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Prix de l’Arc de Triomphe

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06.10.2019 – Longchamp – Prix de l’Arc de Triomphe – die Außenseiter – Waldgeist EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 2.400 m  |  Preisgeld: 5.000.000 EURFlachrennen  |  Geläuf: Gras

Magical: Die Galileo Tochter von Aiden O Brien begann ihre Karriere für ihren irischen Erfolgstrainer in der Heimat in Irland, genauer auf dem Kurs in Curragh 2017, auf dem sie auch nach ihrem beim zweiten Anlauf gewonnenen Maidenrennen in Cork ihr erstes Black Type Rennen angehen sollte. Dabei startet sie auf Gruppe 2 Ebene über 1408m im Debutante Stakes als Außenseiterin hinter Happily und Septemner, gewann das Rennen aber mit einem sehr starken Lauf von der Front aus. Magical übernahm bei ihrem ersten Gruppenrennen die Führung und setzte ein eher moderates Tempo, bevor sie im letzten Viertel das Temp noch einmal deutlich anzog und dem Favoriten Happily keine Chance lies, noch einmal an sie heran zu kommen.

Auf Gruppe 1 Ebene einen Monat später im Moyglare Stud Stakes konnte sie dann allerdings gegen die selbe Konkurrentin nicht noch einmal bestehen. Happily war aus dem letzten Rennen gewarnt und wusste, dass sie Magical nicht zu weit ziehen lassen dürfte, sonder blieb dicht an ihr dran und ging dieses Mal den Tempowechsel problemlos mit, so dass die beiden sich ein spannendes Duell bis zur Ziellinie leisteten, welches Happily mit einer Nase für sich entschied.

Magical zog es danach noch im selben Jahr zum Prix Marcel Broussac und zum Newmarket Fillies Mile, allerdings konnte sich die Stute in den beiden Rennen nicht unter den vorderen Platzieren, vielleicht waren die sechs Rennen in ihrer ersten Saison als Zweijährige auch noch ein bisschen viel für sie.

2018 bestritt sie nach der Winterpause den Prix de la Grotte auf Gruppe 3 Ebene, brauchte aber diesen Lauf um nach der Pause wieder ein wenig warm zu werden. Erst beim zweiten Start im Kilboy Stakes zurück in der Heimat in Roland konnte Magical zur Form des letzten Frühjahres zurück kommen und gewann das Gruppe 2 Rennen über guten Untergrund und 1811m mit fast drei Längen Abstand.

Auch die Saison 2018 nam bei Magical vor allem in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt auf, bestritt sie doch im Herbst 2018 gleich vier ihrer sechs Rennen in der Saison, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg im Matron Stakes und dann im Arc De Triomphe in Paris. BEide Rennen waren aber natürlich vom Niveau her auch eine ziemlich ambitionierte Angelegenheit und das im Oktober, drei Wochen nach dem Arc De Triomphe angesiedelte British CHampton Fillies & Mares Stakes auf dem Kurs in Ascot war da schon eine wesentlich realistischere Angelegenheit.

Lag Ti Dar galt damit in jenem Gruppe 1 Rennen nach ihrem Erfolg mit einem zweiten Platz im St Leger als Favorit, konnte aber dem starken Lauf von Magical an der Front nur wenig entgegen setzten, so dass Magical am Ende mit einer Länge vor der Favoritin ins Ziel einlaufen konnte. Der weiche Boden und die lange Distanz von 2400m schienen Magical durchaus zu liegen, so dass der Schritt zum Breeders Cup Turf über 2414m durchaus logisch erschien. Den Sieg hatte man in diesem Rennen, in dem die großartige Enable als Favoritin auflief, von Anfang an nicht wirklich ins Auge gefasst und so war es eine weitere hervorragende Leistung von Magical, dass sie relativ knapp hinter Enable als Zweite in Ziel kam und damit den Saisonabschluss der Rasen Mitteldistanzler in den USA hervorragend abschloss.

Auch für Magical war das der Saisonabschluss, und sie kehrte 2019 im April im Alleged Stakes auf Gruppe 3 Ebene gegen eher moderate Konkurrent zurück, als Hauptkonkurrent wurde vor allem Mustajee gehandelt, der aber in jenem Rennen keine Chance hatte und nur abgeschlagen als vorletzter ins Ziel einlief, während Magical mit einem weiteren dominanten Lauf über 2000m und weichen Untergrund einen 4.5 Längen Sieg einfahren konnte.

Es folgten zwei Starts noch im Mai 2018, zunächst erst einmal im Moonbridge Stakes auf Gruppe 2 Ebene, wo sie Flag Of Honor auf den zweiten Platz verbannen konnte. Das Rennen über 2000m und gut bis weichen Untergrund war ein wenig nichtssagend, denn obwohl Magical das Rennen souverän gewinnen konnte, saßen ihr die drei Konkurrenten dieses Mal dicht im Nacken.

Erst beim zweiten Duell mit fast den selben Konkurrenten dominierte Magical das Feld wieder, mit einem schnellen Tempowechsel auf den letzten 200m und einem guten Durchgangstempo auf den 1800m zuvor. Der Boden war ein wenig trockener geworden und Magical schien sich auf dem schnellen Boden Wohl zu fühlen und mehr von ihrer Form zeigen zu können, als zuvor auf dem weichen Boden – auf dem sie letztes Jahr brillierte.

Da der Regen in Ascot eingesetzt hatte, war die vielseitige Magical eigentlich eine sehr gute Wahl für das Prince Of Wales Stakes, passten doch Boden und Distanz zu ihren Vorlieben. Allerdings schwächelte die Favoritin auf den letzten Metern und schien nicht ganz so viel Ausdauer zu haben wie man von ihr eigentlich gewöhnt war, und Crystal Ocean setzte sich letztendlich doch relativ überzeugend von der Breeders Cup Zweiten ab, die nach drei lockeren Siegen in der Saison offensichtlich ein kleines Formtief erwischt hatte – welches sie aber danach im Duell mit Enable im Coral-Eclipse wieder ausbügelte.

Enable war als weltbeste Stute natürlich die klare Favoritin des Rennens und hätte das Rennen wohl locker gewinnen müssen, allerdings kam Magical ebenfalls in Gang und hielt den Anschluss an Enable, die unter Frankie Dettori wieder einen extrem guten Schlusssprint hinlegte und sich wieder einmal durchsetzen konnte

Enable hatte in ihrem letzten Rennen einige Problem gegen Crystal Ocean, aber hatte Magical davor recht gut im Griff. Die Kräfteverhältnisse waren klar geregelt und auch im Yorkshire Oaks gewann Enable unangefochten vor Magical und noch viel weiter dahinten. Lah Ti Dar.

Es war Zeit für Magical sich ein ewtas leichteres Rennen zu suchen und so startete sie danach im Irish Champion Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Leopardstown – ein Rennen welches er gewinnen konnte, und zwar mit einer einem Favoriten würdigen Dominanz

 

Tipps zum Pferd: Mögliche Front Runnerin, hat einige ihrer besten Rennen von der Front her gewinnen können, kann über guten als auch weichen Boden bei Distanzen von bis zu 2400m eine gute Leistung zeigen.

Fench King: Der French Fifteen Sohn von H. Pantall ist im Besitz von Sheikh Abdullah Bin Khalifa Al Thani und wie so oft in Frankreich hat sich die Kombination aus starkem Trainer und sehr reichem Besitzer in zählbaren Ergebnissen in den letzten Jahren niedergeschlagen.

Die Karriere von French King begann im Jahr 2017 noch ein wenig holprig und er konnte erst im dritten Anlauf sein Maidenrennen gewinnen, schaffte dann aber im Jahr 2018 sein erstes Doppel auf den Kursen in Nantes (2200m) und Pornichet (2400m), was French King danach zur Teilnahme an den ersten Black Type Rennen qualifizierte. So startete er im Prix de l’Avre und dem Coupe des Trois Ans, allerdings ohne dabei den erhofften Sieg feiern zu können.

Aber trotzdem stand am Ende über die 2400m im Coupe des Trois Ans ein zweiter Platz, wenn auch 3 Längen hinter dem Sieger, im Formbuch und French King konnte durchaus stolz auf sich sein, trotzdem sollte 2018 schnell der nächste Sieg folgen und French King nahm die etwas seltene Route zum Swiss Derby nach Fauenfeld in der Schweiz auf sich, wo er gegen unbekannte Konkurrenz einen souveränen Sieg feiern konnte. Zurück in Frankreich wurde er im Juni 2018 im Prix Frédéric de Lagrange erneut deutlich geschlagen, bevor es ihm auf weichem Boden im Prix Dirickx auf dem Provinzkurs in Craon gelang an den dem Sieger dran zu bleiben und mit einem knappen zweiten Platz seinen bisher besten lauf in seinem Heimatland feiern zu können.

Er lief danach gegen bessere Konkurrenz über die 2100m im Prix de la Région Grand Est ein weiteres gutes Rennen auf einem ausbezahlten dritten Platz, ohne dabei jedoch den Sieger Potemkin wirklich gefährde zu können. French King schien in seinem zweiten Jahr einfach nicht wirklich in Gang kommen zu wollen, denn auch über 2400m auf weichem Untergrund im Grand Prix de Nantes, einer Kombination die ihm eigentlich liegen sollte, gelang es French King nicht für Gefahr zu sorgen und er landete auf einem abgeschlagenen sechsten Platz, bevor es in die Winterpause ging.

Diese nutzte sein Trainer H. Pentall offensichtlich gut und konnte French King bereits im Feburar im H.H. The Amir Trophy in Doha zum Sieg führen. Die Doha Challenge und die Amir Trophy sind nun nicht mit den Rennen in Dubai vergleichbar, trotzdem war der Sieg von French King in dem mit 1.000.000$ dotierten Rennen ein großer Achtungserfolg, der drei Monate später in Deutschland im Carl Jaspers-Preis, einem Gruppe 2 Rennen in Köln, bestätigt werden sollte. Die Preisgelder in Deutschland sind vergleichsweise lächerlich gering, aber French King hat hierzulande auch längst nicht mit so starker Konkurrenz zu kämpfen wie in Doha und so dürfte er auch hier in Hamburg eine äußerst gute Figur machen können.

 

Waldgeist: Der Galileo Sohn startet für den französischen Erfolgstrainer Andre Fabre und ist im Besitz des Gestüt Ammerland, welches ihn nun durch die gesamte Welt in die besten Rennen die sie finden können zu schicken, und das durchaus mit Erfolg. Waldgeist ist eine der aktuellen Erfolgsgeschichten der deutschen Zucht, aber kein ganz einfacher Zeitgenosse. Trotzdem, seine Geschichte liest man immer wieder gerne:

Nach einem gewonnenen Debüt im September 2016 lies er zwei Rennen darauf einen Sieg im Gruppe 1 Critérium de Saint-Cloud über Best Solution und Capri folgen und beendete somit seine Saison 2016 etwas überraschend mit einem Sieg auf Gruppe 1 Ebene.

Im Mai 2017 kehrte er dann im Gruppe 2 Prix Greffulhe wieder, war aber offensichtlich noch nicht ganz fit und unterlag Reccoletos deutlich mit zwei Längen. Nur einen Monat später startete er im Gruppe 1 Prix du Jockey Club in Chantilly und traf dort erneut auf Reccoletos und den klaren Favoriten und nun mehrfachen Gruppe 1 Sieger Brametot. Dieser hatte es schwer, Waldgeist auf den letzten 50m noch einzuholen und zu überholen, schaffte es aber am Ende doch noch mit einem Kopf, was Waldgeist nur knapp die zweite Überraschung in einem Gruppe 1 Rennen in weniger als einem Jahr verdarb.. Der Lauf von Waldgeist war überragend und gab duchaus Hoffnungen gegen die Hausmacht von Aiden O’Brien im Irish Derby, am Ende langte es allerdings nur für einen vierten Platz hinter Capri, Cracksman und Wings Of Eagles. Alle drei platzierten nahmen ihm am Ende über eine Länge ab, wobei Waldgeist 400m vor dem Ziel noch augenscheinlich mitten im Rennen um Platz 1 stand, dann aber auf den letzten 150m das Tempo nicht mehr mitgehen konnte und die Sieger ziehen lassen musste. Es mag durchaus am guten Untergrund gelegen haben, dass es im Irish Derby nicht laufen wollte und Waldgeist ist auf weichem Boden zu ganz anderen Leistungen fähig, darüber täuscht auch sein zweiter Platz im Cumberland Lodge Stakes nach drei Monaten Pause in Ascot nicht hinweg. Waldgeist sah wieder ca. 400m vor dem Ziel nach dem sicheren Sieger aus und lief noch mit milden Druck von seinem Jockey, während der Rest schon in voller Fahrt war, kam dann selbst unter Druck und lies den erwarteten Boost vermissen. Stattdessen driftete er zu Danehill Kodiak in die Mitte der Bahn und zog gleichauf mit dem Konkurrenten zum Ziel, um mit einer Nase zu scheitern.

Auch beim nächsten Start im Herbst 2017 wollte es einfach noch nicht so richtig rund laufen für Waldgeist. Der weiche Boden war eigentlich ideal im Grossen Preis von Bayern 2017, aber wieder einmal zeigte Guignol, warum man ihm als Front Runner nicht zu viel Leine lassen wollte und siegte über die besten Starter, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt zu bieten hatte.

Nach der verdienten Winterpause kehrte Waldgeist im Prix d’Harcourt im April 2018 zurück zu den Galopprennen, musste aber auf schwerem Untergrund über ungewohnt eund nicht gerade ideale 2000m mit einem vierten Platz vorlieb nehmen. Er bleib auf dem Kurs in Longchamp, bekam aber im Prix d’Hédouville auf Gruppe 3 Ebene nicht nur leichtere Konkurrenz, sondern auch schnelleren Boden und 400m mehr Distanz, was alles in allem für eine stark gesteigerte Leistung und einem weiteren Gruppensieg führte.

Kein Wunder also, dass er auf dem präferierten weichem Boden beim Grand Prix de Chantilly mit drei Längen über Dschingis Secret dominieren konnte und auch Way To Paris auf die Bretter schickte, der im Prix d’Hédouville noch deutlich näher an ihm dran war.

Die Erfolgsgeschichte setzte sich im Juli im Grand Prix de Saint-Cloud auf Gruppe 1 Ebene weiter fort, als er auf gut bis weichem Boden Coronet und Salouen knapp schlagen konnte. Andre Fabre hatte sich schon mehrfach geäußert, dass er seinen Starter eigentlich nicht auf schnellem oder guten Boden starten lassen möchte und auf Regen wartet, und Regen ist das, was Waldgeist  im Vorfeld des Prix F vermutlich hätte brauchen können, aber aufgrund des Jahrhundertsommer ist es natürlich auch in Frankreich trocken und Waldgeist musst du wohl oder übel auf guten Boden starten, wenn er vor den großen Rennen heute im Arc noch mal ein Trainingsrennen absolvieren wollte .   Alle Sorgen des Trainers und seine Fans konnte Waldgeist allerdings in dem Rennen selbst komplett zerstreuen als er die Führung übernahmen und bis zum Ende des Rennens nicht. Waldgeist marschiert und marschiert und marschierte an der Front des Rennens nach Belieben und keine Konkurrenten selbst unsere Pick Talismanic  konnte sich nicht mehr an den von Spanner herantasten,  ganz so als wollte Waldgeist ein für alle mal beweisen dass alles geredet darum dass er weichen Untergrund bräuchte um seine Bestform zu zeigen völlig an den Haaren herbei gezogen wäre

Dann kam der Arc und ein sehr guter vierter Platz hinter der Favoritin Enable, die das Rennen wieder einmal fest im Griff hat. Der Arc war Enables größter Triumph. aber dann nahmen beide noch die größten Rennen in Amerika ins Auge und machten sich zum Breeders Cup Turf auf.

Wieder war es Enable, die das Rennen dominierte und Walgeist musste sich mit einem abgeschlagenen Platz zufrieden , ohne dabei jemals für Gefahr im Rennen sorgen zu können. Die Saison war für ihn allerdings noch nicht abgeschlossen und es ging noch einmal auf einen anderen Kontinent, dieses Mal nach Fernost zum Hong Kong Vase, wo Waldgeist auf Grund der etwas schlechteren Konkurrenz als Favorit gehandelt wurde. Leider konnte sich Waldgeist allerdings nicht wie erhofft mit seiner Taktik in dem hoch dotierten Rennen etablieren und musste sich stattdessen am Ende wieder mit einem abgeschlagenen fünften Platz zufrieden geben, währen Ecultant und Lys Gracieux das Rennen unter sich ausfochten. 2018 war einfach nicht das Jahr von Waldgeist, der aber das Zeug hat sich auch auf dem höchsten Niveau durchzusetzen und zumindest ist ihm dies nach der Winterpause im Prix Ganay auf Gruppe 1 Ebene in seiner Heimat in Frankreich auch wieder gelungen.

Nach der enttäuschenden Saison 2018 war Waldgeist hinter Ghaiyyath und Soleil Marin nur als dritter Fa Orbit von fünf  gehandelt worden, konnte aber dieses Mal lies Waldgeist die anderen die Arbeit machen und sprintete kurz vor dem Ziel den anderen locker davon. Das war eine sehr gute Leistung, die ihn 2019 nahe an seine Berstform heranbrachte

Den selben Trick versuchte Waldgeist im Prince Of Wales Stakes ebenfalls, verpasste aber den Anschluss im Schlusssprint und hatte trotz seines normalerweise sehr guten Tempowechsels keine Chance mehr an die beiden Sieger heranzukommen. Im King George VI & QE musste er gegen Enable und Crystal Ocean ran – die beiden Konkurrenten konnten sich am Ende von Waldgeist absetzen, aber Walgeist blieb auf dem unpassenden schnellen Untergrund dran und konntesich einen klaren dritten Platz sichern.

Auf etwas weicherem Boden konnte er sich zurück in Frankreich im Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene dieses Mal locker gewinnen, was allerdings bei der angetreten Konkurrenz auch nicht verwunderlich war.

Letztes Jahr war Waldgeist bei schnellem Boden im Prix de l’Arc de Triomphe Vierter, mit unter 2 Längen Rückstand! Auf dem weicheren Boden dieses Jahr gehe ich davon aus, dass Waldgeist mindestens wieder einen Platz erreichen wird – klarer EW Pick!

 

 

Japan: Der Galileo Sohn von Aiden O’Brien hat nach seinem eher moderatem Debüt in einem Maidenrennen im September 2019 nicht mehr zurückblicken müssen und konnte sie gleich mehrfach auf höchster Ebene exzellent in Szene setzten. So gewann er nach seinem siegreichen Maidenrennen in Listowel auch gleich das Gruppe 2 Beresford Stakes in Naas, und das obwohl sein Stallgefährte Mount Everest unter Ryan Moore als Favorit in das Rennen gegangen war. Die beiden Stallgefährten schenkten sich allerdings nichts und Japan hatte am Ende sprichwörtlich die Nase vorn – und sich die Aufmerksamkeit von Ryan Moore für sein nächsten Rennen redlich verdient – auch wenn dies erst nach der obligatorischen Winterpause geschehen sollte

Allerdings kam er im Dubai Dante Stakes auf Gruppe 2 Ebene am Ende nicht gegen Telecaster an, der das Rennen vor dem hoch gehandelten Too Darn Hot gewann. Vielleicht war Japan einfach noch nicht komplett fit oder es mangelte ihm an Erfahrung um an an den anderen beiden dran zu bleiben, so jedenfalls blieb er bei seinem Saisondebüt 2019 über 2063m weit zurück. Das machte allerdings nichts denn das eigentlich Ziel in der frühen Saison war natürlich das Epsom Derby im Juni, wo Japan zusammen mit Anthony Van Dyke und Broone auflief, und 2019 war das Derby so offen wie selten – es zeichnete sich im Vorfeld kein klarer Favorit ab und die Teilnehmer konnten sich zurecht alle Hoffnungen auf den Sieg machen.

Und am Ende war Japan auch an den Siegern dran und musste sich in dem hart umkämpften Rennen nur mit einem dritten Platz zufrieden geben – hätte aber auch gerne den zweiten Platz belegen können, den Madhmoon nur mit einer Nase vor ihm hielt. Wieder war Japan besser als die erste Wahl von O’Brien, Sir Dragonet, in diesem Rennen und wieder hatte er seinen Stallgefährten unter Ryan Moore um einige Längen geschlagen.

Moore hüpfte für das Gruppe 2 King Edward VII Stakes in Royal Ascot dann wieder auf Japan auf, der dieses leichtere Rennen dann auch mit gut 4,5 Längen Vorsprung für sich entscheiden konnte

Aiden O’Brien schickte das Duo dann nach Frankreich zum Grand Prix de Paris, der im Jahr 2019 ein wenig enttäuschen besetzt war. Japan startete als haushoher Favorit und gewann das Rennen auch wie erwartet, auch wenn Slalom am Ende nur eine halbe Länge Rückstand hatte.

Tipps zum Pferd: Hat sich mit dem Schritt auf 2400m zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten auf Gruppe 1 Ebene entwickelt und hat schon mehrfach als besser eingestufte Stallgefährten aus dem Hause O’Brien am Ende geschlagen. Hat sich mit dem Sieg im King Edward VII Stake und dem Grand Prix de Paris bewiesen und sollte hier eine Rolle spielen können, auch wenn fraglich ist ob er einen Crystal Ocean in Bestform noch einholen könnte.


Chantilly – 01.10.2017 – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Order of St George / Satono Diamond EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

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Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.400 m  |  Untergrund: weich

Das Highlight des heutigen Tages bzw. der ganzen Woche und Europas wichtigstes Flachrennen steht nun endlich an – der Prix de l’Arc de Triomphe, oder kurz der „Arc“ ist mit fünf Millionen Euro Preisgeld nicht nur Europas teuerstes Pferderennen und muss sich international nur dem Dubai World Cup geschlagen geben. Viele der besten Rennpferde der Welt haben in diesem Rennen teilgenommen und jedes Jahr fiebern Millionen Fans diesem rennen entgegen und jedes Jahr entfaltet sich schon vor dem Rennen eine gewisse Dramatik, wenn die Vorbereitung vermeintliche Favoriten nicht läuft, Verletzungen vielversprechende Talente aus diesem Rennen wirft oder eigentlich gesetzte Jockeys einen Rückzieher machen müssen. Dieses Jahr ist es die Nachnominierung von Europas bester dreijähriger Stute Enable, die für Aufsehen und ein ziemliches Durcheinander bei den Quoten gesorgt hat. Das dürfte Auden O’Brien mit seinem gigantischen Aufgebot hier gar nicht schmecken und die Kritiker sind sich schon einig – Enable wird den Arc mit ziemlicher Sicherheit für sich entscheiden.

John Godsen sichert sich für seine Enable wieder die Dienste von Frankie Dettori, und das Duo hat dieses Jahr definitiv von sich reden gemacht.
Nach einem Debütsieg im letzten Jahr in Newcastle und einem zweiten Platz danach in Newbury ging es für Enable in die Winterpause und man kann sich nicht ganz vorstellen, dass das Debüt im Mai genauso geplant gewesen war, wie es sich im Endeffekt abgespielt hat., obwohl es für eine so talentierte Stute ungewöhnlich ist, die Guineas Rennen zu verpassen. Enable startete stattdessen im Cheshire Oaks in Chester und verpasste damit alle Classics der Saison bis dato, was wie gesagt für ein so talentiertes Pferde sehr ungewöhnlich ist und einige Fragen bezüglich ihrer Vorbereitung offen ließ.
Erst im Gruppe 1 Epsom Oaks traf sie auf Konkurrenten wie Rhododendron oder Sobetsu, die ihren ersten wirklichen Test darstellten. Sie hatte im Vorfeld eine Menge Lob bekommen und startete als eine der Favoritinnen für das Rennen, und diesen Vorschusslorbeeren wurde sie auch im vollen Umfang gerecht. Gegen die beiden hoch gehandelten Konkurrentinnen trat sie also mit dem Hype im Rücken an und sie konnte das Feld mit einem dominanten Lauf und über fünf Längen Vorsprung auf die Bretter schickte.
Auf weichem Untergrund hatte Frankie sie während dem Rennen auf der dritten Position geparkt und sie hatte relativ viel Ruhe während des Rennens, ohne Druck von anderen Pferden neben sich. Pocketfullofdreams setzte ein ziemlich hartes Tempo und Rhododenron und Enable kamen beide auf der Zielgeraden an die erschöpfte Front Runnerin heran und lieferten sich ein hartes Duell bis ca. 100 Meter vor dem Ziel, wo Enable die Führung übernahm und die Favoritin Rhododendron sicher hinter sich lassen konnte.
Mit ihrem nächsten Start im Gruppe 1 Irish Oaks ließen sich die wirklichen guten Konkurrentinnen wie Rhododendron nicht blicken und Enable startete zu Recht als haushohe Favoritin. Dieses Mal besetzte sie einen zweiten Platz während des Rennens und hatte wieder keinen Druck, ließ man der führenden Bengala doch ein paar Längen Vorsprung und Bean Fasa lief einen Meter hinter ihr. Enable gab dann beim Einlaufen in die Zielgerade Gas und setzte sich vom Feld ab. Rain Goddess gab ihr kurzzeitig noch etwas zu tun, aber Enable war viel zu gut um irgendwelche Probleme mit dem Feld zu haben, welches aber auch nicht so stark besetzt war.
Enable machte in ihrem nächsten Rennen einen gehörigen Schritt nach oben, was die Klasse des Rennens anbelangt, lief sie doch im Gruppe 1 King Goerge VI & Queen Elisabeth Stakes gegen die männliche Konkurrenz und noch dazu gegen Konkurrenten, die deutlich älter waren als sie. Trotzdem dominierte sie die mehrfachen Gruppe 1 Sieger wie Ulysses, Higland Reel und Idaho mit Leichtigkeit und hatte am Ende der Zielgerade 4.5 Längen Vorsprung herausgeholt.

Danach ging es für sie nach York zum Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks über 2385m und sie setzte sie selber bequemdas Tempo vor der Verfolgerin Queen’s Trust, während Coronet Probleme hatte sich an die dritte Position zu gewöhnen. Enable zog dann auf der Zielgeraden wie gewohnt das Tempo an und lies den anderen Stuten keine Chance mehr an sie heranzukommen. Der Arc ist allerdings eine ganz andere Angelegenheit, nicht nur geht es wieder gegen die Männer, sondern auch über weichen Boden und eine wesentlich härtere Konkurrenz, als sie bisher jemals gegen sich hatte. Sie bekommt wie die andere dreijährige Stute ein wenig Gewicht erlassen und hat mit Stall 2 einen guten Draw erwischt. Sie ist das diesjährige Phänomen unter den Dreijährigen, aber ob sie eine Quote von 2 im Arc rechtfertigen kann, wird jeder für sich entscheiden müssen. Sie schlug über diese Distanz allerdings schon Ulysses, der über 2000m Churchill im Juddmonte International  auf die Bretter schickte und hier entweder als Pacemaker oder direkt hinter diesen auftreten wird. 2400m waren sowohl im Juddmonte International  als auch im Breeders Cup Turf außer Reichweite für Ulysses und hier sind zu viele ausgemachte Ausdauerläfuer im Feld, um ihn mit Vertrauen zu empfehlen.

Aiden O’Brien fährt dieses Jahr schwere Geschütze auf und schicht Winter, Order Of St George, Capri, Seventh Heaven und Idaho nach Frankreich, um sich seinen Anteil an den 5.000.000 Euro zu sichern. Dabei hat er dieses Jahr schon einige große Rennen gewinnen können und in anderen nur knapp verpasst.

Fast hätte Order Of St George es geschafft, sich ein zweites Mal in Folge im Ascot Gold Cup durchzusetzen, allerdings hielt der Front Runner Big Orange beneidenswert dagegen und die beiden lieferten sich über die letzten fünfzig Meter ein hartes Duell. Big Orange erwischte das Feld mit seinem Tempowechsel unvorbereitet und konnte sich einige Längen Vorsprung sichern, während Order Of St George noch nach einer Lücke suchte und dann, als er im freien war, von hinten angeflogen kam. Big Orange hatte allerdings noch ein wenig Kraft übrig und konnte sich am Ende mit einem Nacken gegen ihn durchsetzen, was den zweiten Sieg in Folge in diesem Rennen für den hoch gehandelten und als Favoriten gestarteten Order of St George verhinderte. Die Niederlage war die zweite in der Saison 2017 und der Gold Cup das erste wirklich nennenswerte Rennen, in dem Order Of St George 2017 gestartet war, was seine Unterstützer etwas kalt erwischt haben sollte.

Der Galileo Sohn ist ohne Frage ein sehr hochklassiger Hengst, wie er schon in seiner Zeit als 2yo und 3yo bewiesen hatte. und ein Gruppe 1 Sieg in der Saison ist eigentlich reine Formsache für ihn. 2014 begann seine Karriere noch ein wenig langsam, er schaffte aber immerhin eine Platzierung auf Listed Niveau, bevor es in die ausgedehnte Winterpause ging. Deutlich über den Winter 2014/15 gereift, gelang ihm beim Saisondebüt bereits eine Platzierung auf Gruppe 3 Niveau im Curragh Cup, bevor er ein Handicap und das Gruppe 3 St Leger Trial Stakes, ebenfalls in Curragh, nach Belieben dominierte.

Ziel des Ganzen war natürlich das Irish St. Leger 2015, welches er als Favorit auch mit unglaublichen 11 Längen Vorsprung gewann. Etwas schade war, dass er die Saison 2015 nach diesem Rennen beendete und erst 9 Monate später im McGrath Memorial Stakes wieder auf die Rennstrecke zurück kehrte. Auch da konnte er die Konkurrenz dominieren und nahm danach direkt Kurs auf den Ascot Gold Cup, den er ja wie beschrieben bequem gewinnen konnte. Danach ging es auf den selben Weg wie im letzten Jahr über das St Leger Trial Stakes in Curragh. Der Sieg war deutlich enger als erwartet und im Irish St. Leger 2016 kam er überraschend nur auf einen zweiten Platz hinter Wicklow Brave, und das bei einer Quote von nur 1.14! Eigentlich hätte er das kleine Feld dominieren müssen und der Hype um ihn nahm fast schlagartig ab. Dass er einen Monate später beim Prix de l’Arc de Triomphe in deutlich besserer Verfassung war und einen knappen dritten Platz belegen konnte, gab ihm ein wenig Aufwind, vor allem da er auch den hoch gehandelten Postponed, Makahiki und New Bay alle hinter sich gelassen hatte.

Dementsprechend ging es als haushoher Favorit in den Champions Long Distance Cup, wo er aber erneut überraschend unterlag und 1,5 Längen auf den Sieger Sheikhzayedroad verlor, und sich zudem auch noch hinter Quest For More und simple Verse einordnen musste. Das ganze war auf gutem Untergrund, wie auch sein Saisondebüt im Jahr 2017 im Gruppe 3 Vintage Crop Stakes, wo erneut als haushoher Favorit mit 1,5 Längen Rückstand auf Torcedor unterlag.

Offensichtlich auf der Suche nach einem sicheren Sieg startete er danach auf Listed Ebene in einem Rennen in Leopardstown, welches er mit 2 Längen souverän vor Twilight Payment gewinnen konnte. Dass dieser Konkurrent als beste Form nur zwei Gruppe 3 Platzierungen hinter Order Of St. George vorweisen kann, sprach nicht gerade für das Niveau des letzten Rennens und die Leistungen im Gold Cup 2017 blieben dann auch marginal hinter denen aus dem Vorjahr zurück.

Seine Leistungen im Jahr 2016 im St Ledger Trial waren bereits beeindruckend und im Jahr 2017 lies er wieder einen lockeren, ungefährdeten Sieg folgen. Er hielt sich im Mittelfeld des kleinen Feldes auf und übernahm erst auf der Zielgeraden die Führung, musste aber kaum hart geritten werden um in Gang zu kommen und sich mehrere Längen vom Rest des Feldes abzusetzen. Der Sieg 2015 im Irish St Leger war phänomenal, und 2017 sollte eine ähnliche Leistung folgen. Ryan Moore positionierte ihn im Mittelfeld auf dem fünften Platz und lies ihn an der Außenseite in der letzten Kurve die Front Runner einsammel und schickte ihn in vollen Gang, als noch 1.5 Furlong zu laufen waren. Order Of St George setzte sich sofort mehrere Längen ab und gewann das Rennen am Ende mit neun Längen Vorsprung. Letztes Jahr war er Dritter in diesem Rennen auf für Frankreich ungewohnt schnellem Untergrund und die Bedingungen liegen ihm. Heute verlässt ihn Ryan Moore allerdings zu Gunsten der zweiten dreijährigen Stute im Feld, Winter.

Winter startetet ihre Karriere für den Trainer David Wachmann in Irland, für den sie ihre ersten drei Rennen absolvierte. Diese drei Rennen waren ausschließlich Maidenrennen und von keiner immensen Qualität, allerdings wechselte sie danach zu Aiden O’Brien und damit zu einem der erfolgreichsten irischen Trainer überhaupt. Dieser trainierte sie über den Winter 2016 und lies sie im Gruppe 3  Ballylinch Stud 1,000 Guineas Trial Stakes im April 2017 auflaufen, wo sie bei ihrem Saisondebüt nach acht Monaten Pause Hydragena unterlag. Die Konkurrentin hatte nur einen Kopf Vorsprung, Winter schaffte es aber einfach nicht, diese minimale Marge aufzuholen und vielleicht war die lange Pause, die ihr noch zu deutlich in den Knochen saß. Beim Guineas 1000 in Newmarket jedenfalls kam sie nur einen Monat später dann ideal in Fahrt und hatte noch das Glück, dass sich die Lücke für Rhododendron schloss und die Konkurrentin daher viel zu spät in Gang kam, was Winter endgültig den Sieg mit gut 2 Längen Vorsprung sicherte.

Ihr Jockey Wayne Lordan platzierte sie außen im Feld mit etwas Deckung und konnte sie rechtzeitig an die Front bringen, während Rhodedendron mitten im Feld lief und nicht aus der Deckung kam, bis es zu spät war. Trotzdem machte die Konkurrentin einiges an Plätzen noch gut und hätte vermutlich gewonnen, wenn die eine ähnliche Lücke wie Winter bekommen hätte, aber beide waren deutlich besser als der Rest des antretenden Feldes.

Auch Hydragena lief im Guineas 1000, belegte aber nur einen abgeschlagenen zehnten Platz, ist aber deutlich besser, als sie dort gezeigt hatte und kam dementsprechend im Irish 1000 Guineas auch auf einen besseren, dritten Platz.  Roly Poly lief in diesem Rennen auf einen soliden zweiten Platz knapp vor Hydragena, beide hatten aber deutlich Rückstand auf die Siegerin Winter, die damit zwei sehr hochklassige Stuten in ihrem Alter souverän geschlagen hatte. Roly Poly wurde später in der Saison noch zur Gruppe 1 Siegerin, während Hydragena immer wieder auf Winter traf, dieser aber kontsant unterlag.

Im Irish Guineas hielt Winter sich im Mittelfeld auf, bevor sie sauber auf der Zielgeraden sich an die Führenden heranarbeite und mit einem Tempowechsel dann deklassierte. Fast fünf Längen betrug der Rückstand des Feldes auf Winter, die nicht einmal mit allen Mitteln angetrieben wurde.

Dementsprechend startete sie beim Gruppe 1 Coronation Stakes als klare Favoritin, musste sich aber ein wenig mühen, um Roly Poly zu überholen, die ein großartiges Rennen lief. Damit hatte Winter ein weiteres Rennen über die Meile gewonnen und ihre Fähigkeit sowohl auf weichem als auch auf schnellem Untergrund zur genüge bewiesen und alle dreiährigen Stuten auf der Insel, die Rang und Namen haben, in ihre Schranken gewiesen. Aber auch die ältere Konkurrenz im Gruppe 1 Qatar Nassau Stakes hielt für Winter keine Schrecken bereit und sie gewann gegen Sobetsu, Bond Me, So Mi Dar und Hydrangena erneut souverän, so dass ihr der Sieg im Matron Stakes erneut zugetraut werden musste und sie startete dementsprechend auch als Favoritin, musste sich aber Hydragena unterordnen. Wayne Lordan schlug damit seine alte Partnerin mit seiner neuen und Ryan Moore wird sich schon auf der Rückgeraden Sorgen gemacht haben, denn so richtig sauber lief Winter zu diesem Zeitpunkt nicht, besserte sich aber mit zunehmender Distanz und auf der Zielgeraden übernahm sie die Führung von Roly Poly und sah kurz wie die sichere Siegerin aus, wurde dann aber von der stark auflaufenden Hydragena eingesammelt. Ryan Moore und Aiden O’Brien müssen sich eine Menge von Winter bei ihrem ersten Versuch über mehr als 2000m versprechen, wenn Moore dafür Order Of St George links liegen lässt, aber gegen Enable sieht Winter trotzdem wie die zweite Wahl aus.

Der Galileo Sohn Capri gewann letztes Jahr zunächst das Coolmore Canford Cliffs Stakes um dann das Gruppe 2 Juddmonte Beresford Stakes vor Jucantan zu gewinnen. Best Solution nahm ihm im Creterium De Saint-Cloud eine halbe Länge ab und so kam Capri als eigentlich Favorit nur als Dritter ins Ziel. Er hatte auf dem Untergrund nicht ganz den Speed um mit den beiden Siegern mitzugehen, trotzdem waren die Leistungen im Jahr 2016 sehr gut und mit dem Gruppe 2 Sieg hatte er einen ordentlichen Standard erreicht und der Trainer konnte mit der ersten Saison zufrieden sein.

Sein Start in die neue Saison war allerdings schlechter als erwartet und auch die knappe Niederlage im Gruppe 3 Derrinstown Stud Derby Trial Stakes gegen Yucatan und Douglas McArthur war keine überragende Leistung. In dem Rennen fehlte ihm erneut die Geschwindigkeit, um auf den letzten Metern mit dem Sieger mitzugehen und es mag die Pause gewesen sein, die ihm auch noch beim zweiten Start in der Saison in den Knochen gesteckt hat, oder die Distanz  die nicht ganz gepasst hat, jedenfalls scheiterte er knapp mit unter einer halben Länge an seinem Stallgefährten. Gegen Wings Of Eagles hatte er im Derby eine Chance und musste sich mit einem immer noch respektablen sechsten Platz zufrieden geben, während er im weniger umfassend besetzten irischen Derby den Favoriten Wings Of Eagles und Cracksman knapp den Tag verderben konnte. The Anvil übernahm die Führung im Feld und setzte sich um einige Längen von den Verfolgern ab, die das gesetzte Tempo nicht ganz mitgehen wollten, Capri positionierte sich aber gut auf dem zweiten Platz hinter dem Pacemaker, der wie zu erwarten auf der Zielgeraden in sich zusammenfiel und den Weg für die Verfolger frei machte. Wings Of Eagles und Cracksman nahmen Maß, aber Capri gab in der Mitte der Bahn ebenfalls Gas und setzte sich souverän an die Spitze, bevor die Verfolger in Gang kamen und noch mal an ihn herankamen. Er kämpfte verbissen um die Führung und konnte sich am Ende knapp mit einem Nacken behaupten

Wenn er ideal platziert wird, hat er gute Chancen auf eine Platzierung, muss aber aufpassen dass er auf der Zielgeraden nicht in ein Duell um Geschwindigkeit gezogen wird und darf hinter den Front Runnern nicht zu weit zurückfällt. Ein langsam anziehender, aber ausgedehnter Sprint zum Ziel wie im Irish Derby liegt ihm am meisten und wie man so ein  muss das Rennen taktisch vorbereitet hat O’Brien im letzten Rennen gezeigt.  Die Verbindungen von Capri schafften es mit dieser Blaupause, das St Leger taktisch ideal für Capri vorzubereiten und er gewann das Rennen knapp gegen Crystal Ocean und Stradivarius, allerdings war das St Leger 2017 auch eine der schwächeren Ausgaben und der Arc sollte außer Reichweite für Capri liegen.

Das Idaho für Aiden O’Brien hier nicht als Mit-Favorit startet, ist nach seinem letzten Leistungen mehr als verständlich und er sollte als einer der möglichen Pacemaker nur als Support für seine Stallgefährten auflaufen.

Der Galileohengst feierte ohnehin schon im Jahr 2015 sein Debüt für den Erfolgstrainer und versuchte sich bereits bei seinem zweiten Start im Gruppe 1 Criterium de Saint-Cloud, wo er auf einem respektablen fünften Rang ins Ziel einlief. Es folgten in der Saison 2016 zwei eher unspektakuläre Platzierungen auf Gruppe 3 Ebene, bevor er im Investec Derby startete und überraschend auf einem dritten Rang hinter Harzand ins Ziel einlief. Er bestätigte die exzellente Leistung mit einem zweiten Platz hinter Harzand im Dubai Duty Free Irish Derby, bevor er gegen etwas schwächere Konkurrenten sein erstes Gruppe 2 Rennen im Betway Great Voltigeur Stakes hatte gewinnen können. Er startete im Gruppe 1 Ladbrokes St Leger Stakes als klarer Favorit, stolperte aber 3 Furlong vor dem Ziel als er die Bahn nach außen wechselte und warf seinen Reiter Seamie Heffernan ab.

Knapp einen Monat später machte er sich auf nach Kanada zum Gruppe 1 Pattison Canadian International Stakes, wo er erneut als Favorit startete, aber schon beim Start einige Längen verschenkte und nie in das Rennen fand. Über den Winter ging es zurück nach Irland in das heimische Trainingslager, nur im Coronation Cup  erneut auf Gruppe 1 Ebene sein Saisondebüt zu feiern. In diesem Rennen belegte er einen sechsten Platz, was für das erste Rennen seit acht Monaten eine gute Leistung war und er lies gleich danach seinen zweiten Gruppe 2 Sieg folgen. Er sollte zumindest in der Lage sein, seinen Stallgefährten Deckung für das Rennen zu geben.

Dschingis Secret von Markus Klug ist aber derzeit derart gut in Form, dass er als das beste aktive deutsche Rennpferd gehandelt wird und ein Sieg im Arc würde ihn und seinen Trainer unsterblich machen.

Dschingis Secret gewann drei seiner letzten vier Rennen und hob damit seine Form aus dem Jahr 2016 deutlich an, hatte aber auch zuvor schon mit einer Platzierung im 147. Deutsches Derby auf sich aufmerksam machen können.

Er startete seine Karriere im Jahr 2015 noch ohne großes Aufheben, gewann aber dann gleich sein Saisondebüt im Jahr 2016 und belegte einen dritten Platz beim Derby Trial in Hannover bevor er im Gruppe 2 Union-Rennen einen weiteren Platz erreichte.

Der knappe dritte Platz beim 147. Deutsches Derby vor Wai Key Star war eine persönliche Bestleistung und absolut nicht zu verachten, so dass der abgeschlagene neunte Platz danach im Grossen Preis von Baden hinter Iquitos schon eine herbe Schlappe war. Er wechselte nach Mailand, wo er das Gruppe 3 St. Leger Italiano gewinnen konnte und damit sein Jahr erfolgreich abschloss und einige gute Preisgelder über die Saison eingesammelt hatte

Es folgte die wohlverdiente, lange Winterpause und das Saisondebüt im Mai, wo er im 82. Gerling-Preis in Köln die Konkurrenz deklassierte. Das beinhaltete die hoch gehandelten Konkurrenten Sirius und Kasalla, die er mit sechs Längen nach Belieben hinter sich lassen konnte, was ihn beim Gruppe 2 Preis der Badischen Wirtschaft zu Recht zum Favoriten beförderte. Wieder einmal war es allerdings Guignol, der das Rennen stehlen konnte und sich vor Iquitos über die Ziellinie retten konnte.

Dschingis Secret lies seine Unterstützer aber im Gruppe 2 Grossen Hansa-Preis knapp sechs Wochen später aufatmen, wo er erneut einen ungefährdeten Sieg vor Iquitos und Guignol feiern konnte. Auch der Start gegen Hawkbill, Colomano und Racing History im Grossen Preis von Berlin im August sollte die Siegesserie von Dschingis Secret nicht beenden und bis auf Hawkbill hatte keiner der Verfolger auf der Zielgeraden eine Chance, so dass schon über die Teilnahme in diesem Rennen spekuliert und diskutiert wurde. Er bekam einen Start im Qatar Prix Foy  auf diesem Kurs in September serviert, um sich an Track und Boden zu gewöhnen und gewann gegen Cloth Of Stars und Talimanic souverän, was gegen den Starter von Andre Fabre ein wenig überraschend war.

Hier hat er etwas härtere Konkurrenz vor der Brust, er kommt aber mit weichem und gutem Boden super zurecht und hat in zwei seiner letzten drei Rennen die Konkurrenz dominieren können, ein Sieg in Europas wichtigsten Flachrennen erscheint aber trotzdem als sehr schwere Aufgabe. Aber auch der andere deutsche Starter wird hier alle Hände voll zu tun haben.

Hans Jürgen Gröschel stellte mit dem Adlerflug Sohn Iquitos den diesjährigen Favoriten des Großen Preis von Baden, sein Schützling kam mit dem harten Tempo von Guignol aber nicht zurecht und wird hier vermutlich noch härteres Tempo serviert bekommen. Der talentierte Hengst hat sich bereits bei seinem nächsten Rennen nach seinem Debüt in bester Verfassung gezeigt und sein Maidenrennen sowie zwei Handicaps hintereinander, bevor er sein erstes Gruppenrennen in Form des Sparkassen Preis in Krefeld anging. Dort belegte er einen guten zweiten Platz hinter Place Prince, der zu diesem Zeitpunkt gut 14 Punkte höher geratet war als Iquitos. Das Rennen sollte auch sein Saisonabschluss werden und es dauerte bis zum Preis von Dahlwitz im April 2016, bis wir ihn wiedersehen konnten. Damals belegte er einen guten vierten Platz hinter Articus, Devastar und Guignol und steigerte sich zu einem zweiten Platz im Grosser Hansa-Preis  beim darauffolgenden Start. Im Gruppe  1 Grossen Dallmayr-Preis in München im Jahr 2016 kam er nur eine Länge hinter dem Sieger ins Ziel und er schien sich mit jedem Start weiter zu steigern, so dass man ihm für den Großen Preis von Baden durchaus Chancen ausgerechnet hat, dass er die versammelte Konkurrenz aber um fast drei Längen schlagen konnte und so souverän gewann, war schon eine kleine Überraschung. Vielleicht lag es am aufgeweichten Boden, der einigen Konkurrenten damals zu schaffen gemacht hatte, denn im Preis von Europa noch im selben Monat kam Iquitos auf besserem Boden nicht richtig in Gang und das hohe Tempo, welches durch Kasalla gesetzt wurde macht ihm zunehmend Probleme. Iquitos hatte sich hinten an das Feld gesetzt und hatte sicher vor, es auf der Zielgeraden von hinten aufzurollen, musste aber weit außen in die letzte Kurve gehen und kam mit dem Tempowechsel nicht zurück, so dass er im Endeffekt niemals richtig gefährlich werden konnte.

Auch beim großen Preis von München im November ordenete sich Iquitos hinten im Feld ein und lies Guignol das Tempo setzen, dieser vergrößerte aber den Abstand auf die Verfolger auf der Rückgeraden immer weiter und setzte sich ein wenig vom Feld ab. Die Verfolger hofften wohl, das Guignol das gesetzte Tempo nicht durchhalten würde und sie ihn auf der Zielgeraden dann überholen könnten, allerdings gab Guignol dort alles und lies die englischen Besucher Racing History und Hawkbill leer ausgehen. Iquitos kam auf der Zielgeraden auf dem weichen Boden wieder näher heran, war aber niemals in Schlagdistanz zu dem Sieger und enttäuschte nun zum zweiten Mal in Folge. Das Intermezzo beim Japan Cup zusammen mit Nightflower kam ein wenig überraschend und Iquitos musste sich mit einer Außenseiterrolle zufrieden geben, die nur noch vom 239/1 Außenseiter Hit The Target übertroffen wurde. Dafür war der erreichte siebte Platz aber doch recht ordentlich. Es folgte die wohl verdiente Winterpause und der Weg zum Favoriten für den großen Preis von Baden, denn in der neuen Saison konnte Iquitos seine Form von Beginn an halten. Beim Saisondebüt im Gruppe 2 Preis der Badischen Wirtschaft verlor er nur knapp gegen Guignol und belegte einen guten zweiten Platz, während sich im Grossen Hansa-Preis in Hamburg Dschingis Secret fast 4 Längen von ihm absetzen konnte. Auch dort belegte Iquitos den zweiten Platz, Guignol kam auf dem schweren Boden aber nur auf dem abgeschlagenen vierten Platz ins Ziel und das Rennen konnte sich für Iquitos durchaus sehen lassen.

Die Form steigerte er beim  Großen Dallmayr-Preis noch einmal deutlich und Iquitos sollte seinen größten Erfolg seit dem Großen Preis von Baden Baden feiern. Über die 2000m ordnete sich Iquitos erneut hinten im Feld ein, beim einbiegen in die Zielgerade fächerten die Konkurrenten allerdings ein wenig aus und gaben den Lauf auf der Innenbahn frei, den Iquitos nutzte um sich an Best Solution, der mitten auf der Bahn lief, vorbeizuschieben. Iquitos zeigte eine gute Beschleunigung und hatte eine Traumhafte Passage an der Innenbahn, das gesetzte Tempo war aber nicht so hart wie bei manchen vorangegangen Rennen und das Feld bis zum Einbiegen in die Zielgerade gut gepackt. Härteres Tempo sorgte dafür, dass er im Großen Preis von Baden nicht mehr an Guignol herankam und mit so vielen Pacemakern und besseren Schlusssprinter im Feld ist ein Sieg von ihm kaum denkbar.

Brametot startet für den sympathischen Jean-Claude Rouget, der dieses Rennen letztes Jahr mit Almanzor hatte gewinnen können. Bereits 2009 gewann er mit Le Havre und der Sieg von Brametot im Guineas gibt ihm alle Chancen, hier das erste Doppel eines Trainers seit 1985 zu feiern. Cristian Demuro übernimmt wie gewohnt die Zügel und kann auf seinen ersten Sieg in diesem Rennen hoffen, hat sich Brametot doch erst eine Niederlage in seinen sechsRennen geleistet. Beim Critérium du Fonds Européen im August 2016 unterlag er High Alpha deutlich mit drei Längen, nachdem er eigentlich als haushoher Favorit in das Rennen gestartet war.

Er entschädigte seine Unterstützer danach aber mit einem Sieg im Grand Criterium de Bordeaux und schloss das Jahr damit mit einem Sieg über 1m auf gut bis weichem Untergrund ab, was ungefähr auch die Konditionen bei seinem Saisondebüt im Prix de Fontainebleau  in Chantilly im April waren.

Dort konnte er einen bequemen Sieg in einem der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den Poule d’Essai des Poulains verbuchen und Spotifiy auf einen dritten Rang verbannen, was er mit dem Sieg im französischen Guineas auch gleich bestätigen konnte. Er zog mit Le Brivido dem Feld davon und kämpfte bis zur Ziellinie, um Le Brivido zu überholen, der dem Feld als Frontrunner davongezogen war.

Danach folgte der Start im Gruppe 1 Prix du Jockey Club, wo er als Favorit vor Walgeist ins Ziel kam und damit zum einen seine Ausdauer über 2100m und weichen Boden unter Beweis stellte, zum anderen seinen Kampfgeist vorzeigen konnte, denn Waldgeist wollte bis zur Ziellinie nicht aufgeben und ging nur mit einem Nacken unter. Nach zwei Monaten Pause verlief der Start im Prix Guillaume d’Ornano für Brametit leider nicht nach Plan und er fand nicht richtig ins Rennen, so dass er von Christian Demuro zurückgenommen wurde, nachdem er auf der Zielgeraden keine Chance mehr hatte, den Sieg oder eine Platzierung noch zu erreichen. Er ist besser als er da gezeigt hat und dürfte mit diesem Rennen im Sinn über den Sommer vorbereitet worden sein.

Der Dubawi Sohn Zarak hängt noch etwas den Erwartungen hinterher, die er in der Saison 2016 gesetzt hatte, scheint aber langsam in Form zu kommen und sollte früher oder später ein Gruppe 1 Rennen wie dieses gewinnen. Nach den ersten zwei Siegen 2015 und 2016 startete er im Poule d’Essai des Poulains, war aber Chancenlos gegen  The Gurkha. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix du Jockey Club kam er aber bis auf 1,5 Längen an Almanzor heran und reduzierte die Distanz auf den Konkurrenten bis auf eine Länge im Prix Guillaume d’Ornano  zwei Monate später. Almanzor hatte es in beiden Rennen gegen Zarak nicht leicht und es schien nur eine Frage der Zeit, bis der erste große Gruppensieg für Zarak im Buch steht, allerdings floppte er im Prix du Moulin de Longchamp und dem Qatar Prix Dollar im Oktober als Favorit gleich zwei mal.

Es folgte sein Saisondebüt im Gruppe 3 Qatar Prix Dollar, welches er als Favorit gewinnen konnte. Das Renne diente als Vorbereitung für das Gruppe 1 Dubai Turf  im März, wo er erneut als Favorit startete, erneut aber keine Chancen auf den Sieg hatte.  Fast drei Länge betrug sein Rückstand am Ende und auch der Co Favorit Ribbchester, der auf einen dritten Rang ins Ziel einlief, hatte immerhin noch fast zwei Längen Vorsprung vor ihm.  Es mag an der kurzen Distanz von 1800m gelegen haben, oder an den Bedingungen in Dubai, jedenfalls schaffte Zarak mit seiner Rückkehr nach Frankreich im Gruppe 1 Prix Ganay eine wesentlich bessere Platzierung und kam nur einen Nacken hinter dem Sieger Cloth Of Stars ins Ziel. Das Rennen wurde über 2100m und weicheren Untergrund bestritten, was für ihn eventuell den Unterschied gemacht hat, denn auf schnellerem Untergrund und über kürzere Distanz im nachfolgenden Prix d’Ispahan floppte er als Favorit erneut. 2400m waren für ihn ein Novum im Grand Prix de Saint-Cloud, er schaffte aber die Überraschung über die neue Distanz und schnellen Untergrund und konnte Silverware mit einem starken Lauf auf den zweiten Platz schicken.

Pascal Bary lässt seinen erfolgreichen Silverware ebenfalls hier auflaufen, allerdings als klarer Außenseiter. Silverware hat in der Vergangenheit schon einige große Rennen für sich entschieden, allerdings keines in der Qualität eines Arc De Triopmphe, letztes Jahr wurde er 13ter in diesem Rennen.

Seine Karriere begann 2014, wo er sein Debüt und das nachfolgende Handicap gewinnen konnte und 2015 seinen ersten Sieg in einem Gruppenrennen folgen lies. Seine Karriere als 3yo verlief dann nicht ganz wie geplant, konnte er doch weder mit Erupt noch mit New Bay konkurrieren, die ihn in Rennen wie dem Prix Niel, dem Grand Prix de Paris deutlich schlagen konnten. Auch im Prix de l’Arc de Triomphe  2015 konnte ernicht mit den besten seines Jahrgangs oder gar den besten Pferden Europas mithalten und startete als klarer Außenseiter.

Er pausierte danach über den Winter bis zu seinem Start im Prix d’Harcourt im April 2016, wo er bei seinem Saisondebüt nur einen siebten Platz belegte. Im nachfolgenden Gruppe 1 Prix Ganay fand er dann zu seiner alten Form wieder und platzierte hinter Dariyan auf einem zweiten Platz, deutlich vor Garlingari und Wild Chief. A Shin Hikari deklassierte Dariyan und Silverware dann im Prix d’Ispahan und zeigte, warum er eines der besten Pferde in Fernost ist.  ZWei Monate später trat Silverware dann im Grand Prix de Saint-Cloud an, wo er als Außenseiter Erupt um etwas mehr als eine Länge schlagen konnte, der allerdings ebenfalls als Außenseiter aufgelaufen war. Die Favoriten Varizabad und Alamigyr hatten beide stark enttäuscht und das gesetzte Tempo gefiel Silverware offensichtlich, konnte er doch aus dem Mittelfeld seinen Schlusssprint ansetzen und Erupt bequem auf den zweiten Platz schicken. Erupt holte zwar noch etwas auf, konnte Silverware bei einem seiner besten Starts bisher nicht wirklich gefährden. Zwei Monate später startete er im dünn besetzten Qatar Prix Foy  als Favorit und setzte sich gegen Ito und Eliptique auch bequem durch. Der letzte Test vor der erneuten Teilnahme im Arc verlief im Qatar Prix Foy allerdings nicht nach der Vorstellung seines Trainers und er musste sich dem Deutschen Dschingis Secret klar geschlagen geben.

Gefahr aus Fernost droht den Favoriten   vor allem in Gestalt vom mehrfachen Gruppe 1 Sieger Satono Diamond, der  für Trainer Yasutoshi Ikee aufläuft und das Kikuka Sho (das japanische St Leger) letztes Jahr mit Leichtigkeit hatte gewinnen können und sich in seinen nächsten beiden Rennen ebenfalls keine Blöße gegeben hatte. Sein Stammjockey Christophe Lemaire ist wieder im Sattel und der Deep Impact Sprößling war in seinen neun Starts bisher noch nie schlechter als auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, sieben mal sogar als Sieger, zwei mal auf Gruppe 1 Niveau. Er hat klar das Potential die älteren Konkurrenten zu deklassieren und hat im Dezember im Arima Kinen auch Kitasan Black schlagen können, allerdings mit 2KG weniger Gewicht auf dem Rücken.

Mit dem Gruppe 2 Hanshin Daishote hat ein wichtiges Vorbereitungsrennen mit Leichtigkeit gewinnen können und dabei Cheval Grand locker auf den zweiten Platz hinter sich verwiesen, und der vierjährige Hengst schickt sich an, der Form von Kitasan Black Konkurrenz zu machen. Es folgte der Start imSpring Tenno Sho  auf Gruppe 1 Ebene, wo er sich dieses Mal Kitasan Black und Cheval Grand unterordnen musste, was vielleicht auch daran gelegen hat, dass er dieses Mal vom selben Gewicht aus wie Kitasan Black aus starten musste. Der dritte Platz in einem der wichtigsten Rennen in Japan war trotzdem eine hervorragende Leistung und sein Trainer fasste danach den Arc ins Auge, wie es jedes Jahr die besten Trainer aus Fernost machen. Er schichte Satono Diamond nach fünf Monaten Pause nach Frankreich zum Gruppe Q2atar Prix Foy, wo er aber augenscheinlich noch nicht ganz fit war und auf der Zielgeraden nicht mit Dschingis Secret mehr mithalten konnte. Heute sollte er beim zweiten Start der neuen Saison deutlich fitter sein und es wäre Leichtsinnig, einen der besten Starter aus Japan zu unterschätzen und zur angebotenen Quote ist er eine klare EW Empfehlung in einem offenen Rennen.

Ob man sich in so einem Rennen an eine 2er Quote für Enable wagen möchte, ist jedem selbst überlassen, die Wunderstute hat die Quote mehrfach gerechtfertigt, allerdings ist der Arc eines der härtesten Rennen, die man in Europa bestreiten kann und Order Of St George hat letztes Jahr gezeigt, dass er dieses Rennen gewinnen kann. Zwar ist er dieses Jahr nicht ganz so in herausragender Form gewesen, hat die Form aber mit dem Irish St. Leger wiedergefunden und ist zur zweistelligen Quote eine solide Option

Pick: Order of St George / Satono Diamond EW


Chantilly – 02.10.2016 – Prix de l’Arc de Triomphe – Pick: Posponed / Harzand EW

Pferderennen in Frankreich

16:05 Prix de l’Arc de Triomphe – Gruppe 1

Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 2.400 m | Untergrund: gut

Das Highlight des heutigen Tages bzw. der ganzen Woche und Europas wichtigstes Flachrennen steht nun endlich an – der Prix de l’Arc de Triomphe, oder kurz der „Arc“ ist mit fünf Millionen Euro Preisgeld nicht nur Europas teuerstes Pferderennen und muss sich international nur dem Dubai World Cup geschlagen geben. Viele der besten Rennpferde der Welt haben in diesem Rennen teilgenommen und jedes Jahr fiebern Millionen Fans diesem rennen entegegen und jedes Jahr entfaltet sich schon vor dem Rennen eine gewisse Dramatik, wenn die Vorberitung vermeintliche Favoriten nicht läuft, Verletzungen vielversprechende Talente aus diesem Rennen wirft oder eigentlich gesetzte Jockeys einen Rückzieher machen müssen.

Dieses Jahr ist es Postponed, der als Nutznießer der Unwägbarkeiten dieses Sports hervorgeht, haben doch viele der eigentlich als gesetzt geltenden Favoriten in ihren letzten Rennen enttäuscht und damit ihre Chancen auf dem Papie maßgeblich reduziert oder gleich komplett dieses Rennen abgesagt. So floppte der doppelte Derby Sieger Harzand im Irish Champion Stakes und die Rückkehrer zur 2400m Marke müsste bei ihm schon das Wiedererlangen der Bestform hervorrufen, um hier mitd em Favoriten mithalten zu können. Seine beiden Derby Siege waren herausragend und der letzte Start zu schlecht um wahr zu sein, allerdings gibt es bei dem heutigen Feld kaum eine Marge für Fehler und er hat wie New Bay und Order Of St George seinen Chancen auf dem Papier mit seinem letzten Rennen keinen Gefallen getan.

New Bay platzierte zwar im Irish Champion Stakes vor Harzand, war aber ohnehin als Außenseiter gestartet und tat wenig dafür, diese Einschätzung zu revidieren, und der Starter von Andre Fabre hat in der Saison 2016 schlicht noch nicht an seine Leistungen aus dem Jahr 2015 anknüpfen können

Sieben Siege hat Andre Faber im weltweit zweitteuersten Flat Rennen bisher erringen können, aber weder New Bay noch sein zweiter Starter, Talimanic, haben auf dem Papier gute Chancen auf das Ausbauen dieser Serie. Order Of St George gewann mit dem Ascot Gold Cup  und dem Irish St Leger 2015 gleich zwei Gruppe 1 Rennen, allerdings über deutlich längere Distanz als heute und seine große Stärke, seine Ausdauer, dürfte hier nicht komplett zum tragen kommen. Zudem hat auch er einen kleinen Knick in der Form als er als haushoher Favorit im Irish St Leger 2016 nur als knapper Zweiter hinter Wicklow Brave ins Ziel einlief und bei seinem ersten Versuch über 2400m seit der Saison 2014 kann man ihr getrost bei Seite schieben, gibt es doch wenig Anhaltspunkte dafür, dass er die Geschwindigkeit besitzt, um hier mit den besten mitzuhalten.

Postponed hat schließlich schon mehrfach bewiesen, dass er in Bestform über die heutige Distanz faktisch unschlagbar ist und gewann unter anderem den Coronation Cup vor Found nach belieben. Das Judmonte International über 2092m war schon etwas härter für ihn, trotzdem hielt er Highland Reel auf Abstand als dieser eines seiner besten Rennen seit langem lief und auch The Grey Gatsby hatte keine Chance an ihn heran zu kommen. Drei Gruppe 1 Siege in Folge sprechen eine deutliche Sprache und mit dem gut bleibenden Untergrund auf seiner Seite gibt es nur wenige im Feld, die in ihrer aktuellen Form mit ihm mithalten können.

Found sammelt weiter fleißig zweite Plätze und läuft ein super Rennen nach dem anderen und wird auch sicher hier wieder vorne mit dabei sein, nachdem sie im Irish Champions Stakes hinter Almanzor eines ihrer besten Rennen bisher lief und nun fünf zweite Plätze auf Gruppe 1 Ebene aneinanderreihte. Die Marge auf Seventh Heaven im Darley Yorkshire Oaks, auf Postponed im Q.E II Coronation Cup sowie Fasciniating Rock im Tattersalls Gold Cup war deutlich und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich diesmal ein Konkurrent zwischen sie und den Sieger schiebt, sie ist aber vielseitig was den Untergrund und die taktische Ausrichtung im Rennen anbelangt und konnte letztes Jahr das Breeders Cup Turf gewinnen und ich gehe auch hier zumindest von einer Platzierung für sie aus.

Da sie Harzand und Makahiki aber gut 2KG an Gewicht erlassen muss, wird sie für ihr Platzgeld hart arbeiten müssen und der japanische Star Hengst wird ihr nur widerwillig Platz machen. Makahiki gewann das Japanese Derby knapp vor Satono Diamond und lies in seiner Vorbereitung beim Prix Niel keinen Zweifel daran, dass er auch auf dem europäischen Festland zu den Besten der Besten zählt. Er gewann zwar nur mit einem Nacken vor Midterm, musste sich aber sichtlich nicht all zusehr anstrengen, um den Konkurrenten auf der Zielgeraden auf minimalen Abstand zuhalten und Jockey Christophe-Patrice Lemaire hätte den Abstand sicher nach belieben vergrößern können. Sein Draw hätte mit Stall 14 sicher besser sein können und er wird hier darum kämpfen müssen, nicht hinter einer Wand an schwächeren Konkurrenten stecken zu bleiben, während Postponed von Stall Nr. 7 aus sicher eine prominente Position einnehmen wird.

Left Hand zeigte im Qatar Prix Vermeille eine persönliche Bestleistung, hat aber noch einen schlechteren Draw als Makahiki und ihre Form kann mit den beiden Favoriten nicht ganz mithalten, was auch für die Gruppe 1 Siegerin Silverware gilt, die im Grand Prix de Saint-Cloud ihren ersten Erfolg auf Gruppe 1 Niveau hatte feiern können und einen Gruppe 2 Sieg im Qatar Prix Foy über Ito folgen lies.

Harzand bekommt hier ein Rennen, welches ihm von den Parametern wie Distanz, Untergrund und Feldgröße besser liegen sollte als das Irish Champion Stakes und ich traue ihm hier ohne weiteres einen Sieg zu, darf er doch vom selben Gewicht wie Makahiki starten und hat mit Box Nr. 6 einen Draw direkt neben dem großen Favoriten. Makahiki ist vielleicht einen kleinen Tick talentierter, startet aber weit außen und seine Form in Japan und Frankreich ist nicht ganz so stark wie die von Harzand. Found wird sicher wieder bis zum letzten Kämpfen und hat auch von Stall 12 auf Grund ihrer Vielseitigkeit Chancen auf einen Platz, es ist aber schwer vom stets dominanten Postponed Abstand zu nehmen und da alle seine Hauptkonkurrenten in ihren letzten Rennen geschwächelt haben, ist es der Favorit selbst zu seiner kleinen Quote, der wohl die sicherste Wahl hier ist.

Pick: Posponed / Harzand EW


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