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04.07.2020 – Belmont Park – Runhappy Metropolitan Handicap

Pferderennen in den USA

23:47 Runhappy Metropolitan Handicap – Gruppe 1

Distnz: 1609m | Untergrund: Schnell | Boden: Dirt

McKinzie: Der Street Sense Sohn von Bob Baffert hat den Hype um seinen Start im  Breeders Cup Classic hinter sich gelassen, nachdem er mit vielen Vorschusslorbeeren in das Rennen gestartet war, aber am Ende in Santa Anita dann überraschen von Mongolian Groom geschlagen wurde. Bitter, aber dieses Jahr gibt es ja wieder einen Breeders Cup – bis dahin ist aber noch etwas Zeit, und seine Karriere geht ja schon einen Moment.

Nach seinem Maidenrennen, welches er erwartungsgemäß mit einem klaren Sieg abschloss, ging es für ihn in das Gruppe 1 Los Alamitos Stakes, welches er ebenfalls souverän für sich entscheiden konnte. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt, denn bereits im , was der Form aber kaum Januar ging es im Sham Stakes und dem Gruppe 1 San Felipe Stakes im März weiter in den Black Type Rennen, beim letztegnannten unterlag er allerdings Bolt D Oro, was seiner Form aber kaum einen Abbruch tat, wie er auch kurz darauf im Pensilvania Derby beweisen konnte.

Da legte er auf der Zielgeraden einen beeindruckenden Tempowechsel hin und zog ohne Probleme von Hofburg und Axelord davon, die sich zwar mühten, aber als Co Favoriten keine Chance hatten McKinzie noch zu folgen, der war weg und feierte einen soliden Sieg – musste danach aber im 2018 eine herbe Niederlage hinnehmen und kam nur auf dem 12 von 14 Plätzen ins Ziel.

Dafür konnte er sich kurz darauf in Santa Anita einen weiteren Gruppe 1 Sieg in Form des Malibu Stakes über 7f und schnellen Boden sichern, wenn auch gegen wesentlich leichtere Konkurrent wie Scelrod, den er ja ohnehin schon hatte schlagen können.

2019 startete er mit einem zweiten Platz im Gruppe 2 San Pasqual Stakes, welches McKinzie nach dem Gruppe 2 Sieg eigentlich hätte dominieren müssen, aber nach übernommener Führung auf den letzten 100 Yards kurz vor der Ziellinie von Battle Of Midway dann doch noch überholt wurde.

Das selbe Spiel geschah dann nach zwei Monaten Pause im Spril im Santa Anita Handicap Presented by San Manuel Indian Bingo And Casino noch einmal, wo McKinzie 2f vor dem Ziel neben dem späteren Sieger gleich auflief und eigentlich danach aussah, als ob er nun das Tempo anziehen und dem Rest davonziehen würde – so aber fehlten ihm am Ende ein Nase auf Gift Box, der sich einfach nicht an die Spielregeln halten wollte und einfach nicht nachgab.

Zumindest konnte sich McKinzie danach das Gruppe 2 Alysheba Stakes presented by Sentient Jet in Churchill Downs in dominanter Weise sichern, dass er nach zwei Niederlagen in Folge immer noch als haushoher Favorit startete, sagt auch einiges über die Konkurrenz in dem Gruppe 2 Rennen aus, aber ein Gruppensieg ist ein Gruppensieg.

Der Sieg tat sein übriges zum ohnehin schon hohen Rating von McKinzie, der damit im Runhappy Metropolitan Handicap im Juni mit einem hohen Gewicht starten lies. Thunder Snow musste ähnlich viel Gewicht tragen und kam nur knapp hinter McKinzie ins Ziel, der Sieger Mitole hingegen musste gut zwei Pfund weniger tragen, was aber sicher nicht den Unterschied von zwei Längen von Platz 1 auf Platz 2 am Ende ausmachte.

Das war trotzdem einie ziemlich gute Leistung von McKinzie, der sich für den zweiten Versuch im Breeders Cup als Vorbereitungsrennen das Gruppe 1 Whitney Stakes in Saratoga suchte. Dort konnte McKinzie wieder als Favorit auflaufen, und dieses Mal völlig zurecht. Zwar wurde er nach zwei Furlong als Pacesetter abgesetzter, aber auf den letzten beiden Furlongs des Rennens nahm er sich die Führung wieder und setzte sich von Yoshida ohne erkennbare Mühen ab, was einer der dominantesten Siege von McKinzie seit einer ziemlich langen Zeit war.

Beim nachfolgenden Gruppe 1 Awesome Again Stakes war McKinzie wenig überraschend wieder der klare Favorit, allerdinsg hatte der Front Runner Mongolian Groom andere Pläne und schlüpfte dem Feld von der Position einige Längen davon – und ermüdete nicht wie erwartet so stark, dass McKinzie ihn noch hätte erreichen können. Zwar mühte sich dieser, kam aber nicht mehr ran, dafür war sein zweiter Platz aber auch nie in Gefahr und wenn er den Front Runner vielleicht etwas früher unter Druck setzten hätte können, wäre das Ergebnis vielleicht anders gewesen.

Das war natürlich die perfekte Vorbereitung für den Gruppe 1 Longines Breeders‘ Cup Classic in Santa Anita, so dass McKinzie mit einigem Hype in das Rennen ging – und leider wieder knapp scheiterte. Dieses Mal sprang ein zweiter Platz heraus, was an sich ja ein sehr gutes Ergebnis in einem der härtesten Rennen des Jahres ist, aber Vino Rosso, der Co Favorit, setzte sich auf den letzten 100 Yards eine halbe Länge ab und gewann verdient.

Im Februar folgte McKinzie der Einladung nach Nahost und startet im Saudi Cup, aber scheinbar fühlte er sich dort absolut nicht wohl und den Ausflug hätte er sich wohl lieber sparen können, auch wenn das Preisgeld natürlich ernorm war.

Im Juni 2020 kam er im Gruppe 2 Triple Bend Stakes zurück, etwas später als erwartet, aber Corona hat wie überall alles durcheinander gebracht. Der Form von McKinzie hat das jedenfalls keinen Abbruch getan und er gewann das Rennen dominant, was ihn hier natürlich erneut zum Favoriten macht

Beachtet man nun die Fom von McKinzie, zeichnet sich ein ziemliches Auf und Ab ab, so dass man hier sich fragen muss – kommt die nächste Niederlage als Favorit? Ich kann es mir vorstellen, demm Vekoma dominierte zuletzt das Runhappy Carter Handicap mit einem gar nicht mal so kleinem Gewicht und hat als Improver ganz klar das Profil, um McKinzie hier den Tag zu verderben, wenn die Form keine Eintagsfliege ist. Und da wäre ja auch noch Code Of Honor – Sieger des Runhappy Travers Stakes 2019, sowie des Jockey Club Gold Cup Stakes (wenn auch nach DQ des Siegers). Zudem kam er im Gruppe 3 Westchester Stakes im Juni stark zurück. Die drie sollten das Rennen unter sich ausmachen

Zu der Quote über 3, die derzeit erhältlich ist, buche ich McKinzie, über 5 Code Of Honor und Vekoma.

 


04.07.2020 – Epsom – Epsom Derby – Pick: English King + Kameko

Pferderennen in England

17:55 Epsom Derby – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.420 m  |  Preisgeld: 500.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
English King: Der Camelot Sohn von Ed Walker wurde in Frankreich gezüchtet, ist dort allerdings nie gestarte und stattdessen gleich nach England gegangen, wo er sein erstes Rennen in Newmarket bestritt, aber noch zu grün hinter den Ohren war, um damit erfolgreich zu sein. Allerdings sah er auf dem Paradering schon ziemlich gut und kräftig aus, man konnte ihm seine gute Zucht schon ansehen.
Im nächsten Rennen genau einen Monat später in Newcastle konnte er die gewonnene Erfahrung dann gleich zur Anwendung bringen und gewann sein Maidenrennen über 2050m in einer Art spaziergang – super starker Lauf gegen auf dem Papier vielversprechende Konkurrenten. Nach der langen Winterpause kam er dann im Betsafe Derby Trial Stakes wieder und dürfte sich über 2334m testen.
Auch hier setzte er sich nach dem „Go“ von seinem Jockey Tom Marquard 110yards vor dem Ziel locker ab, nachdem er sich zuvor 2f vor dem Ziel schon in eine gute Position gebracht hatte. All das gelang ihm spielend leicht, und auch wenn er hier andere Konkurrenz gegen sich hat, ist er der klare Favorit für das Derby – schließlich hat er eines der Derby Trials derat souverän für sich entschieden, dass kein anderer Starter aus diesem Rennen hier wieder auflaufen wird
Mogul: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat für die Besonderheiten des Jahres 2020 doch schon einiges an erfahrung sammeln können und kann hier vielleicht von den immerhin schon drei gelaufenen Gruppenrennenen profitieren
Seine Karriere begann im August 2018 in Gowran Park mit einem zweiten Platz, wurde allerdings von Geometrical klar geschlagen, der sich über fünf Längen von dem Debütanten absetzten konnte.
Beim nächsten Start führte Mogul das Feld von Anfang an an und nachdem Ryan Moore ihm das Okay gab, zog Mogul dem anderen Konkurrenten davon, ohne das Moore sich der Peitsche wirklich bedienen musste. Kein Wunder also, dass es danach direkt auf die Gruppenebene ging und Mogul im Gruppe 2 KPMG Champions Juvenile Stakes in Leopardstown startete. Dort lief Mogul als klarer Favorit auf, musste sich allerdings ziemlich mühen um dei Konkurrenz dieses Mal auf Abstand zu halten – was ihm gelang, allerdings musste er am Ende für die etwas über einer Länge Vorsprung hart arbeiten, und das hätte man bei einem 1.5er Favoriten nicht gedacht, aber Swasan blieb an ihm dran und lief ein hervorragendes Rennen.
So richtig überraschend kam die Niederlage dann im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy Stakes im November dann nicht, auch wenn Mogul wieder als einer der Favoriten auflief. Dieses Mal allerdings mit fast der dreifachen Quote des letzten Males, und es ging schon zum Start einiges schief – Mogul veprasste den Start ein wenig und musste sich hinten im Feld einsortieren, von wo er auf der Zielgeraden zwar ein paar Plätze gut machen konnte, aber klar den Anschluss an den Sieger verpasste.
Danach ging es für Mogul wie für die meisten Galopper in die Pause über den Winter, die er nach der erfolgten Freigabe der Rennen nach der Corona Pause im King Edward VII Stakes beendet – man hätte sich sicher auch ein einfacheres Rennen aussuchen können, in dem Rennen lief unter anderem der heutige Konkurrent Pyledriver auf, der ähnlich wie Mogul sich eher im hinteren Bereich des Feldes einsortiere früh im Rennen. Mogul kam weit außen in die Zielgerade und verlor dadurch zusätzlich etwas Raum, allerdings war Pyledriver auch einfach deutlich kraftvoller an jenem Tag.
Aiden O’Brien wird wissen was er tun muss um ihn hier nach dem ersten Rennen in der neuen Saison stärker auflaufen zu lassen und ich bin zuversichtlich, dass wir noch nicht das letzte von Mogul gesehen haben.
Kameko: Der Kitten’s Joy Sohn von Andrew Balding begann seine Karriere mit einem Sieg im Junli 2017 und ging einen Monat danach direkt auf Gurppenrebene und versuchte sich im Betway Solario Stakes auf Gruppe 3 Ebene. Dabei war Psoitive der klare Favorit des Rennens, hätte aber fast eine herbe Niederlage einstecken müssen, denn Kameko scheiterte mit seinem Angriff nur mit einer Nase und verkaufte sich teuer – deutlich teurer, als von ihm erwartet worden war.
Einen Monat später ging es in noch einmal in die Gruppenebene, dieses Mal auf Gruppe 2 Ebene im Royal Lodge Stakes, und dieses Mal war Kameko der Favorit, dem der Tag verdorben wurde, in Formvon Royal Dronoch, der Kameko kurz vor der Ziellinie des 1609m Rennens noch einmal überholen konnte. Dabei hatte Kameko sich zuvor dir Führung sichern können und sah 150m vor dem Ziel stark aus, aber auf den letzten Metern kam Royal Dronoch noch einmal und schaffte es sich mit einem Nacken knapp den Sieg zu sichern. Schade für Kameko, der damit in seinen ersten beiden Gruppenrennen zwei Platzierungen verzeichnen konnte, aber am Sieg zwei mal knapp vorbeischrammte.
Den Fehler wollte Kameko unter Osin Murphy nicht noch einmal machen, als er im Vertem Futurity Trophy Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newcastle in November auflief. Zwar war er nicht als Favorit des Meilen Rennens gehandelt worden, konnte sich aber sauber unter wenig Druck absetzten und einen drei Längen Sieg feiern, einziger Wermuthstropfen war, das Kameko unter Druck auf den letzten Metern begann zu driften und dadurch etwas Raum verschenkte, aber darauf kam es nicht mehr wirklich an – er gewann locker und ohne in Gefahr zu geraten.
Nach einer langen Corona Pause machte Kameko dann sein Debüt in der neuen Saison ausgerechnet im Gruppe 1 Qipco 2000 Guineas, aber dank Corona erginge s vielen der anderen Konkurrenten genauso und die Karten wurden nach der langen Pause neu gemischt. Kameo traute man den Sieg gegen den heiß gehandelten Pinatubo nicht wirklich zu, allerdings überrauschte Kameko wieder einmal und gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Wichita.
Umso beeindruckender war der Sieg, weil sich für Kameko erst 1 Furlong vor dem Ziel eine Lücke auftat und er dafür auch noch in die Mitte der Bahn wechseln musste und der Favorit Pinaturbo ausgerechnet der gewesen war, der ihm den Weg versperrt hatte. Dann aber kam Kameko in Gang und gewann am Ende verdient, während Pinaturbo vor dem Ziel schwächelte
Russian Emperor: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist einer der Starter für den Erfolgstrainer, der auf dem Papier eher unispierend ist, aber sehr wohl hier eine gewichtige Rolle spielen könnte! Zunächst gab es in dieser Saison einen zweiten Platz im Gruppe 3 Derby Trial Stakes, bevor er im Hampton Court Stakes auf selber Ebene unter Ryan Moore gewinnen konnte. Das waren zwar „nur“ 2004m, aber Aiden O’Brien weiß wie er seine Pferde auf die Rennen vorbereiten muss und ich bin gespannt, was er hier leisten kann.
Vatican City: Ein weiterer Galileo Sohn von aiden O’Brien, der hier sein Glück versuchen wird. Sein erstes Rennen war nicht der Rede Wert, das Weatherbys Novice Stakes war stark besetzt und hatte viele Starter, so dass der fünfte Platz durchaus in Ordnung ging. aber danach wurde es interessant, mit einem lockeren Sieg in einem Maidenrennen und – nach der verlängerten Winterpause einem guten zweiten Platz im Irish 2000 Guineas hinter dem ungeschlagenen, nun zweifachen Gruppe 1 Sieger Siskin. Auch wenn das über die Meile war, sollte man Vatican City hier nicht unterschätzen.
Serpentine: Galileo Sohn Nummer 4 für Aiden O’Brien in diesem Rennen? Offensive des irishcne Trainers und des Zuchhengstes. Serpetine hat allerdings drei Versuche gebraucht um seinen ersten Sieg zu feiern und ist der unispirierenste der hier auflaufenden Galileos.
Pyledriver: Der Harbour Watch Sohn von Trainer William Muir machte mit seinem domninaten Sieg im Gruppe 2 King Edward VII Stakes im Juni auf sich aufmerksam – ziemlich starke Leistung, unter anderem gegen den heutigen Konkurrenten Mogul, den er klar im Griff hatte und obwohl er auf dem Papier mit den Rennen zuvor einige der heutigen Konkurrenten zu stark finden könnte – ich kann mitdurchaus vorstellen, ihn heute auf einem der ausbezahlten Plätze zu finden.

04.07.2020 – Epsom – Epsom Oaks – Pick: Frankly Darling

Pferderennen in England

16:40 Epsom Oaks – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.420 m  |  Preisgeld: 250.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Love ist natürlich nach ihrem dominanten Sieg im Guineas 1000 die klare Favoritin in diesem Rennen und es muss schon eine andere Konkurrentin hier einen Formsprung vollziehen, um an diese Form heranzukommen – was natürlich bei den jungen Stuten nicht ausgeschlossen ist und gerade Frankly Darling sieht auf dem Papier gefährlich aus. Aber selbst die Außenseiterinnen wie Passion oder Gold Wand sind nicht komplett ohne Chancen.

Love: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz heute zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr öffnen das Rennen natürlich auch für die anderen Konkurrentinnen, denn Love ist noch komplett ungetestet über weiter als eine Meile – aws aber natürlich auch an den sehr wenigen Rennen liegt, die für die jungen Stuten da eine Übungsmöglichkeit darstellen würden.

Frankly Darling: Die Frankel Tochter von John Gosden testete sich das erste Mal in einem Rennen im Jahr 2019 und belegte auf Anhieb bei ihrem Maidenrennen einen zweiten Platz, startete aber kein weiteres Mal in diesem Jahr, stattdessen kam sie im Juni 2020 nach langer Pause zurück zum Rennzirkus und gewann ihr Maidenrennen, dieses Mal über 2050m. Und die längere Distanz schien ihr zu liegen, denn nach dem dominanten fünf Längen Sieg ging es direkt nach Royal Ascot, wo sie nur zwei Wochen später im Gruppe 2 Ribblesdale Stakes einen weiteren Sieg feiern konnte. Für das Gruppe 2 Rennen erhöhte sie noch einmal die Distanz, das Ribblesdale Stakes wurde über 2406m ausgetragen, und wieder schienen Frankly Darling die zusätzlichen Meter zu liegen, denn mit einem Angriff 2 Furlong vor dem Ziel setzte sie sich souverän von ihren Verfolgerinnen ab und gewann das Rennen relativ locker. Das liest sich natürlich heute extrem gut, wenn die Hauptkonkurrentin Love heute das erste Mal über fast 800m mehr Distanz starten muss.

Ennistymon: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien hatte das Pech nach dem gewonnenen Maidenrennen im Juni im Ribbesdale Stakes auf Frankly Darling zu treffen, die das Rennen von der Position nahe der Führenden auf der Zielgeraden auseinandernahm. Ennistymon war zu diesem Zeitpunkt ein gutes Stück weiter hinten im Feld und musste einiges an Boden auf die Pacesetter gut machen, was ihr bei allen bis auf Frankly Darling auch gelang. Die hatte sich mit einem schnellen Tempochwechsel mehrere Längen zwischen sich und die Verfolger gebraucht und war uneinholbar weit vorne, und hätte zwischen sich und Ennistymon sicher noch mehr Distanz bringen können, so konnte Ennistymon noch bis auf knapp unter zwei Längen Rückstand aufholen, weil Franki Dettorie seiner Stute eine kleine Pause vor der Ziellinie gönnte.

Das war schon ziemlich beeindruckend von der Siegerin, und ich bin mir nicht sicher, ob Ennistymon den Formunterschied hier auffholen kann

Gold Wand: Die  Golden Horn Tochter gewann nach der langen Pause über den Winter ihr Maidenrennen und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie den Schritt von 2000 auf 2400m hier nicht mit enem Formschub quittieren wird. Kommt in die Exoten.

 


27.06.2020 , Curragh , Irish Derby . Pick: Crossfirehurricane EW

Pferderennen in Irland

20:15 Irish Derby – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.414 m  |  Preisgeld: 750.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Das irische Derby wurde das erste Mal als O’Darby Stakes in 1817 abgehalten, wurde dann aber ab 1824 wieder ausgesetzt bis es unter dem Namen Curragh Derby 1848 wieder eingeführt wurde. Das Rennen wurde aber wieder nur relativ kurz durchgeführt und die Version, die wir heute kennen wurde im Prinzip erst 1866 das erste Mal abgehalten – und noch einmal gut hundert Jahre später wurde das Irish Derby erst international interessant, als das Preisgeld ordentlich angehoben wurde und immer stärkere Pferde ihren Weg hierher fanden.

Die Preisgelderhöhung kam durch die Zusammenlegung des Irish Derby mit dem Sweepstakes, Dank an dieser Stelle geht an Joe McGrath, den Gründer des Sweepstake. Ab dann kamen auch oft die Teilnehmer und Sieger des Epsom Derby nach Irland und nahmen an dem irischen Derby teil.

 

Normalerweise wird es als Teil des Curragh Festival abgehalten, aber dieses Jahr ist alles anders und das Irish Derby findet relativ spät am Abend als Highlight der relativ normalen Karte in Curragh statt – kein Vergleich zur sonst dicht gepackten Karte des Curragh Festivals, aber wir alle müssen ja Opfer bringen.

 

Santiago: Der Authorized Sohn von Aiden O’Brien führt den Angriff des Erfolgstrainers auf das irische Derby an. Dabei brauchte er mit drei Versuchen im letzten jahr relativ lange, um seinen ersten Sieg feiern zu können, aber die zweiten Plätze zuvor waren prinzipiell schon mal nicht schlecht und bei seinem Sieg im September auf dem Kurs in Lismullen konnte er zumindest zeigen, dass er auch kämpfen kann, wenn es darauf ankommt. Die Quotenmacher hatten ihm allerdings einen lockeren Sieg vorausgesagt und so war der 1.2 Längen Sieg gegen Sunchart alles andere als befriedigend, auch wenn im dritten Versuch der lang erwartete Sieg endlich errungen werden konnte.

O’Brien schickte Santiago dann in die Pause über den Winter, die auf Grund der Corona Epidemie unfreiwillig verlängert wurde – und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Ascot im Juni beendet wurde.

Santiago hielt sich zunächst im Mittelfeld auf, wurde 2f vor dem Ziel aber von Ryan Moore dann in Richtung Ziellinie geschickt und gab Gas. Dabei driftete er ein wenig nach rechts auf der Bahn, behielt aber sein Tempo gut bei und gewann das Rennen am Ende mit deutlichen Vorsprung. Ist das die neue Form von Santiago und kann auch gegen die heutige Konkurrenz noch einmal gezeigt werden, wird es interessant werden.

Als Minus stehen 2f weniger Distanz und schnellerer Boden dem lockeren Sieg im letzten Rennen entgegen.

Arthur’s Kingdom: Der Camelot Sohn ist der zweite Anwärter auf den Sieg im irischen Derby von Aiden O’Brien, und es ist alles andere als ausgeschlossen, dass er seinem Stallgefährten Santiago heute den Tag verdirbt.

Arthur’s Kingdom begann seine Karriere mit zwei zweiten Plätzen, bevor er beim dritten Versuch in Gowran einen Sieg feiern konnte. Bemerkenswert ist hier vor allem, dass er seinen Maidensieg ausgerechnet auf schwerem Untergrund feiern konnte, und der Untergrund ihm auch beim nachfolgenden Gruppe 1 Criterium de Saint-Cloud in Frankreich keine Probleme bereitete. Dort konnte er zwar MkFancy von Pia Brandt nicht das Wasser reichen, sicherte sich aber den zweiten Platz mit einem guten Schlusssprint 75 Yards vor dem Ziel gegen Stallgefährten Mythical.

Danach ging es in die Winterpause, die im King Edward VII Stakes auf Gruppe 2 Ebene in Ascot im Juni beendet wurde. Etwas später als eigentlich geplant – Corona sei Dank – aber immerhin noch im frühen Sommer, das war lange Zeit ja alles andere als klar.

Im Gruppe 2 King Edward VII Stakes jedenfalls blieb Arthur’s Kingdom nach dem Start an den Pacemakern dran und hielt bis 3f vor dem Ziel den Anschluss, allerdings ging auch der Außenseiter Pyledriver mit und war 2f vor dem Ziel gleichauf mit Arthur’s Kindgom, der dann letztendlich 110 Yards vor dem Ziel keine Kraft mehr übrig hatte und 2 Längen zurückfiel.

Er könnte hier nach dem Warmmacher auftrumpfen und stärker auf den letzten Metern laufen, aber letztes Jahr sah er vor allem auf schwerem Boden besonders gut aus.

Dawn Patrol: Der Dritte Starter im Bunde von Aiden O’Brien hat noch nicht viel zählbares erreicht, aber das heißt bei Aiden O’Brien noch nicht viel – letztes Jahr einen vierten Platz in einem Maidenrennen, dieses Jahr beim Debüt in Leopardstown einen knappen zweiten Platz bei einem weiteren Maidenrennen über 1m2f auf schnellem Boden. Das war eine gute Leistung, er müsste sich aber deutlich steigern um hier um den Sieg mitlaufen zu können.

 

Sherpa: Donnacha O’Brien führt den Zoffany Sohn ins Feld und könnte damit dem Familienpatriarch durchaus gefährlich werden. Denn nach zwei unterdurchschnittlichen Starts in Maidenrennen im letzten Jahr gewann Sherpa sein drittes Rennen in Roscommon über die erweiterten 7 Furlong mit ziemlicher Leichtigkeit, was ihm direkt ein Rating von 90 für das nächste Jahr einbrachte.

Dann wechselte Scherpa Familienintern von Aiden O’Brien zu Donnacha O’Brien und nach der langen Corona Pause kam er mit einer soliden Leistung auf Gruppe 3 Ebene im Coolmore Ten Sovereigns Gallinule Stakes zurück.

Zwar konnte er den Sieger nicht unter Druck setzten, wäre aber mit klarem Lauf ohne Behinderung eventuell sogar noch Zweiter geworden. So hatte er das Pech, dass 1 Fulrong vor dem Ziel die Tür vor ihm zu ging und er hinter den Führenden nach links in die Mitte der Bahn wechseln musste, um seinen Schlusssprint durchziehen zu können. Mit der längeren Distanz heute könnte er sich weiter steigern und ein Sieg wäre alles andere als ein Schock.

Crossfirehurricane: Der Kitten’s Joy Sohn von Trainer Joseph Patrick O’Brien hat sich in seiner Karriere noch keinen einzigen Lapsus geleistet und geht komplett ungeschlagen in dieses Rennen.

Schon sein Maidenrennen in Limmerick gewann er mit einer Länge Vorsprung und nach einer Pause bis zum Januar 2020 kam er auf dem Allwetteruntergrund in Dundalk stärker als je zurück. Dort konnte er gegen andere Dreijährige einen 3 Längen Kantersieg feiern, indem er das Feld ziemlich bequem von hinten aufrollte. Auf dem selben Kurs wartete im Winter dann noch ein richtiger Test in Form des Woodford Reserve Patton Stakes auf Listed Ebene, wo Crossfirehurricane wieder das Feld von hinten aufrollte, aber an der Kursinnenseite dann hart arbeiten musste, um Choice Of Mine hinter sich zu halten, der erbarmungslos dran blieb – allerdings ohne die halbe Länge Rückstand auf den Sieger Crossfirehurricane verkleinern zu können

Zusammen mit einigen der heutigen Konkurrenten im irischen Derby machte Crossfirehurricane dann sein Saisondebüt im Gruppe 3 Coolmore Ten Sovereigns Gallinule Stakes. Er traf unter anderem auf Sherpa, Gold Maze und Mythical, wobei letzgenannter eigentlich als Favorit für das Rennen galt, aber am Ende nicht überzeugen konnte – ganz im Gegensatz zu Crossfirehurrican, der auf den 1,2f auf schnellem Untergrund zeigen konnte was in ihm steckt.

Wieder wartete er im hinteren Bereich des Feldes und lies andere das Tempo setzten, zig aber 2f vor dem Ziel dann auf den dritten Platz vor und übernahm im letzten Furlong die Führung und moderatem Druck seines Jockeys Shane Crosse. Zwar wanderte Crossfirehurricane in dieser Phase ein wenig und Crosse hatte Mühe seinen Schützling in einer geraden Linie zu halten, aber am Ende zog Crossfirehurricane bequem davon und das ohne dass Crosse ihn hart hätte antreiben müssen.

Starke Form, die er hier noch einmal über weitere Distanz unter Beweis stellen muss – aber ich traue ihm zu, auch das heutige Rennen mit der selben Taktik zu gewinnen.

Tiger Moth: Der Galieo Sohn von Aiden O’Brien hat deutlich weniger Rampenlicht genießen können als seine Stallgefährten, konnte aber letztes Jahr in seinem zweiten Rennen seinen Stallgefährten Dawn Patrol schlagen und ich bin gespannt was er heute zeigen kann. Kommt in die Exoten rein.

 


27.06.2020 – Newmarket -Betway Criterion Stakes- Pick: Limato & Vale Of Kent

Pferderennen in England

15:40 Betway Criterion Stakes – Gruppe 3 

Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.408 m  |  Preisgeld: 37.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Meine Plätze 1 und 2 für das Rennen, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge 🙂

Vale Of Kent: Der Kodiac Sohn von Trainer Mark Johnston war im ersten Jahr seiner Karriere extrem fleißig, denn als er 2018 das erste Mal auf die Rennstrecke kam, absolvierte er von Januar bis Oktober 18 Rennen! Zudem arbeitete er sich in diesem Jahr von seinem Klasse 5 bis auf Klasse 2 Rennen in Ayr, Goodwood und Ascot hoch! Eine beeindruckende Leistung, nicht nur konditionell, sondern auch von der Klasse her.

Begonnen hat sein Aufstieg mit einem Sieg in Bath im Juli 2018 in einem Klasse 3 Rennena uf schwerem Boden und einer Meile Distanz, wo er in einem Matchrace seinen einzigen Konkurrenten Kawasir mit gut sechs Längen schlagen konnte. Zwei Rennen später gewann er in Ayr das Klasse 2 Parkdean Resorts Glasgow Fair Handicap, was sogar seinen Trainer zu der Zeit überraschte – denn im Interview nach dem Sieg konnte Mark Johnston keinerlei Erklärung beibringen, warum sein Wallach in diesem Rennen eine solch gute Leistung gezeigt hat – gefreut hat es ihn aber natürlich trotzdem. Und Vale Of Kent war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig! Denn im hart umkämpften und stark besetzten Goodwood Racehorse Owners Group Handicap nur wenige Tage später lief Vale Of Kent erneut zur Hochform auf und belegte einen höchst respektablen zweiten Platz. Dabei wurde er nur von Medahim mit einem Nacken geschlagen, hatte sich aber zusammen mit dem Sieger eine Länge vom Rest des Feldes abgesetzt. Starke Leistung, die er dann – nur drei Tage später !! – im Qatar Handicap noch einmal toppte und das Rennen mit einer Nase gegen On The Warpath gewann – zwar nur mit einer Nase Vorsprung und mit dem Konkurrenten unerbittlich aufholend, aber mit der Taktik die Führung früh zu sichern und relativ früh den Schlusssprint zu beginnen, hielt die Führung genau bis zur Linie. Und mehr muss ja auch nicht sein.

Nach diesem Kraftakt ging es mit der Form im Jahr 2018 begrab und in den folgenden Rennen bis zum Jahreswechsel kam Vale Of Kent nie über einen vierten Platz hinaus, was aber immer noch für etwas Preisgeld für die Plätze gereicht hat.

2019 war dann deutlich ruhiger, so bestritte Vale Of Kent im Jahr 2019 „nur“ sieben Rennen, allerdings alle auf hohem Niveau, wie dem Royal Hunt Cup, dem Betfair Casino Handicap oder dem bet365 Bunbury Cup in Newmarket. Gerade das letztgenannte Rennen war eine erneut hervorragende Leistung von Vale Of Kent, der sich in diesem Rennen der Aufmerksamkeit und des Könnens von Frankie Dettori erfreuen dürfte. Dem Draw nach wählten die beiden die Strecke auf der äußeren Kursseite und versuchten sich dort als Führende zu etablieren, mussten sich aber 2 Furlong vor dem Ziel dann überholen lassen. Frankie ging dann an die Arbeit und trieb Vale Of Kent erneut an, der sich die Führung mühsam zurück erkämpfte und am Ende als Erster von Acht aus der Gruppe über die Ziellinie ging. Super Sieg in einem schweren Handicap und das Saisonhighlight für Vale Of Kent im Jahr 2019, es folgten aber noch zwei zweite Plätze auf gleicher Ebene, so später im August 2019 im Unibet Golden Mile Handicap, wo er am Ende nicht die Geschwindigkeit von Beat Le Bon hatte und dem Clipper Logistics Handicap in York, wo er fast den nächsten Sieg unter Dettori hätte feiern können – am Ende fehlte nur ein Kopf auf den Sieger, der auf den letzten Metern der Meile einfach noch ein wenig mehr Kraft übrig hatte.

Über den Saisonabschluss braucht man nicht sprechen, nach der verlängerten Pause auf Grund der Corona Epidemie 2020 kam Vale Of Kent dann im Juni wieder auf die Rennstrecke zurück, wobei die ersten beiden Starts im neuen Jahr im Betway Paradise Stakes auf Listed Ebene und dem Klasse 2 Royal Hunt Cup verliefen nicht ganz nach Plan. In beiden Rennen fehlte Vale Of Kent am Ende die Kraft um mit den Siegern mitgehen zu können, was für heute ein schwieriges Rennen erahnen lässt

 

Limato: Der achtjährige Wallach und Sohn von Tagula hat für seinen Trainer Harry Candy schon einige Erfolge verzeichnen können, der letzte Sieg ist mittlerweile allerdings auch schon wieder ein gutes Jahr her und war hier im Cirterion Stakes in Newmarket im letzten Jahr. Als Titelverteidiger hat er hier natürlich Anspruch auf den Sieg, vor allem da er ja in seiner Karriere auch in anderen, größeren Rennen hatte überzeugen können.

Denn schon im  Darley July Cup 2016  konnte er seinen ersten Gruppe 1 Sieg verzeichnen und legte über die Jahre immer wieder mit großen Siegen nach. Er schaffte es bei July Cup 2016 die teils hochklassigen Konkurrenten klar zu deklassieren und Cotai Glory, Danzeno, Goken, Profitable, Sole Power und Washington DC liefen alle teils deutlich hinter ihm durchs Ziel. Er lies danach im Nunthorpe Stakes einen weiteren hervorragenden zweiten Platz folgen, auch wenn er eigentlich als Favorit gestartet war. Mecca’s Angel hatte einfach einen zu guten Tag erwischt und der zweite Platz deutlich vor den Verfolgern Take Cover und Cotai Glory war trotzdem sehr solide, wie Limato beim nachfolgenden Gruppe 1 Prix de la Forêt zeigen konnte, welches er locker mit 3 Längen Vorsprung gewann. Er hatte damit in drei Monaten ein Rennen über 1200m und eines über 1400m auf Gruppe 1 Niveau gewonnen und sich einen Versuch im Grupppe 1 Breeders‘ Cup Mile verdient, wo er allerdings nur Sechster wurde, was bei der angetretenen Konkurrenz aber absolut verzeihbar war.

2017 feierte er sein Saisondebüt im März im Al Quoz Sprint in Meydan, wo er allerdings überraschend deutlich floppte und auch der Start als Favorit im Diamond Jubilee Stakes drei Monate später in Royal Ascot misslang. Er wurde auf den letzten Metern von The Tin Man und Tasleet in die Zange genommen und verlor etwa eine Länge in dieser Situation, kam als dritter aber recht deutlich vor dem Vierten und dem Rest des Packs ins Ziel. Letztes Jahr fand er danach im Gruppe 1 July Cup Stakes die beste Form seiner Karriere und es bestand die Hoffnung, dass er dies auch im Jahr 2017 wiederholen könnte. Allerdings lief Harry Angel zur Hochform auf und damit gewann ein dreijähriger wie im Jahr 2016 den July Cup, vor dem Verfolger Limato, der sich redlich bemühte, aber nicht mehr an den Sieger heran kam.

Auch beim Gruppe 2 Qatar Lennox Stakes im August 2017 lief Limato ein grundsolides Rennen, kam aber auf den letzten Metern einfach nicht mehr an die drei Vorderen heran und musste sich dem Zweitplatzierten Home Of The Brave und dem Drittplatzierten Suedois mit einem Nacken geschlagen geben. Nur der Sieger Breton Rock hatte mit über einer halben Länge etwas deutlicheren Vorsprung herausholen können und war den anderen Verfolgern entwichen. Limato gönnte sich eine kurze Pause bis zum Start im Gruppe 2 Challenge Stakes im Oktober, wo er die Gruppe der Starter am Außengeländer anführte und auf der geraden Strecke in Newmarket am Ende dem Feld klar davonzog.

Das Jahr 2018 war dann allerdings wieder ein erfolgreiches Jahr für Limato, auch wenn es zu Beginn alles andere als gut für Limato aussah, denn schon der Einstand im Gruppe 1 Al Shaqab Lockinge Stakes  war trotz einer Favoritenrolle nicht von Erfolg gekrönt.

Allerdings war der Einstand in diesem Gruppe eins Rennen, ohne weiteren Vorbereitungslauf, ziemlich ambitioniert, und den ersten Start in der neuen Saison hätte man ihn durch aus verzeihen können . Im Queen Anne Stakes danach hat er seiner Favoritenrolle sowieso schon eingebüßt und in diesem stark besetzen Rennen ging er als einer der aussichtsreichen Außenseiter an den Start, allerdings war das gesamte Rennen gar nicht nach seinen Vorlieben, und er hatte während des frühen Rennens schon einen schweren Stand, welcher sich am Ende nach schwachem Schlusssprint in einem 13. Platz manifestierte. Auch im nächsten Versuch im July Cup erging es ihm nicht besser, obwohl man ihm in diesen Rennen bessere Chancen ausgerechnet hatte, dafür verlief es im Hopeful Stakes auf Gruppe 2  zwei Ebene danach deutlich besser und er konnte sich gegen den Favoriten Dreamfield  durchsetzen, der Favorit hatte in diesem Rennen allerdings ohnehin nicht seinen besten Tag und es war der Außenseiter Top Score der Limato am Ende am meisten zu tun gab.

Dies war dann der erste Sieg im Jahr 2018, und er sollte sich dann noch in zwei weiteren Rennen durchsetzen können, wobei das Niveau seiner Rennen mit dem Selbstbewusstseinsboost von seinem Trainer angezogen wurde.  Der Sieg im Gruppe 2 Challenge Stakes war dabei die beste Leistung die Limato seit gut einem Jahr gezeigt hatte und es bestand die berechtigte Hoffnung, dass Limato auch über die kürzeren 1207m auch weichem Boden im Gruppe 1 British Sprint Stakes einen Monat später zumindest gute Chancen hätte – die Bedingungen lagen ihm allerdings überhaupt nicht und er kam weit abgeschlagen auf dem neunten Platz ins Ziel.

Nach der Winterpause kam er im Gruppe 2 Duke Of York Stakes zurück, wo er versuchte die selbe Linie wie der Sieger Invincible Army an der Außenseite zu nehmen, konnte aber dessen Geschwindigkeit nicht mitgehen und kam auf einem soliden vierten Platz ins Ziel. Beim zweiten Start in der Saison verbesserte sich Limato wie zu erwarten und gewann das Gruppe 3 Randox Health Criterion Stakes vor Glorious Journey überzeugend, wenn auch nur mit knappen Vorsprung.

Limato versuchte sich danach an einem Teil der britischen Champions Serie, dem Darley July Cup Stakes, konnte aber das gesetzte Tempo nicht mitgehen und musste sich klar mit dem letzten Platz geschlagen geben. Auch im August im Gruppe 3 Weatherbys Racing Bank Supreme Stakes, eigentlich einem wesentlich leichteren Rennen auf dem Papier, kam Limato nicht in Gang und ermüdete auf dem letzten hundert Metern zunehmend, um am Ende auf einem abgeschlagenen sechsten Platz zu landen.

Gegen Ende der Saison im Oktober besserte sich dann die Form von Limato wieder deutlich und er konnte im Gruppe 2 Godolphin Stud & Stable Staff Awards Challenge Stakes einen zweiten Platz belegen. Zwar kam er über die 7f auf etwas weichem Untergrund nicht an den Sieger Mustashry heran, der immer genug tat, um weiter an der Führung zu bleiben. Limato aber blieb ebenfalls an ihm dran und wurde von Ryan Moore immer weiter angetrieben, so dass es am Ende für den klaren zweiten Platz deutlich vor den weitern Verfolgern. Die Leistung dürfte heute wohl für einen Sieg ausreichen.


20.06.2020 – Royal Ascot – Diamond Jubilee Stakes – Pick: Sceptical – One Master EW

Pferderennen in England
16:35 Diamond Jubilee Stakes – Gruppe 1
Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und teilweise gegen einige der heutigen Konkurrenten.
An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, allerdings ist die Frage, ob er seine Form in der langen Corona Pause wieder gefunden hat oder weiter seinen Möglichkeiten hinterherläuft.
Hello Youmzain:
Der Kodiac Sohn wird von Hevin Ryan trainiert und hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2018 prächtig entwickelt, auch wenn die Anzahl an Rennen  – auch auf Grund der langen Corona Pause –  noch recht überschaubar ist
Hello Youmzain gewann im Jahr 2018 das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber dann aber nach einer Pause bis in das nächste Jahr Probleme die erweitertet Distanz in Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 3 Ebene „nur“ Vierter mit einem Rückstand von fast fünf Längen wurde. Entweder lagen ihm die 1400m nicht, oder es waren die sechs Monate Pause die ihm noch in den Knochen steckten.
Hello Youmzain steigerte seine Form dann über kürzere Distanz in Haydock  im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup wagte, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte, nur knapp unter zwei Längen hinter dem mehrfachen Gruppe 1 Sieger Advertise.
Das war eine sehr gute Form, und seine Platzierungen steigerte Hello Youmzain dann im Haydock Sprint Cup Stakes, wo er für seine konstant gute Form belohnt wurde, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte. Seine Taktik die Führung in dem Rennen zu übernehmen und sein eigenes Tempo zu setzen funktionierte gut und die Versuche der Konkurrenten spät auf ihn aufzuschließen misslangen allesamt.
 Allerdings klappte die selbe Taktik dann im Qipco Champions Sprint gegen deutlich bessere Konkurrenz und deutlich größeres Feld nicht noch einmal und Hello Youmzain wurde ein- und überholt, knapp 1 Furlong vor dem Ziel.
Wenn man ihm allerdings an der Front zu viel Leine lässt, kann er nach der Pause hier dem Feld davon ziehen, in der Vergangenheit waren längere Pausen allerdings auch oft problematisch.
One Master:
Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes schon hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nicht besser.
Wenn sein Trainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein Hinweis darauf, was William John Haggas von seinem Talent hält.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli und bestätigte damit den Eindruck seines Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt ist.
Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise dann zwar recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so bleibt eine hervorragende Saison 2019 und es spricht wenig gegen einen weiteren guten Platz hier beim Saisondebüt
Sceptical: Der Exceed And Excel Sohn von Trainer Denis Gerard Hogan ist der eine Starter in diesem Feld, der noch relativ jung und ausbaufähig ist. Nach seinem Debüt gewann er 2019 sein Maidenrennen und legte im Februar 2020 dann in einem Handicap noch einmal nach.
Er schaffte es dann trotz der Corona Pandemie weiter Erfahrung zu sammeln und gewann ein weiteres Handicap in sehr dominanter Weise in Dundalk. Dort kam er an der letzten Kurve innen heran und musste sich kaum mühen, um unter J. Sheridan seinen Vorsprung immer weiter auszubauen. Klar, er war auch als Favorit gestartet, allerdings nicht so hoch gehandelt wie er hier gewinnen konnte.
Ähnlich locker gewann er dann sein erstes Black Type Rennen in Form des Anglesey Lodge Equine Hospital Woodlands Stakes in Naas im Juni, wo er wieder beim letzten Furlong Gas gab und sich schnell mehrere Längen absetzten konnte. Der Untergrund ist heute nicht ganz so schnell wie damals, aber er scheint in bestechender Form zu sein und hat dies in mehreren Rennen dieses Jahr zeigen können, ein Umstand, der nach der Wiedereröffnung der Rennen in England doppelt viel wert ist.

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