu erreichen und trug ihre Form auch direkt in das Champion Chase. Petit Mouchoir übernahm die Rolle des Front Runners, konnte aber diese Position als Außenseiter natürlich nicht halten und wurde 2 Hürden vor dem Ziel von Darver Star unter Druck gesetzt mit Epatante und Sharjah dahinter. Darver Star übernahm zunächst die Fürhung, aber Barry Geragthy auf Epatante saß noch fast regeunglos da und wartete bis zum letzten Sprung, bevor er der Stute die Sporen gab und das Feld mit über 3 Längen hinter sich lassen konnte. Das war sehr sehr überzeugend und sehr sehr locker. Sharjah h0lte sich noch den zweiten Platz vor Darver Star, der auf der Zielgeraden den Hügel hinauf quälte.

Mit dem größten Erfolg ihrer Karriere im Petto ging es in die lange Sommer und Corona Pause, die nach 263 Tagen mit einem Start im Gruppe 1 Fighting Fith Hurdle beendet wurde. Die Stute hatte einen Gewichtsvorteil gegen die männliche Konkurrenz, hätte aber dieses Entgegenkommen nicht gebraucht, denn bereits an der vorletzten Hürde setzte sich Epatante unter minimalem Druck von Aidan Coleman vom Feld ab und konnte den Vorsprung von fünf Längen souverän bis zur Ziellinie verwalten.

Und dann kam das Rennen gegen Silver Streak. Das Christmas Hurdle hätte eigentlich nur eine Formsache sein sollen. Ja, Silver Streak lief einige gute Rennen gegen Epatante in der Vergangenheit, aber war immer klar geschlagen worden – revanchierte sich aber für alle erlittenen Niederlagen im Christmas Hurdle 2020 und gewann gegen Epatante mit fast 7 Längen!

Aidan Coleman nahm zwar Epatante beim Zieleinlauf ein wenig zurück, aber Silver Streak hatte den Sieg in diesem Rennen verdient. Er setzte die Stute permanent unter Druck und verteidigte die Führung gegen die Stute über die gesamte Strecke. Silver Streak traf die drittletzte Hürde und schien unter Druck nicht so sauber zu springen wie gewohnt, und der Wechsel zum Front Running schien Silver Streak zu ganz neuer Form zu verhelfen. Sehr bitter für Epatante, die sich bis zum Festival nicht mehr blicken lies und dort wie schon erwartet die Führung des Rennens nicht übernehmen konnte. Das war so bei den ganzen Außenseitern auch nicht anders zu erwarten gewesen und daher nicht so schlimm, Epatante suchte sich stattdessen eine sehr vorteilhafte Position am Innengeländer hinter den Führenden und griff von dort aus auch an – schaffte es aber nicht diesen taktischen Vorteil gegen Honeysuckle auszuspielen, die aus dem Mittelfeld zwischen den letzten beiden Hürden nach vorne schoss und fast mühelos das Rennen mit sechs Längen Vorsprung gewann… und auch beim nächsten Aufeinandertreffen im Irisch Champion Chase gegen Honeysuckle lief es nicht anders – Epatante lief respektabel, aber Honeysuckle ( und Sharjah ) waren deutlich stärker und mehr als ein erneuter dritter Platz waren nicht drin.

Es kam die lange Sommepause und das Duell mit Not So Sleepy, welches ich so nicht erwartet hatte – Epatante lief bei zwei Champion Hurdles als Mitfavoritin auf, hatte aber Probeleme im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle  den Außenseiter Not So Sleepy hinter sich zu halten und hatte Glück, dass die Ziellinie kam, denn der Konkurrent war dort genau gleich auf – ein paar Meter länger und Epatante hätte verloren.

Im Ladbrokes Christmas Hurdle in Kempton war Epatante dann aber wieder fest oben auf und hatte ganz offensichtlich allen Rost aus dem Sommer abgeschüttelt. Sie lie ssich hinter dem Pacemaker Not So Sleepy einsortieren und sorgte dafür, dass das Tempo recht scharf blieb, ging an der drittletzten Hürde selbst in Führung und setzte sich zwischen den letzten beiden Hürden dann ab. Nico De Boinville ritt sie aber auch nach dem letzten Sprung bis zum Ziel und gewann komfortabel das hoch dotierte Rennen.

Bis zum Cheltenham Festival 2022 absolvierte Epatante keinen weiteren Start, aber das Ziel war klar – das Gruppe 1 Champion Hurdle und das erneute Duell mit Honeysuckle. Gegen die Wunderstute lief Epatante als Außenseiterin auf, aber konnte sich als zweite immerhin als nächste Verfolgering von Honeysuckle präsentieren, auch wenn sie die Siegerin nie in Bedrängnis bringen konnte

In Aintree drei Wochen später umging er das erneute Duell mit Honeysuckle oder anderen großen Stars des Festivals 2022 und Epatante konnte sich als eine der Favoritinnen in dem Rennen positionieren, gleich hinter Zanahiyr – die Epatante in der Schlussphase des Rennens dermaßen unter Druck setzte, dass Zanahiyr an der letzten Hürde stürzte und Epatante klar vor dem Rest des Feldes lies – das war ein lockerer Sieg, aber auch ohne den Sturz der Favoritin wäre das wahrscheinlich ein souveräner Sieg von Epatante geworden

Aber Epatante war noch nicht festig mit der Saison und ging in das letzte Meeting der Saison in Punchestown im Gruppe 1 Coolmore Kew Gardens Irish EBF Mares Champion Hurdle – hier war der Untergrund etwas schneller und entweder lag ihr das Tempo nicht, oder das besser werdende Wetter, oder vielleicht war der April und März mit drei Gruppe 1 Rennen dicht hintereinander einfach zu viel – jedenfalls konnte Epatante ihrem klaren Favoritenstatus nicht gerecht werden.

Sie war schon in der Anfangsphase des Rennens zu nervös und fand nicht richtig ihren Rythmus, verpasste dann den Tempowechsel und sprang and er letzten Hürde unsauber. was ihre Niederlage mit einem dritten Platz besiegelte.

Die letzten Jahre kam Epatante nicht immer in der besten Form aus der Sommerpause zurück und im Fighting Fith Hurdle 2022 sollte es wie immer sein – sie lief kein schlechtes Rennen, aber Favorit Constitution Hill konnte das Rennen von der Front aus dominieren und setzte sich nach der drittletzten Hürde spielend leicht ab.

Die beiden trafen dann im Christmas Hurdle in Kempton wieder aufeinander und die Rollen waren klar verteilt – der junge aufstrebende Constitution Hill war der Favorit des Rennes, Epatante auf dem Papier die einzige Gefahr – aber von Gefahr konnte in dem Rennen kaum die Rede sein.

Constituition Hill übernahm die Führung in dem Rennen ab der viertletzten Hürde, hatte aber davor schon eine prominente Position eingenommen und sich hinter den führenden platziert. Er lief kraftvoll auf, hatte allerdings nicht immer den saubersten Sprung über die Hindernisse – brauchte er aber auch nicht, denn selbst nach dem suboptimalen Sprung an der vorletzten Hürde musste Nico De Boinville im Sattel nicht viel mehr machen als ein bisschen an den Zügeln ziehen um den Favoriten einige Längen vor das Feld zu bringen, und nach dem letzten Sprung wuchs der Vorsprung auf Epatante auf 17 Längen an.

Epatante – eigentlich eine Stute mit dem Anspruch auf einen Titel im Champion Hurdle – scheint diesen Anspruch nach dem Sieg 2020 nicht mehr genügend Nachdruck verleihen zu können und scheint in Constitution Hill ihre nächste Nemesis gefunden zu haben.

Nichtsdestotrotz sollte sie hier gegen diese einfachere Konkurrenz dominieren können – denn wenn nicht, wird ihr Ruf gewaltig leiden und ich würde mich nicht wundern, wenn wir sie dann auch nicht beim Festival sehen.


29.01.2023 – Sha Tin – Stewards‘ Cup (Group 1) – Pick: Romatic Warrior

Pferderennen International

9:05 Stewards‘ Cup (Group 1)

Distanz: 1m | Alter: (3yo+) | Untergrund: Gut

Es ist schon ein bisschen selten, dass die Rennen in Hong Kong so eng sind wie das hier. Die Konkurrenten, alles Superstars in Fernost, haben sich teilweise schon mehrfach getroffen und geschlagen. Allein in den letzten 3 Monaten hat Golden Sixty California Sprangle geschlagen, California Sprangle schlug Romantic Warrior und Golden Sixty, Romatic Warrior schlug California Sprangle gleich zwei Mal.

Nun, wie wird das heute ausgehen. Califronia Sprangle wird die Führung übernehmen oder es zumindest versuchen, denn da kann Beauty Jo als Außenseiter vielleicht was dagegen haben, was aber nicht weiter schlimm ist. Golden Sixty und Romantic Warrior werden fast nebeneinander im Mittelfeld sein, es sei denn Golden Sixty geht weiter hinten im Feld es ruhig an – was ich aber nicht begrüßen würde.

Die Durchschnittszeiten von Romantic Warrior waren in den letzten Rennen brutal – und ich traue ihm hier zu guter Quote einen Sieg durchaus zu.

Die Pferde im Detail:

Romantic Warrior: Der fünfjährige Acclamation Sohn ist noch nicht lange auf der höchsten Ebene der Galopprennen mit dabei, hat sich aber schnell einen Namen gemacht und erst ein einziges Rennen verloren – und das gegen den Golden Sixty Bezwinger California Sprangle, den er heute hier wieder treffen wird. Allerdings nicht zum ersten Mal, denn die beiden trafen kurz nach dem (zweiten) Duell noch einmal aufeinander und dieses Mal hatte Romantic Warrior die Nase vorne. Seine Bilanz steht nun also 2:1 gegen California Sprangle- es wird also spannend sein, wie er hier das Feld angehen wird und wie er mit den beiden Superstars umgehen wird.

Die Karriere von Romantic Warrior begann im Oktober 2021 auf dem Kurs in Happy Valley mit einem Sieg – uns siegen sollte Romantic Warrior in den nächsten Rennen fast uneingeschränkt.

Er begann seine Karrier über die Sprintdistanzen von 6f und gewann sein erstes Rennen, das Tiger Prawn Handicap (Div II) (Class 4) komfortabel mit einer Länge und da wäre sicher mehr drin gewesen wenn er gewollt hätte. Auch im nahfolgenden Murrayfield Handicap über 6f musste er nur mit Händen und Füßen geritten werden und nicht in den höchsten Gang schalten, um das Rennen zu gewinnen.

Auch das letzte Rennen über 6f, das Lukfook Jewellery F-Style Pt In Style Collection Handicap, war eine klare Angelegenheit und trotz steigendem Handicap Rating noch ein Stück weit lockere als die vorherigen Rennen.

Nach drei Siegen, in denen er machen konnte was er wollte, ging es für ein Rennen auf 7 Furlong im Januar 2022 in Sha Tin und auch hier im Hoi Lai Handicap machte der Zweite keine Anstalten, Romantic Warrior unter Druck setzten zu können.

Nach so einem lockeren und dominanten Lauf über die letzten Rennen traf er dann im Januar 2022 das erste Mal auf starke Konkurrenz in Form von Califronia Sprangel im Hong Kong Classic Mile (Conditions). Der Konkurrent sicherte sich eine gute Position an der Front des Rennens und hatte auch noch das Innengeländer um beim Schlusssprint zu helfen aber Romantic Warrior kam n der Mitte der Bahn trotz vorläufigen Problemen mit dem Verkehr der anderen Starter herangeschossen und konnte sich am Ende mit Einigem in der Rückhand durchsetzen.

Die beiden trafen gerade einmal einen Monat später wieder aufeinander, als sie beide den Hong Kong Classic Cup angingen. California Sprangle ging wieder in die Führung über das Rennen und setzte ein ordentliches Tempo, zog das Feld auseinander und sorgte dafür, dass Romatic Warrior in der Mitte der Bahn Probleme bekam, das notwendige Tempo aufzubauen um mit den Front Runner mit zu gehen und blieb auf einem vierten Platz zurück.

Aber da aller guten Dinge Drei sind, sind die beiden danach im BMW Hong Kong Derby 2022 über 200m mehr noch einmal aufeinander getroffen. California Sprangle war Favorit des Rennens – klar, er hatte das letzte Duell gegen Romantic Warrior locker gewonnen und war auf einem Hoch – und das Rennen über längere Distanz schien ihm auf dem Papeir zu liegen.

Aber in dem Rennen selbst war es dann wieder Romantic Warrior, der sich dieses Mal nicht so weit zurückfallen lies und lieber in der Mitte der Bahn bei m Einbiegen in die Zielgerade blieb, um nicht wieder Probleme mit dem Verkehr und den anderen Pferden zu bekommen. Von da aus zog er 200m vor dem Ziel neben California Sprangle, der die nächsten 100 Meter noch dagegen hielt, bevor Romantic Warrior definitiv die Oberhand gewann und sich von seinem Verfolger um etwas unter einer halben Länge absetzten konnte.

Das nachfolgende Gruppe 1 FWD QEII Cup war trotz Gruppe Status und hohem Preisgeld längst nicht so stark besetzt gewesen wie die letzten Rennen und das Rennen über 1m2f auf schnellem Untergrund im April war mehr oder minder nur Formsache.

Dann folgte ein lange Pause bis zum November 2020 und dem Bochk Jockey Club Cup, wo Romantic Warrior gegen Konkurrenten wie Beauty Joy und Ka Ying Star ran musste, die sich beide schon mit en großen Namen des Rennsports gemessen hatten.

Es war aber wieder Tourbillon Diamond, der Konkurrent aus dem April, der Romantic Warrior auf dem zweiten Platz folgte aber am Sieger gab es keine Zweifel – Romantic Warrior setzte sich auf den letzten 200 m stückweise immer weiter ab und gewann locker- aber nicht ganz so locker wie er im Dezember den Longines Hong Kong Cup (Group 1) gewann – das war sein bisher beeindruckenstes Rennen bis dato:

Wie immer hielt sich Romantic Warrior im Mittelfeld des Feldes auf und überlies es anderen, das Tempo zu setzten, stattdessen ging erst 400m vor dem Ziel beim Einbiegen in die Zielgerade und konnte dort aber schnell die Führung übernehmen und sich mit einem Tempowechsel mehr oder minder ohne Probleme über 4 Längen von seinen Verfolgern absetzen, was eine immense Leistung war und die Standard Zeit um 1.8 Sekunden unterbot!

Ich war beeindruckt und traue ihm den Sieg hier durchaus zu.

California Sprangle:

Der Starsprangledbanner Sohn von A S Cruz hat sich dieses Jahr mit zwei Siegen auf Gruppeneben einen Namen gemacht und verpasste bei seinem letzten Rennen gegen Golden Sixty die Sensation nur knapp.

Dabei hatte schon seine Karriere mit zwei Siegen in Juni und Juli 2021 begonnen unter anderem gewann er das Pearce Memorial Challenge Cup über 1200m komfortabel gewinnen können. Eine weitere Siegesserie startete California Sprangle dann im November 2021 mit einem Front Running Lauf im Bochk Boc Pay Handicap, wo er mit der alt bewährten Taktik sich in der Schlussphase deutlich von einen Verfolgern absetzen konnte.

Es folgten weitere lockere Siege im Lord Kanaloa Handicap und dem Chak On Handicap im Januar, wo er sogar auf den letzten 50 Metern von seinem Jockey Zac Purton zurückgenommen werden konnte, weil er sich mit seinem Tempowechsel deutlich von den Verfolgern abgesetzt hatte.

Mit dem nun steigenden Handicap Rating ging es statt in das nächste Handicap Rennen in das Hong Kong Classic Mile unter gleichen Gewichten, was gegen den Co-Favoriten Romantic Warrior zu einer knappen Niederlage führte, der mit einem gut getimten Schlusssprint knapp vor de Ziel selbst die Führung übernahm und sich knapp absetzten konnte – er hatte auf den letzten Metern den Front Runner California Sprangle fest im Griff, der aber kurz darauf im Hong Kong Classic Cup (Conditions) über die Distanz von 1800m einen weiteren Sieg feiern konnte – unter der Konkurrenz war unter anderem wieder Romatic Warrior, der aber überraschend nicht als Favorit gehandelt wurde, diese Rolle fiel erneut California Sprangle zu, der sich auch tatsächlich wieder mit einer Länge vor dem Feld ins Ziel retten konnte – während Romatic Warrior dieses Mal nicht die Kraft und die Geschwindigkeit hatte, um sich and die Sieger auf den letzten 200m dran zu hängen. Ein vierter Platz war alles, was am Ende übrig blieb, aber über noch einmal 200m mehr einen Monat später revanchierte sich Romaic Warrior bei California Sprangle im BMW Hong Kong Derby 2022, wo er dem Favoriten praktisch auf der Ziellinie Sieg in dem hoch dotierten Rennen stehlen konnte. California Spranle versuchte alles, konnte sich aber nicht noch einmal an Romatic Warrior vorbei schieben und die beiden hatten das dritte spannende Duell in gerade einmal vier Begegnungen.

Auf schnellem Untergrund versuchte California Sprangle sich dann mit Golden Sixty zu messen, dem besten Pferd in Hong Kong – und auch wenn Golden Sixty von C. Y. Ho nach allen Regeln der Kunst auf den letzten 200m angetrieben wurde, konnte er sich am Ende doch auch 2 Längen absetzten und recht souverän gewinnen.

California Sprangle hatte ein gutes Tempo gesetzt und auch wenn er am Ende nicht mehr in der Lage war noch einmal zu beschleunigen, war es doch ein sehr solides Rennen von ihm und er konnte zufrieden in die Sommpeprause gehen.

Nach der Feuertaufe gegen Golden Sixty blieb er auf Gruppnebene nach der Sommerpause und ging in den gut besetzten Celebration Cu, den er aber mi einem schnellen Start und einem starken Lauf von der Front, bei dem er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte, recht locker gewinnen konnte – wie es einem Favoriten mit einer Quote von 1/10 auch zusteht. Fast genauso leicht ging ihm der Sieg im Oriental Watch Sha Tin Trophy (Group 2 Handicap) von der Hand, welches er unter einem Gewicht nur knapp unter dem Höchstgwicht bestreiten musste, was aber nichts an dem weiteren lockeren Sieg am Ende ändern sollte.

Im Gruppe 2 Bochk Private Wealth Jockey Club Mile bekam California Sprangle das Duell mit Golden Sixty und hatte die Chance auf Revanche, was mit dem leichteren Gewicht als das letzte Mal nicht ganz ausgeschlossen war — er war frisch nach der Sommerpause mit zwei guten Starts in solider Form und bekam weniger Gewicht in dem Rennen zugeteilt. Und er hatte sich für das Rennen offensichtlich etwas ganz besonders ausgedacht: Er übernahm zwar wieder die Führung und niemand wollte sich mit ihm an der Spitze duellieren, aber California Sprangle reduzierte die Geschwindigkeit dann immer weiter, bis es langsamer als in den meisten Trainings zu ging. Erst als es in die Zielgerade ging versuchte er mit einem Tempowechsel das Feld zu schocken und den wie immer weit hinten laufenden Golen Sixty zu überraschen, der aber auf diesen Move gefasst war und in der Mitte der Bahn heran geschossen kam. Die beide hatten das Schlussduell für sich und mit Spannung war das neue Duell der beiden im Hong Kong Mile erwartet worden.

Die Taktiken blieben die selben – California Spangle ging an die Front und führte das Feld an, wurde aber von Beauty Jo überholt und musste sich eine Zeit mit dem zweiten Platz zufrieden geben, aber fand die Führung dann 300m vor dem Ziel wieder und versuchte sich vom Feld abzusetzen, während zu diesem Zeitpunkt Golden Sixty von hinten das Feld aufrollte und Maß auf den Front Runner nahm – aber m Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Califronia Sprangle wie das letzte Mal einholen zu können.

Mit diesem Sieg im Hong Kong Mile hat California Sprangle sich einen weiteren bekannten Namen als Kerbe in den Stock ritzen können und ich bin gespannt, wie Golden Sixty verhindern will, dass es hier genau so ablaufen wird.

Golden Sixty:

Der Medaglia D’oro Sohn von Trainer K. Lui ist wieder auf der Erfolgsstraße angekommen – nach bitteren Niederlagen gegen Russian Emperor und Waikuku, die sich erine Menge Leute eine Menge Geld gekostet haben, hat er sich Anfang April wieder an die Spitze setzten können. Die Taktik wurde im Chairman’s Trophy geändert, statt sich hinten im Feld ein zu sortieren, bliebt Golden Sixty an der Spitze des Feldes und konnte da mit seinem Tempowechsel an der 200m Marke locker weiter absetzen. Ich denke es wurde aus den vorherigen Niederlagen gelernt, denn Golden Sixty konnte vorher 16 (!) Rennen in Folge gewinnen und dabei Siege in sechs Gruppe 1 Rennen erringen und hat sich in dreiweiteren Rennen, davon eins auf Gruppe 1 Ebene und eins auf Gruppe 2 Ebene gegen den heutigen Konkurrenten California Sprangle, schadlos halten können.

Er war und ist der dominante Miler in Hong Kong, auch wenn er viele seiner Rennen mit weniger als einem halben Länge gewonnen wurden – und die letzten dreiRennen wurden zusammen addiert mit weniger als einer halben Länge gewonnen – aber hat er tatsächlich noch alles geben müssen vor der Ziellinie? Oder wäre da noch mehr gegangen? Meiner Meinung nach hat er California Sprangle sicher im Sack gehabt

Die heutige Konkurrenz hat er schon (teils) mehrfach in seiner Karriere geschlagen und die Gewictsverteilung ist heute besser als beim letzten Rennen.

Seine Karriere begann mit einem Sieg im März 2019 auf dem Kurs in Sha Tin, dem er danach immer treu blieb – keine Experimente!  Nach dem ersten Sieg wurde das Niveau schnell angehoben und es ging in gut dotierte Handicaps wie das Fwd Insurance Act Private (1. 4 Millionen HKD$), das Pok Fu Lam Country Park (ebenfalls 1.4 Mil. HKD) und dann in das Members‘ Care  Handicap, ebenfalls mit 1.4 Millionen dotiert, wo Golden Sixty aber  sehr überraschend mit einem vierten Platz unterlag. Das Rennen sollte die einzige Niederlage für eine lange Zeit für Golden Sixty bleiben, der danach auf eine ungeahnte Siegesserie aufbrach.

So gewann er  nach kurzer Pause im September 2019 zunächst das Sunset Peak Handi cap über 1200m, bevor er das mit über 2 Milllionen dotierte Iwc Excellent Handicap über 1400m gewann. So ging es dann im November auch im Chevalier Property Investment Handicap und im Januar 2020 im The Chinese Challenge Cup weiter – das Rennen markierte dann aber zusammen mit dem Jahreswechsel auch den Schritt in die Gruppenebene und auf deutlich höheres Niveau im nachfolgenden Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile, wo er gegen More Than This und Beauty Legend ran musste.

Auch dieses Rennen gewann Golden Sixty, und das mit Leichtigkeit! 300m vor dem Ziel war er noch im Mittelfeld und sein Jockey C. Y. Ho begann zu arbeiten, aber zunächst sah es nicht danach aus, als ob Golden Sixty besonders gut in Gang kommen würde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam dann aber der erhoffte Boost und Golden Sixty beschleunigte an den Front Runnern vorbei, sozusagen auf und davon und uneinholbare vier Längen voraus. Sein Jockey nahm sich dann ein wenig zurück und lies More Than This noch ein wenig heran kommen, aber das Rennen war gelaufen.

Weiter ging es in das The Hong Kong Classic Cup Rennen einige Wochen später, und scheinbar hatten die Buchmacher gesehen, dass More Than This noch gefährlich nahe gekommen war und scheinbar wollte Golden Sixty dieses Rennen auch besonders spannend machen, denn 100m vor dem Ziel hatten Southern Legend und Champions Day unter Ryan Moore noch die Nase vorn und Golden Sixty schien nicht in Gang kommen zu wollen, dann kam aber doch der zum Markenzeichen gewordene Antritt von Golden Sixty , der damit es erneut schaffte, sich an der Konkurrenz vorbei zu kämpfen und einen weiteren Sieg auf Gruppe 1 Ebene zu feiern.

Mit dem Sieg schien Golden Sixty auch seinen Sinn für das dramatische weiter zu entwickeln… denn viel knapper und viel beeindruckender hätte der Sieg im The BMW Hong Kong Derby wohl kaum werden können. Das 2000m war noch einmal 200m länger als alle Rennen, die Golden Sixty bisher so probiert hatte – und beim Einbiegen in die Zielgerade war Golden Sixty auch noch weit hinten im Feld, während Playa Del Puente vom hinteren Bereich des Feldes sich an die Spitze des Feldes gesetzt hatte – und dann auch noch mehrere Längen vor das Feld zog! der 290er (Ja, 2 9 0 – DER höchste Außenseiter im Feld, mit einer Platzquote von 22,35!) zog dem Feld davon und es sah nach dem größten Upset der Geschichte des Derbys aus, aber dann flog von irgendwo Golden Sixty heran  – 150m waren es noch 3 Längen, 100m noch knapp über 1, dann war er dran, 50m vor dem Ziel war er vorbei –  und rettete wohl viel Geld für die Fans und Wetter. Ich bin mir sicher, kein Punter hatte diesen 600er Dreier getippt, und warum Playa Del Puente gerade an diesem Tag lief wie ein komplett ausgewechseltes Pferd bleibt offen zu Diskussion.

Seine Klasse konnte Golden Sixty dann sechs Monate später im The Celebration Cup gleich noch einmal unter Beweis stellen, als er gegen Beauty Generation ran musste, den ehemals weltbesten Miler und zigfachen Gruppe 1 Sieger – Großer Vorteil in diesem Rennen für Golden Sixty war natürlich, dass er ganze 8 Kilo leichter war als Beauty Generation, der dann auf der Zielgeraden in einer kritischen Phase auch noch hinter den anderen Pferden im Verkehr stecken blieb. Er kam noch einmal ein bisschen ran an Golden Sixty, aber der hatte das Rennen wieder einmal im Griff.

Im The Sha Tin Trophy im Oktober ging es über die optimale Distanz von Beauty Generation, der dazu etwas besser weg kam vom Gewicht her – aber seine besten Tage auch schon hinter sich hat. Dazu startete er ohnehin zu einer fast zweistelligen Quote und es wurde nicht viel von ihm erwartet. Ich hatte von Golden Sixty wegen der geringen Quote Abstand genommen und auch wenn er gewann, musste er sich gegen Ka Ying Star ziemlich strecken und kam nur eine halbe Länge vor dem Konkurrenten ins Ziel, der einfach nicht aufgeben wollte und an dem haushohen Favoriten dran klebte. Am Ende blieb es beim Sieg des Favoriten, so viele Probleme hätte er aber mit einem 46er Quoten Außenseiter nicht haben sollen. Es war nicht eine der Glanszstunden von Golden Sixty, trotz des Sieges, aber schon im nächsten Rennen, dem The Jockey Club Mile, war er wieder voll oben auf und konnte sich locker flockig gegen den wiederkehrenden Ka Ying Star durchsetzen, der immerhin wieder auf einem zweiten Platz ins Ziel kam, aber Golden Sixty beschleunigte in der Mitte der Bahn allen davon und konnte sich knapp vor dem Ziel entspannen und seinen Vorsprung wieder ein wenig reduzieren.

Ganz so entspannt war sein nächster Sieg über 1600m im The Stewards Cup dann allerdings nicht. Der Start im Januar war für den Geschmack eines so erfolgsverwöhnten Rennpferdes wie Golden Sixty mit Sicherheit viel zu knapp, denn Southern Legend hatte das Feld vor erreichen der Zielgeraden geschickt auseinander gezogen und Ka Ying Star war mit ihm gegangen, während Golden Sixty in der Mitte der Bahn auf seine Chance gewartet hatte, seinen gefürchteten Schlusssprint anzuziehen – und dann fast zu Spät gekommen wäre! Es bleib beim erwarteten nächsten Sieg, aber oha, das war knapper als erwartet ausgegangen.

Knapp wurde es auch im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, dabei kam Golden Sixty stark in die Ziel gerade. Er wählte die Bahn außen im Feld und kam neben 4 oder fünf anderen zum Schlusssprint eingeschwenkt und ex sah so aus, als ob er das Rennen im Sturm erobern würde – aber Furore auf der Innenbahn hielt dagegen und ging den Schlusssprint mit. Furore fand eine Lücke zwischen Time Warp und Exultant und sparte genug Raum, um eine halbe Länge vor Golden Sixty auf die letzten Meter zu gehen – und Golden Sixty musste sich extrem strecken, um 50m vor dem Ziel gleichzuziehen und auf der Ziellinie rechtzeitig den Kopf zu senken und mit einer Nase zu gewinnen.

Das war denkbar knapp – zu knapp für die Quote die Golden Sixty in der Regel bietet, und auch beim nachfolgenden The Fwd Champions Mile bekamen seine Unterstützer mit Sicherheit einen halben Herzinfarkt, den dieses Mal war es More Than This der von hinten angestürmt kam und Golden Sixty fast den Tag verdorben hätte – dabei hatte 300m vor dem Ziel noch alles so gut ausgesehen! Golden Sixty hatte sich außen beim Einbiegen in die Ziel gerade locker an die Front gesetzt und mit einem kleinen Tempowechsel über 2 Längen zwischen sich und das Feld gebracht. Dann aber schien Golden Sixty vor dem Feld langsamer zu werden, während More Than This Momentum aufbaute und noch bis auf einen Nacken herankam – viel länger hätte die Zielgerade nicht sein dürfen!

Nach diesen zwei Nahtoderfahrungen ging es für Golden Sixty erst einmal in die Sommerpause, die er mit einem weiteren Sieg im November 2021 beendete – und das mit einer wirklich überzeugenden Leistung im The Bochk Wealth Mile. Dieses Mal gab es keine Eile sich an der Front des Feldes zu positionieren, stattdessen blieb Golden Sixty im hinteren Bereich des Feldes und begann erst nach dem Einbiegen in die Zielgerade das Feld in der Mitte der Bahn aufzurollen, war dann aber nicht mehr zu stoppen und auch Waikuku konnte trotz seines zweiten Platzes mit nur einer Länge Rückstand nie den Eindruck von echter Gefahr erwecken.

Im Longines Hong Kong Mile im Dezember musste Waikuku wieder gegen Golden Sixty ran, musste aber weit in die letzte Kurve gehen und konnte den Sprint von Golden Sixty nicht mitgehen, der das Feld von hinten aufrollte. nz einfach war das Rennen für Golden Sixty am Ende auch nicht, wurde ihm doch die Tür vor der Nase 400m vor dem Ziel zugeschlagen, aber Golden Sixty baute trotzdem sein Momentum auf und schaffte es am Ende auch noch relativ locker, More Than This hatte an der Front keine Chance sich dem Angriff zu erwehren.

Ganz anders allerdings im Januar im Stewards Cup, wo Golden Sixty mit 1/100 als Favorit startete und damit in 100 Rennen einmal nicht gewinnen sollte – aber am 23.01.2022 war genau das der Fall. Golden Sixty sortierte sich im hinteren Bereich des Feldes ein und überlies einem Außenseiter wie immer die Führung, um dann 400m vor dem Ziel das Feld aufzurollen – nur blöd, dass dieses Mal Waikuku vorne mit lief und sich ebenfalls an der 400m Marke in Gang setzte – und von dort aus einfach die viel bessere Ausgangslage hatte, wichtigen Vorsprung herausholen konnte und de herannahenden Golden Sixty damit tatsächlich auf Abstand halten konnte!

Man hoffte auf einen einmaligen Ausrutscher, aber das selbe passierte dann im Gruppe 1 Citi Hong Kong Gold Cup noch einmal – Russian Emperor übernahm die Führung, Golden Sixty blieb im hinteren Bereich des Feldes – und wurde weit außen in die Zielgerade getragen – und hatte da 7 Längen Rückstand auf Russian Emperor, der diesen Vorsprung nutzte um sich auf den letzten 200m Golden Sixty recht bequem vom Hals zu halten.

Irgendwie ging die Taktik mit dem Aufrollen des Feldes von hinten nicht auf und die Taktik wurde Chairman’s Trophy dementsprechend geändert – hier hielt sich Golden Sixty unter den ersten vier und blieb an der Innenbahn um Raum zu sparen, und dann mit den Front Runnern in den Schlusssprint zu gehen – da ging er dann an der 200m Marke mit einem Tempowechsel locker in Führung und war so dominant wie immer.

Die selbe Taktik etablierte er dann gegen den designierten Front Runner California Sprangle im Champion Mile im April, wo Golden Sixty den och gehnadelten Konkurrenten mit einem gut getimten Schlusssprint rechtzeitig einsammelte und wieder recht unangefochten gewinnen konnte.

Nach der Pause über den Sommer kam er gegen den hoch gehandelten California Sprangle wieder in Bestform zurück. Im Bochk Private Wealth Jockey Club Mile auf Gruppe 2 Ebene übernahm der Konkurrent die Führung, setzte in dem Rennen aber nur ein sehr sediertes Tempo und versuchte das Rennen mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade zu gewinnen, konnte aber nicht so viel Tempo aufbauen wie Golden Sixty, der das Feld von hinten aufrollte und in der Mitte der Bahn herangeflogen kam.
Am Ende gewann Golden Sixty mit einem Nacken, aber wie ich fand hatte er seinen Konkurrenten zu diesem Zeitpunkt schon recht fest im Griff und hätte etwas mehr rausholen können – der hatte aus der Niederlage aber gelernt, zog das Feld auf dem Weg zur Zielgeraden etwas weiter auseinander und hatte innen den notwendigen Vorsprung, um den Angriff von Golden Sixty noch knapp abzuweheren.

Golden Sixty hatte 50m vor dem Ziel einen Geschwindigkeitsboost und kam noch einmal heran geflogen, hatte aber einfach nicht mehr genug Meter um den Sieg zu schaffen.

Bin gespannt ob er heute seinen Schlusssprint besser plant und wieder auf der Ziellinie knapp die Nase vorn haben wird!

Waikiku: Waikuku konnte letztes Jahr einen wichtigen Titel zu seinem Reportoire hinzufügen – Bezwinger von Golden Sixty. Es brauchte einige Versuche bis es endlich gelang, aber im Janaur 2022 war es soweit – er gewann den Stewards‘ Cup gegen den übermächtigen Gegner – und das in einer Phase, in der Waikiku nicht die Form sein Lebens hatte – nach dem Sieg ging es aber auch wieder bergab und es scheint fast so, als hätte Waikuku alles gegeben um den einen Sieg zu feiern und seitdem absolut nichts mehr übrig.

Schlägt der Blitz dieses Jahr zum zweiten Mal in diesem Rennen ein?

Der Harbour Watch Sohn von Trainer  J. Size begann seine Karriere im Jahr 2017 eigentlich in Irland und absolvierte dort zwei Rennen, das letzte im Juli 2018 für Trainer John M. Oxx, der den Walalch dann in Richtung Fernost verkaufte. Der Einstand fünf Monate später im Luk Wu Handicap endete noch mit einer denkbar knappen Niederlage für Waikuku, der aber schon danach am 01.01.2019 das Sunset Peak Handicap souverän für sich hatte entscheiden können und mit Siegen im Po Yan, dem Citi Wealth Management Services und dem Lion City Handicap nachlegte – alles hoch dotierte und starke Handicaps, die Waikiku trotz steigendem Gewicht teils sehr souverän für sich entscheiden konnte. Demnach war es auch kein Wunder dass er im Hong Kong Derby 2019 als Favorit auflief, allerdings war unter den gleichen Gewichten überraschend vom Außenseiter Furore geschlagen worden und im The QE II Cup sah er gegen den Überraschungssieger Win Bright und Exultant leider keine Sonne. Trotzdem -die erste Saison in Hong Kong konnte sich sehen lassen und man konnte der zweiten Phase nach der Saisonpause bis Oktober mit Spannung entgegen sehen.

Dort kam er zunächst im Gruppe 3 The Celebration Cup zurück, wo er gegen den haushohen Favoriten Beauty Generation ran musste, der als Front Runner mit exzellentem Tempowechsel dem Feld davoneilte und obwohl Waikiku noch mächtig Boden gut machte, kam er nicht mehr an Beauty Generation heran. Den selben Fehler machte er aber noch im selben Monat im Gruppe 2 he Oriental Sha Tin über die Meile nicht noch einmal und zwang Beauty Generation hinter die Front Runner, was dem haushohen Favoriten tatsächlich den Tag verdarb – und Waikiku vor ihm durchs Ziel laufen lies – das erneute Duelle der beiden war spannend und mit 4KG Gewichtsvorteil weniger als im Gegensatz zum letzten Duell  war es eine große Frage, ob Waikiku sich erneut gegen Beauty Generation durchsetzen können würde – tat er aber, und das locker mit einem souveränen Sprint auf der Innenseite

Die beiden trafen sich dann nur knapp zwei Wochen später im Gruppe 2 The Oriental Sha Tin wieder, und auch wenn keiner der beiden den Sieg davontragen konnte, konnte Waikuku Beauty Generation erneut um einen Platz auf den dritten Rang schlagen. Auch im nachfolgenden The Jockey Club Mile riss die Serie nicht ab und auch dieses Duell gewann Waikuku, dieses Mal trug er aber auch den Gesamtsieg davon. Beauty Generation führte das Feld über die Distanz als Front Runner, verpasste es aber auf der Zielgeraden die Tür an der Innenseite zu schließen und Waikuku schlüpfte durch und setzte sich souverän ab, während Beauty Generation sogar noch einen Platz zurückfiel.

Duell Nr. 5 im Hong Kong Mile ging erneut an Waikuku, auch wenn der Außenseiter Admire Mars mit einer explosionsartigen Beschleunigung den Sieg stahl – beide hatten Beauty Generation aber fest im Griff. Das selbe Spiel wiederholte sich auch 2020 im The Stewards Cup , dabei war Waikuku weit hinter Beauty Generation zurückgefallen, der das Feld erneut als Front Runner anführte, Waikuku hingegen musste sich mit einer ungewöhnlichen Position eher hinter im Feld anfreunden.

Nach einer dreimonatigen Paus floppte Waikuku im The Chairman’s Trophy, welches von Beauty Generation knapp gewonnen wurde und nur drei Wochen später konnte er Beauty Generation wieder nicht gefährlich werden, der dieses Mal aber knapp von Southern Legend geschlagen wurde. Mit den zwei Niederlagen in Folge war der Eindruck aus dem Sieg gegen den besten Miler im Januar auch schon wieder dahin, viel mehr schien Waikuku nach seinem Sieg seinen Schneid verloren zu haben und nicht an seinen vorherigen Erfolg anknüpfen zu können. Klar die Rennen waren nicht alle sauber für ihn gelaufen und er hatte die ein oder andere Ausrede, aber dass er als Favorit iin beiden Rennen nicht gewinnen konnte war schon bitter – und im Dezember nach langer Pause sah es nicht besser aus!

Als erstes Rennen in acht Monaten hatte er sich das Longines Hong Kong Mile ausgesucht, welches mit Golden Sixty als Favorit auf dem Papier einen klaren Favoriten hatte, der seinem Ruf und seiner Position auch nach kam und das Rennen am Ende mit 2 Längen vor Southern Star gewinnen konnte – der kam aber mit Waikiku und Admire Mards im Pulk auf den Plätzens ins Ziel und der erste Lauf seit 8 Monaten war durchaus vielversprechend. Nach so einer langen Pause war es klar, dass er nicht unbedingt in Bestform auflaufen würde, die fehlende aktuelle Rennerfahrung und Fitness machte sich natürlich bemerkbar.

Beim nächsten Lauf im Stewards Cup im Januar gewann Golden Sixty erneut, dieses Mal knapp 1,5 Längen vor dem Rest des Feldes, inklusive den heutigen Konkurrenten Ka Ying Star, Southern Legend und Waikiku, aber dieses Mal war es eine ziemliche Arbeit für den Favoriten, der in der Mitte der Bahn angetrieben werden musste, um den Front Runner Southern Legend einzuholen und den Angriff von Ka Ying Star abzuwehren. Die beiden Konkurrenten liefen in Höchstform auf und machten ein echtes Rennen daraus,  und mit Golden Sixty heute in einem anderen Rennen, wird es sicher spannend werden unter den drei großen Namen

Waikiku hatte im letzten Rennen versucht, das Feld zusammen mit Golden Sixty aufzurollen und kam durchaus gut in Gang, hatte es aber nicht geschafft sich an dem Front Runner und Ka Ying Star vorbeizuschieben, fand gegen den selben Konkurrenten aber einen Monat später – und in Abwesenheit von Golden Sixty – seine Lücke als man im The Queen’s Silver Jubilee Cup wieder aufeinander traf, und der 1,25 Längen Sieg war der gerechte Lohn für eine beständige Form und der Ausgleich für das Pech, welches Waikuku teilwiese in den Rennen hatte.

Beim nächsten Rennen im April im The Chairman’s Trophy kam von Waikuku dann allerdings so gar nichts. In dem kleinen 5 Starter Rennen ging er als klarer Favorit ins Rennen, versuchte kurz nach der letzten Kurve an Momentum zu gewinnen, und gab dann schlicht auf – letzte Platz und fast 19 Längen Rückstand – bitteres Ergebnis zum Saisonabschluss.

Nach der Sommerpause ging er dann im Oktober im Sha Tin Trophy erneut ziemlich unter, fand aber beim zweiten Start in der neuen Saison ausgerechnet gegen Golden Sixty seine Form wieder und holte sich einen überzeugenden zweiten Platz. Klar, er hatte keine Chance gegen Golden Sixty, der sich auf der Zielgerade an Waikuku vorbeischob, als er seinen TRademak Lauf vom hinteren Bereich des Feldes aus startete. Waikuku hatte sich wesentlich weiter vorne einsortiert, aber keine Chance das Tempo von Golden Sixty mitzugehen. Auch beim nächsten Rennen traf Waikuku wieder auf Golden Sixty, dieses Mal im Longines Hong Kong Mile im Dezember – ein Rennen welches eigentlich ein weiteres spannendes Duell der beiden versprach, aber Waikuku fad keine gute Position in dem Rennen und musste weit in die letzte Kurve, was in zusätzlich Raum kostete und dafür sorgte, dass er keine Chance hatte an dem wieder vorstürmenden Golden Sixty dran zu bleiben.

Ganz anders dann im Steward’s Cup im Januar – da war es Golden Sixty, der sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren musste und Waikiku der, der vorne im Feld mitlief und von dort das Tempo rechtzeitig anzog, um einen kleinen Vosprung auf der Zielgeraden zu bekommen – was es Golden Sixty, der weit in die Kurve zur Zielgerade ging, zusätzliche Längen kostet, und Waikiku ermöglichte, seinen Vorsprung tatsächlich bis ins Ziel zu retten – und den 1/100 Favoriten zu schlagen. Um so überraschender, dass Waikiku es im Queen’s Silver Jubilee Cup danach nicht schaffte, seinen Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen und mit einem dritten Platz zufrieden geben musste.

In dem Rennen lief er ein wenig zu frei auf und wurde dann 400m vor dem Ziel von anderen Pferden eingeboxt und kam zu spät ins Freie, um seinen Schlusssprint noch anzusetzen.

Im Arpil ging es wieder gegen Golden Sixty im Chairman’s Trophy, aber dieses Mal über längere Distanz schwächelte Waikiku deutlich und hatte das Rennen 300m vor dem Ziel verloren – und wurde von seinem Jockey Zac Purton zurückgenommen, so weit, dass er auf dem letzten Platz zurück fiel.

Auch beim nächsten Duell mit Golden Sixty hatte er keine Chance und musste sich mit eine vorletzten Platz zufrieden geben, als die beiden im Champion Mile im April erneut aufeinander trafen – da war längst ein anderes Duell im Fokus der Sportwelt, das zwischen dem aufstrebenden Front Runner California Sprangle und Golden Sixty, das der Superstar aber souverän für sich entscheiden konnte.

Genau so souverän wie es am Ende California Sprangle nach der Sommerpause in der Sha Tin Trophy gegen Waikuku tun konnte. Der aufstrebende Superstar dominierte das Rennen von der Front und besiegte einige altgediente Namen wie eben Waikuk, More Than This oder Ka Ying Star recht bequem.

Als dann Golden Sixty und California Sprangle im Gruppe2 Bochk Private Wealth Jockey Club Mile wieder aufeinander trafen, machten die beiden das Duell um den Sieg auch unter sich aus, aber Waikuku überraschte mich ein bisschen, indem er auf der Zielgeraden dran blieb und sich einen dritten Platz sichern konnte – dafür lief er im Hong Kong Mile im Dezember wieder wie erwartet und kam nur auf den vorletzten Platz.

So ähnlich sah die Form im letzten Jahr auch aus bevor er völlig überraschend einen Sieg in diesem Rennen holen konnte – schafft er das noch einmal? Die reine Form sagt klar nein, die Erfahrung aus dem letzten Jahr sagt: Man kann es eben nicht ausschließen.


28.01.2023 – Cheltenham – Dahlbury Stallions At Chapel Stud Cleeve Hurdle – Pick: Pailsey Park

Pferderennen in England

16: 00 (New) Dahlbury Stallions At Chapel Stud Cleeve Hurdle (Grade 2) (GBB Race) (Class 1)

Alter: (5yo+) | Distanz: 3m (2m7f213y) | Untergrund: Weich

Das Rennen wird interessant werden, denn auf dem Papier haben wir mit Paisley Park einen extrem guten, auf hohem Gruppenniveau getesteten Favoriten, der sich hier gegen einige aufstrebende Chaser erwehren muss. Wobei man ja sagen muss, dass Dashel Drasher schon eine Weile versucht auf die höchste Ebene aufzuschließen und sich langsam aber sicher herantastet während Gelino Bello sich mit Siege auf leichterem Niveau ins Gespräch gebracht hat.. ich tendiere jedoch stark zu Paisley Park.

Paisley Park: 

Der Oscar Sohn von Trainer E. Lavelle scheitere in Long Distance Hurdle im November – was so aber auch fast erwartet wurde, das Rennen scheint jedes Jahr sich seinem Griff zu entziehen, aber die Niederlage danach im Long Walk Hurdle in Ascot gegen Champ schmerzte allerdings schon mehr – und Paisley Park holte in drei Rennen nun konstant drei dritte Plätze, meist deutlich hinter den Siegern.

Dieses Rennen hier gewann er allerdings 2019 und 2020 – auch wenn man sagen muss, dass er in beiden Jahren deutlich besser in Form war und mit Siegen im Rennen zuvor hierher kam. Trotzdem ist das hier vielleicht seine beste Chance auf ein Comeback

Seine Karriere begann ganz normal in einem National Hunt Flat Race in Warwick im Jahr 2017 , wo er bei seinem ersten Rennen seiner Karriere gleich mit einem zweiten Platz glänzen konnte. Nach dem Beweis, dass er auf dem Flat eine sehr gute Figur abgeben kann schickte sein Trainer ihn erst einmal in die Sommerpause und zum Training über Hürden, denn im Dezember 2017 sollte der erste Start über Hürden kommen – und dieser war ziemlich beeindruckend.

Das Klasse 4 Rennen in Hereford auf weichem Boden und knapp 4000m absolvierte Paisley Park gegen Gegner wie Vision Des Flos, gewann aber locker mit 7 Längen und deklassierte die angetretene Konkurrenz um Längen. Mit höherem Niveau in dieser Saison mit Rennen in Warwick gegen Mr Whipped oder Doncaster gegen Gowiththeflow erreichte Paisley Park dann jeweils einen zweiten Platz bevor er dann beim Cheltenham Festival 2018 im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle startete. Er war nach seinen zwei zweiten Plätzen nun nicht unbedingt einer der Favoriten für das Rennen und startete als Außenseiter, tat aber auch im Rennen selbst wenig dafür, diese Einschätzung er Buchmacher zu revidieren.

Diese erste Saison war trotz des beeindruckenden Einstands im Herbst damit ernüchternd ausgelaufen und Paisley Park ging erneut in die Sommerpause, die er mit einem Start im Klasse 2 Racing UK Handicap Hurdle in Aintree beendete. Das Rennen war von recht hohe Niveau, Paisley Park war aber wie im letzte Jahr gut aus der Sommerpause gekommen und konnte sich mit sauberen Sprüngen und einem gutem Schlusssprint 100m vor dem Ziel gegen seinen Verfolger Lygon Rock durchsetzen.

Nach diesem Rennen nahm Paisley Park dann langsam die Ausdauerrennen in den Blick und startete im Gruppe 3 Betfair Exchange Stayers‘ Handicap Hurdle, wo er gleich beweisen konnte, dass ihm die langen Distanzen ganz vortrefflich liegen. Paisley Park wurde in diesem Rennen an der ein oder anderen Hürde ein wenig behindert, konnte in dem langen Rennen aber den Anschluss immer wieder finden und mit einem Sturz eines Konkurrenten kam er als Dritter über die letzte Hürde. Dann aber legte Paisley Park einen extrem guten Schlusssprint hin und konnte viele Meter an Boden auf die Führenden gut machen. Der Zieleinlauf nach der letzten Hürde war sehr lang in diesem Rennen und Paisley Park konnte vollen Nutzen daraus ziehen

Im Gruppe 1 The Long Walk Hurdle einen Monat später im Dezember musste Paisley Park dann aber mi einem wesentlich kürzeren Schlusssprint zurechtkommen und dürfte den Anschluss an die Führenden nicht verlieren. So setzte er seinen Angriff nach der drittletzten Hürde an und wurde von seinem Jockey Aiden Coleman angetrieben, die Position zu verbessern und so vor der letzten Hürde die Führung zu übernehmen und diese unter einem harten Ritt gegen die Außenseiter West Approach und Top Notch zu verteidigen.

Damit Paisley Park den Kurs in Cheltenham noch einmal kennenlernt wurde er noch in das Gruppe 2 galliardhomes.com Cleeve Hurdle geschickt, wo er über den guten Untergrund auf den drei Meilen seinen bisher besten Lauf zeigen konnte. Da Feld zog das Tempo vor der drittletzten Hürde an und Paisley Park ah ein bisschen so aus, als ob der Tempowechel ihn kalt erwischt hätte. Zwischen der vorletzten und der letzten Hürde gab es beim Cleeve Hurdle einen langen Abschnitt ohne Hürden, wo Paisley Park das Feld von hinten aufrollen konnte und als Erster über die letzte Hürde ging. Von da an konnte er seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und gewann dementsprechend unangefochten.

Im Gruppe 1 Stayers Hurdle hatte Paisley Park ein großes Feld zu besiegen und schien ab und zu während der Mittelphase des Rennens teilweise etwas lustlos und verlor ein oder zwei Plätze, auf dem Weg zur vorletzten Hürde war er dann aber wieder voll da und rollte das Feld langsam von hinten auf, um es ausgerechnet an der letzten Hürde noch einmal unnötig spannend zu machen  -dort streute er einen schlechten Sprung ein, der Sam Spinner noch einmal an ihn ran brachte und das ganze unnötig spannend machte.

Allerdings sammelte sich Paisley Park danach wieder und zog den Konkurrenten davon, was ihn in der Saison weiterhin ungeschlagen machte. Auch nach der Somemrpause zeigte Paisley Park keine Schwäche und gewann im Gruppe 2 Long Distance Hurdle  über 4876m in Newbury gegen Thistlecrack, wenn auch nur knapp. Thistlecrack lief ein großartiges Rennen und lies sich von Paisley Park nicht leicht abschütteln, so dass der Stayers Hurdle Sieger sich nach der letzten Hürde massiv anstrengen musste, um seinen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Auch beim Gruppe 1 Cleeve Hurdle im Januar erging es ihm nicht viel besser, als er gegen Summerville Boy ran musste und eigentlich als klarer Favorit über die 4822m geschickt wurde, aber vor der letzten Hürde gehörig unter Druck geriet. Zu diesem Zeitpunkt schien das Rennen noch komplett offen, allerdings produzierte Paisley Park wie schon im Stayers Hurdle 2019 einen gewaltigen Satz an der letzten Hürde, legte die Ohren an und beschleunigte auf der Zielegraden an den Konkurrenten vorbei. Ein souveräner Sieg auf Kurs und Distanz des Stayers Hurdle machten ihn dann doch wieder zum Favoriten für das Stayers Hurdle – aber in dem Rennen selbst verlief fast nichts nach Plan. Apple’s Jade sprintete nach vorne an die Front und lief lange Zeit vor dem Feld her, wie es ihr beliebte, aber kam auf der Zielgeraden dann wieder zurück zum Feld, aber Paisley Park kam auch nicht so recht in Gang und schien auf dem fünften Platz festgeklebt zu sein und konnte sich von dieser Position nie wirklich erholen.

Das war schon ziemlich enttäuschend für einen der großen Favoriten für das Cheltenham Festival, und danach ging es direkt in die Sommerpause auf Grund der Corona Krise und der Schließung einer der Kurse bis Mai.

Paisley Park kam im November zurück, als er im Long Distance Hurdle in Newbury starte und konnte immerhin den zweiten Platz erringen, hinter Thyme Hill, und es war mehr der zu spät getimte Lauf der Paisley Park Probleme machte, als der Front Runner Thyme Hill, der einfach zu viel Vorsprung hatte als dass Paisley Park diesen noch hätte aufholen können. Trotzdem, der Lauf machte Lust auf mehr und im Gruppe 1 Long Walk Hurdle in Ascot auf schwerem Boden und 5000m im Dezember konnte er sich an Thyme Hill rächen und diesen knapp mit unter einer halben Länge schlagen. Das war noch immer nicht so beeindruckend, wie man es Vorfeld des Cheltenham Festivals gerne hätte und wie es so oft ist – die Form übertrug sich auch in das Cheltenham Festival um Stayers Hurdle, wo Paisley Park sich vom hinteren Bereich des Feldes ab der viertletzten Hürde zwar nach vorne arbeitete, aber am Ende nicht genug Kraft hatte um die Führenden noch einzuholen, aber wenigstens den Hügel hinauf noch den dritten Platz ergatterte.

Im April versuchte sich Paisley Park dann noch im Ryanair Stayers Hurdle, hatte allerdings offensichtlich nach der relativ kurzen Pause – für ein Stayers Rennen – nach dem Cheltenham Festival seine Form noch nicht wieder gefunden und lief ziemlich kraftlos auf, so dass er am Ende sogar das Rennen vorzeitig beenden musste.

Nach der Sommerpause kam er Ende Oktober im Gruppe 2 Ryanair Stayers Hurdle zurück auf die Rennstrecke, konnte dort aber erneut nicht so richtig überzeugen.

Unter Aiden Coleman wählte Paisley Park dieses Mal eine andere Taktik und setzte sich eher mit den Pacesettern an die Spitze des kleinen Feldes, konnte dort aber nach einem eher unsauberen Sprung an der viertletzten Hürde den Anschluss nicht halten und fiel zunehmend zurück, sammelte sich aber wieder und holte sich – wie schon beim Cheltenham Festival – den dritten Platz beim Zieleinlauf.

Es folgte ein abgeschlagener dritter Platz im Ladbrokes Long Distance Hurdle, wo Paisley Park erneut nach der letzten Hürde immer schwächer wurde, und auch beim Long Walk Hurdle in Ascot einen Monat später schien seine Ausdauer nicht zu halten… es schienen langsam das Alter – oder die schwierigen letzten beiden Jahre mit schlechten Bedingungen durch Covid – ihren Tribut zu fordern.

Allerdings fand Paisley Park dann im Welsh Marches Stallions At Chapel Stud Cleeve Hurdle im Januar seine Form wieder und gewann das Rennen nach 2019 und 2020 ein drittes Mal

Paisley Park machte sich das Rennen allerdings alles andere als leicht . Er verpasste den Start und verlor etliche Längen auf die Pacesetter und sprang nicht einmal die Hindernisse wirklich sauber, fand dann aber offensichlich versteckte Reserven und kam in der letzten Umrundung heran, überholte das Feld und gewann mit drei Längen.

Im März ging es dann in das Paddy Power Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, natürlich nicht als Favorit gegen Gegner wie Klassical oder den Vorjahressieger Flooring Porter, aber er wurde immerhin unter den möglichen Kandidaten für eine Platzierung gehandhabt.

Und so kam es dann am Ende auch – Paisley Park beende auf einem respektablen dritten Platz, nur knapp über 2 Längen hinter dem Sieger – der im vorherigen Jahr Flooring Porter hieß.

Paisley Park kam nur langsam in Gang und wurde im hinteren Bereich des Feldes positioniert, sprang zu allem Überfluss die erste Hürde nicht sauber, fand dann aber ins Rennen und wurdedann ab der drittletzten Hürde (3 out) von seinem Jockey Aidan Coleman angetrieben, hatte aber ab diesem Zeitpunkt einiges zu tun um auf die Führenden aufzuschließen, fing sich aber wieder vor der letzten Hürde und schaffte es, sich den dritten Platz auf den letzten 110 Yards zu holen, auch wenn er dort keine Chance hatte, auf die Sieger noch aufzuholen.

Paisley Park nahm dann gegen Ende der Saison noch an dem prestigeträchtigen Grade 1-Rennen, dem ladbrokes Champion Stayers Hurdle, am 28. April in Punchestown, Irland, teil. Er startete gut und hielt mit den Führenden Schritt und blieb während des Rennens in Kontakt mit ihnen. Doch dann nahm das Schicksal eine Wende zum Schlechteren, als er beim ersten Hindernis angerempelt wurde und dadurch an Schwung verlor. Sein Jockey trieb ihn nach der drittletzten Hürde (3 out) an, aber Paisley Park konnte auf der Zielgeraden den anderen Pferden nicht das Wasser reichen, geschweige denn die Geschwindigkeit der anderen halten und wurde überholt. Obwohl er schlecht im Rennen lag und begann den Anschluss zu verlieren, gab Paisley Park nicht auf und kämpfte auf der Zielgeraden weiter , ohne dabei aber nennenswert Boden gut zu machen und schlussendlich als Fünfter ins Ziel zu kommen. Während es nicht das Ergebnis war, auf das er und sein Team gehofft hatte, hatte er eine solide Saison und ging verdient in die Sommerpause, die am 25.11.2022 im Coral Long Distance Hurdle beendet wurde – gegen Champ, den er ja schon aus dem Cheltenham Festival kannte

Paisley Park startete das Rennen wie schon gewohnt im hinteren Bereich des Feldes und lies andere das Tempo an der Front setzen . Trotzdem gelang es ihm, mit den Führenden Schritt zu halten und am vierten Hindernis (4 out) aufzuschließen. Mit Unterstützung seines Jockeys machte Paisley Park Platz zwei vor dem dritten Hindernis (3 out). Er wurde nach dem dritten Hindernis stark geritten, aber er lag beim letzten Hindernis immer noch zwei Längen hinter dem Führenden , Champ, aber Paisley Park kam heran. Paisley Park schwenkte nach rechts und lief entlang des nahen Geländers auf der Zielgeraden und wurde hart geritten, um stark in den letzten 110 Yard heran und saß dem Führenden im Nacken. Am Ende fehlte ihm nur ein Hals, um den Sieg zu holen, und er belegte einen guten zweiten Platz hinter Champ, der sich wesentlich mehr mühen musste, um Paisley Park auf den letzten Metern noch auf Abstand halten zu können.

Das erneute Duell der beiden fand kurz vor dem Jahreswechsel im Gruppe 1 Ladbrokes Long Walk Hurdle in Kempton statt, mit Champ als Favorit nach dem knappen Sieg über Paisley Park – aber das Rennen lief für den Favoriten ganz anders als gedacht. Champ sprang das ganze Rennen über nach links und verschenkte dabei ein wenig Momentum, konnte aber sich lange Zeit trotzdem an der Führung halten, musste sich an der letzten Hürde aber langsam von seiner guten Position verabschieden, sprang wieder nach links weg und hielt sich am außen Geländer beim Lauf über die Zielgerade, was im aber nicht half noch einmal einen Angriff zu starten – denn Paisley Park, der sich im hinteren Bereich des Feldes aufgehalten hatte und 3 Hürden vor dem Ziel den Anschluss an die führenden verloren hatte – hatte sich zwischen den letzten beiden Hindernissen wieder gesammelt und neu angegriffen.

Paisley Park hatte sich an der letzten Hürde die Führung gesichert und auf dem weichen Untergrund noch viel Kraft übrig, um sich von einen Verfolgern abzusetzen und mit vier Längen Vorsprung zu gewinnen.

Letztes Jahr gewann Paisley Park hier gegen Champ mit einem guten Lauf, der von Problemen geplagt war – hat aber heute leichtere Gegner gegen sich.

Gelino Bello: Der Saint Des Saints Sohn von Paul Nicholls Sohn hat sich einen schönen Lauf von Siegen im letzten Jahr erkämpft und war gerade um die Zeit des Cheltenham Festivals – an dem er nicht teilgenommen hat – in Form gekommen und hatte in Aintree noch sein erstes Gruppe 1 Rennen gewinnen können, bevor es in die Sommerpause ging.

Seine Karriere begann in Punchestown im Dezember 2020 mit einem Sieg, allerdings hatte er zuvor schon eine Windröhren OP und war karstiert worden.

Nach seinem ersten Sieg in seinem ersten NHF Rennen startete er noch in einem weiteren NHF Rennen in Newbury, dieses mal allerdings auf Listed Ebene. Das Rennen wurde mit einem soliden dritten Platz beendet, genau wie mit den Läufen über flachen Untergrund, denn nach der Sommerpause startete Gelino Bello im Oktober 2021 in Aintree in einem Maidenrennen über Hürden.

Auch dieser Start in einer neuen Disziplin wurde mit einem überzeugenden Sieg abgeschlossen, gefolgt vom Sprung auf Gruppenniveau in den nächsten Rennen.

Den ersten Versuch auf der viel gerühmten Black Type Ebene fand im Gruppe 2 Ballymore Novices‘ Hurdle (Grade 2) (Registered As The Hyde Novices‘ Hurdle) in Cheltenham im November statt. Gelino Bello lief nicht schlecht und hatte sich auf dem Weg zum letzten Hindernis sogar an die Führung gesetzt, aber musste auf der Zielgeraden den Angriff von dem späteren Sieger Blazing Kal abwehren, der auf den letzten 110 Yards einfach mehr Kraft übrig hatte.

Für erst den zweiten Start in dieser Disziplin war das trotzdem ein gutes Rennen – und im Dezember wiederholte sich das Rennen fast 1:1 im Albert Bartlett Novices‘ Hurdle (Registered As The Bristol Novices‘ Hurdle) – wieder in Cheltenham. Auch hier gewann Blazing Kal mit einigem Vorsprung und Gelino Belo hatte sich vor der letzten Hürde in eine vielversprechende Position gebracht aber dann auf der Zielgeraden nicht mehr die Kraft gehabt, um sich auf den letzten Metern noch an den Sieger dran zu heften.

Etwas überraschender war für mich die Niederlage im Coral Lanzarote Handicap Hurdle im Januar über 2m5f, in dem er nur einen vierten Platz holte – ok das Gewicht war relativ hoch, aber da hätte mehr drin sein sollen.

Noch eine Stufe tiefer, in einem Klasse 4 Rennen, dem Download The BetVictor App „National Hunt“ Novices‘ Hurdle in Newbury im März gewann er das Rennen locker und lässig mit einem Front Running Lauf – der Sieg schien in Gelino Bello ewas auszulösen, denn nach dem lockeren Sieg in einem Klasse 4 Rennen gewann er sein nächstes Rennen auf Gruppe 1 Ebene.

Er startet ein Aintree im Cavani Menswear Sefton Novices‘ Hurdle als einer der Favoriten, und da der andere Favorit Banbridge in dem Rennen floppte, hatte Gelino Bello leichtes Spiel und werhte mit einem starken Lauf über die letzten Meter alle Angriffe der Gegner ab.

Im Oktober 2022 wechselte Gelino Bello dann in die Chase Disziplin und startete in Wetherby in einem drei Konkurrenten Rennen – dem bet365 Novices‘ Chase über 3 Meilen. Press Your Luck warf seinen Reiter schon beim Start ab und lies es Gelino Bello und Loughderg Rocco das Rennen unter sich auszutragen – und da Loughderg Rocco der klare Außenseiter in diesem kleinen Feld war, war es eine leichte Aufgabe für Gelino Bello am Ende.

Auch das nächste Rennen war ein Match Race, dieses Mal in Exeter, und auch dieses Mal war es eine leichte Aufgabe für Gelino Bello, der zwar nach rechts sprang über manches Hindernis, aber auch sauber und schnell in diesem Rennen war und sich schon weit vor dem vorletzten Hindernis weit abgesetzt hatte.

Im Gruppe 1 Ladbrokes Kauto Star Novices‘ Chase (In Memory Of Nigel Clark) (Grade 1) im Dezember 2022 über 3 Meilen auf weichem Boden lief es allerdings nicht nach Plan, denn Thyme Hill war an der Front war einfach zu stark und hatte Gelino Bello schon weit vor seinem Sturz an der viertletzten Hürde im Griff hatte.

Ich denke er wird es schwer gegen Pasley Park haben.

Dashel Trasher: Mit dem Passing Glance Sohn Von Jeremy Scott habe ich in der letzten Saison gute Erfahrungen gemacht gehabt als ich ihn zu einer noch recht hohen Quote als EW Wette im Betfair Ascot Chase empfohlen hatte – ich würde mir jetzt gerne einbilden, dass es meine Empfehlungen waren, die ihn am Ende auf die Quote von 4/1 gedrückt haben, aber man muss kein Zauberer sein um zu sehen, dass er Portential hatte

Und dabei ist er schon eine ganze Weile dabei, denn seinen ersten Start hatte Dashel Trasher im Februar 2018 in einem NHF Rennen in Wincaton, welches er mit einem Vorsprung von vier Längen gewinnen konnte – aber das war natürlich kein Vergleich zum nachfolgenden Champion Bumper beim Cheltenham Festival, wo er als klarer Außenseiter startete und dem entsprechend auch locker geschlagen wurde – aber auch danach in einem weiteren NHF Rennen in Wincaton kam er nicht über einen sechsten Platz hinaus – er war aber auch nicht als NHF / Flat Pferd geplant und ging in der zweiten Runde über Hürden – da dauerte es dann allerdings bis ins vierte Maiden Rennen, bis Dashel Drascher sein erstes Maidenrennen gewinnen konnte – der Schritt wieder hoch auf 2m3f schien der Auslöser fü einen Formschub über Hürden zu sein, denn nicht nur gewann Dashel Drasherdas Novice Rennen mit sechs Längen, sondern auch daach ein Klasse 4 Rennen in Chepstow, ein Klasse 2 Rennen in Ascot (mit einem kurzen Kopf) und dann ein Klasse 3 und noch ein Klasse 2 Rennen – zwar alles Novice Hürdenrennen, aber nach dem Durchbruch und ersten Sieg in einem Hürdenrennen wurde Dashel Drasher bis in den April 2019 in keinem Hürdenrennen mehr geschlagen.

In der Sommerpause 2019 wechselte er dann die Disziplin und versuchte in den Chase Rennen sein Glück, musste aber bei seinem ersten und zweiten Test gegen Champ ran und verlor beide Duelle, wobei er im Gruppe 2 Rennen in Newbury seinen Reiter an der ersten Hürde abwarf und daher nicht zu sagen ist, ob er da gegen Camp besser hätte bestehen können. Jedenfalls im Dezember in einem Klasse 2 Novice Rennen über 2m5f, dem Conservatory Insulations Novices‘ Chase, gewann er wie erwartet als Favorit souverän und ging im April 2020 dann zum Doktor um eine OP an der Windröhre zu bekommen – hatte also überraschend keinen weiteren Start in der Saison und musste nach der Sommerpause dann in den normalen Chase Rennen rann

Der erste Test in Haydock auf weichem Boden über 2m5f resultierte noch in einem etwas abgeschlagenen dritten Platz, allerdings hatte Dashel Drasherda auch eine Pause von 353 Tagen zu überwinden und hatte augenscheinlich ein wenig Rost angesetzt, der beim zweiten Rennen in Ascot offensichtlich von ihm abgefallen war und mit einem 2 Längen Sieg auf schweren Boden zeigte Dashel Drasher überraschend seine Vorliebe für den weichen Untergrund

Der nachfolgende Sieg im bet365 Handicap Chase in Ascot kostete Dashel Drasher zwar alle Kraft, aber obwohl er eine Tendenz hatte nach links weg zu springen schaffte er es das Feld über die Distanz zu führen und gewann mit 2 Längen Vorsprung gegen Bennys King. Der Front Running Stil war beeindruckend, denn Dashel Drasher hatte sich in dem Rennen einige Längen vom Feld abgesetzt und schaffte es, seien Vorsprung immer aufrecht zu erhalten und sich nicht zu sehr unter Druck setzten zu lassen.

Dann kam der große Test im Betfair Ascot Chase (Grade 1) im Februar 2021, den Dashel Drasher etwas überraschend gewann, obwohl er gleich mehrere Fehler über die Hürden einbaute und alles in alle nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein schien. Ein bisschen Glück hatte er, dass der Favorit Cyrname einen schlechten Tag erwischt hatte und das Rennen vorzeitig beenden musste, und das Master Tommytucker keinen klaren Lauf zum Schlusssprint hatte.

Der Saisonabschluss war gelungen, aber auch der Einstieg in die neue Saison war mit einem dritten Platz im Gruppe 2 Chanelle Pharma 1965 Chase  – dieses mal hinter Master Tommytucker – gar nicht schlecht, aber 16 Längen Rückstand waren natürlich eine Hausnummer.

Dashel Drasher ging dann lieber ein wenig die Klasse und das Niveau runter und startet in Newbury im Bank A Winner With MansionBet Handicap Hurdle, welches er gewann, und dann im Fleur De Lys Chase (GBB Race) in Lingfieldüber 2m6f auf schwerem Untergrund, welches er am Ende nur mit einem kurzen Kopf verlor.

Die beiden sehr guten Läufe wurden von einem vorzeitig beendeten Rennen in Aintree in Form des Betfair Ascot Chase (Grade 1) gefolgt – da versuchte Dashel Drasher gegen deutlich bessere Konkurrenz das Tempo zu setzten, sprang aber wieder nicht sauber und traf das ein oder andere Hindernis und musste das Rennen dann 2 Hürden vor dem Ziel beenden.

Dieses Mal gelang der Saisonabeschluss nicht wie gewünscht und Dashel Drasher schien das angepeilte Niveau auf Gruppenebene nicht zu erreichen und knapp dahinter zurück zu bleiben.

Aber er tastete sich heran – denn nach der erneuten Sommerpause ging er im Boylesports Best Odds Guaranteed Day Before Hurdle gleich mit einem Sieg in die neue Saison, wobei er von einem Sturz des Favoriten an der ersten Hürde profitierte. Trotzdem war der Front Running Stil von Dashel Drasher einmal mehr durchaus beeindruckend, was er mit einem zweiten Platz im Gruppe 2 Boylesports Many Clouds Chase und dem nahfolgenden Gruppe 2 careers@dornangroup.com Relkeel Hurdle am Neujahrstag in Cheltenham noch einmal unterstrich. IN beiden Rennen war er auf der Ziellinie nicht in der Lage auf den Sieger mehr aufzuschließen, lief aber ein grundsolides Rennen, was ich von ihm hier auch wieder erwarte.


28.01.2023- Cheltenham – (New) Albert Bartlett Clarence House Chase – Pikc: Energumene

Pferderennen in England

14:40 – Albert Bartlett Clarence House Chase (Grade 1) (GBB Race) (Class 1)

Distanz: 2m½f (2m62y) (New) | Alter: (5yo+) | Untergrund: Weich

Super Wallach Energumene macht hier seinen vermutlich letzten Halt vor dem Cheltenham Festival und es gibt wohl kau einen Grund, hier nicht auf einen Sieg des Denham Red Sohns zu wetten. Ich meine, OK…. er hat dieses Rennen im letzten Jahr gegen Shishkin verloren, aber ein Gegner dieser Klasse ist heute nicht auf dem Feld und Energumene sollte Edwardstone im Griff haben, der meiner Meinung nach noch nicht auf dem Höhepunkt seines Könnens angekommen ist – es ist nicht ausgeschlossen, dass Energumene ebenfalls wie im letzte Jahr in diesem Rennen nicht in allerbester Form ist ud sich zum Festival noch steigert, aber mit dem, was sie im Dezember gezeigt hat, sollte sie das Rennen hier gewinnen können.

Bei Edwardstone ist es schwer zu sagen, wo er von der Form her steht, denn er hat seinen Reiter an der fünften Hürde in Kempton abgeworfen und es ist schwer zu sagen wie gut er da in Form war. Also, heute die beiden gegeneinander, was ein Geschenk für die Fans ist und sicher Spaß beim Zuschauen macht.

Die Pferde im Detail:

Energumene: Der Denham Red Sohn von Willie Mullins geht als typischer Vertreter des irischen Erfolgstrainers durch und Energumene ist in der Saison 2021/22 so richtig durchgestartet und war fast nicht zu schlagen, wie ein 8 Längen Sieg im Queen Mother Chase beim Cheltenham Festival bewiesen hatte, gefolgt von einem weiteren dominanten Sieg im William Hill Champion Chase in Punchestown und – nach der Sommerpause – einen lockeren Gruppe 2 Trainingssieg im Bar One Racing Hilly Way Chase in Dezember 2022. Er ist voll auf dem Weg zur weiteren Dominanz beim Cheltenham Festival

Seine Karriere begann mit einem kurzen Intermezzo in Frankreich für Sophie Lacey und einem Sieg in einem Maiden PTP Rennen, bevor er zu Mullins wechselte und fast zwei Jahre später seinen nächsten Start in Irland absolvieren sollte.

Der erste Lauf in Navan in einem NHF Rennen war durchaus vielversprechend, auch wenn am Ende „nur“ ein dritter Platz dabei heraus sprang, aber schon kurz darauf nach erneuter kleiner Pause gewann er im Januar 2020 sein erstes Rennen in Irland mit einem kleinen Sprint die letzten 100 Yards entlang, das Feld hatte er unter P.W. Mullins aber schon vorher unter Kontrolle, wie auch bei seinem nächsten Start in Gowran Park im MansionBet Get Paid As A Winner If 2nd In The Supreme Novices‘ At Cheltenham Maiden Hurdle. Obwohl er nicht jedes Hindernis sauber überspringen konnte, gewann Energumene am Ende locker mit 19 Längen und ohne jemals unter Druck zu geraten. Da war schon klar – Mullins hatte mal wieder einen starken Neuzugang in seinem Stall, von dem man noch weiter hören würde

Das nächste Mal von Energumene hörte man allerdings erst nach der Sommer (und Corona) Pause im November 2020, aber das Warten hatte sich gelohnt, denn wieder gewann Energumene das Rennen mit absoluter Leichtigkeit. Dabei hatte er wieder die Disziplin gewechselt und war in seinem ersten Chase Rennen aufgelaufen, aber er machte mit dem Feld kurzen Prozess und übernahm die Führung und sprang die Hindernisse kraftvoll, wenn auch nicht immer total sauber – was er aber auch nicht musste, um am Ende einen 18 Längen Sieg feiern zu können.

Er konnte in seinem eigenen Tempo an der Front laufen, was ihn immer weiterweg vom Feld führte, drei Hürden vor dem Ziel kam Port Stanley unter hohem Druck noch einmal kurz heran, aber Energumene musste das Tempo nicht einmal erhöhen, um zwischen den letzten beiden Hürden sich wieder frei zu schütteln und wieder weiter abzusetzen. Sehr beeindruckend!

Im Januar 2021 hatte er sich ein kleines vier Starter Rennen ausgesucht um sich erneut zu beweisen, denn mit Captain Guinness war auch dem Papier ein echt harter Konkurrent in dem Rennen, der ebenfalls eine aufsteigende Form mit vielen Vorschusslorbeeren hatte. Die beiden machten das Rennen am Ende auch unter sich aus und lieferten sich über die letzten beiden Hürden auch ein beeindruckendes Duell, was aber Energumene nach einigen kurzen Motivationen durch seinen Jockey Paul Towned am Ende doch locker für sich entscheiden konnte. Captain Guinees sah kurzzeitig so aus, als könnte er dagegen halten, musste dann aber doch einsehen, dass Energumene das bessere Pferd war und fiel noch über 8 Längen hinter dem Sieger bis zum Ziel zurück.

Mit dem Arkle Chase für das Cheltenham Festival fest im Blick ging es dann in den irischen Ableger, das Irish Arkle Novice Chase am 06.02.2021. Nach dem letzten Kantersieg ging Energumene allerdings als klarer Favorit in das Rennen und auch wenn schon einige Konkurrenten für das Rennen in Cheltenham im nächsten Monat mit von der Partie waren, gab es wenig Fragen, wer der Favorit für das Rennen war.

Die beiden trafen danach im Irish EBF Mares Hurdle Ende Dezember wieder aufeinander, und Energumene hatte bereits gezeigt, dass er mit weichem Boden kein Problem hat und wenn überhaupt, könnte es ein Problem sein, dass er immer noch dazu neigt leicht nach rechts über die Hindernisse zu springen.

Energumene übernahm die Führung wie gewohnt, Captain Guinnes war auch wieder mit von der Partie und setzte sich gleich hinter ihn und lies den Favoriten nicht aus den Augen. Das Feld verteilte sich weit über die breite der Bahn, auf der Rückseite der Bahn patzte Captain Guiness aber und wurde aus dem Rennen genommen (oder nahm sich selbst aus dem Rennen), stattdessen kam Fraco De Port und Blackbow heran, um von einer möglichen Schwäche des Favoriten nach der letzten Hürde zu profitieren – aber auch wenn Energumene an der letzten Hürde wieder weit nach rechts sprang, reichten einige Erinnerungen mit der Peitsche von Paul Townend um ihn wieder in die richtige Bahn zu bringen und Energumene zog unter einem folgenden Handritt davon um mit zehn Längen zu gewinnen.

Keiner der Konkurrenten aus dem letzten Rennen hatte eine Chance gegen Energumene gehabt und der folgende Sieg im April 2021 im Ryanair Novice Chase in Punchestown war mehr oder minder nur Formsache, nachdem der Hauptkonkurrent Sishkin vor dem Rennen zurückgezogen hatte. Es folgte ein Kantersieg für Energumene, der nicht in seiner beten Verfassung sein musste, um das Rennen locker zu gewinnen.

Nach der Sommerpause ging es dann im Dezember, vielleicht etwas verspätet, in das Kerry Group Hilly Way Chase. In diesem Rennen gab es mit Notebook tatsächlich einen Konkurrenten, den man halbwegs ernst nehmen konnte, der aber ausgerechnet in diesem Rennen einen schlechten Tag erwischte und den letzten Platz belegte, und leider aus dem Rennen kein spannendes Duell machen wollte. Notebook versuchte an der Front für Druck zu sorgen, konnte aber das Tempo nicht halten und ging schon an der vorletzten Hürde in den Rückwärtsgang und musste sich klar geschlagen geben, während Energumene an der Front nach Belieben nach vorne zog und mit 8 Längen Vorsprung gewann.

Weiter ging es in das SBK Clarence House Chase im Januar über 2m1f, wo dieses Mal aber echte, harte Konkurrenz wartete, denn Shishkin hatte sich entschieden, dieses Mal das Duell mit Energumene zu suchen und schon vor dem Cheltenham Fetival zu klären, wer das bessere Pferd ist.

Dieses Duell sollte die einzige Niederlage in dieser Saison für Energumene werden, der allerdings alles gab um Shishkin den Sieg so schwer wie möglich zu machen. Energumene übernahm zunächst die Führung in dem Rennen und legte ein ordentliche Tempo vor. Energumene blieb an der Front relativ unangetastet bis zur Schlussphase des Rennens und konnte das Rennen nach eigenem Gutdünken gestalten, und war an der letzten Hürde dann auch tatsächlich schon 2 Längen voraus.

Aber dann kam Shishkin, der in dem Rennen einige schlechte Sprünge gezeigt hatte, öfter mal nach links ausgebrochen war und erst an der drittletzten Hürde an den PAcesetter herangekommen, verlor dann aber wieder den Anschluss und musste sich nach dem Sprung über die letzte Hürde mit einem beeindruckenden Schlusssprint erst einmal wieder herankämpfen und führte dann auch erst knapp an der Ziellinie.

Die beiden sollten dann das Duell beim Cheltenham Festival noch einmal wiederholen, als sie im Betway Queen Mother Champion Chase noch einmal aufeinander treffen sollten. In diesem Rennen ging Shihkin als Favorit an den Start, nachdem er das vorangegangene Rennen hatte relativ locker gewinnen können, aber der Champion erwischte einen Rabenschwarzen Tag und sprang von Anfang an nicht sauber und musste schon nach der ersten Hürde ordentlich angetrieben werden, um überhaupt den Anschluss halten zu können, aber auch danach fand Shshkin seine Form nicht und produzierte einige langsame Sprünge, um am Ende das Rennen vorzeitig zu beenden.

Energumene hingegen hielt seine Form prächtig und zeigte bis zur letzten Hürde hervorragende Sprünge und setzte seinen Schlusspukt mit einem Sprung, der in zwei Lägen vor den Rest des Feldes brachte um einen weiteren Kantersieg in seinem größten Rennen bisher einzufahren.

Der Start im April im William Hill Champion Chase war trotz der Anwesenheit von Konkurrenten wie Chacun Pour Soi mehr oder minder nur Formsache, und das obwohl Energumene dieses Mal nicht in Bestform war und einige fragwürdige Sprünge produzierte. Gerade an der vorletzte Hürde hatte Ernegumene einen langsamen Sprung gezeigt und war kurzfristig überholt worden, fand aber unter Druck seines Jockeys wieder an die Front und lief dem Rest des Felde auf der Zielgeraden davon.

Nach der Sommerpause startete Energumene im Gruppe 2 Bar One Racing Hilly Way Chase, hatte da aber keine nennenswerte Gegner gegen sich und gewann so locker wie man es sich von einem mehrfachen Gruppe 1 Sieger gegen Gegner, die teilweise nicht einmal einen Gruppensieg vorzuweisen hat, eben vorstellt. Energumene wurde heftig zurück genommen und gewann trotzdem mit 15 Längen Vorsprung.

Heute kommt mit Edwardstone ein besserer Gegner hier her, und es kann zumindest ein wenig spannender werden.

Edwardstone: Der Kayf Tara Sohn von Alan KIng hat sich in seiner Karriere fest an der Spitze des Feldes der besten National Hunt Pferde in GB gesetzt – sowohl in Chase Rennen, als auch in Hürdenrennen, wobei er natürlich im Moment in den Chase Rennen startet und auch da bleiben wird. ei seinem dritten Lauf beim Cheltenham Festival war er dann auch im Arkle endlich erfolgreich und wird 2023 seine Augen auf das Queen Mother Chase gelegt haben.

Seinen ersten Lauf hatte er im November 2018 i einem NHF Rennen, ging bei diesem Start aber schon als Wallach ins Rennen, weil er sich nicht ganz einfach zu handeln erwies.

Es dauerte trotzdem drei Rennen und immerhin bis in die nächste Saison bis er seinen ersten Sieg feiern konnte – in einem Novice Hurdle, denn in NHF Renen auf dem Flat wurde ihm der Sieg komplett verwehrt, stattdessen blieb er auf drei zweiten Plätzen sitzen – aber er war ja auch kein Pferd für das Flat sondern für die Hürden, und da ging er mit zwei Siegen auf Klasse 3 Niveau gleich in die vollen und verpasste in Haydock im Januar auf Gruppe 2 Sky Bet Supreme Trial Rossington Main Novices‘ Hurdle über knapp 2 Meilen und schwerem Boden fast gewonnen – nur ein Nacken Rückstand hatte er am Ende, denn ihm war auf de letzten Metern die Kraft ausgegangen und musste sich Stolen Silver geschlagen geben, der sich auf den letzten Zentimetern die Führung noch geholt hatte.

Mit dem Rückenwind ging es im März 2020 in das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle, allerdings als klarer Außenseiter – und so einen richtigen Eindruck konnte er in dem starken Rennen nicht machen. Er blieb zunächst hinten im Feld schloss dann vor der drittletzten Hürde ein wenig auf, konnte aber das Tempo nicht halten und fiel wieder auf den sechsten Platz zurück – 23 Längen hinter dem Sieger Shishkin.

Nach der Sommerpause gelang Edwardstone der Einstieg in die neue Saison leider nicht – erst gab es nur einen abgeschlagenen fünften Platz im Unibet Greatwood Handicap Hurdle in Cheltenham, dann war er seinen Reiter Ende Dezember in einem 2m in Doncaster ab – erholte sich aber von diesen beiden Flops mi einem Start in Market Rasen in einem Handicap Rennen – wieder über 2 Meilen und schweren Boden – das Rennen war gut gepickt, denn die Konkurrenz war recht einfach und bestand vor allem aus leicht gehandicapten Pferden denen man einen Formsprung zutraute – was aber nicht kam, und so bekam Edwadstone den Selbstvertrauens Schub, den er brauchte, bevor er sich wieder an die Gruppenrennen traute.

Edwardstone ging als klarer Außenseiter in das Betfair Hurdle (Handicap) (Grade 3) mit einer Quote von 14/1, überraschte aber mit einem soliden dritten Platz und einer soliden Chance auf den Sieg an der letzten Hürde. Er verlor den Anschluss unter seinem hohen Gewicht nur auf dem Lauf zum Ziel und schien auch auf Gruppenebene eine solide Chance auf den Sieg zu haben – aber der erneute Versuch beim Cheltenham Fetsival im McCoy Contractors County Handicap Hurdle auf Gruppe 3 Ebene lief nicht wie geplant und er musste sich mit einem fünften Platz und der Erkenntnis zufrieden geben, dass er einfach nicht das Tempo hatte um mit den Siegern mit zu gehen.

Ich hätte mir gewünscht, dass er im Pertemps Network Handicap Hurdle (Grade 3) (GBB Race) in AIntree im April dann wieder besser abschneiden würde, aber sein Handicap Rating ging nach so vielen soliden Läufen auch in staken Rennen beständig nach oben und mit 11-5 diesem Rennen war einfach nicht viel zu holen auf den letzten Metern.

Die Reihe von mehr oder minder großen Enttäuschungen brachte Edwarstone dann nach der Sommerpause 21/22 in die Case Rennen, fr die er ohnehin die ganze Zeit geplant war. Bei seinem ersten Start in Warwick im November im Jewson Stan Mellor Memorial Novices‘ Chase erlebte er allerdings ein herbes Erwachen und wurde 4 Hürden vor dem Ziel zu all gebracht.

Da war er 2 Längen hinter dem Sieger und sah nicht schlecht aus, es war also keine Überraschung, dass er auf dem gleichen Niveau in Warwick ein bisschen später im Highflyer Bloodstock Novices‘ Chase als Favorit an den Start ging und das Rennen auch locker gewinnen konnte.

Für mich aber etwas überraschend war, dass er auch im Close Brothers Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Niveau stark nachlegen konnte. Er war ganz offensichtlich deutlich stärker in den Chase Rennen als in den Rennen über Hürden, denn obwohl er im Vorfeld des Rennens als einer der Favoriten galt, hat wohl niemand damit gerechnet dass er nach der vorletzten Hürde dem Feld davon ziehen würde und den letzten Metern des 2 Meilen Rennens über gut bis weichen Untergrund ganze 16 Längen vor das Feld ziehen würde12.2021

Auf Gruppe 2 Niveau in Kempton am 27.12.2021 im Ladbrokes Wayward Lad Novices‘ Chas ging es gegen etwas leichtere Konkurrenz über 2 Meilen und weichen Untergrund, und als klarer Favorit gab sich Edwardstone keine Blöße und gewann locker in dem kleinen Feld.

Es folgte ein weiteres kleines Feld in Warwick in dem Virgin Bet Kingmaker Novices‘ Chase – die Distanz war gleich, der Untergrund etwas schneller und mit Third Time Lucky war auch ein Konkurrent in dem Feld, der in der Lage dazu war, aus dem Rennen einen echten Test zu machen – er blieb an Edwardstone dran, konnte den Pacesetter aber nicht überholen und hatte nach der letzten Hürde nicht mehr das Tempo um mit Edwardstone zu gehen.

Die Folge von Siegen machten Edwarstone in Cheltenham beim Festival 2022 zum Favoriten des Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase – und obwohl dies sein härtestes Rennen bis dato war, wurde Edwardstone seinem Ruf als Favorit gerecht und gewann das Rennen am Ende recht locker.

Das war nicht zuletzt seinen guten Sprüngen zu verdanken, die ihn mit relativ wenig Kraftaufwand an den Pacesettern blieben lies. Er wich geschickt einem stürzenden Pferd aus, lief danach konzentriert weiter und war an der drittletzten Hürde immer noch stark unterwegs, lies sic auch von einem Schubser durch ein anderes Pferd nicht irritieren und setzte sich auf dem Lauf den Hügel in Cheltenham hinauf von seinen Verfolgern ab.

Der Lauf schien aber doch mehr Kraft gekostet haben als gedacht, denn beim letzten Start in der Saison in Aintree schaffte er es überraschend nicht, noch einmal einen Sieg drauf zu setzten obwohl er gegen Ende des Rennens immer noch locker auflief – aber an der vorletzten Hürde hatte er immer noch eine Länge Rückstand und der Rückstand vergrößerte sich auf dem Weg zum letzten Sprung, und auf der Zielgeraden war dann nichts mehr machen – es blieb beim zweiten Platz.

Nach der Sommerpause kam er mit einem starken Sieg im Betfair Tingle Creek Chase gegen seinen Bezwinger Gentleman De Mee aus Aintree und viel wichtiger – Shishkin zurück. Der Favorit und Superstar Shishkin war an diesem Tag absolut nicht in Form und schien Rachenprobleme zu haben, und auch dessen Hauptkonkurrent Greaneteen schien die lange Pause noch in den Knochen zu stecken – so konnte Edwarstone, der topfit aus dem Sommer kam, sich am Ende den Sieg über 2m sichern.

Bei seinem nächsten Start musste er allerdings an der fünftletzten Hürde das Rennen beenden, nachdem er seinen Reiter Tom Cannon dort abgeworfen hatte – schwer zu sagen in welcher Form er ier zurückkommen wird.


28.02.2023 – Cheltenham – Paddy Power Cotswold Chase – Pick: Proketorat

Pferderennen in England

15:25 Paddy Power Cotswold Chase (Grade 2) (GBB Race)

(Class 1) (5yo+) (3m1f56yds) 3m1½f New Soft 21 fences

Wird Protektorat in der Lage dazu sein, an seinen Erfolg aus dem letzten Rennen anzuknüpfen oder kommt einer der Außenseiter aus dem Mußtopf und verderbt ihm den Tag – ich habe das Gefühl, dass das möglich ist, aber auf dem Papier sollte er das Rennen hier im Sturm nehmen.

Proketorat: Der Saint Des Sainsts Sohn hat eine Vorliebe für Cheltenham und Aintree, hat den Gold Cup auf einem guten dritten Platz abgeschlossen und ist damit der beste Starter aus dem Gold Cup heute in diesem Lineup. Zwar fegte er die Konkurrenz im Unibet Many Clouds Chase im Dezember locker beiseite, aber auch diese Zeit war eine der schlechteren in der Unibet Many Clouds Chase der letzten Jahre – oder eines der taktischsten Rennen. Egal, seine Leistung beim Cheltenham Gold Cup war okay, auch wenn natürlich A Plus Tard keine Probleme hatte das Rennen souverän für sich zu entscheiden.. wie viel also die Form aus dem Cheltenham Gold Cup wert ist? Schwer zu sagen… oder sagen wirs so: In der Vergangenheit war es nicht so schlimm, wenn der Rückstand recht groß war oder das Rennen nicht beendet wurde – eher die Teilnahme war wichtig.
Danach im Aintree Bowl sahen die Chancen von Protektorat eigentlich gut aus und man erwartete ein großes Rennen von ihm – dass am Ende nur ein vierter Platz stand, kann definitiv als Enttäuschung gesehen werden – schließlich startete Protektorat als Favorit!

Am Ende war er vielleicht ein bisschen zu energisch zu Gang gewesen, oder vielleicht waren es die Fehler, die er beim Springen eingebaut hatte? Man weiß es nicht genau, jedenfalls blieb am Ende nur der vierte Platz und schon vor der letzten Hürde wurde Protektorat müde und lies sich weit hinter den Sieger Clan Des Obeaux zurückfallen.

In der Sommerpause bekam er eine OP an der Windröhe spendiert und BOY! Diese Op schien Wunder zu wirken, denn als er sein erstes Rennen der Saison in Form des Betfair Chase (Grade 1) (Registered As The Lancashire Chase) (GBB Race) bestritt, sprang er sauber und schnell die Hindernisse und war an der vorletzten Hürde schon 2 Längen voraus, bis zum Ziel baute er diesen Vorsprung noch bis auf 11 Lägen auf Eldorado Allen aus. Frodon und Bristol De Mai waren nur Statisten, und dass A Plus Tard einen schlechten Tag erwischte und das Rennen vorzeitig beenden musste, half natürlich auch – aber er ist definitiv ein würdiger Favorit hier!

Ahoy Senor: Der Dylan Thomas Sohn von Trainerin Lycinda Russel wurde 2019 vor dem ersten Rennen kastriert, warf seinen Jockey. A. Edwards aber trotzdem beim ersten Rennen ab und wechselte danach von Philip Rowley zu Melanie Rowley, die ihn in einem weiteren PTP Rennen nach einer 239 tägigen Pause zum Sieg führte – und dann direkt an Lucinda Russell abgaben.

Die Trainerin lies ihn in einem Klasse 3 NHF etwa zwei Monate später in Ayr auflaufen und belegte auf schwerem Untergrund einen guten zweiten Platz, um dann noch einmal sechs Wochen später seinen ersten Sieg in einem Klasse 4 Maiden Rennen zu gewinnen. Das Rennen auf weichem Untergrund ging Ayoy Senor von der Front her an, aber trotzdem war es eine kleine Überraschung, dass er beim ersten Start über Hürden derart gut durchhielt und mit einem guten Sprung an der letzten Hürde alles klar machte.

Noch überraschender allerdings war der Lauf danach im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im April, wo Ahoy Senor natürlich als klarer Außenseiter auflief – die Distanz war deutlich weiter mit über 3 Meilen, die Konkurrenz ein ganz anderes Level und viel Erfahrung konnte Ahoy Senor ebenfalls nicht vorweisen  – klar, dass er als Außenseiter mit einer 68er Quote auflief. Er bekam die Führung in diesem Rennen wieder geschenkt und wurde über lange Strecken kaum unter Druck gesetzt, ermüdetet allerdings nicht wie eigentlich gedacht, sondern konnte die kommenden Angriffe souverän abwehren und seinen Vorsprung nach der letzten Hürde sogar noch ausbauen – das dürfte eine der größten Überraschungen der Saison gewesen sein.

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause im Colin Parker Chase gelang Ahoy Senor allerdings nicht und er warf seinen Reiter an der vorletzten Hürde ab – als er schon ziemlich unter Druck war und nicht wie der wahrscheinlichste Sieger des Rennens aussah. Dann zerlegte er allerdings die Konkurrenz im John Francome Novices‘ Chase auf Gruppe 2 Ebene über 4706m und ging mit Zuversicht in das nächste Duell mit Bravemansgame im Ladbrokes Kauto Star Novices‘ Chase in Kempton im Dezember.

Ahoy Senor bekam sogar wie erhofft die Führung in dem Rennen wieder recht unangefochten zugesprochen und nahm viele der Hindernisse stark und mit viel Kraft – bis zur fünzehnten Hürde, wo er einen schweren Fehler machte und Derek Fox fast aus dem Sattel warf. Danach wurde das Rennen schwer für ihn und Bravemansgame nahm ihm zwei Hürden vor dem Ziel die Führung ab und setzte sich locker von seinen Verfolgern ab. Für Ahoy Senor blieb nur ein abgeschlagener zweiter Platz, allerdings erholte sich Ahoy Senor schnell von der Niederlage und fegte die Konkurrenz im nachfolgenden Gruppe 2 William Hill Towton Novices‘ Chase locker beiseite

Beim Cheltenham Festival sollte er wieder auf L’Homme Presse – und wenn er nicht kurz vorher zurückgezogen worden wäre – auch Bravemansgame treffen sollen. Ahoy Senor lief auf dem schnelleren Boden wieder ein solides Rennen, ohne es mit L’Homme Presse wirklich aufnehmen zu können, was für das Rematch der beiden in Aintree im April nichts gutes verheißen lies.

Aber Ahoy Senor erholte sich von seinem Lapsus wie schon etliche Male zuvor und obwohl er das ein oder andere Hindernis nicht sauber nahm und nach rechts weg sprang, konnte er das Tempo beständig weiter erhöhen und vier Hürden vor dem Ziel langsam das kleine Feld weiter auseinander ziehen. Schnell war er drei Längen vor dem Rest des Feldes und konnte sich mit einem guten Sprung an der letzten Hürde locker den Sieg mit fünf Längen Vorsprung sichern.

Ganz im Gegenteil zum ersten Rennen nach der Sommerpause, wo er in Wetherby im Gruppe 2 bet365 Charlie Hall Chase auflief. Zwar versuchte Ahoy Senor wieder die Führung zu übernehmen und das kleine Feld über die Distanz zu führen, war aber bei seinem Sprüngen zu unkonzentriert und lies sich von Derek Fox im Sattel kaum kontrollieren. So lief Ahoy Senor viel zu frei in dem frühen Stadium des Rennens und ermüdete an der viertletzten Hürde zunehmend und wurde am Ende Letzter (Fünfter)

Etwas besser lief er dann im Boylesports Many Clouds Chase mit einem dritten Platz – auch wenn das Rennen selbst eine relativ schwere Angelegenheit war. Zunächst lief Ahoy Senor relativ frei auf und sprang oft nach rechts weg über die Hindernisse – holte sich aber trotzdem die Führung. Da sprang er mehr schlecht als recht über die Hindernisse und verlor da immer wieder Momentum, so dass er letztendlich an der letzten Hürde überholt wurde – aber den dritten Platz noch halten konnte.

Im Ladbrokes King George VI Chase (Grade 1) (GBB Race) wurde er klar deklassiert und hatte auf seinem fünften Platz keine Chance irgendeinen Eindruck zu machen. Das war aber auch OK, denn dieses Rennen ist notorisch schwer besetzt und die Favoriten lieferten dieses Mal ab – und zu diesem Kreis gehörte Ahoy Senor nicht an.

Frodon:.

Frodon ist mittlerweile 11 Jahre alt, aber alles andere als altes Eisen. 2020 und 2021 konnte er einige hervorragende Rennen gewinnen, nicht zuletzt das King George VI Stakes 2020 und 2021 im Oktober das Ladbrokes Champion Chase in Down Royal im Oktober. Eigentlich meidet Frodon dir irischen Kurse, allerdings ist es vielleicht nicht verkehrt die etwas einfachere Konkurrenz hier zu suchen, nachdem der Versuch im King George VI leider nicht von Erfolg gekrönt gewesen war – auch wen seine Sprünge wieder phänomenal gewesen waren!

Der Nickname Sohn und Schützling von Paul Nicholls begann seine Karriere im Jahr 2015 mit einem Sieg in seinem ersten Rennen in Auteuil, damals noch für den Trainer Guillaume Macaire. Der musste Frodon dann aber nach einigen erfolgreichen Rennen in Frankreich aber aber Paul Nichols abtreten, der ihn nach dem Wechsel über das Neujahr 2016 in Cheltenham im Steel Plate starten lies. Der dritte Platz war vielleicht noch ein wenig unter den Erwartungen für Frodon, der sich im Laufe des Jahres 2016 gewann Frodon das Rising Stars Chase als einziger Finisher und legte mit einem Sieg im Gruppe 3 Caspian Caviar Gold Cup nach, den er knapp vor Aso und Village Vic gewann.

Danach startete Frodon 2016 noch einmal im Kauto Star Chase als Mitfavorit, stürzte aber während des Rennens, war allerdings zu diesem Zeitpunkt schon deutlich geschlagen worden und er musste einen Schritt zurück in ein normales Novice Chase Rennen machen, um wieder einen Sieg einfahren zu können, so konnte er ein kleines Feld in Musselburgh souverän hinter sich lassen, die Konkurrenz war allerdings auch kein wirklicher Test für ihn und alles andere als ein leichter Sieg hätte vermutlich alle Ambitionen für Cheltenham begraben.

Rückblickend muss man allerdings auch sagen, dass er 2016 auch ziemlich aktiv gewesen war und sich vielleicht zum Ende hin zu sehr verausgabt hatte und nach 10 Rennen in 12 Monaten war die Luft vielleicht ein wenig raus, so dass die zwei Monate Pause bis zum Novice Chase in Musselbrugh Frodon vermutlich die Form wieder zurück gebracht hatten

Paul Nicholls war ziemlich deutlich in Interviews, was das Potential seines Starters anbelangt und im Pendil Novices‘ Chase folgte Ende Februar ein weiterer Sieg auf Gruppenniveau. Allerdings nicht ganz so deutlich wie erhofft und Frodon lies das Cheltenham Festival 2016 lieber komplett aus, was vielleicht auch besser war, wenn man seinen Start im Manifesto Chase Anfang April 2017 bedenkt. Das Gruppe 1 Rennen über 4005m auf gutem Boden war solide besetzt, allerdings konnte Frodon hier nie für Gefahr sorgen und spielte um den Sieg keine Rolle. Er versuchte das Tempo für die anderen zu setzen, konnte das selbst gewählte Tempo aber nicht halten und fiel dann immer weiter nach hinten ab. Nach diesem Flop ging es in die Sommerpause, aus der er aber mit einem Formtief wieder herauskam. Klare Niederlagen gegen Black Corton, Might Bite und Top Notch in den nachfolgenden Rennen gaben Grund zur Sorge und erst mit dem Start in Ascot Ende Dezember fand Frodon wieder etwas von seiner Form wieder. So startete er im Lavazza Silver Cup Handicap Chase und erreichte dort einen guten zweiten Platz auf Listed Niveau und konnte danach sogar einen Sieg auf Gruppe 3 Ebene im Crest Nicholson Handicap Chase erringen. Dieser Sieg wurde mit einer sehr weiten Marge eingefahren aber im Ascot Chase im Februar von Waiting Patiently und Cue Card wieder etwas zurecht gerückt. In diesem Rennen wurde Frodon vom hCue Card deutlich hinter sich gelassen und wurde unter fast identischen Bedingungen beim Ryanair Chase beim Festival erneut niedergeritten.

Auch im Gruppe 2 Silver Trophy Chase im April unterlag Frodon deutlich und nun war es sehr klar, dass seine Siege in der Saison gegen moderate Konkurrenz nicht 1:1 auf die besser besetzten Rennen übertragen werden konnten.

Die Vorbereitung auf das Festival in diesem Jahr bestritt Frodon aber mit einer sehr interessanten Reihe von Rennen, die sich vor allem auf den Kurs in Cheltenham konzentrierte. So startete er im BetVictor Gold Cup im November und schaffte dort unter recht schnellen Bedingungen einen guten zweiten Platz, bevor er im Caspian Caviar Gold Cup Chase auf dem selbe Kurs sogar triumphieren konnte.  Er legte noch einen Sieg im Gruppe 2 BetBright Trial Cots‘ Chase im Januar nach wo er sich gegen Elegant Escape und Terrefort durchsetzen konnte und ging dann in das Gruppe 1 Ryanair Chase beim Cheltenham Festival – und sorgte dort für eine kleine Überraschung!

Während die anderen favoriten wie Un De Sceux, Road To Respect oder Monalee alle mit dem schnellen Boden an diesem Tag augenscheinlich nicht ideal zurecht kamen, sprang Frodon jedes einzelne Hindernis brillant unter Bryony Frost – wirklich jede einzelne Hürde wurde von Frodon letztes Jahr beim Cheltenham Festival mit Kraft und Augenmaß genommen, was ihm ermöglichte die Attacken von Footpad, Un De Sceux und Aso abzuwehren – dabei erwies sich überraschender Weise gerade Aso als am hartnäckigsten.
Mit dem Sieg besserte Fordon seine Bilanz in Cheltenham auf drei Siege aus den letzten vier Besuchen auf, generell scheint Frodon diesen Kurs zu lieben, daher verwundert es ein wenig, dass er nach der Sommerpause Cheltenham schon fast auffällig mied:

Frodon gewann zuletzt das Gruppe 2 Silviniaco Conti Chase gegen Keeper Hill und Top Notch und bewies damit Form über 4124m und hatte sich zuvor sogar über 5144m im Betfair Chase versucht, da aber keine Chance gegen Lostintranslation und Bristol De Mai gehabt. Zurück in Cheltenham über passende Distanz mit erneut eher durchwachsenem Feld an Konkurrenten war die Bühne für Frodon bereitet, sich ein weiteres Mal im Ryanair Chase mit einem Sieg zu belohnen – was er dann aber nicht im Ansatz schaffte, stattdessen trugen Min und Saint Calvados das Duell des Rennens unter sich aus und Frodon fiel bis auf 15 Längen zurück.

Corona beendete dann die Saison im Frühjahr 2020, Frodon kehrte dann im Oktober in einem Handicap Chase in Cheltenham über 5029m zurück und gewann gegen West Approach in einem spannenden Rennen. Er musste fast 8kg mehr tragen als die Konkurrenz und er scheint die Saison 2020 stark begonnen zu haben, wurde dann aber im Gruppe 2 Many Clouds Chase gerade zu deklassiert  -mit 82 Längen Rückstand hatte er schon weit vor dem Ziel das die Segel gestrichen und hatte keine Chance mit den Favoriten mitzuhalten. Die Leistung war klar unter der Würde eines Ryanair Chase Siegers und er ist besser, als er dort gezeigt hat – wie er im Oktober nach der Sommerpause zeigen konnte, als er in Cheltenham im Klasse 2 Matchbook Betting Exchange Handicap Chase startete.

Dort konnte er über 3m1f West Approachmit knapp einer Länge schlagen und zeigte über die gesamte Distanz hervorragende Sprünge, was eine seiner großen Stärken ist. Diese Stärken konnte er im William Hill Many Clouds Chase in Aintree danach nicht umsetzten, denn 9 der 19 Hürden waren ausgesetzt wergen dem Untergrund, und so geriet es mehr zu einem Flat Rennen über lange Strecken – was Frodon nicht liegt.

Ganz im Gegensatz dazu stand das Ladbrokes King George VI Chase mit 18 Hürden, wo Frodon wieder seine Stärke mit den guten Sprüngen ausspielen konnte und viel Momentum über die Hndernisse mitnahm. Einige Male sprang er zwar nach links weg, aber das hinderte ihm im Endeffekt nicht daran, an der letzten Hürde mit einem seiner guten Sprünge einige Längen auf die Verfolger zu gewinnen und sich am Ende recht bequem einen Sieg über Konkurrenten wie Clan Des Obeaux, Cyrname oder Santini zu sichern.

Der Untergrund war ähnlich schnell wie im WellChild Cheltenham Gold Cup Chase über 3,2f, allerdings konnte Frodon seinen Versuch das Feld über die Distanz zu führen und zu dominieren, leider nicht bis zum Ende durchhalten und begann an der vorletzten Hürde zu schwächeln. Zwischen der dritt- und der vorletzten Hürde verlor Frodon den Anschluss an die späteren Sieger und fiel mit seinem fünften Platz am Ende 33 Längen zurück.

Frodon gönnte sich unter der herausragenden Bryronny Frost dann noch einen Start im April im bet365 Oaksey Chase auf Gruppe 2 Ebene – dort gelang ihm ein knapper Sieg gegen den Mitfavoriten Mister Fischer, der sich auf den letzten Metern nach Kräften dagegen wehrte, von Frodon überholt zu werden, am Ende aber nichts dagegen ausrichten konnte und zähneknirschend mit einem Nacken verlor.

Frodon zeigte hier wieder seine Stärke und sprang die Hindernisse durchweg sauber, musste aber die Führung zwischen den letzten beiden Hürden an Mister Fisher abgeben und sich noch einmal sammeln, um einen weiteren Angriff zu starten – was ihm am Ende ja auch gelang!

Generell kommt Frodon in guter Form aus der Pause zurück und 2021 machte er für die Saison 21/22 keine Ausnahme – und gewann knapp gegen Galvin und verwies Minella Indo klar auf die Plätze.

Frodon nahm dann den selben Weg wie das letzte Mal und ging in das King George VI Stakes in Kempton, konnte allerdings trotz erneut phänomenaler Sprünge nicht an seine Leistung aus dem letzten Jahr anknüpfen und musste sich am Ende mit einem enttäuschenden vierten Platz zufrieden geben – und Asterion Forlonge war der einzige, der an Tornado Flyer noch ein weng dran geblieben war – aber an der letzten Hürde dann stürzte!

Allerdings musste sich Frodon dann im Paddy Power Irish Gold Cup im Februar und im Ultima Handicap Chase klar geschlagen geben – eine Schande für so einen Veteran und hochklassiges Pferd – allerdings wurde er im Ultima Handicap Chase auch an seinem Hinterbein getroffen, was seine Performance sicher beeinträchtigt hat.

Aus der Sommerpause kam er mit einem überzeugenden Sieg unter hohem Gewicht im 61st Badger Beer Handicap Chase über 3 Meilen in Wincaton zurück und lief immerhin OK über die erweiterten 3 Meilen im Betfair Chase.

Das Ladbrokes King George VI Chase war sein Rennen 2020, aber es wird deutlich, dass Frodon nicht das selbe Pferd wie 2020 mehr ist – denn das Ladbrokes King George VI Chase endete mit einem moderaten dritten Platz und das macht für Frodon in zwei Jahren nur ein Gruppe 3 Siege – ich sehe ihn hier leider auch nicht vorne.


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