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Protektorat

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10.02.2024 – Nebury – Denman Chase – Pick: Shihskin 

Pferderennen in England

15:05 Denman Chase – Gruppe 2 (Class 1)

Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.705 m  |  Preisgeld: 85.000 GBPHunter Jagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: schwer  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Shishkin wird wohl als Favorit in das Denman Chase 2024 in Newbury starten und hat auch solide Chancen einen Sieg einzufahren, letztes Jahr hat er ca. um die selbe Zeit das Acot Chase gewinnen können und das hier ist schließlich auch „nur“ eine Gruppe 2 Rennen – was gut für Shishkin ist, denn der hoch gehandelte Star hatte nach dem Gruppe 1 Doppel im Arkle und Marghull Novice Chase 2021 so seine Probleme sich in der höchsten Ebene festzusetzen. 2021/22 gelang ihm noch eine Siegesserie von 10 Rennen, die aber im Champion Chase 2022 abriss und danach schaffte Shishkin nur 2 Siege aus 7 Rennen, und gerade 2023/24 sieht mit einer Niederlage und einem Sturz im letzten Rennen recht bitter aus. Klar die Konkurrenz im King George Vi Chase war deutlich stärker als heute und Shishkin war an der drittletzten Hürde noch vorne, aber ich habe meine Zweifel ob er es auch bis zum Ende durchgehalten hätte, so wie das Rennen am Ende durch Hewick gewonnen wurde.

Die Konkurrenz heute hat bessere Platzierungen in ihrem letzten Rennen erreichen können als Shishkin, aber das heist im direkten Vergleich auch nicht viel, schließlich waren die Rennen auch deutlich leichter als das des heutigen Favoriten.

Die Pferde im Denman Chase 2024:

Shishkin: Der Sholokhov Sohn von Trainer Nicky Henderson kommt heute verspätet wieder auf die Rennstrecke zurück, nachdem er zuvor einige Probleme mit seinem Training hatte und die Erwartungen in ihn nicht ganz erfüllen konnte. Eine „Wind OP“ in der Sommerpause tut ihr übriges, um dieses Saisondebüt ganz besonders interessant zu machen.

Er wurde leider schon vor dem ersten Rennen kastriert, sonst wäre seine Stammbaumlinie mit Sicherheit sehr interessant geworden. So jedenfalls machte er 2018 sein Debüt in „Inch“ in Irland, einem Provinzkurs, welcher nur selten Beachtung findet. Shishkin wurde bei seinem ersten Rennen Dritter, also nichts um in Ekstase zu geraten, aber er hatte damit das erste Rennen hinter sich und konnte sich etwas Rennerfahrung erkämpfen.

Danach ging er 242 Tage in die Pause und kam im November des selben Jahres wieder zurück, um in einem weiteren Provinzrennen zu starten, dieses Mal auf dem Kurs in Lingstown. Dieses Rennen gewann Shiskin dann schon locker mit einem schnellen Lauf ab 3out, aber auch nach dem ersten Sieg ging es erst einmal in die nächste Pause, die dieses Mal 111 Tage andauern sollte, aber trotzdem passte noch ein weiterer Start in die laufende Saison. Der Start in Kempton in einem Klasse 5 NHF Rennen über 2 Meilen war Neuland, sowohl weil die Distanz gut eine Meile kürzer war als beim letzten rennen, und die Konkurrenz auf den Hauptkursen ist in der Regel auch stärker, was Shishkin aber nicht davon abhielt, auch bei diesem Rennen einen weiteren lockeren Sieg einzufahren. Er übernahm die Führung und hatte keine Probleme diese Position auch bis zum Ende zu halten. Er hatte Talent, das konnte man schon damals sehen.

In der nächsten Saison ging es dann über Hürde, der nächste Start nach 277 Tagen endete dann aber leider mit einem Schreckmoment, als Sishkin an der zweiten Hürde stürzte. Das bedeutete aber nicht, dass Shishkin über Hürden zu dem Zeitpunkt kein Talent hatte, es war einfach Pech, wie er schon im nächsten Monat, im Januar 2020 zeigen konnte. Dort in Nebwrbury auf schwerem Untergrund gewann er unter Nico De Boinville mit einem Kantersieg, trotz der augenscheinlich widrigen Umstände. Er hielt sich erst hinter den Führenden, sprang groß und weit über die Hürden und schüttelte das Feld dann auf den letzten 200m ab.

Auch beim nächsten Start nur zwei Wochen später über 2m3f auf schnellerem Boden gab sich Shishkin keine Blöße und gewann das Rennen wieder mit einem starken Lauf hinter den Führenden her. 2 Hürden vor dem Ziel beschleunigte er das Tempo und zog zwischen den Hürden frei vor das Feld und nach der letzten Hürde erweiterte er seinen Vorsprung noch auf 11 Längen. Natürlich war die Konkurrenz auch in diesem Rennen nicht immens, aber die Rennen gaben einen Vorgeschmack auf das Können von Shishkin, der sich für das Cheltenham Festival das Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle ausgesucht hatte. Da gab es natürlich eine Menge hochklassige Konkurrenten zu bezwingen, die alle viel viel besser waren als das, was er bisher gegen sich hatte, zudem war der Kurs in Cheltenham ungewohnt für Shishkin, und das Rennen sollte auch zum echten Test für Shishkin werden.

Der musste sich im Mittelfeld halten und wurde einige Male ziemlich in die Zange genommen, was ihn bedeutete, immer mal wieder nach weiter hinten geshuffelt zu werden. Irgendwann reichte es Nico De Boinville und er nahm Shishkin auf die Außenbahn, wo er an der fünftletzten Hürde Glück hatte, den stürzenden Elixir D’ainay zu umgehen und nicht selbst zu Fall gebracht zu werden.  Es war der Front Runner Asterion Forlonge der bei den Sprüngen immer wieder für Chaos sorgte, indem er weit nach rechts ausholte und immer wieder mit den anderen neben sich zusammenstieß, an der fünftletzten Hürde eben mit Elixir D’ainay, den er praktisch zu Boden schubste. Shishkin schaffte es, dem Chaos zu entgehen und sich an der letzten Hürde zusammen mit Abracadabras an die Spitze zu setzen. Die beiden lieferten sich ein extrem spannendes Rennen den Hügel in Cheltenham hoch, bei dem Shishkin knapp die Oberhand behalten konnte. Spitzenrennen und ein verdienter Gruppe 1 Erfolg für Shishkin, der danach die Saison auch wegen Corona beenden musste.

Im November kam Shiskin dann in der Chase Disziplin zurück auf die Rennstrecke und bestritt im Kempton Chase sein erstes Rennen und auch dieses Mal gewann Shishkin sein Rennen mit Leichtigkeit, und das gegen Mick Pastor, der immerhin mit einem Rating von 137 aufwarten konnte. Das war ein ziemlich lockeres Rennen für ihn, und auch im Dezember im Wayward Lad Novices Chase auf Gruppe 2 Ebene lies sich Shishkin keine Schwäche anmerken.

Nicht alle seine Sprünge waren perfekt, aber er hatte permanent mit Gumball einen Konkurrenten neben sich, der Druck auf ihn ausübte, aber am Ende nicht die Kraft hatte, das Tempo von Shishkin zwischen den beiden letzten Hürden mitzugehen. Shshkin setzte sich locker ab und ging frei vor dem Feld, was ihn klar auf Linie für seinen nächsten großen Erfolg beim Cheltenham Festival brachte – dort hatte man nicht viel Form um sie mit den Konkurrenten im Vorfeld zu vergleichen, aber die brauchte man auch nicht. Shishkin war klarer Favorit und war ame Dne auch einer der dominantesten Sieger beim Cheltenham Festival 2021. Am drittletzten Hinderniss ging man noch mit zwei anderen Konkurrenten über die Hürde, aber schon zwischen den letzten beiden Hürden war alles klar und Shishkin trottete beim Lauf den Hügel hinauf mit 12 Längen Vorsprung ins Ziel.

Ganz so einfach gelang der Saisonabschluss im Gruppe 1 Doom Maghull Novices Chase zwar nicht, Shishkin gewann aber trotzdem unangefochten mit 3,25 Längen und hätte den Vorsprung auch noch beliebig weiter ausbauen können.

Ganz so sauber wie die vergangene Saison lief die Vorbereitung auf die neue Saison 2021/22 nicht, mehrere Probleme beim Training und fehlende Leistung verzögerten den Einstand in die neue Saison, der dann Ende Dezember im Desert Orchid Chase in Cheltenham gefeiert wurde.

Und auch wenn vielleicht das Training auf das Festival hin nicht ganz so einfach verlaufen war, war der Start in die Saison doch ein weiterer lockerer, beeindruckender Sieg von Shishkin, der der Konkurrenz ab der vorletzten Hürde begann davon zu laufen und sich mit guten Sprüngen über die letzten Hürde über 10 Längen in Führung brachte.

Ich denke, er sah bei dem ersten Rennen nach der OP besser aus als je zuvor und ma wartete mit Spannung auf das vorgezogene Duell mit Energumene im SBK Clarence House Chase in Ascot im Februar – ein Rennen, welches es so eigentlich nicht oft gibt, einen Monat vor dem Cheltenham Festival – in dem in der Regel alles kumuliert. Warum die Trainer entschieden haben, es schon vorher auszufechten bleibt ihr Geheimnis, für die Fans war es jedenfalls ein Geschenk!

Energumene übernahm die Führung wie schon erwartet worden war, Shishkin setzte sich dahinter und hielt Kontakt – allerdings tat er sich mit seiner Tendenz nach links zu springen nicht unbedingt einen Gefallen in diesem Rennen und verlor bis zur letzten Hürde gut zwei Längen auf Energumene, rannte den Konkurrenten aber auf den letzte Metern dann nieder und gewann mit einer Länge  -das hätte ihm einen entscheidenden Vorteil beim Lauf im Betfair Tingle Creek Chase auf dem selben Kurs beim Saisondebüt 262 Tage später geben sollen – aber Shishkin bekam beim Start einen Tritt eines anderen Starters ab und obwohl er sich danach an die Führenden heran kam und sich hinter sie setzte, konnte er sich nicht an dieser Position halten als der Tempowechsel kam und nach einem weiteren schlechten Sprung war an der drittletzten Hürde das Rennen dann verloren und der Favorit fiel auf 15 Längen Rückstand zurück.

Dann ging Shishkin in der Distanz hoch und gewann das Betfair Ascot Chase am 18 Februar sehr zur Erleichterung seines Trainers Nicky Henderson. Der Schritt in der Distanz war nach seiner letzten Niederlage heiß diskutiert worden, aber Shishkin lies keine Zweifel daran wer das beste Pferd im Rennen war und gewann das 2m5f Rennen mit einem starken Sprint von der der letzten Hürde weg in beeindruckender Weise.

Beim Cheltenham Festival im Ryanari Chase ging er dann als Favorit gegen Envoi Allen an den Start – der aber das deutlich bessere Rennen erwischte.

Shishkin kam nur langsamaus den Ställen, sammelte sich aber schnell wieder und ging an die Führenden heran, sprang aber nicht jede Hürde ideal und sprang mal nach links weg, mal zu langsam, mal einen schweren Fehler machend. Irgendwie war run herum der Wurm drin in dieser Runde und Shishkin musste sich am Ende auf dem zweiten Platz einfinden, was angesichts der Probleme in dem Rennen eine durchaus gute Leistung gewesen war.

Das Alder Hey Aintree Bowl Chase (Grade 1) (GBB Race) im April dominierte Shiskin dann auch wieder wie erwartet, nach anfänglich einigen Fehlern sprang er die meisten Hindernisse sehr gut und konnte sich gegen Ahoy Senor, der ein Spitzenrennen lief, auf dem run in dann absetzten, nachdem ihm der Konkurrent zunächst die Führung abgenommen hatte, als es an die vorletzte Hürde ging.

Nach der Sommerpause kam dann im Nirvana Spa 1965 Chase (Grade 2) (GBB Race) der Schock – Shishkin verweigerte das Rennen! Er ging zwar an die Sartlinie, verweigerte aber das Rennen zu laufen und lies sowohl seinen Trainer, als auch die Fans verwirrt zurück.

Im King George Vi Chase Ende Dezember musste er gegen starke Konkurrenz in Form von Allaho, Hewick und Bravemansgame ran – und die machten das Rennen auch zu einer wahren Herausforderung! Das Feld war dicht gepackt und es gab einige Anwärter für die Fürhung, aber Shishkin konnte sich an die spitze des Feldes setzen und das Tempo vorgeben. An der drittletzten Hürde war Shiskin immer noch über eine Länge vor dem Feld, sprang aber unsauber und warf seinen Jockey ab – ob er das Feld bei einem sauberen Sprung auch auf der Zielgeraden hinter sich hätte halten können, wage ich zu bezweifeln, da alle drei oben genannten Konkurrenten einen starken Lauf zum Ziel gezeigt haben und es Shishkin mit Sicherheit nicht einfach gemacht hätten.

Proketorat: Der Saint Des Sainsts Sohn hat einige solide Ergebnisse in seiner Karriere vorzuweisen, hat es aber nur selten geschafft sich in der absoluten Spitzengruppe durchzusetzen – es gibt einen Sieg 2022 auf Gruppe 1 im Betfair Chase und einen Sieg 2021 im Maghull Novices‘ Chase, aber auch einige Siege auf Gruppe 2 Ebene, etwa im Unibet Many Clouds Chase /- auch 2022- Da sieht man allerdings auch schon, dass die Ausbeute an Siegen seitdem eher dünn ist und auch wenn es 2023/2024 einige Platzierungen gab, waren diese in eher schwachen Rennen oder trotz dem Platz auf dem Treppchen recht weit abgeschlagen.

Das sah zufrüheren Zeiten schon ganz anders aus, und Protektorat hatte Potential, einer der Großen zu werden.

Er fegte er die Konkurrenz im Unibet Many Clouds Chase im Dezember 2022 locker beiseite und zeigte damit obowhl eines der besten Rennen seiner Karriere, aber auch diese Zeit war eine der schlechteren in der Unibet Many Clouds Chase der letzten Jahre – oder eines der taktischsten Rennen.

Egal, seine Leistung beim Cheltenham Gold Cup 2022 danach war okay, auch wenn natürlich A Plus Tard keine Probleme hatte das Rennen souverän für sich zu entscheiden.. sogesehen war Protektorat war mit Preisgeld gesegnet, aber ohne eine Chance auf den Sieg,

Danach im Aintree Bowl Chase sahen die Chancen von Protektorat eigentlich gut aus und man erwartete ein großes Rennen von ihm – dass am Ende nur ein vierter Platz stand, kann definitiv als Enttäuschung gesehen werden – schließlich startete Protektorat als Favorit!

Am Ende war er vielleicht ein bisschen zu energisch zu Gang gewesen, oder vielleicht waren es die Fehler, die er beim Springen eingebaut hatte? Man weiß es nicht genau, jedenfalls blieb am Ende nur der vierte Platz und schon vor der letzten Hürde wurde Protektorat müde und lies sich weit hinter den Sieger Clan Des Obeaux zurückfallen, am Ende war der Rückstand auf 26 Längen angewiesen.

In der Sommerpause bekam er eine OP an der Windröhe spendiert und BOY! Diese Op schien Wunder zu wirken, denn als er sein erstes Rennen der Saison in Form des Betfair Chase (Grade 1) (Registered As The Lancashire Chase) (GBB Race) bestritt, sprang er sauber und schnell die Hindernisse und war an der vorletzten Hürde schon 2 Längen voraus, bis zum Ziel baute er diesen Vorsprung noch bis auf 11 Lägen auf Eldorado Allen aus. Frodon und Bristol De Mai waren nur Statisten, und dass A Plus Tard einen schlechten Tag erwischte und das Rennen vorzeitig beenden musste, half natürlich auch – aber im Duell mit Ahoy Senor Ende Januar in Chelteham im Paddy Power Cotswold Chase lief er unter Durschnitt und fand nicht so recht ins Rennen, lies sich schwer lenken und ermüdete recht schnell .

2022 konnt Protektorat im Cheltenham Gold Cup einen guten dritten Platz holen, war aber auch in besserer Form und als es dann im März zum Boodles Cheltenham Gold Cup Chase in Cheltenham ging, gab es Zweifel, ob er in diesem stärkeren Rennen 2023 eine ebenso gute Leistung wie im letzten Jahr zweigen würde – die Quote war höher und am Ende stand dann auch nur der fünfte Platz. Dabei hatte Protektorat sich im Rennen unter den Pacemakern eingefunden, holte sich vor der vorletzten Hürde sogar kurz die Führung – hatt dann aber keine Chance an den Siegern dran zu bleiben und fiel zurück

Er beendete danach die Saison und bekam eine weitere OP an der Windröhre spendiert – was aber bei seiner Rückkehr im November im Betfair Chase (Grade 1) sich nicht bezahlt machte. Naja, es hat nicht wirklich etwas mit der OP zu tun gehabt, eher mit der langen Pause, schließlich ging Protektorat zu energisch an die Sache dran, sprang nicht sauber und ermüdete stark ab der letzten Hürde. Das kann man wie gesagt der langen Pause zuschreiben

Und im zweiten Rennen der Saison, dem Favourite From The Sun Now Daily Handicap Chase in Cheltenham im Dezember brachte er schon eine deutlich bessere Leistung und konnte einen dritten Platz, nur drei Längen hinter dem Sieger Broadway Boy, erreichen.

Dieses Mal lief er nach dem letzten Sprung über die Hürde noch stark auf und ermüdete auf der Zielgeraden nicht so stark wie zuletzte.

Auch nach dem Jahreswechsel zum Jahr 2024, als er dann gegen L’Homme Presse im Fitzdares Fleur De Lys Chase antrat, konnte Protektorat eine gute Leistung zeigen. Er setzte das Tempo über weite Strecken des 2m6f Rennen auf weichem Untergrund und gab die Führung an den Sieger und Favoriten L’Homme Presse erst 3 Hürde vor dem Ziel ab, blieb dem Sieger aber auf den Fersen und holte einen guten zweiten Platz mit 2 Längen Rückstand, der Dritte folgte erst 20 Längen dahinter.

Heute wird es gegen Shishkin nicht leicht, wenn dieser auch nur annährend seine Top Form zeigen kann.

Sam Brown hat eine solide Leistung in einem Veteran’s Chase gezeigt, Hitman war vor Jahren das letzte Mal gut genug um eine Konkurrenz auf Gruppenniveau zu sein und Does He Know hat zwar 2022 ein Gruppe 2 Novice Chase gewinnen können, aber war ehrlich gesagt auch noch nie auf dem Niveau, hier ein Konkurrent zu sein.


21.01.2024 – Lingfield – Fleur De Lys Chase – Pick_ Protektorat

Pferderennen in England

16:00 Fleur De Lys Chase – Altersgewichtsrennen. (Class 2)

Fleur De Lys Chase – Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.435 m  |  Preisgeld: 165.000 GBP Hunter Jagdrennen  |  Geläuf: Polytrack  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Einleitung Fleur De Lys Chase:

Der Fleur de Lys Chase verspricht nicht nur ein Rennen, sondern ein episches Duell zweier erstklassiger Pferde und ihrer einfallsreichen Trainer: Protektorat und L’Homme Presse. Mit einem Preisfonds von 165.000 Pfund hat dieses Rennen nicht nur finanziell, sondern auch sportlich einiges zu bieten.

Protektorat: Der erfahrene Kämpfer

Protektorat, trainiert von Dan Skelton, kommt mit beeindruckenden Referenzen ins Rennen. Nach seinem überzeugenden Sieg im Betfair Chase 2022 und respektablen Platzierungen in den letzten zwei Gold Cups, ist er zweifellos ein Pferd von Topklasse. Seine Herabstufung in ein Handicap-Rennen endete mit einem achtbaren dritten Platz, und trotz der maximalen Strafe für den Betfair Chase-Sieg ist er ein heißer Kandidat für den Fleur de Lys.

Proketorat: Der Saint Des Sainsts Sohn hat eine Vorliebe für Cheltenham und Aintree, hat den Gold Cup 2022 auf einem guten dritten Platz abgeschlossen und legte 2023 mit einem fünften Platz nachgelegt

Er fegte er die Konkurrenz im Unibet Many Clouds Chase im Dezember 2022 locker beiseite und zeigte damit obowhl eines der besten Rennen seiner Karriere, aber auch diese Zeit war eine der schlechteren in der Unibet Many Clouds Chase der letzten Jahre – oder eines der taktischsten Rennen.

Egal, seine Leistung beim Cheltenham Gold Cup 2022 danach war okay, auch wenn natürlich A Plus Tard keine Probleme hatte das Rennen souverän für sich zu entscheiden.. sogesehen war Protektorat war mit Preisgeld gesegnet, aber ohne eine Chance auf den Sieg,

Danach im Aintree Bowl Chase sahen die Chancen von Protektorat eigentlich gut aus und man erwartete ein großes Rennen von ihm – dass am Ende nur ein vierter Platz stand, kann definitiv als Enttäuschung gesehen werden – schließlich startete Protektorat als Favorit!

Am Ende war er vielleicht ein bisschen zu energisch zu Gang gewesen, oder vielleicht waren es die Fehler, die er beim Springen eingebaut hatte? Man weiß es nicht genau, jedenfalls blieb am Ende nur der vierte Platz und schon vor der letzten Hürde wurde Protektorat müde und lies sich weit hinter den Sieger Clan Des Obeaux zurückfallen, am Ende war der Rückstand auf 26 Längen angewiesen.

In der Sommerpause bekam er eine OP an der Windröhe spendiert und BOY! Diese Op schien Wunder zu wirken, denn als er sein erstes Rennen der Saison in Form des Betfair Chase (Grade 1) (Registered As The Lancashire Chase) (GBB Race) bestritt, sprang er sauber und schnell die Hindernisse und war an der vorletzten Hürde schon 2 Längen voraus, bis zum Ziel baute er diesen Vorsprung noch bis auf 11 Lägen auf Eldorado Allen aus. Frodon und Bristol De Mai waren nur Statisten, und dass A Plus Tard einen schlechten Tag erwischte und das Rennen vorzeitig beenden musste, half natürlich auch – aber im Duell mit Ahoy Senor Ende Januar in Chelteham im Paddy Power Cotswold Chase lief er unter Durschnitt und fand nicht so recht ins Rennen, lies sich schwer lenken und ermüdete recht schnell .

2022 konnt Protektorat im Cheltenham Gold Cup einen guten dritten Platz holen, war aber auch in besserer Form und als es dann im März zum Boodles Cheltenham Gold Cup Chase in Cheltenham ging, gab es Zweifel, ob er in diesem stärkeren Rennen 2023 eine ebenso gute Leistung wie im letzten Jahr zweigen würde – die Quote war höher und am Ende stand dann auch nur der fünfte Platz. Dabei hatte Protektorat sich im Rennen unter den Pacemakern eingefunden, holte sich vor der vorletzten Hürde sogar kurz die Führung – hatt dann aber keine Chance an den Siegern dran zu bleiben und fiel zurück

Er beendete danach die Saison und bekam eine weitere OP an der Windröhre spendiert – was aber bei seiner Rückkehr im November im Betfair Chase (Grade 1) sich nicht bezahlt machte. Naja, es hat nicht wirklich etwas mit der OP zu tun gehabt, eher mit der langen Pause, schließlich ging Protektorat zu energisch an die Sache dran, sprang nicht sauber und ermüdete stark ab der letzten Hürde. Das kann man wie gesagt der langen Pause zuschreiben

Und im zweiten Rennen der Saison, dem Favourite From The Sun Now Daily Handicap Chase in Cheltenham im Dezember brachte er schon eine deutlich bessere Leistung und konnte einen dritten Platz, nur drei Längen hinter dem Sieger Broadway Boy, erreichen. Dieses Mal lief er nach dem letzten Sprung über die Hürde noch stark auf und ermüdete nicht so wie im letzten Rennen.

Das sind eigentlich gute Vorzeichen für heutem vor allem weit L’Homme Presse eine ewige Abwesenheit überkommen muss.

3. L’Homme Presse: Die Rückkehr des Champions

L’Homme Presse:

Champion des Novice Chase in Cheltenham 2022 und Sieger des Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase 2022 – und seit Dezember 2022 nicht mehr gesehen, was seine Wiederkehr 2024 heute umso spannender macht. Wird er in Form sein, wird er das Rennen hier gegen einen formaufstrebenden Protektorat schlagen können?

Der Diamond Boy Sohn von Venetia Williams kommt wie der Name schon vermuten lässt aus Frankreich und absolvierte seine ersten Starts dort für M. Seror.

Der Erfolg setzte allerdings erst nach einer lagen Pause von 2019 bis 2021 und dem Wechsel zu Venetia Willams ein, die L’Homme Presse zunächst in Chepston in einem Klasse 4 Novice Rennen auflaufen lies und ihn dann in Sandown auf Klasse 2 Eene starten lies. Die Hürdenrenne auf diesem Nivea waren Anfang 2021 noch etwas viel für L’Homme Presse, der aber nach einer erneuten längeren Pause über den Sommer 2021 und dem Wechsel in die Chase Rennen eine erhebliche Formsteigerung zeigte.
So gewann er seinen Einstand in Exeter über 2m3f gleich mit sechs Längen und legte in Ascot in einem Klasse 2 Rennen mit einem 13 Längen Sieg nach. in beiden Rennen machte er auf den letzten Metern kleinere Fehler, konnte aber immer das Tempo halten und sich a Ende locker absetzten.

Es war also kein Wunder, dass er in Cheltenham im Januar 2022 im Gruppe 2 Paddy Power Novices‘ Chase (Registered As The Dipper Novices‘ Chase) als Favorit an den Start ging.

Die Distanz von 2m5f war gewohnt, allerdings war der Untergrund weicher als bisher und die Ausdauer stand gerade mi dem Finish den Hügel hinauf in Cheltenham in Frage. Allerdings völlig umsonst, denn L’Homme Presse übernahm die Führung ohne setzte das Tempo über die Distanz nach Belieben. Er zeigte starke Sprünge durchweg und hatte keinerlei Probleme den Hügel hinauf.

Kein Wunder also, dass er beim nachfolgenden Gruppe 1 Virgin Bet Scilly Isles Novices‘ Chase erneut als Favorit starten dürfte. Das Rennen in Sandown gewann L’Homme Presse dann wie erwartet erneut mit seinem Tempowechsel an der vorletzten Hürde und ich mochte seine Chancen für das Brown Advisory Novices‘ Chase / das The Broadway Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, schon bevor Mitfavorit Bravemansgame praktisch vor dem Walkout aus dem Rennen genommen wurde – wegen unpassendem Untergrund.

L’Homem Presse sagte artig „Danke“ und gewann das Rennen am Ende mit über drei Längen und noch einigem im Tank. L’Homme Presse sprang alle Hindernisse stark und sauber, übernahm an der siebten Hürde die Führung und setzte sich dann zunehmend von seinen Verfolgern ab, bis er 3 Längen vor dem Feld an der vorletzten Hürde war. Nach der letzten Hürde wurde er dann von Chalie Deutsch leicht angetrieben, lief aber locker und mit einigen Reserven weiter stark auf und gewann das prestigeträchtige Rennen mit Leichtigkeit – ganz anders allerdings als er über etwas schnellem Untergrund in Aintree auf teilweise die selbe Konkurrenz traf.

Im Betway Mildmay Novices‘ Chase galt es für den Mitfavoriten nur drei andere Konkurrenten zu schlagen, unter anderem den Favoriten und Konkurrenten vom letzten Mal, Bravemansgame – aber beide Favoriten patzten und es war Ahoy Senor, der das Rennen für sich entscheiden konnte – er war der einzige, der nicht überraschend einen Form-Einbruch hatte und so lief, wie es von ihm erwartet worden war.

Nach der Sommerpause lief es für L’Homme Presse wieder wie erwartet und er gewann unter extrem hohem Gewicht das Betfair Exchange Rehearsal Handicap Chase über knapp 3 Meilen auf gut bis weichem Untergrund.

Zurück in einem Gruppenrennen im Dezember im Ladbrokes King George VI Chase ging er als einer wenn nicht der Favorit an den Start – beendete das Rennen aber nicht, da er seinen Reiter Charlie Deutsch an der letzten Hürde abwarf – das Rennen hätte er aber vermutlich nicht gewonnen, war er an der letzten Hürde doch schon 3 Längen hinter dem Sieger zurückgefallen.

Er sprang immer wieder nach links weg und schien nicht in Bestform gewesen zu sein – und Verletzungspech und Formschwäche beendeten dann auch die Saison 2022/23 und erst nun, 2023/24 kommt der hochgehandelte Chaser wieder zurück auf die Rennstrecke – wir sind gespanntm in welcher Form

4. Protektorat gegen L’Homme Presse: Die Analyse

Die Diskussionen über das bevorstehende Duell drehen sich darum, ob Protektorat oder L’Homme Presse die Nase vorne haben wird. Protektorat bringt Erfahrung und beeindruckende Platzierungen mit, während L’Homme Presse mit seinem Status als einer der besten britischen Stayers in den letzten Jahren überzeugt, aber eine gewaltige Pause hatte.

Die Gewichtsverteilung und Strafen könnten den Ausschlag geben – L’Homme Presse ist höher geratet, aber muss weniger Gewicht tragen.

5. Trainerstimmen und Taktiken:

Dan Skelton, Trainer von Protektorat: „Dies war schon immer der Plan nach seinem Lauf in Cheltenham letzten Monat. Er muss Gewicht abgeben und geht leicht zurück in der Distanz, aber ich glaube nicht, dass letzteres ein Problem sein wird.“

Dan Skelton deutet an, dass Protektorat nach seinem jüngsten Auftritt in Cheltenham gezielt auf den Fleur de Lys Chase vorbereitet wurde. Trotz des Gewichtsnachteils und der kürzeren Distanz zeigt sich Skelton zuversichtlich.

Kim Bailey, Trainer von Does He Know: „Wir sind auf einer leichten Wiedergutmachungsmission, nachdem er das letzte Mal in Wetherby ausgeschieden ist. Aber ich laufe ihn lieber in einem Rennen wie diesem, um ihm hoffentlich Spaß zu ermöglichen, als dass er das Höchstgewicht in einem Handicap tragen muss.“

Kim Bailey spricht über die Motivation, Does He Know im Fleur de Lys Chase zu starten. Die Fokus liegt auf einer positiven Erfahrung für das Pferd und einer leichten Rehabilitation nach dem letzten Rennen.

Sam Thomas, Trainer von Iwilldoit: „Es gibt nicht viele Optionen für ihn, also dachten wir, mit so wenigen Startern rollen wir die Würfel und lassen ihn antreten, um ein Rennen unter seinem Gürtel zu bekommen. Wir gehen zurück in der Distanz, also müssen wir ihn gut nutzen. Er ist gut aus dem Welsh Grand National herausgekommen.“

Sam Thomas erklärt die Entscheidung, Iwilldoit im Fleur de Lys Chase zu starten, da es begrenzte Optionen gab. Die Hoffnung liegt auf einer erfolgreichen Rückkehr und einer optimierten Nutzung der Distanz.

Venetia Williams, Trainerin von L’Homme Presse: „Wir freuen uns darauf, ihn nach einer langen Pause wieder auf die Strecke zu bringen und sind zufrieden mit ihm.“

Venetia Williams gibt einen kurzen Einblick in die Erwartungen bezüglich der Rückkehr von L’Homme Presse. Die positive Stimmung im Stall deutet darauf hin, dass das Pferd gut vorbereitet ist.

Gary Moore, Trainer von Full Back: „Er war lange Zeit abwesend, und das ist sein erster Start des Jahres. Es ist ein guter Ort, um ihn zu beginnen, aber es sieht nach einem wettbewerbsfähigen Rennen aus. Wir müssen ihm einfach einen Lauf geben, und es warten weitere Ziele.“

Wetterbedingungen und Kursinspektion:

Abseits des Hauptrennens wirft der Artikel einen Blick auf die Wetterbedingungen und die Unsicherheiten bezüglich des Lingfield-Kurses für das Winter Million-Festival. Der Frost und die Absage in Fakenham unterstreichen die Herausforderungen, vor denen die Pferderennindustrie steht.

Fazit:

Der Fleur de Lys Chase ist nicht nur ein Rennen, sondern ein Drama im Pferderennsport.

Protektorat und L’Homme Presse stehen im Zentrum dieses Spektakels, und die Pferdefans können sich auf ein episches Duell der Giganten freuen. Wer wird die Krone tragen und sich als Champion dieses unvergesslichen Rennens durchsetzen?

Mein Tipp: Protektorat


Preview Haydock Chase am 25.11

Pferderennen in England

Der Betfair Chase: Ein Blick auf die Historie des Renngeschehens in Haydock

Haydock, England – Der Betfair Chase, ein Höhepunkt im britischen Hindernisrennsport, rückt näher, und die Geschichte dieses renommierten Rennens spiegelt sich in seiner Glorie wider. Ursprünglich als Whitbread Gold Cup bekannt, wurde das Rennen 1965 zum ersten Mal ausgetragen und hat seitdem seinen Platz in der Elite der Hindernisrennen behauptet. Die Namensänderung erfolgte 2005, als Betfair zum Sponsor wurde.

Der Haydock Park Racecourse, Schauplatz des Betfair Chase, liegt in Merseyside und bietet eine anspruchsvolle 3,2 Kilometer lange Strecke mit 19 Hindernissen. Der Kurs ist für seine großzügigen Geraden und anspruchsvollen Sprünge bekannt, was ihn zu einem wahren Prüfstein für die besten Hindernispferde macht. Das Rennen selbst ist Teil der nationalen Hunt-Saison und hat sich als wichtige Etappe auf dem Weg zum Cheltenham Festival etabliert.

Bravemansgame – Nicholls‘ Hoffnung auf den siebten Triumph

Paul Nicholls, einer der erfolgreichsten Trainer in der Geschichte des Betfair Chase, strebt seinen siebten Sieg an und setzt dabei auf Bravemansgame. Der achtjährige Wallach hat sich nach seinem zweiten Platz im Charlie Hall Chase in Wetherby vor nur drei Wochen beachtlich verbessert. Nicholls betont, dass der Betfair Chase für Bravemansgame keineswegs eine Nachgedanke ist. Mit drei Grade-1-Siegen in seiner Bilanz ist Bravemansgame in bestechender Form und stellt sich selbstbewusst der Konkurrenz in Haydock.

„Daryl Jacob hat ihn trainiert und weiß, wo er steht, und es wird überhaupt kein Problem sein“, sagt Nicholls, der sich auch über die verbesserte Form seines Pferdes nach dem letzten Lauf freut.

Royale Pagaille – Ein Blick auf die Haydock-Spezialität

Royale Pagaille, der Zweitplatzierte des Jahres 2021, strebt an, seine eindrucksvolle Bilanz von drei Siegen aus vier Rennen in Haydock zu verbessern. Der neunjährige Wallach, unter der Anleitung von Trainer Venetia Williams, zeigte sich im letzten Jahr in Haydock als äußerst erfolgreich und wird erneut versuchen, auf diesem Kurs zu glänzen. Trotz eines Sturzes im Irischen Grand National im April ist die Vorfreude auf Royale Pagailles Rückkehr spürbar.

Charlie Deutsch, der erfahrene Jockey des Pferdes, bemerkt: „Es gibt nicht viele Starter, aber sie sind alle von hoher Klasse, und es sieht so aus, als könnte es das Rennen für jeden werden.“

Corach Rambler – Der Grand-National-Held kehrt zurück

Corach Rambler, der Grand-National-Held der letzten Saison, kehrt in den Betfair Chase zurück und unterstreicht damit die Vielfalt des Teilnehmerfelds. Unter der Anleitung von Lucinda Russell, die betont, dass sein enttäuschender Lauf in Kelso keine Anzeichen für schlechte Form sind, wird Corach Rambler versuchen, sich auf der Grade-1-Bühne zu behaupten.

„Der Lauf in Kelso war nicht schlecht, das ist einfach so bei ihm“, erklärt Peter Scudamore, Partner und Assistent von Trainer Lucinda Russell. „Er ist nahe an diesem Niveau, und wenn der Cheltenham Corach auftaucht, werden sie ihn nicht gerne nahe bei sich sehen.“

Protektorat – Skeltons Herausforderung für Bravemansgame

Protektorat, unter der Führung von Dan Skelton, ist der amtierende Champion des Betfair Chase und wird versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Skelton betont, dass Bravemansgame als Favorit angesehen wird, aber Protektorat als vernünftige Alternative gilt. Mit einer höheren Bewertung und dem Wissen um die Strecke wird Protektorat versuchen, die Konkurrenz zu überwinden.

„Heute ist ein sehr wichtiger Tag für ihn“, sagt Skelton über Protektorat. „Wenn er in der Form des letzten Jahres erscheint, wird er für jeden Gegner eine formidale Herausforderung sein.“

Daryl Jacob – Die Wiedervereinigung auf der großen Bühne

Die Wiedervereinigung von Paul Nicholls und Daryl Jacob auf der großen Bühne weckt Erinnerungen an ihren knappen Sieg mit Neptune Collonges im Grand National 2012. Nach einigen Wendungen in Jacobs Karriere freut sich Nicholls, dass Jacob für Bravemansgame im Sattel sitzt.

Nach einer erfolgreichen Partnerschaft mit hochkarätigen Besitzern wie Simon Munir und Isaac Souede kehrte Jacob in dieser Saison zu Nicholls zurück. Seine Erfahrung und Bindung zu Bravemansgame machen ihn zur idealen Wahl, während der Stammjockey Harry Cobden in Ascot im Einsatz ist.

Fazit und Ausblick auf den Betfair Chase

Der Betfair Chase verspricht ein packendes Rennen zwischen erstklassigen Pferden, von denen jedes seinen eigenen Anspruch auf den Sieg geltend macht. Haydock wird am Samstag Zeuge dieses hochkarätigen Hindernisrennens, das zweifellos Pferderennfans in seinen Bann ziehen wird. Die Spannung steigt, und die Frage bleibt: Welches Pferd wird sich in diesem anspruchsvollen Rennen durchsetzen und seinen Platz in der Geschichte des Betfair Chase sichern?

Für mich: Bravemansgame – Der Favorit für den Betfair Chase

Bravemansgame präsentiert sich als überzeugender Favorit für den bevorstehenden Betfair Chase in Haydock. Paul Nicholls, ein erfahrener Trainer mit sechs vorherigen Siegen in diesem prestigeträchtigen Rennen, setzt große Hoffnungen auf den achtjährigen Wallach. Hier sind einige entscheidende Gründe, warum Bravemansgame wahrscheinlich als Sieger aus dem Betfair Chase hervorgehen wird:

  1. Formverbesserung seit Wetherby: Bravemansgame zeigte sich vor nur drei Wochen im Charlie Hall Chase in Wetherby und belegte den zweiten Platz. Laut Nicholls hat das Rennen als wertvolle Vorbereitung gedient, und Bravemansgame hat seitdem massive Fortschritte gemacht. Die verbesserte Form und Fitness des Pferdes könnten entscheidend sein.
  2. Erstklassige Bilanz: Bravemansgame verfügt über eine beeindruckende Bilanz von drei Grade-1-Siegen. Mit einer Wertung von 172 gilt er als Klassepferd, das die Konkurrenz herausfordert. Seine Fähigkeiten wurden im Cheltenham Gold Cup unter Beweis gestellt, als er Protektorat um mehr als acht Längen besiegte.
  3. Erfahrener Ersatzreiter: Obwohl der Stammjockey Harry Cobden in Ascot im Einsatz ist, wird Daryl Jacob als erfahrener Ersatzreiter für Bravemansgame einspringen. Jacob, der bereits mit Nicholls Grand-National-Sieger Neptune Collonges geritten hat, bringt eine Fülle von Erfahrung und Vertrautheit mit dem Pferd mit.
  4. Optimale Vorbereitung: Nicholls betont, dass die Entscheidung, Bravemansgame für den Betfair Chase zu melden, keine spontane Überlegung war. Das Pferd hat eine gezielte Vorbereitung erfahren, und sein Trainer ist zuversichtlich, dass Bravemansgame in bestmöglicher Verfassung an den Start geht.
  5. Dynamische Renntaktik: Nicholls hebt hervor, dass Bravemansgame vielseitig ist und von Jacob nach Belieben geritten werden kann. Die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Renntaktiken anzupassen, könnte einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen.

In Anbetracht dieser Faktoren erscheint Bravemansgame als das Pferd, das am wahrscheinlichsten den Betfair Chase gewinnen wird. Seine Klasse, Form, erfahrene Reiterschaft und gezielte Vorbereitung könnten den Unterschied ausmachen, wenn es am Samstag auf der anspruchsvollen Strecke von Haydock um den begehrten Titel geht. Pferderennfans dürfen gespannt sein, ob Bravemansgame seinen Platz in der Geschichte des Betfair Chase festigen wird.


17.03.2023 – Cheltenham – ) Boodles Cheltenham Gold Cup Chase – Außenseiter: Stattler EW, Conflated EW

Pferderennen in England

Von den Außenseitern kann ich mir einige beim Kampf um die Plätze vorstellen: Conlfated, Minella Indo und vor allem Sattler sehe ich alle im Kampf um Platz 3 involviert – vielleicht noch Ahoy Senor, auch wenn bei ihm vor allem sein zweiter Platz letztes Jahr beim Festival Hoffnung gibt, denn das Cotswold Chase halte ich dieses Jahr eher für schwach von der Form her.

Die Pferde im Detail:

Conflated: Der Yeats Sohn von Trainer Gordon Elliot startetet zwischenzeitlich auch für Denise Foster, nachdem Elliot kurzzeitig als Trainer suspendiert worden war. Und er hat sich seit der Rückkehr zu Gordon Elliot ganz hervorragend entwickelt!

Und ich mochte ihn und seine Chancen im Ryanair Chase – ein Rennen, das sich als Vorbereitungsrennen für das Bowl Chase auch nicht schlecht macht… allerdings hat er nun weder das King George VI noch den Gold Cup bestritten… das erinnert ein wenig an Menora aus 2013.

Seine Karriere startete im März 2018 für Edward U Hales und nach einem Start und Sturz ging es dann im April für Gordon Elliot das erste Mal auf die Rennstrecke in Fairyhouse, was allerdings kaum bessere Ergebnisse brachte. Es dauerte die gesamte erste Saison in den NHF Rennen bevor Conflated seine Form fand uns sein erstes Rennen gewann, nach der Sommerpause über Hürden dauerte es nicht ganz so lang – auch wenn er wieder beim ersten Rennen stürzte.

Aber bereits beim dritte Versuch gab es den ersten Sieg über 2m, der allerdings der einzige für die Saison 19/29 bleiben sollte, was aber vielleicht auch daran lag, dass der Trainer die Messlatte für Conflated ziemlich hoch anlegte – er lies ihn zunächst im Gruppe 2 Navan Novice Hurdle starten, wo Conflated etwas überraschend den dritten Platz erringen konnte, um dann das Niveau noch einmal anzuziehen und ihn auf Gruppe 1 Niveau im Lawlor’s Of Naas Novice Hurdle starten zu lassen, wo auch Schwergewichte wie Envoi Allen aufliefen. Conflated schlug sich hier wie auch im Gruppe 1 Chanelle Pharma Novice Hurdle nicht schlecht mit einem vierten Platz, aber das war zu dieser Zeit noch ein wenig viel erwartet

In der Saison 2020/21 startet Conflated bereits in den Chase Rennen, dieses Mal gelang der Einstand mit einem dritten Platz hinter Darver Star besser als die letzten Jahre und der zweite Platz hinter Asterion Forlonge danach in Punchestown war ebenfalls nicht zu verachten, so dass der Kantersieg über 2m4f auf weichem Boden im Dezember 2020 in Navan nicht wirklich überraschend kam.

Zurück auf Gruppe 1 Niveau im Neville Hotels Novice Chase gegen Monkfish wurde die Form von Conflated wieder etwas zurecht gerückt. Mehr als ein etwas abgeschlagener dritter Platz war nicht drin für Conflated, der ach dem Sprung über die letzte Hürde zunehmend schwächer wurde und gut 50 Längen auf die beiden Führenden verlor.

Dann kam der Wechsel von Elliot zu Denise Foster wegen dem kurzzeitigen Bann von Elliot wegen eine sehr unvorteilhaften Foto auf einem toten Pferd – was der Form von Conflated mittelfristig nicht gut tat. Das erste Rennen nach dem Wechsel gewann Conflated noch, allerdings war das BAR ONE RACING Directors Plate Novice Chase in Navan auch kaum eine echte Herausforderung, ganz im Gegensatz zum Gruppe 1 Underwriting Exchange Gold Cup Novice Chase in Fairyhouse im April, wo Conflated recht deutlich geschlagen wurde.

Conflated bestritt im September noch ein Flat Rennen und lief in der ungewohnten Disziplin durchaus respektabel, , bevor es wieder zurück zu Gorden Elliot ging.

Der erste Start für den neuen alten Trainer endete wieder mit einem Sturz, aber danach gab es auf Listed Ebene auf schwerem Untergrund einem zweiten Platz und danach einen überzeugenden Sieg im Foxrock Handicap Chase (Grade B) in Navan – unter hohem Gewicht und auf schnellerem Boden.

60 Tage später startete Conlflated dann im Paddy Power Irish Gold Cup, einem weiteren sehr schweren Rennen, aber Gordon Elliot wusste, was er tat und Conflated schlug Minella Indo mit einem starken Lauf zum Ziel nach der letzten Hürde. Kurz dahinter folgte Janidil. Aber Conflated hatte alle Konkurrenten schon ziemlich schnell in der Tasche und setzte sich nach der drittletzten Hürde um gut 4 Längen ab, und baute diesen Vorsprung auf gut sechs Längen bis zum Ziel noch aus.

Gegen Allaho im Rynair Chase…. hätte es selbst ohne den Sturz am Ende nicht gereicht, dafür war Conflated einfach schon zu weit im Rückstand und Allaho hatte zu leichtes Spiel mit der Konkurrenz. Ohne einen solchen Überflieger im Feld konnte sich Conflated danach im April im Betway Bowl Chase mit Clan Des Obeaux ein spannendes Rennen liefern und obwohl er 6 Längen Rückstand an der letzten Hürde hatte, kam er noch einmal bis auf eine Länge in dem 3m1f Rennen an den Sieger heran – kein schlechter Schlusssprint in einem Rennen über diese Distanz!

Nach der Sommerpause lief er im Ladbrokes Champion Chase (Grade 1) ein unterdurchschnittliches Rennen und sprang im Gegensatz zum Rennen in Aintree die Hindernisse nicht sauber und verlor immer wieder Momentum an diesen und konnte mit dem Schlusssprint der beiden anderen am Ende nicht mitgehen. Ohne A Plus Tard im Savills Chase (Grade 1) im Dezember gewann Conflated sein nächstes Rennen ziemlich locker und wäre gespannt gewesen, wie er im Duell mit dem Superstar ausgesehen hätte – so blieben eine Menge „B“ Klasse Pferde die Conflated am Ende bequem schlagen konnte….. und ich kann ihn hier sehr schlecht einschätzen. Er ist in der Lage dazu einen Platz zu holen, aber könnte auch völlig überfordert sein. Letztes Jahr beim Festival hätte er einen Platz erringen können und er kommt in meine Trifecta mit rein.

Stattler: Der Stowaway Sohn startet für Willie Mullins – war aber ursprünglich unter der Aufsicht von I R Ferguson, der allerdings keinen einzigen Start mt Sattler hatte. Stattdessen ging es im Januar 2020 nach Fairyhouse unter Willie Mullins, der mit ihm gleich einen Erfolg in den 2m NHF Rennen auf schwerem Untergrund hatte. Die nächsten beiden NHF Rennen wurden mit etwas unbefriedigenden Platzierungen abgeschlossen, aber die NHF Rennen sind meist ja auch nur ein weg um etwas Erfahrung für die noch jungen Pferde zu bringen.

Interessanter wurde es dann schon im Herbst 2020 für Sattler, der da in die ersten Hürdenrennen ging. Nach 251 Tagen Pause startete er in Naas in einem Maidenrennen, brauchte aber da offensichtlich noch ein wenig um in Gang zu kommen und platzierte wieder „nur“, kam dann aber in Leopardstown einen Monat später über 2m4f in die erwartetet Form und gewann locker mit drei Längen – und wagte dann den Sprung auf Gruppe 1 Niveau und startete hintereinander in drei Gruppe 1 Rennen – dem Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50k Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle im Februar 2021, dem Albert Bartlett Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival und schlussendlich noch im April im Irish Mirror Novice Hurdle – aber alle Rennen wurden mit einem mehr oder minder abgeschlagenen Platz beendet, und das obwohl er unter anderem in Cheltenham eigentlich als Favorit gestartet war!

Da lief er auch weite strecken Stark auf und sah vor der vorletzten Hürde immer noch wie einer der möglichen Sieger aus, so locker wie er da noch auflief, aber an der letzten Hürde baute er einen schlechten Sprung ein und wurde dann den Hügel hinauf zunehmend müde, was a Ende in einem vierten Platz resultierte.

Schon im Nathaniel Lacy & Partners Solicitors „50k Cheltenham Bonus For Stable Staff“ Novice Hurdle zuvor hatte er den zweiten Platz auf den letzten Metern des Rennens abeggen müssen und auch im April im Irish Mirror Novice Hurdle waren es auf den drei Meilen die letzten Meter, die Stattler den zweiten Platz kosteten. Da hatte er versucht das Tempo zu setzten, aber es war schon klar und absehbar, dass er ab er vorletzten Hürde keine Chance mit dem Sieger Galopin Des Chaps haben würde, der sich locker von ihm absetzte konnte

Nach der Reihe von Niederlagen lies sich Stattler etwas Zeit bevor er sein nächstes Rennen anging und in Fairyhouse in einem Beginners Chase startete – über 2m5f. Da gewann er das Rennen gegen solide Konkurrenz nach Belieben, und er schien sich in der Sommerpause weiterentwickelt zu haben, denn nachdem er zum Anfang des Rennens noch eher versucht hatte, das Feld mit den Pacesettern anzuführen, lies er sich von Paul Townend zurücknehmen und setzte sich im Mittelfeld. An der drittletzten Hürde hatte er dann genug und begann das Feld selbst auseinander zu ziehen, war Zweiter an der vorletzten Hürde und ging dann ab der letzten Hürde klar vor das Feld.

Der einfache Sieg wurde von einem weiteren Sieg im Gruppe 3 Naas Racecourse Business Club Novice Chase gefolgt – einem Rennen über 3m1f – und das war auf mehreren Ebenen interessant, denn zum einen gewann er auf weiterer Distanz, zum anderen auf höherem Niveau und zum Dritten schlug er unter anderem Vanillier, der ihn im letzten Cheltenham Festival besiegt hatte. Auf den Konkurrenten hatte er am Ende 18 Längen Vorsprung, aber Farouk D’alene machte ein echtes Rennen daraus. Der Konkurrent hatte sich an der vorletzten Hürde die Führung gesichert, war aber nicht ganz sauber an den letzten Hürden und gab Sattler die Chance, ein wenig Boden gut zu machen und sich den Sieg auf der Zielgeraden zu sichern und mit einem Kraftakt zu gewinnen.

Er gewann danach in Cheltenham das Ukraine Appeal National Hunt Challenge Cup Amateur Jockeys‘ Novices‘ Chase deutlich einfacherer als das Rennen zuvor und zeigte durchweg gut Sprünge – schade dass er danach nicht noch einmal im April startete – stattdessen sahen wir ihn erst im Januar gegen Minnella Indo wieder – und da gab man ihm trotz höherem Gewicht, langer Pause und erst einem Sieg beim Cheltenham Festival den Favoriten Status – den er aber gegen Minella Indo nicht ganz erfüllen konnte – er zeigte wieder gute Sprünge und er konnte den Sieger auf der Zielgeraden wieder stark unter Druck setzten, aber Minella Indo hielt trotz eines schlechten Sprungs an der letzten Hürde dagegen und gewann mit einem Nacken Vorsprung. Vielleicht hätte er gewonnen, wenn noch ein paar Meter da gewesen wären, oder der Untergrund einen Tick schneller – aber auf der anderen Seite war das auch das erste Rennen in 10 Monaten und er ging mit einigen Vorschusslorbeeren in sein Duell mit Galopin Des Champs im Irish Paddy Power Gold Cup, wo er über 3m ein grundsolides Rennen lief, auch wenn Galopin Des Champs drei Klassen besser war. Sattler lief trotzdem so gut wie eh und je übernahm vor der vorletzten Hürde sogar die Führung, aber konnte nicht mithalten, als der Favorit das Tempo anzuziehen begann.

Der Untergrund könnte ein wenig zu schnell sein für ihn hier heute, Sattler brauch entweder einen echten Ausdauertest oder Front Runner, die sich gegenseitig zerlegen.

Minella Indo:  Der Beat Hollow Sohn begann seine Karriere 2018 mit einem Sieg in einem PTP Provinzrennen und ging dann weiter nach Punchestown mit einer Platzierung und legte noch zwei weitere nach – um dann plötzlich und unerwartet beim Cheltenham Festival im Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle seinen ersten Sieg über Hürden zu feiern – und Minella Indo konnte danach im Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle in Punchestown zeigen, dass dies keine Ausnahme war, als er auch dieses Rennen gegen den Favoriten Allaho gewinnen konnte.

Erste Saison – sehr erfolgreich abgeschlossen

Aber auch sein zweiter  Auftritt beim großen Festival war beachtenswert, denn nach nur kurzer Vorbereitung im Jahr 2020 war Minella Indo einer der Favoriten für die RSA Chase, nachdem er in seinem einzigen Rennen in Navan zuvor das Eco Friendly Cups Beginners Chase gewinnen konnte.

Und auch wenn die Konkurrenz in RSA immer groß ist, reichten die guten Chase Ergebnisse in den ersten Rennen zusammen mit Minella Indos großen Erfolgen über Hürden im Jahr zuvor – er gewann unter anderem das Gruppe 1 Irish Daily Mirror Novice Hurdle und dem Gruppe 1 Albert Bartlett Novices‘ Hurdle – um Minella Indo unter die Favoriten für das RSA 2020 zu bringen.

Und der Favorit lieferte, Minella Indo setzte das Tempo zusammen mit Allaho und die beiden duellierten sich an der Front über die gesamte Strecke, was vermutlich am Ende auch der Grund war, dass beide den Angriff von Champ auf der Zielgeraden nicht abwehren konnte. Champ holte einen unglaublichen Rückstand noch auf und stürmte zwischen den beiden Front Runnern hindurch um diesen noch den Sieg zu stehlen. Wahnsinnsrennen von allen drei an Siegern und alle beendeten die Saison damit auf einem Hoch.

Nach diesem unglaublichen Rennen ging es in die Sommerpause, die von Minella Indo im Gruppe 3 M.W. Hickey Memorial Chase im Oktober beendet wurde – und wie! gegen leichtere Konkurrenz übernahm Minella Indo die Führung und setzte das Tempo, begann sich nach der vorletzten Hürde weiter abzusetzen und kam irgendwas um die 25 Längen vor dem Rest des Feldes ins Ziel. Klar, Minella Indo war auch Favorit des Rennens, aber der Sieg war deutlicher als erwartet worden war, und auch beim nachfolgenden BetVictor Make Your Best Bet Chase gewann Minella Indo ungefährdet und nach belieben. Die beiden Rennen über 3m auf weichem Boden waren eine klare Angelegenheit, leider stürtze Minella Indo beim nächsten Rennen an der achten Hürde.

Ein Grund für den Sturz im Savills Chase mag gewesen sein, dass er an de Front von anderen unter Druck gesetzt wurde und in dem Feld ein wenig zurück geshuffelt wurde, so dass er nicht immer freie Sicht auf die Hindernisse hatte. Er schien gar nicht wirklich abzuheben vor dem Sprung über die achte und fiel fast wie ein nasser Sack, verletzte sich aber Gott sei Dank nicht bei diesem fiesen Sturz. Was aber gelitten zu haben schien war das Selbstvertrauen von Minealla Indo, der im Irish Gold Cup im Februar die Hinernisse nicht mit der gewohnten Kraft anging, sondern oft ein wenig übersprang und Kemboy die Führung überließ. Minella Indo war vor den letzten Hürden noch voll dabei beim Kampf um den Sieg, ermüdete dann aber beim Run in und fiel auf den vierten Platz zurück.

Beim Cheltenham Festival 2021 herrschten dann allerdings – wie in den Jahren zuvor auch schon, bessere Bodenbedingungen vor und Minella Indo konnte auf dem schnelleren Boden seine Stärken wieder voll ausspielen. Zwar baute Minella Indo den ein oder anderen unsauberen Sprung wieder ein, sprang aber gut und sauber da wo es zählte und holte damit schon vor der letzten Hürde 2 Längen Vorsprung heraus, die Minella Indo unter einem starken Ritt von Jack Kennedy dann auch bis zum Ziel verteidigen konnte.

Das Saisondebüt nach 225 Tagen Pause im Ladbrokes Champion Chase in Down Royal im Oktober gelang allerdings nicht wie gewünscht und Minella Indo ermüdete nach der vorletzten Hürde zunehmend und verlor ein wenig den Anschluss an die beiden Führenden, verteidigte aber seinen dritten Platz gegen den aufschließenden Delta Work – keine schlechte Leistung, allerdings war Minella Indo beim King George VI Stakes in Kempton um Weihnachten nicht konkurrenzfähig und musste sich klar geschlagen geben – das war bei Weitem nicht der Minella Indo, den wir sehen wollen.

Nach dem vorzeitig abgebrochenen King George VI Stakes holte sich Minella Indo allerdings den zweiten Platz im Gruppe 1 Paddy Power Irish Gold Cup hinter den Überraschungssieger Conflated, wenn auch mit 6 Längen ein wenig abgeschlagen. Conflated schlug sich danach beim Cheletenham Festival gegen Allaho im Ryanair nicht schlecht und auch der Lauf im Gold Cup beim Cheltenham Festival war nicht schlecht – auch wenn er auf seinem zweiten Platz keine Chance hatte, A Plus Tard in irgend einer Weise zu gefährden – da war nichts zu holen, aber den zweiten Platz hielt er mit über 2 Längen Vorsprung auf seine Verfolger doch souverän – umso enttäuschender war, dass er im Ladbrokes Punchestown Gold Cup im April keine Chance hatte und vorzeitig beenden musste. Er hatte bei seinem Saisondebüt im Januar 2023 dann Probleme den heutigen Konkurrenten Sattler hinter sich zu halten und ich bin auf das Duell der beiden hier extrem gespannt.

Proketorat: Der Saint Des Sainsts Sohn hat eine Vorliebe für Cheltenham und Aintree, hat den Gold Cup auf einem guten dritten Platz abgeschlossen und ist damit der beste Starter aus dem Gold Cup heute in diesem Lineup. Zwar fegte er die Konkurrenz im Unibet Many Clouds Chase im Dezember locker beiseite, aber auch diese Zeit war eine der schlechteren in der Unibet Many Clouds Chase der letzten Jahre – oder eines der taktischsten Rennen. Egal, seine Leistung beim Cheltenham Gold Cup war okay, auch wenn natürlich A Plus Tard keine Probleme hatte das Rennen souverän für sich zu entscheiden.. wie viel also die Form aus dem Cheltenham Gold Cup wert ist? Schwer zu sagen… oder sagen wirs so: In der Vergangenheit war es nicht so schlimm, wenn der Rückstand recht groß war oder das Rennen nicht beendet wurde – eher die Teilnahme war wichtig.
Danach im Aintree Bowl sahen die Chancen von Protektorat eigentlich gut aus und man erwartete ein großes Rennen von ihm – dass am Ende nur ein vierter Platz stand, kann definitiv als Enttäuschung gesehen werden – schließlich startete Protektorat als Favorit!

Am Ende war er vielleicht ein bisschen zu energisch zu Gang gewesen, oder vielleicht waren es die Fehler, die er beim Springen eingebaut hatte? Man weiß es nicht genau, jedenfalls blieb am Ende nur der vierte Platz und schon vor der letzten Hürde wurde Protektorat müde und lies sich weit hinter den Sieger Clan Des Obeaux zurückfallen.

In der Sommerpause bekam er eine OP an der Windröhe spendiert und BOY! Diese Op schien Wunder zu wirken, denn als er sein erstes Rennen der Saison in Form des Betfair Chase (Grade 1) (Registered As The Lancashire Chase) (GBB Race) bestritt, sprang er sauber und schnell die Hindernisse und war an der vorletzten Hürde schon 2 Längen voraus, bis zum Ziel baute er diesen Vorsprung noch bis auf 11 Lägen auf Eldorado Allen aus. Frodon und Bristol De Mai waren nur Statisten, und dass A Plus Tard einen schlechten Tag erwischte und das Rennen vorzeitig beenden musste, half natürlich auch – aber im Duell mit Ahoy Senor Ende Januar in Chelteham im Paddy Power Cotswold Chase lief er unter Durschnitt und fand nicht so recht ins Rennen, lies sich schwer lenken und ermüdete recht schnell – letztes Jahr holte er in diesem Rennen einen dritten Platz und überraschte mich, und generell ist seine Bilanz in Cheltenham gut – ich bin geneigt ihm den Lauf im Januar zu verzeihen

Ahoy Senor: Der Dylan Thomas Sohn von Trainerin Lycinda Russel wurde 2019 vor dem ersten Rennen kastriert, warf seinen Jockey. A. Edwards aber trotzdem beim ersten Rennen ab und wechselte danach von Philip Rowley zu Melanie Rowley, die ihn in einem weiteren PTP Rennen nach einer 239 tägigen Pause zum Sieg führte – und dann direkt an Lucinda Russell abgaben.

Die Trainerin lies ihn in einem Klasse 3 NHF etwa zwei Monate später in Ayr auflaufen und belegte auf schwerem Untergrund einen guten zweiten Platz, um dann noch einmal sechs Wochen später seinen ersten Sieg in einem Klasse 4 Maiden Rennen zu gewinnen. Das Rennen auf weichem Untergrund ging Ayoy Senor von der Front her an, aber trotzdem war es eine kleine Überraschung, dass er beim ersten Start über Hürden derart gut durchhielt und mit einem guten Sprung an der letzten Hürde alles klar machte.

Noch überraschender allerdings war der Lauf danach im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im April, wo Ahoy Senor natürlich als klarer Außenseiter auflief – die Distanz war deutlich weiter mit über 3 Meilen, die Konkurrenz ein ganz anderes Level und viel Erfahrung konnte Ahoy Senor ebenfalls nicht vorweisen  – klar, dass er als Außenseiter mit einer 68er Quote auflief. Er bekam die Führung in diesem Rennen wieder geschenkt und wurde über lange Strecken kaum unter Druck gesetzt, ermüdetet allerdings nicht wie eigentlich gedacht, sondern konnte die kommenden Angriffe souverän abwehren und seinen Vorsprung nach der letzten Hürde sogar noch ausbauen – das dürfte eine der größten Überraschungen der Saison gewesen sein.

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause im Colin Parker Chase gelang Ahoy Senor allerdings nicht und er warf seinen Reiter an der vorletzten Hürde ab – als er schon ziemlich unter Druck war und nicht wie der wahrscheinlichste Sieger des Rennens aussah. Dann zerlegte er allerdings die Konkurrenz im John Francome Novices‘ Chase auf Gruppe 2 Ebene über 4706m und ging mit Zuversicht in das nächste Duell mit Bravemansgame im Ladbrokes Kauto Star Novices‘ Chase in Kempton im Dezember.

Ahoy Senor bekam sogar wie erhofft die Führung in dem Rennen wieder recht unangefochten zugesprochen und nahm viele der Hindernisse stark und mit viel Kraft – bis zur fünzehnten Hürde, wo er einen schweren Fehler machte und Derek Fox fast aus dem Sattel warf. Danach wurde das Rennen schwer für ihn und Bravemansgame nahm ihm zwei Hürden vor dem Ziel die Führung ab und setzte sich locker von seinen Verfolgern ab. Für Ahoy Senor blieb nur ein abgeschlagener zweiter Platz, allerdings erholte sich Ahoy Senor schnell von der Niederlage und fegte die Konkurrenz im nachfolgenden Gruppe 2 William Hill Towton Novices‘ Chase locker beiseite

Beim Cheltenham Festival sollte er wieder auf L’Homme Presse – und wenn er nicht kurz vorher zurückgezogen worden wäre – auch Bravemansgame treffen sollen. Ahoy Senor lief auf dem schnelleren Boden wieder ein solides Rennen, ohne es mit L’Homme Presse wirklich aufnehmen zu können, was für das Rematch der beiden in Aintree im April nichts gutes verheißen lies.

Aber Ahoy Senor erholte sich von seinem Lapsus wie schon etliche Male zuvor und obwohl er das ein oder andere Hindernis nicht sauber nahm und nach rechts weg sprang, konnte er das Tempo beständig weiter erhöhen und vier Hürden vor dem Ziel langsam das kleine Feld weiter auseinander ziehen. Schnell war er drei Längen vor dem Rest des Feldes und konnte sich mit einem guten Sprung an der letzten Hürde locker den Sieg mit fünf Längen Vorsprung sichern.

Ganz im Gegenteil zum ersten Rennen nach der Sommerpause, wo er in Wetherby im Gruppe 2 bet365 Charlie Hall Chase auflief. Zwar versuchte Ahoy Senor wieder die Führung zu übernehmen und das kleine Feld über die Distanz zu führen, war aber bei seinem Sprüngen zu unkonzentriert und lies sich von Derek Fox im Sattel kaum kontrollieren. So lief Ahoy Senor viel zu frei in dem frühen Stadium des Rennens und ermüdete an der viertletzten Hürde zunehmend und wurde am Ende Letzter (Fünfter)

Etwas besser lief er dann im Boylesports Many Clouds Chase mit einem dritten Platz – auch wenn das Rennen selbst eine relativ schwere Angelegenheit war. Zunächst lief Ahoy Senor relativ frei auf und sprang oft nach rechts weg über die Hindernisse – holte sich aber trotzdem die Führung. Da sprang er mehr schlecht als recht über die Hindernisse und verlor da immer wieder Momentum, so dass er letztendlich an der letzten Hürde überholt wurde – aber den dritten Platz noch halten konnte.

Im Ladbrokes King George VI Chase (Grade 1) (GBB Race) wurde er klar deklassiert und hatte auf seinem fünften Platz keine Chance irgendeinen Eindruck zu machen. Das war aber auch OK, denn dieses Rennen ist notorisch schwer besetzt und die Favoriten lieferten dieses Mal ab – und zu diesem Kreis gehörte Ahoy Senor nicht an.

Dafür gewann er im Januar das Paddy Power Cotswold Chase mit einer Kraftanstrengung, auch wenn seine Sprünge nicht immer sauber waren und er an der drittletzten Hürde eigentlich den Anschluss verlor, fand aber einen zweiten Lauf in sich und kam wieder nach vorne um beim letzten Sprung schon vorne zu liegen, tat sich keinen Gefallen mit einem weiteren lansgamen Sprung, sammelte sich aber erneut und kam gewann knapp gegen Sounds Russian.

Eldorado Allen: Der Khalkevi Sohn von Trainer Colin Tizzard gewann im November 2020 das Gruppe 2 Podcast Novices‘ Chase mit 19 Längen, war aber durch den Sturz von Gumball klar im Vorteil. Zum Zeitpunkt des Sturzes war Gumbal der einzige Konkurrent, der Eldorardo Allen noch etwas entgegenzusetzen hatte und der vor Eldorado Allen über die vorletzte Hürde gegangen war. Eldoardo Allen hätte vermutlich auch so gewonnen, aber nicht so locker wie dieser 19 Längen Sieg am Ende ausfiel.

Trotzdem schien dieser Sieg etwas in Eldorado Allen zu bewirken und der Khalkevi Sohn besserte sich von Rennen zu Rennen – mit Ausnahme des folgenden vierten Platzes im Henry VII Chase. Denn im Gruppe 1 Henry VIII Novices Chase Anfang Dezember 2020 wurde er über die 3126m auf Gruppe 1 Ebene und weichen Boden ziemlich schnell unter Druck gesetzt und obwohl Eldorado Allen sich mühte, hatte er den Siegern wenig entgegen zu setzen.

Das nimmt dem vorherigen Gruppe 2 Sieg ein wenig den Glanz, allerdings ging er danach in zwei Duelle mit Shiskin und da schlug sich Eldorado Allen durchaus beachtlich. So wurde er Zweiter im Gruppe 2 Irish Thoroughbred Marketing Lightning Novices‘ Chase und war der einzige, der Shiskin zumindest annährend auf den Fersen blieb. Okay, das war nur ein vier Starter Rennen und Eldorado Allen hatte über 8 Längen Rückstand auf den Sieger, aber dass dies eine sehr gute Form zu sein schien, bewies Eldorado Allen dann im Gruppe 1 Sporting Life Arkle Challenge Trophy Novices‘ Chase, wo er erneut gegen Shishkin antrat, erneut klar verlor aber wieder den zweiten Platz sichern konnte und auch der Saisonabschluss der Saison 2020/21 im Manifesto Novice Chase in Aintree im April gelang nicht – vielleicht auch weil Eldorado Allen das erste Mal über 2m4f starte und auf den letzten Metern etwas an Zug verlor – er lief allerdings kein schlechtes Rennen  und gewann nach der Sommerpause verdient das Gruppe 2 Betway Haldon Gold Cup (A Limited Handicap Chase) in Exeter in einem spannenden Duell gegen Hitman, der zusammen mit ihm über die letzte Hürde ging und sich auf dem Run – In nicht geschlagen geben wollte. Erst auf den letzten Metern konnte Eldorado Allen sich dann letztendlich absetzten und gewann mit einer Länge.

Auch sein nächster Start im Gruppe 2 Fitzdares Peterborough Chase verlief zunächst nicht schlecht, nach einem schweren Fehler an der fünftletzten Hürde verlor Eldorado Allen allerdings zunächst den Anschluss und geriet an den nächsten Hürden immer mehr unter Druck, konnte sich aber immerhin noch den dritten Platz sichern- und machte es danach im Januar 2022 im Silviniaco Conti Chase noch einmal so richtig spannend. Mister Fisher und Eldorado Allen machten das Rennen unter sich aus, ab der drittletzten Hürde hatte Eldorado Allen sich abgesetzt, aber Mister Fisher kam nach der letzten Hürde ideal in Fahrt und holte sich den Sieg – und obwohl nur eine Länge zwischen ihnen lag, gewann der Konkurrent doch überlegen.

Dann aber im Denman Chase gewann Eldorado Allen gegen den Mitfavoriten Royale Pagaille mit zwei Längen Vorsprung – und das, obwohl er auf dem Weg zur letzten Hürde alles andere als gerade und sauber lief und ab und zu nach links weg über die Hindernisse sprang. Aber er tat immer genug um Royal Pagaille auf Abstand zu halten, Vorjahressieger und Favorit Clan Des Obeaux hatte er dagegen immer fest im Griff.

Allahi im Ryanair Chase war dagegen deutlich eine Nummer zu groß für ihn und Eldorado Allen musste sich am Ende mit einem dritten Platz zufrieden geben. Wieder sprang er bei einigen Hindernissen nach links weg und verlor den zuvor erkämpften zweiten Platz dann den Hügel hinauf zum Ziel..

Beim letzten Start in der Saison ging es in das Aintree Bowl Chase gegen einige große Namen aus Cheltenham, und obwohl ich ihn in diesem Rennen durchaus mochte, lief er am Ende nur auf dem letzten Platz der Finisher ein, und schon nachdem er das erste Hindernis getroffen hatte konnte man sich denken, dass das nicht sein Rennen werden würde. Am Ende ermüdete Eldorado Allen schnell und viel zurück, und selbst der Trainer konnte keine Erklärung für die schlechte Leistung liefern.

Nach der Sommerpause hatte Eldorado Allen mit einem zweiten Platz hinter dem lockeren Sieger Bravemansgame seine Form wieder gefunden und einen soliden zweiten Platz erringen können, konnte danach in Haydock allerdings im Gruppe 1 Betfair Chase nicht auf diese Form aufbauen – obwohl der haushohe Favorit A Plus Tard einen rabenschwarzen Tag erwischte und das Rennen vorzeitig beendete – trotzdem konnte Eldorado Allen kein Kapital daraus schlagen und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben – ganze 11 Längen hinter Protektorat, der sich ab der vorletzten Hürde locker abgesetzt hatte.

Er hatte Frodon immer noch deutlich hinter sich, aber die beiden Konkurrenten fanden sich im Ladbrokes King George VI Chase wieder und drehten da die Platzierungen herum, mit Frodon ein paar Längen vor Eldorado Allen, aber beide weit weg von den Siegern und im Betfair Denman Chase (Grade 2) im Februar lief es nicht viel besser für ihn – 23 Längen Rückstand und viele eher mittelmäßige Konkurrenten waren zwischen ihm und dem Sieger Zanza am Ende – selbst wenn er sich steigert, wird das hier kaum ausreichen

Royale Pagaille: 

Der Blue Bresil Sohn von Trainerin Venetia Williams kommt ursprünglich aus Frankreich und startet dort in seinen ersten beiden Jahrenfür Francois Nicolle und versuchte sich da in einigen guten Rennen, bevor er im Januar 2020 zu Venetia Williams wechselte. Die schichte ihn in Chepstwo und Huntigton auf die Bahn und teste ihn auf schwerem Untergrund, wo er beide Male platzieren konnte und dann in die Sommerpause ging. Nach der Sommerpause ging es im Dezember in Haydock weiter.

Im ersten Rennen fegte er Espoir De Romay zur Seite und gewann unangefochten und locker, erneut auf schwerem Boden. Der weiche Untergrund schien ihm zu liegen und so hielt er sich an weichen Boden, auch bei seinem nächsten Rennen in Kempton im Dezember. Dort startete er über 2 Meilen als Favorit in das gut besetzte Ladbrokes Committed To Safer Gambling Handicap Chase. Dort lief er wieder bequem vor dem Feld her, wurde 2 Out aber eingeholt und unter druck gesetzt, entledigte sich aber dem Konkurrenten Cap Du Nord dann auch der Zielgeraden wieder mit Leichtigkeit, und das obwohl sein Rating schon relativ hoch war in diesem Rennen, und das Gewicht damit alles andere als niedrig. Kein Vorteil für Roayale Pagaille, aber den brauchte er auch nicht um einen weiteren lockeren Sige in einem Chase Rennen zu verbuchen.

Auf Gruppe 2 Ebene ging es dann im Januar weiter, als er im Gruppe 3 Peter Marsh Handicap Chase auflief – natürlich als Favorit, aber immer  noch mit angenehmer Quote zum Wetten, denn man war noch nicht 100%tig überzeugt, wie gut Royale Pagaille wirklich ist. Anwtort aus dem Rennen: Sehr, sehr gut. Er musste fast 10KG mehr tragen als die meisten anderen Konkurrenten aus dem Rennen, trotzdem konnte er in einem gefühlt lockeren Trott vor dem Feld entlang laufen und sich immer weiter absetzten, bis er weit über 16 Längen vor dem Feld ins Ziel einlief.

Die Form hielt im Cheltenham Gold Cup leider nicht und Royal Pagaille musste sich am Ende klar geschlagen geben. Einige schlechte Sprünge und das Rennen war gelaufen, am Ende kam er sogar lahm ins Ziel, aber immerhin hielt er durch.

Beim Saisondebüt im Betfair Chase in Haydock im November 2021 belegte er einen zweiten Platz hinter A Plus Tard – die beiden trennten aber am Ende 22 Längen und Royal Pagaille machte wieder einige schlechte Sprünge, die ihn nicht nur den Anschluss an den Sieger kosteten, sondern auch für eine Wunde am hinteren rechte Lauf sorgten.

Im Januar 2022 gewann er dann als Favorit das Peter Marsh Handicap Chase, wo er unter hohem Gewicht den Sieg gegen Sam Brown mit einer halben Länge verteidigen konnte. Royal Pagaille hielt sich im hinteren Bereich des Feldes und ging an der vorletzten Hürde mit an die Front, driftete nach dem letzten Sprung auf der Zielgeraden allerdings nach recht, schaffte es aber trotzdem, Sam Brown immer hinter sich zu halten. Das war ein guter Lauf, und die Form wiederholt er im Denman Chase im Februar mit einem zweiten Platz gegen Eldorado Allen.

Wie so oft tat sich Royal Pagaille während dem Rennen ein wenig schwe rund sprang die Hindernisse zum Teil ein wenig langsam, fing sich aber immer wieder und kam am Ende bis auf zwei Längen an den Sieger Eldorado Allen heran – das war wieder eine Arbeitsleistung und es war klar, dass er so beim Boodles Cheltenham Gold Cup Chase keine Chance haben würde – er tat sich dann bei dem großen Rennen auch keinen Gefallen mit seinen langsamen Sprüngen, aber ein Start im Gold Cup ist statistisch eine gute Sache für das Bowl Chase… außer dass Royale Pagaille auch dort mit einem deutlich abgeschlagenen fünften Platz vorlieb nehmen musste.

Nach der Sommerpause überraschte er mich mit einem zweiten Platz im Ladbrokes King George VI Chase, auch wenn er natürlich vom Sturz von L’Homme Presse profitiert hatte, der ihm den zweiten Platz schenkte. 14 Längen Rückstand sind trotzdem ein Brett und heute sind zu viele gute Konkurrenten im Feld.


Lucinda Russel überwältigt vom Sieg von Ahoy Senor.

Pferdewetten News

„Papa wäre stolz“ – Russell widmet Sieg von Ahoy Senor verstorbenem Vater Peter bei Racingpost.

Ahoy Senor ist immer mal wieder für eine Überraschung gut und hat letztes Jahr gezeigt, dass man ihm auch in den besten Rennen auf dem Schirm haben muss – und so überraschend war der Sieg dann vielleicht doch nicht, wenn man seine Form vor genau einem Jahr als Maßstab nahm.

Lucinda Russell wird für immer die letzten Momente des Lebens ihres Vaters an seiner Seite schätzen und ein ergreifender Erfolg für Ahoy Senor, einem Pferd, das er verehrte, bot das besondere Tribut.

Peter Russell, der am Montag im Alter von 95 Jahren verstarb, wurde für die Grundlagen geehrt, die seine Tochter dazu brachten, ihren Traum, Trainerin zu werden, zur Wirklichkeit eines Grand-National-Sieges zu machen. Die Chancen von Ahoy Senor, dem Boodles Cheltenham Gold Cup hinzuzufügen, schienen nach seinem erfolgreichen Comeback im Paddy Power Cotswold Chase am Samstag wieder realistisch.

Russells Vater war auch Teilbesitzer von Ahoy Senor und sein großer Einfluss half auch den Verbindungen, sich auf dieses Unterfangen im Süden zu konzentrieren, um Gold Cup-Hoffnungen wiederzubeleben. Es bestand kein Zweifel an der Klasse des achtjährigen Pferds, wie es in seinem zweiten Grade 1-Sieg in Aintree als Novize in der letzten Saison gezeigt wurde, aber drei moderate Leistungen bedeuteten, dass seine Chancen auf Cheltenham Festival-Ruhm auf bis zu 50-1 gestiegen waren.

Hier war er transformiert, mit einer professionellen Sprungleistung insgesamt und einem signifikanten Punch an Qualität. Unter Derek Fox brach er in die Konkurrenz auf dem Weg nach Hause aus, wischte Sounds Russian beiseite und gewann um eineinhalb Längen. Der Gewinner des letztjährigen Grand National, Noble Yeats, schlug ebenfalls ein starkes Tempo an, aber der schottische Herausforderer hatte es bereits geklärt. Eine emotionale Russell wurde von den Cheltenham-Anhängern in den Siegerkreis bejubelt und ein Lächeln war unvermeidlich, als ein begeisterter Rennzuschauer rief: „Lucinda, er wird den Gold Cup gewinnen“. Jetzt ist er so kurz wie 10-1, um es zu tun.

„Es ist sehr emotional“, sagte Russell. „Mein Vater war eine fantastische Person und er wäre so stolz gewesen. Er war ein Jahr lang krank und es war gut, weil ich ein Jahr hatte, um ihm zu danken und auf Wiedersehen zu sagen.

Ich schätzte ihn und als er im Leben immer weiterraste, bedeutete es ihm sehr viel. Er sprach oft mit mir über die Rennen, die wir besuchen würden, und rief mich vor und nach den Rennen an. Ich werde das sehr vermissen.

„Vor zwei Wochen fragte er: ‚Wie geht es Ahoy Senor, wird er nach Cheltenham gehen?‘ Dad war kein richtiger Pferdeliebhaber oder Rennfan, aber dieses Pferd interessierte ihn und er liebte es. Er wollte wirklich, dass es gut abschneidet.“

Jetzt drohten ein paar Tränen aus den Augen dieser typischen Schottin zu brechen. Sie fügte hinzu: „Ich sage allen, sagt eurem Vater Danke und sagt ihnen, wie viel sie euch bedeuten, denn ich hatte die Chance dazu. Ich meine das, sagt Danke.“

„Es war Dad, der mich darin unterstützte und mir den Ehrgeiz und die Entschlossenheit gab. Er wäre heute sehr stolz auf mich. Ich werde ihn sehr vermissen, wenn ich nicht mehr mit ihm telefonieren kann, wenn ich nach Hause komme.“

Für Russell und ihr Team bei den Arlary House Ställen zwischen Perth und Edinburgh war das Ergebnis auch eine befriedigende Rückkehr zur Spitzenform für ein Pferd, das lange als das beste angesehen wurde, das sie jemals hatten.

Doch die Anstrengungen von Ahoy Senor in dieser Saison beinhalteten zwei Niederlagen, als er beim Charlie Hall Chase in Wetherby im Oktober und bei seiner Rückkehr nach Aintree für den Many Clouds als Favorit gestartet wurde. Zuletzt wurde er beim King George VI Chase in Kempton an Boxing Day als Fünfter von neun besiegt.

„Er war ein fantastisches Pferd und als Novize ein Phänomen, das es auf reine Fähigkeit geschafft hat“, fügte Russell hinzu. „Ich denke, es war ein bisschen ein Schock für ihn, in diese Gesellschaft direkt nach seiner Novize-Saison zu gehen. Es gibt keine leichten Rennen ganz oben, es hat ihm einfach ein bisschen Zeit gekostet, sich daran zu gewöhnen, aber er hat gelernt und setzt und springt jetzt gut.

„Ich bin überrascht, dass er auf diesem Gelände agiert hat, aber fair play an Bruce und Carron [Wymer, Teilbesitzer], die sagten, lass uns nach Cheltenham gehen, weil er Übung auf der Strecke bekommen muss. Heute hatte er eine gute Übung.“

Das Pferd im Detail:

Ahoy Senor: Der Dylan Thomas Sohn von Trainerin Lycinda Russel wurde 2019 vor dem ersten Rennen kastriert, warf seinen Jockey. A. Edwards aber trotzdem beim ersten Rennen ab und wechselte danach von Philip Rowley zu Melanie Rowley, die ihn in einem weiteren PTP Rennen nach einer 239 tägigen Pause zum Sieg führte – und dann direkt an Lucinda Russell abgaben.

Die Trainerin lies ihn in einem Klasse 3 NHF etwa zwei Monate später in Ayr auflaufen und belegte auf schwerem Untergrund einen guten zweiten Platz, um dann noch einmal sechs Wochen später seinen ersten Sieg in einem Klasse 4 Maiden Rennen zu gewinnen. Das Rennen auf weichem Untergrund ging Ayoy Senor von der Front her an, aber trotzdem war es eine kleine Überraschung, dass er beim ersten Start über Hürden derart gut durchhielt und mit einem guten Sprung an der letzten Hürde alles klar machte.

Noch überraschender allerdings war der Lauf danach im Gruppe 1 Doom Bar Sefton Novices‘ Hurdle im April, wo Ahoy Senor natürlich als klarer Außenseiter auflief – die Distanz war deutlich weiter mit über 3 Meilen, die Konkurrenz ein ganz anderes Level und viel Erfahrung konnte Ahoy Senor ebenfalls nicht vorweisen  – klar, dass er als Außenseiter mit einer 68er Quote auflief. Er bekam die Führung in diesem Rennen wieder geschenkt und wurde über lange Strecken kaum unter Druck gesetzt, ermüdetet allerdings nicht wie eigentlich gedacht, sondern konnte die kommenden Angriffe souverän abwehren und seinen Vorsprung nach der letzten Hürde sogar noch ausbauen – das dürfte eine der größten Überraschungen der Saison gewesen sein.

Der Einstand in die neue Saison nach der Sommerpause im Colin Parker Chase gelang Ahoy Senor allerdings nicht und er warf seinen Reiter an der vorletzten Hürde ab – als er schon ziemlich unter Druck war und nicht wie der wahrscheinlichste Sieger des Rennens aussah. Dann zerlegte er allerdings die Konkurrenz im John Francome Novices‘ Chase auf Gruppe 2 Ebene über 4706m und ging mit Zuversicht in das nächste Duell mit Bravemansgame im Ladbrokes Kauto Star Novices‘ Chase in Kempton im Dezember.

Ahoy Senor bekam sogar wie erhofft die Führung in dem Rennen wieder recht unangefochten zugesprochen und nahm viele der Hindernisse stark und mit viel Kraft – bis zur fünzehnten Hürde, wo er einen schweren Fehler machte und Derek Fox fast aus dem Sattel warf. Danach wurde das Rennen schwer für ihn und Bravemansgame nahm ihm zwei Hürden vor dem Ziel die Führung ab und setzte sich locker von seinen Verfolgern ab. Für Ahoy Senor blieb nur ein abgeschlagener zweiter Platz, allerdings erholte sich Ahoy Senor schnell von der Niederlage und fegte die Konkurrenz im nachfolgenden Gruppe 2 William Hill Towton Novices‘ Chase locker beiseite

Beim Cheltenham Festival sollte er wieder auf L’Homme Presse – und wenn er nicht kurz vorher zurückgezogen worden wäre – auch Bravemansgame treffen sollen. Ahoy Senor lief auf dem schnelleren Boden wieder ein solides Rennen, ohne es mit L’Homme Presse wirklich aufnehmen zu können, was für das Rematch der beiden in Aintree im April nichts gutes verheißen lies.

Aber Ahoy Senor erholte sich von seinem Lapsus wie schon etliche Male zuvor und obwohl er das ein oder andere Hindernis nicht sauber nahm und nach rechts weg sprang, konnte er das Tempo beständig weiter erhöhen und vier Hürden vor dem Ziel langsam das kleine Feld weiter auseinander ziehen. Schnell war er drei Längen vor dem Rest des Feldes und konnte sich mit einem guten Sprung an der letzten Hürde locker den Sieg mit fünf Längen Vorsprung sichern.

Ganz im Gegenteil zum ersten Rennen nach der Sommerpause, wo er in Wetherby im Gruppe 2 bet365 Charlie Hall Chase auflief. Zwar versuchte Ahoy Senor wieder die Führung zu übernehmen und das kleine Feld über die Distanz zu führen, war aber bei seinem Sprüngen zu unkonzentriert und lies sich von Derek Fox im Sattel kaum kontrollieren. So lief Ahoy Senor viel zu frei in dem frühen Stadium des Rennens und ermüdete an der viertletzten Hürde zunehmend und wurde am Ende Letzter (Fünfter)

Etwas besser lief er dann im Boylesports Many Clouds Chase mit einem dritten Platz – auch wenn das Rennen selbst eine relativ schwere Angelegenheit war. Zunächst lief Ahoy Senor relativ frei auf und sprang oft nach rechts weg über die Hindernisse – holte sich aber trotzdem die Führung. Da sprang er mehr schlecht als recht über die Hindernisse und verlor da immer wieder Momentum, so dass er letztendlich an der letzten Hürde überholt wurde – aber den dritten Platz noch halten konnte.

Im Ladbrokes King George VI Chase (Grade 1) (GBB Race) wurde er klar deklassiert und hatte auf seinem fünften Platz keine Chance irgendeinen Eindruck zu machen. Das war aber auch OK, denn dieses Rennen ist notorisch schwer besetzt und die Favoriten lieferten dieses Mal ab – und zu diesem Kreis gehörte Ahoy Senor nicht an.

So war es aber seine Chance gegen etwas leichtere Konkurrenz im Gruppe 2 Paddy Power Cotswold Chase (Grade 2) (GBB Race) zu punkten – klar, der in Form befindliche Protektorat und Frodon sind echt harte Nüsse zum knacken gewesen, jedenfalls auf dem Papier – denn in dem Rennen selbst konnten die Favoriten im Gegensatz zum Weihnachtsrennen nicht liefern und belegten die hinteren Plätze des kleinen Feldes.

Wieder sprang Ahoy Senor öfter mal nach rechts, führte trotzdem, sprang aber so schlecht dass er die Führung stellenweise abgeben musste, aber war einfach das stärkste Pferd an diesem Tag und holte sich mit einem Kraftakt den Sieg.


Update zu A Plus Tard nach seinem Rückzug aus dem Savills Chase

Pferdewetten News

Richard Thompson, Direktor des Cheveley Park Stud, betont, dass er sehr zufrieden wäre, wenn A Plus Tard seinen Titel im Cheltenham Gold Cup ohne weitere Vorbereitung verteidigen würde.

Henry de Bromheads Pferd war letzte Saison ein brillanter Sieger im Prestbury Park, aber seitdem lief nicht alles nach Plan. Das neunjährige Pferd war nach seinem Abbruch bei der Betfair Chase im November krank und wurde im Rahmen des Savills Chase im letzten Monat aufgrund einer Gelenkverletzung zurückgezogen.

„Wir sind für den Savills Chase gegangen und es war schwer, dies zu verkraften, aber man muss das Beste für das Pferd tun und es gab offensichtlich keinen Sinn, ihn dafür zu gefährden“, sagte Thompson.

„Seine Saison war bisher ein wenig enttäuschend, aber wir hoffen sehr, dass er für Cheltenham wieder auf Kurs ist.“

Eine Rückkehr nach Leopardstown für den irischen Gold Cup nächsten Monat ist eine Möglichkeit, aber während die endgültige Entscheidung bei De Bromhead liegt, bevorzugt Thompson eine direkte Reise nach Cotswolds im März.

„Ich denke, es war kein ernstes Problem, das war das, was ich gehört habe, also werden wir sehen, wo er ist. Er könnte im irischen Gold Cup starten, aber das ist 50 zu 50, denke ich.

„Ich würde wahrscheinlich eher direkt zu Cheltenham gehen, aber ich lasse es Henry entscheiden. Wenn er denkt, dass er noch einen Start braucht, ist es natürlich seine Entscheidung.

„Ich wäre sehr bequem ohne Start vor Cheltenham, das wäre meine persönliche Meinung.“

Es war bisher eine enttäuschende Saison für Cheveley Park, mit den beiden Siegen im Ryanair Chase für Allaho und Sir Gerhard, die beide nicht an den Start gegangen sind.

Thompson wird jedoch philosophisch und sagt: „Letztes Jahr haben wir neun Grade Ones gewonnen, darunter drei bei Cheltenham und dem Gold Cup. So ein Erfolg konnte nicht andauern – das ist unmöglich.“

A Plus Tard: Der Kapgarde Sohn von Henry De Bromhead hat Ende 2020 eine hoch interessante Überraschung landen können, als er im Dezember das Savills Chase für sich entschied  und damit den Favorit und kommenden Konkurrenten für das Cheltenham Festival Minella Indo schlagen können – wobei, schlagen könne ist zu viel gesagt, denn Minella Indo stürzte und öffnete damit das Rennen, und A Plus Tad und Kemboy machten sich das zusammen mit Melon zu Nutze – der Konkurrent bekam seine Revanche dann allerdings im WellChild Cheltenham Gold Cup Chase danach und schlug A Plus Tard knapp.

Denn 2021 war es Minella Indo, der A Plus Tard den Lauf im Cheltenham Festival etwas verdarb und mit einer Länge schlagen konnte, aber 2022 revanchierte sich ein verbesserter A Plus Tard, der Minella Indo mit 15 Länge deklassierte – obwohl er seinen letzten Test vor dem großen Rennen verloren hatte, aber das kennen wir ja shon.

2019 war sein letztes Rennen vor dem Cheltenham Festival das Gruppe 1 Paddy’s Rewards Club „Loyalty’s Dead, Live For Rewards“ Chase in Leopardstown im Dezember 20219, in dem A Plus Tard einen wichtigen Sieg gegen Chacun Pour Soi feiern konnte.

A Plus Tard und Chacun Pour Soi kamen gemeinsam die Zielgerade und die letzte Hürde entlang, nachdem A Plus Tard lange das Feld angeführt und das Tempo gesetzt hatte. Rachel Blackmore arbeite sich auf A Plus Tard beim Zieleinlauf Herz und Lunge raus um ihren Schützling in Gang zu bekommen, wurde aber dann für ihre Mühen auch mit einem 3,75 Längen Sieg belohnt – etwas, was man ihm nach Niederlagen im Fortria Chase und der klaren Niederlage im Champion Novice Chase im April 2019 nicht erwartet hätte.

Aber A Plus Tard bewies, dass dies kein Versehen war sondern er diese Form auch in deutlich härteren Rennen reproduzieren kann, als er beim Cheltenham Festival im Ryanair Chase startete. A Plus Tard sah dermaßen stark aus beim Einbiegen in die Zielgerade auf dem Weg zum vorletzten Hindernis, wo er sich mit seinem Sprung nach rechts aber keinen Gefallen tat und Min und Saint Calvados ziehen lassen musste. Die Drei waren weit vor dem Rest des Feldes und man konnte durchaus sehr zufrieden sein mit der Leistung von A Plus Tard, auch wenn dieser letztendlich nicht ganz um den Sieg mitkämpfen konnte – Ein wenig kürzere Distanz, ein wenig bessere Sprünge, und Min hätte ein ganz anderes Problem gehabt.

Bei seinem Saisondebüt im Fortria Chase war es wieder der Sprung vor dem Hügel zum Ziel der das ohnehin unglückliche Rennen für A Plus Tard besiegelte.  Im nächsten Rennen, dem Savills Chase in Leopardtsown war dagegen eher glücklich für A Plus Tard, der von dem Sturz vom Favoriten Minella Indo profitierte und mit Kemboy und Melon als Trio weit vor den anderen ins Ziel kam. Melon und Kemboy waren dabei die, die vorne das Tempo setzten und A Plus Tard hielt sich währenddessen locker 10 Längen hinter ihnen im Mittelfeld des Rennens. An der drittletzten Hürde hatte Melon 5 Längen Vorsprung auf Kemboy, der wiederum 3 bis 4 Längen Vorsprung auf Alaho und A Plus Tard hatte. Das Feld wurde ein bisschen dichter gepackt vor der letzten Hürde, gerade A Plus Tard machte eine Menge Boden unter Druck gut, aber als die beiden Front Runner Melon und Kemboy unter Druck ihrer Jockeys kamen, setzten diese sich wieder ein wenig ab und ließen A Plus Tard zurück. Der fand und fand aber unter weiterem Druck von Darren O’Keeffe und holte tatsächlich noch die 5 Längen Rückstand auf der geringen Distanz zwischen letzter Hürde und dem Ziel auf – wow!

Aus dem Fehler hatte A Plus Tard gelernt und lies sich im Cheltenham Festival lieber nicht so weit zurückfallen, sondern hielt im Gold Cup Chase den Anschluss an die Führenden und war an der drittletzten Hürde dann Zweiter – konnte aber mit einem schlechten Sprung an der Vorletzten Hürde den Rückstand auf  Minella Indo nicht verkürzen und hatte nach dem Sprung über die letzte Hürde nicht mehr die Kraft, um den Hügel hinauf den Sieger noch unter Druck zu setzten.

Den Favoriten Al Boum Photo hatte er allerdings kassiert und die Form konnte A Plus Tard über den Sommer retten und gewann das Betfair Chase in seinem Saisondebüt mit einer Art Trainingslauf. A Plus Tard setzte sich relativ früh von dem Feld ab und unterhielt einen bequemen Vorsprung über weite Strecken, den er dann über die letzten 3 Hürden bis auf 22 Längen ausbaute.

Dem ungefährdeten Sieg  folgte eine sehr knappe Niederlage gegen Galvin im Savills Chase im Dezember 2021 , bei der der Konkurrent von einer abgeschlagenen Position einen extraordinären Lauf die Zielgerade entlang zeigte und sich den Sieg mit einem kurzen Kopf gegen A Plus Tard holte, der nach der letzten Hürde wie der eigentliche Sieger aussah.

Und dieser Fakt machte beim Cheltenham Gold Cup Galvin und nicht A Plus Tard für mich zum Favoriten – aber A Plus Tard belehrte mich eines Besseren! Er sprang locker und kraftvoll über die Hindernisse, hatte keine Probleme sich den zweiten Platz an der vorletzten Hürde zu holen und den Führenden zwischen den letzten beiden Hindernissen zu überholen und sich dann den Cheltenham Hügel hinauf vom Rest des Feldes sage und Schreibe 15 Längen abzusetzen!

Das war eine Mega starke Leistung, allerdings musste A Plus Tard bei seinem Saisondebüt aus dem Rennen genommen werden und konnte sein zweites Rennen wegen einer Verletzung am Knöchel nicht angehen – das ist wohl die schlechteste Vorbereitung auf das Festival, welches A Plus Tard je hatte…


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