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29.11.2020 – Fairyhouse – Hatton’s Grace Hurdle – Pick: Honeysuckle

Pferderennen in Irland

15:35 Hatton’s Grace Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.023 m  |  Preisgeld: 100.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Und auch das zweite Gruppe 1 Rennen, welches wir uns anschauen wollen, hat auf dem Papier nur einen möglichen Sieger, bzw. Siegerin – Honeysuckle.
Die Siegerin des Mare Hurdles kehrt heute zur Rennstrecke zurück und hat nicht viel Konkurrenz zu fürchten, denn die anderen bekannten Namen wie Supasundae oder Barcadys sind schon länger nicht so richtig Form und  der Newcromer Beacon Edge wird sich ziemlich strecken müssen, um gefährlich zu werden. Aber das Rennen ist zumindest spannender als das Drinmore zuvor, denn ganz ausgeschlossen, dass hier einer Konkurrenten doch zur Form aufläuft und Honeysuckle nach der langen Pause nicht 100% topfit ist, ist es nicht – You have been warned!
Die Starter

Honeysuckle: Die Sulami Tochter von Trainer Henry De Bromhead hat sich in ihrer noch recht kurzen Karrier ebisher keinen Aussetzer geleistet und gewann jedes Ihrer Renne, sogar den bisher schwersten Test im Mares Hurdle gegen Benie Des Dieux!.

Begonnen hat die Siegesserie im November 2018 begonnen, wo sie in Fairyhouse ein Maidenrennen mit 12 Längen gewann und der Konkurrenz über die 4023m auf gutem Boden keine Chance lies.  Der Sieg war derart beeindruckend gewesen, dass sie auch im Belle Mares Novice Hurdle auf Listed Ebene einen Monat später als Favoritin startete, auch wenn die Distanz deutlich kürzer war. Die Konkurrenz war natürlich etwas stärker und sie musste auch gegen eine Siebenjährige antreten, die aber keine Chance hatte an die Siegerin heran zu kommen. Vor der eigentlich geplanten Teilnahme am Festival lief sie dann noch im Gruppe 3 Solernia Mares Hurdle auf, wo sie gegen Tintangle und Awayinthewest heran musste. Das war ihr erster wirklicher Test gegen einige vielversprechende Konkurentinnen, denen Honeysuckle aber keine Chance lies. Honeysuckel hielt sich an der Front des Feldes über die meiste der Distanz, beschleunigte dann aber drei Hürden vor dem Ziel und übernahm die Führung beim Sprung über die drittletzte Hürde, welcher beim Einbiegen in die letzte Kurve noch ein wenig länger wurde. Beim Anstieg vor der letzten Hürde setzte sich Honeysuckle noch ein wenig weiter ab, hatte sich aber wohl dort etwas verausgabt und der letzte Sprung über die Hürde war ziemlich unbeholfen, was aber nichts am dominanten Sieg änderte.

Das Festival verpasste sie leider 2019, aber sie machte sich noch auf zum finalen Abschluss der Saison in Irland auf dem Kurs in Fairyhouse, wo sie im EBF Mares Hurdle startete. Auch die Siegerin des Mares Novices‘ Hurdle beim Festival lief in Irland mit auf, aber Eglantine Du Seuil hatte ebenfalls keine Chancen. Auch hier hielt sie sich an der Front, auch wenn sie die Führung selbst anderen überließ. Caravation und Moskovite versuchten das Tempo zu setzen, wobei Moskovite das Rennen am Ende nicht einmal beenden konnte. Honeysuckle hingegen hatte kein Problem die Führung auch bis zum Ziel zu behaupten, nachdem sie zwischen der zweiten und dritten Hürde die Führung übernommen hatte. Nach der vorletzten Hürde kämpfte sich Tintangle an sie heran, aber Honeysuckle unter Rachel Blackmoore setzte sich mit einem nur moderat hartem Ritt ab und konnte sich am Ende über einen ungefährdeten 5,5 Längen Sieg freuen.

Nach der Sommerpause ging es dann in in Fairyhouse los gegen relativ unspannende Konkurrenz, dafür war aber das Hatton’s Grace Hurdle auf Gruppe 1 Ebene drei Wochen später in Fairyhouse wesentlich spannender, schließlich liefen auch Konkurrenten wie Barcardys und Apple’s Jade dort auf. Allerdings zeigte Apple’s Jade erst ein Rennen später was sie wirklich kann, dafür war Barcardys zuvor in absoluter Bestform aufgelaufen und hatte sich im Gruppe  2 Lismullen Hurdle  zuvor schon gegen Apple’s Jade mit über 9 Längen durchsetzen können. Damit war die Zusammenstellung für das Rennen hochinteressant.

Das Rennen nahm an der drittletzten Hürde so richtig an Fahrt auf, als Barcardys an die Front des Rennens ging und die beiden Stuten Apple’s Jade und Honeysuckle zum Angriff ansetzten. Apple’s Jade sah zu diesem Zeitpunkt richtig stark aus und es sah alles nach einem epischen Duell zwischen den beiden aus, allerdings brach dann Apple’s Jade in sich zusammen und fiel schnell wieder hinter Barcardys zurück, der sich zwischen den letzten beiden Hürden als hartnäckiger Gegner erwies, dann aber Honeysuckle ziehen lassen musste, die sich beim Run In noch um neun Längen absetzten konnte, und Kommentator Jerry Hannon rief zurecht aus: „This is a special Mare!“

Und Honeysuckle war noch nicht fertig, sondern setzte ihre ungeschlagene Siegesserie weiter fort, als sie im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle startete. Hauptgegner war eigentlich Sharjah, die aber Honeysuckle nichts entgegen zu setzen hatte, ganz im Gegensatz zum Außenseiter Darver Star und Petit Mouchoir, die nur sehr wiederwillig der Favoritin platz machten. Petit Mouchoir führte das Feld über die 3219m an und beim Einbiegen in die Zielgerade versuchte Honeysuckle kurzen Prozess mit dem Front Runner zu machen, allerdings sprang sie an der letzten Hürde so schlecht, dass Petit Mouchoir direkt wieder neben ihr auftauchte und auch Darver Star holte auf der Zielgeraden noch gehörig auf und wurde Honeysuckle noch gefährlich.

Das war ein Warnzeichen für das Mares Hurdle beim Cheltenham Festival, denn würde ihr so ein Patzer in dem Rennn gegen die Weltklasse-Stute Benie Des Dieux passieren, wäre das Rennen gelaufen, denn Momentum auf der Zielgeraden den Hügel hoch ist essentiell bei jedem Rennen beim Cheltenham Festival.

In dem Rennen führte Stormy Ireland das Feld über die Distanz, allerdings war das Feld dicht gepackt und Honeysuckle war einige Male fast gleichauf, obwohl keiner vor dem Einbiegen in die Zielgerade die Front Runnerin angreifen wollte. Bei dem Einbiegen wurde es aber spannend, denn Honeysuckle zog unter Rachael Blackmore geschickt nach innen und sparte einiges an Platz, während Benie Des Dieux Stormy Irleand außen überholte und dadurch einige Meter verlor, die sie nun auf Honeysuckle aufholen musste. Sie zog auch heran, aber Honeysuckle tat immer genug, um die Konkurrentin auf Abstand zu halten. Die beiden hatten den Zieleinlauf auch komplett für sich, da kam niemand anders mehr heran, und Honeysuckle konnte beweisen, dass ihre Form zuvor auch gegen die besten Stuten des Landes halten kann.

Heute macht sie also nach langer, Corona bedingter Pause ihr Debüt gegen männliche Konkurrenz, aber sie sollte das Rennen dennoch gewinnen können, wenn sie in der Pause nichts von ihrer Form verloren hat – das war 2019 kein Problem, also sollte es auch 2020 funktionieren.

 

Bacardys: Der Coastal Path Sohn von Willie Mullins begann seine Karriere im Jahr 2015 nach zwei Starts in der Provinz mit einem Sieg in Leoparstowne in einem normalen Rennen, bevor es direkt in das Champion Bumper beim Cheltenham Festival ging, wo Barcardys einen beeindruckenden dritten Platz erringen konnte und dammt einige bekannte Namen wie Augusta Kate oder Avenir D’une Vie hinter sich lassen konnte. In der selben Saison ging es dann noch in das Gruppe 2 Weatherbys Private Bank Champion Standard Open National Hunt Flat Race, wo Barcardys überraschend den Sieg feiern konnte und damit den Champion Bumper Sieger Ballyandy auf den vierten Platz schicken konnte.

Bacardys startete dann noch im Attheraces.com Champion INH Flat Race in Punchestown, wo allerdings Moon Racer trotz des letzten beeindruckenden Sieges nicht als Favorit auflief, diese Rolle wurde Moon Racer zugdacht, der auch tatsächlich deutlich vor Bacardys ins Ziel einlief – geschlagen nur vom Außenseiter Blow By Blow. Tja, die Bumper Rennen sind auf Gruppe 1 Ebene immer so eine Sache und auf Grund der Altersstrucktur nicht immer fair oder Durchschaubar, interessanter ist da schon eher, wie die Teilnehmer in den nächsten Jahren so in den Gruppenrennen abschneiden.

Bacardys scheiterte im ersten Rennen noch, lief dann aber im zweiten Versuch wie erwartet zum Sieg und machte sich im Februar auf in die Vprbereitung für das Cheltenham Festival. Der Versuch im Deloitte Novices Hurdle auf Gruppe 1 Ebene war auf dem Papier etwas hoch gegriffen, aber der klare Favorit Saturnas scheiterte spektakulär und öffnete das Rennen für den Rest des Feldes, und Bacardys zog vollen Profit aus dem Ausfall des Favoriten und gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen im ersten Anlauf. Beim Cheltenham Festival im Gruppe 1 Neptune Novices‘ Hurdle zeigte sich dann allerdings, dass die viel stärkere Konkurrenz und die weitere Distanz doch noch ein bisschen zu viel für ihn waren.

200m runter und auf den Kurs in Punchestown gewechselt lief es dann wieder besser und einem extrem spannenden Finish konnte er sich gegen Finan’s Oscar durchsetzen, der vor der letzten Hürde wie der sichere Sieger aussah. Finian’s Oscar hatte sich fast spielend an die Front des Feldes gesetzt und unter minimalem Druck seines Jockeys Robbie M. Power mehrere Längen Abstand auf die Verfolger gewonnen. Bacardys wurde währenddessen schon längst von Patrick Mullins hart angetrieben, machte aber einen super Sprung an der letzten Hürde und nahm alles Momentum in den Schlusssprint mit und gewann verdient mit einer Nase vor dem klaren Favoriten, der nicht wusste wie ihm passiert war.

Mit diesem Sieg im Rücken ging es in die Winterpause 17/18, die im November 17 mit dem Debüt in der Chase Disziplin beendet wurde, was aber in einem ziemlich ernüchternden dritten Platz endete. Beim nächsten Beginners Chase, dem Midland Solicitors Beginners Chase stürzte er und brauchte bis zum Cheltenham Festival 2018 um sich davon zu erholen – wo er sich gleich das nächste Mal auf die Nase legte.

Die Saison zum Vergessen nahm im Champion Stayers Hurdle ihren Fortgang, wo Bacardys auf dem vorletzten Platz in Ziel einlief. Die Entscheidung in die Chase rennen zu gegen hatte sich absolut nicht bezahlt gemacht und auch bei der zweiten Saison im Mongey Communications Beginners Chase erging es ihm nach einer siebenmonatigen Pause nicht besser, denn obwohl er gegen die leichte Konkurrenz als Co Favorit auflief, kam er erneut nur abgeschlagen auf einem siebten Platz ins Ziel – aber wenigstens scheiterte auch der eigentlich Favorit Any Second Now deutlich nach der Sommerpause.

Im Ballymaloe Foods Chase danach, einem weiteren Beginners Chase, startete Bacardys erneut als Favorit, so ganz hatte man ihn nach seinen Erfolgen im Jahr 2017 noch nicht abgeschrieben, aber dies war nun das vierte Chase Rennen innerhalb von 13 Monaten, in dem Bacardys stürzte – die Hindernisse lagen im zu dieser Zeit definitiv nicht, da war der sechste Platz im Stayers Hurdle beim Cheltenham Festival schon so was wie ein Achtungserfolg, egal dass er keine Rolle um den Sieg oder die ausbezahlten Plätze spielte

Ein echtes Ausrufezeichen, sein erstes in der bisherigen Chase Karriere, setzte er dann im Gruppe 1 Champion Stayers Hurdle im Mai 2019 über 4823m auf gut bis weichem Untergrund. Eigentlich als einer der Außenseiter gehandelt, erkämpfte sich Bacardys einen soliden zweiten Platz hinter Unkowhatimeharry und noch vor dem Favoriten Bapaume. Endlich konnte Bacardys zeigen was er auch über die kleineren Hürden kann und er machte im Lismullen Hurdle nach der Sommerpause genau da weiter wo er aufgehört hatte.

Wieder zeigte sich Bacardys als Favoritenschreck, denn die mehrfache Gruppe 1 Siegerin Apple’s Jade war die klare Favoritin des Rennens und hätte eigentlich dominieren müssen, wenn man ihre Form mit zwei Gruppe 1 Siegen im Frühjahr betrachtete, aber die lange Pause schien auch ihr nicht zu bekommen und sie beendete das Rennen auf einem abgeschlagenen zweiten Platz hinter dem klaren Sieger Bacardys. Beide machten sich danach auf in das Hatton’s Grace Hurdle, wo die Favoritin Honeysuckle alles dominierte und das kleine Feld, welches bis zur vorletzten Hürde eng beeinander lief, schnell auseinanderzog und einsam und unangefochten mit neun Längen Vorsprung gewann.

Im Gruppe 1 Frank Ward Memorial Hurdle wurde Barcardys überraschend deutlich von der wieder zur Form zurück gekehrten Apple’s Jade geschlagen und fand nie in das Rennen, auch wenn er zuvor als Favorit gehandelt wurde – er konnte in diesem Rennen nie seine Rolle ausfüllen, was auch an der stark auflaufenden Konkurrenz lag, der Barcardys einfach nicht seinen Stempel aufdrücken konnte. Dass er aber auch in sehr starken rennen eine Rolle spielen konnte, zeigte er dann wieder drei Monate später beim Cheltenham Festival im Stayers Hurdle, wo er auf einen sehr guten dritten Platz in das Ziel einlaufen konnte. Dabei sah es zunächst nach einem Kantersoieg von Apple’s Jade aus, die zum Teil ewig weit vor der Konkurrenz herlief und scheinbar nach Belieben das Rennen dominieren könnte, dann jedoch brach die Ausdauer von Apple’s Jade eine und die Stute kam zum Feld zurück und wurde förmlich vom Feld einfach geschluckt, nichts war mehr da, womit Apple’s Jade noch dagegen ankämpfen konnte. Linsnagar Oscar dagegen strafe seine Rolle als Außenseiter Lügen und stürmte an die Front, gefolgt von Ronald Pump, einem anderen Außenseiter, während Barcardys mit einer letzten Kratfanstrengung den knappen dritten Platz für sich retten konnte. Starker Lauf von dem Veteranen, und ich traue ihm auch hier einen Platz zu, und ich erinnere an seinen Sieg über Apple’s Jade im Lismullen Hurdle letztes Jahr um diese Zeit!

Supasundae Der Galileo Sohn hat sich das erste Mal ins Gespräch gebracht, als er Apple’s Jade im Christmas Hurdle 2017 (!)  um ein Haar die Show hätte stehlen können. Nur ein immenser Kraftaufwand der Wundertsute und haushohen Favoritin auf den letzten Metern brachte ihr den Sieg um eine halbe Länge gegen den 8/1 Außenseiter Supasundae ein, und dass, obwohl sie deutlich leichter unterwegs war.

Dann kam es zum Aufeinandertreffen mit Faugheen im Gruppe 1 Irish Champion Hurdle 2018, und dieses Mal gelang die Überraschung. Faugheen kämpfte aber Supasundae hatte ab der letzten Hürde klar die Oberhand gewonnen und deklassierte den klaren Favoriten mit über zwei Längen. Supasundae war das gesamte Rennen über stark aufgelaufen und sprang die Hürden extrem sauber und seine Chancen standen im Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival durchaus gut. Dort war es aber Penhill, der ihm den Sieg streitig machen konnte, obwohl die beiden fast gleichzeitig über die letzte Hürde gingen. Generell war es ein Pulk von Startern, die sich zusammen über die letzte Hürde schwangen und das Rennen wurde erst auf dem Zieleinlauf entschieden.

Penhill hatte noch am meisten übrig auf den letzten Metern und gewann am Ende mit zwei Längen vor Supersundae, der vor dem Rennen durchaus nervös aussah. Seine Form aus den letzten Rennen war beeindruckend und auf besserem Untergrund im Aintree Hurdle sollte es dann endlich mit dem nächsten Sieg klappen, aber wieder hatte ein anderer Starter am Ende die Nase vorn, dieses Mal war es L’Ami Serge die Supasundaeu einen Strich durch die Rechnung machte. Supasundae war als Favorit gestartet und so langsam wurde seine Eigenschaft, immer mindestens von einem anderen Starter geschlagen zu werden, zum Problem . Für seine Fans kam dann aber die Wiedergutmachung im April im  Punchestown Champion Hurdle, als sowohl Melon als auch Samcro neben ihm an der vorletzten Hürde stürzten. Der Doppelausfall rechts wie links verschaffte Supasundae den nötigen Vorteil um seine Führung nach dem letzten Spring noch weiter auszubauen und zu seinem zweiten Gruppe 1 Sieg nach dem Irish Champion Hurdle zu führen.

Damit ging es in die Sommerpause, die mit einem Start im Dezember im Hatton’s Grace Hurdle beendet wurde. Das Rennen wurde komplett von Apple’s Jade dominiert, aber Supersundae konnte sich einen soliden zweiten Platz sichern und schlug dabei Limini und Bapaume, was ihn gegen Sharjah und Melon zum Favoriten des Gruppe 1 Ryanair Hurdle machte. Auch dieses Mal konnte Supasundae sich gut präsentieren, allerdings war es mit Sharjah ein anderer Starter der für eine Überraschung sorgte und besser lief, als alle erwartet hätten. Sharjah übernahm das Kommando an der vorletzten Hürde und lies Supasundae keine Chance wieder an sich heranzukommen.

Im Februar lief Supasundae dann wieder gegen Apple’s Jade im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle auf und auch wenn er über den gut bis weichen Untergrund der Favoritin nicht viel zusetzen konnte, sicherte er sich immerhin einen guten zweiten Platz noch klar vor Petit Mouchoir und Melon. Den Konkurrenten Petit Mouchoir konnte Supasundae im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle im Februar 2020 dann nach gut neun Monaten Pause leider nicht noch einmal schlagen, das Rennen wurde allerdings ohnehin von Honeysuckle dominierte, die als Favoritin gestartet war und sich am Ende den Sieg auch sichern konnte – wenn auch mit mehr Mühe als man von ihr erwartet hätte.

Supasundae enttäuschte ein wenig während des Rennens und seine Ausbeute an Siegen aus den letzten Jahren ist eher mau – allerdings steht im Jahr 2018 ein zweiter Platz im Stayers‘ Hurdle im Buch – und die Leistung im Punchestown Champion Hurdle im Mai 2019 war ebenfalls beeindruckend. Danach folgte allerdings das Tal der Tränen mit der erwähnten Niederlage gegen Honeysucke sieben Monate später und einer klaren Niederlage im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival….. und leider ging es nach der langen Pause bis zum Start in der Saison 20/21 so weiter, denn sowohl sein erster Versuch im Gruppe 2Lismullen Hurdle reusltierte in einer klaren Niederlage, als auch der nächste Start im Morgiana Hurdle nur eine Woche später. Er kann mehr als er im letzten Jahr gezeigt hat, aber mit bereits zwei Rennen in dieser Saison muss man sich fragen, was er noch zu geben hat


29.11.2020 – Fairyhouse – Drinmore Novice Chase – Envoi Allen für 10% Gewinnmarge

Pferderennen in Irland

14:35 Drinmore Novice Chase – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.023 m  |  Preisgeld: 70.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich
Eigentlich ist das Drinmore Novice Chase dieses Jahr eines Gruppe 1 Rennens unwürdig, Das traditionsreiche Rennen zieht eigentlich Jahr um Jahr die hochinteressanten neuen Chaser an, die sich einen Namen für das Cheltenham Festival machen wollen, aber dieses Jahr gibt es zumindest auf dem Papier vorab nur ein einziges Rennpferd, welches Ansprüche auf einen Gruppe 1 Sieg beim Festival im März anmelden kann: Envoi Allen. Der Neu-Chaser von Gordon Elliot hatte zu beginn des Monats einen erfolgreichen Start in die neue Saison feiern können – und damit auch seinen erst Sieg in einem Chase Rennen. Der gelang in dem Beginner Chase erwartungsgemäß recht einfach und es gibt keinen Grund, warum er heute hier nicht gewinnen sollte. 12-20% Return on Onvestment bei der Wette heute ist mit der deutschen Wettsteuer (danke, Merkel!) zwar eine Frecheit, aber es gibt keine Chance, einen der anderen Konkurrenten vorzuziehen.
Assemble schaffte letztes Jahr als beste Platzierung einen dritten Platz im Gruppe 3 Markaye Contracts Ltd Michael Purcell Memorial Novice Hurdle und gewann seinen Einstand in der Chase Disziplin dieses Jahr auf diesem Track hier – allerdings denkbar knapp gegen Opposites Attract, der nicht unbedingt zu besten gehört, was England in der Chase Klasse zu bieten hat. Da sehe ich doch eher Home By The Lee auf dem zweiten Platz, der zumindest nach erfolgreichem Einstand in die Chase Disziplin das Gruppe 3 Paddy Power From The Horses Mouth Podcast EBF Novice Chase gewinnen konnte und damit eine bessere Leistung zeigte, als im Vorfeld des Rennens erwartet worden war. Zeigt er heute die selbe Form (ich meine, Distanz und Boden sind identisch), sehe ich ihn klar auf dem zweiten Platz. Kleine 1-2 Wette?
Der Favorit:

Envoi Allen: Der Muhtathir Sohn von Gordon Elliot hat sich in seiner Karriere bisher komplett schadlos gehalten und jedes seiner Rennen gewonnen, dementsprechend sind die Hoffnungen für das Festival hier hier hoch – und alles andere als sicher, in welchem Rennen Envoi Allen wohl starten wird. Das Supreme Novices Hurdle ist allerdings ein guter Tipp für den endgültigen Startplatz von Envoi Allen.

Die Karriere von Envoi Allen begann im Februar 2018 auf dem Kurs in Ballinaboola in einem PTP Rennen, welches er gleich einmal mit zehn Längen Vorsprung gewinnen konnte. Er führt das kleine Feld früh an und sprintete 4 Furlong vor dem Ziel den Verfolgern davon. Der Einstand in die Rennszenen war damit mehr als geglückt, Envoi Allen hatte zeigen können, dass er mehr als talentiert ist 301 Tage sollte es dauern, bis wir Envoi Allen wieder sehen sollten, erst dann startete er in Fairyhouse in einem NHF Rennen für die Vierjährigen, und wieder konnte Envoi Allen zeigen, was er kann. Envoi Allen ging das Rennen dieses Mal anders an und blieb zunächst im hinteren Bereich des Feldes und lies sich bis 2f vor dem Ziel Zeit, um seinen Angriff anzusetzen und am Ende wieder locker zu gewinnen.

Mit dem erfolgreichen Saisoneinstieg ging es danach in das Future Champions Flat Race auf Listed Ebene, welches Envoi Allen trotz besserer Konkurrenz als klarer Favorit bestritt und wie erwartet am Ende auch locker gewinnen konnte. Midnight Run war der engste Verfolger auf dem letzten Furlong, allerdings ohne die Chance sich an die Fersen von Envoi Allen zu heften, der mit vier Längen Vorsprung gewann und danach das Gruppe 2 Matheson (C & G) I.N.H. Flat Race in Leopardstown ins Auge fasste.

Das Gruppenrennen war für Envoi Allen ein echter Test, auch wenn auf dem Papier zunächst kein klarer Konkurrent für ihn auszumachen war, allerdings gab es gleich eine ganze Reihe wie Meticulous, Emittered oder Beacon Edge, die nur sehr wiederwillig nachgaben und Envoi Allen musste von Mr J J Codd hart angetrieben werden, um seinen Vorsprung bis zum Ziel halten zu können. Für einen haushohen Favoriten war das ein ziemlich mühseliger Lauf und seine Chancen für das Weatherbys Champion Bumper waren im Vorfeld als nicht mehr ganz so überragend eingeschätzt worden – Envoi Allen startete beim Cheltenham Festival immer noch als Favorit, allerdings saßen ihm andere Starter wie Blue Sari quotentechnisch Eng im Nacken, nachdem dieser zuvor die Konkurrenz in einem wertvollen NHF Rennen deklassiert hatte.

Vor dem Rennen sah Envoi Allen fantastisch auf, stark, groß, kräftig und mehr als bereit im nächsten Jahr die Hindernisse anzugehen, aber vorher war da noch das kleine Problem des Champion Bumpers der vor Envoi Allen bevorstand. In dem Rennen lief Envoi Allen außen im Feld an de Seite der Tribüne, das große Feld war aber ohnehin weit über die Strecke verteilt und dicht gepackt, so hatte Envoi Allen wenigstens freie Bahn und wurde beim Schlussssprint nicht behindert. Den konnte er ansetzten, als Abracardabra an der Front die Kraft ausging und bevor sein härtester Verfolger Blue Sari zur Verfolgung ansetzte, was ihm die notwendige Länge Vorsprung einbrachte, die Envoi Allen bis zum Ziel unter hartem Ritt von J J Codd aufrechterhalten konnte.

Mit dem Erfolg im größten und wichtigsten Bumper ging es in die Winterpause, die Envoi Allen in der Saison 2019/20 mit einem Start im Tayto Group Maiden Hurdle in Down Roayal im November beendete. Dort konnte er wenig überraschend einen weiteren lockeren Sieg feiern und sich danach voll auf das Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle im Dezember 2019 konzentrieren, in dem er erneut als Favorit gegen seinen alten bekannten Abracadabras rand musste.  Der Konkurrent flog an der letzten Hürde heran, erwischte aber nicht den besten Sprung und Envoi Allen konnte nach dem letzten Sprung noch einmal mehr aus sich heraus holen und sich knapp anderthalb Längen absetzten.

Vor dem Festival nahm Envoi Allen dann noch am Gruppe 1 Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle teil, welches im Januar 2020 stattfand. Es gab einige alte Bekannte in dem Rennen, aber die meisten hatte Envoi Allen zuvor schon deklassieren können und der Lauf war trotz Gruppe 1 Niveaus mehr Trainingslauf als echte Herausforderung. Besonders hoch sprang Envoi Allen über die Hindernisse meist nicht, dafür waren die Sprünge schnell und nach Aufforderung seines Jockeys Davy Russel schloss er schnell auf den Front Runner Elixir D’ainay auf und setzte sich am Ende souverän ab. Kleiner Wermutstropfen war, dass Envoi Allen eine Weile angetrieben werden musste bevor er sich fast 4 Längen absetzten konnte, dafür war der Sieg aber sehr souverän und er setzte mit seiner Form aus der Saison 19/20 klar das Niveau für das Saisonfinale im Ballymore Novices Hurdle.

Für die Beobachter war das Rennen beim zuschauen spannender, als es am Ende war – was das heißen soll? Nun, das Feld war dicht gepackt und The Big Getaway sah 2 Hindernisse vor dem Ziel noch verdammt stark and er Front aus, wie er dort die Hindernisse anging und kraftvoll voranschritt. Easywork zog neben ihm gleich, während Envoi Allen dahinter nicht ganz so überzeugend aussah und scheinbar einen schweren Tag erwischt hatte. Da sah das Rennen och komplett offen aus. Davy Russel musste zur Peitsche greifen, als Envoi Allen beim Einbiegen in die Zielgerade 4 Längen auf den Front Runner verlor und scheinbar den Anschluss zu verlieren schien. Der Klapps mit der Peitsche schien Envoi Allen aber zu motivieren und er zog noch vor dem letzten Sprung mit den anderen gleich und setzte sich dann beim Run In sogar noch 4 Längen vom Rest ab. Scheinbar hatte Envoi Allen zuvor einfach keine wirklich Lust gehabt zu haben?

Dann kam die Sommerpause und der Wechsel in die Chase Disziplin. Vielleicht hätten wir ihn noch ein paar Mal bewundern dürfen in den Hürdenrennen in der letzten Saison, wenn Corona nicht zugeschlagen hätte und die Saison praktisch von selbst beendet hat.

Der Neu-Chaser von Gordon Elliot hatte zu beginn des Monats einen erfolgreichen Start in die neue Saison feiern können – und damit auch seinen erst Sieg in einem Chase Rennen. Der gelang in dem Beginner Chase erwartungsgemäß recht einfach und hier folgt mit Sicherheit der erste Gruppe 1 Chase Sieg, der den Namen aber auf dem Papier kaum verdient.


22.11.2020 – Sha Tin – The Jockey Club – Pick: Exultant

Pferderennen International

09:10 The Jockey Club Cup – Gruppe 2

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.000 m | Preisgeld: 4.500.000 HKD | Flachrennen | Geläuf: Gras

Einführung:

Ein wiederaufleben des Sa Sa Ladies Purse von vor drei Wochen, wo Furore gegen Exultant und Dances With Dragons gewinnen konnte. Heute geht es also über 200m auf dem selben Kurs und die große Frage ist, ob Furore noch einmal die selbe Form bringen kann und sein drittes Gruppenrennen gewinnen kann, oder ob wie in der Vergangenheit nach einem Sieg in ein Formtief stürzen wird. Wenn ja steht Exultant sicher bereit, und Dances With Dragons wird sicher auch ein Wörtchen mitsprechen wollen

 

Exultant: Der Teofilo Sohn von Trainer A. Cruzhat hat sich gerade im Jahr 2019 und im ersten Teil des Jahres 2020 mit einem extrem guten Lauf und insgesamt vier Gruppe 1 Siegen (wenn man den Gruppe 1 Sieg im Hong Kong Vase im Dezember 2018 mitzählt) einen Namen gemacht und im Dezember 2019 und dem Februar 2020 den Sieg im Vase 2019 und dem The Citi Hong Kong Gold Cup nur knapp verpasst. Nach der Sommerpause verpasste er allerdings den Sieg im Sa SA Ladies Purse  und es wird Zeit, dass er zu seiner alten Form zurück findet.

Exulant gewann zur Zeit seines Debüts im Jahr 2017 erst im dritten Versuch sein erstes Rennen und konnte sich danach im Gruppe 1 The Hong Kong Classic Mile auf einen vierten Platz vorkämpfen. Das Rennen war allerdings nur der Auftakt für das Gruppe 1 The Hong Kong Classic Cup, wo er als Favorit auflief und mit einem zweiten Platz durchaus zu überzeugen wusste. Auch im The Hong Kong Derby schaffte er hinter dem Sieger des Classic Cup Siegers Singapore Sling einen dritten Platz. Mit zwei solchen Platzierungen auf höchstem Niveau in zwei der härtesten Rennen für die jungen Starter hatte Exultant sich fest an der Spitze seines Jahrgangs etabliert, auch wenn der Start im The Kowloon Cup ein wenig an seiner Form kratzte.

Im Mai machte er diesen kleinen Aussetzer aber mit einem Kantersieg im The Queen Mother Memorial Cup auf Gruppe 3 Ebene mehr als wett. So konnte er die angetretene Konkurrenz rund um Orawn Baba und Eagle Way mit mindestens sechs Längen schlagen und sich damit zum Hauptkonkurrenten von Pakistanz Star im Gruppe 1 Champions & Chater Cup aufgeschwungen.

Die beiden hatten einen guten Kampf gegeneinander, aber am Ende konnte sich der Favorit mit fast zwei Längen durchsetzen, Exultant hatte den zweiten Platz aber sicher unter den Hufen und schien mit den 2400m keinerlei Probleme zu haben, auch nicht gegen bessere Pferde.

Das Gruppe 3 The Premier Plate danach war reine Formsache und wurde von ihm auch als solche behandelt. Im Sha Tin Trophy auf Gruppe 2 Ebene war er danach gegen die gestandenen Gruppe 1 Sieger Beauty Generation oder Singapore Sling klarer Außenseiter, schnitt aber mit seinem fünften Platz am Ende besser ab als von ihm erwartet worden war. Das gab ihm auch gegen den in letzter Zeit stark auflaufenden Glorious Forever eine Chance, aber erneut musste er sich mit gut zwei Längen geschlagen geben, Time Warp und Glorious Forever liefen an jenem Tag einfach zu stark auf.

Exultant konnte eine Zeit mithalten, strich dann aber erwartungsgemäß die Segel, auch weil er mit 59,3KG sehr schwer unterwegs war. Dann kam der Gruppe 2 The Bochk Jockey Club Cup zwei Wochen später, wo auch Eagle Way wieder mit von der Partie war. Dieses Mal waren die Gewichte fix verteilt und Exultant musste sich mit einem Konkurrenten herumschlagen, der ihn im letzten Rennen hatte schlagen können und nun trotz eines 3KG schlechteren Gewichtsverhältnisses eine hervorragende Figur abgeben konnte. Der zweite Platz hatte in dem Rennen dann auch den kleinen Schönheitsfehler, dass Eagle Way im letzten Rennen 3 KG leichter unterwegs war und nun unter schlechteren Bedingungen was das Gewicht anbelangt auch nun noch die Nase vorn hatte.

Eagle Way war dementsprechend auch der Außenseiter in dem Rennen während man Exultant und Glorious Forever die Favoritenrolle im The Bochk Jockey Club Cup zugedacht hatte. Beide enttäuschten ein wenig, aber Exultant zeigte einen guten Schlußkampf und konnte dabei Werther auf den dritten Platz verbannen, und das deutlich. Die Leistung machte Hoffnung auf mehr im Gruppe 1 Hong Kong Vase Anfang Dezember, wo Exultant über die 2400m startete über die er bereits das Gruppe 3 The Queen Mother Memorial Cup im Mai gewinnen konnte.

Zudem hatte er ein der Wintersaison noch nicht allzuviele Rennen absolviert gehabt und ging relativ frisch in das Renne rund um Waldgeist. Exultant rangierte interessanter Weise von den Quoten wieder vor Eagle Way, der mit den 2400m so gar nichts anfangen konnte und wie zu erwarten seine Leistungen aus dem Rennen zuvor nicht wiederholen konnte.

Exultant hielt sich im Gruppe  1 Hong Kong Vase nahe am Tempo und konnte auf der zweiten Position in die Zielgerade einschwenken, während das Feld weit auseinanderfächerte und alle zum Schlusssprint ansetzten. Lys Gracieux kam aus dem Mittelfeld und konnte sich schnell an den nun führenden Exultant herankämpfen und ihn etwa 70m vor dem Ziel auch überholen. Exultant sah es allerdings gar nicht ein und kämpfte zurück, unter einem harten Ritt von Zac Purton, der zunächst die Hand mit der Peitsche wechseln musste als Lys Gracieux links neben ihn zog.

Das Rennen war über 2400m und im Januar ging es im Gruppe 3 The Centenary Vase über „nur“ 1800m, aber auch gegen auf dem Papier deutlich leichtere Konkurrent, gab es mit Dinozzo und Glorious Forever doch nur zwei realistische Konkurrenten, die aber beide keine ernsthafte Gegenwehr leisten konnten, während Exultant einen weiteren Gruppensieg feiern konnten – wie auch einen Monat später im Gruppe 1 The Hong Kong Gold Cup, nur dieses mal eben auf Gruppe 1 Ebene, gegen die selbe Konkurrenz wie zuvor. Exultant hatte sich 200m vor dem Ziel bereits locker abgesetzt und das Rennen 100m vor dem Ziel gewonnen, nur Southern Legend konnte nur ein paar Längen gut machen, ohne für Gefahr für den Sieger zu sorgen, der nun von 1800 bis 2400m drei Gruppenrennen in Folge hatte gewinnen können.

Zwei Monate später startete er im Gruppe 1 The QE II Cup, musste da aber eine völlig andere Taktik fahren als zuvor und versuchte das große Feld von hinten aufzurollen, was ihm aber leider nicht ganz gelang, denn der Außenseiter Win Bright hatte aufgepasst und sich rechtzeitig von der Front einige Längen abgesetzt, was Exultant an der Seite des alten Konkurrenten Lys Gracieux nicht mehr ganz aufholen konnte.

Im Gruppe 1 The Champions & Chater Cup -einen Monat später passte Exultant da schon besser auf, das Feld war allerdings auch nicht ganz so groß und so weit außeinandergezogen, so dass Exultant von etwa der Mitte des Feldes starten konnte und schnell den Front Runner Time Warp eingetütet hatte. Rise High flog noch spät heran, aber Exultant hatte das Rennen 100m vor dem Ziel mal wieder fest in der Tasche und beendete damit eine hervorragende Saison für sich. Den Lauf beim Saisondebüt im The Sa Sa Ladies konnte man ihm schon verzeihen, nach einer Pause ist Exultant nicht immer in bester Form wieder gekommen, dafür war der zweite Lauf in der Saison schon deutlich besser und Exultant gewinn den The Jockey Club Cup mit Leichtigkeit. 150m vor dem Ziel zog Exultant in der Mitte der Bahn vor und setzte sich einige Längen ab, allerdings heftete sich der Derby Sieger Furore  an seine Fersen und holte noch einige Längen auf, aber konnte sich doch nicht mit Exultant messen und musste das Ausnahmepferd ziehen lassen.

Im Gruppe 2 Hong Kong Vase musste sich Exultant dann aber überraschend geschlagen geben, und dass, obwohl er auf den letzten Metern des 2400m Rennens als erster in die Zielgerade ging – aber Exultant konnte das Feld dieses Mal nicht hinter sich lassen und Glory Vase hatte Exultant 100m vor dem Ziel bereits fest im Griff und Exultant fiel auf den dritten Platz zurück. So richtig erklären kann man den Aussetzer nicht, so richtig schlecht war der Lauf aber auch nicht, und nach knapp anderthalb Monaten im nachfolgenden Gruppe 3 The Centenary Vase konnte sich Exultant wieder wie gewohnt gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Das Gruppe 3 Rennen war aber natürlich nicht das Ziel des mehrfachen Gruppe 1 Siegers, sondern das Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup im Februar, welches mit 10.000.000$ dotiert war und welches Exultant 2019 hatte gewinnen können – allerdings schaffte er es nicht, auch die Austragung im Jahr 2020 für sich zu entscheiden – dafür kam er beim Einbiegen in die Zielgerade viel zu weit nach außen und verlor noch mehr an Boden, als er ohnehin schon verlore atte, weil Time Warp als Front Runner das Feld ordentlich außeinander gezogen hatte. Exultant log förmlich heran und sammelte Pferd um Pferd ein – am Ende reichte es aber leider nicht für den Sieg, sondern nur für eine zweiten Platz.

Den Fehler so weit nach hinten zu fallen machte er im The Fwd QE II Cup nicht noch einmal und schoss an Time Warp vorbei, mit dem er lange Zeit um die Führung in dem Feld konkurriert hatte. Am Ende kämpfte sich Furore noch an ihn heran, aber Exultant blieb der klare Sieger.

Auch im Chartered Champions & Chater Cup einen Monat später hat er gegen bekannte Konkurrenten wie Furore  das Tempo bekommen, welches er braucht um am Ende an allen vorbei zu beschleunige und schaffte als Saisonabschluss einen weiteren Gruppe 1 Sieg!

Hätte er die Form halten können, wäre er sicher auch nach der Sommerpause gleich von einem Sieg zum nächsten gelaufen, daraus wurde aber zunächst nichts, denn bei seinem Debüt sechs Monate nach dem letzten Start musste Exultant eine herbe Niederlage im Sa Sa Ladies Purse hinnehmen.

Exultant sah beim Einbiegen in die Zielgerade eigentlich noch Top aus, konnte dann aber der auf der Zielgeraden nicht das Tempo von Furore mitgehen, und so richtig das Augenmerk auf sich gezogen hat Dances With Dragons, der im letzten Abschnitt des Rennens unglaublich viel Boden gut machen konnte.

Von den dreien auf den ersten Plätzen machte Exultant den schlechtesten Eindruck, aber wie wir nur zu gut wissen, ist er auch zu deutlich besserem fähig.

Time Warp: Der Archipenko Sohn von Trainer Allan Cruz ist mit seinen sieben Jahren schon ein echter Veteran in Hong Kong und hat auf dem Kurs in Sha Tin schon einige Erfolge feiern können. Dabei ist er taktisch gar nicht mal der versierteste Wallach im Feld, sondern dominiert das Feld gerne von der Front aus und versucht die Führungsposition vom Start bis zum Ziel zu halten, kann aber dann auch extrem schwer zu fangen sein.

Auf jeden Fall sorgt er ein ordentliches Tempo im Rennen.

Er begann seine Karriere in England im Jahr 2015 und lief unter seinem Stammjockey Luke Morris das erste Mal im August 2015 zur Höchstform auf, als er fünf Siege in Folge feiern konnte du dabei zwei Black Type Rennen für sich beanspruchen konnte, das Criterium de L’Quest und sechs Monate später, beim Debüt in der neuen Saison, im Prix De Ponatme. Beide Rennen gewann er überzeugend und das hat die Aufmerksamkeit seines neuen Besitzers, Martin Siu Kim Sun, auf sich gezogen. Dieser hat ihn nach Hong Kong geholt, wo er unter Cruz zunächst im Celebration Cup und dem traditionell gut besetzten Sa Sa Ladies‘ Purse auflief. Im letztgenannten Rennen war er als Favorit an den Start gegangen, misste sich aber knapp Nassa geschlagen geben, der ihn auf der Zielgeraden noch knapp einsammeln konnte und dank eines harten Kampfes mit knapp einem Nacken gewinnen konnte.

Für Time Warp ging es danach in den Bochk Jockey Club Cup und damit in ein Wiedertreffen mit Nassa, dem keine Wiederholung des Sieges über Time Warp zugetraut wurde, aber auch in das Duell mit Werther ging es für ihn in jenem Rennen und der mehrfache Gruppe 1 Sieger konnte dem Neuling in Hong Kong noch einmal einnorden und mit einem Hals Vorsprung durch das Ziel gehen, Damit hatte Time Warp sich aber auch gleich an die Spitze der Rennpferde in Hong Kong setzen können, schließlich war Werther nicht irgendwer und auch Nassa und Gold Mount, die auf den Plätzen hinter ihm folgten waren durchaus gute Gegner gewesen.

Dementsprechend war Time Warp auch unter den Favoriten des Hong Kong Cups im Jahr 2017, wo er eine beeindruckende Lektion erteilen konnte, wie man so ein Rennen als Front Runner gewinnen kann.

Er sprang gut aus den Startboxen und setzte sich mit einer Länge Vorsprung an die Front, wo er sich bis zum Einbiegen in die Zielgerade relativ ungefährdet halten konnte. Danach versuchten die anderen Rennpferde rund um Wetrher und Neorealism aber naturgemäß, den Front Runner einzusammeln und fächerten weit in die Mitte der Bahn aus. Time Warp zeiget aber einen beeindruckenden Tempowechsel und gewann am Ende ungefährdet mit über zwei Längen Vorsprung.

 Nach diesem herausragenden Erfolg konnte sich Time Warp die kleine Pause über Weihnachten gönnen und sich auf das Jahr 2018 freuen, und schon im Januar ging es weiter für ihn, als er im Stewards Cup unter den Favoriten startete. Dieses Mal konnte er die spät anfliegenden Konkurrenten allerdings nicht hinter sich halten und musste einsehen, dass dieses Rennen an diesem Tag für ihn nicht zu gewinnen war. Auch der Gold Cup in Hong Kong im Februar 2018 war auf dem Papier gegen die Sieger des letztes Rennens, Seasons Bloom und Werther, sehr schwer besetzt, Time Warp kam über die längere Distanz von 2000m aber besser in Gang und konnte sich am Ende mit gut einer halben Länge gegen die Konkurrenten behaupten.

Wie schon beim letzten Gruppe 1 Sieg gönnte sich Time Warp nach diesem Erfolg eine kleine Pause und kam erst im April mit einem Start über 1600m in der Chairmans Trophy wieder. Und wieder lag ihm die Kombination aus der Distanz der Meile und einer kleinen Pause überhaupt nicht und er konnte dem Rang des Favoriten des Rennens in keiner Weise gerecht werden. Aber auch der Schritt auf die 2000m noch im selben Monat im Queen Elisabeth II Cup half seiner Form im Frühjahr nicht weiter, so musste sich Time Warp zum zweiten Mal in Folge mit dem letzten Platz zufrieden geben, was auf Grund einer kleineren Verletzung sogleich in einer weiteren, längeren Pause mündete.

Seine Rückkehr auf die Rennstrecke feierte er dann erst sechs Monate später im Oktober in der Sha Tin Trophy, wo er gegen einige der besten Miler des Landes antreten musste. Und so startete Time Warp nach zwei schlechten Rennen im Frühjahr über die suboptimale Distanz als klarer Außenseiter, und belegte ein weiteres Mal den letzten Platz im Rennen. Nur knapp zwei Wochen später ging es dann in das Sa SA Ladies‘ Purse, um die selbe Reihenfolge von Rennen wie im letzten Jahr anzugehen.

Zwar wurde er gegen Glorious Forever als Außenseiter gehandelt, aber über die etwas weitere Distanz von 1800m und mit dem ersten Rennen in der neuen Saison hinter sich steigerte Time Warp seine Form enorm und konnte das Feld wie zu seinen besten Zeiten über die Strecke führen.

Erneut zwei Wochen später schritt er dann im Bochk Jockey Club erneut auf die 2000m hoch, was ihm auf dem Papier exzellente Chancen gegen den wieder gegen ihn anstehenden Glorious Forever sowie  Werther und Exultant gab, es war allerdings schnell ersichtlich dass es wieder einmal nicht der Tag von Time Warp war und er fiel unter seinem Jockey Zac Punton auf der Zielgeraden zu schnell zurück, so dass er von seinem Jockey ausgebremst wurde, nachdem die Siegchancen dahin waren.

Danach ging es erneut gegen Glorious Forever im Hong Kong Cup im Dezember 2018 und dieses mal versuchte Time Warp sich nicht in ein Duell um die Führung verwickeln zu lassen, was aber im Endeffekt nur dazu führte, dass Glorious Forever das Tempo nach Belieben setzten konnte und sich mit einem Tempowechsel auf der Zielgerade Time Warp entledigte und das Rennen locker gewann.

Nach dem Jahreswechsel ging es für Time Warp in den The January Cup, den er auf dem Papier relativ locker hätte dominieren sollen, aber wieder schaffte es Time Warp nicht das selbst gesetzte Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und sowohl Simply Brillant als auch Citron Spirit hatten ihn schnell im Griff, und auch im Hong Kong Gold Cup im Februar übernahmen andere den Schlusssprint und Time Warp konnte sich zurückfallen lassen, nachdem seine Arbeit als Pacemaker getan war. Der Rest der Saison verlief dabei immer nach Schema F: Das Tempo setzten oder Druck auf den Pacemaker, und dann auf der Ziellinie packen gehen – klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Champions & Chater Cup  und auch dem Gruppe 3 The Premier Plate folgten in der Saison. Besser war da schon wieder der Start nach einer längeren Pause im The Sa Sa Ladies als er den offensichtlich noch nicht ganz fitten Exultant hinter sich halten konnte und nur Southern Legend an sich vorbei ziehen lassen musste.

Die Form konnte Time Warp allerdings danach im Gruppe  2 The Jockey Club Cup nicht halten und scheiterte deutlich an Exultant und auch im Gruppe 1 Hong Kong Cup erging es ihm nicht besser. Im Gruppe 3 The January Cup im neuen Jahr versuchte Time Warp wiede das Tempo zu setzen, konnte aber nicht den dritten Kurs und Distanz Sieg von Doctor Geoff nicht verhindern und musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben.

Im Gruppe 1 The Citi Hong Kong Gold Cup über 2000m gab es um die Position des Front Runners kaum Konkurrenz, so dass Time Wap sich bequem an die Spritze des Feldes setzten konnte und die anderen über die Distanz führen konnte. Time Warp zog das Feld beständig weiter auseinander und verdarb damit sogar dem Favoriten Exultant den Tag, der am Ende nicht mehr genug Zeit hatte, um Time Warp noch vor der Ziellinie einzusammeln. An jenem Tag hatte Time Warp einen extrem guten Tag erwischt und hatte auf der Zielgeraden noch mehr als genug Kraft übrig, um sich ein wenig abzusetzen von den unmittelbaren Verfolgern, denen allen die Kraft auszugehen begann.

Wenn er in der selben Laune ist, ist er selbst für die besten in Hong Kong eine Gefahr. Aber schon beim nächsten Rennen im April konnte er das Tempo nicht halten und musste zurückstecke und im Mai im Chartered Champions & Chater Cup reichte es am Ende nur für einen letzten Platz.  Sein letzter Sieg war über 2000m und er war vor den letzten Siegen immer in eher schlechter Form, daher weiß man nie, wann er wieder zuschlagen wird, aber auf dem Papier kann man ihn natürlich nie empfehlen…

Furore: Eigentlich hat nach dem Pierro Sohn kein Hahn mehr gekräht, seit er nach seinem hoffnungsvollen Sieg im Hong Kong Derby 2019 nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte.
Seine Ausbeute an Siegen ist etwas dünn, zugegeben, aber da waren einige sehr knappe Platzierungen dabei, die ohne weiteres auch Siege hätten werden können!
Die Karriere von Furore begann mit einer Serie von Siegen 2018 und einem sehr guten dritten Platz beim Rosehill Guineas Trophy im März 2018 in Rosehill, bevor ihr das erste Formtief ereilte und er im Gruppe 1 Harrolds Australian Derby nur einen sechsten Platz erreichen konnte, noch einen Platz schlechter lief es dann im The Lukfook Jewellery Cup. Der erste richtigeLichtblick kam dann im Hong Kong Classic Mile in Form eines soliden 2,5 Längen Sieges über die Distanz der Meile. Eine sehr gute Leistung, die aber schon im nächsten Rennen passé. Dann aber kam der Sieg im Hong Kong Derby, der Furore zum Gruppe 1 Sieger machte.
Auch der Sieg im Derby kam ziemlich überraschend, denn davor war er im Harrolds Australian Derby klar geschlagen worden, aber auch nach dem ersten Gruppe 1 Sieg folgten klare Niederlagen im The QE II Cup, dem The Sa Sa Ladies  oder dem The Celebration Cup.
Der Start im Gruppe 2 The Jockey Club Cup über 2000m im November 2019 war allerdings ein kleiner Lichtblick mit einem guten zweiten Platz inter Exultant, und obwohl Furore danach wiede in das Tal der Tränen stürzte, war sein letzter Start im The Chairman’s Trophy hinter Beauty Generation in diesem Monat gar nicht so schlecht – er holte auf der Zielgerade noch gut auf, und Beauty Generaion hatte in diesem Rennen alle Hände voll zu tun, die Verfolger Ka Ying Star und Southern Legend auf Abstand zu halten – und da Furore nicht weit hinter diesen ins Ziel einlief, war es auch keine absolute Überraschung, dass er im The Fwd QE II Cup nch zu Erfolgung von Exultant ansetzte, der sich von Time Warp gelöst hatte.
Furore sah im The Fwd QE II Cup eigentlich fertig mit dem Rennen aus, schließlich musste sein Jockey Karis Teetan ihn schon vor dem Einbiegen in die Zielgerade hart reiten, aber Furore fand und fand und kämpfte sich bis auf unter einer Länge an Exultant heran – das hatte man während des Rennens nicht erwartet, und Furore schien mehr als fähig zu sein, wenn man ihn ordentlich motiviert – und auch im nachfolgenden Chartered Champions & Chater Cup im April kam er bis auf knapp eine Länge an Exultant heran, allerdings schob sich auch der Außenseiter Chefano noch an ihm vorbei und der dritte Platz war etwas unter seinen Möglichkeiten. Erst recht allerdings der dritte Platz im The Premier Plate nachdem der Favorit More Than This an diesem Tag einen Aussetzer hatte,  aber vielleicht hatte er sich auch an die 2000m+ gewöhnt, denn auch nach der Sommerpause zeigte Furore über die Meile gegen Golden Sixty im The Sha Tin Trophy wenig von seiner Form. 1800m ist okay, aber ich würde ihn gerne über weitere Distanz sehen

21.12.2020 – Haydock – Lancashire Chase – Pick: Lostintranslation

Pferderennen in England

16:00 Lancashire Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 5.144 m  |  Preisgeld: 160.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote
Das Lancashire Chase ist eigentlich eine Wiederholung des Gold Cups aus dem März, denn alle Favoriten für heute sind in jenem Rennen beim Cheltenham Festival das letzte Mal aufeinander getroffen.
Bellshill war zwar nicht dabei, macht aber ebenfalls heute sein Saisondebüt. Von den drei heute antretenden Konkurrenten Lostintranslation Clan Des Obeaux und Bristol De Mai: hatte beim Gold Cup Lostintranslation am Ende die Nase vorn, und der hat dieses Rennen 2019 ebenfalls gewinnen können   gute Voraussetzungen also für das Renewal 2020? Schon, aber auch Bristol De Mai liebt dieses Rennen und hat in den letzten drei Austragungen die Plätze 1 1  und 2 erreicht – auch keine schlechte Leistung, und den Gold Cup kann man ihm durchaus verzeihen, denn er liebt dieses Rennen. Um diese beiden Konkurrenten sollte sich heute alles drehen.

Bellshill: Der King’s Theatre Sohn konnte schon über Hürden für seinen Trainer Willie Mullins ein Gruppe 1 Rennen gewinnen und ist trotz seines voranschreitenden Alters nicht zu unterschätzen, gerade in so einer Konkurrenz wie heute

Seine Karriere begann wir für so viele National Hunt Starter in den PTP Rennen, im März 2017 belegte er einen guten zweiten Platz und im November 2014 holte er sich seinen ersten Sieg in einem solchen Rennen. Es ging über Leopardstown in den Gruppe 1 Weatherbys Champion Bumper beim Cheltenham Festival, wo er einen zehnten Platz belegte, verbesserte sich aber beim Weatherbys Wealth Management Champion Standard Open National Hunt Flat Race in Aintree auf einen zweiten Platz, nach einem spannenden Duell mit Barters Hill, das Paar klar vor allen anderen Verfolgern. Mullins gab nicht auf und jagte dem Gruppe 1 NHF Sieg mit Bellshill weiter hinterher, und schichte Ende April seinen Schützling noch in das Attheraces.com Champion INH Flat Race in Punchestown, und tatsächlich konnte sich Bellshill dieses Mal gegen den klaren Favoriten Disko durchsetzen. Sein Sprint über die letzten 2f war zu viel für den Favoriten und kein anderer Konkurrent konnte sich an ihm halten.

Man dürfte gespannt sein, wie er sich in den Hürdenrennen schlagen würde, uns sein Einstand in die neue Saison war beeindruckend – so gewann er nach seinem Maidenrennen und legte mit Siegen im Gruppe 2 Navan Novice Hurdle und dem Gruppe 1 Lawlor’s Hotel Novice Hurdle locker durch. Gerade im letzten Rennen traf er auf Konkurrenten wie Last Encounter und Anibale Fly, die er in Zukunft immer wieder treffen sollte.  Nach den beiden einfachen Siegen waren die Hoffnungen auf das erste Cheltenham Festival natürlich groß, allerdings folgten Niederlagen im Deloitte Novice Hurdle und dann auch in dem Gruppe 1 Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle. Er fand seine Form dann aber im April im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle und dem Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle wider. Mit dem letzten Rennen über 3m holte sich Bellshill seinen zweiten Gruppe 1 Sieg in der ersten Saison, dieses Mal allerdings über 3m und schnelleren Untergrund. Bellhill konnte sich also sowohl über 3m und schnellen als auch 2m4f auf schwerem Untergrund durchsetzen und er schien damit recht vielfältig zu sein.

In der neuen Saison begann Bellshill wie in der vorherigen Saison mit zwei Siegen, dieses Mal allerdings in Chase Rennen. Er verschwendete keine Zeit und gewann das Gruppe 2 Shannon Airport Novice Chase mit Leichtigkeit, allerdings war es wie in der letzten Saison dann im Januar plötzlich vorbei mit der guten Form und Bellshill scheiterte im Flogas Novice Chase schon bevor er an der letzten Hürde scheiterte. Das Saisonziel war dieses Mal das Gruppe 1 RSA Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival und auch wenn er mehr als zehn Längen Rückstand auf den Sieger am Ende hatte, hielt er einen soliden dritten Platz und damit einen wichtigen Erfolg beim Cheltenham Festival.

Es kam erneut die Sommerpause, die dieses Mal überraschend spät im Februar 2018 mit einem Start im Gruppe 3 At The Races Bobbyjo Chase beendet wurde, dafür aber mit einem Sieg gegen A Genie In A Bottle. Das reichte aber trotzdem nicht für die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und er bereitete sich lieber auf die Rennen im April vor und besuchte das Ausdauerrennen BoyleSports Irish Grand National Chase über 3m5f auf schwerem Untergrund, und was das für ein Rennen war! Nur eine Länge trennte ihn von dem Sieger am Ende, aber trotzdem reichte es nur für einen fünften Platz! Selten sind die Plätze bei einem National Hunt Rennen so eng verteilt, und Bellhsill kam eigentlich als dritter ins Ziel, hatte aber die anderen an der letzten Hürde behindert und wurde auf den fünften Platz disqualifiziert.

Im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup Ende April sogrte er dann mal wieder für eine kleine Überraschung als er über die 3m1f auf weichem Boden Djakadam den Tag verderben konnte und sich mit knapp einer Länge durchsetzen konnte. Damit wurde auch die Saison 17/18 mit einem Gruppe 1 Sieg gekrönt, aber das verpasste Cheltenham Festival war schon ein herber Rückschlag und die Hoffnungen auf den ganz großen Sieg wurde auf das Jahr 2019 verschoben.

Das Jahr begann im Dezember 2018 mit einer Niederlage im Savills Chase, allerdings war das Gruppe 1 Rennen auch stark besetzt und vielleicht nach einer solchen Pause ziemlich viel verlangt, beim zweiten Start im Unibet Irish Gold Cup (Chase) (Grade 1) war seine Form wieder auf den gewohnten Niveau. So konnte er sich mit dem Favoriten Road To Respect nach der drittletzten Hürde ein ausgedehntes Duell liefern, welches Bellshill mit einer Nase für sich entscheiden konnte.  Road To Respect fraß Zentimeter um Zemtimeter des Vorsprungs auf, konnte aber am Ende nicht alles gutmachen und musste sich knapp geschlagen geben.

Im Magners Cheltenham Gold Cup Chase beim Cheltenham Festival ging er als einer der moderaten Chancen mit 9/1 an den Start, aber sein Springen lies ihn im Stich und er leistete sich an der fünften Hürde fast einen finalen Fehler, und legte auch an der siebten und achten Hürde keinen sauberen Sprung hin, was Ruby Walsh dazu veranlasste, das Rennen vorzeitig zu beenden. Auch im Gruppe 1 Coral Punchestown Gold Cup einen Monat später leistete er sich einige Fehler beim Springen und beendete es mit einem vierten Platz, weit hinter dem Sieger Kemboy.

Auch in der Savills Chase, in der er seine Sommerpause beendete, erging es Bellshill nicht viel besser und er musste sich nach gut sieben Monaten Pause mit einem abgeschlagenen siebten Platz zurecht finden. Er war als Außenseiter gestartet und lief auch so und obwohl er sich danach noch ein wenig Zeit nahm und erst im Februrar im Irish Gold Cup wieder startete, scheiterte er erneut deutlich an den Konkurrenten.

Die lange Serie von Niederlagen seit dem Sieg im Irish Gold Cup im Februar 2019 schien langsam an seinem Trainer zu nagen, und so schickte er Bellshill im Februar 2020 in das Bobbyjo Chase auf Gruppe 3 Ebene, welches eigentlich für einen mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Bellshill in Reichweite hätte sein müssen, aber wieder wurde er klar und deutlich geschlagen. Der zweite Platz tröstet nur wenig über die 15 Längen Rückstand auf den Sieger Acapella Bourgeois hinweg. Bellshill lies dann den Rest der Saison gleich komplett aus und kehrt heute nach gut neun Monaten Pause zurück auf die Rennstrecke – um vermutlich erneut deutlich geschlagen zu werden.

Bristol De Mai:  Der Saddler Maker Sohn hat in seiner Karriere bisher immer wieder einige kleinere Siegesserien produzieren können, die von einer kurzen Reihe von Niederlagen unterbrochen wurden. Eine solche  Serie von Platzierungen und Niederlagen beendete er zuletzt mit mit einem Sieg im Gruppe 2 Charlie Hall Chase im November 2017, als er  nach der Sommerpause zurückkehrte und schlug dabei den hoch gehandelten Blacklion und legte danach seinen wohl besten Lauf seiner Karriere im Betfair Chase 2017 hin.

Sein letzter Sieg zuvor war der Sieg im Gruppe 2 Peter Marsh Chase Ende Januar 2017 in Haydock gewesen, wobei auch die Rennen dazwischen durchaus gute Leistungen gewesen waren, ohne dass dabei wirklich etwas zählbares herausgekommen wäre.

Beim Charlie Hall Chase konnte er die durchaus starke Konkurrenz mit Leichtigkeit dominieren und kam einen langen Weg vor den anderen ins Ziel, und das obwohl er in dem limitierten Handicap ein vergleichsweise hohes Gewicht tragen musste. Im Jahr 2016 gewann er um diese Zeit von Februar bis April ein Gruppe 2 Novice Chase Rennen sowie das Gruppe 1 Scilly Isles Chase, bevor er beim Festival beim JLT Novices‘ Chase auf einen zweiten Rang hinter Back Hercules kam.

Beim Cheltenham Gold Cup konnte er allerdings keinen Stich landen und er kam nur als etwas abgeschlagener Siebter ins Ziel, viel schwerer wirkt aber seine Niederlage im Denman Chase im Februar, wo er gegen Native River und Le Mercury in einem drei Starter Rennen verlor. Weicher Untergrund kann eigentlich nicht das Problem gewesen sein denn im Jahr 2016 gewann er das Gruppe 2 Altcar Novices’Chase gar auf schwerem Untergrund. Der Aussetzer wurde zwar wieder ausgebügelt, leitete aber eine Formschwäche ein, die mehrere Rennen lang anhalten sollte.

Sein Versuch im Gold Cup 2017 war ein solider Lauf, allerdings kam er am Ende nur als Siebter ins Ziel, konnte er doch mit Sizing John, Minella Rocco, Native River, Djakadam oder Saphir Du Rheu nicht mitgehen, als diese das Tempo anzogen. Auch im Bowl Chase in Aintree war er keine Konkurrenz für Tea For Two und Cue Card, die das Rennen unter sich ausmachten, allerdings liegt ihm der gute Untergrund auch nicht wirklich. Wie man auch beim Saisondebüt im Charlie Hall Chase im November 2017 sehen konnte, blüht er erst auf weichem Boden so richtig auf und kann zeigen was er kann.

Dort zog er unter einem optischen starken Lauf das Feld hinter sich her, und nachdem Cue Card gestürzt war und Blacklion unter Druck geriet, während Bristol de Mai unter Daryl Jacob noch mit Leichtigkeit die Führung hielt, sah er wie der sichere Sieger aus. Dann aber folgten einige schlechte Sprünge und ihm ging sichtlich die Kraft aus, so dass es doch noch zu einem langen, knappen Duell mit Blacklion kam, der nur mit unter einer halben Länge unterlagt. Dann folget das Betfair Chase und wie schon angesprochen seine beste Leistung seit langen, wenn nicht sogar die beste Leistung seiner Karriere.

Im Gruppe 1 Betfair Chase kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Cue Card, den er dieses Mal mit Leichtigkeit deklassierte. Bristol De Mai trug dabei das erste Mal Ohrstöpsel, vielleicht litt er in seinen vergangenen Rennen teilweise unter der Geräuschkulisse oder wird bei anhaltendem Lärm nervös, jedenfalls hatte das  Equipment einen positiven Effekt: Bristol De Mai übernahm die Führung und gab sie auch nicht mehr ab, sondern cruiste nach belieben vor den anderen Startern her, zog das Tempo an und kam über 50 Längen vor dem Rest ins Ziel. Tea For Two und Traffic Fluide haben ihn wohl seit dem Start nicht mehr sehen können und auch Outlander und Cue Card brauchten gute Augen, um Bristol De Mai im letzten Viertel noch verfolgen zu können.

Die extrem beeindruckende Leistung gelang Bristol De Mai allerdings auf schwerem Boden und beim Gruppe 1 King George VI um Weihnachten herrschte überraschend guter Boden, was Bristol de Mai offensichtlich Probleme bereitete. Might Bite dominierte das Feld und musste sich nur Double Shuffle und Tea For Two erwehren. Bristol De Mai vekam im Gruppe 2 Cotswold Chase im Januar etwas weicheren Boden und konnte eine gesteigerte Leistung zeigen, war aber immer noch keine Konkurrenz für den Sieger Definitly Red, der mit über 8 Längen Vorsprung vor dem zweiten American gewann.

Das Festival 2018 lies Bristol De Mai aus, nachdem klar war dass seine Form auf dem besseren Boden dieses Jahr nicht reichen würde und es war ein wenig überraschend, dass er im Gruppe 1 Aintree Bowl Chase noch einmal in der letzten Saison auflief, obwohl der Boden nach wie vor auf der guten Seite blieb und damit zu schnell für Bristol De Mai, er schaffte es trotzdem sich gegen die Konkurrenz halbwegs zu behaupten und kam sieben Längen hinter Might Bite ins Ziel.

Dann pausierte er über den Sommer und kehrte über recht lange Distanz und schnellen Boden auf Gruppe 1 Ebene im Betfair Chase zurück. Native River und Might Bite waren starke Konkurrenten, aber offensichtlich nicht so fit wie Bristol De Mai, der das Rennen mit gut vier Längen Vorsprung gewann. Beim King Goerge VI Chase stürzte er und konnte nicht zeigen was er konnte – dafür fiel er zu früh in dem Rennen. Im Cheltenham Gold Cup hingegen sicherte sich Bristol De Mai einen soliden dritten Platz in einem Rennen, welches von den Außenseitern dominiert wurde – aber nichtsdestotrotz ist eine Platzierung in dem wichtigsten Chase Rennen der Saison alles andere als eine Selbstverständlichkeit, und gerade der Sieger Al Boum Photo bewies danach, dass sein Gold Cup Sieg kein Versehen war.

Bristol De Mai hingegen ging danach in das Gruppe 1 Bowl Chase in Aintree, konnte dort aber nicht an die Leistung aus dem Gold Cup anschließen und wurde von Kemboy klar geschlagen.

Nach der Somemrpause kehrte Bristol De Mai im Gruppe 1 Betfair Chase in Haydock zurück auf die Rennstrecke und duellierte sich mit Lostintraslation, der ihm am Ende in dem514mm Rennen auf gut bis weichem Untergrund nur unter 1.5 Längen abnehmen konnte. Bristol De Mai unterstrich seine gute Form dann im Januar mit einem zweiten Platz im Cotswold Chase gegen Santini und ging mit einiger Hoffnung in den Gold Cup beim Cheltenham Festival, kam da aber auch nicht über seine Rolle als Außenseiter hinaus und musste sich klar geschlagen geben,

Bristol De Mai sammelt mehr Platzierungen als Siege, hat aber in der Vergangenheit immer gerade hier in diesem Rennen eine sehr gute Figur gemacht und ist daher durchaus ernst zu nehmen bei dem Kampf um den Sieg

Clan Des Obeaux Der Kapgarde Sohn konnte sich in seiner dreijährigen Karriere schon einige Male in guten Rennen platzieren, auch wenn seine Ausbeute von Siegen eher dürftig ist – was auch an der guten Konkurrent liegt, die er zu suchen pflegt

Der einzige nennenswerte Sieg wurde im Jahr 2016 im Gruppe 2 Berkshire Novices‘ Chase gegen Virgillio errungen, danach platzierte er im Dipper knapp hinter Whisper und bestätigte seine gute Form zu dieser Zeit. Danach floppte er aber im Scilly Isles Chase und lies das Cheltenham Festival 2017 aus und beschränkte sich auf schwächere Rennen im Rest der Saison, mit gemischten Erfolg. Auch der Erfolg in der neuen Saison 2017/2018 war gut, ohne dabei neue Höhen zu erreichen. Zunächst schaffte er erneut einen knappen zweiten Platz in einem Matchrace gegen Whisper, um danach in Haydcok locker mit sieben Längen gegen Vintage Clouds auf Klasse 2 Ebene zu gewinnen. Er startete danach im Dezember 2016 noch im Gruppe 3  Caspian Caviar Gold Cup Handicap Chase auf dem Kurs in Cheltenham, wo er hinter dem überraschend gut auflaufenden Guitar Pete einen zweiten Platz erreichte. Clan Des Obeaux hatte in seinem letzten Rennen Probleme das Tempo am Anfang mitzugehen, fand danach aber immer besser ins Rennen und machte einiges an Boden gut, um am Ende den zweiten Platz zu sichern.

Danach ging es in eine recht lange Pause, die sich selbst über das Cheltenham Festival  hinzog und erst im April 2018 endete – im Aintree Bowl Chase gegen Might Bite. Die Distanz von 5000m war ein bisschen zu lang für ihn und der Untergrund könnte ein wenig schnell gewesen sein, beides Aspekte die er auch im Betfair Chase wieder gegen sich hatte. Das Rennen an sich wurde mit einem guten Tempo gelaufen, und selbst der Favorit Might Bite hatte keine Chance bis zum Ende durchzuhalten, und Bristol De Mai stahl das Rennen. Clan Des Obeaux konnte sich über die leicht kürzere Distanz im King George VI Chase in besserer Form zeigen und gewann das Rennen vor dem stark auflaufenden Thistlecrack, allerdings stürzte dieses Mal Bristol De Mai und Waiting Patiently schmiss seinen Jockey ab.

Danach gab es für in noch einen Pflichtsieg im Denman Chase, über noch kürzere Distanz und  die deutlich längere Distanz in Kombination mit dem schweren Untergrund plus bessere Konkurrenz war im Cheltenham Gold Cup dann doch zu viel für Clan des Obeaux, der sich am Ende mit einem sechsten Platz zufrieden geben musste. Keine schlechte Leistung in so einem Rennen, aber unter seinen zuvor gezeigten Möglichkeiten, wie er mit einem zweiten Platz im Bowl Chase auf Gruppe 1 Ebene im April des selben Jahres zeigen konnte – zwar deklassierte Kemboy den Rest des Feldes mit 9 Längen Vorsprung, aber Clan des Obeaux hielt tapfer seinen zweiten Platz gegen Balko Des Flos und erheitl damit einmal mehr wichtiges Preisgeld für die Plätze

Nach der Sommerpause machte er da weiter wo er aufgehört hatte, als er im Ladbrokes Champion Chase im November auf Gruppe 1 Ebene einen zweiten Platz hinter Road To Respect – und vor Delta Works – erreichen konnte, und das nächste große Ausrufezeichen folgte dann im King George VI Chase, als er im Dezember sowohl Cyrname als auch Lostintranslation schlagen konnte – und das mehr als überzeugend! Er kanterte an der letzten Hürde an die Front und sprang an dem Favoriten Cyrname mühelos vorbei, um sich dann noch um sage und schreibe 21 Längen abzusetzten! Das war mal ein Ausrufezeichen für das Cheltenham Festival drei Monate später, aber ob es nun an der dreimonatigen Pause gelegen hat oder die Voraussetzungen in Kempton einfach ideal für Clan Des Obeaux sind – er konnte seine Leistung nicht noch einmal wiederholen und musste sich einige Hürden klar geschlagen geben.

Haydock war im letzten Jahr nicht der beste Einstand in die neue Saison und mit zwei Konkurrenten die Haydock lieben im Lineup – das wird schwer.

 

Lostintranslation: Der Flemensfirth Sohn von Trainer C. Tizzard ist in der letzten Saison schon auf die Gruppenebene hoch gestiegen und startete zunächst im Januar in Vorbereitung auf das Festival im Gruppe 2 Rossington Main Novices‘ Hurdle, wo er als einer der drei Favoriten einen ziemlichen Rückschlag erlitten und kam als letzter ins Ziel, wurde aber von seinem Jockey zurückgenommen als die Chancen schon vorbei waren. Trotzdem lief er im Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle auf, und konnte in dem wesentlich besser besetzten Rennen überraschender Weise einen soliden siebten Platz erringen.

Der Platz war zudem nur knapp 8 Längen hinter dem Sieger und von den ausbezahlten Plätzen nicht allzu weit entfernt, was man nach den Leistungen zuvor nicht unbedingt hatte erwarten können. Lostintranslation fand offensichtlich Gefallen an der neuen Art von Rennen und startete danach im April noch im Gruppe 1 Mersey Novices‘ Hurdle, wo Lostintanslation eine weitere hervorragende Leistung zeigen konnte und besser abschnitt als man von ihm erwartet hätte.

Der Sieger Black OP übernahm die Führung an der vorletzten Hürde und musste zunächst die Attacke von Momella abwehren, bevor er an der letzten Hürde auch von dem zunächst eher in der Mitte des Feldes laufenden Lostintranslation eingeholt wurde, der sogar die Führung am Anfang der Zielgerade übernahm und sich nur wiederwillig dem sich neu sammelnden Black Op überholen lies. Wäre der Zieleinlauf ein wenig kürzer gewesen wäre Lostintranslation vermutlich als Sieger hervorgegangen, so aber stand ein extrem guter zweiter Platz im Formbuch.

Danach ging es in die Sommerpause, die Lostintranslation mit einem zweiten Platz hinter La Bague Au Roi auf dem Kurs in Newbury beendet wurde. Das Klasse 3 Renne wurde von einem weiteren Start in Newbury gegen den selben Konkurrenten gefolgt, wo Lostintranslation einen dritten Platz erreichen konnte, was wieder eine recht gute Leistung gewesen war. Danach startete er im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar und die kleine Pause schien ihm gut getan zu haben.

Denn hier versuchte er die Führung von Anfang an zu übernehmen um das Tempo zu setzen, allerdings kam er an der vorletzten Hürde unter Druck und musste sich dem Angriff Black Op und Defi Du Seuil erwehren und Defi Du Seuil übernahm von Lostintranslation zwischen den letzten beiden Hürden die Führung und ging als erste über die letzte Hürde auf die Zielgerade, aber dieses Mal war es Lostintranslation der sich sammelte und zum Angriff ansetzte – und am Ende mit knapp einer Länge gewann.

Nach dem Zusammentreffen in Cheltenham trafen sich die beide auf etwas weicherem Boden in Sandown wieder und fochten es erneut untereinander aus. Lostintranslation scheiterte dieses Mal allerdings an seinen eigenen Fehlern an der zwölften und an der vorletzten Hürde, was ihm jeweils einiges an Momentum kostete und seinen Jockey Richard Johnson dazu brachte, ihn nach dem letzten Fehler hart anzutreiben und so den Angriff von Defi Du Seuil abzuwehren, der aber dieses Mal sauberer lief und sich seine Kraft besser aufgespart hatte, und so das Duell zwischen den beiden entschied.

Zurück auf dem Kurs hier in Cheltenham war das Duell zwischen ihm und Defi Du Seuil wieder extrem denn die beiden setzten sich vom Rest des Feldes souverän ab und lieferten sich einen spannenden Schlusssprint, den am Ende Defi Du Seuil mit einem stärkeren Lauf über die letzten 190 Yards für sich entscheiden konnte. Topofthegame hatte dann im folgenden Gruppe 1 Betway Mildmay Nov‘ Chase nicht das erwartete leichte Spiel mit der Konkurrenz, denn Top Ville Bend übernahm es das Tempo zu setzen und Topofthegame kam schnell ins Hintertreffen, war sogar während dem Lauf zum Teil letzter im Feld und musste alle Plätze gut machen um noch ins Spiel zu kommen. Lostintranslation hingegen hielt sich nah am Front Runner und überholte diesen spielend an der letzten Hürde – was die Saison phänomenal abschloss für ihn.

Die neue Saison 2019/20 begann nach Plan mit einem Sieg im Memorial Intermediate Chase und dann einem weiteren Gruppe 1 Sieg über Bristol De Mai und Frodon im Betfair Chase auf Gruppe 1 Ebene im November. Dann kam allerdings der Schock im Gruppe 1 King George VI Chase im Dezember, wo Lostintranslation das Rennen vorzeitig beenden musste -wegen Atemproblemen wie der Trainer Colin Tizzard später berichtete.

Und das schien keine Ausrede zu sein, wenn man sich die Leistung von ihm in seinem nächsten Rennen anschaute – dem Gold Cup beim Cheltenham Festival! Das große Rennen stand mit dem „pulled up“ im Rennen zuvor unter keinem guten Stern, aber Lostintranslation zeigte, dass die Probleme kein Thema mehr waren und lief ein großartiges Rennen, noch an der letzten Hürde war er gleichauf mit dem Sieger Al Boum Photo und er hatte alle Chancen, das Rennen zu gewinnen, nur der Lauf den Hügel rauf zum Ziel war an jenem Tag zu viel, den schafften Al Boum Photo und Santini einen Tick besser und gewannen vor Lostintranslation.

Heute also nach der langen Sommerpause, die durch Corona unnötig lang ausgefallen ist, das Saisondebüt von Lostintranslation gegen die Konkurrenten aus dem Gold Cup. Lostintranslation hat letztes Jahr dieses Rennen im ersten Versuch gewinnen können und auf dem Papier die besten Chancen gleich den zweiten Sieg in Haydock im Lancashire Chase zu holen.


21.10.2020 -Ascot – Kirin Railway Stakes – Pick: Kay Cee / Kementari EW

Pferderennen in Australien

09:40 Kirin Railway Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |   Distanz: 1.600 m  |  Preisgeld: 1.000.000 AUDFlachrennen  |  Geläuf: Gras
Inspirational Girl: Grant Williams hat mit der Reliable Man Tochter eine wirklich interessante Stute im training. Sie begann ihre Karriere in Pinjarra im Mai 2019 und gewann auf Anhieb ihre ersten beiden Rennen. Im Januar 2020 wechselte sie nach Ascot, wo sie einen soliden zweiten Platz erreichen konnte. Das war besser, als man von ihr in diesem Rennen direkt erwartet hatte, vor allem da sie nur knapp einen Nacken gegen Driftstar unterlag, und mit dem Schritt auf die Meile feierte Inspirational Gilr direkt danach im Anschluss auf dem selben Kurs in Ascot ihren ersten Sieg auf einem der bekannten Kurse in Australien.
Der Schritt raus aus der Provinz war geglückt, und da machte Inspirational Girl noch lange nicht Schluss!, denn sie blieb auch für das nächste Rennen in Ascot und gewann auch dieses Handicap über die Meile. Beide Siege waren recht knapp gewesen, aber Sieg ist Sieg und nach einer fünfmonatigen Pause ziegte sie im Amelia Park Plate in Belmont über 1400m, dass die beiden Siege in Ascot kein Ausrutscher waren. Sie war noch im selben Monat über Kurs und Distanz gleich noch mal im Amelia Park Stakes erfolgreich und versuchte im September im Byron Bay Plate  nachzulegen, scheiterte da aber ein wenig überraschend an dem weichen Bode.
Vielleicht war es auch ein wenig ambitioniert das Feld von hinten aufrollen zu wollen bei diesem Boden und irgendwann musste das ja schließlich auch einmal schief gehen, es kann sich ja nicht immer eine Tür zur rechten Zeit für sie öffnen, um den späten Schlusssprint just in time zu landen.
Trotzdem hob sie das Niveau einen Monat später zurück in Ascot wieder an, als sie im Byron Bay Plate Stakes startete – und wieder recht souverän mit gut 1,5 Längen Vorsprung gewann. Mit so vielen Siegen auf ihrem Lieblingskurs in Ascot im Rücken versuchte sich Insipirational Girl dann das erste Mal in einem Grupperennen, als sie 21 Tage später im Gruppe 3 Asian Beau Stakes  über 1400m startete.
Auch in diesem Rennen lief sie als Favoritin auf, musste sich aber ganz schön strecken um auf der Ziellinie knapp einen Nacken vor dem Außenseiter Too Close The Sun und Red Can Man zu bestehen, die beide heute wieder mit von der Partie sind. Wieder hielt sich Inspirational Girl bis zur Spätphase des Rennens eher im hinteren Bereich des Feldes, hatte sich aber den raumsparenden Lauf an der Innenbahn gesichert, war aber trotzdem beim Einbiegen in die Zielgeraden ins Hintertreffen gekommen und musste  einige Längen auf die Front Runner aufholen, allen voran Red Can Man, der ein großartiges Rennen lief.
 Chris Parnham mühte sich um Inspirational Girl auf  Hochtouren zu bringen, die dieses Mal wesentlich mühsamer das Momentum aufbaute als im vorangegangenen Rennen.  200m vor dem Ziel hatte sie dann aber den Turbo gefunden und zeigte bis zum Ziel ein absolute Bestzeit.
Der Lauf war schon ziemlich beeindruckend gewesen und wenn sie heute wieder in der Form ist – nun, sie hat als Hauptkonkurrenten Too Close The Sun und Red Can Man, die sie beide im letzten Rennen hatte schlagen können, also warum nicht?
Red Can Man bestätigte seine For Anfang November in Ascot beim Steere Stakes und musste sich da nur Kay Cee geschlagen geben. Too Close The Sun ging nach der denkbar knappen Niederlage wieder hoch auf 1800m und gewann ein gut dotiertes Handicap vor einer Woche mit über 4 Längen – starkes Stück und eine deutliche Formsteigerung, aber ich bin nicht sicher, ob die 1600m nicht zu kurz von der Distanz her sind.
Red Can Man: Der Gingerbread Man Sohn von Trainer S. Wolfe startete in Ascot im Januar 2019 in Australien in seine Galoppkariere, und mit einer Reihe von ausbezahlten Plätzen zeigte er gleich zu beginn eine solide Form, auch wenn er bis zum Maidensieg in Northam vier Versuche brauchte. Dafür folgte der erste Handicapsieg in Northam dann auch auf dem Fuß.
Auch wenn er danach in Ascot im Oktober 2019 Oktoberfest Plate nach zwei Siegen mit einem höheren Rating und damit etwas schwerer in das Rennen ging als die Konkurrenz kam die Niederlage überraschend, schließlich war das Rennen auch schwächer besetzt gewesen und mit drei Nichtstartern eigentlich reif um von Red Can Man gewonnen zu werden, aber es sollte an diesem Tag auf diesem Kurs wohl einfach nicht sein. Dafür klappte es dann überraschend bei Fairetha Stakes, einem fast doppelt so hoch dotiertem Rennen, in dem Red Can Man zwar auf Grund der höheren Klasse leichter unterwegs war, aber trotzdem ein Außenseiter war. Er war es dann aber am Ende, der Jericho Missile, dem klaren Favoriten, den Tag verdarb und sich in einem spannenden Finish klapp durchsetzen konnte – und das in einem Listed Rennen, wo er doch zuvor in einem normalen Handciap gescheitert war!
Red Can Man legte dann noch einmal im selben Monat im Gruppe 2 W.A. Guineas nach, wo er einen hervorragenden Platz hinter War Saint und Kay Cee belegen konnte. Gerade mit Kay Cee sollte er in der Zukunft noch öfter zusammentreffen, zunächst ging es aber für Red Can Man in die Pause über den Jahreswechsel 2020 hinaus.
Im März startete er dann im Amelia Park Plate, einem Handciaprennen, welches Red Cap Man allerdings sowohl vorab in den Wetten als auch dann beim Rennen selbst dominieren konnte. Die 1200m in Ascot waren der Auftakt für eine Reihe von Siegen auf diesem Kurs, denn es ging über 1400m noch im selben Monat weiter im Schweppes Plate und dann erneut nur knapp 2 Wochen später im Wines Plate über 1100m. Man soll ja das Eisen schmieden so lange es heiß ist und Red Can Man gab gehörig Gas zu dieser Zeit, legte dann aber vom April an eine kleine Pause ein, die vor allem der vorherrschenden Corona Pandemie geschuldet war und alle Rennpferde gleichermaßen betraf – von daher war es auch für Red Can Man nur ein bedingter Nachteil – obwohl man es wohl kaum einen Nachteil schimpfen kann, wenn ein Rennpferd aus der Pause zurückkommt und das nächste Rennen mit locker 2 Längen gewinnen kann.
Klar, auch im H.g. Bolton Sprint Plate war Red Can Man wieder Favorit und tat mit dem Sieg über 1200m also nur das, was von ihm auch erwartet worden war, aber mit dem Wechsel zum Kurs in Belmont und der Pause beantwortete Red Can Man zwei Wichtige Fragen auf einmal und ging damit nach einer erneuten zweimonatigen Pause mit Zuversicht in das Black Heart Bart Stakes im September auf listed Ebene – da scheiterte er allerdings überraschend deutlich und unterlag mit fast 3 Längen, was aber auch dem weichen Boden zugeschrieben werden kann – nicht so allerdings die Neiderlage im Gruppe 3 Crown Perth-Northerly Stakes im Monat darauf, da war der Untergrund wieder schneller und die Distanz von 1400m eigentlich auch ziemlich ideal.
Woran lag also die klare Niederlage mit einem siebten Platz im Crown Perth-Northerly Stakes? Am besseren Niveau? Nicht nur, die 1400m schienen an diesem Tag einfach zu weit zu sein, denn beim Einbiegen in die Zielgerade hatte sich Red Can Man gut an der Front des Feldes positioniert und 200m vor dem Ziel führte er das Feld an – wurde dann aber zunehmend schwächer und fiel gut drei Längen hinter den Siegern zurück.
Umso überraschender kamen dann aber der knappe dritte Platz im Gruppe 3 Asian Beau Stakes über 1400m hinter der aufstrebenden Inspirational Girl und danach der zweite Platz im Lee Steere Stakes auf Gruppe 2 Ebene. Da konnte er Kementari schlagen, der als Favorit gestartet war,  was aber auch auf der anderen Seite einiges über die Klasse des Rennens erzählt, denn Kementari läuft seiner Bestform derzeit Meilenweit hinterher.
Kay Cee: Die  Playing God Tochter von Trainer  N. Parnham hat eine beeindruckende Serie zusammengelaufen und ist ein Gruppe 1 Siegerin, was in diesem Lineup ansonsten schwer zu finden ist – abgesehen vom glücklosen Kementari.
Ihre Karriere begann im August 2019 mit einem vierten Platz, danach folgten dann aber schon zwei Siege in Handicaps. Der zweite Platz im Oktoberfest Plate in Sacot war besser als erwartet, nachdem der Favorit Red Can Man patzte und Kay Cee bewies danach auf dem selben Kurs im Burgess Queen Stakes, dass der zweite Platz kein Ausrutscher gewesen war. Gleich beim ersten Versuch auf Black Type Ebene gelang der erste Sieg, wenn auch nur denkbar knapp mit einer Nase gegen die Favoritin Tuscan Queen, die den Sieg nicht kampflos hergeben wollte. Die beiden lieferten sich DAS Duell des Rennens auf den letzten Metern der 1400m Distanz  und hatten den Rest des Feldes klar geschlagen.
Die Konkurrentin rächte sich allerdings nur zwei Wochen später im WA Champion Fillies Stakes auf Gruppe 3 Ebene, indem sie das Rennen über die Meile souverän gewann, während Kay Cee sich mit einem abgeschlagenen dritten Platz zufrieden geben musste. 1600m waren 2019 zu dieser Zeit augenscheinlich noch zu weit… aber dann man das W.A. Guineas, welches Kay Cee wohl gewonnen hätte, wenn sie nicht weit in die letzte Kurve gekommen wäre und die letzte Nase Vorsprung von War Saint nicht mehr gut machen konnte. Aber die Ausdauer war ganz offensichtlich doch kein Problem und sie schien im Champion Fillies einfach nur einen schlechten Tag erwischt zu haben, denn sie schaffte es über 1800m im Kingston Town Classic im Dezember tatsächlich die große Überraschung und gewann das Gruppe 1 Rennen gegen den wohl bekannten Gailo Chop. Die erste Saison schloss Kay Cee damit mit einem Gruppe 1 Sieg gegen männliche, ältere Konkurrenz ab – und das auch noch souverän!
Die Fans mussten sich allerdings gedulden bevor sie Kay Cee wiedersehen würden, denn erst sechs Monate später machte sie auf Listed Ebene im Raconteur Stakes ihr Saisondebüt, überraschender Weise nicht als Favoritin, dies war Handicapsieger Lavverrod vorbehalten, der auch kräftig dagegen halten konnte, aber am Ende bestätigte Kay Cee dann ihre Form und dürfte mit einem Nacken den erfolgreichen Saisoneinstieg feiern.
Der Sieg im Waroa-Belmont Guineas war nur Formsache auf dem Papier, geriet aber überraschend arbeistam und der Schock kam dann im nächsten Rennen viert Monate später in Ascot, als Kay Cee im Crown Perth-Northerly Stakes auf Gruppe 3 Ebene nicht über einen 11ten Platz hinaus kam. Die Niederlage der Favoritin kann man dem weichen Boden zuschreiben, aber die Form an dem Tag war einfach nicht ausreichend und ihr Jockey Steven Parnham machte klar, dass die Stute zu keinem Zeitpunkt in dem Rennen zur vollen Form aufgelaufen war.
Ganz anders dann einen Monat später im Gruppe 2 Lee Steere Stakes über 1400m, wo sie das Feld fast vom letzten Platz auf den letzten 200m aufrollte. Steven Parnham wollte nicht wieder zurückbleiben und trieb Kay Cee früh beim Einbiegen in die Zielgerade an, wurde in die Mitte der Bahn getragen, schoss dann aber mit der Stute nach vorne und gewann mit mehr in der Hand, als die knapp unter einer Länge Vorsprung suggeriert. Das war verdammt gut und ich denke sie hat die Chance, Inspirational Girl zu schlagen, die immer nur gerade so viel zu tun scheint, wie sie braucht, um zu gewinne. Das könnte heute nach hinten losgehen

Kementari: Der Lonhro Sohn im Besitz von Godolphin war in den letzten Jahren immer ein Grund für Kontroverse, hatte man doch stets den Eindruck, dass er deutlich besser laufen und platzieren könnte, als er es am Ende tat.

Dazu kommt ein ziemlich miserables Jahr 2019, in dem Kementari gerade einmal zwei Rennen bestritt – dafür aber mit dem zweiten Platz im CF Orr Stakes auch einen seiner größeren Erfolge feiern konnte. 2020 schloss nahtlos an 2019 an und wir warten seit 2 Jahren auf den nächsten Sieg, auch wenn man immer wieder ein wenig Geld mit Wetten auf Platz mit ihm verdienen kann.

Trotzdem: Kementari war ein Groschengrab in den letzten Jahren und nun ist er mehr gestandenes Pferd als Newcomer mit ungenutzem Potential, und für den letzten Sieg muss man bis ins Jahr 2018 zurück gehen  – zum Group Randwick Guineas, welches er auf der Höhe seiner Form am Ende einer kleinen Sieesserie erringen konnte. Den Grundstein für den Erfolg hatte Kementari im Herbst 2017 gelegt, als er in den kleineren Guineas Rennen auflief –  Kemetari trat so etwa im Caulfield Guineas 2017 zusammen mit Catchy als Favorit auf, musste sich aber überraschend dem Außenseiter Mighty Boss geschlagen geben. Mighty Boss war dabei eigentlich als kompletter Außenseiter gestartete und als Kementari die Führung auf der Zielgeraden von dem innen laufenden Mighty Boss übernommen hatte, schien eigentlich alles klar zu sein. Catchy lief hart angetrieben als Dritte einige Meter dahinter und Kementari sah als Co Favorit wie der sichere Sieger aus, dann setzte Mighty Boss allerdings noch einmal nach und gewann 50m vor dem Ziel die Oberhand, um mit einer massiven Quote von 78 ins Ziel einzulaufen. Einen Monat später versuchte Kementari sich dann auch wieder an einer Sprintdistanz im Coolmore Stud Stakes in Flemington, allerdings war dieses Rennen noch einmal deutlich härter besetzt und auch Catchy erwischte keinen guten Lauf und musste sich weit hinten im Feld einsortieren. Diese Niederlage sollte aber die letzte bisher bleiben, danach gewann Kementari das Gruppe 2 Prince Stakes und das Gruppe 2 Chandon S Hobartville Stakes mit Leichtigkeit, was ihn zusammen mit seinem leichten Gewicht zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den Rest des Feldes macht. Im Duell mit Winx im Gruppe 1 Silver Stakes hatte er sich erwartungsgemäß etwas zu viel vorgenommen und musste sich noch hinter Happy Clapper einsortieren,
Happy Clapper trat danach im The Star Doncaster Mile erneut gegen Kementari an, der etwas weniger Gewicht tragen musste, was zusammen mit seinem guten Lauf im letzten Duell gegen Happy Clapper hinter Winx dazu führte, dass Kementari als Favorit für das The Star Doncaster Mile Stakes gehandelt wurde. Es war aber erneut Happy Clapper, der dem Rest des Feldes zeigte, wo der Hammer hängt und welcher sich am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung vor dem starken Feld behaupten konnte.

Den Aussetzer bügelte Kementari teilweise mit seinem zweiten Platz im Missile Stakes auf Gruppe 2 Ebene vier Monate später wieder aus. Die längere Pause in Verbindung mit einigen Trainingseinheiten sorgten dafür, dass Kementari einige seiner kleineren Unsauberheiten ausbügeln konnte und sich ein spannendes Duell mit dem Co Favoriten und alten Nemesis Pierata lieferte, in welchem er knapp unterlag.
Das zweite Rennen der neuen Saison führte Kementari dann nach Randwick zum Winx Stakes, wo er schon wieder auf die gleichnamige Wunderstute traf, die natürlich das Feld dominierte und sich einen weiteren Gruppe 1 Sieg sicherte. Kementari lief gut mit und schien sich wohl zu fühlen und im nachfolgenden Memsie Stakes wäre er vielleicht sogar als Sieger davon gekommen, wenn er nicht so weit nach außen getragen worden wäre und Humidor bei seinem Schlusssprint Boden hätte sparen können.

Das nachfolgende Maykbe Diva Stakes war vielleicht wieder ein wenig zu stark und zu dicht besetzt für Kementari, der zwar seine Lücke zwischen den Konkurrenten fand und eine gute Leistung auf den letzten Metern zeigen konnte, aber eben nicht ganz so viel Boden gutmachen konnte wie eigentlich nötig gewesen wäre um eine Rolle um den Sieg spielen zu können. Er bekam seine freie Bahn und machte einige Meter in kurzer Zeit auf die Führenden gut, aber hatte nach dem ersten Geschwindigkeitsboost nicht mehr genug Power um noch weiter drauf zu legen und hielt nur den vierten Platz.

Danach ging es im Oktober ins Manikato Stakes auf Gruppe 1 Ebene, wo Kementari einiges vor der Brust hatte, aber eine hervorragende Figur abgeben konnte. Das Rennen war stark besetzt und hatte viele Starter, aber Kementari kam weit außen auf der Zielgeraden spät im Rennen in Gang und konnte sich so noch auf den dritten Platz vorkämpfen, was eine seiner besten Leistungen im Herbst letzten Jahres war.

Im Gruppe 1 Vrc Sprint Classic danach versuchte Kementari erneut das Feld von hinten aufzurollen und den Boden auf die Front Runner gut zu machen, schaffte es aber trotz guter Kraftanstrengungen nicht, den Boden tatsächlich gut zu machen und kam gut vier Längen hinter dem Sieger Santa Ana Lane ins Ziel. Das Rennen war dann auch das letzte im Jahr 2018 und Kementari gönnte sich eine kleinere Pause bis zum Februar 2019, wo er im C F Orr Stakes auflief.

Dort konnte aus der Mitte des Feldes auf den letzte 100m des 1400m Rennens in der in der Mitte der Bahn ausscheren und Momentum aufbauen, es war aber der Front Runner Manuel der am Ende die Führung behielt und Kementari musste sich mit dem ebenfalls spät in Gang kommenden Land Of Plenty einen zweiten Platz teilen, mit Brave Smash nur eine Nase dahinter. Trotzdem – es wirkte, als ob Kementari wieder in Form kommen würde und der nächste Sieg in greifbare Nähe rücken könnte – allerdings verletzte er sich im Canterbury Club Stakes einen Monat später und pausierte gut ein Jahr, bis er mitten in der Corona Epedemie am 28.03 im Gruppe 3 Star Kingdom Stakes sein spätes Saisondebüt feieren konnte – und das durchaus ziemlich respektabel!

Kementari schwenkte in die Zielgerade am Innengeländer ein und reihte sich zusammen mit Vegadaze und Maicure ein, mit denen er zusammen über die letzten 100m des Rennens ging – dicht an dicht und mi allen Chancen auf den Sieg, bis ihn kurz vor dem Ziel die Kräfte verließen.

Allerdings erging es ihm danach im Hallmark Stakes in Randwick schon wieder so, und dieses Mal zog der Sieger Greyworm Kementari deutlich davon, und auch in den nachfolgenden Gruppe 3 BRC Sprint als auch dem Victory Stakes in Eagle Farm im Mai wurde Kementari immer deutlich geschlagen -die Hoffnungen auf eine Wiederkehr der ehemalig großartigen Form werden immer geringer, und dass er im Gruppe 1 Stradbroke Handicap zuletzt komplett unterging, trägt nicht gerade dazu bei, große Hoffnungen auf ihn hier zu setzten.

Dass er immer wieder in solche Rennen wie dieses hier geschickt wird, spricht für das Vertrauen seines Trainers in ihn, und nach dem Stratbroke Handicap und einer mehrmonatigen Pause bis zum Oktober erzielte er einen knappen vierten Platz im Gruppe 2 Gilgai Stakes , wo auch Santa Ana Lane startete – eigentlich keine schlechte Leistung, wenn Santa Ana Lane als Favorit in diesem Rennen patzte und Kementari auch daraus kein Kampital schlagen – und zurück auf Gruppe 1 Ebene im Manikato Stakes floppte Kementari wie fast schon gewohnt. Bitter, und auch wenn das Lee Steere Stakes auf Gruppe 2 Ebene in Ascot im November eigentlich wie perfekt für den Sieg von Kementari aussah, traute man sich kaum, ihn dort als Favorit zu empfehlen. Auf dem Papier trat er gegen einige solide, aber nicht sonderlich aufgregende Handicapper an, aber aus Schaden wird man klug und ich habe von der Wette Abstand genommen – zu Recht, denn wieder landete Kementari „nur“ auf einem dritten Platz. 1600m ist eine interessante Variante heute, und zu der Quote (derzeit 15+) muss man ihn auf Platz spielen, schließlich gewinnt die Favoritin meist sehr knapp und Red Can Man und Kay Cee haben ihn über 1400m nur knapp schlagen können.


15.11.2020 – Punchestown – Morgiana Hurdle – Pick: Abacadabras

Pferderennen in Irland

15:10 Morgiana Hurdle – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.255 m  |  Preisgeld: 100.000 EURHürdenrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 QuotE
Spannend wird es heute, denn Abracadabras wird versuchen, an seinen guten zweiten Platz im Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival anzuknüpfen und seinen mäßigen Einstand in die neue Saison Ende Oktober vergessen zu machen. Saint Roi kommt uas den Handicaps und ist durchaus gefährlich, aber auch Supasundae könnte die Wehen der letzten Saison vergessen machen und an aalte Erfolge anknüpfen – uns erwartet ein spannendes Gruppe 1 Rennen in jedem Fall.

Abacadabras: Der Davidoff Sohn von Trainer Gordon Elliot begann seine Karriere im Oktober 2018 in einem NHF Rennen in Galway, welches er denkbar knapp gegen Kerrkenny Gold gewinnen konnte. Abacadabras startete nach drei Monaten dann zugleich in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 2  Matheson I.N.H. Flat Race, welches von Envoi Allen gewonnen wurde – aber Abacadabras saß dem haushohen Favoriten im Genick und kämpfte hart für den Sieg, mit Miticulous knapp dahinter. Abacadabras lief am Innengeländer und durchbrach dieses knapp vor dem Ziel, damit war sein Ergebnis offiziell „Ran Out“, was aber seiner Leistung in diesem Rennen nicht gerecht wird und es war klar, dass er im Gruppe 1 Champion Bumper beim Cheltenham Festival 2019 einen hervorragenden Lauf zeigen würde, wenn alles nach Plan läuft  – und so kam es auch. Der Außenseiter Abacadabras hatte zwar keine Chance sich an die Fersen von Envoi Allen oder Blue Sari zu heften, war aber unter den ersten Fünf, die sich vom Feld lösten und einige Längen vom Rest des großen Feldes absetzten. Das war eine Spitzenleistung, die Abacadabras im Gruppe 1 The Conyngham Cup im Mai in Punchestown noch einmal zementieren konnte.

Dort startete er in einem offenen Feld als Favorit, allerdings immer noch als 4er Quote und belegte am Ende einen guten zweiten Platz hinter Colreevy, der auf der Zielgeraden einfach noch ein bisschen mehr Kraft übrig hatte als Abacadabras, der aber den zweiten Platz souverän hielt.

Nach der Sommerpause kehrte er dann über Hürden zurück, als er im Join Racing TV Now Maiden Hurdle über 3219m startete und locker gewann. Danach ging es in das 3219m Gruppe 3 For Auction Novice Hurdle, auf weich bis schwerem Boden und gegen durchaus interessante Konkurrenten wie Latest Exihibition. Abacadabras hob über manche der Hindernisse nicht gerade weit ab und krachte durch die Spitze der Hindernisse, war aber schnell unterwegs und gewann das Gruppe 3 Rennen am Ende souverän. Im Gruppe 1 Royal Bond Novice Hurdle traf er dann wieder auf Envoi Allen, der wieder alle Hände voll zu tun hatte ihn auf Abstand zu halten. Das war schon das zweite Mal, dass die beiden aufeinander trafen und das zweite Mal, dass Abacadabras dem eigentlichen haushohen Favoriten Envoi Allen Probleme bereitete.

Im Gruppe 1 Paddy Power Novice Hurdle trat Abacadabras dann über 3219m gegen Blue Sari an, der allerdings über Hürden nie so richtig in Form kam, und Abacadabras gewann sein erstes Gruppe 1 Rennen mit Leichtigkeit in Abwesenheit eines echten Gegners.

Dementsprechend spannend war das Rennen om Spureme Novices‘ Hurlde im Cheltenham Festival, und wie stark Abracadabras dort auflief? Fast regungslos saß Davy Russel noch an der vorletzten Hürde auf Abracadabras, der scheinbar mühelos das Feld aufrollte und die Führung übernahm, aber Shiskin ging mit und die beiden liefen Kopf an Kopf über die letzten 200m, an deren Ende Shishkin mit einer Nase den Sieg von Abracadabras stahl.

Nach der Sommerpause kam er im WKD Hurlde zurück, schien aber am Ende noch nicht ganz fit zu sein. Zunächst sah er lange Teile des Rennens wie der sichere Sieger aus, musste dann aber auf den letzten Metern zurückstecken und kam auf einem etwas enttäuschenden zweiten Platz fünf Längen hinter dem Sieger in Ziel

 

Supasundae Der Galileo Sohn hat sich das erste Mal ins Gespräch gebracht, als er Apple’s Jade im Christmas Hurdle 2017 (!)  um ein Haar die Show hätte stehlen können. Nur ein immenser Kraftaufwand der Wundertsute und haushohen Favoritin auf den letzten Metern brachte ihr den Sieg um eine halbe Länge gegen den 8/1 Außenseiter Supasundae ein, und dass, obwohl sie deutlich leichter unterwegs war.

Dann kam es zum Aufeinandertreffen mit Faugheen im Gruppe 1 Irish Champion Hurdle 2018, und dieses Mal gelang die Überraschung. Faugheen kämpfte aber Supasundae hatte ab der letzten Hürde klar die Oberhand gewonnen und deklassierte den klaren Favoriten mit über zwei Längen. Supasundae war das gesamte Rennen über stark aufgelaufen und sprang die Hürden extrem sauber und seine Chancen standen im Stayers‘ Hurdle beim Cheltenham Festival durchaus gut. Dort war es aber Penhill, der ihm den Sieg streitig machen konnte, obwohl die beiden fast gleichzeitig über die letzte Hürde gingen. Generell war es ein Pulk von Startern, die sich zusammen über die letzte Hürde schwangen und das Rennen wurde erst auf dem Zieleinlauf entschieden.

Penhill hatte noch am meisten übrig auf den letzten Metern und gewann am Ende mit zwei Längen vor Supersundae, der vor dem Rennen durchaus nervös aussah. Seine Form aus den letzten Rennen war beeindruckend und auf besserem Untergrund im Aintree Hurdle sollte es dann endlich mit dem nächsten Sieg klappen, aber wieder hatte ein anderer Starter am Ende die Nase vorn, dieses Mal war es L’Ami Serge die Supasundaeu einen Strich durch die Rechnung machte. Supasundae war als Favorit gestartet und so langsam wurde seine Eigenschaft, immer mindestens von einem anderen Starter geschlagen zu werden, zum Problem . Für seine Fans kam dann aber die Wiedergutmachung im April im  Punchestown Champion Hurdle, als sowohl Melon als auch Samcro neben ihm an der vorletzten Hürde stürzten. Der Doppelausfall rechts wie links verschaffte Supasundae den nötigen Vorteil um seine Führung nach dem letzten Spring noch weiter auszubauen und zu seinem zweiten Gruppe 1 Sieg nach dem Irish Champion Hurdle zu führen.

Damit ging es in die Sommerpause, die mit einem Start im Dezember im Hatton’s Grace Hurdle beendet wurde. Das Rennen wurde komplett von Apple’s Jade dominiert, aber Supersundae konnte sich einen soliden zweiten Platz sichern und schlug dabei Limini und Bapaume, was ihn gegen Sharjah und Melon zum Favoriten des Gruppe 1 Ryanair Hurdle machte. Auch dieses Mal konnte Supasundae sich gut präsentieren, allerdings war es mit Sharjah ein anderer Starter der für eine Überraschung sorgte und besser lief, als alle erwartet hätten. Sharjah übernahm das Kommando an der vorletzten Hürde und lies Supasundae keine Chance wieder an sich heranzukommen.

Im Februar lief Supasundae dann wieder gegen Apple’s Jade im Gruppe 1 BHP Irish Champion Hurdle auf und auch wenn er über den gut bis weichen Untergrund der Favoritin nicht viel zusetzen konnte, sicherte er sich immerhin einen guten zweiten Platz noch klar vor Petit Mouchoir und Melon. Den Konkurrenten Petit Mouchoir konnte Supasundae im Gruppe 1 PCI Irish Champion Hurdle im Februar 2020 dann nach gut neun Monaten Pause leider nicht noch einmal schlagen, das Rennen wurde allerdings ohnehin von Honeysuckle dominierte, die als Favoritin gestartet war und sich am Ende den Sieg auch sichern konnte – wenn auch mit mehr Mühe als man von ihr erwartet hätte.

Supasundae enttäuschte ein wenig während des Rennens und seine Ausbeute an Siegen aus den letzten Jahren ist eher mau – allerdings steht im Jahr 2018 ein zweiter Platz im Stayers‘ Hurdle im Buch – und die Leistung im Punchestown Champion Hurdle im Mai 2019 war ebenfalls beeindruckend. Danach folgte allerdings das Tal der Tränen mit der erwähnten Niederlage gegen Honeysucke sieben Monate später und einer klaren Niederlage im Champion Hurdle beim Cheltenham Festival….. und leider ging es nach der langen Pause bis zum Start in der Saison 20/21 so weiter, denn sein erster Versuch im Gruppe 2Lismullen Hurdle resultierte in einer klaren Niederlage, und er wird hier eine deutlich gesteigerte Form zeigen müssen, um gefährlich gegen Abacadabras zu werden.


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