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Royal Ascot

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16.06.2022 – Royal Ascot – Gold Cup – Pick: Stradivarius / Mojo Star EW

Pferderennen in England

17:20 Gold Cup – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 4.014 m  |  Preisgeld: 500.000 GBP Flachrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut bis fest  |  Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote
Der Royal Ascot Gold Cup ist ein jährliches Pferderennen, das seit 1807 auf der Royal Ascot Rennbahn in Ascot, Berkshire, England, stattfindet. Das Rennen ist das älteste und prestigeträchtigste der fünf Haupt-Rennen, die jedes Jahr während des Royal AscotTreffen ausgetragen werden.
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it seiner Einführung wurde der Gold Cup nur drei Mal aufgrund von Wetterbedingungen abgesagt, zuletzt 2001. Der Gold Cup ist ein Gruppe1Rennen für Vierjährige und älter über eine Distanz von zwei Meilen, fünf Furlongs und sechs Yards. Es ist das längste der fünf Haupt-Royal AscotRennen.
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Gold Cup ist das prestigeträchtigste Pferderennen für Vierjährige und ältere in Großbritannien und Irland und das zweitwichtigste Pferderennen des Jahres nach dem Epsom Derby. Der Gold Cup wird seit 1807 ausgetragen und ist das älteste der fünf Royal AscotRennen, das Preisgeld betrug ursprünglich 500 Guineas. Im Jahr 1813 wurde das Rennen zum ersten Mal auf die heutige Distanz von zwei Meilen, fünf Furlongs und sechs Yards verlängert, seit dem Jahr 1824 wird der Gold Cup jährlich ausgetragen.
Als er 1807 war das erste mal stattfand, wurde der Gold Cup von einem Pferd namensCamelot gewonnen. Das Rennen fand anfangs nur alle zwei Jahre statt, wurde aber ab 1813 jährlich ausgetragen und wurde dann 1824 zum ersten Mal mit einem Preisgeld von 1000 Guineas ausgetragen.
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it dem Jahr 1834 wurde der Gold Cup dann jedes Jahr am zweiten Tag des Royal AscotTreffen ausgetragen. Das Rennen ist auch als dasBlue Riband des Turf bekannt. Der Name bezieht sich auf die blaue Seide, die früher an den Sieger des Rennens verliehen wurde,  das blaue Band wurde 1822 vom damaligen Besitzer des PferdesEagle gestiftet.
Als zweitwichtigste Pferderennen des Jahres in Großbritannien und Irland zieht der Gold Cup  jedes Jahr Tausende von Zuschauern an und wird von Millionen weltweit auf Fernsehen und Radio übertragen. Das Rennen wird auf der Royal Ascot Rennbahn in Ascot, Berkshire, England, ausgetragen. Die Rennbahn wurde 1664 eröffnet und ist die älteste noch betriebene Rennbahn in Großbritannien und ist wenig überraschend eine der bekanntesten und prestigeträchtigsten Pferderennbahnen der Welt.

Gold Cup 2022:

Mit Trueshans Rückzug aufgrund des schnellen Bodens sieht der große alte Mann Stradivarius wie ein sehr starker Kandidat für den Royal Ascot Gold Cup 2022 aus.
Er hat bereits drei Gold Cups gewonnen und obwohl es in der letztjährigen Ausgabe eine Niederlage für ihn  gab, bekam er an diesem Tag auch nicht den Lauf des Rennens und hatte gute Gründe für die Niederlage.
Prinzessin Zoe, die sich vor 12 Monaten gegen Stradivarius durchgesetzt hat, sieht auch in diesem Jahr mit einem Sieg in der Vorbereitung in guter Form aus.
Aidan O’Briens Kyprios ist derzeit Favorit bei den Buchmachern,  muss sich jedoch abseits von Irland beweisen und war noch nie über 1m6f oder mehr angetreten.
Mojo Star ist ein weiteres Pferd, das man im Auge behalten sollte, da er im letztjährigen Derby und St. Leger den zweiten Platz belegte. Alignak ist auch ein interessanter Außenseiter, da er in diesem März in Meydan gut aussah.

Die Pferde im Einzelnen:

Stradivarius:

Der Sea The Stars Sohn startet für Trainer John Godsen und hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Ausdauer Pferde des Landes erwiesen und den Gold Cup hier in Ascot mehrfach gewonnen – und so alt ist er auch noch nicht auch wenn man denkt: Er kommt so langsam in die Jahre – naja, oder auch nicht, mit gerade einmal acht Jahren, und ist eben trotzdem schon ein echter Veteran des Sports, aber seine Ergebnisse zeigen klar, dass er noch lange nicht fertig ist mit seiner Karriere – und ein vierter Sieg in diesem Rennen scheint wahrscheinlich heute.

Er ist der Class-Act in diesem Rennen, der Star, den die anderen versuchen werden zu schlagen und der, der die meisten prestigeträchtigen Rennen gewonnen hat – Nicht zuletzt auch die Austragung dieses Rennens im letzten Jahr.

Wir erinnern uns alle gern an den 10 Längen Kantersieg den Stradivarius 2020 im Gold Cup eingefahren hat oder seinen Sieg danach im Goodwood Cup, oder eben seine zwei Siege hier im Yorkshire Cup

Ich denke alle Herausforderer werden sich ziemlich strecken müssen, um ihn hier in Bedrängnis zu bringen

Besitzer Bjorn Nielsen hat den Hengst auch selber gezüchtet und ist vermutlich vom Verlauf der Karriere bis dato mehr als entzückt, schließlich kann sich Stradivarius mehrfacher Nennung unter den besten Pferden der Welt rühmen und landete 2020 auf einem Rang 3 der weltbesten Pferde. Zwar musste er sich den Platz mit einigen anderen Rennpferden teilen, aber ein dritter Platz weltweit? Das kann man feiern!

Stradivarius hat zu Beginn seiner Karriere ein wenig gebraucht, um so richtig in Gang zu kommen und es brauchte drei Versuche bis er sein Maidenrennen gewinnen konnte und noch einmal einige Monate im neuen Jahr 2017, bis er sein erstes Gruppenrennen bestritt und im Gruppe 2 Queen’s Vase in Royal Ascot auflief. Dort konnte er in einem offenen Rennen auf den letzten Metern gegen Count Octave bestehen, der in den nächsten Jahren immer wieder einer der Konkurrenten in den Rennen von Stradivarius gewesen war.

Gleich darauf sorgte Stradivarius mit einem Sieg gegen Big Orange im Goodwood Cup Stakes für einen Schock, denn der haushohe Favorit und Front Runner konnte sich auf der Zielgeraden nicht mehr vor Stradivarius halten und das Pärchen setzte sich weit vor den anderen Verfolgern wie Desert Skyline und Wicklow Brave ab. Es folgte der logische Schritt zum St Leger, wo er allerdings gegen Capri und Crystal Ocean verlor, wenn auch in einem extrem spannenden Finish welches unter den dreien nur mit einer halben Länge entschieden wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2017 ging es dann in die Winterpause, die mit einem Start in York im Yorkshire Cup auf Gruppe 2 Ebene beendet wurde. Das Rennen war ordentlich besetzt udn einige klassische Konkurrenten wie Desert Skyline, Count Octave oder Max Dynamite liefen gegen ihn auf, hatten aber gegen Stradivarius keine wirkliche Chance.

Beim Ascot Gold Cup einen Monat später war das Niveau mit Gegner wie Varizabad und Order Of St George natürlich noch einmal ganz anders besetzt und trotzdem gelang es Stradivarius auf dem ungewöhnlich schnellen Boden, die Konkurrenz in einem spannenden Finish mit knapp einer dreiviertel Länge zu schlagen. Torcredor, der auf dem dritten Platz gekommen war, versuchte es im Goodwood Cup noch einmal und war der einzige, der Stradivarius bis zuletzt die Stirn bieten konnte. Wieder reichte es knapp mit einer halben Länge, in York  kam er einen Monat später dann im Lonsdale Cup Stakes auf Gruppe 2 Ebene gegen etwas leichtere Konkurrenz zu einem weiteren Sieg – musste sich aber richtig anstrengen, um sich hier gegen Count Octave durchzusetzen, der nur ungern hinter Stradivarius zurückfiel.

Mit diesem Rennen im Rücken ging Stradivaius im Long Distance Cup über 3209m auf dem Kurs in Ascot im Oktober als Favorit an den Start, und konnte sich auch wie zu erwarten gegen die bekannten Konkurrenten wie Flag Of Honour oder Thomas Hobson durchsetzen. Der Außenseiter hing Stradivarus zwar beim Zieleinlauf noch im Nacken, der hohe Favorit geriet  aber nie im Bedrängnis das Rennen zu verlieren.

Danach ging es für Stradivarius in die Winterpause, die erst mit dem Start im Yorkshire Cup Stakes im Mai 2019 beendet wurde.

Auch dieses Rennen gewann Stradivarius gegen die Konkurrenten wie Ispolini oder Southern France, die er trotz des eher gingen Vorsprungs von unter einer Länge locker und souverän schlagen konnte.

Frankie Dettori gab das „Go“ auf dem Langstreckenspezialisten und Stradivarius zog an der Außenbahn dann mit gutem Tempowechsel an dem bisherigen Front Runner Southern France vorbei, und Frankie Dettori musste nicht mal wirklich viel Druck auf sein Pferd aufbauen, damit dieser sich von seinen Verfolgern absetzten kann.

Beim nachfolgenden Ascot Gold Cup traf er auf den Front Runner Dee Ex Bee, der zusammen mit einigen anderen fast dafür gesorgt hätte, dass der Favorit einen extrem schlechten Tag erlebt hätte. Stradivarius blieb ziemlich nah an den Front Runnern dran, verlor aber auf der Rückgeraden sowie der Zielgeraden etwas den Anschluss und fand sich in einer Tasche an der innen Bahn keinen Weg für seinen Schlusssprint. Erst sehr knapp vor dem Ziel tat sich innen eine kleine Lücke auf die Frankie nutzen konnte um Stradivarius ins Freie zu bekommen und ihm damit in den Schlusssprint zu schicken. Stradivarius gab Gas und gewann das Rennen unangefochten und hätte deutlich mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger bringen können, wenn er freie Bahn bekommen hätte. Dee Ex Bee blieb an ihm dran, hatte aber keine Chance an Stradivarius heranzukommen

Im Gruppe 1 Qatar Goodwood Cup Stakes machte er nicht den selben Fehler und Frankie hielt den Star in der Mitte der Bahn beim Einbiegen in die Zielgerade und hatte damit freie Bahn für seinen Schlusssprint und gewann dieses Mal so beeindruckenden, wie er es zuvor  im Gold Cup schon hätte tun können.

Er hatte dort kaum Probleme haben, die alt bekannten Konkurrenten wieder auf die hinteren Plätze zu verdammen und konnte einen weiteren Gruppe 1 Sieg, bevor er einen Monat später im Gruppe 2 Doncaster Cup Stakes auflief.

Auch dieses Rennen war auf dem Papier nur ein Trainingslauf, und genau so behandelte Stradivarius das Rennen auch und gewann nach Belieben, das eigentliche Ziel der Saison 2019 war aber natürlich der mit 450.000 Pfund dotierte Qipco Long Distance Cup beim Ascot Champions Day, den Stradivarius am Ende aber leider nur mit enem knappen zweiten Platz beenden konnte. Dabei sah es zunächst nach dem erhofften Sieg aus, aber was für ein Finish das war!

Kew Gardes hatte dir Führung inne und gab Gas als es in die Zielgerade ging, Stradivarius dahinter fand die Lücke und Fanrkie spornte ihn an um mitzugehen und Stradivarius fand und fand, um ein halbes Furlong vor dem Ziel auf Kew Gardens aufzuschließen und ihn zu überholen. Dann aber kämpfte dieser sich zurück unter Donnacha O’Brien und schaffte es doch tatsächlich, sich am Ende mit einer Nase Vorsprung über die Ziellinie zu schieben. Klasse Rennen, nur schade für Stradivarius, der den Sieg in den Hufen hatte.

Als Saisondebüt 2020 hatte er sich nach der Corona Krise ausgerechnet das Coronation Cup Stakes gegen Favorit Gayyath ausgesucht, und das auch noch auf schnellem Boden. Dass dies ein sehr schweres Rennen werden würde war klar gewesen, und der dritte Platz beim Debüt unter nicht idealen Bedingungen konnte verziehen werden.

Gerade natürlich auch, weil Stradivarius danahc beim Ascot Gold Cup über 4000m und etwas weicheren Boden zeigen konnte was er kann – klar, die Konkurrenz war für einen Gold Cup ziemlich dünn, aber Stradivarius tat sein Bestes um trotzdem zu beeindrucken und gewann das Rennen am Ende mit über 10 Längen Vorsprung – also viel einfacher kann man kein Gruppe  1 Rennen gewinnen denke ich. Kein Wunder also, dass er auch in den Goodwood Cup als Favorit ging.

In dem Gruppe 1 Rennen einen Monat später hatte Stradivarius dann allerdings ein bisschen zu kämpfen, denn Nayef Road saß ihm im Genick und der ein Längen sieg spiegelte in keiner Weise die Quote wieder, die Stradivarius vor dem Rennen angedacht worden war. Damit fiel der dritte Sieg in diesem Rennen für den Favoriten schwer genug, was aber auch daran lag, dass Frankie Dettori sein Rennpferd erst spät hatte in Gang setzten können, da sich zunächst keine Lücke für ihn auftuen wollte. Dann aber fand der sein Fenster und Frankie gab alles, um die Front Runner noch zu erreichen, und feierte am Ende einen sehr befriedigenden 1 Längen Sieg über Konkurrenten, die keine Gefahr hätten darstellen dürfen, aber so ist das Galopprennen eben manchmal.

So war es dann eben auch im Qatar Prix Foy auf Gruppe 2 Ebene in Frankreich im September, bei dem Anthony Van Dyck einfach immer das kleine bisschen besser war an diesem Tag, um erfolgreich den den späten Angriff von Stradivarius abzuwehren und als erster durch das Ziel zu gehen. Nur einen kurzen Nacken betrug am Ende der Rückstand auf Anthony Van Dyck, aber das sollte für Stradivarius leider der letzte Erfolg der ansonsten so brillanten Saison 2020 sein. Sein nächster Start im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe wurde mit einem siebten Platz abgeschlossen, was unter anderem daran lag, dass Stradivarius keinen Platz hatte, um seinen Schlusssprint anzusetzen und 250m vor dem Ziel nach hinten durchgereicht wurde, von wo sein Angriff dann etwas verpuffte.

Im nachfolgenden Qipco British Champions Long Distance Cup strümte Trueshan der Konkurrenz davon, während der eigentliche Favorit Stradivarius an jenem Tag es verpasste, auch nur irgendeinen Eindruck bei dem Rennen zu hinterlassen. SeinTrainer John Godsen vermutete, dass Stradivarius den weichen Boden nicht mochte, der teilweise auch als schwer bezeichnet wurde. Das kann man glauben oder nicht, schließlich hatte Stradivarius in der Vergangenheit auf solchem Boden schon gewonnen… aber vielleicht hat auch einfach die lange Saison ihre Spuren hinterlassen

Nach der Winterpause gewann Stradivarius jedenfalls frisch erholt das Longines Sagaro Stakes auf Gruppe 3 Ebene, konnte aber leider beim Gold Cup in Ascot nicht an seinen Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen, was hauptsächlich an dem schnellen Untergrund lag, der ihm so gar nicht zu schmecken schien. Zudem wurde Stradivarius beim Versuch, Boden auf die Sieger gut zu machen, in der letzten Kurve die Tür vor der Nase zu gemacht und er verlor wichtiges Momentum auf dem Weg zum Ziel.

Im Londsdale Cup in York im August ging Stradivarius als Favorit gegen Spanish Mission an den Start, allerdings war schon vorher klar, dass es wohl ein knappes Rennen werden würde, denn der Untergrund war wieder schnell und Stradivarius musste sich ziemlich bemühen, auf den letzten 200m noch an Spanish Mission heranzukommen, der sich 600m vor dem Ziel an die Front gesetzt hatte und kontinuierlich Boden gut machte auf die anderen Verfolger – nur Stradivarius blieb dran und konnte den Konkurrenten unter einem phänomenalen Ritt von Frankie Dettori langsam zermürben, um kurz vor dem Ziel die Führung zurück zu holen und zu gewinnen.

Auf schnellem Untergrund im Doncaster Stakes hatte Stradivarius dann wieder recht leichtes Spiel unter seinem Lieblingsjockey Frankie Dettorie – er positionierte sich prominent und beschleunigte dann dem Feld ab der 400m Marke davon, ein würdiger Lauf bezüglich seiner niedrigen Quote von gerade einmal 4/11

Im Oktober dann wurde er nur zweiter im Qatar Prix du Cadran auf weichem Boden und 2m4f, was vielleicht ein wenig weit war und wo er zudem noch gegen den Favoriten Trueshan antreten musste, der das Rennen auch am Ende beeindruckend gewann – wie man auf Grund der Kombination von Untergrund und Distanz und der Form von Straduvarius unter solchen Begebenheiten vermutet hatte.

Stradivarius versuchte die Führung zu übernehmen, scheiterte aber daran, das Tempo von Trueshan auf den letzten 500m mitzugehen.

Zurück in England auf dem Kurs in Asot lief es dann leider aber auch nicht ganz so wie erhofft für Stradivarius,der sich auch auf schnellerem Boden wieder Trueshan geschlagen geben musste (der eigentlich ja eher weichen Boden mag) – aber vielleicht brauchte Stradivarius auch nur eine kleine Pause, denn nach 209 Tagen Pause gewann Stradivarius in York denPaddy Power Yorkshire Cup in York über 1m6f. Am Ende war es ein Arbeitssieg für Stradivarius, der zwar immer prominent lief, sich dann auf den letzten Furlong nie absetzen konnte und sich seinen Vorsprung nur Zentimeter für Zentimeter erkämpfen konnte.
Es ist aber klar, das Stradivarius über längere Distanz besser ist und mit drei Siegen in diesem Rennen und Trueshan aus dem Rennen sollte er gute Chancen haben einen legendären vierten Sieg im Gold Cup zu holen.
Kyprios: Der Galileo Sohn von Aiden O‘Brien ist ein aufstrebender Star im Stall des Erfolgstrainers, der den Gruppe 2 Sieger heute in seine Feuertaufe schicken wird.
Begonnen hat seine Karriere im September 2020 in einem Maidenrennen auf schwerem Untergrund, und nachdem er in diesem Rennen keine Probleme mit der Konkurrenz hatte, wurde gleich in eines der wenigen Gruppenrennen für die Zweijährigen geschickt – dem Gruppe 3 Zetland Stakes in Newmarket, aber Kyprios fand niemals so richtig in das Rennen und fiel nach einer erst dominanten Positionierung aber zunehmend zurück und musste am Ende mit einem sechsten Platz vorlieb nehmen.
Nach der Winterpause gewann Kyprios dann in Cork ein Rennen über 1m2f und guten Untergrund, scheiterte beim zweiten Rennen der Saison dann aber wieder am Sprung im Niveau als er auf listed Ebene in Lingfield in einem Derby Trial den vierten Platz erreichte. Das war unter den Erwartungen und Kyprios machte keinen weiteren Start in der Saison, sondern kam 2022 in Navan zurück  – wenn auch direkt auf Listed Ebene.
Dieses Mal zeigte sich Kyprios den Anforderungen gewachsen und konnte sich mit über 2 Längen gegen Search For A Song
Kyprios hatte sich schon früh in dem Rennen dominant positioniert und früh begonnen den zweiten Platz für sich zu beanspruchen, 600m vor dem Ziel übernahm er dann selbst die Führung und wehrte die Angriffe 400m vor dem Ziel souverän ab, um 200m vor dem Ziel dann frei vor dem Feld zu sein.
Danach ging es auf Gruppe 3 Ebene hoch, also auf dem Papier ein schwereres Rennen, allerdings war das Levmoss Stakes wie erwartet mehr oder minder ein Trainingslauf für ihn.
Das war optisch beeindruckend, aber auch ein wenig wie erwartet…. Ihn daher hier als Favorit zu sehen finde ich ein wenig zu viel gegen Gegner wie Stradivarius.
Mojo Star: Der Sea The Stars Sohn von Trainer Richard Hannon sollte nicht missachtet werden, schon gar nicht auf schnellem Boden wie heut – schließlich erreichte er in Doncaster auf Gruppe 1 Ebene im St Leger einen sehr guten zweiten Platz hinter Hurricane Lane.
Den Flop auf schwerem Boden im Arc D Triomphe kann man ihm verzeihen und ich bin gespannt wie er sich heute nach der Winterpause präsentieren wird.

15.06.2022 – Ascot – Prince Of Wales’s Stakes – Pick: Bay Bridge

Pferderennen in England

15:40  Prince Of Wales’s Stakes (Group 1) (British Champions Series) (Class 1)

Distanz: 1m2f (1m1f212y) | Alter: (4yo+) | Untergrund: Gut bis weich

 

The Prince Of Wales’s Stakes ist ein Flachpferderennen der Gruppe 1 in Großbritannien, das Vollblütern offen steht, die drei Jahre oder älter sind. Die Prince Of Wales’s Stakes werden über eine Distanz von 1 Meile und 2 Furlongs (2.012 Meter) auf der Ascot Racecourse ausgetragen und finden jährlich im Juni statt. Es ist derzeit das Rückspiel der britischen Triple Crown nach den 2.000 Guineen und vor dem Derby.

Die Prince Of Wales’s Stakes wurden erstmals 1860 ausgetragen und standen ursprünglich Pferden ab vier Jahren offen. Benannt wurde es nach Albert Edward, Prince of Wales, dem späteren König Edward VII. Das Rennen wurde 1864 auf 1 Meile und 2 Stadien gekürzt und 1879 für Vierjährige geschlossen. 1971 wurde es als Rennen der Gruppe 1 bezeichnet.

Die Einsätze des Prince Of Wales wurden von einigen der berühmtesten Pferde der Geschichte gewonnen, darunter Nimbus (1931), Ribot (1956), Mill Reef (1971), Shergar (1981), Dancing Brave (1986), Lammtarra (1995) , und Galileo (2001).

Im Laufe der Jahre gab es einige bemerkenswerte Vorfälle in den Pfählen des Prinzen von Wales. 1922 war Spion Kop das einzige Pferd, das das Rennen gewann, nachdem es vom ersten Platz disqualifiziert worden war. 1988 wurde Dancing Brave in einem der umstrittensten Finishs der Renngeschichte von Shahrastani geschlagen, da viele der Meinung waren, dass Dancing Brave in der Schlussphase behindert worden war.

Die Prince Of Wales’s Stakes sind eines der prestigeträchtigsten Rennen in Großbritannien und ziehen immer ein hochklassiges Teilnehmerfeld an. Es ist ein echter Test für die Fähigkeiten eines Pferdes, und es ist immer ein aufregendes Rennen, das man sich ansehen kann.

 

Der vierjährige Bay Bridge wird derzeit von Sir Michael Stoute trainiert und wird heute im Prince Of Wales‘s Stakes, einem Teil der Bristish Champions Challenge starten. Bay Bridge wird dabei ein Gewicht von 58,8KG tragen und wird derzeit mit einem Rating von 121 bewertet. Ryan Moore wird heute, wie so oft, die Aufgabe übernehmen, Bay Bridge über die Strecke zu führen. Bay Bridge hat in den letzten drei Rennen dreimal in Folge gewonnen und kommt daher mit viel Selbstvertrauen in das heutige Rennen. Im 888Sport Whats Your Thinking James Seymour Stakes in Newmarket über 2011m Distanz trug Bay Bridge auf gutem Boden 57,15 KG. Bay Bridge setzte sich zunächst hinter diehrenden, wurde dann 4f vor dem Ziel von Ryan Moore angetrieben, kam aber erst 2f vor dem Ziel in Schlagdistanz und setzte sich dann 1f vor dem Ziel an die Spitze. Bay Bridge konnte den Vorsprung bis ins Ziel halten und gewann das Rennen souven. Nach einer kleinen Pause ging es dann für Bay Bridge weiter nach York, wo er am 2021.10.09 im Play Coral Racing-Super-Series For Free Handicap startete. Bay Bridge hielt sich in dem Rennen zunächst am Ende des Feldes auf, kam dann aber 3f vor dem Ziel langsam nach vorne und wurde dann 1f vor dem Ziel auf die rechte Seite geschickt. Bay Bridge kam dann 2f vor dem Ziel in Führung und setzte sich dann 1f vor dem Ziel an die Spitze. Bay Bridge konnte den Vorsprung bis ins Ziel halten und gewann das Rennen souverän. Zuletzt ging es für Bay Bridge dann wieder nach Newbury, wo er am 2021.05.15 im BetVictor London Gold Cup Handicap startete. Bay Bridge hielt sich in dem Rennen zunächst im Mittelfeld auf, kam dann aber 3f vor dem Ziel langsam nach vorne und wurde dann 2f vor dem Ziel auf die rechte Seite geschickt. Bay Bridge kam dann 2f vor dem Ziel in Führung und setzte sich dann 1f vor dem Ziel an die Spitze. Bay Bridge konnte den Vorsprung bis ins Ziel halten und gewann das Rennen souverän.

 

Der vierjährige Shahryar wird derzeit von Hideaki Fujiwara trainiert. Heute wird er im Prince Of Wales’s Stakes laufen, einem Teil der British Champions Series. Shahryar wird dabei 58,06 KG tragen und vom Jockey Cristian Demuro gesteuert werden. Die offizielle Bewertung von Shahryar liegt bei 120. Die letzten Rennen von Shahryar waren durchwachsen, mit einem Sieg im Longines Dubai Sheema Classic und einem dritten Platz im Japan Cup. Im Longines Dubai Sheema Classic in Meydan über 2424m Distanz trug Shahryar 56,7 KG. Shahryar hielt sich im Rennen zunächst im Mittelfeld auf, übernahm dann aber kurz vor dem Ziel die Führung und konnte das Rennen dann souverän für sich entscheiden. Nach einer kleinen Pause ging es dann für Shahryar nach Tokyo (Japan), wo er am 2021.11.28 im Japan Cup startete, aber am Ende nur den dritten Platz belegte. Shahryar hielt sich in dem Rennen zunächst im Mittelfeld auf, konnte aber im Verlauf des Rennens das Tempo nicht halten und fiel am Ende auf den dritten Platz zurück. Als letztes Rennen in den letzten 12 Monaten startete Shahryar dann in Chukyo (Japan) beim Kobe Shimbun Hai, wo er aber nur den vierten Platz belegte. Shahryar hielt sich in dem Rennen zunächst im Mittelfeld auf, konnte aber im Verlauf des Rennens das Tempo nicht halten und fiel am Ende auf den vierten Platz zurück.

 

Lord North:

Der Dubawi Sohn kommt nach seinem Ausflug nach Meydan, den er wie die letzten Jahre für einen Abstecher zum Dubai World Cup Festival genutzt hat, nun wieder nach England

Der Dubawi Sohn Lord North begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht, allerdings nicht beim Gruppe 1 Qipco Champion Stakes im Oktober, wo er den letzten Platz belegte.

Er ist deutlich besser als das und konnte nachfolgend über 1m4f und schnelleren Untergrund im Breeders‘ Cup Turf einen soliden vierten Platz einsammeln. Zwar hatte Lord North auch hier nicht das Tempo um die Sieger auf den letzten Metern in Gefahr zu bringen, hatte aber einen starken Lauf vom hinteren Bereich des Feldes nach vorne und konnte einige bekannte Namen hinter sich lassen.

Beim Dubai Turf im März 2021 duckten sich viele bekannte Namen weg und die größte Gefahr ging auf dem Papier noch von Lord Glitters aus, der aber einen schlechten tag erwischte und Lord North an der Front absolut nicht unter Druck setzten konnte, wie auch keiner der anderen Konkurrenten. Vin De Garde wurde am Ende zweiter, aber Frankie Dettori musste auf Lord North nicht einmal alles geben, um seinen Schützling auf den letzten 200m in Führung zu bringen und ihn dann auf den letzten 100m von den Verfolgern abzusetzen.

Leider musste nach dem Rennen festgestellt werden, dass Lord North beim Rennen ein Blutgefäß geplatzt war und er Blut in seiner Nase hatte. Das hat zwar seine Leistung in dem Rennen nicht geschmälert, aber ein kleiner Grund zur Sorge war es natürlich trotzdem.

Dann ging es nach einer ewig langen Pause von 336 Tagen im Febraur 2022 wieder auf die Rennstrecke, dieses Mal nach Lingield, wo er im Winter Derby startete. Im  Betway Winter Derby Stakes (Group 3) (AllWeather Championships FastTrack Qualifier) (Class 1) (4yo+) 1m2f Standard am 26. Februar 2022 setzte sich Alenquer mit Cieren Fallon auf dem Rücken durch.  Am Ende war Lord North auf dem zweiten Platz notiert, nachdem ihm auf dem letzten Furlong die Kraft ein wenig ausgegangen war – nach so einer langen Pause geht das aber durchaus in Ordnung. Sein Trainer Robert Havlin und Jockey John & Thady Gosden durften sich über eine Prämie in Höhe von 23.650 Pfund freuen.

Dann ging es in das Dubai Turf, und es hätte wohl nicht spannender werden können: Lord North war eines der besten Pferde in diesem Rennen. Er kam aus der Mitte des Feldes und machte große Fortschritte 2 1/2 Furlongs vor dem Ziel, sammelte seine Kräfte und lief sehr stark in den letzten 1 1/2 Furlongs auf, um so noch auf der Linie den vorausgeeilten Panthalassa einzuholen und zu überholen – sehr starke Leistung von ihm und auch zurück in Irlandim Tattersalls Gold Cup lief es für ihn ganz gut, auch wenn am Ende nur ein vierter Platz stand – trotzdem, Lord North hatte am Ende nur knapp über eine Länge Rückstand und machte in dem Rennen eine sehr gute Figur!

Der vierjährige State Of Rest wird derzeit von Joseph Patrick OBrien trainiert und wird heute im Prince Of Wales’s Stakes, einem Teil der Bristish Champions Challenge starten. State Of Rest wird dabei ein Gewicht von 58,8KG tragen und wird derzeit mit einem Rating von 119 bewertet. Shane Crosse wird heute, wie so oft, die Aufgabe übernehmen, State Of Rest über die Strecke zu führen. Die letzten Rennen von State Of Rest waren sehr erfolgreich, mit einem Sieg im Group 1 Prix Ganay und einem Sieg im Saratoga Derby Invitational Stakes. Im Prix Ganay in Longchamp über 2112m Distanz trug State Of Rest 58,06 KG. State Of Rest startete das Rennen im 4. Platz auf der Außenbahn und wurde 2f vor dem Ziel angetrieben. In der letzten Furlong konnte State Of Rest dann die Führung übernehmen und hielt bis zum Ziel durch. Nach einer kleinen Pause ging es dann für State Of Rest in die USA nach Saratoga (USA), wo er am 2021.08.07 im Saratoga Derby Invitational Stakes startete. State Of Rest startete das Rennen im 6. Platz und konnte sich dann 1 1/2f vor dem Ziel nach vorne arbeiten. In der letzten Furlong übernahm State Of Rest dann die Führung und konnte das Rennen bis zum Ziel durchhalten.


14.06.2022 – Ascot – King’s Stand Stakes – Pick: Nature Strip

Pferderennen in England
15:40 King’s Stand Stakes (Group 1) (British Champions Series) (Class 1)
Distanz 5f  / Alter  (3yo+) / Untergrund: Gut bis fest

Die Geschichte des King’s Stand Stakes reicht bis ins Jahr 1834 zurück, als es zum ersten Mal in Ascot ausgetragen wurde.

Damals war es ein Rennen über fünf Meilen, was es heute nicht mehr ist.

1850 wurde das Rennen in seiner heutigen Form etabliert und ist seitdem eines der wichtigsten SprintRennen des Vereinigten Königreichs. Seit 2004 ist es Teil der Global Sprint Challenge. Das King’s Stand Stakes ist eines der ältesten und prestigeträchtigsten SprintRennen in Großbritannien und gehört zu den acht Royal AscotRennen von Gruppe 1 Status.

Das Rennen wird auf der fünften Meile der AscotRennbahn ausgetragen und ist für dreijährige und ältere Pferde offen. Das erste King’s Stand Stakes fand am 16. Mai 1834 statt und wurde von einem Pferd namens Mulatto gewonnen. Seitdem hat sich das Rennen zu einem der berühmtesten Rennen in Großbritannien entwickelt.

Zu den Siegerpferden des King’s Stand Stakes gehören berühmte Pferde wie Flying Fox, Kincsem und die deutsche Wunderstute Danedream. Das King’s Stand Stakes ist auch Teil der Global Sprint Challenge, einer Serie von Rennen, die Pferde aus aller Welt zusammenbringt.
Das
erste Rennen der Serie fand 2004 in Dubai statt. Seitdem haben Pferde aus aller Welt an der Serie teilgenommen und heute soll da mit Nature Strip auch keine Ausnahme sein – der Australier nimmt einen weiten Weg auf sich und trifft trotz großem Feld auf eine machbare Konkurrenz.

 

Nature Strip: Der Nicconi Sohn von Chris Waller hat sich seit 2017 langsam noch oben gearbeitet, wobei er bereits nach seinem ersten Rennen eine Serie von drei Siegen in Folge präsentieren konnte. Das waren natürlich nicht die ganz großen Rennen, mit denen Nature Strip später auf sich aufmerksam machen sollte, wie etwa das Darley Sprint Classic oder das Cramer Moir Stakes, aber es war schon mal ein Anfang, der zeigen sollte, in welche Richtung es geht.

Heutzutage ist Nature Strip natürlich einer der etablierten Gruppe 1 Performer in Australien und über die Distanz von 1000-1200m immer eine ernst zu nehmende Gefahr. Allein 2019 gewann er drei Gruppe 1 Rennen mit einem Preispool von insgesamt 3.700.000$ australischen Dollar, 2020 folgten Siege im Hyland Challange Staks, dem TJ Smith Stakes und 2021 wurden das Black Caviar Lightning Stakes und erneut das TJ Smith Stakes zur Trophäensammlung hinzugefügt und auch 2022 scheint er nicht stoppen zu wollen, mit seinem nächsten Sieg im TJ Smith Stakes im April.

Das ist weit weg von dem kleinen Nature Strip, der 2017 das erste Mal in einem 120k$ Rennen lief, aber den letzten Sieg seiner Serie von 2017/18 landete er immerhin schon in einem 250k$ Rennen und war damit auf dem besten Weg, die Investitionen seiner Besitzer zurück zu zahlen.

Danach wurde er immerhin noch einmal Zweite im Yulong Vobis Gold Dash in Caulfield im April 2018, bevor er es in sein erstes Gruppenrennen im Gruppe 2 Euclase Stakes in Morphetville, einem 1200m Rennen mit durchaus starker Besetzung. Nature Strip war nach seiner Erfolgsserie zuvor als Favorit gestartet, konnte aber „nur“ einen vierten Platz eine Länge hinter dem Sieger belegen, was aber eine durchaus gute Leistung war

Das konnte Nature Strip im Great Ocean Road Handicap einen Monat später gleich wieder mit einem beeindruckenden Sieg unterstreichen, als er das Rennen mit fast fünf Längen  für sich entschied. Das Rennen war das Sprungbrett um im A.r. Creswick Series Final wieder auf Black Type Rennen Ebene zu starten – und zu gewinnen. Das 1200m Rennen war zwar nicht so stak besetzt wie die Gruppenrennen zuvor, aber Nature Strip lies sich nicht beirren und lieferte im Lightning Stakes noch im selben Monat den nächsten Sieg nach. Dieser Sieg war eine reine Demontage der Konkurrenz, die auf dem 1050m Distanz keine Chance hatte, an Nature Strip noch dran zu bleiben und den Favoriten mit sechs Längen hatte ziehen lassen müssen.

Der talentierte Sunlight gehörte zu den geschlagenen Konkurrenten  und Nature Strip machte sich zu höheren Ebenen, als er im Gruppe 2 Mittys Mcewen Stakes im September startete. Das Rennen ging Nature Strip erneut als Favorit an den Start ging, aber am Ende gegen Houtzen nur knapp bestehen konnte. Nature Strip bewies einmal mehr seinen Kampfgeist und behauptete seinen Vorsprung bis zur Zielinie, hatt emit dem Außenseiter aber mehr zu schaffen als erwartete worden wäre, vielleicht hat die lange Saison zu diesem Zeitpunkt ihre Spuren hinterlassen – schließlich kam er auch im Gruppe 1 Cramer Moir Stakes  im September nicht mehr rechtzeitig in Gang und musste sich am Ende mit einem achten Rang zufrieden geben. Deutlich abgeschlagen hinter den Siegern ging es für Nature Strip nach dieser Niederlage in eine kleine Pause, die im Februar beendet wurde – mit einem Sieg im Gruppe 2 Schweppes Rubiton Stakes über 1100m und Konkurrenten wie Jungle Edge oder Vodoo Lad,

Jungle Edge versuchte das Tempo zu setzen, aber Nature Strip klebte ihm an den Hufen und übernahm beim Einbiegen in die Zielgerade ab der 200m Marke das Feld übernahm und locker ins Ziel einreiten konnte. Das war der nächste lockere Erfolg von Nature Strip in einem Gruppenrennen, und es wurde so langsam Zeit, dass er auch auf der höchsten Ebene endlich Erfolg haben würde – dachten zumindest Punter und Buchmacher, und ließen ihn im Oakleigh Plate als Favorit auflaufen. Nature Strip kam allerdings nicht als Sieger, sondern erneut abgeschlagen als Zehnter ins Ziel.

Nature Strip schoss nach vorne und übernahm die Führung, aber 100m vor dem Ziel endete sein Lauf und er fiel Platz um Platz zurück, ohne eine Chance zu haben dem Rest noch zu folgen. Seinen Chancen tat aber auch der weiche Untergrund keinen Gefallen, im Gruppe 1 Galaxy Cup hingegen schaffte es Nature Strip dann endlich, seine Erfüllung zu erfüllen.

Nature Strip lief an der Front des Feldes und führte seine Konkurrenten in die Zielgerade und hatte bereits an der 200m Marke zwei Längen Vorsprung, die er allerdings auch voll ausnutzen musste, um am Ende gewinnen zu können.

Nature Strip wechselte das Tempo nach dem Einbiegen in die Zielgerade und holte noch einmal ein paar Meter mehr auf seine Verfolger heraus, was die späten Sprinter wie Pierata den Anschluss verlieren lies und am Ende dafür sorgte, dass Nature Strip immer noch ganz vorne war.

Im Gruppe 1 Doomben Cup im Mai erwarteten ihn ähnliche Konditionen, allerdings gelang es ihm nicht das Feld von hinten aufzurollen und er musste sich am Ende mit einem vierten Platz gut eine Länge hinter dem Sieger The Bostonian begnügen und ging danach in die verdiente Winterpause – die im Gruppe 3 Forum Concorde Stakes beendet wurde, dem Paraderennen von Redzel, der das Rennen nunmehr zum vierten Mal hintereinander gewinnen konnte.

Nature Strip lief bei jenem Rennen eine Länge vor Sunlight ins Ziel und versuchte sich danach wieder einmal am Cramer Moir Stakes – letztes Jahr war Nature Strip dort klarer Favoritin, scheiterte allerdings deutlich und trat 2019 an, um Vergangenes vergessen zu machen – und das konnte Sie! Nature Strip sicherte sich die Führung in dem Rennen und führte das Feld in die Schlussgerade, auch wenn sie sich mit ihrem Tempowechsel zunächst nicht absetzten konnte. Dann aber verloren die, die mit ihr an der Führung gekämpft hatten an Kraft und es waren die Schlusssprinter rund um Sunlight, die Nature Strip noch gefährlich werden konnten – aber die Ziellinie kam rechtzeitig und Nature Strip feiert den zweiten Gruppe 1 Sieg!

Im Everest galt sie trotzdem als Außenseiterin, auch weil die Distanz gut 200m länger war und Nature Strip schon zuvor nur knapp die 1000m durchhalten konnte, und das gegen etwas leichtere Konkurrenz als in dem prestigeträchtigen Gruppe 1 Rennen – in dem Nature Strip durch einen hervorragenden Lauf immerhineinen vierten Platz erringen konnte, 1.3 Längen hinter dem hervorragend gelaufenen Dreijährigen Yes Yes Yes, der mit einem beeindruckenden Sprint zum Ziel noch Santa Ana Lane einsammeln konnte, der das Feld angeführt hatte.

Den selben Fehler machte Nature Strip aber im Gruppe 1 Darley Sprint Classic nicht noch einmal und Nature Strip gewann das Rennen von der Front mit einem schnellen Tempowechsel und da Nature Strip mehr Speed als alle Verfolger hatte,  gewann er das Rennen mit über drei längen Längen Vorsprung unangefochten, und das gegen Konkurrenz wie In Her Time, Santa Ana Lane oder Alizee.

Das selbe gelang ihm allerdings im Februar im Black Caviar Plate nicht noch einmal und der Außenseiter Gytrash nutzte die Schwäche der Favoriten in dem Rennen gnadenlos aus und gewann das Gruppe 1 Rennen gegen Nature Strip, Redzel und Loving Gaby – eine beeindruckende Leistung, die er im Gruppe 1 Black Caviar Plate im Februar noch einmal wiederholen wollte. Nature Strip startete als Favorit, kam aber am Ende nur auf einem vierten Platz ins Ziel, dieses Mal hinter Loving Gaby und Redzel – der gerade Kurs und der Split in zwei Gruppen war für den Front Runner Nature Strip nichts und er musste auf der anderen Seite der Bahn Gytrash ziehen lassen. Auch der weiche Boden mag seinen Teil zur Niederlage beigetargen haben, denn Nature Strip mag den schnellen Boden deutlich mehr

Den bekam er im  Gruppe 2 ATC Race Colours Challenge Stakes. Die Führung in diesem Rennen musste sich Nature Strip erst einmal erkämpfen, nachdem er ein wenig spät aus den ställen gekommen war, die Kurve vor der Zielgeraden ermögliche Nature Strip aber, das Feld hinter sich zu ordnen und dann seinen bekannten Tempowechsel zu zeigen, der das Feld weiter auseinanderzog. 300m vor dem Ziel war Jungle Edge noch dran, der dann aber wie Miss Leonidas den Anschluss langsam verlor und Redzel behinderte, der erst in die Mitte der Bahn wechseln musste, um seinen Schlusssprint zeigen zu können. Das funktionierte für Redzel erstaunlich gut, der sich noch einen zweiten Platz erkämpfen konnte, wenn auch weit hinter Nature Strip, der das Rennen nach Belieben dominierte und einen wichtigen, klaren Sieg in der so schwierigen Saison 2020.

Die Saison krönte Nature Strip dann mit einem Lauf im Gruppe  1 T. J. Smith Stakes, bevor es in die Zwangspause wegen Corona ging. Nature Strip übernahm wie schon gewohnt die Führung in dem Rennen und setzte ein recht scharfes Tempo, welches die anderen Konkurrenten von vorne herein nicht wirklich mitgehen konnten. So hatte Nature Strip schon auf der Zielgerade einen kleinen Vorsprung, den er bis zum Ziel immer weiter ausbauen konnte.

Vor der Zwangspause wegen Corona war Nature Strip in absoluter Topform und auch fünf Monate später war er in weiter in guter Form, auch wenn er als klarer Favorit des Concorde Stakes dem aufstrebenden Gytrash nichts entgegen zu setzen hatte. Gytrash hatte in seinem letzten Rennen den Sieg nur denkbar knapp verpasst und belohnte sich für seine Beständigkeit nun mit einem Sieg gegen den Gruppe 3 Sieger Nature Strip, der danach allerdings ein kleines Formtief im Premiere Stakes erwischte. Das Gruppe 2 Premiere Stakes hätte eigentlich maximal ein Duell zwischen ihm und Classique Legend werden sollen, aber Libertini, ein Außenseiter, spielte sie alle an die Wand und gewann mit einem bequemen 2 Längen Vorsprung, während Nature Strip sich von vier Längen dahinter das Ganze nur aus sicherer Distanz hatte anschauen können.

Dann ging es in das Gruppe 1 The Everest, und man erwartete immer noch ein Wiederaufleben von Nature Strip, dass über die 1200m allerdings wieder nicht kam. Gytrash war wieder vor ihm, auch wenn dieser im The Everest  ebenfalls hinter den Erwartungen lief, ganz im Gegensatz zum bekannten Gegner Classique Legend, der dieses Mal wieder ganz der Alte war und locker mit über 2.5 Längen über Biauvauc gewinnen konnte

Der revanchierte sich aber ein Rennen später im Darley Sprint Classic mit einem Sieg über Nature Strip und Libertini, die keine Chance hatten an seine Fersen zu heften – dafür hatte  Bivouac zu viel Tempo entwickelt und sein Momentum locker bis zur Zielgerade getragen. Er war Favorit und er lieferte in diesem Rennen, Nature Strip hatte zwar keine Chance auf den Sieg, aber der zweite Platz war ein Schritt in die richtige Richtung, der im Februar im Gruppe 1 Black Caviar Cup noch einmal gesteigert wurde – Nature Strip musste zwar kämpfen, aber gewann am Ende gegen den heranschießenden September Run über die 1000m mit einer halben Länge. Der Gegner war ziemlich schnell, aber Nature Strip hatte das richtige Timing und das entschied das Rennen für ihn.

Leider klappte das im Hyland Colours Challenge Stakes im Gegensatz zum Jahr davor nicht noch einmal, denn 2021 kam Nature Strip erstaunlich langsam aus den Ställen und ihm wurde viel Zeit gegeben, sich in das Rennen zu finden und dann langsam aber sicher das Feld aufzurollen – am Ende fehlte ihn nur ein Nacken für den nächsten Sieg und wenn man bedenkt, wie schwierig das Rennen über lange Strecken für ihn war, war das trotz des zweiten Platzes eine herausragende Leistung.

Diese toppte Nature Strip dann wie 2020 mit einem Sieg im TJ Smith Stakes, wo er sich nach sauberen Start im Mittelfeld festsetzen konnte, auf den letzten 500m langsam die Führenden unter Druck setzte und dann 280m vor dem Ziel alles klar machte. Das war schon fast zu einfach und mit 2 Längen Vorsprung auf Masked Crusader blieben in dem Rennen kaum Fragen offen und auch beim Concorde Stakes in Royal Randwick Anfang September lief es wie am Schnürchen für Nature Strip.

Nature Strip übernahm von Anfang an die Führung des Feldes und konnte sich spielend leicht an dieser Position behaupten als es in die Kurve ging. Das Tempo zog auf der Zielgeraden ein wenig an, aber Nature Strip schien weiter ohne ersichtliche Mühen die Führung behaupten zu können und baute seine Führung vielmehr immer weiter aus.

Gegen Ende des Rennens wurde zwar auch Nature Strip ein wenig angetrieben, aber der Vorsprung vergrößerte sich auch auf gut zwei Längen und hat dafür nicht mehr als einen Handritt bekommen.

Sehr starke Leistung, die allerdngs zwei Wochen später auf weichem Untergrund im The Shorts auf Gruppe 2 Ebene nicht ganz wiederholen – zwar sah Nature Strip auf der Zielgeraden zunächst wie der wahrscheinliche Sieger des Rennens aus, wurde dann aber auf dem sehr weichen Boden zunehmend müde und musste am Ende Eduardo ziehen lassen und sich mit einem zweiten Platz zufrieden geben – die 100m längere Distanz hat sich hier definitiv als Problem erwiesen, auch we Nature Strip etwa das T J Smith Stakes in Randwick im April über gar 1200m und weichen Untergrund gewinnen können – die selben Parameter, die er auch im TAB Everest Mitte Oktober vorfand.

J. McDonald machte im Sattel kurzen Prozess nach dem Start und führte Nature Strip an die Front, wo er das Feld über die Distanz führen konnte, ohne zu massiv unter Druck zu geraten. Home Affairs versuchte innen am Geländer selbst die Führung zu übernehmen und an Nature Strip noch vorbei zu kommen, Nature Strup verteidigte seinen Platz an der Front unter einem bewegungslosen J MCDonald, der erst ab der 300m Marke so richtig Gas gab. Nature Strip reagierte super und zog einige Längen vor das Feld, ermüdete allerdings kurz vor der Ziellinie und machte daher das Rennen noch einmal unnötig spannend.

Der Vorsprung hielt aber vor dem heranstürmenden Masked Cursader und Eduardo und Nature Strip feierte einen weiteren großen Gruppe 1 Sieg, und setzte fast mühelos im Gruppe 1 Darley Sprint Classic noch einen drauf.

Nature Strip führte das Feld in der Mitte der Bahn dicht gepackt hinter sich über die Distanz und konnte relativ ungestört das Tempo setzten, gab 400m vor dem Ziel dann Gas und beschleunigte der Konkurrenz davon – 100m vor dem Ziel war er auf und davon und nicht mehr einzuholen,  über 3 Längen holte er am Ende gegen  Swats That heraus, und das obwohl er am Ende kaum noch angetrieben wurde – da wären auch noch deutlich mehr längen drin gewesen, wenn James McDonald gewollte hätte.

De Konkurrenz zog dann im Black Caviar Lightning Stakes im Februar deutlich an, aber es war keiner der anderen wohl bekannten Sprinter, die ihm am Ende den Gar ausmachten, sondern ausgerechnet Home Affairs, der lange Zeit seiner Form mehr oder minder hinterherglaufen war, nun aber einen zweiten Frühling und den nötigen Vorsprung im Ziel gegen Nature Strip fand – der auf schwerem Boden danach im Hyland Race Challenge Stakes gleich wieder gegen einen Außenseiter verlor. Zwar gewann Eduardo das Rennen zum zweiten Mal hintereinander mit einem starken Lauf zum Ziel, aber Shelby Sixties schoss ebenfalls an einem ermüdendenden Nature Strip vorbei und hätte sich fast auch noch Eduardo geholt – das war bei weitem nicht die beste Vorbereitung auf den nächsten Versuch im TJ Smith Stakes im April 2022

Aber Nature Strip liebt dieses Rennen einfach und schien nur auf diesen Tag gewartet zu haben, denn von Anfang an lief in diesem Rennen alles nach Plan: Er kam super aus den Ställen und brachte sich vorne in Feld in Stellung, um dann  400m vor dem Ziel an die Spitze zu gehen und mit anziehendem Tempo dem Feld davon zu sprinten.

Nun macht er also  den Weg nach Royal Ascot, um seinen Titel als höchst gerateter Sprinter der Welt zu verteidigen – gegen Golden Pal, der den Weg aus den USA auf sich nimmt.

Golden Pal Startet für Wesley Ward, der zuletzt mit dem Uncle Mo Sohn Erfolge im Breeders‘ Cup Turf Sprint und im April im Shakertown Stakes feiern konnte. Beide Male war er hatte er die Kontrolle in den Rennenund gewann unangefochten, und ich erwarte ein spannendes Rennen zwischen diesen beiden faszinierenden Sprintern, aber ich denke mit der weiten Reise hinter sich, wird Nature Strip das Rennen für sich entscheiden können.


16.06.2021 – Royal Ascot – Prince Of Wales’s Stakes – Pick: Love !

Pferderennen in England

17:20 Prince Of Wales’s Stakes (Gruppe 1) (British Champions Series)

4yo+ | Distanz: 1m2f | Untergrund: Gut bis fest

Love: Kann Love an die super Ergebnisse im Jahr 2020 anknüpfen, als sie alle Rennen, die sie bestritt, auch gewinnen konnte? Love hatte es 2020 nur auf die besten Rennen abgesehen und war im 100 Guineas, dem Ivestec Oaks und dem Yorkshire Oaks angetreten und hatte alle Rennen gewinnen können, und das dominant mit mehreren Längen Vorsprung. Sie hatte letztes Jahr kein Problem mit der 240 Tage andauernden Pause, muss hier aber das erste Mal mit einer Altersoffenen Struktur auskommen, hat sich aber soweit ein machbares Rennen ausgesucht. Kommt nach dem beeindruckenden Jahr 2020 heute der nächste Coup?

Ihre bisherige Karriere sieht jedenfalls vielversprechend aus:

Die Galileo Tochter von Trainer Aiden O’Brien startete etwas langsam in ihre Karriere, denn erst in ihrem dritten Versuch in einem Maidenrennen konnte sie ihren ersten Sieg feiern -ging dann aber im selben Monat, dem Juli 2019 direkt in die Gruppenrennen und gewann das Gruppe 3 Silver Flash Stakes – und das mit Leichtigkeit von der Front aus. Love setzte das Tempo und auf der Zielgerade konnte ihr keiner Folgen, was in einem drei Längen Sieg am Ende resultierte.

Das brachte ihr natürlich den Favoritenstatus im Gruppe 2 Debutante Stakes einen Monat später in Curragh ein, wo sie allerdings etwa langsam aus den Ställen kam und auch in der Endphase des Rennens nicht in Gang kam.

Im Gruppe 1 Moyglare Stud Stakes einen Monat später im September 2019 überließ sie die Führung dann wieder anderen und begnügte sich in der Mitte der Bahn bzw. in der dritten Spur von Innen zu bleiben und den besseren Boden dort zu nutzen, obwohl sie damit etwas weit außen laufen musste. Das hinderte Love aber nicht daran, auf der Zielgeraden zu beschleunigen und unter einem harten Ritt von Ryan Moore ihren ersten Gruppe 1 Sieg einzufahren, wenn auch knapp.

Mit dem Gruppe 1 Sieg im Rücken ging es in das Newmarket Fillies Mile in Newmarket im Oktober 2019, allerdings dürfte Love trotz ihres Gruppe 1 Sieges nicht als Favoritin auflaufen, dass war  – zu Recht – Quadrilateral vorbehalten, denn die Konkurrentin gewann das Rennen, obwohl die gleich mehrfach in der kritischen Phase des Rennens behindert wurde- unter anderem von Love, die ihr die Tür in der Mitte der Bahn zu machte – aber am Ende nicht mehr genug Kraft hatte, um mit den beiden Siegerinnen mitzugehen.

Aiden O’Brien hat nachweislich hart an der Form von Love gearbeitet und sie über den Winter stark verbessert, schließlich kam sie nach der überlagen Corona Pause im Guineas in Bestform zurück und gewann das Guineas 1000 mit fast 4.5 Längen Vorsprung! Dabei waren 200m vor dem Ziel die Konkurrenten wie Quadrilateral direkt neben ihr in guter Position an der Front des Feldes, und schienen auch nach dem Tempowechsel nicht weg gehen zu wollen – dann, ca. 70m vor dem Ziel, wurde offensichtlich, dass Love noch wesentlich mehr Kraft übrig hatte als die anderen, die mit ihr in einer Linie liefem, wie Quadrilateral, Cloak Of Spirits oder Final Song – und zig immer weiter davon, um unter moderatem Druck von Ryan Moore am Ende mit gut 4.25 Längen zu gewinnen.

Der klare Sieg macht sie auch über die deutlich weitere Distanz im Epsom Oaks am 04.07.2020 zur klaren Favoritin, aber die 800m mehr in dem Rennen waren schon ein echter Test und es war alles andere als sicher, ob Love auch diesen Test wie ihre letzten meistern können würde. Die Quoten sprachen eine eindeutige Sprache und machten Love ein weiteres Mal zur klaren Favoritin, gefolgt von Frankly Darling, die zuvor schon über 2406m das Ribbesdale Stakes hatte gewinnen können.

Das Oaks in Epsom, welches über 2420m bestritten wird, war mit gutem Wetter gesegnet und der gute Untergrund garantierte einen ordentlichen Galopp, auch wenn das Feld Corona bedingt mit nur acht Startern ein wenig mager ausfiel. Trotzdem, für Spannung war gesorgt, denn einige der angetretenen Konkurrentinnen sahen auf dem Papier stark genug aus um Love zu gefärden, und das Rennen nahm zunächst auch einen spannenden Verlauf, als Tiempo Vuela und Passion das Tempo setzten und sich überhaupt nicht darum zu kümmern schienen, was der Rest des Feldes von dem gesetzten scharfen Tempo so hält.

So kam es dass die beiden beim 5 F Marker locker 10 oder 11 Längen vor dem Feld her galoppierten, und als die beiden Front Runner in die Zielgerade einlenkten, waren sie immer noch zig Längen vor dem Rest des Feldes, der, inklusive Love und Frankly Darling, schon ziemlich in Stress geriet, um den Anschluss zu halten. Tiempo Vuela wurde erwartungsgemäß müde auf der Zielgeraden und kam zurück zum Feld, während Passion noch einen Moment durchielt, aber natürlich trotzdem dem harten Lauf von der Front Tribut zollen musste. Was wohl drin gewesen wäre, wenn sie nicht so einen harten Galopp durchgezogen hätte?

Egal, 2f vor dem Ziel spielten die Front Runner keine Rolle mehr und Love war mit Stallgefährtin Ennistymon gleichgezogen. Auch Frankly Darling unter Frankie Dettori kam in der Mitte der Bahn heran, und es schien ein offenes Rennen zu diesem Zeitpunkt zu sein, dann kam Love aber so richtig in Gang und zog schnell noch einmal 2 Längen vor Ennistymon.

Love driftete ein wenig und fand sich am Innengeländer wieder, was ihr half ihren Lauf zu stabilisieren und gerade auf die Ziellinie zu zu laufen und noch einmal eine Schippe drauf zu legen, was sie am Ende locker neun Längen vor den Rest des Feldes brachte.

Keiner hatte eine Chance noch an sie heran zu kommen und Love etablierte sich endgültig als die beste 3yo Stute des Jahres 2020, was sie gegen die selbe Konkurrenz im Gruppe 1 Darley Yorkshire Oaks wenige Wochen später im August 2020 auch gleich noch einmal unter Beweis stellte,.

Wieder war Frankly Darling mit von der Partie, wie auch Manuela De Vega oder Franconia, aber keine der Konkurrentinnen konnte sich gegen Love auch nur im Ansatz behaupten.

Nun also , ein Jahr später und gegen männliche Konkurrenz stellt sich die Frage – kann Love an diese Erfolge anknüpfen?

Die Chancen stehen gut.

Lord North:

Der Dubawi Sohn kommt nach einem Sieg in Meydan nun wieder anch England, wo er letztes Jahr das Prince Of Wales Stakes gewinnen konnte. Der Titelverteisiger hat letztes Jahr allerdings eine komplett andere Route genommen und hatte sich einen Vorbereitungslauf in Haydock gegönnt und man muss bedenken, dass der Saisonabschluss in Ascot ziemlich daneben ging… und bei seinem beeindruckenden Sieg in Dubai platzte ihm ein Blutgefäß.. er wird es gegen eine Love in Topform sicher schwer haben, dominierte dieses Rennen aber im letzten Jahr und sollte daher nicht unterschätzt werden.

Der Dubawi Sohn Lord North begann seine Karriere für Trainer John Godsen im Jahr 2018 und bestritt seine Karriere zunächst noch als Hengst, wurde nach zwei Siegen und einem ziemlichen Flop in seinem ersten Black Type Rennen dann doch kastriert, denn er schien nach Aussage des Trainers und seines bisherigen Jockeys Robert Havlin kein ganz einfacher Kammerad zu sein -was sich nicht zu letzt in seinem letzten Platz im Heron Stakes am 23.05.2019 widerspiegelte, in dem Rennen musste der Jockey fast mehr damit kämpfen, Lord North zu bändigen als die Konkurrenz in Schach zu halten

Nach der OP ging es erst einmal in eine kleine Pause über den Sommer, die er im Herbst 2019 beendete und dort, noch spät in der Saison, einiges an Erfahrung nachholte.

Zunächst startete er in einigen gut besetzten Handicaps auf Klasse 2 Ebene in Ascot und Newmarket, wobei er in Ascot im Lexicon Bracknell Handicap als auch dem Balmoral Handicap jeweils einen zweiten Platz belegen konnte, und in Newmarket im bet365 Cambridgeshire Handicap sogar gewinnen konnte.

Im Cambridgeshire Handicap zeigte Lord North wie im Rennen zuvor, dass er auch spät in der Saison in Bestform war und die verlorene Zeit im Sommer wieder gut machen wollte. Im den 40 Starter umfassenden Rennen (!) hielt sich Lord North zunächst am Innengeländer auf dem Kurs, hatte aber allein auf Grund der Masse der Starter zunächst einige Konkurrent vor sich, bevor sich die Tür für ihn öffnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Beringer schon lange abgesetzt und sicher 3-4 Längen abgesetzt, aber Lord North, der Favorit des Rennens, kam in Gang, gab Gas unter Franki Dettroie und kam herangestürmt, um den Sieg in diesem Rennen am Ende sogar ziemlich bequem einzusammeln. Das war in diesem großen Feld und auf diesem schnellen Untergrund ziemlich beeindruckend.

Da der Sieg in Newmarket auf dem Rundkurs sogar ziemlich bequem ausfiel, war es kein Wunder das Trainer John Godsen ihn für sein erstes Black Type Rennen im Herbst auch auf diesen Kurs schickte. Und er zeigte auch in diesem Rennen, wie bei seinem vorhergegangenen Rennen beim Royal Ascot Festival, dass ihm der schwere, aufgweichte Untergrund keine Probleme bereitete und er auch mit kleinen Feldern und wenigen Konkurrenten, was immer ein taktisches Rennen bedeutet, umgehen kann.

Und taktisch war das Rennen, denn das kleine Feld von nur fünft Startern lief praktisch das gesamte Rennen dicht gepackt und teilweise mit drei bis vier Konkurrenten nebeneinander, bis es an den Schlusssprint ging und jedes der Pferde unter seinem Jockey versuchte, auf dem schweren Boden das Tempo weiter zu erhöhen. Pablo Escobar als Front Runner hielt noch am längsten gegen Lord North dagegen, der aber doch deutlich mehr Ausdauer hatte und am Ende mit gut 2 Längen Vorsprung gewinnen konnte.

John Godsen konnte zufrieden mit der Leistung seines Schützlings am Ende der Saison sein, und 2020 war trotz der langen Pause auf Grund der Corona Kriese nicht anders – es gbegann in Haydock mit einem Sieg auf Gruppe 3 Ebene gegen den hoch gehandelten Elaqarm im Brigadier Gerard Stakes , wobei der Sieg mit nur einer Kopf Vorsprung denkbar knapp ausfiel. Den Vorsprung hatte sich Lrod North mit einem schnellen Tempowechsel erkämpft, Elaqarm war einen Tick langsamer mit seinem Momentum und verpasste den Sieg knapp, denn die Linie kam zu früh für ihn – wäre der Kurs nur 20 Meter länger gewesen, hätte er Lord North gehabt.

Im Gruppe 1 Prince Of Wales’s Stakes lies dann Lord North allerdings nicht mehr anbrennen und gewann souverän, wenn auch mit gänzlich anderer Taktik. Denn dieses Mal hielt James Doyle ihm im hinteren Bereich des Feldes und überlies es anderen die Führung zu bestreiten, erst 2f vor dem Ziel suchte er sich seine Lücke und versuchte die Führenden einzusammeln – was ihm bei Konkurrenten wie Japan und Addeyb erstaunlich einfach gelang und in einem drei Längen Sieg endete. Mit der Form gehörte er auch fest zum Kreis der Favoirten im Gruppe 1 Juddmonte International Stakes, musste dort aber mit einem abgeschlagenen dritten Platz vorlieb nehmen, nachdem er sein vorderes linkes Hufeisen verloren hatte und damit an Tempo einbüßte. Er kommt prinzipiell gut mit schwerem Untergrund zurecht, allerdings nicht beim Gruppe 1 Qipco Champion Stakes im Oktober, wo er den letzten Platz belegte.

Er ist deutlich besser als das und konnte nachfolgend über 1m4f und schnelleren Untergrund im Breeders‘ Cup Turf einen soliden vierten Platz einsammeln. Zwar hatte Lord North auch hier nicht das Tempo um die Sieger auf den letzten Metern in Gefahr zu bringen, hatte aber einen starken Lauf vom hinteren Bereich des Feldes nach vorne und konnte einige bekannte Namen hinter sich lassen.

Beim Dubai Turf im März 2021 durckten sich viele bekannte Namen weg und die größte Gefahr ging auf dem Papier noch von Lord Glitters aus, der aber einen schlechten tag erwischte und Lord North an der Front absolut nicht unter Druck setzten konnte, wie auch keiner der anderen Konkurrenten. Vin De Garde wurde am Ende zweiter, aber Frankie Dettori musste auf Lord North nicht einmal alles geben, um seinen Schützling auf den letzten 200m in Führung zu bringen und ihn dann auf den letzten 100m von den Verfolgern abzusetzen.

Leider musste nach dem Rennen festgestellt werden, dass Lord North beim Rennen ein Blutgefäß geplatz war und er Blut in seiner Nase hatte. Das hat zwar seine Leistung in dem Rennen nicht geschmälert, aber ein kleiner Grund zur Sorge ist es trotzdem.

Lord North hat letztes Jahr dieses Rennen hier gewinnen können und sollte wieder mindesten für Gefahr sorgen können – sein Abschluss in Dubai gibt Grund zur Hoffnung und er ist die Hauptgefahr für Love.

Armory: Der Galileo Sohn von Trainer Aiden O’Brien ist seit dem Beginn seiner Karriere im Juni 2019 und dem Sieg in einem Maidenrennen im zweiten Versuch im selben Jahr fast beständig auf Gruppenebene gestartet, und hat sich dort ebenfalls bestäntig in guter Form gezeigt,

2019 ging seine Karriere in Black Type Rennen mit einen lockeren Sieg im Gruppe 3 Tyros Stakes los, bevor er auf Gruppe 2 Ebene auf dem selben Kurs das EBF Futurity Stakes gewann, wenn auch deutlich knapper und der erneute Sprung im Niveau gelang ihm nicht, als er auf Grupp 1 Niveau im Goffs Vincent O’Brien National Stakes im September auflief, denn Pinatubo schlug ihn am Ende mit neun Längen. Armory holte sich auf den letzten 130m den zweiten Platz, kam aber nie in Schlagreichweite zum Sieger, der war an jenem Tag in einer eigenen Liga.

Im Qatar Prix Jean-Luc Lagardere Sponsorise Par Manateq im Oktober 2019 kam Armory zwar von den Längen her näher an Sieger Victor Ludorum heran, der hatte im Schlusssprint einfach noch viel mehr übrig als die Konkurrenten und gewann souverän. Im nachfolgenden Criterium International trat er in einer Art Matchrace gegen Alson an, der ihn allerdings deklassierte und mit 20 Längen Rückstand ins Ziel einlaufen lies.

Trotzdem kann man das Jahr 2019 als vollen erfolg verbuchen, 2020 startete 229 Tage später für Armory aber eher verhalten. Als Saisondebüt wählte Armory das Tattersalls Irish 2,000 Guineas in Newmarket, welches natürlich stark besetzt war und jede kleine „Unfittness“ hart bestrafte. Dazu kam noch ein wenig Pech für Armory, der von einigen Konkurrnten einen Schubeser in dem Rennen bekam und daher einen sehr unruhigen Lauf hatte.

Er holte sich trotzdem einen vierten Platz und hatte einen guten Zug zum Ziel, aber keine Chance gegen den Sieger Siskin. Trotzdem war das ein hervorragender Lauf und auch beim Gruppe 1 Tattersalls Gold Cup auf dem selben Kurs zwei Wochen später konnte er gegen Magical ebenfalls einen vierten Platz holen. Wieder eine solide Leistung und als er dann gegen leichtere Konkurrent auf Gruppe 3 Ebene im Irish Field Celebrating 150 Years Royal Whip Stakes startete, konnte er sich endlich wieder in einem Gruppenrennen durchsetzen.

Mit dem Sprung auf höheres Niveau im Irish Champion Stakes im September nahm natürlich auch wieder die Konkurrenz zu und wieder war es Magical, der das Rennen domieren konnte und sich am Ende mit zwei Längen Vorsprung ins Ziel brachte. Das Rennen von Armory war wieder solide, er hatte sich eine Position hinter den Führenden gesucht und hatte auch freie Bahn zum Ziel, konnte diese Vorlage aber nicht verwandeln und musste die beiden Sieger ziehen lassen.

Danach wechselte Amrory den Kontinent und lief in Australien im Ladbrokes Cox Plate auf, wo er trotz der langen Reise und ganz anderen Gegebenheiten erneut ein hervorragendes Rennen lief, aber erneut den Sieger, Sir Dragonet, auf den letzten 200m ziehen lassen musste. Dabei hatte sich Armory 400m vor dem Ziel unter einem hervorragenden Ritt von Ben Melham an die Front bringen können, nur der Angriff von Sir Dragonet war am Ende einfach zu viel. Der zweite Platz war ihm aber sicher, und als Amory dann nach der Winterpause im Mai im Melodi Media Huxley Stakes auf Gruppe 2 Ebene wiederkehrte, konnte er auch endlich wieder einen verdienten Gruppensieg feiern.

Klar, die Konkurrenz in diesem Rennen war überschaubar und der zweite Favorit Bangkok hatte seit zwei Jahren kein Gruppenrennen mehr gewinnen konnten, aber viel leichter hätte Armory wohl auch nicht gewinnen können – vielleicht schafft er ja dieses Jahr den Anschluss an die Bestengruppe in England, Love und Lord North sind jedenfalls harte Gegner für ihn

Pick: Love 1, Lord North 2 und anders herum als Exacta


15.06.2021 – Royal Ascot – King’s Stand Stakes – Pick: Battaash

Pferderennen in England

16:40 King’s Stand Stakes 

5F | Gruppe 1 | Gut bis fester Untergrund

Es dreht sich – wie letztes Jahr in diesem Rennen – alles um Battaash, der nach wie vor als eines der schnellsten Pferde der Welt gehandelt wird und als Titelverteidiger hier der Konkurrenz stellt. Diese besteht hauptsächlich aus Konkurrenten, die auf dem Weg nach oben sind und eventuell noch viel Potential für Leistungssteigerungen überig haben, aber längst nicht auf dem Niveau des Favoriten rangieren – daher ist Battash ein würdiger Favorit und der logische Pick in diesem Rennen.

Battaash: (1 – 1 – 1 – 14 – 1 – 1) 6j W

Jim Crowley / Charles Hills

Mit seinen sieben Jahren ist Battaash wohl am Höhepunkt seiner bisherigen Karriere angekommen und hat Saisonübegreifend fünf seiner sieben letzten Starts gewinnen können, und dabei unter anderem das Gruppe 1 Nunthorpe Stakes und das Gruppe 1 King’s Stand Stakes gewinnen können. Wie schon zum anfang seiner Karriere kann er sich in seinen Rennen hervorragend präsentieren, scheint mit de Alter und der Erfahrung aber auch etwas einfacher zu kontrollieren geworden zu sein, was nicht immer der Fall war.

Der  Dark Angel begann seine Karriere im Jahr 2016 in Bath und konnte sein Maidenrennen auch sogleich gewinnen, hatte danach aber einen kleineren Durchhänger, der unter anderem durch das höhere Niveau im Windsor Castle Stakes oder dem Gruppe 3 Cornwallis Stakes geschuldet war. Das erste Jahr war für Battaash trotzdem ein gutes Jahr und er konnte sich in einigen soliden Rennen etwas Erfahrung sammeln und seine Form über die erste Winterpause weiter steigern.

Er kam nach der Winterpause im Scurry Stakes mit einem solden Sieg zurück und steigerte sich danach im Coral Charge noch einmal deutlich um das Gruppenrennen mit gut 3 Längen Vorsprung zu gewinnen. Und auch im Gruppe 2 King George Stakes 2017 gewann Battaash mit Leichtigkeit, und dieses 1006m Rennen sollte auch in Zukunft ein fester Bestandteil der Saison von Battaash werden, der in diesem Rennen immer eine extrem gute Figur abgeben konnte. Auch das Gruppe 1 Nunthorpe Stakes im August danach sollte auch in den nächsten Jahren immer wieder von Battaash besucht werden, aber im Gegensatz zum King George Stakes konnte Battaash im Nunthorpe Stakes 2017 und 2018 nur je einen vierten Platz belegen.

Danach ging es 2017 nach Frankreich in das Gruppe 1 Prix de l’Abbaye, wo Battaash – wenig überraschend,auch in den nächsten Jahren immer wieder auflaufen würde – und in Frankreich fühlte sich Battaash sichtlich wohl, was er mit seinem Sieg mit gut vier Längen Vorsprung unter Beweis stellen konnte. Der weiche Untergrund und die 1000m auf dem Kurs in Chantilly haben ihn 2017 zu einer Glanzleistung motivieren können, aber auch 2018 lief Battaash in seiner gewohnten Reihenfolge von Rennen immer wieder zur Hochform auf, nicht zuletzt in seinem Saisondebüt im Gruppe 2 Temple Stakes, wo er als Favorit hart kämpfen musste, um sich gegen den Außenseiter Washington DC und Kachy durchsetzen zu können. Danach ging es in das Kings Stand Stakes, bei dem er immer das erste Mal auf seine kommende Nemesis Blue Point traf, der ihn ziemlich locker auf den zweiten Platz schicken konnte.

Battaash hatte sich dann nach dem zweiten Platz beim King’s Stand Stakes 2018 einen lockeren 4 Längen Sieg in der 2018er Austragung des Gruppe 2 King George Stakes im Glorious Goodwood Festival gesichert, bei dem er 2f vor dem Ziel auf die Führenden aufgeschlossen hatte und dann die Führung übernommen hatte. Er zeigte den selben Tempowechsel wie beim King’s Stand Stakes und fand sich schnell deutlich vor den Verfolgern wieder, die keine Chance hatten an Battaash wieder heranzukommen. Die Konkurrenz war allerdings auch längst nicht so stark wie in den letzten Rennen und der vier Längen Sieg wurde im selben Monat im Coolmore Nunthorpe Stakes ein wenig zurecht gerückt, wo Battaash freie Bahn zum Schlusssprint hatte, aber am Ende gegen die Außenseiter Alpha Delphini und Mabs Cross abgehängt wurde und auch Blue Point wieder einmal an ihm vorbeizog.

Battaash zog es nach Frankreich, wo er im Gruppe 1 Prix de l’Abbaye auflaufen sollte, und nach den sehr guten Leistungen in der Saison 2018 war die Favoritenrolle Battaash ein drittes Mal im Folge sicher. Aber Battaash schaffte es allerdings wieder nicht, auf den letzten Metern Mabs Cross hinter sich zu halten und der Außenseiter, der im Nunthorpe fast ein Dead Heat mit dem Sieger Alpha Delphini erzwungen hatte. Mabs Cross zeigte, dass dies keine Ausnahme war und die beiden trafen danach im Armstrong Aggregates Temple Stakes beim Saisondebüt 2019 wieder aufeinander. Battaash gewann das Rennen mit Leichtigkeit, ohne das Jim Crowley auf ihm durch alle Gänge gehen musste.

Mabs Cross verlor allerdings ein Hufeisen in dem Rennen und kam trotzdem auf einem dritten Platz ins Ziel und Alpha Delphini lief auch kein schlechtes Rennen, auch wenn Battaash sie beide am Ende sicher in der Tasche hatte.

Battaash hatte allerdings in der Vergangenheit immer wieder Probleme in seinem Gruppe 1 Rennen und gegen Blue Point sowieso, aber das ist ja noch lange kein Grund, ihn nicht seine alt gewohnte Route an Rennen nehmen zu lassen – und ein zweiter Platz in dem Royal Ascot Rennen über 1006m ist ja schließlich auch eine hervorragende Leistung und nur Blue Point, der klar einer der besten Sprinter in England ist.

Battaash ging danach in das King George Qatar Stakes und gewann das Gruppe 2 Rennen in Goodwood locker mit gut einer Länge vor Houtzen, der keine Chance hatte den davoneilenden Battaash auf den letzten Metern noch einzuholen. Der Schlusssprint auf der geraden Strecke war sehr ansehnlich und zeigte, zu was Battaash in der Lage ist, wenn die Karten richtig fallen.

Eine dominante Leistung wie diese machte ihn natürlich auch zum Favoriten des Nunthorpe Stakes , allerdings musste er sich diese Position je nach Ansicht der Buchmacher mit Ten Sovereigns teilen, was nicht zuletzt daran lag, das Ten Sovereigns schon zwei mal versucht hatte, das Nunthorpe Stakes für sich zu entscheiden. Aber wie wir wissen, sind aller guten Dinge drei und 2019 gewann Battaash das Nunthorpe Stakes in extrem dominanter Weise. Hauptkonkurrent Ten Sovereigns verlor beim Start schon einige Längen, als er sich weigerte sauber aus den Startboxen zu sprinten, machte aber auch später beim Schlusssprint nicht viel her und es darf bezweifelt werden, ob er in der Lage gewesen wäre, auch bei besserem Start Battaash noch gefährlich zu werden. Der nämlich kam gut aus den Ställen, lies die Front Runner dann ihr Ding machen und ordenete sich lieber sauber hinter dem Tempo ein, während Ten Sovereign von hinten nach vorne schoss, um dann doch wieder den Anschluss an die Front Runner zu verlieren.

Battash hingegen nahm bei 500m to go langsam Maß und zog gleichauf, um dann unter Druck von Jim Crowley 3, 4 Längen vorzusprinten und am Ende einen sehr dominanten Sieg mit fast 4 Längen Vorsprung vor den sich umsonst abmühenden Konkurrenten zu feiern.

Klar, dass Battaash auch für den Prix de l’Abbaye in Frankreich in Longchamp zum Favoriten erklärt wurde, allerdings enttäuschte Battash in dem Rennen zwei Monate später seine Fans schwer, als er nur auf Platz 14 von 16 ins Ziel einlief. Als Grund für den Ausreisser in der Form kann man sicher den weichen Boden in Frankreich anführen, der Battaash sichtlich Kraft kostete und senen berühmten Schlusssprint abbremste, so dass er im finalen Furlong bereits von Jim Crowley zurückgenommen wurde.

Rein ging es in die verlängerte Winterpause bis zum Juni 2020, welche für alle Rennpferde, Trainer und Jockeys wegen der Corona Epidemie ziemliche Planungsunsicherheiten mit sich brachte, aber die Profis wie Charles Hills hatten ihre Pferde natürlich trotzdem in Bestform, auch wenn sich alles ein wenig verzögerte.

So startet Battaash im Gruppe 1 King’s Stand Stakes am 16.06.2020 und dürfte sich gegen die moderate Konkurrenz wieder des Favoritenstatus sicher sein – den er wie schon die letzten Male, abgesehen von Frankreich, immer erfüllte. So auch dieses Mal beim Saisondebüt, wo er auf gut bis weichem Untergund die Führung übernahm und wieder 1f vor dem Ziel derart das Tempo anzog, dass keiner der Konkurrenten mehr an ihm dran bleiben konnte.

Sein Weg führte ihn danach wie im letzten Jahr zum King George Qatar Stakes, dem Gruppe 2 Rennen beim Glorious Goodwood Festival. Hier machten ihm die Konkurrenten wie Ornate und Glas Slipper zunächst das Leben schwer und versuchten sich die Führung vor dem Favoriten zu sichern, der sich aber mit dem bekannten hervorragenden Sprint auf den letzten Metern den vierten Titel beim King George Qatar Stakes im vierten Jahr sichern konnte- und das mit einem neuen Streckenrekord im King George Qatar Stakes! Er verbesserte seinen eigenen Rekord von 56,2 auf 55,62 Sekunden, was nur seine Dominanz beim King George Qatar Stakes weiter zementiert.

Das nachfolgende Rennen in York im Gruppe 1 Coolmore Nunthorpe Stakes war danach etwas anstrengender als Gedacht, denn der Außenseiter Que Amoro fand eine kraftschonende Spur an der Innenbahn und hatte auf etwa der Hälfte des Rennens die Führung übernommen – und diese dann nur sehr widerwillig aufgegeben. Dass Que Amoro so viel Kraft fand und sich gegen Battaash über große Strecken behaupten konnte war schon sehr beeindruckend gewesen, am Ende war das schnellste Pferd der Welt aber wieder fest oben auf.

Bleibt also die Frage: Was wird heute aus ihm nach der langen Pause? Das letzte Rennen ist fast ein Jahr her, letztes Jahr gewann Battaash dieses Rennen hier allerdings – ebenfalls nach einer langen Pause – und eine Wiederholung steht meiner Meinung nach an.

 

Die Konkurrenten wie Winter Power oder Extravagant Kid bekommen es hier mit einer ganz anderen Klasse als zuvor gewohnt zu tun und Liberty Beach hat seine besten Rennen auf schwerem Boden absiolviert, eine ganz andere Herausforderung als das, was heute auf ihn zukommt.

 


15.06.2021 – Royal Ascot – Queen Anne Stakes – Pick: Palace Pier

Pferderennen in England

15:30 Queen Anne Stakes – Gruppe 1

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 1.609 m | Preisgeld: 400.000 GBP | Flachrennen | Geläuf: Gras | Boden: gut | Platz-Regeln: 3 Plätze @ 1/5 Quote

Und es geht wieder los. Royal Ascot steht an, die Rennwoche auf dem Kurs in Ascot, die unter der Schirmherrschaft der Krone steht und sich etxremer Beliebtheit erfreut – seit 1768 findet diese Veranstaltung 20 Tage nach dem Espom Derby statt und auch dieses Jahr erwartet uns eine Menge extrem hocklassiger Rennsport, angefangen beim Opener, dem Queen Anne Stakes, wo wir auf einen alten Bekannten treffen – Palace Pier wird das Feld wieder anführen, der zuletzt das Lockinge Stakes hatte gewinnen können. Mit dem komfortablen Sieg im Rücken geht er nicht zu unrecht auch heute wieder als Favorit an den Start und wird nur wenige der Konkurrenten fürchten müssen.

Schließlich hat er im Lockinge Stakes unter anderem gegen Lope Y Fernandez und Lord Glitters antreten müssen, die beide aber über die Meile auf etwas aufgeweichtem Untergrund keine Chance hatten. Das kann heute auf schnellerem Boden ein etwas anderes Spiel werden, die Gefahr für Palace Pier scheint aber aus anderer Richtung zu kommen.

 

Palace Pier: Nach hervorragenden Ergebnissen im Jahr 2020, unter anderem mit einem Sieg in Ascot beim Palace Stakes stieg Palace Pier letzten Monat fulminant in die neue Saison ein und gewann das Lockinge Stakes in Newbury mit Leichtigkeit. Er wird versuchen seine durchaus bechtliche Bilanz in Ascot weiter auszubauen und einen weiteren lockeren Gruppe 1 Sieg einzufahren. So wie er die letzten Male aufgelaufen ist, ist er hier und heute wieder völlig gerechtfertigt Favorit und wird nur wenige Gegner fürchten müssen.

Der Kingman Sohn von Trainer John Godsen begann seine Karriere im August des letzten Jahres, konnte aber trotz der geringen Laufzeit seiner Karriere schon einige Aufmerksamkeit für sich generieren, was nicht zuletzt an seinem gelungenen Einstand im August 2019 lag, denn schon bei seinem ersten Rennen sorgte er für erstaunte Blicke.

Bei dem Maidenrennen in Sandown machte Palace Pier auf Anhieb eine sehr gute Figur und gewann das 7f Rennen auf gutem Untergrund mit Leichtigkeit mit über 3 Längen Vorsprung auf schnellem Boden. Er sah allerdings auch schon nach dem am weitesten entwickelten Pferd an jenem Tag aus, und verhielt sich auch so – schnell die Führung gesichert auf der Zielgerade und dann spielend leicht abgesetzt, kein Wunder also, dass beim nächsten Rennen klar als Favorit galt und das Klasse 4 Max Patel Wealth Manager Of Choice Novice Stakes in Sandown mit einem starken Lauf von der Front erneut müehlos gewann.

Dann ging es in die lange Winterpause, die durch die Corona Epidemie noch viel länger wurde, und erst im Juni 2020 beendet werden konnte. Dort startete er in einem Klasse 2 Handicap für die Dreijährigen, welches Palace Pier wieder als Favorit angehen dürfte, und in dem er – vielleicht auch auf Grund der langen Pause, welche er sicher für das Training genutzt hat – wieder in Bestform auflaufen konnte.

Dabei wurde Palace Pier am Anfang des Rennens zunächst von den Konkurrenten ein wenig abgehängt und lief dem Rest des Feldes am Anfang gut drei Längen hinterher, bis es ins letzte Furlong ging, wo Palace Pier an Geschwindigkeit zulegte und der gesammelten Konkurrenz am Ende mit über drei Längen davon sprintete.

Kein Wunder, dass das nächste Rennen dann (endlich) auf Gruppenebene ausgetragen wurde, das Ziel war das St James’s Palace Stakes auf Gruppe 1 Ebene, welches Teil der British Champions Series ist. Hier war also der erste wirkliche Test für Palace Pier, der das erste Mal seit seinem Debüt nicht mehr als Favorit auflief, sondern hinter Pinatubo und Wichita die dritte Geige spielen musste bei den Buchmachern.

Und fast sah es danach aus, als ob die Buchmacher Recht behalten könnten, denn Palace Pier kam nur sehr langsam in Gang und musste sich im hinteren Bereich des Feldes einsortieren, eine Position, die ihm normalerweise nicht so beliebt. 2f vor dem Ziel begann Palace Pier dann die Konkurrenz von hinten aufzurollen, 1 Furlong vor dem Ziel gab Frankie Dettorie dann das OK und trieb Palace Pier mit allen Mitteln der Kunst an, um ihm am Ende 11 Yards vor dem Ziel vor dem ebenfalls sehr stark auflaufenden Pinatubo zu bringen.

Die Leistung machte ihn auch gegen die wesentlich erfahrenere Konkurrenz im Prix du Haras de Fresnay-le-Buffard Jacques le Marois in deauvulle zum Favoriten – er bekam ein paar Kilo an Gewicht erlassen und auf Grund der immer noch vorherrschenden Corona Epidemi fanden sich auch nicht alle erhofften Konkurrenten auf dem Kurs ein, aebr die sich einfanden, hatten es in sich. Persian King, Circus Maximus, Alpine Star – alles Konkurrenten von solider Qualität, die sich nicht einfach geschlagen geben würden. Aber wieder konnte Palace Pier voll überzeugen. Er hielt sich im hinteren Bereich des Feldes, zog aber 3f vor dem Ziel das Tempo an und kam an die Front Runner heran. Circus Maximus hatte keine Chance bei dem folgenden Tempowechsel mitzugehen, lediglich Alpine Star schaffte es, die Verfolgung von Palace Pier aufzunehmen, hatte aber trotzdem keine Chance an ihn noch heran zu kommen, sondern musste sich damit begnügen, hinterher zu schauen. Das Rennen fand auf schwerem Boden statt, allerdings konnte Palace Pier daraus keinen Vorteil für Das Queen Elizabeth II Stakes ziehen konnte, welches er als Favorit bestreiten dürfte.

Aber schon beim Start kam Palace Pier nicht richtig gut aus den Ställen und irgendwo beim Rennen verlor er auch noch eines seiner Hufeisen und Frankie schaute auf den letzten 200m immer wieder nach seinem Pferd, um zu sehen ob irgendwas mit Palace Pier falsch war – das Rennen war einfach ein bisschen glücklos für Palace Pier, der sich mit einem etwas abgeschlagenen dritten Platz zufrieden geben musste.

Er gönnte sich dann eine längere Pause bis zum Start in die neue Saison, welches er im April in Sandown im Bet265 Stakes feierte:

Das Bet365 Mile gibt einen Hinweis darauf, in welcher Form Palace Pier heute auflaufen wird. Er gewann das Rennen mit gut und gerne 8 Längen und hatte keinerlei Probleme, zwei der heutigen Konkurrenten beiseite zu fegen.

Die beiden (Happy Power und Bless Him) sind heute auch die klaren Außenseiter, aber  man konnte schon sehen, wie fit Palace Pier heute wohl sein wird. Es dauerte nach dem „Go“ von Frankie Dettori einen kleinen Moment, bis Palace Pier in Gang kam, aber mehr als die Zügel und Bügel musste der Star Jockey auch nicht einsetzen, um seinen Schützling am Ende 8 Längen vor das Feld zu bringen. Der Rest schien förmlich stehen zu bleiben und konnte nicht mitgehen – ganz so einfach wurde es auf Gruppe 1 Ebene im Lockinge Stakes natürlich nicht, am Ende betrug der Vorsprung „nur“ knapp unter 2 Längen, aber wieder reichte es Frankie Dettori, seinem Pferd 600m vor dem Ziel langsam Druck mit den Zügeln aufzubauen, damit Palace Pier das Feld aufzurollen begann und sich 400m vor dem Ziel an die Spitze setzen konnte und 200m vor dem Ziel das Feld fest im Griff hatte,

Keiner der Verfolger hatte eine Chance, sich an seine Fersen zu heften und ich gehe davon aus, dass er auch mit Order Of Australia heute keine wesentlichen Probleme haben wird.

Lope Y Fernandez: Der Lope De Vega Sohn von Trainer Aiden O’Brien hatte am Anfang seiner Karriere im Jahr 2019 schnell einige Erfolge feiern können. Nach seinem gewonnenen Debüt in Curragh holt er sich auf Anhieb zwei Plätze auf Black Type Ebene, einen im Chesham Stakes (Ein Listed Rennen in Royal Ascot!) und im Gruppe 2 Qatar Vintage Stakes in Goowood, bevor er sein erstes Gruppenrennen in Form des Gruppe 3 Round Tower Stakes in Curragh über 1207m gewinnen konnte.

Das war ein extrem starker Start in seine Kariere, aber danach wurden die Ziele größer und die Ergebnisse eher unter den Erwartungen – so wurde er im Middle Park Stakes sechster, im Irish 2.000 Guineas Dritter, danach im noch besser besetzten Commonwealth Cup sogar nur Elfter. Er hatte eine Menge Chancen und lief oft besser als seine Ergebnisse am Ende erwarten ließen, was er dann im Juli in Deauville im Qatar Prix Jean Prat unter Beweis stellen konnte. Nach den letzten schlechten Ergebnissen ging er in das Rennen als klarer Außenseiter, konnte aber überraschen und ging unter einer Länge gegen Pinatubo auf den zweiten Platz ins Ziel.

Er blieb nach diesem Erfolg in Frankreich und kam im Prix Maurice de Gheest hinter dem alt bekannten Space Blues auf einem dritten Platz ins Ziel, wieder mit einer deutlich besseren Leistung als eigentlich von ihm erwartet worden war. Ein Sieg blieb aber trotzdem erst einmal weiter aus, im Sprint Cup Stakes in Haydock im September gelang ihm nur ein siebter Platz und im Gruppe 1 Champions Sprint Stakes in Ascot sprang ebenfalls am Ende nur der siebte Platz heraus, über drei Längen hinter dem Sieger Glen Shiel. Trotzdem machte er sich auf den Weg nach Amerika, wo er in Keenland im Breeders‘ Cup Mile startete – natürlich wieder als Außenseiter, das Rennen in Amerika ist schließlich alles andere als ein Leichtgewicht  und mit dem was Lope Y Fernandez so bisher die Saison gezeigt hatte, war da ebenfalls nicht viel zu erwarten. Aber Lope Y Fernadnez überraschte in dem Rennen, indem er das Feld von hinten Aufrollte und zum Ziel hin immer näher an den Überraschungs Sieger Order Of Australia ran – das war erneut eine Super Leistung und es wurde Zeit, sich dafür auch mal zu belohnen – das geschah allerdings erst nach der Pause bis in die neue Saison im April 2021 im Heritage Stakes, einem Listed Rennen in Leopardstown, wo er einen sehr lockeren Sieg feiern konnte. Er hat locker fünf Längen Vorsprung herausholen können und schien eine neue Bestform gefunden zu haben, die Frage war nun – hält diese Form auch dem Test auf höherem Niveau stand?

Dieser Frage sollte im Lockinge Stakes in Newbury im Mai 2021 beantwortet werden und das Ergebnis war für Lope Y Fernandez  nicht unbedingt schmeichelhaft, denn am Ende betrug sein Rückstand auf den Sieger 19 Längen. Ganz so schlecht wie man nun vermuten würde war sein Lauf aber dann doch wieder nicht, denn der große Rückstand kam vor allem dadurch zu Stande, dass er keinen freien Lauf zum Ziel hatte und in dieser Phase zu viel Rückstand auf den Sieger ansammelte, so dass Ryan Moore als Jockey entschied, Lope Y Fernandez nicht mehr allzu hart ranzunehmen und ihm einen eher lockeren Schlusssprint bescherte.

Ich würde die Hoffnungen noch nicht aufgeben, mit einem besseren Lauf zum Ziel und mehr Raum wäre er sicher deutlich näher an Palace Pier dran gewesen. Geschlagen hätte er ihn aber sicher nicht.

Lord Glitters:

Der Whipper Sohn von Trainer David O’Meara ist einer der Verteranen im Feld und ist schon ganz schön weit rumgekommen in der Welt. Frankreich, England, Amerika, Arabische Emirate – alles schon gesehen, alles schon gelaufen, aber die zählbaren Ergebnisse werden mit immer weiter fortschreitendem Alter auch immer weniger.

Der letzte Sieg außerhalb vom Meydan gelang im 2019 im Queen Anne Stakes beim Royal Ascot Festival, was ja doch schon eine Weile her ist,

Am Anfang seiner Karriere startete er für C. Loutoux und hat sich nach seinem Debüt 2016 gleich in zwei weiteren Rennen gewinnen können und danach in seinem ersten Versuch in einem Listed Rennen mit einem guten zweiten Platz abschneiden können, als er im Grand Prix du Lion-d’Angers in Frankreich startete.

In der nächsten Saison waren auch die Kurse in Frankreich der Schauplatz der besten Rennen der Saison von Lord Glitters, denn hintereinander gewann Lord Glitters 2017 das Prix du Bu, das Prix Lavandin und dann in Ascot das Balmoral Handicap. Das Rennen im Oktober war das bisher schwerste Rennen, welches Lord Glitters bestritten hatte, und die Art, wie er das Rennen gewinnen konnte, lies keine Zweifel daran, dass Lord Glitters zu denen gehörte, die in der nächsten Saison auf die Gruppenebene gehörte. Daran änderte auch der zweite Platz im Saisonabschluss im Price Bailey Ben Marshall Stakes auf Listed Ebene nichts, bei dem Lord Glitters ziemlich enttäuschte.

Lord Glitters kehrte im Heritage Handicap in Donacster im März zurück auf die Rennstrecke und konnte sich dort erneut in guter Verfassung präsentieren, indem er einen zweiten Platz hinter Addeybb belegen konnte. Es mag daran gelegen haben, dass der Untergrund so früh in der Saison noch sehr weich gewesen ist und dass er gut drei Kilo schwerer als der Favorit ins Rennen gegangen war, dass er am Ende keine Chance gegen Addeybb hatte, denn im Queen Anne Stakes auf Gruppe 1 Ebene in Royal Ascot konnte Lord Glittes dann auf schnellerem Boden überraschen.

Zwar half ihm die Tatsache, dass sämtliche Favoriten in dem Rennen schwächelten und keine Rolle um den Sieg spielten. So hatten die Außenseiter rund um Accidental Agent das Rennen für sich und Lord Glitters war mitten drin im Kampf um den Sieg, als er in der Mitte der Bahn beschleunigte und sich an Accedential Agent herankämpfte, der einige Längen Vorsprung mit seinem Tempowechsel erkämpft hatte.

Am Ende trennte ihn nur eine halbe Länge vom Sieger und Lord Glitters konnte bereits einen Monat später im Gruppe 2 Summer Mile Stakes beweisen, dass diese Leistung keine Ausnahme war, denn auch im Gruppe 2 Summer Mile Stakes in Ascot schaffte Lord Glitters einen hervorragenden zweiten Platz. Dieses Mal war es nur ein Nacken der ihn vom dem Sieger und Favoriten Beat The Bank und es fehlte nicht viel zum Erfolg in Ascot – in beiden Rennen!

Beim Sussex Stakes beim Glorious Goodwood Festival verpasste Lord Glitters beim Schlusssprint etwas den Anschluss und kam nicht rechtzeitig in Gang um noch den Anschluss an die Sieger zu halten, machte aber einiges an Boden gut direkt vor dem Zieleinlauf.

Er ging danach den Weg nach York auf die 1771m zum Strensall Stakes auf Gruppe 3 Ebene, einem Rennen mit etwas niedrigerem Niveau, welches Lord Glitters auch am Ende gewinnen konnte – wenn auch nur mit einem harten Kampf gegen den Co Favoriten Mustashry, der auf der Zielgeraden einfach nicht nachgeben wollte.

Dann begann die Zeit der großen Reisen für Lord Glitters, zum einen nach Kanada zum Gruppe 1 Woodbine Mile, wo er allerdings keine Rolle um den Sieg spielte, dann wieder zurück nach Ascot zum Gruppe 1 Queen Elizabeth II Stakes, wo er immerhin einen sechsten Platz nicht allzu weit hinter dem Sieger Roaring Lion belegte. Und dann ging es wieder auf Reisen nach Meydan im März zum Dubai World Cup Festival, wo er im Dubai Turf auf Gruppe 1 Ebene startete. Bei dem international angetretenen Top Niveau wie Almond Eye war Lord Glitters als klarer Außenseiter angetreten, konnte aber zusammen mit Vivlos als einzige die Verfolgung von Almond Eye aufnehmen und belegten in einem der schwersten Rennen des Dubai World Cups einen guten dritten Platz.

Zurück in England zwei Monate später scheiterte Lord Glitters aber deutlich im Al Shaqab Lockinge Stakes, bei dem er nie richtig in Gang kam sich sichtlich nicht wohl fühlte – ganz im Gegensatz zum Queen Anne Stakes, bei dem er sich von seinem zweiten Platz im letzten Jahr noch einmal verbessern konnte und sich am Ende als Sieger knapp vor Beat The Bank platzieren konnte. Das Rennen war das beste Rennen, welches Lord Glitters jemals abgeliefert hat und letztes Jahr war Lord Glitters im Sussex Stakes dritter – konnte diesen Erfolg bei der Wiederholung des Rennens im Jahr 2019 allerdings nicht wiederholen und scheiterte mit einem fünften Platz überraschend deutlich an Too Darn Hot und dem Front Runner Circus Maximus und auch im nachfolgenden Juddmonte International lief es nicht wirklich besser für ihn, am Ende gab es einen sechsten Platz hinter Japan, der den langen Zieleinlauf zu schätzen wusste und einen Überraschungssieg landete.

Lord Glitters startet aber noch zweit weitere Male in der neuen Saison, einmal in Ascot im Oktober im Queen Elisabeth II Stakes, wo er eine weitere herbe Niederlage und einen achten Platz kassierte, und dann noch im November im Amerika im Breeders Cup Mile. Allerdings hätte er sich den weiten Weg nach Santa Anita auch sparen können, denn näher als einen neunten Platz und 5 Längen Rückstand kam er dem Sieg auch bei seinem letzten Rennen im Jahr 2019 nicht.

2020 besserte sich seine Form ein wenig, zwar konnte Lord Glitters in dem gesamten Jahr keinen einzigen Sieg feiern, aber er holte einige interessante Platzierungen, etwa im Gruppe 1 York Stakes, wo er das Feld von hinten aufzurollen versuchte und immerhin auf einem dritten Platz ins Ziel einlief. Wie das letzte Jahr schon war das Queen Elisabeth am Ende des Jahres zu viel für ihn und dieses Mal sparte er sich den Weg nach Amerika und ging stattdessen nach Bahrein, wo er eine Vorliebe für den nahen Osten zu entwickeln schien.

Die Bahrain International Trophy schloss er noch mit einem knappen fünften Platz ab, war dabei aber nur 1,5 Längen hinter dem Sieger und durchaus mit dabei beim Kampf um den Sieg und 2021 lief er dann in Meydan auf.

Im Januar gab er sein Debüt in Dubai und gewann das Singspiel Stakes mit einem starken Lauf, bei dem er in den letzten drei Furlong praktisch das gesamte Feld aufrollte. Im Al Rashidiya im Februar kam er mit der selben Taktik immerhin auf einen dritten Platz und hatte einfach zu viele Pferde zwischen sich und den Front Runnern und war nie so nah an den Siegern dran wie vor der Ziellinie – es trennten ihn wieder weniger als eine Länge von den beiden Siegern, der zweite Platz war sprichwörtlich nur eine Nase entfernt.

Im Jebel Hatta schließlich traf er auf einige der heutigen Konkurrenten, wie Eqitraan und Al Suhail, die sich beide eher im vorderen Drittel des Feldes orientierten, wärhend Lord Glitters wieder das Feld von hinten aufzurollen versuchte. Er hatte seinen Schlusssprint auf den letzten beiden Furlong gut getimet und hatte eine freie Bahn um den Rest des schwächelnden Feldes ins Visier zu nehmen. Auf dem letzten Furlong hatte er nur noch Eqitraan und Al Suhail vor sich, die er knapp vor dem Ziel ein- und überholte. Starker Lauf, der allerdings in Dubai Ende März nicht noch einmal widerholt werden konnte – da musste Lord Glitterst eine Herbe Niederlage gegen Lord North hinnehmen – im Al Shaqab Lockinge Stakes wurde er gegen Ende des Rennens zunehmend schwächer und konnte das Tempo der Sieger nicht mitgehen – aber alles in Allem war die Leistung durchaus ok.

Das heute wird aber trotzdem schwer.

Order Of Australia: Der Australia Sohn von Aiden O’Brien war 2020 eine der großen Überaschungen für mich, denn bis zu seinem Sieg beim Breeders Cup war er bei mir unter dem Radar gelaufen und seine Erfolge an einer Hand abzählbar.

Seine Karriere begann im Nobember 19 mit einem fünften Platz in einem Maidenrennen, ging dann 2020 im Juni weiter mit einem dritten Platz, ebenfalls in einem Maidenrennen, um dann im Juni in Curragh auf Gruppe 1 Ebene das erste Mal zu überraschen. Über knapp 2400m auf gutem Untergrund kam Order Of Australia im Irish Derby  nämlich auf einem soldien vierten Platz ins Ziel und sammelte damit auf höchstem Niveau ein wenig Preisgeld ein…. was mit einer Quote von 33/1 so nicht erwartet worden war.

Zwar war der Sieger Santiago entfleucht und sechs Längen vor Order Of Australia durchs Ziel gelaufen, aber die Leistung im irischen Ableger des Derby war beeindruckend gewesen – leider konnte Order Of Australia diese Form im nachfolgenden Prix De Jockey Club in Frankreich nicht wiederholen und musste mit einem siebten Platz vorlieb nehmen, allerdings trennten ihn in diesem Rennen am Ende „nur“ knapp 4,5 Längen vom Sieger.

Danach wurde es ganz offensichtlich Zeit für den ersten Sieg in der Karriere von Order Of Australia, der in Dundalk im September 2020 und in Curragh im selben Monat zwei Siege auf niedrigem Niveau feiern konnte – dann aber wieder eine herbe Niederlage im Gruppe 3 Novi IT Services International Stakes hinnehmen musste, und dafür nur bedingt eine Entschuldigung vorweisen konnte. Zwar war er kurzzeitig eingeengt worden und hatte keinen freien Lauf zum Ziel, das war aber bei Weitem nicht genug, um die schlechte Leistung zu rechtfertigen.

Und genau wegen dem nachfolgenden Rennen war Order Of Australia für mich 2020 so eine große Überraschung, denn nach der klaren Niederlage auf Gruppe 3 Niveau ging es über den großen Teich nach Amerika, wo er im Breeders Cup Miel startete – natürlich als klarer Außenseiter mit eienr Quote von 40/1.

Und am Anfang des Rennens sah es auch noch danach aus, als ob Order Of Australia das Rennen wieder vergeigen würde, sträubte er sich doch gegen die Zügel und verschwendete Energie, konnte sich aber trotzdem eine gute Position in dem Rennen sichern und übernahm innerhalb der letzten 200m die Führung des Rennens. Zwar kam Circus Maximus noch heran und setzte Order Of Australia stark unter Druck, konnte sich aber nicht an diesem Vorbeischieben und musste sich mit einem zweiten Platz begnügen.

Nach diesem Sieg in einem der schwersten Rennen auf dem Rasen in Amerika ging Order Of Australia gleich die nächste riesengroße Hausnummer an und versuchte sich am Hong Kong Mile, was allerdings gegen Golden Sixty und Co. eine ziemlich uassichtslose Sache war und in einer klaren Niederlage und einem sechsten Platz resultierte.

Für mich ist er ein wenig wie eine Wundertüte seit dem Sieg im Breeders Cup, den ich ihm neimals zugetraut hätte – er ist sicher in der Lage auch in England ein Gruppe 1 Rennen zu gewinnen, aber auf dem Papier eigentlich chancenlos gegen Palace Pier….

 

Pick: Palace Pier

 


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