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Simply Ned

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08.02.2020 – Newbury – The Game Spirit Chase – Pick: Altior

Pferderennen in England

15:25 Win Bigger On The Chase (The Game Spirit Chase) – Gruppe 2

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.303 m  |  Preisgeld: 50.000 GBP | Jagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

Altior:  Der High Chaparral Sohn von Trainer Nicky Henderson ist einer der absoluten Stars der Szene in England und hat fast jedes Rennen an dem er bisher teilgenommen hat auch gewonnen. Gerade einmal drei Niederlagen stehen in seiner Form, und die waren bis auf die letzte ziemliche lange her.

Die ersten Niederlagen erfuhr er im Jahr 2015, als er etwa in einem National Hunt Flat Race auf Listed Ebene in Newbury antrat und hinter den nun bekannten Barters Hill und Buveur D’air ins Ziel kam.  Im April des selben Jahres kassierte Altior dann im Gruppe 1 Champion INH Flat Race in Punchestown noch die nächste Niederlage, und das sollte bis Start im Christy 1965 Chase Ende Dezember 2019 das letzte Mal sein , dass Altior den bitteren Geschmack einer Niederlage schmecken musste.

Seine Kariere und seine Errungenschaften lesen sich beeindruckend und es ist jetzt schon klar, dass er als eine er größten National Hunt Stars seiner Zeit in die Geschichte eingehen wird. Mit den ersten beiden Niederlagen zu Beginn seiner Karriere im Gepäck ging es in die erste Sommerpause und danach tauchte er in Chepstow das erste Mal in einem Hürdenrennen auf – und konnte sich da auch gleich als Favorit durchsetzen, und zwar mit aller Macht und extrem locker. Einige der Hauptkonkurrenten nahmen sich auch selber aus dem Rennen und Altior musste sich nur noch gegen einige der klaren Außenseiter durchsetzen, was er am Ende auch mit 34 Längen schaffte. Das war trotzdem eine extrem starke Vorstellung und auch im nächsten Rennen noch im selben Monat schaffte er es sich als Favorit durchzusetzen, aber nur mit knapp einer Länge dies mal. Chi’tibello saß im Genick, das Paar war aber weit weit vor dem Rest des Feldes und Altior nahm mit dem Supreme Trial Novices‘ Hurdle  als nächstes schon einmal Kurs auf das Festival. Dieses Mal waren es Maputo und Drumlee Sunset, die ihm als Co-Favoriten das Leben schwer machten, und wieder schaffte es Altior am Ende doch, sich knapp mit einer halben Länge durchzusetzen.

Das Rennen war ein echter Test für Altior, was seine Marke für das nächste Rennen auf 147 hochputschte. Gegen Marracudja und Simon Squirrel war es trotzdem kein leichtes Rennen in Kempton um Weihnachten, in dem Altior ein weiteres Mal überzeugen konnte und damit endgültig Kurs auf Cheltenham nahm. Das Ziel war wie im Trial Rennen schon das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle und Altior lief hinter dem von Willie Mullins trrainierte Min als Co Favorit auf.  Allerdings war es nicht Min oder Buveaur D’Air die das Rennen dominierten, sondern Altior, der sich in seiner ersten Saison als Hürdenläufer in einer bestechenden Form aufgelaufen war und alle Rennen über Hürden gewinnen konnte, die er angefangen hatte. Das Supreme Novices‘ Hurdle war aber natürlich noch einmal deutlich härter als alles andere, was er bisher so versucht hatte und die 3300m hätten auf dem Papier ein echtes Problem werden müssen, Altior hatte aber keine Probleme die gesammelte Konkurrenz nach Belieben hinter sich zu lassen, nach der letzten Hürde war das Rennen längst gelaufen und Nico De Boinville konnte den Zieleinlauf in Ruhe genießen.

Für Altior blieb dies die letzte Saison als Hürdenläufer und es ging direkt in der nächsten Saison in die Chase Rennen, die er mit einem Sieg gegen Black Corton schon einmal recht solide begann. Das erste Rennen in Kempton war faktisch ein Matchrace, das nächste Chase Rennen in Sandown im Dezember 16, dem Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase, war dafür eher ein stark unterbesetzter Vetreter seiner Art. Altior gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen als Chaser, hatte aber in diesem Rennen mit Charbel und Maracudja eher moderate Konkurrenz zu besiegen. Das änderte sich auch mit dem Gruppe 2 Wayward Lad Chase nicht, in dem er dieses Mal nur mit Marracudja fertig werden musste. Das Rennen gewann er locker mit 19 Längen Vorsprung als absoluter Favorit, ging aber vor dem Cheltenham Festival im Gruppe 2 Game Spirit Chase  noch einmal einen richtigen Test an, schließlich gingen auch Fox Norton und Traffic Fluide in diesem Rennen ans den Start. Aber auch diese beiden konnten Altior nicht das Wasser reichen, der das 3300m Rennen mit 13 Längen Vorsprung gewann und sich damit auch im zweiten Jahr seiner Karriere über Hindernisse für das Festival empfiehl.

Dieses Mal war das Ziel das Gruppe 1 Arkle Chase, wo er allerdings dieses Mal auch als klarer Favorit auflief und diesem Ruf auch wieder gerecht wurde. Das 3200m Rennen war wieder ganz nach seinem Geschmack, und auch wenn Charbel sich selbst aus dem Rennen nahm, hätte Altior wohl kaum um seinen nächsten Gruppe 1 Sieg fürchten müssen. Der hochrangige Cloudy Dream folgte auf dem zweiten Platz, hatte aber keine Chance die 6 Längen Rückstand noch aufzuholen. Der erneute dominante Sieg in einem Gruppe 1 Rennen scheuchte die Konkurrenz im Gruppe 1 Celebration Chase davon, welches Altior als Saisonabschluss Ende April 2017  noch einmal besuchte, und wieder konnte der klare Favorit das Rennen dominieren.

Ohne Fehl und Tadel ging es für Altior in die Sommerpause, die er mit der zweiten Chase Saison unplanmäßig spät im Gruppe 2 The Game Spirit Chase beendete. Das Rennen sollte ein Test gegen Politolouge werden, den damals besten 2 Miler in England, dass Valdez ebenfalls in dem 3 Starter Rennen auflief war reine Makulatur. Tatsächlich schaffte es Politolouge dem großen Altior zuzusetzen und es war dieses Mal kein reines Schaulaufen für den Favoriten. Politologue setzte ein gutes Tempo und versuchte es Altior möglichst schwer zu machen, der aber nach der letzten Hürde noch deutlich mehr Kraft übrig hatte und sich mit gut 4 Längen Vorsprung vor dem Hauptkonkurrenten absetzten konnte.

Das war der letzte Start vor dem Cheltenham Festival 2018, wo er dieses Mal das Queen Mother Champion Chase als Ziel hatte und wo er auf einen alten Bekannten traf – Min. Der Willie Mullins Starter hatte eine andere Route zum Festival genommen und ebenfalls eine sehr gute Figur abgegeben, und auch Douvan, ein anderer Willie Mullins Starter hatte sich im Vorfeld als stark erwiesen.  Douvan setzte das Tempo, stürzte aber im Rennen und behinderte dabei auch noch Min, der hinter Altior lief und danach kurz geritten werden musste, um den Anschluss wieder zu finden. Altior lief ein gutes Rennen, hatte aber augenscheinlich Mühe das Tempo mitzugehen und Min sah zwischen den drei letzten Hürden stärker aus, aber Nico De Boinville trieb Altior nach der letzten Hürde an und schaffte es sich den Hügel hinauf noch deutlich zu steigern. Min kämpfte sichtlich, während Altior mit über 7 Längen Vorsprung am Ende ins Ziel kam.

Auch im Gruppe 1 Celebration Chase ging das Pack hinter ihm mit nach der letzten Hürde und gerade der Außenseiter San Benedeto schien ihm auf dem Zieleinlauf gefährlich werden zu können, bevor Altior wieder einen extrem starken Zieleinlauf zeigte und sich über die knapp 3100m mit 3 Längen Vorsprung durchsetzen konnte. Damit gewann er neun seiner neun Chase Rennen, war ungeschlagen seit dem Jahr 2015 und man konnte sich auf die nächste Saison freuen.

Wieder lies er sich Zeit bevor in der neuen Saison auflief, dieses mal im Tingle Creek Chase welches trotz nur vier Startern mit Un De Sceaux und Sceau Royal stark besetzte war. Die Distanz von 3126m und der weiche Boden waren ideale Voraussetzungen für Altior, der aber mit Un De Sceaux deutlich zu kämpfen hatte. Un De Sceaux führte das Feld über die letzte Hürde an und sah ganz danach aus, als ob er dem schon angetriebenen Altior diesen Sieg verwehren könnte. Die beiden blieben auch nach der letzten Hürde auf gleicher Höhe, bis Altior wieder einmal seinen Schlußsprint zeigen konnte und sich vier Längen absetzte. Wieder einmal hat Altior der Fakt geholfen, dass er auf den letzten Metern extrem starken Zug zum Ziel hat und keiner der Front Runner ihn vorher müde laufen kann. So war das Gruppe 2 Desert Orchid Chase gegen Diego Du Charmil und Special Tiara nach Weihnachten auch nur reine Formsache und da die Konkurrenz im Gruppe 1 Clarence House Chase im Januar 2019 nur mit Fox Norton und Diego Du Charmil besetzt war, war das Rennen ebenfalls nur Formsache.

Altior sprang auf dem rechts drehenden Kurs immer wieder nach links, was an seiner Art vor der Hürde anzutreten und abzuspringen liegt. Das trieb ihn immer wieder in die Mitte der Bahn und kostete einiges an Kraft und Raum, aber Alitor hatte beim Cheltenham Festival dann wieder einen Kurs unter den Hufen, der für ihn in die „richtige“ Richtung dreht – und konnte daraus ein weiteres Mal Kapital schlagen.

Altior versuchte das Feld über den Kurs zu führen, aber sowohl Politologue als auch Sceau Royal ließen dem haushohen Favoriten kaum Luft und gingen direkt neben ihm über die letzte Hürde, so dass sein Jockey Nicolai-W. Boinville auf dem Zieleinlauf kräftig arbeiten musste, um Altior um zwei Längen von seinen Verfolgern abzusetzen, was ihm den dritten Sieg beim Cheltenham Festival einbrachte, und den zweiten Sieg im Queen Mother Champion Chase in Folge!

Das haben zuvor nur wenige andere Pferde geschafft, der letzte war Master Minded 2008 und 2009, und mit diesem Rennen ging Altior dann in Richtung des Celebration Chase, wie auch schon 2017 und 2018, um dieses Gruppe 2 Rennen nun das dritte Mal in Folge zu gewinnen. Wie auch schon in den Jahren zuvor war das Rennen am Ende relativ knapp im Vergleich zu einigen anderen Rennen, die Alior in der Saison so gewonnen hat, aber am Ende ist ein überzeugender Sieg ein überzeugender Sieg, auch wenn der Vorsprung hätte größer sein können.

Wieder ginge es in die Sommerpause, die dieses Mal ungewöhnlicher Weise im Christy 1965 Chase in Aso beendet wurde. Das Rennen im November war knapp einen Kilometer länger als die, die Altior bisher so bestritten hat und man kann davon ausgehen, dass dies der Test etwa für Gold Cup war, der aber kaum zur Zufriedenheit von Altior beendet wurde  schließlich musste sich Altior am Ende dem stark auflaufenden Cyrname geschlagen geben, und das wo das Rennen nur drei Starter hatte!

Da heute die Distanz wieder deutlich verringert wurde haben wir gute Chancen, dass Atior wieder sein Altes Selbst ist und das Rennen hier für sich entscheiden kann

Dynamite Dollars: Der Buck’s Boum Sohn begann seine Karriere im Jahr 2016 in Taunton und wechselte recht schnell in die Bumper bzw NHF Listed Rennen und traf da auf einige spätere Größen wie etwa Lostintranslation. Es dauerte aber noch eine ganze Weile bis er sein erstes Ausrufezeichen setzten konnte. Das erste Mal gelang es ihm in seinem zweiten Rennen in der Saison 2018 / 2019 , als er im Gruppe 2 Arkle Trophy Trial Novices‘ Chase einen zweiten Platz belegen konnte. Zugegeben, der zweite Platz war mit 7 Längen ein gutes Stück hinter dem Sieger Lalor, aber Dynamite Dollars konnte den zweiten Platz sicher verteidigen und legte gegen den Sieger im Henry VIII Novices‘ Chase auf Gruppe 1 Ebene einige Tage später noch einmal nach und gewann dieses Mal über 3126m mit zwei Längen Vorsprung sein erstes Gruppenrennen

Scheinbar hatte Dynamite Dollars nun GEschmack am Sieg gefunden, denn noch im selben Monat gewann er das Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase gegen den aufstrebenden Kalashnikov, der eigentlich der haushohe Favorit des Rennens war. Dynamite Dollars legte jedoch eine Starke Runde auf dem Kurs in Kempton hin und hatte nach der letzten Hürde einfach noch mehr Kraft übrig, um mit knapp einer Länge Vorsprung ins Ziel zu reiten. Im Januar 2109 gewann er dann sein nächstes Gruppenrennen, das Gruppe 2  Napoleons Casino & Restaurant Owlerton Sheffield Lightning Novices‘ Chase, dieses Mal war das Rennen allerdings nur schwach besetzt und kaum ein Test für Dynamite Dollars, der souverän und unangefochten gewann. Alles war bereit für das Cheltenham Festival, dann jedoch der Schock – Verletzungen und gesundheitliche Probleme und das aus für die gesamte Saison. Nun, gut 12 Monate später macht Dynamite Dollars sein Debüt ausgerechnet gegen einen der besten Chaser der aktuellen Zeit, und dieses Duell wird vermutlich noch etwas zu viel sein.

Kalashnikov: Der Kalinisi Sohn machte zum Beginn seiner Karriere einen sehr guten Eindrck und gewann drei Rennen in Folge, um beim ersten Versuch in einem Gruppenrennen, dem Gruppe 1   32Red Tolworth Novices‘ Hurdle nur knapp zu scheitern. Der Boden war durch Dauerregen aufgeweicht und schwer geworden, was vielen Konkurrenten Probleme bereitete, dagegen schien Summervielle Boy sich im Matsch pudelwohl zu fühlen und gewann am Ende das Rennen mit über vier Längen gegen Kalashnikov. Summerville Boy entledigte sich seines letzten Konkurrenten auf dem Zieleinlauf, hätte sich an der letzten Hürde aber fast selber aus dem Rennen genommen. Kalashnikov hatte zuvor ein Novice Rennen mit fast 10 Längen Vorsprung gewonnen und lies nach der Niederlage in Sandown im Betfair Handicap Hurdle in Newbury einen weiteren souveränen Sieg  folgen.

Das Betfair Handicap Hurdle war stark besetzt und Kalashnikov keineswegs leicht unterwegs. Der Boden war erneut schwer und der Lauf in einem großen Feld brigt immer seine Risiken. Silver Streak warf seinen Reiter ab und rannte als loses Pferd vor dem Feld her und brachte immer wieder einige Konkurrenten völlig aus dem Takt, gerade Kalashnikov litt unter dem Freigänger an den letzten beiden Hürden.  Der weiche Boden sorgte dafür, das Jack Quinlains gelbes Trikot kaum noch zu sehen war und eher einem dezenten Matschbraun ähnelte, zudem hatte Bleu Et Rouge einen besseren letzten Sprung ohne Intervention von Silver Streak. Trotzdem gab Kalashnikov nach dem letzten Sprung noch einmal Gas und gewann das Rennen souverän

Damit galt er als einer der kommenden Stars in der Szene, das nächste Duell mit Summerville Boy im Sky Bet Supreme Novices‘ Hurdle fest im Blick – die Form aus den Rennen zuvor hat diese Ambitionen durchaus hergegeben:

Es ging also in das Gruppe 1 Supreme Novices‘ Hurdle beim Cheltenham Festival, wo Kalashnikov als der Favorit des Rennens startete und tatsächlich auch ein extrem gutes Rennen absolvierte., aber etwas zu energisch an die Sache ging, was ihm vermutlich den Sieg kostete. Denn so konnte Summerville Boy nach der letzten Hürde nicht noch mehr geben und wurde kurz vor dem Ziel noch von Summerville Boy eingeholt und überholt. Damit verlor Kalashnikov knapp das Rennen, welches das Saisonziel für ihn gewesen war und beendete dann auch sofort die Saison für sich. Im November kehrte er dann in einem Novice Rennen zurück zur Rennstrecke und gewann das vier Starter Rennen auch locker, wobei auch das zweite Rennen auf diesem Niveau im Dezember mit einem lockeren Sieg abgeschlossen werden konnte. Beim dritten Start in der Saison, kurz vor dem Jahreswechsel im Gruppe 2 Wayward Lad Novices‘ Chase, kam dann aber überraschend der erste Flop in der neuen Saison.

Kalashnikov presste den Sieger und Pacemaker Dynamite Dollars von der achten bis zur zweitletzten Hürde, hatte dann aber nicht das Tempo um mit diesem noch weiter mitzugehen und musste sich immer weiter zurückziehen. Groß war der Rückstand auf den Sieger nicht und er wurde im nachfolgenden Gruppe 2 Kingmaker Nov‘ Chase immer noch als haushoher Favorit geführt, musste sih allerdings erneut überraschend deutlich geschlagen geben und schien damit im Jahr 2019 nicht so richtig bereit für das Cheltenham Festival.

Am Tag des Arkle Chase sah Kalashnikov allerdings ziemlich gut aus und hätte vielleicht ein großes Rennen laufen können, wenn er nicht an der sechsten Hürde gestürzt wäre. Dafü konnte er sich dann allerdings um Saisonabschluss im April im Devenish Manifesto Novices‘ Chase gegen La Bague Au Roi durchsetzen und immerhin ein großes Rennen in der Saison für sich entscheiden! Der Konkurrent hatte das Cheltenham Festival ausgelassen und galt als fit für das Rennen, musste aber Kalashnikov am Ende ziehen lassen, der danach in die Sommerpause ging und auf dem selben Kurs in Aintree sein Saisondebüt im Oktober gab – dort aber überraschend Forest Bihan unterlag.

Generell schien Kalashnikov in der neuen Saison so seine Probleme zu haben, denn noch im selben Monat unterlag er in einem weiteren Handicap Chase und im Januar lief er ein grottenschlechtes Rennen im Gruppe 3 Paddy Power H’cap Chase, und für diese Leistung gibt es keine wirkliche Erklärung – keine Verletzung, keine Krankheit, nur dass Kalashnikov nie richtig ins Rennen gefunden hat. Das heute ist daher in mehrere Hinsicht ein echter Test

Sceau Royal: Der  Doctor Dino Sohn von Trainer Alan King hat sich seit seinem Debüt 2014 und dem Wechsel zur National Hunt Saison schon einige Erfolge an das Revers heften.  So gewann er 2016 das Gruppe 2 Elite Hurdle und ging danach als einer der beiden Favoriten hinter Apple’s Jade im Gruppe 1 Fighting Fifth Hurdle an den Start, scheiterte dort aber dann wieder deutlich und der nächste große Erfolg musste ein wenig auf sich warten lassen. Auch die Teilnahme am Champion Hurlde 2017 brachte erwartungsgemäß keinen weiteren Erfolg, aber mit dem Alter wurde er beständiger und gerade in der Saison 2019 konnte er sich einige sehr gute Platzierungen sichern, wie einen zweiten Platz im Champion Chase und dem Celebration Chase. Kein Wunder also, dass man mit seinen acht Jahren ihn hier vermutlich noch öfter sehen wird. Das sind aber natürlich alles Chase Rennen, in der Hürdendisziplin 2017 war kau ein Blumentopf zu gewinnen und sein Trainer Alan King wusste, dass er etwas verändern muss.

Zunächst wechselte Sceau Royal dann zur Chase Disziplin  und gewann sein erstes Rennen auf Handicap Niveau und legte nach einem guten zweiten Platz im nächsten Rennen mit einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge nach.

Dabei gewann Sceau Royal Ende 2017 das Gruppe 1 Henry VIII Novices‘ Chase als Außenseiter gegen Finian’s Oscar und Brain Power und gewann damit sein erstes Gruppe 1 Rennen. Das Rennen wurde von Sceau Royal auch gewonnen, weil der Favorit Brain Power sich selbst aus dem Rennen nahm. und Sceau Royal dann freie Bahn für einen massiven 9 Längen Sieg hatte. Dann gewann Sceau Royal noch das Gruppe 2 Lightning Novices‘ Chase im Vorfeld des Festivals, verpasste aber nach den beiden besten Erfolgen seiner kurzen Chase Karriere leider die Teilnahme am Cheltenham Festival 2018 und konnte erst im November 2018 auflaufen.

Sceau Royal konnte nach der Sommerpause dank des Trainings von Alan King an seine gute Form anknüpfen und gleich seinen ersten Start in der neuen Saison in Form des Gruppe 2 Shloer Chase gegen Konkurrenten wie Brain Power und Le Prezien gewinnen. Man konnte schon sehen, dass Sceu Royal in der Chase Disziplin ein ganz anderes Pferd als über Hürden war und man dürfte gespannt sein, wie sich seine Karriere weiter entwickeln würde.

Im Gruppe 1 Tingle Creek Chase traf er dann im Dezember 2018 allerdings das erste Mal auf Altior, der das Feld souverän deklassierte und Sceau Royal das Rennen ziemlich verdarb. Sceau Royal kam als letzter ins Ziel, das Ergebnis kann man allerdings auf Grund des Duells mit Altior relativieren.

Sceau Royal erholte sich als Favorit im Gruppe 2 Kingwell Hurdle  ein wenig und holte dort einen zweiten Platz und nahm beim Cheltenham Festuval erneut das Duell mit Altior auf, der an der letzten Hürde den Konkurrenten immer noch im Nacken hatte und erstaunlich hart arbeiten musste, um am Ende das zweite Queen Mother Champion Chase zu gewinnen. Sceau Royal wiederholte diese Leistung mit einer weiteren Platzierung hinter Altior im GRuppe 1 Celebration Chase  im April 2019 und hatte damit ein bis dato kaum erreichtes Formhoch erreicht, das er allerdings nu in Teilen über die SOmmerpase retten konnte. Der erste Start im Tingle Creek Chase wurde unter ferner liefen beendet und auch im Gruppe 2 Desert Orchid Chase  im Dezember war Seau Royal noch nicht in Bestform und musste sich mit dem dritten Platz in dem kleinen Rennen zufrieden geben. Er wird aber sicher besser im Laufe der Saison und wird zum Cheltenham Festival sicher eine Gefahr darstellen können

Pick: Altior

Systempick: Altior 10pts

 


17.11.2019 – Cheltenham – Shloer Chase – Pick: Politologue

Pferderennen in England

15:25 Shloer Chase – Gruppe 2

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Für 4jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.199 m  |  Preisgeld: 75.000 GBPJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: weich

Defi Du Seuil Der Sohn von Voix Du Nord und Quarvine Du Seuil gewann bis zum Start im Gruppe 2 Coral Hurdle nach der Sommerpause 17/18 alle seiner sechs Starts über Hürden und konnte dabei einige sehr prestigeträchtige Rennen gewinnen und die Konkurrenten teilweise doch stark deklassieren.

Nach zwei Starts in NHF Rennen in Frankreich wechselte er von seinem Trainer Emmeanuel Clayeux zu seinem derzeitigen Trainer Philip Hobbs, für den er im Oktober 2016 in Ffos Las sein Debüt feiern dürfte. Dabei gewann er sein Maidenrennen über 2m in Ffos Las mit Leichtigkeit und konnte im Gruppe 2Triumph Hurdle Trial in Cheltenham als Favorit starten. Dort schlug er Diable De Sivola, Dino Velvet und Wealth Des Mottes mit Leichtigkeit und der nächste Sieg in einem weiteren Triumph Hurdle Trial über Cour De Lion war nur reine Fromsache.

Fast genauso leicht gewann er das Gruppe 1 Final Future Champions Juvenile Hurdle in Chelpstow im Dezember 2016 wo er Gegner wie Evening Hush, Dolos oder Dino Velvet mit Leichtigkeit auf die Plätze verwies. Defi Du Seuil hatte sich damit auf guten, gut bis weichem und weichem Untergrund als effektiv bewiesen und kam offensichtlich auch mit dem nicht ganz einfachen Kurs in Cheltenham wunderbar zurecht. Als Vorbereitungsrennen für das große Festival gewann er noch seinen Start in einem weiteren Gruppe 2 Triumph Trial, dessen Feld aber auch auf jämmerliche vier Starter ohne jede Konkurrent für den kommen Star zusammengeschrumpft war.

Nach so vielen gewonnen Triumph Trial Rennen war der Start in dem großen Rennen unvermeidlich und Defi Du Seuil tat das, was alle von ihm erwartet haben. Er lief und sprang souverän, übernahm die Führung zwei Hürden vor dem Ziel und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Den Vorsprung auf das restliche Feld baute er mit einem starken Schlusssprint auf fünf Längen aus, wobei Megafortune mit seinem guten Schlusssprint in keiner Weise auf den Sieger gefährlich aufholen konnte, sich aber einen zweiten Platz vor Bapaume sicherte.

Nach der Sommerpause startete er im Coral Hurdle als klarer Favorit, war da aber offensichtlich noch nicht fit und verlor zunehmend den Anschluss an den Rest des Feldes. Die lange Pause und die längere Distanz zur Wiederkehr war vielleicht ein bisschen viel des guten und beim zweiten Star in de neuen Saison konnte Defi De Seuil in ruhigeren Gewässern in Exeter sein Selbstbewusstsein  wieder aufbessern.

Der Sieg gegen Topofthegame und Black Op war eine echte Überraschung und er konnte mit den Sieg sicher wieder ins Gespräch bringen und hielt seine Fom im Gruppe 2 Dipper Novices‘ Chase im Januar weiter gut. Er konnte sich mit Lostintanslation ein starkes Duell um den Sieg. Defi Du Seuil übernahm die Führung nach der letzten Hürde mit einem besseren Sprung und setzte sich einige Längen von Lostintanslation ab, aber der Konkurrent sammelte sich wieder und auf dem langen Lauf bis zum Ziel rieben sich die beiden aneinander auf, und Defi Du Seuil gab sich nur wiederwillig geschlagen.

Die beiden trafen sich dann im Gruppe 1 Scilly Isles Chase über 4033m exakt einen Monat später wieder und wieder war es ein extrem spannendes Duell zwischen den beiden. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte sich teilweise mehrere Längen von sienen Verfolgern ab, das kleine Feld lies ihn aber nicht allzu weit ziehen und auch wenn Defi Du Seuil immer wieder einen schlechten Sprung einbaute, blieb er dran an dem Pacemaker und zog noch der letzten Hürde gleich, auf dem Run in hatte er aber mehr übrig als der Dauerkonkurrent, der mit knapp einer Länge Rückstand ins Ziel einlief.

Das Saisonziel der beiden war das Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival, welches auch von den Quoten von den beiden dominiert wurde und was damit nach einer Wiederholung der letzten beiden Rennen aussah – und genau so kam es auch. Lostintranslation übernahm die Führung und setzte das Tempo dort nach Belieben, Defi Du Seuil blieb aber dran, zusammen mit Mengli Khan, der als zweiter die vorletzte Hürde nahm. An der letzten Hürde war aber Defi Suil auf den zweiten Platz vorgerückt und wieder hatte er auf dem Run In mehr übrig als der herausragend laufende Lostintranslation, der sich mühte den Hügel in Cheltenham hinauf Schritt zu halten, aber Defi Du Seuil gewann mit gut 2 Längen Vorsprung.

Zum Saisonabschluss versuchte sich Defu Du Seuil am Ryanair Novice Chase über eine ungewohnt kurze Distanz von 3219m und wurde ziemlich deutlich von Chacun Pour Soi geschlagen, der sich über 4 Längen absetzten konnte und von Ruby Walsh erst nach der letzten Hürde überhaupt angetrieben werden musste und sich unter Druck noch schnell etwas mehr von Defi Du Seuil absetzten konnte – über Hürden schienen die 2 Meilen ideal, aber als Chaser scheit er eine etwas längere Distanz zu präferieren.

PolitologueDer Poliglote Sohn könnte es erneut schaffen, seine Position als Front Runner in diesem relativ kleinen Feld zu sichern, kommt aber auch mit Konkurrenz um die Führung klar und wird sicher stellen, dass dieses Rennen mit einem ordentlichen Tempo gelaufen wird, selbst wenn Balko des Flos heute nicht vorne mit dabei sein will.

Seine Karriere begann in Frankreich, bereits nach zwie Starts und einem gewonnenen Handicap wechselte er noch in der Saison 2015 zu Paul Nicholls, der ihn im Dezember 2015 das erste Mal über Hürden starten lies. Er hätte das Rennen in Cheltenham vermutlich gewonnen, wenn er nicht an der letzten Hürde Sam Twiston Davies abgeworfen hätte und so North Hill Harvey den Vorteitt gelassen hätte. Der Eindruch aus dem ersten Rennen war jedenfalls so gut, dass er noch im Dezember sein erstes Gruppe 1 Rennen bestritt, allerdings traten im Challow Hurdle nur drei Starter an und Barters Hill hatte das Rennen fest im Griff. Trotzdem wurde das Festival 2015 ins Auge gefasst, auf dem Weg dorthin gewann Politolouge das Bathwick Novices‘ Hurdle im Februar 2016 mit Leichtigkeit. Trotz des immer noch leichten Gewichts verlief allerdings der Start im Coral Cup alles andere als erfolgreich und Politologue musste sich weit hinten im Feld einsortieren, nachdem er schlicht nicht die Form hatte, um mit den Führenden mithalten zu können.
Paul Nicholls reduzierte danach den Anspruch an seinen Starter und lies ihn zunächst über den Sommer zurück ins Trainingslager kommen. Dazu wechselte Politologue in der Saison 16/17 die Disziplin und startete fortan in Chase Rennen, was ihm sichtlich gut getan hat. Bereits den ersten Start nach der Sommerpause gewann er mit Leichtigkeit und auch der Lauf im Gruppe 2 Mitie Noel Novices‘ Chase gegen ein kleines Feld war mehr Formsache als wirkliche Herausforderung. Im Januar 2017 erlitt er etwas überraschend im Gruppe 2 Evening Novices‘ Chase eine Niederlage gegen Waiting Patiently, der allerdings einen sehr guten Tag erwischt hatte und eines seiner besten Rennen bisher lief.

Mit einem weiteren kleinen Vorbereitungslauf ging es dann zum Festival und dem Gruppe 1 JLT Novices‘ Chase, wo er hinter Yorkhill, Top Notch und Disko einen guten vierten Platz belegen konnte. Zwar wurde er während dem Rennen den ersten drei nicht wirklich gefährlich, bis zur vorletzten Hürde lief er aber ganz vorne mit und hatte damit einen seiner größten Erfolge zu feiern.

Dementsprechend lief er im Gruppe 1 Doom Bar Maghull Novices‘ Chase als Co-Favorit auf, stürzte aber erneut an der letzten Hürde, als er von San Benedeto und Forest Bihan stark unter Druck gesetzt wurde und von seinem Jockey Sam Twiston Davies bereits hart angetrieben werden musste. So richtig den Anschluss an die absolute Spitzengruppe hatte Politologue damit erneut verpass, nach der Sommerpause kam er im Gruppe 2 188Bet Haldon Gold Cup allerdings erneut in Bestform zurück. In jenem Rennen konnte er auf weichem Boden über 2m1f San Benedeto souverän schlagen, und dass, obwohl der Konkurrent einige Pfund leichter unterwegs gewesen war. Auch beim nachfolgenden Lauf im Gruppe 1 Betfair Tingle Creek Chase  setzte sich Politologue erneut durch, dieses Mal gegen den hoch gehandelten Fox Norton, wenn auch nur mit einer halben Länge. Nach der letzten Hürde schaffte es Politologue, Fox Norton unter einem harten Ritt immer knapp hinter sich zu halten und damit dem eigentlich haushohen Favoriten den Sieg zu verwehren, was seine bisher beste Leistung darstellt.

Im nachfolgenden Gruppe 2 Unibet Desert Orchid Chase war mit Special Tiara eigentlich ein hochklassiger Konkurrent angetreten, der Politologue auf Herz und Nieren hatte testen sollen, allerdings stürzte Special Tiara an der achten Hürde und beendete damit das Rennen für sich. Zu diesem Zeitpunkt war Special Tiara noch in bestem Lauf und hätte mit Sicherheit für Gefahr gesorgt, so gewann Politologue ungefährdet gegen die verbleibenden beiden Außenseiter. Er hat sich zu einem der besten 2miler im britischen Pferderennsport entwickelt, fand in Altior aber seinen Meister im Betfair Exchange Chase gefunden und verlor das Rennen am Ende klar gegen das Ausnahmepferd. Das Rennen war faktisch ein Matchrace zwischen den beiden und Valdez als Dritter spielte nie eine Rolle. Bis zur letzten Hürde liefen Politologue und Altior Seite an Seite, dann wurde Altior aber von seinem Jockey Nico De Boinville losgeschickt und setzte sich locker von seinem Verfolger ab. Auch beim erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten lief es ähnlich, nur dass sich auch Min im Betway Queen Mother Champion Chase weit von Politologue absetzen konnte. Auch wenn Politologue um Weihnachten noch aussah als ob er einer der besten 2 Miler der Insel werden würde, hat das Aufeinandertreffen mit der Spitzenklasse seine Leistungen in die richtige Perspektive gerückt, er bekam aber Mitte April im Gruppe 1 Melling Chase eine weitere Chance sich gegen Min und Balko Des Flos zu beweisen und dieses Mal schaffte er es tatsächlich, wieder an die Form von Weihnachten anzuknüpfen und die Konkurrenten um knapp unter einer halben Länge schlagen.

Und auch nach der Sommerpause knüpfte er über die 4223m an seine Form vor der Pause nahtlos an udn gewann am Ende gegen den Co Favoriten Carhel mit gut einer halben Länge. Das King George IV im Dezember war das nächste Ziel von Politolougue, allerdings war es schon im Vorfeld relativ klar, dass die Distanz viel zu lang für ihn ist und für die nahezu 5000m nicht als einer der Konkurrenten für Might Bite und Co. gehandelt wurde. Am Ende stand ein respektabler vierter Platz im Buch, der allerdings ein wenig schmeichelhaft war, denn Konkurrenten wie Waiting Patiently, Coneygree und Bristol De Mai nahmen sich selber aus dem Rennen.

Aber Politologue legte vor dem Festival dann doch noch einen ziemlichen Aussetzer hin, als er im Ascot Chase im Februar auflief und gegen Cyrname absolut keine Chance hatte, der das Rennen dominierte und den Rest der Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannte. Das war nicht über die optimale Distanz von Politologue, der aber beim Cheltenham Festival selbst die idealen Bedingungen vorfand und dem haushohen Favoriten Altior einiges zu denken gab. Die beiden gingen fast gleichzeitig über die letzte Hürde und der Sieg des Champion Chaser Altior war in keiner Weise so dominant wie man es bei der Quote und der Bilanz erwartet hätte, stattdessen verlor Politologue nur knapp unter 2 Längen auf den Sieger.

Im April lief er im JLT Chase über 4005m noch einmal in der alten Saison auf, die Distanz war aber wieder etwas zu weit für ihn und Min setzte sich spielend von ihm ab und gewann unangefochten mit 20 Längen Vorsprung, während Politologue sich den zweiten Platz sicherte.

Das heute ist schon klar wieder mehr die Sache von Politologue, der mit weichem Boden und 2 Meilen Distanz die idealen Bedingungen für seine Saisondebüt gefunden hat,

Saint Calvados: In Frankreich unter seinem ehemaligen Trainer Sebastien Culin gewann er drei Rennen über Hürden hintereinander, bevor er sich in Auteuil im Prix Amadou nicht mit De Bon Couer hatte messen können. Der Lauf im April 2017 sollte auch der letzte Lauf für seinen alten Trainer sein, wechselte er im November 2017 doch zu Venetia Williams, die ihn jedoch ohne einen Start im Dezember zu Harry Whittonton gab.  Dieser lies ihn noch im selben Monat in einem Klasse 3 Rennen in Newbury auflaufen, welches Saint Calvados mit Leichtigkeit gewann. Auch das nächste Rennen gegen stärkere Konkurrenz stellte Saint Calvados vor keinerlei Probleme. Danach ging es zum ersten Gruppenrennen nach Warwick zum Kingmaker Novices‘ Chase, wo er über 3628m und weichen Boden eine wahrlich beeindruckende Show ablieferte. So sprang er mit viel Elan und Kraft jedes einzelne Hindernis, hatte sich seiner Konkurrenten drei Hürden vor dem Ziel bereits um 10 Längen entledigt und erhöhte die Marge unter minimalem Druck auf 22 Längen.

Dann wurde er allerdings beim Gruppe 1 Arkle Novices‘ Chase beim Cheltenham Festival ziemlich eingenordet und kam als vorletzter ins Ziel, ohne Chancen auf den Sieg zu haben oder auch nur für Gefahr für die Plätze zu sorgen.

In der neuen Saison schaffte er dann immerhin einen Sieg im Gruppe 3 Poplar Square Chase bei seinem Debüt, allerdings stürzte in diesem Rennen sein Bezwinger Footpad und das Rennen war wohl kaum ein richtiger Indikator für die Konkurrenzfähigkeit von Saint Calvados in jenem Jahr. Beim Gruppe 1 Tingle Creek Chase scheiterte er dann an Altior und Un De Sceaux wieder deutlich und es war ihm nicht möglich, die beiden Konkurrenten im letzten viertel des Rennens irgendwie unter Druck zu setzen. Vielmehr scheiterte er wieder mit etlichen Längen an den beiden hochklassigen Konkurrenten und konnte dann beim Dublin Chase im Februar gegen Min oder Ordinary Wold ebenfalls nie für Gefahr sorgen und kam als letzter ins Ziel. Wenig überraschend war das Saisonziel beim Cheltenham Festvial, das Champion Chase, auch klar außer Reichweite von Saont Calvados, der Altior und Politologue mehr als 20 Längen ziehen lassen musste und nur Ordinary World und God’s Own kamen noch hinter ihm ins Ziel.

Sein Einstand in die neue Saison in Cheltenham in einem soliden Handicap gelang dagegen im Oktober 2019 nach Plan und Saint Calvados konnte sich über 3199 m mit einer Länge gegen Vaniteux durchsetzen. Das heute wird aber sicher eine Nummer zu groß für ihn sein.

Simply Ned: Der Fruits Of Love Sohn von Nicky Richards ist mit seinen zwölf Jahren einer der Veteranen in diesem Feld und pflegt mittlerweile eine etwas langsamere Gangart mit weniger Rennen in der Saison als früher. Ein gutes ist, dass er immer wieder die selben Rennen anvisiert, die Schloer Chase, die Paddy’s Rewards Club Chase – und vielleicht wieder die Champion Chase? Die Schloer Chase war in den letzten Jahren immer nur der Wachmacher für die Paddy’s Rewards Club Chase, die er zwei mal in Folge als Außenseiter gewinnen konnte. Hier erwarte ich also nicht allzu viel von ihm.


Leopardstown – 27.12.2018 – Rewards Chase – Pick: Castlegrace Paddy

Pferderennen in Irland

14:15 Rewards Chase – Gruppe 1

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Für 5jährige und ältere Pferde  |  Distanz: 3.420 m  |  Preisgeld: 125.000 EURJagdrennen  |  Geläuf: Gras  |  Boden: gut  |  Platz-Regeln: 2 Plätze @ 1/4 Quote

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Cheltenham – 15.03.2017 – Betway Queen Mother Champion Chase – Pick: Douvan

Pferderennen in England

16:30 Betway Queen Mother Champion Chase (Grade 1)

Für 4jährige und ältere Pferde | Distanz: 1m7f99y / 3.199 m | Untergrund:: gut bis weich

Das Highlight des heutigen Tages und das wichtigste 2m Chase Rennen der Saison bietet neben klaren Favoriten einige interessante Außenseiter zu ordentlichen Quoten, die sich hier über die 12 Hindernisse für ein Preisgeld von gut 350.000 Pfunde duellieren werden. Letztes Jahr hat der beneidenswerte Veteran Sprinetr Sacre das Rennen unter Nico De Boinville für sich entscheiden können und damit seinen zweiten Sieg in diesem Rennen feiern können. Sein Trainer Nicky Henderson hat allerdings dieses Jahr keinen Starter in diesem Rennen und das, obwohl er seit 2012 drei Mal erfolgreich gewesen war.

Vielleicht liegt dies ein wenig an der Anwesenheit von Douvan, der für Willie Mullins starten wird und der seit seinem Debüt im Jahr 2014 ungeschlagen ist. Douvan dominierte seine Rennen bisher nach beleiben und konnte bereits zwei Mal auch beim Cheltenham Festivial einen Sieg feiern, so gewann er im Jahr 2015 das Supreme Novices‘ Hurdle und letztes Jahr die Arkle Chase, beide Rennen mit einigen Vorsprung und ohne dabei in Bedrängnis zu geraten. Er lies letzte Saison noch Siege im Gruppe 1 Maghull Novices‘ Chase sowie dem Ryanair Novice Chase folgen bevor es in die wohl verdiente Sommerpause ging.

Auch in der neuen Saison gab er sich bisher keine Blöße und fegte gleich zu Beginn die Konkurrenz im Gruppe 2 Kerry Group Hilly Way Chase beiseite, bevor er die Gruppe 1 Paddy Power Cahscard Chase und das Gruppe 2 Cottage Chase nach belieben gewinnen konnte. Er ist über die Minimum Distanz hier extrem erfahren und es gibt keinen offensichtlichen Grund, warum er das wichtigste Rennen über diese Distanz in der Saison nicht gewinnen sollte.

In direkten Duellen mit Simply Ned und Fox Norton leis er den beiden bisher keine Chance und auch wenn Fox Norton Simply Ned im Shloer Chase im November hatte schlagen können und einen zweiten Platz im Game Spirit Chase im Februar belegen konnte, gibt es kaum Anhaltspunkte dafür, dass er Douvan hier beim erneuten Duell gefährlich werden könnte – Persönliche Bestform hin oder her.

Er gewann die direkten Duelle gegen Traffic Fluide, Special Tiara und Top Gamble in dieser Saison und könnte den Platz hinter Douvan belegen, aber auch Garde La Victoire oder God’s Own haben gute Chancen auf einen der ausbezahlten Plätze. Wenn Douvan sich hier aber nicht selber schlägt, ist er der erste garantierte Sieger beim Festival für Willie Mullins.

Pick: Douvan


Leopardstown – 27.12.2016 – Cashcard Chase – Pick: Douvan

Pferderennen in Irland

14:20 Cashcard Chase – Gruppe 1

Für 5jährige und ältere Pferde | Distanz:2m1f / 3.420 m | Untergrund: gut bis weich

Wenn Dougan dieses rennennicht gewinnt, werden eine Menge Leute eine Menge Geld verlieren und die Bookies das Jahr 2016 mit einem weiteren heftigen Bonus beenden.

Simply Ned platzierte in einigen guten Rennen wie dem Gruppe 2 Schloer Stakes oder dem Gruppe 1 Dial A Bet Chase, ist aber bei weitem nicht auf dem Level des mehrfachen Gruppe 1 Siegers von Willie Mullins.

Black Hercules gewann das JLT Novices‘ Chase beim Festvival im März, flankierte diesen herausragenden Sieg aber mit zwei deutlichen Niederlagen im Ten Up Novice Chase und dem John Durkan Memorial Chase und dürfte eben auch nichta uf dem Niveau des Favoriten sein.

Schließlich gewann Dougan letzte Saison fünf Gruppe 1 Rennen in Folge und feierte einen relativ lockeren Sieg im Gruppe 2 Hilly Way Chase, wo er mit 22 Längen Vorsprung recht einsam ins Ziel einlief. Siege im Ryanair Novice Chase, dem Maghull Novices‘ Chase, dem Arkle beim Festival oder dem Irish Arkle setzten Douvan und seine Form meilenweit über die der Konkurrenten.

Pick: Douvan

 

 


Cheltenham – 13.11.2016 – Shloer Chase – Pick: Special Tiara

Pferderennen in England

14:55 Shloer Chase – Gruppe 2

Für 3jährige und ältere Pferde | Distanz: 3.199 m | Untergrund: Weich

Top Gamble machte letzte Saison gigantische Fortschritte und gewann zum Abschluss der Saison zwei Gruppe 2 Rennen in Folge mit einigem Abstand. Dies ist aber sein erstes Rennen seit März und auch wenn dies auf einige seiner Konkurrenten heute ebenfalls zutrifft, ist der Untergrund noch einen Tick zu schnell für ihn und er muss gut 10lb mehr schultern als der Gruppe 1 Sieger Special Tiara. Dieser gewann in der Saison 2014/2015 das AP McCoy Celebration Chase in Sandown mit gut 6 Vorsprung vor Sprinter Sacre und lies Dezember 2015 einen knappen zweiten Platz in der Tingle Creek Chase folgen. Im März kam ein dritter Platz im Queen Mother Chase beim Festival hinzu und im folgenden Boylesport Champion Chase ging er die ganze Sache vielleicht ein wenig zu hart an und hatte am Ende auf einem sechsten Platz einfach nichts mehr übrig.

Fox Norton hat mit seinen Platzierungen im Arkle und dem Maghul Novice Chase ebenfalls zwei Platzierungen in Gruppe 1  Rennen vorzuweisen, ist aber jedes Mal von Douvan deklassietr worden und konnte zuvor in drei Gruppe 2 Rennen ebenfalls immer „nur“ einen Platz erreichen. Seine Leistungen sind konstant und er kam vor drei Wochen in Topfrom in die Saison 2016/2017 zurück und schlug ein ordentliches Feld in einem Handicap über Kurs und Distanz mit Leichtigkeit. Er scheint über den Sommer einiges an Training genossen zu haben und ist mit sechs Jahren sicher noch steigerungsfähig.

Simonsig hingegen ist schon 10 Jahre alt, hat aber bisher nur vier Chase Rennen bestritten, dabei aber mit drei Siegen und einem dritten Platz im Boylesport Champion Chase von sich reden gemacht. Nach der Saison 2012 folgen einige gesundheitliche Probleme und die Saison 2014 fiel komplett aus, während 2015 genau ein Start absolviert wurde. 2016 zeigte er nach über einem halben Jahr Pause die persönliche Bestleistung im Champion Chase, floppte aber anschließen über Hürden im Prix Le Barka in Frankreich. Nun hatte er wieder ein halbes Jahr Pause und wie wir nur zu gut wissen kann er nach einer solchen Erholung durchaus beeindruckende Rennen laufen, auch wenn ihm regelmäßige Stars in Chase Rennen bisher gefehlt haben. Jede Menge Potential und leider jede Menge verschenkte Zeit, aber an einem guten tag ist er immer in der Lage ein Rennen wie dieses hier zu gewinnen.

Simply Ned belegte in diesem Rennen im Jahr 2014 einen guten zweiten Platz, kommt aber in Gruppenrennen meistens etwas zu kurz und wäre nur in der Lage zu gewinnen, wenn mindestens zwei der anderen Starter hier einen schlechten Tag erwischen. Zudem hat er seine Bestform aus dem Jahr 2014 bisher nicht reproduzieren können und muss zusammen mit Fox Norton 4lb mehr tragen als Simonsig und Special Tiara, die für mich die beiden sind, auf die man sich hier konzentrieren sollte.

Special Tiara hat eine durchwachsene Bilanz nach einer längeren Pause, bekommt hier aber unglaubliche gute Konditionen vom Gewicht her. In einem Handicap müsste sie 8lb mehr tragen als Simonsig und immerhin immer noch 7lb mehr als Fox Norton, und mit dem geringeren Gewicht hier ist er effektiv bis zu 11lb (Fox Norton) oder gar 14lb (SimplyNed) besser dran als die Konkurrent, was ihm das Siegen etwas leichter machen sollte.

Pick: Special Tiara


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