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04.07.2020 – Belmont Park – Runhappy Metropolitan Handicap

Pferderennen in den USA

23:47 Runhappy Metropolitan Handicap – Gruppe 1

Distnz: 1609m | Untergrund: Schnell | Boden: Dirt

McKinzie: Der Street Sense Sohn von Bob Baffert hat den Hype um seinen Start im  Breeders Cup Classic hinter sich gelassen, nachdem er mit vielen Vorschusslorbeeren in das Rennen gestartet war, aber am Ende in Santa Anita dann überraschen von Mongolian Groom geschlagen wurde. Bitter, aber dieses Jahr gibt es ja wieder einen Breeders Cup – bis dahin ist aber noch etwas Zeit, und seine Karriere geht ja schon einen Moment.

Nach seinem Maidenrennen, welches er erwartungsgemäß mit einem klaren Sieg abschloss, ging es für ihn in das Gruppe 1 Los Alamitos Stakes, welches er ebenfalls souverän für sich entscheiden konnte. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt, denn bereits im , was der Form aber kaum Januar ging es im Sham Stakes und dem Gruppe 1 San Felipe Stakes im März weiter in den Black Type Rennen, beim letztegnannten unterlag er allerdings Bolt D Oro, was seiner Form aber kaum einen Abbruch tat, wie er auch kurz darauf im Pensilvania Derby beweisen konnte.

Da legte er auf der Zielgeraden einen beeindruckenden Tempowechsel hin und zog ohne Probleme von Hofburg und Axelord davon, die sich zwar mühten, aber als Co Favoriten keine Chance hatten McKinzie noch zu folgen, der war weg und feierte einen soliden Sieg – musste danach aber im 2018 eine herbe Niederlage hinnehmen und kam nur auf dem 12 von 14 Plätzen ins Ziel.

Dafür konnte er sich kurz darauf in Santa Anita einen weiteren Gruppe 1 Sieg in Form des Malibu Stakes über 7f und schnellen Boden sichern, wenn auch gegen wesentlich leichtere Konkurrent wie Scelrod, den er ja ohnehin schon hatte schlagen können.

2019 startete er mit einem zweiten Platz im Gruppe 2 San Pasqual Stakes, welches McKinzie nach dem Gruppe 2 Sieg eigentlich hätte dominieren müssen, aber nach übernommener Führung auf den letzten 100 Yards kurz vor der Ziellinie von Battle Of Midway dann doch noch überholt wurde.

Das selbe Spiel geschah dann nach zwei Monaten Pause im Spril im Santa Anita Handicap Presented by San Manuel Indian Bingo And Casino noch einmal, wo McKinzie 2f vor dem Ziel neben dem späteren Sieger gleich auflief und eigentlich danach aussah, als ob er nun das Tempo anziehen und dem Rest davonziehen würde – so aber fehlten ihm am Ende ein Nase auf Gift Box, der sich einfach nicht an die Spielregeln halten wollte und einfach nicht nachgab.

Zumindest konnte sich McKinzie danach das Gruppe 2 Alysheba Stakes presented by Sentient Jet in Churchill Downs in dominanter Weise sichern, dass er nach zwei Niederlagen in Folge immer noch als haushoher Favorit startete, sagt auch einiges über die Konkurrenz in dem Gruppe 2 Rennen aus, aber ein Gruppensieg ist ein Gruppensieg.

Der Sieg tat sein übriges zum ohnehin schon hohen Rating von McKinzie, der damit im Runhappy Metropolitan Handicap im Juni mit einem hohen Gewicht starten lies. Thunder Snow musste ähnlich viel Gewicht tragen und kam nur knapp hinter McKinzie ins Ziel, der Sieger Mitole hingegen musste gut zwei Pfund weniger tragen, was aber sicher nicht den Unterschied von zwei Längen von Platz 1 auf Platz 2 am Ende ausmachte.

Das war trotzdem einie ziemlich gute Leistung von McKinzie, der sich für den zweiten Versuch im Breeders Cup als Vorbereitungsrennen das Gruppe 1 Whitney Stakes in Saratoga suchte. Dort konnte McKinzie wieder als Favorit auflaufen, und dieses Mal völlig zurecht. Zwar wurde er nach zwei Furlong als Pacesetter abgesetzter, aber auf den letzten beiden Furlongs des Rennens nahm er sich die Führung wieder und setzte sich von Yoshida ohne erkennbare Mühen ab, was einer der dominantesten Siege von McKinzie seit einer ziemlich langen Zeit war.

Beim nachfolgenden Gruppe 1 Awesome Again Stakes war McKinzie wenig überraschend wieder der klare Favorit, allerdinsg hatte der Front Runner Mongolian Groom andere Pläne und schlüpfte dem Feld von der Position einige Längen davon – und ermüdete nicht wie erwartet so stark, dass McKinzie ihn noch hätte erreichen können. Zwar mühte sich dieser, kam aber nicht mehr ran, dafür war sein zweiter Platz aber auch nie in Gefahr und wenn er den Front Runner vielleicht etwas früher unter Druck setzten hätte können, wäre das Ergebnis vielleicht anders gewesen.

Das war natürlich die perfekte Vorbereitung für den Gruppe 1 Longines Breeders‘ Cup Classic in Santa Anita, so dass McKinzie mit einigem Hype in das Rennen ging – und leider wieder knapp scheiterte. Dieses Mal sprang ein zweiter Platz heraus, was an sich ja ein sehr gutes Ergebnis in einem der härtesten Rennen des Jahres ist, aber Vino Rosso, der Co Favorit, setzte sich auf den letzten 100 Yards eine halbe Länge ab und gewann verdient.

Im Februar folgte McKinzie der Einladung nach Nahost und startet im Saudi Cup, aber scheinbar fühlte er sich dort absolut nicht wohl und den Ausflug hätte er sich wohl lieber sparen können, auch wenn das Preisgeld natürlich ernorm war.

Im Juni 2020 kam er im Gruppe 2 Triple Bend Stakes zurück, etwas später als erwartet, aber Corona hat wie überall alles durcheinander gebracht. Der Form von McKinzie hat das jedenfalls keinen Abbruch getan und er gewann das Rennen dominant, was ihn hier natürlich erneut zum Favoriten macht

Beachtet man nun die Fom von McKinzie, zeichnet sich ein ziemliches Auf und Ab ab, so dass man hier sich fragen muss – kommt die nächste Niederlage als Favorit? Ich kann es mir vorstellen, demm Vekoma dominierte zuletzt das Runhappy Carter Handicap mit einem gar nicht mal so kleinem Gewicht und hat als Improver ganz klar das Profil, um McKinzie hier den Tag zu verderben, wenn die Form keine Eintagsfliege ist. Und da wäre ja auch noch Code Of Honor – Sieger des Runhappy Travers Stakes 2019, sowie des Jockey Club Gold Cup Stakes (wenn auch nach DQ des Siegers). Zudem kam er im Gruppe 3 Westchester Stakes im Juni stark zurück. Die drie sollten das Rennen unter sich ausmachen

Zu der Quote über 3, die derzeit erhältlich ist, buche ich McKinzie, über 5 Code Of Honor und Vekoma.

 


04.07.2020 – Epsom – Epsom Derby – Pick: English King + Kameko

Pferderennen in England

17:55 Epsom Derby – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.420 m  |  Preisgeld: 500.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
English King: Der Camelot Sohn von Ed Walker wurde in Frankreich gezüchtet, ist dort allerdings nie gestarte und stattdessen gleich nach England gegangen, wo er sein erstes Rennen in Newmarket bestritt, aber noch zu grün hinter den Ohren war, um damit erfolgreich zu sein. Allerdings sah er auf dem Paradering schon ziemlich gut und kräftig aus, man konnte ihm seine gute Zucht schon ansehen.
Im nächsten Rennen genau einen Monat später in Newcastle konnte er die gewonnene Erfahrung dann gleich zur Anwendung bringen und gewann sein Maidenrennen über 2050m in einer Art spaziergang – super starker Lauf gegen auf dem Papier vielversprechende Konkurrenten. Nach der langen Winterpause kam er dann im Betsafe Derby Trial Stakes wieder und dürfte sich über 2334m testen.
Auch hier setzte er sich nach dem „Go“ von seinem Jockey Tom Marquard 110yards vor dem Ziel locker ab, nachdem er sich zuvor 2f vor dem Ziel schon in eine gute Position gebracht hatte. All das gelang ihm spielend leicht, und auch wenn er hier andere Konkurrenz gegen sich hat, ist er der klare Favorit für das Derby – schließlich hat er eines der Derby Trials derat souverän für sich entschieden, dass kein anderer Starter aus diesem Rennen hier wieder auflaufen wird
Mogul: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat für die Besonderheiten des Jahres 2020 doch schon einiges an erfahrung sammeln können und kann hier vielleicht von den immerhin schon drei gelaufenen Gruppenrennenen profitieren
Seine Karriere begann im August 2018 in Gowran Park mit einem zweiten Platz, wurde allerdings von Geometrical klar geschlagen, der sich über fünf Längen von dem Debütanten absetzten konnte.
Beim nächsten Start führte Mogul das Feld von Anfang an an und nachdem Ryan Moore ihm das Okay gab, zog Mogul dem anderen Konkurrenten davon, ohne das Moore sich der Peitsche wirklich bedienen musste. Kein Wunder also, dass es danach direkt auf die Gruppenebene ging und Mogul im Gruppe 2 KPMG Champions Juvenile Stakes in Leopardstown startete. Dort lief Mogul als klarer Favorit auf, musste sich allerdings ziemlich mühen um dei Konkurrenz dieses Mal auf Abstand zu halten – was ihm gelang, allerdings musste er am Ende für die etwas über einer Länge Vorsprung hart arbeiten, und das hätte man bei einem 1.5er Favoriten nicht gedacht, aber Swasan blieb an ihm dran und lief ein hervorragendes Rennen.
So richtig überraschend kam die Niederlage dann im Gruppe 1 Vertem Futurity Trophy Stakes im November dann nicht, auch wenn Mogul wieder als einer der Favoriten auflief. Dieses Mal allerdings mit fast der dreifachen Quote des letzten Males, und es ging schon zum Start einiges schief – Mogul veprasste den Start ein wenig und musste sich hinten im Feld einsortieren, von wo er auf der Zielgeraden zwar ein paar Plätze gut machen konnte, aber klar den Anschluss an den Sieger verpasste.
Danach ging es für Mogul wie für die meisten Galopper in die Pause über den Winter, die er nach der erfolgten Freigabe der Rennen nach der Corona Pause im King Edward VII Stakes beendet – man hätte sich sicher auch ein einfacheres Rennen aussuchen können, in dem Rennen lief unter anderem der heutige Konkurrent Pyledriver auf, der ähnlich wie Mogul sich eher im hinteren Bereich des Feldes einsortiere früh im Rennen. Mogul kam weit außen in die Zielgerade und verlor dadurch zusätzlich etwas Raum, allerdings war Pyledriver auch einfach deutlich kraftvoller an jenem Tag.
Aiden O’Brien wird wissen was er tun muss um ihn hier nach dem ersten Rennen in der neuen Saison stärker auflaufen zu lassen und ich bin zuversichtlich, dass wir noch nicht das letzte von Mogul gesehen haben.
Kameko: Der Kitten’s Joy Sohn von Andrew Balding begann seine Karriere mit einem Sieg im Junli 2017 und ging einen Monat danach direkt auf Gurppenrebene und versuchte sich im Betway Solario Stakes auf Gruppe 3 Ebene. Dabei war Psoitive der klare Favorit des Rennens, hätte aber fast eine herbe Niederlage einstecken müssen, denn Kameko scheiterte mit seinem Angriff nur mit einer Nase und verkaufte sich teuer – deutlich teurer, als von ihm erwartet worden war.
Einen Monat später ging es in noch einmal in die Gruppenebene, dieses Mal auf Gruppe 2 Ebene im Royal Lodge Stakes, und dieses Mal war Kameko der Favorit, dem der Tag verdorben wurde, in Formvon Royal Dronoch, der Kameko kurz vor der Ziellinie des 1609m Rennens noch einmal überholen konnte. Dabei hatte Kameko sich zuvor dir Führung sichern können und sah 150m vor dem Ziel stark aus, aber auf den letzten Metern kam Royal Dronoch noch einmal und schaffte es sich mit einem Nacken knapp den Sieg zu sichern. Schade für Kameko, der damit in seinen ersten beiden Gruppenrennen zwei Platzierungen verzeichnen konnte, aber am Sieg zwei mal knapp vorbeischrammte.
Den Fehler wollte Kameko unter Osin Murphy nicht noch einmal machen, als er im Vertem Futurity Trophy Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Newcastle in November auflief. Zwar war er nicht als Favorit des Meilen Rennens gehandelt worden, konnte sich aber sauber unter wenig Druck absetzten und einen drei Längen Sieg feiern, einziger Wermuthstropfen war, das Kameko unter Druck auf den letzten Metern begann zu driften und dadurch etwas Raum verschenkte, aber darauf kam es nicht mehr wirklich an – er gewann locker und ohne in Gefahr zu geraten.
Nach einer langen Corona Pause machte Kameko dann sein Debüt in der neuen Saison ausgerechnet im Gruppe 1 Qipco 2000 Guineas, aber dank Corona erginge s vielen der anderen Konkurrenten genauso und die Karten wurden nach der langen Pause neu gemischt. Kameo traute man den Sieg gegen den heiß gehandelten Pinatubo nicht wirklich zu, allerdings überrauschte Kameko wieder einmal und gewann das Rennen mit einem Nacken gegen Wichita.
Umso beeindruckender war der Sieg, weil sich für Kameko erst 1 Furlong vor dem Ziel eine Lücke auftat und er dafür auch noch in die Mitte der Bahn wechseln musste und der Favorit Pinaturbo ausgerechnet der gewesen war, der ihm den Weg versperrt hatte. Dann aber kam Kameko in Gang und gewann am Ende verdient, während Pinaturbo vor dem Ziel schwächelte
Russian Emperor: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist einer der Starter für den Erfolgstrainer, der auf dem Papier eher unispierend ist, aber sehr wohl hier eine gewichtige Rolle spielen könnte! Zunächst gab es in dieser Saison einen zweiten Platz im Gruppe 3 Derby Trial Stakes, bevor er im Hampton Court Stakes auf selber Ebene unter Ryan Moore gewinnen konnte. Das waren zwar „nur“ 2004m, aber Aiden O’Brien weiß wie er seine Pferde auf die Rennen vorbereiten muss und ich bin gespannt, was er hier leisten kann.
Vatican City: Ein weiterer Galileo Sohn von aiden O’Brien, der hier sein Glück versuchen wird. Sein erstes Rennen war nicht der Rede Wert, das Weatherbys Novice Stakes war stark besetzt und hatte viele Starter, so dass der fünfte Platz durchaus in Ordnung ging. aber danach wurde es interessant, mit einem lockeren Sieg in einem Maidenrennen und – nach der verlängerten Winterpause einem guten zweiten Platz im Irish 2000 Guineas hinter dem ungeschlagenen, nun zweifachen Gruppe 1 Sieger Siskin. Auch wenn das über die Meile war, sollte man Vatican City hier nicht unterschätzen.
Serpentine: Galileo Sohn Nummer 4 für Aiden O’Brien in diesem Rennen? Offensive des irishcne Trainers und des Zuchhengstes. Serpetine hat allerdings drei Versuche gebraucht um seinen ersten Sieg zu feiern und ist der unispirierenste der hier auflaufenden Galileos.
Pyledriver: Der Harbour Watch Sohn von Trainer William Muir machte mit seinem domninaten Sieg im Gruppe 2 King Edward VII Stakes im Juni auf sich aufmerksam – ziemlich starke Leistung, unter anderem gegen den heutigen Konkurrenten Mogul, den er klar im Griff hatte und obwohl er auf dem Papier mit den Rennen zuvor einige der heutigen Konkurrenten zu stark finden könnte – ich kann mitdurchaus vorstellen, ihn heute auf einem der ausbezahlten Plätze zu finden.

04.07.2020 – Epsom – Epsom Oaks – Pick: Frankly Darling

Pferderennen in England

16:40 Epsom Oaks – Gruppe 1

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Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 2.420 m  |  Preisgeld: 250.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Love ist natürlich nach ihrem dominanten Sieg im Guineas 1000 die klare Favoritin in diesem Rennen und es muss schon eine andere Konkurrentin hier einen Formsprung vollziehen, um an diese Form heranzukommen – was natürlich bei den jungen Stuten nicht ausgeschlossen ist und gerade Frankly Darling sieht auf dem Papier gefährlich aus. Aber selbst die Außenseiterinnen wie Passion oder Gold Wand sind nicht komplett ohne Chancen.

Love: Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz heute zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr öffnen das Rennen natürlich auch für die anderen Konkurrentinnen, denn Love ist noch komplett ungetestet über weiter als eine Meile – aws aber natürlich auch an den sehr wenigen Rennen liegt, die für die jungen Stuten da eine Übungsmöglichkeit darstellen würden.

Frankly Darling: Die Frankel Tochter von John Gosden testete sich das erste Mal in einem Rennen im Jahr 2019 und belegte auf Anhieb bei ihrem Maidenrennen einen zweiten Platz, startete aber kein weiteres Mal in diesem Jahr, stattdessen kam sie im Juni 2020 nach langer Pause zurück zum Rennzirkus und gewann ihr Maidenrennen, dieses Mal über 2050m. Und die längere Distanz schien ihr zu liegen, denn nach dem dominanten fünf Längen Sieg ging es direkt nach Royal Ascot, wo sie nur zwei Wochen später im Gruppe 2 Ribblesdale Stakes einen weiteren Sieg feiern konnte. Für das Gruppe 2 Rennen erhöhte sie noch einmal die Distanz, das Ribblesdale Stakes wurde über 2406m ausgetragen, und wieder schienen Frankly Darling die zusätzlichen Meter zu liegen, denn mit einem Angriff 2 Furlong vor dem Ziel setzte sie sich souverän von ihren Verfolgerinnen ab und gewann das Rennen relativ locker. Das liest sich natürlich heute extrem gut, wenn die Hauptkonkurrentin Love heute das erste Mal über fast 800m mehr Distanz starten muss.

Ennistymon: Die Galileo Tochter von Aiden O’Brien hatte das Pech nach dem gewonnenen Maidenrennen im Juni im Ribbesdale Stakes auf Frankly Darling zu treffen, die das Rennen von der Position nahe der Führenden auf der Zielgeraden auseinandernahm. Ennistymon war zu diesem Zeitpunkt ein gutes Stück weiter hinten im Feld und musste einiges an Boden auf die Pacesetter gut machen, was ihr bei allen bis auf Frankly Darling auch gelang. Die hatte sich mit einem schnellen Tempochwechsel mehrere Längen zwischen sich und die Verfolger gebraucht und war uneinholbar weit vorne, und hätte zwischen sich und Ennistymon sicher noch mehr Distanz bringen können, so konnte Ennistymon noch bis auf knapp unter zwei Längen Rückstand aufholen, weil Franki Dettorie seiner Stute eine kleine Pause vor der Ziellinie gönnte.

Das war schon ziemlich beeindruckend von der Siegerin, und ich bin mir nicht sicher, ob Ennistymon den Formunterschied hier auffholen kann

Gold Wand: Die  Golden Horn Tochter gewann nach der langen Pause über den Winter ihr Maidenrennen und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie den Schritt von 2000 auf 2400m hier nicht mit enem Formschub quittieren wird. Kommt in die Exoten.

 


20.06.2020 – Royal Ascot – Diamond Jubilee Stakes – Pick: Sceptical – One Master EW

Pferderennen in England
16:35 Diamond Jubilee Stakes – Gruppe 1
Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 1.207 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Dream Of Dreams: 
Der Dream Ahead Sohn von Sir Michael Stoute begann seine Karriere als Rennpferd bereits im Jahr 2016 und versuchte sich bereits da an den ersten Gruppenrennen wie dem Railway Stakes oder dem Grimcrack Stakes. Seine Ergebnisse in den frühen Black Type Rennen über die Sprintdistanzen waren eher durchwachsen, auf Listed Ebene hatte Dream Of Dreams 2017 dann etwas mehr Erfolg, auch wenn der erste Sieg noch etwas auf sich warten lies. Er platzierte zunächst im Rockingham Stakes auf Listed Ebene und holte sich dann einen Schub fürs Selbstbewusstsein in einem Klasse 3 Rennen gegen Ende des Jahres in Lingfield, einem Rennen, welches er auf dem Papier geben einige recht solide Konkurrenten bestreiten musste.
Dream Of Dreams gewann das Rennen unangefochten mit gut 5 Längen Vorsprung und versuchte sich noch im selben Jahr in zwei weiteren Listed Rennen. Das letzte der beiden, das Wentworth Stakes, konnte Dream Of Dreams dann auch tatsächlich für sich entscheiden, indem er vor Perfect Pasture durchs Ziel lief, der auf den letzten Metern auf dem weichen Untergrund nicht mehr mithalten konnte und zunehmend an Boden verlor.
Mit diesem positiven Ergebnis und der neu erreichten persönlichen Bestleistung ging es dann in die Winterpause, die er mit dem Lauf im Gruppe 3 Abbernant Stakes beendete, allerdings verlief der Versuch im Jahr 2018 auf die Gruppenebene aufzuschließen zunächst sehr holprig. Weder im ersten Gruppenrennen noch dem folgenden Chipchase Stakes in Newcastle, noch dem Coral Charge konnte Dream Of Dreams einen guten Lauf zeigen und kam jeweil weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze ins Ziel.
Erst mit dem 1207m Gruppe 3 bet365 Hackwood Stakes in Sandown über schnellen Boden konnte Dream Of Dreams, der als Außenseiter gehandelt worden war, wieder einen Achtungserfolg feiern und einen knappen dritten Platz belegen, den er über 200m mehr im Hungerford Stakes auf Gruppe 2 Ebene noch einmal bestätigen konnte. Damit kam er erneut in Schlagreichweite zu dem Sieger und scheinbar hatte sich Dream Of Dream an diese Position gewöhnt, denn auch beim Weatherbys Supreme Stakes als auch beim Bengough Stakes, welches wieder über die Sptintdistanz von 1207m bestritten wurde, kam Dream Of Dreams jeweils auf dem zweiten Platz ins Ziel, allerdings gelang der erste Sprung auf die Gruppe 1 Ebene im British Sprint Stakes nach einer langen harten Saison gegen deutlich bessere Konkurrenz erwartungsgemäß nicht und Dream Of Dreams musste sich mit einem weit abgeschlagenen Platz 13 zufrieden geben.
2019 zeigte er dann allerdings eine ganz neue Form und gewann neben dem Saisonauftakt in einem Klasse 4 Rennen auch das nächste Listet Rennen, beeindruckender war aber noch sein zweiter Platz hinter Blue Point im Diamnond Jubilee Stakes, denn wenn man bedenkt, das Blue Point selbst hochklassige Pferde oft langsam aussehen lässt, war der knappe zweite Platz eine herausragende Leistung! Danach kamen allerdings zwei klare Niederlagen, im Darley July Cup, im Sprint Cup Stakes und dem Qipco Champions Sprint  – alles gegen Ende 2019 und teilweise gegen einige der heutigen Konkurrenten.
An einem guten Tag hat er sicher Chancen sich auf einem der ausbezahlten Plätze wiederzufinden, allerdings ist die Frage, ob er seine Form in der langen Corona Pause wieder gefunden hat oder weiter seinen Möglichkeiten hinterherläuft.
Hello Youmzain:
Der Kodiac Sohn wird von Hevin Ryan trainiert und hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2018 prächtig entwickelt, auch wenn die Anzahl an Rennen  – auch auf Grund der langen Corona Pause –  noch recht überschaubar ist
Hello Youmzain gewann im Jahr 2018 das Gruppe 2 Critérium de Maisons-Laffitte in Fankreich in souveräner Weise, hatte aber dann aber nach einer Pause bis in das nächste Jahr Probleme die erweitertet Distanz in Newbury beim Greenham Stakes zu schaffen, wo er auf Gruppe 3 Ebene „nur“ Vierter mit einem Rückstand von fast fünf Längen wurde. Entweder lagen ihm die 1400m nicht, oder es waren die sechs Monate Pause die ihm noch in den Knochen steckten.
Hello Youmzain steigerte seine Form dann über kürzere Distanz in Haydock  im Sandy Lane Stakes mit einem klaren Sieg über den haushohen Favoriten Calyx, bevor er sich in richtig tiefe Gewässer in Form des Gruppe 1 Commonwealth Cup wagte, wo er am Ende einen sehr respektablen dritten Platz belegen konnte, nur knapp unter zwei Längen hinter dem mehrfachen Gruppe 1 Sieger Advertise.
Das war eine sehr gute Form, und seine Platzierungen steigerte Hello Youmzain dann im Haydock Sprint Cup Stakes, wo er für seine konstant gute Form belohnt wurde, wo er einen hervorragenden Sieg gegen The Tin Man erreichen konnte. Seine Taktik die Führung in dem Rennen zu übernehmen und sein eigenes Tempo zu setzen funktionierte gut und die Versuche der Konkurrenten spät auf ihn aufzuschließen misslangen allesamt.
 Allerdings klappte die selbe Taktik dann im Qipco Champions Sprint gegen deutlich bessere Konkurrenz und deutlich größeres Feld nicht noch einmal und Hello Youmzain wurde ein- und überholt, knapp 1 Furlong vor dem Ziel.
Wenn man ihm allerdings an der Front zu viel Leine lässt, kann er nach der Pause hier dem Feld davon ziehen, in der Vergangenheit waren längere Pausen allerdings auch oft problematisch.
One Master:
Der Fastnet Rock Sohn von Trainer William Haggas kam letztes Jahr erst so richtig in Fahrt, nachdem er 2018 zwar schon das Gruppe 1 Prix de la Forêt gewinnen konnte – damals allerdings als klarer Außenseiter ohne dass man ihn für dieses 1400m Rennen überhaupt auf dem Schirm hatte, aber sämtliche Favoriten schwächelten an jenem Tag und One Master gewann das Rennen.
Man hätte es vielleicht kommen sehen können, nachdem er zuvor das Gruppe  3 Fairy Bridge Stakes schon hatte gewinnen können. Er startete dann noch im Breeders‘ Cup Mile in Chruchill Downs, wo er allerdings deutlich scheiterte, und auch in Sha Tin im Hong Kong Mile – erging es ihm nicht besser.
Wenn sein Trainer ihn allerdings auf so eine Reise schicht und ihn in einigen der besten Rennen der Welt starten lässt, und dazu die Starapazen eines solchen Wechsels der Kontinente hinnimmt, sollte man immer aufmerksam sein und es ist ein Hinweis darauf, was William John Haggas von seinem Talent hält.
2019 verpasste er einige Male den Sieg nur knapp, so im Gruppe 1 Queen Anne Stakes oder dem Gruppe 1 Tattersalls Falmouth Stakes in Nemwarket im Juli und bestätigte damit den Eindruck seines Trainers, dass One Master nur einen Schritt von einem Sieg in einem großen Rennen entfernt ist.
Im Gruppe 1 Larc Prix Maurice de Gheest verlor er gegen Advertise dann zwar recht deutlich, konnte danach aber den Prix de la Forêt gegen City Light recht solide gewinnen.
Zurück in der Heimat startete er dann zum Saisonabschluss im Gruppe 1 Qipco British Champions Sprint Stakes und belegte ein weiteres Mal einen hervorragenden zweiten Platz. Er hatte 2f vor dem Ziel einige Probleme eine freie Bahn für den Schlusssprint zu finden und so kann man sich vorstellen, dass er Donjaun Triumphant noch etwas mehr unter Druck hätte setzten können, aber auch so bleibt eine hervorragende Saison 2019 und es spricht wenig gegen einen weiteren guten Platz hier beim Saisondebüt
Sceptical: Der Exceed And Excel Sohn von Trainer Denis Gerard Hogan ist der eine Starter in diesem Feld, der noch relativ jung und ausbaufähig ist. Nach seinem Debüt gewann er 2019 sein Maidenrennen und legte im Februar 2020 dann in einem Handicap noch einmal nach.
Er schaffte es dann trotz der Corona Pandemie weiter Erfahrung zu sammeln und gewann ein weiteres Handicap in sehr dominanter Weise in Dundalk. Dort kam er an der letzten Kurve innen heran und musste sich kaum mühen, um unter J. Sheridan seinen Vorsprung immer weiter auszubauen. Klar, er war auch als Favorit gestartet, allerdings nicht so hoch gehandelt wie er hier gewinnen konnte.
Ähnlich locker gewann er dann sein erstes Black Type Rennen in Form des Anglesey Lodge Equine Hospital Woodlands Stakes in Naas im Juni, wo er wieder beim letzten Furlong Gas gab und sich schnell mehrere Längen absetzten konnte. Der Untergrund ist heute nicht ganz so schnell wie damals, aber er scheint in bestechender Form zu sein und hat dies in mehreren Rennen dieses Jahr zeigen können, ein Umstand, der nach der Wiedereröffnung der Rennen in England doppelt viel wert ist.

20.06.2020 – Royal Ascot – Coronation Stakes – Pick: Sharing + Run Wild EW

Pferderennen in England

15:25 Coronation Stakes – Gruppe 1

Für 3jährige Pferde  |  Distanz: 1.603 m  |  Preisgeld: 250.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote


Quadrilateral:
Die Frankel Tochter von Roger Charlton ist in ihrer kurzen Karriere noch ungeschlagen. Ihren ersten von drei Siegen feierte sie im August 2019 in Newbury, wenn auch nur knapp. Der nächste Sieg über Kurs und Distanz in einem Altersgwichstrennen fiel da schon deutlicher aus, ganze neun Längen Vorsprung konnte Quadrilateral gegen Kalsara herausholen. Sie sprintete wie ihr Vater zu besten Zeiten dem Feld davon, welches dicht gepackt gerade so noch in Sichtweite ins Ziel einlief. Kein Wunder also, dass sie im Gruppe 1 Newmarket Fillies Mile als Favoritin auflief, zusammen mit Cayenne Pepper, die ebenfalls alle ihre Rennen zu diesem Zeitpunkt gewonnen hatte – allerdings beim Ringen um den Sieg dieses Mal keine Rolle spielen sollte

Quadrilateral ordnete sich zunächst im Mittelfeld ein, während Cayenne Pepper die Führung übernahm, was aber noch zum Problem für Quadrilateral werden sollte. Denn während Powerfull Breeze in der Mitte der Bahn neben die Front Runnerin kam und damit freie Bahn hatte, machten Love, Cayenne Pepper und Boomer die Tür für Quadrilateral zu. Die wechselte in die Mitte der Bahn, wieder machte aber Love die Tür zu und Quadrilateral wechselte an die Innenbahn, wo sie sich mit Gewalt eine Lücke schaffen musste.

Sie hatte einigen Rückstand auf Powerfull Breeze, konnte aber mit dem späten Sprint, den ihren Vater ausgezeichnet hatte, trotzdem noch knapp den Sieg aus den Hufen von Powerfull Breeze reißen. Das war sehr beeindruckend und die Hoffnungen auf das Guineas Rennen 2020 waren groß, jedoch behinderte die Corona Pandemie die Vorbereitungen und Planungen erheblich und Quadrilateral musste ihr Debüt in der neuen Saison gleich im eigentlichen ersten Saisonziel, dem Guineas 1000 absolvieren, Das Rennen war auf Grund der Pandemie nach hinten verschoben worden und viele der Konkurrentinnen an dem Tag machten ebenfalls ihren ersten Start der Saison, so dass gespannt gewartet wurde, wer sich am Ende durchsetzen könne würde.

Auch Quadrilateral schien es kaum erwarten zu können und ging ziemlich energisch an die Sache heran, so dass ihr Jockey Jason Watson Probleme hatte sie zu zügeln und ins Rennen zu integrieren. Auf dem guten Untergrund hatte sie am Ende nicht die Schnelligkeit um an Love dran zu bleiben, die dem Feld mit über 4 Längen davonsprengte.

heute dürfte sie zum Einen etwas fitter sein, zum anderen bekommt sie auch einen Untergrund, der ihr etwas besser liegen sollte, ich bin also sehr gespannt wie sie hier abschneiden wird.

 

Alpine Star: Die Sea The Moon Tochter wird von Jessica Harrington trainiert und hat die Erwartungen in sie in ihrer ersten Saison voll erfüllen können. Den guten Eindruck aus ihrem ersten Rennen unterstrich sie mit einem Sieg in ihrem Maidenrennen gegen die spätere Gruppensiegerin Santiago.

Danach kämpfte Alpine Star hart um den Sieg im Gruppe 2 Debutante Stakes im August in Curragh erringen zu können, konnte am Ende aber das Duell mit Petite Mustique mit einem Kopf knapp für sich entscheiden.

Sie hat einen guten Stammbaum und man darf gespannt sein, was Jessica Harirngton über die sehr lange Pause von fast einem Jahr aus ihr heraus geholt hat – da sie hier als eine der Favoritinnen aufläuft, müssen die Buchmacher und Punter einiges auf sie geben…

 

Sharing: Die Corona Krise treibt manchmal seltsame Blüten, so verirrt sich dieses Jahr eine amerikanische Stute nach England, da die eigene Saison in Amerika noch etwas ins stocken geraten ist. Sharing ist dabei durchaus eine ernst zu nehmende Gefahr, nachdem sie alle Rennen anchihrem Debüt hatte gewinnen können – und unter anderem sogar das Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf! Ganz nebenbei gewann sie letztes Jahr auch noch das Selima Stakes auf Listed Ebene und legte dieses Jahr nach einer langen Zwangspause im Tepin Stakes in Churchill Downs auch noch einmal nach – ebenfalls auf Listed Ebene.

Sie hat damit nichts von ihrer Form verloren und die Art, wie sie letztes Jahr das Breeders‘ Cup Juvenile Fillies Turf für sich entschieden hat war schon sehr beeindruckend. Ich denke sie hat hier in England gute Chancen wenn sie mit dem Wechsel über den großen Teich keine Probleme hat!

 

Run Wild wäre ohne den Sieg im EBF Pretty Polly Fillies‘ Stakes vorletzet Woche nicht der Rede wert von den gezigten Leistungen. Sie war zwar sehr fleissig im letzten Jahr in England und Frankreich und sammelte einen vierten Platz im Gruppe 2 May Hill Stakes und einen zweiten Platz im Gruppe 3 Prix des Réservoirs ein. Aber all das war nicht genug, um wirklich in Aufregung über Run Wild zu geraten, dann kam jedoch das Debüt beim Pretty Polly Fillies Stakes, wo sie von der Front das Feld dominierte und mit einem kleinen Tempowechsel spielend leicht einen großen Vorsprung herausholte – das war beeindruckend, und wir werden hier sehen, wie viel diese Form wert ist. Die Quote ist nach diesem Sieg noch überraschend hoch für sie.

So Wonderful bestätigte ihre beständig gute Form nach der langen Pause in das neue Jahr mit einem dritten Platz im Irish 1.000 Guineas und könnte hier erneut einiges an Preisgeld einsammeln, schließlich hat sie mehr als genug Erfahrung in Gruppenrennen und konnte sich zudem schon zwei mal auf Gruppe 1 Ebene platzieren – im Irish 1.000 Guineas und dem Moyglare Stud Stakes 2019!

 

Mit so viel möglichen Improvern und zweiten Starts in der neuen Saison sehe ich das Debüt von Alpine Star etwas kritisch. Quadrilateral wird sicher um den Sieg laufen, aber mit Konkurrenz um die Führung in Form von Run Wild wird sie vielleicht taktische Probleme bekommen, und da bieten sich eben jene Run Wild und die Amerikanerin Sharing zu deutlich besseren Quoten durchaus an. Trifecta aus Sharing, Run Wild und So Wonderful? Vielleicht, die Quote gibt es her, auch wenn ich Quadrilateral fast sicher unter den ersten drei sehe und Alpine Star stark gehandelt wird


19.06.2020 – Royal Ascot – Norfolk Stake – Pick: Eye Of Heaven / Lipizzaner

Pferderennen in England

15:25 Norfolk Stakes – Gruppe 2

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Für 2jährige Pferde  |  Distanz: 1.006 m  |  Preisgeld: 50.000 GBPFlachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Eye Of Heaven: Mark Jonston führt den  Exceed And Excel Sohn ins Feld, der nach seinem Sieg über Get It Anfang des Monats wohl als Favorit in das Rennen gehen wird. Eye Of Heaven gewann das 1006m Rennen auf gut bis festem Untergrund mit einem starken Lauf aus der Mitte der Bahn heraus. Fankie Dettori wollte ihm wohl von Anfang an einen freien Blick auf das Ziel geben, denn Eye Of Heaven schien nicht einfach zu führen zu sein, dafür ist er aber kräftiger und großer Hengst, der einen ziemlichen Antritt hat, wenn er mal losgelassen wird. Da Johnston ihn erst nach dem Sieg für das Rennen hier nominiert hat, und der Trainer weiß was er tut, sind die Erwartungen zu recht hoch.
Lipizzaner: Aiden O’Brien reitet mal wieder eine Erfolgswelle und wenn er einen seiner Schützlinge hier ins Feld führt, muss man nicht zwei mal überlegen, ob er gute Chancen auf den Sieg hat –  und da ist es egal ob er als einer der Favoriten aufläuft oder nur die zweite Geige auf dem Papier ist.
Der Uncle Mo Sohn Lippizzaner jedenfalls hat mit zwei Rennen für das Feld hier schon recht ordentlich Erfahrung sammeln können, allerdings fehlte ihm auch noch der erste Sieg – diese Erfahrung blieb ihm bisher leider verwehrt. In seinem ersten Rennen verfehlte er den Sieg nur um eine halbe Länge, und er zog zusammen mit dem Sieger Poetic Flare über vier Längen vom Rest des Feldes davon. Das machte ihn zum klaren Favoriten für sein zweites Rennen in Naas, als er über 1207m startete – allerdings lagen zwischen den Rennen gut drei Monate auf Grund der Corona Epedemie.
Mag sein, dass er in dem Rennen noch nicht ganz fit war, zunächst übernahm er auf der Zielgerade auch die Führung und es sah aus, als ob er sich absetzten können würde, aber Lucky Vega kam überraschend in der Mitte der Bahn wieder heran und überholte Lipizzaner dann auch relativ souverän  – und das obwohl er zuvor vom Tempowechsel von Lipizzaner überrascht worden war und einige Längen zurück gefallen war. Super Job von Lucky Vega, aber Lipizzaner sah lange Zeit gut aus in dem Rennen. Mit Aiden O’Brien im Rücken sollte er hart zu schlagen sein.
The Lir Jet: Der  Prince Of Lir Sohn von Micheal Bell gewann sein Debüt Rennen in Yarmouth im Juni mit fast drei Längen Vorsprung gegen Steadman. Dabei übernahm er in dem Rennen von Anfang an die Führung, geriet zwei Furlong vor dem Ziel massiv unter Duck, konnte sich dann aber über den letzten Furlong wieder absetzten und souverän gewinnen. Er wird hier Konkurrenz um die Führung bekommen, aber er schien ziemlich stark zu sein und mehr als einen taktischen Trick drauf haben. Er schlug den Favoriten und heutigen Konkurrenten Nelson Gay mit über 4 Längen und entweder der Trainer Richard Hughes hat sich in seinem Rennpferd getäuscht oder Nelson Gay ist zu wesentlich besserem fähig, als er bisher gezeigt hat
Golden Pal: Der Uncle Mo Sohn von Trainer Wesley Ward belegte bei seinem einzigen Rennen bisher einen soliden zweiten Platz, hatte aber gegen Ende des Rennens nicht mehr die Kraft um gegen Gatsby gegen zu halten. Das war im April, er hatte Zeit zu reifen und sollte hier stärker sein. Das selbe gilt auch für Imperial Force, der in Newmarket bei seinem Debüt ebenfalls einen zweiten Platz belegen konnte. Es war keine Ausnahmeleistung sondern mehr Arbeitssieg, aber aus seiner Linie stammen einige 2yo Sieger und der Trainer ist auch recht erfolgreich mit seinen sehr jungen Startern
Jojo Rabbit macht heute sein erstes Rennen auf dem Rasen, nachdem er seine letzten beiden über den Allwetteruntergrund absolviert hat. Der Wechsel zusammen mit dem härteren Umfeld heute wird ihm sicher Probleme bereiten

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