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09.03.2019 – Randwick – Challange Stakes – Pick: Estijaab

Pferderennen in Australien

Challenge Stakes – Gruppe 2

Für dreijährige und ältere Pferde | Distanz : 1000m | Untergrund: Gut

 

Einleitung:

 Heute kommt es zum spannenden Duell der Generationen im 1000m Sprint im Challenge Stakes in Randwick – Redzel, einer der besten Sprinter in Australien, wird es nicht nur mit Konkurrenz um die Führung in Form von Ball Of Muscle und Jungle Edge zu tun bekommen, sondern auch in Form einer höchst vielversprechenden Stute. Estijaab gewann letztes Jahr das Golden Slipper und beendete ihre lange Pause erst kürzlich im Februar mit einem zweiten Platz. Sie ist deutlich leichter unterwegs als der Rest und könnte hier tatsächlich für eine Überraschung sorgen.

Zu den einzelnen Startern:

Ball Of Muscle Der Dubawi Sohn startet für Joseph Pride, der mit seinem Schützling durchaus zufrieden sein kann, denn Ball of Muscle hat sich in seiner langen Karriere auf höchstem Niveau durchaus respektabel schlagen können, die ganz großen Erfolge blieben bisher aber leider eher aus, sieht von einem verdienten aber späten Sieg auf Gruppe 2 Ebene im Jahr 2018 einmal ab.

So platzierte Ball Of Muscle 2015 im Gruppe 2 Bowermans Office Stakes und im Gruppe 2 Teas Caulfield Sprint sowie im Gruppe 1 City Jeep Moir Stakes im selben Jahr. Mit den Siegen geht er allerdings ein wenig sparsamer um und seine Form hat sich bis zur Winterpause 2017 stetig nach unten bewegt, danach feuerte er aber einen seiner besten Läufe seit langem ab und kam als Zweiter im Bowermans Office Furniture Shorts ins Ziel. Geschlagen wurde er nur von dem damals neuen Phänomen Redzel und der Start danach im Permiere Stakes war vom Niveau her nicht wirklich schwerer, allerdings kam Ball Of Muslce dort nur als Fünfter ins Ziel.

Ihn trennten von der Siegerin In Her Time zwar nur 2.2 Längen, allerdings sah es auch nicht danach aus, als ob er noch näher an die Sieger herankommen würde. Das Sydney Stakes im Oktober war auf dem Papier etwas einfacher, allerdings startete erneut In Her Time, Takedown und Japonisme in diesem Rennen, was es zu einer schweren Aufgabe für Ball Of Muscle machte. Wieder legte er allerdings einen sehr guten Lauf hin und kam auf einen dritten Platz hinter der erneuten Siegerin In Her Time. Das Absolut Stakes in Flemington danach war dann in der Tat wirklich etwas leichter und Ball Of Muscle konnte sich wie erwartet locker durchsetzen. Nach einer zweimonatigen Pause hob Ball Of Muscle dann das Niveau noch einmal erheblich an und versuchte sich im Februrar 2018 im Black Caviar Lightning Stakes gegen Redzel und Redkirk Warrior, war aber dort auf den letzten Metern klar nicht mehr in der Lage mit den anderen beiden mitzuhalten. Im Galaxy Sunshine Plate ging es danach nicht minder schwierig zu und Ball Of Muscle hatte es als Außenseiter mit In Her Time und English zu tun, die beide zeigten dass sie auf Gruppe 1 Ebene mehr zu Hause sind als Ball Of Muscle, der sich mit einem abgeschlagenen sechsten Platz zufrieden geben musste. Mit diesem zweiten Versuch auf Gruppe 1 Ebene mit zwei sehr harten rennen des Frühjahrs in Australien ging es für ihn dann in die ausgedehnte Pause bis nach dem australischen Winters, welche er im Sambor Heath auf Gruppe 3 Ebene dann im September beendete. Das Rennen war allerdings nur auf dem Papier ein Gruppe 3 Rennen, schließlich liefen auch die mehrfachen Gruppe 1 Sieger Santa Ana Lane und Brave Smash ebenfalls mit, Favorit war der nicht minder talentierte Voodoo Lad.

Ball Of Muscle sprintete aus den Ställen und holte sich die Führung, die er gegen die anderen Inetressentena uch souverän verteidigte. Beim einbiegen in die Zielgerade kamen die anderen Konkurrenten näher an ihn heran, aber Ball Of Muscle kämpfte die gesamte Zielgerade des 1100m Rennens hart und konnte so seine Führung bis zum Ziel verteidigen.

Danach ging es nur zwei Wochen später in das Ranwick Shorts, wo er die selbe Taktik etablierte und das Feld früh anführte

Wieder kamen die anderen Starter nach dem Einbiegen in die Zielgerade näher an den Front Runner heran, aber Ball Of Muscle legte einen guten Tempochwechsel hin der ihm einige Längen Vorsprung sicherte, die Ball Of Muscle auch bitter nötig hatte, zog doch Invincible Star immer näher an ihn heran, scheiterte aber am Ende mit einer Nase hinter dem toughen Front Runner.

Ball Of Muscle besuchte danach noch im selben Monat das Gruppe 1 Cramer Moir Stakes, beim dritten Rennen innerhalb eines Monats, dazu noch auf höherem Niveau, gelang es ihm aber nicht die Führung zu erringen, geschweige denn den Rest des Feldes früh unter Druck zu setzen und Ball Of Muscle lief ein eher enttäuschendes Rennen, obwohl er die taktisch gute Position am Innengeländer hatte.

Noch einmal zwei Wochen später mache er sich wieder nach Caulfield auf, zum Gruppe 2 Schillaci Stakes, wo er auf einige alte Bekannte traf, wie etwa Voodoo Lad oder Missrock.

Wieder wurde Ball Of Muscle die Führung vielleicht ein wenig zu leicht überlassen, und wieder konnte Ball Of Muscle mit einem Tempowechsel den Rest des Feldes ins Schwitzen bringen und den erkämpften Vorsprung bis zum Zieleinlauf halten.

Tipps zum Rennpferd: Guter Untergrund, 1100m und eine unangefochtene Führung sind für Ball Of Muscle das Erfolgskonzept. Hat im Herbst 2018 seine bisherige Bestform erreicht und sollte nicht zu viel Leine an der Front bekommen, hat auf höchstem Niveau aber bisher keinen Stich landen können

Estijaab: Die Snitzel Tochter von Trainer Michael Hawkes gewann letztes Jahr das Golden Slipper und machte sich damit schnell einen Namen, nachdem ihre Karriere erst im Januar mit einem Sieg in Randwick im Australian Fire Hose Plate begonnen hatte. Sie folgte diesem Sieg mit einem zweiten Platz in Rosehill im Silver Slipper Stakes über 1100m, wo sie den Sieg gegen Sunlight nur knapp verpasste, bevor sie ihren ersten Gruppensieg am 10.03.2018 im Gruppe 2 Reisling Stakes feiern konnte

Estijaab sicherte sich die Führung und wehrte alle Angriffe seiner Verfolger erfolgreich ab, trotzdem war der erste Sieg in einem Grupppenrennen hart erkämpft, was die Buchmacher dazu veranlasste, ihre Quote für das Gruppe 1 Golden Slipper Plate Ende März 2018 nicht zu sehr zu senken – schließlich waren auch ihre Bezwinger Sunlight und der hoch gehandelte Written By mit von der Partie

Estijaab musste schnell aus den Ställen kommen, um sich seine Position an der Front von seinem weiten Draw aus sichern zu können, gab ihrem Jockey Brenton Avdulla aber was dieser brauchte um sein Rennpferd an die Front zu bringen und Estijaab führte den Rest des großen Feldes über die Strecke

An der Innenbahn sparte Estijaab einiges an Raum und konnte in die Zielgerade 400m vor dem Ziel mit einem kleinen Vorsprung einbiegen. Auf der freien Bahn wanderte Estijaab ein wenig und kam dabei quer vor dem Feld in die Mitte der Bahn, wo sie ihren Lauf aber korrigieren konnte und die Attacken von Ohood links und Sunlight rechts erfolgreich abwehren konnte. Damit war klar, dass Estijaab zu den vielversprechendsten Sprintern der neuen Generation gehört und es war schade, dass man sie das gesamte restliche Jahr nicht noch einmal zu Gesicht bekam

Sie machte sein Saisondebüt erst fast ein Jahr später im Inglis Sprint, wo er auf dem weichen Boden erneut das Tempo setzten wollte, konnte aber Fieste auf den letzten 150m nicht hinter sich halten und musste sich mit einem zweiten Platz begnügen, was vermutlich auch an seiner langen Pause lag

Heute geht sie die ältere Konkurrenz das erste Mal an, kann aber mit seinem bewiesenen Potential aus dem letzten Jahr vielleicht die Überraschung landen, vor allem da sie noch etwas leichter unterwegs ist als der Rest.

Jungle Edge: Der designierte Fron Runner und Dubawi Sohn Jungle Edge kann schon auf eine lange Karriere zurückblicken,  geht mit Siegen aber relativ geizig um scheint von seinem Trainer Mich Bell vor allem zum Tempo machen in die Rennen geschickt zu werden Das akkumulierte Preisgeld kann sich mit einer dreiviertel Millionen Dollar aber durchaus schon sehen lassen!

Auch wenn sie in Jahren gemessen noch gar nicht so lang erscheint, ist die Anzahl an Rennen, die er bisher bestritten hat durchaus immens und trotz des hohen Pensums stehen immer wieder einige sehr hochklassige Platzierungen im Buch.

So erreichte er einen ausbezahlten Platz im Gruppe 1 All Aged Stakes und dem Galaxy Plate 2017, eine zweiten Platz im Gruppe 1 Darley Kingsford-Smith Cup  2017 und einen Sieg im Gruppe 3 Taxibox Brc Sprint im selben Jahr.  Diese Leistungen konnten 2018 bisher nicht wiederholt werden, vielleicht forderten auch die anstrengenden vorangegangen Jahre ihren Tribut und verhinderten, dass Jungle Edge noch einmal wirklich in Bestform kommen konnte. Anfang 2018 schaffte er noch einen zweiten Platz hinter Redzel im Challenge Stakes, danach bestritt er aber im Monatstakt mindestens ein weiteres Gruppenrennen und konnte wenig überraschend weder im Galaxy Sunshine Plate noch im Darley T J Smith Stakes überzeugen. Dass er trotzdem mit seiner Taktik immer wieder für Gefahr sorgen kann zeigte Jungle Edge dann aber unter anderem im Juni wieder, als er das June Stakes auf Listed Ebene gewinnen konnte und fast ein Doppel mit dem nachchfolgenden Start im Elite Haulage geholt hätte. Dort scheiterte er nur an dem wesentlich leichteren  I Thought So , der sich am Ende knapp 1.5 Längen Vorsprung mit seinem 8,5KG(!) Gewichtsvorteil sichern konnte.

Im Sommer belegte er hinter Vega Magic im Bletchingly Stakes einen dritten Platz und musste dem starken Feld im Sir John Monash Lawrence Stakes Tribut zollen. Auch im September, im beginnenden Autumn Carnival, musste Jungle Edge im Memsie Stakes einsehen, dass er nicht das Tempo für Konkurrenten wie Humidor oder Kementari setzen und bis zum Ziel halten kann. Er blieb trotz der absolvierten Rennen im Sommer auch im Herbst sehr aktiv und absolvierte mindestens ein rennen pro Monat, oft auch zwei. So startete er unter anderem im Cramer Moir Stakes oder dem Manikato Stakes, interessanter sind aber seine Leistungen abseits der großen Gruppe 1 Rennen, die er nicht realistisch hätte gewinnen können.

So schaffte er es dem hoch gehandelten Pierata im 1200m Sydney Stakes ein echter Konkurrent zu sein und einen soliden zweiten Rang zu erreichen, zudem gewann er das No Fuss Event Hire Tonks Plate Handicap im November und platzierte dann im Dezember im Summer Sprint Plate hinter Single Bullet und noch vor Frolic. Er hielt seine Form auch bis in den Februar hinein mit einem zweiten Platz im Schweppes Rubiton Stakes hinter dem haushohen Favoriten Nature Strip.

Tipps zum Rennpferd: Das ist auch das Niveau welches Jungle Edge realistisch gewinnen kann, gut dotierte Handicaps in der unteren Gruppenebene bzw. leicht darunter einsortiert. 1000-1200m sind sein Metiert, wobei er fast auf jedem Untergrund eine gute Leistung zeigen kann. Er kämpf bis zur Linie und lässt sich nur ungern überholen, hat aber nicht die Klasse die besten Schlusssprinter tatsächlich hinter sich zu halten

 

Redzel Der Snitzel Sohn Redzel begann seine Karriere erst 2015, brauchte aber das gesamte Jahr und einen großen Teil des nachfolgenden, um sich an das Niveau der Gruppenrennen herantasten zu können. Zwar streute er immer mal wieder einen sehr guten Lauf ein, machte um die meisten wichtigen Gruppenrennen aber einen weiten Bogen. Dabei konnte er neben einigen Handicaps auch das Mumm Stakes im November 2016 auf Listed Ebene gewinnen, an den wirklich großen Rennen versuchte er sich aber erst im Jahr 2017, das aber mit zunehmendem Erfolg. Kein Wunder, dass der von Peter & Paul Snowden trainierte Hengst sich dann an die Gruppenrennen heranwagen dürfte und im März 2017 dann im Gruppe 2 Hyland Race starten dürfte, aber erst nach erfolgter Sommerpause.

Bei seinem erwähnten Saisondebüt im März 2017 verlor er nur denkbar knapp gegen English im Gruppe 2 Hyland Race Colours über 1000m, lies aber nur zwei Wochen später einen weiteren knappen zweiten Platz im Gruppe 1 Galaxy Plate Stakes folgen, wo er nur einen Nacken hinter Russian Revolution ins Ziel gekommen war. Russian Reward hatte auf dem schweren Untergrund die bessere Ausdauer und konnte Redzel 100m vor dem Ziel einholen und knapp hinter sich lassen, dieser kämpfte aber verbissen bis zum Ende. Auf besserem Untergrund lies er danach im Geppe 3 Hall Mark Stakes den Gegnern keine Chacne und die etwas längere Distanz machte ihm keine Probleme. So schlug er Counterattack um einen Platz und wiederholte den Trick im Gruppe James Boag Premium nur einen Monat später. Seine Beschleunigung ist super und er kann von Verschiedenen Positionen aus angreifen, so,hat er bei seinem ersten Rennen nach der Winterpause den Pacemaker gegeben und der Konkurrenz im Concorde Stakes keine Chance gelassen. Danach bekam seine Form im Shorts und dem Gruppe 1 Everrest aber noch einmal einen gehörigen Schub, nachdem er beide Reden souverän vor einigen der heutigen Konkurrenten gewann. Im The Everest hielt er sich hinter Houtzen, übernahm aber früh selber die Führung und setzte sich mit einem super Tempowechsel einige Längen ab. Vega Magic kam noch von hinten angeflogen, verpasste den Sieg aber knapp. Über die gleichbleibende Distanz auf dem Track in Flemington im Darley Classic hatte Redzel etwas mehr zu tun, gewann am Ende aber auch souverän. Er führte das Feld wie gewohnt an, setzte sich ab und hielt die Verfolger mit einer weiteren schnellen Zeit auf Abstand.

Wenn Redzel sich an der Front etablieren kann ist er fast unschlagbar, im Black Caviar Lightning Stakes hatte er allerdings einen recht langsamen Start und Super Too übernahm die Führung, setzte das Tempo und lies Redzel hart arbeiten, um auf dem letzten Drittel die Führung zu übernehmen. Redkirk Warrior war zu diesem Zeitpunkt noch weit hinten im Feld und es sah nach einem lockeren Sieg für Redzel aus, dann kam Redkirk Warrior aber in Gang und flog am Feld vorbei, um sich mit einem Nacken noch vor Redzel ins Ziel zu schieben. Wenn Kerrin McEvoy den Angriff hätte kommen sehen, hätte er wohl noch mehr aus Redzel herausholen können, aber so war es Regan Bayliss, der seinen Redkirk Warrior zu Höchstleistungen antreiben konnte.

Das war die erste Niederlage von Redzel nach sechs Siegen auf höchster Ebene, beim zweiten Start in der Saison im Challenge Stakes setzte sich Redzel aber locker gegen Jungle Edge und Super Too durch, mit English weiter hinten im Feld

Redzel konnte sich genug Zeit lassen nachdem Super Too ein recht massives Tempo vorgelegt hatte und beendete das Rennen letztendlich mit einem neuen Kursrekord

Redzel gewann im Jahr zuvor über die selbe Distanz wie im T J Smith Stakes das Darley Classic und die allgemeine Erwartung war, dass er das Feld mit einem starken Lauf von der Front zusetzen wird. Lange sah es auch danach aus, als ob wieder alles nach Plan laufen würde, denn mit einem schnellen Tempowechsel war Redzel dem Rest des Feldes entflohen und hatte sich einige Längen Vorsprung erkämpft.

Dann aber kam Trapeze Artist an ihn heran und setzte sich fast mühelos von eigentlich klaren Favoriten ab. Der weiche Boden mag Redzel am Ende zu schaffen gemacht haben, aber dass Trapeze Artist derart leichtes Spiel hatte und gleichzeitig noch In Her Time herangeflogen kam, nachdem diese kurz zuvor keinen Raum für ihren Schlusssprint gefunden hatte, gab etwas Grund zur Sorge für den Lauf im Kirin Doomben 10,000 im Mai.

Der Boden war etwas besser, aber Redzel wurde in der letzten Kurve etwas weit in die Mitte der Bahn getragen und verlor einige wichtige Meter auf das Feld, welches ihm ohnehin dicht im Nacken saß

Trotzdem war das Rennen wie man sehen konnte eine gute Leistung vo Redzel, der damit in einem weiteren Sprint Rennen auf gutem Boden seine Form bewiesen hatte, auch wenn er mit knapp über einer halben Länge „nur“ einen vierten Platz erreichen konnte.

Nach langer Pause startete er im Gruppe 3 Concorde Stakes und lief dort gegen den aufstrebenden Invincible Star auf, der nach sehr langer Pause sein Debüt in jenem Rennen gab. So ganz fit war der Konkurrent bei seinem Saisondebüt noch nicht und Redzel gewann wie erwartet souverän mit einem starken späten Sprint gegen den führenden Invincible Star, den er kurz darauf im Gruppe 2Permiere Stakes wieder traf, aber es war das The Everest, welches Redzel wirklich im Blick hatte

Dort startete er dann im Oktober 2018, zusammen mit anderen wohl bekannten Namen wie Trapeze Artist, Le Romain, Santa Ana Lane oder In Her Time, die aber alle keine Chance gegen den Front Runner Lauf von Redzel hatten.

Redzel zog das Feld mit einem Tempowechsel auf der Zielgeraden schnell auseinander und gewann unangefochten. Der schwere Boden schien ihm absolut nichts auszumachen und er ging nach der Verteidigung seines Titels im The Everest natürlich als Favorit in das nachfolgende Vrc Sprint Classic im November, wo er allerdings nicht das Tempo vorgeben dürfte und damit eine schlechtere Ausgangsposition auf der Zielgeraden hatte. Redzel ist nicht so stark, wenn er das Feld oder auch nur einige andere Rennpferde vor sich überholen muss und musste sich damit im Vrc Sprint Classic auch mit einem fünften Platz zufrieden geben, auch wenn er an den Siegern dran bleiben konnte.

Tipps zum Pferd: Gewann nun zwei The Everest, auch auf schwerem Boden. Er holte seine Siege alle in 1000-12000m Rennen und kommt heute aus einer längeren Pause zurück, was in der Vergangenheit aber nie ein Problem gewesen war.

 


09.03.2019 – Royal Randwick – Canterbury Stakes

Pferderennen in Australien

Canterbury Stakes – Gruppe 1

Alter 3yo+ | Distanz: 1300m |

Einleitung:

Trapeze Artist ist seit seiner Niederlage vor fünf Wochen nicht noch einmal gestartet, kann aber heute auf dem trockeneren Boden sicher eine bessere Leistung zeigen und auch Shoals kehrt nach einem schlechten Lauf im Everest und einer nachfolgenden Pause aus der Versenkung zurück.  Pierata ist ein weiteres Pferd, welches heute eine kleine Pause beendet und hat dabei in der Vergangenheit zwei seiner drei Rennen nach einer Pause gewinnen können. Cool Passion und Brutal könnten überraschen, aber es sollten wohl Kementari und Trapeze Artist sein, die am Ende das Rennen unter sich ausmachen, mit Pierata direkt mitten drin. Shoals muss eine Bestleistung zeigen, kann aber eventuell ebenfalls dabei sein.

Zu den einzelnen Startern:

 

Brutal : Der O’reily Sohn von Trainer Micheal Hawkes hat noch nicht allzu viele Rennen absolviert, scheint aber ein extrem nützlicher Kandidat für seinen Trainer zu sein.  Schließlich hat er schon seinen ersten Start in Caulfield im Juli über 1200m locker gewinnen können und schritt nach dem Sieg in dem 100$k Rennen die Klasse hoch auf die Listed Ebene.
Auch dieses Rennen war über die 1200m Distanz und Brutal lief nach seinem lockeren Sieg im ersten Rennen auch als Favorit auf, als er im Mcmahon’s Dairy Mckenzie Stakes startete. Travisan, eigentlich krasser Außenseiter in diesem Rennen, war derjenige, der Brutal am meisten zusetzte. Auch in den nächsten Rennen gab Travisan der Form einen kleineren Boost, hielten sich beide doch an bessere Rennen und konnten durchaus respektable Ergebnisse erzielen.

Brutal startete danach allerdings noch einmal auf Listed Ebene im Antler Luggage Plate über 1400m und wie im letzten Rennen war es ein klarer Außenseiter derjenige, der Brutal am meisten strapazierte. Dieses Mal hieß der Gegner Leonardo Da Hinchi, und auch Leonardo gewann danach ein Gruppe 2 Rennen und gab der Form von Brutal damit einen Boost. Mit beiden Siegen hatte Brutal aber schon gezeigt, dass er unter Druck nicht zurücksteckt und hart für den Sieg kämpfen kann. Das war sein erster Start über die 1400m und er schien auch mit der längeren Distanz keine Probleme zu haben.

Im Gruppe 2 Southern Cross Stakes lief er dann gegen Konkurrenten wie den alt bekannten Dothraki als klarer Favorit auf, hatte aber ein sehr hartes Rennen und musste weit in die Zielgerade gehen, was ihn einige Längen kostete. Brutal holte noch einige Längen auf, schaffte es aber nicht, die Distanz bis auf den Sieger noch komplett aufzurollen.

Er kommt als junger, noch aufstrebender Galopper hier mit einem niedrigen Gewicht ins Rennen und kann heute zeigen, was er wirklich kann. Aber das hier wird deutlich schwerer als alles, was er bisher versucht hat.

Tipps zum Pferd: Gewann über 1200 und 1400m und kann über guten Untergrund hart um die Führung auf der Zielgeraden kämpfen.

Cool Passion: Die  Not A. Single Doubt Tochter von Trainer Tony Mcevoy kommt mit ihren acht Jahren für eine Galopperin auf dem Flat so langsam in die Jahre, hat aber in dieser Saison ihre bisher beste Form erreichen können. Ihre Karriere begann dabei schon 2015, etwas verspätet mit vier Jahren, und Cool Passion konnte in der Saison 2015/16 nach ihrem zweiten Platz beim Debüt gleich vier Siege in Folge feiern. Sie steigerte das Niveau der Handicaps im Laufe des Jahres immer weiter und konnte Mitte des Jahres 2016 noch einmal drei Siege in Folge feiern.

Im nächsten Jahr gewann sie dann ihr ersten Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Cape Grim Beef Steaks, wo sie nach einer Serie von Niederlagen aber eigentlich als Außenseiterin an den Start gegangen war. Unverdient war der Sieg auf Gruppe 3 Niveau aber nicht, wenn man bedenkt was sie 2016 so alles geleistet hatte, zudem hatte sie über die 1100m zuvor auf Listed Ebene schon einen dritten Platz im W H Wylie Stakes erreichen können – als noch größere Außenseiterin. Damit hatte sich Cool Passion im Jahr 3 fest in den Gruppenrennen etabliert und schaffte es fast, nur zwei Wochen nach ihrem Gruppe 3 Sieg, im Gruppe 2 Tristarc Stakes über 1400m den nächsten Schock zu landen als sie Global Glamour nur mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie laufen lies.

Sie blieb in dieser Phase sehr aktiv und startete innerhalb von zwei Monaten vier Mal auf Gruppenebene, das letzte mal dann im November im Gruppe 3 HK Jockey Club Stakes, wo sie wieder mit einem zweiten Platz überzeugen konnte. Das Rennen war auf dem Papier einen Tick leichter als die letzten, trotzdem startete Cool Passion mit einer zweistelligen Quote und schnitt besser ab, als ihr über die 1400m zuvor zugetraut worden war.

Nach dem sehr erfolgreichen Abstecher in die Gruppenrennen legte Cool Passion bis zum April 2018 eine kleine Pause ein und startete danach im Sandown Park Handicap, schnitt aber schlechter ab als erwartet worden war und Cool Passion ging danach wieder in eine längere Pause.

Sie hatte sich mit dem Caulfield Plate für ihre Wiederkehr ein ziemlich hartes Rennen ausgesucht, lief aber wieder besser als von ihr erwartet worden war und erreichte einen vierten Platz mit nur knapp über 2 Längen Rückstand auf den Sieger Grey Shadow. Das Rennen wurde über 1100m ausgetragen und Cool Passion hatte mit dem Rennen beweisen können, dass sie von 1100 bis 1400m alle Distanzen meistern kann, allerdings gingen ihr im Gruppe 3 Cape Grim Steaks  über die 1200m die Kräfte aus und sie konnte mit der von Winter Bride gesetzten Zeit nicht mithalten. Generell konnte sie ihre Form aus dem Saisondebüt nicht halten und musste sich auch im Shojun Stakes geschlagen geben, obwohl sie als eine der Favoritinnen gestartet war – mit einer Quote von 9 war sie immerhin vierte/fünfte Fav des Rennesn, welches mit 12 Startern besetzt war, und keiner hatte eine Quote unter 3.8. Das offene Rennen auf dem Provinzkurs in Geelong lag ihr aber nicht und es brauchte die Rückkehr auf die 1400m und den Kurs in Flemington, um einen weiteren Gruppensieg im Hong Kong Jockey Club Stakes zu feiern.

Stilecht gewann sie das 200.000 Dollar Rennen als klare Außenseiterin, indem sie sich die Position der Pacesetterin hart erkämpfte und dann das Tempo bis zum Ziel sogar halten konnte, auch wenn ihr Vorsprung mit jedem Meter vor dem Ziel dahinschmolz. Danach startete sie seit langer Zeit wieder einmal als Favoritin in ein Rennen, und dieses Mal konnte sie tatsächlich auch gewinnen! Wenn auch nur knapp. Der Sieg im Kevin Heffernan Stakes brachte ihr damit den zweiten Sieg in einem Gruppenrennen, wenn auch erneut nur ziemlich knapp.

Danach gönnte sie sich über die Weihnachtszeit eine kleine Pause und startete im Februar 2019 im Yarraman Park Breeders Classic auf Gruppe 2 Ebene. wo sie sich ein spannendes Duell mit der Favoritin Champagne Cuddles lieferte. Wieder übernahm sie die Führung, konnte aber die Favoritin Champagne Cuddles nicht hinter sich halten und musste sich am Ende mit einem guten zweiten Platz begnügen.

Cool Passion lief noch im selben Monat im Gruppe 2 Millie Fox Stakes auf und besuchte damit das erste Mal den Kurs in Rosehill. Dieses Mal wurde ihr aber die Führung verwehrt und sie musste hinter den Pacesettern in die Zielgerade einbiegen. Sie kämpfte weiterhin hart, konnte aber mit der neuen Taktik den Anschluss an die Sieger nicht halten und erreichte „nur“ einen fünften Platz mit 1,4 Längen hinter dem Überraschungssieger White Moss.

Tipps zum Pferd:  Front Runnerin, der man nicht zu viel Leine lassen sollte. Hat auf 1100-1400m zu oft ihre hohe Quote Lügen gestraft um sie nicht immer mal wieder als EW Wette / Tricast in die Exoten zu packen. Hat nach einer Pause noch nie gewonnen, aber öfters platzieren können und lief dabei oft besser als ihre Quote suggeriert hatte. Gewann auf gut und weichem Boden.

Fell Swoop: Der Not A. Single Doubt Sohn hat nach seinerm Debüt im Jahr 2014 auf dem Neuseeland Kurs in Wagga holte er in dem Nachbarland vier Siege in Folge und hätte die Serie auch noch weiter ausbauen können, wenn er nicht beim ersten Sprung im Niveau beim Bledisloe Cup Festival über 1000 einen vierten Platz hätte einstecken müssen. Danach setzte er seine Siegesserie in Australien fort und konnte sich weitere vier Siege in folge sichern, unter anderem in seinem ersten Listed Rennen, dem Testa Rossa Stakes in Caulfield über 1200m.

Er gönnte sich eine kleine Pause bis zum Februar 2016, wo er noch einmal im Niveau hinaufstieg und im Gruppe 2 Oakleigh Plate startete und den Sieg nur knapp verpasste. Er musste von seinem Jockey Glyn Schofield 200m vor dem Ziel noch einmal stabilisiert werden, bevor er auf den Schlussspurt geschickt wurde – und das Feld ziemlich locker aufrollen konnte. Er verpasste den Sieg gegen Flamberge nur knapp, der Glück hatte den Vorsprung bis ins Ziel retten zu können.

Damit hatte Fell Swoop sich im ersten Gruppe 1 Rennen seiner Karriere extrem gut verkaufen können und es war kein Wunder, dass er sich auf diesem Niveau weiter festbiss. Er startete danach im Banjo Galaxy und dem Darley T J Smith Stakes , wo er erneut mit einem zweiten Platz überraschen konnte. Damit war er nun zwei mal in drei Rennen auf dem höchsten Niveau in Australien unter den ersten beiden Plätzen gelandet und hatte die, die ihn immer noch als Außenseiter behandelten das Gegenteil beweisen.

So war der erste Sieg in einem Gruppenrennen nicht mehr weit weg und er konnte auf Gruppe 2 Ebene das Victory Stakes im April 2016 mit knapp einer halben Länge über 1200m gewinnen. In Doomben hatte er er sich hinter den Führenden gehalten und war 50m vor dem Ziel an die Fornt gekommen, wo er sich relativ souverän bis zur Ziellinie auch halten konnte. Nach dem ersten Gruppensieg gingen auch bei ihm die Quoten auch langsam runter und er lief im Ubet Btc Cup auf Gruppe 1 Ebene als  dritter Favorit auf. Mit seinem fünfte Platz über die 1200m schaffte er dann auch ungefähr das, was von ihm erwartet worden war, auch wenn er auf der Zielgeraden dieses Mal mit seinem Sprint nicht mehr an die Führenden heran kam.

Noch im selben Monat lief er im Gruppe 1 James Boag’s Plate als Favorit auf, vor allem da das Rennen etwas leichter besetzt war. Den Saisonabschluss in Australien konnte er allerdings nicht mit dem erwarteten ersten großen Erfolg auf Gruppe 1 Ebene feiern, sondern musste sich erneut mit einem etwas abgeschlagenen sechsten Platz zufrieden geben. Danach ging Fell Swoop in die Sommerpause (nun, eigentlich Winterpause, da Australien ja auf der Südhalbkugel liegt) und kehrte im Oktober 2016 wieder zurück auf die Rennstrecke., wo er nach einem Warmmacher im Gruppe 2 Mitsubishi Electric Schillaci Stks einen Platz erreiche, wieder auf Gruppe 1 Niveau auflief. Dieses Mal startete er im Gruppe 1 Manikato Stakes, welches auf dem Papier von dem damals überragenden Chautauqua hätte dominiert werden sollen, aber der Favorit enttäuschte und Fell Swoop konnte mit einem zweiten Platz wieder einmal überraschen.

Auch im Darley Classic, einen Monat später erneut auf Gruppe 1 Ebene, erreichte Fell Swoop wieder einen ausbezahlten Platz und konnte sich damit auch im zweiten Herbst hintereinander auf Gruppe 1 Ebene gut präsentieren.

Im Frühjahr startete er dann nach einer Pause im Gruppe 1 Oakleigh Platz und danach im Galaxy Plate, wo er mit einem sechsten Platz und fast 7 Längen Rückstand allerdings keine Chance auf den Sieg hatte. Beide Rennen verliefen nicht nach Plan und Fell Swoop konnte auf den letzten Metern keinen Boden auf die jeweils führenden gutmachen. Das zweite Rennen war allerdings auch auf schwerem Boden und Fell Swoop konnte danach im T J Smith Stakes auf schwerem Boden zeigen, dass er mit leicht anderer Taktik auch auf diesem Boden eine gute Leistung erbringen konnte. So wurde er nur 100m vor dem Ziel von Chautauqua und English überholt und sicherte sich einen unangefochtenen dritten Platz.

Trotzdem schaffte er danach im James Boag’s Premium Doomben 10.0000 es nicht, auf dem weichen Boden an den Sieger Redzel heranzukommen, kam weit in die letzte Kurve und fiel schnell zurück. Das Rennen war stark besetzt, aber eigentlich war Fell Swoop als einer der Favoriten gehandelt worden und hätte es wohl besser schaffen sollen seinen Schlusssprint anzusetzen. Auch nach der Sommerpause im Gruppe 2 Bowermans Office Furniture Shorts gelang es ihm nicht, auf Redzel oder Ball Of Muscle noch weiter aufzuschließen, das Feld kam aber auch dicht gepackt ins Ziel und die ersten sieben waren nur 2 Längen auseinandergezogen. Auch im Premiere Stakes blieb er sozusagen im Verkehr stecken und kreuzte die Hufe mit den Pferden vor sich und auch im Gruppe 1 The Everest hielt die Pechsträhne weiter an, was in einem letzten Platz resultierte. Der Anschluss an die Spitzengruppe in diesem Herbst war damit komplett verpasst und das war Grund genug eine längere Pause bis zum Ata/bob Hoysted Handicap im März 2018, wo er als Favorit erneut leicht enttäuschte und „nur“ einen fünften Platz erreichen konnte. Das Feld war wieder nicht weit auseinander gezogen und Fell Swoop kämpfte bis zum Ziel hart um jede Länge, schaffte es aber wieder nicht die nötigen Längen auf die Sieger einholen.

Die Niederlage danach im Gruppe 3 Star Kingdom Stakes war mehr als verzeihbar, war er doch mit einem extrem hohen Gewicht ins Rennen gegangen und seine Niederlage gegen den sechs Kilo leichteren Sieger war wohl mehr als voraussehbar. Trotzdem war die Niederlage in einem Gruppe 3 Rennen der Grund, warum er im Gruppe 1 Darley T J Smith Stakes einen Monat später als klarer Außenseiter auflief. Die Experten hatten recht und Fell Swoop hatte auf dem guten Untergrund keine Chance auf den Sieg und kam mit gut 8,5 Längen Rücktstand auf Trapeze Artist und Redzel ins Ziel. Die schlechte Leistung war erneut der Grund warum Fell Swoop danach gleich in die Saisonpause ging und dieser erst im November beendete.

Auch dort im Absolut Stakes schaffte er nur einen fünften Platz, war aber unter einer Länge hinter dem Sieger und kam damit mit seinem fünften Platz trotzdem in solider Form zurück auf die Rennstrekce. Trotzdem senkte er sein Niveau noch ein wenig mit seinem nächsten Start im Razor Sharp Stakes auf Listed Ebene und konnte den klaren Favoriten Cradle Mountain mit zwei Längen deklassieren. Damit war er zum Favoriten des Christmas Classic, ebenfalls auf Listed Ebene, geworden, schaffte es aber unter seinem hohen Gewicht seine Führung bis zum Ziel aufrecht zu erhalten und wurde von Alizee, die das selbe Gewicht tragen musste, 100m vor dem Ziel überholt und abgehängt.

Im Januar lief er im Gruppe 2 Mortimer Australia Stakes auf und konnte sich dort über die 1200m mit seiner Front Runner Taktik wieder auf einen guten zweiten Platz vorkämpfen, auch wenn er wieder nicht alle Konkurrenten hinter sich halten konnten, und dieses Mal war es Whispering Brook, der Favorit des Rennens, der ihn 200m vor dem Ziel überholte. Fell Swoop gab nicht leichtfertig nach, aber er hatte erneut nicht die Kraft um den Favoriten hinter sich zu lassen.

Tipps zum Pferd: Sprint über 1200m, kann auch auf dem schweren Boden gute Leistungen zeigen. Fell Swoop hat sich über die Jahre als einer der konstantesten 1200m  Sprinter in Australien etablieren können, aber seine Ausbeute an Siegen auf höchstem Niveau sind eher mager. Er ist einer der möglichen Pacemaker des Rennens und kann auf weichem und schwerem Boden durchaus gute Leistungen zeigen.

Kementari: Der Lonhro Sohn im Besitz von Godolphin war in den letzten Monaten immer ein Grund für Kontroverse, hatte man doch stets den Eindruck, dass er deutlich besser laufen und platzieren könnte, als er es am Ende tat. Es hat eine Weile gedauert, bevor er in Gang kam, aber spätestens mit der Saison 17/18 nach der Winterpause hat Kementari ansatzweise zeigen können was in ihm steckt, auch wenn es zuletzt immer wieder zu Ladehemmungen und Fehlzündungen zu kommen schien.
Kemetari trat im Caulfield Guineas zusammen mit Catchy als Favorit auf, musste sich aber überraschend dem Außenseiter Mighty Boss geschlagen geben. Mighty Boss war dabei eigentlich als kompletter Außenseiter gestartete und als Kementari die Führung auf der Zielgeraden von dem innen laufenden Mighty Boss übernommen hatte, schien eigentlich alles klar zu sein. Catchy lief hart angetrieben als Dritte einige Meter dahinter und Kementari sah als Co Favorit wie der sichere Sieger aus, dann setzte Mighty Boss allerdings noch einmal nach und gewann 50m vor dem Ziel die Oberhand, um mit einer massiven Quote von 78 ins Ziel einzulaufen. Einen Monat später versuchte Kementari sich dann auch wieder an einer Sprintdistanz im Coolmore Stud Stakes in Flemington, allerdings war dieses Rennen noch einmal deutlich härter besetzt und auch Catchy erwischte keinen guten Lauf und musste sich weit hinten im Feld einsortieren. Diese Niederlage sollte aber die letzte bisher bleiben, danach gewann Kementari das Gruppe 2 Prince Stakes und das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes mit Leichtigkeit, was ihn zusammen mit seinem leichten Gewicht zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den Rest des Feldes macht. Im Duell mit Winx im Gruppe 1 Silver Stakes hatte er sich erwartungsgemäß etwas zu viel vorgenommen und musste sich noch hinter Happy Clapper einsortieren,

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Happy Clapper trat danach im The Star Doncaster Mile erneut gegen Kementari an, der etwas weniger Gewicht tragen musste, was zusammen mit seinem guten Lauf im letzten Duell gegen Happy Clapper hinter Winx dazu führte, dass Kementari als Favorit für das The Star Doncaster Mile Stakes gehandelt wurde. Es war aber erneut Happy Clapper, der dem Rest des Feldes zeigte, wo der Hammer hängt und welcher sich am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung vor dem starken Feld behaupten konnte.
Den Aussetzer bügelte Kementari teilweise mit seinem zweiten Platz im Missile Stakes auf Gruppe 2 Ebene vier Monate später wieder aus. Die längere Pause in Verbindung mit einigen Trainingseinheiten sorgten dafür, dass Kementari einige seiner kleineren Unsauberheiten ausbügeln konnte und sich ein spannendes Duell mit dem Co Favoriten und alten Nemesis Pierata lieferte, in welchem er knapp unterlag.
Das zweite Rennen der neuen Saison führte Kementari dann nach Randwick zum Winx Stakes, wo er schon wieder auf die gleichnamige Wunderstute traf, die natürlich das Feld dominierte und sich einen weiteren Gruppe 1 Sieg sicherte. Kementari lief gut mit und schien sich wohl zu fühlen und im nachfolgenden Memsie Stakes wäre er vielleicht sogar als Sieger davon gekommen, wenn er nicht so weit nach außen getragen worden wäre und Humidor bei seinem Schlusssprint Boden hätte sparen können.

Das nachfolgende Maykbe Diva Stakes war vielleicht wieder ein wenig zu stark und zu dicht besetzt für Kementari, der zwar seine Lücke zwischen den Konkurrenten fand und eine gute Leistung auf den letzten Metern zeigen konnte, aber eben nicht ganz so viel Boden gutmachen konnte wie eigentlich nötig gewesen wäre um eine Rolle um den Sieg spielen zu können. Er bekam seine freie Bahn und machte einige Meter in kurzer Zeit auf die Führenden gut, aber hatte nach dem ersten Geschwindigkeitsboost nicht mehr genug Power um noch weiter drauf zu legen und hielt nur den vierten Platz.

Danach ging es im Oktober ins Manikato Stakes auf Gruppe 1 Ebene, wo Kementari einiges vor der Brust hatte, aber eine hervorragende Figur abgeben konnte. Das Rennen war stark besetzt und hatte viele Starter, aber Kementari kam weit außen auf der Zielgeraden spät im Rennen in Gang und konnte sich so noch auf den dritten Platz vorkämpfen, was eine seiner besten Leistungen im Herbst letzten Jahres war.

Im Gruppe 1 Vrc Sprint Classic danach versuchte Kementari erneut das Feld von hinten aufzurollen und den Boden auf die Front Runner gut zu machen, schaffte es aber trotz guter Kraftanstrengungen nicht, den Boden tatsächlich gut zu machen und kam gut vier Längen hinter dem Sieger Santa Ana Lane ins Ziel. Das Rennen war dann auch das letzte im Jahr 2018 und Kementari gönnte sich eine kleinere Pause bis zum Februar 2019, wo er im C F Orr Stakes auflief.

Dort konnte aus der Mitte des Feldes auf den letzte 100m des 1400m Rennens in der in der Mitte der Bahn ausscheren und Momentum aufbauen, es war aber der Front Runner Manuel der am Ende die Führung behielt und Kementari musste sich mit dem ebenfalls spät in Gang kommenden Land Of Plenty einen zweiten Platz teilen, mit Brave Smash nur eine Nase dahinter.

Tipps zum Pferd

Trapeze Artist: Der Snitzel Sohn ist immer mal wieder für eine Überraschung gut, aber extrem inkonstant. Nach dem ersten Sieg auf Gruppenebene im Gruppe 3  Black Opal Stakes 2017 folgten eine Reihe von Niederlagen bis zum völlig überraschenden Sieg im De Bortoli Golden Rose 2017. Dort startete er eigentlich als klarer 64/1+ Außenseiter, kam aber über 4 Längen vor dem nächsten Verfolger ins Ziel, was niemand so erwartet hätte. Er startete danach im Coolmore Stud Stakes als Mitfavorit, lief aber nur auf dem fünfzehnten Platz ins Ziel ein. Nach dem Jahreswechsel und drei Monaten Pause lief er im Gruppe 2 Expressway Stake auf Gruppe 2 Ebene wieder zur Form auf und konnte sich knapp gegen Showtime und Addictive Nation durchsetzen. Danach wurde das Niveau planmäßig wieder etwas angehoben und er versuchte sich im Gruppe 1 Chandon S Hobartville Stakes gegen Kementari und Pierata, nur um das Duell am Ende deutlich mit fast 2 Längen zu verlieren. Die selben Konkurrenten liefen auch im Group 1 Randwick Guineas wieder gegen ihn auf, und wieder betrug der Rückstand gut 2 Längen auf Kementari.

Trapeze Artist zeigte allerdings im Gruppe 1 Darley T J Smith Stakes, dass er mehr als nur ein sehr talentierter Front Runner ist und auch mit anderen Taktiken auf der höchsten Ebene durchaus für Gefahr sorgen kann

Redzel und In Her Time mühten sich redlich, Trapeze Artist am Ende noch zu verfolgen, aber nachdem Redzel das Tempo vorgegeben hatte und Trapeze Artist außen in die Zielgerade eingeschwungen war, beschleunigte er locker am Rest des Feldes vorbei und konnte so den Favoriten einen ziemlichen Schock versetzen.

Noch im selben Monat lief er dann im Gruppe 1 Schweppes All Aged Stakes auf, dieses Mal als Favorit.

Die Distanz war 200m länger und damit trotzdem noch im Bereich, den Trapeze Artist bereits kannte. Er hatte mit Showtime einen Pacesetter und Trapeze Artist kam gut in die Zielgerade, musste sich aber langsam nach vorne kämpfen, denn Le Romain und Showtime gaben nur sehr wiederwillig nach. Trapeze Artist kam langsam aber sicher nach vorne und gewann erneut verdient, hatte aber deutlich mehr Mühe als gegen Redzel zuvor und Le Romain, der Zweite des Rennens, musste auch noch mehr Gewicht tragen als der Sieger.

Mit nunmehr drei hervorragenden Leistungen auf Gruppe 1 Ebene hintereinander gönnte sich Trapeze Artist eine kleine Pause, die mit dem Start im Gruppe 2 Theo Marks Stakes im September beendet wurde. Der Lauf auf weichem Boden lag Trapeze Artist nicht wirklich, aber auch beim zweiten Lauf in der neuen Saison auf dem besseren Boden kam Trapeze Artist viel zu spät in Gang und scheiterte mit gut 1.7 Längen an Santa Ana Lane, der die Führung auf der Zielgeraden gegen Shoals verteidigen konnte.

Trapeze Artist war weit in die letzte Kurve gekommen und hatte daher zu viel Raum verschenkt, einen Fehler den er im The Everest nicht wiederholte. Das Gruppe 1 Rennen ist eines der Highlights im australischen Herbst und zieht die stärksten 1200m Läufer des Landes an, die aber mit dem schweren Boden zu kämpfen hatten und alles andere als gut Vorraussetzungen für das Rennen vorgefunden haben. Trapeze Artist kam wieder etwas weit in die letzte Kurve, fand aber eine freie Bahn vor und gab Gas. Redzel konnte er zwar nicht mehr einsammeln, aber der zweite Platz war ihm mehr als sicher mit dieser Leistung

Eine kleine Pause vom Oktober bis Februar wurde im Gruppe 2 Espressway Stakes beendet, welches mit Alizee, Hartnell und Le Romain aber hart besetzt war und Trapeze Artist war 250m vor dem Ziel schon klar geschlagen. Heute kann er im zweiten Rennen nach der Pause eventuell eine bessere Leistung zeigen, vor allem da der Untergrund wieder ein wenig abtrocknet.

Tipps zum Pferd: Kommt spät in den Rennen in Gang, kann auch gut auf schwerem Boden laufen. Gewann alle seine Gruppe 1 Rennen aber auf gutem Untergrund, zwei davon über 1400m. Kann aber auch über 1200m gefährlich werden, 1600m scheinen ehr außerhalb seiner Reichweite zu liegen. Hat kein Problem mit großen Feldern.

Pierata: Der Pierro Sohn von George Hickman hat sich nach seinem Debüt im Jahr 2017 auf dem Kurs in Warwick Farm prächtig entwickelt. Nach gewonnenem Maidenrennen ging es schon im nächsten Monat in die Gruppenrennen zum Gruppe 2 BRC Sires‘ Produce Stakes auf dem Kurs in Eagle Farm, wo Pierata als Außenseiter auflief, aber immerhin einen dritten Platz erreichen konnte, Melody Belle deklassierte aber den Rest des Feldes und es war nicht sicher, wie viel der dritte Platz wirklich wert war.

Nach diesem guten dritten Platz ging es für Pierata nach Doomben, und dem Kurs sollte er in den nächsten vier Rennen auch treu bleiben. Er startete im Gruppe 1 BMW J.J Atkins, wurde dort seiner Rolle als Außenseiter aber leider auch gerecht und konnte seinen Quoten dieses Mal nicht davonlaufen und wurde danach auch in eine sechsmonatige Pause bis zum Dezember 2017 geschickt. Diese Pause wurde wie schon erwähnt auf dem selben Kurs beendet, das Niveau des Rupert Plate war aber deutlich niedriger und Pierata konnte das kleine Handicap am Ende auch souverän gewinnen. Im Mexican Gold Edition Plate auf Listed Ebene startete er zwei Wochen später wieder als Favorit und hätte eigentlich locker gewinnen müssen, aber Whypeero gewann gegen Pierata in einem spannenden Duell. Der Sieger tat wenig um der Form im Nachhinein einen Boost zu geben, aber Pierata bewies dass er in die Gruppenrennen gehört indem er das Gruppe 2 Vo Rogue Plate kurz vor dem Jahreswechsel gewann. Am Ende gewann er mit gut 2,5 Längen Vorsprung und traf zwei Wochen später im Gold Coast Guineas erneut auf Goodfella, der sich in Vo Rouge Plate einen dritten Platz gesichert hatte. Goodfella gab sich Mühe für einen guten Kampf zu sorgen, musste aber einsehen dass Pierata an diesem Tag einfach das bessere Pferd war. Pierrata hatte mit diesem Sieg auch gezeigt, dass er nicht nur an Doomben als Kurs gebunden war und machte sich mit neuem Selbstbewusstsein in das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes in Rosehill auf. Dort traf er das erste Mal auf Kementari und D’Argento sowie den mehrfachen Gruppe 1 Sieger Trapeze Artist. Das Rennen war aufschlussreich, denn ide ersten vier des Kurses wurden in der folgenden Saison zu einigen der besten Dreijährigen, die in dieser Saison auflaufen würden.

Nach diesem erneut sehr positiven Vorzeichen ging es in das Gruppe 1 Group Randwick Guineas, um eines der wichtigsten Rennen für die Dreijährigen zu bestreiten, und wieder waren Kementari, Trapeze Artist und D’argento mit von der Partie, Pierata verbesserte seine Leistung aber im Gegensatz zum letzten Duell mit diesem Konkurrenten noch ein weiteres Mal und schaffte einen zweiten Platz hinter Kementari, der erneut das beste Pferd auf dem Kurs und an dem Tag war.

Jetzt war spätestens klar – Pierata hat Potential und würde früher oder später ein Gruppenrennen auf höchster Ebene gewinnen können. Pierata wurde danach von George Hickman in die Pause geschickt, trainierte die nächsten fünf Monate und kehrte im Gruppe 2 Missile Stakes zurück. Dort traf er – schon wieder – auf Kementari, der sich in den letzten Monaten davor in einigen hervorragenden Rennen wie dem Silver Stakes oder dem Winx Stakes platzieren – beide Male hinter der Wunderstute Winx. Im Missile Stakes lieferten sich die beiden ein sehr spannendes Rennen, Pierata hatte von Anfang an freie Bahn und konnte Momentum aufnehmen, während Kementari ein wenig eingeboxt war und erst spät im Rennen angeflogen kam und nicht mehr ganz an Pierata vorbeikam.

Nach dieser persönlichen Bestleistung ging es als Favorit in das Gruppe 3 Bill Ritchie Stakes, wo er wieder freie Bahn bekam, aber der Hauptkonkurrent Siege Of Quebec bekam ebenfalls rechtzeitig seine Lücke und konnte sich mit starkem Zug zum Ziel just an der Ziellinie gegen Pierata durchsetzen. Der Rückstand betrug etwa 1,5 Längen am Ende auf den Sieger, aber das Ziel von Pierata war auch klar das Gruppe 1 Epsom Handicap Ende September in Randwick gewesen.

Nach seinen vorangegangenen Leistungen lief Pierata als einer der drei Favoriten auf, konnte aber seine Form nicht auf das 1600m Rennen übetragen und verlor auf der Ziellinie zunächst sieben Längen auf die Führenden, die er bis zum Ziel auf immerhin nur knapp über 3 verkürzte, was ihm aber dennoch nicht mehr als den neunten Platz einbrachte.

Danach ging es auf schwerem Boden in das Gruppe Syndey Stakes, wo Co Favorit Jungle Edge eine ziemlich lockere Führung bekommen hatte und sich damit eigentlich eine ideale Position für den Zieleinlauf gesichert hatte, aber Pierata zog neben ihm gleich und stürmte dann 3 Längen voraus, einen Vorsprung, den er bis zum Ziel auch halten konnte.

Auf dem geraden 1200m Kurs im Vrc Sprint Classic im November hielt sich Pierata dann in der Mitte der Bahn nah an der Front und ging zusammen mit In Her Time und Jungle Cat 200m vor dem Ziel an die Führung, konnte diese Position aber erneut nicht halten und fiel ein wenig zurück auf den dritten Platz, den sie sich mit Jungle Cat zusammen teilte. Wäre die Strecke noch länger gewesen, Pierata wäre vielleicht sogar von dem verfolgenden Pack rund um Redzel noch eingeholt worden, so sicherten sich Pierata aber noch das hoch dotierte Platzgeld.

Tipps zum Pferd: Kommt aus der Pause meist in einer guten Form wieder und hat auf schwerem Untergrund das Sydney Stakes gewinnen können. Gewann das Guineas 2017 auf gutem Boden (1000m) und sollte bei den Sprints ernst genommen werden, über die Meile (Everest) eher keiner der Player.

Shoals belegte am 8. September den ersten Platz in der Gruppe II Ian McEwen Stakes auf dem Kurs in Moonee Valley. Sein Trainer Freedman hatte bereits im Vorfeld angedeutet, dass der Vierjährige als nächstes im Gruppe II Premiere Stakes antreten wird und dort über 1200m in Randwick auflaufen wird.  Shaosl gewann bereits bei seinem zweiten Start sein erstes Gruppenrennen im Thoroughbred Breeders Stakes und lies danach einen weiteren Sieg im P. Sykes Stakes auf Gruppe 2 Ebene folgen.

Nach einer fünfmonatigen Pause gewann sie das Mitchelton Stakes auf Listed Ebene und lief danach im Thousand Guineas Tiral auf, wo er gegen Booker und die Favoritin Catchy auflief. Am Ende konnte er Catchy knapp schlagen, aber Booker gewann das Rennen und auch bein eigentlichen Thousand Guineas zwei Wochen später gab es eine Starterin, die am Ende vor ihr ins Ziel einlief. Aloisia gewann das Rennen als Außenseiterin, aber wieder konnte Shoals die eigentliche Favoritin Alizee in diesem Rennen schlagen.

Nach zwei Rennen, in dem Shoals die eigentliche Favoritin des Rennens schlagen konnte, startete sie im Myer Classic auf Gruppe 1 Ebene als Favoritin, und wurde diesem Rang auch haarscharf gerecht. Eckstein hätte ihr fast den Tag verdorben und einen riesigen Schock gelandet, so errang Shoals aber ihren ersten Gruppe 1 Sieg seiner Karriere.

Sie gönnte sich danach eine kleine Pause und kam im Kevin Hayes Stakes auf Gruppe 3 Ebene zurück,brauchte aber den Lauf um ihre Form wieder zu finden, die sie im nachfolgenden Premium Surround Stakes auf Gruppe 1 Ebene wieder unter Beweis stellen konnte. Sie gewann ihr zweites Gruppe 1 Rennen gegen Torvil

Shoals hatte sich an der Front platziert und gab mit das Tempo vor und hatte so auf der Zielgeraden freie Bahn für den Schlussprint, der sie am Ende klar vor dem Feld platzierte. Shoals machte eine zweimonatige Pause bis zum nächsten Start auf Grupe 1 Ebene im Robert Sangster Stakes, welches sie erneut für sich entscheiden konnte. Catchy und Secret Agenda konnten nicht feuern und Shoals konnte das Feld dieses Mal von hinten aufrollen

https://www.youtube.com/watch?v=qxJ3wuOLUYg

Shoals kam außen am Feld in die Zielgerade und beschleunigte in der Mitte der Bahn an den Rest der Konkurrenten vorbei, was ihm den zweiten Gruppe 1 Sieg hintereinander bescherte.

Danach ging es in die Winterpause, die mit dem Start im Mittys Mcewen Stakes auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde – dort war er noch nicht ganz fit, aber beim zweiten Start in der neuen Saison, dem Gruppe 2 Santos Coffee Premiere Stakes konnte sie schon wieder zeigen was sie kann. Dort traf sie auf Redzel, Santa Ana Lane, In Her Time und Trapeze Artist, was das Rennen locker eines Gruppe 1 Rennens würdig macht. Auch die 500.000 $ Preisgeld sprechen dafür dass das Santos Coffee Premiere Stakes alles anderes als ein normales Gruppe 2 Rennen ist und den zweiten Platz, den Shoals sich dort sichern konnte

Santa Ana Lane hatte sich von der Front einen schönen Vorteil an der Innenbahn verschaffen und Shoals kam in der Mitte der Rennbahn erst spät in Gang, überholte aber die meisten der anderen hochklassigen Rennpferde und hätte nur noch wenige Meter mehr Distanz gebraucht, um auch Santa Ana Lane noch einzusammeln

Der Schlussprint war Grund genug um sie als Favoritin in das The Everest zu schicken. Das 13.000.000$ Dollar Rennen stand dieses Jahr aber unter keinem guten Stern und Shoals blieb praktisch im schweren Boden stecken und konnte nichts von ihren Finisher Qualitäten zeigen

Heute kehrt sie nach einer erneuten pause zurück auf die Rennstrecke, was ihr in der Vergangenheit oft eine gesteigerte Leistung eingebracht hat. Sie ist viel besser, als sie in ihrem letzten Rennen zeigen konnte und hat auf dem Kurs hier in Randwick ihren Sieg im Premium Surround Stakes feiern können.

Tipps

Tipps zum Pferd:  Kommt spät in ihren Rennen in Gang, kann aber ernorme Geschwindigkeit auf der Zielgeraden aufbauen und profitiert daher davon, wenn das Feld nicht zu weit außeinandergezogen wird.


02.03.2019 – Royal Randwick – Chipping Norton Stakes – Pick: Winx

Pferderennen in Australien

05:40 Chipping Norton Stakes – Gruppe 1

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Für 4jährige und ältere Pferde  |     |  Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 600.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Es geht mal wieder um Winx, um wen auch sonst? Keine Stute hat in den letzten Jahren so viel Aufsehen erregt wie die „Wunderstute“ von Chris Waller in Down Under, aber nicht ohne auch ein wenig für Unmut zu sorgen. Die Stute hat sich seit so vielen Rennen gegen die immer gleichen Konkurrenten durchgesetzt, dass in ihren Rennen kaum noch ein Zweifel daran besteht, wer am Ende denn wohl gewinnen wird.

Eine Quote von 1.1? Viel leichter hat man wohl noch nie 10% Gewinn erwirtschaftet, Totalverlust nahezu ausgeschlossen. Da geht Waller schon alleine dadurch auf Nummer sicher, dass alle bis auf einen einzigen Starter in diesem Rennen aus seinem Gestüt kommen.

Winx hat für ihn schon gut und gerne 12.5 Millionen Euro an Gewinnsumme erwirtschaftet und ist seit dem Jahr 2015 praktisch ungeschlagen. Ihren einzigen Konkurrenten aus anderem Syndikat, Happy Clapper, schlug sie nun in neun von neun Rennen und auch heute dürfte er wohl kaum eine Chance auf eine Revanche haben, trafen die beiden doch erst vor zwei Wochen aufeinander, wo Winx im Star Apollo Stakes mit gut 2,3 Längen Vorsprung gewann. Das wird heute fast eine 1:1 Wiederholung des Rennens vor zwei Wochen, auch wenn die Distanz mit 1600m gut 200m länger ist als das Apollo Stakes zuvor.

Aber sei es drum – lohnt es sich nun, Winx auch zu der geringen Quote zu buchen? Dazu ein kleines Rechenbeispiel. Ist man skeptisch erst im letzten Jahr auf den Hypetrain von Winx aufgesprungen und hat 1000€ auf sie gewettet, und den Gewinn 1:1 in die Stute bei ihrem nächsten Rennen reinvestiert, hat man nun 2095€ – also gut das doppelte (minus die Wettsteuer, wenn man das Pech hat und aus Deutschland wettet…)

War man so klug und ist schon ein Jahr zuvor auf den Zug aufgesprungen, nachdem Winx Hartnell im Oktober 2016 im Cox Plate mit 8 Längen an die Wand gespielt hat, hat man nun stolze 6800€ aus den ehemals 1000€ gemacht. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass eigentlich nie Zweifel an den Siegen von Winx bestand. Und das sind nicht einmal die besten Quoten, die es auf Winx zu finden gab. Realistisch ist der Einsatz mit minimalem Risiko nun verzehnfacht in zwei Jahren aktiver Rennen, wer von Anfang an mit an Bord war, hat noch von Quoten bis zu 5.0 auf Winx profitieren können und ist sich dem Neid der anderen Punter gewiss.

Auch die Wunderstute kommt nun langsam in die Jahre (nun, für ein Flat Rennpferd) und sie wirdirgendwann einmal verlieren, aber nicht heute. Wer erst jetzt bei ihr Einsteigt hat den Goldrausch sicher ein wenig verpasst, aber es lohnt sich immer noch – kaum eine Favoritin, kaum ein Rennpferd ist so sicher wie Winx in Australien, und das liegt nicht nur an ihrem Können.

Regelmäßig brechen in den Internetforen Diskussionen darüber au,s wie sich die Stute gegen Konkurrenten aus anderen Ländern schlagen würde und es gibt keinen Zweifel daran, dass Winx in Australien keinen einzigen Konkurrenten fürchten muss und ihre Rennen in der Regel nach Belieben und ohne wirkliche Anstrengung gewinnen kann.

Die Quote ist daher meistens im Bereich der 1,1 oder 1,2  und für Spieler aus Deutschland ist es in der Regel nicht wirklich attraktiv auf sie zu Wetten, da ist es dann schon spannender wer so als zweites oder drittes ins Ziel einläuft. Da die Favoritin aber in der Regel ihre Rennen nach Belieben gewinnt sind die Plätze dahinter meist ganz udn gar nicht so besetzt wie man es sich im Vorfeld des Rennens vorstellen würde und es gibt immer mal wieder eine große Überraschung für die Plätze direkt hinter Winx.

Das Risiko trotz der sicheren Siegerin hier auf einen Zweier oder Dreier zu setzen ist daher oft unrentabel hoch, die Wette auf die Siegerin meist schlicht zu schlecht bezahlt. Wobei man natürlich sagen muss dass hier Deutschland wieder eine Sonderrolle einnimmt, denn nicht jedes Land verlangt am Ende 5 % auf den Gewinn an Steuern.

Die Quote auf Sieg reicht vielen aber aus um substantielle Summen auf Winx zu setzen,  Summenvon mehreren 100.000 € auf die Stute sind keine Seltenheit, schließlich kann man nicht überall mit solcher Sicherheit 15% oder 20 % Gewinn an einem Tag machen. Der Vergleich mit der Börse liegt natürlich nahe, allerdings ist das Risiko eines Totalverlustes der eingesetzten Geldes auch längst nicht so hoch wie bei einer Sportwette, dass muss isch jeder im Vorfeld bewusst machen. Wer das Risiko allerdings nicht scheut bekommt hier eine der sichersten Wetten im Sportgeschäft präsentiert, und das immer noch zu einer besseren Quote als in anderen Sportarten. Die Sicherheit mit der Winx ihre Rennen gewinnt, wird aber wie beschrieben mit einem sehr seichten Pool an würdigen Gegnern erkauft.

Dies ist wohl auch der meist gehörte Kritikpunkt an der Wunderstute: Dass die Konkurrenz, die sie in Australien vorfindet, einfach nicht auf dem Niveau ist, welches international zum absolut besten gehört, was der Sport zu bieten hat. Nimmt man es genau, laufen in Australien nur sehr wenige Pferde, die über einem Rating von 120 liegen. So rangieren derzeit vor allem Happy Clapper, Trapeze Artist, Hartnell, Redkirk Warrior oder Grunt oberhalb der 120er Marke – viele davon hat Winx dabei schon an die Wand gespielt

Winx ist in Australien klar ein Ausnahmepferd, im internationalen Vergleich könnte ihre Leistung allerdings etwas schmaler ausfallen, also manche Fans es vielleicht wahrhaben wollen. Sie ist im Moment das höchst geratetet Rennpferd der Welt, aber ob dies auch der Fall wäre, wenn sie mehr internationale Rennen bestreiten würde, ist eine lebhafte Diskussion rund um die Welt. Es gibt Gerüchte dass die Stute sich noch dieses Jahr in Rennen auf anderen Kontinenten versuchen wird, der Breeders Cup ist da eines der logischen Ziele, für die Winx natürlich mit ihrem Siegen schon längst die Eintrittskarte hat.

Es wäre spannend zu sehen wie sich gegen internationale top Konkurrenz schlägt, auf der anderen Seite ist es nicht ganz sicher, welcher der international erfolgreichen Trainer seine besten Pferde gegen die Wunderstunde antreten lassen möchte. Auch hier ist wieder die Frage was die jeweiligen Seiten zu gewinnen haben, man überlege sich folgendes: links verliert gegen Konkurrenten von internationalen top Niveau wie etwa Gun Runner (läuft auf Dirt, wird daher nicht vorkommen, aber daher gutes Gedankenspiel)

Von diesem kann man schon im Vorfeld erwarten, dass er die Australierin in ihre Schranken verweisen könnte, vielleicht sogar müsste. Schlägt sich Winx hier tapfer, würde sie ihrer Form kaum einen Abbruch tun, gewinnt sie jedoch gegen diese Konkurrenz, verschiebt sich das Rennengefüge auf internationaler Ebene sehr zu Gunsten von Australien. Es ist hier auch ein Wettkampf der Nationen, der vielleicht in Amerika im nächsten Monat ausgetragen wird, bei dem meiner Meinung nach die Australier mehr zu gewinnen als zu verlieren haben. Denn um bei einer Niederlage tatsächlich an Form einzubüßen, gibt es zu viele Experten die schon im Vorfeld ihre Prognose abgegeben haben, dass die Stute international mit den besten nicht mithalten kann. Ganz so einfach sehe ich das jedoch nicht, dafür hat sie zu vielen Rennen die besten Pferde in Australien mit Leichtigkeit geschlagen, und scheint noch etwas übrig zu haben im Tank. Selbst für die besten Konkurrenten auf ihrer Lieblingsdistanz ist es daher kein Selbstläufer und das Risiko besteht dass Winx am Ende auch auf dem anderen Kontinent triumphieren kann und sich tatsächlich als bestes Rennpferd der Welt entpuppt

Es werden mehr als nur die australischen Fans also an diesem Wochenende auf den Kurs in Moonee Valley schauen und es wird stark davon abhängen wie leicht sich gegen die hier angetretene Konkurrenz durchsetzen kann, wie sich die Felder in den Rennen, in denen sie auftreten könnte, in den nächsten Wochen entwickeln werden. Man kann sich gut vorstellen, dass sie auch bei ihrem Start in Übersee am Ende ein Feld von moderater Qualität vorfinden wird und einige der logischen Konkurrenten doch lieber einen Bogen um das Duell machen. Die Stute ist ohnehin auf Abschiedstour und wird sich wohl kaum noch ein weiteres Jahr im aktiven Geschehen antun wollen, dafür ist der Wert in der Zucht bei Winx auch viel zu hoch. Eine viel bessere Stute ist im Moment sowieso schwierig zu finden, viele der Konkurrentinnen wie Enable gehen ebenfalls wahrscheinlich in Rente oder haben in der Vergangenheit selten eine Karriere über die Saison als Dreijährige hinaus geführt. Es ist den Besitzern von Winx daher hoch anzurechnen, dass sie ihre Stute, immer mit dem Risiko, dass sie eine schwere Verletzung erleidet, so lange am Rennen Geschehen teilnehmen lassen. Mit der Zucht wird sie mit Sicherheit Millionen verdienen in den kommenden Jahren, und das mit wesentlich weniger Aufwand und Risiko.

 

Vorstellung der einzelnen Starter:

 

Egg Tart: Der Sebring Sohn, der von dem australischen Erfolgstrainer Chris Waller trainiert wird, hat sich im letzten Jahr einen Namen machen können als in der Saison 2016/17 ganze sechs Rennen hintereinander gewinnen konnte. Dabei begann die Siegesserie eher harmlos mit einem Sieg im Maidenrennen, gefolgt von einigen Handicaps, allerdings gewann er dann auch noch das Gruppe 1 Schweppes Oaks sowie das Queenland Oaks – und damit zwei Gruppe 1 Siege in kurz aufeinanderfolgenden Wochen.
Beim Scheppes Oaks hatte er auf den letzten Metern, als er seinen Schlusssprint ansetzen wollte, nur wenig Raum und konnte, fand die Lücke aber noch gerade rechtzeitig, um mit einem super Lauf zum Ziel noch gerade so den Sieg zu erringen.

Beim Queensland Oaks hatte er da schon etwas mehr Glück und fand die Front des Feldes 100m vor der Ziellinie und konnte sich so noch gut 1.3 Längen vom Rest des Feldes absetzen.

Mit diesen beiden Siegen im Rücken ging es in die wohlverdiente Winterpause, die vierzehn Wochen Pause taten ihm aber durchaus gut und er konnte in seinem nächsten Rennen in Rosehill im Theo Marks Stakes immerhin einen zweiten Platz erringen, auch wenn dort deutlich mehr drin gewesen wäre und der unangefochtene Sieg von Deploy mit vier Längen Vorsprung schon ein ziemliche Ansage war. Egg Tart ging danach noch einmal fünf Wochen in die Pause und kam nach einem kleinen Trainingslauf in Rosehill im Toorak Handicap in Caulfield dann zurück zum Rennzirkus. Sowohl im Toorak Handicap als auch im nachfolgenden Gruppe 1 Cantala Stakes lief es allerdings alles andere als gut für Chris Waller und seinen Egg Tart, denn beide Male fiel er zu weit zurück um noch gefährlich werden zu können und fand nicht genug Raum und Kraft, um zu irgendeinem Zeitpunkt für die Führenden gefährlich werden zu können, also ging es danach wieder in die Trainingspause. 17 Wochen und viele Trainingseinheiten auf dem Gelände von Chris Waller später kam er mit zwei guten Barrier Trial Rennen und einem Start im Gruppe 3 Liverpool City Cup zurück. Im Liverpool City Cup ereilte ihn allerdings dasselbe Schicksal wie in den vergangenen beiden Gruppe 1 Rennen und Egg Tart fand einfach keine Lücke für seinen Schlusssprint, nachdem er schon zum Start hin von den Konkurrenten eingeboxt wurde.
Noch schlechter lief es im Gruppe 1 Coolmore Classic nur zwei Wochen später, als er wieder viel zu weit zurückfiel und das gesetzte Tempo auch einfach nicht mitgehen konnte. Er blieb vom März 2018 an aktiv und gönnte sich kaum eine längere Pause, wurde für seine Mühen beim Doncaster Mile und dem Gruppe 2 A. D. Hollindale Stakes noch nicht belohnt. Erst im Mai im Doomben Cup fand er wieder zu seiner gewohnten Form zurück, was vielleicht auch an der neuen Distanz von 2000m lag.
In diesem Gruppe 1 Rennen positioniert er sich zunächst im hinteren Bereich des Rennens ca. 6 Längen von den Führenden weg, tastete sich ab 800m vor dem Ziel dann langsam nach vorne und arbeite sich außen am Feld dann zur Führung vor, die er 300m vor dem Ziel übernahm, aber kurz vor dem Ziel dann an Comin‘ Through abgeben musste. Trotzdem: Das rennen war eine hervorragende Leistung gwesen und die Hoffnung, dass Egg Tart damit zurück zur Form gefunden hat, wurden mit den Sieg im Gruppe 2 P. J. O’Sheah Stakes bestätigt, denn dort konnte er nur zwei Wochen später einen ungefährdeten Sieg gegen Tradesman und Megablast feiern.
Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.

Es folgte die erneute Pause über den Winter und die Rückkehr im Tramway Stakes, wo er allerdings wieder keine Lücke für den Schlusssprint fand und damit nicht zeigen konnte, was in ihm steckt. Im George Main Stakes ging es danach gegen Stallgefährtin Winx und dieser Lauf konnte sich durchaus sehen lassen, Le Romain hatte nur unbedeutenden Vorsprung vor dem hart arbeitenden Egg Tart.
Dieser gönnte sich kaum eine Pause und absolvierte mit dem Yulong Australia Hill Stakes sein drittes Rennen im September 2018 und konnte seine Form dort als einer der favoriten auch durchaus halten, die 2000m mit bereits zwei Rennen in vier Wochen schienen aber ihren Tribut zu fordern und Egg Tart musste den Co Favoriten Ace High ziehen lassen und belegte am Ende einen soliden dritten Platz, knapp hinter dem Zweiten It`s Somewhat.

Egg Tart behielt sowohl die schnelle Schlagzahl als auch die 2000m Distanz bei und lief im Oktober 2018 im Craven Plate auf – einem sehr stark besetzten Gruppe 3 Rennen, im dem Egg Tart mit seinen gerade einmal 57 KG messenden Handicap als ein der dar Favoriten gehandelt wurde –aber am Ende wieder nur einen dritten Platz erreichen konnte. Seine Leistungen in dem Rennen waren erneut sehr solide, ohne das nötige Bisschen zu haben um sich endlich einen weiteren Gruppensieg zu sichern.

Waller hatte sicher seinen Fokus auf anderen Pferden in seinem Gestüt und der Trainer schickte Egg Tart eher als Support in den Moonee Valley Gold Cup zwei Wochen später. Man sieht schon, Egg Tart bekam in dem Herbst keine Pause gegönnt, musste aber in diesem 2500m Rennen frühzeitig die Segel streichen und konnte seine guten Leistungen aus den Rennen zuvor nicht auf die 500m mehr transferieren, sondern musste sich sang und klanglos mit dem letzten Platz geschlagen geben.

Nun endlich bekam er eine Pause, die er mit dem Start im The Star Apollo Stakes im Februar beendete. Und als hätte er nur auf diese Pause gewartet, schaffte es Egg Tart tatsächlich, sich wieder einen ausbezahlten Platz hinter Winx zu sichern, die natürlich einen weiteren unangefochtenen Sieg einfahren konnte. Auch heute ist er sicher wieder für eine Platz gut.

Tipps zum Pferd: Egg Tart kommt auf gutem und weichem Boden gleichermaßen gut zurecht und zeigt seine besten Leistungen über Distanzen von 2000m und mehR

 

Winx: Die Strert Cry Tochter ist ein Phänomen in Australien, praktisch seit 2015 ungeschlagen und mit 30 Siegen in Folge nun auf dem Weg nr. 31 klar zu machen. Sie hat gute Chancen als die erfolgreichste Stute der Welt in die Geschichte einzugehen, auch wenn ihr immer der Makel anhaften wird „nur“ in Australien gelaufen zu sein

Ihr Lauf begann im Jahr 2015 mit dem Sieg im Gruppe 3 Sunshine Coast Guineas bevor sie im Gruppe 1 Queensland Oaks zu einem lockeren und souveränen Sieg auflief. Danach ging es für sie über das Gruppe 2 Theo Marks Stakes zum Gruppe 1 The Star 150Th Epsom, wo sie erneut locker mit über 2 Längen Vorsprung gewann. Noch im selben Monat lief sie im Gruppe 1 Cox Plate auf und zerlegte die Konkurrenz mit fast 5 Längen Vorsprung. Das sollte ihr letzter Start im Jahr 2015 sein und so langsam begriff die Welt, dass Winx die gezeigten Leistungen beliebig reproduzieren kann und so ziemlich das Beste ist, was in Down Under seit langer Zeit gelaufen ist.

Nach dem Jahreswechsel lief sie im Gruppe 2 Apollo Stakes als klare Favoritin auf und lies an diesem Status auch keine Zweifel aufkommen und nach diesem Lauf zum Aufwärmen nach der Sommerpause ging es im Februar gleich weiter in das Gruppe 1 Norton Stakes und im März in das Gruppe 1 George Ryder Stakes, welche Winx mit je 1,5 Längen Vorsprung als klare Favoritin gewann. Auch im Gruppe 1 The Star Doncaster Mile, einem der härtesten Rennne in Australien, lies sich im April nichts anbrennen und gewann souverän mit zwei Längen Vorsprung vor der Konkurrenz. Das Muster setzte sich beliebig über das Jahr fort, mit Siegen über die Meile im Gruppe 1 White Stakes , über 2000m im Ladbrokes Stakes über Black Heart Bart oder erneut im Cox Plate, wo sie unangefochten mit 8 Längen Vorsprung im Ziel ankam. 2017 nahm sie die selbe Route wie im letzten Jahr und bestritt ihr Saisondebüt im Gruppe 2 Apollo Stakes, bevor sie im Chipping Norton Stakes und dem George Ryder Race auflief. Die 2017er Version des George Ryder Race gewann Winx mit locker 7 Längen Vorsprung und auch bei den nächsten Besuch in Ranwick kam sie nie in Bedrängnis. So gewann sie das Gruppe 1 Queen Elizabeth Stakes mit über fünf Längen Vorsprung, musste danach aber eine ungewollte Pause in ihrer Kampagne einlegen und konnte erst vier Monate später im August wieder auflaufen. Im Gruppe 2 Bob I. Warwick Stakes musste sie erstaunlich hart arbeiten, um Foxplay und Ecuador knapp auf Abstand halten zu können. Sie lief ein wenig unrund und hatte auf der Zielgerade vier Längen auf Foxplay gut zu machen, schaffte es aber unter einem anfangs harten Ritt sich knapp durchzusetzen. Auf den letzten Metern sah sie schon wieder wie die alte Winx aus und hatte die beiden Runner Ups in der Tasche. Auch im Chelmsford Stakes versuchten die anderen Teilnehmer ihren Tag zu ruinieren und es ihr mit ihrem Schlusssprint möglichst schwer zu machen, so setzte Red Exitement ein ordentliches Galopp, welches die anderen nicht ganz mitgehen wollten und mit einem kleinen Tempowechsel hatte er plötzlich 8 Längen Vorsprung auf der Zielgeraden. Hugh Bowman sah die Zeichen aber an der Wand und lies Winx schon vor der Zielgeraden auf den vierten Platz vorstoßen, trotzdem brauchte es ein paar Meter, bis Winx voll in Gang kam, hatte dann einige Meter vor dem Ziel aber klar die Oberhand und das Rennen in der Tasche.

Danach startete sie im Cox Plate und Gailo Chop versuchte das Tempo zu setzen, Winx wechselte aber rechtzeitig nach außen und musste im Gegensatz zu ihren Konkurrenten kaum angetrieben werden, um sich locker vom Feld abzusetzen

Humidor kam noch einmal ran, spielte aber im Endeffekt keine Rolle. Auch im Chipping Norton Stakes lief sie dem Feld mit Leichtigkeit davon nachdem sie in die Mitte der Bahn gezogen hatte und es war nicht weniger als ein weiterer Kantersieg

Nur drei Wochen später war es ohne Deckung durch einen Stallgefährten etwas knapper, aber auch das Silver Stakes in Rosehill gehörte ihr am Ende der Sieg, auch wenn Happy Clapper es spannend machte. Der Konkurrent hatte zwischenzeitlich noch ein Rennen und Winx ist damit zu allem Überfluss auch noch etwas frischer mit längerer Pause, was sie im zu ihren benannten Winx Stakes auch wieder zur unangefochtenen Siegerin machte.

Dabei erteilte sie Kementari und den anderen Konkurrenten eine Lehrstunde in Sachen Timing

Vier Wochen später ging es dann weiter im George Main Stakes, wo Wonx  gegen durchaus gute Konkurrenz antreten musste. Zwar waren wenige Konkurrenten dabei, gegen die die Wunderstute noch nicht gewonnen hatte, aber Le Romain oder Egg Tart  gaben sich alle Mühe, einen weiteren Gruppe eins Sieg von Wings zu verhindern. Der Front Runner Rigify zog das Feld früh weit auseinander Und setzte sich so einige Längen von der Favoriten ab. Der Tempowechsel auf der Zielgeraden war natürlich nicht wirklich von Erfolg gekrönt, was man von dem Außenseiter aber auch nicht erwarten konnte. Stattdessen starteten nun Le Romain und Egg Tart  ihren Angriff und versuchten sich möglichst schnell von Winx abzusetzen. Die Wunderstute schwänkte nach außen, nahm Maß, beschleunigte, nahm Fahrt auf und setzte sich unter einem moderaten Ritt wie gewohnt mehrere Längen von den Verfolger ab

Auch im nachfolgenden Tab Turnbull Stakes musste sie am Ende nur ein wenig angetrieben werden, um sich unter einem Ritt mit den Zügeln auf den letzten Metern souverän durchzusetzen. Normalerweise wäre so ein Ritt ziemlich vermessen, aber Hugh Bowman war sich einfach sicher, dass Winx auf den paar Metern die noch bleiben am Ende locker gewinnen würde. Der vermeintliche Hauptkonkurrent Grunt spielte keine Rolle in dem Rennen und auch beim Cox Plate im Oktober lies Winx den Verfolgern keine Chance.

Benbatl setzte ein gutes Tempo und hatte mit dem weichem Boden wie zu erwarten war kaum Probleme, dazu musste Winx wieder weit außen in die Zielgerade gehen da sie das Feld einmal mehr von hinten aufrollen wollte

Ihr Jockey Hugh Bowman musste Winx am Ende doch noch richtig antreiben damit sie sich die obligatorischen 2 Längen absetzten konnte, aber dann gewann Winx wieder einmal ungefärdest – das sollte heute auch wieder so sein, mit Happy Clapper dahinter.

Nach dem Messen mit Benbatl machte Winx eine längere Pause über den Sommer in australien und kehrte nach füfn Monaten im Apollo Stakes in Randwick über die Distanz von 1400m zurück auf die Rennstrecke. Chris Waller ging sicher, dass seine Stute vor allem gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Gestüt antreten musste und nur Happy Clapper trat den Weg an sich ein weiteres Mal mit Winx zu messen. Wieder reichte es für den Dauerkonkurrenten für einen zweiten Platz, aber nicht dafür die Wunderstute so wirklich in Gefahr zu bringen.

Die zwei Längen Vorsprung in dem Rennen täuschen ein wenig darüber hinweg, wie leicht es Winx gelang ihre Konkurrenz „auszuschalten“. Heute wird das natürlich kaum anders sein.

Tipps zum Pferd: Wenn es eine Bank gibt im Galoprennen, dann ist es Winx wenn sie in Australien läuft! Egal gegen wen, egal über welche Distanz!

 

Happy Clapper: Der Teofilo ist mit seinen acht Jahren schon ein echter Favorit in diesem Feld und kann auf eine erfolgreiche Karriere inklusive Gruppe 1 Sieg zurückblicken. Seine Karriere war geprägt von Duellen gegen die Wunderstute Winx, gegen die er bisher sieben Mal angetreten ist. Natürlich konnte er bisher keines dieser Rennen gewinnen, setzte der Wunderstute aber etwa zuletzt im Gruppe 1 Silver Stakes ziemlich zu.

Dabei schickte er auch Kemetari auf den Platz hinter sich, was im Kontext des heutigen Rennens eine solide Leistung war. Aber auch seine Siege im Epsom Stakes 2017 über Tim Melbourne und der Sieg im Gruppe 1 Canterbury Stakes über Global Glamour können sich sehen lassen. Durch seine Dauerduelle mit Winx hat er im Vergleich zu anderen, die diese Rennen lieber gemieden haben eine schlechtere Bilanz an Gruppensiegen, was der Form von Happy Clapper aber keinen Abbruch tut. Im Emirates Stakes musste er sich einem stark auflaufenden Tosen Stardom geschlagen geben, der auch heute wieder mit von der Partie ist und auch Humidor hatte etwa im Cox Plate am Ende die Nase deutlich vorn. An einem guten Tag ist Happy Clapper über die Distanz von 1600m eine ernst zunehmende Gefahr auch für Starter vom Kaliber einer Winx und so war es nicht wirklich überraschend, dass er im The Star Doncaster Mile mit einem starken Lauf am Innengeländer am Ende mit gut 2 Längen vorne lag

Natürlich war es sehr von Vorteil, dass sich beim Einbiegen in die Zielgerade die Tür am Innengeländer weit öffnete und er damit freie Bahn für seinen Schlusssprint hatte, und das von einer Passage aus, die ihm einige Meter gespart hatte.

Nur eine Woche später trat er dann gegen Winx im Queen Elizabeth Stakes an und machte dort zusammen mit Gailo Chop und Humidor aus dem Wettstreit um die ausbezahlten Plätze doch noch ein spannendes Rennen. Auch für ihn ging es danach in die Winterpause, aber im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren visiert er bei seinem Saisondebüt dieses Jahr ein sehr starkes Rennen an. Letztes Jahr kam er in guter Verfassung aus der Winterpause, das Jahr zuvor schwächelte er ein wenig.

Ihn in das Memsie Stakes ohne Vorbereitungsrennen zu schicken erwies sich als Handciap für den Teofilo Sohn, der offensichtlich noch nicht ganz fit war und sich mit über 2 Längen am Ende geschlagen geben musste. Weicher Untergrund ist kein Hindernis für Happy Clapper und die Distanz von 1600m ist ideal für Happy Clapper – schließlich gewann er zuletzt das Gruppe 1 The Star Doncaster Mile und zuvor schon das Gruppe 1 Epsom Stakes im September 2017.

Beim zweiten Rennen nach der australische Winterpause ging es für Happy Clapper in das Maykbe Diva Stakes, welches auf dem Paier die eigentlich perfekte Mischung aus Untergund und Distanz für ihn vorzuweisen hatte, aber am Ende stand beim zweiten Rennen in der Saison nur ein weiterer enttäuschender vierter Platz im Buch – viel zu wenig um seinen Ansprüchen gerecht zu werden und zu wenig un ihn in seiner derzeitigen Verfassung noch weiter auflaufen zu lassen, dachte sich auch Trainer Patrick Webster und schickte ihn in eine annähernd sechsmonatige Pause, die heute beendet wird. Wenn er in alter Verfassung ist, gehört ihm der Platz hinter Winx.

 

Unforgotten: Der Fastnet Rock Sohn startete seine Karriere in Kembla Grange im Juli 2017 und nachdem diese beiden Rennen eher ernüchternd waren, ging es mit drei Siegen in drei Rennen in Canterbury und Rosehill stark bergauf. Nach diesen drei Siegen startete er im Gruppe 1 Premium Surround Stakes in Randwick im März 2018, allerdings hatte er sich vorher eine Pause von vier Monaten gegönnt und schien sich danach in seinem bisher härtesten Rennen seiner Karriere nie ganz wohl zu fühlen. Noch im selben Monat startete er im Gruppe 2 Chandon Stakes gegen durchaus starke Konkurrenz, konnte sich am Ende aber sehr knapp gegen Holy Snow durchsetzen und gewann damit sein erstes Gruppenrennen. Der Sieg gegen einen hoch gehandelten Favoriten machte Unforgotten daraufhin zum Favoriten für das Gruppe 1 Vinery Stakes gegen Aloisia, Alizee und Hiyaam. Hiyaam setzte sich an die Front und zunächst war Unforgotten und ihr Jockey Michael Dee noch nicht wirklich besorgt, schließlich ist so ein Frontrunner mit so einer Geschwindigkeit gerne am Ende auch mal komplett erschöpft und man kann das Feld von hinten her aufrollen.

Dieses Mal hatte allerdings Hiyaam einiges an Vorsprung herausgeholt und wurde einfach nicht müde, so dass Unforgotten zig Längen hätte gutmachen müssen, um sich noch an Hiyaam vorbeischieben zu können. Bis auf zwei Längen kam er heran an den unglaublichen Front Runner und er war der einzige ernstzunehmende Verfolger des späteren Siegers. Hiyaam probierte diese Taktik auch ein zweites Mal beim nächsten Aufeinandertreffen im Australian Oaks, dieses Mal war Unforgotten allerdings gewarnt und lies sich nicht so weit im Feld zurückfallen, um beim Einbiegen in die Zielgerade schon mal in Position für den Schlusssprint zu kommen

Hiyaam wurde auch dieses Mal nicht langsamer, aber Unforgotten wusste was zu tun ist und zog langsam aber stetig an ihm vorbei.

Mit dem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause, die mit einem Start im Winx Stakes beendet wurde -eigentlich das ideale Rennen um wieder in den aktiven Sport zurückzufinden, denn schließlich ist mit Winx im Lineup klar wer das Rennen für sich entscheiden wird und Unfortgotten zielte lieber auf das Gruppe 2 Bisley Stakes in Randwick Anfang Sepetember, welches er gegen Ace High souverän gewinnen konnte.

Mit diesem Sieg nun in der Tasche war es klar, das Unforgotten seine Ziele nun höher setzen würde und er startet noch im selben Monat im Randwick Plate.

Das Rennen ist traditionell extrem stark besetzt, denn das Gruppe 1 Rennen über die Meile lockt nicht nur mit Ruhm und Ehren, sondern auch mit einem ganz erheblichen Preisgeld. Unforgotten hatte auf dem Papier die richtige Taktik und das Können um vorne mitzulaufen, was ihm zu einem der Favoriten machte – und Unforgotten konnte liefern! Zwar ging der Sieg an Hartnell, Unforgotten war zusammen mit dem Favoriten D’Argento aber direkt an dem Sieger dran und das Trio belegte die ersten drei Plätze mit unter einer Länge Abstand zwischen sich. Unforgotten hatte zwar den Sieg verpasst, sich aber einen weiteren prestigeträchtigen Platz erkämpft und ging daher in die 2000m in Caulfield einen Monat später auch erneut als einer der Favoriten an den Start.

Sowohl ihm als auch Favorit und Dauerkonkurrent D’Argento lagen aber augenscheinlich die 2000m nicht auf dem Kurs nicht und beide konnten sich dieses Mal nicht so nah an den Sieger Benbatl herankämpfen, der das Feld aber auch taktisch auf der Zielgeraden auseinandernahm und sich zusammen mit dem einzigen Verfolger Blair House locher fast 2.5 Längen vom Rest des Feldes absetzte. Der Rest kam dicht gepackt ins Ziel und hatte nicht mehr als 2 Längen zwischen sich, nur die drei letzten waren ein wenig abgeschlagen.

Für Unforgotten war dies das letzte Rennen in 2018 und er kehrte im The Star Apollo Stakes im Februar 2019 auf die Rennstrecke in Australien zurück. Wieder suchte er sich für das erste Rennen nach einer Pause ein Duell gegen Winx aus, die wie zu erwarten das Rennen dominierte. Wieder kam Unforgotten nicht in seine beste Form, aber heute ist ja das zweite Rennen nach einer Pause und es wäre keine Überraschung, wenn er die Platzierungen mit Egg Tart tauschen könnte.

 


16.02.2019 – Ascot – Ascot Chase – Pick: Politologue

Pferderennen in England

16:55  Ascot Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.232 m  |  Preisgeld: 150.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Für Waiting Patiently war es bisher eine harte und unbefriedigende Saison, aber das könnte sich heute mit der Teilnahme im Ascot Chase ändern, wenn er seinen Sieg in diesem Rennen vor einem Jahr verteidigen könnte. Die Chancen stehen gar nicht schlecht, auch wenn die Vorzeichen auf Grund der schwierigen Saison nicht so gut stehen wie man sich es als Fan von Waiting Patiently erhoffen würde.

Er war im King George um Weihnachten als einer der möglichen Favoriten gehandelt worden, aber als Bristol De Mai durch die Barriere krachte brachte er auch Wating Patiently zu Fall, der bis dato ein gutes Rennen gelaufen war und von dem man zu diesem Zeitpunkt eine gutePlatzierung erwartet hatte. Zu diesem Misserfolg kam noch der Umstand, dass der Boden im Winter 2018/19 ungewöhnlich trocken war und Waiting Patiently nun einmal weichen Boden bevorzugt.

Vor einem Jahr gewann Waniting Patriently das Rennen für seinen Trainer, der erst kurz davor gestorben war und Tochter Ruth war kruzfristig für ihren verstorbenen Vater Malcom eingesprungen, nun setzt sie natürlich alles daran, dass Rennen erneut mit ihrem Starter zu gewinnen. Sie sagte im Vorfeld des Rennens: „In Kempton war es enttäuschend, von all den Dingen, von denen ich dachte, dass sie passieren könnten, war der Struz, so wie er passierte, keiner davon. Er hat sich seitdem gut erholt und ist in guter Verfassung und tut alles, was ich von ihm verlange. Er verdient etwas Glück in diesem Rennen.“

„Bei der Vorbereitung in der letzten Saison hat alles gepasst, aber es war in diesem Jahr viel schwieriger. Wir hatten ein paar Möglichkeiten, wo wir hätten hingehen sollen, und dieses Rennen hier war einer von ihnen, hat er  das Rennen in der letzten Saison doch gewonnen. Er ist in diesem Jahr nur einen Start bisher und es ist schwer zu sagen, ob es eine Formsteigerung geben wird, wir werden es herausfinden müssen.“

Cyrname: Wechselte nach seinem Debüt in der neuen Saison ,welches er noch über Hürden absolvierte, in die Chase Disziplin und nahm nach einem Sieg und einem soliden zweiten Platz in soliden Novices Rennen danach nur noch an den Black Type Rennen teil. Sein Erfolg ist mit einem Sieg im Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen Shantou Rock, einem zweiten Platz nur einen Nacken hinter Terreford im Gruppe  1 Betfred TV Scilly Isles Novices‘ Chase sowie einem lockeren Sieg im Gruppe 2 Betdaq Now 2% Commission Pendil Novices‘ Chase durchaus beachtlich.

Das war Gurnd genug um ihn im April dann noch im Gruppe 1 Manifeste Novice Chase in Irland auflaufen zu lassen, das Rennen im April war aber dann trotz der machbaren Konkurrenz noch ein wenig zu viel für ihn und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz in die Sommerpause verabschieden. Diese wurde dann im November in Carlisle in der Colin Parker Chase beendet, wo Cyrname als Favorit auflief, aber am Ende erneut nicht über einen dritten Platz hinaus kam. Dabei war der Untergrund gut und die Distanz mit 4000m machbar, aber es sollte noch ein weiteres Rennen brauchen, bevor Cyrname seine Form wieder finden sollte. Denn im 3371m Gerard Bertrand Handicap Chase kam er ebenfalls nicht in Gang, gewann dann aber  nach dem Jahreswechsel das Bet365 Chase in Ascot mit 21 Längen und deklassierte eine durchaus ansehnliche Konkurrenz.

Nur logisch, dass er heute den Schritt nach oben in der Konkurrenz macht.

Tipps zum Pferd: Läuft auf gut bis weichem Untergrund bisher seine besten Rennen und scheint Distanzen von mehr als 4000m zu bevorzugen.

Fox Norton: Der Lando Sohn von Colin Tizzard hatte den Anschluss an die absolute Elite in Rennen wie dem Maghull Novices‘ Chase und dem Arkle 2016 nicht ganz erreicht und scheint seitdem nur ab und zu für Aufregung auf höchstem Niveau sorgen zu können. Allerdings hatte er auch seine Sternstunden und so deklassierte er in der Schloer Chase in Cheltenham im November 2016 die Konkurrenz. Zudem belegte er im Game Spirit Chase 2016 zwar einen Platz hinter Altior, aber noch vor Doging Bullets – was ein weiterer großer Erfolg gewesen war. So weit muss man allerdings gar nicht zurückblicken um die letzten Erfolge auf Gruppenebene von ihm zu bewundern, trotzdem lohnt sich der Blick in die vergangene Form:

Es folgte ein zweiter Platz im Champion Chase in Cheltenham im Jahr 2017, bei der Fox Norton wieder einmal ein hervorragendes Rennen lief.  Auf Special Tiara fehlte Fox Norton am Ende nur knapp ein Nacken, aber die Art wie er nach der letzten Hürde vom vierten Platz noch Boden auf den Führenden Special Tiara gut gemacht hat, war beeindruckend. Special Tiara hatte locker fünf Längen Vorsprung nach der letzten Hürde, aber Fox Norton zog am Rest der Verfolger vorbei und hätte mit einigen Metern mehr auch noch locker gewinnen können.

Fox Norton bestätigte die sehr gute Form im Melling Chase in Aintree im April 2017, wo er sechs Längen vor Sub Lieutenant ins Ziel einlief und damit sein erstes Gruppe 1 Rennen gewinnen konnte. Diesen Sieg hatte er auch redlich verdient, schließlich hatte Fox Norton in dieser Saison eine Bestleistung nach der anderen folgen lassen und der erste Sieg auf Gruppe 1 Ebene hatte ohnehin nur noch Formsache sein sollen. Dabei bewältigte er die Distanz von 4.005m souverän, was eine neue Vielseitigkeit in der Rennauswahl für Fox Norton eröffnete.

Nur drei Wochen später trat er im Champion Chase gegen Un De Sceaux an, den er zwischen den letzten beiden Hürden gut in den Griff bekam. Zwar lief auch Un De Sceaux mit einem sehr guten Zug zum Ziel, schaffte es aber nicht ganz das Tempo von Fox Norton mitzugehen und musste sich mit unter 2 Längen Rückstand geschlagen geben,

Nach der Sommerpause visierte Fox Norton in der Saiosn 2017/18 wieder das Gruppe 2 Shloer Chase in Cheltenham an, welches er erneut mit Leichtigkeit gegen Konkurrenten wie Cloudy Dream und Special Tiara gewinnen konnte. Dementsprechend lief Fox Norton im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase als klarer Favorit auf, musste sich aber überraschend Politolouge mit einer halben Länge geschlagen geben. Dabei kann man Fox Norton kaum einen Vorwurf machen, weder beging er grobe Fehler, noch schien er nicht ganz fit aufgelaufen zu sein, vielmehr schien Politolouge einen extrem guten Tag erwischt zu haben und lief ein großartiges Rennen mit großartigen Sprüngen und dem Tick mehr Ausdauer auf der Zielgeraden.

Diese Distanz und der Untergrund im Gruppe 1 King George VI lagen Fox Norton auf dem Papier und er hätte sicherlich um den Sieg mitlaufen können, liefen doch Thistlecrack und Might Bite nicht zur Bestform auf und der Sieger Might Bite musste sich ziemlich anstrengen um den klaren Außenseiter Double Shuffle auf Abstand zu halten. Allerdings verletzte sich Fox Norton bei dem Rennen und musste die Saison ab dann beenden.

So machte Fox Norton sein Saisondebüt erst wieder im Januar 2019, über ein Jahr nach seinem letzten Rennen. Er lief dabei im nur mit drei Startern besetzten Clarence House Stakes auf, hatte da aber Altior als Gegner, der wohl auch der Grund war, dass kaum ein anderer Starter Interesse an diesem Gruppe 1 Rennen zeigte. Fox Norton lief für seinen ersten Start in 13 Monaten ein sehr gutes Rennen und sollte heute durchaus Chancen auf den Sieg haben wenn er seine Form auf das Niveau des letzten Jahres heben kann.

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn Balko des Flos heute nicht vorne mit dabei sein will.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhatf war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Heute ist die Distanz schon wieder viel eher sein Ding und er sollte dem Favoriten Wating Patiently sehr dich im Nacken sitzen

Waiting Patiently: Der Flemensfirth Sohn hat seine Karriere zwar bereits 2015 begonnen, es dauerte aber eine ganze Weile, bevor er so wirklich auf sich aufmerksam machen konnte. Dabei waren seine ersten beiden Starts mit Platzierungen hinter Nuts Well und Cloudy Dream 2015 durchaus vielversprechend und er konnte im Januar 2016 einen Sieg im Betfred Novices‘ Hurdle vorweisen. Danach wecheselte er von Keith Reveley zu Malcom Jefferson und gewann seine nächsten fünf Rennen in Folge souverän. Diese Starts absolvierte Waiting Patiently in der Saison 2016/17 nach einer langen Trainingsphase bei seinem neuen Trainer und neben einigen gut besetzten Novices‘ Rennen gewann Waiting Patiently auch das Gruppe 2 Star Sports Cheltenham Preview Evening Novices‘ Chase gegen Politologue. Danach ging es ohne einen Besuch beim Festival gleich wieder in die nicht ganz freiwillige Pause und zum Debüt in der neuen Saison im November 2017. Die lange Pause von zehn Monaten hatte ihm nicht geschadet und er gewann sein erstes Rennen in der neuen Saison mit Leichtigkeit, zog das Niveau aber auch mit dem zweiten Start im Kempton Chase nicht an, gewann dafür gegen Smad Place und God’s Own mit Leichtigkeit.

Diese Konkurrenten waren aber zu dieser Zeit auch etwas außer Form und der Trainerwechsel zu Ruth Jefferson danach mutete etwas seltsam an, wurde aber durch den lockeren Sieg bim Ascot Chase auf Gruppe 1 Niveau gegen Cue Card und Top Notch dann doch bestätigt. Das Rennen war eigentlich hervorragend als Vorbereitung für das Festival geeignet, aber mit dem Trainerwechsel innerhalb des selben Syndikates bleiben trotzdem Zweifel an dessen Chancen beim Festival. Zwar bleibt Waiting Patiently sozusagen in der Familie (beim gleichen Syndikat), aber er wurde dann im Endeffekt doch aus dem Festival genommen und startet erst wieder nach der Sommrpause direkt im King George VI Stakes – welches aber sehr stark besetzt war und wo Waiting Patiently in Bestform hätte auflaufen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Er kam aber tatsächlich in sehr guter Form zurück aus der Winterpause und lief eine lange Zeit ein hervorragendes Rennen, wurde dann aber von Bristol de Mai zu Boden gebracht, was alle Chancen auf den Sieg plötzlich beendete. Heute soll er also über kürze Distanz den Sieg aus dem letzten Jahr verteidigen, was durchaus im Bereich des Möglichen ist, allerdings weiß man auch noch nicht so genau wie die Form in diesem Jahr bei Waiting Patiently so aussieht – und Politologue wird über die heutige Distanz ein ganz anderer Gegner sein


03.02.2019 – Irish Gold Cup – Leopardstown – Pick: Road To Respect

Pferderennen in Irland

16:35 Irish Gold Cup – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.828 m  |  Preisgeld: 225.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

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02.12.2019 – Sandown – 888Sport Contenders Hurdle – Pick: Buveur D‘ Air

Pferderennen in England

14:50 888Sport Contenders Hurdle – Listenrennen (Class 1)

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.215 m  |  Preisgeld: 30.000 GBPHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

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